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		<title>&#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2017 17:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>*** TRIGGERWARNUNG: Essenszwang *** Als Kind habe ich so gut wie alles gegessen. Und immer so viel, bis mir fast der Bauch platzte. Uff! Doch eines Tages gab es Rosenkohl und ich wollte ihn &#8211; obwohl noch nie gegessen &#8211; nicht einmal probieren. Sollten Kinder dazu angehalten werden, wenigstens mal zu probieren? Meine Meinung steht ... <a title="&#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/probier-wenigstens-mal/" aria-label="Mehr zu &#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>*** TRIGGERWARNUNG: Essenszwang ***</p>
<p>Als Kind habe ich so gut wie alles gegessen. Und immer so viel, bis mir fast der Bauch platzte. Uff!</p>
<p>Doch eines Tages gab es Rosenkohl und ich wollte ihn &#8211; obwohl noch nie gegessen &#8211; nicht einmal <strong>probieren</strong>.</p>
<p>Sollten Kinder dazu angehalten werden, wenigstens mal zu probieren? Meine Meinung steht fest&#8230;<span id="more-56"></span></p>
<h2>&#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;</h2>
<p>Wir saßen alle am runden Essenstisch im Wohnzimmer: Meine Eltern, meine Schwester und ich. Wie alt ich war, kann ich nicht genau sagen. Bestimmt schon im Grundschulalter.</p>
<p>Jedenfalls kochte meine Mutter am Wochenende immer lecker. Wochentags hatte sie nämlich keine Zeit wegen ihres Vollzeitjobs; ich aß dann in der Schulkantine.</p>
<p>Doch dieses Mal wollte sie wohl was Neues ausprobieren, weshalb es Rosenkohl gab.</p>
<p><strong>Rosenkohl</strong> hatte ich zuvor zwar noch nie gegessen, doch war ich fest davon überzeugt, dass er mir nicht schmecken würde. Diese grünen, runden Kohlklöpschen sahen schon so aus (und rochen auch so), als würden sie mir nicht schmecken. Ich fing also an, alles bis auf den Rosenkohl aufzuessen.</p>
<p>Meine Mutter bemerkte natürlich, dass etwas übrig geblieben war, und beharrte nun darauf, dass ich wenigstens mal probieren solle. Ich <strong>weigerte</strong> mich. Ganz klar. Schließlich wusste ich am Besten, was mir schmeckte und was nicht. Was ich probieren wollte und was nicht.</p>
<h2>Jetzt reicht&#8217;s</h2>
<p>Die anfängliche Bitte meiner Mutter artete dann über die Zeit so aus, dass ich den <strong>Tisch</strong> nicht eher verlassen durfte, bis dass ich wenigstens einmal vom Rosenkohl probiert hätte.</p>
<p>Die anderen wollten natürlich nicht so lange warten, bis ich mich überwunden hatte, und verließen nacheinander den Tisch, um sich anderen Dingen zu widmen. Das Besteck und Geschirr war abgeräumt und meine Mutter in der Küche, um abzuwaschen. Mein Vater und meine Schwester machten irgendwas, nur nicht &#8211; wie ich &#8211; am Tisch festsitzen.</p>
<p>Keine Ahnung, wie lange ich da saß und vor mich hin grollte. Ich war wütend! Empört! Stinksauer! Und fuchsteufelswild! Ich wünschte meiner Mutter alles erdenklich Schlechte, weil sie mich dazu zwang, dieses Zeug zu essen, obwohl ich es nicht wollte. Innerlich wünschte ich mir, sie würde einsehen, dass es <strong>gemein</strong> von ihr gewesen war, mich zum Probieren zu zwingen, aber sie war mit mir schon zu sehr im vermeintlichen <strong>Machtkampf</strong> verwickelt, dass es für sie wohl kein Zurück mehr gab.</p>
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<h2>Kapitulation</h2>
<p>Wie lange es letztendlich gedauert hatte, bis ich mir dann doch ein winzig kleines Stück vom Rosenkohl angewidert in den Mund schob, weiß ich nicht mehr. Es war das geringere <strong>Übel</strong>, wenn ich mir vorstellte, stattdessen den Rest meines Lebens an diesem Tisch sitzen zu müssen.</p>
<p>Dass der Rosenkohl nicht so bitter schmeckte, wie ursprünglich angenommen, machte das miese Gefühl in mir aber auch nicht besser.</p>
<p>Ich wurde gezwungen. Mir wurde zwar nicht, wie so manch anderem armen Wurm das Essen unter körperlicher Gewalt in den Mund gestopft, aber es war auch nicht angenehm, <strong>gezwungen</strong> zu werden, etwas zu essen, das ich nicht essen wollte, indem man mir nicht eher gestattete, den Tisch zu verlassen, bis ich wenigstens mal probiert hatte.</p>
<p>Das ist es, was diese Erinnerung an das Rosenkohlessen so unerträglich für mich macht. Das <strong>Gefühl</strong>, dass jemand über deinen Körper entscheidet. Dir begreiflich macht, dass du nichts, aber auch gar nichts dagegen tun kannst, dich dagegen aufzulehnen. Du willst es nicht, aber das zählt nicht. Du darfst diesen beschissenen Tisch nicht eher verlassen, bis dass dieses winzig kleine Stück Rosenkohl in deinem Mund gelandet ist, du gekaut und es heruntergeschluckt hast.</p>
<h2>Das i-Tüpfelchen</h2>
<p>Was das damalige Verhalten meiner Mutter noch <strong>unbegreiflicher</strong> macht, kam erst Jahre später ans Tageslicht, als sie mir erzählte, sie wäre damals von ihrer Mutter &#8211; meiner Oma &#8211; ebenfalls gezwungen worden, etwas zu essen, das sie nicht <strong>essen</strong> wollte. Ihr wurde gedroht, sie dürfe sonst nicht mithelfen, den Weihnachtsbaum zu schmücken.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7564" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-schmollt-vor-teller-mit-brokkoli.jpg" alt="Kind schmollt vor Teller mit Brokkoli" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-schmollt-vor-teller-mit-brokkoli.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-schmollt-vor-teller-mit-brokkoli-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Meine Mutter war anscheinend ein noch größerer Dickschädel als ich, denn sie aß keinen einzigen Bissen davon und durfte dann zur <strong>Bestrafung</strong> auch nicht den Baum schmücken.</p>
<p>Warum sie genau dieses Szenario mit ihrer eigenen Tochter &#8211; mir &#8211; Jahre später nachspielen musste, begreife ich nicht. Es ist absurd! Und macht mich unfassbar wütend. Sie hätte hier &#8211; in ihrer eigenen Erziehung &#8211; aus dem <strong>Teufelskreis</strong> ausbrechen können. Tat es aber nicht. Sie wusste, was sie mir damit antun würde, schließlich hatte sie es selbst einst als Kind miterlebt, und war trotzdem der Meinung, es genau so handhaben zu müssen. Warum???</p>

<h2>Mein Kind muss nicht probieren</h2>
<p>Was mich diese Erinnerung gelehrt hat: Niemals werde ich mein Kind &#8211; oder sonst jemanden &#8211; <strong>zwingen</strong>, etwas (auf) zu essen, wenn es das nicht will. Weder mit <strong>Bestrafung</strong>, noch mit <strong>Belohnung</strong>, körperlicher <strong>Gewalt</strong> oder sonst irgendwie. Und nein, mein Kind muss noch nicht mal probieren, auch, wenn es dieses und jenes noch gar nicht kennt und noch gar nicht wissen kann, ob es ihm <strong>schmeckt</strong> oder nicht.</p>
<p>Natürlich ist es schade, wenn ich etwas gekocht habe, was mein Sohn dann nicht anrührt. Ich habe mir Mühe gegeben. Zeit investiert. Trotzdem ist mein <strong>Selbstwertgefühl</strong> oder unsere Beziehung nicht davon abhängig, ob mein Kind mein Essen mag oder nicht. Ich akzeptiere es, wenn mein Sohn auch mal etwas eklig findet und nicht essen oder probieren will. Dann biete ich Alternativen an, damit er nicht hungern muss.</p>
<p>Bei uns gibt es kein Lob fürs Probieren oder Aufessen, keine Bestrafung fürs Nichtprobieren oder Nicht(auf)essen. Keine <strong>Manipulation</strong> in Form von &#8222;Sonst scheint die Sonne nicht.&#8220; oder &#8222;Dann bin ich aber traurig.&#8220;. Ich mache kein <strong>Spiel</strong> daraus, indem ich den Löffel in ein Flugzeug verwandel, das in seinem Mund landen will.</p>
<p>Essen ist bei uns, was es ist: eine ganz natürliche Sache, die nicht als Druckmittel eingesetzt wird. Essen wird bei uns mit <strong>Spaß</strong>, angenehmer Atmosphäre, gemütlichem Beisammensein, Entspannung, manchmal aber auch mit wilder Unterhaltung verbunden.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7547" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick.jpg" alt="Kind lacht beim Picknick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich finde es schön, dass mein Sohn auch mal Sachen probiert, die ich nie im Leben angerührt hätte. Rote Bete. Oliven. So komme ich auch mal dazu, Neues auszuprobieren. Im Umkehrschluss lässt er sich von unseren <strong>Vorlieben</strong> auch sehr gern anstecken. Sowohl mein Mann als auch ich sind wahre Sushi-Fans. Wir lieben Sushi. Unser Sohn mag übrigens die Avocado Maki am Liebsten.</p>
<p>Ja, ich muss sagen, dass Essen bei uns ziemlich entspannt abläuft. Die Zeit war gekommen, mich meiner Vergangenheit zu stellen.</p>
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<h2>Kriegsbeil begraben</h2>
<p>19 Jahre etwa habe ich dieses grüne Gemüse nicht angerührt. Das war wohl der sogenannte <strong>Garcia-Effekt</strong>, über den Dr. Herbert Renz-Polster in seinem Buch <a href="http://amzn.to/2gtr61z" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Kinder verstehen: Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt&#8220;</a>* schreibt: <em>&#8222;Hat ein Nahrungsmittel einmal Übelkeit oder Erbrechen ausgelöst (&#8230;), so wird es langfristig abgelehnt. Eine einzige schlechte Erfahrung reicht dabei aus, um das jeweilige Nahrungsmittel jahrelang zu meiden (&#8230;).&#8220;</em></p>
<p>19 Jahre (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) sollte es dauern, bis ich mit der Vergangenheit und dem Rosenkohl Frieden schließen wollte und mir ein Rosenkohlrezept aussuchte. Es versprach, ganz lecker zu sein, also probierte ich es aus. Weil ICH es wollte. Weil mich niemand dazu <strong>zwang</strong>. Ich entschied selber, ob und wann ich damit reinen Tisch machen würde.</p>
<p>Am Ende hat es mir trotzdem nicht geschmeckt, aber ich hatte selbst entschieden, der Vitamin C Bombe noch eine Chance zu geben. Niemand hatte mich gezwungen, niemand hatte mich gebeten. Es war meine <strong>Entscheidung</strong>. Und damit konnte ich das Kapitel Rosenkohl endlich ad acta legen.</p>
<p>Was aber wäre gewesen, wenn ich nie zum Probieren gezwungen worden wäre? Wenn es mir weiterhin <strong>angeboten</strong>, aber freigestellt worden wäre, ob ich es essen möchte oder nicht? Hätte das Vorbild meiner Schwester und meiner Eltern, die gern Rosenkohl essen, gereicht, damit ich ihn auch irgendwann mal probiert hätte? Hätte ich Rosenkohl irgendwann auch mal gern gegessen, wenn man mir die Zeit damit gegeben hätte?</p>
<p>Hätte, hätte, Fahrradkette &#8211; Ich kann nur drüber spekulieren. Aber ich bin heilfroh, dass mit mir das Thema Essenszwang endlich ein Ende gefunden hat.</p>
<p>Wenn dich das immer noch nicht beruhigt und du dir weiterhin Sorgen um dein Kind machst, weil es so ein &#8222;schlechter Esser&#8220; ist, empfehle ich dir das o.g. Buch von Dr. Herbert Renz-Polster sowie das Buch <a href="http://amzn.to/2g1IIAW" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Mein Kind will nicht essen&#8220;</a>* von Dr. Carlos González.</p>
<p>Wurdest du schon mal zum Essen gezwungen? Konntest du deinen Frieden damit finden?<br />
</p>
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		<title>Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 18:30:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es heißt, wenn man Kind(er) bekommt, würde man seine Freunde verlieren. Weil man merkt, dass man sich fremd geworden ist. Auf einmal völlig andere Interessen hat. Dass einem jetzt Dinge nicht mehr so wichtig sind wie früher. Aber ist das wirklich wahr? Ich verrate dir 7 Gründe, weshalb man seine Freunde wirklich verliert. Verliere ich ... <a title="Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/verliere-ich-meine-freunde-weil-ich-muttervater-bin/" aria-label="Mehr zu Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es heißt, wenn man Kind(er) bekommt, würde man seine <strong>Freunde</strong> verlieren. Weil man merkt, dass man sich fremd geworden ist. Auf einmal völlig andere Interessen hat. Dass einem jetzt Dinge nicht mehr so wichtig sind wie früher.</p>
<p>Aber ist das wirklich wahr? Ich verrate dir 7<strong> Gründe</strong>, weshalb man seine Freunde wirklich <strong>verliert</strong>.</p>
<p><span id="more-7453"></span><div id='c7159_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Verliere ich meine Freunde, weil ich Mutter/Vater bin?</h2>
<p>Letztens bekam ich eine Nachricht von einem guten <strong>Freund</strong>, die sich gewaschen hatte. Als ich sie las, musste ich ganz schön schlucken. Er beschwerte sich, dass ich mich wochenlang nicht melde. Dass immer nur er es ist, der den <strong>Kontakt</strong> hält. Ich würde zwar zurückschreiben und Treffen vorschlagen und wir würden uns auch treffen, aber nur, damit ich mich dann wieder wochenlang nicht melden würde. Ich könne mich ja auch einfach mal nur so melden, ohne &#8211; oh Wunder &#8211; konkreten Anlass.</p>
<p>Immer und immer wieder las ich die Zeilen. Ich war erst verletzt. Dann wütend. Wollte ihm eine ordentlich gepfefferte Nachricht zurückschreiben. Wollte mich rechtfertigen und ihn auf den Mond schießen.</p>
<p>Doch dann war ich ruhig. Ich wusste, ich log mir gerade in die eigene Tasche. Ich wusste, er hatte Recht.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7463" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft.jpg" alt="Frau schaut übers Meer auf Landschaft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-schaut-uebers-meer-auf-landschaft-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hielt unsere Freundschaft für <strong>selbstverständlich</strong>. Dass ich nicht viel dafür tun müsse. Dass sie von ganz allein laufen würde. Aber Freundschaft ist etwas Lebendiges. Und etwas, das lebendig ist, kann auch <strong>verkümmern</strong> und irgendwann absterben. Wie eine Pflanze, die man nicht umsorgt.</p>
<p>Von daher bin ich diesem guten Freund dankbar. Ich bin dankbar dafür, dass er einfach Tacheles mit mir geredet hat. Er hätte es auch wie andere einfach auslaufen lassen und sich nicht mehr melden können.</p>
<h2>Warum Freundschaften enden</h2>
<p>Viele meiner Freundschaften sind nach der <strong>Geburt</strong> meines Sohnes eingegangen. Erst dachte ich, es liegt daran, weil ich Mutter geworden war.</p>
<p>Heute denke ich anders darüber. Warum enden Freundschaften wirklich? Hierfür gibt es <strong>7 mögliche Gründe</strong>:</p>
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<h3>1. Verunsicherung</h3>
<p>Wenn ein <strong>neuer</strong> Mensch in ein Leben tritt, braucht es immer erst Zeit, damit sich alle aneinander gewöhnen können. Ist doch genau so wie wenn meine Freundin frisch verliebt ist und jetzt erst mal nur ihren neuen Freund treffen will. Ist doch total ok und sollte man ihr auch nicht übel nehmen.</p>
<p>Mit einem Kind ist das nochmal eine ganz andere Sache, finde ich. Für diesen kleinen Menschen ist man nämlich ein Leben lang verantwortlich. Es ist alles neu, man steht total am Anfang und ist voller Sorgen und Ängste. Es braucht einfach <strong>Zeit</strong>, dass man warm geworden ist, sich eingespielt hat, sich besser versteht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7469" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich.jpg" alt="Mann hält schlafendes Baby im Arm, Frau freut sich" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mann-haelt-schlafendes-baby-im-arm-frau-freut-sich-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gerade die Anfangszeit, also die <strong>Wochenbettzeit</strong>, fand ich schön, als mich meine Freund*innen besuchen kamen. Die mir was zu Trinken gebracht haben. Mir angeboten haben, den Haushalt zu schmeißen. Die was zu Futtern vorbeigebracht haben (Kartoffelsalat! Köstlich!). Mir den kleinen Piepmatz für wenige Sekunden abnehmen konnten, damit meine Hebamme meinen Bauch abtasten und ihn einmassieren konnte.</p>
<p>Es heißt, <strong>Kinderlose</strong> denken anders. Und das kann durchaus stimmen. Sie können nicht in mich hineinsehen. In mich, die vor Kurzem ein Kind bekommen hat. Womöglich sind sie <strong>verunsichert</strong>, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollen und brauchen Klarheit, Orientierung.</p>
<p>Deshalb bin ICH an der Reihe. Was brauche ich? Können mir meine Freund*innen dabei helfen? Wie? Brauch ich Ruhe und Einsamkeit? Oder fühle ich mich überfordert, hilflos, und sehne mich nach jemandem zum Ausheulen, die/der mir wieder aufhilft?</p>
<h3>2. Überheblichkeit</h3>
<p>Viele Kinderlose berichten, dass sich ihre <strong>Freundin</strong> plötzlich in eine zweite Mutti verwandelt hat und sie wie ein <strong>Kind</strong> behandelt.</p>
<p>Dass ich ein Kind bekommen habe, bedeutet doch nicht, dass meine kinderlosen Freund*innen mit einem Mal <strong>inkompetente</strong> Vollidioten geworden sind.</p>
<p>Warum sollte ich meiner/m Freund/in auf einmal klar machen wollen, dass es draußen kalt ist und sie/er doch nicht allen Ernstes ohne Jacke rausgehen kann? Dass sie/er sich noch nicht die Hände gewaschen hat, seit wir heimgekommen sind. Und sowieso habe ich jetzt durch mein Mutterdasein ja von überhaupt allem mehr Ahnung und werfe ihr/ihm jetzt mein gesamtes Wissen mit all meinen <strong>Ratschlägen</strong> und <strong>Tipps</strong> und Lebensweisheiten um die Ohren&#8230; Ganz ehrlich: Muss das sein?</p>
<p>Würde mich jemand so behandeln, hätte ich auch schon das Weite gesucht.</p>

<h3>3. Intoleranz</h3>
<p>Freundschaft bedeutet für mich Akzeptanz. <strong>Toleranz</strong>. Meine/n Freund/in so nehmen, wie sie/er ist. Ich will sie/ihn nicht ändern und sie/er soll mich nicht ändern wollen.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass es aber welche gibt, die meinen, wenn sie ein Kind (oder mehrere Kinder) haben, dass sie alles besser wüssten und alle um sich herum <strong>ändern</strong> wollen &#8211; gerade die Kinderlosen. Oder dass die Kinderlosen nicht akzeptieren können, dass nicht auch mal der Papa das Kind ins Bett bringen kann, damit ich mal wieder zum Mädelsabend kommen kann.</p>
<p>Für eine Freundschaft ist Intoleranz Gift wie für jede andere <strong>Beziehung</strong> auch. Warum bin ich mit jemandem befreundet, die/den ich ändern will? Oder die/der mich ändern will?</p>
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<p>So endete beispielsweise eine Freundschaft abrupt, als ich ein Treffen absagte, weil die Nacht mit meinem Baby der blanke Horror gewesen und ich einfach totmüde war. Meine Freundin war die Tage aus Hamburg angereist &#8211; nicht nur wegen mir, sondern auch wegen anderer Freundschaften &#8211; und sie meldete sich nach meiner Absage einfach nicht mehr.</p>
<p>Genau so ist es, wenn mein/e Freund/in es unangenehm findet, wenn ich mein Kind stille. Weil sie/er das abstoßend findet oder sonstwie. Das kann durchaus das Ende einer Freundschaft bedeuten, wenn sie/er mich nicht so akzeptiert, wie ich bin, nämlich stillend. Sie/Er kann ihre/seine Meinung aber weiterhin haben und ich meine und wir können weiterhin befreundet sein.</p>
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<h3>4. Kompromisslosigkeit</h3>
<p>Für Kinderlose mag es auch schwer zu verstehen sein, dass sich mit Kind wirklich alles ändert. Der Rhythmus, die Prioritäten, Gewohnheiten, Vorlieben, Abneigungen, Interessen, Gesprächsthemen usw. &#8211; alles <strong>verändert</strong> sich.</p>
<p>Wenn mir die Freundschaft zu jemandem wichtig ist, versuche ich, <strong>Kompromisse</strong> zu finden.</p>
<p>Nein, ich kann abends/nachts nicht auf die Party mitkommen oder ins Kino gehen oder mich betrinken oder beim Filmmarathon mitmachen. Aber ich kann Alternativen anbieten, um meine Freund*innen trotzdem zu sehen: Es gibt wunderbare (Kinder-)Cafés, (Indoor-)Spielplätze, Parks, Restaurants, das eigene Zuhause oder das Zuhause der anderen usw.</p>
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<p>Außerdem: Was spricht dagegen, sich tagsüber zu treffen? Warum müssen Erwachsenentreffen zwangsläufig immer abends/nachts stattfinden?</p>
<p>Wenn mir eine Freundschaft zu jemanden etwas <strong>bedeutet</strong>, dann finde ich auch Wege, diese aufrecht zu erhalten.</p>
<h3>5. Egozentrik</h3>
<p>Wie gesagt, kann sich mit Kind wirklich viel in einem verändern. Wie man denkt, fühlt, was einem <strong>wichtig</strong>/unwichtig ist usw.</p>
<p>Auch für mich waren plötzlich ganz andere Themen hochinteressant. Am Liebsten hätte ich die ganze Zeit über Babys, Windeln, Schlafgewohnheiten, Ess- und Trinkverhalten, Spielzeug, Impfen, Gesundheit, Krankheit, Kita usw. geredet.</p>
<p>Doch ich erinnerte mich an die Zeit zurück, in der ich selber noch <strong>kinderlos</strong> war: Ich war Azubine in einer Rechtsanwaltskanzlei. Meine beiden Kolleginnen im Zimmer waren bzw. sind Mütter. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie den ganzen, verdammten Arbeitstag über nichts anderes als ihre Kinder reden konnten. Sophia kommt in die Schule und es tauchen die ersten Probleme auf, weil sie Mathe nicht mag, sondern lieber lesen will, aber sie muss doch auch Mathe üben. Oh Gott, sie hasst die Schule jetzt schon! Der kleine Winfried ist so ein Goldschatz, weil er so süße Geräusche macht!!</p>
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<p>Sie fanden es hochinteressant. Ich als Kinderlose hatte absolut null Verständnis für dieses Gelaber. Wirklich. So fies es klingen mag. Aber ich konnte damit nichts anfangen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Kind. Konnte es mir nicht ansatzweise vorstellen und konnte demnach auch absolut nicht kapieren, was es so Faszinierendes an Kindern geben mochte, dass man sich den ganzen Tag darüber unterhielt. Es machte mich aggressiv. Es <strong>nervte</strong> mich.</p>
<p>Und deshalb versuche ich jetzt, wo ich selber Mutter bin, ein <strong>Gleichgewicht</strong> zu halten. Natürlich will ich über meinen Sohn erzählen. Aber meine Freund*innen sind teilweise immer noch kinderlos und wollen sich nicht den ganzen Tag darüber unterhalten. Ihr Leben ging bisher auch weiter. Sie haben andere <strong>Interessen</strong> und wollen auch darüber erzählen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7466" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen.jpg" alt="Frauen sitzen auf einer Bank und lachen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frauen-sitzen-auf-einer-bank-und-lachen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Welt dreht sich nicht nur um mich. Das will ich damit sagen.</p>
<h3>5. Einseitigkeit</h3>
<p>Zu einer Freundschaft gehören immer zwei. Mindestens.</p>
<p>Es ist wie bei jenem guten Freund, den ich oben erwähnt hatte. Wo immer nur er es war, der sich meldete.</p>
<p>Aber Freundschaft ist beidseitig. Wenn eine/r immer nur gibt und macht und tut und die/der andere im <strong>Gegenzug</strong> immer nur nimmt und nie etwas macht und tut, dann ist es kein Wunder, wenn die Freundschaft im Sande verläuft. Dann wird aus jener Freundschaft nur noch ein Facebookprofil in einer langen Freundschaftsliste, das nur aus Höflichkeit nicht gelöscht wird.</p>
<h3>6. Rumgedruckse</h3>
<p>Ein tolles Wort: Rumdrucksen! Ich liebe es! Das trifft es nämlich haargenau. Wenn sich jemand nicht <strong>auszudrücken</strong> weiß und so vor sich hin stammelt. Um den heißen Brei redet. Nicht auf den Punkt kommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7467" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick.jpg" alt="Frau senkt den Blick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-senkt-den-blick-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Ehrlichkeit</strong> ist das A und O in einer Freundschaft. Ohne sie geht gar nichts. Eine Freundschaft, die weder <strong>Kritik</strong> noch Meinungsverschiedenheiten aushält, ist keine Freundschaft.</p>
<p>Wenn mich stört, dass meine Freund*innen sich immer nur abends zum Saufgelage treffen wollen, dann muss ich das ansprechen. Alternativen anbieten. Über meine Sorgen und Wünsche reden. Und nicht einfach eingeschnappte Leberwurst spielen, nichts unternehmen, aber hoffen, dass sie was unternehmen, und sie dann ziehen lasse, wenn sie es nicht tun. Zumindest nicht, wenn mir die Freundschaft wichtig ist.</p>
<p>Wenn meine Freund*innen eher von der Sorte sind, die <strong>unterschwellig</strong> mitteilen, dass sie mit etwas nicht einverstanden sind, dann muss &#8211; zumindest sehe ich das so &#8211; Klartext geredet werden.</p>
<p>Ich kann mit diesem &#8222;Ich ignoriere dich jetzt, weil ich sauer auf dich bin&#8220;-Quatsch absolut nicht umgehen. Macht mich aggressiv, weil meine Mutter auch immer so drauf war und ist. Hat mich als Kind zutiefst verletzt, als Jugendliche tierisch abgenervt und als Erwachsene kann ich nur noch mit den Augen rollen und den Kopf schütteln, weil es mir mittlerweile zu blöd geworden ist. Das ist doch Kindergarten.</p>
<p>Das heißt: Wenn jemand ein Problem hat, soll sie/er das direkt ansprechen und nicht versuchen, es indirekt mitteilen zu wollen. Menschen können keine Gedanken lesen und wissen, was im Kopf der/des anderen vor sich geht. Was sie/ihn stört.</p>
<h3>7. Alte Zeiten betrauern</h3>
<p>&#8222;Ja, ich weiß, es war&#8217;ne geile Zeit&#8230;&#8220; singt Juli in ihrem Lied &#8222;<strong>Geile Zeit</strong>&#8220; und es ist wahr. Es war eine geile Zeit, nachts loszuziehen, tanzen zu gehen bis früh am Morgen. Alkohol trinken, geile Musik hören, die erste Liebe, Shishabar und und und&#8230; War wirklich eine tolle Zeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7471" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend.jpg" alt="Freundinnen ziehen durch die Gegend" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/freundinnen-ziehen-durch-die-gegend-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber für mich als Mutter ist diese Zeit vorbei.</p>
<p>Ich kann durchaus verstehen, dass einige Freunde diesen alten Zeiten nachtrauern. Dass es auch Freunde gibt, die diese alten Zeiten nicht gehen lassen wollen und können. Die weiterhin auf <strong>Party</strong> gehen und stundenlang Filme ansehen, sich dabei Chips und Alkopops reinziehen und nichts anders in ihr Leben lassen wollen. Das ist bedauerlich, weil es womöglich das Ende einer guten Freundschaft bedeutet, aber Reisende (oder Feiernde?) soll man nicht aufhalten.</p>
<p>Wenn jemandem unsere Freundschaft wichtig genug ist, wird sie/er es verkraften, mich eine Zeit lang nicht bzw. nie wieder unter einer Discokugel zu treffen.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Freundschaften <strong>sterben</strong> nicht ab, weil man jetzt Mutter oder Vater geworden ist. Es sind die vielen, kleinen Dinge, die sich daraus entwickeln. Dass man andere ändern will und nicht so akzeptiert wie sie sind bzw. geworden sind. Dass einem die Freundschaft nicht wichtig genug ist, Kompromisse zu finden, überhaupt erst einmal Zeit füreinander zu finden. Auch über Dinge zu reden, die einen nicht interessieren, die/den Freund/in aber schon. Weil die Welt sich auch für andere weiterdreht und man nicht der Mittelpunkt des Universums ist.</p>
<p>Freundschaften gehen ein, weil man verunsichert ist und nicht weiß, was man tun oder sagen kann. Weil man den Mut verloren hat, zu sagen, was einem nicht gefällt oder dass man Hilfe braucht. Man will niemanden <strong>verletzen</strong>, aber eine Freundschaft sollte Ehrlichkeit und die Tatsache, dass nicht alle gleich sind, verkraften können.</p>
<p>Wir sollten miteinander <strong>reden</strong> und nicht unsere Freundschaften auf&#8217;s Spiel setzen, bloß, weil wir anderer Meinung geworden sind, andere Interessen haben, und meinen, wir würden uns voneinander entfernen. Freundschaften sind so wichtig. Wir müssen sie hegen und pflegen und dürfen sie nicht verkümmern lassen. Zumindest nicht, wenn sie uns wichtig sind.</p>
<p>Was würdest du deiner/m Freund/in jetzt gern sagen?<br />
</p>
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