Es geht auch ohne Schnuller

Schnuller

Als ich schwanger war, machte ich mir über das Thema „Schnuller“ gar keine Gedanken. Für mich war ein Schnuller selbstverständlich. Hatten in meinem Umfeld bisher auch alle so gemacht…

Erst als mein Freund mich dann irgendwann mal fragte:“Brauchen wir denn überhaupt einen Schnuller?“, fing ich an nachzudenken. „Ja, wozu eigentlich?“. Also ließen wir den Schnuller für’s Erste weg.

Mittlerweile ist unser Sohn 28 Monate alt und hat bis heute keinen Schnuller gebraucht.

Wie das Aufziehen ohne Schnuller funktioniert und ob das jedermanns Sache ist, erfährst du im folgenden Beitrag.

Es geht auch ohne Schnuller

Seien wir mal ehrlich: Ein Schnuller ist – wie so viele Erfindungen in diesem Bereich – eigentlich unnötig.

Doch in manchen Situationen ist er auch eine gute Alternative, z.B. wenn die Mutter nicht stillen kann.

Dann bringt ein Schnuller einige Vorteile mit sich:

  • Der Nuckel beruhigt das Kind, auch wenn es nicht an der Brust gestillt wird.
  • Auch andere können das Kind beruhigen, was ebenfalls Vorteile mit sich bringt:
  • Das Zubettbringen ist leichter und muss nicht zwangsläufig von der Mama durchgeführt werden.
  • Mama hat mehr Freizeit, weil sich andere um das Kind kümmern können.
  • Mama UND Papa haben auch mal Zeit für sich, wenn sich jemand anderes ums Baby kümmert.
  • Viele Väter (und andere) fühlen sich nutzlos oder ungeliebt, wenn das Baby nicht von ihnen beruhigt werden kann/will, weil es lieber gestillt werden möchte. Mit dem Nuckel ist das alles kein Problem mehr.

Das hört sich doch ganz nett an, sein Baby mit Nuckel aufwachsen zu lassen. Warum hab ich das nicht gemacht?

Mein Kind ohne Schnuller aufzuziehen, kam mir manchmal nicht so praktisch vor. Und ich gebe ganz offen und ehrlich zu, dass ich mir das eine oder andere Mal einen Schnuller für meinen Sohn herbeigewünscht habe. Man muss ehrlich bleiben, finde ich, und die Sache nicht beschönigen.

Kind mit Schnuller im Mund lacht wegen Schnecke auf erwachsener Hand

Doch ich bin der festen Überzeugung, dass es vorteilhafter ist, meinem Kind erst gar keinen Schnuller gegeben zu haben.

Stillen nach Bedarf – Signale erkennen

Wenn dein Kind schnullerfrei aufwächst, muss es ja trotzdem sein Saugbedürfnis stillen (im wahrsten Sinne des Wortes). Das bedeutet nichts anderes, als ihm das Original zu geben, also deine Brust. Und zwar nach Bedarf.

Nach Bedarf stillen bedeutet, dass du dein Baby stillst, wenn es danach verlangt. Unabhängig davon, welcher Tag und wie spät es schon ist, wie lange du bereits gestillt hast (oder noch stillst), wie lange die letzte Stillmahlzeit bereits her ist, was du gerade trägst, wo du dich gerade aufhältst usw. Du weißt, was ich meine.



Dein Baby wird nicht sofort von 0 auf 100 sein. Es brüllt nicht gleich die ganze Stadt zusammen, wenn es Hunger hat. Schreien ist ja auch extrem kräftezehrend. Hast du schonmal aus voller Kehle geweint oder geschrien? Dann kennst du das Gefühl. Es ist sehr, sehr anstrengend.

Also macht das Baby langsam und allmählich auf sein Bedürfnis aufmerksam. Wer Acht darauf gibt, kann erkennen, dass es folgende Signale gibt:

  • Es fährt mit seiner Zunge über seine Lippen.
  • Es schmatzt.
  • Es bewegt seinen Kopf hin und her, um nach der Brust zu suchen.
  • Mit heranschreitender Zeit saugt es an seinen Fingern oder irgendetwas anderem.
  • Erst, wenn all diese Anzeichen missachtet und nicht gehört wurden, muss es seinem Verlangen Nachdruck verleihen. Es beginnt zu quengeln und später zu weinen und zu brüllen. Bis endlich jemand kommt und ihm gibt, was es braucht.

Baby hat Finger im Mund

Ich hab das auch nicht alles von Anfang an gewusst. Ich war genau so zum ersten Mal Mutter wie jede andere auch. Aber mit jedem Tag verstand ich es besser, die Zeichen meines Babys zu deuten.

Stillen – Mehr als nur Nahrungsaufnahme

Bei manchen höre (oder lese) ich öfter heraus, dass Stillen nur als Nahrungsquelle angesehen wird. Sie haben Angst, dass ihr Kind später an Essstörungen leiden wird, weil sie ihr Baby immer gleich stillen, wenn es weint.

Die Brust ist mehr als nur eine Milchbar, an der sich vollgesoffen wird, um es mal salopp zu formulieren. Das Saugen an der Brust beruhigt ungemein, wie ich bei meinem Baby immer wieder feststellen durfte.

Ist auch vollkommen nachvollziehbar, stellt man sich mal folgendes Bild vor:

Dein Baby liegt in deinen Armen. Während es wohlig grunzend an deiner Brust saugt, schaut ihr euch in die Augen. Du lächelst es an. Seine Augen leuchten. Du spürst seine Wärme. Streichelst es sanft über sein zartes Köpfchen. Du riechst an ihm und stellst fest, dass sein Duft betörender als alles andere auf der Welt ist.

Und genau so kannst du dir vorstellen, fühlt sich dein Baby. Es ist bei dir, hört dich, sieht dich, riecht dich. Es fühlt sich geborgen, geliebt, wohl behütet und sicher. Es spürt deine Nähe. Deine Wärme. Deinen Herzschlag. Es trinkt deine Milch, die nur für diesen Zweck erschaffen wurde. Es ist genau am richtigen Platz und will nirgend woanders hin.

Baby beim Stillen

Daumenlutscher oder orale Phase?

Und dann bist du bei den Großeltern oder wem auch immer zu Besuch, und dein Baby fängt an, am Daumen zu lutschen. Was ist die Angst da groß, dass es zu einem Daumenlutscher mutieren wird!

Völlig absurd, denke ich heute! Aber damals ließ ich mich als unerfahrene, junge Mutti schnell beunruhigen, wenn solche Sprüche kamen.

Doch meine Schwester stand hinter mir und ermutigte mich, so weiterzumachen wie bisher: Stillen, wenn der Kleine danach verlangt. Dann wird er auch nicht zum typischen Daumenlutscher, der ein nicht erfülltes Bedürfnis anderweitig befriedigen muss.

Monchichi - Daumen im Mund

Und selbst, wenn mein Baby dann doch den Daumen, einen anderen Finger oder die ganze Hand ansabberte, bekam ich es nicht – wie die anderen – mit der Angst zu tun. Aus folgendem Grund:

Babys erkunden erst einmal alles mit ihrem Mund. Durch den Saugreflex kann das Baby als Erstes über Gaumen und Zunge anfangen, Dinge zu fühlen, zu ertasten. Man nennt dies auch die „orale Phase„, in der sich die Kleinen wirklich ALLES, was sie in die Finger bekommen, in den Mund stecken, um es kennenzulernen. Also: Keine Panik.

Doch sobald er anfing, sich seine komplette Faust in den Mund zu schieben und daran zu lutschen und zu saugen, hieß das für mich: Er hat Kohldampf – und zwar gewaltigen!

Wie gesagt: Jeden Tag sein Baby ein bisschen besser verstehen.

Verunsicherung und gut gemeinte Ratschläge

Und wo wir schonmal beim Thema „Verunsicherung von anderen“ sind, gehen wir doch gleich mal den Klassiker durch.

Wenn man zum ersten Mal Mutter wird, ist alles neu – logisch. Da hört man sich gern an, was die älteren Generationen so für Tipps haben. Oder sie kommen einfach ungefragt daher. Ich bekam zum Beispiel folgenden Tipp:

Stillen nach Zeitplan

„Still dein Kind alle 3 Stunden, damit es sich an einen Rhythmus gewöhnt. Ist doch auch praktisch! So kannst du deine Zeit gut einplanen, wenn du mal weg musst oder ähnliches.“ So ähnlich kam der Ratschlag von meiner Mutter. Denn sie hatte es bei meiner Schwester und mir damals genau so gehandhabt.

Doch Achtung. Nicht alles, was damals praktiziert wurde, muss auch „richtig“ sein.

Bedenkt man, dass es enorm wichtig für die Milchbildung ist, nach Bedarf zu stillen, d.h. auf die Signale des Babys zu achten und beim Anzeichen, dass es Hunger hat, zu stillen, ist Stillen nach Zeitplan das wohl Unsinnigste, das man machen kann.

Wenn jemand sein Kind nach Zeitplan stillt, der muss sich einiges einfallen lassen, um sein Kind abzulenken.

Wenn ich mich als Baby also bei Hunger meldete, gab meine Mutter (oder sonstwer) erst einmal den Schnuller. Daran konnte ich zwar saugen, aber wo blieb die Milch, die mich sättigen sollte?

Baby mit Schnuller im Mund faltet Hände und guckt ängstlich

Die nächste Stufe waren dann diverses Spielzeug, Herumtragen, Singen, Faxen machen und Ablenken, wo es nur geht. Wenn ich dann, obwohl die 3 Stunden noch nicht rum waren, das Haus zusammengeschrien habe, wurde ich dann doch mal früher gestillt.

Denn eins ist klar: Ablenkung zögert nur hinaus. Es befriedigt nicht das eigentliche Bedürfnis (in dem Fall Hunger, Nähe, Liebe usw.).

Im schlimmsten Fall wird dem Kind beigebracht, auf dieses oder jenes Bedürfnis falsch zu reagieren. Beispielsweise sein Bedürfnis nach Liebe und Nähe mit Essen oder materiellen Dingen in Verbindung zu bringen und fortan auf diese Weise zu stillen. Sehe ich noch heute: Wenn mir langweilig ist, gehe ich zum Kühlschrank. Wenn ich wütend bin, esse ich gern etwas.

Baby schläft mit Schnuller im Mund umgeben von Spielzeug

Zurück zum Thema. Ich war leicht verunsichert. Mein Baby hing wirklich ständig an der Brust. Stundenlang. Clusterfeeding pur.

Aber dann dachte ich nach: Wozu der ganze Stress und all der Aufwand, wenn es so einfach wäre? Wenn ich Hunger habe, dann esse ich doch auch etwas und bin zufrieden.

Selbst ich als Erwachsene esse nicht alle 3 Stunden. Ich esse, wenn ich Hunger habe. Nahrung sättigt ja auch unterschiedlich lange, also wozu einen Zeitplan erstellen, der mir vorschreibt, wann ich essen und trinken darf? Und warum sollte man das bei seinem Kind so handhaben?

Ich mache meiner Mutter keinen Vorwurf. Andere Zeiten, andere Sitten. Meine Mutter hatte auch schon einiges anders gemacht als ihre Mutter. Und so zieht sich das von Generation zu Generation fort, denke ich.

Wenn ich also gut gemeinte Ratschläge bekomme, die mich verunsichern, dann mache ich Folgendes:

  • Ich höre in mich rein. Was sagt mein Herz, mein Bauchgefühl? Bisher hat es mich nicht enttäuscht.
  • Wenn ich immer noch verunsichert bin, recherchiere ich. Ich frage in Foren, Facebookgruppen nach, lese Bücher, lese im Internet. Ich informiere mich. Ist dieser Tipp noch zeitgemäß oder überholt?

Durchschlafen

Die Sache mit dem Stillen nach Zeitplan war eine Sache. Aber die wahrscheinlich brennendste überhaupt, war (und ist) das Zubettgehen.

Nicht nur von meiner Familie, auch von anderen Verwandten, Bekannten und sogar der Kinderärztin wurde ich regelmäßig nach dem Schlafen gefragt. Schläft es schon durch? Wo schläft es?

Vielleicht wirst du dich das jetzt auch fragen: Wie soll das (Durch-)Schlafen funktionieren – noch dazu ohne Schnuller?

Die Antwort ist recht simpel und die Umsetzung auch, wenn du offen für Folgendes bist:

  1. Immer noch Stillen nach Bedarf und
  2. (eventuell, bestenfalls) Familienbett.

Eltern kuscheln mit Kind im Bett

Wenn du kein Fan vom Familienbett bist, ok. Kann ich verstehen. Ist nicht jedermanns Sache.

Ich für meinen Teil fand allein den Gedanken anstrengend, alle paar Stunden vom Schlafzimmer ins Kinderzimmer zu gehen, das Baby zu stillen, einschlafen zu lassen, vorsichtig (!!!!) abzulegen und dann wieder zurück ins Schlafzimmer schleichen zu müssen.

Wir haben es anfangs auch so bzw. so ähnlich gehandhabt: Wir hatten ein Schlafkörbchen auf Rädern und ein Beistellbett für unser Baby.

Tagsüber legte ich den Kleinen ins Körbchen und sein Papa passte auf ihn auf, damit ich schnell eine Mütze voll Schlaf nehmen konnte. Aber nach kurzer Zeit war der Kleine wieder wach und ich war einfach nur knülle und total abgenervt.


Nachts sollte er in seinem Beistellbett schlafen, was auch nicht funktionierte. Sobald ich ihn im Schlaf hinlegen wollte, wachte er wieder auf und wollte gestillt werden. Uff! Bald war ich mit meiner Kraft am Ende.

Also legte ich mich mit meinem Sohn auf unsere Couch. Couch aus dem Grund, weil wir damals nur ein Wasserbett hatten. Im Wasserbett darf ein Baby aus Sicherheitsgründen nicht schlafen – Erstickungsgefahr. Also schliefen wir wie gesagt auf der Couch.

Und ich entdeckte einen wunderbaren Nebeneffekt: Bevor mein Kind richtig wach wurde und laut meckerte, wurde ich schon etwas früher wach (im Halbschlaf), konnte ihn weiter stillen, er wachte nicht auf und musste nicht erst weinen, damit ich kam. Ich schlief kurze Zeit später auch wieder ein und gut war.

Das ging die ganze Nacht so, ohne dass eine(r) von uns richtig wach wurde. Wir schliefen auf unsere Weise durch bis zum nächsten Morgen. Es war himmlisch!

Baby schläft bei Papa

Aber wie gesagt: Familienbett muss für alle angenehm sein. Wenn niemand mehr ruhig schlafen kann, ist es sicher nicht verwerflich, sich nach einer passenden Alternative umzusehen. Nicht umsonst gilt Schlafentzug als Folter!

Mein Mann braucht beispielsweise extrem viel Platz beim Schlafen. Am besten ein 2 x 2 Meter Bett nur für ihn, um es mal so zu formulieren.

Deswegen haben wir inzwischen ein gemeinsames, großes Familienbett neben unserem Wasserbett. Der Papa schnorchelt im Wasserbett, während der Kleine und ich neben ihm im normalen Federbett schlummern. Wenn ich ihn frage, ob er merkt, wenn sich unser Sohn nachts noch meldet, um gestillt zu werden, antwortet er nur, dass er wie ein Stein geschlafen habe.

Für uns ist Familienbett also ideal (wenn auch nicht immer), aber das muss jede(r) für sich entscheiden, was ihr/ihm gut tut.

Verwöhnen

Ja, es gibt merkwürdige Blicke, wenn die Leute hören, dass wir alle im Familienbett schlafen. Oder dass mein Sohn IMMER NOCH gestillt wird!

Sie sagen, dass ich meinen Sohn nie aus dem Familienbett bekommen werde. Dass er sich nie daran gewöhnen wird, allein zu schlafen. Dass er verwöhnt wird.

Und ich frage mich dann:“Schläfst du gern allein? Warum dürfen die Eltern gemeinsam im Bett schlafen, aber das Kind muss allein schlafen?“

Ich habe ein wenig recherchiert und fand heraus, dass es im Zuge der Industrialisierung ein Zeichen von Wohlstand war, mehrere Zimmer zur Verfügung zu haben. Statt also wie gewohnt im großen oder kleinen Familienbett gemütlich beisammen zu schlafen, sollte nun jedes Kind bestenfalls sein eigenes Zimmer haben.

Ich erinnere mich noch genau an meine Kindheit, wenn es ums Schlafen ging, wenn die Eltern mal aus und wir allein daheim waren. Es war gruselig allein in meinem dunklen Zimmer. Ich traute mich kaum, das Licht auszumachen und versuchte, so lange wie möglich etwas zu lesen. Dieses Erlebnis hat mich bis heute geprägt. Gemeinsames Einschlafen – auch für Kinder – ist also gar nicht so schlecht.

Kind hat Angst im Bett

Und die Zeit wird irgendwann kommen – davon bin ich überzeugt – und mein Kind wird in seinem eigenen Zimmer in seinem eigenen Bett schlafen wollen. Doch solange das nicht der Fall ist und jeder von uns gut schlafen kann und zufrieden ist, werden wir nichts am Familienbett ändern. Und uns ein dickes Fell für solche und ähnliche Fragen zulegen.

Passende Antworten auf dumme Fragen findest du übrigens auf netmoms.de.

Aber ich hab doch auch Bedürfnisse

Anfangs war es so, dass ich rund um die Uhr bei meinem Baby war, weil es permanent gestillt werden wollte. Und das stundenlang.

Ich habe mich oft ausgeschlossen gefühlt, weil ich im Nebenzimmer stillte, während die anderen gemeinsam plauderten und etwas aßen. Zu der Zeit hatte ich auch noch kein Smartphone. Es war also recht öde, sodass ich auch gern fernsah. Ab und zu brachte mir mein Freund netterweise auch Essen vorbei, damit ich nicht verhungern musste, oder leistete mir sogar Gesellschaft.

Das war keine schöne Zeit. Meine Mutter war (ist) keine typische Hausfrau wie meine eine Oma. Alle um mich herum arbeiteten. Es gab niemanden, der mich mal entlasten konnte (bis auf meinen Mann). Ich genoss das Wochenende, wenn sich der kleine Mops auch mal von den anderen tragen ließ und dort einschlief.

Frau hält schlafendes Baby in den Armen

Aber zu Hause war ich dann wieder auf mich gestellt.

Heute weiß ich: Ich hätte mehr auf meine Bedürfnisse hören müssen. Mich nicht zu trauen aufzustehen, weil ich wusste, der Kleine würde sofort wach werden und weinen, obwohl ich auf Toilette musste, ging einfach voll… in die Hose, nein… Aber es ging so dermaßen an meinen Bedürfnissen vorbei.

Wenn ich auf Toilette muss, dann geh ich. Zur Not halt auch mit Baby. Wenn ich Hunger habe und etwas kochen will, dann schnapp ich mir mein Baby, schnall es mir im Tragegurt um den Bauch oder Rücken und los geht’s. Allgemein fand ich mich erst wieder, als ich mit meinem Baby im Tragegurt durch die Welt ging. Ich konnte wieder Freunde treffen, einkaufen gehen, spazieren gehen… So viel vertane Zeit, aber so ist es jetzt und ich kann es nicht rückgängig machen. Nur draus lernen und an dich weitergeben.

Mutter stillt Kind beim Kochen

Bis dahin galt für mich: Das gibt sich mit der Zeit. Ein schwacher Trost, wenn man so abgenabelt von der Außenwelt ist, ich weiß.

Mittlerweile läuft es bei uns abends so ab, dass ich mich mit dem Kleinen ins Bett lege, ihn einschlafstille und dann noch einmal das Zimmer verlasse und meinen Kram erledige, den ich über den Tag nicht geschafft habe. Es läuft mal so, mal so: Manchmal schläft er 4 Stunden am Stück, und ich wundere mich schon über die vergangene Zeit, und manchmal macht er irgendetwas durch und braucht mich fast die ganze Nacht über.

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Verständnis für’s Kind wächst

Und da schließt sich allmählich der Kreis bei Schnullerfrei.

Bei Kindern mit Schnullern fiel mir bisher ganz stark auf, dass ihnen, sobald sie nur irgendeinen Mux von sich gaben, sofort der Schnuller in den Mund gesteckt wurde. Bei Babys dann auch mal mit Nachdruck, als wüsste das kleine Würmchen nicht, was es braucht…

Baby im Arm eines Erwachsenen, der ihm einen Schnuller in den Mund drückt

Wegen solcher Bilder habe ich ziemlich schnell eine Abneigung gegen Schnuller entwickelt. Ein Schnuller erfüllt im Vergleich zum Stillen in meinen Augen nur einen Bruchteil der Bedürfnisse.

Aber ich will ja darüber schreiben, wie es auch ohne Schnuller geht. Als junge Mama, die noch am (Kennen-)Lernen ist, habe ich mir daher eine kleine Liste im Kopf zurecht gelegt. Wenn mein Kind anfing zu weinen, sah meine Liste wie folgt aus:

1. Hat mein Baby Hunger?

Weiter oben im Text habe ich ja bereits geschrieben, welche Signale das Baby bei Hunger gibt. Wenn es also hungrig ist, kann das Problem schnell gelöst werden: Stillen.

2. Nähe? Liebe? Langeweile?

Ist meinem Baby vielleicht gerade einfach nur langweilig? Braucht es Gesellschaft und will miterleben, was ich gerade so treibe? Will es meine Nähe, Liebe, einfach nur kuscheln? Vielleicht liegt ja auch gerade ein Pups quer oder es muss aufstoßen. Einfach mal hochnehmen, kuscheln, miteinander reden, herumtragen. Oft war damit schon alles Nötige getan.

3. Müde?

Wenn mein Kind schon nicht mehr in meinen Armen sein wollte und sich herauswand… Wenn es schnell gereizt reagierte… Wenn ihm etwas nicht gelang oder ähnliches… Wenn er schnell anfing zu weinen und alles, was ich machte, doof war, dann wusste ich Bescheid: Jetzt braucht er seine Ruhe. Muss Kraft tanken und sich sammeln.

Also legte ich mich dann für ein bis zwei Stündchen mit ihm hin und ließ ihn schlafen. Danach war er wieder voller Energie. Und ich auch, wenn ich so schlau war, mich neben ihn gelegt und mitgeschlafen zu haben.

4. Windel?

Wird’s ungemütlich untenrum? Schauen wir mal lieber schnell nach, damit so etwas wie Windeldermatitis gar nicht erst auftaucht. Und außerdem lässt es sich doch – so schön nackig – auf dem Wickeltisch wunderbar herumalbern. Hier wird gesungen, geredet, gewitzelt, gelacht und gekitzelt. Die Körperteile werden benannt, vielleicht gibt es auch eine sanfte Massage mit gutem Öl.

Damit sind auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Mein Baby fühlt sich wieder wohl in seiner Haut, nachdem es nun wieder ganz sauber ist, und wir hatten Zeit, uns näherzukommen und kennenzulernen.

Mutter und Kind

Du siehst: Wenn du keinen Schnuller hast, der dein Kind ganz fix ruhig stellt, egal, was es hat, dann musst du dir Gedanken machen und auf die Signale des Kindes hören, um sein Problem zu lösen.

Dadurch wirst du lernen, dein Kind schneller und besser zu verstehen und eure Beziehung wird sich ebenfalls entwickeln. Statt dem Baby einfach den Mund zu stopfen, damit es aufhört zu quengeln, gehst du auf seine Bedürfnisse ein und versuchst es zu verstehen und ihm zu helfen. Kommunikation ist alles.

Und dein Baby wird sich verstanden fühlen oder zumindest erkennen, dass du dich für seine Belange interessierst und versuchst, ihm sein Wohlbefinden wiederzugeben. Wenn das nicht sein Selbstbewusstsein stärkt…

Kita und Stillkind

Oh ja, ein schwieriges Thema. Als es bei uns mit der Eingewöhnung in der Kita losging, wurde das Stillen auch als nachteilig für die Eingewöhnung empfunden. Die Kitaleiterin fragte uns, wie denn die Erzieherin eine Bindung zum Kind aufbauen solle, wenn es noch gestillt werden würde.

Bei uns klappten die beiden Eingewöhnungen, die wir uns (und unserem Kind) antaten, tatsächlich nicht. Das lag aber ganz sicher nicht am Stillen, sondern an… Ja, darüber erzähle ich ein anderes Mal… Wenn ich Nerven dazu hab.

schöner bunter Raum in einer Kita

Allerdings habe ich für dich ein paar Informationen zusammengesucht, die dir nicht den Wind aus den Segeln nehmen, wenn die Kita Thema bei euch wird:

  1. Die Eingewöhnung eines gestillten Kindes dauert länger. Viel länger. Aber sie ist zumindest nicht unmöglich, wie ich erfahren habe. Und diese Zeit müssen sich alle nehmen, wenn alle gut ankommen sollen.
  2. Ich kenne eine, die Erfahrung mit der Eingewöhnung gestillter Kinder hat. Wichtig für diese Kinder war es, dass sie die Orte, an denen gestillt werden konnte (Zuhause, draußen) von den Orten, an denen nicht gestillt werden konnte, weil die Mutter nicht da war (sprich: in der Kita), voneinander unterscheiden konnten. Dazu gehörte auch, dass in der Kita nicht gestillt wurde, auch nicht im Flur, sondern erst draußen. Das Kind konnte dadurch begreifen, dass die Mutter nicht da war und sie stillen konnte, die Erzieherin aber die Möglichkeit hatte, dem Kind ein anderes Angebot zu präsentieren, wodurch es sich beruhigen ließ.
  3. Ähnlich wie oben habe ich auch von berufstätigen Müttern gelesen, dass ihr gestilltes Kind es ganz gut unterscheiden konnte, wo und wann gestillt wird. Die Kinder stellten sich darauf ein, dass es in der Kita keine Mamamilch gibt und holten sich dann alles wieder, wenn sie abgeholt wurden.

Mit oder ohne Schnuller – Vorteile und Nachteile

Schnullerfrei mag toll klingen. Besonderer Bindungsaufbau zum Baby und so. Aber zwischenzeitlich gab es auch bei uns diese Momente, in denen ich kurz davor war, einen Schnuller zu besorgen. Und zwar GANZ SCHNELL!

Das kam immer dann vor, wenn wir abends mit dem Auto nach Hause fahren wollten und der Kleine nicht in seinen Autositz wollte. Es war ein Dilemma!

Manchmal hat es geklappt, er ließ sich mit etwas Geduld doch reinsetzen, die Fahrt verlief ruhig und wir waren im Nu zu Hause.

Aber wenn er gar nicht wollte, wenn er Zeter und Mordio geschrien und sich vor Aufregung schon verschluckte, dann half alles nichts und wir mussten anhalten. Im schlimmsten Fall ging es dann ohne Auto weiter.

parkendes Auto

Es bringt ja nichts, wenn man sein Kind schreien lässt. Ich ertrage das einfach nicht. Und außerdem kann man sich überhaupt nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren, weil man damit beschäftigt ist, sein Kind zu beruhigen und ihm gut zuzureden.

Und trotz allem bin ich nach gut 2 Jahren unter’m Strich froh, dass wir es so und nicht anders gemacht haben.

Um dir das genau zu erklären, bin ich zu dem Entschluss gekommen, eine Pro- und Contraliste zum Stillen zu erstellen. Einfach kurz und knackig die Fakten. Bitteschön!

Nachteile ohne Schnuller

  • Du bist der Schnuller deines Babys. Das kann anstrengend sein. Gerade beim stundenlagen Dauerstillen (Clusterfeeding). Ohne Unterstützung wirst du dich schnell erschöpft fühlen. Dein Körper wird dir sagen, dass du auch auf deine Bedürfnisse Acht geben musst. Im Vordergrund stehen die Bedürfnisse deines Babys. Aber du solltest dich nicht vergessen.
  • Dein Baby will hauptsächlich bei dir sein. Das ist schön. Aber wenn man monatelang, jahrelang so fährt, dann hat man auch irgendwann das Gefühl, Zeit für sich zu brauchen. Ohne Baby. Wenn sich dein Baby anders beruhigen lässt (z.B. vom Papa im Tragetuch): cool. Wenn nicht, dann heißt es wohl, durchhalten. Die Zeit wird kommen. Nur eben jetzt (noch) nicht.

Baby schläft angekuschelt an Mama

  • Deine Familie will auch mal das Baby halten. Es beruhigen. Es ins Bett bringen. Aber dein Baby will bei dir sein und an deiner Brust einschlafen und lässt sich auch nur da beruhigen. Das kann die anderen durchaus frusten. Das kann Konflikte schüren. Hier ist es wichtig, über eure Gefühle zu sprechen und immer in Kontakt zu bleiben. Fresst nichts in euch rein. Sprecht Probleme direkt an und findet eine Lösung. Und die beinhaltet ganz sicher nicht, das Kind abzustillen, damit Papa es auch mal ins Bett bringen kann. Er muss einen Weg finden, es auf seine Weise zu machen. Seinen Weg zu finden. Das geht auch ohne Schnuller, ohne Brust, ohne Abpumpen und Flasche geben, aber mit viel Liebe und Geduld. Und wenn das Baby nicht will, sondern bei dir bleiben will, dann ist das so. Es wird besser. Immer schön am Ball bleiben und dem Ganzen Zeit geben.
  • Stillunfreundliches Umfeld macht es (Langzeit-)Stillenden schwer. Dumme Blicke, dumme Sprüche, man fühlt sich einfach unwohl und will beim besten Willen nicht überall und jederzeit stillen. Ein Teufelskreis, denn die Stillenden stillen dann lieber zu Hause, versteckt. Noch weniger sehen, wie viele noch stillen und dass es völlig normal ist. Wenn du jederzeit und überall dein Kind stillen willst, musst du dir ein dickes Fell zulegen und dein Selbstvertrauen stärken – für dein Kind. Doch solange auch ältere Kinder noch mit Schnuller rumlaufen und nicht ohne ihren über heiß geliebten „Nucki“ können, weiß ich, dass sie eigentlich auch noch die Brust bräuchten.

Vorteile ohne Schnuller

  • Schont den Geldbeutel, immerhin musst du keine Schnuller kaufen und für keinen Ersatz sorgen, wenn sie verloren gehen. Dazu noch keine Schnullerketten und auch kein Zubehör für die Reinigung.
  • Schont die Nerven. Du musst nicht fieberhaft (nachts) nach dem Nuckel suchen, wenn er verloren geht oder verlegt wurde. Und du kannst ihn auch nicht vergessen, denn du hast deinen Schnuller (deine Brust) ja stets bei dir. Und wie oben erwähnt: Kein Reinigen nötig.
  • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Schnullergebrauch und Mittelohrentzündungen sowie Soor.  Kein Schnuller bedeutet zumindest ein geringeres Risiko. Ganz davor gefeit waren wir leider auch nicht. Wir hatten es auch schon mit Soor zu tun gehabt…
  • Während andere fieberhaft danach suchen, welcher Schnuller es unter diesen tausenden von Angeboten sein soll, ob Latex oder Silikon, ob schadstofffrei, welche Form, Farbe, Größe usw., kannst du dich entspannt zurücklehnen und dich anderen Problemen widmen.
  • Keine Saugverwirrung durch unterschiedliche Saugtechniken und evtl. dadurch entstehende Stillprobleme.
  • Kiefer- und Zahnentwicklung nehmen weniger bis gar keinen Schaden im Vergleich zu Daumenlutschern oder Kindern mit Schnuller.
  • Keine verzögerte Sprachentwicklung. Außerdem habe ich immer ziemlich Mühe, ein Kind mit Schnuller im Mund zu verstehen. Meistens verstehe ich kein einziges Wort.
  • Bei Krankheiten essen Kinder meist nicht viel. Oftmals hilft da nur Stillen. Hier bekommen sie alles, was sie brauchen. Das kann ein Schnuller (bislang) nicht.
  • Die Milchproduktion wird nicht beeinträchtigt. Die Milch wird nach Bedarf des Kindes gebildet.
  • Du lernst, dein Kind anders als nur mit dem Schnuller zu beruhigen. Du erkennst mit der Zeit die feinen Unterschiede zu seinen Signalen. Das stärkt eure Beziehung, eure Bindung. Dein Kind fühlt sich verstanden und nicht bloß stillgelegt.
  • Das Stillbedürfnis reicht von 2 bis zu 7 Jahren. Viele wollen ihren Kindern den Schnuller abgewöhnen, obwohl das Kind noch gar nicht bereit dazu ist. Das kann durchaus Traumata auslösen und ein Verhalten hervorrufen, sein Bedürfnis anderweitig zu befriedigen (z.B. Daumenlutschen, Nägelkauen). Ohne Schnuller gibt es also auch keine stressige, potentiell traumatisierende Schnuller-Abgewöhnung.

älteres Kind schläft mit Daumen im Mund

Ich könnte jetzt noch auf plötzlichen Kindstod, Allergierisiko, Intelligenz, Hirnreife und -entwicklung eingehen, aber das driftet schon in Muttermilch vs. Pulvermilch ab. Ich werde dazu einen gesonderten Beitrag verfassen.

Fazit

Betrachtet man es mal ganz nüchtern, bringt es eine Menge Vorteile, sein Kind ohne Schnuller aufwachsen zu lassen.

Nun habe ich mich aber nicht vorher hingesetzt und alle Pros und Contras gegenüber gestellt, und dann am Ende entschieden: So. Wir geben unserem Sohn definitiv keinen Schnuller.

So einfach ist das nun doch nicht. Oder so kompliziert. Es kommt ganz darauf an, was man für ein Mensch ist. Was DU für ein Mensch bist.

Für die eine ist es selbstverständlich, für ihr Kind der Nuckel zu sein. Sie hat sich dafür entschieden, ihr Kind selbstbestimmt abstillen zu lassen und kommt mit den womöglich 7 Jahren klar. Für andere ist es ein Mix aus Stillen und Schnuller. Für andere bedeutet es, kurz verschnaufen, weil ihr Baby mit starkem Saugbedürfnis die Brustwarzen wund genuckelt hat. Andere wollen einfach überhaupt nicht stillen oder KÖNNEN es schlichtweg nicht, aus welchen Gründen auch immer.

Du siehst: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Jede Mutter muss für sich und ihr Baby entscheiden, wie sie ihren gemeinsamen Weg am besten meistern können. Ob nun mit, 50/50 oder ohne Schnuller.

Wie wächst dein Kind auf? Mit Schnuller? Ohne Schnuller? Mal so, mal so?

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Über Julia

Hallo! Ich bin Julia, 26 Jahre alt und blogge seit 2016. Ich bin Mutter eines kleinen Mannes (geb. 2015) und bastel mit Leidenschaft.
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44 Gedanken zu „Es geht auch ohne Schnuller

  1. Hallo Julia,
    Ich bin froh, endlich einen Artikel gefunden zu haben, der mit meinen Gedanken übereinstimmt. Wir haben eine Sohn, der gerade 7 Monate alt ist. Wie du,habe ich mir vor der Geburt keine Gedanken über Schnuller JA oder NEIN gemacht. Dachte ebenfalls ein Schnuller ist fix dabei. Nach der Geburt war es Fürs mich allerdings klar, dass mein Sohn keinen Schnuller braucht….und bin bis heute dieser Meinung….warum? Das steht in deinem Text.

    Über das Einschlafen mache ich mir allerdings Gedanken wie es funktionieren könnte ohne. Untertags ist es kein Problem, da schläft er sehr oft ohne ein…am Abend und in der Nacht braucht er allerdings anscheinend meine Nähe…..andere Mütter finden es unverständlich, dass ich nach wie vor nicht weg sprich fort gehen kann. Ich bin gespannt, wie hier die Umstellung auf Papa oder Grosseltern mal erfolgt….über Erfahrungen wäre ich hier auch froh.

    Lg
    christine

    • Hallo Christine,
      es freut mich, dass da draußen jemand ist, der meine bzw. unsere Meinung teilt 🙂
      Ich werde auch oft von ehemaligen Kolleginnen und Freunden zu Partys eingeladen. Nur muss ich leider immer absagen. Es ist viel zu spät. Ich könnte den Papa mit dem Kleinen nicht allein lassen, wenn ich weiß, dass mein Sohn zum Einschlafen die Brust braucht. Als unser Sohn so ungefähr im Alter deines Sohnes war, war das Einschlafen am Tag auch kein Problem. Da hat der Papa oder da habe ich den Kleinen im Tragegurt gehabt und dann hat er dort geschlafen. Jetzt braucht er auch zum Mittagsschlaf die Brust. Dafür schläft er aber auch immer öfter mal im Kinderwagen. In den Tragegurt will er nicht mehr; dann lieber laufen.
      Klar würde ich abends auch gern mal wieder weg gehen, aber das stelle ich hinten ran. Irgendwann wird die Zeit gekommen sein, davon bin ich überzeugt.
      Es gibt viele Erfahrungsberichte von Müttern, bei denen das Kind selbstbestimmt abgestillt hat. Nur kann man hier in keine Glaskugel schauen und wissen, wann dieser Zeitpunkt gekommen sein wird. Den einen stört das mehr, den anderen weniger.
      Wenn es bei uns soweit ist, werde ich es dich wissen lassen und in einem Beitrag festhalten 🙂
      Julia

  2. Hallo Julia,
    Unsere Tochter hatte auch nie einen Schnuller. Sie mochte ihn einfach nicht bei den zwei oder drei Versuchen, die wir unternommen haben, und ich war ehrlich gesagt ganz froh drüber… Es gab zwar immer wieder mal Momente, in denen ich mir einen Ersatz für meine wundgenuckelten Brutwarzen gewünscht hätte, aber meistens war ich ganz froh drüber, daß unsere kleine Madame sich auch so selbst beruhigen konnte. ABER: sie ist jetzt 2 1/2, liebt ihre ‚Busis‘ nach wie vor heiß und innig – was sie auch gerne Fremden erzählt, schläft abends nur mit mir und meinen eben genannten ein, mein Mann hat da keine Chance… Ausgehen? Ich nicht. Kein Vorteil ohne Nachteil. Wo die Vorteile liegen wird manch einer fragen? Super Bindung zwischen uns, die Kleine war in ihrem bisherigen Leben zweimal erkältet, sie hängt nicht mit 3 noch am Lulli – lutscht auch nicht am Daumen, hatte überhaupt nie das Bedürfnis an allem möglichen zu saugen, das nicht dafür gedacht ist. Ich bin froh, daß unsere Tochter ohne schnulli aufwachsen wollte!
    Schöne Grüße,
    Esther

    • Liebe Esther,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Er zeigt mir immer: Ich bin nicht allein 🙂
      Und ja, du sprichst mir aus der Seele. Genau so ist es bei uns auch. Es gibt ab und zu diese Tage, an denen ich auch nicht mehr will, weil alles doof ist. Und dann sind diese Tage vorbei und ich bin froh drüber, dass ich „noch“ stille. Unser Sohn war mit seinen 2 Jahren auch… einmal krank? Das finde ich schon ganz beachtlich, wenn ich dann von anderen höre, wie oft ihr Kind allein im Monat erkrankt.
      Alles Liebe wünsche ich euch <3
      Julia

  3. In dem Artikel finde ich mich und meine Familie zu 100% wieder! 🙂 Auch wir haben keinen Schnuller gehabt, da wir (mit 2 Jahren immer noch!) stillen. Unsere Tochter hat uns allerdings die Entscheidung abgenommen, da sie den Schnuller höchstens als Fingerspielzeug genutzt und nie richtig benutzt hat. Zum Thema Eingewöhnung kann ich nur sagen, dass wir da wohl sehr viel Glück hatten, da meine Tochter dank Papas Elternzeit auch gewohnt war, Milch aus der Flasche zu trinken und schon immer im Kinderwagen schlafen konnte. Dass Stillen die Bindung zu anderen Bezugspersonen beeinträchtigen soll, hat in unserer Einrichtung zum Glück niemand geglaubt 🙂

    • Liebe Emmanutelle,
      es freut mich zu hören, dass ihr eine angenehme Eingewöhnung „trotz“ Stillen hattet. Unsere Eingewöhnungen liefen allesamt schrecklich ab. Aber davon in einem anderen Beitrag 😉
      Gut zu wissen, dass es auch anders geht und du von allen Seiten (Papa, Erzieherinnen/Erzieher) Unterstützung hattest bzw. hast 🙂 Das freut mich wirklich sehr zu hören!
      Viele, liebe Grüße und euch weiterhin eine schöne Zeit
      Julia

  4. „Ohne Schnuller“ finde ich wirklich interessant, auch wenn das bei uns nicht möglich gewesen wäre. Leider konnte ich meine Tochter bereits mit zwei Monaten nicht mehr stillen und hätte so als „Schnuller-Original“ nicht zur Verfügung stehen können. Es hätte zwar auch funktionieren können wenn ich ihr weiter meinen Finger gegeben hätte, aber da habe ich ihr lieber den Schnuller angewöhnt (anfangs hatte sie tatsächlich gar kein Interesse daran und jetzt mit eineinhalb Jahren hat sie ihn sich vor ein paar Tagen von heute auf morgen abgewöhnt und will ihn nicht einmal mehr zum Einschlafen).
    Auch wenn ich es nicht könnte finde ich es schön wie so etwas klappen kann. Bei uns fehlen da wohl diverse Grundvoraussetzungen… Tochter war notorische Brustverweigerin, Familienbett ging für sie mit einem halben Jahr gar nicht mehr, drei Monate später konnte man „Kind im Elternschlafzimmer“ absolut vergessen. Aber: Kein Vorteil ohne Nachteil, aber auch kein Nachteil ohne Vorteil: gerade wenn man ohne großen Abstand ein zweites Kind will, ist es nicht schlecht wenn das bald-Große so selbstständig ist. Auch wenn man schon manchmal lieber hätte dass es einfach mal nur an der Brust einschlafen will.

    • Hallo Annie,
      dein Kommentar zeigt: Jedes Kind ist anders. Und wenn es nicht klappt, dann nicht. Du hast auf dein Kind gehört und auf seine Signale geachtet. Wenn es dieses oder jenes nicht mag, dann ist das wohl einfach so und muss akzeptiert werden.
      Du bist darauf eingegangen und hast entsprechend gehandelt. Da ist nichts Verwerfliches.
      Ich finde es schön, dass du es dir trotzdem mal angehört hast bzw. durchgelesen. Wir sind nicht alle gleich, sondern versuchen, unseren eigenen Weg zu finden.
      Ich wünsche euch auf eurem Weg weiterhin viel Spaß und Erfolg.
      Alles Liebe
      Julia

  5. Danke für den tollen Text.
    Bei uns dienen Schnuller nur als „Zahnungshilfe“ zum darauf herum beißen. Unsere Hebamme hat uns damals vorgeführt, wie man das Baby an den Schnuller gewöhnt. Man musste das Kind und den Schnuller gleichzeitig ruckeln, dann hat die Kleine darauf genuckelt. Sonst hat sie das Ding immer ausgespuckt. Der Aufwand und die Tatsache ihr das aufzwingen zu müssen ohne mir ein leuchtenden Grund sprechen für mich eindeutig gegen den Schnuller. Auch wenn es auch bei uns Momente gab, in denen er ein Erleichterung gewesen wäre.

    • Hallo Julia,
      danke für deinen Kommentar. Genau das meine ich. Manche nutzen den Schnuller ja nicht ununterbrochen 24/7, sondern – wie ihr – z.B. als Zahnungshilfe.
      Liebe Grüße
      Julia

  6. Hallo! Meine große Tochter (jetzt 2 Jahre und 3 Monate) hatte als Baby keinen Schnuller und sich mit 15 Monaten abgestillt. 3Monate später hat sie auf Milch aus der Flasche bestanden. Jetzt will sie einen Schnuller, weil die anderen Kinder im Kindergarten einen haben. Gibt es hier Ideen? Meine kleine Tochter ist nun 10 Tage alt. Leider habe ich zu viel Milch und einen MilchSpendereflex, der sie überfordert. Einfach nur buckeln geht da nicht. Deshalb hat sie tatsächlich einen Schnuller (um den sie die Große beneidet)…an der Brust ist sie nur unglücklich 🙁 ich gebe mir trotzdem Mühe, den Schnuller nur anzubieten, wenn alles andere „falsch“ ist.

    • Liebe Birgit,
      das mit dem starken Milchspendereflex kenne ich nur zu gut! Mein Baby hat sich damals auch ständig verschluckt beim Stillen, weil immer so viel Milch rauskam. Das waren richtige Fontänen! Das war natürlich nicht angenehm für mein Baby. Es hat sich dann immer abgedockt (gehustet), ich ließ die rausschießende Milch in eine Stilleinlage, Mullwindel oder dergleichen fließen. Danach hab ich mein Baby wieder angelegt und es konnte besser trinken. Bis zum nächsten Milchspendereflex. Es hat eine Weile gedauert, bis es sich eingespielt hat.

      Ich kann dir auch noch einen Rat von meiner Hebamme da lassen: Sie riet mir, mein Baby aufrecht zu stillen. Es lag dann auf meinem Bauch, ich saß, und da war der Milchspendereflex auch nicht so stark. War nur etwas umständlich, mein Baby zu halten, weil es ja seinen Kopf noch nicht selbstständig halten konnte, aber das ging schon irgendwie.

      Zu deiner älteren Tochter, die eigentlich schon abgestillt ist und jetzt Flaschenmilch trinken und einen Schnuller haben will: Ich würde ihr den Schnuller geben. Vielleicht ist es nur ein Zeichen von Dazugehörigkeit, weil die anderen Kindergartenkinder auch einen Schnuller haben. Vielleicht braucht sie ihn wirklich. Vielleicht ist es auch nur ein Ausprobieren, Zurückkehren und sie stellt fest, dass sie es nicht mehr braucht. Das werdet ihr dann herausfinden. Aber wie gesagt: Ich würde es „erlauben“. Das Saugbedürfnis kann von 2 bis zu 7 Jahren (oder länger) gehen. Es ist also nichts untypisches.

      Weil ich gerade ein 2,5-jähriges Kind stille, könnte ich mir persönlich auch vorstellen, meine ältere (abgestillte) Tochter wieder an die Brust zu lassen. Ob das was für dich und/oder deine Tochter wäre, müsst ihr für euch entscheiden.

      Alles Liebe euch. Du kannst mir ja mal erzählen, wie es bei euch lief, wie eure Entscheidung war usw.
      Julia

  7. Liebe Julia, danke für deine Antwort! Ich habe die überschüssige Milch gesammelt und abends meiner großen Tochter gegeben. Es ist ihr nicht aufgefallen. Fand ich besser, als sie wegzuwerfen. Die Milchmenge habe ich durch Blockstillen erfolgreich reduziert. Allerdings will die kleine trotzdem gerne Schnuller. Und beim zweiten Kind ist es tatsächlich sehr praktisch mit. Wobei ich es oft ohne probiere..
    Würde ihn gerne weglassen können.

    • Hallo Birgit,
      freut mich, dass du eine Methode gefunden hast, die Milchmenge zu reduzieren. Blockstillen kannte ich bis jetzt noch nicht. Habe mich bei Stillkinder.de mal belesen. Sehr interessant.
      Aber so ganz klar ist mir nicht, wie dann das Saugbedürfnis deiner Kleinen gestillt werden kann. Wenn du sie wieder nach Bedarf anlegst, wird ja wieder mehr Milch produziert. Also kann da ja nur der Schnuller als Alternative gehen? Oder übersehe ich hier etwas?
      Bin ja auch keine Stillberaterin. Von daher würde ich dir, wenn du noch unsicher bist, eine Stillberaterin empfehlen, z.B. von der La Leche Liga (LLL). Ich verlinke dich mal zur LLL-Seite. Da kannst du eine Stillberaterin in deiner Nähe finden.
      Liebe Grüße und berichte mal, was herausgekommen ist!
      Julia

  8. Hallo!

    Meine Tochter ist jetzt 11 Wochen alt. Schnuller nimmt sie nicht. Ist auch mein erstes Kind und ich bin sehr unsicher.
    Ich weiß selbst noch nicht wie es weitergeht. Es fällt mir auch schwer ihre Zeichen zu deuten. Was sie will.
    Mit dem Schlafen ist es am Schwierigsten, weil sie auch viel Blähungen hat

    VG
    Gwennifer

    • Liebe Gwennifer,
      herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen, großen Wunder <3
      Ich war anfangs auch sehr unsicher mit meinem Baby und es dauerte eine ganze Weile, bis es sich so langsam eingependelt hatte. Mach dir keinen Stress, wenn du dein Baby mal nicht verstehst, sondern sei einfach für es da. Du wirst mit der Zeit immer besser verstehen, was dir dein Baby mitteilen möchte, was es braucht.
      Blähungen sind echt fies. Da könnte ich auch nicht schlafen. Warum denkst du, sind es Blähungen?
      Viele Grüße
      Julia

  9. Hallo Julia,

    mit Begeisterung habe ich deinen Text zum Thema Schnuller gelesen. Ich habe eine 4 Wochen alte Tochter und diese verweigert auch den Schnuller. Ich habe mir anfangs gar keine Gedanken zum Thema Schnuller gemacht, doch als sie diesen noch nicht mal in ihren Mund lassen wollte und ihn mit der Zunge immer wieder ausspuckte, habe ich angefangen zu diesem Thema ein wenig zu lesen.
    Mittlerweile bin ich auch schon fast dazu geneigt, ihr gar keinen Schnuller mehr anzubieten, denn eigentlich überwiegen ja die Vorteile.
    Dazu kommt allerdings auch noch, dass Sie nur schlafend im Kinderwagen bleibt. Sobald sie aufwacht, dauert es nicht lang und sie fängt bitterböse an zu weinen.
    Nun weiß ich halt nicht, was ich in der Öffentlichkeit machen kann um sie zu beruhigen?
    Bisher bekomme ich die kleine Maus eigentlich nur mit Stillen oder selten auch mit rumtragen beruhigt. Was mache ich nun in der Öffentlichkeit? Im Supermarkt gerade ne Runde stillen wird wohl nicht so einfach sein…?
    Ich habe es auch schon mit einem Tragetuch probiert, aber da ich bereits leichte Probleme mit meinem Rücken habe, ist das auch keine Dauerlösung.

    Vielleicht hast du ja Erfahrungen gemacht oder den ein oder anderen Tipp?

    Viele Grüße
    Petra

    • Liebe Petra,
      freut mich, dass dir mein Schnuller Artikel gefallen hat 🙂
      Nun zu deinem Anliegen: Mein Sohn konnte sich auch am besten durch das Stillen beruhigen lassen. Ich finde das nicht verwerflich. Klar hat es mich anfangs irritiert (man hat ja doch irgendwie Angst, dass er sich dann nicht anders beruhigen lässt zukünftig; vor allem beim 1. Kind), aber so ließ er sich am Einfachsten beruhigen.
      Jetzt ist er 2,5 Jahre alt und da hilft auch mal Kuscheln und Tragen. Aber früher eben nur Stillen.
      Wenn du gerade in der Öffentlichkeit bist und dein Baby weint bzw. gestillt werden möchte, such dir ein ruhiges Plätzchen und still dein Kind. Wenn dir unwohl ist, bedeck dein Baby. Lass dich bitte nicht vom Stillen abhalten, weil du Angst vor der Meinung oder den Blicken anderer hast. Das hatte ich anfangs auch gemacht, hab mich aufs Klo verdrückt. Dabei ist Stillen das Normalste der Welt. Und das sollte unsere Gesellschaft lernen. Dazu muss sie es aber sehen. Sehen, dass viele Mütter ihre Babys stillen. Dass es normal ist.
      Lass dich da nicht verunsichern. Ich habe schon von vielen Müttern gehört und gelesen, die ihr Kind an den ungewöhnlichsten Orten gestillt haben. Was sollen sie auch sonst machen? Ihr Kind weinen lassen? Lass dich nicht davon beirren, was andere denken könnten. Du gibst deinem Kind das Bestmögliche. Wenn jemand ein Problem damit hat, soll sie/er wegschauen.
      Du hattest zwar schon geschrieben, dass du ein Tragetuch ausprobiert hast und das wegen deiner Rückenprobleme keine dauerhafte Lösung ist, dennoch möchte ich dir ans Herzen legen, eine Trageberatung aufzusuchen. Mein Tragegurt geht z.B. gar nicht auf den Rücken. Ich habe auch schon von Müttern mit Rückenproblemen gelesen, die ihre Kinder trotzdem tragen können. Was das genau für Tragehilfen sind, ob Tragetuch oder -gurt und welche genau, weiß ich leider nicht mehr. Tragehilfen sollten so getragen werden, dass sie eben nicht den Rücken belasten. Bei meinem Tragegurt geht z.B. das Hauptgewicht auf die Hüften.
      Konnte ich dir weiterhelfen?
      Viele liebe Grüße
      Julia

  10. Ich stimme Julia voll und ganz zu. Ich habe auch einen Sohn mit mittlerweile 17 Monaten und stille noch nachts u ab und zu zum Einschlafen. Er kann aner auch sehr gut ohne jegliche Hilfe einschlafen,wenn wir unterwegs sind. Dazu ist das Buch ‚Schlafen statt Schreien….‘ eine gute Hilfe. Höre immer auf dein Bauchgefühl. Wenn dein Baby schreit, dann braucht es meist deine Nähe und an deiner Brust spürt es diese Nähe besonders gut. Ich habe meinen Sohn in der Anfangsphase sehr sehr oft an die Brust gelegt…Auch in der Öffentlichkeit. Es finden sich viele Möglichkeiten. Nach dem Supermarkt z.b. im Auto oder auf einer Parkbank.
    Zum Thema Tragetuch: wenn es irgendwie geht, dann versuche eine Tragehilfe zu verwenden. Auch dabei lernen die Kinder ohne Nuckeln einzuschlafen. Vielleicht gibt es hinsichtlich Rücken auch auf YouTube Tipps.
    Übrigens mein Sohn hat auch nie Daumen zum Beruhigen genommen, da das Saugbedürfnis jedes Mal beim Stillen befriedigt wurde.
    Alles Liebe u hör auf deinen Mutterinstinkt, christine

    • Liebe Christine,
      Danke für deinen Zuspruch 🙂
      Das Buch „Schlafen statt Schreien“ kenne ich noch gar nicht. Kommt auf meine Bücherliste. Dann kann ich auch mal einen Review dazu machen.
      Viele Grüße
      Julia

  11. Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Vielleicht mache ich mir tatsächlich einfach zu viele Gedanken und muss die Situation einfach auf mich zukommen lassen. Vielleicht muss ich auch einfach mal die ein oder andere positive Erfahrung gemacht haben, was den Umgang mit der Kleinen in der Öffentlichkeit betrifft, um ein wenig sicherer zu werden.
    Was die Tragehilfe angeht, wir haben in unserer Stadt tatsächlich einen Laden, der auch Trageberatung anbietet, dort werde ich nun auch mal Kontakt aufnehmen.
    Viele Grüße
    Petra

    • Hey Petra,
      das ist ja ideal, dass ihr einen Laden mit Trageberatung in der Stadt habt.
      Kannst ja dann mal berichten, ob du was passendes gefunden hast, das dir das Tragen trotz Rückenproblemen ermöglicht und wie das Stillen in der Öffentlichkeit so für euch ist. Nur Mut 🙂
      Viele liebe Grüße
      Julia

  12. du hast ein kind und stellst dich als „expertin“ hin… das ist doch bullshit! wenn du vier kinder hast und deine dämliche schnullertheorie dann immer noch zutrifft, DANN kannst du anderen deine ratschläge weitergeben… und überhaupt, du stillst wahrscheinlich dein kind bis zum kindergarten und läst es bis zur pubertät im elternbett schlafen… sorry, du solltest dir lieber holfe holen

    • Liebe Lena,
      ich musste nicht lange überlegen, ob ich deinen Kommentar stehen lassen oder ganz einfach löschen soll. Ich lass ihn stehen, obwohl er mehr beleidigend als konstruktiv ist. Es ist deine Meinung und die lasse ich dir.
      Wenn du für eine Diskussion offen bist, dann lies dir gern meine Argumente für dich durch:
      Dass ich nur ein Kind habe, stellt mein Wissen in keinster Weise in den Schatten, finde ich. Tatsächlich gibt es welche, die selbst mit drölfzig Kindern noch keine „Experten“ sind. Was sind überhaupt Experten für dich? Kannst du das genauer beschreiben? Und gehst du wirklich davon aus, dass man Intelligenz an der Anzahl der Kinder, die man hat, festmachen kann oder sollte?
      Ich kann doch auch mit einem Kind eine Meinung haben, mich belesen, weiterbilden, schreiben etc. Das hat doch nichts damit zu tun, ob ich nun ein Kind oder 100 habe…
      Warum ich noch nicht Kind Nummer 2, 3, 4, 5 usw. in die Welt gesetzt, lass bitte die Sorge meines Mannes und meiner Wenigkeit sein. Das betrifft nämlich nur uns. Gern lass ich dir meinen Beitrag „Die Geburt meines Sohnes“ da, den du dir gern durchlesen kannst. Wir hatten nämlich eine weniger traumhafte Geburt hinter uns.
      Wie lange ich mein Kind stillen und im Familienbett schlafen lassen werde, betrifft auch nur mein Kind und mich (und im Falle des Familienbetts auch meinen Mann). Ob unser Sohn nun von heute auf morgen abstillt oder erst, wenn er eine Freundin hat (um das Ganze mal ein wenig zu überspitzen), lass bitte auch unsere Sorge sein. Übrigens: Unser Sohn geht nicht in den Kindergarten. Wir leben kitafrei. Darüber schreibe ich demnächst einen Artikel, den du dir auch sehr gern durchlesen kannst.
      Wir müssen nicht einer Meinung sein, aber Kritik kann auch konstruktiv, ohne Beleidigungen und Anfeindungen vonstatten gehen, findest du nicht?
      Über deine Antwort freue ich mich.
      Liebe Grüße
      Julia

  13. Ich hab mich von Anfang an gegen einen Schnuller entschieden. Mein Kleiner ist 9 Monate ist ständig am lachen, quitschen oder sonst was während seine Schnuller Freunde nur am Luli hängen und keine Mimik besitzen. Auch testet mein Kind jeden Baustein ob die Farbe anders schmeckt während sich die Schnuller Kinder hauptsächlich darauf konzentrieren während des Spielens nicht den Nuckl zu verlieren.
    Ja es ist manchmal anstrengend Nahrungsmittel, Saugbedürfnis, Tröster, Beruhiger, Schmerzstiller und Bespaßer auf einmal zu sein und das 24 Stunden lang an 7 Tagen die Woche jedoch vergeht die Zeit sooo schnell, dass man sie eher genießen soll als sie sich mit Flasche und Schnuller zu erleichtern.

    • Liebe Nicole,
      Danke! Du schreibst genau das, was ich auch schon oft beobachtet habe.
      Weißt du, ich wollte mit diesem Beitrag nicht dogmatisch rüberkommen. Ich wollte nur, dass andere erfahren, dass es eben auch ohne geht und dass es sogar von Vorteil sein kann. Nun ja, kam wohl nicht so rüber…
      Danke auf jeden Fall für deinen Kommentar 🙂
      Liebe Grüße
      Julia

  14. Ich bin völlig unbedarft an die Sache ran und habe meinem Kleinen nach der Geburt schon auch zusätzlich zum Stillen einen Schnuller angeboten. Bis sechs Monate nahm er diesen auch mal zum schlafen oder ab und an tagsüber. Dann hat er beschlossen, dass es ohne Schnuller besser ist. Ich habe das noch forciert. Er nahm ihn einfach nicht mehr. Seitdem bin ich zum Schlafen noch der Schnuller. Tagsüber braucht er gar nichts. Er ist jetzt 14 Monate. Ich bin gespannt wie es weiter geht. 🙂

    • Hallo Leona,
      das klingt ja ganz entspannt 🙂 Freut mich, dass es so bei euch funktioniert hat. Ich sage ja nicht, dass man keinen Schnuller nehmen darf. Jede Mutter muss da ihren eigenen Weg finden und den scheinst du ja ganz entspannt gegangen zu sein 🙂
      Welchen Schnuller hattest du deinem Baby nach der Geburt gegeben? Hattest du mit Stillproblemen zu kämpfen?
      Liebe Grüße
      Julia

  15. Hallo, ich habe (auch nur ) einen Sohn, habe ihm Schnuller angeboten und er hat nur auf den Seiten gekaut! Dafür fand ich ihn unnötig. Er hat relativ schnell die Flasche bekommen, weil ich zu wenig Milch hatte. Drei Monate habe ich parallel gestillt. Er ist jetzt zwei geworden, braucht weder Flasche noch Schnuller. Dafür waren Beißringe gut im Einsatz 🙂. Hat bisher auch nie am Finger gelutscht. Zum Beruhigen war die Trage sehr oft im Einsatz. Liebe Grüße 🎶🌷

  16. Hallo,
    meine beiden Söhne haben auch nicht geschnullert. Der Erste hatte kaum Saugbedürfnis (Frühchen erst per Sonde, dann kurz gestillt, aber überwiegend mit der Flasche gefüttert) und der zweite 6 Monate voll und nun mittlerweile 24 Monate gestillt. Beide hatten keine Schnuller.
    LG
    Kerstin

    • Hallo Kerstin,
      Danke für deinen Kommentar 🙂 Hattest du beim Stillen auch diese Momente, in denen es dir zu viel wurde? Bei mir war gerade das Autofahren sehr anstrengend. Gab es so etwas auch bei dir?
      Liebe Grüße
      Julia

  17. Ich bin Mutter von 5 Kindern. Alle voll gestillt. Alle ohne Schnuller. Alle im Familienbett gehabt die 2 kleinsten schlafen immer noch bei mir. Ich lasse keins meiner Kinder schreien! Ich Wickel mit stoffwindeln. Und bin begeisterte trage Mama. Ich habe meine kleinen immer am liebsten ganz nah am Herz, wir♥️kuscheln, küssen, lachen ganz viel. Ich sag immer meine imaginäre Nabelschnur ist 2 Meter lang.😍wenn überhaupt. 4 meiner Kinder wollten 24 Stunden die nähe zu mir. Nur meine 2 hat sich ablegen lassen zum Schlafen oder im Kinderwagen. Als Geschenk haben alle meine Mäuse nachts super geschlafen. Klar mal kurz zwischendrin getrunken. Und natürlich gab’s auch andre Nächte, aber eher selten. Der Artikel spricht mir aus der Seele.

    • Liebe Ivonne,
      das ist ja der Wahnsinn! 5 Kinder, voll gestillt, ohne Schnuller, Familienbett, Stoffwindeln… Das gesamte Paket sozusagen ^^ Wie hast du das geschafft?? Erzähl mal! Würde mich total interessieren. Ich komme ja schon mit einem Kind oftmals an meine Grenzen… Hast du Unterstützung oder wie kann das klappen?
      Es klingt wirklich wundervoll, wie du es schreibst. Wie du für deine Kinder da bist. Es liest sich total harmonisch und bedürfnisorientiert 🙂
      Würde mich über Austausch mit dir freuen.
      Viele Grüße
      Julia

  18. Ach ja meine Kinder sind jetzt laura 15 Jahre,
    Mariella 13 Jahre
    Angelina 10 Jahre
    Luca 6 Jahre
    Fabio 4 Monate alt.
    Alle ca. 2 Jahre gestillt.
    Luca 4 Jahre lang
    Und bei fabio schauen wir wie lang wir wollen 😉

  19. Hallo,
    danke für diesen Artikel.
    Meine Tochter ist jetzt 1 Jahr alt, hat den Schnuller abgelehnt (ich wollte es eh ohne probieren) und wird immer noch gestillt.
    Allerdings klappt bei uns die Kita-Eingewöhnung bisher super. Sie war zwar bisher nur 1 Stunde allein dort, aber ich rechne nicht mehr mit großen Eingewöhnungsschwierigkeiten.
    Das liegt meiner Ansicht nach daran, dass sie trotz Stillen eine super enge Bindung zu ihrem Papa hat, der sich von Anfang an Mühe gegeben hat, sie auch ohne Brust zu beruhigen (wenn Hunger nicht das Problem war) und sie auch Gelegenheit hatte zu anderen Familienmitgliedern eine Bindung aufzubauen – von denen hat sie Stillen nie erwartet, wie von mir, also ging es da auch ohne. So konnte ich auch abends mal in einem Zeitrahmen wo nicht mit Hunger zu rechnen war weg sein. Kuscheln mit Papa war fast genauso gut, wie Brust bei Mama.
    So ist es jetzt auch im Kindergarten. Von den Erzieherinnen erwartet sie es nicht. Und ich stille sie auch nicht dort vor Ort, sondern nach dem Abholen zu Hause…

    Ich möchte alle Papas ermuntern, die Beziehung zum Kind nicht „aufzugeben“, weil das Kind ja gestillt wird. Mit Tragen und Wickeln und Kuscheln haben von der ersten Stunde an auch Papas von Stillkindern die Möglichkeit eine Bindung aufzubauen. Und für die Kinder ist es super, nicht nur eine Bezugsperson zu haben.

    • Liebe Eli,
      danke für deinen Beitrag. Auch mein Mann hat sich fürsorglich um den Kleinen gekümmert. Das nahm dann aber irgendwann wieder ab. Ich meine, es war um die Zeit rum, als er für 2 Wochen geschäftlich weg und ich mit dem Kleinen komplett allein war. Danach war Einschlafen auf seiner Brust nicht mehr möglich, nur noch im Tragegurt (wenn überhaupt). Auch mit 2,5 Jahren ist Papa überhaupt nicht angesagt, wenn ich da bin. Hab ich mal was anderes zu tun und die beiden sind unter sich, ist es komplett anders und die beiden sind ein Herz und eine Seele. So unterschiedlich kann das sein.
      Berichte doch mal, wie die Eingewöhnung bei euch weiter verläuft. Das würde mich sehr interessieren. Ich bin etwas vorbelastet, was Kitas betrifft, und würde mich daher auch über positive Berichte freuen.
      Bis dahin liebe Grüße
      Julia

  20. Das ist ja alles ganz schön wenn man nur ein Kind hat. Ich habe gerade aber das zweite an der Brust. Es wird nach Bedarf gestillt und das mit blutigen Brustwarzen. Wenn es anfängt zu nuckeln weil es „nur noch“ Saugebdürfnis hat und keinen Hunger, dann greife ich auf Schnuller und Tragetuch zurück. Die Große hat nämlich auch ein Recht auf Mama, wenn sie Nachmittags aus dem Kindergarten kommt. Die hat übrigens mit 6 Monaten als das Saugbedüfnis nachgelassen hat den Schnuller ausgespuckt und nicht mehr genommen. Man muss den Schnuller also nicht gleich verteufeln und kann Stillen nach Bedarf, Familienbett und ab und zu einen Schnuller gut kombinieren.

    • Liebe Jaqueline,
      genau das schreibe ich doch in meinem Beitrag oder hast du diese Stelle überlesen? Jede muss da ihren eigenen Weg finden. Wenn es bei dir mit zwei Kindern und Stillproblemen so ist, dass dir der Schnuller Abhilfe verschafft, dann ist das euer Weg und gut. Hast du mal deine Hebamme oder eine Stillberaterin über deine blutigen Brustwarzen schauen lassen? Vielleicht kann dir ja auch mein Beitrag „Stillprobleme“ weiterhelfen? Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung und dass deine Brustwarzen schnell geheilt bekommst. Blutige Brustwarzen… Daran erinnere ich mich mit einem leichten Schauer über den Rücken auch zurück… Zum Glück konnten wir das Problem lösen, sonst hätte ich wahrscheinlich auch zum Schnuller oder gar Abstillen gegriffen.
      Ich verteufel den Schnuller nicht. Ich will mit meinem Beitrag lediglich ausdrücken: Es geht auch ohne Schnuller. Wie der Titel schon sagt. In meinem Kopf war auch von Anfang an drin, meinem Kind den Schnuller zu geben. Und das muss nicht sein. Darüber hab ich geschrieben und sonst nichts.
      Mit meinem Beitrag kann jede/r machen, was sie/er will. Es sich zu Herzen nehmen, aneignen, weitergeben, sich das Beste rauspicken oder komplett in die Tonne kloppen.
      Liebe Grüße
      Julia

  21. Hallo Julia,

    danke für deinen Artikel. Ich möchte dir als allererstes meinen Respekt ausdrücken. Ich wünschte ich wäre beim ersten Kind bereits so selbstsicher gewesen, wie du es bist ❤️
    Ich habe 3 Kinder. Alle 3 sind gestillt worden bzw. werden noch gestillt.
    Das erste Mäuschen ist jetzt 4 und lutscht am Daumen. Bei ihr wurde mir schon im Krankenhaus wegen Neugeborenengelbsucht die Flasche angedreht und ich als Mama wegen der Milchmenge total verunsichert. Ich habe abgepumpt, gestillt und natürlich nach Plan zugeführter und mit Beikost begonnen.
    Die Kleine nuckelte sehr zeitig am Daumen und lehnte Nuckel angewidert ab.
    Unser Sohn war auch ein Stillkind und verweigerte jedwede Nahrung von außen bis er 10 Monate alt war. Ich log bezüglich der Beikost. Er bekam alles was er braucht durchs Stillen. Dennoch war ich auch da noch nicht so weit, dass ich nur auf mein Herz hörte und gewöhnte ihn ab 12Monate an das eigene Bettchen. Es war herzzerreißend und er tut mir bis heute so leid. Ab da nuckelte er am Daumen und nahm kurz darauf den Nuckel und stillen war Vergangenheit. Unser 3. und letztes Baby genießt nun die volle Erfahrung einer Mama, die alles schon irgendwie hatte und tapfer der Gesellschaft trotzt und stillen will, solange das Kind es braucht. Sie nimmt keinen Nuckel oder Daumen, schläft von Beginn an bei mir und mit ihrem Busi. Sie ist das ausgeglichenste Kind, dass ich kenne und ich ziehe das durch, auch wenn nun, da die Kleine 18Monate ist, schon die Fragen kommen: Stillst du immernoch?…Willst du nicht langsam abnabeln und mal wieder ausgehen? ..Manche bezweifeln sogar, dass es gut ist fürs Kind und denken ich klammere, weil sie das letzte Baby ist. Furchtbar. Man muss sich so erwehren wegen einer Sache, die so natürlich ist, wie nichts anderes. Was sagt denn dein Mann dazu? Unglaublich… Wenn das Liebesleben erlischt, weil ein Familienbett praktiziert wird, ist selten das Familienbett die Ursache. Bei uns ist das kein Problem.
    Ich bin dennoch gespannt, wie es weiter geht…ich hoffe, dass der Kleinen keine Nachteile entstehen. Die Contras für mich als Mama sind so unerheblich. Ich genieße jede Sekunde mit ihr, weil ich weiß, dass die Zeit fliegt und die Jahre vergehen. Bald werde ich nie wieder so gebraucht, wie jetzt. Anders gebraucht: ja… aber niemals wieder sind wir uns so nah wie beim Stillen.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben von Herzen alles Gute für die Zukunft. ❤️

    • Liebe Christiane,
      da hast du ja schon eine Menge Erfahrung gesammelt mit 3 Kindern. DIR gilt mein Respekt 😉
      Mach dir kein schlechtes Gewissen, was du damals getan und gesagt hast und versuch dir zu verzeihen. Du hast daraus gelernt und weißt, was euch gut tut und stehst dafür ein. Das finde ich Klasse! Wir sind alle auf dem Weg und immer am Lernen.
      Mein Mann steht da voll und ganz hinter mir. Das mag einer der Hauptgründe sein, weshalb ich mich da nicht beirren lasse. Von Natur aus bin ich nämlich eher so drauf, dass ich mich schnell von anderen beeinflussen lasse. Aber wie gesagt, kann ich voll und ganz auf meinen Mann zählen und das ist SO wichtig. Ich fürchte, ich hätte auch schon abgestillt oder zum Schnuller gegriffen, wenn er anderer Meinung wäre als ich. Das ist schon traurig…
      Wo wir gerade auf das Thema Pro und Contra kommen: Ich hatte übers Langzeitstillen geschrieben und die Contras mal abgearbeitet, mit denen einige um sich werfen. Vielleicht hilft dir der Artikel ja weiter 🙂
      Alles Liebe euch <3
      Julia

  22. Hallo,

    Also wir haben Zwillinge, sind 20 Monate alt, und bei und geht es nach ein zwei Versuchen ohne Schnuller. Sie schlafen gut, sind ruhige und ausgeglichene Kinder. Punkt. Vieleicht hatten auch Glück, aber ich habe auch nie das gefühl gehabt, das wir sie nicht beruhigen können, ich oder der Papa haben es immer schafft, sie schlafen seit wir zuhause sind im eigenem Bett, und beim zu Bett gehen gibt es immer Schlaflieder, Geschichten, Streicheln und wenn alles normal ist, wird in max 20 Min. Geschlafen 🙂
    Es geht auch ohne…
    Vieleicht hatten wir auch Glück….

    • Hallo Vicky,
      WOW! Zwillinge! Das stelle ich mir immer sehr anstrengend vor, aber so, wie es sich anhört, klingt es so, als hättet ihr alles im Griff – du und der Papa 🙂 Ist das so oder klingt das nur so? Bekommt ihr Unterstüzung von Freunden, Familie usw.?
      Unser Baby wollte überhaupt nicht im eigenen Bett schlafen. Da zeigt sich wieder, wie unterschiedlich allein schon Babys sind 😉
      Wenn es bei euch ohne Schnuller geht, dann ist das doch schön 🙂 Ich wollte mit meinem Beitrag nicht zwangsläufig sagen, dass es nicht auch mit Schnuller geht; das soll jede/r für sich selbst entscheiden und ihren/seinen eigenen Weg finden. Mir fiel nur auf, wie sehr ein Schnuller schon als Standard angesehen und gar nicht mehr weggedacht wird. Ich wollte nur sagen, was der Titel schon hergibt: Es geht auch ohne 😉
      Alles Liebe euch
      Julia

  23. Liebe Julia

    Vielen Dank für den informativen Erfahrungsbericht. Meine Tochter ist jetzt 12 Wochen alt und will beim Einschlafen immer noch etwas nuckeln. Bis jetzt ist sie ohne Schnuller und ich gebe dann aber auch nicht einfach die Brust, weil ich unsicher bin, ob das nicht Bauchweh hervorruft, wenn sie quasi trinkt, um ihr Saugbedürfnis zu stillen (meistens hat sie dann jeweils zu diesem Zeitpunkt erst kürzlich ausgiebig getrunken). Dennoch möchte ich unbedingt, dass sie ihr Saugbedürfnis stillen kann und dachte dabei eben an den Schnuller (nur kurz vor dem Einschlafen). Hast du dazu eine Meinung/einen Tipp? Beste Grüsse, Lea

    • Hallo Lea,
      herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner Tochter 🙂
      Ich persönlich bin gegen Schnuller, weil sie lediglich einen Ersatz darstellen. Ich kann es verstehen, wenn der Schnuller gegeben wird, weil die Brust nicht (mehr) da ist, aus welchen Gründen auch immer. Solange aber die Möglichkeit besteht, das Original, also die Brust, zu geben, würde ich mich für die Brust entscheiden.
      Aus deinem Kommentar lese ich Unsicherheit heraus, wenn du deiner Tochter bereits nach kurzer Zeit wieder die Brust gibst, weil sie es zum Einschlafen benötigt. An dieser Stelle kannst du ganz einfach schauen, wie dein Baby reagiert, wenn es zum Einschlafen an deiner Brust nuckelt. Schläft es friedlich ein? Dann besteht keinerlei Grund, etwas zu ändern.
      Manchmal reagieren Babys auf bestimmte Lebensmittel, die die Mutter zuvor gegessen hat. Das lässt sich aber nicht pauschal sagen, welche Lebensmittel es sein könnten. Manche Babys mögen es nicht, wenn die Mutter Knoblauch oder Spargel gegessen hat, weil die Milch dann anders schmeckt. Ob deine Tochter darauf überhaupt reagiert und um welche Lebensmittel es sich handeln könnte, sollte dies der Fall sein, kannst nur du selber herausfinden.
      Dass dein Baby bereits nach kurzer Zeit wieder nach der Brust sucht, ist normal. Es kurbelt die Milchproduktion an. Wenn es zu häufigerem Stillen kommt, könnte auch ein Schub anstehen, für dessen Bewältigung dein Kind die Milch sozusagen vorbestellt.
      Wie schläft deine Tochter denn momentan ein, wenn du ihr nicht die Brust gibst?
      Liebe Grüße
      Julia

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