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	<title>Dauerstillen &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Dauerstillen &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Dauerstillen oder auch Clusterfeeding</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2017 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztens schrieb mich eine Mama an. Wir unterhielten uns über ein Thema, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann. Eine Zeit, in der das Baby nur noch gestillt werden wollte. Was es mit diesem Dauerstillen auf sich hat und wie man diese Zeit &#8222;überlebt&#8220;, darüber schreibe ich im heutigen Beitrag. Clusterfeeding oder auch ... <a title="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/" aria-label="Mehr zu Dauerstillen oder auch Clusterfeeding">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens schrieb mich eine Mama an. Wir unterhielten uns über ein Thema, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann. Eine Zeit, in der das Baby nur noch gestillt werden wollte.</p>
<p>Was es mit diesem <strong>Dauerstillen</strong> auf sich hat und wie man diese Zeit &#8222;überlebt&#8220;, darüber schreibe ich im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-3114"></span></p>
<h2>Clusterfeeding oder auch Dauerstillen</h2>
<p>Ich weiß es noch ganz genau. Ich war mitten im <strong>Wochenbett</strong>. Saß im Bett. Mein Hintern schon total wund vom ständigen Sitzen und Stillen. Ich durfte das Bett nicht verlassen (außer für Toilettengänge und dergleichen). Noch dazu hing da ständig jemand an meiner Brust und trank und trank und trank.</p>
<p>Meine Hebamme kam regelmäßig vorbei, um sich nach uns zu erkundigen. Mit mir zu reden. Über meine Freuden, aber auch über meine Fragen, Sorgen und Probleme.</p>
<p>Und plötzlich, mitten im Reden, breche ich in Tränen aus und sage ihr, wie schwer dieses dauerhafte Stillen ist. Immer dieses <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-ist-nervoes-beim-stillen/" rel="noopener noreferrer">nervöse An- und wieder Abgehen</a>. Ich hatte das Gefühl, dass mein Baby gar nicht <strong>satt</strong> wird. Weil er STÄNDIG und IMMERZU an meiner Brust war. Sobald er sich löste, wollte er gleich wieder gestillt werden. Es war zum Verrückt werden!</p>
<p>Und meine Hebamme verstand mich so gut und tröstete mich liebevoll. Doch ihre Antwort lautete:&#8220;Das nennt man <a href="http://www.entspanntstillen.de/2016/03/26/warum-dein-baby-manchmal-staendig-stillen-moechte-und-wie-du-damit-umgehen-kannst/" target="_blank" rel="noopener">Clusterfeeding</a>. Das ist ganz normal.&#8220;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild wp-image-9814 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen.jpg" alt="Clusterfeeding - Die wertvollsten Infos und Tipps zum Dauerstillen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen-287x430.jpg 287w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Was bedeutet Clusterfeeding?</h2>
<p>Ehrlich gesagt, war es mir zu peinlich, zu fragen, was <strong>Clusterfeeding</strong> bedeutet. Ich nickte also mit nassen Augen und suchte dann später, als meine Hebamme weg war, nach dem Begriff.</p>
<p>Im Internet wurde unser aktueller Zustand genau beschrieben. Das Baby stillt <strong>stundenlang</strong>. Wenn es dann endlich gesättigt ist, geht es schon nach kurzer Zeit wieder von vorne los. 15 Minuten Pause. 2 Stunden stillen. So in etwa lief das bei uns auch ab. Wow. Auch wenn es mir nicht direkt half, war es so schön zu erfahren, dass ich nicht die einzige mit diesem &#8222;Problem&#8220; war.</p>
<h2>Unsicherheiten</h2>
<p>Weil mein Baby echt ständig und dauernd und überhaupt und immerzu gestillt werden wollte, kamen dann auch recht schnell die <strong>Zweifel</strong> in mir hoch. Reicht meine Milch aus? Wird der Kleine eventuell gar nicht satt davon?</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3188" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-stillt-kind.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Mutter stillt Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-stillt-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-stillt-kind-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In meiner <strong>Familie</strong> wurde entweder gar nicht oder nur nach Zeitplan gestillt. Entweder weil man es nicht wollte oder weil man einfach kein Vertrauen darin hatte, dass ein Baby nur von Milch satt werden könne. Alle 3 Stunden wurde gestillt, weil man sich so den Tag besser einteilen konnte. Klar, dass in diesen Fällen die Milch irgendwann wirklich nicht mehr reichte. Von meiner Familie wurde ich also eher verunsichert als bestärkt.</p>
<h2>Wozu Clusterfeeding gut ist</h2>
<p>Als ich mich etwas weiter belas, erfuhr ich, dass das Clusterfeeding (oder auch &#8222;gehäufte Stillmahlzeiten&#8220;) sehr nützlich ist. Unsere <a href="http://www.familie.de/baby/muttermilch-511342.html" target="_blank" rel="noopener">Muttermilch</a> ist leicht und schnell verdaulich. Und da ein Baby immens wächst, braucht es entsprechend Energie. Da die Milch aber sehr rasch seinen kleinen Magen und Darm passiert, muss halt schon nach kurzer Zeit wieder Nachschub geliefert werden.<br />
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Ein Nebeneffekt: Dadurch, dass das Baby vermehrt angelegt wird, wird auch die <strong>Milchproduktion</strong> angeregt.</p>
<p>Wenn man sein Baby also &#8211; wie z.B. in meiner Familie &#8211; nach <strong>Zeitplan</strong> stillt, kann sich die Brust nicht auf den tatsächlichen Bedarf des Babys einstellen. Wenn nicht oft angelegt wird, sondern nur sagen wir mal alle 3 h, dann ist klar, dass die Milch irgendwann wirklich nicht mehr ausreicht. Das ist aber kein natürliches, sondern ein künstliches Problem.</p>
<p>Das gleiche passiert, wenn man seinem Baby statt der Brust einen <strong>Schnuller</strong> gibt. Erst einmal bekommt das Baby nicht die Milch, die es eigentlich benötigt, zum anderen &#8222;merkt&#8220; die Brust, dass weniger gestillt wird. Die Nachfrage regelt das Angebot. Weniger Nachfrage gleich weniger Milchproduktion. Es wird weniger Milch produziert und die Milch kann sich nicht optimal auf das Baby einstellen.</p>
<p>Ein Grund mehr, weshalb wir unser <a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/" rel="noopener noreferrer">Kind ohne Schnuller aufwachsen lassen</a>.</p>
<h2>Umgang mit Clusterfeeding</h2>
<p>Ok. Ich hatte verstanden: Clusterfeeding ist&#8217;ne gute Sache. Das half mir schon etwas. Trotzdem empfand ich es immer noch als <strong>anstrengend</strong>. Da bin ich ganz ehrlich. Also was tun, um nicht komplett durchzudrehen?</p>
<h3>Weg mit den Uhren</h3>
<p>Was bringt es mir zu wissen, dass mein Baby gerade 2 Stunden gestillt wurde? Oder dass es mittlerweile schon 01:00 Uhr morgens ist? Es brachte mir nichts als <strong>Stress</strong>.</p>
<p>Deshalb verbannte ich die Zeit. Ich nahm die Batterien aus dem Wecker. Das nervige Ticken hörte endlich auf. Ab damit in die Schublade.</p>
<p>Ich nahm es fortan einfach hin, dass das Stillen so lange dauerte. Und mein Baby schnurpste indes genüsslich weiter.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-9849 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-trinkt-muttermilch.jpg" alt="Baby trinkt Muttermilch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-trinkt-muttermilch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-trinkt-muttermilch-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Rhythmus anpassen</h3>
<p>Das Beste, was ich machen konnte: Ich passte meinen <strong>Rhythmus</strong> dem meines Babys an. Wenn der kleine Mann schlief, versuchte ich auch eine Mütze voll Schlaf zu nehmen. Versuchte, wohlgemerkt. Dadurch, dass ich noch nicht so geübt im Anlegen war, brannte stets Licht bei uns, damit ich gut sehen konnte. Bei Licht zu schlafen, ist echt nervig. Ständig wachte ich auf.</p>
<p>Aber selbst, wenn ich mich nur ausruhte, war das nächtliche Aufstehen leichter zu bewältigen. Und mit der Zeit passte sich unser Baby dann unserem Rhythmus an.</p>
<h3>Kopf freibekommen</h3>
<p>Schlimm waren auch die tausend <strong>Gedanken</strong>, die da noch nebenbei im Kopf schwirrten. Unser Schlafzimmer war mitten im Umbau und sah aus wie Sau (neben dem Rest der Wohnung). Nur leider konnte ich nicht aufstehen und mal schnell den Bohrer schwingen. Ich musste darauf warten, dass mein Mann das irgendwann erledigte. Nur der hatte ja auch nicht immer Zeit.</p>
<p>Dann war noch dies zu tun, das zu erledigen, dieses und jenes bereiteten mir Sorgen usw. Mein Kopf war voller Ideen und Einfälle und Gedanken und das stresste ungemein. Was mir half: <strong>Aufschreiben</strong>. Blatt Papier und Stift bereitlegen und sobald da wieder was aufblitzte, schrieb ich es auf. Ich hatte wieder den Kopf frei, weil ich nicht ewig dran denken musste, um es ja nicht zu vergessen.</p>
<h3>Entspannen</h3>
<p>Schon in der Schwangerschaft litt ich unter extremem Schlafmangel. Ich war sowas von geladen, das glaubst du nicht. Und nach der Geburt wollte es kein Ende nehmen. Ich fand einfach keinen Schlaf.</p>
<p>Dann installierte uns mein Mann einen Lautsprecher im Schlafzimmer, aus dem &#8222;<strong>White Noise</strong>&#8220; zu hören war. Das ist einfach nur Rauschen, mehr nicht. Aber ich schlief damit plötzlich super gut! Ich kann es dir nur empfehlen! Im unteren Video kannst du ja mal reinhören&#8230;</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/bNqERBWaJeM" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Zeit vertreiben</h3>
<p>Und wenn ich stundenlang stillte, musste ich mir ja auch irgendwie die Zeit vertreiben. Wenn ich also nicht geschlafen habe, habe ich z.B. Musik gehört, <strong>Bücher</strong> gelesen (Smartphone hatte ich zu der Zeit noch nicht), gegessen (was ich in diesem Moment, in dem ich diesen Beitrag schreibe, ebenfalls mache), mein Baby beobachtet&#8230; Ja&#8230; sowas halt. Da vergeht eine Menge Zeit.</p>
<p>Und &#8211; ich weiß nicht, ob das was für dich wäre &#8211; ja, ich habe auch <strong>ferngesehen</strong>. Manche sagen, das Baby bekommt alles, was um es herum geschieht, mit, auch im Schlaf. Kann sein. Aber ich bekam den Kleinen an manchen Tagen gar nicht (!) von der Brust ab. Kein kurzer Besuch auf der Toilette möglich, ohne dass er sofort wach wurde und weinte. Dazu noch selten Besuch. Es drehte sich alles ums Baby (was auch ok war), aber ich brauchte etwas, das die Zeit schneller verfliegen ließ.</p>
<p>Keine Sorge: Sobald der kleine Mann wach war, war auch der Fernseher aus. Und als sich der kleine Mann für seine Umgebung interessierte, war der Fernseher fortan aus und staubte vor sich hin. Bis wir das Ding letztendlich komplett abbauten, weil es nicht mehr gebraucht wurde. Wir haben Tablet und Computer; das reicht auch und nimmt nicht so viel Platz weg.</p>
<p>Was ich damit sagen will: Was auch immer es ist, das dir die Zeit angenehmer macht, mach es. Du bist auch nur ein Mensch mit <strong>Bedürfnissen</strong>.</p>
<h3>Unterstützung</h3>
<p>Mein Mann half mir, wo er nur konnte. Er brachte Essen und Trinken. Leistete mir ab und an Gesellschaft. Dann musste er wieder arbeiten und war weg. Oder er war zu Hause und arbeitete am Computer weiter.</p>
<p><strong>Einsam</strong> sein, ist ein mieses Gefühl. Ja, schon klar, mit Baby bist du nicht einsam. Aber irgendwie doch. Ich brauchte auch mal eine Freundin, mit der ich reden konnte. Ja, hauptsächlich über den kleinen Wonneproppen, aber auch über andere Dinge. Wie es ihr geht, was sie macht. Dann konnte sie mein Baby halten und ich mal kurz alle Viere von mir strecken. Essen machen. Duschen. So ganz banale Dinge, die mir aber sehr wichtig waren. Das verschaffte mir kleine <strong>Verschnaufpausen</strong>. Ruhe-Inseln.</p>
<p>Vielleicht hast du ja auch das Glück, dass dich deine Familie unterstützen kann. Bei mir ging das leider nicht. Alle um mich herum waren arbeiten. Ich hatte dann Glück, dass einige meiner Freundinnen studierten und deshalb ab und zu mal auch tagsüber Zeit hatten. Was hätte ich mich gefreut, wenn mich jemand (außer meinem Mann) im <strong>Haushalt</strong> unterstützt hätte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3191" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-gruppe-im-sonnenuntergang.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Gruppe im Sonnenuntergang" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-gruppe-im-sonnenuntergang.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-gruppe-im-sonnenuntergang-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hauptsächlich ging es mir aber nicht um den Haushalt, sondern eher um nette Gesellschaft. Ein liebes Gesicht. Aufmunternde Worte. Und vielleicht sogar ein anderes Thema als Baby, Stillen und Windelinhalte.</p>
<h3>Körpergefühl</h3>
<p>Mein Baby schlief &#8211; zumindest erinnere ich mich so &#8211; fast die ganze Zeit. Und trank. Sobald ich mich bewegte, wachte es auf. Weinte. Wollte weiter trinken. Wieder schlafen.</p>
<p>Heute, weiß ich, hätte ich mir mein Baby einfach schnappen können. Im <strong>Tragegurt</strong> hätte es dann ggf. weiter trinken und auch einschlafen können. Oder zuschauen können, was ich denn da so treibe.</p>
<p>Damals war ich <strong>übervorsichtig</strong> und hatte Angst. War auch noch so unsicher im Umgang mit dem Baby. Die Sicherheit kam dann erst nach und nach, als ich keine Lust mehr auf Rumsitzen hatte und spazieren ging, obwohl es mir meine Hebamme nicht empfohlen hatte. Und von da an da ging es langsam bergauf. Ich hörte auf meinen Körper und handelte danach, statt mir von anderen sagen zu lassen, was gut für mich sei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3186" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-traegt-kind-auf-arbeit.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Mutter trägt Kind auf Arbeit" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-traegt-kind-auf-arbeit.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-traegt-kind-auf-arbeit-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und sicher wäre mein Baby nicht gleich verhungert, wenn ich es kurz abgedockt hätte, um aufstehen und mich bewegen zu können. Es hätte vielleicht gemeckert und dann im Tragen weiter getrunken. Und wir wären beide glücklich gewesen, denn jeder hätte in dem Moment gehabt, was er braucht.</p>
<p>Sollte ich also jemals ein zweites Kind bekommen, merke ich mir: Ich passe mich dem Rhythmus meines Babys an, ja, aber ich gebe mich dabei nicht ganz auf und höre auch darauf, was mir mein Körper mitteilt.</p>

<h2>Trinkt mein Baby genug? Unsicherheiten beseitigen</h2>
<p>Gerade weil es mein 1. Baby war, ich noch völlig unerfahren und sowieso von allen Seiten verunsichert (jeder sagt was anderes), brauchte irgendwie <strong>Gewissheit</strong>. Darüber, dass mein Baby satt ist. Ich hatte zwar das theoretische Wissen, dass dieses Dauerstillen &#8222;normal&#8220; und sinnvoll ist. Aber trotzdem brauchte ich Sicherheit, dass wirklich alles gut war.</p>
<h3>Was oben rein geht&#8230;</h3>
<p>Meine Mutter stillte meine Schwester und mich damals nach Zeitplan. Bei meiner Schwester reichte die Milch irgendwann wirklich nicht mehr. Als ich dann kam, fuhr sie mit dem Stillen nach Zeitplan fort. Sie war so unsicher, ob ich jetzt genügend zu mir genommen hatte, dass sie mich jedes Mal vor und nach dem Stillen auf die <strong>Waage</strong> legte. Und, ganz ehrlich, als ich das hörte, hatte ich keine Lust auf diesen Stress. Bei aller Unsicherheit. Aber wenn mein Baby gerade eingeschlafen ist, dann gehe ich nicht das Risiko ein, es aufzuwecken, weil ich es jetzt wiegen muss.</p>
<p>Meine Hebamme riet mir, immer darauf zu achten, dass mein Baby regelmäßig pullern und kackern musste. Fertig. Was oben rein geht, muss schließlich unten wieder <strong>rauskommen</strong> (zumindest zum Teil). Und schon wusste ich, dass mein Baby genug zu sich genommen hatte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3192" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-windeln.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Windeln" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-windeln.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-windeln-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Langsam, aber sicher</h3>
<p>Ein weiterer Punkt, der mir Stück für Stück Sicherheit gab: Das Baby <strong>nimmt zu</strong>. Langsam, aber stetig.</p>
<p>Anfangs habe ich mein Baby jeden Tag gewogen, um dann am nächsten Tag zu wissen, ob es zu- oder doch abgenommen hatte. Ganz ehrlich: Das war keine gute Idee. Nur Stress. Was war ich in Panik, wenn der Kleine am nächsten Tag ein paar Gramm (übertrieben formuliert) weniger wog. Mein Mann holte mich dann zurück auf den Boden und riet mir, jede <strong>Woche</strong> zu wiegen. So habe ich es dann auf einmal die Woche beschränkt und später komplett weggelassen. Wird bei den U&#8217;s sowieso durchgeführt.</p>
<h3>Wir passen nicht alle in den Rahmen</h3>
<p>Ich habe mich nie an diesen <strong>Perzentilen</strong> orientiert, sind es letztendlich doch alles nur Durchschnittsangaben. Sie beziehen nicht ein, wenn die Eltern beispielsweise wie wir recht klein sind. Dann wird man bei der U1 gleich gefragt, ob man während der Schwangerschaft geraucht hat, weil der Kleine so klein ist. Wurde ich tatsächlich gefragt! Ich dachte, ich hör nicht richtig.</p>
<p>Sobald ein Kind nicht zur Norm gehört, muss gleich etwas nicht stimmen. Das kann u.U. tatsächlich möglich sein, doch i.d.R. ist doch bei den meisten alles völlig in Ordnung. Wenn sich einer den Stress machen will, gerne. Ich entschied, nicht weiter zu prüfen, ob er zunahm oder abnahm oder sich &#8222;im Rahmen&#8220; befand.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3195" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-pfau-ausserhalb-des-rahmens.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Pfau außerhalb des Rahmens" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-pfau-ausserhalb-des-rahmens.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-pfau-ausserhalb-des-rahmens-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Damit will ich sagen: <strong>Stress vermeiden</strong>, wo es nur geht.</p>
<h2>Die richtige Anlegetechnik</h2>
<p>Auf <a href="http://www.stillkinder.de/wie-babys-trinken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillkinder.de</a> las ich, dass das stundenlange Stillen mitunter ein Anzeichen dafür sein kann, dass das Baby die Milch nicht so gut heraus bekommt und sich dies auch in seiner Gewichtsentwicklung zeigt. Wer weiß, vielleicht war das der Grund für dieses tagtägliche Dauerstillen und die darauf folgenden <a href="https://www.milchtropfen.de/stillprobleme/" rel="noopener">Stillprobleme</a> bei uns.</p>
<p>Um jegliche Zweifel auszuräumen, kann es zumindest nicht schaden, eine <strong>Stillberaterin</strong> zu Rate zu ziehen. Wenn du eine Stillberaterin in deiner Nähe suchst, kannst du dich an den <a href="http://www.bdl-stillen.de/stillberatungsuche.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V.</a> , die <a href="http://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">La Leche Liga</a> oder <a href="http://www.afs-stillen.de/afs-vor-ort/stillberatung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V.</a> wenden.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/">Dauerstillen oder auch Clusterfeeding</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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