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	<title>reden &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 13:33:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230; Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu verstehen, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein Versöhnungsgespräch zu schaffen. &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger? ... <a title="&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger/" aria-label="Mehr zu &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230;</p>
<p>Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu <strong>verstehen</strong>, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein <strong>Versöhnungsgespräch</strong> zu schaffen.</p>
<p><span id="more-13465"></span></p>
<h2>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</h2>
<p>Ich bin mit einer Freundin und den Kindern auf dem Spielplatz verabredet. Die Kinder beschäftigen sich gerade allein, wir nutzen die Zeit, setzen uns auf die Bank und quatschen ein bisschen. Die ältere Tochter meiner Freundin geht den Kindern hinterher, die inzwischen über den Zaun geklettert sind und jetzt die BMX Strecke hoch und runter jagen. Ich freue mich, dass sich Oliver schön auspowert und plaudere weiter&#8230;</p>
<p>Nach etwa einer Viertelstunde kommt die Tochter meiner Freundin zu uns:&#8220;Da <strong>ärgern</strong> uns zwei Jungs.&#8220; Meine Freundin und ich sind uns einig, dass nicht gleich zwei Erwachsene da rüber marschieren müssen, also erkläre ich mich bereit, nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13485" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg" alt="Olle Petze - Was steckt wirklich hinter Ärger I Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Ich nehme die Abkürzung über den Zaun, sehe mich nach ihnen um, und erkenne sie in der Ferne des Platzes. Sie stehen in einer kleinen Gruppe von fünf Kindern da und scheinen irgend etwas zu bereden. Find ich gut, denk ich mir, <strong>streiten</strong> und <strong>diskutieren</strong> muss ja auch irgendwie gelernt werden&#8230;</p>
<p>Nur bleibt es leider nicht beim friedlichen Diskurs. Olivers Freund wirft seinen Gegenüber nun mit einem gezielten Karatemove zu Boden und tritt mit einem Kick nach. Oliver steht unsicher daneben und weiß sich nicht zu helfen. &#8222;HEY! STOPP! WAS IST DENN HIER LOS?!&#8220;, rufe ich zu den Kindern rüber, in der Hoffnung, somit Zeit zu schinden, bis ich ganz bei ihnen bin.</p>
<p>Das Rüberschreien hat geholfen. Die <strong>Kinder</strong> blicken hoch, der Junge am Boden rappelt sich auf und ich steh vor ihnen. &#8222;So. Was ist hier los?&#8220;, frage ich ein wenig außer Atem. Olivers Freund geht gleich in die <strong>Verteidigung</strong>:&#8220;Der (Der ist der Junge, der gerade noch am Boden lag) hat angefangen, der hat mich geschubst.&#8220; und dann fügt er noch etwas leiser hinzu:&#8220;Und ich mag das überhaupt nicht, dass sie <strong>gepetzt</strong> hat&#8230;&#8220;</p>
<p>Um das Thema &#8222;Gleiches mit Gleichem vergelten&#8220; schreibe ich in einem anderen Beitrag, mir geht es heute einzig und allein darum, zu verstehen, warum Olivers Freund am Ende so sauer auf seine Schwester war, die doch eigentlich nur <strong>Hilfe</strong> holen wollte.</p>

<h2>Was bedeutet Petzen?</h2>
<p>Das Wort &#8222;<strong>Petzen</strong>&#8220; wird entweder als Substantiv (die Petze, die Petzerin, der Petzer) oder als Verb verwendet und meint:</p>
<blockquote><p>&#8222;(besonders einer Lehrperson, den Eltern o. Ä.) mitteilen, dass ein anderer etwas Unerlaubtes, Unrechtmäßiges o. Ä. getan hat&#8220; &#8211; www.duden.de</p></blockquote>
<h2>Worum geht es Petzen?</h2>
<p>Wenn ich das Wort &#8222;petzen&#8220; wertfrei beschreiben möchte, geht es also darum, den Eltern (oder wem auch immer) mitzuteilen, was Person X getan hat&#8230; Und deshalb ist der Bruder auf seine Schwester <strong>sauer</strong>? Weil sie sagt, was vorgefallen ist?</p>
<p>Vielleicht hilft es ja, wenn wir uns mal in die Lage von Petzen hineinversetzen. Worum geht es Petzen denn eigentlich?</p>
<h3>1. Orientierung, Klarheit</h3>
<p>Wenn sich Kinder streiten und dieser Streit dann <strong>eskaliert</strong>, indem sie z.B. handgreiflich werden wie in der obigen Situation, fühlen sich die Personen, die das mitbekommen, womöglich <strong>unsicher</strong>. Sie wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Also entscheiden sie sich, jemand Erwachsenes um Hilfe zu bitten, von dem sie ausgehen, dass sie/er für Klarheit sorgen wird, denn die verfügen schon über mehr Erfahrung und wissen bestimmt, was jetzt zu tun ist. Petzen geht es also um <strong>Klarheit</strong>, Orientierung in einer für sie unsicheren Situation.</p>
<h3>2. Schutz, Gerechtigkeit</h3>
<p>Wenn Kinder etwas beobachten, das sie in ihrem Wertesystem als &#8222;nicht ok&#8220; einstufen, sich aber gleichzeitig nicht in der Lage sehen, zu helfen, weil die/der Täter*in stärker oder einfach bedrohlich wirkt, sind Erwachsene eine gute <strong>Strategie</strong>, um das Opfer als auch sich selbst zu <strong>schützen</strong> &#8211; schließlich sind Erwachsene in der Lage, auch bei Handgreiflichkeiten dazwischen zu gehen.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13490" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg" alt="Erwachsene schlichtet zwischen Kindern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Gedanken, die sich hinter Ärger verstecken</h2>
<p>Olivers Freund <strong>ärgerte</strong> sich also über seine Schwester, die <strong>gepetzt</strong> hatte. Wenn wir uns ärgern, liegt die <strong>Ursache</strong> in den Gedanken und Urteilen, die wir dabei haben. Gedanken, wie z.B.:</p>
<p><em>&#8222;Sie hat mich verraten.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Ich kann ihr nicht vertrauen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie will ja nur, dass Mama böse auf mich ist und mich anmeckert.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie mag mich nicht.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie denkt, ich schaffe das nicht allein, dabei bin ich schon groß und kann das selber!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie glaubt nicht an mich.&#8220;</em></p>
<p>Auch <strong>Glaubenssätze</strong> können in solchen Situationen zum Vorschein kommen, die uns z.B. sagen <em>&#8222;Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.&#8220;.</em></p>
<p>All diese <strong>Gedanken</strong>, die Olivers Freund womöglich gedacht haben könnte, überblenden seine eigentlichen, tiefer liegenden <strong>Gefühle</strong>, die zu fühlen viel unangenehmer wären, wie z.B. Trauer und Enttäuschung. Wenn wir uns mit solchen Gedanken ablenken lassen, verlieren wir aber aus den Augen, um was es uns eigentlich geht, also was unsere eigentlichen <strong>Bedürfnisse</strong> sind. Was könnte das z.B. sein?</p>
<h3>1. Vertrauen</h3>
<p>Was passiert, nachdem jemand einem Erwachsenen mitgeteilt hat, was Person X &#8222;Falsches&#8220; getan hat? In der, sage ich mal, konservativen Erziehung werden, nachdem ein Kind etwas scheinbar &#8222;Falsches&#8220; getan hat, Strafen verhängt.</p>
<p>Petzen werden also nicht als Unterstützung gesehen, als jemand, der einfach nur Hilfe durch einen Erwachsenen sucht, sondern als Verräter, die einen bei den Erwachsenen verpfeifen und wegen derer man dann bestraft wird. Petzen kann man demnach nicht (ver-)trauen &#8211; und gerade das ist ja für in Gemeinschaft lebenden Menschen wichtig, um sich <strong>sicher</strong> und <strong>geborgen</strong> zu fühlen. Kann also auch etwas mit <strong>Sicherheit</strong>, <strong>Schutz</strong> zu tun haben.</p>

<h3>2. Gesehen werden</h3>
<p>Wenn Erwachsene zu einer Situation dazu geholt werden, die sie nicht von Anfang an mitbekommen haben, können sie sich nur darauf verlassen, was ihnen von den Beteiligten erzählt wird. Ich als Erwachsene, die später hinzugeholt werde, oder auch die Mama von Olivers Freund, <strong>interpretieren</strong> die Situation also danach, was uns erzählt wird. Ich z.B. habe gar nicht gesehen, wie die anderen Jungs die Kinder geärgert haben, sondern habe nur gesehen, wie sich die Kinder unterhalten und wie dann der andere Junge von Olivers Freund zu Boden geworfen und getreten wurde.</p>
<p>Vielleicht hatte Olivers Freund Angst davor, dass sein Verhalten falsch interpretiert wird und er am Ende als der <strong>Böse</strong> da steht. &#8222;Du trittst einen am Boden liegenden Jungen? Was stimmt nicht mit dir? Du setzt dich jetzt so lange auf die Bank, bis ich sage, dass du wieder spielen gehen kannst.&#8220; &#8211; zum Beispiel. Dabei wollte er vielleicht einfach nur sich und seinen Freund, Oliver, vor den Jungs <strong>beschützen</strong>, von denen sie laut Aussage der Schwester geärgert wurden. Hier geht es also ums <strong>gesehen werden</strong>, richtig hinschauen und zuhören.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13491" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Selbstwirksamkeit</h3>
<p>Vielleicht wollen Kinder auch nicht, dass sich <strong>Erwachsene</strong> mit einmischen, weil sie ihre Probleme gerne selber austragen möchten. Sie möchten eigene Strategien zur <strong>Problembewältigung</strong> entwickeln. Es geht also eher darum, <strong>selbstwirksam</strong> zu sein, statt die Erwachsenen es nach ihren eigenen Vorstellungen lösen zu lassen. &#8222;Vertrau mir, dass ich diesen Streit auch selber lösen kann.&#8220; &#8211; da sind wir dann wieder beim Vertrauen. Vertrauen von der Schwester, dass man das auch ohne die Hilfe eines Erwachsenen schafft.</p>
<h3>4. Integrität</h3>
<p>Für manche Erwachsene mag ein &#8222;Ihr gebt euch jetzt die Hand und damit hat sich der Streit.&#8220; eine angemessene Lösung des <strong>Konflikts</strong> sein, für Kinder vielleicht aber nicht, vor allem, wenn sie merken, dass es keine von Herzen kommende Entschuldigung war. Sie möchten ihre Probleme also nach ihren eigenen Wertvorstellungen angehen, sie möchten sich <strong>integer</strong> verhalten.</p>

<h2>Empathie für beide Seiten</h2>
<p>Wenn ich mich so in Olivers Kumpel hineinversetze, dann bin ich plötzlich nicht mehr ärgerlich auf meine Schwester, ich bin stattdessen <strong>traurig</strong>, weil ich als großer Junge gesehen werden möchte, der seine Probleme ohne die Mama lösen kann. Ich wünsche mir, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, dass ich nicht als der Böse, sondern als der gesehen werde, der sich für seine Freunde einsetzt und sie beschützt. Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil ich gedacht habe, dass meine große Schwester hinter mir steht, zu mir hält.</p>
<p>Das sind natürlich jetzt alles nur Gedankenexperimente, die zutreffen könnten, aber nicht müssen. Ich finde solche <strong>Übungen</strong>, sich in andere hineinzuversetzen, aber sehr hilfreich, vor allem bei Streitereien. Auf diese Weise kann ich nun beide Seiten besser verstehen und ihr Verhalten <strong>nachvollziehen</strong>, was wiederum beim späteren Vermitteln zwischen beiden <strong>hilfreich</strong> ist.</p>
<p>Ich könnte also erstmal versuchen, <strong>herauszufinden</strong>, um was es dem Bruder und der Schwester ging, und Fragen stellen. &#8222;Hast du dir Sorgen um deinen kleinen Bruder gemacht, weil du gesehen hast, wie die Jungs ihn geärgert haben, und wolltest ihm helfen? Warst du unsicher, wie du dich bei diesem <strong>Streit</strong> verhalten kannst, und hast mich deshalb geholt?&#8220; Je nachdem, ob die Vermutung zutrifft oder eben auch nicht, führt man dann das Gespräch weiter.</p>
<p>Genau das Gleiche dann beim Bruder. &#8222;Hast du dich geärgert, weil du gedacht hast, dass deine Schwester dir nicht zutraut, den Streit allein zu schlichten? Wünschst du dir ihr Vertrauen, dass du die Sache selber regeln kannst? Hattest du Sorge, dass wir Erwachsenen euren Streit nach unseren Vorstellungen regeln? Ist es dir wichtig, selber zu entscheiden, was bei eurem Streit zu tun ist?&#8220;</p>
<p>Das sind wie gesagt alles nur Fragen, die man stellen könnte. Natürlich bombardiert man Kinder nicht gleich mit einem Haufen Fragen, sondern lässt sie ausreden und gibt dann wieder, was passiert ist. Die obigen <strong>Fragen</strong> dienen wirklich nur dazu, sich vorzustellen, was man in solchen Momenten sagen könnte.</p>
<p>Ich bin mir sicher, wenn wir es schaffen, uns in beide Seiten hineinzuversetzen und dann Vermutungen anstellen, ins Gespräch miteinander kommen, dass wir dann auf einem guten Weg sind, einander besser zu verstehen und Streitereien wie <strong>Missverständnisse</strong> aus der Welt zu schaffen.</p>
<p>Hast du noch ein paar Ideen, um was es beiden womöglich ging oder möchtest du selber mal von einem miterlebten Streit berichten? Dann erzähl mir gerne mehr davon unten in den Kommentaren.</p>
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		<title>4 unlogische Sprüche, die Kinder von Erwachsenen hören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2018 12:36:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Schnappst du manchmal auch Sätze von den Menschen um dich herum auf und denkst dir nur &#8222;HÄ?! Das ist doch voll unlogisch.&#8220;? Heute stelle ich dir mal meine Top Vier der unlogischsten Sprüche vor, die ich von Eltern gehört habe. 4 unlogische Sprüche, die Kinder von Erwachsenen hören Als ich an diesem Beitrag gearbeitet habe, ... <a title="4 unlogische Sprüche, die Kinder von Erwachsenen hören" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/4-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren/" aria-label="Mehr zu 4 unlogische Sprüche, die Kinder von Erwachsenen hören">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schnappst du manchmal auch Sätze von den Menschen um dich herum auf und denkst dir nur &#8222;HÄ?! Das ist doch voll <strong>unlogisch</strong>.&#8220;?</p>
<p>Heute stelle ich dir mal meine Top Vier der unlogischsten <strong>Sprüche</strong> vor, die ich von Eltern gehört habe.</p>
<p><span id="more-10747"></span></p>
<h2>4 unlogische Sprüche, die Kinder von Erwachsenen hören</h2>
<p>Als ich an diesem Beitrag gearbeitet habe, hab ich mich gefragt, was ich damit bezwecken will. Was will ich mit diesem Artikel ausdrücken, fragte ich mich.</p>
<p>Es geht mir nicht darum, mich über andere lustig zu machen oder mich als bessere Mutter zu profilieren, indem ich mit dem Zeigefinger auf andere zeige.</p>
<p>Mir geht es heute einzig und allein darum, aufzuzeigen, wie unlogisch manche Eltern mit ihren Kindern reden und dass sich jede/r einzelne die folgenden Situationen mal unter <strong>Erwachsenen</strong> vorstellen sollte.</p>
<p>Mit den folgenden Beispielen sind wir auch ganz schnell beim Thema <strong>Adultismus</strong>, der Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen, die auf einem bestehenden Ungleichgewicht zwischen Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen fußt.</p>
<p>Kinder werden heute immer noch <strong>respektlos</strong> behandelt und es scheint kaum jemanden ernsthaft zu schockieren, dass Eltern so mit ihren Kindern reden.</p>
<p>Ich möchte heute einfach <strong>aufmerksam</strong> darauf machen, in welchen Sätzen sich Adultismus versteckt und, um den Beitrag nicht ganz so düster enden zu lassen, auch aufzeigen, wie man stattdessen mit dem betroffenen Kind hätte reden können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10777" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/vier-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren.jpg" alt="Vier unlogische Sprüche, die Kinder von Erwachsenen hören | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/vier-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/vier-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/vier-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/vier-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/vier-unlogische-sprueche-die-kinder-von-erwachsenen-hoeren-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>1. Umgang mit Schmerz</h2>
<p>Folgende Situation spielte sich auf dem Spielplatz ab: Eine Mutter kommt mit ihrem Kind und einem Baby im Kinderwagen zum Spielplatz. Das ältere <strong>Kind</strong> ist mit seinem Laufrad unterwegs und fällt hin. Es fängt an zu <strong>weinen</strong>. Die Mutter meint daraufhin zum Kind, das noch am Boden liegt: &#8222;Wenn du selber hinfallen kannst, dann kannst du auch selber aufstehen.&#8220;.</p>
<p>Der Satz ist an und für sich schon unlogisch. Wenn ich immer so argumentieren würde, dann könnte ich auch sagen:&#8220; Wenn du dir ein Bein brichst, dann kannst du es auch reparieren.&#8220;.</p>
<p>Das Kind ist ja nicht absichtlich gestürzt. Es ist mit seinem Laufrad ausgerutscht und hingefallen. Versetze ich mich in die Lage jenes Kindes, was würde ich dann gern hören? Was täte mir in diesem Moment gut?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10761" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-klebt-pflaster-auf-knie-vom-kind-das-mit-dem-laufrad-hingefallen-ist.jpg" alt="Mutter klebt Pflaster auf Knie vom Kind, das mit dem Laufrad hingefallen ist" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-klebt-pflaster-auf-knie-vom-kind-das-mit-dem-laufrad-hingefallen-ist.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-klebt-pflaster-auf-knie-vom-kind-das-mit-dem-laufrad-hingefallen-ist-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-klebt-pflaster-auf-knie-vom-kind-das-mit-dem-laufrad-hingefallen-ist-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wahrscheinlich so etwas in der Art wie: &#8222;Oh je, hast du dir weh getan?&#8220;, &#8222;Bist du verletzt?&#8220;, &#8222;Ist alles in Ordnung bei dir?&#8220;, &#8222;Ups, da war der Boden echt rutschig. Warte, ich helf dir auf.&#8220;. Dazu vielleicht noch ein <strong>mitfühlender</strong> Blick, eine ausgestreckte Hand oder ein Streicheln und das Kind hätte etwas ganz anderes aus diesem Erlebnis gelernt.</p>
<p>Beispielsweise, dass Mama da ist, wenn es hingefallen ist und Schmerzen hat. Dass sie sich um es kümmert, sich um es sorgt, es liebt. Dass sie seinen <strong>Schmerz</strong> wahrnimmt und ernst nimmt.</p>
<p>Kein/e Erwachsene/r würde zu einem erwachsenen Menschen, der gerade vom Fahrrad gestürzt ist, sagen:&#8220;Wenn Sie selber hinfallen können, können Sie auch selber aufstehen.&#8220;. Das zeigt, wie <strong>unterschiedlich</strong> wir mit Kindern umgehen. Das zeigt Adultismus.</p>

<h2>2. Umgang mit Trauer</h2>
<p>Auf dem Spielplatz. Mir fällt ein Mädchen auf, das oft weint, scheinbar wegen jeder <strong>Kleinigkeit</strong>. Ihre Mama wirkt genervt. Das Mädchen entdeckt eine Blume, pflückt sie, lässt sie fallen, und will gerade wieder ansetzen zu weinen, als sie von ihrer Mutter unterbrochen wird mit folgenden Worten:&#8220;Elena (den Namen habe ich geändert), Elena, wir weinen nicht wegen einer Blume. Ok? Wir weinen nicht wegen einer Blume.&#8220;. Dabei schaut sie ihrer Tochter eindringlich in die Augen und hält ihre Hände. Das Kind weint nicht.</p>
<p>Und warum, frage ich, dürfen wir nicht wegen einer Blume weinen? Wenn sie uns doch gerade so <strong>wichtig</strong> war, dass wir sie gepflückt haben und behalten oder jemandem zeigen wollten. Diese wunderschöne und besondere Blume liegt jetzt auf dem nassen, sandigen Boden und eine ganze <strong>Welt</strong> bricht gerade für ein Mädchen zusammen. Ist das nicht tragisch? Da kann man doch richtig <strong>traurig</strong> werden und darüber <strong>weinen</strong>, oder etwa nicht?</p>
<p>Dürfen Kinder nur über Sachen weinen, die Erwachsene auch traurig finden? Wenn ein Mensch gestorben ist, ist das Grund genug, dass man weinen darf? Ist eine zu Boden gefallene Blume Grund genug, dass man weinen darf?</p>
<p>Niemand kann die Dinge so sehen, wie wir sie gerade mit unseren Augen sehen und kann sie auch nicht so fühlen, wie wir sie gerade mit unserem Herzen fühlen. Wenn also ein Kind aus tiefstem Herzen darüber bestürzt ist, dass ihm die Blume aus der Hand geglitten und zu Boden gefallen ist, und es nun das innere <strong>Bedürfnis</strong> danach verspürt, darüber zu weinen, dann ist das verdammt nochmal sein <strong>Recht</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10762" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-bewundert-loewenzahnblume.jpg" alt="Kind bewundert Löwenzahnblume" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-bewundert-loewenzahnblume.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-bewundert-loewenzahnblume-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-bewundert-loewenzahnblume-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Unsere Aufgabe ist es dann, zu begleiten. Und ja, ich befinde mich gerade mit meinem 3,5-jährigen Sohn in einer Phase, in der jedweder Kontakt mit anderen die reinste Achterbahnfahrt ist und ich viiiiiel <strong>begleiten</strong> muss. Ich kenne es wirklich gut, wenn irgendwann die Luft raus ist, aber wenn ich gerade keine <strong>Empathie</strong> oder Kraft übrig habe, mein Kind mit netten Worten durch seine Trauer oder was auch immer für ein unangenehmes Gefühl zu begleiten, dann kann ich immer noch <strong>Präsenz</strong> zeigen, meinen Mund halten und einfach da sein und Händchen halten (wenn mein Kind das zulässt).</p>
<p>Sicherlich hätte es dem Mädchen ganz gut getan, dass es mit seinem Schmerz gesehen wird. So etwa:&#8220;Oh nein, dir ist die Blume runtergefallen und das macht dich grad ganz traurig?&#8220;, daraufhin gibt es vielleicht ein weinendes &#8222;JAA!&#8220; als Antwort. &#8222;Stört es dich, dass die Blume jetzt voller Sand ist?&#8220;, woraufhin vielleicht noch ein schmerzlicheres &#8222;JAAAA!&#8220; kommt. &#8222;Würde es dir <strong>helfen</strong>, wenn wir die Blume unter Wasser halten und vom Sand befreien?&#8220;, was bei meinem Sohn zumindest schon ein kleines Lächeln aufblitzen lassen würde.</p>
<p>Es ist so schön, wenn eine kaputte Welt so einfach wieder repariert werden kann, manchmal ist das aber auch nicht möglich. Wenn mein Sohn zum Beispiel tief darüber <strong>bestürzt</strong> ist, dass jetzt der Mond aufgeht und die Sonne untergegangen ist. Das ist traurig und ich kann ihn auch <strong>verstehen</strong>, aber ich kann es nicht ändern. Und dann kann ich nichts weiter tun, als Verständnis zu zeigen und zu trösten bzw. zu schweigen und da zu bleiben, wenn ich nichts sagen darf.</p>
<p>Aber unsere Kinder lernen dadurch etwas ganz wichtiges: Zuwendung. Mitgefühl. Verständnis. Akzeptanz. Ihre eigenen Gefühle, die da gerade in ihnen toben und gesehen werden wollen.</p>

<h2>3. Umgang mit Autonomie</h2>
<p>Der <strong>Klassiker</strong>: &#8222;Wenn du &#8230; machst, dann &#8230;&#8220;</p>
<p>Dieses Beispiel lässt sich in jedweder Form variieren. In den vorderen Teil &#8222;Wenn du &#8230; machst&#8220;, kommt ein x-beliebiges <strong>Verhalten</strong> des Kindes, das von der/m Erwachsenen missbilligt wird. Auf das &#8222;dann &#8230;&#8220; folgen dann die kreativsten <strong>Strafandrohungen</strong>.</p>
<p>So zum Beispiel: Ein Kind, das gerade Laufrad fahren lernt, wird von seiner Mutter begleitet. Sie muss ziemlich hinterher hetzen, beschützend hält sie ihre Hände in Rückennähe ihres Kindes.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10769" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-hilft-kind-beim-fahrradfahren.jpg" alt="Mutter hilft Kind beim Fahrradfahren" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-hilft-kind-beim-fahrradfahren.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-hilft-kind-beim-fahrradfahren-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-hilft-kind-beim-fahrradfahren-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das Kind schwenkt nach links und kommt vom ebenen Weg ab und wird von der Wiese gebremst. Es ist überrascht, scheinbar ist es selbst verwundert darüber, wo es gerade gelandet ist. Es freut sich und lacht, die Mama sagt, dass es lenken muss. Sie will das Kind wieder auf den ebenen Weg bringen, doch das Kind lenkt dagegen und freut sich. Die Mutter schaut verärgert drein und erwidert:&#8220;Wenn du so weitermachst, kannst du gleich absteigen.&#8220;</p>
<p>Ploppt bei dir auch gerade so ein &#8222;HÄ?!&#8220; auf? Bei mir schon. Was hat das eine denn mit dem anderen zu tun? Wenn das Kind also nach links lenkt, dann kann es absteigen? Das ergibt doch gar keinen Sinn. Für jene Mutter ist dieser Satz sicherlich total logisch gewesen.</p>
<p>Eine <strong>logische Konsequenz</strong> ist das aber nicht, wenn das Kind nach links lenkt, dass es dann vom Laufrad absteigen soll. Diese Konsequenz hat sich die Mutter so ausgedacht. Denn eigentlich ist es keine natürliche oder logische Konsequenz, sondern schlichtweg eine Strafandrohung. Wenn du nicht so machst, wie ich es will, dann <strong>bestrafe</strong> ich dich. Leider immer noch ein Klassiker, wenn ich Eltern mit ihren Kindern reden höre.</p>

<h3>Auf der Suche nach Bedürfnissen</h3>
<p>Was aber wäre so schlimm gewesen, das Kind weiter über die Wiese fahren zu lassen? Vielleicht war die Mutter <strong>besorgt</strong>, dass es da so holprig und uneben ist und sie noch mehr aufpassen und hinterher sein muss, vielleicht sah sie schon den nächsten Sturz kommen und wollte es lieber <strong>vermeiden</strong>. Vermeiden, dass das Kind Schmerzen hat und weint, getröstet werden muss, vielleicht noch ein Wutanfall dazukommt, weil es nicht getröstet werden will.</p>
<p>Sie stellt ihr Bedürfnis nach Einfachheit und Sicherheit über das Bedürfnis ihres Kindes nach Spaß, Selbstbestimmung, Autonomie, Entdecken, Lernen uvm.</p>
<p>Und das wäre in meinen Augen auch ok gewesen, wenn es so <strong>kommuniziert</strong> worden wäre mit dem Kind. Stattdessen bekommt es aber nur eine für das Kind nicht nachvollziehbare <strong>Drohung</strong> zu hören und wird &#8222;gehorchen&#8220;, wenn es nach dem Prinzip von <strong>Belohnung</strong> und Bestrafung erzogen wird. Es hat gelernt, Dinge zu tun oder nicht zu tun, weil es dann entweder eine Belohnung bekommt oder bestraft wird. Es lernt nicht, worum es seiner Mutter in dem Moment eigentlich ging.</p>
<h3>Mögliche Kommunikation zwischen Mutter und Kind</h3>
<p>Was wäre, wenn stattdessen folgende Kommunikation zwischen Kind und Mutter abgelaufen wäre:</p>
<p>Mama:&#8220;Hups! Wo sind wir denn jetzt gelandet? Mitten auf der Wiese? Da fährt es sich aber echt holprig. Guck mal, wie viele Stöcker da rumliegen und wie viele Huckel es dort gibt. Lass uns wieder zum Gehweg zurück gehen, da fährt es sich <strong>leichter</strong>, ok?&#8220;</p>
<p>Die Mutter manövriert das Laufrad zurück zum Gehweg, doch das Kind lenkt wieder zur Wiese, beide landen wieder auf der Wiese und das Kind lacht.&#8220;</p>
<p>Mama:&#8220;Huch! Wir sind ja schon wieder auf der Wiese gelandet. Heißt das, dass du lieber auf der Wiese weiter fahren möchtest?&#8220;</p>
<p>Kind:&#8220;Jaaaaa! Auf der Wiese fahren!&#8220;</p>
<p>Mama, wenn es für sie ok ist:&#8220;Ok, aber dann halt dich gut fest, es wird jetzt nämlich etwas holprig. Und los&#8230;&#8220;</p>

<p><strong>ODER</strong></p>
<p>Mama, wenn es für sie nicht ok ist:&#8220;Ah, verstehe, du willst lieber auf der Wiese fahren, das macht dir wohl mehr Spaß, hm? Hör mal, ich sehe, dass hier überall Stöcker rumliegen und Schlaglöcher in der Wiese sind. Das <strong>erschwert</strong> uns das Laufradfahren, finde ich, weil du dann ständig über die Huckel oder in diese Löcher fährst. Ich hab da <strong>Sorge</strong>, dass du da so oft umfällst und würde uns das gern ersparen. Ich fände es <strong>angenehmer</strong>, wenn du hier auf dem Gehweg weiterfährst und ich dich dort begleite. Können wir auf den Gehweg zurückkehren und dort weiterfahren?&#8220;</p>
<p>Das sind wie gesagt alles nur ausgedachte <strong>Beispiele</strong>, wie das Gespräch zwischen Mutter und Sohn hätte statt der Strafandrohung verlaufen können. Meiner Meinung nach wird dadurch viel verständlicher, was Kind und Mutter wollen, es trägt zum gegenseitigen <strong>Verständnis</strong> bei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10766" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an.jpg" alt="Mutter und Tochter Stirn an Stirn lächeln sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>4. Die Sache mit dem Vertrauen</h2>
<p>Manchen Eltern fällt es auch gar nicht auf, wenn sie etwas total Unlogisches sagen. So etwas wie &#8222;<strong>Pass auf</strong>!&#8220;.</p>
<p>Eltern sagen das, wenn sie ihr Kind darauf aufmerksam machen wollen, dass es jetzt bei dem, was es vorhat, besonders vorsichtig sein soll. Es ist gar nicht böse gemeint, wenn Eltern ihr Kind zu besonderer <strong>Vorsicht</strong> aufrufen.</p>
<p>Tatsächlich ist ein &#8222;Pass auf!&#8220; aber völlig unnötig. Kein Kind klettert auf ein Klettergerüst und ist dabei bewusst unvorsichtig oder hat vor, sich dabei zu verletzen. Natürlich unternimmt ein Kind alles in seiner Macht stehende, um eine <strong>Herausforderung</strong> zu meistern, dazu muss es nicht hören, dass es aufpassen soll.</p>
<p>Das Gegenteil tritt dann ein, wenn Kinder ständig und immerzu zu hören bekommen, dass sie auf dieses und jenes Acht geben und aufpassen und vorsichtig sein sollen: Sie beginnen, an sich selbst zu <strong>zweifeln</strong>. Dazu kommt noch die Angst ihrer Eltern und irgendwann passiert dann genau das, wovor die Eltern ihr Kind beschützen wollten: Es scheitert.</p>
<p>Was kann man also statt diesem schwammigen &#8222;Pass auf!&#8220; sagen? Wenn mein Sohn sich beispielsweise auf seinem Laufrad einer Straße nähert, dann sage ich so etwas ähnliches wie:&#8220;Ok, da vorne ist die Straße, da lassen wir dann ordentlich die Reifen quietschen (damit ist bei uns das Bremsen gemeint, das wir schon eingeführt hatten, als Oliver noch zu Fuß unterwegs war).&#8220; Es ist also kein direktes &#8222;Sei Vorsichtig!&#8220;, sondern lediglich eine kurze Erinnerung an ein kleines Spiel, das uns Spaß macht.</p>
<p>Für andere, nicht so heikle Situationen wie die obige mit der Straße können die Eltern sich auch einfach mal im <strong>Schweigen</strong> üben und das &#8222;Pass auf dich auf!&#8220;, das ihnen schon auf der Zunge liegt, herunterschlucken, oder sie <strong>ermutigen</strong> ihr Kind, indem sie ihm viel Spaß auf dem Klettergerüst wünschen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10764" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-baumelt-an-klettergeruest-und-hat-spass.jpg" alt="Kind baumelt an Klettergerüst und hat Spaß" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-baumelt-an-klettergeruest-und-hat-spass.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-baumelt-an-klettergeruest-und-hat-spass-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/kind-baumelt-an-klettergeruest-und-hat-spass-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Auch heute reden wir mit Kinder anders als mit Erwachsenen. Gerade in Momenten, in denen wir überfordert, genervt und gestresst sind, sagen wir Dinge zu unseren Kindern, die wir so nie zu einem <strong>Erwachsenen</strong> sagen würden.</p>
<p>Manchmal wiederholen wir einfach nur die Erziehungsmethoden, die wir selber als Kind erfahren haben, manchmal hat es sich aber auch erst allmählich im Alltag eingeschlichen, dass wir in einer bestimmten Art und Weise mit unseren Kindern <strong>reden</strong>, die wir aber nie benutzen würden, wenn wir mit unseren Freund*innen, Kolleg*innen usw. sprechen würden.</p>
<p>Das Gute: Wenn wir uns einmal darüber bewusst geworden sind, dann können wir endlich damit beginnen, uns zu ändern.</p>
<p>Damit meine ich nicht, dass wir uns einfach verbieten, in einer bestimmten Art und Weise mit anderen zu <strong>kommunizieren</strong> oder andere zu behandeln, sondern dass wir uns im ersten Moment selber verzeihen können, was bislang passiert ist. Dass wir uns bewusst damit auseinandersetzen, wie es dazu kommen konnte, weshalb wir so und nicht anders reagiert haben.</p>
<p>Wenn wir erkennen, dass wir so nicht weiter mit unseren Kindern reden wollen und uns dazu entscheiden, eine Kommunikation zu wählen, die <strong>Respekt</strong>, <strong>Wertschätzung</strong>, Akzeptanz, Zuneigung, Verständnis uvm. beinhaltet, dann haben wir das größte Hindernis schon hinter uns. Denn wir fangen endlich an, all das, was sonst für immer dagewesen und normal angesehen wurde, zu hinterfragen und einen neuen Weg einzuschlagen, das zu einem Leben führt, das uns mit anderen <strong>verbindet</strong> anstatt uns von ihnen zu trennen.</p>
<p>Was für unlogische Sprüche von Erwachsenen an Kinder kennst du noch?<br />
</p>
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		<title>Die ersten Worte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2016 06:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Gestik]]></category>
		<category><![CDATA[Kauderwelsch]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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		<category><![CDATA[Wörter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erinnerst du dich noch an das 1. Wort deines Kindes? Und an all das lustige Kauderwelsch, das darauf folgte? Wie es sich langsam, aber sicher dem Klang des eigentlichen Wortes näherte? Hier halte ich fest, wie es bei meinem Sohn so langsam mit dem Sprechen losging. Die ersten Worte Ein Jahr und knapp 8 Monate ... <a title="Die ersten Worte" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/die-ersten-worte/" aria-label="Mehr zu Die ersten Worte">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerst du dich noch an das 1. Wort deines Kindes? Und an all das lustige <strong>Kauderwelsch</strong>, das darauf folgte? Wie es sich langsam, aber sicher dem Klang des eigentlichen Wortes näherte?</p>
<p>Hier halte ich fest, wie es bei meinem Sohn so langsam mit dem Sprechen losging.<span id="more-1621"></span></p>
<h2>Die ersten Worte</h2>
<p>Ein Jahr und knapp 8 Monate war er bereits auf der Welt. Noch längst nicht alle Zähne, aber das hinderte ihn nicht daran, immer munter drauf los zu plappern. Und immer mehr <strong>Wörter</strong> zu lernen.</p>
<p>Ich wollte sie nicht vergessen, seine ersten Worte, sein erstes Kauderwelsch. Ich wollte sie festhalten und mich immer wieder an diese Zeiten zurück erinnern.</p>
<h2>Das 1. Wort</h2>
<p>Das 1. Wort war &#8222;<strong>Baba</strong>&#8222;. Meinte er Papa? Ich gebe zu, ich war ein wenig eifersüchtig.</p>
<p>Baba hörte er dann irgendwann auf zu sagen. Es folgte stattdessen &#8222;<strong>Mama</strong>&#8222;. Ich erinnere mich noch genau, wie er durch die Wohnung krabbelte und in einer Tour Mama sagte. Mein Mann meinte, irgendwann würde mich das nerven, wenn der Kleine 1000 Mal am Tag &#8222;Mama&#8220; sagen würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich diese liebliche Stimme jemals nerven würde, wenn sie mich ruft.</p>
<p>Zugegeben: Um 3 Uhr morgens fällt es mir ein BISSCHEN schwerer, wenn der Kleine neben mir &#8222;Mama&#8220; sagt, um mir mitzuteilen, dass er jetzt wach ist und spielen will. Aber ansonsten genieße ich es in vollen Zügen.</p>

<h2>Eine Liste, die immer länger wird</h2>
<p>Was unser Sohn bis dahin gelernt hatte und wie es sich in etwa anhörte, liest du im Folgenden:</p>
<p>&#8222;Mama&#8220; = Mama</p>
<p>&#8222;Göse&#8220; wurde zu &#8222;Deese&#8220; = Käse</p>
<p>&#8222;Eier&#8220; = Eier</p>
<p>&#8222;Ssee&#8220; = Zeh</p>
<p>&#8222;Baba&#8220; wurde zu &#8222;Dada&#8220; wurde zu &#8222;Papa&#8220; = Papa</p>
<p>&#8222;Pata-ei&#8220; = Papagei</p>
<p>&#8222;Patei&#8220; = Paprika</p>
<p>&#8222;Miiiiich&#8220; = Milch (Muttermilch)</p>
<p>&#8222;Neee&#8220; = Nase</p>
<p>&#8222;Aua&#8220; = Aua<br />
&#8222;Aua&#8220; = Hund (Seine Uroma hat immer Wauwau gesagt; wir nennen die Dinge immer beim Namen, aber Wauwau war wohl einfacher für ihn auszusprechen)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1622" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kind-auf-hundestatue.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Kind auf Hundestatue" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kind-auf-hundestatue.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kind-auf-hundestatue-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Mau&#8220; = Katze</p>
<p>&#8222;Mais&#8220; = Mais</p>
<p>&#8222;Maus&#8220; = Maus</p>
<p>&#8222;mini&#8220; = klein</p>
<p>&#8222;Tra&#8220; = Tragen (er will getragen werden)</p>
<p>&#8222;Nane&#8220; = Banane</p>
<p>&#8222;Apfe&#8220; = Apfel</p>
<p>&#8222;Nina&#8220; = Mandarine</p>
<p>&#8222;Mona&#8220; = Wissen wir nicht. Wenn wir ihn fragen, finden wir heraus, dass es eine Mona in seiner Kita gibt. Ob das stimmt, finden wir nicht mehr heraus; er geht nicht mehr in die Kita.</p>
<p>&#8222;Ato&#8220; = Anton (Junge in seiner ehemaligen Kita-Gruppe)</p>
<p>&#8222;Abutoooo&#8220; = KEINE AHNUNG! Wirklich nicht. Aber wenn wir es sagen, findet er es irre lustig.</p>
<p>&#8222;Tatatu&#8220; = Kakadu</p>
<p>&#8222;Ball&#8220; = Ball</p>
<p>&#8222;Fee&#8220; = Fee (eine Handpuppe)</p>
<p>&#8222;Weia&#8220; = Auweia (Hat er nicht von uns, vielleicht aus der Kita)</p>
<p>&#8222;Weissa&#8220; = Wasser</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1623" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-wasserglaeser.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Wassergläser" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-wasserglaeser.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-wasserglaeser-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>&#8222;nass&#8220; = nass</p>
<p>&#8222;Tee&#8220; = Tee</p>
<p>&#8222;tall(t)&#8220; = kalt</p>
<p>&#8222;eis&#8220; = heiß</p>
<p>&#8222;Mo&#8220; = Mond<br />
&#8222;Mo&#8220; = Mund</p>
<p>&#8222;Mö&#8220; = Müll</p>
<p>&#8222;Faische&#8220; = Flasche</p>
<p>&#8222;Dose&#8220; = Dose</p>
<p>&#8222;Auto&#8220; = Auto</p>
<p>&#8222;Uiiiiouiiiio&#8220; = Feuerwehr/Krankenwagen/Polizei-Sirene</p>
<p>&#8222;Osee&#8220; = Hose</p>
<p>&#8222;Inel&#8220; = Windel</p>
<p>&#8222;Hut&#8220; = Hut</p>
<p>&#8222;Nudl&#8220; = Nudel</p>
<p>&#8222;Buch&#8220; = Buch</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1624" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-buch.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Buch" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-buch.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-buch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>&#8222;An&#8220;, &#8222;Aus&#8220; = Aus, An oder An, Aus?!</p>
<p>&#8222;Opa&#8220; = Opa</p>
<p>&#8222;Oma&#8220; = Oma</p>
<p>&#8222;Anja&#8220; = Anja</p>
<p>&#8222;Eisee&#8220; = Hase</p>
<p>&#8222;Eisett&#8220; = Isaak</p>
<p>&#8222;Ulja&#8220; = Julia</p>
<p>&#8222;Hallo&#8220; = Hallo</p>
<p>&#8222;Tschus&#8220; = Tschüß</p>
<p>&#8222;Hey&#8220; = Hey</p>
<p>&#8222;Hai&#8220; = Hi</p>
<p>&#8222;Buttee&#8220; = Butter</p>
<p>&#8222;Feiss&#8220; = Fleisch</p>
<p>&#8222;Ja&#8220; = Ja</p>
<p>&#8222;Nee&#8220; wurde zu &#8222;Nein&#8220; = Nein</p>
<p>&#8222;Ssei&#8220; = zwei</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1625" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-zwei-kirschen.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - zwei Kirschen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-zwei-kirschen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-zwei-kirschen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Nie&#8220; = Knie</p>
<p>&#8222;Bau&#8220; = Bauch</p>
<p>&#8222;Haiss&#8220; = Hals/Schal/Halstuch</p>
<p>&#8222;Mütte&#8220; = Mütze</p>
<p>&#8222;Dassee&#8220; = Das hier</p>
<p>&#8222;Ssu&#8220; = Zu</p>
<p>Letztens hat er versucht, Augenbraue zu sagen. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, es klang in etwa wie &#8222;Autetaute&#8220;.</p>
<p>&#8222;Bebi&#8220; = Baby</p>
<p>&#8222;Tita&#8220; = Kita</p>
<p>&#8222;Tatta&#8220; = Kacka (Wenn er kackern muss, gerade kackert oder gekackert hat)</p>
<p>&#8222;Puhtee&#8220; = Pullern</p>
<p>&#8222;Biettee&#8220; = Bitte</p>
<p>&#8222;Fussee&#8220; = Fussel</p>
<p>&#8222;Fuß&#8220; = Fuß</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1770" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-fuesse.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Füße" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-fuesse.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-fuesse-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Meinel&#8220; = Malen</p>
<p>&#8222;Manno&#8220; = Manno</p>
<p>&#8222;Maino&#8220; = Meins</p>
<p>&#8222;Nuhl&#8220; = Null</p>
<p>&#8222;Duhke&#8220; = dunkel</p>
<p>&#8222;Nunu&#8220; = Norovirus</p>
<p>&#8222;Mapa&#8220; = Mama und Papa</p>
<p>&#8222;Göke&#8220; = Danke</p>
<p>&#8222;Sso&#8220; = So (eine alte Angewohnheit von uns, ständig &#8222;So!&#8220; zu sagen)</p>
<p>&#8222;Kroiz&#8220; = Kreuz</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1771" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kreuz.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Kreuz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kreuz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kreuz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Mune&#8220; = einmummeln (im Bett mit Decke)</p>
<p>&#8222;Batta&#8220; = Bagger</p>
<p>&#8222;Tatta&#8220; = Traktor</p>
<p>&#8222;Auf&#8220; = aufstehen (so fies, wenn ein so gemeines Wort aus so einem süßen Mund kommt)</p>
<p>&#8222;Otee&#8220; = OK</p>
<p>&#8222;Bebi&#8220; = Babyphone, Kameras</p>
<p>&#8222;Titzee&#8220; = kitzelt</p>
<p>&#8222;Ausso&#8220; = Ach so</p>
<p>&#8222;Mals&#8220; = Schmalz</p>
<p>&#8222;Abeit&#8220; = Arbeit (Papa muss zur Arbeit)</p>

<h2>Mimik und Gestik</h2>
<p>Eigentlich hat unser Sohn ja schon viel früher angefangen zu sprechen &#8211; nur eben anders.</p>
<p>Als es ihm noch nicht möglich war, Dinge zu benennen, hat er anfangs geweint. Da war er noch ein <strong>Baby</strong>. Wir mussten herausfinden, was ihm fehlte, warum er weinte, was er uns versuchte zu sagen.</p>
<p>Zum Beispiel fing er an zu schmatzen oder auf der Hand herumzukauen, wenn er Hunger hatte. Oder ganz einfach: das Gähnen, das Augen reiben, wenn er müde war. Manchmal musste man erst ein wenig herumprobieren, um zu verstehen, <a href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" rel="noopener">woher die Ursache kam</a>.</p>
<p>Später ging es los mit dem <strong>Zeigen</strong>. Auf alles wurde gezeigt. Wenn wir ihn trugen, zeigte er mit seinem dicken Zeigefinger in die Richtung, in die er getragen werden wollte. Wenn er etwas sah, zeigte er darauf und wir benannten es, erzählten ihm vielleicht sogar eine kleine Geschichte darüber. Um ihm den Gegenstand begreiflicher zu machen.</p>
<p>Und auch jetzt, wo er das Sprechen lernt, teilt er sich mit allem, was ihm zur Verfügung steht, mit. Nimmt er ein Geräusch wahr? Dann fasst er sich an sein Ohr. Aber auch der Zeigefinger wird noch gern genutzt, um zum Beispiel am Tisch auf das zu zeigen, was er gern essen oder trinken möchte. Hat er sich verletzt, hält er seine Hand auf die verletzte Stelle.</p>
<p>Mit Hilfe der <strong>Mimik</strong> gibt er zu verstehen, wie er denkt und fühlt. Lacht er? Runzelt er die Stirn? Wendet er sich ab oder zu? Was bedeutet das?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1628" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-maedchen-macht-grimasse.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Mädchen macht Grimasse" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-maedchen-macht-grimasse.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-maedchen-macht-grimasse-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nichts anderes machen wir Erwachsenen ja auch. Wir <strong>kommunizieren</strong> mit allem, was uns möglich ist. Wenn wir eine Sprache nicht verstehen &#8211; na und? Dann sprechen wir eben mit unserem Gesicht, unseren Händen und Füßen, bis wir verstanden werden.</p>
<p>Hast du auch so eine lustige Liste mit den ersten Worten deines Kindes?<br />
</p>
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