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	<title>Akzeptanz &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Akzeptanz &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>&#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2018 12:17:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit gut zwei Monaten ernähre ich mich vegan und werde Stück für Stück auch vegan leben. Kaum zu glauben, aber wahr, ich lebe immer noch! Wie ist das so, wenn Mama sich fortan vegan ernährt und der Rest der Familie eben nicht? Das kann doch nur in einer Katastrophe enden&#8230; &#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; ... <a title="&#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird/" aria-label="Mehr zu &#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gut zwei Monaten ernähre ich mich <strong>vegan</strong> und werde Stück für Stück auch vegan leben. Kaum zu glauben, aber wahr, ich lebe immer noch!</p>
<p>Wie ist das so, wenn <strong>Mama</strong> sich fortan vegan ernährt und der Rest der <strong>Familie</strong> eben nicht? Das kann doch nur in einer Katastrophe enden&#8230;</p>
<p><span id="more-10619"></span></p>
<h2>&#8222;Mama, ist das vegan?&#8220; &#8211; Wenn Mama Veganerin wird</h2>
<p>Bei manchen ist es eine Drehung um 180 Grad. Von einem Tag auf den anderen werden Menschen vegan, weil sie z.B. <strong>Bewusstsein</strong> über die alltäglichen Zustände der <strong>Massentierhaltung</strong> erlangen, wie etwa durch den aktuellsten Film &#8222;<a href="http://watch.dominionmovement.com/" target="_blank" rel="noopener">Dominion (2018)</a>&#8222;.</p>
<p>Andere, wie z.B. ich, brauchen für die Umstellung ihrer <strong>Gewohnheiten</strong> etwas länger. Stück für Stück vegan zu werden, war für mich einfacher. Erst das Frühstück, dann eine Alternative zu Kuhmilch finden, Fleischkonsum reduzieren, vegane Alternativen finden usw.</p>
<p>Unser Oliver und dessen Papa änderten allerdings nichts an ihrer Ernährungs- oder Lebensweise. Anfangs dachte ich, es würde mich zerreißen, es würde zu ewigen <strong>Streitereien</strong> kommen. Ich hatte auch schon von Paaren gehört, die sich aufgrund dieser Unterschiede getrennt hatten.</p>
<p>Bei uns lief es allerdings relativ friedlich ab. Denkt man ja erstmal nicht. Man denkt eher an militante Missionare mit Eimern voll roter Farbe, bereit, jedem Andersdenkenden diese in Nullkommanichts ins Gesicht zu kippen. Für mich war das aber nichts, und zu meinem Erstaunen brachte mein stilles Vorleben dennoch <strong>Veränderung</strong> in unsere Familie.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10657" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird.jpg" alt="Mama, ist das vegan - Wenn Mama Veganerin wird | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/mama-ist-das-vegan-wenn-mama-veganerin-wird-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Die Katze aus dem Sack lassen</h2>
<p>Klar, in der eigenen Familie kommt es immer schnell raus, wenn man sich vegan ernährt, immerhin lebt man ja zusammen. Auch bei <strong>Verwandten</strong>, wenn man zu Kaffee und Kuchen eingeladen ist, fällt es schnell auf, wenn der Teller leer bleibt, weil nichts für einen dabei ist oder wenn man plötzlich mit extra Essen ankommt.</p>
<p>Die <strong>Reaktionen</strong> waren aber echt unterschiedlich. Von Leuten, die diskutieren und sich in meinen Augen nur rechtfertigen oder den <strong>Veganismus</strong> in den Dreck ziehen wollten bis hin zu ehrlichem Interesse war alles dabei.</p>
<p>Mein <strong>Mann</strong> z.B. war total schockiert und hatte <strong>Angst</strong>, dass ich mich jetzt nicht mehr ausgewogen ernähren werde. Er hatte Angst um meine Gesundheit, Vitamin B12 Mangel, Eisenmangel und was weiß ich nicht noch alles. Als ich ihm klarmachte, dass ich mich darüber informiere und auch regelmäßig beim Arzt meine Werte checken lasse, war er beruhigt.</p>
<p>Auch der Rest der Familie war besorgt. Proteine, Calcium, Vitamine, immer schön dran denken. Einige von ihnen, wie auch einige Freund*innen, fragten sogar nach dem Grund. Bei mir waren es ethische Gründe. Gesundheit und Umwelt waren es nicht, sie sind aber ein netter Nebeneffekt.</p>
<p>Bei unserem <strong>Sohn</strong> stellte ich das größte <strong>Interesse</strong> fest. Er fragte nach meinen Gründen, weshalb ich plötzlich keine tierischen Produkte mehr esse. Er hinterfragte das Thema immer öfter, fragte mich beim Einkauf:&#8220; Mama, ist das vegan? Kannst du das essen?&#8220;. Oliver ließ von sich auch immer öfter Fleisch oder Kuhmilch weg und verlangte weniger danach. Das lag wohl auch daran, dass ich nur Tierisches einkaufte, wenn ich explizit darum gebeten wurde.</p>

<h2>Wie der Alltag sich wandelt</h2>
<p>Und schon nach gut einem Monat stellte ich fest, wie gut es tut, meinem Umfeld eben nicht den Veganismus aufzudrängen, sondern einfach alle so machen zu lassen, wie sie es für richtig halten. Es ist einfach <strong>entspannt</strong> und alles kommt zu seiner Zeit, stelle ich fest.</p>
<p>Mein Mann beispielsweise freut sich jetzt  über die <strong>Abwechslung</strong> auf unseren Tellern, nimmt auch mal auf Arbeit das vegane Menü und steckt seine Mitarbeiter*innen damit an. Ich merke, dass er es gut findet, dass ich mich über eine ausgewogene <strong>Ernährung</strong> informiere, schließlich reicht es nicht, sich nur von Salat zu ernähren. Vor Kurzem hat er mit mir zusammen den o.g. Dokumentarfilm gesehen, was ich nie für möglich gehalten hätte. Jetzt ist er auch Veganer.</p>
<p>Er ist da sogar noch akribischer als ich und scannt beim <strong>Einkaufen</strong> selbst Lebensmittel ab, die für mich auf den 1. Blick vegan erscheinen, es auf den 2. Blick aber leider nicht sind. Ich meine, wer denkt schon, dass mancher Saft NICHT vegan ist?! So lerne ich auch immer wieder dazu.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10660" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt.jpg" alt="Kind klopft an Apfel im Supermarkt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/08/kind-klopft-an-apfel-im-supermarkt-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auf Arbeit kommt mein Mann immer öfter mit seinen Kolleg*innen ins Gespräch, sie probieren gemeinsam vegane Restaurants aus (Berlin ist die Hochburg der Veganer*innen &#8211; welch ein Glück!), es gibt sogar ein paar, die es auch mal probieren wollen, sich vegan zu ernähren.</p>
<p>Bei Oliver mit seinen <strong>drei Jahren</strong> habe ich festgestellt, dass er jetzt viel häufiger fragt, was in Lebensmitteln enthalten ist und ob ich das essen kann. Er stellt öfter die Frage &#8222;Warum?&#8220;, z.B. &#8222;Warum isst du kein Fleisch?&#8220; oder er fragt mich, ob Eier für uns Menschen produziert werden. Dadurch muss ich auch selber mehr nachdenken, und dann unterhalten wir uns angeregt darüber. Allgemein stelle ich fest, dass wir uns jetzt erst so richtig darüber <strong>informieren</strong>, was in den Produkten, die wir kaufen wollen, enthalten ist. Eigentlich erschreckend, dass es uns bisher relativ schnuppe war.</p>
<p>Mir fällt auf, dass er sich auch gern vegan ernähren möchte, die tierischen Produkte im Supermarkt aber manchmal zu verführerisch sind, sodass er nicht immer drauf verzichten möchte. Manchmal lehnt er ein Essen aber auch ab, wenn er weiß, dass da <strong>Kuhmilch</strong> oder sonstwas für ein tierisches Produkt enthalten ist. Aber ab und zu eben auch nicht und das ist in meinen Augen ok. Die <strong>Entscheidung</strong>, dauerhaft etwas im eigenen Leben zu verändern, kann nur von innen kommen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Jede Veränderung beginnt in uns.&#8220; &#8211; Dalai Lama</p></blockquote>
<p>Selbst von meinen <strong>Eltern</strong> wurde meine Entscheidung positiv aufgenommen. Klar kamen von meinem Vater erstmal die üblichen Neckereien, aber als er erkannte, dass ich darauf nicht einsteige, war das Thema gegessen. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und ich koche für alle vegan.</p>
<p>Meine <strong>Mutter</strong> &#8211; ich bin wirklich dankbar und froh, dass sie da so flexibel ist &#8211; macht sich jetzt schon Gedanken ums <strong>Weihnachtsessen</strong>, damit ich da auch was zu essen habe. Wir informieren uns über veganes Rotkraut, vegane Klöße, sie holt sich <strong>Zeitschriften</strong> mit vegetarischen und veganen Rezepten, sie kauft Hafermilch und vegane Kekse, damit ich da auch was für mich habe, wenn ich sie besuche. Das ist nicht selbstverständlich, dass andere so mitdenken. Ich zumindest freue mich sehr, dass sie mir entgegen kommt und meinen Weg <strong>akzeptiert</strong> und sich dafür interessiert, dadurch fühle ich mich sehr <strong>willkommen</strong>.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Ich bin Veganerin, das heißt aber nicht, dass es auch alle um mich herum sofort und auf der Stelle werden müssen. Ich <strong>missioniere</strong> nicht, ich gehe einfach weiterhin meinen Weg und wer sich dafür interessiert, kann sich mit mir unterhalten oder einfach mitmachen.</p>
<p>Es bringt in meinen Augen rein gar nichts, Menschen zu <strong>verurteilen</strong> für das, was sie tun oder nicht tun. Auch diese endlos langen <strong>Diskussionen</strong> zu führen, führt in meinen Augen lediglich zu verhärteten Fronten, jede/r beharrt auf&#8217;s eigene Recht und niemand gibt nach &#8211; so ist niemandem geholfen, erst recht nicht den <strong>Tieren</strong>.</p>
<p>Doch einfach so still und leise vor mich hinzuleben, das reicht mir persönlich nicht aus, weshalb ich z.B. Videos auf Facebook teile, zu <strong>Veranstaltungen</strong> gehe, um gehört zu werden, mir Dokumentationen mit anderen ansehe usw. Mir ist es schon wichtig, dass so viele wie möglich von den Zuständen informiert werden, damit sie sich dann die Frage stellen können, ob es ihnen das wert ist, was sie letztendlich auf dem Teller haben und was innerhalb weniger Minuten in ihrem Mund verschwindet.</p>
<p>Was ich damit sagen will: Es soll jeder und jedem selbst überlassen sein, zu entscheiden, wie sie oder er sich ernähren und <strong>leben</strong> will, dafür müssen sie aber auch alle Seiten kennen, um diese Entscheidung BEWUSST treffen zu können, immerhin sind auch andere davon betroffen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.&#8220; &#8211; Mahatma Gandhi</p></blockquote>
<p>Das o.g. Zitat ist so einfach und so wahr. Ich kann niemanden verändern, ob nun gut gemeint oder nicht, ob mit <strong>Bitten</strong> oder <strong>Gewalt</strong>. Veränderung passiert stets in einem selbst. Wenn ich möchte, dass sich etwas ändert, dann kann nur ich mich ändern und aus dieser <strong>Veränderung</strong> heraus entsteht der Wandel, den ich mir wünsche.</p>
<p>Ich bin froh, dass ich diese Erkenntnis erworben habe und dass mein Sohn nicht unter meiner Entscheidung, vegan zu leben, &#8222;leiden&#8220; muss, indem ich ihm vorschreibe, was er zu essen hat und was nicht. Ich sage ihm, was er da gerade zu sich nehmen möchte und wenn er es trotzdem haben möchte, dann verbiete ich es nicht, denn ich möchte, dass er das für sich selbst entscheidet.</p>
<p>Ich weiß, der beste Weg zum <strong>Wandel</strong> bin ich selber und alles andere kommt, wenn es das will. Also gehe ich weiter meinen Weg und wenn jemand kommt und sich dafür interessiert, kann er sich gern zu mir gesellen, aber ich werde niemanden hinter mir herschleifen, weil ich entschieden habe, dass das der beste Weg für alle ist.</p>
<p>Was möchtest du verändern?<br />
</p>
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		<title>Langzeitstillen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 11:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich habe ich von einer britischen Mutter gelesen, die ihre 8-jährige Tochter stillt. Der Bericht wurde in einer Stillgruppe geteilt und erhitzte in nur kürzester Zeit die Gemüter. Bevor du angewidert die Nase rümpfst und wegklickst, möchte ich dich dazu einladen, dir meine Gedanken zu diesem Thema durchzulesen. Langzeitstillen TRIGGERWARNUNG! Dieser Beitrag befasst sich mit ... <a title="Langzeitstillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/langzeitstillen/" aria-label="Mehr zu Langzeitstillen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich von einer britischen Mutter gelesen, die ihre 8-jährige Tochter <strong>stillt</strong>. Der Bericht wurde in einer Stillgruppe geteilt und erhitzte in nur kürzester Zeit die Gemüter.</p>
<p>Bevor du angewidert die Nase rümpfst und wegklickst, möchte ich dich dazu einladen, dir meine <strong>Gedanken</strong> zu diesem Thema durchzulesen.</p>
<p><span id="more-6755"></span><br />
</p>
<h2>Langzeitstillen</h2>
<p><strong>TRIGGERWARNUNG! Dieser Beitrag befasst sich mit dem Thema Langzeitstillen. In den Kommentaren wird das Thema Missbrauch angesprochen, das einige Leser*innen beunruhigend finden könnten. Lesen auf eigene Verantwortung. <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/kinder-und-jugendschutz/schutz-vor-sexualisierter-gewalt/hilfs-und-beratungsangebote/hilfs-und-beratungsangebote-fuer-betroffene-angehoerige-und-fachkraefte-127338">Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte</a> sind verlinkt.</strong></p>
<p>In einer Facebookgruppe wurde miss Mum&#8217;s Beitrag <a href="http://www.missmum.at/diese-mama-stillt-ihre-achtjaehrige-tochter-und-diese-sagt-folgendes-dazu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Diese Mama stillt ihre achtjährige Tochter und die hat folgendes zu sagen&#8220;</a> geteilt, der mich vom Weiterscrollen abhielt. Ich stutzte. Auf dem Bild war eine Frau zu sehen, die ein Kind stillte. Laut Facebookpost war das Kind zu diesem Zeitpunkt <strong>8 Jahre alt</strong>.</p>
<p>DAS hatte ich auch noch nicht gesehen. Babys werden gestillt. Kleinkinder mitunter auch noch, aber selbst das ist bei uns schon eine Seltenheit. Aber ein 8-jähriges Kind, ja, das war auch für mich etwas ungewöhnlich.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-10181 pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt.jpg" alt="Langzeitstillen - Warum es (fast) keine Gründe gegen Langzeitstillen gibt | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt-454x680.jpg 454w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Gespaltene Meinungen zum Langzeitstillen</h2>
<p>So ein Thema ist natürlich reißerisch, weil die Meinungen hier weiiiiiit auseinander gehen. In kürzester Zeit hatten sich 4 Gruppen herauskristallisiert:</p>
<h3>Die 1. Gruppe</h3>
<p>Die 1. Gruppe fand es einfach nur schön, dass diese Mutter ihrer Tochter das Stillen ermöglichte. Daumen hoch, süßen Kommentar drunter, mit Herzchen aufhübschen, fertig.</p>
<h3>Die 2. Gruppe</h3>
<p>Die 2. Gruppe blieb noch ganz bei sich. Sagte zwar, dass es für sie persönlich <strong>undenkbar</strong> wäre, <strong>akzeptierte</strong> aber die Mutter, die ihr 8-jähriges Kind stillt. Ganz nach dem Motto &#8222;Leben und leben lassen&#8220;.</p>
<h3>Die 3. Gruppe</h3>
<p>Die 3. Gruppe hingegen kommentierte mit Worten wie &#8222;<strong>Pervers</strong>&#8222;, &#8222;Nicht mehr normal&#8220;, &#8222;Unmöglich&#8220;, &#8222;Nicht mehr schön&#8220;, &#8222;Furchtbar&#8220;, &#8222;Krank&#8220; und dergleichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7054" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/drei-affen-zwei-mit-weit-aufgerissenem-mund.jpg" alt="Drei Affen, zwei mit weit aufgerissenem Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/drei-affen-zwei-mit-weit-aufgerissenem-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/drei-affen-zwei-mit-weit-aufgerissenem-mund-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Einige unter ihnen konnten nicht einmal genau beschreiben, warum sie es pervers oder was auch immer fanden. Aus irgendeinem Grund ließen sie absolut nicht mit sich reden und beleidigten auf&#8217;s Schärfste. Es war kein Herankommen oder vernünftiges Diskutieren mit ihnen möglich.</p>
<h3>Die 4. Gruppe</h3>
<p>Die 4. Gruppe empfand es wie die 3. Gruppe als extrem <strong>negativ</strong>, rückte aber zumindest mit der Sprache raus. Sie <strong>begründeten</strong>, warum sie Langzeitstillen nicht gutheißen. Damit kann man arbeiten, dachte ich.</p>
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<h2>Gründe gegen Langzeitstillen</h2>
<p>Gehst du jene <strong>Argumente</strong> derjenigen durch, die das Langzeitstillen negativ empfanden, wirst du am Ende feststellen, dass es fast (!) keinen Grund gegen <strong>Langzeitstillen</strong> gibt.</p>
<h3>1. Kuscheln reicht doch in dem Alter aus!</h3>
<p>Dass Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme bedeutet, ist vielen gar nicht klar. <a href="https://www.stillkinder.de/stillen-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillen ist</a> so viel mehr als nur Durst und/oder Hunger zu löschen. Stillen ist Liebe, Nähe, Geborgenheit, <strong>Frieden</strong>, Ruhe, Entspannung, ein sicherer Hafen und vieles mehr. Und das nicht nur für Babys. Liest man sich die <a href="https://www.stillkinder.de/antworten-eines-stillkindes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meinungen gestillter Kinder</a> durch, wird klar, dass das Stillen an der Brust für sie etwas ganz Wunderbares ist.</p>
<p>Wer sagt, dass Kuscheln ausreichen muss? Warum muss Kuscheln ausreichen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7041" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-trauriges-kind-in-den-armen.jpg" alt="Mutter hält trauriges Kind in den Armen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-trauriges-kind-in-den-armen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-trauriges-kind-in-den-armen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2. Das natürliche Abstillalter liegt zwischen 2 und 7 Jahren!</h3>
<p>Im Jahre 2005 wies die amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP) in ihrer veröffentlichten Verlautbarung „Breastfeeding and the Use of Human Milk“ darauf hin, dass es keine Obergrenze zur <strong>Stilldauer</strong> gibt. Daneben geben anthropologische Forschungen Hinweis darauf, dass das <strong>natürliche Abstillalter</strong> beim Menschen zwischen 2,5 und 7 Jahren liegt. So las ich es in der <a href="http://www.lalecheliga.de/images/pdf/StellungnahmeStilldauer.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellungnahme zur Stilldauer</a> des La Leche Liga Deutschland e.V. und des AFS Bundesverband &#8211; Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V.</p>
<p>Nun wird dieses Kind aber bereits ein Jahr länger gestillt&#8230; Man stelle sich mal vor: Mit 7 Jahren ist Stillen noch ok. Mit 7 Jahren und 1 Tag nicht mehr. Mit 8 Jahren schon gar nicht!</p>
<p>Das sind doch alles nur <strong>Zahlen</strong>. Wir sind Menschen, individuell, und passen nunmal nicht stets in Muster rein.</p>
<p>Dass eine Forschung ergab, das natürliche Abstillalter beim Menschen liege zwischen 2,5 und 7 Jahren, heißt doch nicht, dass es kein Darunter und Darüber geben darf.</p>
<p>Ich finde die <a href="http://www.who.int/nutrition/topics/global_strategy/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Empfehlung der WHO</a> &#8222;(&#8230;) 2 Jahre oder darüber hinaus.&#8220; genau richtig. Denn letztendlich geht es nicht darum, welche Zahl uns vorschreibt, wie lange Stillen noch &#8222;normal&#8220; ist, sondern darum, ob wir es noch wollen.</p>
<h3>3. Ich will meinen Busen auch irgendwann mal wieder für mich haben!</h3>
<p>Und da kommen wir auch schon zum einzigen Argument, das <strong>gegen</strong> Langzeitstillen spricht: Die Mutter will es nicht (mehr).</p>
<p>Das Argument &#8222;Ich will meinen Busen auch mal wieder für mich haben.&#8220; finde ich völlig in Ordnung. Für diese Mutter wäre es persönlich zu lang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7042" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett.jpg" alt="Frau liegt entspannt auf dem Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie lange gestillt wird, hängt von Mutter UND Kind ab. Wenn die Mutter sich also dagegen entscheidet, dann ist das so und sie muss sich Gedanken darüber machen, wie sie nun sanft <a href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/"><strong>abstillen</strong></a> kann.</p>
<p>Doch genau so sollte auch die Entscheidung von Mutter und Kind akzeptiert werden, die weiter stillen. Leben und leben lassen.</p>
<h3>4. Die Mutter muss endlich mal loslassen!</h3>
<p>Einige kamen nun auf das Thema <strong>Trennungsangst</strong> zu sprechen. Die Mutter würde noch stillen, weil sie einfach nicht loslassen könne. Sie täte ihrer Tochter damit nichts Gutes, hätte einen an der Waffel.</p>
<p>Das kann sein, aber niemand von uns kennt diese kleine Familie. Wir wissen nichts von der Beziehung zwischen Mutter und Kind, kennen ihren Alltag nicht, wie sie sich verhalten, was sie mögen, was sie nicht mögen, wie sie Konflikte lösen uvm.</p>
<p>Der Beitrag, den ich las, war viel zu kurz, um ein ungefähres Bild zwischen Mutter und Kind zu bekommen. Am Ende kam die Frage auf, was denn die Tochter zum Langzeitstillen sagen würde. Ihre Meinung: Es sei ganz normal. Sie sei damit aufgewachsen. Punkt.</p>
<p>Ich hatte mir mehr Ausführlichkeit gewünscht und wurde etwas enttäuscht. Aber dann dachte ich mir: Für sie ist es völlig normal. Sie muss nicht lang und breit erklären, warum sie noch gestillt werden möchte. Sie ist damit aufgewachsen. Kennt es gar nicht anders. Will es scheinbar auch gar nicht anders. Und wenn die Mutter sie lässt, dann ist doch alles gut. Schließlich geht es darum und nur darum, was Mutter und Kind wollen.</p>
<p>Und seien wir mal ganz ehrlich: Wenn das <strong>Kind</strong> nicht mehr gestillt werden möchte, dann kann die Mutter da wenig machen, außer es zu akzeptieren. Wie sollte es auch anders gehen?</p>
<p>Wenn man sich wirklich Gedanken darüber macht, ob das noch &#8222;gesund&#8220; und &#8222;normal&#8220; ist, dann sollte man diese Familie einfach mal kennenlernen. Sie anschreiben, sich miteinander austauschen, treffen, miteinander reden, beobachten und kennen sowie verstehen lernen.</p>
<h3>5. Milch aus dem Becher ist ok, aber doch nicht aus der Brust!</h3>
<p>Manche schrieben, dass die Milch ja auch einfach <strong>abgepumpt</strong> und dem Kind in einem Becher gereicht werden könne.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7044" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-in-weihnachtskleidung-trinken-milch-aus-glasflaschen.jpg" alt="Kinder in Weihnachtskleidung trinken Milch aus Glasflaschen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-in-weihnachtskleidung-trinken-milch-aus-glasflaschen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-in-weihnachtskleidung-trinken-milch-aus-glasflaschen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>AHA!, dachte ich mir. Es geht hier also gar nicht darum, dass das Kind 8 Jahre alt ist. Oder dass es Muttermilch trinkt. Sondern darum, dass es diese aus der <strong>Brust</strong> seiner Mutter trinkt. Und das zeigt nur eins: Das Stillen wird als sexuelle Handlung angesehen.</p>
<p>Können wir uns dem Trend, dass unsere <a href="http://www.afs-stillen.de/rund-ums-stillen/politik/207-schoene-gute-boese-brust-kulturgeschichte-eines-koerperteils.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brüste für Werbung und dergleichen zweckentfremdet</a> werden, endlich widersetzen? Brüste sind nunmal zum Stillen da und haben absolut nichts mit einer <strong>sexuellen Handlung</strong> zu tun! Ich finde es schade, dass sowohl Frauen als auch Männer die eigentliche Funktion einer Brust völlig aus den Augen verloren haben.</p>
<h3>6. Manche Kinder kommen mit 8 schon in die Pubertät!</h3>
<p>Genau so sieht es mit dem Argument, dass das Kind in die Pubertät kommt, aus. Ja, dann ist es in der Pubertät. Hormone werden produziert. Sekundäre Geschlechtsorgane bilden sich aus. Und weiter?</p>
<p>Leider wurde dieser Kommentar nicht weiter ausgeführt, weshalb ich hier nur spekulieren kann. Aber ich denke, auch diese Mutter hat das Stillen mit einem sexuellen Akt in Verbindung bringen wollen.</p>
<p>Können wir nicht einfach die Tochter fragen, wie sie das Stillen findet? Es ist für sie völlig <strong>normal</strong>.</p>

<h3>7. Jemand könnte es herausfinden</h3>
<p>Da wird also gesagt, die Mutter solle abstillen, weil jemand, z.B. die Schulkamerad*innen, erfahren KÖNNTEN (!), dass die Tochter noch gestillt wird.</p>
<p>Es ist also noch nicht passiert. Könnte aber. Und deshalb soll die Tochter nicht mehr gestillt werden? Ist doch verrückt, etwas zu unterlassen, aus <strong>Angst</strong>, dass es jemand erfahren könnte.</p>
<p>Wenn ich mein Leben nur aufgrund irgendwelcher Ängste vor Dingen, die möglicherweise passieren könnten, strukturieren würde, würde ich doch gar nicht mehr richtig leben. Mein Leben wäre ständig von Angst geleitet.</p>
<p>Selbst, wenn jemand herausfindet, dass Mutter und Tochter noch eine Stillbeziehung führen, dann was?</p>
<h3>8. Angst vor Mobbing</h3>
<p>Die deutlich wichtigere Aussage hinter &#8222;Es könnte jemand herausfinden.&#8220; ist doch eigentlich die Angst (da ist sie schon wieder) vor <strong>Mobbing</strong>. Sei es von Erwachsenen oder Kindern.</p>
<p>&#8222;Kinder sind nunmal <strong>grausam</strong>.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7045" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/links-viele-holzfiguren-rechts-eine-holzfigur.jpg" alt="links viele Holzfiguren, rechts eine Holzfigur" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/links-viele-holzfiguren-rechts-eine-holzfigur.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/links-viele-holzfiguren-rechts-eine-holzfigur-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Diese Aussage hat mich extrem wütend gemacht! Kinder sind nicht &#8222;nunmal grausam&#8220;. Ich sehe das ganz und gar nicht so. Ich sehe in Kindern sehr soziale, empathische, hilfsbereite, liebevolle Wesen. Kinder sind nicht böse. Sie sind das genaue Gegenteil davon.</p>
<p>Natürlich gibt es Mobbingfälle. Das will ich gar nicht bestreiten. ABER: Machen wir es uns hier nicht ganz schön einfach?</p>
<p>Wir sagen: Kinder sind halt fies. Wenn sie herausfinden, dass die 8-Jährige noch an Mamas Busen hängt, wird sie gemobbt. Aber <strong>warum</strong> wird sie gemobbt und nicht einfach akzeptiert?</p>
<p><strong>Wenn Toleranz zu Intoleranz wird</strong></p>
<p>Kinder sind nicht von Natur aus &#8222;böse&#8220;. Sie werden es erst. Und zwar durch Erziehung. Und das ist nicht nur irgendein Spruch, wenn du dir mal vor Augen führst, was <strong>erzogene</strong> Kinder alles müssen:</p>
<p>Wir sagen ihnen, wann sie aufstehen müssen: JETZT und nicht erst, wann sie wollen. Wir sagen ihnen auch, welche Pflichten sie haben. Klassisches Beispiel: Zähne putzen. Und wenn das Kind nicht will und Zeter und Mordio schreit, ja, dann wird es halt festgehalten und mit roher <strong>Gewalt</strong> geputzt. Ist ja schließlich unsere Pflicht, für saubere Zähne zu sorgen.</p>
<p>Wir entscheiden darüber, was gesunde Ernährung bedeutet, verbieten ihnen Süßigkeiten und zwingen sie zum Probieren oder Aufessen. Fernsehen ist Teufelswerk, das muss auch eingeschränkt werden. Wir bringen sie in die Kita und später in die Schule und geben sie ab, wenn sie nicht wollen. Auch hier herrscht nur <strong>Vorgabe</strong>, was sie wie lange zu tun haben. Was wird gespielt/gelehrt, wie lang wird gespielt/gelehrt, wann gibt es Essen, wann wird geruht, was muss das Kind schon können und wie kann das zu Hause (z.B. durch Hausaufgaben oder Hobbys) gefördert werden.</p>
<p>Ist das erledigt, ist endlich Zeit für freies Spiel. Ein wenig Freiheit. Und dann holen wir sie ab und sie wollen nicht mitkommen. Trödeln. Sind übellaunig und trotzig. Auf beiden Seiten schlechte Stimmung. Jetzt will das Kind auch noch angezogen werden, obwohl es das schon kann. Will getragen werden, obwohl es schon laufen kann. Nach langem Gemecker endlich fertig. Ab nach Hause. Nein, Kind will noch auf den Spielplatz. Aber nur 5 Minuten!</p>
<div id='c1612_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Sind wir endlich auf dem Spielplatz angekommen (Kind wollte sich nicht anziehen lassen, Kind wollte nicht in den Kinderwagen/Tragegurt/ins Auto/laufen), soll es teilen lernen, was ihm auch nicht in den Kram passt, und wenn wir los wollen, wollen sie nicht mitkommen. Dann drehen wir uns um, sagen &#8222;Tschüss&#8220; und tun so, als würden wir sie allein lassen. Oder wir zählen bis Drei und hoffen, dass das Kind bis dahin spurt. Ansonsten wird es halt schreiend abtransportiert.</p>
<p>Wir sagen ihnen, dass dieses und jenes Verhalten &#8222;schlecht&#8220; ist und dieses und jenes Verhalten wiederum &#8222;gut&#8220; ist. Wir setzen <strong>Belohnungen</strong> für &#8222;gutes&#8220; Verhalten, und <strong>Bestrafungen</strong> (manche sagen jetzt auch gern Konsequenzen dazu) für &#8222;schlechtes&#8220; Verhalten ein. Das kann Liebesentzug in Form von Ignorieren sein oder seelische Gewalt wie anschreien, beleidigen oder körperliche Gewalt wie Klapse, Ohrfeigen, an den Ohren ziehen oder schlimmeres.</p>
<p>Manchmal denken wir, es sei logische Konsequenz, zu sagen: &#8222;Wenn du nicht damit aufhörst, gehen wir nicht zum Spielplatz.&#8220; Tatsächlich ist es aber eine Konsequenz, die wir uns ausgedacht haben, um zu erziehen. Wir bestrafen unser Kind, weil es sich nicht so verhält, wie wir wollen. Wenn unser Kind nicht spurt, bestrafen wir es. Wir setzen, wenn nötig, unsere körperliche Überlegenheit ein, um unseren Willen durchzusetzen.</p>
<p>Wir wollen sie zu &#8222;guten&#8220;, sozialen, selbstbewussten Menschen erziehen. Aber im Grunde genommen ziehen wir nur an ihnen herum und bringen ihnen bei, dass wir sie nicht so lieben, wie sie sind. Wir erwarten ein bestimmtes Verhalten von ihnen und akzeptieren kein anderes. Wir schauen nicht, was hinter dem Verhalten steckt. Welches <strong>Bedürfnis</strong> da schlummert und entdeckt werden möchte. Wir wollen, dass unsere Kinder funktionieren. Manche rebellieren gegen dieses Machtspiel, was zu noch mehr Erziehung führt. Ein Teufelskreis. Andere resignieren, funktionieren und verlieren dabei sich selbst.</p>
<p>Selbst, wenn du jetzt sagst &#8222;So erziehe ich gar nicht!&#8220;, dann stell dir einfach mal die Kinder vor, die so erzogen werden. Denkst du, dass diese Kinder andere akzeptieren werden? Die sich anders verhalten? Schwächer sind? Sich nicht rumkommandieren lassen? Diese Kinder werden sich so verhalten, wie es ihnen beigebracht wurde. Sie verhalten sich intolerant, egoistisch, wahren nicht die Grenzen anderer, reagieren mit Gewalt statt mit Empathie, grenzen aus, was andersartig ist, mobben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7043" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-tuscheln-und-halten-sich-lachend-die-hand-vor-den-mund.jpg" alt="Kinder tuscheln und halten sich lachend die Hand vor den Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-tuscheln-und-halten-sich-lachend-die-hand-vor-den-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-tuscheln-und-halten-sich-lachend-die-hand-vor-den-mund-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das haben sie von den Erwachsenen <strong>gelernt</strong>. Nicht nur, indem sie so behandelt wurden. Kinder sind <strong>Nachahmer</strong>. Sie sehen sich ihre Vorbilder an (z.B. die Eltern) und lernen von ihnen. Wird ein Kind, das lernt, wie seine Eltern andere Menschen beleidigen oder sich hinter deren Rücken über sie auslassen, Toleranz lernen?</p>
<p><strong>Blick in die Zukunft</strong></p>
<p>Damit will ich sagen: Die Angst, das 8-jährige Kind, das NOCH gestillt wird, könnte gemobbt werden, ist KEIN Argument zum Abstillen. Tatsächlich ist es eher ein Grund, darüber nachzudenken, was für eine <strong>Gesellschaft</strong> hier gerade heranwächst, vor der wir unsere Kinder beschützen wollen, und dann an dieser Stelle anfangen zu arbeiten.</p>
<p>Wenn wir Angst vor grausamen Kindern haben, sollten wir nicht die Mutter und ihre Tochter dazu drängen, ihre Lebensweise zu ändern, damit sie in dieser <strong>intoleranten</strong> Gesellschaft bestehen können. Wir sollten grundsätzlich daran arbeiten, in was für einer Gesellschaft wir zukünftig leben wollen.</p>
<p>Das geht aber nur, wenn wir 1. unsere und andere Kinder so behandeln, wie wir es uns selber von anderen wünschen und 2. danach leben. Wir sind nunmal die Vorbilder.</p>
<h2>Andere Länder, andere Sitten</h2>
<p>Es ist meines Erachtens nach auch wichtig zu sagen, dass es bei uns vielleicht &#8222;<strong>nicht normal</strong>&#8220; sein mag, so lange zu stillen. Als ich schwanger war und zum Geburtsvorbereitungskurs ging, wurde uns allen die Frage gestellt, wie lange wir denken, solle ein Baby gestillt werden. &#8222;Ein Jahr.&#8220;, riefen beinahe alle im Chor.</p>
<p>Doch in anderen Ländern herrschen völlig unterschiedliche <strong>Stillkulturen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7046" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-stillt-kind-auf-dem-boden.jpg" alt="Frau stillt Kind auf dem Boden" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-stillt-kind-auf-dem-boden.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-stillt-kind-auf-dem-boden-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So fand ich in Herbert Renz-Polsters Buch <a href="http://amzn.to/2wmn6Z1" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Kinder verstehen &#8211; Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt&#8220;</a>* (welches ich nur empfehlen kann) folgende Daten:</p>
<p>Die als Sammler lebenden Bofi in Zentralafrika stillen ihre Kinder zwischen 36 und 53 Monaten (3 und 4,5 Jahren) ab. Die in unmittelbarer Nachbarschaft sesshaft gewordenen Stammesmitglieder dagegen zwischen 18 und 27 Monaten (1,5 und knapp 2,5 Jahre).</p>
<p>Gehen wir ins <strong>Tierreich</strong> und schauen uns die Affen an, stillen diese je nach Körpergröße zwischen 1 und 7 Jahren. Die Menschenaffen hingegen stillen im Schnitt etwa 5 bis 7 Jahre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7048" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/menschenaffen-mutter-stillt-ihr-kind.jpg" alt="Menschenaffen Mutter stillt ihr Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/menschenaffen-mutter-stillt-ihr-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/menschenaffen-mutter-stillt-ihr-kind-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie lange stillen die Mütter in anderen Ländern?, fragte ich mich, und recherchierte im Internet.</p>
<p>Die <a href="https://www.ardo.de/blog/stillen-und-gebaeren-im-laendlichen-aethiopien-568.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">äthiopischen Frauen</a> stillen bis zur Geburt des nächsten Kindes. Danach bekommt das erste Kind abrupt von einem Tag auf den anderen keine Muttermilch mehr. Nur noch das zweite Kind wird fortan gestillt.</p>
<p>Lansinoh Laboratories, Inc., ein weltweit führender Hersteller von Stillprodukten und Zubehör, befragte 13.348 Mütter aus Brasilien, Kanada, China, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Mexiko, Türkei, UK und USA im Rahmen der internationalen <a href="http://stillwissen.com/weltweite-stillumfrage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillumfrage</a> zu ihren Einstellungen und ihrem Stillverhalten.</p>
<p>Hiernach gaben auf die Frage „Wie lange sollte ein Kind gestillt werden?“ fast 50% der Befragten 6 bis 12 Monate an. Die Mehrheit der Mütter in 7 von 10  Ländern empfindet 6 bis 12 Monate Stillzeit als ideal &#8211; darunter auch Deutschland. Frankreichs Mütter halten 3 bis 6 Monate für ausreichend, ein Viertel meint, 0 bis 3 Monate sind genug. Ganz anders empfinden es türkische Mütter: Dort möchten über 40% über die 12 Monate hinaus stillen.</p>
<p>Es gibt zahlreiche Faktoren, die solch unterschiedliche Stillkulturen hervorrufen: Tradition, Umfeld, Nachwuchs, Geld, Bildung, Unterstützung, persönliche Gründe uvm.</p>
<div id='c1153_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Raus aus dem Teufelskreis</h2>
<p>Hier in Deutschland und anderen Ländern ist der Glaube, ein Kind müsse bloß ein Jahr gestillt werden, weit verbreitet. Er hat sich in unsere Köpfe gesetzt, ohne dass wir ihn hinterfragten.</p>
<p>Erst, als mein Baby und ich uns dem berüchtigten 1. Jahr näherten, begriff ich, dass das unmöglich stimmen konnte. Mein Baby <strong>signalisierte</strong> mir etwas völlig anderes. Es trank noch SO oft und lange an der Brust, dass ich den Irrglauben &#8222;Abstillen mit einem Jahr&#8220; über Bord warf.</p>
<p>So denkt und fühlt aber nicht jede Mutter, was auch völlig ok ist. Ich akzeptiere das. Nur manchmal denke ich, verheimlichen auch welche einfach, dass sie noch stillen. Sie haben Angst, ausgegrenzt zu werden, stelle ich mir vor. Denn genau so denke ich auch.</p>
<p>Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich in der <strong>Öffentlichkeit</strong> stille, obwohl es etwas völlig Natürliches ist. Beispielsweise lege ich meinen Arm um mein Kind, damit uns niemand stillen sieht. Ich stille, wo wir allein und ungestört sind und uns niemand zusieht. Manchmal verstecke ich mich auch auf der Toilette und stille dort, weil ich nicht weiß, wie mein Umfeld reagieren könnte. Und das ist ein Teufelskreis.</p>
<p>Dadurch, dass sich Mütter wie ich nicht trauen, offen dazu zu stehen, dass sie weiter stillen, kann Langzeitstillen auch gar nicht zur &#8222;Normalität&#8220; werden. Die Menschen sehen es einfach zu selten. Wer weiß, wie viel 5-, 6-, 7-, 8-Jährige noch gestillt werden. Still und klammheimlich. Zu Hause, wo es keine(r) sehen kann.</p>
<p>Genau deshalb habe ich mir vorgenommen, diesen <strong>Teufelskreis</strong> zu durchbrechen. In meiner Familie wissen alle, dass ich einen 2,5-Jährigen stille. Und da lasse ich mir auch nicht reinreden. Vor allem, weil mein Mann da voll und ganz hinter dieser Entscheidung steht. Wir sind ein Team. Das stärkt mir ungemein den Rücken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7049" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/braut-stillt-kind-braeutigam-legt-den-arm-um-sie-und-laechelt-zum-kind.jpg" alt="Braut stillt Kind, Bräutigam legt den Arm um sie und lächelt zum Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/braut-stillt-kind-braeutigam-legt-den-arm-um-sie-und-laechelt-zum-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/braut-stillt-kind-braeutigam-legt-den-arm-um-sie-und-laechelt-zum-kind-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und was, wenn wir außerhalb sind? Keine Sorge, ich schwinge meine Brüste nicht den Vorbeilaufenden entgegen. Aber ich lasse es mir auch nicht nehmen, mein Kind zu stillen. Ich will mich nicht auf die Toilette verziehen und dort mein Kind stillen. Wir finden es beide total eklig. Und nur, weil ich Angst vor Konfrontation hatte, bin ich weiterhin im Damenklo verschwunden. Das ist doch verrückt.</p>
<p>Ich will diesen Teufelskreis durchbrechen. Einfach akzeptiert werden.</p>
<p>Und selbst, wenn du nicht langzeitstillen willst, kannst, was auch immer, so möchte ich dir ans Herz legen, meine Entscheidung, mein Kind über das übliche 1. Jahr hinaus zu stillen, zu <strong>akzeptieren</strong>.</p>
<p>Wenn du mich siehst, schenk mir ein Lächeln. Ich kann mir vorstellen, in viele grimmige Gesichter sehen zu müssen. Vielleicht auch gemeine Kommentare über mich ergehen lassen zu müssen. Da wirkt ein Lächeln wahre Wunder.</p>
<p>Und wenn du es nicht einmal schaffst zu lächeln, dann schau einfach weg. Lass mich da sitzen und mein Kind stillen und geh einfach deines Weges. Mehr will ich doch gar nicht.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/langzeitstillen/">Langzeitstillen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Kind will sich nicht anziehen lassen</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2017 17:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir wollen raus. Frische Luft schnappen. Beine vertreten. Doch bevor es raus geht, ist da wieder das leidige Thema mit dem Anziehen. Was uns den Stress genommen hat, berichte ich dir im folgenden Beitrag. Kind will sich nicht anziehen lassen Zugegeben: Im Sommer ist Anziehen bei uns nicht so ein Ding. Ist ja schließlich warm ... <a title="Kind will sich nicht anziehen lassen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen/" aria-label="Mehr zu Kind will sich nicht anziehen lassen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wollen raus. Frische Luft schnappen. Beine vertreten. Doch bevor es raus geht, ist da wieder das leidige Thema mit dem <strong>Anziehen</strong>.</p>
<p>Was uns den Stress genommen hat, berichte ich dir im folgenden Beitrag.<span id="more-2386"></span><div id='c6047_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Kind will sich nicht anziehen lassen</h2>
<p>Zugegeben: Im Sommer ist Anziehen bei uns nicht so ein Ding. Ist ja schließlich warm genug draußen. Aber wenn es <strong>kälter</strong> wird&#8230; Herbst, Winter, Frühling&#8230; ja, dann gehen die <strong>Diskussionen</strong> los. Das Hin- und Hergerenne. Das ewig lange Geduldsspiel. Kennst du sicher.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-9451" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/Pinterest-Bild-Mit-Schrift-9-Tipps-für-stressfreies-Anziehen.jpg" alt="Kind will sich nicht anziehen lassen - 9 Tipps für stressfreies Anziehen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/Pinterest-Bild-Mit-Schrift-9-Tipps-für-stressfreies-Anziehen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/Pinterest-Bild-Mit-Schrift-9-Tipps-für-stressfreies-Anziehen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/Pinterest-Bild-Mit-Schrift-9-Tipps-für-stressfreies-Anziehen-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Mein Mann und ich hatten ein paar <strong>Tricks</strong> auf Lager, wie wir das Anziehen vorantreiben konnten:</p>
<h3>1. ICH will!</h3>
<p>Wir tun so, als würden wir die Kindersachen <strong>selber</strong> anziehen wollen. Total begeistert natürlich. Dann will der kleine Mann auch.</p>
<p>Später klappte das nur noch, als wir bereits alle Kinderklamotten (!) angezogen hatten. Irgendwann gar nicht mehr. Der Trick wurde durchschaut.</p>
<h3>2. Kinderwagen</h3>
<p>Wenn der kleine Mann seine Schuhe nicht anziehen wollte, zog ich sie ihm später im <strong>Kinderwagen</strong> an. Ich hab keine Ahnung, warum, aber dort ließ er sie sich ohne Murren anziehen. Das betraf allerdings immer nur die Schuhe. Der Rest? Kein Rankommen.</p>
<h3>3. Kindergarderobe</h3>
<p>Dann dachten wir, er braucht einen festen Platz, wo sich angezogen wird. <strong>Struktur</strong> reinbringen und so. Also bekam er von uns eine Sitzbank mit Kleiderhaken, die noch aus meiner Kindheit stammten. Da konnte er sich hinsetzen, während wir ihn anzogen. Das machte er auch ganz gern. Ab und zu. Oftmals aber nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2388" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen-sitzbank.jpg" alt="Kind will sich nicht anziehen lassen - Sitzbank.jpg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen-sitzbank.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen-sitzbank-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann wollte er sich im Kinderzimmer anziehen lassen. Oder auf dem Bett oder der Couch.</p>
<p>Da wurde ich dann langsam, aber allmählich lockerer. Nahm es nicht mehr so eng. Ich meine, meine Güte, ist doch egal, <strong>WO</strong> er sich anziehen lässt. Hauptsache, es klappt.</p>
<p>Aber das Problem, dass er bestimmte Sachen nicht anziehen wollte, blieb bestehen.</p>
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<h2>9 Gründe, warum Anziehen zum Problem wird und wie du sie angehen kannst</h2>
<p>Ich stöberte in meinem etwas älteren Artikel &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-an-und-ausziehen/" rel="noopener noreferrer">Baby schreit beim Anziehen</a>&#8222;. War doch damals kein Problem gewesen. Nur das, was damals noch funktionierte, klappte nun leider nicht mehr. Woran könnte es liegen? Ich hab mir dazu ein paar Gedanken gemacht und bin auf <strong>9 mögliche Gründe</strong> gestoßen:</p>
<h3>1. Ungleichgewicht</h3>
<p>Es gab womöglich schon Stress beim Aufstehen, Zähneputzen, Toilettengang, Frühstück, Aufräumen usw. Hat nach einer Weile endlich funktioniert. Jetzt &#8222;nur&#8220; noch schnell anziehen und dann raus. Doch jetzt wird auch noch das Anziehen zum Problem. Kann doch nicht wahr sein.</p>
<p>Aber dein Kind musste bis jetzt schon viel <strong>kooperieren</strong>. Früh aufstehen, Zähne putzen, auf Toilette gehen, frühstücken, aufräumen usw. Jetzt will es sich wieder seinen Dingen widmen. Spielen zum Beispiel.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6442" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-sammeln-zu-silvester-sachen-vom-boden-auf.jpg" alt="Kinder sammeln zu Silvester Sachen vom Boden auf" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-sammeln-zu-silvester-sachen-vom-boden-auf.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-sammeln-zu-silvester-sachen-vom-boden-auf-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-sammeln-zu-silvester-sachen-vom-boden-auf-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gib deinem Kind die Möglichkeit, ein <strong>Gleichgewicht</strong> zu schaffen zwischen Dingen, die es tun musste und Dingen, die es will. Gib ihm Zeit.</p>
<p>Ja, klar, würdest du gern. Aber ihr müsst JETZT los. Das bringt mich zu Punkt 2.</p>
<h3>2. Zeitdruck</h3>
<p>Zeitdruck ist ein echter Nervenkiller. Wenn ich gestresst bin, geht alles schief, was nur schief gehen kann. Frühstück wunderschön vorbereitet, nix wird angerührt. Spielen, spielen, spielen und am Ende ist keine <strong>Zeit</strong> mehr und es wird hektisch. Ich reagiere genervter, weil ich sehe, wie sehr wir uns bereits verspätet haben. Werde ärgerlich. Und das hilft in solchen Situationen noch weniger.</p>
<p>Die einzige Möglichkeit, hier eine Lösung zu finden: Mehr Zeit einplanen. Ja, ich weiß, sagt jeder. Zeit. Du musst <strong>Geduld</strong> haben. &#8222;Ich plane doch schon Zeit ein.&#8220; Vielleicht immer noch nicht genug? Würde es euch gar helfen, die Sachen für den Morgen schon am Abend rauszusuchen? Vielleicht guckst du gleich etwas komisch, aber wie wäre das: Dein Kind zieht am Abend die Sachen für den Morgen an und schläft darin. Ich meine, was spricht dagegen? Eine Sorge weniger&#8230;</p>
<h3>3. Geduld auf Probe gestellt</h3>
<p>Da fällt mir ganz spontan ein Erlebnis aus Kindheitstagen ein: Winter. Zeit für die Schalmützen. Ich stehe also in voller Wintermontur im Flur und <strong>warte</strong> darauf, dass alle anderen fertig werden. Es ist heiß. Ich schwitze. Die Mütze kratzt. Ich werde immer aggressiver. Werde &#8222;bockig&#8220;, wie sie immer so schön sagten.</p>
<p>Aber mal ganz im Ernst. Da wird die Geduld eines Kindes ganz schön auf die Probe gestellt. Es dauert einfach alles eeeeewig lang. Kein Wunder, dass ich Anziehen hasse, wenn das immer so eine <strong>Qual</strong> ist.</p>
<p>Also warum nicht einfach das Kind zuletzt anziehen, damit es in voller Montur nicht auch noch ewig lange warten muss?</p>

<h3>4. Unbequem</h3>
<p>Das Kleidungsstück, das dein Kind anziehen soll, ist schlichtweg <strong>unbequem</strong>. Kratzende Wolle &#8211; ein Albtraum! Das Schildchen hinten im Nacken <strong>kratzt</strong> einem die Haut auf! Schrecklich!</p>
<p>Auch wenn es SO TOLL an deinem Kind aussieht. Dein Kind wird sich darin aber nicht toll fühlen. In so einer Kleidung den ganzen Tag zu verbringen, ist die Hölle. Also sortier das schöne, aber unbrauchbare Stück Stoff aus. Bastel irgendwas draus oder mach sonstwas damit. Aber gib es bloß nicht in die Kleidersammlung. Am Ende muss ein anderes Kind das Kratzteil tragen. Ich mein ja nur&#8230;</p>
<h3>5. Untauglich</h3>
<p>Genau so gut könnte es sein, dass das Kleidungsstück einfach völlig untauglich für das ist, was dein Kind vorhat. Thema <strong>Handschuhe</strong> und Klettergerüst. Bei meinen Neffen habe ich ganz oft festgestellt, dass sie die Fäustlinge nicht tragen wollten bzw. sie schnell wieder auszogen, weil sie sie am Spielen hinderten. Sie wollten klettern oder etwas festhalten, und die fetten Fäustlinge hinderten sie daran.</p>
<p>Kann auch sein, dass die Kleidung zu sehr in der Bewegung <strong>einschränkt</strong>, und dein Kind wie ein Michelin Mann durch die Gegend watschelt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6473" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-in-fetter-winterkleidung-blickt-nach-oben.jpg" alt="Kind mit roten Haaren kurzärmelig im Schnee" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-in-fetter-winterkleidung-blickt-nach-oben.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-in-fetter-winterkleidung-blickt-nach-oben-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-in-fetter-winterkleidung-blickt-nach-oben-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Bildquelle: <a href="https://www.cheapsnowgear.com/collections/kids-ski-gear" target="_blank" rel="noopener">Cheap Snow Gear</a></p>
<p>Es kann also nicht schaden, sich nach geeigneterer Kleidung umzusehen.</p>
<h3>6. Geschmack</h3>
<p>Vielleicht ist die Kleidung nicht unbequem, aber einfach&#8230; ich weiß nicht&#8230; Womöglich <strong>gefällt</strong> sie deinem Kind nicht so sehr wie dir?</p>
<p>Lass dein Kind aussuchen, was es tragen möchte. Geht gemeinsam shoppen.</p>
<p>Mein Sohn beispielsweise wollte immer seinen <strong>Schlafanzug</strong> anziehen, egal zu welchem Anlass. Na und? Bloß, weil das Teil als Schlafanzug ausgeschildert ist, heißt das doch nicht, dass man es nur zum Schlafen benutzen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6443" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-malen-ostereier-an.jpg" alt="Kinder malen Ostereier an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-malen-ostereier-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-malen-ostereier-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kinder-malen-ostereier-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>7. Verbindung mit einem negativen Gefühl</h3>
<p>Kann es sein, dass dein Kind vom Umfeld (Familie, Freunde, Fremde, &#8230;) über dieses oder jenes Kleidungsstück <strong>bewertet</strong> wurde?</p>
<p>Vielleicht fand es jemand hässlich und hat dein Kind deswegen ausgelacht oder ihm anderweitig ein negatives Gefühl gegeben? Dadurch könnte dein Kind die Sache mit einem <strong>negativen Gefühl</strong> verbunden haben und es deshalb nicht (mehr) tragen wollen. Oder es wurde mit einem bestimmten Kleidungsstück überaus bewundert oder gelobt und möchte deshalb nichts anderes mehr tragen.</p>
<p>Frag dein Kind mal, ob es da so eine Situation gab. Warum es dieses oder jenes nicht (mehr) anziehen will.</p>
<h3>8. Unverständnis</h3>
<p>Das &#8222;Problem&#8220; hatte ich schon damals, als der kleine Mann noch ein Baby war. Wir sind JETZT im Warmen. Draußen ist es kalt. Wir müssen uns anziehen, damit wir draußen nicht frieren.</p>
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<p>Damals half es, meinem Kind die Situation <strong>begreiflich</strong> zu machen, indem ich mit ihm auf den Balkon ging (oder das Fenster aufmachte) und wir uns das Wetter ansahen. Da ließ sich mein Baby super anziehen. Half aber jetzt nicht mehr.</p>
<p>Ab und zu hilft auch <strong>Erklären</strong>. Warum wir uns anziehen müssen. Winter = kalt, Herbst = windig und dergleichen. Aber meistens lässt er sich nicht überzeugen.</p>
<p>Klar kann ich mich jetzt mit meinem Kind hinsetzen und ihn bitten, mir bei der Lösungsfindung behilflich zu sein. Bei der Bewältigung des Problems Hilfestellung zu leisten.</p>
<p>Doch der K(r)ampf ums Anziehen könnte auch einzig und allein folgenden Grund haben:</p>
<h3> 9. Körpergefühl</h3>
<p>Irgendwann hab ich ihn dann in knapper Montur nach draußen gehen lassen. Hab einfach die in meinen Augen fehlenden Kleidungsstücke mit eingepackt und los ging&#8217;s. Er wird ja schon sehen.</p>
<p>Recht schnell musste ich dann feststellen, dass der kleine Mann &#8211; so, wie er gerade gekleidet ist &#8211; genau <strong>richtig</strong> angezogen ist. Ihm ist einfach nicht kalt. Das bedeutet, dass wir ein völlig anderes <strong>Körpergefühl</strong> haben. Ein völlig unterschiedliches Verständnis von &#8222;kalt&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6472" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-mit-roten-haaren-kurzaermelig-im-schnee.jpg" alt="Kind mit roten Haaren kurzärmelig im Schnee" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-mit-roten-haaren-kurzaermelig-im-schnee.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-mit-roten-haaren-kurzaermelig-im-schnee-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-mit-roten-haaren-kurzaermelig-im-schnee-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Kann die Lösung so simpel sein? Ihn einfach selber entscheiden lassen?</p>
<p>Ich muss dazu sagen, ich habe lange genug Kämpfe ausgetragen. Mal hab ich versucht, ihn in die Wintersachen zu stopfen und er hat mich angeschrien wie sonstwas. Dann hab ich es sein lassen. Doch es gibt einen tragenden Unterschied zu:</p>
<h2>Ätschi Bätschi!</h2>
<p>Wenn der Kleine in meinen Augen nicht richtig angezogen ist, er aber darauf besteht, so rauszugehen, dann lasse ich ihn. Allerdings nehme ich IMMER passende Kleidung und <strong>Wechselklamotten</strong> mit. Denn wenn er dann doch friert, dann kann ich ihm die fehlenden Sachen anziehen.</p>
<p>Nun gibt es sicherlich auch welche, die sich denken: &#8222;Äh, nein?! Ist doch seine eigene <strong>Schuld</strong>. Hätte er mal lieber auf mich gehört. Nu muss er zusehen, wie er klarkommt. Muss er halt frieren, schwitzen, was auch immer.&#8220;</p>
<p>Aber da liegt der Unterschied. Das hat nichts mit &#8222;<strong>Konsequenz</strong>&#8220; zu tun. DU bist die/der Erwachsene und kannst vorausschauend denken. Dein Kind (noch) nicht. DU kannst dein Kind aus dieser misslichen Lage befreien. Das liegt nun mal in deiner Verantwortung. Deinem Kind nicht die notwendige Kleidung zur Verfügung zu stellen und es absichtlich frieren (oder was auch immer) zu lassen, bedeutet <a href="http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gewalt/kindesmisshandlung/" target="_blank" rel="noopener">Kindesvernachlässigung</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6469" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-verschraenkt-arme-und-hat-muetze-ins-gesicht-gezogen.jpg" alt="Kind verschränkt Arme und hat Mütze ins Gesicht gezogen" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-verschraenkt-arme-und-hat-muetze-ins-gesicht-gezogen.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-verschraenkt-arme-und-hat-muetze-ins-gesicht-gezogen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-verschraenkt-arme-und-hat-muetze-ins-gesicht-gezogen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Manche denken, ihrem Kind dadurch beizubringen, was &#8222;Konsequenzen&#8220; sind. Sie nennen es <strong>Erziehung</strong>. In meinen Augen lernt das Kind nur, dass man ihm aus dieser Notsituation hätte heraus helfen können, es aber nicht macht. Aus irgendeinem Grund, den es nicht nachvollziehen kann. Und das schmerzt dann nicht nur körperlich.</p>
<div id='c4443_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Vertrauen</h2>
<p>Was ich sagen will: Entwickle das <strong>Vertrauen</strong> in dein Kind, dass es sehr gut wissen wird, ob ihm heiß, kalt oder was auch immer ist. Oder dass es aktuell damit beschäftigt ist, das für sich herauszufinden. Dass es seine eigenen Erfahrungen machen will und auch MUSS.</p>
<p>Es ist sein Körper. Nur dein Kind wird wissen, was sich gut anfühlt. Es will keine vorgefertigten <strong>Erfahrungen</strong>, die du bereits gemacht hast. Es will sie selber machen. Das kann auch bedeuten, &#8222;Fehler&#8220; zu machen. Es ist nicht &#8222;falsch&#8220; in dem Sinne. Einfach nur eine weitere Erkenntnis, zu der dein Kind gekommen ist.</p>
<p>Das ist es doch, zu was wir unsere Kinder erziehen wollen, oder? Dass sie selbstständig denken. Sich nicht von anderen reinreden und manipulieren lassen. Dass sie imstande sind, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Auf ihr Bauchgefühl zu hören. Ihr <strong>Körpergefühl</strong> nie zu verlieren.</p>
<p>Was würde wohl passieren, wenn wir unseren Kindern jedes Mal demonstrieren: &#8222;Ich weiß besser, was du fühlst, was du brauchst.&#8220;? Zu was für Menschen wachsen unsere Kinder heran, wenn wir ihnen beibringen, dass sie nicht darauf vertrauen können, was ihnen ihr eigener (!) Körper sagt?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2387" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen-kind-im-schnee.jpg" alt="Kind will sich nicht anziehen lassen - Kind im Schnee.jpg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen-kind-im-schnee.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen-kind-im-schnee-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Dumme Sprüche</h2>
<p>Klar kann es vorkommen, dass du dafür dumme <strong>Kommentare</strong> von anderen erntest. Dass dein Kind zu &#8222;xyz&#8220; gekleidet ist. Unverantwortlich etc.</p>
<p>Ich kenne das auch von meiner Familie. Wenn wir nach Hause fahren wollen und der kleine Mann jetzt unbedingt barfuß zum Auto laufen will. Klar ist es kalt auf dem Boden. Merkt er doch. Wir können ihn darauf hinweisen, dass wir Socken und Schuhe dabei haben, die ihn wärmen und vor pieksenden Steinchen schützen. Wenn er sich entscheidet, sie anzuziehen, gut. Und wenn nicht, dann was?</p>
<p>Ich denke, viele, die sich die Sprüche nicht verkneifen können, machen sich erst einmal nur <strong>Sorgen</strong>. Dass er frieren könnte, sich erkältet, was eintritt oder was auch immer.</p>
<p>Das kannst du ihnen anrechnen. Dass sie sich um ihre Mitmenschen sorgen. Eine Welt, in der man niemandem völlig egal ist, ist doch eine gute Welt. Und dann kannst du ihnen die Angst nehmen und es ihnen erklären.</p>
<p>Sicher, manche wollen einfach nur rumpampen, aber einige wird es sicherlich interessieren. Und wiederum andere erfreuen sich einfach am Anblick eines Kindes, das Spaß hat.</p>
<p>Unabhängig davon, wie sie reagieren (könnten), solltest du immer zu deinem Kind stehen und es nicht übergehen, bloß weil du fürchtest, was sie denken oder sagen könnten. Sie kennen dich nicht. Sie kennen auch nicht dein Kind. Vielleicht wurden sie als Kinder auch übergriffig behandelt, wenn es ums Anziehen ging. Das weißt du nicht. Und genau so wenig wissen sie, wie dein Kind sich fühlt und sollten sich nicht herausnehmen, es besser zu wissen.</p>

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		<title>Am Tag, als Saída zu uns kam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2016 08:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Am Tag, als Saída zu uns kam&#8220; von Susana Gómez Redondo (Text) und Sonja Wimmer (Illustrationen) ist definitiv sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet, obwohl es nur für Kinder im Alter von 5 &#8211; 7 Jahren empfohlen wird. Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern! Warum? Das lest ihr hier&#8230; Am Tag, als Saída zu uns ... <a title="Am Tag, als Saída zu uns kam" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/am-tag-als-saida-zu-uns-kam/" aria-label="Mehr zu Am Tag, als Saída zu uns kam">Weiterlesen</a></p>
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<p id="title" class="a-size-large a-spacing-none">&#8222;Am Tag, als Saída zu uns kam&#8220; von Susana Gómez Redondo (Text) und Sonja Wimmer (Illustrationen) ist definitiv sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet, obwohl es nur für Kinder im Alter von 5 &#8211; 7 Jahren empfohlen wird.</p>
<p class="a-size-large a-spacing-none">Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!</p>
<p class="a-size-large a-spacing-none">Warum? Das lest ihr hier&#8230;</p>
<p class="a-size-large a-spacing-none"><span id="more-513"></span><div id='c6091_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2 class="a-size-large a-spacing-none">Am Tag, als Saída zu uns kam</h2>
<p>Ich habe <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3779505401/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3779505401&amp;linkCode=as2&amp;tag=milchtropfen-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Am Tag, als Saída zu uns kam&#8220;</a>* gekauft, weil mir schon das Buchcover total gefallen hat. Was hat es mit diesem dicken Nilpferd, auf dem Saída und ihre Freundin sitzen, auf sich?</p>
<p>Um was es in dem Buch ging, hatte mich anfangs gar nicht interessiert, aber der Titel ließ ja bereits erahnen, dass Saída von ihrem Zuhause weg musste und jetzt in einer für sie völlig fremden Welt zurecht finden und sich einleben muss. Ich dachte mir, dass es vielleicht um Toleranz gehen wird, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs gewesen.</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p>Das ist gar nicht so leicht in einem Satz zu erklären.</p>
<p>Das Mädchen, das nicht Saída ist (nennen wir sie jetzt einfach mal Linda), bemerkt, dass Saída sehr traurig ist, als sie eines Tages in ihr Leben tritt. Sie bemerkt auch, dass Saída kein einziges Wort spricht. Linda denkt, Saída hätte ihre Sprache verloren und sucht überall nach Saídas Wörtern &#8211; in Schubladen, Taschen, Regalen, Mündern von Statuen usw. &#8211; aber sie findet sie nirgends.</p>
<p>Linda findet irgendwann heraus, dass Saída aus Marokko kommt und dort Arabisch gesprochen wird. Damit Saída wieder glücklich sein kann und nicht mehr weinen muss, entdecken sie zusammen ihre Sprachen und finden heraus, dass die Wörter alle unterschiedliche Formen, Klänge und Größen haben, dass sie mal verletzend, mal warm, mal kalt wie Metall uvw. sind.</p>
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<p>Am Ende ist Saída wieder glücklich und die Mädchen planen gemeinsame Reisen für die Zukunft und werfen das Wort &#8222;Grenze&#8220; über Bord.</p>
<p>Zu der tollen Geschichte gesellen sich dann noch wunderschöne Illustrationen hinzu und das Buch ist perfekt &#8211; zumindest, wenn ihr mich fragt. Als ich das Buch las, hatte ich von Anfang bis Ende eine Gänsehaut. Wie viele können das schon von sich behaupten, während sie ein Buch gelesen haben?</p>
<h2>Kleines Wörterbuch</h2>
<p>Eine geniale Idee ist es natürlich auch, dass nicht nur Saída Lindas Sprache lernt, sondern auch umgekehrt. Linda will im Gegenzug dafür, dass sie Saída ihre Wörter zeigt, auch Saídas Wörter kennenlernen, für den Fall, dass auch Linda mal nach Marokko reist und nicht aufgeschmissen sein will.</p>
<p>Als die Mädchen gemeinsam ihre Sprachen entdecken, fliegen überall Wörter auf Deutsch und Arabisch durch die Gegend, wobei auf Arabisch sowohl die Umschrift als auch die Schreibschrift dargestellt werden. Nebenbei lernt man also gleich ein paar Wörter auf Arabisch &#8211; darunter auch das Flusspferd, das mich auf dem Buchcover so fasziniert hatte.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Holt es euch! Unbedingt! Sofort und auf der Stelle!</p>
<p>Nicht nur oder gerade aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation sollte jeder, ob Groß oder Klein, das Buch lesen. Um Toleranz geht es hier nur am Rande und doch ist es natürlich auch wichtig, Kinder (und auch Erwachsene) zu lehren, wie man Menschen, die aus ihrer Heimat ziehen oder fliehen mussten, bei sich zu Hause willkommen heißt.</p>
<p>In &#8222;Am Tag, als Saída zu uns kam&#8220; geht es vielmehr als nur um Toleranz und Akzeptanz und das ist das Schöne daran. Hier wird die Liebe zur Sprache richtig deutlich. Die Mädchen lernen, wie unterschiedlich die Fremdsprache klingt, wie sie sich sogar anfühlt, wie die Buchstaben aussehen (Linda findet, Saídas Wörter ähneln Blumen und Vögeln) und wie sie wirken, ob sie verletzen oder einen umarmen und auch, dass manche Buchstaben ziemlich schwer auszusprechen sind, dass man manche Wörter jeden Tag gebraucht, andere wieder vergisst, weil sie nicht wiederkehren und einige im Laufe der Zeit erst auftauchen und gelernt werden können.</p>
<p>&#8222;Am Tag, als Saída zu uns kam&#8220; könnt ihr euch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3779505401/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3779505401&amp;linkCode=as2&amp;tag=milchtropfen-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">auf Amazon</a>* kaufen.</p>
<p>Ich wünsche euch beim Lesen auch so eine Gänsehaut, wie ich sie hatte!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eric</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2016 19:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Austauschschüler]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Eric]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Shaun Tan]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Shaun Tan&#8217;s &#8222;Eric&#8220; wird die Geschichte eines winzigen Austauschschülers erzählt, der seiner Gastfamilie etwas eigenartig vorkommt. Das Buch ist für Kinder ab 7 Jahren, doch meiner Meinung nach auch für Erwachsene geeignet. Warum ich dieses Buch behalten und inzwischen sogar sehr lieb gewonnen habe, erfahrt ihr hier. Eric Dieses Kinderbuch sieht doch schonmal etwas ungewöhnlich aus als ... <a title="Eric" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/eric/" aria-label="Mehr zu Eric">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="buchimgthumb" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3551555842&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=milchtropfen-21" alt="Eric - Buch Review" width="300" height="250" />In Shaun Tan&#8217;s &#8222;Eric&#8220; wird die Geschichte eines winzigen Austauschschülers erzählt, der seiner Gastfamilie etwas eigenartig vorkommt.</p>
<p>Das Buch ist für Kinder ab 7 Jahren, doch meiner Meinung nach auch für Erwachsene geeignet.</p>
<p>Warum ich dieses Buch behalten und inzwischen sogar sehr lieb gewonnen habe, erfahrt ihr hier.<span id="more-287"></span><div id='c9642_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Eric</h2>
<p>Dieses Kinderbuch sieht doch schonmal etwas ungewöhnlich aus als die üblichen, fand ich. Und genau deshalb habe ich dieses Buch gekauft. 08/15 Kinderbücher hat man ja schon zur Genüge bei sich rumliegen.</p>
<p>Umso glücklicher war ich, als ich beim Lesen merkte, dass dieses Buch auch zum Nachdenken anregt und man nicht sofort den Sinn, der hinter der Geschichte steckt, versteht &#8211; zumindest erging es mir so, vielleicht stand ich ja auch länger auf dem Schlauch als andere&#8230;</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3551555842/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3551555842&amp;linkCode=as2&amp;tag=milchtropfen-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Eric&#8220;</a>*, dessen Kopf man auf dem Buchcover bereits erkennen kann, ist ein kleiner, seltsamer Austauschschüler, der seiner Gastfamilie durch seine Eigenartigkeit auffällt.</p>
<p>Er ist jemand, der ungewöhnliche Fragen stellt, auf die man meist nur mit &#8222;So ist das eben.&#8220; antworten kann, weil man selbst nie so wirklich darüber nachgedacht hat und keine bessere Antwort weiß.</p>
<p>Er interessiert sich für die kleinen Dinge des Lebens, die auf dem Boden liegen und die sonst von niemandem weiter beachtet werden.</p>
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<p>Und eines Tages verabschiedet sich Eric kurz und knapp und ist fort. Die Gastfamilie fragt sich, ob es ihm nicht gefallen hat oder ob er gar sauer gewesen wäre. Doch dann entdecken sie, was Eric ihnen hinterlassen hat&#8230; Was das ist, verrate ich aber nicht; ihr würdet euch im Nachhinein nur ärgern.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Ein Buch, dessen Aussage ich anfangs nicht sofort verstanden hatte, aber als mich mein Sohn die Geschichte immer und immer wieder vorlesen ließ &#8211; wobei die eigentliche Story eher von den Bildern erzählt wird &#8211; verstand ich es allmählich.</p>
<p>Eric&#8217;s Art ist für seine Gastfamilie befremdlich. Und dennoch respektieren sie ihn. Er wird akzeptiert, so wie er ist. Sie lassen sich auf ihn ein und am Ende finden sie sein ganz persönliches Abschiedsgeschenk.</p>
<p>Eine berührende und liebevolle Geschichte, sehr fein und zart gezeichnet. Meiner Meinung nach auch für Erwachsene geeignet.</p>
<p>Überzeugt euch selbst von dem Buch; es ist <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3551555842/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3551555842&amp;linkCode=as2&amp;tag=milchtropfen-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier bei Amazon</a>* erhältlich und auch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1848775873/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1848775873&amp;linkCode=as2&amp;tag=milchtropfen-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">in Englisch</a>* zu erwerben.</p>
<p>Ich wünsche euch viel Spaß beim Philosophieren!</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/eric/">Eric</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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