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		<title>Mein Kind hat Soor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 16:00:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Da sieht man&#8217;s mal wieder: Selbst ein Kind, das ohne Schnuller aufwächst, ist nicht vor Soor gefeit. Wie wir ihn entdeckt und behandelt haben, erzähle ich euch im folgenden Artikel. Mein Kind hat Soor Ausgerechnet an einem Sonntag fiel uns auf, dass im Mund unseres Sohnes etwas nicht in Ordnung war. Erst dachten wir, dass er sich auf ... <a title="Mein Kind hat Soor" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/" aria-label="Mehr zu Mein Kind hat Soor">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sieht man&#8217;s mal wieder: Selbst ein Kind, das ohne Schnuller aufwächst, ist nicht vor Soor gefeit.</p>
<p>Wie wir ihn entdeckt und behandelt haben, erzähle ich euch im folgenden Artikel.<span id="more-903"></span></p>
<h2>Mein Kind hat Soor</h2>
<p>Ausgerechnet an einem Sonntag fiel uns auf, dass im Mund unseres Sohnes etwas nicht in Ordnung war. Erst dachten wir, dass er sich auf die Lippe gebissen hätte, doch dann entdeckten wir weiße Stellen in den geröteten, teils blutigen Mundwinkeln und auf seiner Zunge.</p>
<p>Statt abzuwarten, ob es sich wieder von allein geben wird, recherchierte der Papa gleich bei Dr. Internet nach den Symptomen. Die Diagnose: Soor.</p>
<p>Ansonsten machte unser Sohn einen ganz normalen Eindruck. Er war nicht gereizt oder fiel anderweitig auf. Er fasste sich ab und zu in den Mund, um uns auf sein Problem aufmerksam zu machen, aber das war es dann auch schon.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-915" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Kind fasst sich an den Mund" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund-300x189.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Was ist Soor?</h2>
<p>Was ist Soor eigentlich? Soor ist ein Pilzbefall, der ansteckend ist. Er wird durch einen Pilz namens Candida albicans verursacht, der sich mit vielen anderen Mikroorganismen auf und in unserem Körper befindet.</p>

<p>Durch die Einnahme von z.B. Antibiotika oder Kortison oder durch eine Schwächung des Immunsystems (z.B. bei Stress oder Krankheit) können die Flora von Haut, Darm, Schleimhäuten usw. aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der Pilz vermehrt sich dann rasant, es kann u.U. zu Schmerzen beim Stillen kommen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Mutter oder Kind symptomfrei bleiben.</p>
<h2>Symptome bei der stillenden Mutter</h2>
<p>Ich persönlich hatte keine Symptome. Auf dem Infoblatt der La Leche Liga werden jedoch folgende Symptome aufgelistet, die bei der stillenden Mutter auftreten können:</p>
<ul>
<li>Die Brustwarzen jucken und/oder brennen und/oder haben einen geröteten, schuppigen Hautausschlag, der glänzt. Möglicherweise haben sich kleine Bläschen gebildet.</li>
<li>Die Brustwarzen weisen Risse auf und schmerzen, heilen jedoch nicht, obwohl man beim Stillen richtig anlegt.</li>
<li>Die Brust tut weh. Es treten während oder nach dem Stillen/Abpumpen stechende bis schießende Schmerzen auf, die bis tief in die Brust zu spüren sind.</li>
<li>Auch die Scheide kann infiziert sind. Es hat sich eine Scheidenpilzinfektion gebildet, die juckt und brennt.</li>
</ul>
<h2>Symptome beim gestillten Kind</h2>
<p>Wir erkannten den Soor bei unserem Sohn wie gesagt am weißen Belag in den Mundwinkeln, in den Wangentaschen und auf der Zunge. Außerdem waren seine Mundwinkel gerötet und bluteten an einigen Stellen.</p>
<p>Es können aber auch folgende Symptome auftreten:</p>
<ul>
<li>Das Kind hat einen wunden Po und/oder einen roten Ausschlag im Windelbereich.</li>
<li>Das Kind trinkt sehr unruhig. Beim Stillen lässt es die Brust oft los, saugt wieder, weint, quengelt, verweigert eventuell sogar die Brust.</li>
</ul>

<h2>Ursachen</h2>
<p>Da unser kleiner Mann keinen Schnuller hat, stellte sich die Frage, wo er sich diesen Pilz eingefangen haben könnte.</p>
<p>Laut Internet gibt es diverse Ursachen. Da der Pilz zu den sogenannten opportunistischen Erregern gehört, kommt es nur dann zu einer starken Vermehrung und einer Infektion, wenn die Lebensbedingungen für den Pilz optimal sind. Dies kann &#8211; wie bereits oben erwähnt &#8211; dann der Fall sein, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Doch auch folgende Ursachen sind möglich:</p>
<ul>
<li>Mundtrockenheit</li>
<li>Stellen, an denen wenig Luft zirkuliert und es warm, feucht und dunkel ist, z.B. unter Stilleinlagen und der Windel</li>
</ul>
<p>Die einzige Ursache, die auf uns hätte zutreffen können: mangelnde Hygiene, z.B. wenn das Kind an Gegenständen lutscht und diese nicht sterilisiert wurden und dann wieder und wieder in den Mund genommen werden.</p>
<p>Die einzigen Gegenstände, die zutreffen könnten, waren die Trinkflasche, die wir erst vor Kurzem gekauft hatten und die unser Sohn innig liebte, und die Fingerzahnbürste, auf der der Kleine auch gern ewig herumkaut.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-914" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Kind mit Spielzeug im Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Am Abend eines jeden Tages werden diese Sachen von uns gereinigt, aber vielleicht hat das nicht ausgereicht. Vielleicht waren es auch dreckige Hände, die er sich in den Mund gesteckt hat.</p>
<h2>Schnell handeln</h2>
<p>Da wir einen Tag warten mussten, ehe wir zum Kinderarzt gehen konnten, recherchierten wir im Internet nach Hausmitteln, damit sich der Pilz gar nicht erst weiter ausbreiten konnte. 1 TL Apfelessig, verdünnt auf 240 ml Wasser, soll angeblich helfen. Unser Sohn lutschte gierig an dem Wattestäbchen, mit dem wir die Flecken einrieben. Wir hatten den Eindruck, dass die weißen Flecken am nächsten Tag schon weniger wurden.</p>
<p>Gleich am Tag darauf standen wir also beim Kinderarzt auf der Matte. Dieser diagnostizierte sogleich:&#8220;Ja, das ist ein Pilz. Sie bekommen von mir eine Suspension. Vor Gebrauch gut schütteln, nach dem Essen auftragen, 4 &#8211; 6 x täglich 0,5 &#8211; 1 ml. Ist für Erwachsene ungefährlich, bei Kleinkindern lieber Abstand halten, sonst stecken die sich auch noch an&#8220;. Alles klar. Dann durften wir wieder gehen.</p>

<p>Die Suspension, die uns der Kinderarzt verschrieb, heißt übrigens MYKUNDEX Suspension, 100.000 I.E./ml und beinhaltet den Wirkstoff Nystatin. Nach dem Verbrauch von insgesamt 2 Fläschchen war der Soor allerdings immer noch da. Deshalb erzähle ich euch später noch, was für ein natürliches Mittel unserem Sohn geholfen hat. Jetzt will ich erst einmal meinen Dampf ablassen, was für eine Tortour das mit dem vom Kinderarzt verabreichten Medikament war (obwohl es so einfach hätte sein können).</p>
<h2>Die nervenaufreibende Behandlung mit MYKUNDEX Suspension</h2>
<p>Um Soor zu behandeln, brauchte es eine Menge Zeit, Geduld und Nerven. Zumindest erging es uns so mit dieser Suspension.</p>
<p>Anfangs dachte ich, dass die Behandlung einfach wird. In der Suspension ist eine Art von Zucker drin, das wird dem Kleinen schmecken, kein Problem. Denkste! Unser Sohn schluckte es zwar sehr gern, ABER&#8230;</p>
<p>Wir mussten die Suspension 4 &#8211; 6 x täglich nach dem Essen geben. Bevor es mit der Prozedur losging, musste man sich ein paar Wattestäbchen schnappen und damit die weißen Flecken abkratzen. Dann wurden 0,5 &#8211; 1 ml der Suspension in eine Pipette gesaugt und davon ein Teil auf ein frisches Wattestäbchen gegeben. Mit diesem Stäbchen wurden jetzt die befallenen Stellen betupft. War dieser Akt geschafft, konnte der Rest, der in der Pipette war, dem Kind in den Mund geflößt werden.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-916" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Wattestäbchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Eigentlich sollte die Suspension eine Weile im Mund bleiben, damit sie wirken konnte, aber erzählt das mal einem Kleinkind. Das Zeug wird einfach sofort heruntergeschluckt, da kann man tun und machen, was man will.</p>
<h2>Geduld</h2>
<p>Wir brauchten also extrem viel Geduld und Nerven bei dieser Prozedur. Der Kleine wollte erst mit den Wattestäbchen spielen, dann fielen sie auf den Boden, dann nahm er sie bereits in den Mund und man konnte sie nicht mehr gebrauchen, weil sie völlig aufgeweicht waren. Also neue holen. Und dann interessierte er sich für die Pipette, wollte sie unbedingt halten, dazu noch das Fläschchen, das bereits offen stand.</p>
<p>Da hat man natürlich Angst, dass die kostbare Medizin gleich auf dem Boden verteilt wird und versucht, das Fläschchen wenigstens ein bisschen mithalten zu dürfen. Das passt dem Kleinen aber sowas von gar nicht. Er merkt sofort, wenn jemand hilft. Und das will er nicht! Er will die Flasche allein halten und die Pipette in die Flasche tunken. Also gut. Dann mach mal, kleiner Mann. Geduldig sitzt man daneben und beobachtet das Treiben.</p>

<p>Und nachdem Flasche und Pipette irgendwann ihren Reiz verloren haben, widmet sich der Kleine wieder den Wattestäbchen. &#8222;Aber nicht gleich wieder alle auf einmal. Nimm dir nur eins.&#8220; Na wenigstens das macht er dann.</p>
<p>Das Problem ist nicht, dass er die Sachen erkunden und kennenlernen will. Es ist eher die Aufgabe, die danach auf uns zukommt: das Abwischen der Stellen mit dem Stäbchen.</p>
<p>Unser Sohn wendet dann immer gern den Kopf ab, dreht sich weg, macht völlig zu. Er weint nicht, aber toll findet er es wohl auch nicht, wenn ihm da im Mund herumgefummelt wird.</p>
<p>Aber wenn man geduldig bleibt und die Nerven behält, mit ihm redet, dann macht er irgendwann auch mit und öffnet &#8211; wenn auch nur für einen Augenblick &#8211; den Mund. Man muss dann halt schnell sein und das Stäbchen im rechten Augenblick zur Hand haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-904" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Baby eingewickelt in Badetuch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann kommt noch das Einschmieren mit der Suspension. Das ist auch nochmal eine Sache für sich, denn da wird zwar der Mund weit aufgemacht, allerdings wird dann das Wattestäbchen derart ausgelutscht, dass man gar nichts mehr einschmieren kann. Das ist dann immer ärgerlich, weil man ja nicht einfach mal die Dosis erhöhen und es nochmal versuchen kann.</p>
<p>Aber wenigstens ist es im Mund gelandet. Und wenn man das Ganze bis zu 6 x am Tag macht, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass die Behandlung nicht anschlägt (Denkste!).</p>
<h2>Nach 1 Woche Behandlung</h2>
<p>Nach 1 Woche waren seine Lippen und Mundwinkel wieder völlig symptomfrei. Lediglich die Zunge und eine kleine Stelle an der Innenseite der Wange waren noch leicht weiß.</p>
<p>Die Flasche war mittlerweile leer, wir mussten die Suspension nochmal holen, aber sie war ja kostenlos, von daher&#8230;</p>
<p>Ich war fest davon überzeugt, dass auch der kleine Rest, der jetzt noch übrig geblieben war, nach spätestens 1 Woche verschwindet. Doch leider hatte ich mich geirrt. Nach der 2. aufgebrauchten Flasche war der Soor immer noch da und die Eingewöhnung in der Kita stand in 1 Woche an. Es musste also schnell etwas her! Ganz schnell!</p>
<p>Vom Kinderarzt konnte man nicht viel erwarten. Er wollte den Soor jetzt erst einmal sich selbst überlassen. Nach dem Motto: Wird schon von allein wieder weggehen. Das Risiko, dass unser Sohn dann immer noch den Pilzbefall im Mund hat, es noch schlimmer wird, und wir am Ende die Eingewöhnung verschieben müssen, weil ein Kind mit solch einer ansteckenden Krankheit nicht in die Kita darf, war mir persönlich zu hoch. Ich wollte keine Experimente machen. Ich wollte diesen blöden Soor endlich in den Griff bekommen!</p>

<h2>Was uns geholfen hat</h2>
<p>Und wieder einmal stand mir meine Schwägerin mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin so froh, dass ich sie immer fragen kann, wenn ich nicht weiter weiß.</p>
<p>Unglücklicherweise hatte sich ihre Tochter nämlich mit Soor angesteckt. Während wir also noch mit unserem vom Kinderarzt verschriebenen Medikament arbeiteten, behandelte sie ihr Kind mit Teebaumöl. Ich informierte mich kurz über Teebaumöl, als sie es mir empfahl, fand jedoch heraus, dass man es nur äußerlich anwenden darf. Also ließ ich es erst einmal sein. Ich war skeptisch.</p>
<p>Doch nachdem der Soor immer noch nicht weg war und wir bereits die 2. Flasche kaufen mussten, war der Soor bei meiner Nichte bereits verschwunden. Und das nur mit Teebaumöl. Ich wurde also doch neugierig und recherchierte nun etwas genauer. Immerhin blieb uns nur noch 1 Woche bis zur Kitaeingewöhnung!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1228" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Teebaum" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums gewonnen. Es hat eine entzündungshemmende, wundheilende Wirkung und wird bei entzündlichen Hautproblemen (z.B. Pickeln, Akne oder Warzen) angewandt.</p>
<p>Die beiden wichtigsten Verbindungen, denen das Teebaumöl seine Heilwirkung verdankt, sind Terpinen und Cineol. Cineol ist für seine antiseptische, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Doch<span id="ctrlcopy"> insbesondere dem Terpinen-4-ol, das mit 30 &#8211; 40 % den Hauptbestandteil des Teebaumöls darstellt, wird seine große Heilwirkung zugeordnet. Terpinen-4-ol hat eine starke Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren. Insgesamt gibt es etwa 100 Inhaltsstoffe im Teebaumöl, von denen aber nur etwa 60 % klassifiziert wurden.</span></p>
<p>Bei der Anwendung im Mundbereich muss das Teebaumöl jedoch stark verdünnt werden. Wir hatten immer 1-2 Tropfen Teebaumöl in 250 ml Wasser gemischt und den Mund unseres Kindes mit einem Wattepad, das in diese Mischung getunkt wurde, ausgewischt. Und im Nu (nach 1,5 Wochen) war der Soor weg! BAM!</p>
<h2>Vorbeugen</h2>
<p>Die Hauptsache ist, dass man den Soor loswird und dann dafür sorgt, dass er nicht noch einmal auftritt. Für uns hieß das, auf eine gute Hygiene zu achten, sprich: Hände waschen, Gegenstände, die mit Speichel oder Muttermilch in Berührung kamen, gründlich und oft reinigen, (Still-)BH&#8217;s oft wechseln und bei mind. 60°C waschen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-917" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Spielzeug Bausteine" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hattet ihr oder euer Kind Soor? Wie habt ihr ihn behandelt? Wie lange dauerte es bei euch?</p>
<p>Schreibt mir eure Erfahrungen mit Soor. Ich bin gespannt auf eure Geschichten.<br />
</p>
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		<title>Mit Baby duschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 16:00:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nur zu oft ist es in den Kleinfamilien Alltag, dass der Vater arbeiten geht und die Mutter während des Mutterschutzes und der Elternzeit &#8211; oder noch darüber hinaus &#8211; mit dem Baby allein zu Hause ist. Und dann kommen Tage, an denen das Baby für keine einzige Sekunde abgelegt werden will. Was also tun, wenn ... <a title="Mit Baby duschen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mit-baby-duschen/" aria-label="Mehr zu Mit Baby duschen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur zu oft ist es in den Kleinfamilien Alltag, dass der Vater arbeiten geht und die Mutter während des Mutterschutzes und der Elternzeit &#8211; oder noch darüber hinaus &#8211; mit dem Baby allein zu Hause ist.</p>
<p>Und dann kommen Tage, an denen das Baby für keine einzige Sekunde abgelegt werden will.</p>
<p>Was also tun, wenn man mal dringend unter die Dusche müsste und das Baby nicht allein gelassen werden will?<br />
<span id="more-874"></span></p>
<h2>Mit Baby duschen</h2>
<p>Was habe ich mich damals, als ich noch keine Mutter war, über das versiffte Äußere von den in Kaufhäusern umherziehenden Müttern ausgelassen&#8230; Ich schäme mich, wenn ich daran zurückdenke.</p>
<p>Aber die sahen aus! Meine Güte! Mit fettigen Haaren und einem schnell übergestreiften Jogginganzug schlurften sie wie Zombies durch die Gänge und schoben den Kinderwagen vor sich her.</p>
<p>Ich vertrat bis dahin die Meinung, dass man für Körperpflege und ein nettes Äußeres immer Zeit findet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-875" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Frau duscht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und als ich selber frisch gebackene Mutter war, änderte sich meine Meinung schlagartig. Ich lief zwar nie im Jogginganzug durch die Gegend, aber plötzlich konnte ich ganz gut nachvollziehen, wie schnell man als Mutter zu solch einem Schlabberlook kommen kann.</p>
<p>Kaum zu glauben, wenn ich an diese Zeit zurückdenke, aber es gab sie tatsächlich: die Zeit, in der man den ganzen Tag nur am Stillen ist und zu nichts kommt. Nichts! Kein Duschen, keine Wäsche, kein Putzen, kein Fegen, kein Saugen. Die Wohnung sah furchtbar aus!</p>
<p>Eventuell schaffte ich es noch, das eingefrorene Essen, das ich zur Vorbereitung auf das kommende Wochenbett en masse vorgekocht hatte, aufzuwärmen. Das war&#8217;s dann aber auch schon.</p>
<h2>Zeit, zu handeln</h2>
<p>Ich erinnere mich noch genau an den Tag zurück, als mir die Stilleinlagen ausgingen und ich mich nicht aus dem Bett bewegen durfte, um neue zu kaufen. Logischerweise stillte ich dann, ohne dass mein BH durch eine Stilleinlage geschützt wurde.</p>
<p>Immer, wenn die Milch dann einschoss und die Milch an beiden Seiten in Strömen floss (okay, anfangs waren es eher ein paar Tröpfchen, aber steter Tropfen höhlt den Stein), saugte sich mein Still-BH mit dem gelblichen Kolostrum voll.</p>

<p>Ich kam nicht einmal dazu, den verdammten BH zu wechseln! Es war eine Katastrophe! Als mich dann mein Freund darauf hinwies, ich möge doch mal den BH wechseln, war es mir so unendlich peinlich! Plötzlich war ich zu einer dieser Mütter aus den Kaufhäusern geworden.</p>
<p>Es gab Zeiten, in denen der Kleine sofort, obwohl er gerade noch tief und fest geschlafen hatte, bemerkte, wenn er abgelegt wurde. Er wachte dann auf, weinte, wollte wieder gestillt werden. Ich setzte mich wieder in den Stillsessel und alles ging von vorne los. Teufelskreis. Also wie stellt man es denn nun an, wenn man allein ist und das Baby nicht ablegen kann?</p>
<h2>Zeit zu zweit</h2>
<p>Bei mir war es von einem Tag auf den anderen so weit: Ich hatte die Nase voll von gelben BH&#8217;s, unreinem Körpergefühl und dergleichen. Ich schnappte mir zwei Badetücher, zog erst mich und dann den Kleinen aus, und stieg mit ihm in die Dusche.</p>
<p>Da er das gemeinsame Duschen bisher nicht kannte, war er ganz gespannt, was jetzt kommen würde. Mit großen Augen wartete er ab.</p>
<p>Es passierte nicht sonderlich viel in meinen Augen, doch für ihn war es etwas völlig Neues. Der Duschvorhang wurde zugezogen, die Dusche wurde angestellt, Temperatur gecheckt und dann stellten wir uns in den Wasserstrahl.</p>
<p>Das meiste bekam ich ab, der Rest rann meinem Baby langsam über den Körper. Ich wollte nicht, dass er vollgespritzt wird, sich erschreckt oder es unangenehm findet. Also schirmte ich ihn ab.</p>

<h2>Drahtseilakt</h2>
<p>Es war schon nicht leicht am Anfang, das gebe ich zu. Immerhin hatten wir unseren Sohn sonst immer auf dem Wickeltisch gewaschen oder in der Babywanne gebadet.</p>
<p>Jetzt stand ich plötzlich mit meinem Kind auf dem Arm unter der Dusche und musste zusehen, wo ich bleibe.</p>
<p>Da ich zu dieser Methode erst später kam, konnte unser Sohn seinen Kopf bereits halten. Ich musste also nicht noch zusätzlich den Kopf stützen. Das stelle ich mir nämlich noch einen Tick schwieriger vor.</p>
<p>Ich setzte meinen Sohn auf meine rechte Hüfte, hielt ihn mit dem rechten Arm und wusch ihn mit der linken Hand mit Wasser ab. Babyhaut braucht nämlich kein Shampoo oder sonstwas, das ist ja das Tolle! Und das Beste: sie riecht nicht nach Parfüm, sondern nach sich selbst. Herrlicher Babygeruch! Tiiiief einatmen!</p>
<p>Wenn er zu schwer wurde, oder nun die andere Seite mit Waschen dran kam, wechselte ich einfach die Seiten und fertig.</p>
<p>Und nun kommt der schwierigere Teil: sich selbst zu waschen, während man das Baby im Arm hält.</p>
<p>Das ist nicht so kompliziert, wie man es sich vielleicht vorstellt. Mit der Zeit arrangierte ich mich damit, dass ich den Kleinen immerzu auf einem Arm trug und alles mit nur einer Hand erledigte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-879" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Mutter und Kind Arm in Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>So geht&#8217;s:</h2>
<p>Im Folgenden gebe ich ein paar Tipps, wie ihr euer Baby am besten halten könnt.</p>
<h3>Haare waschen</h3>
<p>Mein Baby habe ich auf meiner Hüfte abgestützt und umklammere es mit dem Arm, damit es nicht runterfällt. Mit der anderen Hand kann ich jetzt den Rest erledigen: Haarshampoo greifen, aufmachen, über den Kopf gießen, Shampoo abstellen, Zeug auf dem Kopf einmassieren, Kopf unter die Dusche halten (diesen Part fand mein Kleiner immer lustig mitanzusehen) und ausspülen. Dabei darauf achten, dass das Baby keine Shampoospritzer ins Auge bekommt.</p>
<h3>Duschgel</h3>
<p>Und genau so handhabt man das dann auch, wenn man den restlichen Körper saubermacht.</p>
<p>Kind wird, wie oben beschrieben, gehalten, das Duschgel mit der freien Hand aufgemacht, über den Körper geträufelt, abgestellt, einmassiert, alles abgebraust &#8211; fertig!</p>
<h3>Abtrocknen</h3>
<p>Klar, dass man beim Aussteigen Acht geben muss. Ich weise dennoch darauf hin: Wenn ihr aus der Dusche steigt, gebt Acht, dass ihr nicht ausrutscht oder was auch immer.</p>
<p>Wenn ihr draußen seid, wickelt zuerst euer Baby in ein Badetuch ein, damit es nicht auskühlt und friert. Danach seid ihr dran.</p>

<p>Wenn sich euer Baby jetzt kurz ablegen lässt, damit ihr euch ein Tuch umbinden könnt, schön. Ich musste lernen, auch das mit dem Kleinen auf dem Arm zu erledigen.</p>
<p>Dann geht es nur noch ums Abtrocknen, Wickeln und Anziehen. Das könnt ihr ja wie üblich machen. Unser Baby fand aber auch den Wickeltisch doof. Was uns dabei geholfen hat, könnt ihr übrigens in folgenden Beiträgen nachlesen:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-an-und-ausziehen/" rel="noopener noreferrer">Baby weint beim An- und Ausziehen</a></li>
<li><a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-wickeln/" rel="noopener noreferrer">Baby weint beim Wickeln</a></li>
</ul>
<h2>Nachtrag: Wie ist es heute?</h2>
<p>Mittlerweile genießen wir es richtig, mit unserem Kind gemeinsam zu baden oder zu duschen. Auch der Papa kann diesen Part mal übernehmen, damit ich währenddessen etwas anderes erledigen kann.</p>
<p>Zu zweit ist es natürlich einfacher, als wenn man allein mit dem Kind ist. Wenn Papa und Sohn fertig sind, stehe ich draußen mit Badetuch bereit, mummel den Kleinen schön warm ein, trockne ihn ab, wickel ihn, zieh ihn an usw. Der Papa kann dann noch in Ruhe zu Ende baden und macht das Bad sauber. Ist doch eine prima Arbeitsteilung, oder?</p>
<p>Und wenn ich mich entscheide, mit dem Kleinen baden zu gehen, wenn wir allein zu Hause sind, ist das auch keine große Sache mehr. Der Kleine kann schon in der Wanne sitzen, wir spielen und spritzen und planschen und singen. Während ich bereits aus der Wanne steigen und mich abtrocknen kann, spielt der Kleine noch mit seinem Spielzeug oder Badebuch weiter, bis ich ihn dann aus der Wanne hole.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-877" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Kind spielt in der Wanne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Keine Sorge: Ich verlasse NIE den Raum, während mein Sohn noch in der Wanne sitzt. Ich bleibe immer dabei, um im Notfall eingreifen zu können.</p>
<p>Lasst mich wissen, ob euch das gemeinsame Duschen/Baden geholfen hat, wie ihr es findet oder welche Methoden euch womöglich geholfen haben, damit ihr ohne Drama duschen gehen konntet.<br />
</p>
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		<title>Baby beißt beim Stillen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2016 18:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Stillen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kommt völlig unerwartet und trifft dich wie ein Schlag ins Gesicht. Wenn das Baby beim Stillen ständig in die Brust beißt, kommt man schnell an den Rand der Verzweiflung. Was mir geholfen hat, ohne abstillen zu müssen, teile ich dir in diesem Beitrag mit. Baby beißt beim Stillen Da hatten mein Baby und ich ... <a title="Baby beißt beim Stillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/baby-beisst-beim-stillen/" aria-label="Mehr zu Baby beißt beim Stillen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt völlig unerwartet und trifft dich wie ein Schlag ins Gesicht.</p>
<p>Wenn das Baby beim Stillen ständig in die Brust <strong>beißt</strong>, kommt man schnell an den Rand der Verzweiflung.</p>
<p>Was mir geholfen hat, ohne abstillen zu müssen, teile ich dir in diesem Beitrag mit.<span id="more-765"></span></p>
<h2>Baby beißt beim Stillen</h2>
<p>Da hatten mein Baby und ich endlich die furchtbaren <a href="https://www.milchtropfen.de/stillprobleme/" rel="noopener">Stillprobleme</a> hinter uns gelassen. Wunde oder gar blutende Brustwarzen waren kein Thema mehr. Ebenso die <strong>Angst</strong> vor dem nächsten Anlegen. Kein Zähne zusammenbeißen, kein Zehen zusammenkneifen mehr. Es war so schön. Endlich genossen wir beide das Stillen.</p>
<p>Und dann das! Abends, wenn es ins Bett gehen sollte, fing das mit dem Beißen an. Ich sah es in seinem Blick. Es war ganz merkwürdig. Er starrte die Brust an, machte eine komische Bewegung mit den Lippen und zog, während er den Kopf wegzog, die Brustwarze durch seinen Mund. Dabei strichen seine Zähne an meiner Brust entlang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8735 pintbild" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen.jpg" alt="Baby beißt beim Stillen - Mögliche Gründe und Tipps wie man reagieren kann | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Erste Reaktion</h2>
<p>Es tat echt weh! Es tat so weh, dass ich laut <strong>&#8222;AUA!&#8220;</strong>, schrie, aber es interessierte ihn gar nicht. Ganz unschuldig guckte er meine Brust an und wollte wieder gestillt werden. Da ich das zum ersten Mal erlebt hatte, dachte ich, es wäre ein Versehen gewesen und gab ihm wieder die Brust. Und dann biss er wieder zu. Diesmal presste er seine Lippen derartig zusammen, dass meine Brustwarze eingequetscht wurde. Das war echt fies!</p>
<p>Anfangs sagte ich mir noch &#8222;Ruhig Blut.&#8220; und erklärte ihm, dass es wehtut, wenn er beißt und dass er damit aufhören soll. Doch als das nichts brachte, reagierte ich irgendwann verärgert. Er sieht doch, dass ich <strong>Schmerzen</strong> habe. Und dennoch macht er es wieder und wieder. Ich war fassungslos! Beleidigt! Empört! Verletzt! Ich sagte ihm laut, klar und deutlich, dass er das Beißen lassen soll.</p>

<p>Und als auch das nicht fruchtete, begann ich irgendwann zu drohen. Ich sagte, ich würde <strong>abstillen</strong>. Jetzt gleich, sofort und auf der Stelle. Manchmal musste ich aus schierer Wut ganz schnell das Zimmer verlassen und sein Papa musste dann seinen Beitrag leisten. Ich wiederum nutzte die Zeit, um runterzukommen. Gar nicht so leicht, wenn einem zuvor in die Brustwarze (!!) gebissen wurde.</p>
<p>Und als ich wieder klar denken konnte, merkte ich, dass das gerade eben völliger Blödsinn war, den ich da von mir gegeben habe. Meine Güte, er ist noch so klein. Wie soll er begreifen, dass er mir weh tut? Er macht es doch nicht absichtlich. Und diese lächerlichen Drohungen, wie sofort abzustillen, bringen überhaupt nichts. Es muss einen anderen Grund geben.</p>
<h2>Mögliche Gründe für&#8217;s Beißen</h2>
<p>Ich merkte, dass ich nicht weiterkam und suchte in verschiedenen Foren und Blogs nach <strong>Ratschlägen</strong>. Ich werd&#8216; doch nicht die erste Mutter mit diesem Problem sein. Und siehe da: Zig Tipps sprangen mir ins Auge und wollten gelesen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-770" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-hand-auf-tastatur.jpg" alt="Baby beißt beim Stillen - Hand auf Tastatur" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-hand-auf-tastatur.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-hand-auf-tastatur-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><a href="https://www.babycenter.de/a9992/was-tun-wenn-ihr-stillbaby-bei%C3%9Ft" target="_blank" rel="noopener">Gründe, aus denen das Baby zubeißt</a>, können zum Beispiel folgende sein:</p>
<ul>
<li>Langeweile, weil es gar keinen Hunger hat</li>
<li>Drang nach Aufmerksamkeit, falls die Mutti beim Stillen abgelenkt ist</li>
<li>Enttäuschung, wenn der Milchfluss nicht schnell genug einsetzt</li>
<li>Fehlspannungen im Kiefer oder aber im ganzen Körper</li>
</ul>
<p>Dann stieß ich auf einen weiteren Grund: Das Baby hat <strong>Schmerzen</strong>, z.B. durch das Zahnen. Könnte bei uns tatsächlich zutreffen.</p>

<h2>Was tun, wenn das Baby beim Stillen beißt</h2>
<p>Die meisten Mütter und Ratgeber empfehlen, das Stillen zu unterbrechen, sobald das Baby zubeißt. Und dann ordentlich schimpfen!</p>
<p>Ich weiß! In die Brust gebissen zu werden, ist total kacke! Es ist eins der beschissensten Gefühle, die ich kenne! Ich verstehe total, wenn du da &#8211; wie ich &#8211; kurz vorm Ausrasten bist. Oder sogar ausrastest. Auch ich bin laut geworden. Hat mein Baby nur Null interessiert.</p>
<p>Da kann ich ehrlich gesagt von Glück reden. Denn laut &#8222;Nein!&#8220; oder sonstwie aufzuschreien, könnte mitunter sogar <strong>negative Folgen</strong> haben:</p>
<ol>
<li><a href="http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/search?q=+bei%C3%9Fen" target="_blank" rel="noopener">Ursache-Wirkung-Prinzip</a>: Dein Baby erkennt, dass auf seine Handlung (Beißen) eine Reaktion (lauter Aufschrei) folgt. Es könnte versuchen, herauszufinden, ob diese Reaktion immer auftritt. Und dann hast du ein richtiges Problem!</li>
<li>Stillstreik: Dein Baby könnte von deinem lauten Aufschrei derart erschreckt werden, dass es nicht mehr gestillt werden möchte. Es geht in den <strong>Stillstreik</strong>. Dann hast du zwar das Problem mit dem Beißen hinter dir, dafür aber ein neues, größeres an der Backe.</li>
</ol>

<h3>Also was tun? Wie &#8222;richtig&#8220; reagieren?</h3>
<p>&#8222;Gewünschtestes Wunschkind&#8220; rät, das Verhalten (nicht das Kind!) so gut es geht zu <strong>ignorieren</strong>. Ja, haha, ich weiß. Klingt irre. Aber wenn du dem Beißen keinerlei Beachtung schenkst, gibt es auch keine Reaktion, die wiederholt werden will. Es soll so wohl schneller vorbei gehen.</p>
<p>Nun kannst du ja schlecht dabei zusehen, wie dir die Brust zerbissen wird, und dabei gleichzeitig noch ruhig bleiben. Hier gilt es ganz klar, dich zu <strong>schützen</strong>: Steck deinen kleinen Finger in den Mundwinkel deines Kindes und löse die Brustwarze sanft (!) vom Babymund.</p>
<p>Weil ich davon ausging, dass es bei uns am Zahnen liegt, habe ich gedacht: Mein Baby braucht etwas zum Kauen, Knietschen, Beißen. Also: Auf, auf! Fingerzahnbürste und <a href="http://amzn.to/28NHdk2" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Beißring</a>* geschnappt und meinem Kleinen zum Herumknatschen hingehalten. Er kaute vergnügt darauf herum, legte es nach einer Weile Herumsnatschen beiseite und wollte wieder gestillt werden. Und siehe da: Kein Beißen mehr! Vielleicht klappt das auch bei dir?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6407" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand.jpg" alt="Baby sitzt, lacht und hält Beißring in der Hand" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Und was, wenn es nun nicht die Zähne sind?</h2>
<p>Versuche, die <strong>Ursache</strong> des Beißens herauszufinden. Je nachdem kannst du dann entsprechend handeln:</p>
<p>Ist es Langeweile? Dann (sanft!) abdocken und die Langeweile bekämpfen. Spielt was, macht einen Spaziergang, kocht, putzt&#8230; Ich bin mir sicher, in dem Alter findet dein Baby alles, was du machst, hochinteressant.</p>
<p>Wenn der <strong>Milchspendereflex</strong> nicht schnell genug für dein Baby einsetzt, oder es deine Aufmerksamkeit will: Sei vollkommen bei deinem Baby. Wenn dir eine Million Sachen durch den Kopf gehen, schreib sie auf, damit sie aus deinem Kopf verschwinden und du zur Ruhe kommen kannst. Hört gemeinsam ruhige Musik. Mach es dir und deinem Baby so richtig schön gemütlich und kuschlig. Leg das Handy, oder was auch immer du gerade machst, beiseite und widme dich deinem Baby.</p>
<p>Was noch helfen könnte, um den <a href="https://www.babyclub.de/hebammensprechstunde/fragen/13438296.wie-kann-ich-den-milchfluss-anregen.html" target="_blank" rel="noopener">Milchspendereflex anzuregen</a>: Massier deine Brust vor dem Stillen mit Stillöl, erwärme sie vorher oder trink etwas Warmes. Ich denke allerdings eher, dass hier Ruhe der Schlüssel zum Erfolg ist, aber probier dich aus.</p>
<p>Und wenn alles nichts hilft, kann es meiner Meinung nach nicht schaden, mal beim Osteopathen vorbeizuschauen. Vielleicht liegt tatsächlich eine Blockade vor, die behoben werden muss.</p>
<h2>Loben und Bestrafen</h2>
<p>Nochmal zurück zum Loben und Bestrafen, weil mir dieses Thema sehr wichtig ist.</p>
<p>Viele raten dazu, ihr Baby zu <strong>loben</strong>, wenn es sich &#8222;lieb&#8220; verhält, also nicht beißt usw. Dann kriegt es eine Extraportion Küssen, Kuscheln, lieb Reden und dergleichen.</p>
<p>Im Umkehrschluss soll das Baby in irgendeiner Form <strong>bestraft</strong> werden, wenn es beißt. Damit es lernt, dass es etwas Falsches getan hat. Es wird geraten, dass Baby auszuschimpfen, abzulegen oder die Brust an das Baby zu drücken, damit es keine Luft mehr bekommt und von der Brust geht.</p>
<p>Dass es sich hier um ein Baby handelt, und nicht um ein Kind, das schon Zusammenhänge herstellen kann, vergessen da viele. Was das Baby mitbekommt: Die Milch wird ihm verweigert (aus einem Grund, den es nicht kennt), Mama guckt grimmig und ist furchtbar laut (aus irgendeinem Grund, den es auch nicht kennt), es kriegt keine Luft (!) oder es wird abgelegt. Babys sind Traglinge. Sie brauchen unseren Schutz, und den am besten in unseren Armen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-766" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-auf-dem-arm-seiner-mutter.jpg" alt="Baby auf dem Arm seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-auf-dem-arm-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-auf-dem-arm-seiner-mutter-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wird ein Baby <strong>abgelegt</strong>, bekommt es Angst. Es kann ja nicht ahnen, dass hier keine gefährlichen Raubtiere herumstreunen, die es fressen wollen. Es weiß nicht, ob und wann es wieder den beruhigenden Duft von dir einatmen und deine Körpernähe spüren wird. Es lebt im Jetzt. Jetzt liegt es irgendwo und fühlt sich schrecklich. Es will zu dir. Dass du ihm gerade eine Lektion erteilen willst, weil es gebissen hat, weiß doch dein Baby nicht. Es ist ein Baby!</p>
<p>Und dein Baby ist auch kein Hund, der dressiert werden muss. Loben für &#8222;gutes&#8220; Benehmen, Bestrafen für &#8222;schlechtes&#8220;. Was dein Baby braucht, ist Liebe. Bedingungslose. Versuch, den Grund für das Beißen herauszufinden und nicht, dein Baby mit <strong>Liebesentzug</strong> zu strafen. Versuch es. Bei mir hat es auch nicht immer geklappt und ich bin ausgeflippt. Das tut ja auch weh! Du darfst auch ruhig wütend sein. Du hast Schmerzen. Aber in meinen Augen ist es wenig hilfreich, dein Kind dafür zu bestrafen. Kümmer dich um deine schmerzende Brust und hab dein Baby trotzdem lieb.</p>
<p>Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass du das Problem rasch lösen kannst. Ich weiß genau, wie man sich in solchen Momenten fühlt. Darum wünsche ich dir, dass die Ursache schnell gefunden und behoben werden kann.</p>
<p>Alles Gute!</p>

<h2>Nachtrag: 19.07.2017 (Beißen beim Einschlafen)</h2>
<p>Der kleine Mann ist jetzt knapp 28 Monate alt und wird IMMER NOCH gestillt! 😉 Schnuller hat er keinen; dafür braucht er aber weiterhin die Brust zum <strong>Einschlafen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6408" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett.jpg" alt="Kind schläft im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Manchmal ist es so, dass er dann, bevor er sich ins Traumland verabschiedet, in die Brustwarze beißt. Und das tut höllisch weh, sag ich dir! Selbst, wenn ich vor Schmerz laut aufschreie, macht er nur mal kurz die Augen auf und schläft dann weiter (immer noch in die Brust beißend).</p>
<p>Ich handhabe das derzeit so: Nachdem ich also laut aufgeschrien habe und in Panik bin (im Gegensatz zum kleinen Mann), weiß ich: Jetzt muss ich schnell sein! Kleinen Finger in den Mundwinkel des kleinen Mannes klemmen und vorsichtig (!) versuchen, von der Brust zu <strong>lösen</strong>.</p>
<p>Manchmal geht er dann komplett ab, dreht sich um und schläft weiter. Oder er sucht dann nochmal die Brust. Aber dann beißt er zumindest nicht mehr, sondern ist wieder richtig angedockt. Das tut dann wenigstens nicht mehr weh.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/baby-beisst-beim-stillen/">Baby beißt beim Stillen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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