<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Symptome &#8211; Milchtropfen</title>
	<atom:link href="https://www.milchtropfen.de/tag/symptome/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.milchtropfen.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Sep 2020 10:17:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.2</generator>

<image>
	<url>https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/01/Milchtropfen-favi-45x45.png</url>
	<title>Symptome &#8211; Milchtropfen</title>
	<link>https://www.milchtropfen.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/zecke-entfernen/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/zecke-entfernen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2020 10:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[abwehren]]></category>
		<category><![CDATA[beißen]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[entfernen]]></category>
		<category><![CDATA[FSME]]></category>
		<category><![CDATA[Haken]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[impfen]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Pinzette]]></category>
		<category><![CDATA[Schlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz]]></category>
		<category><![CDATA[stechen]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Zange]]></category>
		<category><![CDATA[Zecke]]></category>
		<category><![CDATA[Zecken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=13271</guid>

					<description><![CDATA[<p>Du hast eine Zecke bei deinem Kind entdeckt oder möchtest für den Fall der Fälle vorbereitet sein? Im heutigen Beitrag erfährst du alles, was du über Zecken wissen musst, damit du bestens informiert bist, falls bei dir oder deinem Kind eine Zecke auftauchen sollte. Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten Letztens waren ... <a title="Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/zecke-entfernen/" aria-label="Mehr zu Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zecke-entfernen/">Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast eine Zecke bei deinem Kind entdeckt oder möchtest für den Fall der Fälle vorbereitet sein? Im heutigen Beitrag erfährst du alles, was du über <strong>Zecken</strong> wissen musst, damit du bestens informiert bist, falls bei dir oder deinem Kind eine Zecke auftauchen sollte.</p>
<p><span id="more-13271"></span></p>
<h2>Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten</h2>
<p>Letztens waren mein Mann und mein Sohn mit Freunden unterwegs in den Gärten der Welt. Die <strong>Kinder</strong> sind dabei einen Hügel hinunter gekullert, haben Verstecken im Gebüsch gespielt und abends, als ich meinen Sohn dann ins Bett gebracht habe und er sich genüsslich streckte, sah ich diesen kleinen, geröteten Punkt unter seiner <strong>Achsel</strong> &#8211; und wurde misstrauisch.</p>
<p>Ich bat meinen Sohn, seinen Arm noch einmal hoch zu heben, damit ich mir diesen seltsamen Punkt mal näher anschauen könne. Er hob den Arm, und Tatsache: Der Punkt hatte kleine Beinchen. Voilà, eine Zecke. Also auf, auf, raus aus dem Bett, wir müssen die <strong>Zecke entfernen</strong>.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13425" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-die-10-wichtigsten-tipps-fuer-dich-mehr-infos-auf-wwwmilchtropfende.jpg" alt="Zecke entfernen - Die 10 wichtigsten Tipps für dich" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-die-10-wichtigsten-tipps-fuer-dich-mehr-infos-auf-wwwmilchtropfende.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-die-10-wichtigsten-tipps-fuer-dich-mehr-infos-auf-wwwmilchtropfende-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-die-10-wichtigsten-tipps-fuer-dich-mehr-infos-auf-wwwmilchtropfende-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-die-10-wichtigsten-tipps-fuer-dich-mehr-infos-auf-wwwmilchtropfende-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-die-10-wichtigsten-tipps-fuer-dich-mehr-infos-auf-wwwmilchtropfende-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Die 10 wichtigsten Infos zum Thema Zecke</h2>
<p>Wer selten mit Zecken zu tun hat, mag dann, wenn es passiert ist, erstmal unsicher sein oder Angst davor haben, etwas falsch zu machen. Was sind Zecken überhaupt? Was ist zu <strong>beachten</strong> und was sollte man tunlichst <strong>vermeiden</strong>? Wie entfernt man am Besten eine Zecke und was ist, wenn der Kopf stecken bleibt? Hier erfährst du, was zu tun ist:</p>
<h3>1. Ruhe bewahren</h3>
<p>Versuche möglichst ruhig zu reagieren, damit auch dein <strong>Kind</strong> entspannt bleibt, und du es somit leichter hast, die Zecke zu entfernen.</p>
<p>Schön und gut, magst du jetzt denken, aber wie soll ich <strong>ruhig</strong> bleiben, wenn mir allein bei dem Gedanken, eine Zecke zu entfernen, der kalte Schweiß ausbricht?</p>

<h3>2. Setz dich mit eventuellen Ängsten, die du hast, auseinander</h3>
<p>Wovor haben wir eigentlich genau Angst?</p>
<p>Meiner Erfahrung nach können wir am Besten mit unserer Angst umgehen, wenn wir sie genauer betrachten, uns mit ihr auseinandersetzen und sichtbar machen.</p>
<p><strong>Angst</strong> haben wir, wenn wir keine Kontrolle haben, z.B. wenn wir uns Gedanken über die Zukunft machen. Was ist, wenn ich die Zecke nicht rausbekomme? Was ist, wenn ich was <strong>falsch</strong> mache? Was ist, wenn der <strong>Kopf</strong> der Zecke drin bleibt?</p>
<blockquote>
<p>&#8222;There is no illusion greater than fear.&#8220; &#8211; Laozi</p>
</blockquote>
<p>Das Problem dabei ist, dass wir uns noch so den Kopf zerbrechen können, was alles schief gehen könnte und was wir alles falsch machen können, wir werden trotzdem nicht wissen, wie die Zukunft aussieht. Wir werden es erst herausfinden, wenn wir es tatsächlich tun, die <strong>Pinzette</strong> in die Hand nehmen und die <strong>Zecke rausziehen</strong>. </p>
<h3>3. Was du über Zecken wissen musst</h3>
<p>Und was wir noch tun können: Wir können uns bestmöglich über Zecken informieren, denn wenn wir uns in einem Thema auskennen, sind wir sicherer, selbstbewusster und können vernünftig handeln.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13422" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entwickelt-sich-stadien.jpg" alt="Entwicklungsstadium Zecke" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entwickelt-sich-stadien.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entwickelt-sich-stadien-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entwickelt-sich-stadien-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>An dieser Stelle kannst du dich jetzt freuen, denn ich habe die <strong>wichtigsten Infos</strong> über Zecken für dich zusammengefasst. Meine Quellen findest du ganz unten, also wenn es dich interessiert, kannst du sie dir auch gerne selber nochmal anschauen. </p>
<ul>
<li>Zecken sind keine Insekten. Als Larve verfügt sie tatsächlich nur über sechs Beine, entwickelt jedoch nach ihrer Häutung zur Nymphe ein weiteres Beinpaar. Damit gehört sie zur Gruppe der <strong>Milben</strong>; sie ist ein Spinnentier. </li>
<li>Zecken <strong>leben</strong> gern am Waldrand, sitzen auf Grashalmen, an Buschzweigen und im Unterholz. Sie lassen sich nicht von Bäumen fallen, das ist ein <strong>Mythos</strong>.</li>
<li>Zecken haben keine Augen, dennoch finden sie ihren Wirt über das sogenannte Hallersche Organ, ein hoch entwickeltes Geruchsorgan, das sich am untersten Beinsegment befindet.</li>
<li>Die Zecke verabreicht mit ihrem Speichel ein <strong>Betäubungsmittel</strong>, deshalb merken wir im Vergleich zum Mückenstich gar nicht, wenn wir von einer Zecke gestochen werden.</li>
<li>Zecken werden unabhängig von <strong>Jahreszeiten</strong> aktiv; los geht es bei einer Bodentemperatur von 7 bis 8°C.</li>
<li>Von den 1000 bekannten <strong>Zeckenarten</strong> leben 25 in Deutschland, die bekannteste unter ihnen ist der Holzbock.</li>
<li>Zecken ernähren sich von tierischem und menschlichem <strong>Blut</strong>.</li>
<li>Ist die Zecke <strong>satt</strong>, fällt sie von allein wieder ab.</li>
<li>Die Zecke sticht mit ihrem gezackten Rüssel ein Loch in die Haut und trinkt dann das Blut, das aus der Wunde tritt. Zecken beißen also nicht, sie <strong>stechen</strong>.</li>
<li>Zecken können das 200-fache ihres Körpergewichts an Blut aufnehmen.</li>
<li>Und wo wir schon bei solch erstaunlichen Fakten sind, hier noch ein paar hinterher: Zecken überleben Waschgänge in der Waschmaschine bis zu 40°C; erst bei 60°C oder im Wäschetrockner wird&#8217;s für sie kritisch.</li>
<li>Zecken überleben bis zu 3 Wochen unter Wasser.</li>
<li>Temperaturen von &#8211; 12°C, wie etwa im Tiefkühler, halten Zecken bis zu 24 Stunden aus.</li>
<li>Und auch, wenn es Zecken bei uns zu Hause viel zu trocken ist aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit, stecken das die hart Gesottenen unter ihnen bis zu 10 Tage weg.</li>
<li>Manche Zecken können krank machen, indem sie Erreger, die sie in sich tragen, beim Saugen an Mensch und Tier weitergeben. Die zwei häufigsten und gefährlichsten <strong>Krankheiten</strong> sind Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz: FSME) und Borreliose. Daneben gibt es auch noch andere Krankheiten, die bei uns in Deutschland aber selten vorkommen und auf die ich deshalb nicht eingehen werde.</li>
</ul>

<h3>4. Den Körper nach Zecken absuchen</h3>
<p>Wenn ihr draußen, im Wald oder hohen Gras unterwegs wart, ist es wichtig, zu Hause die Sachen auszuziehen und sich gründlich <strong>abzusuchen</strong>, am Besten zu zweit, um auch schwer einsehbare Bereiche wie den Rücken oder Kopf zu checken. Auch gründliches Abduschen kann dazu beitragen, Zecken zu entfernen, die noch nicht zugestochen haben.</p>
<p>Zecken krabbeln oft stundenlang über die <strong>Haut</strong>, bis sie dann an der für sie geeignetsten <strong>Stelle</strong> <strong>zustechen</strong>. Beliebt sind dabei Stellen, wo die Haut sehr dünn und feucht ist, z.B. hinter den Ohren, am Haaransatz, in den Kniekehlen, Achselhöhlen, Armbeugen, am Bauchnabel, in der Leistengegend, im Genitalbereich, der Pofalte usw.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13416" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-unter-achsel.jpg" alt="Zecke in der Achselhöhle" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-unter-achsel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-unter-achsel-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-unter-achsel-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>5. Die Zecke so schnell wie möglich entfernen&#8230; aber wie?</h3>
<p>Hast du an dir oder deinem Kind eine Zecke entdeckt, die bereits zugestochen hat und nun genüsslich am Saugen ist, beeil dich damit, sie zu entfernen, um das Risiko zu minimieren, dass sie durch den Saugvorgang <strong>Krankheitserreger</strong> überträgt.</p>
<p>Folgende Mittel werden zur <strong>Zeckenentfernung</strong> angeboten:</p>
<ul>
<li><a href="https://amzn.to/30uZe4A" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Zeckenpinzette, Zeckenzange, Zeckenhaken, Zeckenhebel</a>* &#8211; viele verschiedene Begriffe, die alle dasselbe meinen</li>
<li><a href="https://amzn.to/3gATHiw" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Zeckenkarte</a>*</li>
<li><a href="https://amzn.to/39XdhTC" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Zeckenschlinge, Zeckenlasso</a>*</li>
</ul>
<p>Manche <strong>Hilfsmittel</strong> sind zu dick und zu grob, schließen schlecht und rutschen über die Zecke hinweg, sodass man es schwerer hat, die Zecke zu entfernen.</p>
<p><strong>Wichtig</strong> ist, dass du die Zecke so hautnah wie möglich erwischst. Vermeide es, die Zecke am <strong>Hinterteil</strong> zu packen, da du sie sonst lediglich <strong>zerquetschst</strong>, und die Zecke in ihrer Panik möglicherweise gefährliche Körperflüssigkeiten freigibt.</p>
<p>Um die Zecke so hautnah wie möglich packen zu können, ist eine gerade oder gebogene, eng schließende <strong>Stahlpinzette</strong> am Besten geeignet. Greif die Zecke am <strong>Stechapparat</strong>, hebel sie etwas hin und her und zieh sie dann heraus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13417" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-mit-pinzette.jpg" alt="Erwachsener entfernt Zecke von Kinderkopf mit Pinzette" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-mit-pinzette.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-mit-pinzette-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/zecke-entfernen-mit-pinzette-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Bei der <strong>Zeckenschlinge</strong> ist es etwas anders, da muss man, nachdem man die Schlinge um die Zecke zugezogen hat, um 360° Grad <strong>drehen</strong> und dann herausziehen. Es kommt bei der Art des Entfernens also immer darauf an, <span style="text-decoration: underline;">was</span> du verwendest. Schau dir bei Bedarf einfach die Anleitung für das Hilfsmittel an, das du dir gekauft hast.</p>
<p>Zur Not lassen sich Zecken auch mit den <strong>Fingernägeln</strong> entfernen. Wichtig ist nur, dass die Zecke nicht gequetscht wird und auch hier mit den Nägeln so nah wie möglich an der Haut gepackt und entfernt wird.</p>
<p>Nachdem die Zecke entfernt wurde, säuberst und <strong>desinfizierst</strong> du die Einstichstelle, da die Zecke ja auch durch Schmutz und Dreck krabbelt, was wir natürlich nicht in oder an uns haben wollen.</p>

<h3>6. No-Go!</h3>
<p>Auch wenn manche auf solche &#8222;Geheimtipps&#8220; wie <strong>Klebstoff</strong>, <strong>Nagellack</strong> und <strong>Öle</strong> schwören, um die Zecke zu entfernen, sollten wir lieber die Finger davon lassen! Der Grund dafür liegt in der Anatomie der Zecke.</p>
<p>Im Gegensatz zu uns Menschen hat die Zecke keine Nase am Kopf, um atmen zu können. Stattdessen verfügt die Zecke an ihrem Hinterteil über <strong>Luftlöcher</strong>, um auch während des Saugvorgangs Luft zu bekommen.</p>
<p>Überschüttet man die Zecke nun mit Kleber, Nagellack, Öl oder ähnlichen Substanzen, verstopfen diese Luftlöcher, die Zecke erstickt und stößt in ihrem Todeskampf vermehrt Speichel, der <strong>Viren</strong> (<strong>FSME</strong>) und <strong>Bakterien</strong> (<strong>Borreliose</strong>) enthalten kann, in unser Blut &#8211; und das wollen wir ja gerade vermeiden. </p>
<h3>7. Ich krieg&#8217;s einfach nicht hin</h3>
<p>Wenn du es nicht gleich beim ersten Mal hinbekommst, die Zecke zu entfernen, weil sie zu klein ist und du sie nicht perfekt zu greifen bekommst, nur <strong>Geduld</strong> und weiterhin Ruhe bewahren. Entspann dich, atme ein paar Mal ein und wieder aus und versuch es dann nochmal. Oftmals braucht man ein paar Versuche, um die Zecke richtig zu greifen und entfernen zu können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13421" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/kleine-zecke-mit-pinzette-entfernen.jpg" alt="Pinzette greift nach kleiner Zecke" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/kleine-zecke-mit-pinzette-entfernen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/kleine-zecke-mit-pinzette-entfernen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/kleine-zecke-mit-pinzette-entfernen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Solltest du dir aus welchen Gründen auch immer nicht zutrauen, die Zecke selber zu entfernen, <strong>helfen</strong> dir auch Kinder-, Haut- und Hausärzte bei der <strong>Zeckenentfernung</strong>. Wir haben das beim ersten Mal, als unser Sohn von einer Zecke gestochen wurde, auch in Anspruch genommen und sind zur Kinderärztin gefahren, weil wir voller Angst waren, irgendwas falsch zu machen. Da ist es aber auch passiert, dass nicht die komplette Zecke rausgezogen wurde, also genau das, wovor wir so große Angst hatten&#8230;</p>
<h3>8. Der Kopf bleibt beim Rausziehen zurück &#8211; was nun?</h3>
<p>Als du die Zecke rausziehst, stellst du fest, dass du nicht die komplette Zecke erwischt hast; der Stechapparat ist immer noch im Körper. Was nun?</p>
<p>Keine Sorge. Den Stechapparat, der zurückgeblieben ist, kannst du dir wie jeden anderen kleinen <strong>Fremdkörper</strong> vorstellen, wie z.B. einen Holzsplitter. Wichtig zu wissen ist, dass keine weiteren Erreger übertragen werden können, denn die sind oben in der Speicheldrüse, die ja entfernt wurde. Der Rest wird vom Körper <strong>abgestoßen</strong>.</p>

<h3>9. Beobachten</h3>
<p>Wie weiter oben schon erwähnt, können Menschen aufgrund eines Zeckenstiches an FSME oder Borreliose (sowie weiteren Krankheiten) erkranken. Deshalb ist es wichtig, sich gründlich abzusuchen, nachdem man draußen im Freien war, gern auch ein paar Tage später erneut gucken, und sich das <strong>Datum</strong> des Zeckenstichs notieren. So kann man im Falle einer Erkrankung den Arzt bzw. die Ärztin direkt darauf hinweisen; die <strong>Diagnose</strong> ist dadurch deutlich leichter zu stellen.</p>
<p>Denn das Problem besteht darin, dass unverkennbare <strong>Symptome</strong> manchmal leider nicht auftreten, wie etwa die <strong>Wanderröte</strong>, die ein eindeutiger Indikator für Borreliose ist. Dazu kommt, dass die <strong>Inkubationszeit</strong> mehrere Wochen betragen kann, es ist daher schwer für den behandelnden Arzt bzw. die Ärztin, die richtige Diagnose zu stellen, wenn man keinen direkten Hinweis auf einen Zeckenstich hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13418" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/wanderroete-am-bein.jpg" alt="An Borreliose Erkrankter mit Wanderröte" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/wanderroete-am-bein.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/wanderroete-am-bein-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/wanderroete-am-bein-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Bei der <strong>FSME</strong> treten zum Beispiel Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Man könnte annehmen, es handelt sich um eine simple Sommergrippe. Dazu kommt, dass die <strong>Krankheit</strong> sehr <strong>unterschiedlich</strong> verlaufen kann. Bleibt eine FSME-Infektion bei manchen unbemerkt, erkranken andere schwer oder sterben sogar daran. Eine große Rolle spielt vor allem das Alter der Infizierten, aber auch das Geschlecht. Je älter die Person, desto schlimmer kann die FSME verlaufen. Männer erkranken doppelt so häufig wie Frauen, bei den schweren Fällen von FSME sind es sogar dreimal so viele. Hier kann es zu Hirnhautentzündungen, Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder sogar zum Tod kommen.</p>
<p><strong>Borreliose</strong> geht mit Symptomen wie der typischen Wanderröte, Gelenkentzündungen, aber auch neurologischen Symptomen wie Schmerzen und Lähmungen einher. Hierzu fand das Robert-Koch-Insitut heraus, dass relativ viele <strong>Kinder</strong> Borrelien-Antikörper im Blut haben, demnach wurden sie in ihrem Leben mindestens einmal von einer infizierten Zecke gestochen, die Borreliose wurde aber gar nicht bemerkt. Hier zeigt sich wieder einmal, wie unterschiedlich der menschliche Körper auf einen Zeckenstich reagieren kann.</p>

<h3>10. Was hilft gegen Zecken?</h3>
<p>Ja, Zecken können ziemlich fiese und ernst zu nehmende Krankheiten übertragen, ursächlich <strong>behandeln</strong> lässt sich FSME nicht, einzig und allein die Symptome kann man lindern. Der Körper muss sozusagen allein damit fertig werden. Borreliose lässt sich im Frühstadium mithilfe einer <strong>Antiobiotikatherapie</strong> erfolgreich behandeln.</p>
<p>Dieser Umstand sollte uns jetzt aber nicht davon abhalten, nach draußen zu gehen. Wir sollten auch weiterhin mit unseren Kindern draußen ins Grüne gehen, die Wälder erkunden, auf Spielplätzen spielen und wandern gehen &#8211; nur eben mit dem <strong>Bewusstsein</strong>, dass es Zecken gibt und mit dem <strong>Wissen</strong>, wie wir das <strong>Risiko minimieren</strong> können, dass wir von ihnen gestochen werden.</p>
<p>Aus diesem Grund stellt der Markt ein breites Angebot an sogenannten <strong>Zeckenabwehrmitteln</strong> zur Verfügung. Stiftung Warentest hat 14 Produkte unter die Lupe genommen (Stand: 2017). Die besten Mittel aus dem Test wehren sowohl Mücken als auch Zecken über mindestens 5 Stunden sehr gut ab:</p>
<ul>
<li><a href="https://amzn.to/3fw75TF" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Autan Protection Plus</a>*</li>
<li><a href="https://amzn.to/3ftl3G4" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Anti Brumm Zecken Stopp</a>*</li>
<li><a href="https://amzn.to/2EY4IMX" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Zeckito classic Insektenschutz Pumpspray</a>*</li>
</ul>
<p>Allerdings bekam keines der Produkte in der Kategorie <strong>Gesundheit</strong> eine bessere Note als befriedigend. Grund dafür sind die enthaltenen Wirkstoffe, die die Augen reizen oder allergische Reaktionen auslösen können. Deshalb ist es wichtig, das <strong>Zeckenschutzmittel</strong> nur gezielt einzusetzen, wenn man z.B. einen Ausflug ins Grüne plant oder wandern geht, und ansonsten andere Hilfsmittel wählt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13419" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/schild-mit-zeckenwarnung-im-wald.jpg" alt="Waldspaziergang mit Zeckenwarnung" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/schild-mit-zeckenwarnung-im-wald.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/schild-mit-zeckenwarnung-im-wald-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/schild-mit-zeckenwarnung-im-wald-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Was noch hilft:</p>
<ul>
<li>Wenn du einen Garten hast, halte das <strong>Gras</strong> kurz, ansonsten halte dich wenn möglich von hohem Gestrüpp fern.</li>
<li><strong>Körper bedecken</strong>, langärmelige Kleidung tragen, Hosenbeine in die Socken stecken, festes Schuhwerk tragen.</li>
<li><strong>Helle Kleidung</strong> tragen, darauf lassen sich Zecken leichter finden.</li>
<li>Zu Hause die Fenster mit <strong>Fliegengittern</strong> versehen oder <strong>Moskitonetze</strong> über dem Bett aufhängen.</li>
<li>Wie sieht es mit Hausmitteln aus? Die in <strong>Kokosöl</strong> enthaltene Laurinsäure hat eine abschreckende Wirkung auf Zecken. In Labortests war es mit 6 Stunden sogar länger wirksam als manch herkömmliches Zeckenschutzmittel.</li>
<li>Bei der Wirksamkeit von <strong>Schwarzkümmelöl</strong> gegen Zecken spalten sich die Geister. Einige schwören drauf, andere sehen darin keinen ausreichenden Schutz.</li>
<li>Eine <strong>FSME-Impfung</strong> kann helfen, das Risiko einer FSME-Erkrankung zu mindern, stellt aber keinen 100%igen Schutz vor einer Erkrankung dar (für Borreliose gibt es derzeit keinen Impfschutz).</li>
</ul>
<p>Wie hat dir mein Artikel zum Thema Zecken gefallen? Hast du etwas hinzuzufügen? Wie sind deine Erfahrungen mit Zecken? Schreib es mir gerne unten in die Kommentare.</p>
<h2>Quellen</h2>
<ol>
<li>&#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ltGttdyVeo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was ist eine Zecke? &#8211; Wissen macht Ah! &#8211; DAS ERSTE &#8211; WDR</a>&#8220; </li>
<li>&#8222;<a href="https://www.zecken.de/de/was-ist-fsme" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was ist FSME?</a>&#8220; &#8211; www.zecken.de</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.test.de/Mittel-gegen-Zecken-1672174-0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zecken und Mücken &#8211; Diese Mittel helfen gegen die Blutsauger</a>&#8220; &#8211; www.test.de</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.zecken-radar.de/hausmittel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Bernsteinkette: Alternative Mittel zur Zeckenabwehr</a>&#8220; &#8211; www.zecken-radar.de</li>
<li>&#8222;<a href="https://dgk.de/impfen-und-infektionen/krankheiten-von-a-bis-z/fsme/vergleichstabelle-borreliose-und-fsme.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vergleichstabelle Borreliose und FSME</a>&#8220; &#8211; www.dgk.de</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.zecken.de/de/studie-beweist-so-z%C3%A4h-sind-zecken.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie beweist: So zäh sind Zecken</a>&#8220; &#8211; www.zecken.de</li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zecke-entfernen/">Zecke entfernen &#8211; Diese 10 Punkte musst du beachten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/zecke-entfernen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einmal Norovirus, bitte!</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 06:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Brechen]]></category>
		<category><![CDATA[Durchfall]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Norovirus]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[vorbeugen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=1544</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun ja, zugegeben: Gewünscht haben wir ihn uns nicht. Aber ist er erst einmal da, ist er nicht mehr aufzuhalten. Ein Bericht über den fiesen Norovirus: Wie er kommt, wie er bleibt und wie er auch wieder geht. Einmal Norovirus, bitte! Mittags. Unsere kleine Familie, bestehend aus Papa, kleinem Spatz und mir, geht gemeinsam zum ... <a title="Einmal Norovirus, bitte!" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/" aria-label="Mehr zu Einmal Norovirus, bitte!">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/">Einmal Norovirus, bitte!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja, zugegeben: Gewünscht haben wir ihn uns nicht. Aber ist er erst einmal da, ist er nicht mehr aufzuhalten.</p>
<p>Ein Bericht über den fiesen Norovirus: Wie er kommt, wie er bleibt und wie er auch wieder geht.<span id="more-1544"></span></p>
<h2>Einmal Norovirus, bitte!</h2>
<p>Mittags. Unsere kleine Familie, bestehend aus Papa, kleinem Spatz und mir, geht gemeinsam zum Zahnarzt. Bei mir steht eine Zahnreinigung an.</p>
<p>Nachdem das nach 1 Stunde erledigt ist, gehen wir noch kurz einkaufen. Der Papa vergisst, dass ich nach einer Zahnreinigung nichts essen darf, und kauft Mohnhörnchen und andere Brötchen.</p>
<p>Während also Papa und Sohn genüsslich ihre Brötchen verputzen, tingeln wir ein wenig in der Gegend rum. In 1 Stunde fängt nämlich das 1. Laternen basteln in der Kita unseres Sohnes an. Ich freue mich wahnsinnig darauf! Das hätte mir bereits zu denken geben müssen. Denn IMMER, wenn ich mich tierisch auf etwas freue, werde ich enttäuscht.</p>
<p>Wir spazieren noch an der Wuhle entlang, schauen auf die Seilbahn der Gärten der Welt und machen an einem kleinen Spielplatz Halt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1554" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-auf-spielplatz.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Kind auf Spielplatz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-auf-spielplatz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-auf-spielplatz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der Kleine will nicht in den Kinderwagen, ist auch etwas knatschig drauf. Liegt wohl daran, dass er den Mittagsschlaf hat ausfallen lassen, denke ich mir. Naja, er ist zwar schon etwas schwerer geworden, aber solange ich ihn noch tragen kann, trage ich ihn. Kein Problem.</p>
<p></p>
<h2>Laternen basteln</h2>
<p>Endlich ist die Zeit rum und wir machen uns auf den Weg zur Kita, die gleich um die Ecke ist.</p>
<p>Wir sind etwas früher dran, werden aber schon von der Erzieherin begrüßt und in den Theaterraum gebeten. Dort ist bereits alles vorbereitet. Lange Tische, viele Stühle, dazu ein Haufen Bastelkram. Gleich geht&#8217;s los!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1557" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-bastelzeug.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Bastelzeug" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-bastelzeug.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-bastelzeug-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Nach und nach füllt sich der Raum. Da das Basteln an einem Mittwoch Nachmittag stattfindet, ist es dennoch recht leer im Raum. Viele Eltern müssen noch arbeiten und können daher nicht mit zum Basteln kommen. Ihre Kinder werden von einer Erzieherin betreut. Die Kinder, deren Eltern fehlen, basteln leider nicht mit. Das finde ich sehr schade. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch gern eine Laterne gebastelt hätten. Nun ja&#8230;</p>
<p>Uns wird ebenfalls angeboten, den Kleinen zur Erzieherin zu geben, damit WIR (die Eltern) in Ruhe basteln können. Etwas irritiert sind wir schon von diesem Angebot&#8230; Sollen die Kinder etwa keinen Spaß beim Basteln, Kleben, Schneiden, Kritzeln haben? Unsere Antwort ist klar: Unser Sohn bastelt mit.</p>
<p></p>
<h2>Von einer Sekunde auf die andere</h2>
<p>Wir sitzen alle in einer gemütlichen Runde. Mein Sohn sitzt auf meinem Schoß, weil die Tische zu hoch und die Stühle zu niedrig sind, als dass er etwas hätte sehen oder daran arbeiten können. Während er ein paar Filzbommeln auf ein von mir ausgeschnittenes Stück Papier klebt, schneide ich weiter aus.</p>
<p>Dann gehe ich mit dem Kleinen zur Bühne. Hier warten eine Menge buntes Papier, Karton usw. Da sich der kleine Spatz nicht entscheiden kann, suche ich für uns grünes Papier aus. Unsere Laterne soll eine Raupe werden, stelle ich mir vor. Ja, das wird toll aussehen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1556" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-laternenmaennchen.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Laternenmännchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-laternenmaennchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-laternenmaennchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der Kleine will wieder getragen werden. Ich nehme ihn hoch, da muss er auf einmal ganz stark husten. Ich denke, er hat sich nur doll verschluckt und setze den Gang fort, nachdem das Husten aufgehört hat.</p>
<p>Und plötzlich bin ich nass. Von oben bis unten. Aber volle Möhre! Ich bin total irritiert, was jetzt auf einmal los ist. Er erbricht wieder. Und wieder. Würgt. Er jammert. Er ist scheinbar auch etwas überfordert mit den Vorgängen in seinem Körper.</p>
<p></p>
<p>Ich husche mit dem Kleinen ins Bad. Dort wird das Gröbste abgewaschen. Die Klamotten müssen komplett gewechselt werden. Auch er ist von oben bis unten vollgekotzt.</p>
<p>Der Papa hat inzwischen das Malheur auf dem Boden beseitigt und bringt uns Wechselklamotten. Von der Erzieherin bekomme ich netterweise ein T-Shirt geliehen. Sonst hätte ich entweder nackig oder in meinen vollgebröckelten Sachen umherlaufen müssen.</p>
<h2>Alles wieder gut?</h2>
<p>Es war dumm von uns zu denken, dass es jetzt vorbei sein würde. Wir überlegten sogar, uns wieder in den Raum zu setzen und weiterzubasteln. Immerhin war ja jetzt alles draußen&#8230;</p>
<p>So geirrt hatten wir uns wohl noch nie. Kaum hatte ich mich am Mini-Waschbecken einigermaßen von Kotze befreit, gewaschen und neu eingekleidet, da ging es wieder los. Der komplette Boden im Flur war vollgekotzt.</p>
<p>&#8222;Miiiilch!&#8220;, jammert der arme Schatz nur in meinen Armen. Kein Problem. Milch ist immer da. Milch ist immer gut. Also ab ins Nebenzimmer, in einen Mini-Sessel gequetscht und den Kleinen gestillt. Der prompt nach ein paar Schlucken einschläft. Der Mittagsschlaf hat ihm eindeutig gefehlt. Anscheinend konnte er aber bis dahin nicht einschlafen, weil er bereits merkte, dass in seinem Körper etwas zugange war.</p>
<p>Im Schlaf ziehen wir den armen Fratz an und wollen gerade aufbrechen, da wacht er wieder auf, kotzt, jammert, schläft wieder ein. Er muss sehr erschöpft sein&#8230;</p>
<h2>Kuscheln, kuscheln, kuscheln</h2>
<p>Als wir zu Hause angekommen sind, übergibt sich der Kleine noch viele Male. Trinken will er nicht, essen will er nicht. Er will einfach nur abwechselnd von mir und vom Papa im Arm einschlafen. Wir sitzen im Wohnzimmer auf der Couch, haben es uns gemütlich gemacht. Wir streicheln ihn, kuscheln mit ihm. Wenn er kurz aufwacht, um wieder zu erbrechen, beruhigen wir ihn mit unseren Stimmen, reden ihm gut zu. So allmählich hat sich alles eingependelt. Die Spucktücher liegen griffbereit, die Spuckschüssel vorsichtshalber auch. Handtücher sollen die Couch sauber halten.</p>
<p>Der Kleine schläft sofort wieder ein, sobald er erbrochen hat oder es zumindest versuchte. Allmählich mache ich mir Sorgen, dass er zu viel Flüssigkeit verliert und biete ihm, obwohl er nicht danach verlangt hat, die Brust an. Dankbar nimmt er das Angebot an und trinkt ein paar Schlückchen. Dann schläft er wieder in meinen Armen ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1558" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-schlaeft-im-arm.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Kind schläft im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-schlaeft-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-schlaeft-im-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Als er später beim Papa sein will und dort weiterschläft, verkrümel ich mich in die Küche, mache etwas Essen und schreibe ein wenig.</p>
<p>Irgendwann bricht die Nacht herein und wir machen uns alle fürs Bett fertig.</p>
<p>Zumindest gut geschlafen haben wir. Als wir aufwachen, ist es 9 Uhr! Ich werde von einem Schwall Kotze geweckt, der sich über mich ergießt.</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s bergauf&#8230; Doch nicht</h2>
<p>Am Morgen fühle ich mich etwas groggy. Der Kleine will wieder getragen werden, was mir plötzlich ziemlich Kräfte zehrend vorkommt. Auch als mir mein Mann berichtet, was er so über den Tag alles erledigen will, bin ich einfach nur fertig. Ich genieße es, wenn mir mein Mann etwas erzählen möchte. Aber in dem Moment hatte ich einfach kein offenes Ohr für ihn.</p>
<p>Plötzlich war ich einfach nur niedergeschlagen. Mir ging es nicht gut. Mein Mann machte sich für die Arbeit fertig. Innerlich malte ich mir schon aus, was für ein beschissener Tag das werden würde. Dem Kleinen ging es mittlerweile auch wieder besser. Er musste sich nicht mehr übergeben, war auch wieder ganz gut drauf und wollte jetzt spielen und bespaßt werden. Bücher lesen. Bälle werfen. Sowas eben. Sachen, die ich sonst gern mache. Aber nicht jetzt.</p>
<p></p>
<p>Im Flur lag ich vor unserem <a href="https://www.milchtropfen.de/wir-zaubern-dirnen-malort/" rel="noopener noreferrer">Malort</a> und kam mir ziemlich bescheuert vor, wie ich da so lag. Aber ich nutzte einfach jeden Ort und jede Möglichkeit, mich hinlegen und ausruhen zu können. Soweit das zumindest möglich ist, während jemand auf dich rauf krabbelt und gestillt werden will. Mir Wurscht! Stille ich eben im Liegen.</p>
<p>Und irgendwann wird der Kleine dann vormittags doch noch mal müde. Wir legen uns ins Bett. Ich lege mir vorsichtshalber eine Spuckschüssel daneben. Nur für den Fall der Fälle. Gute Entscheidung.</p>
<p>Als ich so auf der Seite liege, merke ich schon, wie die Übelkeit ins Unermessliche steigt. Und dann kommt endlich alles raus.</p>
<p>Der Papa will zu Hause bleiben und sich um uns kümmern. Doch nachdem alles draußen ist, fühle ich mich pudelwohl und sage ihm, er kann arbeiten gehen&#8230; Wie dumm von mir&#8230;</p>
<h2>Komm bitte wieder!</h2>
<p>Aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich legte mich mit dem kleinen Mann schlafen, der Papa ging zur Arbeit. Und irgendwann wachte ich auf und musste wieder und wieder kotzen. Mein Sohn beobachte mich währenddessen ganz ruhig. Zwischenzeitlich rief er immer &#8222;Mama!&#8220;, wenn ich ihn zu sehr beunruhigte. Dann erklärte ich ihm, was gerade mit mir los sei, um ihm die Angst zu nehmen. Aber ich kann mir vorstellen, dass mein Anblick nicht sehr hilfreich war.</p>
<p>Dazu kam dann noch Durchfall und extreme Abgeschlagenheit. Und ich hätte es vielleicht über den Tag geschafft, wenn mein Kleiner noch genau so krank gewesen wäre. Aber er war putzmunter, quietschfidel. Okay, zwischendurch wollte er auch gestillt werden, aber auch sehr viel spielen. Und wieder Bücher lesen. Ich kam mir vor wie ein Wrack.</p>
<p>Mein Sohn merkte, dass es mir sehr schlecht ging. Immer, wenn wir das Lesen unterbrechen mussten (was für ein Wortspiel), sagte er:&#8220;Mama! Mama!&#8220;. Als es überstanden war, begleitete er mich zum Bad, in dem ich die Spuckschüssel entleerte und säuberte.</p>
<p>Doch mit der Zeit traute ich mir immer weniger zu, mit dem Tempo meines Sohnes mithalten zu können. Kurzerhand schrieb ich meinem Mann: &#8222;Komm bitte wieder!&#8220;. Womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte: Er kehrte schnurstracks um und kam nach Hause.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1559" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-superman.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Superman" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-superman.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-superman-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Mein Mann, mein Retter</h2>
<p>Und das war er auch: Ein Retter in der Not. Auf der Heimfahrt durchstöberte er das Internet. Ganz eindeutig hatten wir uns den Norovirus eingefangen. Der würde in 2-3 Tagen vorüber gehen. Er kaufte noch ein paar Kleinigkeiten für uns ein und mutierte zum Superhelden.</p>
<p>Nicht nur, dass er einfach mal so für mich, für seinen Sohn, für uns, einen Arbeitstag sausen ließ (was bei Selbstständigen ziemlich viel bedeutet). Er informierte sich über alles, um uns bestmöglich zu versorgen. Er kaufte die nötigen Sachen ein, machte sich an die Wäscheberge, räumte auf, schmiss den Geschirrspüler an, kümmerte sich um den Kleinen. Damit ich wie ein Häufchen Elend versuchen konnte zu schlafen. Er erinnerte mich daran, den von ihm extra zubereiteten Tee alle 5 Minuten teelöffelweise zu mir zu nehmen. Ich wurde in Decken eingemummelt, die Fenster wurden geöffnet, damit frische Luft hereinkam.</p>
<p>Sogar Brühe kochte er für uns. Die verbrannte dann leider, weil er zwischendurch eingeschlafen war, aber was soll&#8217;s? Okay, bei dem Geruch von verbrannten Möhren hätte ich beinahe wieder gekotzt, aber er machte gleich alles wieder sauber und kochte eine neue Brühe. Die mir absolut nicht schmeckte, aber dafür konnte er ja nichts.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich also noch einmal ganz offiziell sagen: Danke. Danke, dass du für mich und für unseren Sohn an diesem wirklich beschissenen Tag da warst.</p>
<h2>12 Stunden</h2>
<p>12 Stunden brauchte es, damit es mir wieder besser ging.</p>
<p>Das Schlimmste war eindeutig, dass sich mein Magen nicht beruhigen konnte. Egal, was ich trank, wie viel oder wie wenig ich trank, egal, was für kleine Mini-Häppchen ich zu mir nahm: Es kam innerhalb kürzester Zeit wieder raus. Dazu dann noch der Kleine, der gestillt werden wollte. Am Ende kam nur noch Galle. Danach nur noch Schaum. Bei mir war nichts mehr, was meinen Körper hätte verlassen können. Und doch musste ich immer und immer wieder würgen. Ich bekam zwischendurch sogar Atemnot, weil ich so stark würgte, aber nichts raus kam.</p>
<p>Aber meine beiden Männer pflegten mich wieder gesund. Mein Sohn fütterte mich mit Salzstangen und Filinchen, und gab mir zu verstehen, dass ich auch meinen Kamillentee trinken musste.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1560" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-salzstangen-und-filinchen.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Salzstangen und Filinchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-salzstangen-und-filinchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-salzstangen-und-filinchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wirklich gut ging es mir, als ich mir im Badezimmer ein schönes, warmes Bad einließ und ganz in Ruhe baden gehen konnte. Es war himmlisch. Ich hätte locker den ganzen Tag darin verbringen können. Aber ich wollte die Kräfte meines Mannes auch nicht überstrapazieren.</p>
<p>Als gegen Abend das Gröbste überstanden war und ich sogar ein wenig lächeln konnte, wusste ich, jetzt wird es bergauf gehen. Der Papa war nach dem Tag entsprechend k.o., redete sich jedoch gut zu, dass er nicht krank werden würde, dass er stark sei. Ich gab mein Bestes, ihm Mut zu mache. Ich wünschte ihm so sehr, dass es ihn verschonen würde, aber ein wenig Zweifel hatte ich doch. Mitten in der Nacht ging es dann bei ihm los. Allerdings war er sogar schneller auf dem Damm als ich. Hut ab!</p>
<p></p>
<h2>Revanche (im guten Sinne)</h2>
<p>Als ich meinen Mann also mitten in der Nacht das Bett verlassen hörte, konnte ich schon 1 und 1 zusammenzählen. Man hörte ihn dann im Bad. Der kleine Mann hingegen hielt im Schlaf meine Hand und presste sich eng an mich. Zwischen uns war kein Millimeter Luft. Er brauchte das jetzt, schlief aber auch tief und fest.</p>
<p>Nachdem der Papa das 2. Mal das Bett verlassen musste und nicht wiederkam, stand ich auf. Es war gegen 3 Uhr morgens und ich hellwach. Er lag auf der Couch, belas sich. Ich leistete ihm Gesellschaft, brachte ihm Tee, kochte schonmal neuen, damit er über Nacht abkühlen konnte. Die Küche, die nach dem Tag ein wenig chaotisch aussah, machte ich auch noch schnell sauber. Wenn der kleine Mann schläft, sollte man das ausnutzen. Wer weiß, wie der morgige Tag aussehen wird.</p>
<p>Viel konnte ich für meinen Mann nicht machen. Er schlief viel, war aber auch nicht fertig, als er morgens von dem Kleinen mit einem liebevollen &#8222;Papa!&#8220; geweckt wurde. Beide genossen die Gesellschaft, lasen Bücher. Als beide ihren Mittagsschlaf hielten, machte ich mich ans <a href="http://www.brigitte.de/rezepte/kochtipps/suppe--bruehe-selber-machen-10225962.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gemüsebrühe kochen</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1561" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-gemuesebruehe.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Gemüsebrühe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-gemuesebruehe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-gemuesebruehe-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Am Nachmittag machen wir sogar einen gemeinsamen Spaziergang um die Häuser und genießen das kühle, graue Herbstwetter. Das tut uns zwar ganz gut, aber es ist für mich immer noch sehr anstrengend. Der kleine Mann ist während des Spaziergangs ganz ruhig. Er sagt kein Wort, lauscht unserer Unterhaltung und genießt es, im Kinderwagen liegen, entspannen und sich ausruhen zu können.</p>
<p>Mittlerweile ist es Abend. Der Kleine schläft, der Mann arbeitet am Computer, genau so wie ich. Die letzten 2 Tage waren nicht schön. Aber ich bin froh, dass sie endlich vorbei sind und nicht noch länger gedauert haben.</p>
<p>Wer von dem Thema Norovirus noch nicht genug hat, für den habe ich jetzt noch einige Informationen von <a href="http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/noroviren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">infektionsschutz</a> bereitgestellt. Vorab schonmal gute Besserung für euch!</p>
<h2>Norovirus &#8211; Übertragung</h2>
<p>Der Norovirus ist hochgradig ansteckend. Er wird vor allem durch mangelnde Hygiene übertragen. Wenn man zum Beispiel erbrochen hat oder Durchfall hatte und sich danach nicht richtig die Hände wäscht, können sich andere, mit denen man in Kontakt kommt, schnell anstecken. Es reicht schon aus, dass sie den infizierten Türknauf berühren oder dasselbe Handtuch benutzen. Der Virus ist äußerst widerstandsfähig und überlebt erschreckend lang.</p>
<p>Auch über Tröpfcheninfektion werden die Erreger weitergegeben. Wenn winzige Reste ausgehustet oder ausgeniest werden, können sie in der Luft schweben und dann von anderen eingeatmet werden. Natürlich reicht ein Kuss auch schon aus, um sich anzustecken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1553" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-schuhe-im-schnee.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Schuhe im Schnee" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-schuhe-im-schnee.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-schuhe-im-schnee-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Verunreinigtes Wasser (z.B. das befallene Badewasser), Getränke und rohe Lebensmittel können mit Noroviren belastet sein. Hierbei kann es sich um Salat, Obst, Krabben, Muscheln usw. handeln.</p>
<h2>Norovirus &#8211; Symptome</h2>
<p>Ihr habt ja selbst gelesen, wie übel es uns ging.</p>
<p>Neben Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und dem Gefühl von Abgeschlagenheit können auch weitere Symptome auftreten. Wie etwa Bauch- und Muskelschmerzen. Mein Mann und ich hatten immer ein stechendes Gefühl in der Magengegend, bevor wir uns später übergeben mussten. Nachdem es mir am Morgen etwas besser ging, hatte ich auch mit heftigen Gliederschmerzen zu kämpfen. Auch Fieber und Kopfschmerzen können hinzukommen.</p>
<p>Gerade Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können durch das starke Brechen und den heftigen Durchfall schnell an Flüssigkeit verlieren. Bemerkbar macht sich dies durch Schwächeanfälle und Schwindelgefühle. Hier droht die Gefahr einer Dehydrierung. Hätte mein Sohn keine Muttermilch oder sonst etwas getrunken, wären wir mit ihm ins Krankenhaus gefahren, damit er über eine Infusion Flüssigkeit erhält. Das war aber zum Glück nicht nötig.</p>
<p></p>
<h2>Norovirus &#8211; Was hilft</h2>
<p>Wenn ihr euch einmal angesteckt habt, sind diese Dinge besonders hilfreich und wichtig:</p>
<ul>
<li>Kein Kontakt zu anderen Personen, damit sie sich nicht auch noch anstecken. Unser Sohn ging nicht in die Kita. Der Papa ging nicht auf Arbeit. Darüber hinaus ist es ratsam, die anderen (Kita, Arbeitsstelle, Freunde, Familie usw.) darüber zu informieren, dass der Norovirus gerade umgeht. So können sie sich besser schützen.</li>
<li>Ruhe. Ich habe seit ewigen Zeiten einfach mein Handy zur Seite gelegt und ignoriert. Das Telefon wurde auf lautlos gestellt. Die Klingel wurde abgestellt. Vorhang zu, Fenster auf, schlafen. Das ist die beste Medizin.</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1550" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-frau-schlaeft.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Frau schläft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-frau-schlaeft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-frau-schlaeft-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<ul>
<li>Ich weiß, es ist schwierig, aber ihr müsst trinken. Bei mir kam nach kürzester Zeit zwar alles wieder raus, aber wenn ihr ständig brecht, Durchfall habt und dann auch noch &#8211; wie ich &#8211; ein Kind stillt, braucht ihr Flüssigkeit. Mein Mann hat beispielsweise schwarzen Tee mit Traubenzucker und etwas Salz zubereitet, kalt gestellt und mir dann teelöffelweise gegeben. Das kam zwar auch wieder raus, aber irgendwann blieb es dann auch drin.</li>
<li>Leichte Kost. Nichts fettes. Nichts schweres. Zwieback wird empfohlen, war bei mir aber ein Fiasko. Mir taten hingegen Salzstangen und Filinchen ganz gut. Vor allem hilft Salz, den Salzverlust im Körper auszugleichen.</li>
<li>Hygiene. Das bedeutet: Alles, mit dem man in Berührung kam, waschen (Kochwäsche) bzw. reinigen. Handtücher wechseln. Hände mit Wasser und Seife waschen. Ja, das sollte man eigentlich immer machen, einige achten da allerdings nicht so drauf.</li>
</ul>
<h2>Norovirus &#8211; Vorbeugen</h2>
<p>Was denjenigen hilft, die es bisher noch nicht getroffen hat, jedoch deren direktes Umfeld? Hygiene, Hygiene und nochmals Hygiene. Sie sollten ihre Hände stets waschen, vor allem vor und nach dem Essen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1551" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-badeutensilien.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Badeutensilien" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-badeutensilien.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-badeutensilien-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Außerdem den Kontakt mit erkrankten Menschen meiden. Auch, wenn die Symptome bereits abgeklungen und die Leute scheinbar wieder gesund sind. Der Norovirus ist ein wahrer Überlebenskünstler! Er kann sich lange auf Oberflächen oder Gegenständen halten. Auch in Lebensmitteln kann er die Zeit gut überdauern. Selbst Hitze lässt ihn oftmals unbeeindruckt. Temperaturen bis +60°C kann er für mehrere Minuten überstehen.</p>
<p>Das Gute zum Schluss: Das Schlimmste ist nach 1 bis 3 Tagen überstanden!</p>
<p>Hoffentlich konnte euch der eine oder andere Tipp helfen. Bleibt stark und werdet schnell wieder gesund!<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/">Einmal Norovirus, bitte!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2016 12:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stillen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Brust]]></category>
		<category><![CDATA[Brustentzündung]]></category>
		<category><![CDATA[Mastitis]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstau]]></category>
		<category><![CDATA[rot]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[stillen]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=1179</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da war ich den Tag zuvor mit meinem Kleinen völlig sorglos zu Besuch bei der Familie und in der Nacht ging es plötzlich los. Erst später fand ich heraus, dass ich eine Brustentzündung hatte. Wie ihr eine Brustentzündung erkennen, behandeln oder gar vorbeugen könnt, lest ihr in diesem Beitrag. Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)? Mitten ... <a title="Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis/" aria-label="Mehr zu Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis/">Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da war ich den Tag zuvor mit meinem Kleinen völlig sorglos zu Besuch bei der Familie und in der Nacht ging es plötzlich los.</p>
<p>Erst später fand ich heraus, dass ich eine Brustentzündung hatte.</p>
<p>Wie ihr eine Brustentzündung erkennen, behandeln oder gar vorbeugen könnt, lest ihr in diesem Beitrag.<span id="more-1179"></span></p>
<h2>Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?</h2>
<p>Mitten in der Nacht wache ich mit Schmerzen in der Brust auf. Mein Sohn liegt neben mir im Bett und schläft friedlich weiter.</p>
<p>&#8222;Was ist denn jetzt los?!&#8220;, frage ich mich innerlich. Meine rechte Brust ist steinhart! &#8222;Ach so, dann hat der Kleine wieder nur die ganze Zeit aus der linken Brust getrunken.&#8220;, denke ich mir. Ist ja schließlich nicht das erste Mal, dass er die linke Brust der rechten vorzieht und ich dann zusehen muss, wie ich meine Brust wieder entleere.</p>
<h2>Irgendetwas stimmt nicht</h2>
<p>Auf einmal bin ich hellwach, was mir mitten in der Nacht nie passiert, es sei denn, der Kleine wacht unmittelbar darauf ebenfalls auf und irgendetwas Seltsames ist im Gange. Dass er sich beispielsweise übergeben muss oder dergleichen. Ich bereite mich also innerlich darauf vor, dass mein Sohn gleich die Nacht zum Tag machen wird. Doch er schläft einfach weiter. Und ich liege da im Bett, mit weit aufgerissenen Augen. Na toll!</p>
<p>Mir wird allmählich kalt. Ja, ist ja klar, ich bin ja auch nicht zugedeckt. Also ab unter die warme Decke. Doch die reicht plötzlich nicht mehr aus. Urplötzlich schüttelt es mich vor Kälte durch. Gleichzeitig ist mein Kopf glühend heiß. Mein Sohn, der ab und zu mal andockt, um zu trinken, wird von meinen Schüttelattacken etwas unruhig, aber er wacht trotzdem nicht auf.</p>
<p></p>
<p>Ich kann nicht mehr einschlafen. Meine Brust tut höllisch weh. Ich schleiche mich ins Bad, in der Hoffnung, ein wenig Milch abstreichen zu können, denn das bisschen Nuckeln von meinem Sohn brachte keinerlei Erholung. Ich war ja noch nie gut im Milch ausstreichen. Wahrscheinlich habe ich einfach nicht die richtige Technik drauf. Auch jetzt schaffe ich es gerade mal, unter tierischen Schmerzen ein paar Milchtropfen auszustreichen. So doll darf das aber nicht weh tun, das habe ich doch schon so oft gehört und gelesen. Dann lasse ich das mal lieber und hoffe, dass der Kleine noch etwas Milch trinkt. Prompt vermisst mich der Kleine neben sich im Bett und ruft nach mir. Auf geht&#8217;s!</p>
<p>Doch leider wird und wird es nicht besser, sondern eher schlimmer. Meine Brust ist zwar durch das Stillen minimal weicher geworden, aber es tat echt weh! Die Brust ist kochend heiß! Ich kann sie nur unter Schmerzen leicht berühren. Jetzt fangen auch noch meine Glieder zu schmerzen an. WAS! IST! HIER! LOS?</p>
<h2>Retter in der Not</h2>
<p>Hätte ich in diesem Moment niemanden zur Stelle gehabt, der mir hilft, ich wäre zu Grunde gegangen, fürchte ich.</p>
<p>Ich war so platt, so erschöpft, es schüttelte mich in einer Tour, ich hatte furchtbare Schmerzen, das Stillen tat weh, zum Ende wurde mir dann noch speiübel. Ich wollte nicht aufstehen. Mein Körper sagte mir, ich muss jetzt liegen bleiben und ausruhen. Nur ist das schwer in die Tat umzusetzen, wenn dein Kleiner um 6 Uhr wach wird, deine Hände greift und mit dir durch die Wohnung laufen will.</p>
<p>Glück im Unglück, denn es war Sonntag und der Papa war zu Hause und musste nicht zur Arbeit. Er würde den ganzen Tag da sein und mich entlasten können. Ich war so unendlich froh über diesen Zustand!</p>
<p>Wir kuschelten also erst einmal zu Dritt im Bett und mein Schüttelfrost verabschiedete sich langsam. Aber ich war hundemüde! Während ich also im Bett mit einer Spuckschüssel lag (für den Fall, dass ich es nicht rechtzeitig ins Bad schaffen würde) und mich versuchte auszuruhen, wanderten der Papa und der Kleine durch die Bude, saugten Staub (ja, der Lärm war nicht wirklich hilfreich, aber immerhin wussten sich die Männer zu beschäftigen), lasen Bücher usw.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1190" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis-vater-mit-kindern-unterwegs.jpg" alt="Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis) - Vater mit Kindern unterwegs" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis-vater-mit-kindern-unterwegs.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis-vater-mit-kindern-unterwegs-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber wie das so ist, kann das natürlich nicht ewig gut gehen. Der Kleine lief immer wieder ins Schlafzimmer, krabbelte aufs Bett, wollte, dass ICH das Buch lese &#8211; nicht der Papa! Dann wollte er gestillt werden (kein Problem, denn das klappt ja prima im Liegen), dann krabbelte er über mich drüber und traf dabei natürlich immer genau die schmerzempfindliche Brust. Als er dann auf meinem Bauch saß und mir aus heiterem Himmel eine Ohrfeige gab, dachte ich mir so:&#8220;Okay, schlimmer kann es nicht mehr werden. Zeit, diesen Tag hinter mich zu bringen.&#8220;.</p>
<h2>Vielleicht nur was Falsches gegessen?</h2>
<p>Während wir also Hand in Hand im Garten spazierten und ich das Tageslicht und die frische Luft einatmete, ging es allmählich wieder aufwärts. Ich war zwar immer noch ganz schön erschöpft, aber mit Kind MUSS man ja irgendwie funktionieren. Und im Nachhinein denke ich mir, war es auch ganz gut, dass ich aus dem Bett geholt wurde und so langsam in die Gänge kam. Mein Kopf dröhnte trotzdem. Doof, dass man nicht mal schnell eine Pille gegen die Schmerzen einwerfen kann, wenn man noch stillt. Pech gehabt. Dann eben ohne.</p>
<p>Als aber mein Magen vor Hunger zu schmerzen begann, wusste ich schon, dass es besser werden würde. Wenn es einem wirklich elend ist und dann der Moment kommt, in dem man wieder Appetit kriegt, ist das bei mir immer das Zeichen von Genesung. Der Körper braucht wieder Energie! Also wird jetzt erst einmal gefrühstückt!</p>
<p>Als wir dann ganz gemütlich am Frühstückstisch saßen und ich es schaffte, ein kleines Stück Pfirsich zu essen, ohne, dass es mir gleich wieder hochkam, hatte ich erst die Vermutung, dass ich vielleicht am Tag zuvor einfach etwas Falsches gegessen hatte. Wer weiß, was das war.</p>
<p></p>
<h2>Verräterisches Zeichen</h2>
<p>Erst, als ich mir im Bad bei einem erneuten Versuch, Milch auszustreichen, meine glühende Brust etwas genauer ansah, sah ich es, das verräterische Zeichen, das ich schon so oft im Internet gesehen hatte. Meine Brust war an einer großflächigen Stelle gerötet (neben steinhart, heiß und extrem schmerzempfindlich). Hatte ich eine Brustentzündung? Einen Milchstau? Ist das eigentlich dasselbe? So genau hatte ich mich noch nie mit diesem Thema beschäftigt, da ich zuvor ja nie so etwas hatte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1186" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/frau-verdeckt-brust-mit-der-hand.jpg" alt="Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/frau-verdeckt-brust-mit-der-hand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/frau-verdeckt-brust-mit-der-hand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Erst, als ich meiner Schwägerin beim Treffen am selbigen Tag von meinen Symptomen berichtete, wurde sie hellhörig und tippte gleich auf Mastitis. Sie empfahl mir Vitamin C, viel Wasser, aber vor allem so viel Ruhe wie möglich. Für die ersten beiden Sachen konnte ich garantieren. Doch ob ich es die nächsten Tage schaffen würde, zur Ruhe zu kommen, wenn der Papa wieder arbeiten gehen und ich allein mit dem Kleinen sein würde?</p>
<p>Während also alle bereits in den Betten liegen, sitze ich mit einer fetten Wasserflasche und Saft bewaffnet am Computer, informiere mich über Milchstaus und Brustentzündungen und wie sie alle heißen, und habe zumindest einen Teil des mir nahegelegten Rates erfüllt. Zur Ruhe kommt ja jeder auf unterschiedliche Weise&#8230;</p>
<h2>Milchstau? Brustentzündung? Mastitis? Was ist das?</h2>
<p>Also erst einmal auf Anfang: Was ist ein Milchstau? Was ist eine Brustentzündung? Was bedeutet Mastitis? Ist es ein- und dasselbe? Oder gibt es Unterschiede? Fragen über Fragen&#8230;</p>
<p>Auf den Seiten von stillkinder.de, der La Leche Liga und ähnlichen dröselte ich mir so allmählich ein Bild zusammen. Das Wort &#8222;Milchstau&#8220; sagt einem ja schon einiges, nämlich, dass sich Milch gestaut hat. Passieren kann das, wenn die Milchgänge nicht richtig entleert wurden. Zu den Ursachen komme ich später.</p>
<p>Aus einem Milchstau kann, muss aber nicht zwangsläufig, eine Brustentzündung (medizinisch: Mastitis) folgen. Brustentzündungen können auch ohne vorherigen Milchstau auftreten. Mastitis und Milchstau unterscheiden sich in ihren Symptomen voneinander.</p>
<p></p>
<h2>Symptome</h2>
<p>Ein Milchstau äußert sich in Symptomen wie Druckempfindlichkeit, schmerzenden Schwellungen, Rötungen und dass sich die Brust warm oder heiß anfühlt.</p>
<p>Bei einer Brustentzündung/Mastitis kommen zusätzlich noch Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen in den Gliedern, Abgeschlagenheit und Müdigkeit hinzu. Man könnte meinen, man habe die Grippe. Wichtiges Merkmal ist hier aber die Brust. Wie bereits oben beschrieben ist die Brust gerötet, schmerzt bei Berührung, Druck und beim Stillen, und fühlt sich warm bis heiß an.</p>
<h2>Behandlung</h2>
<p>Es kann nicht schaden, seine Hebamme anzurufen und um einen Besuch zu bitten. Gerade, wenn im Wochenbett noch alles ganz neu ist und man 1000 Fragen hat.</p>
<h3>Stillen/Abpumpen/Ausstreichen</h3>
<p>Die gestaute Milch muss raus &#8211; ganz klar! Was mir am Besten geholfen hatte, und was auch empfohlen wird, war Stillen. Es tut zwar weh, aber ich merkte nach mehrmaligem Anlegen, dass meine Brust weicher wurde und weniger schmerzte. Als ich sie nach 12 Stunden berührte, fühlte sie sich zwar noch etwas hart an der geröteten Stelle an, aber es tat weniger weh. Nach 1 Tag war die gerötete Stelle verschwunden, aber noch verhärtet. Um die gestauten Milchgänge freizubekommen, hilft es, das Kind beim Stillen so anzulegen, dass sein Unterkiefer zur betroffenen Stelle zeigt. Dadurch wird der Milchstau am effektivsten gelöst. Nach gut 3 Tagen war meine Brust wieder weich und alles vorüber.</p>
<p>Es kann aber auch leider sein, dass euer Kind genau aus der gestauten Brust nicht trinken will, weil sie zu prall ist etc. Dann müsst ihr selber ran und versuchen, die Milch entweder abzupumpen oder mit der Hand auszustreichen. Hilfreich ist sowohl vor dem Stillen als auch dem Entleeren der Brust mit der Hand, die Brust vorher anzuwärmen, um den Milchfluss zu vereinfachen. Das könnt ihr beispielsweise mit einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche ganz gut erreichen.</p>
<h3>Kühlen</h3>
<p>Mir hat es nichts ausgemacht, mit gekühltem Quark beschmiert durch die Wohnung zu laufen. Wer nicht auf diese Schweinerei steht, dem empfiehlt stillkinder.de auch gekühlte Weißkohlblätter, die von einem Nudelholz durchgewalkt und im BH getragen wurden. Probiert aus, was euch am angenehmsten ist. Hauptsache, ihr verschafft euch durch Kühlung etwas Erholung. Sinn der Kühlung ist es, die Milchproduktion zu hemmen, damit sich die Brust erholen kann. Es empfiehlt sich also, erst nach dem Stillen/Abpumpen/Ausstreichen zu kühlen.</p>
<h3>Entspannung</h3>
<p>Bettruhe wird ebenfalls empfohlen und das kann ich nur bestätigen, wenn ich daran denke, wie geplättet ich im Bett lag und zu nichts zu gebrauchen war. Aber das braucht der Körper dann auch einfach. Man muss ja nicht einschlafen &#8211; das konnte ich bei den Schmerzen gar nicht. Selbst, wenn man sich nur hinlegt und ausruht, bewirkt das schon eine ganze Menge, wie ich festgestellt habe. Wenn das Kind also Mittagsschlaf hält, dann einfach dazulegen, oder ausruhen, wann immer sich die Möglichkeit bietet. Holt euch jemanden, der euch im Haushalt, beim Kochen und bei der Betreuung eures Kindes helfen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1187" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis-frau-im-bett.jpg" alt="Was tun bei Milchstau und Brustentzündung, Mastitis - Frau im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis-frau-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis-frau-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Massage</h3>
<p>Angenehm fand ich auch, die betroffene Brust zu massieren. Dabei half mir am besten die Vorstellung, meine Brust bestünde aus kleinen Kugeln, die ich in einer Hand halte und nun hin- und herbewege. Ich muss allerdings zugeben, dass ich es nicht oft gemacht habe. Am effektivsten war bei mir das Stillen.</p>
<h3>Knoblauch</h3>
<p>Manche schwören in solchen Momenten auf das Verzehren einiger roher Zehen Knoblauch täglich. Knoblauch ist das Antibiotikum der Natur und wirkt sich auch nicht auf das Stillen aus.</p>
<h3>Echinacea</h3>
<p>Echinacea ist ein Heilkraut und wirkt immunstimulierend. Es ist auf jeden Fall einen Versuch Wert, bevor man zum Antibiotikum greift.</p>
<h3>Was noch helfen kann</h3>
<p>Was mir empfohlen wurde und meiner Meinung auch mit dazu beigetragen hat, dass meine Mastitis so schnell wieder weg war: Vitamin C . Im Internet habe ich auch einige Foren gefunden, in denen Hebammen Vitamin C empfohlen haben.</p>
<p></p>
<p>Weiterhin habe ich jetzt immer eine große Flasche Wasser im Bett liegen, damit ich jederzeit zum Trinken komme. Nachts wache ich meist völlig vertrocknet auf und schlafe trotzdem weiter, weil ich zu faul bin, aufzustehen und mir etwas zu Trinken zu holen. Das war keine gute Idee, muss ich gestehen. Jetzt mache ich es besser! Noch eine Mastitis brauche ich nicht.</p>
<h3>Lecithin/Lezithin</h3>
<p>In einigen Foren wird die Einnahme von Lecithin/Lezithin als hilfreich angesehen, soll jedoch eher vorbeugend wirken, wenn man sehr oft an Milchstaus leidet.</p>
<h2>Ursache</h2>
<p>Und warum habe ich nach knapp 1,5 Jahren plötzlich eine Mastitis bekommen? Das tritt doch meist eher im Wochenbett auf?</p>
<p>Ich weiß nicht, was genau bei mir der Auslöser des Milchstaus und der darauf folgenden Mastitis war. Es war nicht stressiger als sonst, aber vielleicht war die Einschulung meines Neffen und die darauf folgende Feier mitsamt der Familie im Garten doch etwas zu viel und wirkte sich auf den Milchfluss aus.</p>
<p>Es kann auch daran gelegen haben, dass ich die ganze Zeit unter meinen Klamotten einen geliehenen Bikini trug, weil ich gedacht hatte, es würde eine Wasserschlacht im Planschbecken geben. Die gab es aber nicht, und deshalb lief ich die ganze Zeit in dem Ding herum. Eventuell hatte der Bikini nicht die richtige Größe und lag ungünstig an.</p>
<p>Neben Stress, der daraus resultierenden Auswirkung auf den Milchfluss, dem Tragen eines falschen (Still-)BH&#8217;s oder Bikinis kann auch Folgendes Ursache für einen Milchstau oder eine Brustentzündung/Mastitis sein:</p>
<ul>
<li>eine ungünstige oder falsche Stillposition</li>
<li>ein veränderter Stillrhythmus (z.B. wenn das Kind länger schläft und nicht gestillt wird)</li>
<li>obwohl das Kind viel und gut trinkt, ist die Brust ständig prall; das kann daran liegen, dass zu viel Milch produziert wird</li>
</ul>
<p>Wichtig ist vor allem: Sollten sich die Symptome nicht innerhalb von 24, spätestens 48 Stunden bessern oder gar verschlechtern, muss ein Arzt aufgesucht werden.</p>
<p>Abschließend kann ich noch sagen: Wer die Ursachen kennt, kann auch entsprechend vorbeugen. Das bedeutet: Auf die richtige Stillposition achten, das Kind nach Bedarf stillen, einen passenden (Still-)BH tragen, so gut es geht Stress vermeiden.</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte euch einen schnellen ersten Überblick zu diesem schmerzhaften Thema geben. Alles Gute euch und hoffentlich seid ihr auch schnell wieder auf den Beinen!</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis/">Was tun bei Milchstau und Brustentzündung (Mastitis)?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/was-tun-bei-milchstau-und-brustentzuendung-mastitis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Kind hat Soor</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 16:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
		<category><![CDATA[befallen]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[blutig]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Flecken]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Lippen]]></category>
		<category><![CDATA[Mund]]></category>
		<category><![CDATA[Mundwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Pilz]]></category>
		<category><![CDATA[Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Soor]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache]]></category>
		<category><![CDATA[weiß]]></category>
		<category><![CDATA[Zunge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=903</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da sieht man&#8217;s mal wieder: Selbst ein Kind, das ohne Schnuller aufwächst, ist nicht vor Soor gefeit. Wie wir ihn entdeckt und behandelt haben, erzähle ich euch im folgenden Artikel. Mein Kind hat Soor Ausgerechnet an einem Sonntag fiel uns auf, dass im Mund unseres Sohnes etwas nicht in Ordnung war. Erst dachten wir, dass er sich auf ... <a title="Mein Kind hat Soor" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/" aria-label="Mehr zu Mein Kind hat Soor">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/">Mein Kind hat Soor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sieht man&#8217;s mal wieder: Selbst ein Kind, das ohne Schnuller aufwächst, ist nicht vor Soor gefeit.</p>
<p>Wie wir ihn entdeckt und behandelt haben, erzähle ich euch im folgenden Artikel.<span id="more-903"></span></p>
<h2>Mein Kind hat Soor</h2>
<p>Ausgerechnet an einem Sonntag fiel uns auf, dass im Mund unseres Sohnes etwas nicht in Ordnung war. Erst dachten wir, dass er sich auf die Lippe gebissen hätte, doch dann entdeckten wir weiße Stellen in den geröteten, teils blutigen Mundwinkeln und auf seiner Zunge.</p>
<p>Statt abzuwarten, ob es sich wieder von allein geben wird, recherchierte der Papa gleich bei Dr. Internet nach den Symptomen. Die Diagnose: Soor.</p>
<p>Ansonsten machte unser Sohn einen ganz normalen Eindruck. Er war nicht gereizt oder fiel anderweitig auf. Er fasste sich ab und zu in den Mund, um uns auf sein Problem aufmerksam zu machen, aber das war es dann auch schon.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-915" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Kind fasst sich an den Mund" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Was ist Soor?</h2>
<p>Was ist Soor eigentlich? Soor ist ein Pilzbefall, der ansteckend ist. Er wird durch einen Pilz namens Candida albicans verursacht, der sich mit vielen anderen Mikroorganismen auf und in unserem Körper befindet.</p>
<p></p>
<p>Durch die Einnahme von z.B. Antibiotika oder Kortison oder durch eine Schwächung des Immunsystems (z.B. bei Stress oder Krankheit) können die Flora von Haut, Darm, Schleimhäuten usw. aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der Pilz vermehrt sich dann rasant, es kann u.U. zu Schmerzen beim Stillen kommen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Mutter oder Kind symptomfrei bleiben.</p>
<h2>Symptome bei der stillenden Mutter</h2>
<p>Ich persönlich hatte keine Symptome. Auf dem Infoblatt der La Leche Liga werden jedoch folgende Symptome aufgelistet, die bei der stillenden Mutter auftreten können:</p>
<ul>
<li>Die Brustwarzen jucken und/oder brennen und/oder haben einen geröteten, schuppigen Hautausschlag, der glänzt. Möglicherweise haben sich kleine Bläschen gebildet.</li>
<li>Die Brustwarzen weisen Risse auf und schmerzen, heilen jedoch nicht, obwohl man beim Stillen richtig anlegt.</li>
<li>Die Brust tut weh. Es treten während oder nach dem Stillen/Abpumpen stechende bis schießende Schmerzen auf, die bis tief in die Brust zu spüren sind.</li>
<li>Auch die Scheide kann infiziert sind. Es hat sich eine Scheidenpilzinfektion gebildet, die juckt und brennt.</li>
</ul>
<h2>Symptome beim gestillten Kind</h2>
<p>Wir erkannten den Soor bei unserem Sohn wie gesagt am weißen Belag in den Mundwinkeln, in den Wangentaschen und auf der Zunge. Außerdem waren seine Mundwinkel gerötet und bluteten an einigen Stellen.</p>
<p>Es können aber auch folgende Symptome auftreten:</p>
<ul>
<li>Das Kind hat einen wunden Po und/oder einen roten Ausschlag im Windelbereich.</li>
<li>Das Kind trinkt sehr unruhig. Beim Stillen lässt es die Brust oft los, saugt wieder, weint, quengelt, verweigert eventuell sogar die Brust.</li>
</ul>
<p></p>
<h2>Ursachen</h2>
<p>Da unser kleiner Mann keinen Schnuller hat, stellte sich die Frage, wo er sich diesen Pilz eingefangen haben könnte.</p>
<p>Laut Internet gibt es diverse Ursachen. Da der Pilz zu den sogenannten opportunistischen Erregern gehört, kommt es nur dann zu einer starken Vermehrung und einer Infektion, wenn die Lebensbedingungen für den Pilz optimal sind. Dies kann &#8211; wie bereits oben erwähnt &#8211; dann der Fall sein, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Doch auch folgende Ursachen sind möglich:</p>
<ul>
<li>Mundtrockenheit</li>
<li>Stellen, an denen wenig Luft zirkuliert und es warm, feucht und dunkel ist, z.B. unter Stilleinlagen und der Windel</li>
</ul>
<p>Die einzige Ursache, die auf uns hätte zutreffen können: mangelnde Hygiene, z.B. wenn das Kind an Gegenständen lutscht und diese nicht sterilisiert wurden und dann wieder und wieder in den Mund genommen werden.</p>
<p>Die einzigen Gegenstände, die zutreffen könnten, waren die Trinkflasche, die wir erst vor Kurzem gekauft hatten und die unser Sohn innig liebte, und die Fingerzahnbürste, auf der der Kleine auch gern ewig herumkaut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-914" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Kind mit Spielzeug im Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Am Abend eines jeden Tages werden diese Sachen von uns gereinigt, aber vielleicht hat das nicht ausgereicht. Vielleicht waren es auch dreckige Hände, die er sich in den Mund gesteckt hat.</p>
<h2>Schnell handeln</h2>
<p>Da wir einen Tag warten mussten, ehe wir zum Kinderarzt gehen konnten, recherchierten wir im Internet nach Hausmitteln, damit sich der Pilz gar nicht erst weiter ausbreiten konnte. 1 TL Apfelessig, verdünnt auf 240 ml Wasser, soll angeblich helfen. Unser Sohn lutschte gierig an dem Wattestäbchen, mit dem wir die Flecken einrieben. Wir hatten den Eindruck, dass die weißen Flecken am nächsten Tag schon weniger wurden.</p>
<p>Gleich am Tag darauf standen wir also beim Kinderarzt auf der Matte. Dieser diagnostizierte sogleich:&#8220;Ja, das ist ein Pilz. Sie bekommen von mir eine Suspension. Vor Gebrauch gut schütteln, nach dem Essen auftragen, 4 &#8211; 6 x täglich 0,5 &#8211; 1 ml. Ist für Erwachsene ungefährlich, bei Kleinkindern lieber Abstand halten, sonst stecken die sich auch noch an&#8220;. Alles klar. Dann durften wir wieder gehen.</p>
<p></p>
<p>Die Suspension, die uns der Kinderarzt verschrieb, heißt übrigens MYKUNDEX Suspension, 100.000 I.E./ml und beinhaltet den Wirkstoff Nystatin. Nach dem Verbrauch von insgesamt 2 Fläschchen war der Soor allerdings immer noch da. Deshalb erzähle ich euch später noch, was für ein natürliches Mittel unserem Sohn geholfen hat. Jetzt will ich erst einmal meinen Dampf ablassen, was für eine Tortour das mit dem vom Kinderarzt verabreichten Medikament war (obwohl es so einfach hätte sein können).</p>
<h2>Die nervenaufreibende Behandlung mit MYKUNDEX Suspension</h2>
<p>Um Soor zu behandeln, brauchte es eine Menge Zeit, Geduld und Nerven. Zumindest erging es uns so mit dieser Suspension.</p>
<p>Anfangs dachte ich, dass die Behandlung einfach wird. In der Suspension ist eine Art von Zucker drin, das wird dem Kleinen schmecken, kein Problem. Denkste! Unser Sohn schluckte es zwar sehr gern, ABER&#8230;</p>
<p>Wir mussten die Suspension 4 &#8211; 6 x täglich nach dem Essen geben. Bevor es mit der Prozedur losging, musste man sich ein paar Wattestäbchen schnappen und damit die weißen Flecken abkratzen. Dann wurden 0,5 &#8211; 1 ml der Suspension in eine Pipette gesaugt und davon ein Teil auf ein frisches Wattestäbchen gegeben. Mit diesem Stäbchen wurden jetzt die befallenen Stellen betupft. War dieser Akt geschafft, konnte der Rest, der in der Pipette war, dem Kind in den Mund geflößt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-916" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Wattestäbchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Eigentlich sollte die Suspension eine Weile im Mund bleiben, damit sie wirken konnte, aber erzählt das mal einem Kleinkind. Das Zeug wird einfach sofort heruntergeschluckt, da kann man tun und machen, was man will.</p>
<h2>Geduld</h2>
<p>Wir brauchten also extrem viel Geduld und Nerven bei dieser Prozedur. Der Kleine wollte erst mit den Wattestäbchen spielen, dann fielen sie auf den Boden, dann nahm er sie bereits in den Mund und man konnte sie nicht mehr gebrauchen, weil sie völlig aufgeweicht waren. Also neue holen. Und dann interessierte er sich für die Pipette, wollte sie unbedingt halten, dazu noch das Fläschchen, das bereits offen stand.</p>
<p>Da hat man natürlich Angst, dass die kostbare Medizin gleich auf dem Boden verteilt wird und versucht, das Fläschchen wenigstens ein bisschen mithalten zu dürfen. Das passt dem Kleinen aber sowas von gar nicht. Er merkt sofort, wenn jemand hilft. Und das will er nicht! Er will die Flasche allein halten und die Pipette in die Flasche tunken. Also gut. Dann mach mal, kleiner Mann. Geduldig sitzt man daneben und beobachtet das Treiben.</p>
<p></p>
<p>Und nachdem Flasche und Pipette irgendwann ihren Reiz verloren haben, widmet sich der Kleine wieder den Wattestäbchen. &#8222;Aber nicht gleich wieder alle auf einmal. Nimm dir nur eins.&#8220; Na wenigstens das macht er dann.</p>
<p>Das Problem ist nicht, dass er die Sachen erkunden und kennenlernen will. Es ist eher die Aufgabe, die danach auf uns zukommt: das Abwischen der Stellen mit dem Stäbchen.</p>
<p>Unser Sohn wendet dann immer gern den Kopf ab, dreht sich weg, macht völlig zu. Er weint nicht, aber toll findet er es wohl auch nicht, wenn ihm da im Mund herumgefummelt wird.</p>
<p>Aber wenn man geduldig bleibt und die Nerven behält, mit ihm redet, dann macht er irgendwann auch mit und öffnet &#8211; wenn auch nur für einen Augenblick &#8211; den Mund. Man muss dann halt schnell sein und das Stäbchen im rechten Augenblick zur Hand haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-904" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Baby eingewickelt in Badetuch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann kommt noch das Einschmieren mit der Suspension. Das ist auch nochmal eine Sache für sich, denn da wird zwar der Mund weit aufgemacht, allerdings wird dann das Wattestäbchen derart ausgelutscht, dass man gar nichts mehr einschmieren kann. Das ist dann immer ärgerlich, weil man ja nicht einfach mal die Dosis erhöhen und es nochmal versuchen kann.</p>
<p>Aber wenigstens ist es im Mund gelandet. Und wenn man das Ganze bis zu 6 x am Tag macht, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass die Behandlung nicht anschlägt (Denkste!).</p>
<h2>Nach 1 Woche Behandlung</h2>
<p>Nach 1 Woche waren seine Lippen und Mundwinkel wieder völlig symptomfrei. Lediglich die Zunge und eine kleine Stelle an der Innenseite der Wange waren noch leicht weiß.</p>
<p>Die Flasche war mittlerweile leer, wir mussten die Suspension nochmal holen, aber sie war ja kostenlos, von daher&#8230;</p>
<p>Ich war fest davon überzeugt, dass auch der kleine Rest, der jetzt noch übrig geblieben war, nach spätestens 1 Woche verschwindet. Doch leider hatte ich mich geirrt. Nach der 2. aufgebrauchten Flasche war der Soor immer noch da und die Eingewöhnung in der Kita stand in 1 Woche an. Es musste also schnell etwas her! Ganz schnell!</p>
<p>Vom Kinderarzt konnte man nicht viel erwarten. Er wollte den Soor jetzt erst einmal sich selbst überlassen. Nach dem Motto: Wird schon von allein wieder weggehen. Das Risiko, dass unser Sohn dann immer noch den Pilzbefall im Mund hat, es noch schlimmer wird, und wir am Ende die Eingewöhnung verschieben müssen, weil ein Kind mit solch einer ansteckenden Krankheit nicht in die Kita darf, war mir persönlich zu hoch. Ich wollte keine Experimente machen. Ich wollte diesen blöden Soor endlich in den Griff bekommen!</p>
<p></p>
<h2>Was uns geholfen hat</h2>
<p>Und wieder einmal stand mir meine Schwägerin mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin so froh, dass ich sie immer fragen kann, wenn ich nicht weiter weiß.</p>
<p>Unglücklicherweise hatte sich ihre Tochter nämlich mit Soor angesteckt. Während wir also noch mit unserem vom Kinderarzt verschriebenen Medikament arbeiteten, behandelte sie ihr Kind mit Teebaumöl. Ich informierte mich kurz über Teebaumöl, als sie es mir empfahl, fand jedoch heraus, dass man es nur äußerlich anwenden darf. Also ließ ich es erst einmal sein. Ich war skeptisch.</p>
<p>Doch nachdem der Soor immer noch nicht weg war und wir bereits die 2. Flasche kaufen mussten, war der Soor bei meiner Nichte bereits verschwunden. Und das nur mit Teebaumöl. Ich wurde also doch neugierig und recherchierte nun etwas genauer. Immerhin blieb uns nur noch 1 Woche bis zur Kitaeingewöhnung!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1228" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Teebaum" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums gewonnen. Es hat eine entzündungshemmende, wundheilende Wirkung und wird bei entzündlichen Hautproblemen (z.B. Pickeln, Akne oder Warzen) angewandt.</p>
<p>Die beiden wichtigsten Verbindungen, denen das Teebaumöl seine Heilwirkung verdankt, sind Terpinen und Cineol. Cineol ist für seine antiseptische, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Doch<span id="ctrlcopy"> insbesondere dem Terpinen-4-ol, das mit 30 &#8211; 40 % den Hauptbestandteil des Teebaumöls darstellt, wird seine große Heilwirkung zugeordnet. Terpinen-4-ol hat eine starke Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren. Insgesamt gibt es etwa 100 Inhaltsstoffe im Teebaumöl, von denen aber nur etwa 60 % klassifiziert wurden.</span></p>
<p>Bei der Anwendung im Mundbereich muss das Teebaumöl jedoch stark verdünnt werden. Wir hatten immer 1-2 Tropfen Teebaumöl in 250 ml Wasser gemischt und den Mund unseres Kindes mit einem Wattepad, das in diese Mischung getunkt wurde, ausgewischt. Und im Nu (nach 1,5 Wochen) war der Soor weg! BAM!</p>
<h2>Vorbeugen</h2>
<p>Die Hauptsache ist, dass man den Soor loswird und dann dafür sorgt, dass er nicht noch einmal auftritt. Für uns hieß das, auf eine gute Hygiene zu achten, sprich: Hände waschen, Gegenstände, die mit Speichel oder Muttermilch in Berührung kamen, gründlich und oft reinigen, (Still-)BH&#8217;s oft wechseln und bei mind. 60°C waschen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-917" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Spielzeug Bausteine" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hattet ihr oder euer Kind Soor? Wie habt ihr ihn behandelt? Wie lange dauerte es bei euch?</p>
<p>Schreibt mir eure Erfahrungen mit Soor. Ich bin gespannt auf eure Geschichten.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/">Mein Kind hat Soor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
