<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Trost &#8211; Milchtropfen</title>
	<atom:link href="https://www.milchtropfen.de/tag/trost/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.milchtropfen.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 07 May 2020 15:42:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.2</generator>

<image>
	<url>https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/01/Milchtropfen-favi-45x45.png</url>
	<title>Trost &#8211; Milchtropfen</title>
	<link>https://www.milchtropfen.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 15:40:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[helfen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[hilflos]]></category>
		<category><![CDATA[ich weiß nicht weiter]]></category>
		<category><![CDATA[Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[Mamamilch]]></category>
		<category><![CDATA[Muttermilch]]></category>
		<category><![CDATA[ratlos]]></category>
		<category><![CDATA[stillen]]></category>
		<category><![CDATA[Trick]]></category>
		<category><![CDATA[Trost]]></category>
		<category><![CDATA[trösten]]></category>
		<category><![CDATA[verzweifelt]]></category>
		<category><![CDATA[was tun]]></category>
		<category><![CDATA[weinen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=13180</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die besten Tipps, wenn dein Kind nicht hört! Die ultimativen Tricks, wenn du wütend bist! Die schnellste Lösung, wenn wir&#8230; Stopp! Atme tief ein&#8230; Und langsam aus&#8230; Wenn wir in Lösungen denken, vergessen wir oftmals den wichtigsten Aspekt, wenn wir vor einer Herausforderung stehen. Was genau ich meine? Dass du nicht immer eine Lösung parat ... <a title="Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/" aria-label="Mehr zu Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/">Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die besten <strong>Tipps</strong>, wenn dein Kind nicht hört! Die ultimativen <strong>Tricks</strong>, wenn du wütend bist! Die schnellste Lösung, wenn wir&#8230; Stopp! Atme tief ein&#8230; Und langsam aus&#8230;<br /><br />Wenn wir in Lösungen denken, vergessen wir oftmals den wichtigsten Aspekt, wenn wir vor einer Herausforderung stehen. Was genau ich meine? Dass du nicht immer eine <strong>Lösung</strong> parat haben musst, sondern&#8230;</p>
<p><span id="more-13180"></span></p>
<h2>Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!</h2>
<p>Oliver ist mittlerweile 5 Jahre alt und seit etwa 1,5 Jahren <a href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/">abgestillt</a>. Nun ergab es sich, dass wir nach einer Rangelei auf dem Bett völlig außer Atem eine Pause machten und uns unterhielten. Ich weiß nicht mehr, wie wir darauf kamen, aber irgendwann drehte sich das Thema um Mamamilch.</p>
<p>Mein <strong>Sohn</strong> fragte mich, ob in meinen Brüsten noch Mamamilch sei und ich verneinte. Ich erklärte ihm, dass mein Körper anfing, welche zu produzieren, als er merkte, dass ein Baby (er) in mir heranwuchs. Und als er dann geboren war, waren meine Brüste voll davon und haben ihm für etwa 3,5 Jahre lang das gegeben, was er brauchte.</p>
<p>Warum da jetzt keine Milch mehr drin sei, fragte er mich weiter.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13187" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben.jpg" alt="Du-musst-nicht-immer-eine-Lösung-haben | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Nun, das liegt daran, antwortete ich, dass die Brust immer nur so viel Milch bildet, wie das <strong>Baby</strong> es braucht. Trinkt es viel Milch, bemerkt die Brust, oh da ist hoher Bedarf, da mach ich gleich mehr. Trinkt das Kind weniger, fährt auch die <strong>Brust</strong> mit der Milchproduktion runter, denn die <strong>Nachfrage</strong> sinkt ja, da muss auch nicht mehr so viel Milch gebildet werden. Und als Oliver dann aufhörte, gar keine Milch mehr zu trinken, gab es irgendwann auch keine <strong>Mamamilch</strong> mehr.</p>
<p>Ich merkte, wie sich die Mine meines Sohnes verzog. „Nie wieder?“</p>
<p>“Naja, nie wieder nicht. Wenn wieder ein neues Baby heranwächst in mir, dann bereitet mein Körper wieder alles vor, damit es was zu trinken hat, dann gibt es auch wieder Mamamilch.“</p>
<p>Du kannst dir sicher denken, wie das <strong>Gespräch</strong> weiterging. Mein Sohn fand, es sei jetzt an der Zeit, dass er ein Geschwisterchen bekommt, damit er wieder Mamamilch probieren könnte.</p>
<p>Dass es für ein weiteres Kindes mehr Gründe braucht als den Wunsch meines Kindes, mal wieder Muttermilch trinken zu können, kam ihm nicht so recht in den Sinn.</p>
<p>Da waren wir nun. An einem Punkt, an dem ich meinem Sohn keine Lösung präsentieren konnte, wie er nun wieder Mamamilch trinken konnte.</p>

<h2>Schnell, schnell, ich brauch eine Lösung!</h2>
<p>Geraten wir in einen solchen Konflikt, möchten wir am Liebsten ganz schnell eine <strong>Lösung</strong> haben. Was können wir tun? Vielleicht reicht es ihm, einfach an der Brust zu saugen? Vielleicht kann ich ja Muttermilch von der Muttermilchbank besorgen? Oder kaufen? Gibt&#8217;s das überhaupt noch? Ist es Zeit, über ein zweites Kind nachzudenken?</p>
<p>Wir merken gar nicht, wie eng sich alles auf einmal anfühlt, wie wir schneller atmen. Wir sind <strong>unsicher</strong>. <strong>Hilflos</strong>. Stehen unter Druck, halten es vielleicht auch nicht so gut aus, wenn unser Kind jetzt anfängt zu <strong>weinen</strong>. Wir möchten so gern helfen, aber wie? Was tun? Es muss doch einen Weg geben, verdammt!!</p>
<p>Nein. Muss es nicht. Denn es gibt und wird immer wieder Situationen in deinem und dem Leben deines Kindes geben, da kann man sich noch so auf den Kopf stellen, es ändert nichts an der Situation.</p>
<p>Das kann sein, wenn das Kind aus Versehen auf eine Schnecke getreten ist. Wenn die Sonne untergeht. Der Laden geschlossen hat. </p>
<p>Das Haus der Schnecke bleibt zertreten, die Schnecke bleibt tot, die Sonne geht nicht plötzlich wieder auf, bloß weil das Kind es sich so sehr wünscht, der Laden macht erst wieder am nächsten Tag um 9 Uhr auf.</p>

<h2>Was wir tun können, wenn wir ratlos sind</h2>
<p>Was wir tun können? Wir dürfen uns in Ruhe hinsetzen, atmen, und uns genau darauf besinnen. Wir nehmen uns jetzt selber den <strong>Druck</strong>, schnell eine Lösung finden zu müssen. Nein. Wir brauchen nicht immer eine. Was wir tun können, ist, für unser Kind da zu sein in einem Moment, in dem es sich komplett seinen <strong>Gefühlen</strong> hingeben darf. Es darf traurig sein, enttäuscht, frustriert, wütend, verzweifelt, alles darf sein.</p>
<p>Gefühle sind da, gelebt zu werden, auch wenn sie unangenehm sind. Alle Gefühle sind ok. Es ist ok, zu weinen. Es ist ok, am Boden zerstört zu sein.</p>
<p>Sei für dein Kind da. Du musst nichts weiter tun als da zu sein. Du musst nichtmal großartig was sagen. Was zählt ist deine absolute <strong>Aufmerksamkeit</strong> für dein Kind. Setz dich neben es. Hör ihm zu. Gib ihm zu verstehen, dass du es hörst, nicke, wiederhole, was es gesagt hat. Vielleicht will es weder angeschaut noch berührt werden, akzeptiere das, biete es in Abständen immer mal wieder an. Mag sein, dass es bald seine Meinung ändert und dann doch findet, dass eine Umarmung von Mama oder Papa jetzt doch ganz gut täte.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12711" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Solche Momente auszuhalten, kann uns unglaublich viel geben</h2>
<p>Der Sturm mag sich nach wenigen Minuten oder auch erst nach Stunden gelegt haben. Vielleicht kommt er nach Tagen auch immer mal wieder hoch, das kann niemand so genau sagen. Aber dein <strong>Kind</strong> und du werden danach unglaublich viel gelernt haben:</p>
<ul>
<li>Mama/Papa ist für mich da.</li>
<li>Mama/Papa hört mir zu.</li>
<li>Alle Gefühle sind ok, auch die, die sich richtig doof anfühlen.</li>
<li>Ich bin ok so wie ich bin.</li>
<li>Ich werde geliebt, egal wie ich gerade drauf bin.</li>
</ul>
<p>Dein Kind lernt, mit seinen Gefühlen umzugehen: Wenn ich traurig bin, dann hilft es mir zu weinen / nicht angefasst zu werden / nicht angesehen zu werden / zu kuscheln / zu reden/ wenn Mama oder Papa sich neben mich setzt und still ist, einfach da ist.</p>
<p>Unser Kind und wir lernen, mit der Situation umzugehen. Wir erkennen, dass es Momente gibt, die man nicht ändern kann. Wir lernen, Dinge zu akzeptieren, wie sie nunmal gerade sind.</p>
<p>Wir <strong>Eltern</strong> können darüber hinaus noch einiges mehr aus diesen Situationen für uns mitnehmen:</p>
<ul>
<li>Ich muss nicht immer eine Lösung parat haben.</li>
<li>Manchmal hilft es auch, meinem Kind in solchen Momenten einfach zuzuhören, es zu verstehen und für es da zu sein.</li>
<li>Mir hilft am Meisten, mein Kind zu begleiten und ruhig zu bleiben, indem ich mir genau das immer wieder sage / meinen Mund halte / mich auf meinen Atem konzentriere / meine volle Aufmerksamkeit jetzt meinem Kind widme.</li>
</ul>
<p>In welchen Momenten hattest du schonmal keine Lösung parat?</p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/">Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wo ist meine Mama?</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2017 06:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[beistehen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kummer]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[schreien]]></category>
		<category><![CDATA[suchen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[traurig]]></category>
		<category><![CDATA[Trost]]></category>
		<category><![CDATA[trösten]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust]]></category>
		<category><![CDATA[vermisst]]></category>
		<category><![CDATA[weinen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.milchtropfen.de/?p=4018</guid>

					<description><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich im Bim &#38; Boom Kinderspielland. Als wir den Heimweg antreten wollten, bemerkten wir dort einen Jungen, der seine Mama suchte. Wo ist meine Mama? Als der kleine Mann und ich angezogen und drauf und dran waren, das Bim &#38; Boom zu verlassen, ertönte eine freundliche Ansage &#8222;Mama von ... <a title="Wo ist meine Mama?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/" aria-label="Mehr zu Wo ist meine Mama?">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/">Wo ist meine Mama?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich im Bim &amp; Boom Kinderspielland. Als wir den Heimweg antreten wollten, bemerkten wir dort einen Jungen, der seine Mama suchte.</p>
<p><span id="more-4018"></span></p>
<h2>Wo ist meine Mama?</h2>
<p>Als der kleine Mann und ich angezogen und drauf und dran waren, das <a href="https://www.milchtropfen.de/bim-boom-kinderspielland/" rel="noopener">Bim &amp; Boom</a> zu verlassen, ertönte eine freundliche Ansage &#8222;Mama von Oliver. Bitte komm doch einmal nach vorne. Danke.&#8220;</p>
<p>In der Regel reicht diese Ansage aus, damit sich die angesprochene Mutter schnurstracks nach vorne zur Kasse begibt, um ihr Kind abzuholen. Denkste! Nicht diese Mutter.</p>
<p>In die Garderobe kam ein Junge gelaufen, der aus voller Leibeskraft nach seiner Mama schrie. Also wirklich schrie! Er war total panisch, kaute auf einem kleinen Stofflämmchen herum und war fix und alle. Er stand dann an einem Kinderwagen in der Garderobe und weinte bitterlich nach seiner Mama.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin kam zum kleinen Jungen und sagte verwundert &#8222;Ich denke, du hast deine Mama gefunden und sie ist wieder da?!&#8220; Das war sie anscheinend nicht. Die Mitarbeiterin bedeutete dem Jungen, zu warten, und ging wieder. Kurz danach hörten wir eine immer noch freundliche, wenn auch deutlichere Ansage &#8222;Mama von Oliver. Bitte ganz, ganz schnell nach vorne kommen.&#8220; Doch von der Mutter fehlte jede Spur.</p>
<h2>Gemeinsam warten</h2>
<p>Während einige Eltern mitleidsvoll zum Jungen schauten, sich dann aber doch dafür entschieden, den Heimweg anzutreten, kniete ich mich neben den Jungen. Ich sagte ihm, wir würden hier gemeinsam auf seine Mama warten. Sie würde bestimmt gleich wiederkommen. Vielleicht sei sie nur gerade auf Toilette.</p>
<p>Der Junge war nicht zu trösten. Er wollte weglaufen. Wahrscheinlich seine Mama suchen. Doch ich rief ihn zurück. Nicht, dass die Mutter gleich auftaucht, und wir dann den Jungen suchen müssen. Also warteten wir gemeinsam.</p>
<p>Der kleine Mann stand ganz ruhig neben uns und beobachtete das Geschehen. Der Junge hingegen war ein Wrack &#8211; emotional gesehen. Total aufgelöst. Weinte immer noch. Das Stofflamm war ganz durchnässt von Sabber und Tränen.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob meine Worte zu ihm durchdrangen. Ob er verstand, also wirklich verstand, dass wir beim ihm bleiben würden. Bis zum Schluss. Bis seine geliebte Mama endlich wieder da sein würde.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4031" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Pinguin kümmert sich um Pinguinbaby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich weiß auch nicht, ob es ihm half, als ich ihn kurz am Arm streichelte. Mir persönlich kam es etwas befremdlich vor, ein fremdes Kind in Not zu streicheln. Und da ich mich unwohl dabei fühlte, ließ ich es lieber sein.</p>
<p>Eine Weile kniete ich einfach nur neben ihm. Sah ihn ab und zu an. Sagte nichts. War einfach nur da. Versuchte, Ruhe auszustrahlen, damit diese auf ihn übergehen konnte. Wenn er mich ansah, erwiderte ich seinen Blick mit einem aufmunternden Lächeln. Ich wollte ihm Hoffnung machen. Aber auch hier hatte ich keine Ahnung, ob es funktionierte.</p>
<p></p>
<h2>Was niemand braucht</h2>
<p>Die Situation war etwas schräg. In unserer Nähe dröhnte lustige Musik aus einem Lautsprecher, als gäbe es kein Morgen mehr. Während ein kleiner Junge neben mir stand, der todtraurig war, weil er seine Mama vermisste.</p>
<p>Zu dieser schrägen Situation gesellte sich irgendwann die Mitarbeiterin. Sie fragte den Jungen über den Kinderwagen aus, an dem er stand. Ob es der sei, mit dem sie gekommen waren usw.</p>
<p>Der Junge antwortete kurz und knapp, war aber immer noch sehr verängstigt und weinte weiter. Ich unterhielt mich kurz mit ihr, fragte, ob die Mutter eventuell auf der Toilette sei. Doch da sei die Mitarbeiterin schon gewesen: Keine Spur von der Mutter.</p>
<p>Im Inneren beschlich mich allmählich das ungute Gefühl, dass die Mutter nie kommen würde. Hatte sie ihr Kind hier einfach zurückgelassen? Oder wollte ihm eine Lehre erteilen? Sich gar einen dummen Scherz erlauben? Nein, so grausam kann doch niemand sein&#8230;</p>
<p>Die Mitarbeiterin scheint mit dem weinenden Jungen überfordert. Ist gestresst. Genervt. Auf einmal höre ich sie sagen &#8222;Wir suchen ja deine Mama. Hör auf zu weinen. Das bringt nichts. Wir suchen sie ja.&#8220; Sie geht ein paar Schritte, dreht sich dann aber nochmal zu ihm um, nur, um dann Folgendes vom Stapel zu lassen &#8222;Da sind überhaupt keine Tränen. Das ist alles nur gespielt.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4032" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Kind ist traurig" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann war sie weg, um weiter nach der Mutter zu suchen. Währenddessen hallten ihre Worte in meinen Ohren wider.</p>
<h2>Weinen</h2>
<p>Ich war total geschockt! Wie kann sie es wagen, einem derart von Verlustängsten geplagten Kind so etwas an den Kopf zu knallen? Wenn ich meine Mutter oder sonst einen geliebten Menschen schmerzlichst vermisse, dann darf ich sehr wohl weinen. Und aus Leibeskräften nach ihr schreien!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4036" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet.jpg" alt="Wo ist meine Mama - weinendes Kind wird von Mutter getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ein Kind, das nach seiner Mutter schreit, hat mehr Chancen, dass sie es hört und es sucht, als ein Kind, das keinen Ton von sich gibt. Es hat einen Sinn, wenn ein Kind aus voller Kehle nach seiner Mutter schreit. Sie soll seine Hilfeschreie hören. Es suchen kommen. Und finden. Bevor andere es finden. So war es schon früher, als wir noch in Höhlen oder sonstwo lebten. Und so ist es auch heute noch.</p>
<p>Und warum verbietet sie einem traurigen Kind zu weinen? Weinen ist befreiend für den Körper. Es ist wie ein Ventil, um all den Druck und den Schmerz, der in einem wütet, rauszulassen. Es tut gut, zu weinen. Und wenn dann noch eine Person da ist, die mich verständnis- und liebevoll durch diese Traurigkeit hindurch begleitet, dann fühle ich mich aufgefangen und dadurch gleich viel gestärkter.</p>
<p>Doch diese Mitarbeiterin hatte keinerlei Verständnis für diesen Jungen übrig. Konnte sich kein bisschen in seine Lage hineinversetzen. Um auch nur im Entferntesten zu erahnen, was er gerade durchmachte. Stattdessen spielte sie seine Angst runter. Nahm ihn überhaupt nicht ernst. Deshalb war ich froh, als sie weg war, um weiter nach der Mutter zu suchen. Soll sie sich mal darum kümmern, dass die Mutter schnell gefunden wird. Ich kümmere mich derweil um den Kleinen.</p>
<p></p>
<h2>Trösten</h2>
<p>Ich bin nicht geübt darin, ein fremdes Kind zu trösten. Ich habe eine ungefähre Vorstellung, was ich sagen darf und nicht sagen darf. Wer das beruflich macht, z.B. in der Seelsorge, hat da bessere Techniken drauf, ganz sicher. Aber ich traute mir definitiv mehr zu als der Mitarbeiterin &#8211; ohne überheblich wirken zu wollen.</p>
<p>Es war nicht viel, was ich zu dem Jungen sagte. Ich gab ihm Hoffnung, dass seine Mama bald da sein würde. Dass wir gemeinsam mit ihm auf sie warten werden. Dass er ruhig weinen darf. Es ist nicht schön, wenn seine Mutter weg ist. Er darf ruhig traurig sein. Manchmal sagte ich auch gar nichts und war einfach nur da. Das merkte der Junge wohl. Er blickte jetzt immer öfter zu mir herüber. Sah mich mit verunsichertem Blick an. Und ich spürte, wie er ein klitzekleines bisschen ruhiger wurde.</p>
<p>Dann beschloss ich, seine Aufmerksamkeit auf das kleine Schaf in seinen Händen zu lenken, auf dem er immer noch wie wild herumbiss. Es klappte. Er ging darauf ein. Wurde noch etwas lockerer. Ich sah regelrecht, wie sich seine verkrampften Muskel ein wenig entspannten. Er erzählte mir von dem Schaf. Es gehöre seiner kleinen Schwester. Dann sprachen wir über sein Kuscheltier usw.</p>
<h2>&#8222;Ich weiß auch nicht&#8230;&#8220;</h2>
<p>Die Mitarbeiterin kreuzt wieder auf. Ohne Mutter. Sich noch einmal im Kinderspielland umblickend sagt sie &#8222;Joah, mein Großer&#8230; Ich weiß auch nicht&#8230;&#8220;</p>
<p>Und wieder blickte ich wie angewurzelt zu ihr auf. Wie jetzt? Du weißt auch nicht? Soll es der Junge etwa wissen? Was soll er denn mit deiner Aussage anfangen? Pech gehabt? Hat sie keine Anweisungen, wie sie in solchen Fällen reagieren soll? Was sie zu tun hat? Polizei anrufen? Jugendamt anrufen? Irgendwas? Wie soll es denn jetzt weitergehen, verdammt?!</p>
<p>In dem Moment, in dem mir beinahe die Hutschnur hochging, rannte der Junge plötzlich los. Um die Ecke bog seine Mama mit seiner Schwester. Sie freute sich, als er ihr in die Arme fiel, und schien absolut keinen Schimmer zu haben, was ihr Sohn gerade durchmachen musste.</p>
<p></p>
<p>Was die Mitarbeiterin der Mutter zum Schluss noch an den Kopf knallte, kann ich mir nur denken. Ich sah nur die gestikulierende Mitarbeiterin und den fragenden Blick der Mutter. Sie schien keinen Plan zu haben, was gerade eben vorgefallen war.</p>
<p>Meine Aufgabe war getan. Ich wollte nicht noch mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Mutter einstürzen. Vielleicht hätte ich es tun müssen. Ihr klar machen müssen, was hier gerade passiert war. Wie verstört ihr Junge war. Doch ich sah ein Happy End, war froh darüber, und ging mit dem kleinen Mann auf meinem Arm meines Weges.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Seit diesem Tag mache ich mir viele Gedanken. Wie ich mein Kind am besten trösten kann, weiß ich. Es ist einfach. Hochnehmen. Kuscheln. Fragen, was passiert ist, wenn es die Situation zulässt. Da sein. Liebevoll reden. Streicheln. Küssen. Stillen. Vieles geht über Hautkontakt und nach kurzer Zeit heißt es dann &#8222;Besser.&#8220; und es kann wieder gespielt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4038" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Kind kuschelt mit Mama" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber wie gehe ich mit einem mir völlig unbekannten Kind um? Seine Mama ist nicht da, die trösten kann, weil sie selbst Teil seines Kummers ist. Wie kann ich am besten trösten? Ist es ok, wenn ich ein fremdes Kind streichle? Darf ich das? Ich persönlich fände es eher befremdlich, wenn mich ein Fremder so trösten will. Und in der obigen Situation war mir auch nicht wohl dabei, weshalb ich es lieber bleiben ließ.</p>
<p>Die beste Methode für mich war, dem Jungen Ruhe zu vermitteln, für ihn da zu sein. Obwohl in mir so viele Gedanken schwirrten, ob die Mutter den armen Jungen hier zurückgelassen hat, war ich ruhig. Ein trauriges Kind kann nicht noch eine unsichere, panische Erwachsene gebrauchen. Und ganz sicher kann es darauf verzichten, Vorwürfe zu hören oder dass seine Angst nur gespielt ist oder dass er aufhören soll, zu weinen. Ich spiele den Gedanken noch weiter und sage, ein Kind will auch nicht hören, dass alles gut ist. Denn in diesem Moment, in dem der wichtigste Mensch in meinem Leben fehlt, ist NICHTS gut. Gar nichts.</p>
<p>Ich fand es auch in Ordnung, das Kind abzulenken, als ich sah, dass es sich ein wenig beruhigt hatte. Wenn es einem zuhören kann. Dann kann man versuchen, es abzulenken. Über schöne Dinge reden. Es macht die Zeit, in der man mit dem Kind zusammen wartet, erträglicher. Lässt sie schneller vergehen.</p>
<p>Ich bin kein Profi. Habe es nicht gelernt oder viel darüber gelesen. Es war mehr so ein Bauchgefühl. Vielleicht konnte ich den fremden Jungen gut trösten, weil ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen konnte. Im Gegensatz zu der Mitarbeiterin. Keine Ahnung vom respektvollen Umgang mit Kindern (was ich von einer Mitarbeiterin im Kinderspielland erwarte). Und anscheinend auch keine Ahnung, was sie in Notfällen zu tun hat, wenn wie im obigen Fall die Mutter tatsächlich nicht kommt.</p>
<p>In meinen Augen sollte die Mitarbeiterin eine Schulung oder ein Seminar besuchen, wie man mit Kindern (und Erwachsenen) in Notsituationen angemessen kommuniziert. Was sie sagen darf und was nicht. Und eine erneute Einweisung, wie sie im Notfall zu reagieren hat, würde auch nicht schaden.</p>
<p>Ich bin einfach wütend, was mitunter für Menschen eingestellt werden. Sollten der kleine Mann und ich einmal in solch eine Situation geraten, in der wir einander suchen, wünsche ich mir fähige Menschen, die wissen, was zu tun ist. Die mein Kind trösten und nicht mit dummen Sprüchen bombardieren. Die ein offenes Ohr und ein offenes Herz haben. Und ihn nicht einfach stehen lassen in seiner Verzweiflung.</p>
<p>Wie hättet ihr reagiert?</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/">Wo ist meine Mama?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
