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	<title>Eltern &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Eltern &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 17:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Paare sich dazu entscheiden, ein gemeinsames Kind zu bekommen, schweben sie womöglich auf Wolke 7 und haben wenig Vorstellungen, wie das Elternsein so ist, es sei denn, sie haben schon Kinder aus anderen Beziehungen, dann wissen sie in etwa, was auf sie zukommt. Mama und Papa zu werden, ist etwas Großartiges und Überwältigendes ohne ... <a title="Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/krise-ueberwinden-das-erste-jahr-mit-kind/" aria-label="Mehr zu Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wenn Paare sich dazu entscheiden, ein gemeinsames Kind zu bekommen, schweben sie womöglich auf Wolke 7 und haben wenig Vorstellungen, wie das <strong>Elternsein</strong> so ist, es sei denn, sie haben schon Kinder aus anderen Beziehungen, dann wissen sie in etwa, was auf sie zukommt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mama und Papa zu werden, ist etwas Großartiges und <strong>Überwältigendes</strong> ohne Frage, doch sollten sich Pärchen über gewisse Dinge schon vor der Geburt des kleinen Menschen klar sein und zusammen über Erwartungen, Ängste und <strong>Herausforderungen</strong> sprechen, damit später in der <strong>Neugeborenenzeit</strong> nicht das “böse” <strong>Erwachen</strong> kommt. </span></p>
<p><span id="more-13199"></span></p>

<h2>Krise überwinden &#8211; Als Paar durch die Neugeborenenzeit</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Paar alleine lebt man so in den Tag hinein, das ändert sich schlagartig, wenn das Baby dann da ist. Plötzlich dreht sich alles um dieses kleine Wunder auf Erden. Alles muss sich <strong>neu sortieren</strong>. Jeder seine Rolle neu finden. Pärchenzeit ist rar und es liegt nun in der Hand des Paares, Lücken für liebevolle Zeiten zu finden, um sich gegenseitige <strong>Aufmerksamkeit </strong>und Wertschätzung zu schenken. </span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-im-erste-jahr-ueberwinden.jpg" alt="Krise-im-erste-Jahr-überwinden" width="381" height="801" /></p>
<h2>Meine Geschichte</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich beschloss Mama zu werden, malte ich mir alles rosig aus, aber hatte nicht wirklich den geringsten Schimmer, wie es dann in der <strong>Realität</strong> aussehen könnte. Ich dachte an süße kleine Babyfüße, an das erste Lächeln meines Babys und an eine erste tolle Kennenlern- und <strong>Kuschelzeit</strong>. Dann kam alles anders, darauf komme ich gleich zurück. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer heutigen Zeit, wo viele Familien nicht mehr unter einem Dach leben, sehen wir eher selten andere Mamas und wie sie mit ihren Babys umgehen. Uns fehlt einfach die <strong>Erfahrung</strong>, Vorbilder und auch die Unterstützung des Mehrgenerationenhaushalts. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber nun zurück zu mir. </span></p>

<h2><strong>Die Geburt</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Geburt meines ersten Sohnes wollte ich nicht in einem Krankenhaus stattfinden lassen. Ich fühlte mich dort zu <strong>fremdbestimmt</strong> und nicht wohl, hatte ich schon viele negative Berichte dazu gehört und gelesen. Also suchte ich mir ein Geburtshaus, wo ich mich wohl fühlte und mir die Hebammen auch <strong>sympathisch</strong> waren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Tag der Geburt musste ich aber leider Gottes <strong>gewaltvolle</strong> und unangekündigte Interventionen erfahren, sodass ich erst einmal, ja ich würde sagen,<strong> traumatisiert</strong> war. Ich brauchte einige Wochen, um das Ganze zu verdauen. Warum ich euch das erzähle? Weil es nicht egal ist, wie wir <strong>gebären</strong>, ganz zu schweigen davon, wie wir selber geboren werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wollte die erste Kuschelzeit eigentlich genießen, konnte es aber nicht wirklich, weil ich psychisch gar nicht anwesend war, und die <strong>Hormone</strong> trugen noch zusätzlich ihren Teil dazu bei. Erst nach 2-3 Wochen kam ich wieder zu mir und konnte mich besser auf mein frisch geborenes <strong>Baby</strong> einlassen. Ich hatte einiges aufzuholen und wünsche jeder Frau eine <strong>gewaltfreie</strong> und selbstbestimmte Geburt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frauen, die unter der Geburt Gewalt erleben, brauchen umso mehr die <strong>Unterstützung</strong> und das Verständnis des Partners. Die bekam ich auf jeden Fall auch. Es geht mir darum, dass man sich vorher im Klaren ist, wo man <strong>gebären</strong> möchte und was man auf keinen Fall möchte. Es ist wichtig, dass der Partner dann da ist, um die Frau aufzufangen und ihr den nötigen Halt zu geben, <strong>psychisch</strong> wie emotional. Denn das kann die Beziehung zueinander auf jeden Fall auf die Probe stellen, sollte der Mann nicht für die Frau da sein und sie sich alleine und verlassen mit ihren Gedanken und <strong>Verletzungen</strong> fühlen. </span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13238 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Krise überwinden-das-1.-jahr.jpg" alt="Das_erste_Jahr" width="680" height="430" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span><span style="font-weight: 400;"> </span></span></p>
<p><b>Such dir eine Geburtsstätte aus, wo du ein gutes Gefühl hast. Wo du dich sicher und gut aufgehoben fühlst. Du kannst das leicht daran erkennen, wenn du dir ein Krankenhaus oder Geburtshaus genau anschaust. Wie geht das Personal miteinander um? Gibt es Stress und Hektik, sodass du annehmen musst, unter der Geburt nicht gut versorgt zu werden? Habe bei der Geburt deinen Partner oder eine andere vertraute Person dabei, die für dich das Wort &#8211; in der wohl sensibelsten Phase deines Lebens &#8211; erheben kann. Schreibe einen Geburtsplan, in dem steht, was du möchtest und was du auf keinen Fall möchtest. Sei selbstbestimmt, vertraue auf dich und auf deinen Körper. </b></p>
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<h2><strong>Der Umgang mit dem Kind</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die heutige <strong>Elternschaft</strong>, zumindest ein großer Teil von ihnen, möchte mit ihren Kindern anders umgehen, als sie es selbst einst erlebten. Sie nehmen Abstand vom Schreien lassen (lies mehr zum Thema schreien lassen in meinem Beitrag  <a href="https://www.milchtropfen.de/was-schreien-lassen-mit-deinem-baby-macht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Was schreien lassen mit deinem Baby macht&#8220;</a>),</span><span style="font-weight: 400;"> <strong>Strafen</strong> und anderer psychischer und physischer Gewalt. Sie leben bedürfnis-, bindungs- und <strong>beziehungsorientiert</strong>, weil sie spüren, dass dies der bessere Umgang mit dem Kind ist. Sie <strong>reflektieren</strong> sich selbst und schauen auf die Bedürfnisse hinter dem kindlichen Verhalten. So weit so gut. Was aber, wenn sich beide Partner nicht einig sind? Wenn der Eine einen anderen Umgang mit dem Kind pflegt als der Andere? <strong>Konflikte</strong> vorprogrammiert. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich persönlich habe vor der Geburt meines ersten Sohnes damit begonnen, Bücher zum Thema <strong>Bindung</strong> und Beziehung zu lesen. Habe in Blogs rumgestöbert, um zu schauen, was Kinder eigentlich brauchen. All das habe ich damals an meinen Partner herangetragen, es fühlte sich stimmig für mich an, mein Baby nicht schreien zu lassen, es mit im <strong>Familienbett</strong> schlafen zu lassen, es zu stillen, zu tragen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für meinen <strong>Partner</strong> fühlte es sich glücklicherweise auch stimmig an, sodass wir meist an einem Strang zogen. Trotzdem unterscheidet sich unser “Erziehungsstil”, weil Männer und <strong>Frauen</strong> da einfach auch anders ticken und das ist auch gut so. Der Papa soll ja nicht so sein, wie die Mama und andersherum auch nicht, das wäre viel zu langweilig, hat doch jeder seinen eigenen guten <strong>Part</strong> beizutragen. </span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span></p>
<p><b>Informier dich vorher und spreche mit deinem Partner darüber, wie genau ihr euer gemeinsames Kind aufziehen möchtet. Du kannst schauen, ob ihr da auch auf einer Wellenlänge liegt. Ihr könnt euch gegenseitig dabei unterstützen und euch reflektieren, wenn ihr merkt, es läuft nicht so, wie ihr es gerne hättet. </b></p>
<p><b>Eure eigene Kindheit spielt da auch eine wesentliche Rolle, weil wir automatisch die Erziehungsmuster unserer Eltern übernehmen. Bei manchen muss die eigene Kindheit erst mit therapeutischer Hilfe aufgearbeitet werden, damit sie es schaffen, wirklich liebevoll und auf Augenhöhe mit dem Kind umzugehen. Ihr müsst nicht perfekt sein, das geht auch gar nicht! Aber schaut, dass es euch und dem Kind dabei gut geht. </b></p>
<h2><strong>Alleine zuhause mit dem Neugeborenen</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich hatte glücklicherweise das Privileg, dass ich nie <strong>alleine</strong> mit meinem ersten und auch nicht mit meinem zweiten Sohn war, denn mein Partner arbeitet von zu Hause aus. Natürlich gab es hier und da schon Geschäftsreisen, auf die er uns auch gelegentlich mitnahm, aber den Rest der Zeit war er immer da und vor allem in der Anfangszeit. Ich für meinen Teil war froh, nicht alleine zu sein und einen Partner zu haben, der schon ein <strong>Kind</strong> aus einer anderen Beziehung hatte und sich somit gut auskannte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für Frauen, bei denen der Mann aber von frühs bis abends arbeiten ist, kann es sehr <strong>herausfordernd</strong> sein. Sie fühlen sich vielleicht im Stich gelassen und gerade in der Anfangszeit mit dem ersten Kind auch überfordert und <strong>hilflos</strong>, vor allem dann, wenn sich Probleme, wie z. B. vieles Schreien oder <strong>Stillprobleme</strong> , von den mehrfach unterbrochenen Nächten und dem damit verbundenen <strong>Schlafmangel</strong> mal ganz zu schweigen. </span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13267 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/neugeborenenzeit-krise.jpg" alt="Neugeborenenzeit-Krise" width="680" height="430" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das<strong> seelische Wohlbefinden</strong> der frisch gebackenen Mamas ist von hoher Bedeutung, denn es entscheidet mitunter, wie gut die <strong>Bindung</strong> zwischen Mama und Kind und auch andersherum gelingen kann. Denn nur, wenn die Mama sich gut fühlt, kann sie <strong>feinfühlig</strong> genug auf die Bedürfnisse ihres Babys eingehen. Glücklicherweise gibt es dafür die <strong>Wochenbetthebammen</strong>, die helfen, da sind und immer ein offenes Ohr haben. Denen ihr eure Fragen stellen und eure <strong>Sorgen</strong> mitteilen könnt. </span></p>
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<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp für dich:</span></p>
<p><b>Besorge dir frühzeitig eine Wochenbetthebamme, die dich in der ersten Zeit betreuen kann. Sie kann dir auch eine Verordnung für eine Haushaltshilfe/Familienpflege</b><b> ausstellen.</b></p>
<p><b>Sprich dich mit deinem Partner ab: ob, wie lange und wann genau er seinen Vaterschaftsurlaub nimmt. Jede Frau ist anders, manche wuppen das auch alles alleine, aber ein wenig Unterstützung gerade in der Anfangszeit ist von Vorteil.</b></p>
<p><b>Wenn der Partner aus irgendwelchen Gründen nicht zuhause sein kann, wäre es gut, wenn du dir Hilfe und Unterstützung von Nachbarn, Freunden und der Familie holen kannst. Die dir etwas Warmes zu essen bringen, den Haushalt schmeißen und dir das Baby für einen kurzen Moment abnehmen, damit du unter die Dusche huschen kannst. Wenn du einen großen Gefrierschrank besitzt, kannst du auch vor der Geburt vorkochen und es einfrieren, damit genug zu essen Zuhause ist. </b></p>
<p><b>Und, trefft euch mit anderen Mamas, um euch auszutauschen, gegenseitig zu stärken und damit ihr euch tagsüber nicht so alleine fühlt. </b></p>
<h2><strong>Konflikte in der Elternschaft</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>Rückbildung</strong> der Hormone, das dünne Nervenkostüm und <strong>Übermüdung</strong> können zu Konflikten in der Partnerschaft führen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Zeit mit dem Neugeborenen kann sehr herausfordernd sein und die Mama ist abends froh, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, damit sie sich um sich selber <strong>kümmern</strong> kann. Ich denke, dass da viele Vorstellungen auseinandergehen, denn seien wir mal ehrlich, ist nicht nur die Mama vom Tag crocki und müde, sondern auch der Partner von seiner Arbeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass genau dieses Thema ein gewaltiger <strong>Konfliktherd</strong> werden kann, wenn die Mama sich nicht <strong>wertgeschätzt</strong> fühlt, in dem, was sie tagtäglich leistet, und dem Partner geht es da meist nicht anders. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13244 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen.jpg" alt="Krise-als-Paar-eines-Neugeborenen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Paare <strong>trennen</strong> sich in dieser herausfordernden Phase: </span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">“Dass solche Erfahrungen keine Seltenheit sind, spiegelt sich auch in statistischen Zahlen wider. Bei etwa der Hälfte aller Scheidungen haben die Paare laut Statistischem Bundesamt minderjährige Kinder. 40 Prozent dieser Trennungen finden bereits im ersten Jahr nach der Geburt des ersten Kindes statt.“</span></i><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich denke, dass mit etwas Unterstützung, Absprachen und Verständnis <strong>Trennungen</strong> vermeidbar wären.</span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span></p>
<p><b>Tauscht euch darüber aus, wie ihr die Abende oder allgemein die Tage, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, gestalten wollt, um mühselige Konflikte zu vermeiden. Versteht euch als Team um gemeinsam aufkommende Konflikte zu lösen. </b></p>
<p><b>Ihr könnt Vereinbarungen treffen, die auf die Bedürfnisse von euch beiden abgestimmt sind, sodass der Partner sich vom Tag erholen kann, genauso wie die Mama auch. Einigt euch darauf, wie ihr die Haushaltsaufteilung gestalten möchtet. Denn anfangs, wenn die Frau zuhause ist und den meisten Teil des Haushalts schmeißt, schleicht sich schnell Gewohnheit für den Partner ein. Sprecht darüber, was euch stört oder was ihr gerne anders hättet, der andere kann es nicht riechen oder Gedanken lesen. Jeder ist auch für sich selbst verantwortlich &#8211; Selbstfürsorge eben. Das musste ich auch erst lernen. </b></p>
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<h2><strong>Der Partner in seiner Rolle </strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Er muss sich auch erst in seiner neuen Rolle als <strong>Papa</strong> finden und sich mit der wenigen Paarzeit arrangieren, wenn die Mama die meiste Zeit mit dem Stillen und der <strong>Pflege</strong> des Babys beschäftigt ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich kann nur <strong>empfehlen</strong>, dass der frisch gebackene Papa auch einen Teil der Pflege übernimmt, damit sich eine gute Bindung zum Kind aufbauen kann. Auch wenn die Papas erst im 2. Lebensjahr eine immer wichtigere Rolle beim Kind spielen, sollte er mit dem Baby <strong>kuscheln,</strong> spielen und es in der Trage tragen. So ist es später auch wahrscheinlicher, dass der Papa das Ins-Bett-Bringen übernehmen kann.</span></p>
<h2><b>Alles auf einen Blick:</b></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die Geburt ist ausschlaggebend für das <strong>emotionale</strong> und psychische Wohlbefinden der Mama </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Achte auf eine gute Geburtsstätte &#8211; schau dir alles gut an, schau, ob du dich wohl fühlst und erstelle einen <strong>Geburtsplan</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Besprich mit deinem Partner, wie genau ihr euer Kind aufziehen möchtet </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Besorge dir so früh wie möglich eine Hebamme für das sensible Wochenbett und auch <strong>Unterstützung</strong> für die Anfangszeit durch Familie, <strong>Nachbarn</strong>, Bekannte oder auch durch eine <strong>Familienpflege</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sprich mit deinem Partner über Dinge, die dir nicht gefallen und schaut zusammen, wie ihr eure <strong>Bedürfnisse</strong> erfüllen könnt, denn niemand kann die Bedürfnisse und Wünsche des anderen erraten <strong>#SELBSTFÜRSORGE</strong> </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Beziehe den <strong>Papa</strong> in die Pflege und Umsorgung des Babys mit ein, damit sich eine stabile <strong>Bindung</strong> entwickelt kann </span></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff6600;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13242 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby.jpg" alt="das-erste-Jahr-mit-Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wünsche euch eine tolle <strong>Schwangerschaft</strong>, eine atemberaubende, selbstbestimmte <strong>Geburt</strong> und eine kuschelige Kennenlernzeit als <strong>Familie</strong>. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sprecht über eure <strong>Erwartungen</strong>, tauscht euch mit anderen Familien aus und haltet euch immer im Hinterkopf, dass ihr nicht perfekt sein müsst. Lasst den <strong>Haushalt</strong> liegen, wenn ihr merkt, dass es euch an eure Grenzen bringt. Sorgt gut für euch und genießt die Zeit als <strong>Eltern</strong>, Paar und auch alleine als Mann und Frau.</span></p>
<p>Wie erging es euch in der ersten Zeit mit Kind? Konntet ihr aufkommende Konflikte gut klären? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!</p>

<p><strong>Quellen</strong></p>
<p>&#8222;<a href="https://www.t-online.de/leben/familie/erziehung/id_56924968/wenn-kinder-zum-trennungsgrund-werden.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trennungsgrund Kind  &#8211; Wenn das Elternsein in die Krise führt</a>&#8220;</p>
<p>&#8222;<a href="https://familienpflege.nbhs.de/vor-dem-ersten-einsatz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vor dem ersten Einsatz</a>&#8222;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/krise-ueberwinden-das-erste-jahr-mit-kind/">Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/verliere-ich-meine-freunde-weil-ich-muttervater-bin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 18:30:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es heißt, wenn man Kind(er) bekommt, würde man seine Freunde verlieren. Weil man merkt, dass man sich fremd geworden ist. Auf einmal völlig andere Interessen hat. Dass einem jetzt Dinge nicht mehr so wichtig sind wie früher. Aber ist das wirklich wahr? Ich verrate dir 7 Gründe, weshalb man seine Freunde wirklich verliert. Verliere ich ... <a title="Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/verliere-ich-meine-freunde-weil-ich-muttervater-bin/" aria-label="Mehr zu Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es heißt, wenn man Kind(er) bekommt, würde man seine <strong>Freunde</strong> verlieren. Weil man merkt, dass man sich fremd geworden ist. Auf einmal völlig andere Interessen hat. Dass einem jetzt Dinge nicht mehr so wichtig sind wie früher.</p>
<p>Aber ist das wirklich wahr? Ich verrate dir 7<strong> Gründe</strong>, weshalb man seine Freunde wirklich <strong>verliert</strong>.</p>
<p><span id="more-7453"></span><div id='c2747_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</h2>
<p>Letztens bekam ich eine Nachricht von einem guten <strong>Freund</strong>, die sich gewaschen hatte. Als ich sie las, musste ich ganz schön schlucken. Er beschwerte sich, dass ich mich wochenlang nicht melde. Dass immer nur er es ist, der den <strong>Kontakt</strong> hält. Ich würde zwar zurückschreiben und Treffen vorschlagen und wir würden uns auch treffen, aber nur, damit ich mich dann wieder wochenlang nicht melden würde. Ich könne mich ja auch einfach mal nur so melden, ohne &#8211; oh Wunder &#8211; konkreten Anlass.</p>
<p>Immer und immer wieder las ich die Zeilen. Ich war erst verletzt. Dann wütend. Wollte ihm eine ordentlich gepfefferte Nachricht zurückschreiben. Wollte mich rechtfertigen und ihn auf den Mond schießen.</p>
<p>Doch dann war ich ruhig. Ich wusste, ich log mir gerade in die eigene Tasche. Ich wusste, er hatte Recht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7463" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft.jpg" alt="Frau schaut übers Meer auf Landschaft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hielt unsere Freundschaft für <strong>selbstverständlich</strong>. Dass ich nicht viel dafür tun müsse. Dass sie von ganz allein laufen würde. Aber Freundschaft ist etwas Lebendiges. Und etwas, das lebendig ist, kann auch <strong>verkümmern</strong> und irgendwann absterben. Wie eine Pflanze, die man nicht umsorgt.</p>
<p>Von daher bin ich diesem guten Freund dankbar. Ich bin dankbar dafür, dass er einfach Tacheles mit mir geredet hat. Er hätte es auch wie andere einfach auslaufen lassen und sich nicht mehr melden können.</p>
<h2>Warum Freundschaften enden</h2>
<p>Viele meiner Freundschaften sind nach der <strong>Geburt</strong> meines Sohnes eingegangen. Erst dachte ich, es liegt daran, weil ich Mutter geworden war.</p>
<p>Heute denke ich anders darüber. Warum enden Freundschaften wirklich? Hierfür gibt es <strong>7 mögliche Gründe</strong>:</p>
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<h3>1. Verunsicherung</h3>
<p>Wenn ein <strong>neuer</strong> Mensch in ein Leben tritt, braucht es immer erst Zeit, damit sich alle aneinander gewöhnen können. Ist doch genau so wie wenn meine Freundin frisch verliebt ist und jetzt erst mal nur ihren neuen Freund treffen will. Ist doch total ok und sollte man ihr auch nicht übel nehmen.</p>
<p>Mit einem Kind ist das nochmal eine ganz andere Sache, finde ich. Für diesen kleinen Menschen ist man nämlich ein Leben lang verantwortlich. Es ist alles neu, man steht total am Anfang und ist voller Sorgen und Ängste. Es braucht einfach <strong>Zeit</strong>, dass man warm geworden ist, sich eingespielt hat, sich besser versteht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7469" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich.jpg" alt="Mann hält schlafendes Baby im Arm, Frau freut sich" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gerade die Anfangszeit, also die <strong>Wochenbettzeit</strong>, fand ich schön, als mich meine Freund*innen besuchen kamen. Die mir was zu Trinken gebracht haben. Mir angeboten haben, den Haushalt zu schmeißen. Die was zu Futtern vorbeigebracht haben (Kartoffelsalat! Köstlich!). Mir den kleinen Piepmatz für wenige Sekunden abnehmen konnten, damit meine Hebamme meinen Bauch abtasten und ihn einmassieren konnte.</p>
<p>Es heißt, <strong>Kinderlose</strong> denken anders. Und das kann durchaus stimmen. Sie können nicht in mich hineinsehen. In mich, die vor Kurzem ein Kind bekommen hat. Womöglich sind sie <strong>verunsichert</strong>, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollen und brauchen Klarheit, Orientierung.</p>
<p>Deshalb bin ICH an der Reihe. Was brauche ich? Können mir meine Freund*innen dabei helfen? Wie? Brauch ich Ruhe und Einsamkeit? Oder fühle ich mich überfordert, hilflos, und sehne mich nach jemandem zum Ausheulen, die/der mir wieder aufhilft?</p>
<h3>2. Überheblichkeit</h3>
<p>Viele Kinderlose berichten, dass sich ihre <strong>Freundin</strong> plötzlich in eine zweite Mutti verwandelt hat und sie wie ein <strong>Kind</strong> behandelt.</p>
<p>Dass ich ein Kind bekommen habe, bedeutet doch nicht, dass meine kinderlosen Freund*innen mit einem Mal <strong>inkompetente</strong> Vollidioten geworden sind.</p>
<p>Warum sollte ich meiner/m Freund/in auf einmal klar machen wollen, dass es draußen kalt ist und sie/er doch nicht allen Ernstes ohne Jacke rausgehen kann? Dass sie/er sich noch nicht die Hände gewaschen hat, seit wir heimgekommen sind. Und sowieso habe ich jetzt durch mein Mutterdasein ja von überhaupt allem mehr Ahnung und werfe ihr/ihm jetzt mein gesamtes Wissen mit all meinen <strong>Ratschlägen</strong> und <strong>Tipps</strong> und Lebensweisheiten um die Ohren&#8230; Ganz ehrlich: Muss das sein?</p>
<p>Würde mich jemand so behandeln, hätte ich auch schon das Weite gesucht.</p>

<h3>3. Intoleranz</h3>
<p>Freundschaft bedeutet für mich Akzeptanz. <strong>Toleranz</strong>. Meine/n Freund/in so nehmen, wie sie/er ist. Ich will sie/ihn nicht ändern und sie/er soll mich nicht ändern wollen.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass es aber welche gibt, die meinen, wenn sie ein Kind (oder mehrere Kinder) haben, dass sie alles besser wüssten und alle um sich herum <strong>ändern</strong> wollen &#8211; gerade die Kinderlosen. Oder dass die Kinderlosen nicht akzeptieren können, dass nicht auch mal der Papa das Kind ins Bett bringen kann, damit ich mal wieder zum Mädelsabend kommen kann.</p>
<p>Für eine Freundschaft ist Intoleranz Gift wie für jede andere <strong>Beziehung</strong> auch. Warum bin ich mit jemandem befreundet, die/den ich ändern will? Oder die/der mich ändern will?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7464" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sind-in-eine-deckel-eingehuellt-und-laecheln.jpg" alt="Frauen sind in eine Deckel eingehüllt und lächeln" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sind-in-eine-deckel-eingehuellt-und-laecheln.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sind-in-eine-deckel-eingehuellt-und-laecheln-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So endete beispielsweise eine Freundschaft abrupt, als ich ein Treffen absagte, weil die Nacht mit meinem Baby der blanke Horror gewesen und ich einfach totmüde war. Meine Freundin war die Tage aus Hamburg angereist &#8211; nicht nur wegen mir, sondern auch wegen anderer Freundschaften &#8211; und sie meldete sich nach meiner Absage einfach nicht mehr.</p>
<p>Genau so ist es, wenn mein/e Freund/in es unangenehm findet, wenn ich mein Kind stille. Weil sie/er das abstoßend findet oder sonstwie. Das kann durchaus das Ende einer Freundschaft bedeuten, wenn sie/er mich nicht so akzeptiert, wie ich bin, nämlich stillend. Sie/Er kann ihre/seine Meinung aber weiterhin haben und ich meine und wir können weiterhin befreundet sein.</p>
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<h3>4. Kompromisslosigkeit</h3>
<p>Für Kinderlose mag es auch schwer zu verstehen sein, dass sich mit Kind wirklich alles ändert. Der Rhythmus, die Prioritäten, Gewohnheiten, Vorlieben, Abneigungen, Interessen, Gesprächsthemen usw. &#8211; alles <strong>verändert</strong> sich.</p>
<p>Wenn mir die Freundschaft zu jemandem wichtig ist, versuche ich, <strong>Kompromisse</strong> zu finden.</p>
<p>Nein, ich kann abends/nachts nicht auf die Party mitkommen oder ins Kino gehen oder mich betrinken oder beim Filmmarathon mitmachen. Aber ich kann Alternativen anbieten, um meine Freund*innen trotzdem zu sehen: Es gibt wunderbare (Kinder-)Cafés, (Indoor-)Spielplätze, Parks, Restaurants, das eigene Zuhause oder das Zuhause der anderen usw.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7465" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kinder-spielen-mit-riesenseifenblasen.jpg" alt="Kinder spielen mit Riesenseifenblasen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kinder-spielen-mit-riesenseifenblasen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kinder-spielen-mit-riesenseifenblasen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Außerdem: Was spricht dagegen, sich tagsüber zu treffen? Warum müssen Erwachsenentreffen zwangsläufig immer abends/nachts stattfinden?</p>
<p>Wenn mir eine Freundschaft zu jemanden etwas <strong>bedeutet</strong>, dann finde ich auch Wege, diese aufrecht zu erhalten.</p>
<h3>5. Egozentrik</h3>
<p>Wie gesagt, kann sich mit Kind wirklich viel in einem verändern. Wie man denkt, fühlt, was einem <strong>wichtig</strong>/unwichtig ist usw.</p>
<p>Auch für mich waren plötzlich ganz andere Themen hochinteressant. Am Liebsten hätte ich die ganze Zeit über Babys, Windeln, Schlafgewohnheiten, Ess- und Trinkverhalten, Spielzeug, Impfen, Gesundheit, Krankheit, Kita usw. geredet.</p>
<p>Doch ich erinnerte mich an die Zeit zurück, in der ich selber noch <strong>kinderlos</strong> war: Ich war Azubine in einer Rechtsanwaltskanzlei. Meine beiden Kolleginnen im Zimmer waren bzw. sind Mütter. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie den ganzen, verdammten Arbeitstag über nichts anderes als ihre Kinder reden konnten. Sophia kommt in die Schule und es tauchen die ersten Probleme auf, weil sie Mathe nicht mag, sondern lieber lesen will, aber sie muss doch auch Mathe üben. Oh Gott, sie hasst die Schule jetzt schon! Der kleine Winfried ist so ein Goldschatz, weil er so süße Geräusche macht!!</p>
<div id='c2590_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Sie fanden es hochinteressant. Ich als Kinderlose hatte absolut null Verständnis für dieses Gelaber. Wirklich. So fies es klingen mag. Aber ich konnte damit nichts anfangen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Kind. Konnte es mir nicht ansatzweise vorstellen und konnte demnach auch absolut nicht kapieren, was es so Faszinierendes an Kindern geben mochte, dass man sich den ganzen Tag darüber unterhielt. Es machte mich aggressiv. Es <strong>nervte</strong> mich.</p>
<p>Und deshalb versuche ich jetzt, wo ich selber Mutter bin, ein <strong>Gleichgewicht</strong> zu halten. Natürlich will ich über meinen Sohn erzählen. Aber meine Freund*innen sind teilweise immer noch kinderlos und wollen sich nicht den ganzen Tag darüber unterhalten. Ihr Leben ging bisher auch weiter. Sie haben andere <strong>Interessen</strong> und wollen auch darüber erzählen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7466" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen.jpg" alt="Frauen sitzen auf einer Bank und lachen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Welt dreht sich nicht nur um mich. Das will ich damit sagen.</p>
<h3>5. Einseitigkeit</h3>
<p>Zu einer Freundschaft gehören immer zwei. Mindestens.</p>
<p>Es ist wie bei jenem guten Freund, den ich oben erwähnt hatte. Wo immer nur er es war, der sich meldete.</p>
<p>Aber Freundschaft ist beidseitig. Wenn eine/r immer nur gibt und macht und tut und die/der andere im <strong>Gegenzug</strong> immer nur nimmt und nie etwas macht und tut, dann ist es kein Wunder, wenn die Freundschaft im Sande verläuft. Dann wird aus jener Freundschaft nur noch ein Facebookprofil in einer langen Freundschaftsliste, das nur aus Höflichkeit nicht gelöscht wird.</p>
<h3>6. Rumgedruckse</h3>
<p>Ein tolles Wort: Rumdrucksen! Ich liebe es! Das trifft es nämlich haargenau. Wenn sich jemand nicht <strong>auszudrücken</strong> weiß und so vor sich hin stammelt. Um den heißen Brei redet. Nicht auf den Punkt kommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7467" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick.jpg" alt="Frau senkt den Blick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Ehrlichkeit</strong> ist das A und O in einer Freundschaft. Ohne sie geht gar nichts. Eine Freundschaft, die weder <strong>Kritik</strong> noch Meinungsverschiedenheiten aushält, ist keine Freundschaft.</p>
<p>Wenn mich stört, dass meine Freund*innen sich immer nur abends zum Saufgelage treffen wollen, dann muss ich das ansprechen. Alternativen anbieten. Über meine Sorgen und Wünsche reden. Und nicht einfach eingeschnappte Leberwurst spielen, nichts unternehmen, aber hoffen, dass sie was unternehmen, und sie dann ziehen lasse, wenn sie es nicht tun. Zumindest nicht, wenn mir die Freundschaft wichtig ist.</p>
<p>Wenn meine Freund*innen eher von der Sorte sind, die <strong>unterschwellig</strong> mitteilen, dass sie mit etwas nicht einverstanden sind, dann muss &#8211; zumindest sehe ich das so &#8211; Klartext geredet werden.</p>
<p>Ich kann mit diesem &#8222;Ich ignoriere dich jetzt, weil ich sauer auf dich bin&#8220;-Quatsch absolut nicht umgehen. Macht mich aggressiv, weil meine Mutter auch immer so drauf war und ist. Hat mich als Kind zutiefst verletzt, als Jugendliche tierisch abgenervt und als Erwachsene kann ich nur noch mit den Augen rollen und den Kopf schütteln, weil es mir mittlerweile zu blöd geworden ist. Das ist doch Kindergarten.</p>
<p>Das heißt: Wenn jemand ein Problem hat, soll sie/er das direkt ansprechen und nicht versuchen, es indirekt mitteilen zu wollen. Menschen können keine Gedanken lesen und wissen, was im Kopf der/des anderen vor sich geht. Was sie/ihn stört.</p>
<h3>7. Alte Zeiten betrauern</h3>
<p>&#8222;Ja, ich weiß, es war&#8217;ne geile Zeit&#8230;&#8220; singt Juli in ihrem Lied &#8222;<strong>Geile Zeit</strong>&#8220; und es ist wahr. Es war eine geile Zeit, nachts loszuziehen, tanzen zu gehen bis früh am Morgen. Alkohol trinken, geile Musik hören, die erste Liebe, Shishabar und und und&#8230; War wirklich eine tolle Zeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7471" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend.jpg" alt="Freundinnen ziehen durch die Gegend" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber für mich als Mutter ist diese Zeit vorbei.</p>
<p>Ich kann durchaus verstehen, dass einige Freunde diesen alten Zeiten nachtrauern. Dass es auch Freunde gibt, die diese alten Zeiten nicht gehen lassen wollen und können. Die weiterhin auf <strong>Party</strong> gehen und stundenlang Filme ansehen, sich dabei Chips und Alkopops reinziehen und nichts anders in ihr Leben lassen wollen. Das ist bedauerlich, weil es womöglich das Ende einer guten Freundschaft bedeutet, aber Reisende (oder Feiernde?) soll man nicht aufhalten.</p>
<p>Wenn jemandem unsere Freundschaft wichtig genug ist, wird sie/er es verkraften, mich eine Zeit lang nicht bzw. nie wieder unter einer Discokugel zu treffen.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Freundschaften <strong>sterben</strong> nicht ab, weil man jetzt Mutter oder Vater geworden ist. Es sind die vielen, kleinen Dinge, die sich daraus entwickeln. Dass man andere ändern will und nicht so akzeptiert wie sie sind bzw. geworden sind. Dass einem die Freundschaft nicht wichtig genug ist, Kompromisse zu finden, überhaupt erst einmal Zeit füreinander zu finden. Auch über Dinge zu reden, die einen nicht interessieren, die/den Freund/in aber schon. Weil die Welt sich auch für andere weiterdreht und man nicht der Mittelpunkt des Universums ist.</p>
<p>Freundschaften gehen ein, weil man verunsichert ist und nicht weiß, was man tun oder sagen kann. Weil man den Mut verloren hat, zu sagen, was einem nicht gefällt oder dass man Hilfe braucht. Man will niemanden <strong>verletzen</strong>, aber eine Freundschaft sollte Ehrlichkeit und die Tatsache, dass nicht alle gleich sind, verkraften können.</p>
<p>Wir sollten miteinander <strong>reden</strong> und nicht unsere Freundschaften auf&#8217;s Spiel setzen, bloß, weil wir anderer Meinung geworden sind, andere Interessen haben, und meinen, wir würden uns voneinander entfernen. Freundschaften sind so wichtig. Wir müssen sie hegen und pflegen und dürfen sie nicht verkümmern lassen. Zumindest nicht, wenn sie uns wichtig sind.</p>
<p>Was würdest du deiner/m Freund/in jetzt gern sagen?<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/verliere-ich-meine-freunde-weil-ich-muttervater-bin/">Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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