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	<title>Kommunikation &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Kommunikation &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2019 17:45:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dein Baby schreit und weint zu den unterschiedlichsten Zeiten, an den verschiedensten Orten, aus Gründen, die du nicht verstehen kannst. Du hast alles probiert, es zu beruhigen, aber es schreit einfach immer weiter. Was will es dir mit seinem Schreien sagen? Was braucht es? Um zu lernen, dein Baby besser zu verstehen, stelle ich dir ... <a title="Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/dein-baby-schreit-diese-5-laute-verraten-was-es-braucht/" aria-label="Mehr zu Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dein <strong>Baby schreit</strong> und weint zu den unterschiedlichsten Zeiten, an den verschiedensten Orten, aus Gründen, die du nicht verstehen kannst. Du hast alles probiert, es zu <strong>beruhigen</strong>, aber es schreit einfach immer weiter. Was will es dir mit seinem Schreien sagen? Was <strong>braucht</strong> es?</p>
<p>Um zu lernen, dein Baby besser zu verstehen, stelle ich dir heute die Dunstan Babysprache vor: 5 Laute, an denen du ganz genau erkennen kannst, was dein Baby dir mitteilen möchte.</p>
<p>Wenn du erfahren möchtest, um welche Laute es sich genau handelt, lies gerne weiter.</p>
<p><span id="more-12473"></span></p>
<h2>Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht</h2>
<p>Ein <strong>Baby</strong> kann in den unterschiedlichsten Momenten <strong>weinen</strong> und schreien &#8211; sei es direkt nach dem Aufwachen oder sogar noch im Schlaf, ob du es hinlegst oder trägst, fütterst oder stillst, durch die Gegend fährst oder gerade in den Schlaf begleiten möchtest &#8211; es weint.</p>
<p>Und irgendwie hast du schon alles versucht &#8211; ohne Erfolg &#8211; und langsam beschleicht dich das Gefühl von Unsicherheit, vielleicht wirst du von der hohen Frequenz des Schreiens auch leicht in Panik versetzt, stehst unter Stress und brauchst jetzt dringend eine Antwort: Mein kleiner süßer Schatz, WAS FEHLT DIR?!</p>
<p>Und Dank Priscilla Dunstan wirst du genau das lernen können: Zu <strong>verstehen</strong>, was dein Baby dir mitteilen möchte, denn es kann viel mehr als scheinbar nur ohne Grund zu schreien.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-12511" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen.jpg" alt="5 Babylaute, um dein Baby besser zu verstehen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="381" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen.jpg 600w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-190x400.jpg 190w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-205x430.jpg 205w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-324x680.jpg 324w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-24x50.jpg 24w" sizes="(max-width: 381px) 100vw, 381px" /></p>
<h2>Priscilla Dunstan und die Geheimsprache der Babys</h2>
<p>Du hast bestimmt schonmal von Menschen gehört, die sich alles merken können, sobald sie etwas gesehen oder gelesen haben: Menschen mit einem fotografischen Gedächtnis.</p>
<p>Bei der Australierin <strong>Priscilla Dunstan</strong> ist es ähnlich, nur dass es sich bei ihr um ein fotografisches Gedächtnis für Töne handelt. So kann sie sich alles merken, was sie lediglich einmal gehört haben muss. Sehr praktisch war das für sie z.B. in der Schule, wenn der Lehrer vorne redete und sie es sich sofort merken konnte, ohne etwas notieren zu müssen.</p>
<p>Nach der Geburt ihres Babys bemerkte Priscilla, dass es sie immer mit denselben Lauten auf ein bestimmtes <strong>Bedürfnis</strong> aufmerksam machte. Die Laute prägten sich in ihr Gedächtnis ein, sodass sie beim nächsten Mal, wenn ihr Baby wieder weinte, wusste, was es ihr sagen wollte.</p>
<p>Als sie eines Tages unterwegs war und die Babys um sich herum weinen hörte, stellte sie fest, dass auch diese wie ihr eigenes mit den gleichen Lauten auf das, was sie brauchten, aufmerksam machten.</p>
<p>Priscilla testete ihre Theorie über das Geheimnis der <strong>Baby Sprache</strong> an über 1.000 Säuglingen &#8211; und fand heraus: Neugeborene bis zu einem Alter von 0 bis 3 Monaten geben dieselben 5 <strong>Babylaute</strong> von sich, unabhängig ihrer Nationalität, Kultur oder Muttersprache der Eltern.</p>

<h2>5 Babylaute &#8211; und du wirst dein Baby besser verstehen lernen</h2>
<p>Priscillas Überzeugung nach entstehen diese Laute aufgrund bestimmter Reflexe, die dazu führen, dass Babys die gleichen fünf <strong>Worte</strong> von sich geben.</p>
<p>Es mag einige Zeit dauern, aber wenn Mama, Papa oder wer auch immer diese Laute oft genug zu hören bekommen, können sie lernen, diese voneinander zu unterscheiden, um so zu wissen, was das Baby <strong>sagen</strong> möchte.</p>
<p>Einfacher ist es, die <strong>Laute</strong> zu erkennen, wenn sich das Baby noch nicht in Rage geschrien hat und hysterisch weint. Sobald sich dein Baby mit seinen Lauten meldet, konzentrier dich auf das, was es dir mitteilen möchte.</p>
<h3>1. &#8222;NEH!&#8220;</h3>
<p>Das erste Wort ist &#8222;<strong>Neh</strong>!&#8220; und steht für &#8222;Ich habe <strong>Hunger</strong>!&#8220;.</p>
<p>Priscilla glaubt, dass der Laut entsteht, weil das Baby zum Saugen den Gaumen mit der Zunge berührt. Dabei entsteht der Ton &#8222;Neh&#8220;.</p>
<p>Wenn du also hörst, dass dein Säugling schreit und dabei diesen Laut von sich gibt, dann weißt du jetzt, was es dir sagen möchte: &#8222;Fütter mich. Still mich. Ich bin <strong>hungrig</strong>.&#8220;</p>
<p>In folgendem Video kannst du dir das Wort anhören:</p>
<p><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=327" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>2. &#8222;OWH!&#8220;</h3>
<p>Das zweite Wort ist &#8222;Owh!&#8220; und bedeutet &#8222;Ich bin <strong>müde</strong>!&#8220;.</p>
<p>Der Reflex entsteht durch die Bewegung, die Babys machen, wenn sie gähnen. Sie formen ihren Mund zu einem &#8222;O&#8220;, dabei entsteht der Laut &#8222;<strong>Owh</strong>&#8222;.</p>
<p>Wenn du mal reinhören magst: In diesem Video hörst du den Laut für Müdigkeit:</p>
<p><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=364" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Wie du dein Baby sanft in den Schlaf begleiten kannst, verrät dir Melanie in einem kommenden Beitrag. Sobald er online ist, verlink ich ihn hier für dich.</p>
<h3>3. &#8222;HEH!&#8220;</h3>
<p>Wenn sich dein Baby unwohl fühlt, sei es, weil ihm zu kalt oder zu warm ist, weil die Windel voll ist oder es sich gerade in einer unbequemen Position befindet, weil du es z.B. hinlegst oder es im Kinderwagen liegt, wird es &#8222;<strong>Heh</strong>!&#8220; sagen. Am gehauchten &#8222;H&#8220;wirst du erkennen, dass es sich gerade unwohl fühlt.</p>
<p>Hier kannst du dir den Klang für &#8222;Ich fühle mich <strong>unwohl</strong>&#8220; anhören:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=410" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>4. &#8222;EAIR!&#8220;</h3>
<p>Der Laut &#8222;Eair!&#8220; verrät dir, dass dein Baby <strong>Bauchschmerzen</strong> hat. Stell dir vor, du spannst deinen Bauch an und versuchst zu atmen, dann hörst du das Wort &#8222;<strong>Eair</strong>&#8222;. Oftmals spannen die Babys dabei auch ihre Beinchen an.</p>
<p>Hör gerne mal rein:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=468" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>5. &#8222;EH!&#8220;</h3>
<p>Muss dein Baby <strong>aufstoßen</strong>, wird es dir das mit dem Laut &#8222;Eh!&#8220; mitteilen. Der <strong>Reflex</strong> versucht die Luft aus dem Körper zu drücken, dabei entsteht der Sound &#8222;<strong>Eh</strong>&#8222;.</p>
<p>Hilf deinem Baby, ein <strong>Bäuerchen</strong> zu machen. Wenn es nicht mehr &#8222;Eh&#8220; sagt, weißt du, dass es ihm wieder gut geht.</p>
<p>Hier kommt das Geräusch für &#8222;Ich muss aufstoßen!&#8220;</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=519" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ich persönlich habe erst von der Dunstan <strong>Babysprache</strong> erfahren, als unser Sohn bereits älter als drei Monate war, ich kann leider nicht von eigenen Erfahrungen sprechen. Dennoch hoffe ich, mit diesem Beitrag über die Sprache der Babys Familien helfen zu können, ihre Neugeborenen besser zu verstehen und damit für mehr Leichtigkeit und Klarheit zu sorgen.</p>
<p>Ich hatte manchmal den Eindruck, unzulänglich zu sein, wenn mein Baby weinte und ich partout nicht erraten konnte, was es wollte. Es war schrecklich und stressig für uns beide.</p>
<p>Und selbst, wenn du nach diesem Beitrag immer noch nicht auf Anhieb verstehst, was dein Baby braucht, dann rede dir nicht ein, dass du deshalb eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater oder wer auch immer seist.</p>
<p>Ich kann mir gut vorstellen, dass du jeden Tag dein Bestes gibst, damit es deinem Kind an nichts fehlt. Und wenn du mal nicht weißt, was jetzt gerade los ist, dann denke ich, wird dein Baby trotzdem erfahren, dass es wichtig ist, dass du für es da bist und es nicht allein sein muss.</p>
<p>Hat dir der Beitrag weitergeholfen, dich inspiriert oder sonstwie bereichert? Dann schreib mir gerne einen Kommentar und teile den Artikel.</p>

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		<title>Klare Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 17:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht kennst du es ja auch. Alle paar Minuten hat dein Kind eine Bitte an dich. “Mama, kannst du mal..”, “Mama, ich komme da oben nicht ran”, “Ich schaffe es einfach nicht, kannst du mir mal helfen kommen?”. Und du hilfst deinem Kind natürlich gerne. Es gibt auch Momente, da können oder wollen wir gerade ... <a title="Klare Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/klare-kommunikation-grenzen-und-selbstfuersorge/" aria-label="Mehr zu Klare Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht kennst du es ja auch. Alle paar Minuten hat dein Kind eine Bitte an dich. “<strong>Mama</strong>, kannst du mal..”, “Mama, ich komme da oben nicht ran”, “Ich schaffe es einfach nicht, kannst du mir mal helfen kommen?”. Und du <strong>hilfst</strong> deinem Kind natürlich gerne. Es gibt auch Momente, da können oder wollen wir gerade dieser <strong>Bitte</strong> nicht nachkommen.</p>
<p>Was kannst du in diesem Moment also tun?</p>
<p><span id="more-12337"></span></p>
<h2>Ja, nein, vielleicht &#8211; liebevolle und klare Kommunikation</h2>
<p>Wie kannst du deinem Kind deine Grenzen <strong>liebevoll</strong> und authentisch aufzeigen?</p>
<p>Eine Situation, die auch du wahrscheinlich kennst:</p>
<p>Es ist abends, du hast einen langen Tag hinter dir, <strong>Stress</strong> auf Arbeit gehabt, dann noch einkaufen gewesen, dein Kind aus dem Kindergarten oder der <strong>Schule</strong> abgeholt und Abendessen gemacht. Du setzt dich gerade auf die Couch, weil sich dein Kind gerade alleine beschäftigt. Du legst deine Beine hoch und <strong>atmest</strong> tief durch.</p>
<p>Keine zwei Minuten später kommt dein Kind zu dir und trägt eine <strong>Bitte</strong> an dich heran, sodass du wieder aufstehen müsstest. An dieser Stelle könntest du natürlich dieser Bitte nachkommen, der <strong>Harmonie</strong> zuliebe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/liebevolle-kommunikation.jpg" alt="Liebevolle-Kommunikation" width="534" height="801" /></p>
<h3>Lieber ein klares “Nein” als ein ungewolltes “Ja”</h3>
<p>Oder du bist ehrlich zu dir selber und <strong>kommunizierst</strong> ein klares “Nein, jetzt möchte ich gerade nicht!” und fügst noch hinzu “Ich möchte mich gern ein paar Minuten ausruhen, danach bin ich dir gerne behilflich!”.</p>
<p>Ein <strong>“Ja”</strong> klingt wohlwollend, ein “Nein” hingegen hart.<br />
Du könntest auch sagen: “Ja, ich helfe dir gerne, ich brauche eine kurze Pause, dann bin ich für dich da!” Mit dieser <strong>(Ich-)Botschaft</strong> äußerst du DEINE Bedürfnisse, <strong>Wünsche</strong> und Gefühle und lehnst die Bedürfnisse deines Kindes nicht ab. Damit fühlt sich dein Kind von dir nicht angegriffen oder abgewiesen. Im Gegenteil es lernt dich ein Stück besser kennen. Es lernt, dass andere Menschen andere Bedürfnisse haben, als es selbst. Es fühlt sich erhört und mit seinen <strong>Bedürfnissen</strong> gesehen, es muss halt nur noch einen Moment warten.</p>
<p>Ein klares “Nein”, also mit ganzer <strong>Überzeugung</strong>, wird dein Kind höchstwahrscheinlich davon abhalten noch weitere 2 &#8211; 3 Male nachzuhaken. Spürt es aber (d)eine <strong>Unsicherheit</strong>, könnte es passieren, dass es weiterfragen wird. Es hätte gerne eine <strong>authentische</strong> Antwort von dir. Es möchte dich kennenlernen und verstehen wer genau du bist, was genau du möchtest und was nicht. Aus diesem Grund solltest du dir mit deiner Entscheidung ganz sicher sein.</p>

<h3>Selbstfürsorge</h3>
<p>Ein Nein zu jemand anderen, ist immer auch ein Ja zu dir selbst! Das hat auch etwas mit Selbstfürsorge zu tun.<br />
Zu spüren, hier komme ich gerade an mein <strong>Limit</strong>, wenn ich darüber hinaus gehe, geht es mir damit nicht gut.</p>
<p>In der heutigen <strong>hektischen Zeit</strong> rennen wir von A nach B, erledigen zwischendurch noch zig Sachen, ohne uns dazwischen immer wieder mal zu <strong>defragmentieren</strong> &#8211; wie es meine Yogalehrerin immer nannte. Vielleicht machst du auch mehrere Dinge gleichzeitig, was dir auf Dauer nicht gut tut. Wir ermüden dann schneller, machen mehr Fehler und sind dadurch <strong>unzufriedener</strong>.</p>
<div class="melanie-infobox"><strong>Infobox</strong><br />
Immer wieder mal bewusst zu Atmen, hilft mir in stressigen Zeiten, meinen Körper wieder wahrzunehmen &#8211; im Hier und Jetzt anzukommen. Hilft auch gut beim Einschlafen, wenn sich die Gedanken im Kreis drehen und du nicht zur Ruhe kommst. Bewusstes langes Einatmen und Ausatmen stoppt dein Gedankenkarussell und du kommst langsam zur Ruhe. Wichtig hierbei ist es, dass die Atemzüge gleich lang sind, sonst könnte dir schwindlig werden! Probier es doch auch einmal.</div>
<h3>Unsicherheit und Zeitaufschiebung</h3>
<p>Ein &#8222;vielleicht&#8220; lässt uns die Möglichkeit, kurz darüber <strong>nachzudenken</strong> und nicht voreilig zu entscheiden, wenn wir uns unsicher sind. Nimm dir ruhig einen Moment Zeit, <strong>spür</strong> in dich hinein, ob du deinem Kind die Bitte erfüllen kannst und das aus ganzem Herzen.</p>
<p>Wenn du dich für ein “<strong>gleich</strong>” entschieden hast, dann solltest du dein Kind aber nicht allzu lange warten lassen. Vielleicht kennst du es ja auch, dass du dich gerne noch von anderen Dingen <strong>ablenken</strong> lässt und dein Kind somit länger auf dich warten muss. Aber du möchtest ja auch, dass dein Kind bald kommt, wenn du nach ihm gerufen hast.</p>
<p>Unsere <strong>Vorbildfunktion</strong> steht auch da wieder ganz weit vorn. Längere <strong>Zeitaufschiebungen</strong> kannst du von einem Kleinkind unter 2 Jahren nicht verlangen, es muss erst nach und nach lernen, seine Impulse bewusst zu steuern. Geduldiges Warten muss erst noch <strong>gelernt</strong> werden.</p>
<h3>Die eigenen Grenzen liebevoll vermitteln</h3>
<p>Deine Grenzen sind von Tag zu Tag unterschiedlich. Und das darf auch so sein. Du bist nicht jeden Tag gleich gut drauf. Dieses <strong>Schwanken</strong> der Grenzen nennt Thomas Gordon “das Toleranzniveau” in seinem Buch <a href="https://www.amazon.de/Familienkonferenz-Praxis-Konflikte-Kindern-gel%C3%B6st-ebook/dp/B007EGW3QM/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=familienkonferenz+in+der+praxis+thomas+gordon&amp;qid=1572356562&amp;sr=8-1-fkmr0&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer&amp;linkId=2fd06b18b0941a5131910a3716fc2721&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener">“Familienkonferenz in der Praxis”</a>*. Deine Laune ist früh am Morgen vielleicht noch gut und du fühlst dich fit und lässt auch zu, dass dein Kind auch dem Sofa rumspringt. Das kann am Abend schon wieder ganz anders aussehen. Die meisten familiären Konflikte sind am frühen Abend, wenn alle schon <strong>müde</strong> sind. Und auch da brauchst du dich nicht vor <strong>Konflikten</strong> zu scheuen oder ein schlechtes Gewissen zu haben, weil du deinem Kind einen Wunsch ausschlägst.</p>
<p>Diese Konflikte sind gut und gehören dazu. Dein Kind kann dich dadurch besser <strong>kennenlernen</strong> und andersherum genauso. Kinder brauchen Zeit, sie werden unsere Grenzen immer wieder kennen lernen wollen. Dein Kind möchte dich damit nicht <strong>provozieren</strong>, sondern es möchte wissen, wer du bist. Es ist alles <strong>experimentieren</strong>, spielen und lernen und das benötigt <strong>Zeit</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-10766 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an.jpg" alt="Mutter und Tochter Stirn an Stirn lächeln sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In familiären <strong>Beziehungen</strong> geht es darum sich gegenseitig zuzuhören, sich auszutauschen und zu verstehen, was der Andere denkt. Dafür sind Konflikte da. Wir lernen uns dadurch besser kennen. Und auch wenn dein Kind sich über deine Entscheidung empört, kannst du ihm Verständnis entgegenbringen.</p>
<p><strong>Verständnis</strong> heißt nicht unbedingt, dass man einer Meinung ist, aber, dass wir versuchen, uns in den anderen <strong>hineinzuversetzen</strong>, empathisch zu sein und seine Trauer, <strong>Wut</strong> oder seinen Ärger darüber nachvollziehen können und ihm das auch so zeigen.<br />
Ein “Nein” kann auch in einem liebevollen und fürsorglichen Ton ausgesprochen werden und muss nicht voller Ärger und Wut herausplatzen, denn dann bekommt dein Kind womöglich <strong>Angst</strong> vor dir, nicht zu verwechseln mit <strong>Respekt</strong>! Mehr zum Thema Wut erfährst du in Julias Beitrag &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/wenn-die-wut-kommt/">Wenn die Wut kommt</a>&#8222;.</p>
<h3>Die Grenzen deines Kindes akzeptieren und wahren</h3>
<p>Wenn du es als Elternteil schaffst, deine <strong>Grenzen</strong> liebevoll mitzuteilen, hat auch dein Kind die Möglichkeit zu lernen, seine Grenzen zu <strong>kommunizieren</strong> und zu wahren. <span style="font-weight: 400;">Und auch hier ist es wichtig, die Grenzen deinen Kindes auch <strong>anzunehmen</strong> und zu respektieren.<br />
Ein “Nein” aus dem Mund deines Kindes sollte genauso viel <strong>Wert</strong> haben, wie deines. Kinder haben auch ein Recht darauf, mit ihrer Meinung <strong>Gehör</strong> zu finden. Übergehst du die Grenzen deines Kindes, dann wird es höchstwahrscheinlich auch deine Grenzen übergehen.</span></p>
<p>Mir persönlich ist Kommunikation auf <strong>Augenhöhe</strong> wichtig. Du kannst deine Grenzen authentisch und respektvoll aufzeigen, ohne dein Kind dabei zu verletzen, <strong>beschämen</strong> oder zu kränken. Psychische <strong>Gewalt</strong> wirkt sich ähnlich schlimm aus wie physische Gewalt, deshalb ist die Wahl unserer <strong>Worte</strong> so immens wichtig!</p>
<p>Hast du Probleme, deine Grenzen im Alltag zu zeigen und zu wahren? Lass mir gerne einen Kommentar da.</p>

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		<title>Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 22:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen. Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu verstehen, vielleicht sogar ein paar tröstende Worte zu finden. Deshalb ... <a title="Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/" aria-label="Mehr zu Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen.</p>
<p>Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu <strong>verstehen</strong>, vielleicht sogar ein paar <strong>tröstende Worte</strong> zu finden.</p>
<p>Deshalb gibt es heute einen Beitrag, wie du jemanden <strong>richtig trösten</strong> und ihr/ihm zur Seite stehen kannst, was du tun oder sagen könntest, und vor allem, was du unterlassen solltest.</p>
<p><span id="more-10584"></span></p>

<h2><strong>Tröstende Worte</strong></h2>
<p><strong>Babys</strong>, mitunter auch noch Kleinkinder, sind recht einfach zu trösten, wenn sie sich verletzt haben oder aus irgendeinem anderen Grund <strong>traurig</strong> sind. Sie brauchen dann ganz viel Nähe, der Liebestank muss wieder aufgefüllt werden, wie es so schön heißt. Stillen, kuscheln, streicheln, umarmen, im Arm wiegen, tragen, schunkeln, gut zureden &#8222;Ich bin da.&#8220;, vielleicht ein beruhigendes Lied singen &#8211; alles ganz wunderbare Methoden, damit sich ein Baby bzw. <strong>Kind</strong> wieder beruhigt.</p>
<p>Werden wir älter, bedarf es da schon mehr, als jemanden, der uns mal ganz fest in den Arm nimmt, damit alles wieder gut ist. Wir wollen auch <strong>verstanden</strong> und <strong>gesehen</strong> werden. Und das ist, wie ich zu meinem Bedauern feststellen musste, ziemlich selten zu finden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10587" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg" alt="Richtig tröten - Die besten Tipps, Kinder &amp; Erwachsene richtig zu trösten | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Das wird mir alles zu viel</h2>
<p>Erst vor Kurzem hatte ich einen <strong>Unfall</strong>. Bin ohnmächtig geworden und knallte mit dem Gesicht auf den Boden. Der ganze Weg vom Notruf bis zur Entlassung im Krankenhaus hat in mir tiefe Spuren hinterlassen.</p>
<p>Dann kam der Punkt, an dem ich begriff, dass ich meinen Zahn, vielleicht sogar noch mehr Zähne aufgrund des <strong>Traumas</strong> verlieren würde. Mir wurde mein <strong>Verlust</strong> jetzt erst so richtig bewusst und ich fing manchmal aus heiterem Himmel zu <strong>weinen</strong> an.</p>
<p>Ich merkte, dass mich in dieser Zeit kaum jemand gesehen und verstanden hat. Enttäuschung und das Gefühl von Einsamkeit machten sich breit.</p>
<p>Als wäre dieser Umstand noch nicht genug, hab ich’s jetzt wohl auch noch mit der Bandscheibe zu tun. Neben den seelischen <strong>Schmerzen</strong> kommen jetzt auch noch <strong>körperliche</strong> hinzu und ich sage mir: Das wird mir alles zu viel!</p>
<p>Ich wache auf und hoffe, es war alles nur ein Albtraum. Ein richtig beschissener Albtraum, der mir eine Höllenangst gemacht hat. Der jetzt aber zum Glück vorbei ist. Der mir sagt, dass ich das alles nur geträumt habe. Dass alles gut ist. Doch dann muss ich mir eingestehen: Das war kein <strong>Traum</strong>. Das ist <strong>Realität</strong>.</p>
<p>Und all die tröstenden Worte, die ich höre, die sind alle so <strong>falsch</strong>. Worte wie</p>
<ul>
<li>&#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;</li>
<li>&#8222;Sei nicht traurig.&#8220;</li>
<li>&#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>&#8222;Jetzt kannst du traurig sein. Später wirst du drüber lachen.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du schaffst das. Du bist stark. Du bist so tapfer.&#8220;</li>
<li>&#8222;Man kann den Kostenvoranschlag bei (&#8230;) einreichen, dann machen dir die Ärzte ein Angebot.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du bist mega taff. ne harte Huss. n zähes Gemüse. Ich bin mega beeindruckt, wie du (&#8230;).&#8220;</li>
<li>&#8222;Du wirst die bestmögliche Behandlung bekommen, damit du dich wieder wohl fühlst.&#8220;</li>
</ul>
<p>Obwohl sich einige Sätze für dich vielleicht <strong>aufbauend</strong> und <strong>tröstend</strong> anhören, waren sie in meinen Augen völlig fehl am Platz. Woran lag das?</p>
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<h2><strong>Nicht verstanden</strong></h2>
<p>Es ist, als würde niemand meinen Schmerz sehen. Als würde das, was mir passiert ist, sogar heruntergespielt werden. „Zum Glück ist <strong>nichts Schlimmeres</strong> passiert.“ hört sich für mich so an, als sei das, was geschehen ist, für andere nicht so wild gewesen.</p>
<p>Mir kommt es vor, als würde jede/r versuchen, nur schnell alles <strong>in Ordnung</strong> bringen zu wollen, in der Hoffnung, dass dann alles wieder wie vorher ist. Schnell vergessen, Blick nach vorn, an die Zukunft denken und einfach weitermachen wie bisher. Als würden sie ein Pflaster über eine Wunde kleben wollen, damit alles wieder normal sein kann. Aber so funktioniert das nicht, wenn man trauert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5932 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn da sind <strong>zwei Wunden</strong>. Die eine ist jetzt vom Pflaster bedeckt und kaschiert. Und die andere hat man gar nicht erst zu Gesicht bekommen, denn die blutet still und leise vor sich hin, ohne dass sie jemals genauer angesehen wurde.</p>
<h2><strong>Die unsichtbare Wunde</strong></h2>
<p>Die Wunde reißt auf, als ich aufwache und überall dieses <strong>Blut</strong> auf dem Boden sehe, mein Kind nach mir ruft, ich in meiner Verwirrtheit funktionieren und organisieren muss, den <strong>Notruf</strong> wähle, Sachen packe und mein Kind mitnehme, um auf den Krankenwagen zu warten.</p>
<p>Sie scheint gestillt zu werden, als mein Mann nach Hause kommt und der Notarzt eintrifft, doch als mir die Sanitäter sagen, dass meine Zähne abgebrochen sind, meine Nase evtl. auch noch gebrochen ist, ich eine Halskrause umgelegt bekomme, weil sie nicht wissen, ob ein Halswirbel verletzt ist, da reißt sie weiter auf.</p>
<p>Die Wunde schmerzt, als ich im <strong>Krankenhaus</strong> wie ein Paket abgeliefert werde, es mir unendlich schlecht geht und alle an mir vorbeilaufen und ich einfach warten muss, bis sich jemand um mich kümmert. Ich fühle mich unwichtig, wertlos, wie eine Nummer, ohne Identität, ohne jemanden an meiner Seite, der mich lieb hat. <strong>Allein</strong> gelassen,</p>
<p>Mir fällt auf, dass es kaum Zeit für ein intensives Gespräch gibt, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Einstudiertes Mitgefühl, <strong>übergriffiges</strong> Verhalten und <strong>Überforderung</strong> scheinen hier dagegen zum Alltag zu gehören.</p>
<p>Dann stehen weitere Untersuchungen an, weil es mir immer schlechter geht. Gehirnerschütterung? Oder noch schlimmer? Ich hab <strong>Angst</strong>, dass mein Gesicht mein geringstes Problem ist.</p>
<p>Die Patienten drumherum nörgeln und sabotieren ihre eigenen Untersuchungen, das Personal ist genervt, weil sie jetzt die bereits erledigten Aufgaben wiederholen müssen. Noch weniger Zeit für andere Dinge, z.B. den anderen Patient*innen das mehrmals erbetene Wasser oder Telefon zu holen. Piepende Apparate, grelles Licht, klingelnde Telefone, Menschen unterhalten sich über belanglosen Scheiß, der in mir einen unbändigen Brechreiz hervorruft.</p>
<p>Dieses ganze System, dass die Arbeit der Rettungssanitäter nur bis zum Krankenhaus geht und dort endet, das Personal halslos <strong>überfordert</strong> und <strong>gestresst</strong> ist, Patient*innen mitunter den ganzen Tag auf jemanden warten, die/der sich ihrer annimmt, immer mehr Notfälle reinkommen, aber nicht mehr Hilfe, all diese <strong>Not</strong> überall, ich werde schier wahnsinnig.</p>
<p>Und dann darf ich endlich nach Hause. Schnell wird mir das Pflaster vom Zugang von der Haut abgerissen mit irgendeinem &#8222;Hab dich nicht so&#8220;-Spruch. Bloß schnell weg hier.</p>

<h3>Die unbehandelte, unsichtbare Wunde</h3>
<p>Bei den nachbehandelnden Ärzt*innen wird die Wunde aber einfach nicht besser, niemand <strong>kümmert</strong> sich um sie. Alle sagen, wie tapfer und mutig und stark ich doch sei, wie gut ich das mache. Dass <strong>alles gut</strong> sei. Sie betrauern meinen Verlust, aber nicht so, wie ich es brauche. In der Familie versuchen es einige mit Witzen, das geht total nach hinten los.</p>
<p>Allmählich denke ich selber, dass es nicht so schlimm war. Die Schiene, die ich übergangsweise tragen soll, fällt nicht auf. Es sieht tatsächlich so aus, als sei nie etwas passiert. Alles schön <strong>kaschiert</strong>.</p>
<p>Doch dann nehme ich das Teil ab, um es zu säubern, und sehe ES. Ich höre ES. Ich geh mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt und er nimmt mir meine Hoffnung, dass es nur harmlose Rückenschmerzen sind, die man mit etwas Tapen wieder in den Griff bekommt. Und dann wird mir mit einem Mal klar, dass nichts „wieder wird“. &#8217;n Scheiß wird wieder!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10593" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg" alt="Trauriges Kind lehnt an einer Wand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2><strong>Wie du richtig trösten kannst</strong></h2>
<p>Genau an dieser Stelle wirst du wahrscheinlich erkennen, warum es so <strong>schwer</strong> ist, die richtigen Worte zu finden, um jemanden zu trösten. Weil die Wunde <strong>tiefer</strong> ist, als sie erscheint. Weil es der/dem Betroffenen um etwas ganz anderes geht, als du vielleicht denkst. Weil viele einfach selber nicht wissen, wie man jemanden richtig tröstet, weil sie selber nie richtig <strong>getröstet</strong> wurden. Weil manchmal einfach zu viel auf einen einprasselt, womit man nicht klarkommt. Man ist schlichtweg überfordert und weiß nicht, wie man mit diesem ganzen <strong>Ballast</strong> zurechtkommen soll.</p>
<p>Hier also ein paar <strong>Tipps</strong>, was du beim Trösten tun bzw. nicht tun solltest:</p>
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<h3><strong>Zeig Verständnis, nimm sie/ihn ernst</strong></h3>
<p>Egal, ob es sich um einen Unfall, einen <strong>Streit</strong>, eine Trennung oder die Verarbeitung eines Verlustes handelt, ein Kind hingefallen oder „nur“ traurig ist, weil die Sonne untergegangen ist oder was auch immer: Du solltest die Person mit ihren <strong>Gefühlen</strong> und Bedürfnissen immer <strong>ernst nehmen</strong>.</p>
<p>Egal, um was es sich handelt und egal, ob es von außen <strong>nicht so schlimm</strong> aussieht, denk an die unsichtbare Wunde. Für andere ist es sehr wohl tragisch, und das sollte unbedingt ernst genommen werden. Folgendes solltest du auf jeden Fall <strong>vermeiden</strong>:</p>
<ul>
<li><strong>Aufmunterungsversuche</strong>, wie z.B. kitzeln oder Witze machen</li>
<li><strong>Ablenkungen</strong> jeglicher Art, wie die o.g. Aufmunterungsversuche, aber auch Kinobesuche, einen saufen gehen oder Party machen wollen usw.</li>
<li><strong>Motivationssprüche</strong>, wie &#8222;Sei stark.&#8220;, &#8222;Du schaffst das.&#8220;, &#8222;Du muss jetzt tapfer sein.&#8220;</li>
<li>Von sich selber erzählen, wie &#8222;Ich weiß, wie du dich fühlst, bei mir war das so: (…).&#8220;</li>
<li><strong>Trivialisierungen</strong>, wie &#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;, &#8222;Besser als&#8230;&#8220;</li>
<li><strong>Floskeln</strong>, wie &#8222;Die Zeit heilt alle Wunden.&#8220;, &#8222;Alles wird gut.&#8220;, &#8222;Später wirst Du dankbar sein.&#8220;, &#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>Tipps und <strong>Ratschläge</strong> jeglicher Art, außer, es wurde ausdrücklich darum gebeten</li>
<li>Verurteilungen, <strong>Beschuldigungen</strong>, wie &#8222;Was musstest du auch&#8230;?&#8220;, &#8222;Ich hab&#8217;s dir ja gleich gesagt, aber du&#8230;&#8220;</li>
</ul>
<p>Ziemlich viel, was man lieber lassen sollte, aber alles hat einen Grund. Absolute Priorität ist, dass sich die/der Trauernde <strong>verletzbar</strong> zeigen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10595" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg" alt="Kind weint in den Armen seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es geht nicht darum, stark oder tapfer zu sein oder optimistisch in die Zukunft zu blicken, sondern darum, sich fallen lassen zu können und aufgefangen zu werden. Es geht darum, den Schmerz voll und ganz <strong>zuzulassen</strong> und von seinen Mitmenschen gesehen und <strong>gehört</strong> zu werden. Sämtliche o.g. Versuche lenken bloß vom eigentlichen Problem ab, man <strong>verdeckt</strong> es einfach, statt es sich näher anzusehen, was zu noch mehr (inneren) Verletzungen führt, weil man sich einfach nicht <strong>gesehen</strong> fühlt.</p>
<p>Wenn du dir nicht sicher bist, ob jetzt ein Ratschlag gut käme, dann stell dir einfach vor, dass du die- bzw. derjenige bist, die/der gerade total frustriert ist. Was würde dir helfen? Was bräuchtest du? Was würde dir überhaupt nicht helfen? Wenn du dir diese Fragen stellst, wirst du schnell herausfinden, ob ein Tipp in dieser Situation wirklich hilfreich oder eher schädlich wäre.</p>
<div id='c1476_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3><strong>Sei ehrlich</strong></h3>
<p>Es ist gar nicht so selten, dass die Leute lieber einen Bogen um trauernde Menschen machen. Sie wollen ihnen eigentlich Raum und Zeit geben, wollen sie nicht bedrängen. Sie reden mit allen anderen über den <strong>Vorfall</strong>, nur nicht mit den Menschen, denen es passiert ist. Sie sind <strong>unsicher</strong>, was der Person gut täte, also lassen sie es lieber ganz, um bloß nichts falsch zu machen. Doch gerade dieser Weg ist oft der verletzendste.</p>
<p>Ich für meinen Teil fand dieses Verhalten zumindest verletzend. Statt mit mir zu reden, war mein Mann ständig am Telefonieren und Schreiben und Erzählen, wie es mir geht, was jetzt ansteht usw.</p>
<p>Mit einigen aus meiner Familie wollte ich tatsächlich nicht sprechen, das sagte ich auch so, aber ich wollte nicht, dass mich die anderen wie eine zerbrechliche Puppe behandeln und mit mir nur noch über einen Dritten <strong>kommunizieren</strong>. Besser wäre es gewesen, <strong>ehrlich</strong> und <strong>klar</strong> mit mir zu reden, was ich brauche.</p>
<p>Wenn du also unsicher bist, was du jetzt für die Person tun kannst, dann sei doch lieber ehrlich und red mit ihr darüber, statt dein Gedankenkarussell anzuschmeißen und dir auszumalen, was sie wohl angeblich möchte bzw. nicht möchte, so vermeidest du Missverständnisse.</p>
<h3><strong>Bleib im Jetzt</strong></h3>
<p>Manche trösten gern darüber hinweg, dass es ja bald besser wird, dass es dann alles wieder gut sein wird, dass man vielleicht sogar irgendwann mal drüber <strong>lachen</strong> kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Mir persönlich bringen solche Worte nichts, so lieb sie gemeint sein mögen. Denn ich brauche JETZT jemandem, der sich mit mir befasst und für mich da ist. Ich will mich nicht mit der <strong>Zukunft</strong> beschäftigen, denn ich komme ja nicht mal mit der <strong>Gegenwart</strong> klar!</p>
<p>Vielleicht werde ich wirklich mal drüber lachen können, keine Ahnung, weiß ich nicht, ist ja jetzt noch nicht eingetroffen. Aber jetzt, in diesem Moment, bin ich unendlich traurig und will <strong>trauern</strong> dürfen, will wissen, dass da jemand ist, der mich noch liebt und mich versteht und für mich da ist.</p>
<p>Statt also von der Zukunft zu reden und Optimismus zu zeigen, kümmer dich doch erstmal um die Gegenwart.</p>

<h3><strong>Aktives Zuhören</strong></h3>
<p>Alles schön und gut, was man nicht tun soll, aber wie kann man denn &#8222;richtig&#8220; trösten und jemanden begleiten? Gibt es das überhaupt: Richtig trösten? In meinen Augen, ja, und zwar mithilfe des aktiven Zuhörens, eine wirklich wunderbare und einfache Methode, damit sich dein Gegenüber <strong>verstanden</strong> fühlt.</p>
<p>Im Grunde genommen geht es beim aktiven Zuhören darum, seine <strong>Aufmerksamkeit</strong> voll und ganz der/m Gesprächspartner*in zu widmen, das Gesprochene wiederzugeben oder kurz zusammenzufassen, sowohl durch <strong>verbale</strong> als auch <strong>nonverbale</strong> Techniken.</p>
<p>Lass dich von nichts ablenken, nimm dir <strong>Zeit</strong> für ein intensives Gespräch, schau nicht aus dem Fenster, auf die Uhr, das Telefon oder womit du dich gerade beschäftigt hast, halte stattdessen <strong>Augenkontakt</strong>. Zeige, dass du verstehst und zuhörst, indem du nickst, kurze Äußerungen von dir gibst, aber nicht unterbrichst (wie z.B. „Ich verstehe.“ usw.), wiederhole das Gesagte, spiegele die Gefühle, frage nach, fasse kurz zusammen, lass auch gern mal längere Pausen zu.</p>
<p>Ein Beispiel für <strong>aktives Zuhören</strong> kannst du dir gern im unteren YouTube Video ansehen. Ich finde, mit Videos kann man das aktive Zuhören besser erklären als mit bloßen Worten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/xgAogY-iIQI?rel=0&amp;controls=0&amp;showinfo=0" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3><strong>GFK – gewaltfreie Kommunikation</strong></h3>
<p>Eine weitere Methode, die allerdings sehr viel Übung erfordert und außerdem voraussetzt, dass du selber mit dir <strong>empathisch</strong> umgehst, bevor du jemanden Empathie entgegenbringen kannst, ist GFK, die <strong>gewaltfreie Kommunikation</strong>, die mich wie kein anderes Thema so fasziniert und mir so viel gegeben hat. Ich liebe <strong>GFK</strong>!</p>
<p>Da GFK jedoch ein sehr umfangreiches Thema ist, möchte ich es gern in einem gesonderten Beitrag erörtern. So viel kann ich dir aber schon verraten: Bei der GFK geht es darum, sich mit jemandem empathisch zu verbinden, um herauszufinden, welche Gefühle und Bedürfnisse sich in der- bzw. demjenigen gemeldet haben, als ein bestimmtes <strong>Ereignis</strong> eintraf, das als Auslöser identifiziert werden kann.</p>
<p>Mit GFK schaut man also ganz genau hinter einen <strong>Auslöser</strong>, um herauszufinden, was da in einem Menschen gerade lebendig war.</p>
<p>Wenn du mehr über GFK erfahren willst, dann kann ich dir das Hörbuch &#8222;<a href="https://amzn.to/2yWgfcf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens &#8211; erweiterte Neuausgabe</a>&#8222;* von Marshall B. Rosenberg empfehlen, allerdings lege ich dir nahe, auf jeden Fall auch mal einen Kurs mitzumachen, ich zumindest verinnerliche Inhalte auf diese Art und Weise besser und präge sie mir leichter ein.</p>
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            Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens - erweiterte Neuausgabe*        </a>
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            <ul><li>Marshall B. Rosenberg (Autor) - Markus Hoffmann, Joachim Schönfeld, Ulrike Hübschmann (Sprecher)</li></ul>        </div>
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<p>Ansonsten kann ich dir auch aus vollem Herzen die <a href="http://www.caecilie-boehmig.de/gewaltfreie-kommunikation/" target="_blank" rel="noopener">GFK <strong>Übungsgruppe</strong></a> empfehlen, in die ich persönlich sehr, sehr gern gehe, da konnte ich schon viel lernen, viel mitnehmen, mir wurde in dieser Gruppe wie in keiner anderen so viel gegeben, es ist wirklich eine absolute Herzensempfehlung von mir an dich, wenn du GFK <strong>üben</strong> möchtest, egal, ob du jemanden <strong>begleiten</strong> oder selber begleitet werden willst.</p>
<h3><strong>Sei da und h</strong><strong>alte es aus</strong></h3>
<p>Selbst, wenn es dir nicht gelingen sollte, die richtigen Worte zu finden, dann sei einfach <strong>ehrlich</strong>. So erging es auch meinem Mann. Alles, was er sagte, war falsch oder brachte mich nur noch mehr zum Weinen.</p>
<p>Irgendwann meinte er dann:&#8220;Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, damit ich dich trösten kann. Ich bin für dich da.&#8220;</p>
<p>Und das war es. Da war einfach jemand, der sagt: &#8222;Ich bin mir unsicher, was ich sagen soll. Ich weiß nicht weiter. Aber ich bin da.&#8220;. Kein Blabla, keine Floskeln, kein Zukunftsgelaber oder sonstwas. Einfach authentisch und mit der Botschaft: Was du auch brauchst, ich bin für dich da. Ich weiß zwar grad selber nicht, wie ich helfen kann, aber wir stehen das gemeinsam durch. Du bist nicht allein.</p>
<p>Viel konnte mein Mann während dieser <strong>Trauerphase</strong> nicht machen. Ich musste so viel weinen, dachte, es sei vorüber, und brach dann wieder in einen heftigen Heulkrampf aus.</p>
<p>Doch mein Mann ging nicht weg, blieb da, hielt mich, schwieg und hielt es einfach aus. Zwischendurch war mir das sogar etwas lästig, dann brauchte ich eine kurze Pause, aber im Nachhinein war es genau das Richtige, dass er mir zwar den Raum gab, den ich zwischendurch brauchte, aber mir immer wieder signalisierte: <strong>Ich bin da</strong>. Du bist nicht allein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10608" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg" alt="Frau wird in Armen einer Freundin getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3><strong>Akzeptiere sie/ihn</strong></h3>
<p>Was auch helfen kann: Den Menschen vor dir so zu <strong>akzeptieren</strong>, wie er ist.</p>
<p>Mein Sohn (3 Jahre) begleitete mich z.B. zum Zahnarzt, weil ich eine Schiene für die Übergangszeit bekommen sollte. Leider war die kaputt, weshalb ich weiter als zahnlose Minka rumlaufen musste. Das erklärte ich meinem Sohn, woraufhin er mich bat, meinen Mund aufzumachen. Er hielt mein Gesicht mit seinen kleinen, weichen Händen, schaute in meinen Mund und sagte nichts. Es war keine Trauer, kein Ekel, da war einfach keinerlei <strong>Bewertung</strong> in seinem Blick. &#8222;Lass uns zum Spielplatz gehen.&#8220;, schlug er vor.</p>
<p>&#8222;Ich liebe dich auch ohne Zahn.&#8220; &#8211; zumindest deutete ich diesen stillen Moment so. Ich fand diese Geste echt süß, hat sie mir doch gezeigt, dass mein Sohn mich auch so <strong>liebt</strong>. Das hat mir viel <strong>Kraft</strong> gegeben, weil ich mich dadurch einfach geliebt fühlte.</p>
<p>Und dann gab es da noch ein paar fremde Kinder auf dem Spielplatz, die mich trotz meines Makels ganz normal behandelten, sich mit mir wie mit jedem anderen unterhielten und mit mir spielten und mir zeigten, dass ich auch mit diesem Verlust ein vollwertiger Mensch bin und mich nicht schämen brauche.</p>
<p>Es war zwar schade, was ich verloren und erlebt hatte, aber ICH war ok, ich wurde nicht wie eine Aussätzige behandelt. Diese <strong>Akzeptanz</strong> von außen ließ mich ruhiger werden und war reiner Balsam für die Seele.</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Du kannst viel <strong>falsch</strong> machen, wenn du versuchst, jemanden in seiner Trauer zu begleiten. Dazu zählen jegliche Versuche der Aufmunterung und Ablenkung sowie Floskeln, Motivationssprüche, Zukunftsgelaber, Heuchelei, Vergleiche, Trivialisierungen sowie Verurteilungen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10602" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg" alt="Kind schaut mit verschränkten Armen ärgerlich zu verärgerter Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die <strong>beste Methode</strong>, jemanden zu trösten, indem er sich voll und ganz gesehen und gehört fühlt, besteht darin, einfach da zu sein, die Person aufzufangen und gemeinsam mit ihr den Schmerz zu bewältigen, am Besten durch aktives Zuhören und die gewaltfreie Kommunikation (GFK).</p>
<p>Wie du siehst, geht es also nicht darum, großartige Reden vorzubereiten, ausgefallene Ablenkungs- und Aufmunterungsmanöver zu starten oder mit <strong>Tipps</strong> und <strong>Ratschlägen</strong> um dich zu werfen, denn die sind absolut nicht hilfreich.</p>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Wenn gewünscht, ist eine Umarmung, ein Tipp oder ein eigener Erfahrungsbericht in Ordnung, du solltest aber unbedingt darauf warten, dass die Person dich unaufgefordert darum <strong>bittet</strong>.</p>
<p>Wenn du nicht weißt, wie du mit der Situation umgehen sollst, sei lieber ehrlich, geh hin und sag es einfach, statt dich aus Angst fernzuhalten, denn das kann die/der Trauernde als sehr verletzend empfinden, weil sie/er sich dadurch wie ein/e Aussätzige/r fühlt.</p>
<p>Was hilft dir, wenn du total deprimiert bist?<br />
</p>
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		<title>Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2017 11:34:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; ist vorbei. Zeit für eine Zusammenfassung. Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; Ein wenig enttäuscht war ich, weil nur insgesamt drei Leute bei meiner Blogparade mitgemacht haben. War das Thema zu ausgefallen? Haben vier Wochen nicht ausgereicht? Wir haben uns so viel Mühe gegeben, dass möglichst viele ... <a title="Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" aria-label="Mehr zu Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; ist vorbei. Zeit für eine <strong>Zusammenfassung</strong>.</p>
<p><span id="more-6835"></span></p>
<h2>Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;</h2>
<p>Ein wenig enttäuscht war ich, weil nur insgesamt <strong>drei</strong> Leute bei meiner Blogparade mitgemacht haben. War das Thema zu ausgefallen? Haben vier Wochen nicht ausgereicht? Wir haben uns so viel Mühe gegeben, dass möglichst viele darüber informiert werden. Schade, dass so wenig mitgemacht haben. Ich fand das Thema wirklich toll&#8230;</p>
<p>Ich versuche, es <strong>positiv</strong> zu sehen: Immerhin kann ich mich voll und ganz den drei Frauen widmen, die teilgenommen haben, und lasse niemanden untergehen. Hier kommt also meine kleine, aber feine Zusammenfassung:</p>
<h2>1. Missverständnis: Der Papagei</h2>
<p>Per E-Mail an info@milchtropfen.de schrieb Jelena Kornmüller über ein <strong>Missverständnis</strong> zwischen sich und ihrer Mutter. Was ein <strong>Papagei</strong> damit zu tun hat, erfährst du in folgender Geschichte:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7261" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/papagei-in-schwarz-weiss.jpg" alt="Papagei in Schwarz-Weiß" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/papagei-in-schwarz-weiss.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/papagei-in-schwarz-weiss-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<div dir="auto">&#8222;<em>Hallo ihr Lieben!!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>In meiner Kindheit gab es auch mal so eine Szene, wo ich ziemlich missverstanden wurde!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Einmal im Jahr gibt es bei uns im Ort einen Kirtag (kann man Spielzeug, Mehlspeisen, Gewand etc. kaufen) und da gab es diese Papageien, die einem alles nachsprechen!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ich hab jedes Jahr einen bekommen, nur dieses Jahr einen ohne Batterien, weil die Erwachsenen von dem Geplapper von mir und meinem Freund genervt waren!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ich dachte mir einfach &#8222;Egal, dann spreche halt ich alles nach und tu so, als wäre es der Papagei!&#8220;</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Bei einem Gespräch zwischen meiner Mutter und meinem Vater machte ich das auch und plapperte meiner Mutter alles nach und bewegte den Schnabel von dem Papagei!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Von einer auf die andere Sekunde drehte sich meine Mutter zu mir um und schnautzte mich an, was ich mir einbilde sie nachzuäffen, sie tut und kauft alles für mich und ich bin so böse und unverschämt zu ihr!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ich mit weit aufgerissenen Augen wusste gar nicht, wie mir geschieht, durfte dies aber zur Genüge in meinem Zimmer überdenken, da ich den Rest des Tages in diesem verbringen musste 🤷🏽‍♀️🤷🏽‍♀️🤷🏽‍♀️</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Finde auch, dass man Kinder mal lieber fragen sollte, bevor man voreilige Erwachsenen Schlüsse zieht.</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ganz liebe Grüße</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Jeli</em>&#8222;</div>
<div dir="auto"></div>
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<p>Diese Geschichte unterstreicht genau das, wovon ich in <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" rel="noopener">meinem Blogparade Beitrag</a> erzähle: Erwachsene sehen hinter kindlichem Verhalten oftmals Negatives. Sie unterstellen <strong>Bösartigkeit</strong>.</p>
<p>Jelena wollte lediglich ihrem Papagei eine Stimme geben, da er nicht wie üblich mit Batterien aufgeladen war.</p>
<p>Die Mutter hingegen sieht in dem Nachplappern etwas ganz anderes. Ihr geht es gar nicht mehr um den Papagei an sich, sondern um die angebliche <strong>Botschaft</strong> hinter dem Geplapper. Sie erwartet Dankbarkeit und Respekt für all die Dinge, die sie für ihre Tochter getan und gekauft hat und missversteht das Nachplappern als ungezogenes, freches Verhalten.</p>
<p>Ende vom Lied: Kind ist verwirrt, fühlt sich durch die Bestrafung (angeschrien und auf&#8217;s Zimmer geschickt werden, Isolation, Liebesentzug usw.) ungeliebt und &#8222;falsch&#8220;. Die Mutter ist sauer, ärgert sich über ihr unverschämtes Kind und setzt Bestrafung als Erziehungsmethode ein, um dem &#8222;schlechten&#8220; Verhalten entgegen zu wirken.</p>
<p>Ich empfand Jelenas Geschichte mehr als tragisch und denke: <strong>Kommunikation</strong> hätte hier das Ruder rumreißen können. Die Mutter hätte ihre Tochter einfach fragen können, warum sie ihr immer alles nachplappert. Das Missverständnis hätte in meinen Augen ganz einfach gelöst werden können, wenn die Mutter sich Zeit genommen hätte, auf ihr Kind einzugehen. So, wie beispielsweise im folgenden Beispiel:</p>
<h2 dir="auto">2. Missverständnis: Die Heizung</h2>
<p dir="auto">wheelymum hat nicht direkt an der Blogparade teilgenommen, hatte aber bereits einen Beitrag zum Thema <strong>Missverständnisse</strong> geschrieben, den ich ganz süß fand:</p>
<p dir="auto"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7264" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/heizung-mit-schnoerkel.jpg" alt="Heizung mit Schnörkel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/heizung-mit-schnoerkel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/heizung-mit-schnoerkel-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p dir="auto">Es sind über 30°C und der Sohn meint, sie bräuchten sofort eine neue <strong>Heizung</strong>. &#8222;Hä?&#8220;, war mein erster Gedanke.</p>
<p>wheelymum versucht, die Forderung ihres Sohnes zu verstehen. Warum will er eine neue Heizung?</p>
<p>Was dabei heraus kam, verrät sie dir in ihrem Blogbeitrag &#8222;<a href="http://wheelymum.com/sommerhitze-und-eine-neue-heizung/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Sommerhitze und eine neue Heizung</a>&#8220; und macht uns klar: Wir müssen unseren Kindern einfach nur zuhören. Dann verstehen wir sie auch. Und brauchen keine neue Heizung kaufen.</p>
<h2 dir="auto">3. Missverständnis: Die Klassiker</h2>
<p>Anne von Meine Eltern-Zeit hingegen hat das Thema Missverständnisse mal genauer unter die Lupe genommen und nennt in ihrem Blogparade Beitrag &#8222;<a href="https://meine-eltern-zeit.blogspot.de/2017/08/kommunikation-mit-kleinkind-missverstaendnisse.html" target="_blank" rel="noopener">Kommunikation mit Kleinkind: Die häufigsten Missverständnisse aus unserem Familienalltag</a>&#8220; drei <strong>Ursachen</strong>, warum zwischen ihrer Tochter und ihr überhaupt die klassischen Missverständnisse entstehen.</p>
<p>Und ich muss sagen: Den Teil, in dem genauer darauf eingegangen wird, wie man eigentlich auf 4 verschiedenen Ebenen miteinander kommuniziert, fand ich am <strong>Spannendsten</strong>.</p>

<h2>Danke</h2>
<p>Zum Schluss nochmal ein dickes, fettes <strong>Dankeschön</strong> an Jelena, wheelymum und Anne, dass ihr mitgemacht habt.</p>
<p>Anfangs hatte ich Bedenken, dass das eine ziemlich <strong>traurige</strong> Blogparade wird, aber ich finde, wir haben von allem etwas dabei. Die Blogparade hat traurige Beispiele, aber es gibt auch Erwachsene, die das Verhalten ihres Kindes hinterfragen, ja, sogar ihr eigenes Verhalten reflektieren, und das hat mich ungemein gefreut.</p>
<p>Möchtest du noch von einem <strong>Missverständnis</strong> erzählen? Kein Problem. Bloß, weil die Blogparade vorbei ist, bedeutet das ja nicht, dass du nicht mehr davon berichten kannst. Also hau in die Tasten und schreib mir von deinem Missverständnis. </p>
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		<title>Die ersten Worte</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/die-ersten-worte/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/die-ersten-worte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2016 06:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erinnerst du dich noch an das 1. Wort deines Kindes? Und an all das lustige Kauderwelsch, das darauf folgte? Wie es sich langsam, aber sicher dem Klang des eigentlichen Wortes näherte? Hier halte ich fest, wie es bei meinem Sohn so langsam mit dem Sprechen losging. Die ersten Worte Ein Jahr und knapp 8 Monate ... <a title="Die ersten Worte" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/die-ersten-worte/" aria-label="Mehr zu Die ersten Worte">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/die-ersten-worte/">Die ersten Worte</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerst du dich noch an das 1. Wort deines Kindes? Und an all das lustige <strong>Kauderwelsch</strong>, das darauf folgte? Wie es sich langsam, aber sicher dem Klang des eigentlichen Wortes näherte?</p>
<p>Hier halte ich fest, wie es bei meinem Sohn so langsam mit dem Sprechen losging.<span id="more-1621"></span><div id='c6555_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Die ersten Worte</h2>
<p>Ein Jahr und knapp 8 Monate war er bereits auf der Welt. Noch längst nicht alle Zähne, aber das hinderte ihn nicht daran, immer munter drauf los zu plappern. Und immer mehr <strong>Wörter</strong> zu lernen.</p>
<p>Ich wollte sie nicht vergessen, seine ersten Worte, sein erstes Kauderwelsch. Ich wollte sie festhalten und mich immer wieder an diese Zeiten zurück erinnern.</p>
<h2>Das 1. Wort</h2>
<p>Das 1. Wort war &#8222;<strong>Baba</strong>&#8222;. Meinte er Papa? Ich gebe zu, ich war ein wenig eifersüchtig.</p>
<p>Baba hörte er dann irgendwann auf zu sagen. Es folgte stattdessen &#8222;<strong>Mama</strong>&#8222;. Ich erinnere mich noch genau, wie er durch die Wohnung krabbelte und in einer Tour Mama sagte. Mein Mann meinte, irgendwann würde mich das nerven, wenn der Kleine 1000 Mal am Tag &#8222;Mama&#8220; sagen würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich diese liebliche Stimme jemals nerven würde, wenn sie mich ruft.</p>
<p>Zugegeben: Um 3 Uhr morgens fällt es mir ein BISSCHEN schwerer, wenn der Kleine neben mir &#8222;Mama&#8220; sagt, um mir mitzuteilen, dass er jetzt wach ist und spielen will. Aber ansonsten genieße ich es in vollen Zügen.</p>
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<h2>Eine Liste, die immer länger wird</h2>
<p>Was unser Sohn bis dahin gelernt hatte und wie es sich in etwa anhörte, liest du im Folgenden:</p>
<p>&#8222;Mama&#8220; = Mama</p>
<p>&#8222;Göse&#8220; wurde zu &#8222;Deese&#8220; = Käse</p>
<p>&#8222;Eier&#8220; = Eier</p>
<p>&#8222;Ssee&#8220; = Zeh</p>
<p>&#8222;Baba&#8220; wurde zu &#8222;Dada&#8220; wurde zu &#8222;Papa&#8220; = Papa</p>
<p>&#8222;Pata-ei&#8220; = Papagei</p>
<p>&#8222;Patei&#8220; = Paprika</p>
<p>&#8222;Miiiiich&#8220; = Milch (Muttermilch)</p>
<p>&#8222;Neee&#8220; = Nase</p>
<p>&#8222;Aua&#8220; = Aua<br />
&#8222;Aua&#8220; = Hund (Seine Uroma hat immer Wauwau gesagt; wir nennen die Dinge immer beim Namen, aber Wauwau war wohl einfacher für ihn auszusprechen)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1622" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kind-auf-hundestatue.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Kind auf Hundestatue" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kind-auf-hundestatue.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kind-auf-hundestatue-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Mau&#8220; = Katze</p>
<p>&#8222;Mais&#8220; = Mais</p>
<p>&#8222;Maus&#8220; = Maus</p>
<p>&#8222;mini&#8220; = klein</p>
<p>&#8222;Tra&#8220; = Tragen (er will getragen werden)</p>
<p>&#8222;Nane&#8220; = Banane</p>
<p>&#8222;Apfe&#8220; = Apfel</p>
<p>&#8222;Nina&#8220; = Mandarine</p>
<p>&#8222;Mona&#8220; = Wissen wir nicht. Wenn wir ihn fragen, finden wir heraus, dass es eine Mona in seiner Kita gibt. Ob das stimmt, finden wir nicht mehr heraus; er geht nicht mehr in die Kita.</p>
<p>&#8222;Ato&#8220; = Anton (Junge in seiner ehemaligen Kita-Gruppe)</p>
<p>&#8222;Abutoooo&#8220; = KEINE AHNUNG! Wirklich nicht. Aber wenn wir es sagen, findet er es irre lustig.</p>
<p>&#8222;Tatatu&#8220; = Kakadu</p>
<p>&#8222;Ball&#8220; = Ball</p>
<p>&#8222;Fee&#8220; = Fee (eine Handpuppe)</p>
<p>&#8222;Weia&#8220; = Auweia (Hat er nicht von uns, vielleicht aus der Kita)</p>
<p>&#8222;Weissa&#8220; = Wasser</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1623" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-wasserglaeser.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Wassergläser" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-wasserglaeser.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-wasserglaeser-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>&#8222;nass&#8220; = nass</p>
<p>&#8222;Tee&#8220; = Tee</p>
<p>&#8222;tall(t)&#8220; = kalt</p>
<p>&#8222;eis&#8220; = heiß</p>
<p>&#8222;Mo&#8220; = Mond<br />
&#8222;Mo&#8220; = Mund</p>
<p>&#8222;Mö&#8220; = Müll</p>
<p>&#8222;Faische&#8220; = Flasche</p>
<p>&#8222;Dose&#8220; = Dose</p>
<p>&#8222;Auto&#8220; = Auto</p>
<p>&#8222;Uiiiiouiiiio&#8220; = Feuerwehr/Krankenwagen/Polizei-Sirene</p>
<p>&#8222;Osee&#8220; = Hose</p>
<p>&#8222;Inel&#8220; = Windel</p>
<p>&#8222;Hut&#8220; = Hut</p>
<p>&#8222;Nudl&#8220; = Nudel</p>
<p>&#8222;Buch&#8220; = Buch</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1624" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-buch.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Buch" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-buch.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-buch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>&#8222;An&#8220;, &#8222;Aus&#8220; = Aus, An oder An, Aus?!</p>
<p>&#8222;Opa&#8220; = Opa</p>
<p>&#8222;Oma&#8220; = Oma</p>
<p>&#8222;Anja&#8220; = Anja</p>
<p>&#8222;Eisee&#8220; = Hase</p>
<p>&#8222;Eisett&#8220; = Isaak</p>
<p>&#8222;Ulja&#8220; = Julia</p>
<p>&#8222;Hallo&#8220; = Hallo</p>
<p>&#8222;Tschus&#8220; = Tschüß</p>
<p>&#8222;Hey&#8220; = Hey</p>
<p>&#8222;Hai&#8220; = Hi</p>
<p>&#8222;Buttee&#8220; = Butter</p>
<p>&#8222;Feiss&#8220; = Fleisch</p>
<p>&#8222;Ja&#8220; = Ja</p>
<p>&#8222;Nee&#8220; wurde zu &#8222;Nein&#8220; = Nein</p>
<p>&#8222;Ssei&#8220; = zwei</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1625" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-zwei-kirschen.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - zwei Kirschen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-zwei-kirschen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-zwei-kirschen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Nie&#8220; = Knie</p>
<p>&#8222;Bau&#8220; = Bauch</p>
<p>&#8222;Haiss&#8220; = Hals/Schal/Halstuch</p>
<p>&#8222;Mütte&#8220; = Mütze</p>
<p>&#8222;Dassee&#8220; = Das hier</p>
<p>&#8222;Ssu&#8220; = Zu</p>
<p>Letztens hat er versucht, Augenbraue zu sagen. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, es klang in etwa wie &#8222;Autetaute&#8220;.</p>
<p>&#8222;Bebi&#8220; = Baby</p>
<p>&#8222;Tita&#8220; = Kita</p>
<p>&#8222;Tatta&#8220; = Kacka (Wenn er kackern muss, gerade kackert oder gekackert hat)</p>
<p>&#8222;Puhtee&#8220; = Pullern</p>
<p>&#8222;Biettee&#8220; = Bitte</p>
<p>&#8222;Fussee&#8220; = Fussel</p>
<p>&#8222;Fuß&#8220; = Fuß</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1770" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-fuesse.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Füße" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-fuesse.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-fuesse-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Meinel&#8220; = Malen</p>
<p>&#8222;Manno&#8220; = Manno</p>
<p>&#8222;Maino&#8220; = Meins</p>
<p>&#8222;Nuhl&#8220; = Null</p>
<p>&#8222;Duhke&#8220; = dunkel</p>
<p>&#8222;Nunu&#8220; = Norovirus</p>
<p>&#8222;Mapa&#8220; = Mama und Papa</p>
<p>&#8222;Göke&#8220; = Danke</p>
<p>&#8222;Sso&#8220; = So (eine alte Angewohnheit von uns, ständig &#8222;So!&#8220; zu sagen)</p>
<p>&#8222;Kroiz&#8220; = Kreuz</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1771" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kreuz.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Kreuz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kreuz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-kreuz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&#8222;Mune&#8220; = einmummeln (im Bett mit Decke)</p>
<p>&#8222;Batta&#8220; = Bagger</p>
<p>&#8222;Tatta&#8220; = Traktor</p>
<p>&#8222;Auf&#8220; = aufstehen (so fies, wenn ein so gemeines Wort aus so einem süßen Mund kommt)</p>
<p>&#8222;Otee&#8220; = OK</p>
<p>&#8222;Bebi&#8220; = Babyphone, Kameras</p>
<p>&#8222;Titzee&#8220; = kitzelt</p>
<p>&#8222;Ausso&#8220; = Ach so</p>
<p>&#8222;Mals&#8220; = Schmalz</p>
<p>&#8222;Abeit&#8220; = Arbeit (Papa muss zur Arbeit)</p>

<h2>Mimik und Gestik</h2>
<p>Eigentlich hat unser Sohn ja schon viel früher angefangen zu sprechen &#8211; nur eben anders.</p>
<p>Als es ihm noch nicht möglich war, Dinge zu benennen, hat er anfangs geweint. Da war er noch ein <strong>Baby</strong>. Wir mussten herausfinden, was ihm fehlte, warum er weinte, was er uns versuchte zu sagen.</p>
<p>Zum Beispiel fing er an zu schmatzen oder auf der Hand herumzukauen, wenn er Hunger hatte. Oder ganz einfach: das Gähnen, das Augen reiben, wenn er müde war. Manchmal musste man erst ein wenig herumprobieren, um zu verstehen, <a href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" rel="noopener">woher die Ursache kam</a>.</p>
<p>Später ging es los mit dem <strong>Zeigen</strong>. Auf alles wurde gezeigt. Wenn wir ihn trugen, zeigte er mit seinem dicken Zeigefinger in die Richtung, in die er getragen werden wollte. Wenn er etwas sah, zeigte er darauf und wir benannten es, erzählten ihm vielleicht sogar eine kleine Geschichte darüber. Um ihm den Gegenstand begreiflicher zu machen.</p>
<p>Und auch jetzt, wo er das Sprechen lernt, teilt er sich mit allem, was ihm zur Verfügung steht, mit. Nimmt er ein Geräusch wahr? Dann fasst er sich an sein Ohr. Aber auch der Zeigefinger wird noch gern genutzt, um zum Beispiel am Tisch auf das zu zeigen, was er gern essen oder trinken möchte. Hat er sich verletzt, hält er seine Hand auf die verletzte Stelle.</p>
<p>Mit Hilfe der <strong>Mimik</strong> gibt er zu verstehen, wie er denkt und fühlt. Lacht er? Runzelt er die Stirn? Wendet er sich ab oder zu? Was bedeutet das?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1628" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-maedchen-macht-grimasse.jpg" alt="Die Worte meines Sohnes - Mädchen macht Grimasse" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-maedchen-macht-grimasse.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/11/die-worte-meines-sohnes-maedchen-macht-grimasse-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nichts anderes machen wir Erwachsenen ja auch. Wir <strong>kommunizieren</strong> mit allem, was uns möglich ist. Wenn wir eine Sprache nicht verstehen &#8211; na und? Dann sprechen wir eben mit unserem Gesicht, unseren Händen und Füßen, bis wir verstanden werden.</p>
<p>Hast du auch so eine lustige Liste mit den ersten Worten deines Kindes?<br />
</p>
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