Einmal Norovirus, bitte!

Einmal Norovirus, bitte! - Kind auf Spielplatz

Nun ja, zugegeben: Gewünscht haben wir ihn uns nicht. Aber ist er erst einmal da, ist er nicht mehr aufzuhalten.

Ein Bericht über den fiesen Norovirus: Wie er kommt, wie er bleibt und wie er auch wieder geht.


Einmal Norovirus, bitte!

Mittags. Unsere kleine Familie, bestehend aus Papa, kleinem Spatz und mir, geht gemeinsam zum Zahnarzt. Bei mir steht eine Zahnreinigung an.

Nachdem das nach 1 Stunde erledigt ist, gehen wir noch kurz einkaufen. Der Papa vergisst, dass ich nach einer Zahnreinigung nichts essen darf, und kauft Mohnhörnchen und andere Brötchen.

Während also Papa und Sohn genüsslich ihre Brötchen verputzen, tingeln wir ein wenig in der Gegend rum. In 1 Stunde fängt nämlich das 1. Laternen basteln in der Kita unseres Sohnes an. Ich freue mich wahnsinnig darauf! Das hätte mir bereits zu denken geben müssen. Denn IMMER, wenn ich mich tierisch auf etwas freue, werde ich enttäuscht.

Wir spazieren noch an der Wuhle entlang, schauen auf die Seilbahn der Gärten der Welt und machen an einem kleinen Spielplatz Halt.

Einmal Norovirus, bitte! - Kind auf Spielplatz

Der Kleine will nicht in den Kinderwagen, ist auch etwas knatschig drauf. Liegt wohl daran, dass er den Mittagsschlaf hat ausfallen lassen, denke ich mir. Naja, er ist zwar schon etwas schwerer geworden, aber solange ich ihn noch tragen kann, trage ich ihn. Kein Problem.

Laternen basteln

Endlich ist die Zeit rum und wir machen uns auf den Weg zur Kita, die gleich um die Ecke ist.

Wir sind etwas früher dran, werden aber schon von der Erzieherin begrüßt und in den Theaterraum gebeten. Dort ist bereits alles vorbereitet. Lange Tische, viele Stühle, dazu ein Haufen Bastelkram. Gleich geht’s los!

Einmal Norovirus, bitte! - Bastelzeug

Nach und nach füllt sich der Raum. Da das Basteln an einem Mittwoch Nachmittag stattfindet, ist es dennoch recht leer im Raum. Viele Eltern müssen noch arbeiten und können daher nicht mit zum Basteln kommen. Ihre Kinder werden von einer Erzieherin betreut. Die Kinder, deren Eltern fehlen, basteln leider nicht mit. Das finde ich sehr schade. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch gern eine Laterne gebastelt hätten. Nun ja…

Uns wird ebenfalls angeboten, den Kleinen zur Erzieherin zu geben, damit WIR (die Eltern) in Ruhe basteln können. Etwas irritiert sind wir schon von diesem Angebot… Sollen die Kinder etwa keinen Spaß beim Basteln, Kleben, Schneiden, Kritzeln haben? Unsere Antwort ist klar: Unser Sohn bastelt mit.

Von einer Sekunde auf die andere

Wir sitzen alle in einer gemütlichen Runde. Mein Sohn sitzt auf meinem Schoß, weil die Tische zu hoch und die Stühle zu niedrig sind, als dass er etwas hätte sehen oder daran arbeiten können. Während er ein paar Filzbommeln auf ein von mir ausgeschnittenes Stück Papier klebt, schneide ich weiter aus.

Dann gehe ich mit dem Kleinen zur Bühne. Hier warten eine Menge buntes Papier, Karton usw. Da sich der kleine Spatz nicht entscheiden kann, suche ich für uns grünes Papier aus. Unsere Laterne soll eine Raupe werden, stelle ich mir vor. Ja, das wird toll aussehen!

Einmal Norovirus, bitte! - Laternenmännchen

Der Kleine will wieder getragen werden. Ich nehme ihn hoch, da muss er auf einmal ganz stark husten. Ich denke, er hat sich nur doll verschluckt und setze den Gang fort, nachdem das Husten aufgehört hat.

Und plötzlich bin ich nass. Von oben bis unten. Aber volle Möhre! Ich bin total irritiert, was jetzt auf einmal los ist. Er erbricht wieder. Und wieder. Würgt. Er jammert. Er ist scheinbar auch etwas überfordert mit den Vorgängen in seinem Körper.

Ich husche mit dem Kleinen ins Bad. Dort wird das Gröbste abgewaschen. Die Klamotten müssen komplett gewechselt werden. Auch er ist von oben bis unten vollgekotzt.

Der Papa hat inzwischen das Malheur auf dem Boden beseitigt und bringt uns Wechselklamotten. Von der Erzieherin bekomme ich netterweise ein T-Shirt geliehen. Sonst hätte ich entweder nackig oder in meinen vollgebröckelten Sachen umherlaufen müssen.

Alles wieder gut?

Es war dumm von uns zu denken, dass es jetzt vorbei sein würde. Wir überlegten sogar, uns wieder in den Raum zu setzen und weiterzubasteln. Immerhin war ja jetzt alles draußen…

So geirrt hatten wir uns wohl noch nie. Kaum hatte ich mich am Mini-Waschbecken einigermaßen von Kotze befreit, gewaschen und neu eingekleidet, da ging es wieder los. Der komplette Boden im Flur war vollgekotzt.

„Miiiilch!“, jammert der arme Schatz nur in meinen Armen. Kein Problem. Milch ist immer da. Milch ist immer gut. Also ab ins Nebenzimmer, in einen Mini-Sessel gequetscht und den Kleinen gestillt. Der prompt nach ein paar Schlucken einschläft. Der Mittagsschlaf hat ihm eindeutig gefehlt. Anscheinend konnte er aber bis dahin nicht einschlafen, weil er bereits merkte, dass in seinem Körper etwas zugange war.

Im Schlaf ziehen wir den armen Fratz an und wollen gerade aufbrechen, da wacht er wieder auf, kotzt, jammert, schläft wieder ein. Er muss sehr erschöpft sein…

Kuscheln, kuscheln, kuscheln

Als wir zu Hause angekommen sind, übergibt sich der Kleine noch viele Male. Trinken will er nicht, essen will er nicht. Er will einfach nur abwechselnd von mir und vom Papa im Arm einschlafen. Wir sitzen im Wohnzimmer auf der Couch, haben es uns gemütlich gemacht. Wir streicheln ihn, kuscheln mit ihm. Wenn er kurz aufwacht, um wieder zu erbrechen, beruhigen wir ihn mit unseren Stimmen, reden ihm gut zu. So allmählich hat sich alles eingependelt. Die Spucktücher liegen griffbereit, die Spuckschüssel vorsichtshalber auch. Handtücher sollen die Couch sauber halten.

Der Kleine schläft sofort wieder ein, sobald er erbrochen hat oder es zumindest versuchte. Allmählich mache ich mir Sorgen, dass er zu viel Flüssigkeit verliert und biete ihm, obwohl er nicht danach verlangt hat, die Brust an. Dankbar nimmt er das Angebot an und trinkt ein paar Schlückchen. Dann schläft er wieder in meinen Armen ein.

Einmal Norovirus, bitte! - Kind schläft im Arm

Als er später beim Papa sein will und dort weiterschläft, verkrümel ich mich in die Küche, mache etwas Essen und schreibe ein wenig.

Irgendwann bricht die Nacht herein und wir machen uns alle fürs Bett fertig.

Zumindest gut geschlafen haben wir. Als wir aufwachen, ist es 9 Uhr! Ich werde von einem Schwall Kotze geweckt, der sich über mich ergießt.

Jetzt geht’s bergauf… Doch nicht

Am Morgen fühle ich mich etwas groggy. Der Kleine will wieder getragen werden, was mir plötzlich ziemlich Kräfte zehrend vorkommt. Auch als mir mein Mann berichtet, was er so über den Tag alles erledigen will, bin ich einfach nur fertig. Ich genieße es, wenn mir mein Mann etwas erzählen möchte. Aber in dem Moment hatte ich einfach kein offenes Ohr für ihn.

Plötzlich war ich einfach nur niedergeschlagen. Mir ging es nicht gut. Mein Mann machte sich für die Arbeit fertig. Innerlich malte ich mir schon aus, was für ein beschissener Tag das werden würde. Dem Kleinen ging es mittlerweile auch wieder besser. Er musste sich nicht mehr übergeben, war auch wieder ganz gut drauf und wollte jetzt spielen und bespaßt werden. Bücher lesen. Bälle werfen. Sowas eben. Sachen, die ich sonst gern mache. Aber nicht jetzt.

Im Flur lag ich vor unserem Malort und kam mir ziemlich bescheuert vor, wie ich da so lag. Aber ich nutzte einfach jeden Ort und jede Möglichkeit, mich hinlegen und ausruhen zu können. Soweit das zumindest möglich ist, während jemand auf dich rauf krabbelt und gestillt werden will. Mir Wurscht! Stille ich eben im Liegen.

Und irgendwann wird der Kleine dann vormittags doch noch mal müde. Wir legen uns ins Bett. Ich lege mir vorsichtshalber eine Spuckschüssel daneben. Nur für den Fall der Fälle. Gute Entscheidung.

Als ich so auf der Seite liege, merke ich schon, wie die Übelkeit ins Unermessliche steigt. Und dann kommt endlich alles raus.

Der Papa will zu Hause bleiben und sich um uns kümmern. Doch nachdem alles draußen ist, fühle ich mich pudelwohl und sage ihm, er kann arbeiten gehen… Wie dumm von mir…

Komm bitte wieder!

Aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich legte mich mit dem kleinen Mann schlafen, der Papa ging zur Arbeit. Und irgendwann wachte ich auf und musste wieder und wieder kotzen. Mein Sohn beobachte mich währenddessen ganz ruhig. Zwischenzeitlich rief er immer „Mama!“, wenn ich ihn zu sehr beunruhigte. Dann erklärte ich ihm, was gerade mit mir los sei, um ihm die Angst zu nehmen. Aber ich kann mir vorstellen, dass mein Anblick nicht sehr hilfreich war.

Dazu kam dann noch Durchfall und extreme Abgeschlagenheit. Und ich hätte es vielleicht über den Tag geschafft, wenn mein Kleiner noch genau so krank gewesen wäre. Aber er war putzmunter, quietschfidel. Okay, zwischendurch wollte er auch gestillt werden, aber auch sehr viel spielen. Und wieder Bücher lesen. Ich kam mir vor wie ein Wrack.

Mein Sohn merkte, dass es mir sehr schlecht ging. Immer, wenn wir das Lesen unterbrechen mussten (was für ein Wortspiel), sagte er:“Mama! Mama!“. Als es überstanden war, begleitete er mich zum Bad, in dem ich die Spuckschüssel entleerte und säuberte.

Doch mit der Zeit traute ich mir immer weniger zu, mit dem Tempo meines Sohnes mithalten zu können. Kurzerhand schrieb ich meinem Mann: „Komm bitte wieder!“. Womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte: Er kehrte schnurstracks um und kam nach Hause.

Einmal Norovirus, bitte! - Superman

Mein Mann, mein Retter

Und das war er auch: Ein Retter in der Not. Auf der Heimfahrt durchstöberte er das Internet. Ganz eindeutig hatten wir uns den Norovirus eingefangen. Der würde in 2-3 Tagen vorüber gehen. Er kaufte noch ein paar Kleinigkeiten für uns ein und mutierte zum Superhelden.

Nicht nur, dass er einfach mal so für mich, für seinen Sohn, für uns, einen Arbeitstag sausen ließ (was bei Selbstständigen ziemlich viel bedeutet). Er informierte sich über alles, um uns bestmöglich zu versorgen. Er kaufte die nötigen Sachen ein, machte sich an die Wäscheberge, räumte auf, schmiss den Geschirrspüler an, kümmerte sich um den Kleinen. Damit ich wie ein Häufchen Elend versuchen konnte zu schlafen. Er erinnerte mich daran, den von ihm extra zubereiteten Tee alle 5 Minuten teelöffelweise zu mir zu nehmen. Ich wurde in Decken eingemummelt, die Fenster wurden geöffnet, damit frische Luft hereinkam.

Sogar Brühe kochte er für uns. Die verbrannte dann leider, weil er zwischendurch eingeschlafen war, aber was soll’s? Okay, bei dem Geruch von verbrannten Möhren hätte ich beinahe wieder gekotzt, aber er machte gleich alles wieder sauber und kochte eine neue Brühe. Die mir absolut nicht schmeckte, aber dafür konnte er ja nichts.

An dieser Stelle möchte ich also noch einmal ganz offiziell sagen: Danke. Danke, dass du für mich und für unseren Sohn an diesem wirklich beschissenen Tag da warst.

12 Stunden

12 Stunden brauchte es, damit es mir wieder besser ging.

Das Schlimmste war eindeutig, dass sich mein Magen nicht beruhigen konnte. Egal, was ich trank, wie viel oder wie wenig ich trank, egal, was für kleine Mini-Häppchen ich zu mir nahm: Es kam innerhalb kürzester Zeit wieder raus. Dazu dann noch der Kleine, der gestillt werden wollte. Am Ende kam nur noch Galle. Danach nur noch Schaum. Bei mir war nichts mehr, was meinen Körper hätte verlassen können. Und doch musste ich immer und immer wieder würgen. Ich bekam zwischendurch sogar Atemnot, weil ich so stark würgte, aber nichts raus kam.

Aber meine beiden Männer pflegten mich wieder gesund. Mein Sohn fütterte mich mit Salzstangen und Filinchen, und gab mir zu verstehen, dass ich auch meinen Kamillentee trinken musste.

Einmal Norovirus, bitte! - Salzstangen und Filinchen

Wirklich gut ging es mir, als ich mir im Badezimmer ein schönes, warmes Bad einließ und ganz in Ruhe baden gehen konnte. Es war himmlisch. Ich hätte locker den ganzen Tag darin verbringen können. Aber ich wollte die Kräfte meines Mannes auch nicht überstrapazieren.

Als gegen Abend das Gröbste überstanden war und ich sogar ein wenig lächeln konnte, wusste ich, jetzt wird es bergauf gehen. Der Papa war nach dem Tag entsprechend k.o., redete sich jedoch gut zu, dass er nicht krank werden würde, dass er stark sei. Ich gab mein Bestes, ihm Mut zu mache. Ich wünschte ihm so sehr, dass es ihn verschonen würde, aber ein wenig Zweifel hatte ich doch. Mitten in der Nacht ging es dann bei ihm los. Allerdings war er sogar schneller auf dem Damm als ich. Hut ab!

Revanche (im guten Sinne)

Als ich meinen Mann also mitten in der Nacht das Bett verlassen hörte, konnte ich schon 1 und 1 zusammenzählen. Man hörte ihn dann im Bad. Der kleine Mann hingegen hielt im Schlaf meine Hand und presste sich eng an mich. Zwischen uns war kein Millimeter Luft. Er brauchte das jetzt, schlief aber auch tief und fest.

Nachdem der Papa das 2. Mal das Bett verlassen musste und nicht wiederkam, stand ich auf. Es war gegen 3 Uhr morgens und ich hellwach. Er lag auf der Couch, belas sich. Ich leistete ihm Gesellschaft, brachte ihm Tee, kochte schonmal neuen, damit er über Nacht abkühlen konnte. Die Küche, die nach dem Tag ein wenig chaotisch aussah, machte ich auch noch schnell sauber. Wenn der kleine Mann schläft, sollte man das ausnutzen. Wer weiß, wie der morgige Tag aussehen wird.

Viel konnte ich für meinen Mann nicht machen. Er schlief viel, war aber auch nicht fertig, als er morgens von dem Kleinen mit einem liebevollen „Papa!“ geweckt wurde. Beide genossen die Gesellschaft, lasen Bücher. Als beide ihren Mittagsschlaf hielten, machte ich mich ans Gemüsebrühe kochen.

Einmal Norovirus, bitte! - Gemüsebrühe

Am Nachmittag machen wir sogar einen gemeinsamen Spaziergang um die Häuser und genießen das kühle, graue Herbstwetter. Das tut uns zwar ganz gut, aber es ist für mich immer noch sehr anstrengend. Der kleine Mann ist während des Spaziergangs ganz ruhig. Er sagt kein Wort, lauscht unserer Unterhaltung und genießt es, im Kinderwagen liegen, entspannen und sich ausruhen zu können.

Mittlerweile ist es Abend. Der Kleine schläft, der Mann arbeitet am Computer, genau so wie ich. Die letzten 2 Tage waren nicht schön. Aber ich bin froh, dass sie endlich vorbei sind und nicht noch länger gedauert haben.

Wer von dem Thema Norovirus noch nicht genug hat, für den habe ich jetzt noch einige Informationen von infektionsschutz bereitgestellt. Vorab schonmal gute Besserung für euch!


Norovirus – Übertragung

Der Norovirus ist hochgradig ansteckend. Er wird vor allem durch mangelnde Hygiene übertragen. Wenn man zum Beispiel erbrochen hat oder Durchfall hatte und sich danach nicht richtig die Hände wäscht, können sich andere, mit denen man in Kontakt kommt, schnell anstecken. Es reicht schon aus, dass sie den infizierten Türknauf berühren oder dasselbe Handtuch benutzen. Der Virus ist äußerst widerstandsfähig und überlebt erschreckend lang.

Auch über Tröpfcheninfektion werden die Erreger weitergegeben. Wenn winzige Reste ausgehustet oder ausgeniest werden, können sie in der Luft schweben und dann von anderen eingeatmet werden. Natürlich reicht ein Kuss auch schon aus, um sich anzustecken.

Einmal Norovirus, bitte! - Schuhe im Schnee

Verunreinigtes Wasser (z.B. das befallene Badewasser), Getränke und rohe Lebensmittel können mit Noroviren belastet sein. Hierbei kann es sich um Salat, Obst, Krabben, Muscheln usw. handeln.

Norovirus – Symptome

Ihr habt ja selbst gelesen, wie übel es uns ging.

Neben Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und dem Gefühl von Abgeschlagenheit können auch weitere Symptome auftreten. Wie etwa Bauch- und Muskelschmerzen. Mein Mann und ich hatten immer ein stechendes Gefühl in der Magengegend, bevor wir uns später übergeben mussten. Nachdem es mir am Morgen etwas besser ging, hatte ich auch mit heftigen Gliederschmerzen zu kämpfen. Auch Fieber und Kopfschmerzen können hinzukommen.

Gerade Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können durch das starke Brechen und den heftigen Durchfall schnell an Flüssigkeit verlieren. Bemerkbar macht sich dies durch Schwächeanfälle und Schwindelgefühle. Hier droht die Gefahr einer Dehydrierung. Hätte mein Sohn keine Muttermilch oder sonst etwas getrunken, wären wir mit ihm ins Krankenhaus gefahren, damit er über eine Infusion Flüssigkeit erhält. Das war aber zum Glück nicht nötig.

Norovirus – Was hilft

Wenn ihr euch einmal angesteckt habt, sind diese Dinge besonders hilfreich und wichtig:

  • Kein Kontakt zu anderen Personen, damit sie sich nicht auch noch anstecken. Unser Sohn ging nicht in die Kita. Der Papa ging nicht auf Arbeit. Darüber hinaus ist es ratsam, die anderen (Kita, Arbeitsstelle, Freunde, Familie usw.) darüber zu informieren, dass der Norovirus gerade umgeht. So können sie sich besser schützen.
  • Ruhe. Ich habe seit ewigen Zeiten einfach mein Handy zur Seite gelegt und ignoriert. Das Telefon wurde auf lautlos gestellt. Die Klingel wurde abgestellt. Vorhang zu, Fenster auf, schlafen. Das ist die beste Medizin.

Einmal Norovirus, bitte! - Frau schläft

  • Ich weiß, es ist schwierig, aber ihr müsst trinken. Bei mir kam nach kürzester Zeit zwar alles wieder raus, aber wenn ihr ständig brecht, Durchfall habt und dann auch noch – wie ich – ein Kind stillt, braucht ihr Flüssigkeit. Mein Mann hat beispielsweise schwarzen Tee mit Traubenzucker und etwas Salz zubereitet, kalt gestellt und mir dann teelöffelweise gegeben. Das kam zwar auch wieder raus, aber irgendwann blieb es dann auch drin.
  • Leichte Kost. Nichts fettes. Nichts schweres. Zwieback wird empfohlen, war bei mir aber ein Fiasko. Mir taten hingegen Salzstangen und Filinchen ganz gut. Vor allem hilft Salz, den Salzverlust im Körper auszugleichen.
  • Hygiene. Das bedeutet: Alles, mit dem man in Berührung kam, waschen (Kochwäsche) bzw. reinigen. Handtücher wechseln. Hände mit Wasser und Seife waschen. Ja, das sollte man eigentlich immer machen, einige achten da allerdings nicht so drauf.

Norovirus – Vorbeugen

Was denjenigen hilft, die es bisher noch nicht getroffen hat, jedoch deren direktes Umfeld? Hygiene, Hygiene und nochmals Hygiene. Sie sollten ihre Hände stets waschen, vor allem vor und nach dem Essen.

Einmal Norovirus, bitte! - Badeutensilien

Außerdem den Kontakt mit erkrankten Menschen meiden. Auch, wenn die Symptome bereits abgeklungen und die Leute scheinbar wieder gesund sind. Der Norovirus ist ein wahrer Überlebenskünstler! Er kann sich lange auf Oberflächen oder Gegenständen halten. Auch in Lebensmitteln kann er die Zeit gut überdauern. Selbst Hitze lässt ihn oftmals unbeeindruckt. Temperaturen bis +60°C kann er für mehrere Minuten überstehen.

Das Gute zum Schluss: Das Schlimmste ist nach 1 bis 3 Tagen überstanden!

Hoffentlich konnte euch der eine oder andere Tipp helfen. Bleibt stark und werdet schnell wieder gesund!

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