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	<title>Empathie &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Empathie &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 13:33:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230; Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu verstehen, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein Versöhnungsgespräch zu schaffen. &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger? ... <a title="&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger/" aria-label="Mehr zu &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230;</p>
<p>Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu <strong>verstehen</strong>, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein <strong>Versöhnungsgespräch</strong> zu schaffen.</p>
<p><span id="more-13465"></span></p>
<h2>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</h2>
<p>Ich bin mit einer Freundin und den Kindern auf dem Spielplatz verabredet. Die Kinder beschäftigen sich gerade allein, wir nutzen die Zeit, setzen uns auf die Bank und quatschen ein bisschen. Die ältere Tochter meiner Freundin geht den Kindern hinterher, die inzwischen über den Zaun geklettert sind und jetzt die BMX Strecke hoch und runter jagen. Ich freue mich, dass sich Oliver schön auspowert und plaudere weiter&#8230;</p>
<p>Nach etwa einer Viertelstunde kommt die Tochter meiner Freundin zu uns:&#8220;Da <strong>ärgern</strong> uns zwei Jungs.&#8220; Meine Freundin und ich sind uns einig, dass nicht gleich zwei Erwachsene da rüber marschieren müssen, also erkläre ich mich bereit, nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13485" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg" alt="Olle Petze - Was steckt wirklich hinter Ärger I Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Ich nehme die Abkürzung über den Zaun, sehe mich nach ihnen um, und erkenne sie in der Ferne des Platzes. Sie stehen in einer kleinen Gruppe von fünf Kindern da und scheinen irgend etwas zu bereden. Find ich gut, denk ich mir, <strong>streiten</strong> und <strong>diskutieren</strong> muss ja auch irgendwie gelernt werden&#8230;</p>
<p>Nur bleibt es leider nicht beim friedlichen Diskurs. Olivers Freund wirft seinen Gegenüber nun mit einem gezielten Karatemove zu Boden und tritt mit einem Kick nach. Oliver steht unsicher daneben und weiß sich nicht zu helfen. &#8222;HEY! STOPP! WAS IST DENN HIER LOS?!&#8220;, rufe ich zu den Kindern rüber, in der Hoffnung, somit Zeit zu schinden, bis ich ganz bei ihnen bin.</p>
<p>Das Rüberschreien hat geholfen. Die <strong>Kinder</strong> blicken hoch, der Junge am Boden rappelt sich auf und ich steh vor ihnen. &#8222;So. Was ist hier los?&#8220;, frage ich ein wenig außer Atem. Olivers Freund geht gleich in die <strong>Verteidigung</strong>:&#8220;Der (Der ist der Junge, der gerade noch am Boden lag) hat angefangen, der hat mich geschubst.&#8220; und dann fügt er noch etwas leiser hinzu:&#8220;Und ich mag das überhaupt nicht, dass sie <strong>gepetzt</strong> hat&#8230;&#8220;</p>
<p>Um das Thema &#8222;Gleiches mit Gleichem vergelten&#8220; schreibe ich in einem anderen Beitrag, mir geht es heute einzig und allein darum, zu verstehen, warum Olivers Freund am Ende so sauer auf seine Schwester war, die doch eigentlich nur <strong>Hilfe</strong> holen wollte.</p>

<h2>Was bedeutet Petzen?</h2>
<p>Das Wort &#8222;<strong>Petzen</strong>&#8220; wird entweder als Substantiv (die Petze, die Petzerin, der Petzer) oder als Verb verwendet und meint:</p>
<blockquote><p>&#8222;(besonders einer Lehrperson, den Eltern o. Ä.) mitteilen, dass ein anderer etwas Unerlaubtes, Unrechtmäßiges o. Ä. getan hat&#8220; &#8211; www.duden.de</p></blockquote>
<h2>Worum geht es Petzen?</h2>
<p>Wenn ich das Wort &#8222;petzen&#8220; wertfrei beschreiben möchte, geht es also darum, den Eltern (oder wem auch immer) mitzuteilen, was Person X getan hat&#8230; Und deshalb ist der Bruder auf seine Schwester <strong>sauer</strong>? Weil sie sagt, was vorgefallen ist?</p>
<p>Vielleicht hilft es ja, wenn wir uns mal in die Lage von Petzen hineinversetzen. Worum geht es Petzen denn eigentlich?</p>
<h3>1. Orientierung, Klarheit</h3>
<p>Wenn sich Kinder streiten und dieser Streit dann <strong>eskaliert</strong>, indem sie z.B. handgreiflich werden wie in der obigen Situation, fühlen sich die Personen, die das mitbekommen, womöglich <strong>unsicher</strong>. Sie wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Also entscheiden sie sich, jemand Erwachsenes um Hilfe zu bitten, von dem sie ausgehen, dass sie/er für Klarheit sorgen wird, denn die verfügen schon über mehr Erfahrung und wissen bestimmt, was jetzt zu tun ist. Petzen geht es also um <strong>Klarheit</strong>, Orientierung in einer für sie unsicheren Situation.</p>
<h3>2. Schutz, Gerechtigkeit</h3>
<p>Wenn Kinder etwas beobachten, das sie in ihrem Wertesystem als &#8222;nicht ok&#8220; einstufen, sich aber gleichzeitig nicht in der Lage sehen, zu helfen, weil die/der Täter*in stärker oder einfach bedrohlich wirkt, sind Erwachsene eine gute <strong>Strategie</strong>, um das Opfer als auch sich selbst zu <strong>schützen</strong> &#8211; schließlich sind Erwachsene in der Lage, auch bei Handgreiflichkeiten dazwischen zu gehen.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13490" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg" alt="Erwachsene schlichtet zwischen Kindern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Gedanken, die sich hinter Ärger verstecken</h2>
<p>Olivers Freund <strong>ärgerte</strong> sich also über seine Schwester, die <strong>gepetzt</strong> hatte. Wenn wir uns ärgern, liegt die <strong>Ursache</strong> in den Gedanken und Urteilen, die wir dabei haben. Gedanken, wie z.B.:</p>
<p><em>&#8222;Sie hat mich verraten.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Ich kann ihr nicht vertrauen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie will ja nur, dass Mama böse auf mich ist und mich anmeckert.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie mag mich nicht.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie denkt, ich schaffe das nicht allein, dabei bin ich schon groß und kann das selber!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie glaubt nicht an mich.&#8220;</em></p>
<p>Auch <strong>Glaubenssätze</strong> können in solchen Situationen zum Vorschein kommen, die uns z.B. sagen <em>&#8222;Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.&#8220;.</em></p>
<p>All diese <strong>Gedanken</strong>, die Olivers Freund womöglich gedacht haben könnte, überblenden seine eigentlichen, tiefer liegenden <strong>Gefühle</strong>, die zu fühlen viel unangenehmer wären, wie z.B. Trauer und Enttäuschung. Wenn wir uns mit solchen Gedanken ablenken lassen, verlieren wir aber aus den Augen, um was es uns eigentlich geht, also was unsere eigentlichen <strong>Bedürfnisse</strong> sind. Was könnte das z.B. sein?</p>
<h3>1. Vertrauen</h3>
<p>Was passiert, nachdem jemand einem Erwachsenen mitgeteilt hat, was Person X &#8222;Falsches&#8220; getan hat? In der, sage ich mal, konservativen Erziehung werden, nachdem ein Kind etwas scheinbar &#8222;Falsches&#8220; getan hat, Strafen verhängt.</p>
<p>Petzen werden also nicht als Unterstützung gesehen, als jemand, der einfach nur Hilfe durch einen Erwachsenen sucht, sondern als Verräter, die einen bei den Erwachsenen verpfeifen und wegen derer man dann bestraft wird. Petzen kann man demnach nicht (ver-)trauen &#8211; und gerade das ist ja für in Gemeinschaft lebenden Menschen wichtig, um sich <strong>sicher</strong> und <strong>geborgen</strong> zu fühlen. Kann also auch etwas mit <strong>Sicherheit</strong>, <strong>Schutz</strong> zu tun haben.</p>

<h3>2. Gesehen werden</h3>
<p>Wenn Erwachsene zu einer Situation dazu geholt werden, die sie nicht von Anfang an mitbekommen haben, können sie sich nur darauf verlassen, was ihnen von den Beteiligten erzählt wird. Ich als Erwachsene, die später hinzugeholt werde, oder auch die Mama von Olivers Freund, <strong>interpretieren</strong> die Situation also danach, was uns erzählt wird. Ich z.B. habe gar nicht gesehen, wie die anderen Jungs die Kinder geärgert haben, sondern habe nur gesehen, wie sich die Kinder unterhalten und wie dann der andere Junge von Olivers Freund zu Boden geworfen und getreten wurde.</p>
<p>Vielleicht hatte Olivers Freund Angst davor, dass sein Verhalten falsch interpretiert wird und er am Ende als der <strong>Böse</strong> da steht. &#8222;Du trittst einen am Boden liegenden Jungen? Was stimmt nicht mit dir? Du setzt dich jetzt so lange auf die Bank, bis ich sage, dass du wieder spielen gehen kannst.&#8220; &#8211; zum Beispiel. Dabei wollte er vielleicht einfach nur sich und seinen Freund, Oliver, vor den Jungs <strong>beschützen</strong>, von denen sie laut Aussage der Schwester geärgert wurden. Hier geht es also ums <strong>gesehen werden</strong>, richtig hinschauen und zuhören.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13491" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Selbstwirksamkeit</h3>
<p>Vielleicht wollen Kinder auch nicht, dass sich <strong>Erwachsene</strong> mit einmischen, weil sie ihre Probleme gerne selber austragen möchten. Sie möchten eigene Strategien zur <strong>Problembewältigung</strong> entwickeln. Es geht also eher darum, <strong>selbstwirksam</strong> zu sein, statt die Erwachsenen es nach ihren eigenen Vorstellungen lösen zu lassen. &#8222;Vertrau mir, dass ich diesen Streit auch selber lösen kann.&#8220; &#8211; da sind wir dann wieder beim Vertrauen. Vertrauen von der Schwester, dass man das auch ohne die Hilfe eines Erwachsenen schafft.</p>
<h3>4. Integrität</h3>
<p>Für manche Erwachsene mag ein &#8222;Ihr gebt euch jetzt die Hand und damit hat sich der Streit.&#8220; eine angemessene Lösung des <strong>Konflikts</strong> sein, für Kinder vielleicht aber nicht, vor allem, wenn sie merken, dass es keine von Herzen kommende Entschuldigung war. Sie möchten ihre Probleme also nach ihren eigenen Wertvorstellungen angehen, sie möchten sich <strong>integer</strong> verhalten.</p>

<h2>Empathie für beide Seiten</h2>
<p>Wenn ich mich so in Olivers Kumpel hineinversetze, dann bin ich plötzlich nicht mehr ärgerlich auf meine Schwester, ich bin stattdessen <strong>traurig</strong>, weil ich als großer Junge gesehen werden möchte, der seine Probleme ohne die Mama lösen kann. Ich wünsche mir, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, dass ich nicht als der Böse, sondern als der gesehen werde, der sich für seine Freunde einsetzt und sie beschützt. Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil ich gedacht habe, dass meine große Schwester hinter mir steht, zu mir hält.</p>
<p>Das sind natürlich jetzt alles nur Gedankenexperimente, die zutreffen könnten, aber nicht müssen. Ich finde solche <strong>Übungen</strong>, sich in andere hineinzuversetzen, aber sehr hilfreich, vor allem bei Streitereien. Auf diese Weise kann ich nun beide Seiten besser verstehen und ihr Verhalten <strong>nachvollziehen</strong>, was wiederum beim späteren Vermitteln zwischen beiden <strong>hilfreich</strong> ist.</p>
<p>Ich könnte also erstmal versuchen, <strong>herauszufinden</strong>, um was es dem Bruder und der Schwester ging, und Fragen stellen. &#8222;Hast du dir Sorgen um deinen kleinen Bruder gemacht, weil du gesehen hast, wie die Jungs ihn geärgert haben, und wolltest ihm helfen? Warst du unsicher, wie du dich bei diesem <strong>Streit</strong> verhalten kannst, und hast mich deshalb geholt?&#8220; Je nachdem, ob die Vermutung zutrifft oder eben auch nicht, führt man dann das Gespräch weiter.</p>
<p>Genau das Gleiche dann beim Bruder. &#8222;Hast du dich geärgert, weil du gedacht hast, dass deine Schwester dir nicht zutraut, den Streit allein zu schlichten? Wünschst du dir ihr Vertrauen, dass du die Sache selber regeln kannst? Hattest du Sorge, dass wir Erwachsenen euren Streit nach unseren Vorstellungen regeln? Ist es dir wichtig, selber zu entscheiden, was bei eurem Streit zu tun ist?&#8220;</p>
<p>Das sind wie gesagt alles nur Fragen, die man stellen könnte. Natürlich bombardiert man Kinder nicht gleich mit einem Haufen Fragen, sondern lässt sie ausreden und gibt dann wieder, was passiert ist. Die obigen <strong>Fragen</strong> dienen wirklich nur dazu, sich vorzustellen, was man in solchen Momenten sagen könnte.</p>
<p>Ich bin mir sicher, wenn wir es schaffen, uns in beide Seiten hineinzuversetzen und dann Vermutungen anstellen, ins Gespräch miteinander kommen, dass wir dann auf einem guten Weg sind, einander besser zu verstehen und Streitereien wie <strong>Missverständnisse</strong> aus der Welt zu schaffen.</p>
<p>Hast du noch ein paar Ideen, um was es beiden womöglich ging oder möchtest du selber mal von einem miterlebten Streit berichten? Dann erzähl mir gerne mehr davon unten in den Kommentaren.</p>
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		<title>&#8222;Die ist ja total überfordert.&#8220; &#8211; Appell zu mehr Empathie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2018 07:00:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann und ich waren vor einiger Zeit mit unserem Sohn einkaufen, als wir eine Mutter mit ihren drei Kindern bemerkten. Sie war ebenfalls im Supermarkt, um einzukaufen. Zumindest versuchte sie es, denn sie war mit ihren drei Rabauken sichtlich überfordert. Von jenem einschneidenden Ereignis möchte ich dir heute gern erzählen, denn meine Reaktion und ... <a title="&#8222;Die ist ja total überfordert.&#8220; &#8211; Appell zu mehr Empathie" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/die-ist-ja-total-ueberfordert-appell-zu-mehr-empathie/" aria-label="Mehr zu &#8222;Die ist ja total überfordert.&#8220; &#8211; Appell zu mehr Empathie">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Mann und ich waren vor einiger Zeit mit unserem Sohn einkaufen, als wir eine <strong>Mutter</strong> mit ihren drei Kindern bemerkten. Sie war ebenfalls im Supermarkt, um einzukaufen. Zumindest versuchte sie es, denn sie war mit ihren drei Rabauken sichtlich <strong>überfordert</strong>.</p>
<p>Von jenem einschneidenden Ereignis möchte ich dir heute gern erzählen, denn meine <strong>Reaktion</strong> und die meines Mannes auf diese überforderte Mutter hätte unterschiedlicher nicht sein können&#8230;</p>
<p><span id="more-9206"></span></p>
<h2> &#8222;Die ist ja total überfordert.&#8220;</h2>
<p>Anfangs musste ich ein wenig schmunzeln, als ich die Mutter mit ihren Kindern &#8222;kämpfen&#8220; sah. Ich hatte es schon mit EINEM nicht leicht, einzukaufen, weil <a href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-rennt-staendig-weg/" rel="noopener">mein Kind ständig wegrannte</a>. Wie soll es dieser Mutter da mit ihren dreien ergehen, alle noch im <strong>Kleinkindalter</strong>, total aufgekratzt und wild und laut &#8211; wie Kinder nunmal sind.</p>
<p>Ich erledigte unseren Einkauf weiter, während der Papa sich mit dem Kleinen beschäftigte. Hin und wieder lief mir die Mutter über den Weg, die allmählich immer <strong>lauter</strong> mit ihren <strong>Kindern</strong> redete. Sie tat mir Leid. Sie muss einen (vielleicht sogar dringenden) Einkauf erledigen, muss ihre Kinder dafür mitnehmen (ist womöglich alleinerziehend), kann die aber auch nicht im Supermarkt Scheibe spielen lassen, immerhin hat sie auch eine Aufsichtspflicht zu erfüllen. Gar nicht so einfach, dabei die Nerven beisammen zu halten und ruhig und verständnisvoll zu sein. Ich verstand sie total, aber ich wusste keinen Weg, ihr zu helfen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-9465" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/die-ist-ja-total-ueberfordert-appell-zu-mehr-empathi.jpg" alt="Die ist ja total überfordert - Appell zu mehr Empathi | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/die-ist-ja-total-ueberfordert-appell-zu-mehr-empathi.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/die-ist-ja-total-ueberfordert-appell-zu-mehr-empathi-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/die-ist-ja-total-ueberfordert-appell-zu-mehr-empathi-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Stress pur</h2>
<p>Als wir die Kasse ansteuerten, war auch die Mutter mit den Einkäufen (und mit den Nerven) fertig und reihte sich vor uns ein. Die Kinder wuselten um sie herum, rannten weg, kamen von ihrem Streifzug mit der einen oder anderen Beute zurück, die die Mutter noch bezahlen sollte, was sie verneinte, weil sich ihre Kinder nicht anständig benahmen, was wiederum zu noch mehr <strong>Frustration</strong> führte. Und so schaukelte es sich mit der Zeit immer höher und höher.</p>
<p>Mittlerweile war ich selbst total <strong>gestresst</strong> von der Situation. Statt wie zuvor mitfühlend der Mutter gegenüber zu sein, <strong>verurteilte</strong> ich sie nun in meinen Gedanken. Sie setzte Süßigkeiten und die Lieblingssendung der Kinder als Druckmittel ein, damit sie machten, was sie wollte &#8211; ein Erziehungsmittel, das ich für absolut inakzeptabel hielt. Aber ich hielt den Mund, konzentrierte mich darauf, es nicht an mich heranzulassen, und wartete ungeduldig darauf, dass es gleich vorbei sein würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9228 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/aergerlicher-frau-qualmen-die-ohren.jpg" alt="Ärgerlicher Frau qualmen die Ohren" width="680" height="430" /></p>
<p>Und was tat mein Mann? Der griff einfach ohne zu fragen in den Einkaufswagen der Mutter und&#8230; legte ihre Sachen aufs Band&#8230;<br />
&#8222;Ich <strong>helfe</strong> Ihnen mal.&#8220;, sagte er, und lud weiter auf, während die Mutter etwas verdattert daneben stand. &#8222;Danke&#8230;&#8220;, stammelte sie, während nun auch die Kinder die Situation beobachteten, in der sich die beiden kurz miteinander austauschten. Was allerdings nur kurz anhielt, denn schon bald ging das Rumgerenne von vorne los, was die Aufmerksamkeit der Mutter verlangte und sie erneut laut werden ließ.</p>
<p>Als mein Mann fertig mit Aufladen war, ging er einem Kind nach, das sich an der Eistruhe befand, und redete in <strong>Ruhe</strong> mit ihm. Dass seine Mutter es suche und dass es zu ihr gehen solle. Das funktionierte zwar nicht so, wie gewollt, und das Kind blieb weiterhin an seinem Platz, aber ich merkte, dass sich die <strong>Stimmung</strong> etwas gelockert hatte.</p>
<p>Am Ende gab es nochmal viel Frustration bei Mutter und Kindern, weil sie ihnen aufgrund ihres Ungehorsams ihre Lieblingssendung für den Abend verweigerte, aber das ist es nicht, was mich so verwundert und gleichzeitig bewundernd zurückließ.</p>

<h2>Verurteilen</h2>
<p>Obwohl es schon eine ganze Weile her ist, erinnere ich mich noch genau an das <strong>Verhalten</strong> meines Mannes, was für mich so einen einschneidenden Eindruck hinterlassen hat.</p>
<p>Ich meine, wie würde ich mich fühlen, wäre ich diese Mutter von drei Kindern, die alle nicht hören und grad einfach nur am Rad drehen? Ich wäre einfach total überfordert, denke ich. Das Letzte, was ich in dieser Situation bräuchte, wären verurteilende <strong>Blicke</strong> und <strong>Kommentare</strong> anderer Leute drum herum, die sich das ganze Spektakel einfach nur ansehen und sich womöglich denken:&#8220; Sind ja nicht meine Kinder. Ist nicht mein Problem. Geht mich nichts an. Aber wie die Kinder sich verhalten&#8230; und die Mutter erst&#8230; das geht ja mal gar nicht!&#8220;</p>
<p>Dann zeigen sie ihren <strong>Missmut</strong> noch mit strafenden Blicken, brubbeln dir etwas im Vorbeigehen zu &#8211; zu leise, als dass man es verstehen könnte, jedoch laut genug, dass man weiß, dass diese Nachricht einem selbst galt &#8211; und der Teufelskreis ist geschaffen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9226 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/finger-zeigen-auf-verzweifelte-frau.jpg" alt="Finger zeigen auf verzweifelte Frau" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/finger-zeigen-auf-verzweifelte-frau.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/finger-zeigen-auf-verzweifelte-frau-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ja, ich habe diese Momente auch schon einige Male erleben müssen. Es war schrecklich! Ich hätte mir in dieser oder in der Situation der Mutter einfach jemanden gewünscht, der mich versteht, statt jemanden, der dumm daneben steht und mich <strong>verurteilt</strong>, wie es bei mir gemacht wurde und wie ich es selbst auch getan hatte (wenn auch nur gedanklich).</p>
<p>Ich hätte mir wohl jemanden wie meinen Mann herbei gewünscht. Jemanden, der einfach mit <strong>anpackt</strong>, ohne zu fragen, weil ich sonst eh gedacht hätte, es wäre eine Floskel gewesen, die ich freundlich ablehnen müsste. Jemanden, der mir kurz die Last abnimmt, mich um die Einkäufe und meine drei Flitzpiepen gleichzeitig zu kümmern. Eine kleine Verschnaufpause. Ein paar <strong>aufbauende Worte</strong> zum Kraft schöpfen.</p>

<h2>Empathie</h2>
<p>Ich habe mir diesen Tag sehr zu Herzen genommen, hat er mir doch gezeigt, wie schnell ich andere Menschen verurteile, obwohl ich absolut nichts über sie weiß.</p>
<p>Eine Mutter fährt ihr Baby auf dem Spielplatz eine gefühlte Ewigkeit spazieren. Das Baby schreit und brüllt, doch sie macht keine Anstalten, es aus dem Kinderwagen zu holen oder anderweitig zu beruhigen. Mein Stresslevel steigt ins Unermessliche, während ich sie beobachte. Ich werde wütend und denk mir nur so:&#8220;Die lässt ihr Baby schreien. Was für eine blöde Kuh!&#8220;.</p>
<p>Aber weiß ich etwas über sie? Hatte sie eine anstrengende Nacht hinter sich? Hat sie ein Baby mit sehr starken Bedürfnissen, das 24/7 im Schreimodus ist? Wie war ihr Tag? Was hat sie erlebt? War er vielleicht anfangs ganz nett und kippte irgendwann? Hat sie gerade einfach einen miesen Tag, wie ihn jede/r mal hat? Hat sie momentan einen harten Schicksalsschlag zu überwinden? Oder ist sie tatsächlich immer so genervt und laut und streng und überfordert? Ich weiß es nicht.</p>
<p>Eine Mutter ist mit ihren Söhnen  auf dem Spielplatz und will gehen. Ihre Söhne aber nicht. Kurzerhand schmeißt sie das Kinderrad, das sie gerade noch gehalten hatte, hin, stapft zu ihren Kindern und zerrt sie mit dem Kommentar &#8222;Wenn ich sage, wir gehen, dann gehen wir.&#8220; vom Spielplatz, während die beiden bitterlich weinen.</p>
<p>Was denke ich? Du kannst es dir sicher schon denken. Ich hatte wahrlich keine positiven Gedanken für diese Mutter übrig. Ich verurteilte sie, obwohl ich nur diese relativ kurze Szene beobachtet hatte. Ich wusste nichts über sie. Nicht, wie sie als Kind aufgewachsen ist. Wie sie von Erwachsenen behandelt wurde. Ich wusste nicht, wie lange sie schon mit ihren Kindern dort auf dem Spielplatz war, was sie noch vorhatte, nichts.</p>
<p>Durch unsere Begegnung im Supermarkt habe ich erst wirklich verstanden: <strong>Verurteilungen</strong>, böse Blicke und schnippische Kommentare machen es nur schlimmer. Und sie bringen rein gar nichts.</p>
<p><strong>Verständnis</strong> ist das Wundermittel. <strong>Mitgefühl</strong>. <strong>Empathie</strong>. <strong>Hilfsbereitschaft</strong>. Eine nette Geste wie, jemandem die schweren Einkaufstüten abzunehmen. Ein paar aufbauende Worte wie &#8222;Ich kenn das.&#8220;. Ein mitfühlendes Lächeln. Das ist es, was uns Kraft gibt. Denn wir sind liebevolle Eltern, die ihr bestmögliches für ihre Kinder geben, aber manchmal sind auch unsere Reserven aufgebraucht und dann brauchen wir jemanden, der für uns da ist, so, wie wir sonst immer für unsere Kinder da sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9227 alignnone" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/mann-hilft-anderem-mann-den-berg-hoch.jpg" alt="Mann hilft anderem Mann den Berg hoch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/mann-hilft-anderem-mann-den-berg-hoch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/03/mann-hilft-anderem-mann-den-berg-hoch-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aus diesem Grund sag ich mir jedes Mal, wenn ich merke, dass ich gerade jemanden verurteile: Was könnte der <strong>positivste Grund</strong> sein, weshalb sich diese Person gerade so verhält? Was für ein <strong>Bedürfnis</strong> könnte bei ihr gerade eine Durststrecke durchlaufen? Was hätte ich an ihrer Stelle in diesem Moment gebraucht? Kann ich das für diese Person jetzt machen, damit es ihr womöglich besser geht?</p>
<p>Ich will weg davon, andere Leute zu verurteilen, weil es einfach nichts bringt. Es macht mich einfach nur wütend und ohnmächtig. Entwickel ich stattdessen Verständnis für das Handeln jener Personen und kann eventuell sogar noch helfen, ist jeder/m geholfen: Der überforderten Mutter bzw. dem überforderten Vater (oder wem auch immer), den Kindern, meinem Kind, mir selbst, ja, sogar den Menschen um uns herum.</p>
<p>Hattest du auch schonmal so einen Moment der Überforderung erlebt &#8211; bei dir oder anderen Personen? Was hättest du bzw. was, glaubst du, hätte dieser Mensch in diesem Moment am Meisten gebraucht?<br />
</p>
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