Bim & Boom Kinderspielland


Wart ihr schonmal im Bim & Boom Kinderspielland in Berlin-Marzahn? Der kleine Mann und ich haben dem Kinderspielland einen Besuch abgestattet und erzählen euch heute, was uns da so alles erwartete.

Bim & Boom Kinderspielland

An einem späten Freitag Nachmittag parkte ich meine alte, verbeulte Karre auf einem ebenso alten und verbeulten Parkplatz neben dem Bim & Boom Kinderspielland. Hier und da standen ein paar Autos herum, aber so im Großen und Ganzen war die Nebenstraße leer gefegt.

Von außen sah das Kinderspielland nicht wirklich einladend aus. Es wirkte ziemlich düster. Die Fassade renovierungsbedürftig. Müll lag herum. Dazu noch der hohe Zaun drum herum. Das schmuddelige Wetter (weshalb ich mich an diesem Tag für den Besuch eines Indoor Spielplatzes entschieden hatte), tat sein Übriges. Plötzlich war ich mir nicht so sicher, ob ich da jetzt wirklich reingehen will.

Als ich mich mit dem kleinen Mann auf dem Arm dem Geisterschuppen näherte, kam uns eine Familie mit lachenden Kindern entgegen. Sie zeigten uns gleich den Weg zum Eingang und schwupps standen wir im Bim & Boom. Es war hell, es war laut, es war bunt und alles andere als ein Geisterschuppen.

Bim & Boom Kinderspielland - Bällebad

Ich sah einige Erwachsene, die es sich im Gastrobereich gemütlich gemacht hatten. Drumherum die Hüpfburgen und herumrennende, hüpfende, vergnügte Kinder. So in etwa habe ich mir ein Kinderspielland vorgestellt. Da wollen wir auch rein. Also auf zur Kasse!

Es kommt auf die Uhrzeit an

Gerade einmal 3,50 € Eintritt zahlte ich für uns an diesem Freitag, als wir nach 17 Uhr im Bim & Boom Kinderspielland aufkreuzten. In meinen Augen ein absolutes Schnäppchen!

Nach der Meinung eines Freundes ist es sogar das beste, erst zu solch späteren Stunden dort anzutanzen. Dann sind die meisten nämlich schon wieder weg. Denn im Bim & Boom Kinderspielland kann es schon recht stickig und miefig werden. Das war sein erster Eindruck, als er dort einst mit seiner Tochter aufkreuzte. Am Wochenende. Zu den Stoßzeiten. Entsprechend schwer war es dann, dem Ganzen positiv gegenüber zu stehen. Doch das war sein Eindruck und seine Meinung. Der kleine Mann und ich blieben zum Glück vom Mief verschont.

Noch schnell einen Stempel aufgedrückt bekommen und erst einmal ab in die Garderobe, um den Krempel loszuwerden.



Erstes Hindernis

Natürlich gehe ich nirgendwo ohne meinen riesigen Rucksack voller Wechselklamotten hin. Einmal ohne Wechselklamotten hat mir gezeigt, was für eine blöde Idee das war. Seitdem laufe ich die ganze Zeit mit diesem vollgestopften Rucksack herum. Muss natürlich nie Klamotten wechseln. Aber ich kenne doch Murphys Gesetz! Also kommt der volle Rucksack mit. Immer.

Doch da stand ich schon vor meinem ersten Problem: Wohin mit dem fetten Rucksack? Die Schließfächer, für die man übrigens eine Pfandgebühr von 10 € zu entrichten hat, waren nicht im Geringsten dafür ausgelegt. Da hätten gerade mal meine wichtigsten Sachen reingepasst: Portemonnaie, Telefon, Schlüssel. Ich überlegte kurz, das Monstrum eines Rucksacks dort reinzuquetschen, verwarf den Gedanken dann aber ganz schnell. Das passte wirklich nicht! Beim besten Willen nicht!

Aber in der offenen Garderobe wollte ich den Klopper auch nicht zurücklassen. Aber auch nicht mitschleppen. Was tun? Zurück zum Auto? Na, vielleicht hat ja die nette Mitarbeiterin einen Geheimschrank für mich…? Leider nein. Doch ganz ausnahmsweise nahm sie den Rucksack für mich in ihre Obhut. Endlich konnte der Spaß beginnen! Wohin als erstes?

Spielautomaten

Zuerst verschlug es uns zu den riesigen Hüpf-Hindernissen. Wir durchquerten einen Palmenwald und quetschten uns durch Baumstämme (glaube ich).

Bim & Boom Kinderspielland - Kind quetscht sich durch Lücke

Als wir all diese Hindernisse überwunden hatten, scheiterten wir jedoch am letzten Hindernis, bestehend aus einem Netzseil, das wir erklimmen mussten. Oben angekommen, hätten wir dann schön rutschen können. Aber dem kleinen Mann war das nicht geheuer. Und mir war es nicht geheuer, mich und ihn auf meinem Arm tragend nach oben zu bugsieren. Also wieder umkehren und etwas Geeigneteres suchen.

Bim & Boom Kinderspielland - Kind am Netzseil

Nur leider war das nicht das, was ich mir erhofft hatte. Zielstrebig steuerte der kleine Mann auf die Spielautomaten zu, an denen bereits einige Kinder wie wild herumspielten. Hier konnte man Rennen fahren, egal, ob auf dem Motorrad oder einem anderen Gefährt. Glück im Unglück, denn um die Dinger fahren zu können, hätte man Geld einstecken müssen.

Bim & Boom Kinderspielland - Kind am Spielautomaten

Der kleine Mann ruderte also ab und zu am Lenkrad herum, drückte ein paar blinkende Knöpfe und ließ sich von mir dann überzeugen, den Rest des Kinderspiellands zu erkunden. Ich fahre doch nicht mit meinem Sohn ins Kinderspielland, um ihn dann vor einem Bildschirm abzuladen.

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Labyrinth

Für den Kleinkindbereich konnte sich der kleine Mann überhaupt nicht begeistern. Stattdessen ging es schnurstracks zum großen Labyrinth. Und da verbrachten wir wirklich die meiste Zeit, ohne dass uns langweilig wurde. Ständig gab es Hindernisse, die es zu überwinden galt.

Bim & Boom Kinderspielland - Kind krabbelt über Hindernis

Dann mussten wir uns entscheiden: Krabbeln wir nach links?

Bim & Boom Kinderspielland - Kind hinter Hindernis

Oder doch nach rechts?

Bim & Boom Kinderspielland - Kind krabbelt durch Tunnel

Oh, nach unten geht’s ja auch noch!

Bim & Boom Kinderspielland - Loch im Boden

Aber wir wollten doch eigentlich zu den Rutschen? Also nach oben!

Bim & Boom Kinderspielland - Kind klettert nach oben

Kaputt

Während wir so durch das Labyrinth irrten, fielen mir zwei Dinge auf. Zum einen die dünne Luft, als wir ganz oben im Labyrinth herumirrten. Ich kann mir nur vorstellen, wie unangenehm es erst sein muss, wenn der Laden RICHTIG voll ist.

Zum anderen fiel mir auf, wie kaputt die Sachen teilweise schon sind.

Bim & Boom Kinderspielland - Luft raus

Die Sicherheitsnetze müssen an manchen Stellen neu geknüpft werden.

Bim & Boom Kinderspielland - kaputtes Sicherheitsnetz

Provisorische Reparaturen sehen erstens nicht schön aus und zweitens können sie keine Dauerlösung sein.

Bim & Boom Kinderspielland - provisorisch repariert

Auch die spröden, zerrissenen Bezüge müssen erneuert werden.

Bim & Boom Kinderspielland - kaputter Bezug

Ich schrappte beispielsweise an einer recht unauffälligen Stelle entlang und dachte, ich hätte mir jetzt die Hand komplett aufgeratscht, so fies fühlte sich der Schmerz an. Doch zum Glück war es nur halb so wild, sodass wir unsere Reise getrost fortsetzen konnten. Wo wollten wir nochmal hin? Ach ja, zu den Rutschen!


Bällebad

Tatsächlich dauerte es eine ganze Weile, bis wir endlich am Ziel – den Rutschen – angekommen waren. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, der kleine Mann hatte vergessen, wohin wir eigentlich wollten. Immer wieder bogen wir ab und landeten plötzlich wieder unten. Im Bällebad. Da gab es zwar auch eine Rutsche, aber die war ja total Pillepalle! Außerdem waren es nicht genügend Bälle. Ich kam mir nicht wirklich wie in einem Bällebad vor. Vielleicht wie in einer Bällepfütze, aber nicht mehr.

Bim & Boom Kinderspielland - Bällebad bzw. Bällepfütze

Mitten im Treppensteigen schloss der kleine Mann Freundschaft mit einem älteren Mädchen, das uns fortan auf Schritt und Tritt folgte. Sie zeigte uns den Weg zu den Rutschen (Ach ja, DA wollten wir ja hin…). Oben angekommen, ging es dann auch gleich gemeinsam wieder ab nach unten.

Bim & Boom Kinderspielland - Rutschen

Huiiiiiii! Das war ein Spaß! Gleich nochmal! Oh nein… Dazu müssen wir ja wieder das Labyrinth durchqueren! Einige Kinder waren clever und kletterten ganz einfach die Rutsche wieder hoch. Doch den kleinen Mann trieb es wieder fort…

Rennbahn

Gleich in der Nähe des Labyrinths standen zahlreiche Dreiräder, mit denen die Kinder über die Rennbahn heizen konnten. Nur leider waren die Beine des kleinen Mannes zu kurz, um in die Pedale zu treten. Aber gemeinsam mit seiner neuen Freundin schafften sie es dann, ein paar Meter voranzukommen.

Dann wurde die Aufmerksamkeit des kleinen Mannes wieder auf etwas anderes gelenkt…

Kanonenanlage

Per Knopfdruck starteten wir – zusammen mit der neuen Freundin des kleinen Mannes – die Kanone. Die Kinder fanden es einfach nur witzig, die Bälle in die Kanone zu stopfen, aufdass sie dann im hohen Bogen durch die Luft flogen.

Doch irgendwoher mussten wir ja das Kanonenfutter bekommen. Ich wagte mich also, mutig wie ich war, aus unserem sicheren Schießstand heraus und sorgte für Nachschub. Wurde indes natürlich gehörig von der gegenüberliegenden Kanone, die von frechen Kindern bedient wurde, abgeschossen. Und wie die lachten, als sie mich trafen! Frechheit! Es tat sogar ein klitzekleines bisschen weh.

Aber irgendwann war unser Schießstand wieder voller Bälle. Ich hüpfte in unseren Unterschlupf und die Rache konnte beginnen! HA HA!

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Weiter geht’s

Doch bald brauchte ich eine Pause von der Schießerei. Der kleine Mann und ich entstiegen der Kanonenanlage. Unsere kleine Freundin war inzwischen verschwunden.
Vorbei ging es an den Hüpfburgen, auf die ich nicht rauf durfte, weshalb der kleine Mann da auch nicht rauf wollte, und vorbei an Snappy, der zu groß für uns war.

Bim & Boom Kinderspielland - Snappy

Aber dann kamen wir zum…

Trampolin

Als der kleine Mann das Trampolin sah, ging ihm das Herz auf. Schließlich hatten wir im Urlaub in Dänemark auch ein Trampolin, das mehrmals täglich genutzt wurde! In den Trampolinbereich durfte ich allerdings auch nicht rein. Vom Gewicht her schon, aber das Wort „Kinder“ hielt mich zurück. Zum Glück war die Freude und Neugier des kleinen Mannes groß genug, dass er dennoch in den Trampolinbereich ging.

Es gab mehrere Kabinen mit Trampolinen. Alle fein durch Netze gesichert. Man konnte also prima durchsehen. Und so stand ich am Rand der Kabine, in der der kleine Mann mit Wonne hüpfte und jauchzte. Ab und zu traute er sich sogar, ohne mich bis zum Ende des Trampolinbereichs zu laufen.

Bim & Boom Kinderspielland - Kind auf Trampolin

Wir hätten wohl noch Stunden dort verbringen können, doch schon bald ertönte das Lied „Wer hat an der Uhr gedreht?“. Den Wink mit dem Zaunpfahl verstehend schaute ich auf die Uhr: 18:45 Uhr. Um 19 Uhr schließt das Bim & Boom Kinderspielland. Das stimmte den kleinen Mann erst traurig. Doch mein Versprechen, dass wir wiederkommen werden, tröstete ihn. Also auf zu den Garderoben, Rucksack abholen und ab nach Hause.

Fazit

Alles konnten wir aufgrund der knappen Zeit leider nicht entdecken, aber dann beim nächsten Mal.

Von außen sieht das Bim & Boom Kinderspielland wirklich wenig einladend aus. Es liegt Müll herum, die Fassade ist renovierbedürftig, aber es gibt viele kostenlose Parkplätze drumherum. Da kann man nicht meckern.

Ganz oben im Labyrinth wurde die Luft tatsächlich dünner. Ich wünschte mir da oben frische Luft herbei, aber die kam leider nicht. Ich kann mir nur vorstellen wie es hier in der Rushhour gewesen wäre. Erleben will ich es nicht. Von daher kann ich euch nur empfehlen, die Stoßzeiten zu meiden und lieber früher oder später vorbeizukommen. Und bringt kurze, lockere Kleidung mit für eure Kinder. Wer hier Spaß haben will, braucht Kleidung, in der er/sie sich gut bewegen und schwitzen kann.

Bim & Boom Kinderspielland - Kind klettert durch Hindernisse

Natürlich ist ein Kinderspielland zum Rennen, Toben, Auspowern da, keine Frage. Und wir hatten echt eine Menge Spaß beim Krabbeln, Klettern, Hüpfen, Rutschen und und und… Aber das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass solche Gebrauchsgegenstände schnell abnutzen. Auch innen müsste einiges repariert werden. Manche Stellen sind nur notdürftig zusammengeflickt. Anderen ist die Luft komplett entwichen. Der teils aufgerissene Bezug kann echt weh tun, wenn man – wie ich – blöd daran vorbeikommt.

Auch die Sicherheitsnetze müssen an einigen Stellen neu geknüpft werden. Und wenn ich Stellen sehe, an denen sich Kinder und/oder Erwachsene verletzen können, habe ich wenig Lust, dort entlang zu klettern.

Es sind nur Kleinigkeiten, die stören – sicher. Aber in der Masse lassen sie die an sich tolle Idee eines Kinderspiellands schäbig und teils sogar gefährlich aussehen.

Wenn man zur richtigen Zeit vorbeikommt, spart man eine Menge Geld. Der günstige Eintritt hat mich natürlich gefreut, doch jetzt ahne ich, an welchen Ecken und Kanten gespart wurde. Von mir aus kann das Bim & Boom Kinderspielland mehr Eintritt verlangen, damit die kaputten Stellen repariert werden können. Dann werden wir das Kinderspielland gern wieder besuchen kommen.

Wer das Bim & Boom Kinderspielland schon jetzt besuchen will, der findet es in der unten eingefügten Karte.

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