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	<title>ärgern &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>ärgern &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 13:33:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230; Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu verstehen, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein Versöhnungsgespräch zu schaffen. &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger? ... <a title="&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger/" aria-label="Mehr zu &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230;</p>
<p>Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu <strong>verstehen</strong>, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein <strong>Versöhnungsgespräch</strong> zu schaffen.</p>
<p><span id="more-13465"></span></p>
<h2>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</h2>
<p>Ich bin mit einer Freundin und den Kindern auf dem Spielplatz verabredet. Die Kinder beschäftigen sich gerade allein, wir nutzen die Zeit, setzen uns auf die Bank und quatschen ein bisschen. Die ältere Tochter meiner Freundin geht den Kindern hinterher, die inzwischen über den Zaun geklettert sind und jetzt die BMX Strecke hoch und runter jagen. Ich freue mich, dass sich Oliver schön auspowert und plaudere weiter&#8230;</p>
<p>Nach etwa einer Viertelstunde kommt die Tochter meiner Freundin zu uns:&#8220;Da <strong>ärgern</strong> uns zwei Jungs.&#8220; Meine Freundin und ich sind uns einig, dass nicht gleich zwei Erwachsene da rüber marschieren müssen, also erkläre ich mich bereit, nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13485" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg" alt="Olle Petze - Was steckt wirklich hinter Ärger I Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Ich nehme die Abkürzung über den Zaun, sehe mich nach ihnen um, und erkenne sie in der Ferne des Platzes. Sie stehen in einer kleinen Gruppe von fünf Kindern da und scheinen irgend etwas zu bereden. Find ich gut, denk ich mir, <strong>streiten</strong> und <strong>diskutieren</strong> muss ja auch irgendwie gelernt werden&#8230;</p>
<p>Nur bleibt es leider nicht beim friedlichen Diskurs. Olivers Freund wirft seinen Gegenüber nun mit einem gezielten Karatemove zu Boden und tritt mit einem Kick nach. Oliver steht unsicher daneben und weiß sich nicht zu helfen. &#8222;HEY! STOPP! WAS IST DENN HIER LOS?!&#8220;, rufe ich zu den Kindern rüber, in der Hoffnung, somit Zeit zu schinden, bis ich ganz bei ihnen bin.</p>
<p>Das Rüberschreien hat geholfen. Die <strong>Kinder</strong> blicken hoch, der Junge am Boden rappelt sich auf und ich steh vor ihnen. &#8222;So. Was ist hier los?&#8220;, frage ich ein wenig außer Atem. Olivers Freund geht gleich in die <strong>Verteidigung</strong>:&#8220;Der (Der ist der Junge, der gerade noch am Boden lag) hat angefangen, der hat mich geschubst.&#8220; und dann fügt er noch etwas leiser hinzu:&#8220;Und ich mag das überhaupt nicht, dass sie <strong>gepetzt</strong> hat&#8230;&#8220;</p>
<p>Um das Thema &#8222;Gleiches mit Gleichem vergelten&#8220; schreibe ich in einem anderen Beitrag, mir geht es heute einzig und allein darum, zu verstehen, warum Olivers Freund am Ende so sauer auf seine Schwester war, die doch eigentlich nur <strong>Hilfe</strong> holen wollte.</p>

<h2>Was bedeutet Petzen?</h2>
<p>Das Wort &#8222;<strong>Petzen</strong>&#8220; wird entweder als Substantiv (die Petze, die Petzerin, der Petzer) oder als Verb verwendet und meint:</p>
<blockquote><p>&#8222;(besonders einer Lehrperson, den Eltern o. Ä.) mitteilen, dass ein anderer etwas Unerlaubtes, Unrechtmäßiges o. Ä. getan hat&#8220; &#8211; www.duden.de</p></blockquote>
<h2>Worum geht es Petzen?</h2>
<p>Wenn ich das Wort &#8222;petzen&#8220; wertfrei beschreiben möchte, geht es also darum, den Eltern (oder wem auch immer) mitzuteilen, was Person X getan hat&#8230; Und deshalb ist der Bruder auf seine Schwester <strong>sauer</strong>? Weil sie sagt, was vorgefallen ist?</p>
<p>Vielleicht hilft es ja, wenn wir uns mal in die Lage von Petzen hineinversetzen. Worum geht es Petzen denn eigentlich?</p>
<h3>1. Orientierung, Klarheit</h3>
<p>Wenn sich Kinder streiten und dieser Streit dann <strong>eskaliert</strong>, indem sie z.B. handgreiflich werden wie in der obigen Situation, fühlen sich die Personen, die das mitbekommen, womöglich <strong>unsicher</strong>. Sie wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Also entscheiden sie sich, jemand Erwachsenes um Hilfe zu bitten, von dem sie ausgehen, dass sie/er für Klarheit sorgen wird, denn die verfügen schon über mehr Erfahrung und wissen bestimmt, was jetzt zu tun ist. Petzen geht es also um <strong>Klarheit</strong>, Orientierung in einer für sie unsicheren Situation.</p>
<h3>2. Schutz, Gerechtigkeit</h3>
<p>Wenn Kinder etwas beobachten, das sie in ihrem Wertesystem als &#8222;nicht ok&#8220; einstufen, sich aber gleichzeitig nicht in der Lage sehen, zu helfen, weil die/der Täter*in stärker oder einfach bedrohlich wirkt, sind Erwachsene eine gute <strong>Strategie</strong>, um das Opfer als auch sich selbst zu <strong>schützen</strong> &#8211; schließlich sind Erwachsene in der Lage, auch bei Handgreiflichkeiten dazwischen zu gehen.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13490" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg" alt="Erwachsene schlichtet zwischen Kindern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Gedanken, die sich hinter Ärger verstecken</h2>
<p>Olivers Freund <strong>ärgerte</strong> sich also über seine Schwester, die <strong>gepetzt</strong> hatte. Wenn wir uns ärgern, liegt die <strong>Ursache</strong> in den Gedanken und Urteilen, die wir dabei haben. Gedanken, wie z.B.:</p>
<p><em>&#8222;Sie hat mich verraten.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Ich kann ihr nicht vertrauen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie will ja nur, dass Mama böse auf mich ist und mich anmeckert.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie mag mich nicht.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie denkt, ich schaffe das nicht allein, dabei bin ich schon groß und kann das selber!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie glaubt nicht an mich.&#8220;</em></p>
<p>Auch <strong>Glaubenssätze</strong> können in solchen Situationen zum Vorschein kommen, die uns z.B. sagen <em>&#8222;Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.&#8220;.</em></p>
<p>All diese <strong>Gedanken</strong>, die Olivers Freund womöglich gedacht haben könnte, überblenden seine eigentlichen, tiefer liegenden <strong>Gefühle</strong>, die zu fühlen viel unangenehmer wären, wie z.B. Trauer und Enttäuschung. Wenn wir uns mit solchen Gedanken ablenken lassen, verlieren wir aber aus den Augen, um was es uns eigentlich geht, also was unsere eigentlichen <strong>Bedürfnisse</strong> sind. Was könnte das z.B. sein?</p>
<h3>1. Vertrauen</h3>
<p>Was passiert, nachdem jemand einem Erwachsenen mitgeteilt hat, was Person X &#8222;Falsches&#8220; getan hat? In der, sage ich mal, konservativen Erziehung werden, nachdem ein Kind etwas scheinbar &#8222;Falsches&#8220; getan hat, Strafen verhängt.</p>
<p>Petzen werden also nicht als Unterstützung gesehen, als jemand, der einfach nur Hilfe durch einen Erwachsenen sucht, sondern als Verräter, die einen bei den Erwachsenen verpfeifen und wegen derer man dann bestraft wird. Petzen kann man demnach nicht (ver-)trauen &#8211; und gerade das ist ja für in Gemeinschaft lebenden Menschen wichtig, um sich <strong>sicher</strong> und <strong>geborgen</strong> zu fühlen. Kann also auch etwas mit <strong>Sicherheit</strong>, <strong>Schutz</strong> zu tun haben.</p>

<h3>2. Gesehen werden</h3>
<p>Wenn Erwachsene zu einer Situation dazu geholt werden, die sie nicht von Anfang an mitbekommen haben, können sie sich nur darauf verlassen, was ihnen von den Beteiligten erzählt wird. Ich als Erwachsene, die später hinzugeholt werde, oder auch die Mama von Olivers Freund, <strong>interpretieren</strong> die Situation also danach, was uns erzählt wird. Ich z.B. habe gar nicht gesehen, wie die anderen Jungs die Kinder geärgert haben, sondern habe nur gesehen, wie sich die Kinder unterhalten und wie dann der andere Junge von Olivers Freund zu Boden geworfen und getreten wurde.</p>
<p>Vielleicht hatte Olivers Freund Angst davor, dass sein Verhalten falsch interpretiert wird und er am Ende als der <strong>Böse</strong> da steht. &#8222;Du trittst einen am Boden liegenden Jungen? Was stimmt nicht mit dir? Du setzt dich jetzt so lange auf die Bank, bis ich sage, dass du wieder spielen gehen kannst.&#8220; &#8211; zum Beispiel. Dabei wollte er vielleicht einfach nur sich und seinen Freund, Oliver, vor den Jungs <strong>beschützen</strong>, von denen sie laut Aussage der Schwester geärgert wurden. Hier geht es also ums <strong>gesehen werden</strong>, richtig hinschauen und zuhören.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13491" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Selbstwirksamkeit</h3>
<p>Vielleicht wollen Kinder auch nicht, dass sich <strong>Erwachsene</strong> mit einmischen, weil sie ihre Probleme gerne selber austragen möchten. Sie möchten eigene Strategien zur <strong>Problembewältigung</strong> entwickeln. Es geht also eher darum, <strong>selbstwirksam</strong> zu sein, statt die Erwachsenen es nach ihren eigenen Vorstellungen lösen zu lassen. &#8222;Vertrau mir, dass ich diesen Streit auch selber lösen kann.&#8220; &#8211; da sind wir dann wieder beim Vertrauen. Vertrauen von der Schwester, dass man das auch ohne die Hilfe eines Erwachsenen schafft.</p>
<h3>4. Integrität</h3>
<p>Für manche Erwachsene mag ein &#8222;Ihr gebt euch jetzt die Hand und damit hat sich der Streit.&#8220; eine angemessene Lösung des <strong>Konflikts</strong> sein, für Kinder vielleicht aber nicht, vor allem, wenn sie merken, dass es keine von Herzen kommende Entschuldigung war. Sie möchten ihre Probleme also nach ihren eigenen Wertvorstellungen angehen, sie möchten sich <strong>integer</strong> verhalten.</p>

<h2>Empathie für beide Seiten</h2>
<p>Wenn ich mich so in Olivers Kumpel hineinversetze, dann bin ich plötzlich nicht mehr ärgerlich auf meine Schwester, ich bin stattdessen <strong>traurig</strong>, weil ich als großer Junge gesehen werden möchte, der seine Probleme ohne die Mama lösen kann. Ich wünsche mir, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, dass ich nicht als der Böse, sondern als der gesehen werde, der sich für seine Freunde einsetzt und sie beschützt. Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil ich gedacht habe, dass meine große Schwester hinter mir steht, zu mir hält.</p>
<p>Das sind natürlich jetzt alles nur Gedankenexperimente, die zutreffen könnten, aber nicht müssen. Ich finde solche <strong>Übungen</strong>, sich in andere hineinzuversetzen, aber sehr hilfreich, vor allem bei Streitereien. Auf diese Weise kann ich nun beide Seiten besser verstehen und ihr Verhalten <strong>nachvollziehen</strong>, was wiederum beim späteren Vermitteln zwischen beiden <strong>hilfreich</strong> ist.</p>
<p>Ich könnte also erstmal versuchen, <strong>herauszufinden</strong>, um was es dem Bruder und der Schwester ging, und Fragen stellen. &#8222;Hast du dir Sorgen um deinen kleinen Bruder gemacht, weil du gesehen hast, wie die Jungs ihn geärgert haben, und wolltest ihm helfen? Warst du unsicher, wie du dich bei diesem <strong>Streit</strong> verhalten kannst, und hast mich deshalb geholt?&#8220; Je nachdem, ob die Vermutung zutrifft oder eben auch nicht, führt man dann das Gespräch weiter.</p>
<p>Genau das Gleiche dann beim Bruder. &#8222;Hast du dich geärgert, weil du gedacht hast, dass deine Schwester dir nicht zutraut, den Streit allein zu schlichten? Wünschst du dir ihr Vertrauen, dass du die Sache selber regeln kannst? Hattest du Sorge, dass wir Erwachsenen euren Streit nach unseren Vorstellungen regeln? Ist es dir wichtig, selber zu entscheiden, was bei eurem Streit zu tun ist?&#8220;</p>
<p>Das sind wie gesagt alles nur Fragen, die man stellen könnte. Natürlich bombardiert man Kinder nicht gleich mit einem Haufen Fragen, sondern lässt sie ausreden und gibt dann wieder, was passiert ist. Die obigen <strong>Fragen</strong> dienen wirklich nur dazu, sich vorzustellen, was man in solchen Momenten sagen könnte.</p>
<p>Ich bin mir sicher, wenn wir es schaffen, uns in beide Seiten hineinzuversetzen und dann Vermutungen anstellen, ins Gespräch miteinander kommen, dass wir dann auf einem guten Weg sind, einander besser zu verstehen und Streitereien wie <strong>Missverständnisse</strong> aus der Welt zu schaffen.</p>
<p>Hast du noch ein paar Ideen, um was es beiden womöglich ging oder möchtest du selber mal von einem miterlebten Streit berichten? Dann erzähl mir gerne mehr davon unten in den Kommentaren.</p>
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		<title>Positiv denken &#8211; So baust du dir ein positives Mindset auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 10:27:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ist dir auch aufgefallen, dass uns leichter die negativen Dinge im Gedächtnis bleiben, wenn wir abends im Bett liegen und den ganzen Tag Revue passieren lassen? Auch ich kann mich davon nicht freisprechen, und ich möchte heute gerne damit anfangen, Dinge, die im ersten Moment negativ auffallen, positiv umzuwandeln, und dir Inspiration liefern, damit auch ... <a title="Positiv denken &#8211; So baust du dir ein positives Mindset auf" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/positiv-denken-so-baust-du-dir-ein-positives-mindset-auf/" aria-label="Mehr zu Positiv denken &#8211; So baust du dir ein positives Mindset auf">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist dir auch aufgefallen, dass uns leichter die <strong>negativen</strong> Dinge im Gedächtnis bleiben, wenn wir abends im Bett liegen und den ganzen Tag Revue passieren lassen?</p>
<p>Auch ich kann mich davon nicht freisprechen, und ich möchte heute gerne damit anfangen, Dinge, die im ersten Moment negativ auffallen, <strong>positiv</strong> umzuwandeln, und dir Inspiration liefern, damit auch du Stück für Stück lernst, positiv zu denken.</p>
<p><span id="more-13064"></span></p>

<h2>Positiv denken &#8211; So baust du dir ein positives Mindset auf</h2>
<p>Egal, ob im Haushalt, auf der Arbeit, in der Familie, unter Freund*innen oder unter welchen Umständen auch immer, es kommt vor &#8211; und das relativ häufig &#8211; dass wir uns gerne an den Dingen festklammern, die uns in irgendeiner Weise negativ aufgestoßen sind.</p>
<p>Und wenn man so eine <strong>Denkweise</strong> erst einmal verinnerlicht hat, dann hört man sich den lieben langen Tag nur beim Meckern zu.</p>
<p>Auf Dauer kann das ganz schön Energie kosten, also fangen wir stattdessen einfach damit an, es positiv zu sehen. Selbst, wenn etwas schief gelaufen ist, gibt es doch immer etwas Gutes, und das sollten wir lernen zu sehen und anzuerkennen.</p>
<p>Im Folgenden möchte ich dir ein paar <strong>Beispiele</strong> geben, die es bei mir in die Top 10 geschafft haben:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13080" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Positiv-denken-So-baust-du-ein-positives-Mindset-auf.jpg" alt="Positiv denken - So baust du dir ein positives Mindset auf | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Positiv-denken-So-baust-du-ein-positives-Mindset-auf.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Positiv-denken-So-baust-du-ein-positives-Mindset-auf-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Positiv-denken-So-baust-du-ein-positives-Mindset-auf-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Positiv-denken-So-baust-du-ein-positives-Mindset-auf-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Positiv-denken-So-baust-du-ein-positives-Mindset-auf-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>10 Beispiele für negatives Denken</h2>
<ol>
<li>Ständig diese <strong>blöde Wäsche</strong>! Ich bin den ganzen Tag am Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Wäsche abhängen, Wäsche einräumen!</li>
<li>Ich hab gestern erst <strong>Staub</strong> gewischt, jetzt hat er sich schon wieder überall abgesetzt!</li>
<li>Das Fitnessstudio hat zu, jetzt kann ich nicht mehr auf&#8217;s Laufband und trainieren gehen!</li>
<li>Ich hab zu dicke Beine und einen <strong>Schwabbelbauch</strong>!</li>
<li>Ich verdiene nicht genug <strong>Geld</strong> mit meiner Arbeit!</li>
<li>Überall liegen Sachen verteilt herum! Es sieht <strong>unordentlich</strong> aus!</li>
<li>Ich kann meine Freund*innen nicht sehen!</li>
<li>Der Balkon ist nicht aufgeräumt und voller <strong>Gestrüpp</strong>.</li>
<li>Mein Sohn tritt und beleidigt mich, er ist total verzogen, ich hab als Mutter <strong>versagt</strong>!</li>
<li>Ich hab so viele Ideen und Aufgaben, aber ich hab keine Zeit, alles zu erledigen und umzusetzen!</li>
</ol>
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<h2>Eigenschaften negativer Denkweise</h2>
<p>Wenn du dir meine 10 Beispiele an negativen <strong>Gedanken</strong> mal durchliest, bemerkst du bestimmt auch, was mir bei genauerer Betrachtung aufgefallen ist:</p>
<ol>
<li>Ich <strong>übertreibe</strong>, indem ich Wörter wie &#8222;ständig, den ganzen Tag, überall, voller Gestrüpp, alles, keine Zeit&#8220; benutze.</li>
<li>Ich <strong>(ver-)urteile</strong> oder <strong>interpretiere</strong>, indem ich sage &#8222;blöde Wäsche, zu dicke Beine, Schwabbelbauch, nicht genug, unordentlich, nicht aufgeräumt, total verzogen, versagt, so viele&#8220;.</li>
<li>Ich bin <strong>passiv-aggressiv</strong>, ich schreibe z.B. &#8222;schon wieder, erst gestern&#8220;.</li>
<li>Ich benutze das Wort &#8222;nicht&#8220; oder &#8222;keine&#8220;.</li>
<li>Es schwingt so ein Hauch von <strong>Ärger</strong>, Frustration, Gejammer und Selbstmitleid in den Sätzen mit. Manche wären vielleicht geneigt &#8222;Mimimi&#8220; zu antworten.</li>
</ol>
<p>Was sind Dinge, über die du dich so meckern hörst? Erkennst du in ihnen auch die oben genannten Eigenschaften oder vielleicht noch ein paar andere?</p>
<h2>5 Ideen, wie wir lernen können, positiv zu denken</h2>
<p>Wer wie ich denkt, wie ich in den Beispielen denke, der/dem wird es womöglich schwer fallen, die Dinge auf einmal positiv zu betrachten.</p>
<p>Aus diesem Grund gibt es jetzt ein paar Ideen und <strong>Tipps</strong>, wie wir negative Gedanken positiv <strong>formulieren</strong> können. Nehmen wir dazu meine oberen zehn Beispiele zur Veranschaulichung:</p>
<h3>1. Wir betrachten unsere Aussage und stellen sie infrage</h3>
<p>Beim ersten Beispiel mit der Wäsche frage ich mich: Stimmt das <strong>wirklich</strong>? Habe ich wirklich den ganzen Tag, also 24 Stunden, damit zu tun, die Wäsche zu waschen, sie auf- und abzuhängen und in den Schrank zu räumen?</p>
<p>Nein, eigentlich nicht. Die Wäsche wäscht die Waschmaschine, und zwar je nach Programm zwischen 15 Minuten und zwei Stunden. Das Aufhängen dauert vielleicht 5 Minuten, ich weiß es nicht genau, hab dabei nie die Zeit gestoppt, aber den ganzen Tag dauert es nicht. Das Abhängen geht schneller, maximal eine Minute. Das Einräumen, also die Wäsche richtig herum drehen, zusammen legen und in die Schränke räumen, vielleicht zwischen 10 und 15 Minuten.</p>
<p>Wenn du anfängst, deine Aussagen zu <strong>hinterfragen</strong>, stellst du bestimmt fest, dass du bei einigen ganz schön übertreibst. Die Dinge <strong>realistisch</strong> zu betrachten, hilft uns einerseits, aus dem Meckern rauszukommern und andererseits damit aufzuhören, so zu tun, als sei die Welt total ungerecht und alles so schrecklich unfair.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11924" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-umgeben-von-vielen-fragezeichen-und-gedanken.jpg" alt="Frau umgeben von vielen Fragezeichen und Gedanken" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-umgeben-von-vielen-fragezeichen-und-gedanken.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-umgeben-von-vielen-fragezeichen-und-gedanken-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-umgeben-von-vielen-fragezeichen-und-gedanken-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es kann aber auch sein, dass du nicht übertreibst, sondern <strong>untertreibst</strong>. Auch hier kann es einem überraschend die Augen öffnen, wenn man einfach objektiv bleibt. Bist du wirklich die/der totale Versager*in, für die/den du dich hältst? Oder ist dir gerade eingefallen, was du doch schonmal geschafft hast &#8211; und sei es &#8222;nur&#8220; eine Kleinigkeit. Sie hilft dir zu erkennen, dass du eben doch was kannst!</p>
<h3>2. Statt zu (ver-)urteilen und zu interpretieren, betrachten wir die Dinge objektiv</h3>
<p>Ob du <strong>verurteilst</strong> und <strong>interpretierst</strong>, kannst du daran erkennen, dass jede/r anders darüber denken kann, weil sie/er eine eigene Meinung und Vorstellung hat. Ich sage, dass ich zu dicke Beine und einen Schwabbelbauch habe, jemand anderes empfindet meinen Körperbau aber vielleicht als genau richtig oder sogar attraktiv.</p>
<p>Wenn du hin zu einer positiven Einstellung gelangen möchtest, dann nenn die Dinge beim Namen und bleib <strong>objektiv</strong>, lass deine persönliche Meinung außen vor. Statt zu sagen, dass ich dicke Beine und einen Schwabbelbauch habe, kann ich z.B. einfach die Fakten nennen und sagen: Mein Bein hat einen Umfang von 59cm, und mein Bauchumfang beträgt 87 cm. Punkt.</p>

<h3>3. Wir suchen uns mindestens eine gute Sache heraus</h3>
<p>Und jetzt kommt der kreative Teil des <strong>positiven Mindsets</strong>: Wir suchen uns aus unserem Gemecker jeweils eine gute Sache heraus, die wir auch wirklich so meinen. Es geht nicht darum, irgendetwas schön zu reden oder zu verdrängen, denn die Dinge sind immer noch so, wie sie sind, wir können per se nichts an ihnen ändern, wohl aber unsere Einstellung dazu. Ich zeige dir mal, was ich meine, indem ich meine Beispiele von oben zur Hilfe nehme:</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Ständig diese blöde Wäsche! Ich bin den ganzen Tag am Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Wäsche abhängen, Wäsche einräumen!&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13093" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Wäscheberg-vor-Waschmaschine.jpg" alt="Wäscheberg vor laufender Waschmaschine" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Wäscheberg-vor-Waschmaschine.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Wäscheberg-vor-Waschmaschine-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/Wäscheberg-vor-Waschmaschine-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wäsche waschen</span>: &#8222;Ich freue mich schon auf den Anblick eines leeren Wäschekorbs, denn den genieße ich tatsächlich sehr.&#8220; ODER &#8222;Bin ich froh, dass ich eine <strong>Waschmaschine</strong> habe, die für mich das Waschen übernimmt.&#8220;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wäsche aufhängen</span>: &#8222;Eine Tätigkeit, die schön einfach ist. Ich kann dabei ein bisschen Tagträumen, Musik hören und die Wäsche so aufhängen, wie ICH es möchte.&#8220;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wäsche abhängen und einräumen</span>: &#8222;Ich LIEBE den Geruch von frisch gewaschener Wäsche und den Anblick eines leeren Wäscheständers.&#8220; ODER &#8222;Jetzt haben wir endlich alle wieder Sachen zum Anziehen.&#8220;</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Ich hab gestern erst Staub gewischt, jetzt hat er sich schon wieder überall abgesetzt!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Ich mag den Moment, wenn ich mit dem <a href="https://amzn.to/2VvrYqk" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Staubwedel</a>* über eine verstaubte, glatte Oberfläche fahre, und förmlich dabei zusehen kann, wie der <strong>Staub</strong> verschwindet.&#8220;</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Das <strong>Fitnessstudio</strong> hat zu, jetzt kann ich nicht mehr auf&#8217;s Laufband und trainieren gehen!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Es ist gut, dass das Fitnessstudio dabei hilft, dass sich das Coronavirus nicht so schnell ausbreiten kann.&#8220; ODER &#8222;Jetzt kann ich zu Hause oder draußen Sport machen.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11926" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-entspannt-bei-yin-yoga.jpg" alt="Frau entspannt bei Yin Yoga" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-entspannt-bei-yin-yoga.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-entspannt-bei-yin-yoga-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/frau-entspannt-bei-yin-yoga-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Ich hab <strong>zu dicke Beine</strong> und einen Schwabbelbauch!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Ich musste nie <strong>Hunger</strong> leiden.&#8220;</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Ich verdiene nicht genug Geld mit meiner Arbeit!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Ich verdiene Geld mit meiner Arbeit.&#8220; ODER &#8222;Ich kann von zu Hause aus <strong>arbeiten</strong> und überall da, wo es Internet gibt &#8211; ich brauche nur meinen Laptop.&#8220; ODER &#8222;Ich bin meine eigene Chefin und an keine Weisungen gebunden.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11608" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/03/gemu-cc-88tlicher-arbeitsplatz-mit-laptop-telefon-tasse-und-scho-cc-88nem-ausblick.jpg" alt="gemütlicher Arbeitsplatz mit Laptop, Telefon, Tasse und schönem Ausblick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/03/gemu-cc-88tlicher-arbeitsplatz-mit-laptop-telefon-tasse-und-scho-cc-88nem-ausblick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/03/gemu-cc-88tlicher-arbeitsplatz-mit-laptop-telefon-tasse-und-scho-cc-88nem-ausblick-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/03/gemu-cc-88tlicher-arbeitsplatz-mit-laptop-telefon-tasse-und-scho-cc-88nem-ausblick-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Überall liegen Sachen verteilt herum! Es sieht unordentlich aus!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Ja, es liegen Sachen herum, weil wir gerade entrümpeln, ausmisten und unsere Sachen verkaufen wollen. Wir sorgen dafür, dass wir uns <strong>langfristig</strong> zu Hause wohler fühlen.&#8220; ODER &#8222;Wir machen Menschen mit Sachen <strong>glücklich</strong>, die wir nicht mehr gebrauchen können.&#8220;</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Ich kann meine Freund*innen nicht sehen!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Wie gut, dass ich meinen Freund*innen immer noch schreiben und sie anrufen kann.&#8220;</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Der Balkon ist nicht aufgeräumt und voller Gestrüpp.&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Die Vögel fühlen sich auf meinem Balkon wohl und nehmen sich hier und da etwas mit, vielleicht zum Nestbau.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13094" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/zwei-Tauben-auf-dem-Balkon.jpg" alt="Tauben auf dem Balkon" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/zwei-Tauben-auf-dem-Balkon.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/zwei-Tauben-auf-dem-Balkon-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/zwei-Tauben-auf-dem-Balkon-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Mein Sohn tritt und beleidigt mich, er ist total <strong>verzogen</strong>, ich hab als Mutter versagt!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Das ist in diesem Moment die beste Strategie meines Sohnes, auf sich und sein (unerfülltes) Bedürfnis aufmerksam zu machen. Er bittet mich um Hilfe, bittet mich darum, genauer hinzusehen.&#8220; ODER &#8222;Mein Sohn hat die unglaubliche Sicherheit, dass er mich treten und beleidigen kann, ohne Angst vor Strafe haben zu müssen. Er vertraut mir, dass ich ihn bedingungslos liebe.&#8220;</p>
<p><strong>Negativ:</strong></p>
<p>&#8222;Ich hab so viele Ideen und Aufgaben, aber ich hab keine Zeit, alles zu erledigen und umzusetzen!&#8220;</p>
<p><strong>Positiv:</strong></p>
<p>&#8222;Ich bin kreativ und intelligent.&#8220; ODER &#8222;Ich habe konkrete Ideen, um mich weiterzuentwickeln und mein Business voranzubringen.&#8220;</p>
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<h3>4. In Fülle denken</h3>
<p>&#8222;Ich will <span style="text-decoration: underline;">nicht</span>&#8230; Ich mag <span style="text-decoration: underline;">keine</span>&#8230;&#8220; &#8211; fällt dir was auf? Wir sagen oft, was wir <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> wollen, statt einfach zu sagen, <span style="text-decoration: underline;">was</span> wir wollen.</p>
<p>Wenn wir anfangen, in Lösungen zu denken, dann stecken wir nicht so im Sumpf fest, zu wissen, was wir nicht wollen, wir fangen stattdessen an herauszufinden, was wir wollen und was wir brauchen.</p>
<p>&#8222;Der Balkon ist nicht aufgeräumt.&#8220;, hab ich gesagt. Ich führe den Satz jetzt weiter und sage &#8222;Ich fühle mich wohler, wenn die abgestorbenen, vertrockneten Blätter in den Müll kommen, ich die Blumenkästen und Töpfe mit frischer Erde auffülle und neue Samen säe oder die Pflanzen umtopfe.&#8220;</p>
<p>So entsteht automatisch ein Bild in meinem Kopf, das mich erfreut und mir Kraft gibt, mein Vorhaben auch in die Tat umzusetzen.</p>
<h3>5. Wir integrieren das positive Mindset in unseren Alltag</h3>
<p>Wie stark die Macht der Gewohnheit wirkt, ist dir bestimmt in dem Moment bewusst geworden, als etwas nicht wie üblicherweise abgelaufen ist. Vielleicht, als du im Supermarkt einkaufen wolltest und festgestellt hast, dass die Sachen, die du so üblicherweise einkaufst, nicht mehr an ihren gewohnten Plätzen zu finden sind, sondern plötzlich in anderen Regalen stehen.</p>
<p>Damit wir es uns zur <strong>Gewohnheit</strong> machen, positiv zu denken, müssen wir dieses <strong>Mindset</strong> in unseren Alltag integrieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12597" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg.jpg" alt="Frau schreibt am Steg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hierfür habe ich 4 Ideen:</p>
<p><strong>1. Erinnerung in Form von Karten</strong></p>
<p>Wir kleben uns bestimmte Karten mit Sprüchen an Orte in der Wohnung, an denen wir mehrmals am Tag sind, wie z.B. neben den Spiegel im Badezimmer, wenn wir Zähne putzen, oder an den Kühlschrank.</p>
<p>Sobald wir uns an diesem Ort befinden, nehmen wir uns die Zeit und lesen uns unsere Karten durch. Vielleicht möchtest du dir ja auch eine <strong>Liste</strong> deiner negativen Gedanken, die du in <strong>positive Gedanken</strong> umformuliert hast, an die Wand pinnen.</p>
<p><strong>2. Abendritual</strong></p>
<p>Eine andere <strong>Idee</strong>, wie du dich an dein positives Mindset gewöhnen kannst: Jeden Abend, wenn du im Bett liegst, kannst du dich daran erinnern, was dir über den Tag so Schönes passiert ist, was dir besonders gefallen und dir Freude bereitet hat. Worüber du glücklich bist.</p>
<p>In der Familie kann das zu einem kleinen <strong>Ritual</strong> werden, z.B. wenn ihr Abendbrot esst oder abends im Bett liegt, könnt ihr euch darüber austauschen, was euch am heutigen Tag so gefallen hat.</p>
<p><strong>3. Setz dir einen Anker</strong></p>
<p>Setz dir einen <strong>Anker</strong>, ein Zeichen, das dich, sobald du es siehst, daran erinnert, positiv zu denken.</p>
<p>Das kann z.B. ein Punkt sein, den du dir auf die Hand malst, ein Bild, das aufpoppt, sobald du dein Handy einschaltest, oder ein Sticker, den du dir da hin klebst, wo du oft hinschaust.</p>
<p><strong>4. Üben, üben, üben</strong></p>
<p>Nimm jede Gelegenheit, die du kriegen kannst, um an deinem positiven Mindset zu <strong>üben</strong>. Das kann beim Autofahren sein, wenn dir jemand die Vorfahrt nimmt, du an der gefühlt tausendsten roten Ampel stehen bleiben oder im Stau warten musst oder oder oder. Je mehr und öfter du positive Dinge denkst, desto leichter und schneller werden sie dir zukünftig kommen.</p>
<p>Wie lauten deine positiven Gedanken?</p>

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