<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Beziehung &#8211; Milchtropfen</title>
	<atom:link href="https://www.milchtropfen.de/tag/beziehung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.milchtropfen.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 26 Feb 2021 11:09:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.2</generator>

<image>
	<url>https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/01/Milchtropfen-favi-45x45.png</url>
	<title>Beziehung &#8211; Milchtropfen</title>
	<link>https://www.milchtropfen.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere Kooperation</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/kinder-5-tipps-fuer-eine-bessere-kooperation/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/kinder-5-tipps-fuer-eine-bessere-kooperation/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2020 07:01:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[gegeneinander]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[ungehorsam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=13110</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hast du das Gefühl, dein Kind macht einfach nur das, was es möchte? Es reagiert überhaupt gar nicht auf deine Aufforderungen, folgt diesen nicht oder entgegnet dir ein lautes “Nein”? Du wünscht dir, dass es besser auf dich hört? Dann möchte ich dich heute dazu einladen, genauer hinzuschauen! Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere ... <a title="Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere Kooperation" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kinder-5-tipps-fuer-eine-bessere-kooperation/" aria-label="Mehr zu Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere Kooperation">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/kinder-5-tipps-fuer-eine-bessere-kooperation/">Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere Kooperation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Hast du das Gefühl, dein Kind macht einfach nur das, was es möchte? Es reagiert überhaupt gar nicht auf deine Aufforderungen, folgt diesen nicht oder entgegnet dir ein lautes “Nein”? Du wünscht dir, dass es besser auf dich <strong>hört</strong>? Dann möchte ich dich heute dazu einladen, genauer hinzuschauen!</span></p>
<p><span id="more-13110"></span></p>
<h2>Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere Kooperation</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Woran könnte es denn liegen, dass dein Kind nicht hört? Oder, wie ich es lieber nenne “<strong>kooperiert</strong>”! Was könnte passiert sein und was kannst du genau tun, damit wieder mehr Kooperation in euer Familienleben einzieht? Darauf möchte ich näher im Beitrag eingehen.</span></p>
<h4><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/kooperation-5-tipps.jpg" alt="Kooperation-5-Tipps" width="381" height="801" /></h4>
<h3>Von der Erziehung zur Beziehung</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Erwachsene, Eltern und werdende Eltern tragen oft noch aus ihrer eigenen Kindheit übernommene <strong>Erziehungsmuster</strong> und Überzeugungen vom Kind in ihrem Kopf. Das Kind muss <strong>gehorchen</strong>, es muss doch auf mich hören, sonst wird niemals was aus ihm. Ich bin seine Mama/sein Papa, also hat es zu tun, was ich von ihm verlange. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei diesen alten Erziehungsfloskeln wird das Kind klein gemacht und soll sich <strong>anpassen</strong> und gehorchen. Sein Wille und seine Bedürfnisse zählen nicht. Zum Glück machen viele es heute anders. Von der Erziehung zur Beziehung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für eine echte Beziehung zum Kind dürfen wir diese alten, übernommenen Muster reflektieren, neu überdenken, um damit eine andere Haltung zum Kind zu erschaffen, welche von <strong>Gleichwürdigkeit</strong> und Respekt getragen wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kinder sind gut von Anfang an. Sie sind <strong>soziale Wesen</strong> und möchten zur Gemeinschaft beitragen und vor allem dazugehören. Warum sollten sie sich also “gegen” uns stellen?</span></p>

<h3><strong>Die “Nicht-Kooperation” des Kindes kann einige Ursachen haben</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Schauen wir uns diese einmal genauer an:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">das Kind ist entwicklungsbedingt noch nicht in der Lage, die von uns angeforderte Aufgabe zu meistern, d. h. es versteht uns verbal einfach noch nicht oder die Anforderung ist zu hoch angesetzt -&gt; wir haben zu hohe <strong>Erwartungen</strong>.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">das Kind hat den ganzen Tag über schon kooperiert (frühs aufstehen, waschen, Zähne putzen, anziehen, Frühstücken, ab in die Kita oder Schule (wo es meist auch kooperieren muss!) -&gt; der <strong>Kooperationstank</strong> ist leer</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">das Kind wurde beschimpft, gekränkt und verletzt -&gt; um sich noch ein wenig Würde zu bewahren, geht es in den <strong>Widerstand</strong> </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">wir üben zu viel Druck aus, behandeln das Kind wie ein Objekt -&gt; das Kind geht in den <strong>Gegendruck</strong>, weil es sich mit seinen Bedürfnissen einfach nicht gesehen fühlt. Gordon Neufeld hat den Begriff “Gegenwillen” geprägt und beschreibt in seinem Buch <a href="https://www.amazon.de/Unsere-Kinder-brauchen-entscheidende-Kind-Eltern-Bindung/dp/3934719201/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1UEBCJKOJVBGF&amp;dchild=1&amp;keywords=unsere+kinder+brauchen+uns&amp;qid=1587906608&amp;s=books&amp;sprefix=Unsere+Kinder+,aps,157&amp;sr=1-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=9e507c3435062ac544d87145bf0c9535&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">“Unsere Kinder brauchen uns”</a>* wie sich dieser unter der Gleichaltrigenorientierung noch verschärft. Zur Thematik kannst du in meinem Blogbeitrag: </span><span style="font-weight: 400;"><a href="https://www.kleinermensch.net/die-steigerung-des-gegenwillens-durch-die-gleichaltrigenorientierung/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">“Die Steigerung des Gegenwillens durch die Gleichaltrigenorientierung”</a> </span>nachlesen.</li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie du siehst, kann es verschiedene Gründe haben, warum dein Kind nicht das tut, was du gerne von ihm hättest. Das sorgt natürlich für <strong>Frustration</strong> auf beiden Seiten. Um da wieder herauszukommen oder einen Teufelskreis erst gar nicht entstehen zu lassen, kannst du folgende Dinge tun.</span></p>

<h2><strong>Meine 5 Tipps für dich für mehr Kooperation</strong></h2>
<h3><span style="font-weight: 400;">1.Begib dich auf Augenhöhe mit deinem Kind. </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Dies ist nicht nur ausschließlich im übertragenen Sinne gemeint. Auf Augenhöhe bedeutet für mich nicht nur, dass ich mich hinhocke, um </span><b>Augenkontakt</b><span style="font-weight: 400;"> herzustellen, sondern auch, dass ich in einem respektvollen Ton mit meinem Kind spreche. Warum sollten Kinder von oben herab behandelt werden? Sie haben die gleiche <strong>Würde</strong>, die es jederzeit zu schützen gilt. Sie haben nur den Nachteil, dass sie unreifer sind als wir Erwachsenen.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">2. Beachte die Entwicklung deines Kindes. </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Kann es schon nachvollziehen, was genau du von ihm möchtest? Hast du dich <strong>verständlich</strong> ausgedrückt?</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">3. Schaue dir ganz bewusst an, wie oft dein Kind heute schon kooperiert hat. </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Dir wird ziemlich schnell auffallen, dass dies ziemlich viel ist. Das darfst du <strong>wertschätzen</strong>!</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">4. Überlege, ob du dein Kind vielleicht durch Wörter oder Taten verletzt hast! </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Du weißt sicherlich von dir selbst, dass du wenig Lust hast, auf die Erwartungen deines Partners einzugehen, wenn dieser dir vor geraumer Zeit unfreundliche Dinge entgegengebracht hat. Hier hilft es vielleicht, wenn du dich bei deinem Kind dafür <strong>entschuldigst</strong> “Ich glaube du bist noch böse auf mich, weil ich vorhin…., das tut mir leid!” (hier bitte kein ABER, denn das rechtfertigt wieder die Dinge, die wir unserem Kind angetan haben und schiebt ihm den schwarzen Peter zu!)</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">5. Achte darauf, dass der Bindungstank deines Kindes gefüllt ist. </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Spielt, lacht und macht das, was euch gut tut, damit ihr in <strong>Verbindung</strong> seit. Das erleichtert den Familienalltag enorm.</span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13144 size-large" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/kooperation-tipps-680x430.jpg" alt="Kooperation-Tipps" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/kooperation-tipps.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/kooperation-tipps-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/04/kooperation-tipps-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Du darfst dir immer wieder vor Augen halten, dass dein Kind von Anfang an mit dir <strong>zusammenwirken</strong> möchte und zu intensiver Kooperation bereit ist. Eine Verweigerung von Seiten deines Kindes hat immer einen Grund und du darfst ganz genau hinschauen, um den Grund dafür heraus zu bekommen. Es ist immer ein Hinweis darauf, dass etwas in der Beziehung zwischen euch in <strong>Schieflage</strong> geraten ist. Um die Bindung zu deinem Kind zu stärken, möchte ich dir die Bindungsspiele von Aletha Solter ans Herz legen. Lies hierzu meinen Beitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/9-spiele-konflikte-loesen-und-bindung-staerken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;9 Spiele &#8211; Konflikte lösen und Bindung stärken&#8220;</a>.</span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Dein Kind fühlt sich dann von dir ernst genommen, wenn du auf seine Rückmeldungen, Signale und Reaktionen eingehst und ihm zeigst, dass es dir wichtig ist. Weiterhin tragen wir Eltern auch in diesem Punkt eine wichtige <strong>Vorbildfunktion</strong>. Denn dein Kind beobachtet dich ganz genau. Wie oft kooperierst du im Alltag mit deinen Kindern? Sind dir die Wünsche und Bedürfnisse deines Kindes wichtig und gehst du darauf ein, genau so, wie du es dir von deinem Kind wünschst?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie du sehen kannst, spielen viele Faktoren eine Rolle. Und von diesen Faktoren ist die Kooperation deines Kindes abhängig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie sieht es bei euch in der Familie mit der Kooperationsbereitschaft aus? Hast du noch Fragen oder Anregungen?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn dir mein Beitrag gefallen und geholfen hat, lass es mich doch in den Kommentaren wissen!</span></p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/kinder-5-tipps-fuer-eine-bessere-kooperation/">Kinder &#8211; 5 Tipps für eine bessere Kooperation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/kinder-5-tipps-fuer-eine-bessere-kooperation/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 00:33:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnis]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Katharina Saalfrank]]></category>
		<category><![CDATA[Katia Saalfrank]]></category>
		<category><![CDATA[Konsequenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Strafen]]></category>
		<category><![CDATA[Super Nanny]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=7649</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 19.10.2017 fand der Vortrag von Katharina Saalfrank zum Thema „Strafen und Konsequenzen“ statt und ich wollte heute mal kurz (ich hoffe zumindest, dass dieser Beitrag nicht allzu lang wird) darüber berichten. Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017 Der Vortrag war für uns alle kostenlos und ging etwa 2 Stunden. 1 Stunde Vortrag, 1 ... <a title="Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/" aria-label="Mehr zu Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/">Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19.10.2017 fand der Vortrag von Katharina Saalfrank zum Thema „Strafen und <strong>Konsequenzen</strong>“ statt und ich wollte heute mal kurz (ich hoffe zumindest, dass dieser Beitrag nicht allzu lang wird) darüber berichten.</p>
<p><span id="more-7649"></span></p>
<h2>Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</h2>
<p>Der <strong>Vortrag</strong> war für uns alle kostenlos und ging etwa 2 Stunden. 1 Stunde Vortrag, 1 Stunde Fragen stellen.</p>
<p>Mein Mann und ich waren mit unserem Sohn da und der fand den Vortrag jetzt nicht SO spannend, weshalb ich mich mit ihm ins Nebenzimmer verkrochen und dort gespielt habe. Deshalb kann ich mich hauptsächlich auf die fleißigen Notizen meines Mannes stützen. Ich hoffe, wir haben hier alles Wichtige notiert.</p>
<p>Am Anfang stellt sich <a href="https://www.katiasaalfrank.de/" target="_blank" rel="noopener">Katharina Saalfrank</a> als Diplompädagogin und Musiktherapeutin vor, die eine Praxis in Berlin-Wilmersdorf hat und u.a. Videoanalysen und Hausbesuche anbietet.</p>
<p>Natürlich schwingt bei Katharina Saalfrank immer dieser <strong>Super Nanny </strong>Ruf mit. Ich habe mich auch gefragt: Hat sie dahinter gestanden, was da im Fernsehen lief?</p>
<p>Gleich zum Anfang des Vortrages wird kurz darauf eingegangen und gesagt, dass es sich bei der Super Nanny um eine Kunstfigur handelt. Katharina Saalfrank erzählt zwischendurch, dass sie hunderte Stunden gedreht haben und letztendlich nur ein winzig kleiner Anteil davon ausgestrahlt wurde (genaue Anzahl habe ich nicht aufgeschrieben).</p>
<p>Für mich kam es zeitweise wie eine Rechtfertigung rüber, aber ich kann natürlich auch verstehen, dass sie diese Fragen geklärt haben möchte. Es gibt viele Kritiker*innen. Erst sagt sie das eine, dann das andere. Kann man sie überhaupt noch ernst nehmen?</p>
<p>Ja, denken mein Mann und ich, nachdem wir am Ende des Vortrages darüber geredet haben. Sie scheint – so war unser Eindruck – hinter dem zu stehen, was sie sagt. Gehen wir also auf das Inhaltliche ein.</p>
<div id='c5378_33_2' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungausmobile"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside>
<script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
<ins class="adsbygoogle"
     style="display:block; text-align:center;"
     data-ad-layout="in-article"
     data-ad-format="fluid"
     data-ad-client="ca-pub-1779890969656116"
     data-ad-slot="5804511553"></ins>
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script><br style="clear:both;"></div>

<div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
<ins class="adsbygoogle"
     style="display:block; text-align:center;"
     data-ad-format="fluid"
     data-ad-layout="in-article"
     data-ad-client="ca-pub-1779890969656116"
     data-ad-slot="8016097146"></ins>
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script><br></div></div>
<h2>Strafen und Konsequenzen</h2>
<p>Katharina Saalfrank möchte in diesem Vortrag ihr <strong>Buch</strong> <a href="http://amzn.to/2l7fm9F" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Kindheit ohne Strafen: Neue wertschätzende Wege für Eltern, die es anders machen wollen“</a>* vorstellen. Ich hatte mir schon gedacht, dass es bei einem kostenlosen Vortrag so etwas in der Art geben wird. Von daher war ich jetzt nicht sonderlich überrascht. Ist in meinen Augen auch völlig ok.</p>
<p>Sie will hier also niemanden überzeugen, etwas zu tun, mit dem er/sie überhaupt nicht konform geht. Wer meint, Kinder bräuchten Konsequenzen/<strong>Strafen</strong> usw., soll seinen/ihren Weg gehen. „Kindheit ohne Strafen“ – dieser Weg sei etwas für Eltern, Erzieher*innen usw., die einen bindungs- und beziehungsorientierten Weg gehen <strong>WOLLEN</strong>.</p>
<h3>Wie geht das also?</h3>
<p>Es geht darum, vom <strong>Monolog</strong> („Ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, dass du das nicht machen sollst!“) in den <strong>Dialog</strong> zu kommen. Das könnte in etwa so aussehen, dass du dein Kind zu einem Kakao in die Küche einlädst und dort das Gespräch mit ihm suchst, z.B. so:„Du hast dein Zimmer nicht aufgeräumt. Ich fühle mich dabei unwohl. Ich kann gar keinen Fuß vor den anderen setzen, um zu dir ans Bett zu kommen. Warum räumst du nicht auf? Mir ist es wichtig, dass das Zimmer ordentlich ist. Was meinst du, können wir hier machen?&#8220;.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7656" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-haelt-herztasse-mit-heisser-schokolade.jpg" alt="Kind hält Herztasse mit heißer Schokolade" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-haelt-herztasse-mit-heisser-schokolade.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-haelt-herztasse-mit-heisser-schokolade-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich etwas von meinem Kind erwarte, wie z.B. Respekt, mein Kind sich mir ggü. aber m.M.n. respektlos verhält, muss ich mich fragen, woran das wohl liegen könnte. Ich schaue nicht mehr auf das <strong>Verhalten</strong> (mein Kind haut mich und/oder andere Kinder), sondern auf die <strong>Botschaft</strong> hinter dem Verhalten (z.B. <strong>Bedürfnis</strong> nach Kontakt, Nähe, es ist eifersüchtig usw.).</p>
<p>Es geht um <strong>Reflexion</strong>. Wie verhalte ich mich ggü. meinem Kind? Bin ich da respektvoll? Liebevoll? Warmherzig? Also all das, was ich mir von meinem Kind und auch anderen Menschen wünsche? Verhalte ich mich selber so, wie ich gern behandelt werden würde? Die <strong>Vorbild</strong>funktion spielt eine ganz wichtige Rolle.</p>
<p>Und dann gibt es Tage, da mag ich mich selber nicht, weil ich so ätzend ggü. meinem Kind bin. Das ist der ideale Moment, um mal tief in sich zu gehen. In die eigene <strong>Kindheit</strong>. Wie wurde ich da behandelt? Wurde ich da <strong>bedingungslos</strong> geliebt mit all meinen Gefühlen, wie Freude, aber auch Wut, Trauer, Angst? Oder wurde ich nur geliebt, wenn ich mich in einer bestimmten Art und Weise verhalten habe und wurde bestraft, wenn ich es nicht tat?</p>

<p>Wer sagt: Ich höre auf mein Bauchgefühl, sollte sich fragen: Ist es wirklich MEIN <strong>Bauchgefühl</strong> oder wurde es mir anerzogen? Würde mir mein eigenes Bauchgefühl tatsächlich sagen, dass ich meinem Kind jetzt mal eine scheuern muss? Ist es dann nicht vielmehr die eigene Erfahrung aus der Kindheit, wie ich da behandelt wurde, die mir da in mein Bauchgefühl reinredet? Dieser <strong>Schmerz</strong>, der mir da einreden will, dass das richtig war, denn so wurde ich auch behandelt und „geliebt“ und es war „nur zu meinem Besten“?</p>
<p>Dazu kommt noch, dass wir von außen einem enormen <strong>Druck</strong> standhalten müssen, wenn wir uns nicht so verhalten, zu was so viele Expert*innen raten: Strafe muss sein bzw. Konsequenzen müssen sein. Kinder testen Grenzen aus.</p>
<p>Uns wird also schon von angeblichen <strong>Expert*innen</strong> wie <a href="http://www.zeit.de/2005/29/Kinder_komma__Kinder" target="_blank" rel="noopener">Johanna Haarer</a> gesagt, dass wir im Kampf mit unseren eigenen Kindern stehen. Dass es immer darum geht, wer die <strong>Macht</strong> hat. Wer keine Strafen setzt, ist automatisch keine gute Mutter bzw. kein guter Vater oder wer auch immer. Schon das Baby, das von seiner Mutter Nähe und Essen will, ist ein <strong>Tyrann</strong>, der schreien gelassen, nur alle 4 Stunden gefüttert werden und vor allem gezüchtigt werden soll, damit er als gut erzogen gilt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7657" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/vater-stirn-an-stirn-mit-baby-im-arm.jpg" alt="Vater Stirn an Stirn mit Baby im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/vater-stirn-an-stirn-mit-baby-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/vater-stirn-an-stirn-mit-baby-im-arm-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Was Strafen und Konsequenzen anrichten</h2>
<p>Doch was macht das mit uns und vor allem mit unseren Kindern, wenn wir strafen? Wir verlassen die Beziehungsebene und gehen über zu <strong>manipulativem</strong>, <strong>erniedrigendem</strong>, gar <strong>grausamem Verhalten</strong>. Wir haben ein bestimmtes Ziel vor Augen, wie sich unser Kind zu verhalten hat.</p>
<p>Und diese Strafe versteht unser Kind als „<strong>Ich bin falsch</strong>“. Es stellt sich selbst in Frage, was im Erwachsenenalter zu Panikattacken, Angststörungen, Störungen, Störungen und noch mehr Störungen, die jahrelanger <strong>Therapie</strong> bedürfen, führt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7655" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/teenager-sitzt-traurig-am-fenster.jpg" alt="Teenager sitzt traurig am Fenster" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/teenager-sitzt-traurig-am-fenster.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/teenager-sitzt-traurig-am-fenster-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ganz zu schweigen davon, dass dieses anerzogene Verhalten wiederum an die Kinder unserer Kinder weitergeben wird. Weil sie ja auch so behandelt wurden. Gleiches mit Gleichem vergelten. Macht demonstrieren. Starke gegen Schwache. Immer gegeneinander. Immer auf <strong>Machtkampf</strong> aus.</p>
<p>Also wie macht man es dann, wenn nicht mit Strafen und Konsequenzen?</p>
<p>Es geht um ehrliches <strong>Interesse</strong>. Nicht darum, einzig und allein das Verhalten meines Kindes zu interpretieren, sondern mir die <strong>Zeit</strong> zu nehmen, zu verstehen, was der Grund für sein Verhalten sein könnte. Es geht um Ernst nehmen. Zuhören. Und zwar offen und unvoreingenommen. Wertfrei. Mit Verständnis. Vertrauen in mein Kind. In Kontakt kommen. Wahrnehmen. In Beziehung gehen. Endlich wieder <strong>miteinander </strong>und nicht gegeneinander.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7658" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mutter-haelt-kind-im-arm.jpg" alt="Mutter hält Kind im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mutter-haelt-kind-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mutter-haelt-kind-im-arm-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Für meinen Mann und mich war es ein Vortrag, der uns in dem, was wir denken und tun, bestätigt hat. Es war nichts Neues mit besonderem Aha-Effekt, allerdings ist es immer wieder schön zu hören, dass auch andere diesen &#8222;neuen&#8220; Weg gehen. Die ihre Kinder nicht als Tyrannen, gegen die sie in den Krieg ziehen müssen, ansehen, sondern als <strong>gleichwertige</strong> Menschen, denen man auf Augenhöhe begegnet. Bei denen man wirklich daran interessiert ist, eine <strong>gemeinsame</strong> Lösung zu finden, wenn es zu Konflikten kommt, anstatt die eigene <strong>Macht</strong> gegenüber seinen Kindern zu missbrauchen.</p>
<p>Ich hoffe, du konntest einiges aus diesem Vortrag mitnehmen, auch wenn du nicht dabei warst 🙂</p>
<p>Alles Liebe</p>
<p>Julia<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/">Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Erziehungsstile kollidieren</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2017 06:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Brechen]]></category>
		<category><![CDATA[Bruch]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehungsmethode]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehungsstil]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[schützen]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschied]]></category>
		<category><![CDATA[verstehen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=5911</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Du machst das total falsch!“ „Mein Kind, meine Regeln!“ „Mach das doch SO!“ &#8222;Lass das!&#8220; &#8222;Wenn&#8217;s dir nicht passt: DA ist die Tür.&#8220; Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, Verwandten, und irgendwie versuchen sich alle gegenseitig zu erziehen. Was, wenn dein Erziehungsstil mit dem von anderen kollidiert? Das erfährst du im ... <a title="Wenn Erziehungsstile kollidieren" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/" aria-label="Mehr zu Wenn Erziehungsstile kollidieren">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/">Wenn Erziehungsstile kollidieren</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Du machst das total falsch!“<br />
„<strong>Mein Kind, meine Regeln!</strong>“<br />
„Mach das doch SO!“<br />
&#8222;Lass das!&#8220;<br />
&#8222;Wenn&#8217;s dir nicht passt: DA ist die Tür.&#8220;</p>
<p>Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, Verwandten, und irgendwie versuchen sich alle gegenseitig zu erziehen.</p>
<p>Was, wenn dein Erziehungsstil mit dem von anderen kollidiert? Das erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-5911"></span><div id='c9987_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Wenn Erziehungsstile kollidieren</h2>
<p>Dieses Thema hat eine Zeit lang sehr an mir genagt. Die Beziehungen untereinander haben gelitten, es kam oft zum <strong>Streit</strong> und mieser Stimmung. Ich befinde mich aus diesem Grund auf einem unbekannten Weg. Doch von vorne…</p>
<p>In meiner <strong>Kindheit</strong> habe ich so einiges erlebt, was ich als Mutter anders handhaben will. In meinen Augen BESSER machen will. Das mag arrogant klingen, soll aber gar nicht böse gemeint sein.</p>
<p>Einiges war für mich klar. Von Anfang an. Andere Dinge ergaben sich erst mit der Zeit. Ich las, lernte dazu und schlug eine andere Richtung ein. Stets im Wandel, nie auf der Stelle stehenbleiben – das fühlte sich gut an.</p>
<h2>Besuch bei den Großeltern</h2>
<p>Je älter der kleine Mann wurde, desto mehr wollte er seine Umgebung erkunden. Er war fasziniert vom Wasser in einer Flasche, die hin- und hergeschüttelt wurde. Er versuchte, den Deckel aufzubekommen. Mein Papa wollte ihm dabei <strong>helfen</strong>. Ich griff ein und sagte:“Lass ihn mal selber machen.“</p>
<p>Wenn es nachmittags Kuchen gab, wollten alle immer dem kleinen Mann was Süßes geben. Mein Mann und ich schritten ein und meinten:“Nein. Er soll noch keinen <strong>Zucker</strong> bekommen.“ und, als der kleine Mann älter wurde, hieß es von uns:“Nur ein kleines Stück. Er soll nicht so viel Zucker bekommen.“</p>
<p>Das tat den anderen dann immer Leid für den kleinen Mann, weil Kuchen ja so lecker ist. Und ja, der arme Spatz darf keinen Kuchen haben. Aber sie nahmen es hin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5932" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann hörte ich von Ausscheidungskommunikation. Langes Wort. Dahinter steht einfach nur der Sinn, die Signale vom Kind zu lesen, wann es mal muss.</p>
<p>Ich versuchte es also und wurde erstmal von allen doof angeguckt. Auch von meinem Mann. Einzig meine Schwester stand in dieser Zeit hinter mir und fand es gut. Es gab viele „Unfälle“, aber ich gab nicht auf. Und mit der Zeit sahen auch die anderen, dass das’ne ganz coole Sache ist.</p>
<p>Als ich z.B. auf Toilette war und meine Mutter mit dem kleinen Mann allein, merkte sie, dass er mal muss. Und dann hielt sie ihn ab und war ganz aus dem Häuschen, weil es klappte. Sie war total stolz auf sich, glaube ich.</p>
<div id='c3818_177_2' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungausmobile"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside>
<script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
<ins class="adsbygoogle"
     style="display:block;"
     data-ad-format="link"
data-full-width-responsive="true"
     data-ad-client="ca-pub-1779890969656116"
     data-ad-slot="6725055877"></ins>
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script><br style="clear:both;"></div>

<div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
<ins class="adsbygoogle"
     style="display:block;"
     data-ad-layout="link"
data-full-width-responsive="true"
     data-ad-client="ca-pub-1779890969656116"
     data-ad-slot="9143389553"></ins>
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script><br></div>











</div>
<h2>Das wird ja immer skurriler</h2>
<p>Und dann ist das Baby plötzlich <strong>Kleinkind</strong> und stellt uns vor Herausforderungen. Es macht Dinge, die wir nicht wollen. Dinge, die uns zur Verzweiflung bringen. Aber auf die klassische Erziehung verzichten wir gern.</p>
<p>Also stöbern wir im Internet, suchen nach Ratschlägen, lesen schlaue Bücher. Und dann picken wir das für uns richtige heraus und machen damit unsere Erfahrungen.</p>
<p>Wir kommen also mit unserem geballten, neuen Wissen wieder zu Besuch und werden noch schiefer angeguckt. Der kleine Mann piekst mit der Gabel etwas auf. Sofort kommt ein „Fein! Super! Das hast du aber toll gemacht!“ und mein Mann schreitet ein und sagt:“<strong>Nicht loben.</strong>“</p>
<p>Was meinst du, wie schief wir DA angeguckt wurden? Dann wird natürlich verwundert nachgefragt, warum jetzt auch kein Lob sein dürfe. Mein Mann erklärt es. Sie schauen verwirrt aus. Vielleicht lächeln sie auch drüber. Sie verstehen es nicht so ganz. Aber ok, sie versuchen, nicht zu loben.</p>
<p>Dass beinahe überall gelobt und bestraft wird, ist ja schon fast normal in unserer Gesellschaft. Es steckt in uns drin. Wir denken nicht drüber nach, sondern übernehmen einfach die Erziehungsstile aus unserer Kindheit. So nach dem Motto: Hat uns ja nicht geschadet.</p>

<h2>Bevormundung</h2>
<p>Manche Verhaltensweisen sind uns also in Fleisch und Blut übergegangen. Wir machen sie einfach. Sie sind zur <strong>Gewohnheit</strong> geworden.</p>
<p>Und dann kommt die jüngere Generation und sagt uns, dass wir alles <strong>falsch</strong> machen. Dass wir das lassen sollen. Sie nennen uns auch den Grund, aber so ganz verstehen wir es trotzdem nicht. Wir geben unser bestes, ihren „Weisungen“ Folge zu leisten. Aber manchmal rutscht es uns doch raus und dann kommt wieder dieses „Nicht…“</p>
<p>Das führte bei uns in der Familie zu Streit und schlechter Stimmung. Die anderen fühlten sich bevormundet und <strong>kritisiert</strong>. Meinem Mann wurde über den Mund gefahren. Oder es wurde sich über unseren Erziehungsstil lustig gemacht. Es fielen Sprüche wie:&#8220;Hätten wir euch mal nicht gelobt, sondern lieber verprügelt.&#8220; Oder trotzig mit &#8222;Doch!&#8220; geantwortet, wenn wir baten, etwas zu unterlassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5933" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Familie beim Waldspaziergang im Winter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich wollte keinen Streit mehr und brodelte vor mich hin, während ich zusah, wie unsere Erziehungsmethoden mit Füßen getreten wurden.</p>
<p>Und dann begann ich nachzudenken, wie diese verfahrene Situation gelöst werden könnte.</p>
<h2>Empathie</h2>
<p>Bevor ich die „Mein Kind, meine Regeln!“-Keule schwingen würde, versuchte ich erst einmal, die anderen zu <strong>verstehen</strong>. Warum verstehen sie uns nicht und machen nicht das, was wir sagen? Ich versetzte mich also in ihre Lage und kam zu folgenden 7 möglichen <strong>Gründen</strong> für ihr Verhalten:</p>
<h3>1. Gewohnheit</h3>
<p>Wer jahrelang so erzogen wurde bzw. erzieht, hat es schwer, Veränderungen anzunehmen und danach zu handeln. Es steckt in uns drin. Unsere <strong>Kindheit</strong> bestand daraus. Ich kann mich nicht von heute auf morgen um 180° drehen und ein anderer Mensch sein.</p>
<h3>2. Wille</h3>
<p>Ein ganz entscheidender Punkt! Wenn mir jemand vorschreibt, was ich zu tun habe, dem zeig ich innerlich’nen Vogel. Der will mir was erzählen? Da schalte ich auf <strong>Durchzug</strong>. Ob anerzogen oder Charakterzug, sei mal dahingestellt.</p>
<p>Aber wenn ich jemanden sehe, der mir ein „Wow! Wie macht sie/er das?“ herauslockt… Von der/dem ich mehr erfahren will… Von der/dem ich lernen will… Dann ist das schon’ne ganz andere Sache. Denn dann habe ich den eigenen <strong>Willen</strong> entwickelt, etwas zu lernen und mich ggf. auch zu ändern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5935" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Frau und Mann schenken Kind Pusteblumen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dieser Wille muss aber aus mir heraus entstehen und kann mir nicht vorgesetzt werden. Da muss ich selber ran. „Wo kein Wille, da kein Weg.“ – der Spruch ist so wahr!</p>
<h3>3. Der Ton macht die Musik</h3>
<p>Deine Freundin, die ihr Baby absichtlich schreien lässt, damit es endlich durchschläft, braucht dringend einen Rat von dir!</p>
<p>Du knallst ihr in deiner Wut an den Kopf, sie würde etwas Falsches, etwas Gewaltsames, Krankes, was auch immer, tun&#8230; Und ihre Bindung zum Baby würde massiv drunter leiden und ihr Baby würde das Urvertrauen verlieren und und und&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong> äußern, ohne dass sich dein Gegenüber gekränkt oder beschämt fühlt, ist schwer. War der Versuch, sie auf einen Fehler hinzuweisen, zu harsch? Sollte ich daran üben, <strong>WIE</strong> ich jemandem einen Tipp gebe oder meine Bedenken äußere?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5936" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Opa und Enkel schauen sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich jemanden so angehe, ist klar, dass dieser Rat<strong>SCHLAG</strong> nicht angenommen wird. Sie fühlt sich kritisiert, bevormundet, als schlechte Mutter denunziert und abgestempelt. Sie müsste sich eingestehen, ihrem Baby geschadet zu haben. Und das einzugestehen, kostet Kraft, Mut und schmerzt.</p>
<h3>4. Schmerz</h3>
<p>Wenn mir jemand sagt, ich soll anders handeln, dann kommt auch ein gewisser <strong>Schmerz</strong> mit hoch. Der Schmerz aus der eigenen Kindheit. Weil man begreifen muss, dass der Weg, wie ich teilweise erzogen wurde, tatsächlich nicht der richtige war. Dass einem <strong>Leid</strong> angetan wurde. Und diese Erkenntnis schmerzt. Man müsste sich eingestehen, dass die eigenen Eltern nicht das beste für einen getan haben. Dass einem Schlimmes widerfahren ist.</p>
<p>Diesen Schritt muss ich erstmal bereit sein zu gehen. Andere verschließen davor lieber (noch) die Augen und reden sich ein „So, wie ich erzogen wurde, war das richtig, und so handhabe ich es auch. <strong>Hat mir ja nicht geschadet.</strong> Ich bin meinen Eltern für die Erziehungsschelle dankbar. Ich lebe schließlich immer noch.“</p>
<div id='c7983_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
<ins class="adsbygoogle"
     style="display:block; text-align:center;"
     data-ad-format="fluid"
     data-ad-layout="in-article"
     data-ad-client="ca-pub-1779890969656116"
     data-ad-slot="2540409182"></ins>
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script><br></div></div>
<h3>5. Andere Zeiten</h3>
<p>Ein nicht unwichtiger Aspekt: Zeit. In welcher Zeit haben meine Großeltern gelebt? In welcher meine Eltern? Und in was für einer Zeit leben wir heute?</p>
<p>Haben wir Krieg? Geht es uns ums nackte <strong>Überleben</strong>? Muss ich schleunigst zusehen, dass ich irgendwo Essen her bekomme, damit mir meine Familie nicht wegstirbt? Sind Bombenangriffe bei uns Alltag?</p>
<p>Oder herrscht <strong>Frieden</strong>? Kann ich gelassen und entspannt nach draußen gehen? Muss ich mir um nix Sorgen machen, außer, was ich heute zum Essen koche? Kann ich mir ein Bad gönnen und machen, was ich will? Ein Buch lesen, Musik hören, Videos auf YouTube ansehen, in Facebookgruppen stöbern und mir Input holen, wenn ich mit meinem Latein am Ende bin?</p>
<p>Ja. All das kann ich. Ich lebe, im Vergleich zu meinen Großeltern, bei denen Krieg herrschte, im Paradies. Ich habe wenig Sorgen und kann mich Themen widmen, die mich interessieren. Dafür habe ich Zeit.</p>
<p>Aber diese Zeit hatten meine Großeltern nicht. Und auch heutzutage gibt es Familien andernorts, die andere Probleme haben. Denen es aktuell nur ums Überleben geht und nicht, ob Stoffwindel, Wegwerfwindel, windelfrei oder was auch immer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5937" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Uroma hält Urenkel auf dem Schoß" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Das soll keine Ausrede sein. Aber mir half es ungemein, zu verstehen, warum damals schwarze Pädagogik praktiziert wurde. Warum in dieser Zeit so viel Leid geschehen ist. Da musste man gehorchen und funktionieren. Und irgendwann musste dann zerstörtes Land wieder aufgebaut werden.</p>
<p>Als meine Eltern dann eine Familie gründeten, herrschte kein Krieg mehr. Die Mauer fiel, alles war neu und unbekannt. Meine Mutter verwarf einige Erziehungsmethoden. Andere wiederum übernahm sie. Das geht von Generation zu <strong>Generation</strong> immer so weiter. Auch ich habe manches übernommen und einiges wiederum nicht. Und mein Kind wird es sicher auch als Elternteil wieder anders handhaben. Einfach, weil wir Zeit haben, uns zu reflektieren und über uns selbst nachzudenken.</p>
<div id='c4782_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>6. Ungünstig ausgedrückt</h3>
<p>Sie wollen meinem Kind nichts Böses. Sie wollen nur&#8230;</p>
<p>Der Opa, der zu seinem Enkel streng und mit ernster Mine sagt:&#8220;Ein Hammer ist kein Spielzeug!&#8220;, möchte im Grunde genommen nur sein Enkelkind <strong>beschützen</strong>. Ein Hammer ist schwer und hart. Wenn der auf die kleine Hand oder auf den Fuß fällt&#8230; Oh weh! Dann lieber gleich weg mit solchen gefährlichen Sachen!</p>
<p>Die Oma, die überall ihren Nippes stehen hat, der das Kind so fasziniert, hat <strong>Angst</strong>, dass ihre Sachen kaputt gehen könnten. In ihren Augen gibt es genug Spielzeug. Dafür muss nicht ihre Deko herhalten. Also sagt sie &#8222;Nein!&#8220;, wenn er sich den Staubfängern nähert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5938" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Oma im Rollstuhl hält Enkel im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Uroma, die ihr Enkelkind lobt, weil es so schön aufgegessen hat, hat auch nichts Böses im Sinn. Sie freut sich, dass sie das Essen nicht wegwerfen muss. Dass es anscheinend geschmeckt hat. Sie möchte irgendeine positive <strong>Rückmeldung</strong> geben und fängt deshalb zu loben an.</p>
<p>Dem kleinen Mann will es einfach nicht gelingen, die Schnur durch das Loch zu fädeln. Er tobt und wütet und schreit und weint und ärgert sich! Alle wollen <strong>helfen</strong>, damit er nicht traurig sein muss! Was soll schon verkehrt daran sein, zu helfen?</p>
<h3>7. Erfahrung</h3>
<p>Sie denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefuttert und stützen ihr Verhalten auf jahrelangen <strong>Erfahrungen</strong>, die sie gesammelt haben. Sie wissen so viel, dass ich mit &#8222;nur&#8220; einem Kind unmöglich etwas &#8222;besser&#8220; wissen könnte. Ungern lässt sich die Erzieherin mit 30-jähriger Berufserfahrung was von der Azubine erzählen.</p>
<p>Es kann an einer bestimmten Ausbildung liegen. Einem Studium. Der Arbeit in einem Beruf, in dem man schon jahrelang tätig ist. Oder dass man Mutter/Vater von drölfzig Kindern ist und daher einfach weiß, was &#8222;richtig&#8220; ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gerade bei jenen, die solche Argumente vorzeigen, lassen sich schwer überzeugen. Weil sie überzeugt davon sind, dass sie aufgrund ihrer Erfahrungen über all die Jahre bereits alles wissen.</p>
<p>Was kannst du tun, wenn du mit solchen Menschen aneinander gerätst?</p>
<h2>Akzeptanz</h2>
<p>Wenn sich niemand für deinen Erziehungsstil interessiert, dann bringt es in meinen Augen nichts, sie überzeugen zu wollen. Manche WOLLEN sich einfach nicht ändern. Sie wollen keine schlauen Bücher lesen und sich nicht weiterbilden. Sie wollen auf dem Stand von vor zig Jahren stehen bleiben. Das ist schwer zu <strong>akzeptieren</strong>. Aber du kannst niemanden ändern, die/der sich nicht ändern will.</p>
<p>Wenn sie dir also alle wieder mit ihren tollen Tipps kommen, dann hör ihnen zu. Bedanke dich für diesen Rat. Und mach am Ende damit, was du willst.</p>
<p>Wenn du unsicher bist, recherchiere. Hol dir andere Meinungen ein. Gib demjenigen, der dir einen &#8222;falschen&#8220; Rat gegeben hat, einfach auch mal ein Feedback. Was du herausgefunden hast. Auch dein Rat kann sich zumindest angehört werden. Und dann entscheidet die- oder derjenige auch für sich, was er mit deiner Info anstellt. Einfach miteinander in <strong>Kontakt</strong> bleiben.</p>
<p>Und auch wenn jede/r nur deine tollen <strong>Erziehungstipps</strong> belächelt, dann lächel auch du drüber. Ich mach das inzwischen auch so, auch wenn es schwer fällt.</p>
<p>Oma lobt also weiterhin ihr Enkelkind bei jedem Pups. Opa spielt weiterhin den strengen, obwohl er eigentlich ein ganz lieber ist. Uroma fragt sich immer noch, warum ihr Urenkel nicht auf ihren Arm will, unternimmt aber auch nichts dagegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5940" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und das akzeptiere ich. Denn genau so will ich, dass man auch mich akzeptiert. Ich bin wie ich bin und wenn mich was interessiert, dann werde ich schon nachfragen.</p>
<p>Genau das ist mein <strong>Ziel</strong>: Wenn jemand es toll findet, wie ich mit meinem Kind umgehe, dann darf sie/er ruhig zu mir kommen. Und mich ansprechen. Sich mit mir unterhalten und sich austauschen. Aber ich werde niemandem hinterher rennen und sagen:&#8220;Du machst das aber GANZ falsch! SO ist das richtig! Guck her! Guck! Hey! Warum guckst du nicht?!&#8220;</p>
<p>Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich um entsprechende Literatur gebeten wurde, sie gab&#8230; und sich nichts änderte. Das war zwar noch unbegreiflicher für mich, aber ich akzeptiere das.</p>
<h2>Grenzen wahren</h2>
<p>Das bedeutet aber nicht, dass ich mit meinem Kind alles machen lasse. Denn irgendwo müssen auch Grenzen beachtet werden. Von Oma, Opa, Uroma, wem auch immer&#8230; Aber auch die <strong>Grenzen</strong> vom Kind!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Papa beschützt Kind vor Lämmern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn die Oma noch ganz alte Schule ist und meint, einem Kind schade keine Tracht <strong>Prügel</strong>, um es zu erziehen&#8230; Dann muss sie sich nicht wundern, wenn ich sie niemals unbeaufsichtigt mit meinem Kind allein lassen werde. Sie darf sich dann auch nicht wundern, wenn sie ihrem Enkel Gehorsam beibringen will und ich das nicht zulasse.</p>
<p>Wenn irgendjemand meint, mein Kind bestrafen, beleidigen, bevormunden, verängstigen zu müssen&#8230; Die/Der meint, ein <strong>Klaps</strong> würde nicht schaden&#8230; Die/Der mein Kind grob behandelt&#8230; Dann werde ich dafür kein Verständnis zeigen. Das werde ich auch nicht akzeptieren.</p>
<h2>Was ich meinem Kind mit auf den Weg geben will</h2>
<p>Ich möchte meinem Kind dadurch beibringen, dass es woanders wie zu Hause sein kann. Dass es sich dort behütet, <strong>geliebt</strong>, geborgen und gleichberechtigt fühlen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5941" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Oma hält grinsendes Enkelkind im Arm" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Dass es aber auch sein kann, dass woanders eben nicht wie zu Hause ist. Dass es dort andere Regeln gibt. Dass da keine <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">Wände bemalt</a> werden wie zu Hause. Dass da nicht <a href="https://www.milchtropfen.de/tischmanieren-der-kinder-blogparade/" rel="noopener">auf dem Boden gegessen</a> werden darf wie zu Hause. Das ist in meinen Augen völlig ok. Nirgendwo auf der Welt ist alles gleich. Unterschiede kennenzulernen ist gut und zeigt nur, dass <strong>Vielfalt</strong> herrscht.</p>
<p>Aber eins muss mein Kind ganz sicher nicht lernen: Gewalt. In welcher Form und auf welche Art und Weise auch immer. Mein Kind wird weder bestraft noch geschlagen, geklapst, gezogen, gezerrt, beleidigt, angeschrien, was auch immer.</p>
<p>Sollte es dazu kommen, werde ich es <strong>beschützen</strong>. Damit es lernt: Ich muss das nicht über mich ergehen lassen. Niemand darf so mit mir umgehen. Ich habe Grenzen und die werde ich auch wahren und notfalls verteidigen.</p>
<p>Ich will meinem Kind dadurch beibringen, dass niemand es herumschubsen darf. Dass er vielleicht auch jemanden meiden muss, um sich selbst zu schützen, weil die/der ihm nicht gut tut.</p>

<h2>Kontaktabbruch</h2>
<p>Jemanden und sein Verhalten zu akzeptieren, klappt nicht immer. In manchen Familien ist die Situation so verfahren, dass für eine (oder beide) Seiten nur ein <strong>Kontaktabbruch</strong> infrage kommt.</p>
<p>In unserer Familie kamen auch schon die einen oder anderen Kontaktabbrüche zustande.</p>
<p>Auch ich habe den Kontakt zu bestimmten Personen eingefroren. Die ich geliebt habe, die mir aber einfach nicht gut taten. Die mich ausgenutzt und wie <strong>Dreck</strong> behandelt haben. Niemand hat das Recht, so mit mir umzugehen. Für mich gab es keine andere Lösung. Sämtliche Versuche von diesen Personen, wieder Kontakt herzustellen, wurden von mir ignoriert. Bis irgendwann endlich Ruhe war.</p>
<p>Aber wie sieht es bei Menschen aus, die mit ihrer <strong>Familie</strong> brechen? Ich habe mir viele Erfahrungsberichte durchgelesen.</p>
<h3>Was Menschen zum Kontaktabbruch treibt</h3>
<p>Menschen, die sich für einen Kontaktabbruch entscheiden, sind nach einer Portion &#8222;Familienbesuch&#8220; mit ihren <strong>Nerven</strong> am Ende. Fühlen sich wie eine leere Hülle. Wie ein Zombie. Sie werden für alles verantwortlich gemacht. Sind der Sündenbock. Die Ursache allen Übels und für die Probleme anderer verantwortlich.</p>
<p>Sie fühlen sich nach solchen Besuchen unverstanden, erniedrigt, unterdrückt, ungeliebt, manipuliert, hilflos, ausgesaugt, zermürbt, runtergezogen. Es wird ständig gestritten, geheuchelt, es herrscht Neid, Hass, es wird mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen um sich geschmissen. Machtspiele werden getrieben, Intrigen geschmiedet.</p>
<p>Es eskaliert jedes Mal, um letztendlich fein säuberlich unter den Teppich gekehrt zu werden. Die <strong>Konflikte</strong> werden totgeschwiegen. Es wird so getan, als sei nichts geschehen. Alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir sind eine große, glückliche Familie.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5943" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - junge Frau und alte Frau lächeln sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und die Fassade beginnt immer weiter zu bröckeln. Es brodelt unter der Oberfläche. Bis der ganze Scheiß explodiert.</p>
<p>Erst haben sie ein schlechtes Gewissen. Denken, sie seien undankbar. Doch das Bedürfnis, keinen Kontakt mehr mit Menschen zu pflegen, die einem nicht gut tun, wog mehr.</p>
<p>Kontaktabbruch ist ein riesengroßer Schritt! Es gibt unzählige Berichte von Verlassenen und Abbrechern. Und sie alle sind furchtbar tragisch, wenn man sie sich mal durchliest. Da versteht die Mutter nicht, warum ihr Sohn PLÖTZLICH per Mail den Kontakt zu ihr abbricht. Er würde sie nicht hassen, sie sei ihm einfach scheißegal, habe er geschrieben.</p>
<p>Da frage ich mich dann immer: Hat sie wirklich keine Ahnung? Ist sie <a href="http://umgang-mit-narzissten.de/definition-narzissmus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">narzisstisch</a>? Ein Kind bricht doch nicht von heute auf morgen den Kontakt zu seiner Mutter ab! Fragen über Fragen und nur die beiden hätten sie sich beantworten können.</p>
<p>Damit meine ich: Reden, reden, reden! In <strong>Beziehung</strong> gehen! Versuchen zu verstehen! Nicht immer gleich alles hinschmeißen und was Neues suchen. Aneinander arbeiten. Eventuell sogar anstreben, den Konflikt in einer gemeinsamen Therapie zu lösen, wenn sich alle darüber einig sind.</p>
<p>Und wenn auch das nicht funktioniert und man sich nur noch weh tut und schlecht fühlt&#8230; DANN würde ich wohl auch sagen: Okay. Das war&#8217;s. Ich hau ab.</p>
<p><!--Clip_XXXX_170707_130040_398--></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/">Wenn Erziehungsstile kollidieren</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
