Baby ist nervös beim Stillen


Das Stillen stellte ich mir immer als einen unendlich friedlichen Augenblick vor. Einige Zeit war das auch so. Bis mein Baby während des Stillens dann plötzlich anfing, immer wieder an- und abzudocken und herumzuzappeln und schnell zu atmen. Es machte mich mit seiner wuschigen Art ganz nervös.

Was es damit auf sich haben könnte, liest du in diesem Artikel.

Baby ist nervös beim Stillen

Ich erinnere mich nur zu gut an das stundenlange Stillen im Sitzen, von dem ich bereits einen ganz rauen Hintern bekam (wenn er mir mal nicht eingeschlafen war).

Aber zwischendurch gab es dann immer solche Momente, in denen mein Baby ständig ab- und wieder ranging. Und es nervte mich auch irgendwann. „Warum trinkst du nicht? Machst du eine Pause? Willst du nicht mehr? Bist du satt? Ist dir langweilig?“ fragte ich den kleinen Wurm, der mich natürlich einfach nur mit großen Augen anschaute und sein Spiel nun mit zappelnden Beinchen fortsetze.

Baby mit speckigen Beinchen berührt seine Füßchen

Der Papa kam dann ins Zimmer und meinte: „Vielleicht braucht er eine neue Windel.“ Und tatsächlich: Sobald er frisch gewickelt war, konnte weiter in Ruhe gestillt werden.

Nichts geschieht grundlos

Doch ist das noch nicht das Ende vom Lied! Als der kleine Mann etwa 3 Monate alt war, las ich das Buch „Verwöhn dein Baby nach Herzenslust„* von Julia Dibbern. Da stieß ich dann auf ein mir bis dato völlig unbekanntes Thema: Die Ausscheidungskommunikation.



Hiernach teilt das Baby einem mit, dass es mal muss. Dies bringt es unter anderem mit Nervosität, schneller Atmung und unruhigem Trinkverhalten zum Ausdruck.

Erst, als ich das las, begriff ich, was mir mein Baby mitteilen wollte, wenn es nervös beim Stillen wurde: Es muss mal! Und das will es nicht unbedingt in unserem gemütlichen Nest.

Baby schläft in den Armen von Mama und Papa

Als ich dann begann, ihn abzuhalten, sobald er wieder zappelig wurde und rumhibbelte, war er anschließend wieder ruhig und es konnte weiter gestillt werden.

Probier es aus und schreib mir in die Kommentare, ob dir dieser Tipp helfen konnte. Ich bin gespannt!

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10 Gedanken zu “Baby ist nervös beim Stillen

  1. Hallo Julia,
    ich habe mich mit diesem Thema bereits in der Schwangerschaft auseinander gesetzt und mir fest vorgenommen, es zu versuchen.
    Und siehe da, es funktioniert!
    Jedes Mal, wenn ich meine kleine Maus wickel, halte ich sie über die Toilette. Es dauert meist nicht mal 20 Sekunden und die Kleine macht entweder ihr großes oder kleines Geschäft. Und manchmal schaffe ich es sogar ihre „Zeichen“ im Alltag zu erkennen und wir gehen zur Toilette, obwohl die Windel noch nicht gewechselt werden müsste.
    Ich bin total begeistert, wie gut es klappt, obwohl die Kleine erst 4 Wochen alt ist!
    Dazu muss ich natürlich auch erwähnen, dass ich das ein oder andere Mal auch schon umsonst zur Toilette mit ihr gegangen bin, aber besser einmal zu viel… Und natürlich schaffe ich es nicht, dass gar kein Geschäft mehr in die Windel geht, aber wenn es wenigstens ab und zu klappt, ist das schon ein Erfolg für uns beide 🙂

    Viele Grüße
    Petra

    • Hallo Petra,
      das klingt ja wundervoll! Was meinst du, wie (positiv) überrascht ich war, als es auch bei uns klappte! Und natürlich ging auch bei uns eine ganze Menge in die Windel, weil ich die Zeichen nicht erkannte.
      Wie machst du das nachts? Genau da habe ich mir zu viel zugemutet und uns alle gestresst. Hab es deshalb nachts gelassen und dort die Windeln rumgemacht.
      Würde mich über deine Erfahrungen freuen.
      Liebe Grüße
      Julia

  2. Hallo Julia,
    abends versuche ich so spät wie möglich vor dem Schlafen die Windel zu wechseln. Und dann, auch wenn es sich nicht schön anhört, hoffe ich, dass in der Nacht nichts passiert und ich die Windel nicht wechseln muss, denn sonst dauert es eine gefühlte Ewigkeit bis die Kleine wieder schläfrig wird. Auch ein Abhalten würde sie munter und wach machen, weshalb ich in der Nacht einfach auf die Windel vertraue…

    Freut mich aber zu hören, dass es auch bei dir klappt!

    Viele Grüße
    Petra

    • Liebe Petra,
      mach es, wie du dich damit wohl fühlst. Schlaf ist wichtig. Ich bin ja wie gesagt auch mitten in der Nacht mit ihm aufgestanden und hab ihn abgehalten. Das tat uns beiden nicht gut. Er war einfach müde und wollte weiterschlafen und ich eigentlich auch, lag aber gefühlt die ganze Nacht aufgeregt neben ihm, weil ich darauf achten musste, dass er uns nichts vollpullert usw. Es war eine ermüdende, kräftezehrende Zeit, aber irgendwann kam ich dann zum Glück davon los. Windel rum, schlafen und über den Tag ganz entspannt.
      Jede/r muss da erstmal ihren/seinen Weg finden 🙂
      Euch noch einen schönen Tag
      Julia

  3. Hallo Julia,

    eine Freundin von mir machte mich auf deinen Artikel aufmerksam. Bei uns ist dieses Spiel seit der 6ten Woche. Jedes Stillen wird zum Stress, so dass ich der Kleinen auch mal ein Fläschchen mache. Da zeigt sie dieses Verhalten nicht. Kann das sein, ich sage schon seit Wochen sie muss Groß, aber es funktioniert vielleicht in diesem Moment nicht und sie wird dann immer hektischer.
    Danke für eine Rückinfo.
    Gruß
    Romana

    • Liebe Romana,
      interessant, was du schreibst. So, wie ich dich verstehe, ist dein Baby beim Stillen nervös, jedoch nicht, wenn es ein Fläschchen bekommt, habe ich dich richtig verstanden?
      Mit Fläschchen kenne ich mich gar nicht aus, da bin ich ganz ehrlich.
      Zu deinem Kommentar fällt mir allerdings schlagartig ein anderer Kommentar ein, den ich mal in einer Facebookgruppe gelesen hatte. Da hieß es, Babys können auch nervös bei einem starken Milchspendereflex sein. Könnte das vielleicht bei euch zutreffen? Hier könnte es helfen, die Stillposition zu verändern. Meine Hebamme empfahl mir, mich hinzusetzen und das Baby so gut es geht aufrecht zu stillen.
      Liebe Grüße
      Julia

  4. Also ich halte mein Baby auch seit Geburt ab (was sehr gut funktioniert) und windel es immer vorm stillen. Trotzdem ist es immer nervös und ich „darf“ es nur noch im sitzen stillen. Ich denke aber das liegt an ihrem Charakter, sie ist sehr neugierig und aufgeregt, um zur Ruhe zu kommen muss sie ganz fest gehalten werden.

    • Hey Flora,
      vielen Dank für deinen Kommentar, darin bestätigt sich wieder einmal: Es gibt (leider) kein Patentrezept.
      Schade, dass das Abhalten bei euch nicht die Lösung war, ich hätte wirklich gern geholfen.
      Euch alles Liebe <3
      Julia

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