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	<title>Geschwister &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Geschwister &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 13:33:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230; Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu verstehen, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein Versöhnungsgespräch zu schaffen. &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger? ... <a title="&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger/" aria-label="Mehr zu &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230;</p>
<p>Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu <strong>verstehen</strong>, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein <strong>Versöhnungsgespräch</strong> zu schaffen.</p>
<p><span id="more-13465"></span></p>
<h2>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</h2>
<p>Ich bin mit einer Freundin und den Kindern auf dem Spielplatz verabredet. Die Kinder beschäftigen sich gerade allein, wir nutzen die Zeit, setzen uns auf die Bank und quatschen ein bisschen. Die ältere Tochter meiner Freundin geht den Kindern hinterher, die inzwischen über den Zaun geklettert sind und jetzt die BMX Strecke hoch und runter jagen. Ich freue mich, dass sich Oliver schön auspowert und plaudere weiter&#8230;</p>
<p>Nach etwa einer Viertelstunde kommt die Tochter meiner Freundin zu uns:&#8220;Da <strong>ärgern</strong> uns zwei Jungs.&#8220; Meine Freundin und ich sind uns einig, dass nicht gleich zwei Erwachsene da rüber marschieren müssen, also erkläre ich mich bereit, nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13485" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg" alt="Olle Petze - Was steckt wirklich hinter Ärger I Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Ich nehme die Abkürzung über den Zaun, sehe mich nach ihnen um, und erkenne sie in der Ferne des Platzes. Sie stehen in einer kleinen Gruppe von fünf Kindern da und scheinen irgend etwas zu bereden. Find ich gut, denk ich mir, <strong>streiten</strong> und <strong>diskutieren</strong> muss ja auch irgendwie gelernt werden&#8230;</p>
<p>Nur bleibt es leider nicht beim friedlichen Diskurs. Olivers Freund wirft seinen Gegenüber nun mit einem gezielten Karatemove zu Boden und tritt mit einem Kick nach. Oliver steht unsicher daneben und weiß sich nicht zu helfen. &#8222;HEY! STOPP! WAS IST DENN HIER LOS?!&#8220;, rufe ich zu den Kindern rüber, in der Hoffnung, somit Zeit zu schinden, bis ich ganz bei ihnen bin.</p>
<p>Das Rüberschreien hat geholfen. Die <strong>Kinder</strong> blicken hoch, der Junge am Boden rappelt sich auf und ich steh vor ihnen. &#8222;So. Was ist hier los?&#8220;, frage ich ein wenig außer Atem. Olivers Freund geht gleich in die <strong>Verteidigung</strong>:&#8220;Der (Der ist der Junge, der gerade noch am Boden lag) hat angefangen, der hat mich geschubst.&#8220; und dann fügt er noch etwas leiser hinzu:&#8220;Und ich mag das überhaupt nicht, dass sie <strong>gepetzt</strong> hat&#8230;&#8220;</p>
<p>Um das Thema &#8222;Gleiches mit Gleichem vergelten&#8220; schreibe ich in einem anderen Beitrag, mir geht es heute einzig und allein darum, zu verstehen, warum Olivers Freund am Ende so sauer auf seine Schwester war, die doch eigentlich nur <strong>Hilfe</strong> holen wollte.</p>

<h2>Was bedeutet Petzen?</h2>
<p>Das Wort &#8222;<strong>Petzen</strong>&#8220; wird entweder als Substantiv (die Petze, die Petzerin, der Petzer) oder als Verb verwendet und meint:</p>
<blockquote><p>&#8222;(besonders einer Lehrperson, den Eltern o. Ä.) mitteilen, dass ein anderer etwas Unerlaubtes, Unrechtmäßiges o. Ä. getan hat&#8220; &#8211; www.duden.de</p></blockquote>
<h2>Worum geht es Petzen?</h2>
<p>Wenn ich das Wort &#8222;petzen&#8220; wertfrei beschreiben möchte, geht es also darum, den Eltern (oder wem auch immer) mitzuteilen, was Person X getan hat&#8230; Und deshalb ist der Bruder auf seine Schwester <strong>sauer</strong>? Weil sie sagt, was vorgefallen ist?</p>
<p>Vielleicht hilft es ja, wenn wir uns mal in die Lage von Petzen hineinversetzen. Worum geht es Petzen denn eigentlich?</p>
<h3>1. Orientierung, Klarheit</h3>
<p>Wenn sich Kinder streiten und dieser Streit dann <strong>eskaliert</strong>, indem sie z.B. handgreiflich werden wie in der obigen Situation, fühlen sich die Personen, die das mitbekommen, womöglich <strong>unsicher</strong>. Sie wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Also entscheiden sie sich, jemand Erwachsenes um Hilfe zu bitten, von dem sie ausgehen, dass sie/er für Klarheit sorgen wird, denn die verfügen schon über mehr Erfahrung und wissen bestimmt, was jetzt zu tun ist. Petzen geht es also um <strong>Klarheit</strong>, Orientierung in einer für sie unsicheren Situation.</p>
<h3>2. Schutz, Gerechtigkeit</h3>
<p>Wenn Kinder etwas beobachten, das sie in ihrem Wertesystem als &#8222;nicht ok&#8220; einstufen, sich aber gleichzeitig nicht in der Lage sehen, zu helfen, weil die/der Täter*in stärker oder einfach bedrohlich wirkt, sind Erwachsene eine gute <strong>Strategie</strong>, um das Opfer als auch sich selbst zu <strong>schützen</strong> &#8211; schließlich sind Erwachsene in der Lage, auch bei Handgreiflichkeiten dazwischen zu gehen.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13490" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg" alt="Erwachsene schlichtet zwischen Kindern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Gedanken, die sich hinter Ärger verstecken</h2>
<p>Olivers Freund <strong>ärgerte</strong> sich also über seine Schwester, die <strong>gepetzt</strong> hatte. Wenn wir uns ärgern, liegt die <strong>Ursache</strong> in den Gedanken und Urteilen, die wir dabei haben. Gedanken, wie z.B.:</p>
<p><em>&#8222;Sie hat mich verraten.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Ich kann ihr nicht vertrauen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie will ja nur, dass Mama böse auf mich ist und mich anmeckert.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie mag mich nicht.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie denkt, ich schaffe das nicht allein, dabei bin ich schon groß und kann das selber!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie glaubt nicht an mich.&#8220;</em></p>
<p>Auch <strong>Glaubenssätze</strong> können in solchen Situationen zum Vorschein kommen, die uns z.B. sagen <em>&#8222;Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.&#8220;.</em></p>
<p>All diese <strong>Gedanken</strong>, die Olivers Freund womöglich gedacht haben könnte, überblenden seine eigentlichen, tiefer liegenden <strong>Gefühle</strong>, die zu fühlen viel unangenehmer wären, wie z.B. Trauer und Enttäuschung. Wenn wir uns mit solchen Gedanken ablenken lassen, verlieren wir aber aus den Augen, um was es uns eigentlich geht, also was unsere eigentlichen <strong>Bedürfnisse</strong> sind. Was könnte das z.B. sein?</p>
<h3>1. Vertrauen</h3>
<p>Was passiert, nachdem jemand einem Erwachsenen mitgeteilt hat, was Person X &#8222;Falsches&#8220; getan hat? In der, sage ich mal, konservativen Erziehung werden, nachdem ein Kind etwas scheinbar &#8222;Falsches&#8220; getan hat, Strafen verhängt.</p>
<p>Petzen werden also nicht als Unterstützung gesehen, als jemand, der einfach nur Hilfe durch einen Erwachsenen sucht, sondern als Verräter, die einen bei den Erwachsenen verpfeifen und wegen derer man dann bestraft wird. Petzen kann man demnach nicht (ver-)trauen &#8211; und gerade das ist ja für in Gemeinschaft lebenden Menschen wichtig, um sich <strong>sicher</strong> und <strong>geborgen</strong> zu fühlen. Kann also auch etwas mit <strong>Sicherheit</strong>, <strong>Schutz</strong> zu tun haben.</p>

<h3>2. Gesehen werden</h3>
<p>Wenn Erwachsene zu einer Situation dazu geholt werden, die sie nicht von Anfang an mitbekommen haben, können sie sich nur darauf verlassen, was ihnen von den Beteiligten erzählt wird. Ich als Erwachsene, die später hinzugeholt werde, oder auch die Mama von Olivers Freund, <strong>interpretieren</strong> die Situation also danach, was uns erzählt wird. Ich z.B. habe gar nicht gesehen, wie die anderen Jungs die Kinder geärgert haben, sondern habe nur gesehen, wie sich die Kinder unterhalten und wie dann der andere Junge von Olivers Freund zu Boden geworfen und getreten wurde.</p>
<p>Vielleicht hatte Olivers Freund Angst davor, dass sein Verhalten falsch interpretiert wird und er am Ende als der <strong>Böse</strong> da steht. &#8222;Du trittst einen am Boden liegenden Jungen? Was stimmt nicht mit dir? Du setzt dich jetzt so lange auf die Bank, bis ich sage, dass du wieder spielen gehen kannst.&#8220; &#8211; zum Beispiel. Dabei wollte er vielleicht einfach nur sich und seinen Freund, Oliver, vor den Jungs <strong>beschützen</strong>, von denen sie laut Aussage der Schwester geärgert wurden. Hier geht es also ums <strong>gesehen werden</strong>, richtig hinschauen und zuhören.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13491" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Selbstwirksamkeit</h3>
<p>Vielleicht wollen Kinder auch nicht, dass sich <strong>Erwachsene</strong> mit einmischen, weil sie ihre Probleme gerne selber austragen möchten. Sie möchten eigene Strategien zur <strong>Problembewältigung</strong> entwickeln. Es geht also eher darum, <strong>selbstwirksam</strong> zu sein, statt die Erwachsenen es nach ihren eigenen Vorstellungen lösen zu lassen. &#8222;Vertrau mir, dass ich diesen Streit auch selber lösen kann.&#8220; &#8211; da sind wir dann wieder beim Vertrauen. Vertrauen von der Schwester, dass man das auch ohne die Hilfe eines Erwachsenen schafft.</p>
<h3>4. Integrität</h3>
<p>Für manche Erwachsene mag ein &#8222;Ihr gebt euch jetzt die Hand und damit hat sich der Streit.&#8220; eine angemessene Lösung des <strong>Konflikts</strong> sein, für Kinder vielleicht aber nicht, vor allem, wenn sie merken, dass es keine von Herzen kommende Entschuldigung war. Sie möchten ihre Probleme also nach ihren eigenen Wertvorstellungen angehen, sie möchten sich <strong>integer</strong> verhalten.</p>

<h2>Empathie für beide Seiten</h2>
<p>Wenn ich mich so in Olivers Kumpel hineinversetze, dann bin ich plötzlich nicht mehr ärgerlich auf meine Schwester, ich bin stattdessen <strong>traurig</strong>, weil ich als großer Junge gesehen werden möchte, der seine Probleme ohne die Mama lösen kann. Ich wünsche mir, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, dass ich nicht als der Böse, sondern als der gesehen werde, der sich für seine Freunde einsetzt und sie beschützt. Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil ich gedacht habe, dass meine große Schwester hinter mir steht, zu mir hält.</p>
<p>Das sind natürlich jetzt alles nur Gedankenexperimente, die zutreffen könnten, aber nicht müssen. Ich finde solche <strong>Übungen</strong>, sich in andere hineinzuversetzen, aber sehr hilfreich, vor allem bei Streitereien. Auf diese Weise kann ich nun beide Seiten besser verstehen und ihr Verhalten <strong>nachvollziehen</strong>, was wiederum beim späteren Vermitteln zwischen beiden <strong>hilfreich</strong> ist.</p>
<p>Ich könnte also erstmal versuchen, <strong>herauszufinden</strong>, um was es dem Bruder und der Schwester ging, und Fragen stellen. &#8222;Hast du dir Sorgen um deinen kleinen Bruder gemacht, weil du gesehen hast, wie die Jungs ihn geärgert haben, und wolltest ihm helfen? Warst du unsicher, wie du dich bei diesem <strong>Streit</strong> verhalten kannst, und hast mich deshalb geholt?&#8220; Je nachdem, ob die Vermutung zutrifft oder eben auch nicht, führt man dann das Gespräch weiter.</p>
<p>Genau das Gleiche dann beim Bruder. &#8222;Hast du dich geärgert, weil du gedacht hast, dass deine Schwester dir nicht zutraut, den Streit allein zu schlichten? Wünschst du dir ihr Vertrauen, dass du die Sache selber regeln kannst? Hattest du Sorge, dass wir Erwachsenen euren Streit nach unseren Vorstellungen regeln? Ist es dir wichtig, selber zu entscheiden, was bei eurem Streit zu tun ist?&#8220;</p>
<p>Das sind wie gesagt alles nur Fragen, die man stellen könnte. Natürlich bombardiert man Kinder nicht gleich mit einem Haufen Fragen, sondern lässt sie ausreden und gibt dann wieder, was passiert ist. Die obigen <strong>Fragen</strong> dienen wirklich nur dazu, sich vorzustellen, was man in solchen Momenten sagen könnte.</p>
<p>Ich bin mir sicher, wenn wir es schaffen, uns in beide Seiten hineinzuversetzen und dann Vermutungen anstellen, ins Gespräch miteinander kommen, dass wir dann auf einem guten Weg sind, einander besser zu verstehen und Streitereien wie <strong>Missverständnisse</strong> aus der Welt zu schaffen.</p>
<p>Hast du noch ein paar Ideen, um was es beiden womöglich ging oder möchtest du selber mal von einem miterlebten Streit berichten? Dann erzähl mir gerne mehr davon unten in den Kommentaren.</p>
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		<title>Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2020 14:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein neues Familienmitglied zur bereits vorhandenen Familie hinzu stößt, kann es unter Umständen eine sehr emotionale Phase geben &#8211; mit vielen Höhen und Tiefen.  Auch als bei uns der kleine Bruder geboren wurde, gab es eine aufregende Zeit und viele nervenaufreibende Situationen mit unserem Erstgeborenen. Mittlerweile hat es sich aber wieder gemildert. Wie auch ... <a title="Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/" aria-label="Mehr zu Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ein neues Familienmitglied zur bereits vorhandenen Familie hinzu stößt, kann es unter Umständen eine sehr <strong>emotionale Phase</strong> geben &#8211; mit vielen Höhen und Tiefen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch als bei uns der kleine Bruder geboren wurde, gab es eine aufregende Zeit und viele <strong>nervenaufreibende</strong> Situationen mit unserem Erstgeborenen. Mittlerweile hat es sich aber wieder gemildert. Wie auch du wieder Harmonie in euren <strong>Familienalltag</strong> bekommst und was du speziell für das Erstgeborene tun kannst, verrate ich dir hier im Beitrag.</span></p>
<p><span id="more-12691"></span></p>
<h2>Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>Geburt</strong> des Geschwisterchens ist für viele Kinder ein immenser Umbruch im familiären Gefüge. Hatte es bis jetzt doch Mama und Papa für sich alleine, kommt ihm von nun an nur noch geteilte Aufmerksamkeit und Fürsorge zu. Kaum ist das Geschwisterchen da, muss fortan vor allem die Mama <strong>geteilt</strong> werden, ist sie doch die meiste Zeit am Stillen, Wickeln und Trösten. Das bedeutet hohen <strong>Stress</strong>, Schmerz und Frustration für das Erstgeborene. Niemand hat es gefragt, ob jemand neues “einziehen” darf. Es fühlt sich überrumpelt. Eifersucht kommt in ihm hoch.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/entthronung-5-tipps.jpg" alt="Entthronung 5 Tipps" width="381" height="801" /></p>
<h2>Wie fühlt es sich für das Erstgeborene an, wenn ein Geschwisterkind hinzu kommt?</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Stell dir vor dein Partner bringt eine andere <strong>Frau</strong> mit nach Hause! Sie schläft von nun an mit in eurem Bett und benötigt viel Aufmerksamkeit und <strong>Zeit</strong>, die dir von nun an fehlt. Immer öfter musst du warten, dass auch deine Bedürfnisse befriedigt werden, denn zuerst ist jetzt immer die neue Frau an der Reihe, die auch noch häufig weint und Trost benötigt. <strong>Wut</strong>, Traurigkeit und Frustration machen sich bei dir breit und du weißt noch nicht damit umzugehen. Du fühlst dich weniger geliebt und weißt nicht, wie du deinen Gefühlen Ausdruck verleihen sollst, ziehst dich entweder zurück oder wirst aggressiv der neuen Frau gegenüber. Dafür wirst du <strong>ausgeschimpft</strong>. Du fühlst dich dadurch noch weniger geliebt und gesehen, als so schon. Ein <strong>Teufelskreis</strong> beginnt. </span><span style="font-weight: 400;">So in etwa fühlt sich dein Erstgeborenes. Es hat große <strong>Verlustängste</strong>, vor allem dir als Mutter gegenüber! </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12711 size-full aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg" alt="Familienzuwachs Entthronung" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kinder müssen erst lernen mit diesen, teils heftigen <strong>Gefühlen</strong> umzugehen. Gerade, wenn sich Kinder in der Autonomiephase und der emotionalen Entwicklung befinden, ist es hilfreich, <strong>Verständnis</strong> zu zeigen und das Kind mit seinen Gefühlen zu sehen, ernst zu nehmen und <strong>aufzufangen</strong>. Darüber habe ich ausführlich in meinem Beitrag: </span><a href="https://www.kleinermensch.net/autonomiephase-und-emotionale-entwicklung-teil-i/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Autonomiephase und emotionale Entwicklung – wenn zwei Entwicklungsphasen aufeinanderprallen geschrieben.</span></a> <span style="font-weight: 400;">Dein Kind hat <strong>Angst</strong> und ist verunsichert, es weiß nicht, ob es immer noch geliebt wird, wie vorher. </span></p>
<h2>Wie du dein Baby schützen kannst!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Manche Kinder zeigen ganz klar die <strong>Überforderung</strong> durch diese neue Situation. Manche werden dann <strong>handgreiflich</strong> dem Baby gegenüber. Versuche bei Übergriffen das Baby ganz unaufgeregt zu <strong>schützen</strong> und die Grenzen klar und liebevoll zu artikulieren. Bleib in unmittelbarer Gegend, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Wenn du nicht die ganze Zeit auf Habachtstellung sein möchtest, dann kannst du dein Baby auch in die Tragehilfe packen und so ist es vor Übergriffen geschützt. </span><span style="font-weight: 400;">Wir dürfen und müssen die Grenzen des Babys schützen und klar artikulieren, dass niemand <strong>verletzt</strong> werden darf. </span></p>

<p>Doch wie kannst du dafür sorgen, dass sich das große Geschwisterkind nicht zu sehr benachteiligt fühlt?</p>
<h2>5 Punkte, die euch helfen in Verbindung zu kommen und zu bleiben:</h2>
<ol>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Beziehe es mit in die <strong>Pflege</strong> des Babys ein. Lass es das Baby wickeln, beim Baden helfen, Fläschchen geben oder beim Stillen mit kuscheln, dann fühlt es sich nicht ausgeschlossen.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Verbringe Zeit mit ihm, wenn das Baby Mittagsschlaf macht &#8211; <strong>Exklusivzeit</strong>! Spielt etwas, was euch beiden Spaß macht, denn wenn du darauf eigentlich keine Lust hast, bist du wahrscheinlich mit deinen Gedanken schnell woanders. Spielt etwas, was die Bindung stärkt &#8211; Bindungsspiele können helfen, die Bindung aufrecht zu erhalten und schaffen somit mehr Kooperation und Nähe.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Habe <strong>Verständnis</strong> für neue Verhaltensweisen, wie: </span><strong>Regression</strong>. Regression bedeutet, dass dein großes Kind einen Rückfall in babyhaftes Verhalten macht. Dieses Verhalten wird nicht für immer so bleiben. Es ist lediglich ein Hilferuf auf den du liebevoll reagieren darfst. Dein Kind möchte auf sich aufmerksam machen und sucht so deine Fürsorge. <strong>Aggressionen</strong>. Manche Kinder werden aggressiv. Versuche die Gefühle deines Kindes zu spiegeln: “Du bist wütend/traurig/enttäuscht, dass ich gerade so wenig Zeit für dich habe!”, oder “Ich sehe, dass du traurig bist, du fühlst dich benachteiligt, was kann ich für dich tun, was brauchst du?”.</li>
<li style="font-weight: 400;">Und auch wenn dir das vielleicht schwer fällt, Beschimpfungen, Strafen oder Vorwürfe bei Aggressionen gegen das Baby sind kontraproduktiv. Nimm dein Kind trotzdem in den Arm oder auf den Schoß und zeige ihm deine <strong>Liebe</strong>, denn sonst neigt dein Kind wahrscheinlich später dazu, durch Übergriffe auf das kleine Geschwisterchen auf sich aufmerksam zu machen, frei nach dem Motto “Lieber negative Aufmerksamkeit, als gar keine!”</li>
<li style="font-weight: 400;"> Schenke deinem großen Kind vor allem: die <strong>Sicherheit</strong>, dass es noch geliebt wird; Geborgenheit, um sich wohl zu fühlen und <strong>Nähe</strong>, um sich zu beruhigen.</li>
</ol>

<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du diese 5 Punkte beherzigst, zeigt das deinem Kind, dass es immer noch geliebt, <strong>wertvoll</strong>, willkommen und angenommen wird, so wie es ist! Mit viel Liebe, Zuneigung, Verständnis und Körperkontakt gerade in den ersten Monaten nach der Geburt des Geschwisterchens lassen sich viele Konflikte lösen oder sie entstehen erst gar nicht. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12709 size-full aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs.jpg" alt="Familienzuwachs" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So kann eine richtig gute Geschwisterliebe wachsen. Dass heißt nicht, dass es nie Konflikte oder <strong>Geschwisterrivalitäten</strong> geben wird, aber deine Kinder werden sich geliebt und gesehen fühlen. Hierzu möchte ich dir passend zum Thema das Buch von Nicola Schmidt &#8222;<span id="productTitle" class="a-size-large"><a href="https://www.amazon.de/Geschwister-als-Team-Familie-artgerecht-Buch/dp/3466311047/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=geschwister+als+team&amp;qid=1584211340&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=9d7fcdae10c38f960ece288d60e36fbd&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Geschwister als Team: Ideen für eine starke Familie.</a>&#8222;* empfehlen. </span></span></p>
<h2>Achte auf dich &#8211; Selbstfürsorge im Alltag!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Um angemessen liebevoll auf deine Kinder reagieren zu können solltest du auch darauf achten, gut für dich selbst zu sorgen. Denn nur wenn es dir gut geht, kann es deinen Kindern auch gut gehen. Bist du entspannt, kannst du gelassener auf Konflikte reagieren. <strong>Sorge</strong> also, wenn möglich, für Zeiten, in denen du dich entspannen kannst. Dabei kann dir dein <strong>Partner</strong> helfen, eine gute Freundin oder deine Verwandtschaft. Sie können beispielsweise nach den Kindern schauen, damit du in Ruhe eine Dusche nehmen kannst, dir Essen bringen oder mit im Haushalt helfen. Du kannst auch mit anderen Mamas ein <strong>Mütterteam</strong> bilden und euch gegenseitig bei der Betreuung der Kinder unterstützen. Wie das geht kannst du im Beitrag <a href="https://www.kleinermensch.net/wie-du-dir-mit-einem-muetterteam-das-leben-leichter-machen-kannst/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;</a></span><a href="https://www.kleinermensch.net/wie-du-dir-mit-einem-muetterteam-das-leben-leichter-machen-kannst/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Wie du dir mit einem Mütterteam das Leben leichter machen kannst&#8220;</a> nachlesen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Spür in dich hinein. Was brauchst du, um genug <strong>Kraft</strong> für den doch manchmal anstrengenden Alltag mit Kindern zu haben? Öffne dich und sprich über deine Bedürfnisse, denn niemand kann sie erraten &#8211; du kennst sie am Besten! Gerade in der ersten herausfordernden Zeit &#8211; und im Wochenbett &#8211; kann Unterstützung von außen ein <strong>Segen</strong> sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Welche Erfahrungen habt ihr nach der Geburt des Geschwisterchens gemacht? Schafft ihr es auf die Bedürfnisse eurer Kinder einzugehen?</span></p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/">Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Du hast ja NUR ein Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2017 13:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie würdest du reagieren, wenn jemand deine Intelligenz an der Anzahl deiner Kinder festmacht? Ich für meinen Teil habe mich mal ernsthaft mit diesem Thema auseinandergesetzt: Haben Eltern mit nur einem Kind wirklich weniger Ahnung als Eltern mit mehreren Kindern? Du hast ja NUR ein Kind Auf meinen Beitrag &#8222;Es geht auch ohne Schnuller&#8220; gab ... <a title="Du hast ja NUR ein Kind" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/du-hast-ja-nur-ein-kind/" aria-label="Mehr zu Du hast ja NUR ein Kind">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie würdest du reagieren, wenn jemand deine Intelligenz an der <strong>Anzahl</strong> deiner Kinder festmacht?</p>
<p>Ich für meinen Teil habe mich mal ernsthaft mit diesem Thema auseinandergesetzt: Haben Eltern mit nur einem Kind wirklich weniger <strong>Ahnung</strong> als Eltern mit mehreren Kindern?</p>
<p><span id="more-7343"></span></p>
<h2>Du hast ja NUR ein Kind</h2>
<p>Auf meinen Beitrag &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/" rel="noopener">Es geht auch ohne Schnuller</a>&#8220; gab es viele Kommentare. Viele Mütter berichteten, wie sie dieses Thema angegangen sind und ich war eifrig am Lesen und Antworten.</p>
<p>Und dann lese ich diesen einen Kommentar, in dem mir vorgeworfen wird, ich hätte ja NUR ein Kind und würde mich hier als <strong>Expertin</strong> darstellen, ich solle erst mal vier Kinder bekommen, DANN könne ich <strong>Ratschläge</strong> geben&#8230;</p>
<p>Unabhängig davon, ob das jetzt ein <a href="http://www.dontfeedthetroll.de/was-ist-ein-troll.html" target="_blank" rel="noopener">Troll</a> war oder nicht, war ich beleidigt und wollte pissig zurück kontern. Dann ließ ich Zeit verstreichen, dachte nach und antwortete, als ich wieder ruhiger war.</p>
<p>Ich dachte, damit sei das Thema für mich gegessen, aber diese Aussage nagte weiter an mir. Ich hab ja NUR ein Kind und gar keine Ahnung, wovon ich hier überhaupt schreibe. Stimmt das denn?</p>
<h2>Wovon ich wirklich keine Ahnung habe</h2>
<p>Sicher: Ich habe nicht die Erfahrungen, die Eltern mit 2, 3, 4 oder noch mehr Kindern gesammelt haben.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie das ist, wenn eine <a href="https://www.echtemamas.de/2016/12/22/mama-stillt-in-den-wehen/" target="_blank" rel="noopener">Mutter ihr Kleinkind stillt, während sie in den Wehen liegt</a>. Kenne die Entthronung nur von Eltern mit Geschwisterkindern. Ich hab auch keine Ahnung, wie müde eine Mehrfachmutter ist. Gott bewahre, ich weiß nicht mal, wie eine <strong>alleinerziehende</strong> Mutter das Ganze wuppt, während ich manchmal mit NUR einem Kind komplett überfordert bin, obwohl ich meinen Mann an meiner Seite habe.</p>
<p>Das Leben mit mehreren Kindern soll angeblich toll und bereichernd und erfüllend sein. Die Mutterliebe würde mit jedem weiteren Kind konstant mitwachsen. Die <strong>Geschwisterliebe</strong> würde einen dahin schmelzen lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2356" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-kuesst-baby.jpg" alt="Kind küsst Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-kuesst-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-kuesst-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das alles kann ich mir nur vorstellen, wissen aber nicht, denn ich hab ja nur&#8230; genau&#8230; nur ein Kind.</p>
<h2>Wie ich vor meinem Kind lebte</h2>
<p>Und dennoch ist es eine Beleidigung, zu behaupten, ich hätte mit nur einem Kind <strong>keine</strong> <strong>Ahnung</strong>, denn das stimmt einfach nicht.</p>
<p>In den mittlerweile 2,5 Jahren, die mein Sohn jetzt schon hier ist, habe ich mehr gelernt als in den vergangenen Jahren meines Lebens ohne ihn. Traurig? Aber wahr.</p>
<p>Als es meinen Sohn noch nicht gab, hab ich einfach so vor mich hin gelebt. Hatte keine Lust, mich mit Freund*innen zu treffen, hockte Stunden vor dem Computer und zockte. Ich hätte das am Liebsten den ganzen Tag gemacht, aber da musste ja auch noch Geld verdient werden.</p>
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<p>Weil ich nicht wusste, was ich nach dem Abi mit mir anfangen soll, machte ich es mir einfach und wurde das, was meine Mutter <strong>beruflich</strong> machte. Ich wollte für Anwälte und Notare arbeiten. Also wurde ich 3 Jahre lang ausgebildet und dann übernommen. Ganz klassisch. Und null <strong>erfüllend</strong>.</p>
<p>Die Schüchternheit überwand ich mit der Zeit, wurde selbstbewusster. Ich meckerte über die Dummheit unserer Mandant*innen und motzte jeden Abend meinem Freund die Ohren voll, wie bescheuert doch alle sind, wie doof die Arbeit, und überhaupt, dass alles ganz doll schlecht und <strong>ungerecht</strong> ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3698" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/frau-am-computer.jpg" alt="Frau am Computer" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/frau-am-computer.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/frau-am-computer-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Und dann wurde ich schwanger&#8230;</h2>
<p>Die Kanzlei, zu der ich mittlerweile gewechselt hatte, war nicht unbedingt <strong>familienfreundlich</strong>. Ich wusste, mit der Zeit würde auch ich den Anfeindungen der Arbeitgeber*innen ausgesetzt sein. Noch hatte ich gute Karten, doch auch in nur kürzester Zeit kapiert, dass sich das auch ganz schnell ändern kann. Beispielsweise, wenn man auf die Idee kommt, schwanger zu werden.</p>
<p>In der <strong>Schwangerschaft</strong> ging es mir miserabel. Ich war ständig erschöpft und unendlich müde (was der Grund für eine Erkrankung war, wie meine Ärztin später herausfand).</p>
<p>Auch die <strong>Nächte</strong> gestalteten sich schwierig. Ich war extrem hellhörig geworden. Jedes kleinste Geräusch störte und nervte mich zu Tode. Ich war dann immer gleich auf 180, erinnere ich mich zurück. Dazu noch diese dummen Erkältungserscheinungen, obwohl ich nicht erkältet war. Und nach solchen Horrornächten wieder munter fröhlich zur Arbeit. Es dauerte Monate bis sich meine Frauenärztin endlich, gnädiger Weise, dazu herabließ, ein <strong>Beschäftigungsverbot</strong> auszustellen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7354" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/schwangere-arm-in-arm-mit-ihrem-mann.jpg" alt="Schwangere Arm in Arm mit ihrem Mann" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/schwangere-arm-in-arm-mit-ihrem-mann.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/schwangere-arm-in-arm-mit-ihrem-mann-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch diese Erfahrungen waren wichtig. Ich habe gelernt, dass ich mehr auf mich Acht geben muss. Dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich &#8222;<strong>Nein</strong>.&#8220; zu etwas sage. Dass ich mehr darauf vertrauen muss, was mir mein Körper sagt. Ich habe gelernt, wieder mehr auf mich statt auf andere zu hören.</p>
<h2>Und dann kam die Geburt&#8230;</h2>
<p>Endlich war der Tag gekommen! Mein Baby wollte nicht mehr länger im Bauch verweilen. Juhu! Entbindung im Geburtshaus mit warmem Licht und Geburtswanne!</p>
<p>Doch <a href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/" rel="noopener">die Geburt meines Sohnes</a> verlief alles andere als gewünscht, sondern eher traumatisch, womit ich immer noch zu kämpfen habe.</p>
<p>Natürlich kann ich mir die Geburt in allen Farben des Lebens ausmalen, aber sie kann auch völlig anders ablaufen. Ich habe <strong>gelernt</strong>, nicht über mein Leid zu schweigen, sondern drüber zu reden, zu schreiben, und so zu versuchen, es zu verarbeiten. Mir wurde klar, dass ich es nicht mehr ändern kann. Dass ich aufhören muss, mir immer mehr Fragen auszudenken, die mir eh niemand beantworten kann. Ob es nun wirklich notwendig war, meinen Sohn so auf die Welt zu bringen oder nicht, ist nicht mehr wichtig. Ich lernte <strong>Akzeptanz</strong>.</p>

<h2>Tipps und Ratschläge</h2>
<p>Als mein <strong>Baby</strong> noch seinen Rhythmus finden musste, lernte ich, auf es zu vertrauen.</p>
<p>All die <a href="http://www.lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_Mythen_und_Ammenmaerchen_rund_ums_Stillen.pdf" target="_blank" rel="noopener">Mythen und Ammenmärchen rund ums Stillen</a> ließen mich zweifeln, doch ich lernte, mich von meinem Baby leiten zu lassen und ging meinen Weg. Auch, wenn er für andere nach Selbstaufgabe und Verwöhnen aussah.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-417" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-im-arm.jpg" alt="Baby im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-im-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich schaute mein Baby an. Es konnte mir deutlich klar machen, was ihm gefiel und was nicht. Anfangs war es noch schwer, das herauszufinden, aber mit den Wochen und Monaten war es plötzlich ganz leicht. Ich wusste, <a href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" rel="noopener">warum mein Baby weint</a>.</p>
<h2>Weil es alle so machen</h2>
<p>Der 1. Geburtstag unseres Sohnes näherte sich. Zeit für die <strong>Eingewöhnung</strong> in der Kita. Ganz klassisch. Machen ja die anderen auch so. Soll wohl ein paar Tränen geben, aber das gehört wohl dazu, sagen die anderen, die schon Erfahrung haben. Wird schon klappen.</p>
<p>Die 1. Eingewöhnung ging schief. Die 2. nach einem halben Jahr in derselben Kita in einer anderen Gruppe nahm einen besseren Start, scheiterte aber auch. Die Trennungen waren herzzerreißend, es gab keinen respektvollen, einfühlsamen Umgang mit den Kindern (unseren Sohn inbegriffen). Jeden Tag auf dem Weg zur Kita sagte uns unser Sohn im Auto &#8222;Nein.&#8220; &#8211; er will nicht in die Kita. Wir gaben ihn trotzdem hin. Ich muss ja auch bald wieder arbeiten. Muss halt so sein.</p>
<p>Wir sagten uns immer &#8222;Zum Glück ist er nur 3 Stunden da.&#8220;. Doch dann merkten wir, dass man so einen Satz nicht über die Kita sagen sollte, in die das eigene Kind geht. Wir besprachen uns. Rechneten. Grübelten. Und <strong>beschlossen</strong>: Wir kündigen.</p>
<p>Ich musste entscheiden, wo meine <strong>Prioritäten</strong> liegen. Musste mich fragen: Muss ich wirklich? Oder geht es auch anders? Wie soll unsere Zukunft aussehen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg" alt="Mutter und Kind Hand in Hand" width="678" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg 678w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /></p>
<p>Ich trennte mich von Dingen, die mir, uns, nicht gut taten, und entschied mich für meine Familie. Ich habe gelernt, meiner Familie mehr <strong>Vertrauen</strong> entgegenzubringen. Wieder vermehrt Dinge zu tun, die mir wirklich Spaß machen. Die ich gern mache. Ich fing wieder an, zu leben und fühlte mich von einer tonnenschweren Last befreit.</p>
<h2>Reise mit dem kleinen Mann</h2>
<p>So. Thema Betreuung ist geklärt. Aber &#8211; ach, du Schreck! &#8211; das Baby ist kein Baby mehr, sondern schon ein kleiner Mann, der uns gehörig wachrüttelt! Nix mit &#8222;Ja, Mama. Mach ich.&#8220;. Unser Kind benimmt sich auf einmal total <strong>frech</strong> und macht nicht, was wir ihm sagen! Was sollen wir nur tun? Wie kriegen wir das in den Griff?</p>
<p>Auch hier gab es viele, tolle Ratschläge von den &#8222;alten Hasen&#8220;. Hart durchgreifen. Kinder brauchen Grenzen. Das Leben ist kein Ponyhof. Und auch die Erinnerung an meine eigene Kindheit sagte mir, das muss so sein. Hat mir ja nicht geschadet und ich lebe ja auch noch.</p>
<p>Doch in meinem Inneren spürte ich, dass das nicht stimmte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ich lernte die &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/unerzogen-was-bedeutet-das/" rel="noopener">unerzogene</a>&#8220; Haltung kennen und befand mich schon wieder auf einem anderen Weg. Ich hinterfragte, reflektierte und arbeitete daran, dass sich meine Geister der Vergangenheit nicht einmischten und alles kaputt machten.</p>
<p>Ein hartes Stück Arbeit, aber es lohnt sich, sich nicht damit abzufinden, was in der eigenen Kindheit passiert ist. Ich kann mich ändern. Ich muss es nur wollen. Und wenn mir die Alternativen nicht einfallen wollen, suche ich mir <strong>Hilfe</strong>, belese mich, höre Hörbücher, schaue Videos, nehme an Kursen teil.</p>
<p>Und dann kann ich auch über meine Erfahrungen schreiben und selber Tipps geben. Klar, manches stammt aus eigenen Erfahrungen, manches wurde vorher recherchiert. Ich sauge mir aber nicht irgendeinen Dünnpfiff aus den Fingern, nur, um etwas schreiben zu können!</p>
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<h2>Wissen Eltern mit mehreren Kindern mehr?</h2>
<p>Was ich mit nur einem Kind gelernt habe, ist so viel mehr wert, als all das, was ich zuvor gemacht habe. Wissen Eltern mit mehr als einem Kind dann automatisch mehr?</p>
<p>Wie weiter oben schon beschrieben, denke ich, dass Eltern mit mehreren Kindern völlig <strong>andere</strong> Erfahrungen gemacht haben, die ich mit nur einem Kind niemals erleben werde. Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber nicht gleich, dass sie <strong>mehr</strong> wissen als ich. Sie haben lediglich andere Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Bloß, weil sie auch schonmal wie ich nur ein Kind hatten, bedeutet es nicht, dass sie die <strong>gleichen</strong> Erfahrungen gesammelt haben!</p>
<p>Auch Eltern von drölfzig Kindern sind keine <strong>Expert*innen</strong> in dem Sinne. Sie mögen auf den ersten Blick mehr Erfahrung haben, und man könnte meinen, sie wüssten es besser, aber weiß ich denn, ob sie in ihrer Erziehung achtsam mit ihren Kindern umgehen? Bedürfnisorientiert? Oder autoritär? Stiller Gehorsam muss sein? Oder die Kinder einfach alles machen lassen, was sie wollen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7355" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/eltern-mit-drei-kindern.jpg" alt="Eltern mit drei Kindern" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/eltern-mit-drei-kindern.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/eltern-mit-drei-kindern-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Sie mögen wie Erwachsene aussehen, die Ahnung haben, und sich auch so anhören, als hätten sie Ahnung, aber vielleicht sind es nur erwachsene Kinder, die ihre eigenen Traumata aus der Kindheit wieder und wieder leben und an ihre eigenen Kinder weitergeben.</p>
<p>WILL ich denn von solchen Eltern <strong>Tipps</strong> und <strong>Ratschläge</strong> bekommen? Die mir raten, mein Baby schreien zu lassen, weil ich es sonst verziehe? Die mir sagen, abzustillen und Kuhmilch zu geben, weil es jetzt mal Zeit dafür wird? Die mich glauben lassen, mein Kind sei böse und ich müsse es erziehen &#8211; so ganz klassisch, denn das war schon immer so? Die mir weismachen wollen, sie wüssten es <strong>besser</strong>, weil sie schon mehrere Kinder haben?</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Was ich sagen will: Wir sind alle auf dem <strong>Weg</strong>. Immer. Es gibt kein Ende. Wir lernen IMMER. Wir haben alle unser <strong>Päckchen</strong> zu tragen. Die einen wollen dieses Päckchen öffnen, reinschauen, was drin ist, und den ganzen Mist, den sie Ewigkeiten mit sich herumgeschleppt haben, in den Müll werfen. Die anderen laufen bis zum Lebensende mit ihrem Päckchen herum, ohne es jemals näher betrachtet zu haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7356" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/familie-bei-sonnenuntergang-auf-dem-steg.jpg" alt="Familie bei Sonnenuntergang auf dem Steg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/familie-bei-sonnenuntergang-auf-dem-steg.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/familie-bei-sonnenuntergang-auf-dem-steg-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ja, vielleicht habe ich NUR ein Kind. Aber auch mit <strong>NUR</strong> einem Kind habe ich eine ganze Menge gelernt und kann/darf/will dieses Wissen auch an andere weitergeben. Und genau so ist es mit all den anderen Eltern. Ob sie nun mehrere Kinder haben oder, wie ich, nur eins.</p>
<p>Dir, liebe/r Leser/in, sollte das immer beim Lesen unserer Beiträge bewusst sein. Wir geben Tipps und Ratschläge und meinen, das sei der richtige Weg. Tatsächlich kannst du das aber nur für dich selbst entscheiden. Niemand kann dir sagen, dass es <strong>richtig</strong> für dich und dein(e) Kind(er) ist.</p>
<p>Denk immer daran, dass auch wir Blogger*innen selbst noch auf dem Weg sind, und das ein Leben lang. Ich möchte mit meinen Beiträgen oftmals nur sagen: Es geht auch anders. Komm, ich zeig dir, wie das gehen KANN.</p>
<p>Wenn du also meine Artikel liest, dann kannst du am Ende entscheiden, was du damit machst. Ist es tatsächlich alles totaler Bullshit, der in die Tonne gehört? Ist es dir zu wenig? Brauchst du mehr Informationen? Oder klingt es nicht nur gut, sondern fühlt sich auch warm und angenehm bei dir an, sodass du diesen Weg auch gern einschlagen willst?</p>
<p>Habe ich, als Bloggerin und Mutter von NUR einem Kind, wirklich keine Ahnung? Was denkst du?</p>
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