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		<title>&#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2018 12:17:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit gut zwei Monaten ernähre ich mich vegan und werde Stück für Stück auch vegan leben. Kaum zu glauben, aber wahr, ich lebe immer noch! Wie ist das so, wenn Mama sich fortan vegan ernährt und der Rest der Familie eben nicht? Das kann doch nur in einer Katastrophe enden&#8230; &#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; ... <a title="&#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird/" aria-label="Mehr zu &#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gut zwei Monaten ernähre ich mich <strong>vegan</strong> und werde Stück für Stück auch vegan leben. Kaum zu glauben, aber wahr, ich lebe immer noch!</p>
<p>Wie ist das so, wenn <strong>Mama</strong> sich fortan vegan ernährt und der Rest der <strong>Familie</strong> eben nicht? Das kann doch nur in einer Katastrophe enden&#8230;</p>
<p><span id="more-10619"></span></p>
<h2>&#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird</h2>
<p>Bei manchen ist es eine Drehung um 180 Grad. Von einem Tag auf den anderen werden Menschen vegan, weil sie z.B. <strong>Bewusstsein</strong> über die alltäglichen Zustände der <strong>Massentierhaltung</strong> erlangen, wie etwa durch den aktuellsten Film &#8222;<a href="http://watch.dominionmovement.com/" target="_blank" rel="noopener">Dominion (2018)</a>&#8222;.</p>
<p>Andere, wie z.B. ich, brauchen für die Umstellung ihrer <strong>Gewohnheiten</strong> etwas länger. Stück für Stück vegan zu werden, war für mich einfacher. Erst das Frühstück, dann eine Alternative zu Kuhmilch finden, Fleischkonsum reduzieren, vegane Alternativen finden usw.</p>
<p>Unser Oliver und dessen Papa änderten allerdings nichts an ihrer Ernährungs- oder Lebensweise. Anfangs dachte ich, es würde mich zerreißen, es würde zu ewigen <strong>Streitereien</strong> kommen. Ich hatte auch schon von Paaren gehört, die sich aufgrund dieser Unterschiede getrennt hatten.</p>
<p>Bei uns lief es allerdings relativ friedlich ab. Denkt man ja erstmal nicht. Man denkt eher an militante Missionare mit Eimern voll roter Farbe, bereit, jedem Andersdenkenden diese in Nullkommanichts ins Gesicht zu kippen. Für mich war das aber nichts, und zu meinem Erstaunen brachte mein stilles Vorleben dennoch <strong>Veränderung</strong> in unsere Familie.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10657" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird.jpg" alt="Mama, ist das vegan - Wenn Mama Veganerin wird | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Die Katze aus dem Sack lassen</h2>
<p>Klar, in der eigenen Familie kommt es immer schnell raus, wenn man sich vegan ernährt, immerhin lebt man ja zusammen. Auch bei <strong>Verwandten</strong>, wenn man zu Kaffee und Kuchen eingeladen ist, fällt es schnell auf, wenn der Teller leer bleibt, weil nichts für einen dabei ist oder wenn man plötzlich mit extra Essen ankommt.</p>
<p>Die <strong>Reaktionen</strong> waren aber echt unterschiedlich. Von Leuten, die diskutieren und sich in meinen Augen nur rechtfertigen oder den <strong>Veganismus</strong> in den Dreck ziehen wollten bis hin zu ehrlichem Interesse war alles dabei.</p>
<p>Mein <strong>Mann</strong> z.B. war total schockiert und hatte <strong>Angst</strong>, dass ich mich jetzt nicht mehr ausgewogen ernähren werde. Er hatte Angst um meine Gesundheit, Vitamin B12 Mangel, Eisenmangel und was weiß ich nicht noch alles. Als ich ihm klarmachte, dass ich mich darüber informiere und auch regelmäßig beim Arzt meine Werte checken lasse, war er beruhigt.</p>
<p>Auch der Rest der Familie war besorgt. Proteine, Calcium, Vitamine, immer schön dran denken. Einige von ihnen, wie auch einige Freund*innen, fragten sogar nach dem Grund. Bei mir waren es ethische Gründe. Gesundheit und Umwelt waren es nicht, sie sind aber ein netter Nebeneffekt.</p>
<p>Bei unserem <strong>Sohn</strong> stellte ich das größte <strong>Interesse</strong> fest. Er fragte nach meinen Gründen, weshalb ich plötzlich keine tierischen Produkte mehr esse. Er hinterfragte das Thema immer öfter, fragte mich beim Einkauf:&#8220; Mama, ist das vegan? Kannst du das essen?&#8220;. Oliver ließ von sich auch immer öfter Fleisch oder Kuhmilch weg und verlangte weniger danach. Das lag wohl auch daran, dass ich nur Tierisches einkaufte, wenn ich explizit darum gebeten wurde.</p>

<h2>Wie der Alltag sich wandelt</h2>
<p>Und schon nach gut einem Monat stellte ich fest, wie gut es tut, meinem Umfeld eben nicht den Veganismus aufzudrängen, sondern einfach alle so machen zu lassen, wie sie es für richtig halten. Es ist einfach <strong>entspannt</strong> und alles kommt zu seiner Zeit, stelle ich fest.</p>
<p>Mein Mann beispielsweise freut sich jetzt  über die <strong>Abwechslung</strong> auf unseren Tellern, nimmt auch mal auf Arbeit das vegane Menü und steckt seine Mitarbeiter*innen damit an. Ich merke, dass er es gut findet, dass ich mich über eine ausgewogene <strong>Ernährung</strong> informiere, schließlich reicht es nicht, sich nur von Salat zu ernähren. Vor Kurzem hat er mit mir zusammen den o.g. Dokumentarfilm gesehen, was ich nie für möglich gehalten hätte. Jetzt ist er auch Veganer.</p>
<p>Er ist da sogar noch akribischer als ich und scannt beim <strong>Einkaufen</strong> selbst Lebensmittel ab, die für mich auf den 1. Blick vegan erscheinen, es auf den 2. Blick aber leider nicht sind. Ich meine, wer denkt schon, dass mancher Saft NICHT vegan ist?! So lerne ich auch immer wieder dazu.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10660" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt.jpg" alt="Kind klopft an Apfel im Supermarkt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auf Arbeit kommt mein Mann immer öfter mit seinen Kolleg*innen ins Gespräch, sie probieren gemeinsam vegane Restaurants aus (Berlin ist die Hochburg der Veganer*innen &#8211; welch ein Glück!), es gibt sogar ein paar, die es auch mal probieren wollen, sich vegan zu ernähren.</p>
<p>Bei Oliver mit seinen <strong>drei Jahren</strong> habe ich festgestellt, dass er jetzt viel häufiger fragt, was in Lebensmitteln enthalten ist und ob ich das essen kann. Er stellt öfter die Frage &#8222;Warum?&#8220;, z.B. &#8222;Warum isst du kein Fleisch?&#8220; oder er fragt mich, ob Eier für uns Menschen produziert werden. Dadurch muss ich auch selber mehr nachdenken, und dann unterhalten wir uns angeregt darüber. Allgemein stelle ich fest, dass wir uns jetzt erst so richtig darüber <strong>informieren</strong>, was in den Produkten, die wir kaufen wollen, enthalten ist. Eigentlich erschreckend, dass es uns bisher relativ schnuppe war.</p>
<p>Mir fällt auf, dass er sich auch gern vegan ernähren möchte, die tierischen Produkte im Supermarkt aber manchmal zu verführerisch sind, sodass er nicht immer drauf verzichten möchte. Manchmal lehnt er ein Essen aber auch ab, wenn er weiß, dass da <strong>Kuhmilch</strong> oder sonstwas für ein tierisches Produkt enthalten ist. Aber ab und zu eben auch nicht und das ist in meinen Augen ok. Die <strong>Entscheidung</strong>, dauerhaft etwas im eigenen Leben zu verändern, kann nur von innen kommen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Jede Veränderung beginnt in uns.&#8220; &#8211; Dalai Lama</p></blockquote>
<p>Selbst von meinen <strong>Eltern</strong> wurde meine Entscheidung positiv aufgenommen. Klar kamen von meinem Vater erstmal die üblichen Neckereien, aber als er erkannte, dass ich darauf nicht einsteige, war das Thema gegessen. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und ich koche für alle vegan.</p>
<p>Meine <strong>Mutter</strong> &#8211; ich bin wirklich dankbar und froh, dass sie da so flexibel ist &#8211; macht sich jetzt schon Gedanken ums <strong>Weihnachtsessen</strong>, damit ich da auch was zu essen habe. Wir informieren uns über veganes Rotkraut, vegane Klöße, sie holt sich <strong>Zeitschriften</strong> mit vegetarischen und veganen Rezepten, sie kauft Hafermilch und vegane Kekse, damit ich da auch was für mich habe, wenn ich sie besuche. Das ist nicht selbstverständlich, dass andere so mitdenken. Ich zumindest freue mich sehr, dass sie mir entgegen kommt und meinen Weg <strong>akzeptiert</strong> und sich dafür interessiert, dadurch fühle ich mich sehr <strong>willkommen</strong>.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Ich bin Veganerin, das heißt aber nicht, dass es auch alle um mich herum sofort und auf der Stelle werden müssen. Ich <strong>missioniere</strong> nicht, ich gehe einfach weiterhin meinen Weg und wer sich dafür interessiert, kann sich mit mir unterhalten oder einfach mitmachen.</p>
<p>Es bringt in meinen Augen rein gar nichts, Menschen zu <strong>verurteilen</strong> für das, was sie tun oder nicht tun. Auch diese endlos langen <strong>Diskussionen</strong> zu führen, führt in meinen Augen lediglich zu verhärteten Fronten, jede/r beharrt auf&#8217;s eigene Recht und niemand gibt nach &#8211; so ist niemandem geholfen, erst recht nicht den <strong>Tieren</strong>.</p>
<p>Doch einfach so still und leise vor mich hinzuleben, das reicht mir persönlich nicht aus, weshalb ich z.B. Videos auf Facebook teile, zu <strong>Veranstaltungen</strong> gehe, um gehört zu werden, mir Dokumentationen mit anderen ansehe usw. Mir ist es schon wichtig, dass so viele wie möglich von den Zuständen informiert werden, damit sie sich dann die Frage stellen können, ob es ihnen das wert ist, was sie letztendlich auf dem Teller haben und was innerhalb weniger Minuten in ihrem Mund verschwindet.</p>
<p>Was ich damit sagen will: Es soll jeder und jedem selbst überlassen sein, zu entscheiden, wie sie oder er sich ernähren und <strong>leben</strong> will, dafür müssen sie aber auch alle Seiten kennen, um diese Entscheidung BEWUSST treffen zu können, immerhin sind auch andere davon betroffen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.&#8220; &#8211; Mahatma Gandhi</p></blockquote>
<p>Das o.g. Zitat ist so einfach und so wahr. Ich kann niemanden verändern, ob nun gut gemeint oder nicht, ob mit <strong>Bitten</strong> oder <strong>Gewalt</strong>. Veränderung passiert stets in einem selbst. Wenn ich möchte, dass sich etwas ändert, dann kann nur ich mich ändern und aus dieser <strong>Veränderung</strong> heraus entsteht der Wandel, den ich mir wünsche.</p>
<p>Ich bin froh, dass ich diese Erkenntnis erworben habe und dass mein Sohn nicht unter meiner Entscheidung, vegan zu leben, &#8222;leiden&#8220; muss, indem ich ihm vorschreibe, was er zu essen hat und was nicht. Ich sage ihm, was er da gerade zu sich nehmen möchte und wenn er es trotzdem haben möchte, dann verbiete ich es nicht, denn ich möchte, dass er das für sich selbst entscheidet.</p>
<p>Ich weiß, der beste Weg zum <strong>Wandel</strong> bin ich selber und alles andere kommt, wenn es das will. Also gehe ich weiter meinen Weg und wenn jemand kommt und sich dafür interessiert, kann er sich gern zu mir gesellen, aber ich werde niemanden hinter mir herschleifen, weil ich entschieden habe, dass das der beste Weg für alle ist.</p>
<p>Was möchtest du verändern?<br />
</p>
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		<title>Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 18:30:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es heißt, wenn man Kind(er) bekommt, würde man seine Freunde verlieren. Weil man merkt, dass man sich fremd geworden ist. Auf einmal völlig andere Interessen hat. Dass einem jetzt Dinge nicht mehr so wichtig sind wie früher. Aber ist das wirklich wahr? Ich verrate dir 7 Gründe, weshalb man seine Freunde wirklich verliert. Verliere ich ... <a title="Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/verliere-ich-meine-freunde-weil-ich-muttervater-bin/" aria-label="Mehr zu Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es heißt, wenn man Kind(er) bekommt, würde man seine <strong>Freunde</strong> verlieren. Weil man merkt, dass man sich fremd geworden ist. Auf einmal völlig andere Interessen hat. Dass einem jetzt Dinge nicht mehr so wichtig sind wie früher.</p>
<p>Aber ist das wirklich wahr? Ich verrate dir 7<strong> Gründe</strong>, weshalb man seine Freunde wirklich <strong>verliert</strong>.</p>
<p><span id="more-7453"></span></p>
<h2>Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</h2>
<p>Letztens bekam ich eine Nachricht von einem guten <strong>Freund</strong>, die sich gewaschen hatte. Als ich sie las, musste ich ganz schön schlucken. Er beschwerte sich, dass ich mich wochenlang nicht melde. Dass immer nur er es ist, der den <strong>Kontakt</strong> hält. Ich würde zwar zurückschreiben und Treffen vorschlagen und wir würden uns auch treffen, aber nur, damit ich mich dann wieder wochenlang nicht melden würde. Ich könne mich ja auch einfach mal nur so melden, ohne &#8211; oh Wunder &#8211; konkreten Anlass.</p>
<p>Immer und immer wieder las ich die Zeilen. Ich war erst verletzt. Dann wütend. Wollte ihm eine ordentlich gepfefferte Nachricht zurückschreiben. Wollte mich rechtfertigen und ihn auf den Mond schießen.</p>
<p>Doch dann war ich ruhig. Ich wusste, ich log mir gerade in die eigene Tasche. Ich wusste, er hatte Recht.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7463" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft.jpg" alt="Frau schaut übers Meer auf Landschaft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hielt unsere Freundschaft für <strong>selbstverständlich</strong>. Dass ich nicht viel dafür tun müsse. Dass sie von ganz allein laufen würde. Aber Freundschaft ist etwas Lebendiges. Und etwas, das lebendig ist, kann auch <strong>verkümmern</strong> und irgendwann absterben. Wie eine Pflanze, die man nicht umsorgt.</p>
<p>Von daher bin ich diesem guten Freund dankbar. Ich bin dankbar dafür, dass er einfach Tacheles mit mir geredet hat. Er hätte es auch wie andere einfach auslaufen lassen und sich nicht mehr melden können.</p>
<h2>Warum Freundschaften enden</h2>
<p>Viele meiner Freundschaften sind nach der <strong>Geburt</strong> meines Sohnes eingegangen. Erst dachte ich, es liegt daran, weil ich Mutter geworden war.</p>
<p>Heute denke ich anders darüber. Warum enden Freundschaften wirklich? Hierfür gibt es <strong>7 mögliche Gründe</strong>:</p>
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<h3>1. Verunsicherung</h3>
<p>Wenn ein <strong>neuer</strong> Mensch in ein Leben tritt, braucht es immer erst Zeit, damit sich alle aneinander gewöhnen können. Ist doch genau so wie wenn meine Freundin frisch verliebt ist und jetzt erst mal nur ihren neuen Freund treffen will. Ist doch total ok und sollte man ihr auch nicht übel nehmen.</p>
<p>Mit einem Kind ist das nochmal eine ganz andere Sache, finde ich. Für diesen kleinen Menschen ist man nämlich ein Leben lang verantwortlich. Es ist alles neu, man steht total am Anfang und ist voller Sorgen und Ängste. Es braucht einfach <strong>Zeit</strong>, dass man warm geworden ist, sich eingespielt hat, sich besser versteht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7469" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich.jpg" alt="Mann hält schlafendes Baby im Arm, Frau freut sich" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gerade die Anfangszeit, also die <strong>Wochenbettzeit</strong>, fand ich schön, als mich meine Freund*innen besuchen kamen. Die mir was zu Trinken gebracht haben. Mir angeboten haben, den Haushalt zu schmeißen. Die was zu Futtern vorbeigebracht haben (Kartoffelsalat! Köstlich!). Mir den kleinen Piepmatz für wenige Sekunden abnehmen konnten, damit meine Hebamme meinen Bauch abtasten und ihn einmassieren konnte.</p>
<p>Es heißt, <strong>Kinderlose</strong> denken anders. Und das kann durchaus stimmen. Sie können nicht in mich hineinsehen. In mich, die vor Kurzem ein Kind bekommen hat. Womöglich sind sie <strong>verunsichert</strong>, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollen und brauchen Klarheit, Orientierung.</p>
<p>Deshalb bin ICH an der Reihe. Was brauche ich? Können mir meine Freund*innen dabei helfen? Wie? Brauch ich Ruhe und Einsamkeit? Oder fühle ich mich überfordert, hilflos, und sehne mich nach jemandem zum Ausheulen, die/der mir wieder aufhilft?</p>
<h3>2. Überheblichkeit</h3>
<p>Viele Kinderlose berichten, dass sich ihre <strong>Freundin</strong> plötzlich in eine zweite Mutti verwandelt hat und sie wie ein <strong>Kind</strong> behandelt.</p>
<p>Dass ich ein Kind bekommen habe, bedeutet doch nicht, dass meine kinderlosen Freund*innen mit einem Mal <strong>inkompetente</strong> Vollidioten geworden sind.</p>
<p>Warum sollte ich meiner/m Freund/in auf einmal klar machen wollen, dass es draußen kalt ist und sie/er doch nicht allen Ernstes ohne Jacke rausgehen kann? Dass sie/er sich noch nicht die Hände gewaschen hat, seit wir heimgekommen sind. Und sowieso habe ich jetzt durch mein Mutterdasein ja von überhaupt allem mehr Ahnung und werfe ihr/ihm jetzt mein gesamtes Wissen mit all meinen <strong>Ratschlägen</strong> und <strong>Tipps</strong> und Lebensweisheiten um die Ohren&#8230; Ganz ehrlich: Muss das sein?</p>
<p>Würde mich jemand so behandeln, hätte ich auch schon das Weite gesucht.</p>

<h3>3. Intoleranz</h3>
<p>Freundschaft bedeutet für mich Akzeptanz. <strong>Toleranz</strong>. Meine/n Freund/in so nehmen, wie sie/er ist. Ich will sie/ihn nicht ändern und sie/er soll mich nicht ändern wollen.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass es aber welche gibt, die meinen, wenn sie ein Kind (oder mehrere Kinder) haben, dass sie alles besser wüssten und alle um sich herum <strong>ändern</strong> wollen &#8211; gerade die Kinderlosen. Oder dass die Kinderlosen nicht akzeptieren können, dass nicht auch mal der Papa das Kind ins Bett bringen kann, damit ich mal wieder zum Mädelsabend kommen kann.</p>
<p>Für eine Freundschaft ist Intoleranz Gift wie für jede andere <strong>Beziehung</strong> auch. Warum bin ich mit jemandem befreundet, die/den ich ändern will? Oder die/der mich ändern will?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7464" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sind-in-eine-deckel-eingehuellt-und-laecheln.jpg" alt="Frauen sind in eine Deckel eingehüllt und lächeln" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sind-in-eine-deckel-eingehuellt-und-laecheln.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sind-in-eine-deckel-eingehuellt-und-laecheln-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So endete beispielsweise eine Freundschaft abrupt, als ich ein Treffen absagte, weil die Nacht mit meinem Baby der blanke Horror gewesen und ich einfach totmüde war. Meine Freundin war die Tage aus Hamburg angereist &#8211; nicht nur wegen mir, sondern auch wegen anderer Freundschaften &#8211; und sie meldete sich nach meiner Absage einfach nicht mehr.</p>
<p>Genau so ist es, wenn mein/e Freund/in es unangenehm findet, wenn ich mein Kind stille. Weil sie/er das abstoßend findet oder sonstwie. Das kann durchaus das Ende einer Freundschaft bedeuten, wenn sie/er mich nicht so akzeptiert, wie ich bin, nämlich stillend. Sie/Er kann ihre/seine Meinung aber weiterhin haben und ich meine und wir können weiterhin befreundet sein.</p>
<div id='c8666_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3>4. Kompromisslosigkeit</h3>
<p>Für Kinderlose mag es auch schwer zu verstehen sein, dass sich mit Kind wirklich alles ändert. Der Rhythmus, die Prioritäten, Gewohnheiten, Vorlieben, Abneigungen, Interessen, Gesprächsthemen usw. &#8211; alles <strong>verändert</strong> sich.</p>
<p>Wenn mir die Freundschaft zu jemandem wichtig ist, versuche ich, <strong>Kompromisse</strong> zu finden.</p>
<p>Nein, ich kann abends/nachts nicht auf die Party mitkommen oder ins Kino gehen oder mich betrinken oder beim Filmmarathon mitmachen. Aber ich kann Alternativen anbieten, um meine Freund*innen trotzdem zu sehen: Es gibt wunderbare (Kinder-)Cafés, (Indoor-)Spielplätze, Parks, Restaurants, das eigene Zuhause oder das Zuhause der anderen usw.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7465" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kinder-spielen-mit-riesenseifenblasen.jpg" alt="Kinder spielen mit Riesenseifenblasen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kinder-spielen-mit-riesenseifenblasen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kinder-spielen-mit-riesenseifenblasen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Außerdem: Was spricht dagegen, sich tagsüber zu treffen? Warum müssen Erwachsenentreffen zwangsläufig immer abends/nachts stattfinden?</p>
<p>Wenn mir eine Freundschaft zu jemanden etwas <strong>bedeutet</strong>, dann finde ich auch Wege, diese aufrecht zu erhalten.</p>
<h3>5. Egozentrik</h3>
<p>Wie gesagt, kann sich mit Kind wirklich viel in einem verändern. Wie man denkt, fühlt, was einem <strong>wichtig</strong>/unwichtig ist usw.</p>
<p>Auch für mich waren plötzlich ganz andere Themen hochinteressant. Am Liebsten hätte ich die ganze Zeit über Babys, Windeln, Schlafgewohnheiten, Ess- und Trinkverhalten, Spielzeug, Impfen, Gesundheit, Krankheit, Kita usw. geredet.</p>
<p>Doch ich erinnerte mich an die Zeit zurück, in der ich selber noch <strong>kinderlos</strong> war: Ich war Azubine in einer Rechtsanwaltskanzlei. Meine beiden Kolleginnen im Zimmer waren bzw. sind Mütter. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie den ganzen, verdammten Arbeitstag über nichts anderes als ihre Kinder reden konnten. Sophia kommt in die Schule und es tauchen die ersten Probleme auf, weil sie Mathe nicht mag, sondern lieber lesen will, aber sie muss doch auch Mathe üben. Oh Gott, sie hasst die Schule jetzt schon! Der kleine Winfried ist so ein Goldschatz, weil er so süße Geräusche macht!!</p>
<div id='c2425_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Sie fanden es hochinteressant. Ich als Kinderlose hatte absolut null Verständnis für dieses Gelaber. Wirklich. So fies es klingen mag. Aber ich konnte damit nichts anfangen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Kind. Konnte es mir nicht ansatzweise vorstellen und konnte demnach auch absolut nicht kapieren, was es so Faszinierendes an Kindern geben mochte, dass man sich den ganzen Tag darüber unterhielt. Es machte mich aggressiv. Es <strong>nervte</strong> mich.</p>
<p>Und deshalb versuche ich jetzt, wo ich selber Mutter bin, ein <strong>Gleichgewicht</strong> zu halten. Natürlich will ich über meinen Sohn erzählen. Aber meine Freund*innen sind teilweise immer noch kinderlos und wollen sich nicht den ganzen Tag darüber unterhalten. Ihr Leben ging bisher auch weiter. Sie haben andere <strong>Interessen</strong> und wollen auch darüber erzählen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7466" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen.jpg" alt="Frauen sitzen auf einer Bank und lachen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Welt dreht sich nicht nur um mich. Das will ich damit sagen.</p>
<h3>5. Einseitigkeit</h3>
<p>Zu einer Freundschaft gehören immer zwei. Mindestens.</p>
<p>Es ist wie bei jenem guten Freund, den ich oben erwähnt hatte. Wo immer nur er es war, der sich meldete.</p>
<p>Aber Freundschaft ist beidseitig. Wenn eine/r immer nur gibt und macht und tut und die/der andere im <strong>Gegenzug</strong> immer nur nimmt und nie etwas macht und tut, dann ist es kein Wunder, wenn die Freundschaft im Sande verläuft. Dann wird aus jener Freundschaft nur noch ein Facebookprofil in einer langen Freundschaftsliste, das nur aus Höflichkeit nicht gelöscht wird.</p>
<h3>6. Rumgedruckse</h3>
<p>Ein tolles Wort: Rumdrucksen! Ich liebe es! Das trifft es nämlich haargenau. Wenn sich jemand nicht <strong>auszudrücken</strong> weiß und so vor sich hin stammelt. Um den heißen Brei redet. Nicht auf den Punkt kommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7467" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick.jpg" alt="Frau senkt den Blick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Ehrlichkeit</strong> ist das A und O in einer Freundschaft. Ohne sie geht gar nichts. Eine Freundschaft, die weder <strong>Kritik</strong> noch Meinungsverschiedenheiten aushält, ist keine Freundschaft.</p>
<p>Wenn mich stört, dass meine Freund*innen sich immer nur abends zum Saufgelage treffen wollen, dann muss ich das ansprechen. Alternativen anbieten. Über meine Sorgen und Wünsche reden. Und nicht einfach eingeschnappte Leberwurst spielen, nichts unternehmen, aber hoffen, dass sie was unternehmen, und sie dann ziehen lasse, wenn sie es nicht tun. Zumindest nicht, wenn mir die Freundschaft wichtig ist.</p>
<p>Wenn meine Freund*innen eher von der Sorte sind, die <strong>unterschwellig</strong> mitteilen, dass sie mit etwas nicht einverstanden sind, dann muss &#8211; zumindest sehe ich das so &#8211; Klartext geredet werden.</p>
<p>Ich kann mit diesem &#8222;Ich ignoriere dich jetzt, weil ich sauer auf dich bin&#8220;-Quatsch absolut nicht umgehen. Macht mich aggressiv, weil meine Mutter auch immer so drauf war und ist. Hat mich als Kind zutiefst verletzt, als Jugendliche tierisch abgenervt und als Erwachsene kann ich nur noch mit den Augen rollen und den Kopf schütteln, weil es mir mittlerweile zu blöd geworden ist. Das ist doch Kindergarten.</p>
<p>Das heißt: Wenn jemand ein Problem hat, soll sie/er das direkt ansprechen und nicht versuchen, es indirekt mitteilen zu wollen. Menschen können keine Gedanken lesen und wissen, was im Kopf der/des anderen vor sich geht. Was sie/ihn stört.</p>
<h3>7. Alte Zeiten betrauern</h3>
<p>&#8222;Ja, ich weiß, es war&#8217;ne geile Zeit&#8230;&#8220; singt Juli in ihrem Lied &#8222;<strong>Geile Zeit</strong>&#8220; und es ist wahr. Es war eine geile Zeit, nachts loszuziehen, tanzen zu gehen bis früh am Morgen. Alkohol trinken, geile Musik hören, die erste Liebe, Shishabar und und und&#8230; War wirklich eine tolle Zeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7471" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend.jpg" alt="Freundinnen ziehen durch die Gegend" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber für mich als Mutter ist diese Zeit vorbei.</p>
<p>Ich kann durchaus verstehen, dass einige Freunde diesen alten Zeiten nachtrauern. Dass es auch Freunde gibt, die diese alten Zeiten nicht gehen lassen wollen und können. Die weiterhin auf <strong>Party</strong> gehen und stundenlang Filme ansehen, sich dabei Chips und Alkopops reinziehen und nichts anders in ihr Leben lassen wollen. Das ist bedauerlich, weil es womöglich das Ende einer guten Freundschaft bedeutet, aber Reisende (oder Feiernde?) soll man nicht aufhalten.</p>
<p>Wenn jemandem unsere Freundschaft wichtig genug ist, wird sie/er es verkraften, mich eine Zeit lang nicht bzw. nie wieder unter einer Discokugel zu treffen.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Freundschaften <strong>sterben</strong> nicht ab, weil man jetzt Mutter oder Vater geworden ist. Es sind die vielen, kleinen Dinge, die sich daraus entwickeln. Dass man andere ändern will und nicht so akzeptiert wie sie sind bzw. geworden sind. Dass einem die Freundschaft nicht wichtig genug ist, Kompromisse zu finden, überhaupt erst einmal Zeit füreinander zu finden. Auch über Dinge zu reden, die einen nicht interessieren, die/den Freund/in aber schon. Weil die Welt sich auch für andere weiterdreht und man nicht der Mittelpunkt des Universums ist.</p>
<p>Freundschaften gehen ein, weil man verunsichert ist und nicht weiß, was man tun oder sagen kann. Weil man den Mut verloren hat, zu sagen, was einem nicht gefällt oder dass man Hilfe braucht. Man will niemanden <strong>verletzen</strong>, aber eine Freundschaft sollte Ehrlichkeit und die Tatsache, dass nicht alle gleich sind, verkraften können.</p>
<p>Wir sollten miteinander <strong>reden</strong> und nicht unsere Freundschaften auf&#8217;s Spiel setzen, bloß, weil wir anderer Meinung geworden sind, andere Interessen haben, und meinen, wir würden uns voneinander entfernen. Freundschaften sind so wichtig. Wir müssen sie hegen und pflegen und dürfen sie nicht verkümmern lassen. Zumindest nicht, wenn sie uns wichtig sind.</p>
<p>Was würdest du deiner/m Freund/in jetzt gern sagen?<br />
</p>
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		<title>Morgens früh um sechs&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2016 18:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[anders]]></category>
		<category><![CDATA[Collage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kinderbuch von Jens Sparschuh (Autor) und Julia Neuhaus (Illustratorin) mit dem langen Titel &#8222;Morgens früh um sechs&#8230; Die Geschichte von der kleinen Hexe und dem dicken Heinz&#8220; ist für 3-bis 7-Jährige. Ob dem Autor das Weiterspinnen des bekannten Kinderlieds &#8222;Morgens früh um sechs&#8220; gelungen ist, und was das Buch sonst noch für Kostbarkeiten bereithält, ... <a title="Morgens früh um sechs&#8230;" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/morgens-frueh-um-sechs/" aria-label="Mehr zu Morgens früh um sechs&#8230;">Weiterlesen</a></p>
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<p>Ob dem Autor das Weiterspinnen des bekannten Kinderlieds &#8222;Morgens früh um sechs&#8220; gelungen ist, und was das Buch sonst noch für Kostbarkeiten bereithält, erfahrt ihr jetzt.<span id="more-708"></span><div id='c7943_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Morgens früh um sechs&#8230; Die Geschichte von der kleinen Hexe und dem dicken Heinz</h2>
<p><a href="http://amzn.to/24Wt1eE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Morgens früh um sechs&#8230; Die Geschichte von der kleinen Hexe und dem dicken Heinz&#8220;</a>* hatte ich mir mal wieder nur wegen der ungewöhnlichen Illustrationen geholt, die das Buch so wunderbar machen.</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p>Das Lied von der kleinen Hex kennt doch sicher jeder oder?</p>
<p>Für diejenigen, die es nicht kennen: <a href="http://www.labbe.de/liederbaum/index.asp?themaid=30&amp;titelid=619" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> könnt ihr es euch in Ruhe durchlesen und anhören. Es geht darum, wie die kleine Hex ihren Tag verbringt und zwar von 6 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags.</p>
<p>Und genau an dieser Stelle setzt Jens Sparschuh die Geschichte fort und erzählt den Tag der kleinen Hexe, zu deren Leben sich viele Tiere und der dicke Heinz dazugesellen, bis 24 Uhr weiter.</p>
<h2>Meine Meinung</h2>
<p>Die Fortführung der Geschichte fand ich teils, teils. Es ist mitunter schon witzig und auch die Reime sind kurz und knapp gehalten, was ganz angenehm ist, da man sich lieber all die Bilder in Ruhe angucken will, aber das war es dann auch schon&#8230;</p>
<p>Das liegt vielleicht auch daran, dass ich jetzt nicht der Fan vom Fernseher, oder wie es im Text so schön heißt: Glotze, bin. Zwar sehe ich mir auch mal gern einen Film oder eine Folge meiner Lieblingsserie an, aber muss das denn ausgerechnet im Kinderbuch dargestellt werden?</p>
<p>Ich meine: Da essen der dicke Heinz und die kleine Hexe zum Abendbrot Spinat mit Fliegen. Von mir aus hätte sich der Autor da gern noch etwas austoben können, und nicht auf diesen langweiligen Alltagstrott zurückgreifen müssen. Hausaufgaben machen&#8230; Zähne putzen&#8230; Klingt so, als hätte der Autor mit gutem Beispiel vorangehen und den Kindern zeigen wollen, dass Heinz und Hexe auch Dinge erledigen, die viele Kinder doof finden.</p>
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<p>Der Autor hätte sich hier für eine Variante entscheiden sollen. Woran sollen sich denn die Kinder orientieren, was jetzt Blödsinn und nicht ernst gemeint ist, und was man tatsächlich machen darf? Soviel zum Inhaltlichen.</p>
<p>Doch durch die Illustrationen von Julia Neuhaus geben dem Buch den nötigen Pepp zurück. Sämtliche Illustrationen sind collagiert und einfach nur witzig. Es macht irre viel Spaß, es sich anzusehen. Überall versteckt sich ein kleiner Frosch, der entdeckt werden will und auch sonst finden sich immerzu kleine Fotoschnipsel, die einen zum Schmunzeln bringen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Der Text ist jetzt keine absolute Glanzleistung, aber immerhin reimt er sich, was Kinder ja mögen, und ist zudem kurz gehalten. Bleibt also mehr Zeit, sich der großartigen Abbildungen der Illustratorin zu widmen und sich an ihnen zu erfreuen.</p>
<p>Das Buch findet ihr wie immer <a href="http://amzn.to/24Wt1eE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">auf Amazon</a>*.</p>
<p>Amüsiert euch gut!</p>
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