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	<title>GFK &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>GFK üben: Geschenk geklaut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 21:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen ist mir etwas wirklich Nerven Aufreibendes passiert. Im heutigen Beitrag möchte ich dir von meiner Geschichte erzählen und dir einen Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation geben, in der es z.B. darum geht, sich in sich selbst hineinzufühlen. GFK üben: Geschenk geklaut Täglich passieren uns etliche Situationen, die uns im Nachhinein noch beschäftigen ... <a title="GFK üben: Geschenk geklaut" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/gfk-ueben-geschenk-geklaut/" aria-label="Mehr zu GFK üben: Geschenk geklaut">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen ist mir etwas wirklich Nerven Aufreibendes passiert. Im heutigen Beitrag möchte ich dir von meiner Geschichte erzählen und dir einen Einblick in die <strong>Gewaltfreie Kommunikation</strong> geben, in der es z.B. darum geht, sich in sich selbst hineinzufühlen.</p>
<p><span id="more-14004"></span></p>
<h2>GFK üben: Geschenk geklaut</h2>
<p>Täglich passieren uns etliche Situationen, die uns im Nachhinein noch beschäftigen und <strong>innerlich aufwühlen</strong>. Meiner Ansicht nach geschieht das, weil wir uns noch nicht mit der gesamten Situation auseinander gesetzt haben. Wir leben in einer derart schnellen Zeit, dass wir uns oftmals gar nicht in Ruhe hinsetzen und Vergangenes nochmal rekapitulieren.</p>
<p>Wozu?, mag jetzt manch eine/r denken. Wozu sich die Mühe machen und eine längst vergangene Situation hervorkramen? Der Drops ist doch jetzt eh schon gelutscht&#8230;</p>
<p>Das erkläre ich dir gerne.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-14007 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK üben Geschenk geklaut Selbsteinfühlung.jpg" alt="GFK üben Geschenk geklaut Selbsteinfühlung üben" width="1000" height="1500" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung.jpg 1000w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-768x1152.jpg 768w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-453x680.jpg 453w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h3>1. Du lernst, eine Situation sachlich zu betrachten, ohne dich von Urteilen in die Irre führen zu lassen</h3>
<p>Die <strong>Situation</strong>, die du näher betrachten willst, muss rein sachlich sein. Stell es dir wie die Aufnahme durch eine Videokamera vor &#8211; frei von Wertungen und Urteilen, z.B. &#8222;Eine Person sucht nach einer Tüte&#8220;.</p>
<p>Wenn du lernst, deine Emotionen und Urteile vom reinen <strong>Betrachten</strong> einer Situation zu trennen, läufst du nicht so schnell Gefahr, dich von deinen eigentlichen Gefühlen abbringen zu lassen.</p>
<h3>2. Du lernst etwas über deine Gefühlswelt</h3>
<p>Wer nicht viel <strong>Übung</strong> darin hat, ein Gefühl in sich zu benennen und in Worte zu fassen, der/dem kann so ein regelmäßiges Einfühlen helfen.</p>
<p>Als Inspiration zur Benennung von Gefühlen dienen zahlreiche Listen, die es im Internet zu finden gibt. Sei dir aber stets bewusst: Manch eine Person hat vielleicht eine eigene Interpretation eines Gefühls aufgelistet, das andere nicht als Gefühl bezeichnen würden. Außerdem dienen solche Listen lediglich als Anreiz und wollen keineswegs den Anspruch erfüllen, vollständig zu sein.</p>
<h3>3. Du lernst, Auslöser und Ursache auseinander zu halten</h3>
<p>Ja, es gibt einen Unterschied zwischen <strong>Auslöser</strong> und <strong>Ursache</strong> eines Gefühls. Die Ursache unserer (angenehmen oder unangenehmen) Gefühle sind stets unsere (erfüllten oder nicht erfüllten) Bedürfnisse. Wodurch das ausgelöst werden kann, z.B. jemand schreit dich an, ist etwas ganz anderes.</p>

<h3>4. Du lernst, dir Zeit für dich zu nehmen und dich besser zu verstehen</h3>
<p>Mag sein, dass die Situation schon vergangen ist, aber in solchen Momenten hat man i.d.R. wenig bis gar keine Zeit, in sich reinzuspüren und sich zu <strong>verstehen</strong>. In Alltagssituationen muss man einfach schnell handeln, nicht wahr?</p>
<p>Aber jetzt kannst du dir Zeit nehmen für dich und deine Gefühlswelt. Gefühle wollen gelebt werden. Sie weisen uns darauf hin, was wir brauchen. So können wir uns um uns selber kümmern.</p>
<h3>5. Du übst für kommende Situationen und beugst emotionalen Entgleisungen immer besser vor</h3>
<p>Die eine oder andere Situation mag sich immer und immer wieder wiederholen. Auch wenn es nicht dieselbe Geschichte ist, wird sie sich doch im Kern ähneln.</p>
<p>Wenn du dich in Selbsteinfühlung übst, kannst du leichter und instinktiver <strong>Strategien</strong> anwenden, die du dir mit der Zeit angeeignet hast, ohne wieder aus der Haut zu fahren oder dich völlig überfordert, hilflos oder wie auch immer zu fühlen.</p>
<h2>Kurze Hintergrundstory</h2>
<p>Ich erzähle dir heute von einer Geschichte, die eine für mich sehr überraschende Wendung genommen hat, doch zuvor hab ich ein ganz schönes Gefühlschaos durchlebt. Um was ging es?</p>
<p>Mein Sohn wurde zum Kindergeburtstag eingeladen &#8211; relativ spontan, d.h. wir hatten 3 oder 4 Tage Zeit, um ein Geschenk zu besorgen. Online hatte ich schon gestöbert, aber nichts Richtiges gefunden. So langsam drängte die Zeit. Also wollte ich mit Oliver im Spielzeugladen einkaufen gehen. Doch da war das Geschenk, das sich sein Kumpel gewünscht hatte, leider nicht da. Deshalb beschlossen wir, in einen anderen Laden zu fahren.</p>
<p>Schließlich fanden wir ein Geschenk für seinen Freund (den Eldrador <a href="https://amzn.to/3u1zRF2" target="_blank" rel="nofollow noopener">Höllenhund</a>* von Schleich) kauften auch eine Karte und lustiges Geschenkpapier.</p>
<p>Danach ging es noch ab zum Supermarkt, denn Essen brauchten wir auch noch.</p>
<p>Ab nach Hause ging es dann mit vollgepackten Tüten. Wir beide waren schon ziemlich erschöpft, durchgefroren und müde.</p>
<p>Zu Hause hab ich mich dann dran gemacht, die Tüten auszupacken, und wundere mich, wo die Tüte mit dem Geschenk ist. Ich finde sie nicht. Oh oh. Ich schaue mich um, aber sie ist nirgends zu finden. Allmählich werde ich nervös&#8230;</p>
<p>Ich schau vor der Tür. Vielleicht dort vergessen? Nichts. Unten vor der Tür, vielleicht hab ich sie stehen lassen beim Schlüssel suchen? Auch nicht.</p>

<p>Dann überlege ich: Ich konnte mich noch genau an die Szene erinnern, in der wir im Supermarkt waren und mein Sohn im Einkaufswagen saß und die Tüte mit der Geschenkpapierrolle rausragte und ich durch die eingeschränkte Sicht den Einkaufswagen etwas umständlich manövrieren musste.</p>
<p>Das zeigte mir: Ok, im Supermarkt hattest du die Tüte noch. Also nochmal anziehen und los zum Supermarkt. Vielleicht lag sie ja noch bei den Einkaufswagen. Fehlanzeige. Dann wurde sie bestimmt gefunden und abgebeben. Also ab in den Markt und nachgefragt. &#8222;Nee, tut mir Leid. Hier wurde keine Tüte abgegeben.&#8220;</p>
<p>Und dann steh ich da&#8230;</p>
<p>Genau hier merke ich, dass sich in mir ein <strong>Schalter umlegt</strong>, denn ich merke: Scheiße. Du wirst die Tüte mit dem Geschenk, der <a href="https://amzn.to/3MSKQt4" target="_blank" rel="nofollow noopener">Glückwunschkarte</a>* und dem Geschenkpapier nicht mehr wiederbekommen.</p>
<h2>Selbsteinfühlung in 4 Schritten</h2>
<p>Wie läuft jetzt so eine Selbsteinfühlung ab? Hier einmal zur <strong>Theorie</strong> der GFK:</p>
<ol>
<li>objektive Situation, die ich genauer betrachten möchte</li>
<li>Gefühle, die ich dabei gefühlt habe</li>
<li>Bedürfnis, das sich durch meine Gefühle gemeldet hat</li>
<li>Bitte/Danke</li>
</ol>
<p>Den kompletten <strong>Prozess</strong> der Selbsteinfühlung bin ich auf meinem YouTube Kanal &#8222;Herzmensch&#8220; durchgegangen. Wenn du diesen lieber in Form eines Videos sehen möchtest, schau es dir gerne an. Ich würde mich natürlich riesig freuen, wenn du mir dort einen Daumen nach oben und ein Abo da lässt, falls es dir gefallen haben sollte und dich das Thema GFK auch weiterhin begleiten darf.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_Bye-1Vp7Js" width="680" height="430" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Ich hab den Prozess aber auch hier in diesem Beitrag niedergeschrieben. Wenn du also lieber weiterlesen möchtest, dann geht&#8217;s jetzt weiter:</p>
<h2>1. Situation</h2>
<p>Um welche Situation geht es genau &#8211; rein <strong>objektiv</strong> betrachtet?</p>
<p>Der Moment, in dem ich merke, dass ich die Tüte nicht mehr wiederfinden werde.</p>
<h2>2. Gefühle</h2>
<p>Ich könnte jetzt dazu übergehen, enttäuscht zu sein oder traurig. Ich könnte beginnen, den Verlust zu bedauern und mich nun um mein Bedürfnis nach Trost kümmern. Ich könnte direkt eine Bitte an mich formulieren, was ich mir jetzt Gutes tun kann, um mir mein Bedürfnis nach Trost zu erfüllen, z.B. indem ich eine Freundin anrufe oder eine Runde meditiere.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-14019 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund.jpg" alt="" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2.1 Achtung bei Wut und Ärger</h3>
<p>Aber so einfach hat es mir mein Kopf in diesem Moment nicht gemacht, denn ich hab mich plötzlich geärgert! Und wie! Ich war stinksauer! Fuchsteufelswild!</p>
<p>Wenn wir uns <strong>ärgern</strong> oder <strong>wütend</strong> sind, ist das immer ein Moment, um sich bewusst zu machen, dass man hier noch nicht an seinem eigentlichen Gefühl angekommen ist.</p>
<p>Ärger und Wut weisen uns darauf hin, dass wir etwas interpretiert, analysiert und verurteilt haben. Wir haben die Situation durch unser Wertesystem geschickt und sind zu dem Ergebnis gekommen: Das ist falsch oder Das macht man nicht.</p>
<p>Wenn wir in Richtig und Falsch denken oder nach Schuldigen suchen und uns deshalb ärgern bzw. vor uns hin wüten, kratzen wir aber lediglich an der Oberfläche unserer Gefühlswelt.</p>
<p>Natürlich ist es einfacher, wenn wir Ärger oder Wut verspüren. Es setzt eine gewisse Energie und Kraft frei. Darunter verbergen sich unangenehme Gefühle, die wir nicht fühlen wollen, eben weil sie so unangenehm sind, wie z.B. das Gefühl der Ohnmacht oder der tiefen Trauer.</p>
<p>Was genau habe ich gedacht oder mir vorgestellt? Hier hilft die sogenannte <strong>Wolfsshow</strong>, d.h. du schreibst dir all deine Gedanken und Urteile auf, auch wenn sie noch so böse klingen mögen. Es ist wichtig, sie aufzuschreiben, weil wir auf diese Weise Stück für Stück den dahinter liegenden Gefühlen und letztlich auch unseren unerfüllten Bedürfnissen auf die Spur kommen. Bitte die Wolfsshow nur für dich selber in Gedanken machen oder auf ein Blatt Papier bringen, aber bitte niemandem an den Kopf knallen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Tüte hat jemand gefunden und beschlossen, sie mitzunehmen und für sich zu behalten. So nach dem Motto: Geil! Nächstes Geburtstagsgeschenk ist gesichert!&#8220;</p>
<p>&#8222;Dieser Mensch muss doch gesehen haben, dass das Spielzeug für ein Kind ist! Da war auch noch eine Glückwunschkarte und Geschenkpapier drin! Wieso machen Menschen sowas?!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist so <strong>asozial</strong>!&#8220;</p>
<p>&#8222;Was für&#8217;ne scheiß Person findet, dass es&#8217;ne gute Idee ist, ein Geburtstagsgeschenk für ein Kind zu klauen?!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist ein <strong>NO GO</strong>! Verlorene Sachen gibt man ab, statt sie für sich zu behalten!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist verwerflich!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist <strong>falsch</strong>!&#8220;</p>
<p>&#8222;Diese Menschen denken alle immer nur an sich selbst und scheißen einfach auf alles und jeden. Denen ist es egal, wenn andere leiden!&#8220;</p>
<p>&#8222;Hat bestimmt jemand mitgenommen, der nicht genug verdient und sich kein Geschenk für sein Kind leisten kann.&#8220;</p></blockquote>
<h3>2.3 Ärger verpuffen lassen</h3>
<p>Um aus diesem Strudel aus Ärger und Wut zu kommen, helfen schon zwei Dinge:</p>
<ol>
<li>Uns bewusst machen, dass das, was wir gerade denken, nicht der Wahrheit entsprechen muss. Wir machen uns bewusst, dass wir gerade geurteilt haben. Das ist auch ok so. Das darf auch sein. Es zeigt, welche <strong>Werte</strong> uns wichtig sind, vielleicht auch, welche <strong>Glaubenssätze</strong> in uns verankert sind (z.B. &#8222;Verlorene Sachen gibt MAN ab, statt sie für sich zu behalten.&#8220;). So erkennen wir aber: Aha! Ich ärgere mich grad aufgrund meiner Gedanken. Hier geht&#8217;s schon gar nicht mehr um die eigentliche Situation, sondern um das, was plötzlich in meinem Kopf abgeht.</li>
<li><strong>Verallgemeinerungen</strong> erkennen, z.B. ALLE, IMMER, NUR, und sich bewusst machen, dass man hier gerade verallgemeinert, das aber auch hier höchstwahrscheinlich nicht der Wahrheit entspricht.</li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14018 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen.jpg" alt="" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>3. Eigentliche Gefühle, verbunden mit den unerfüllten Bedürfnissen</h2>
<p>Vielleicht sind dir im Nachgang noch ein paar Urteile eingefallen. Jetzt kümmern wir uns darum, unsere eigentlichen Gefühle zu benennen. Nimm dir Zeit dafür. Spür in dich hinein. Im nächsten Schritt kannst du schauen, welches <strong>Bedürfnis</strong> sich wohl mit diesem Gefühl bemerkbar gemacht hat. Bei mir haben sich z.B. folgende <strong>Gefühle</strong> und Bedürfnisse gemeldet:</p>
<ul>
<li>Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil mir ein Miteinander wichtig ist, das gestützt wird von <strong>Vertrauen</strong>.</li>
<li>Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil mir ein <strong>wertschätzender</strong> Umgang und die damit einhergehende <strong>Verantwortung</strong> mit meinen finanziellen Ressourcen wichtig ist.</li>
<li>Ich bin <strong>perplex</strong>, <strong>schockiert</strong> und auch <strong>irritiert</strong>, weil ich <strong>Klarheit</strong> brauche, um das Verhalten dieses Menschen verstehen zu können.</li>
<li>Ich fühle mich <strong>hilflos</strong>, weil ich mir <strong>Inspiration</strong> und <strong>Unterstützung</strong> wünsche, um die Tüte wiederzubekommen.</li>
<li>Ich bin so <strong>frustriert</strong>, <strong>gestresst</strong>, <strong>erschöpft</strong>, <strong>ausgelaugt</strong> und <strong>überfordert</strong>, weil ich mich nach Unterstützung, <strong>Leichtigkeit</strong> und <strong>Entspannung</strong> sehne. Ich möchte meine schier endlos lange To Do Liste gern abarbeiten, statt neue Aufgaben erledigen zu müssen, z.B. mich um ein neues Geschenk kümmern, noch eine Geburtstagskarte, nochmal <a href="https://amzn.to/3JkzQ5E" target="_blank" rel="nofollow noopener">Geschenkpapier</a>*. Ich sehne mich nach <strong>Freude</strong> und <strong>Spaß</strong> im Alltag.</li>
</ul>
<p>Am Stärksten hat sich bei mir aber die <strong>Trauer</strong> gemeldet. Ein starker Indikator für Trauer zeigt sich, wenn man weint. Und ich hab gemerkt, dass es mir jetzt echt gut täte, <strong>gehört zu werden</strong>.</p>
<h2>4. Bitte</h2>
<p>Als mir das klar geworden ist, rief ich meine Mutter an und erzählte ihr von meiner Geschichte und meinem Verlust. Ich weinte. Und es tat so gut. Es war ein erleichterndes Gefühl, als ich merkte, dass mir meine Mutter zuhörte, mir ihr <strong>Bedauern</strong> aussprach, mit mir mitfühlte, mich wahrnahm. Es brauchte keine Tipps und Vorschläge und schon gar keine Vorwürfe. Ich bekam genau das, was mir in diesem Moment am Dringendsten war: Empathie.</p>
<p>Ohne in dieser Situation überhaupt an die 4 Schritte der GFK gedacht zu haben, hatte ich unbewusst eine Bitte an mich formuliert, die positiv formuliert und direkt ausführbar war: Mutti anrufen.</p>
<p>Ich spürte förmlich innerhalb weniger Sekunden, als wir sprachen, dass mir gerade eine unheimliche Last von den Schultern fiel. Ich fühlte mich <strong>erleichtert</strong>, <strong>frei</strong>, und konnte mit dem Umstand, dass die Tüte trotzdem nicht mehr wiederkam, schon deutlich besser umgehen. Ich fing an, zu <strong>akzeptieren</strong>.</p>

<h2>Happy End</h2>
<p>Als ich auflegte und zu meinem Sohn ins Wohnzimmer ging, schaute mich Oliver plötzlich mit ganz großen Augen an und rief Freude strahlend:&#8220;Mama! Du hast ja das Geschenk gefunden!&#8220;</p>
<p>Und ich starre ihn einfach nur völlig verdattert an und weiß überhaupt nicht, wovon er gerade spricht. &#8222;Hä? Wie? Was?&#8220;</p>
<p>Da zeigt er mit seinem Zeigefinger hinter mir auf die Ecke der Couch&#8230; Ich drehe mich um&#8230; Jupp. Da lag sie. Die Tüte mit dem Geschenk und dem anderen Zeugs drin&#8230;</p>
<p>Ich schwöre, ich hab KEINEN BLASSEN SCHIMMER, wie die da hingekommen sein soll! Ich hätte schwören können, dass ich sie dort niemals abgelegt hatte. Aber so war es. Sie war nie weg. Wurde auch nie geklaut. Es gab keinen asozialen Menschen. Alles nur Hirngespinste und vernichtende Urteile.</p>
<p>Und deshalb war auch all die Wut, die Hilflosigkeit und Trauer mit einem Mal war wie weggeblasen. Puff &#8211; weg!</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir eindrücklich gezeigt, wohin uns unsere Gedanken führen können, wenn wir es zulassen. Doch mithilfe der <strong>Selbsteinfühlung</strong> kommen wir ihnen auf die Spur und lernen Step by Step, sie von der eigentlichen Situation zu trennen, uns bewusst darüber zu werden. Wir lernen uns und unsere Gefühle kennen und unsere Bedürfnisse. Wir können auf diese Weise für uns sorgen und Strategien entwickeln, falls wir mal wieder in eine ähnliche Situation geraten sollten.</p>
<p>Welche Situation kommt dir dabei spontan in den Kopf? Erzähl mir gern davon unten in den Kommentaren, ich würde mich freuen, davon zu lesen.</p>

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		<title>25 Übungen zu Achtsamkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2018 19:23:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Alltag ist oftmals so vollgestopft mit ach so wichtigen Terminen, wir hetzen von einer Sekunde zur anderen, atmen schnell, schlingen unser Essen herunter und wollen am Liebsten alles gleichzeitig machen, damit wir unsere kostbare Zeit ja nicht vergeuden. Am Ende des Tages fallen wir jedoch gestresst und erschöpft ins Bett und haben den Eindruck, ... <a title="25 Übungen zu Achtsamkeit" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/25-uebungen-zu-achtsamkeit/" aria-label="Mehr zu 25 Übungen zu Achtsamkeit">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Alltag ist oftmals so vollgestopft mit ach so wichtigen Terminen, wir hetzen von einer Sekunde zur anderen, atmen schnell, schlingen unser Essen herunter und wollen am Liebsten alles gleichzeitig machen, damit wir unsere kostbare Zeit ja nicht vergeuden.</p>
<p>Am Ende des Tages fallen wir jedoch gestresst und erschöpft ins Bett und haben den Eindruck, gar nichts geschafft zu haben.</p>
<p>Wenn auch du denkst, dass du nicht MEHR und SCHNELLER werden willst, sondern dass es dir gut tun würde, kürzer zu treten, zu entschleunigen und bewusster zu leben, dann freu dich auf 25 Achtsamkeitsübungen, die dir genau dabei helfen sollen, wieder mehr zu dir zurück zu finden.</p>
<p><span id="more-10903"></span></p>
<h2>Der Alltag, von dem wir uns im Urlaub erholen müssen</h2>
<p>Wenn du dich bereits auf den Weg gemacht hast, Übungen zu Achtsamkeit zu finden, dann kann ich mir vorstellen, dass du auch schonmal an diesem Punkt warst, wo du in all der Hektik und des Drucks gestoppt, innegehalten und dich gefragt hast :&#8220;Was mache ich hier eigentlich?&#8220;.</p>
<p>Ein Punkt, an dem du gemerkt hast, dass es so, wie du gerade dein Leben lebst, nicht weiter gehen kann, denn du spürst nur Stress und Enge und Hektik, du weißt schon gar nicht mehr, wann du dich richtig lebendig, frei und glücklich gefühlt hast.</p>
<blockquote><p>&#8222;Wir brauchen Krisen, denn sie bringen uns dazu, uns wieder zu fokussieren.&#8220; &#8211; Autor*in unbekannt</p></blockquote>
<p>Solche Krisen sind ein wunderbares Angebot an uns, uns wieder darauf zu besinnen, was wir brauchen, was uns gut tun würde. Krisen helfen uns dabei, uns zu fokussieren. WILL ich das? Will ICH das? Will ich DAS? Und uns dann zu entscheiden, ob wir weitergehen wie bisher, ob wir das Tempo ändern, das Fortbewegungsmittel wechseln oder ob wir mal eine Abzweigung nehmen.</p>
<h2>Was bedeutet Achtsamkeit?</h2>
<p>Achtsamkeit &#8211; was ist das überhaupt?</p>
<p>Achtsamkeit hab ich persönlich ganz bewusst als solche wahrgenommen, als wir während meiner Grundausbildung in Gewaltfreier Kommunikation Yin Yoga praktiziert hatten.</p>
<p>Es waren keine besonders anspruchsvollen Übungen, kein großes Gedehne und Verrenke &#8211; im Gegenteil. Es wurde mehr Wert darauf gelegt, sich auf den Atem zu konzentrieren, ihn im Hier und Jetzt zu spüren, und Gedanken, die uns umkreisten, wahrzunehmen und ziehen zu lassen.</p>
<p>Ich persönlich finde, Achtsamkeit hat ganz viel damit zu tun, bewusst zu leben in dem Moment, in dem wir etwas tun, aber auch, sich selbst kennen und lieben zu lernen, so anzunehmen, wie man ist, sich zu verstehen und zu akzeptieren. Achtsamkeit hat für mich ganz viel mit Selbstliebe und Akzeptanz zu tun &#8211; auch anderen gegenüber.</p>
<h2>25 Achtsamkeitsübungen</h2>
<p>Deshalb hab ich mich dazu entschieden, dir eine wie ich finde schöne Zusammenstellung an über 25 Übungen zur Achtsamkeit und Gewaltfreien Kommunikation zu schenken. Dieser Mix hat weder den Anspruch, vollständig, noch auf jede/n perfekt zugeschnitten zu sein.</p>
<p>Vielmehr ist dieser Beitrag eine Art Inspiration, um dich auf deiner Suche nach DEINEN Strategien zu unterstützen, damit du dich wieder wohler fühlst im Alltag, auf Arbeit, in deiner Familie, Freundschaft, Partnerschaft, mit dir selber oder mit wem auch immer.</p>
<p>Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-12587" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/25-übungen-zur-achtsamkeit.jpg" alt="25 Übungen zur Achtsamkeit | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="381" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/25-übungen-zur-achtsamkeit.jpg 600w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/25-übungen-zur-achtsamkeit-190x400.jpg 190w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/25-übungen-zur-achtsamkeit-205x430.jpg 205w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/25-übungen-zur-achtsamkeit-324x680.jpg 324w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/25-übungen-zur-achtsamkeit-24x50.jpg 24w" sizes="auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-1">1. Was brauchst du? Wie sorgst du für dich?</h2>
<p>Mit dieser Übung hast du die Möglichkeit, dir bewusst zu machen, was dir gut tun würde, warum und wie du am Besten für dein Wohlergehen sorgen kannst.</p>
<p>Ich möchte dich bitten, auf einem Blatt Papier zu notieren, was du jetzt, in diesem Moment, bräuchtest, egal ob man es kaufen kann oder nicht. Welches deiner <a href="///Users/juliawill/Downloads/GfK-Liste-Echte-Beduerfnisse.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bedürfnisse</a> würde dadurch erfüllt sein, wenn du bekämst, was auf deinem Zettel steht?</p>
<p>Wenn du etwas ganz bestimmtes, wie einen Gegenstand, eine Person, Tätigkeit, Zeit oder einen Ort im Kopf hast, dann wird es sich um eine Strategie handeln, die dir ein bestimmtes Bedürfnis erfüllen soll. Handelt es sich um eine Strategie, dann überleg mal, was es noch gäbe, das dir ebenfalls dein Bedürfnis erfüllen würde.</p>
<p>Diese Übung soll dir helfen, dir bewusst darüber zu werden, was du brauchst und dich auch ein Stück weit frei und unabhängiger von bestimmten Strategien zu machen, damit du erkennst, dass du auch auf vielen unterschiedlichen Wegen für dich sorgen kannst.</p>
<p>Was ist es, was du in diesem Moment bräuchtest?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12597" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg.jpg" alt="Frau schreibt am Steg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-schreibt-am-steg-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-2">2. Nur eins</h2>
<p>Oftmals ertappe ich mich dabei, dass ich viele Dinge gleichzeitig mache. Ich sitze auf Toilette und schau auf&#8217;s Handy. Ich putze Zähne und bin in Gedanken schon ganz, ganz weit weg. Ich arbeite am PC und höre dabei Musik.</p>
<p>Danach hab ich mich irgendwie unzufrieden und angespannt gefühlt. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich keins der Dinge, die ich getan habe, bewusst gemacht habe, obwohl ich dachte, es würde mir helfen, produktiver zu sein und meine Zeit zu nutzen. Stattdessen lief ich einfach automatisiert ab und habe gar nicht richtig und bewusst den Moment genossen.</p>
<p>Diese Übung dient dazu, sich wieder ganz bewusst einer einzigen Sache zu widmen und dabei nichts anderes zu tun. Wo, wie und wann du das üben magst, kannst du selber entscheiden, ich gebe dir ein paar Anregungen: Auf Toilette gehen, Zähne putzen, Haare kämmen, duschen, anziehen, essen, trinken, mit den Öffentlichen fahren, schreiben, telefonieren, Müll wegbringen&#8230;</p>
<p>Welche Tätigkeit möchtest du gern mal für dich ausprobieren?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-3">3. Augenmerk auf das Positive in dir</h2>
<p>Wenn du zu denjenigen gehörst, die sich schnell <strong>kritisieren</strong> und abwerten, wird dir diese Übung bestimmt gut tun.</p>
<p>Fällt dir auf, dass du dich schnell <strong>bewertest</strong> oder kritisiert? &#8222;Ich bin zu &#8230;&#8220;, &#8222;Ich sollte mehr/weniger &#8230;&#8220;, &#8222;Ich bin so&#8230;&#8220; &#8211; Ich könnte noch ewig so weitermachen, denn auch mir fiel irgendwann mal auf, dass es mir leicht fällt, über mich zu urteilen oder an mir herumzumäkeln, statt das, auf was ich stolz bin, auch mal anzuerkennen. Als hätte ich es nicht verdient. Geht es dir damit ähnlich?</p>
<p>Wenn ja, dann möchte ich dich dazu einladen, deine Aufmerksamkeit dem <strong>Positiven</strong> in und an dir zu widmen. Nimm dir Papier und Stift und schreib einfach mal auf, was du an dir magst. Was du geschafft hast. Erreicht hast. Auf was du stolz bist. Worüber du glücklich bist, es getan zu haben oder zu sein, wie du bist, und warum.</p>
<p>Wenn du magst, dann führe diesen Zettel stets bei dir oder häng ihn dir an einen Ort, an dem du oft bist, um dich stets daran zu <strong>erinnern</strong>, dich selbst zu <strong>lieben</strong> und auch öfter mal die angenehmen Seiten an dir anzuerkennen und zu feiern.</p>
<p>Was steht auf deinem Zettel?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12599" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-lehnt-sich-zurück-und-lacht.jpg" alt="Frau lehnt sich zurück und lacht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-lehnt-sich-zurück-und-lacht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-lehnt-sich-zurück-und-lacht-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-lehnt-sich-zurück-und-lacht-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-12">4. Kreativ sein</h2>
<p>Bei dieser Übung zur Achtsamkeit geht es um Konzentration, Kreativität, aber auch Ruhe und Entspannung.</p>
<p>Genauer gesagt: Sei <strong>kreativ</strong> und male.</p>
<p>Du kannst deiner Fantasie und deinen Emotionen freien Lauf lassen. Du kannst entscheiden, ob du frei aus dir heraus malst oder etwas <strong>ausmalst</strong> wie z.B. ein <a href="https://amzn.to/2XzBMAa" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Mandala</a>*, ob mit <a href="https://amzn.to/2Oc3IXR" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Buntstiften</a>*, <a href="https://amzn.to/2QJ7M3g" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Filzstiften</a>*, Acrylfarben o.ä. &#8211; das bleibt ganz allein dir überlassen. Nimm dir Zeit dafür, solange du magst.</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-5">5. Essen</h2>
<p>Was ist Nahrung für dich? Wie nimmst du sie zu dir? Genießt du dein Essen oder schlingst du es schnell in dich hinein?</p>
<p>Manchmal esse ich etwas und bin dann völlig perplex, dass es schon alle ist. Das liegt daran, dass ich es nicht bewusst gegessen habe, sondern nebenbei auf dem Handy rumgetippt oder ferngesehen habe.</p>
<p>Aus diesem Grund widmet sich diese <strong>Achtsamkeitsübung</strong> deiner nächsten Mahlzeit. In dieser Übung geht es darum, dein <strong>Essen</strong> bewusst wahrzunehmen. Nimm dir Zeit dafür, mach nichts nebenbei und lass dich nicht ablenken. Widme dich einzig und allein deinem Essen. Wie sieht es aus? Wie riecht es? Wie fühlt es sich im Mund an, wenn du es kaust? Was hat es für eine Konsistenz? Wie hört es sich an, wenn du es zerkaust? Wie schmeckt es? Kaue bewusst langsam. Genieße es.</p>
<p>Wie war diese achtsame Art der Nahrungsaufnahme im Vergleich zu deinen bisherigen Mahlzeiten? Hast du einen Unterschied feststellen können?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12601" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/thai-suppe-mit-gemüse-und-kräutern.jpg" alt="Thai Suppe mit Gemüse und Kräutern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/thai-suppe-mit-gemüse-und-kräutern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/thai-suppe-mit-gemüse-und-kräutern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/thai-suppe-mit-gemüse-und-kräutern-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-17">6. Licht aus</h2>
<p>Los geht&#8217;s mit einer Übung im Dunkeln.</p>
<p>Für diese Übung begibst du dich an einen dir <strong>vertrauten</strong> Ort und machst das Licht aus, sodass du nichts mehr sehen kannst, und läufst durch den Raum. Gerade zur Winterzeit wird es ja schnell <strong>dunkel</strong>, du kannst die Übung also bestimmt am späten Nachmittag oder Abend durchführen.</p>
<p>Wie ist das so für dich? Wie fühlst du dich? Merkst du einen Unterschied? Gehst du achtsamer? Langsamer? Bewusst? Was fällt dir auf, was dir bei Licht vielleicht nicht aufgefallen wäre? Wie nimmst du den Raum jetzt wahr?</p>
<p>Eine schöne Übung zur Entschleunigung, finde ich. Wie fandest du es?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-6">7. Das Foto</h2>
<p>Bei dieser Übung geht es nicht wirklich um Achtsamkeit, sondern vielmehr darum, dir ein Hilfsmittel an die Hand zu geben, das dir ein angenehmes Gefühl beschert. Gerade, wenn ich einen schlechten Start in den Tag hatte oder allgemein gerade mies drauf bin und wieder raus aus diesem Sumpf will, empfinde ich diese Übung als sehr hilfreich. Ich hoffe, du auch.</p>
<p>Ich möchte dich bitten, etwas zu fotografieren, das ein angenehmes Gefühl in dir hervor ruft. Das dich motiviert, amüsiert, glücklich macht, heiter stimmt, beruhigt oder was auch immer. Es muss auch nicht zwangsläufig ein Gegenstand sein, vielleicht ist es ja auch eine Person, ein Zitat, eine Pflanze, ein Tier, eine bestimmte Aussicht oder etwas ganz anderes. Bei mir ist es z.B. eine Wand voller Karten mit Motiven und Fotos, die mich berühren, mich zum Schmunzeln bringen oder motivieren.</p>
<p>Für was auch immer du dich entschieden hast: Druck dir das <strong>Foto</strong> aus und platziere es an einer Stelle, auf die oft am Tag schaust.</p>
<p>Für welches Motiv hast du dich entschieden?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12602" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-foto-von-papa-und-kind-fest.jpg" alt="Hand hält Foto von Papa und Kind fest" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-foto-von-papa-und-kind-fest.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-foto-von-papa-und-kind-fest-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-foto-von-papa-und-kind-fest-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-7">7. Nichts</h2>
<p>Nimm dir 5 Minuten Zeit für diese Übung. Wenn du ein Kind oder mehrere Kinder hast, wäre es für diese Übung hilfreich, wenn sie währenddessen beschäftigt sind oder jemand auf sie aufpasst, denn die heutige Aufgabe lautet: Nichts tun.</p>
<p>Hier nehmen wir uns die Freiheit, auch einfach mal <strong>nichts zu tun</strong>. Und das ist gar nicht mal so einfach, wie du feststellen wirst, zumindest erging es mir so. Ständig kreisten irgendwelche <strong>Gedanken</strong> um mich herum, ich dachte und plante und grübelte und und und&#8230;</p>
<p>Aber heute machst du das alles einfach nicht. Begib dich hierfür in eine für dich angenehme Position und genieße es, nichts zu tun. Wenn du merkst, dass dich deine Gedanken immer wieder fort tragen, dann fokussier dich auf deinen Atem. Wie du einatmest, wie die Luft durch deinen Körper strömt, wie du Neues in dir aufnimmst und Altes gehen lässt.</p>
<p>Wie war das so für dich, einfach auch mal nichts zu tun?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-8">8. Der Start in den Tag</h2>
<p>Beginnt dein Wochenende wie Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag? Wirst du unter der Woche von einem Wecker geweckt? Magst du seine Lautstärke und seinen Ton? Wie beginnt dein Arbeitstag? Ist er durchgeplant, routiniert, hektisch? Wie startest du ins Wochenende? Gibt es einen Unterschied? Welcher <strong>Start in den Tag</strong> gefällt dir mehr?</p>
<p>Ich möchte dich dazu einladen, das nächste Mal, wenn du <strong>aufwachst</strong>, dir 5 Minuten Zeit zu nehmen und im <strong>Bett</strong> liegen zu bleiben, nachdem du aufgewacht bist.</p>
<p>Bleib in deinem Bett liegen und lausche einfach mal deiner Umgebung. Was nimmst du wahr? Hörst du etwas? Was ist es? Kannst du etwas riechen? Oder schmecken? Was fühlst du? Was kannst du sehen? Spüre bis zum kleinsten Körperteil in dich hinein. Wie geht es dir? Was sagt dein Körper?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12603" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-streckt-sich-im-bett.jpg" alt="Frau streckt sich im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-streckt-sich-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-streckt-sich-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/frau-streckt-sich-im-bett-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-9">9. Raus aus der Routine</h2>
<p>Gerade im Alltag verfallen wir in den Automatismus, wir machen Tag für Tag das Gleiche, es entwickelt sich eine Routine, an die wir uns gewöhnen.</p>
<p>Heute möchte ich dich ein wenig <strong>wachrütteln</strong> und aus dieser Routine rausholen, damit du Dinge wieder bewusst machst.</p>
<p>Das ist gar nicht kompliziert, wie du merken wirst. Wenn du Rechtshänder*in bist, könntest du zum Beispiel alles mit Links machen. Dir mit der linken Hand die Zähne putzen, die Haare kämmen, die Jacke zuziehen, die Schlüssel oder etwas anderes in die Hand nehmen, essen, trinken usw.</p>
<p>Dadurch, dass wir plötzlich nicht mehr wie <strong>gewohnt</strong> und <strong>automatisiert</strong> ablaufen, müssen wir uns wieder <strong>konzentrieren</strong> und Dinge bewusst tun.</p>
<p>Eine witzige, teils auch herausfordernde Übung, wie ich finde. Schreib mir gern, wie es dir erging, so aus der <strong>Routine</strong> geholt zu werden.</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-10">10. Langsam</h2>
<p>H-A-L-L-O, W-I-E  G-E-H-T  E-S  D-I-R,  W-E-N-N  I-C-H  S-O  S-C-H-R-E-I-B-E?</p>
<p>Mit der obigen Begrüßung hab ich dir bereits einen kleinen Einblick in die heutige Achtsamkeitsübung gegeben. Hast du erraten, um was es gehen wird?</p>
<p>Heute machen wir mal etwas bewusst L-A-N-G-S-A-M. Ganz in R-U-H-E.  A-C-H-T-S-A-M. Ohne S-T-R-E-S-S und H-E-K-T-I-K, mit vollem B-E-W-U-S-S-T-S-E-I-N. Du kannst dir aussuchen, was es sein wird, das du bewusst L-A-N-G-S-A-M machen möchtest. Möchtest du heute, so wie ich, langsam schreiben? Oder langsam E-S-S-E-N?  G-E-H-E-N?  D-U-S-C-H-E-N?  R-E-D-E-N? A-T-M-E-N?</p>
<p><strong>Konzentrier</strong> dich genau auf das, was du <strong>langsam</strong> machst.</p>
<p>Für was hast du dich entschieden und wie war das so für dich, etwas bewusst L-A-N-G-S-A-M zu machen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12604" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/sanduhr-läuft.jpg" alt="Sanduhr läuft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/sanduhr-läuft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/sanduhr-läuft-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/sanduhr-läuft-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-11">11. Vertrauensspiel</h2>
<p>Heute gibt es eine passende <strong>Achtsamkeitsübung für Gruppen</strong>!</p>
<p>Such dir mit einer Person deiner Wahl einen passenden Ort zum Herumlaufen aus. Nimm die Person an die Hand. Und schließ deine Augen. Lass dich von der Person, die deine Hand hält, durch die Gegend geleiten. <strong>Vertrau</strong> darauf, dass die Person dich sicher begleiten wird, und konzentrier dich auf das, was du wahrnimmst. Was ist das? Was hörst du? Wie klingt es? Was spürst du? Riechst du etwas? Was ist es und wie nimmt dein Körper diesen Geruch wahr? Schmeckst du auch etwas?</p>
<p>Wie war dieser Spaziergang mit geschlossenen Augen?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-18">12. Yoga im Bett</h2>
<p>Quälst du dich morgens mehr aus dem Bett als den Start in den <strong>Morgen</strong> mit Dankbarkeit und Freude zu genießen? Dann möchte ich dich heute dazu einladen, deinen nächsten Start in den Tag mit <strong>Yoga</strong> zu beginnen.</p>
<p>Hierfür hab ich mir ein YouTube Video von Mady Morrison ausgesucht. Ich selber hab sie abonniert und mach ihre Yoga Übungen sehr gern mit. Ich kann dir ihre Yoga Videos nur wärmstens empfehlen, weil sie kurz und knackig, also ideal für den manchmal hektischen Alltag sind, in dem man sich kaum Zeit für Freizeit und Entspannung nimmt. Außerdem sind ihre Anleitungen auch für Anfänger*innen gedacht, du musst also kein Yoga Profi sein und kannst direkt starten.</p>
<p>Hier kommt sie also, die Yoga <strong>Anfänger</strong> Morgenroutine im Bett, du benötigst nicht einmal eine Yoga Matte oder anderes Zubehör, sondern lediglich dein Bett.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/fWRa-6T0bv0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" data-mce-fragment="1"></iframe></p>
<p>Berichte doch mal, wie du diesen Start in den Tag empfunden hast, wie das so für dich war, und ob du gern mehr Yoga machen möchtest.</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-13">13. Angenommen werden</h2>
<p>Heute machen wir eine wie ich finde tolle Übung, die dazu dient, dich so <strong>anzunehmen</strong>, wie du bist, und dich nicht dafür zu be- oder verurteilen, wie du bist. Und das geht ganz einfach:</p>
<p>Das nächste Mal, wenn du etwas machst, für das du dich verurteilst, oder allgemein: Sobald du merkst, dass du dich verurteilst für das, was du gerade denkst, tust, fühlst usw., finde heraus, welches <strong>Bedürfnis</strong> dahinter stecken könnte, das dich veranlasst hat, eben genau so zu handeln.</p>
<p>Ein Beispiel: Ich habe mich immer gleich dafür verurteilt, wenn ich bei jeder Kleinigkeit anfing zu weinen. Das konnte wegen eines Streits, einer Diskussion, Kritik an mir, einer Beobachtung oder etwas sein, das mich berührte. Und das nervte mich, weil ich dachte, es würde Schwäche zeigen.</p>
<p>Die Tränen sind nicht weniger geworden, aber mittlerweile kann ich mir und meinem inneren Kind sagen: &#8222;<strong>Es ist ok</strong>. Du darfst weinen. Du weinst, weil dich gerade etwas sehr berührt hat und dann kommen dir die Tränen. Das ist ok.&#8220; Sich selbst so anzunehmen wie man ist, ist manchmal schwer, aber es brachte mir inneren <strong>Frieden</strong>.</p>
<p>Ich wünsche mir für dich, dass du es schaffst, diese Übung nicht nur heute, sondern auch später in deinem Alltag anzuwenden. Vielleicht schaffst du es ja auch mal, diese Übung bei anderen Menschen anzuwenden und sie so zu <strong>akzeptieren</strong>, wie sie sind, weil du ihr Bedürfnis, das dahinter stecken könnte, erkennst.</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-2">14. Ärger verstehen</h2>
<p>Die Kollegin, die dich nicht gegrüßt hat. Dein Partner, mit dem du gerade im Streit bist. Dein Kind, das gerade Scheibe spielt&#8230; Es gibt &#8211; gern auch öfter am Tag &#8211; Situationen, in denen wir ärgerlich werden.</p>
<p>Hinter Ärger stecken allerdings immer ganz bestimmte Gedanken, die wir haben. Nicht die Person macht uns ärgerlich, unser Denken über die Person und unsere Einteilung in Richtig und Falsch führt dazu.</p>
<p>Lass uns doch heute mal genau diese Gedanken identifizieren, um dich frei von Ärger zu machen.</p>
<p>Wenn dich noch eine vergangene Situation beschäftigt, dann nimm diese gerne als Anlass zum Üben, ansonsten erinner dich einfach an diese Übung, wenn du dich wieder ärgern solltest.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12598" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/mama-und-tochter-im-streit-mit-verschränkten-armen.jpg" alt="Mama und Tochter im Streit mit verschränkten Armen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/mama-und-tochter-im-streit-mit-verschränkten-armen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/mama-und-tochter-im-streit-mit-verschränkten-armen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/mama-und-tochter-im-streit-mit-verschränkten-armen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Führ dir dazu einfach die Situation vor Augen und schreib dir gerne auf, was du so alles darüber denkst, wie du die Situation bewertest und beurteilst. So kommst du deinen Gedanken auf die Spur und entdeckst, was eigentlich hinter all dem Ärger steckt: Deine eigentlichen Gefühle, die sich hinter dem Ärger versteckt haben, und deine unerfüllten Bedürfnisse.</p>
<p>Werde dir in Situationen, in denen du ärgerlich wirst, klar darüber, was genau du denkst, was du wirklich fühlst und welche unerfüllten Bedürfnisse sich da bei dir melden. Wenn eine Person etwas macht, und sich ein unerfülltes Bedürfnis in dir meldet, finde heraus, wie du jetzt am Besten dafür sorgen kannst, dass es erfüllt wird.</p>
<p>In welcher Situation hast du Ärger gespürt? Was hast du gedacht? Welche Gefühle haben sich dann gezeigt und welche Bedürfnisse hast du erkannt?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-14">15. Technik aus</h2>
<p>Für die heutige Übung benötigst du etwa eine Stunde. Ich empfehle dir, sie entweder nach dem <strong>Aufstehen</strong> oder vor dem <strong>Schlafengehen</strong> durchzuführen, denn in dieser Zeit ist sie am Wirkungsvollsten.</p>
<p>In dieser einen Stunde verzichtest du auf <strong>Technik</strong>. Damit ist vor allem dein Telefon gemeint, aber du kannst es auch sehr gern auf weitere technische Gegenstände erweitern, wie den Fernseher, den Computer, das Radio, die Küchengeräte und dergleichen.</p>
<p>Fällt dir diese Übung schwerer als gedacht? Dann geh es langsam an und starte mit 15 Minuten oder einer Zeit, die für dich machbar ist. Wer weiß, vielleicht wird daraus ja auch irgendwann mal ein ganzer Tag?</p>
<p>Was fällt dir auf, wenn du all diese Dinge plötzlich nicht mehr nutzt? Was machst du stattdessen?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-4">16. Kleinigkeiten</h2>
<p>Heute möchte ich dich dazu einladen, die kleinen Dinge des <strong>Lebens</strong> zu betrachten. Nein, eigentlich geht es sogar nur um eins. Ein einziges kleines Ding.</p>
<p>Schau dich um. Findest du etwas Kleines? Schau ganz genau hin. Nimm dir bewusst Zeit dafür und betrachte es von allen Seiten. Wie fühlt es sich an? Wie sieht es aus? Was hat es für eine Struktur? Aus welchem Material besteht es? Fällt dir etwas daran auf?</p>
<p>Ich würde mich freuen, von dir zu erfahren, was du heute <strong>Kleines</strong> beobachtet hast und wie du diese Achtsamkeitsübung fandest. Könntest du dir vorstellen, sie in deinen Alltag einzubauen und vermehrt die kleinen Dinge des Lebens zu <strong>genießen</strong>?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12600" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/insekt-auf-mülleimer.jpg" alt="Insekt auf Mülleimer" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/insekt-auf-mülleimer.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/insekt-auf-mülleimer-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/insekt-auf-mülleimer-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-15">17. Rückwärts</h2>
<p>Balancierst du gern? Wenn ich mit meinem Sohn auf dem Spielplatz bin, balancieren wir regelmäßig, aber irgendwie war mir das auf Dauer zu einfach, immer nur geradeaus zu laufen. Also drehte ich mich einmal um und lief <strong>rückwärts</strong>. Du ahnst nicht (oder vielleicht doch?), wie vorsichtig ich auf einmal ging. Ich konnte ja nicht nach hinten sehen, sonst wäre ich gleich runtergefallen. Also spürte ich mit jedem Schritt nach hinten vorsichtig nach, ob mein Fuß Halt findet, und belastete ihn erst dann, wenn ich mir ganz sicher war, dass ich mein <strong>Gleichgewicht</strong> halten konnte.</p>
<p>Die Übung hat mir wirklich viel Spaß gemacht und hat mich darin bestärkt, Dinge, die mir (zu) leicht fallen, gern etwas anspruchsvoller zu gestalten, einfach, um mich etwas <strong>herauszufordern</strong>, aber auch, um wieder ein Augenmerk darauf zu legen, etwas mit voller Konzentration und vollem Bewusstsein zu machen.</p>
<p>Aus diesem Grund möchte ich dich bitten, bei der nächstbesten Möglichkeit auszuprobieren, rückwärts zu balancieren, oder, wenn dir das zu gefährlich ist, rückwärts zu gehen.</p>
<p>Probier es mal aus und verrate mir, wie das so für dich war, rückwärts zu <strong>balancieren</strong> bzw. zu gehen.</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-16">18. Trinken</h2>
<p>Was <strong>trinkst</strong> du gern? Wasser? Tee? Saft? Kaffee? Was ist es?</p>
<p>Heute möchte ich dich dazu einladen, dir 5 Minuten Zeit zu nehmen, gern auch länger, für dich und dein <strong>Lieblingsgetränk</strong>.</p>
<p>Mach es dir gemütlich, begib dich in eine dir angenehme Position und genieße dein Getränk. Betrachte es. Wie sieht es aus? Wie riecht es? Wie fühlt es sich im Mund an und wie würdest du seinen Geschmack beschreiben?</p>
<p>Was macht das mit dir, dir bewusst Zeit fürs <strong>Trinken</strong> freizuräumen und es langsam zu genießen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12612" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-tasse-im-bett-hoch.jpg" alt="Hand hält Tasse im Bett hoch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-tasse-im-bett-hoch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-tasse-im-bett-hoch-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/hand-hält-tasse-im-bett-hoch-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-20">19. Der Bodyscan</h2>
<p>Der Bodyscan ist eine bekannte Übung im MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction, auf deutsch: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion), um in Verbindung mit deinem Körper zu kommen und dich in Geduld sowie einer einfühlsamen Haltung dir selbst gegenüber zu üben.</p>
<h3>Vorbereitung</h3>
<ul>
<li>Nimm dir genug Zeit für die Vorbereitung. Das Video, das ich dir weiter unten verlinkt habe, geht ca. 30 min.</li>
<li>Wähle für den Bodyscan einen ruhigen Ort, an dem du dich wohl fühlst, und nicht von außen gestört wirst.</li>
<li>Wähle eine bequeme Unterlage, ggf. ein Kissen, und wenn du magst, auch eine Decke. Wenn du nicht liegen magst, kannst du dich auch hinsetzen, wie es dir angenehm ist.</li>
<li>Auch deine Kleidung sollte gemütlich und bequem sein, sodass du frei und unbeschwert atmen kannst.</li>
</ul>
<p>Streng dich während der Übungen nicht an, um deinen Körper nicht noch weiter anzuspannen.</p>
<p>Was auch immer für Gedanken und Empfindungen auftauchen, lass sie zu und erlaube dir so zu sein, wie du dich im gegenwärtigen Moment fühlst. Konzentrier dich mehr darauf, was du fühlst, als auf das, was du denkst. Nimm es an und sag dir innerlich &#8222;Es ist ok so zu sein, wie ich gerade bin&#8220;.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/TWg6yiP_Jbs" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Wenn du möchtest, kannst du mir unten in den Kommentaren gern verraten, wie du diesen Bodyscan empfunden hast.</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-24">20. Feuer</h2>
<p>Heute zünden wir eine Kerze an und beobachten sie einfach nur. Nicht mehr und nicht weniger. Ich persönlich könnte mir ewig <strong>Feuer</strong> ansehen, weil es so eine <strong>beruhigende</strong> Wirkung auf mich hat.</p>
<p>Wie geht es dir so, wenn du dir Zeit nimmst, eine <strong>Kerze</strong> anzündest und sie einfach nur in Ruhe beobachtest?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-21">21. Lieblingsstück</h2>
<p>Was trägst du gerade? Magst du es? Die Farben, der Stoff, die Größe, der Schnitt, das Muster usw. &#8211; gefällt es dir? Ist es ein <strong>Lieblingsstück</strong> von dir?</p>
<p>Wenn du dir nicht so ganz sicher bist oder die Fragen mit Nein beantwortest, dann möchte ich dich bitten, dich von diesem Kleidungsstück zu <strong>verabschieden</strong> und dir stattdessen etwas anzuziehen, das du LIEBST! Ein Kleidungsstück, das dich glücklich macht, das dir <strong>gefällt</strong>, genau das solltest du jetzt tragen. Es muss weder anderen gefallen noch der aktuellen Mode entsprechen, es soll dir einfach nur gefallen. Nicht, weil du es mal geschenkt bekommen hast, es dir aber eigentlich gar nicht gefällt, und du nur ein schlechtes Gewissen hättest, es nicht zu tragen oder gar wegzuwerfen.</p>
<p>Solltest du tatsächlich kein einziges <strong>Kleidungsstück</strong> besitzen, das du liebend gern trägst, dann möchte ich dich bitten, in Zukunft nach einem solchen Ausschau zu halten und dich Stück für Stück von Dingen zu verabschieden, die du gar nicht gern trägst, sondern sie vielleicht nur aus Pflichtbewusstsein im Schrank liegen hast. Umgib dich fortan mit Dingen, die dich glücklich machen.</p>
<p>Beginne bitte erst damit, dich von Dingen zu verabschieden, statt dich mit neuen Sachen einzudecken. Die Übung dient dazu, dir <strong>bewusst</strong> zu machen, mit wie vielen Dingen du dich umgibst, die dich nicht glücklich machen und diejenigen <strong>schätzen</strong> zu lernen, die dir ein angenehmes Gefühl geben. Mit denen du dich wohl fühlst.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass diese Aufräumaktion etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, also bitte lass dir auch Zeit dafür und versuch jetzt nicht, deinen ganzen Schrank im Laufe eines Tages zu entmüllen. Wenn du mehr über <strong>Minimalismus</strong> erfahren möchtest, kann ich dir Marie Kondo empfehlen &#8211; von ihr hab ich diese Übung.</p>
<div class="produktbox-wrapper">
<div class="produktbox-titel"><i class="fa fa-heart"></i>Meine Empfehlung für dich</div>

<div class="aawp">

            
            
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            </div>

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</div>

<h2>22. Zuhören</h2>
<p>Für diese Übung benötigst du einen Partner bzw. eine Partnerin, denn sie wird zu zweit durchgeführt. In der GFK Übungsgruppe einer meiner Ausbilderinnen ist es eine willkommene Einstiegsübung, um anzukommen und langsam warm zu werden.</p>
<p>Für diese Übung hat jede/r von euch jeweils 5 min. Zeit, über ein Thema ihrer/seiner Wahl zu sprechen. Die andere Person macht nichts weiter, als zuzuhören, vielleicht mal ab und zu zu nicken oder &#8222;Mhm&#8220; zu sagen, mehr nicht. Es geht weder ums Bewerten dessen, was die Person gesagt hat, noch um schlaue Tipps oder Lösungsvorschläge, noch darum, von sich selber zu erzählen. Es geht wirklich einzig und allein darum, bei deinem Gegenüber zu bleiben und ihm aufmerksam zuzuhören.</p>
<p>Ich finde, es ist schon herausfordernd genug, sich nicht von den eigenen Gedanken davontreiben zu lassen. Wenn du dir dessen bewusst wirst, hol dich immer wieder zu deiner/m Gesprächspartner*in zurück.</p>
<p>Nach den 5 min. gibt es eine kurze Pause zum Runterkommen, sich-gewahr-werden. Danach wechselt ihr die Rollen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12614" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/zwei-frauen-sitzen-im-gras-und-reden.jpg" alt="zwei Frauen sitzen im Gras und reden" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/zwei-frauen-sitzen-im-gras-und-reden.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/zwei-frauen-sitzen-im-gras-und-reden-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/zwei-frauen-sitzen-im-gras-und-reden-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
</div>
<h2 id="achtsamkeitsübung-22">23. Badezeit / Duschzeit</h2>
<p>Ich hoffe, die 21. Aufgabe hat dich nicht völlig ausgelaugt, sondern dir vielmehr <strong>Kraft</strong> geschenkt und dich motiviert. Dafür kommt jetzt eine entspannendere Übung.</p>
<p>Heute möchte ich dich dazu einladen, dir Zeit für ein entspanntes Bad oder, wenn du nicht gern badest oder gar keine Badewanne hast, dir Zeit für eine ausgiebige <strong>Dusche</strong> zu nehmen. Wenn man Kinder hat, ist das nicht immer einfach zu bewerkstelligen, aber vielleicht schaffst du es ja während ihrer Schlafenszeit oder während sich jemand um sie kümmert und sie beschäftigt sind.</p>
<p>Richte dein <strong>Bad</strong> so ein, wie es dir gefällt, mach dir zum Beispiel Kerzen an. Wenn du magst, können es auch Duftkerzen sein. Mach das elektrische Licht aus, benutz deinen liebsten Badezusatz oder dein liebstes Shampoo und geniiiiiiiieße diese Ruhe und <strong>Entspannung</strong> und die <strong>Zeit</strong>, die du dir gerade für dich nimmst.</p>
<p>Schließ gern deine Augen und konzentrier dich auf das Wasser, das deinen Körper umgibt. Was spürst du? Was hörst du? Was schmeckst du? Atme tief ein und langsam aus.</p>
<p>Wie war diese Bade- oder Duschzeremonie für dich?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-25">24. Dankbarkeit</h2>
<p>Wie wirst du den heutigen Tag verbringen? Oder neigt er sich bereits dem Ende, während du das hier liest?</p>
<p>Diese Übung zu Achtsamkeit findet am Abend statt. Schreib dir am Ende des Tages all das auf, wofür du <strong>dankbar</strong> bist. Was dich gefreut hat. Was dich glücklich gemacht hat. Was in dir ein angenehmes <strong>Gefühl</strong> hervorgerufen hat.</p>
<p>Wofür bist du dankbar? Was genau war es, das dir dieser Tag geschenkt hat?</p>
<h2 id="achtsamkeitsübung-23">25. Abschied</h2>
<p>Heute möchte ich dich dazu einladen, <strong>entspannt</strong> einzuschlafen.</p>
<p>Egal, ob Morgenroutine oder Abendroutine, ich höre mir gerne Mojo Di auf YouTube an, ich empfinde ihre Stimme als äußerst angenehm, beruhigend und entspannend.</p>
<p>Deshalb lade ich dich ein, dir vor dem Schlafengehen oder allgemein, wenn du dich entspannen möchtest, eine ihrer geführten Meditationen anzuhören.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ZQBg14sGH28" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Ich hoffe, diese Achtsamkeitsübungen haben dir genügend Inspiration geschenkt, wie du im Alltag wie auch sonst für dich sorgen kannst.</p>
<p>Wenn es eine Übung gibt, die es dir ganz besonders angetan hat, dann würde ich mich freuen, wenn du sie mir unten in den Kommentaren verrätst. Alles Liebe.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/25-uebungen-zu-achtsamkeit/">25 Übungen zu Achtsamkeit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 22:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[aktives Zuhören]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
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		<category><![CDATA[Erwachsener]]></category>
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		<category><![CDATA[GFK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen. Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu verstehen, vielleicht sogar ein paar tröstende Worte zu finden. Deshalb ... <a title="Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/" aria-label="Mehr zu Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen.</p>
<p>Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu <strong>verstehen</strong>, vielleicht sogar ein paar <strong>tröstende Worte</strong> zu finden.</p>
<p>Deshalb gibt es heute einen Beitrag, wie du jemanden <strong>richtig trösten</strong> und ihr/ihm zur Seite stehen kannst, was du tun oder sagen könntest, und vor allem, was du unterlassen solltest.</p>
<p><span id="more-10584"></span><div id='c8357_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>

<h2><strong>Tröstende Worte</strong></h2>
<p><strong>Babys</strong>, mitunter auch noch Kleinkinder, sind recht einfach zu trösten, wenn sie sich verletzt haben oder aus irgendeinem anderen Grund <strong>traurig</strong> sind. Sie brauchen dann ganz viel Nähe, der Liebestank muss wieder aufgefüllt werden, wie es so schön heißt. Stillen, kuscheln, streicheln, umarmen, im Arm wiegen, tragen, schunkeln, gut zureden &#8222;Ich bin da.&#8220;, vielleicht ein beruhigendes Lied singen &#8211; alles ganz wunderbare Methoden, damit sich ein Baby bzw. <strong>Kind</strong> wieder beruhigt.</p>
<p>Werden wir älter, bedarf es da schon mehr, als jemanden, der uns mal ganz fest in den Arm nimmt, damit alles wieder gut ist. Wir wollen auch <strong>verstanden</strong> und <strong>gesehen</strong> werden. Und das ist, wie ich zu meinem Bedauern feststellen musste, ziemlich selten zu finden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10587" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg" alt="Richtig tröten - Die besten Tipps, Kinder &amp; Erwachsene richtig zu trösten | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Das wird mir alles zu viel</h2>
<p>Erst vor Kurzem hatte ich einen <strong>Unfall</strong>. Bin ohnmächtig geworden und knallte mit dem Gesicht auf den Boden. Der ganze Weg vom Notruf bis zur Entlassung im Krankenhaus hat in mir tiefe Spuren hinterlassen.</p>
<p>Dann kam der Punkt, an dem ich begriff, dass ich meinen Zahn, vielleicht sogar noch mehr Zähne aufgrund des <strong>Traumas</strong> verlieren würde. Mir wurde mein <strong>Verlust</strong> jetzt erst so richtig bewusst und ich fing manchmal aus heiterem Himmel zu <strong>weinen</strong> an.</p>
<p>Ich merkte, dass mich in dieser Zeit kaum jemand gesehen und verstanden hat. Enttäuschung und das Gefühl von Einsamkeit machten sich breit.</p>
<p>Als wäre dieser Umstand noch nicht genug, hab ich’s jetzt wohl auch noch mit der Bandscheibe zu tun. Neben den seelischen <strong>Schmerzen</strong> kommen jetzt auch noch <strong>körperliche</strong> hinzu und ich sage mir: Das wird mir alles zu viel!</p>
<p>Ich wache auf und hoffe, es war alles nur ein Albtraum. Ein richtig beschissener Albtraum, der mir eine Höllenangst gemacht hat. Der jetzt aber zum Glück vorbei ist. Der mir sagt, dass ich das alles nur geträumt habe. Dass alles gut ist. Doch dann muss ich mir eingestehen: Das war kein <strong>Traum</strong>. Das ist <strong>Realität</strong>.</p>
<p>Und all die tröstenden Worte, die ich höre, die sind alle so <strong>falsch</strong>. Worte wie</p>
<ul>
<li>&#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;</li>
<li>&#8222;Sei nicht traurig.&#8220;</li>
<li>&#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>&#8222;Jetzt kannst du traurig sein. Später wirst du drüber lachen.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du schaffst das. Du bist stark. Du bist so tapfer.&#8220;</li>
<li>&#8222;Man kann den Kostenvoranschlag bei (&#8230;) einreichen, dann machen dir die Ärzte ein Angebot.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du bist mega taff. ne harte Huss. n zähes Gemüse. Ich bin mega beeindruckt, wie du (&#8230;).&#8220;</li>
<li>&#8222;Du wirst die bestmögliche Behandlung bekommen, damit du dich wieder wohl fühlst.&#8220;</li>
</ul>
<p>Obwohl sich einige Sätze für dich vielleicht <strong>aufbauend</strong> und <strong>tröstend</strong> anhören, waren sie in meinen Augen völlig fehl am Platz. Woran lag das?</p>
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<h2><strong>Nicht verstanden</strong></h2>
<p>Es ist, als würde niemand meinen Schmerz sehen. Als würde das, was mir passiert ist, sogar heruntergespielt werden. „Zum Glück ist <strong>nichts Schlimmeres</strong> passiert.“ hört sich für mich so an, als sei das, was geschehen ist, für andere nicht so wild gewesen.</p>
<p>Mir kommt es vor, als würde jede/r versuchen, nur schnell alles <strong>in Ordnung</strong> bringen zu wollen, in der Hoffnung, dass dann alles wieder wie vorher ist. Schnell vergessen, Blick nach vorn, an die Zukunft denken und einfach weitermachen wie bisher. Als würden sie ein Pflaster über eine Wunde kleben wollen, damit alles wieder normal sein kann. Aber so funktioniert das nicht, wenn man trauert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5932 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn da sind <strong>zwei Wunden</strong>. Die eine ist jetzt vom Pflaster bedeckt und kaschiert. Und die andere hat man gar nicht erst zu Gesicht bekommen, denn die blutet still und leise vor sich hin, ohne dass sie jemals genauer angesehen wurde.</p>
<h2><strong>Die unsichtbare Wunde</strong></h2>
<p>Die Wunde reißt auf, als ich aufwache und überall dieses <strong>Blut</strong> auf dem Boden sehe, mein Kind nach mir ruft, ich in meiner Verwirrtheit funktionieren und organisieren muss, den <strong>Notruf</strong> wähle, Sachen packe und mein Kind mitnehme, um auf den Krankenwagen zu warten.</p>
<p>Sie scheint gestillt zu werden, als mein Mann nach Hause kommt und der Notarzt eintrifft, doch als mir die Sanitäter sagen, dass meine Zähne abgebrochen sind, meine Nase evtl. auch noch gebrochen ist, ich eine Halskrause umgelegt bekomme, weil sie nicht wissen, ob ein Halswirbel verletzt ist, da reißt sie weiter auf.</p>
<p>Die Wunde schmerzt, als ich im <strong>Krankenhaus</strong> wie ein Paket abgeliefert werde, es mir unendlich schlecht geht und alle an mir vorbeilaufen und ich einfach warten muss, bis sich jemand um mich kümmert. Ich fühle mich unwichtig, wertlos, wie eine Nummer, ohne Identität, ohne jemanden an meiner Seite, der mich lieb hat. <strong>Allein</strong> gelassen,</p>
<p>Mir fällt auf, dass es kaum Zeit für ein intensives Gespräch gibt, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Einstudiertes Mitgefühl, <strong>übergriffiges</strong> Verhalten und <strong>Überforderung</strong> scheinen hier dagegen zum Alltag zu gehören.</p>
<p>Dann stehen weitere Untersuchungen an, weil es mir immer schlechter geht. Gehirnerschütterung? Oder noch schlimmer? Ich hab <strong>Angst</strong>, dass mein Gesicht mein geringstes Problem ist.</p>
<p>Die Patienten drumherum nörgeln und sabotieren ihre eigenen Untersuchungen, das Personal ist genervt, weil sie jetzt die bereits erledigten Aufgaben wiederholen müssen. Noch weniger Zeit für andere Dinge, z.B. den anderen Patient*innen das mehrmals erbetene Wasser oder Telefon zu holen. Piepende Apparate, grelles Licht, klingelnde Telefone, Menschen unterhalten sich über belanglosen Scheiß, der in mir einen unbändigen Brechreiz hervorruft.</p>
<p>Dieses ganze System, dass die Arbeit der Rettungssanitäter nur bis zum Krankenhaus geht und dort endet, das Personal halslos <strong>überfordert</strong> und <strong>gestresst</strong> ist, Patient*innen mitunter den ganzen Tag auf jemanden warten, die/der sich ihrer annimmt, immer mehr Notfälle reinkommen, aber nicht mehr Hilfe, all diese <strong>Not</strong> überall, ich werde schier wahnsinnig.</p>
<p>Und dann darf ich endlich nach Hause. Schnell wird mir das Pflaster vom Zugang von der Haut abgerissen mit irgendeinem &#8222;Hab dich nicht so&#8220;-Spruch. Bloß schnell weg hier.</p>

<h3>Die unbehandelte, unsichtbare Wunde</h3>
<p>Bei den nachbehandelnden Ärzt*innen wird die Wunde aber einfach nicht besser, niemand <strong>kümmert</strong> sich um sie. Alle sagen, wie tapfer und mutig und stark ich doch sei, wie gut ich das mache. Dass <strong>alles gut</strong> sei. Sie betrauern meinen Verlust, aber nicht so, wie ich es brauche. In der Familie versuchen es einige mit Witzen, das geht total nach hinten los.</p>
<p>Allmählich denke ich selber, dass es nicht so schlimm war. Die Schiene, die ich übergangsweise tragen soll, fällt nicht auf. Es sieht tatsächlich so aus, als sei nie etwas passiert. Alles schön <strong>kaschiert</strong>.</p>
<p>Doch dann nehme ich das Teil ab, um es zu säubern, und sehe ES. Ich höre ES. Ich geh mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt und er nimmt mir meine Hoffnung, dass es nur harmlose Rückenschmerzen sind, die man mit etwas Tapen wieder in den Griff bekommt. Und dann wird mir mit einem Mal klar, dass nichts „wieder wird“. &#8217;n Scheiß wird wieder!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10593" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg" alt="Trauriges Kind lehnt an einer Wand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2><strong>Wie du richtig trösten kannst</strong></h2>
<p>Genau an dieser Stelle wirst du wahrscheinlich erkennen, warum es so <strong>schwer</strong> ist, die richtigen Worte zu finden, um jemanden zu trösten. Weil die Wunde <strong>tiefer</strong> ist, als sie erscheint. Weil es der/dem Betroffenen um etwas ganz anderes geht, als du vielleicht denkst. Weil viele einfach selber nicht wissen, wie man jemanden richtig tröstet, weil sie selber nie richtig <strong>getröstet</strong> wurden. Weil manchmal einfach zu viel auf einen einprasselt, womit man nicht klarkommt. Man ist schlichtweg überfordert und weiß nicht, wie man mit diesem ganzen <strong>Ballast</strong> zurechtkommen soll.</p>
<p>Hier also ein paar <strong>Tipps</strong>, was du beim Trösten tun bzw. nicht tun solltest:</p>
<div id='c8966_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3><strong>Zeig Verständnis, nimm sie/ihn ernst</strong></h3>
<p>Egal, ob es sich um einen Unfall, einen <strong>Streit</strong>, eine Trennung oder die Verarbeitung eines Verlustes handelt, ein Kind hingefallen oder „nur“ traurig ist, weil die Sonne untergegangen ist oder was auch immer: Du solltest die Person mit ihren <strong>Gefühlen</strong> und Bedürfnissen immer <strong>ernst nehmen</strong>.</p>
<p>Egal, um was es sich handelt und egal, ob es von außen <strong>nicht so schlimm</strong> aussieht, denk an die unsichtbare Wunde. Für andere ist es sehr wohl tragisch, und das sollte unbedingt ernst genommen werden. Folgendes solltest du auf jeden Fall <strong>vermeiden</strong>:</p>
<ul>
<li><strong>Aufmunterungsversuche</strong>, wie z.B. kitzeln oder Witze machen</li>
<li><strong>Ablenkungen</strong> jeglicher Art, wie die o.g. Aufmunterungsversuche, aber auch Kinobesuche, einen saufen gehen oder Party machen wollen usw.</li>
<li><strong>Motivationssprüche</strong>, wie &#8222;Sei stark.&#8220;, &#8222;Du schaffst das.&#8220;, &#8222;Du muss jetzt tapfer sein.&#8220;</li>
<li>Von sich selber erzählen, wie &#8222;Ich weiß, wie du dich fühlst, bei mir war das so: (…).&#8220;</li>
<li><strong>Trivialisierungen</strong>, wie &#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;, &#8222;Besser als&#8230;&#8220;</li>
<li><strong>Floskeln</strong>, wie &#8222;Die Zeit heilt alle Wunden.&#8220;, &#8222;Alles wird gut.&#8220;, &#8222;Später wirst Du dankbar sein.&#8220;, &#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>Tipps und <strong>Ratschläge</strong> jeglicher Art, außer, es wurde ausdrücklich darum gebeten</li>
<li>Verurteilungen, <strong>Beschuldigungen</strong>, wie &#8222;Was musstest du auch&#8230;?&#8220;, &#8222;Ich hab&#8217;s dir ja gleich gesagt, aber du&#8230;&#8220;</li>
</ul>
<p>Ziemlich viel, was man lieber lassen sollte, aber alles hat einen Grund. Absolute Priorität ist, dass sich die/der Trauernde <strong>verletzbar</strong> zeigen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10595" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg" alt="Kind weint in den Armen seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es geht nicht darum, stark oder tapfer zu sein oder optimistisch in die Zukunft zu blicken, sondern darum, sich fallen lassen zu können und aufgefangen zu werden. Es geht darum, den Schmerz voll und ganz <strong>zuzulassen</strong> und von seinen Mitmenschen gesehen und <strong>gehört</strong> zu werden. Sämtliche o.g. Versuche lenken bloß vom eigentlichen Problem ab, man <strong>verdeckt</strong> es einfach, statt es sich näher anzusehen, was zu noch mehr (inneren) Verletzungen führt, weil man sich einfach nicht <strong>gesehen</strong> fühlt.</p>
<p>Wenn du dir nicht sicher bist, ob jetzt ein Ratschlag gut käme, dann stell dir einfach vor, dass du die- bzw. derjenige bist, die/der gerade total frustriert ist. Was würde dir helfen? Was bräuchtest du? Was würde dir überhaupt nicht helfen? Wenn du dir diese Fragen stellst, wirst du schnell herausfinden, ob ein Tipp in dieser Situation wirklich hilfreich oder eher schädlich wäre.</p>
<div id='c6385_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3><strong>Sei ehrlich</strong></h3>
<p>Es ist gar nicht so selten, dass die Leute lieber einen Bogen um trauernde Menschen machen. Sie wollen ihnen eigentlich Raum und Zeit geben, wollen sie nicht bedrängen. Sie reden mit allen anderen über den <strong>Vorfall</strong>, nur nicht mit den Menschen, denen es passiert ist. Sie sind <strong>unsicher</strong>, was der Person gut täte, also lassen sie es lieber ganz, um bloß nichts falsch zu machen. Doch gerade dieser Weg ist oft der verletzendste.</p>
<p>Ich für meinen Teil fand dieses Verhalten zumindest verletzend. Statt mit mir zu reden, war mein Mann ständig am Telefonieren und Schreiben und Erzählen, wie es mir geht, was jetzt ansteht usw.</p>
<p>Mit einigen aus meiner Familie wollte ich tatsächlich nicht sprechen, das sagte ich auch so, aber ich wollte nicht, dass mich die anderen wie eine zerbrechliche Puppe behandeln und mit mir nur noch über einen Dritten <strong>kommunizieren</strong>. Besser wäre es gewesen, <strong>ehrlich</strong> und <strong>klar</strong> mit mir zu reden, was ich brauche.</p>
<p>Wenn du also unsicher bist, was du jetzt für die Person tun kannst, dann sei doch lieber ehrlich und red mit ihr darüber, statt dein Gedankenkarussell anzuschmeißen und dir auszumalen, was sie wohl angeblich möchte bzw. nicht möchte, so vermeidest du Missverständnisse.</p>
<h3><strong>Bleib im Jetzt</strong></h3>
<p>Manche trösten gern darüber hinweg, dass es ja bald besser wird, dass es dann alles wieder gut sein wird, dass man vielleicht sogar irgendwann mal drüber <strong>lachen</strong> kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Mir persönlich bringen solche Worte nichts, so lieb sie gemeint sein mögen. Denn ich brauche JETZT jemandem, der sich mit mir befasst und für mich da ist. Ich will mich nicht mit der <strong>Zukunft</strong> beschäftigen, denn ich komme ja nicht mal mit der <strong>Gegenwart</strong> klar!</p>
<p>Vielleicht werde ich wirklich mal drüber lachen können, keine Ahnung, weiß ich nicht, ist ja jetzt noch nicht eingetroffen. Aber jetzt, in diesem Moment, bin ich unendlich traurig und will <strong>trauern</strong> dürfen, will wissen, dass da jemand ist, der mich noch liebt und mich versteht und für mich da ist.</p>
<p>Statt also von der Zukunft zu reden und Optimismus zu zeigen, kümmer dich doch erstmal um die Gegenwart.</p>

<h3><strong>Aktives Zuhören</strong></h3>
<p>Alles schön und gut, was man nicht tun soll, aber wie kann man denn &#8222;richtig&#8220; trösten und jemanden begleiten? Gibt es das überhaupt: Richtig trösten? In meinen Augen, ja, und zwar mithilfe des aktiven Zuhörens, eine wirklich wunderbare und einfache Methode, damit sich dein Gegenüber <strong>verstanden</strong> fühlt.</p>
<p>Im Grunde genommen geht es beim aktiven Zuhören darum, seine <strong>Aufmerksamkeit</strong> voll und ganz der/m Gesprächspartner*in zu widmen, das Gesprochene wiederzugeben oder kurz zusammenzufassen, sowohl durch <strong>verbale</strong> als auch <strong>nonverbale</strong> Techniken.</p>
<p>Lass dich von nichts ablenken, nimm dir <strong>Zeit</strong> für ein intensives Gespräch, schau nicht aus dem Fenster, auf die Uhr, das Telefon oder womit du dich gerade beschäftigt hast, halte stattdessen <strong>Augenkontakt</strong>. Zeige, dass du verstehst und zuhörst, indem du nickst, kurze Äußerungen von dir gibst, aber nicht unterbrichst (wie z.B. „Ich verstehe.“ usw.), wiederhole das Gesagte, spiegele die Gefühle, frage nach, fasse kurz zusammen, lass auch gern mal längere Pausen zu.</p>
<p>Ein Beispiel für <strong>aktives Zuhören</strong> kannst du dir gern im unteren YouTube Video ansehen. Ich finde, mit Videos kann man das aktive Zuhören besser erklären als mit bloßen Worten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/xgAogY-iIQI?rel=0&amp;controls=0&amp;showinfo=0" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3><strong>GFK – gewaltfreie Kommunikation</strong></h3>
<p>Eine weitere Methode, die allerdings sehr viel Übung erfordert und außerdem voraussetzt, dass du selber mit dir <strong>empathisch</strong> umgehst, bevor du jemanden Empathie entgegenbringen kannst, ist GFK, die <strong>gewaltfreie Kommunikation</strong>, die mich wie kein anderes Thema so fasziniert und mir so viel gegeben hat. Ich liebe <strong>GFK</strong>!</p>
<p>Da GFK jedoch ein sehr umfangreiches Thema ist, möchte ich es gern in einem gesonderten Beitrag erörtern. So viel kann ich dir aber schon verraten: Bei der GFK geht es darum, sich mit jemandem empathisch zu verbinden, um herauszufinden, welche Gefühle und Bedürfnisse sich in der- bzw. demjenigen gemeldet haben, als ein bestimmtes <strong>Ereignis</strong> eintraf, das als Auslöser identifiziert werden kann.</p>
<p>Mit GFK schaut man also ganz genau hinter einen <strong>Auslöser</strong>, um herauszufinden, was da in einem Menschen gerade lebendig war.</p>
<p>Wenn du mehr über GFK erfahren willst, dann kann ich dir das Hörbuch &#8222;<a href="https://amzn.to/2yWgfcf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens &#8211; erweiterte Neuausgabe</a>&#8222;* von Marshall B. Rosenberg empfehlen, allerdings lege ich dir nahe, auf jeden Fall auch mal einen Kurs mitzumachen, ich zumindest verinnerliche Inhalte auf diese Art und Weise besser und präge sie mir leichter ein.</p>
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<div class="produktbox-titel"><i class="fa fa-heart"></i>Meine Empfehlung für dich</div>

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            Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens - erweiterte Neuausgabe*        </a>
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            <ul><li>Marshall B. Rosenberg (Autor) - Markus Hoffmann, Joachim Schönfeld, Ulrike Hübschmann (Sprecher)</li></ul>        </div>
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<p>Ansonsten kann ich dir auch aus vollem Herzen die <a href="http://www.caecilie-boehmig.de/gewaltfreie-kommunikation/" target="_blank" rel="noopener">GFK <strong>Übungsgruppe</strong></a> empfehlen, in die ich persönlich sehr, sehr gern gehe, da konnte ich schon viel lernen, viel mitnehmen, mir wurde in dieser Gruppe wie in keiner anderen so viel gegeben, es ist wirklich eine absolute Herzensempfehlung von mir an dich, wenn du GFK <strong>üben</strong> möchtest, egal, ob du jemanden <strong>begleiten</strong> oder selber begleitet werden willst.</p>
<h3><strong>Sei da und h</strong><strong>alte es aus</strong></h3>
<p>Selbst, wenn es dir nicht gelingen sollte, die richtigen Worte zu finden, dann sei einfach <strong>ehrlich</strong>. So erging es auch meinem Mann. Alles, was er sagte, war falsch oder brachte mich nur noch mehr zum Weinen.</p>
<p>Irgendwann meinte er dann:&#8220;Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, damit ich dich trösten kann. Ich bin für dich da.&#8220;</p>
<p>Und das war es. Da war einfach jemand, der sagt: &#8222;Ich bin mir unsicher, was ich sagen soll. Ich weiß nicht weiter. Aber ich bin da.&#8220;. Kein Blabla, keine Floskeln, kein Zukunftsgelaber oder sonstwas. Einfach authentisch und mit der Botschaft: Was du auch brauchst, ich bin für dich da. Ich weiß zwar grad selber nicht, wie ich helfen kann, aber wir stehen das gemeinsam durch. Du bist nicht allein.</p>
<p>Viel konnte mein Mann während dieser <strong>Trauerphase</strong> nicht machen. Ich musste so viel weinen, dachte, es sei vorüber, und brach dann wieder in einen heftigen Heulkrampf aus.</p>
<p>Doch mein Mann ging nicht weg, blieb da, hielt mich, schwieg und hielt es einfach aus. Zwischendurch war mir das sogar etwas lästig, dann brauchte ich eine kurze Pause, aber im Nachhinein war es genau das Richtige, dass er mir zwar den Raum gab, den ich zwischendurch brauchte, aber mir immer wieder signalisierte: <strong>Ich bin da</strong>. Du bist nicht allein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10608" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg" alt="Frau wird in Armen einer Freundin getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3><strong>Akzeptiere sie/ihn</strong></h3>
<p>Was auch helfen kann: Den Menschen vor dir so zu <strong>akzeptieren</strong>, wie er ist.</p>
<p>Mein Sohn (3 Jahre) begleitete mich z.B. zum Zahnarzt, weil ich eine Schiene für die Übergangszeit bekommen sollte. Leider war die kaputt, weshalb ich weiter als zahnlose Minka rumlaufen musste. Das erklärte ich meinem Sohn, woraufhin er mich bat, meinen Mund aufzumachen. Er hielt mein Gesicht mit seinen kleinen, weichen Händen, schaute in meinen Mund und sagte nichts. Es war keine Trauer, kein Ekel, da war einfach keinerlei <strong>Bewertung</strong> in seinem Blick. &#8222;Lass uns zum Spielplatz gehen.&#8220;, schlug er vor.</p>
<p>&#8222;Ich liebe dich auch ohne Zahn.&#8220; &#8211; zumindest deutete ich diesen stillen Moment so. Ich fand diese Geste echt süß, hat sie mir doch gezeigt, dass mein Sohn mich auch so <strong>liebt</strong>. Das hat mir viel <strong>Kraft</strong> gegeben, weil ich mich dadurch einfach geliebt fühlte.</p>
<p>Und dann gab es da noch ein paar fremde Kinder auf dem Spielplatz, die mich trotz meines Makels ganz normal behandelten, sich mit mir wie mit jedem anderen unterhielten und mit mir spielten und mir zeigten, dass ich auch mit diesem Verlust ein vollwertiger Mensch bin und mich nicht schämen brauche.</p>
<p>Es war zwar schade, was ich verloren und erlebt hatte, aber ICH war ok, ich wurde nicht wie eine Aussätzige behandelt. Diese <strong>Akzeptanz</strong> von außen ließ mich ruhiger werden und war reiner Balsam für die Seele.</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Du kannst viel <strong>falsch</strong> machen, wenn du versuchst, jemanden in seiner Trauer zu begleiten. Dazu zählen jegliche Versuche der Aufmunterung und Ablenkung sowie Floskeln, Motivationssprüche, Zukunftsgelaber, Heuchelei, Vergleiche, Trivialisierungen sowie Verurteilungen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10602" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg" alt="Kind schaut mit verschränkten Armen ärgerlich zu verärgerter Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die <strong>beste Methode</strong>, jemanden zu trösten, indem er sich voll und ganz gesehen und gehört fühlt, besteht darin, einfach da zu sein, die Person aufzufangen und gemeinsam mit ihr den Schmerz zu bewältigen, am Besten durch aktives Zuhören und die gewaltfreie Kommunikation (GFK).</p>
<p>Wie du siehst, geht es also nicht darum, großartige Reden vorzubereiten, ausgefallene Ablenkungs- und Aufmunterungsmanöver zu starten oder mit <strong>Tipps</strong> und <strong>Ratschlägen</strong> um dich zu werfen, denn die sind absolut nicht hilfreich.</p>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Wenn gewünscht, ist eine Umarmung, ein Tipp oder ein eigener Erfahrungsbericht in Ordnung, du solltest aber unbedingt darauf warten, dass die Person dich unaufgefordert darum <strong>bittet</strong>.</p>
<p>Wenn du nicht weißt, wie du mit der Situation umgehen sollst, sei lieber ehrlich, geh hin und sag es einfach, statt dich aus Angst fernzuhalten, denn das kann die/der Trauernde als sehr verletzend empfinden, weil sie/er sich dadurch wie ein/e Aussätzige/r fühlt.</p>
<p>Was hilft dir, wenn du total deprimiert bist?<br />
</p>
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