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	<title>Zorn &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Zorn &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Warum weint mein Baby?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2016 06:00:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Anfangs mag es einem schwierig vorkommen herauszufinden, was das Baby einem mit seinem Weinen mitteilen möchte. Und auch später kann es vorkommen, dass man sich nicht sicher ist, wie man helfen kann. Mögliche Gründe, an die ihr vielleicht schon gedacht, aber eventuell auch noch nicht gedacht habt, findet ihr hier. Warum weint mein Baby? Da hat ... <a title="Warum weint mein Baby?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" aria-label="Mehr zu Warum weint mein Baby?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfangs mag es einem schwierig vorkommen herauszufinden, was das Baby einem mit seinem Weinen mitteilen möchte. Und auch später kann es vorkommen, dass man sich nicht sicher ist, wie man helfen kann.</p>
<p>Mögliche Gründe, an die ihr vielleicht schon gedacht, aber eventuell auch noch nicht gedacht habt, findet ihr hier.<span id="more-1005"></span></p>
<h2>Warum weint mein Baby?</h2>
<p>Da hat man zig Ratgeber gekauft und in der Schwangerschaft regelrecht inhaliert, alles wie ein Schwamm aufgesaugt. Und dann ist da plötzlich dieses kleine, schrumpelige Wesen, das einen mit großen Augen anguckt, keine Mine verzieht und man plötzlich wieder auf Anfang steht.</p>
<p>Doch mit der Zeit gewöhnt man sich aneinander, lernt sich kennen und versteht immer mehr und besser, was der andere braucht.</p>
<h2>Wenn das Baby weint</h2>
<p>Und dann fing mein Sohn, der ständig schlief und ständig trank, auch mal an zu weinen. Und man ist überwältigt von Informationen aus Büchern, Zeitschriften, Foren, Beiträgen wie diesen hier und so weiter. Alles, was man anwendet, ist entweder völliger Blödsinn und hilft nie weiter, oder es funktioniert irgendwie und mal wieder nicht. Und dann gibt es einige Methoden, die tatsächlich klappen.</p>
<p>Wie ich dann nach vielem Lernen an die Situation rangegangen bin, zeige ich euch weiter unten im Text.</p>
<h2>Wozu auf das Schreien warten?</h2>
<p>Dass Mütter mit der Zeit an der Art, wie ihr Baby schreit, erkennen, was es braucht, hat bei mir nie funktioniert. Und zugegeben, wollte ich es auch gar nicht erst so weit kommen lassen. Ich vergleiche das immer gern mit dem Hungergefühl: es kommt ja nicht plötzlich und lässt den Magen innerlich aufschreien! Der Hunger meldet sich so langsam. Erst bekommt man Appetit, dann verstärkt sich das Gefühl, wenn die Nachbarn richtig lecker kochen und der Duft durch den Hausflur zieht. Und mit der Zeit fängt der Magen an zu knurren und zu rumoren. Es ist kein schönes Gefühl, Hunger zu haben. Und es wird immer schlimmer. Und man wird immer unerträglicher und griesgrämiger.</p>

<p>Und so stellte ich es mir bei meinem Baby vor. Es wird nicht von einer Sekunde auf die andere die Wände zum Wackeln bringen. Es meldet sich allmählich, und erst dann mit steigender Intensität, wenn niemand reagiert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1037" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby weint bitterlich" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Deshalb musste ich mich immer in den Rückbildungskursen zurückhalten, wenn das Baby einer Mutter anfing zu quengeln und die Mutter meinte, mit dieser Lautstärke käme sie noch klar. Wozu auf das Schreien warten, wenn man es verhindern kann?</p>
<h2>Liste</h2>
<p>Nach und nach habe ich mir eine Liste im Kopf erstellt, wenn ich nicht wusste, was mein Baby wollte.</p>
<p>Hier stelle ich euch nun unsere Liste vor, ganz auf unser Kind zugeschnitten.</p>
<p>Beginnen wir doch erst einmal mit den wichtigsten Punkten: den Grundbedürfnissen.</p>
<h3>Hunger/Durst</h3>
<p>Warum schmatzt das Baby? Warum scheint es wie ein schnüffelnder Hund zu suchen? Wieso nimmt es seine Finger in den Mund? Warum saugt und lutscht es jetzt wie verrückt an seiner Faust? Warum greift es mir in den Ausschnitt?</p>
<p>Ganz einfach: das Baby hat Hunger. Wie ich oben schon erwähnte, meldet sich der Hunger bei einem Baby &#8211; wie bei uns &#8211; nicht urplötzlich, sondern ganz allmählich. Das Baby teilt nun mithilfe dieser Signale sein Bedürfnis mit. Wenn ein Baby also schon auf seiner Faust herumbeißt, hängt ihm schon der Magen in den Kniekehlen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1023" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter stillt Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Lasst euch nicht von dem immer noch praktizierten Stillen nach Zeitplan verunsichern. Stillt bzw. füttert euer Baby mit der Flasche, wenn es das braucht. Ihr sagt euch ja auch nicht, wenn ihr Hunger bekommt:&#8220;Wie doof. Ich habe schon vor einer halbe Stunde gegessen. Jetzt muss ich noch 3,5 h warten.&#8220; oder? Außerdem ist euer Magen natürlich viel größer als der eures Babys. Soweit ich weiß, hält unsere Muttermilch auch nicht sehr lange vor. Und was ich noch weiß: gerade am Anfang ist häufiges Stillen wichtig, um die Milchproduktion anzuregen.</p>
<p>Sobald ihr dieses Grundbedürfnis gestillt habt (haha), euer Baby aber immer noch weint, geht es weiter zum nächsten Grundbedürfnis.</p>

<h3>Hitze</h3>
<p>Ob dem Baby zu warm oder sogar zu heiß ist, lässt sich leicht erkennen: es schwitzt. Einfach mal in den Nacken fassen und fühlen, wenn es nicht bereits im Gesicht erkennbar ist.</p>
<p>Wenn es Sommer war, und mein Baby eh schon nackig bzw. mit lediglich einem dünnen Hemdchen bekleidet gestillt wurde, war es oft so, dass es dabei wie blöde schwitzte. Aber Stillen ist ja auch anstrengend. Und Schweiß ist ja auch nichts Schlechtes. Immerhin kühlt sich der Körper dadurch ab. Flüssigkeit bekam er durch das Stillen ja eh.</p>
<p>Also einfach ein Kleidungsstück ausziehen, einen kühleren, schattigeren Ort suchen (dort dann ggf. die Bekleidung anpassen) oder, wenn all das bereits getan wurde, schwitzen lassen und nicht den Schweiß abwischen, damit sich der kleine Körper temperieren kann.</p>
<p>Wichtig bei Hitze ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Stillen reicht dabei völlig aus. Als ich mein Kind noch voll stillte, hat es keinen einzigen Tropfen Wasser gebraucht. Die Muttermilch war völlig ausreichend. Mit der Zugabe von Beikost gab es bei uns dann aber auch stilles Wasser. Wir haben dann entweder Trinken öfter angeboten oder sichtbar an einem Ort platziert oder auf die Signale gehört, wenn es gestillt werden wollte (siehe oben).</p>
<h3>Kälte</h3>
<p>Vielleicht ist eurem Baby gar nicht zu warm, sondern zu kalt?</p>
<p>Man hört ja immer, dass man nicht die Füße oder Hände, sondern den Nacken fühlen muss, um zu erkennen, ob dem Baby zu warm oder zu kalt ist. Wenn sich der Nacken kalt anfühlt, muss das Baby wärmer angezogen werden &#8211; fertig.</p>

<p>Auf meiner Lieblingsseite <a href="http://www.stillkinder.de/" target="_blank" rel="noopener">stillkinder.de</a> gibt es einen interessanten Beitrag zu diesem Thema. Sind kalte Hände und Füße wirklich normal bei einem Baby? Wenn euch diese Frage interessiert, lest euch doch einfach den Artikel <a href="http://www.stillkinder.de/was-hilft-gegen-kalte-haende-bei-babys/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Was hilft gegen kalte Hände bei Babys?&#8220;</a> durch. Auch ich habe durch diesen Beitrag wieder etwas dazugelernt. Ihr werdet staunen, was man allein mit Körperkontakt bewerkstelligen kann.</p>
<h3>Müde</h3>
<p>Klar: Wenn das Baby gähnt und sich schon die Augen reibt, ist es höchste Zeit zum Schlafen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1024" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby gähnt und ist müde" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch gerade, wenn es um den Mittagsschlaf bzw. den Nachmittagsschlaf ging, wurde mein Sohn davor immer richtig unausstehlich. Er war übellaunig ohne Ende, alles, was ich machte, war doof &#8211; egal, ob er bei mir auf dem Arm war oder nicht. Mit der Zeit wusste ich dann, dass er durch ist. Er ist müde, braucht wieder Energie, seine Ruhe. Also habe ich ihn in den Tragegurt genommen, damit er dort schlafen und ich weiter den Haushalt erledigen konnte. Oder ich habe mich &#8211; wenn er gestillt werden wollte &#8211; mit ihm hingelegt. Ab und zu bin ich dann selber vor lauter Müdigkeit eingeschlafen. Es tat uns auf jeden Fall beiden ganz gut.</p>
<h3>Krankheit</h3>
<p>Zum Thema Krankheit kann ich nicht viel sagen. Unser Sohn ist jetzt 1 Jahr und 4 Monate alt und hatte bisher nur 1 x eine triefende Nase, worauf dann sein 1. Zähnchen folgte. Dann hatte er Soor, einen weißen Pilz im Mund, und das war&#8217;s. Selbst, als ich total krank war und nur vor der Kloschüssel hing, wurde mein Kind nicht krank. Muttermilch ist einfach imba!</p>
<p>Doch bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr merken werdet, wenn euer Kind krank ist. Je nach Krankheit sind die Symptome zwar unterschiedlich, aber man merkt es den Kindern trotzdem an. Sie fiebern, husten, übergeben sich, suchen vermehrt nach eurer Nähe, haben keinen Appetit, schlafen viel, sind müde, erschöpft, lustlos, nicht gut drauf, zeigen vielleicht sogar auf die kranke Stelle (z.B. auf das Ohr bei Ohrenschmerzen) und so weiter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1021" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter tröstet traurige Tochter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn Hausmittel nach einer gewissen Zeit nicht weiterhelfen, steht eventuell der Besuch beim Kinderarzt an.</p>
<h3>Luft</h3>
<p>Ein weiteres Grundbedürfnis will ich nur der Vollständigkeit halber nennen: frische Luft zum Atmen.</p>
<p>Wie es Babys ergeht, in deren Nähe geraucht wird, kann ich mir nur vorstellen. Wir sind Nichtraucher und haben auch immer dafür gesorgt, dass wir ihn vor Passivrauchen bewahren. Dann muss man halt jemanden, der sich jetzt genau neben einen stellt und seine Zigarette anzünden will, während man sein Baby stillt, bitten, woanders hinzugehen. Oder man wechselt einfach die Straßenseite. Oder man stellt sich an der Haltestelle so hin, dass der Wind mit dem Rauch nicht zum Baby geweht wird.</p>

<p>Jeden Tag mit dem Baby an die frische Luft zu gehen, ist auch ein fest verankertes Ritual bei uns, egal bei welchem Wetter. Gut, sollte es jetzt den ganzen Tag stürmen, hageln, blitzen, donnern und regnen zugleich, würden wir wahrscheinlich eine Ausnahme machen. Aber mir persönlich war es schon immer wichtig, nicht den ganzen Tag in der Bude zu hocken, sondern rauszukommen und wenigstens einen Spaziergang zu machen. Gerade, wenn man übermüdet ist und nicht zum Schlafen kommt, ist frische Luft immer noch das beste Mittel, um einigermaßen wieder in Gang zu kommen. Und eurem Baby tut es sicher auch ganz gut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1025" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby am Strand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Da wir nun die Grundbedürfnisse abgedeckt haben, und das Baby immer noch unglücklich ist, geht es jetzt weiter mit der Liste.</p>
<h3>Langeweile</h3>
<p>Ich denke, dass ich mein Kind mittlerweile so gut kenne, dass ich behaupten kann, dass es sich nie gelangweilt hat. Was half, damit es sich nicht langweilte? So selten wie möglich hinlegen, sondern tragen, tragen, tragen. Unser Tragegurt war die mit Abstand beste Anschaffung von allen! Euer Kind spürt eure Nähe, es riecht euch, hört euch, kann euch bei eurem Treiben zugucken, es hat direkten Blickkontakt zu euch, es schläft, wenn es müde ist und hat keine Beschwerden mit dem Aufstoßen uvm.</p>
<p>Und wenn es dann doch mal abgelegt wurde, dann hat man sich eben mit seinem Kind beschäftigt, mit ihm gespielt, gesungen, geredet usw. Als unser Baby noch ganz jung war, interessierte es sich überhaupt nicht für Kuscheltiere oder anderes Spielzeug. Es hatte ja uns und nur das brauchte es. Jetzt, wo unser Sohn seine Welt entdecken will und auf Erkundungstour geht, spielt er natürlich auch gern mit seinem Spielzeug. Zwar kann er sich auch mal für einen Moment allein mit etwas beschäftigen, aber er findet es schöner, wenn er mit anderen zusammen spielen kann &#8211; zumindest habe ich diesen Eindruck gewonnen.</p>
<h3>Windel</h3>
<p>Windeln sollten nicht erst gewechselt werden, wenn Kot in der Windel gelandet ist und man es schon von Weitem riecht. Wird das Baby selten gewickelt und muss stundenlang in seinem eigenen Urin oder Kot sitzen, wird seine zarte Haut extrem gereizt. Es kann zu Windeldermatitis, Windelsoor usw. kommen. Und das tut höllisch weh! Wenn unser Kind mal etwas wund war (das kam zum Glück nicht oft und nicht im großen Stil vor), gab mir meine Hebamme einen guten Tipp: einfach Muttermilch drauf. Babyhaut braucht weder Creme, noch Puder, noch sonst etwas. Ab und zu gaben wir etwas <a href="http://amzn.to/29Eu7Xz" target="_blank" rel="nofollow noopener">Babycreme von Weleda</a>* auf die Haut.</p>
<p>Beides half ganz gut, aber am besten war immer noch, unser Baby so lange wie möglich ohne Windel sein zu lassen. Jedes Mal beim Wickeln kommt schließlich auch frische Luft an den Bereich des Körpers, der sonst ständig von der Windel bedeckt ist. Mit der Zeit wollen die Kinder auch wissen, was sich in der Windel verbirgt. Sie lernen ihren Po und ihre Geschlechtsorgane kennen, was völlig normal ist.</p>
<p>Vor allem für den Sommer kann ich euch empfehlen, eure Babys/Kinder so oft es nur geht ohne Windel herumkrabbeln und -laufen zu lassen. Nicht nur, dass damit Wundsein vorgebeugt und beim Abheilen helfen kann. Euer Kind lernt ein ganz neues Körpergefühl kennen. Statt Stoff oder Plastik fühlt es das Gras, die Erde oder was auch immer direkt auf seiner Haut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1027" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby nackig" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und wenn es mal muss und ihr die Zeichen nicht gleich erkannt habt: na und? Dann geht halt mal was daneben. Vorteilhaft wäre hier natürlich, wenn ihr im Garten seid, aber selbst, wenn es in der Wohnung passiert: man kann es einfach aufwischen. Gut in diesen Situationen ist es dann, dem Kind zu erklären, was gerade passiert ist. Wir sagen immer:&#8220;Du hast gepullert.&#8220; oder &#8222;Du hast gekackert.&#8220; oder so etwas in der Art. Weder erstaunt, noch verärgert, einfach ganz neutral eine Tatsache nennen.</p>
<p>Windeln wechseln soll ein angenehmes Prozedere sein. Wenn euer Kind es hasst, gewickelt zu werden, hilft euch mein Beitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-wickeln/"  rel="noopener">&#8222;Baby weint beim Wickeln&#8220;</a> bestimmt weiter.</p>
<h3>Liebe, Nähe, Geborgenheit</h3>
<p>Wenn mein Kind weinte, reichte es meist schon aus, wenn es einfach getragen oder gekuschelt wurde. Entweder sangen wir noch ein Lied oder redeten mit ihm oder machten einfach mit unserer Arbeit weiter. So einfach kann es manchmal sein.</p>
<p>Manche denken, Stillen sei nur gegen Hunger/Durst. Doch es ist viel mehr als das. Unser Baby fühlte sich erst beim Stillen richtig wohl. Es war DER Trostspender Nr. 1, wenn sonst nichts half.</p>
<p>Was habe ich nicht alles an Sprüchen zu hören bekommen. &#8222;Du verwöhnst dein Kind.&#8220; oder &#8222;Das ist doch total anstrengend für das Baby, getragen zu werden. Leg es doch lieber hin.&#8220; usw. Von einer Mutter mit 2 Kindern (denn die weiß ja schon alles besser, weil sie so erfahren ist) hörte ich auch mal so etwas wie:&#8220;Ja, damals war ich auch so wie du. Und dann wollte mein Kind nie laufen und ständig getragen werden. Wenn du nur wüsstest, was ich bereits weiß&#8230;&#8220; Absolut überheblich fand ich das. Und das Schlimmste: gerade die falschen Tipps verbreiten sich dann wie ein Lauffeuer. Denn eine Mutter, die bereits 2 Kinder hat, die weiß ja schon&#8217;ne ganze Menge, nicht wahr?! Ja, nur leider auch nicht immer das Richtige.</p>
<p>Lasst euch von diesen Besserwissern und neunmalklugen Ratgebern nicht verunsichern. Hört einfach auf das, was euer Baby euch mitteilt, hört auf euer Bauchgefühl, auf euer Herz. Einen sehr passenden Spruch möchte ich euch hierbei mit auf den Weg geben:&#8220;Mit Liebe kann man sein Kind nie verwöhnen&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1028" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mädchen kuschelt mit Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wer sich noch weiter über das Thema <a href="http://www.trageliese.de/Trageberatung/trageberatung_warumtragen_traglinge.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Menschenkinder sind Traglinge&#8220;</a> informieren möchte, der kann sich den von mir markierten, wirklich äußerst lesenswerten Artikel von www.trageliese.de zu Gemüte führen.</p>
<h2>Kommt auf die Situation an</h2>
<p>Und dann kommt es wie so oft ganz auf die Situation an. Im Folgenden erzähle ich euch ein paar Anekdoten:</p>
<h3>Stress, Überreizung</h3>
<p>Unser Baby war noch ziemlich jung und ich wollte mich unbedingt mal mit meinen Freunden treffen. Mit dem Kinderwagen bin ich gar nicht erst los, sondern hab mir gleich meinen Tragegurt geschnappt und bin zum Alexanderplatz gefahren.</p>
<p>Das Treffen war toll, das Essen war köstlich, und ich wollte noch etwas bleiben. Der Papa arbeitete gleich in der Nähe. Ich dachte, da könne man ja gemütlich gemeinsam nach Hause fahren. Es wurde also später und später und der Kleine müde. Kein Problem, dachte ich, ich habe ja den tollen Tragegurt bei mir. Dann kann er da schlafen. Doch weit gefehlt. Mein Baby interessierte sich nicht die Bohne für den Tragegurt und schrie die Gegend zusammen.</p>
<p>Das war für mich nicht einfach. Normalerweise mache ich das ja nicht. Daher war ich umso verzweifelter und ratloser. Ich wusste nicht, was der Kleine hatte, er wollte nicht gestillt werden, nicht in den Tragegurt, die Windel war in Ordnung&#8230; also was war es?</p>
<p>Von den anderen hatte ich mich zwischenzeitlich verabschiedet und fuhr nun Richtung Arbeitsplatz, wo ich meinen Mann treffen wollte. Der Weg dorthin war in meinen Augen schier endlos. Weil es mir so peinlich war, mit meinem schreienden Baby in der Straßenbahn mitzufahren, stieg ich immer wieder aus, um es zu beruhigen. Es war mir auch schnurz, mitten in der Öffentlichkeit zu stillen. Hauptsache, ich konnte meinem Baby helfen, aber es funktionierte nichts.</p>
<p>Irgendwann kam ich dann doch an, der Papa versuchte gleich zu helfen und nahm den Kleinen in die Arme, wiegte ihn, versuchte ihn zu beruhigen. Vergebens.</p>
<p>Während also mein Mann mit dem Kleinen beschäftigt war, blickte ich mich um. Und dann erkannte ich es! Es waren gerade hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen unterwegs. Es war laut, es war hell, es war grell, es war unruhig, es war Chaos. Und es war einfach zu viel für unser Baby. Es waren zu viele Eindrücke auf einmal.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1032" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - trauriges Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Kein Wunder, dass er sich Luft machen und den ganzen Stress, die ganze Reizüberflutung abbauen musste. Also brüllte er, wir blieben ruhig, damit er sich nicht noch durch unsere Panik aufheizte, ich bot ihm hin und wieder die Brust an und dann, als wir in der S-Bahn saßen und es etwas ruhiger und gedämmter zuging, konnte unser Baby endlich einschlafen.</p>
<p>Aus solchen Situationen lernt man ungemein, obwohl ich es meinem Kind gern erspart hätte. Aber ich wusste es nicht besser, hatte nicht gedacht, dass mein Kind überreizt werden könnte.</p>
<p>Mit der Zeit kann man auch mal zu belebteren Orten gehen, aber da wir anfangs in unserer eigenen, gemütlichen Höhle hausten, war unser Baby einfach nicht daran gewöhnt und demnach völlig überfordert.</p>

<h3>Unbehagen</h3>
<p>Wenn ich an diesen Tag zurückdenke, verdreht es mir immer noch den Magen.</p>
<p>Wir waren mit meiner Schwester und ihrem Freund im gemeinsamen Urlaub an der Ostsee in Boltenhagen. Wir hatten ein hübsches kleines Strandhäuschen von einem Freund zu einem wirklich guten Preis gemietet und gingen oft spazieren.</p>
<p>An der Ostsee ist es windig, also setzten wir dem Kleinen seine süße, weiße Mütze auf. Aber er meckerte, wenn wir sie ihm aufsetzten. Wir dachten, er wäre ungeduldig, weil er jetzt warm angezogen im Haus war und machten uns schnell auf den Weg.</p>
<p>Sobald wir losmarschiert waren, mit ihm im Tragegurt, war er auch ruhig und schlief sogar ein. Und als wir wieder zu Hause waren und ihm die Mütze abnahmen, sahen wir, warum der Kleine gemeckert hatte: die Mütze war zu eng! Auf seiner Stirn war ein richtiger Abdruck von der Naht zu erkennen.</p>
<p>Ein Grund mehr, immer das Weinen seines Babys ernst zu nehmen! Zu enge Mützen verursachen nämlich auch Kopfschmerzen! Dass unser Baby dabei noch einschlafen konnte, liegt eventuell daran, dass die Mütze zwar schon unangenehm saß, aber noch nicht allzu eng war.</p>
<h3>Angst</h3>
<p>Was unseren Sohn immer noch zum Weinen bringt: sein Opa. Und es tut mir schrecklich Leid für ihn, da er ein ganz lieber Mensch ist.</p>
<p>Aber irgendetwas ist da, das ihm beim Anblick seines Opas die Tränen in die Augen treibt und sein Schippchen zum Vorschein bringt. Das kann nur ein Wort sein, ein Lächeln, ein Streicheln, und schon geht&#8217;s los.</p>
<p>Vor allem Männer hielt unser Sohn erst einmal auf Abstand. Doch mit vermehrten Besuchen gewöhnte sich Oli an die tiefen Stimmen und bärtigen Gesichter und ließ sich sogar von ihnen tragen oder zum Lachen bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1030" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Opa mit Enkel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber manchmal ist es halt wieder so, dass er vor irgendwem Angst hat, den er schon lange kennt. Und dann muss man die Angst auch ernst nehmen und respektieren, dass er jetzt lieber bei mir sein will. Bei Mama ist es halt am Schönsten. Zumindest trifft das auf uns zu.</p>
<p>Oli hat nicht vor vielen Dingen Angst, aber manchmal steckt man einfach nicht drin, warum ein Kind vor etwas Angst hat. Wenn ich zum Beispiel ein lustiges Buch vorlese, in dem ein Schaf auf einer Weide schläft, fängt er furchtbar zu weinen an. Wenn ich sage, Papa schläft, und er genau neben ihm liegt, schießen die Tränen nur so los.</p>
<p>Niemals würde ich seine Angst herunterspielen oder mich darüber lustig machen. Wie würde ich mich wohl fühlen, wenn das jemand bei mir machen würde?! Also muss man Verständnis zeigen, erklären, versuchen zu verstehen usw.</p>
<h3>Schmerz</h3>
<p>Den einzigen Schrei, den ich von allen eindeutig unterscheiden kann: Wenn das Kind Schmerzen hat. Und ich bin mir sicher, dass ihr ihn auch erkennen werdet. Er ist so urplötzlich, ganz hell und laut, tiefsitzend, bohrt sich sofort in eure Magengrube und ist herzzerreißend.</p>
<p>Ob von der Couch geflogen, Finger eingeklemmt, böse hingefallen oder was auch immer: in den Arm nehmen, zuhören und Anteilnahme zeigen. Das hilft. Wenn sich mein Sohn aber derart reingesteigert hat, und wir schon eine ganze Weile da saßen, dann half Stillen. Ich mochte nur den Gedanken nicht, ihm gleich den Mund zu stopfen. Ich wollte erst versuchen, ob ich ihn auch anders beruhigen kann, und wenn das nicht half oder er schon zeigte, dass er gestillt werden wollte, dann gab ich ihm die Brust. Es ist auf jeden Fall das einfachste Mittel zum Trost spenden.</p>
<h3>Traurig</h3>
<p>Wer meine Beiträge vom Babyschwimmen im Unfallkrankenhaus Berlin kennt, der weiß, was unseren Sohn traurig stimmt. Wer sich dafür interessiert, wie es uns so beim Schwimmkurs erging und was wir bislang erlebt haben, der kann sich ja mal <a href="https://www.milchtropfen.de/babyschwimmen/" rel="noopener">den 1. Beitrag durchlesen</a>.</p>
<p>Wenn sich die Oma böse gestoßen hat, wenn ein Kind weint oder eine traurige Geschichte vorgelesen wird: Oli fühlt mit. Und er zeigt Anteilnahme, indem er auch anfängt zu weinen. Es ist zwar traurig, wenn er dann weint, aber irgendwie auch zuckersüß, weil er so empathisch ist.</p>
<p>Da hilft dann in den Arm nehmen, wiegen, schmusen, zuhören, ruhig reden, stillen und dergleichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1033" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Frau tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Frust</h3>
<p>Der Frust kommt bei unserem Sohn immer dann, wenn er gerade hochkonzentriert an einer Sache arbeitet und irgendetwas schief läuft. So zum Beispiel, als wir mit Würfeln spielten und versuchten, diese übereinander zu stapeln. Mit seinen kleinen, dicken Fingern versuchte er nun, Würfel für Würfel übereinander zu platzieren. Und manchmal kam einfach ein weiterer Finger dazwischen und alles viel herunter. Da kann man ja nur ausrasten! Und schreien! Und wütend sein! Und man kennt es so gut von sich selbst, wenn einem etwas nicht gelingen will und man stocksauer wird!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1031" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen.jpg" alt="Warum weint mein Baby - zorniges Mädchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch nicht entmutigen lassen und einfach noch einmal versuchen. Und wenn die Übung noch zu schwer ist, dann kann sie auch abgewandelt werden. Unser Sohn wollte die Würfel dann erst einmal lieber nebeneinander positionieren. So geht&#8217;s auch. Die Zeit wird kommen, er wird geduldiger und die Feinmotorik ausgereifter sein. Und dann kann er die Würfel bestimmt auch übereinander stapeln.</p>
<h3>Erlebtes verarbeiten, erzählen</h3>
<p>Nicht, dass ich diesen Absatz am allerwenigsten wichtig finde, aber ich musste lange nachdenken, was ich hierzu schreibe.</p>
<p>Wenn wirklich alles, was ich bisher geschrieben habe, nicht funktioniert, um euer Kind zu beruhigen, dann müsst ihr einfach für euer Kind da sein. Und zuhören.</p>
<p>Meine Hebamme brachte mich als Erste auf den Gedanken, dass auch schon Babys erzählen wollen. Wenn mein Sohn schrie und ich ihn gleich stillen wollte, dann sagte sie:&#8220;Hör ihm mal zu. Es ist, als würde er etwas erzählen.&#8220;. Der gleichen Ansicht war ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. Für mich fühlte es sich komisch an, mein Kind weinen zu lassen, weil es angeblich seine schwere Geburt oder ein Ereignis verarbeiten musste.</p>
<p>Fängt ein Kind an zu weinen, richten sich gleich alle Blicke darauf. Ich verstehe das. Ich mache das auch. Man will schließlich wissen, ob sich jemand um das Kind kümmert, ob es in guten Händen ist usw. Aber wenn es das eigene Kind ist, das weint, will man es doch so schnell wie möglich beruhigen, oder nicht? Geht es nur mir so? Und mein Kind nahm immer gern die Brust, wenn es geweint hat. Habe ich ihm jetzt den Mund vorzeitig gestopft? Wollte es eigentlich etwas sagen?</p>
<p>Ich finde, man kann gut einschätzen, ob das Baby die Brust braucht oder nicht. Es geht ab und weint wieder. So stelle ich es mir jedenfalls vor. Wie gesagt: Wir hatten damit keine Probleme und zum Glück auch nie mit Koliken. Meiner Meinung nach, weil wir ihn so wie oben beschrieben aufwachsen ließen. Und trotzdem hat man sich über jeden Pups gefreut, der aus dem Baby entwichen ist.</p>
<h2>Man lernt nie aus</h2>
<p>Vor einigen Tagen bin ich dann auf den Artikel von www.stillkinder.de gestoßen, der genau dieses Thema näher beleuchtet. Verblüffend fand ich vor allem den Absatz, <a href="http://www.stillkinder.de/was-tun-wenn-dein-baby-weint/" target="_blank" rel="noopener">warum es so schwer ist, ein weinendes Baby zu halten und sein Schreien zu akzeptieren</a>. Es kann nämlich seinen Ursprung in der eigenen Kindheit haben, weshalb wir unsere Kinder immer gleich ruhig stellen wollen. Zum Beispiel, wenn man sofort den Schnuller bekam, wenn man sich gemeldet hat, oder, wenn man bei schlechter Laune bestraft wurde usw. Man selbst durfte sich nie wirklich zu Wort melden und seine wahren Gefühle zeigen. Da wir es also so gelernt haben, geben wir es nun an unsere Kinder weiter. Doch mithilfe der Selbstreflexion lässt sich dieses Kettenglied vielleicht entfernen und ein neues einsetzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1034" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter küsst Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ihr euch weiter über dieses Thema informieren wollt, dann lest euch doch einfach den oben von mir verlinkten Beitrag durch. Die Sache mit dem Erzählen lassen kann man halten, wie man will; ich empfand sie als einen äußerst klugen Denkansatz. Besser, als alles auf das Zahnen oder die 3-Monats-Koliken zu schieben.</p>
<p>Habe ich einen Grund vergessen, warum ein Kind weinen könnte? Bestimmt. Denn es gibt so viele Ursachen, die einem die Tränen in die Augen treiben können.</p>
<p>Ich hoffe dennoch, dass euch mein Beitrag mit dem einen oder anderen Grund weiterhelfen konnte.</p>
<p>Gern könnt ihr in den Kommentaren hinterlassen, wie ihr diesen Beitrag fandet. Über konstruktive Kritik freue ich mich genau so.<br />
</p>
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		<title>Wenn die Wut kommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Kinder können so putzig und zuckersüß sein. Wie sie handeln, versetzt uns in Staunen und lehrt uns so einiges. Doch es gibt auch Zeiten, in denen man erschöpft und ausgelaugt ist und für die kleinen Entdecker mit ihrem großen Forscherdrang wenig Geduld und Nerven hat. Manchmal vielleicht so wenig, dass man kurz vorm Ausrasten ... <a title="Wenn die Wut kommt" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-die-wut-kommt/" aria-label="Mehr zu Wenn die Wut kommt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Kinder können so putzig und zuckersüß sein. Wie sie handeln, versetzt uns in Staunen und lehrt uns so einiges.</p>
<p>Doch es gibt auch Zeiten, in denen man erschöpft und ausgelaugt ist und für die kleinen Entdecker mit ihrem großen Forscherdrang wenig Geduld und Nerven hat. Manchmal vielleicht so wenig, dass man kurz vorm Ausrasten ist. Oder man rastet irgendwann wirklich aus, weil man es schon zu lange runtergeschluckt hatte.</p>
<p>Was hilft, wenn man kurz davor ist, vor Wut zu platzen und Dinge zu sagen und zu tun, die man im Nachhinein bereut?</p>
<p>Hier findet ihr die für mich hilfreichsten Tipps.<span id="more-870"></span></p>
<h2>Wenn die Wut kommt</h2>
<p>Damals zogen wir vor allem wegen der echt günstigen Mieten nach Hellersdorf. Von den anderen hörten wir dann immer Sprüche wie &#8222;In Hellersdorf leben nur die Asis. Allesamt arbeitslos, Hartzis, ungebildet, aber kriegen ständig Kinder.&#8220;, aber davon wollten wir nichts wissen. Rasch fanden wir eine hübsche Wohnung und zogen ein.</p>
<p>Mittlerweile leben wir seit fast 5 Jahren hier und haben uns unser eigenes Bild von diesem Bezirk gemacht.</p>
<p>Was ich am Schlimmsten hier finde, sind tatsächlich die Umgangsformen der Familien mit Kindern. Ich begegne ihnen überall: auf der Straße, an der Haltestelle, beim Einkaufen, im vorbeifahrenden Auto, auf Spielplätzen usw.</p>
<p>Die Eltern sind gestresst, überreizt, reagieren aggressiv und werden sofort laut und ungehalten, beleidigen, manche geben sogar einen Klaps.</p>
<h2>Anderer Bezirk, andere Sitten</h2>
<p>Als wir einmal im Volkspark Friedrichshain unterwegs waren, schien es, als seien wir in eine völlig andere Welt getreten. Glückliche Kinder, zufriedene Eltern, die gemeinsam mit den Kleinen im Sand buddeln und spielen noch und nöcher.</p>
<p>Was mich am Allermeisten faszinierte, war die Situation zwischen einem trotzigen Kind und seiner Mutter. Mutter und Kind gingen gerade noch Hand in Hand des Weges, da wollte der Kleine plötzlich nicht weiterlaufen und blieb stehen. Die Mutter versuchte ihn zum Laufen zu bewegen. Keine Chance. Der Kleine steigerte sich richtig in einen Wutanfall hinein. Er schrie und hantierte wild mit den Armen.</p>

<p>In Hellersdorf erlebe ich immer nur die Reaktionen überforderter Eltern. Doch statt auszurasten und das Kind hinterherzuzerren, redete die Mutter total ruhig und blieb cool.</p>
<p>Als ihr Sohn weiterhin der gesamten Umgebung sein Leid lauthals mitteilte, staunte ich nicht schlecht. Immerhin sahen sich in diesem Moment alle Leute dieses Geschehen an. Es muss ein enormer Druck auf der Mutter geherrscht haben, als sie von allen beobachtet wurde.</p>
<p>Irgendwann setzte sich die Mutter auf eine nahe gelegene Bank und ließ ihren Sohn weiter auf dem Boden herumkrakelen. Sie lief nicht einfach weiter, wie das die Eltern in Hellersdorf machen. Sie blieb in Sichtweite ihres Sohnes, entfernte sich nur wenige Meter von ihm, ließ ihn sich austoben. Bald darauf hatte er sich wieder gefangen und setzte sich mit auf die Bank, ruhte sich aus und redete mit seiner Mutter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Mutter und Kind Hand in Hand" width="678" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg 678w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /></p>
<h2>Wie ich mit Wut umgehe</h2>
<p>Solch eine Situation musste ich bisher nicht mit unserem Sohn durchstehen. Ich frage mich, wie wohl meine Reaktion ausgesehen hätte, wäre ich an Stelle dieser Mutter gewesen.</p>
<p>Zwar verhält man sich immer etwas anders gegenüber seinem Kind, wenn man unter Beobachtung steht, doch ich zweifle daran, dass ich so souverän geblieben wäre. Immerhin gibt es bereits jetzt Situationen, in denen mich mein Sohn voll auf die Palme bringt. Und er ist erst 16 Monate alt! Er fängt gerade an, die ersten Wörter zu üben und kann mich trotzdem schon derartig zur Verzweiflung treiben. Wahnsinn! Wie soll das erst werden, wenn er älter wird? Ich habe Angst.</p>
<p>Weil ich mich oft dabei ertappe, wie unverhältnismäßig ich in manchen Situationen reagiere, wenn ich wütend bin, dachte ich, kann es nicht schaden, die Kontrolle über seine Wut zu üben. Im Internet mache ich mich sogleich über das Thema &#8222;Wut kontrollieren&#8220; schlau und picke mir die für mich sinnvollsten heraus. Manche hatte ich bereits angewandt, ohne vorher gewusst zu haben, dass dies Methoden sind, um wieder runterzukommen.</p>
<p>Im Folgenden zeige ich euch die jeweiligen Methoden und wie sie bei mir in welcher Situation funktioniert haben.</p>

<h2>Die Methoden</h2>
<h3>Raum verlassen</h3>
<p>Als mich mein Sohn ständig beim Stillen biss, hatte ich mich anfangs überhaupt nicht unter Kontrolle. Wutentbrannt verließ ich dann den Raum, um Luft zu bekommen. Unbewusst hatte ich eine Methode zur Wutkontrolle angewandt. Und es hilft wirklich, auch wenn der Kleine einem schon nach wenigen Sekunden hinterherkrabbelt und nach einem ruft. Allein die kurze räumliche Trennung hat mich dann wieder so weit runtergeholt, dass ich nicht mehr so sauer auf meinen Sohn war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-943" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-bunte-sitzbank.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - bunte Sitzbank" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-bunte-sitzbank.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-bunte-sitzbank-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Den Raum kann man natürlich nur verlassen, wenn das Baby nicht aus voller Kehle nach einem schreit und Hilfe braucht und allein gelassen werden würde. Wenn das doch der Fall ist und man aber kurz davor ist, auszuticken, weil man nicht mehr kann, dann ist es besser, wenn jemand in diesem Moment kurz einspringen und für das Baby da sein kann.</p>
<p>Wenn ihr allein seid, dann ist es in meinen Augen immer noch die bessere Variante, das Baby für einen KURZEN MOMENT (Ich rede nicht von Stunden oder auch &#8222;nur&#8220; einer Viertelstunde schreien lassen!) sicher im Raum zurückzulassen, als es anzuschreien, zu schütteln oder noch schlimmeres&#8230;</p>
<h3>Von 180 wieder runterkommen</h3>
<p>Wenn ihr im Nebenzimmer seid, könnt ihr euch dann sammeln. Was mir dann hilft, mich schnell zu beruhigen? Entweder hole ich mir einen Snack, trinke kaltes Wasser, kaue einen Kaugummi usw. Weitere Techniken findet ihr etwas weiter unten. Vielleicht beruhigt es euch ja auch. Oder ihr habt bereits eine Methode, mit der ihr nicht mehr auf 180 seid. Drogen sind keine Option!</p>

<p>Was auch hilfreich war: werdet euch bewusst, dass euer Baby euch liebt, dass es euch braucht, dass ihr über manchen Dingen drüber stehen müsst. Ruft euch glückliche Momente ins Gedächtnis, um euch zu beruhigen. Manchmal hilft es auch, einfach mal zu weinen und den ganzen Stress rauszulassen.</p>
<h3>Bis 10 zählen</h3>
<p>Es braucht enorm viel Disziplin, den Moment, in dem man unendlich gern schreien würde, vorbeiziehen zu lassen und stattdessen bis 10 zu zählen. Und ich gebe zu, ich habe es manchmal nicht geschafft und etwas Dummes gesagt. Sobald es raus war, ging es mir zwar anfangs besser, aber es hat nachträglich absolut nichts gebracht. Um mich von meinem darauf folgenden schlechten Gewissen befreien zu können, entschuldigte ich mich dann schnell.</p>
<p>Vielleicht fällt es leichter, auch hier den Raum zu verlassen und bis 10 zu zählen. Ich zumindest habe bessere Alternativen für mich entdeckt, als bis 10 zählen zu müssen. Aber eventuell ist diese Methode genau das Richtige für euch.</p>
<h3>Atemtechnik</h3>
<p>Bei dieser Atemtechnik atmet man 3 Sekunden ein, hält die Luft für 3 Sekunden an und atmet anschließend 3 Sekunden lang aus. Das macht man so lange, bis man das Gefühl hat, sich wieder unter Kontrolle zu haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Frau entspannt" width="679" height="431" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Auch diese Methode erfordert viel Übung, harte Disziplin und funktioniert bei mir auch nicht immer. Probiert es aus. Vielleicht hilft es euch.</p>
<h3>Schlagen, beißen, treten, schreien</h3>
<p>Es ist so unbefriedigend, die angestaute Wut einfach nur wegzuatmen, finde ich. Man will seiner Wut Ausdruck verleihen und auf etwas einprügeln oder etwas anschreien. Ja, warum eigentlich nicht? Aber bitte nicht euer Kind oder sonst jemanden. Holt euch ein Kissen, eine Decke, einen Sandsack oder was auch immer, und prügelt drauf ein, bis ihr nicht mehr könnt. Hilft auf jeden Fall in Extremfällen, wenn keine Zeit für Meditation ist.</p>
<h3>Verstehen lernen</h3>
<p>In Momenten der Ruhe und Stille lohnt es sich dann, über das Vergangene nachzudenken. Lasst das Geschehene noch einmal Revue passieren. Was genau ist passiert, als ihr wütend wurdet und ausgeflippt seid? Könnte es vielleicht eine logische Erklärung für das Verhalten des anderen geben?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-941" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-blickt-zur-seite.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Kind blickt zur Seite" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-blickt-zur-seite.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-blickt-zur-seite-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nehmen wir ein Beispiel, das bei uns immer noch Thema Nummer 1 ist, wenn es ums Essen geht: der Kleine wirft das Essen auf den Boden.</p>
<p>Man könnte im 1. Moment denken, der Kleine will einen auf die Schippe nehmen. So eine Frechheit! Und er verzieht keine Mine dabei! Lässt ihn völlig kalt, wenn ich ihm lang und breit erkläre, warum man das Essen nicht auf den Boden wirft. Manchmal guckt er einen dann völlig unbeeindruckt an und lässt das Essen wieder fallen! Der will mich doch provozieren!! Und schon ist das Drama im vollen Gange.</p>
<p>Wenn ich abends im Bett lag, fing ich an zu überlegen. Wollte mich mein Kind wirklich ärgern? Ich versuchte mich in die Lage meines Kindes hineinzuversetzen. Vielleicht würde ich es dann verstehen.</p>

<p>Kann sein, dass er erst einmal begreifen muss, was Schwerkraft bedeutet. Was passiert, wenn man Dinge fallen lässt? Fallen sie immer? Wirklich immer? Oh, jetzt bückt sich jemand nach den Sachen, die auf dem Boden liegen. Passiert das auch immer?</p>
<p>Wer weiß, ob unser Sohn tatsächlich so denkt. Zumindest hat es mir geholfen, ihm nicht immer sofort Bösartigkeit zu unterstellen. Und man reagiert beim nächsten Mal auch etwas entspannter, wenn das Essen wieder auf dem Boden landet.</p>
<h4>Es kann auch mehrere Gründe geben</h4>
<p>Als wir merkten, dass unser Sohn uns schon sehr deutlich verstand, aber immer noch nicht hörte, wenn wir sagten, dass das Essen auf den Tisch gehört, mussten wir weiterdenken. Warum lässt er es fallen, obwohl er versteht, dass das falsch ist?</p>
<p>Und wir erkannten, dass es die einfachste Methode unseres Sohnes war, sich Freiraum zu schaffen. Sein Teller war zu voll oder er wollte die Erdbeere jetzt einfach nicht mehr essen. So nach dem Motto &#8222;Aus dem Auge, aus dem Sinn&#8220;. Also baten wir ihn, wenn wir merkten, dass er sich gleich eines Stücks entledigen wollte, es uns zu geben, damit wir es beiseite legen konnten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-938" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-essen.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Kind beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-essen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ab und zu landet hier und da mal doch noch etwas auf dem Boden, aber es half uns wie gesagt, verständnisvoller mit der Situation umzugehen.</p>
<p>Es kann also nicht schaden, in ruhigen Momenten zu analysieren und zu hinterfragen. Und wenn dann wieder solch eine Situation auftritt, wisst ihr, wie ihr besser reagieren könnt oder könnt zumindest das Verhalten verstehen und nachvollziehen.</p>
<p>Es ist zwar keine Methode, um seine momentane Wut unter Kontrolle zu bekommen, doch langfristig gesehen wirkt sie vorbeugend und hilft, in Zukunft angemessener zu reagieren.</p>
<h3>Musik hören</h3>
<p>Im Internet steht, man soll beruhigende Musik hören, Entspannungsmusik. Ich für meinen Teil habe mir eine Playlist zusammengestellt, in denen es um die Liebe zu einem Menschen geht. Mein absoluter Favorit ist und bleibt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=q9ZgBDOaV0s" target="_blank" rel="noopener">&#8222;You&#8217;ll Be In My Heart&#8220; von Phil Collins</a>. So werde ich immer wieder daran erinnert, wie sehr ich mein Kind eigentlich liebe und wie bescheuert es gerade ist, sauer zu sein. Es half mir ungemein. Es lockerte die Stimmung umgehend auf, ich konnte mir beim Singen Luft machen und meine Laune stieg wieder. Und nebenbei beruhigte sich mein Kind beim Klang meiner Stimme auch gleich mit.</p>
<p>Ihr könnt natürlich auch eure Lieblingslieder hören oder was auch immer. Heavy Metal würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen&#8230; Das lässt das Blut nur stärker kochen.</p>

<h3>Spazieren gehen und frische Luft schnappen</h3>
<p>Diese Methode war am Hilfreichsten, wenn ich total übermüdet und gereizt war und keine Möglichkeit bestand, ein Nickerchen zu machen. Ich habe mir dann ganz schnell meinen Sohn geschnappt, nur das Allernötigste eingepackt und bin mit ihm raus an die frische Luft. Egal, ob Sonne, Wind, Regen oder Schnee: es hilft enorm, fand ich. Der Kreislauf kommt langsam in Schwung, man wird wacher und klarer im Kopf .</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-937" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-spaziergang-im-wald.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Spaziergang im Wald" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-spaziergang-im-wald.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-spaziergang-im-wald-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Körperlich aktiv werden</h3>
<p>Es ist ähnlich wie Spazieren gehen, doch manche müssen sich richtig auspowern, um ihre Wut abbauen zu können. Einige müssen joggen gehen, andere wiederum Fahrrad fahren oder schwimmen&#8230; Ich für meinen Teil fing an aufzuräumen. Geschirrspüler ausräumen, Staub saugen, Bad putzen, umherliegendes Spielzeug einräumen, Wäsche machen und und und &#8211; bei uns gibt es immer etwas zu tun.</p>
<p>Wenn ihr niemanden habt, der in diesem Moment auf euer Kind aufpassen kann und euer Kind euch braucht, dann tragt es doch einfach im Tragegurt mit euch herum. Es genießt eure Nähe, sieht euch dabei zu, was ihr macht, und ihr könnt euer Ding machen. Geht leider nicht, wenn man schwimmen gehen oder Extremsport betreiben will. Aber ihr findet bestimmt etwas, was ihr beide machen könnt.</p>
<p>Sollte euer Kind schon zu groß für einen Tragegurt sein: es auf der Hüfte zu halten geht sicher noch.</p>
<p>Mein Sohn hilft auch sehr gern beim Haushalt mit. Er stopft die Wäsche in die Waschmaschine, drückt die Knöpfe, wischt gern die Küchentheke, den Boden oder Tisch mit dem Schwamm, hängt die Wäsche auf (auch wenn dann alles auf einer Leine und übereinander hängt) usw. Vielleicht könnt ihr euer Kind auch beim Putzen mit einbinden. Versucht es einfach mal. Oder lasst euer Kind zugucken, was auch immer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-936" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-abwasch.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Kind beim Abwasch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-abwasch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-abwasch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hoffe, die eine oder andere Methode lässt sich auch bei euch anwenden und &#8211; was wohl wichtiger ist &#8211; funktioniert auch.</p>
<p>Wie gefallen euch die oben genannten Tipps? Habt ihr eventuell eine völlig andere, eure ganz persönliche Calm-down-Methode gefunden?</p>
<p>Schreibt&#8217;s in die Kommentare und lasst es mich wissen.</p>
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