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	<title>Geburt &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Geburt &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>MACHmit! Museum für Kinder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2017 17:29:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich in einer etwas anderen Kirche. MACHmit! Museum für Kinder Im 12 von 12 Beitrag für Januar hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich mal etwas genauer über unseren Besuch im MACHmit! Museum für Kinder berichten will. Was ist ein Kindermuseum? Als ich das erste Mal vom Kindermuseum gehört habe, ... <a title="MACHmit! Museum für Kinder" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/machmit-museum-fuer-kinder/" aria-label="Mehr zu MACHmit! Museum für Kinder">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich in einer etwas anderen Kirche.<span id="more-2531"></span></p>
<h2>MACHmit! Museum für Kinder</h2>
<p>Im <a href="https://www.milchtropfen.de/12-von-12-januar-2017/" rel="noopener noreferrer">12 von 12 Beitrag für Januar</a> hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich mal etwas genauer über unseren Besuch im MACHmit! Museum für Kinder berichten will.</p>
<h2>Was ist ein Kindermuseum?</h2>
<p>Als ich das erste Mal vom Kindermuseum gehört habe, wusste ich ehrlich gesagt nicht so recht, was ich mir darunter vorstellen soll. Und das, was ich mir darunter vorstellte, hoffte ich nicht aufzufinden. Ausgestellte Kinder&#8230; Wer will das denn sehen?!</p>
<p>Nein. Ist natürlich kein typisches Museum, in dem Dinge (oder Kinder) ausgestellt werden. Von außen sieht es aus wie eine Kirche, ist im Inneren teilweise noch als solche zu erkennen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2533" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-ehemalige-kirche.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - ehemalige Kirche" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-ehemalige-kirche.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-ehemalige-kirche-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber statt zu beten (nun gut, das kann man da sicherlich auch machen), wird da ordentlich getobt, gebastelt, erforscht, erkundet, gelesen, gemalt, gespeist, geruht und was weiß ich nicht noch alles.</p>

<p>Eine ganz großartige Idee fand ich, die Höhe des Gebäudes zu nutzen und ein Riesenkletterregal zu bauen. Gesichert wird das Ganze durch super stabilen Draht. Und dann geht es drunter und drüber und hoch und runter, nach links und nach rechts. Und schon hatte ich mich verlaufen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2534" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kletterregal.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - Kletterregal" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kletterregal.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kletterregal-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber zum Glück fand ich irgendwann dann doch noch den Ausgang.</p>
<p>So begeistert war der kleine Mann allerdings nicht vom Kletterregal. Wollte mal wieder lieber getragen werden. Das witzige ist aber, dass ich mich eigentlich nur aufgrund des Kletterregals dazu entschieden hatte, das <a href="http://www.machmitmuseum.de/?article_id=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MACHmit! Museum für Kinder</a> mit dem Kleinen zu besuchen. Aber so ist das doch IMMER. Kennt ihr doch sicherlich auch.</p>
<h2>Linsenbad</h2>
<p>Was dem kleinen Mann am meisten gefiel, war zum einen das Linsenbad.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2535" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-im-linsenbad.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - Kind im Linsenbad" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-im-linsenbad.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-im-linsenbad-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Eine Badewanne, gefüllt mit Linsen und nichts weiter als Linsen. Ein wahrhaft berauschendes Gefühl, seine Finger in ein Linsenbad zu tauchen. Ich liebe das ja. Kent ihr das Gefühl?</p>
<p>Und da Kinder auch gerne mal die Linsen aus der Badewanne schmeißen und beim Rausheben aus der Wanne Linsen aus allen Löchern und Falten fallen, darf man danach noch brav alles wieder auffegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2536" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-fegt.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - Kind fegt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-fegt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-fegt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Finde ich nur gerecht. Die Kinder danach wollen ja auch ihren Spaß haben. Und wer will, kann auch Linsen spenden. Damit die Wanne immer voll bleibt.</p>
<p>Im Grunde genommen dreht sich hier alles um Geburt. Man hört Herzklopfen, begibt sich in einen Raum, der dem Mutterleib nachempfunden ist. Da hört man dann auch mal den Magen grummeln und die Magensäfte gluckern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2537" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-im-mutterleib.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - im Mutterleib" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-im-mutterleib.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-im-mutterleib-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Oder man sieht, wie sich das Baby im Bauch entwickelt. Was eine Hebamme macht. Wie unterschiedlich Nachbarn auf ein Baby reagieren. Wie unterschiedlich die <a href="https://www.milchtropfen.de/das-auge-gottes/">Glücksbringer</a> für Babys von Kultur zu Kultur ausfallen. Oder wie man ein Baby wickelt. An was sich die Kinder noch erinnern können. Und und und. Das Angebot ist wirklich sehr umfangreich.</p>

<h2>Hoch und runter</h2>
<p>Ich schmunzel immer darüber, wofür sich der kleine Mann interessiert. Es geht an einer Stelle etwas hoch. Zum Kletterregal. Ich weiß nicht, wie oft und wie lange der kleine Mann diesen Hügel hoch und wieder runter lief. Es hatte ihn wirklich fasziniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2538" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-hoch-und-runter-laufen.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - hoch und runter laufen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-hoch-und-runter-laufen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-hoch-und-runter-laufen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Zwischendurch gibt es auch andere Stationen. Mit Kinderbüchern. Da blieben wir nur kurz. War zwar auch ganz interessant, aber es gab ja noch so viel mehr zu entdecken.</p>
<h2>Kochen</h2>
<p>Und dann kamen wir zu Olis nächster Leidenschaft: einem Regal voller Geschirr und Essen. Das Essen war nur aus Stoff und Plastik. Völlig egal. Es wurde alles ausgeräumt und fein säuberlich (?) platziert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2539" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-spielt-mit-geschirr.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - Kind spielt mit Geschirr" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-spielt-mit-geschirr.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kind-spielt-mit-geschirr-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und irgendwann krochen wir dann in das Zelt der Mongolen und kochten Kuchenstücke, Salat, Holzbrettchen und alles andere in einem großen Kessel. Hmmmm&#8230;. und wie das duftete! Herrlich! Der kleine Mann kann einfach super leckere Gerichte zaubern!</p>
<h2>Päuschen</h2>
<p>Dann näherten wir uns dem Café des Kindermuseums. Der kleine Mann lud mich zu Schokokuchen, Pflaumenkuchen und warmem Kartoffelsalat ein. Das mitgebrachte Essen durfte man hier natürlich nicht verspeisen. Wie das halt so ist. Und da stand zwar überall Bio, Bio und noch mehr Bio drauf, aber geschmeckt hat es nur so naja&#8230;</p>
<p>Als wir noch dabei waren, Kuchen und Kartoffelsalat zu mümmeln, entdeckte ich ganz oben im letzten Stockwerk eine Tür. Wo die wohl hinführte? Ein Mädchen verschwand hinter der Tür und kam nicht mehr wieder. Ich beschloss, nachdem unsere Teller geleert und unsere Mägen gefüllt waren, das Geheimnis hinter der Tür zu lüften.</p>

<h2>Kinderbibliothek</h2>
<p>Und was uns hinter der Tür erwartete, war ein wunderschöner Raum. Das Mädchen hatten wir wohl offensichtlich in ihrer Einsamkeit gestört. Es verzog sich wenige Sekunden, nachdem wir eingetreten waren. Wir waren also ganz allein in der Kinderbibliothek. Und die ist echt vom Feinsten. Mit Sitzmöglichkeiten, kuschligem Teppich, natürlich einer Menge Bücher, Spiele und Puzzle. Ein riesiger Rechenschieber war auch dabei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2540" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kinderbibliothek.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - Kinderbibliothek" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kinderbibliothek.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kinderbibliothek-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber es war ganz schön kalt. Wir verzogen uns also auch recht schnell aus der Kinderbibliothek &#8211; schön sie auch war.</p>
<p>Wir gingen dann nochmal zum Mongolenzelt und kochten mit ein paar Kindern weiter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2541" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kochen-im-mongolenzelt.jpg" alt="MACHmit! Museum für Kinder - kochen im Mongolenzelt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kochen-im-mongolenzelt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/machmit-museum-fuer-kinder-kochen-im-mongolenzelt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Bis irgendwann, etwa um 17:30 Uhr, die Durchsage kam, dass das Kindermuseum bald schließt. Wir mussten uns also wohl oder übel auf den Weg machen.</p>
<p>Und zum Glück war das Anziehen diesmal kein Akt. Als sich nämlich alle in der Garderobe anzogen (draußen war es inzwischen dunkel, kalt und windig geworden), machte der kleine Mann auch bereitwillig mit. Die Mütze durfte aber trotz allem nicht aufgesetzt werden.</p>
<h2>Preise</h2>
<p>Und so endete ein wunderschöner Tag im MACHmit! Museum für Kinder. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir da waren.</p>
<p>Es wird allerdings auch kein täglicher Besuch möglich sein. Dafür sind die Preise einfach zu heftig. 5,50 € Eintritt für mich. Für den kleinen Mann war es (noch) kostenlos, da er jünger als 2 Jahre ist. Aber das hat sich im März ja dann auch erledigt. Für besondere Anlässe liegt der Preis aber durchaus im Rahmen. Man muss sich einfach mal vor Augen führen, was da für riesige Räume und Angebote zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Das MACHmit! Museum für Kinder findet ihr in der unten stehenden Karte:</p>
<div style="width: 99%;"></div>
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		<title>Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2017 00:13:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich mache mit bei der Blogparade von mamasdaily bzw. Yvi und schreibe heute über meinen schönsten Moment mit meinem Kind. Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade Als ich auf die Blogparade aufmerksam gemacht wurde, musste ich wirklich erst einmal tief in mich gehen und mir klar darüber werden, welches mein schönster Moment mit meinem ... <a title="Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mein-schoenster-moment-mit-kindbaby-blogparade/" aria-label="Mehr zu Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache mit bei der Blogparade von mamasdaily bzw. Yvi und schreibe heute über meinen schönsten Moment mit meinem Kind.<span id="more-2348"></span></p>
<h2>Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade</h2>
<p>Als ich auf die <a href="http://mamasdaily.net/blogparade-schoenster-moment-mit-kind/" target="_blank" rel="noopener">Blogparade</a> aufmerksam gemacht wurde, musste ich wirklich erst einmal tief in mich gehen und mir klar darüber werden, welches mein schönster Moment mit meinem Baby war. Oder kam der erst, als der kleine Mann älter wurde?</p>
<h2>Der Moment nach der Geburt</h2>
<p>Hätte man mich in der Schwangerschaft danach gefragt, ich hätte blitzschnell geantwortet: Der Moment nach der Geburt ist der schönste Moment mit Baby. Ohne Zweifel! Wenn man sein Baby in den Armen hält. Es einen nur für einen kurzen Augenblick mit diesen riesigen, wunderschönen, völlig einnehmenden Augen ansieht. Wenn man seinen wundervollen Geruch wahrnimmt. Seine zarte, weiche Haut berührt. Man hält seinen wertvollsten Schatz ganz behutsam in den Händen. Streichelt ihn. Kuschelt mit ihm. Singt und redet behutsam.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2355" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-baby-schlaeft-auf-brust.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Baby schläft auf Brust" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-baby-schlaeft-auf-brust.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-baby-schlaeft-auf-brust-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das hätte mein schönster Moment mit Baby werden können. Doch leider wurde er es nicht. <a href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/" rel="noopener">Die Geburt meines Sohnes</a> verbrachte ich unter Vollnarkose. Verpasste sie also komplett. Und die Minuten/Stunden(?) danach ebenso. Auch noch Tage nach der Geburt war ich wie in einer Blase. Und sehe ich mir heute die wenigen Videos an, die mein Mann während unseres Krankenhausaufenthalts gemacht hat, denke ich mir: Daran erinnere ich mich gar nicht mehr. Wie verliebt ich mein Baby in den Armen haltend betrachtete. Sanft mit ihm redete. Ihn ganz zärtlich berührte. Mich über jedes Glucksen, Grunzen, Schmatzen freute. Es ist, als würde ich das Video einer anderen Familie sehen.</p>
<h2>So viele Momente</h2>
<p>Wenn ich überlege, dann fallen mir viele tolle Momente ein. Die ersten Momente beispielsweise. Das erste Lächeln. Das erste Lachen. Der erste Kuss. Die erste Umarmung. Erinnerungen &#8211; so süß wie flüssiger Honig.</p>

<p>Vielleicht war es aber auch der Tag, an dem ich beschloss, mein Baby ins Familienbett zu nehmen, statt es in seine Wiege auf Rollen zu legen. Endlich schliefen wir beide gut. Und lang. Friedvoll. Ohne Kummer und Sorgen.</p>
<p>Es kann aber auch sein, dass der Tag, an dem mich mein Sohn stolz wie Bolle in der Küche auf dem Boden angrinst, weil er jetzt sitzen kann, der schönste Moment war. Er sieht müde aus, wenn ich mir das Foto ansehe. War wohl eine anstrengende Nacht davor gewesen. Er hat rote Ränder unter den Augen. Aber sein Strahlen ist unbeschreiblich. Er leuchtet irgendwie aus den Augen. Seine Zunge streckt er raus, wie man es bei Menschen sieht, die gerade an etwas knobeln oder basteln und unbewusst die Zunge rausstrecken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2360" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-sitzt.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Kind sitzt" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-sitzt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-sitzt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Kann sein, dass es die Tage waren, wenn sich mein Baby im Tragegurt an mich kuschelte, während ich die Hausarbeit erledigte oder unterwegs war, und einfach einschlief.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2361" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-schlaeft-beim-mama-im-tragegurt.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Kind schläft beim Mama im Tragegurt" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-schlaeft-beim-mama-im-tragegurt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-schlaeft-beim-mama-im-tragegurt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Das Gefühl</h2>
<p>Jetzt ist das Baby kein Baby mehr. Mehr Kleinkind. Fast 2 Jahre alt. Ich freue mich über jedes neue Wort, das der kleine Mann lernt. Jede Silbe, die dazu kommt. Jeden Zentimeter, den er wächst.</p>
<p>Jeden Tag sehe ich, wie sich sein Charakter mehr und mehr heraus kristallisiert. Als sich seine Oma beispielsweise stark am Kopf verletzte, lächelte sie, obwohl es offensichtlich sehr weh getan hatte. Mein Sohn entschied sich, für sie zu weinen. Ich sehe, wie mein Sohn zu einem empathischen Menschen heran wächst, wenn er seinen weinenden Cousin streichelt und küsst &#8211; ohne, dass man ihn dazu auffordert.</p>
<p>Ich finde es toll, wenn der kleine Mann &#8211; und wenn es nur wenige Momente sind &#8211; ganz für sich allein die Welt entdeckt. Dann läuft er mit dem Schraubenzieher durch die Wohnung und dreht ihn in allen Löchern, die er finden kann. Oder, obwohl für sein Alter eher große Bauklötze empfohlen werden, bereits sehr kleines Spielzeug für sich entdeckt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2357" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-vater-und-sohn-spielen-lego.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Vater und Sohn spielen Lego" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-vater-und-sohn-spielen-lego.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-vater-und-sohn-spielen-lego-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Mein Kind entscheidet selbst, was gerade wichtig ist. Was er lernen möchte. Da können alle sagen &#8222;Was? Er kann &#8230; noch nicht?&#8220; oder &#8222;Was? Damit lässt du ihn spielen?&#8220;. Er hat sein eigenes Tempo. Und zeigt mir, dass so vieles unwichtig ist, was ich anfangs noch für wichtig hielt. Oder dass manche Dinge Zeit brauchen. Dass manche Dinge noch wichtig für ihn sind und er sie braucht, obwohl es bei uns in der Gesellschaft heißt, er sei zu alt dafür.</p>
<p>Wenn ich meinen Sohn nachts in den Schlaf gestillt habe und noch eine Weile neben ihm liege und ihn beobachte, ist es fast ein schönster Moment. Ein schlafendes Kind bedeutet irgendwie immer: Es ist zufrieden. Sitt und satt. Hat genug Liebe getankt. Genug erlebt. Verarbeitet jetzt alles in Ruhe im Schlaf.</p>
<p>Und dann taucht dieses Gefühl in mir auf. Es zu beschreiben, fällt mir schwer. Es ist eine Art Hochgefühl, das einen stärkt. Mut macht. Motiviert. Und ganz viel Kraft und Energie gibt. Das Gefühl von &#8222;Richtig&#8220;. Für sich. Auf seine Weise. Und dass man alles schaffen kann, egal, was für doofe, anstrengende Tage noch kommen werden.</p>

<h2>Zukunft</h2>
<p>Und doch bin ich der Meinung, es ist noch viel zu früh, bereits jetzt zu sagen, was der schönste Moment war. Denn es wird noch so viele Momente geben. Die jedes Mal ein Gefühl auslösen. Unsere Kinder sind stetig am Lernen und Forschen. Deshalb denke ich, dass man all diese Momente nicht miteinander vergleichen kann. Um dann am Ende festzustellen: DAS war er! Denn &#8211; wie gesagt &#8211; kommt immer etwas Neues dazu. Die Momente mit meinem Baby lassen sich nicht vergleichen mit denen, die ich hatte, als mein Sohn Kleinkind, Kind, Teenager oder Erwachsener war.</p>
<p>Es geht immer weiter. Und ich bin gespannt auf die Momente, die da noch kommen werden. Die mir vielleicht ein annäherndes Gefühl von &#8222;Das war der schönste Moment&#8220; geben. Doch es ist und bleibt die Frage: Wird es noch schöner werden? Und das kann man nur sagen, wenn keine weiteren Momente mehr kommen werden. Und deshalb hoffe ich, dass ich den schönsten Moment nie erleben werde. Versteht ihr?</p>
<p>Kleiner Nachtrag: Heute sagte mir mein Sohn, als er gerade gestillt wurde und kurz das Trinken unterbrach:&#8220;Miech? Mäck.&#8220; &#8211; Milch? Schmeckt. Hach&#8230; Ich schmelze&#8230; Schon wieder&#8230;</p>
<p>Wenn ihr euch noch mehr schönste Momente mit Kind/Baby durchlesen oder sogar euren eigenen Beitrag zu diesem Thema verfassen wollt, schaut doch mal bei <a href="http://mamasdaily.net/blogparade-schoenster-moment-mit-kind/" target="_blank" rel="noopener">mamasdaily</a> vorbei.</p>
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		<title>Die Geburt meines Sohnes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2016 18:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ich mir die Geburt meines Sohnes ganz genau ausgemalt hatte: Im Geburtshaus. Natürlich. In der Wanne. Wie ich mein Baby zum ersten Mal in den Armen halte, es mich mit seinen großen Augen ansieht und ich mich Hals über Kopf verliebe. Doch der Plan von einer Traumgeburt platzte wie eine Seifenblase. Die Geburt meines Sohnes verkehrte ... <a title="Die Geburt meines Sohnes" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/" aria-label="Mehr zu Die Geburt meines Sohnes">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich mir die Geburt meines Sohnes ganz genau ausgemalt hatte: Im Geburtshaus. Natürlich. In der Wanne. Wie ich mein <strong>Baby</strong> zum ersten Mal in den Armen halte, es mich mit seinen großen Augen ansieht und ich mich Hals über Kopf verliebe.</p>
<p>Doch der Plan von einer Traumgeburt platzte wie eine Seifenblase. Die Geburt meines Sohnes verkehrte sich nämlich ins komplette Gegenteil…</p>
<p><span id="more-397"></span></p>
<h2>Die Geburt meines Sohnes</h2>
<p>&#8222;Frau Braun! Sind Sie wach? Können Sie mich hören? FRAU BRA-HAUN!&#8220;</p>
<p>Bevor mich diese nervige Stimme aus der <strong>Vollnarkose</strong> holt, war ich einfach nur weg. Alles war schwarz. Es gab keinen Traum, keine Angst und keine Tränen mehr. Ich war einfach im Nichts.</p>
<p>Ich sehe alles noch verschwommen, wie durch Milchglas, und stehe total neben mir. Erkennen kann ich nur, dass ich jetzt wieder zurück im Kreißsaal bin und blicke nach rechts, um nach Mathi, meinem Freund, zu sehen. Er ist da. Das beruhigt mich. Er hält etwas in den Armen. Es ist mein Baby, das noch vor wenigen Minuten (?), Stunden(?) in meinem Bauch war.</p>
<p>Als man es mir gibt, kann ich es kaum glauben. Das ist mein Baby? Es kam mir alles so irreal vor. Ich war wie im Jum – total benebelt.</p>
<p>Dann zeigen sie mir den <strong>Mutterkuchen</strong>, der mich an einen weit verzweigten Baum erinnert. Was sie wohl damit gemacht haben? Hab ich ein Stück davon gegessen? Ehrlich, ich weiß es nicht mehr.</p>
<p>Nach 3 Stunden stille ich das 1. Mal mein Baby. Zumindest steht es so in den Unterlagen. Ich persönlich hatte absolut kein Zeitgefühl. Ich sehe nur in die dunklen Augen meines Babys, das beim Stillen wohlig grunzt. Es ist so schrumplig, schießt es mir durch den Kopf. Er sah wirklich aus wie ein alter Mann.</p>
<p>2980 g, 48 cm. Er war so winzig, dass ich von den Ärzten gefragt wurde, ob ich während der Schwangerschaft geraucht hätte. Das machte mich richtig wütend! Denken die tatsächlich, dass ich so etwas meinem Baby antun würde? Riesen sind mein Mann und ich nun wirklich nicht. Also warum sollte unser Baby es sein? Blass sei er, sagten sie. Ich war beleidigt. In meinen Augen war er wunderschön. Trotz der vielen Falten, der schrumpligen Fingerchen und dem kahlen Köpfchen.</p>
<h2>Doch beginnen wir von vorne</h2>
<p>Es war der 15.03.2015 und es war bereits spät. Mit meinem fetten Kugelbauch bewegte ich mich gemächlich ins Schlafzimmer und versuchte, im wabbeligen Wasserbett eine annähernd angenehme Position in Seitenlage einzunehmen. Irgendwann döste ich ein.</p>
<p>An richtiges <strong>Schlafen</strong> war seit der Schwangerschaft nicht mehr zu denken. Unzählige Male wachte ich auf. Meine Nase war, sobald ich mich hinlegte, verstopft wie bei einer fiesen Erkältung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-406" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-frau-ist-nachts-wach.jpg" alt="Geburt - Frau ist nachts wach" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-frau-ist-nachts-wach.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-frau-ist-nachts-wach-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auch diese Nacht wachte ich wie üblich auf, so etwa gegen 02:00 Uhr. Meine Blase drückte. Ich rollte mich vorschriftsmäßig vom Wasserbett herunter und schlich mit leisen Sohlen ins Bad, damit mein Freund nicht wach wurde.</p>
<p>Als ich im Bad war, merkte ich, dass meine Unterwäsche komplett <strong>nass</strong> war und ich fragte mich, ob ich eingepullert hatte.</p>
<p>Von Schwangeren mit schwacher Beckenbodenmuskulatur hatte ich ja schon zur Genüge gehört. Ich entschied mich dafür (wenn auch etwas spät), mehr für meinen Beckenboden zu trainieren.</p>
<p>Ich machte alles sauber, zog mich um und wollte wieder zurück ins Bett. Da spürte ich plötzlich, wie mir etwas Nasses die Beine hinunter rann. Ich blieb stehen und starrte nach unten. Ich war mir nicht sicher. Hatte ich gerade schon wieder eingepullert? Ich war doch gerade eben auf dem Klo! SO schlecht kann mein Beckenboden jetzt aber nicht sein.</p>
<p>Oder ist es der <a href="http://www.mamiweb.de/familie/der-blasensprung/1" target="_blank" rel="noopener">Blasensprung</a>? Läuft mir hier gerade Fruchtwasser an den Beinen entlang?</p>

<p>Langsam breitete sich ein ungutes bis leicht panisches Gefühl in mir aus. Ich setzte mich nochmal auf die Toilette. Mein Herz wummerte. Ich machte wieder alles sauber, zog mich um, doch es passierte wieder genau das gleiche wie zuvor.</p>
<p>Ich traute mich nicht mehr vom Klo runter und rief meinen Freund. Der aber schlief seelenruhig weiter und hörte mich nicht. Scheiße, verdammt! Warum hört er mich nicht?! Ich rief lauter und verzweifelter nach ihm. Nichts. In meiner <strong>Panik</strong> fing ich an zu heulen.</p>
<p>Irgendwann hörte er mich dann endlich und kam schlaftrunken zu mir. Als er merkte, was hier los war, gab er mir ruckzuck das Telefon, damit ich die Bereitschaftshebamme anrufen konnte. Ich war total nervös und traute mich anfangs nicht, sie mitten in der Nacht anzurufen (es war inzwischen 02:30 Uhr). Was, wenn das jetzt falscher Alarm ist? Dann hab ich sie ganz umsonst geweckt! Oh Mann, ey. Wenn ich daran zurückdenke, fasse ich mir immer an den Kopf…</p>
<p>Irgendwann war die Angst überwunden. Ich rief die Bereitschaftshebamme an (die übrigens nicht meine eigentliche Hebamme war) und fing auch prompt wieder an zu weinen, als ich meine Lage schilderte.</p>
<p>Sie war wirklich sehr nett und beruhigte mich. Alles kein Grund zur Sorge. Wir sollten jetzt noch versuchen, Kraft zu tanken. Um 09:00 Uhr würden wir uns im Geburtshaus treffen. Oh mein Gott! Es geht los!</p>
<p>An Schlaf war vor lauter Aufregung gar nicht zu denken. Ich versuchte, mich zu entspannen. Ruhte mich aus. Unter tausend Gedanken, die mir durch den Kopf schwirrten, schlief ich dann doch irgendwann ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-702" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/die-geburt-meines-sohnes-mutter-mit-kugelbauch.jpg" alt="Die Geburt meines Sohnes - Mutter mit Kugelbauch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/die-geburt-meines-sohnes-mutter-mit-kugelbauch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/die-geburt-meines-sohnes-mutter-mit-kugelbauch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wir trafen dann wie verabredet im <a href="http://www.geburtshaushellersdorf.de/" target="_blank" rel="noopener">Geburtshaus Hellersdorf</a> ein und wurden auch gleich von der Leiterin empfangen. Wir wurden in einen wunderschönen, gemütlichen Raum geführt. Dort gab es dann Wehentee, ein beruhigendes Gespräch und sogar eine <strong>Akupunktur</strong>.</p>
<p>Die Leiterin gab uns <strong>Globulis</strong> mit einer Liste, wann diese einzunehmen sind, mit auf den Weg und empfahl uns, viel spazieren zu gehen. Wir würden uns dann abends mit der Bereitschaftshebamme treffen und dann weiterschauen.</p>

<p>Gesagt, getan. Wir liefen draußen im Grünen herum und riefen überall in der Familie an, dass es jetzt endlich so weit sei. Aber irgendwie ging es nicht wirklich los bei mir. Ich hatte keine Probleme beim Gehen, konnte mich unterhalten, musste nichts veratmen. Ich bildete mir zwar immer ein, dass das, was ich fühlte, bereits Wehen waren (schließlich musste es ja jetzt mal langsam losgehen), aber tatsächlich passierte rein gar nichts.</p>
<p>Abends kamen wir mit all unserem Kram zum <strong>Geburtshaus</strong>. Ich war voller Erwartungen und sah mich schon mein Baby in den Armen halten. Mit Babyschale, Babysachen, Essen, Trinken, Klamotten, Rucksack und und und waren wir ausgestattet und richteten uns in unserem Zimmer ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-419" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-warmes-licht.jpg" alt="Geburt - warmes Licht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-warmes-licht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-warmes-licht-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auch hier war die Atmosphäre einfach fantastisch. Ein herrlicher Duft breitete sich im Raum aus, das Licht war angenehm warm, das Zimmer gemütlich eingerichtet. Ich fühlte mich entspannt, aufgehoben, umsorgt, sicher und war guter Dinge.</p>
<h2>Der Einlauf</h2>
<p>Ein Einlauf. Was ist das überhaupt? Ein dünner Schlauch wird in den Po eingeführt. Durch diesen Schlauch wird <strong>Wasser</strong> in den Körper geleitet. Wenn ein Druckgefühl entsteht, wird der <strong>Schlauch</strong> behutsam entfernt. In meinem Fall verließ die Hebamme anschließend den Raum, damit ich noch ein wenig aushielt und rumlief.</p>
<p>Wenn man merkt, jetzt geht es nicht mehr, macht man wie gewohnt auf der Toilette sein Geschäft. Meine Hebamme blieb solange draußen, damit ich ungestört war und meine Privatsphäre hatte und mich nicht schämen brauchte.</p>
<p>Als das geschafft war, untersuchte die Hebamme bei mir, wie weit der <strong>Muttermund</strong> schon geöffnet war. Und????? Ich war ganz aufgeregt? 1 cm? 2 cm? Ihre Antwort war niederschmetternd: Null. Nichts. Nicht mal ein bisschen. Und noch kein einziges Zipperlein, das zumindest eine Wehe erahnen lassen könnte. Das lief alles überhaupt nicht wie geplant.</p>
<p>Die Hebamme gab uns bis 22:00 Uhr Zeit, dass die Wehen einsetzten und der Muttermund sich etwas geöffnet hatte. Sollte dies nicht der Fall sein, müssten wir ins Krankenhaus. Die Gefahr einer <strong>Infektion</strong> steigt, wenn der Blasensprung bereits einige Zeit zurückliegt. Langsam wurde es also kritisch.</p>

<p>Eine Geburt im Krankenhaus kam für mich eigentlich überhaupt nicht infrage! Ich hatte mich ja bewusst für ein Geburtshaus und gegen ein Krankenhaus entschieden. Ein <strong>Krankenhaus</strong> stellte ich mir immer so vor: Steril, grelles Licht, unfreundliches Personal, es stinkt nach Desinfektionsmittel, Kaiserschnitt wird natürlicher Entbindung vorgezogen usw.</p>
<p>Ich wollte mein Baby wirklich absolut nicht im Krankenhaus zur Welt bringen. Ich war hoch motiviert, die Wehen voranzutreiben, um nicht ins Krankenhaus zu müssen. Mein Kind sollte natürlich im Geburtshaus zur Welt kommen. Schließlich hatte meine Schwägerin so davon geschwärmt. Das wünschte ich mir auch für mein Baby und mich.</p>
<p>Wir spazierten also wieder eine gefühlte Ewigkeit draußen in der Dunkelheit umher, unterhielten uns und ich spürte ansatzweise eine Wehe.</p>
<p>Doch der Muttermund hatte sich kein Stück geöffnet. Wir mussten jetzt ins Krankenhaus, um dort wehenfördernde Tabletten zu bekommen und die Geburt voranzutreiben. Die Hebamme empfahl uns das <a href="https://www.vivantes.de/fuer-sie-vor-ort/details/action/custompage/einrichtung/vivantes-klinikum-am-urban/seite/einstieg-3/" target="_blank" rel="noopener">Vivantes Klinikum in Kreuzberg</a>.</p>
<p>Meine Eltern machten sich sofort auf den Weg, um uns dort abzuladen, da ich logischerweise nicht fahren durfte und mein Freund keinen Führerschein hatte.</p>
<h2>Die 1. Schicht</h2>
<p>Die 1. Schicht entsprach genau meinen Vorstellungen: Die Ärztin, die zu uns kam, war absolut unsympathisch, arrogant und unhöflich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6593" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin.jpg" alt="strenge Ärztin" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin-400x252.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wir wussten ja, dass wir Tabletten zur <strong>Wehenförderung</strong> bekämen, waren also entsprechend vorbereitet. Aber als uns die Ärztin gleich Antibiotika geben wollte &#8211; nur für den Fall &#8211; stellten wir zunächst einige Fragen, um uns zu informieren.</p>
<p>Da antwortete sie doch tatsächlich mit einer derart pampigen Stimme:&#8220;Ich habe jetzt auch keine Lust, das mit Ihnen zu diskutieren!&#8220;</p>
<p>Na toll, dachte ich. Da muss ich schon im Krankenhaus entbinden und dann krieg ich gleich zur Begrüßung so eine ungemütliche <strong>Wetterhexe</strong> an meine Seite. Die Hebamme ging ja noch, war jetzt aber auch nicht mein Favorit. Ich hätte lieber meine Hebamme vom Geburtshaus dabeigehabt, aber die durfte das aus versicherungsrechtlichen Dingen oder was weiß ich nicht.</p>
<p>Zurück zur Ärztin, die jetzt mit dem Chefarzt telefonierte und sich in unserer Gegenwart über uns beschwerte:&#8220;Ja, unverantwortlich&#8230;!&#8220;, sagte sie. Sie stellte es so dar, als wollten wir das Antibiotikum nicht nehmen. Tatsächlich hatten wir aber nur Fragen über Nebenwirkungen etc. gestellt. Wir gehören nunmal nicht zur Sorte Patient, der nichts fragt und zu allem &#8222;Ja, immer her damit!&#8220; sagt&#8230; Hat ihr wohl nicht gepasst. Ich weiß es nicht.</p>
<p>Nichtsdestotrotz entschied ich mich dafür, das <strong>Antibiotikum</strong> zu nehmen (was sich später laut Ärzten als richtige Entscheidung erwies). Dennoch war ich geknickt. Durch diesen unfreundlichen Umgang mit uns fühlte ich mich einfach nur unwohl. Dazu kam noch meine Voreingenommenheit von Krankenhäusern. Ich wollte nicht hier sein.</p>
<p>Die wehenfördernden Tabletten bekam ich allerdings nicht sofort. Es musste noch diverser Papierkram unterschrieben werden. Der Chefarzt, der noch nicht da war, sollte mich auch nochmal untersuchen (und dann feststellen, dass mein Muttermund weiterhin 0 cm geöffnet war) und zwischendurch kamen immer wieder Notfälle herein, die natürlich Priorität hatten.</p>
<p>So kam es also, dass die 1. Schicht bereits nach Hause gehen konnte und ich erst von der 2. Schicht die Tabletten zur Wehenförderung bekam.</p>
<h2>Die 2. Schicht</h2>
<p>Etwas Gutes hatte die ganze Warterei: Die 2. Schicht war ein absoluter Traum! Die junge <strong>Hebamme</strong> war so freundlich, lieb, hilfsbereit, einfühlsam, liebevoll. Ich fühlte mich bei ihr richtig wohl.</p>
<p>Mit meinem Freund ging ich &#8211; es war bereits Morgen &#8211; im Park, der vor dem Krankenhaus lag, spazieren. Es war herrliches Wetter, die Sonne schien, die Schwäne schwammen auf dem Wasser, die Vögel zwitscherten. Es kam mir irgendwie irreal vor.</p>
<p>Für wenige Momente musste ich während unseres Spaziergangs immer innehalten, stehenbleiben und <strong>atmen</strong>. Mein Freund stützte mich dabei so gut er konnte. Und dann ging es wieder und wir konnten unseren Gang fortsetzen.</p>
<p>Zurück im Krankenhaus fand ich es dann angenehm, beim Atmen in die Hocke zu gehen. Niemand gab mir vor, diese Position einzunehmen. Ich empfand sie persönlich einfach als „richtig“. Das gab mir Kraft und Mut. Mein Körper zeigte mir, was er für die Geburt brauchte. Das Vertrauen wuchs: Ich schaffe das!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-422" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-schwan-auf-wasser.jpg" alt="Geburt - Schwan auf Wasser" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-schwan-auf-wasser.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-schwan-auf-wasser-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Stunden zogen dahin. Wir hatten kein bisschen schlafen können und waren hundemüde. Wann es mir mein Körper auch nur immer kurz ermöglichte, versuchte ich zu ruhen. Kraft zu schöpfen.</p>
<p>Ein Bett stand mir zur Verfügung. Es war so schmal, dass es gerade mal für mich reichte. Mathi hingegen musste versuchen, auf dem Besucherstuhl zu schlafen. Zwischendurch quetschten wir uns sogar gemeinsam auf das schmale Bett und versuchten, kurz Kraft zu tanken. Bis ich wieder unsanft geweckt wurde und laut atmen musste.</p>
<p>Im Geburtsvorbereitungskurs hatten wir einmal das Atmen geübt und sollten ausprobieren, welcher Laut uns beim Ausatmen am Angenehmsten war. Im Kurs kam mir das etwas albern vor, aber jetzt war ein tiefes &#8222;Aaaaaaaaaaaah!&#8220; genau das Richtige für mich. Davon wurde mein Freund natürlich auch gleich wieder wach. Es zehrte sehr an unseren Kräften. Nebenan schrie sich eine Gebärende die Seele aus dem Leib.</p>
<p>Dann bekamen wir <strong>Besuch</strong>. Mathis Mutti wollte natürlich sehen, ob mit uns und ihrem zukünftigen Enkelkind alles ok war und uns unterstützen. Ich war wirklich groggy. Immer wieder durchzog es meinen Körper mit einem fiesen Ziehen und ich musste tiiiiiiief ausatmen, um den Schmerz erträglich zu machen.</p>
<p>Mathis Mutter war inzwischen wieder weg. Allmählich merkte ich, wie mich die immer wiederkehrenden Schmerzen an den Rand der Erschöpfung trieben. Mathi versuchte, mir zu helfen. Er sagte immer zu mir, ich solle atmen. Hilfreich fand ich das in dem Moment nicht. Es machte mich eher wütend. Ich bat ihn so freundlich, wie es mir nur möglich war, damit aufzuhören.</p>
<p>Aufgrund der voranschreitenden Zeit kam immer mal wieder eine Hebamme oder ein Arzt herein, um mir eine <strong>PDA</strong> anzubieten. &#8222;Auf keinen Fall!&#8220;, dachte ich. Ich würde mich wie eine Versagerin fühlen, wenn ich jetzt schon ein Schmerzmittel bräuchte! Doch der Wunsch danach kam immer wieder, mit jeder Wehe, und ich biss mir auf die Lippen, um nicht zu sagen:&#8220;Okay, verdammt, gebt mir eine PDA!&#8220;.</p>
<p>Zwischendurch wurde auch immer wieder mein Muttermund kontrolliert, da ich schon ziemlich laut ausatmen musste. Die Hebamme kam herein und sagte:&#8220;Na das hört sich doch schon sehr gut an.&#8220;.</p>
<p>Doch bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass der <strong>Muttermund</strong> keinen einzigen verdammten Zentimeter geöffnet war! Ich wurde verrückt! Und wütend! Ich hätte am liebsten geheult und geschrien und irgendetwas an die Wand geschmissen! Warum ertrage ich hier schon stundenlang diese Scheißschmerzen, ohne dass hier auch nur im Entferntesten was passiert?! Ich war echt auf 180! Aber da kam schon die nächste Wehe&#8230;</p>

<h2>PDA</h2>
<p>Stundenlang kamen Wehen. Und ich ertrug sie. Ich hatte mir meine angenehmste Position gesucht: Kniend, die Arme auf dem Bett abgelegt, den Kopf darauf liegend, wobei Mathi unentwegt meinen Rücken streichelte. Ich war in dieser Zeit wie in <strong>Trance</strong> und bekam rein gar nichts von dem, was um mich herum geschah, mit. Ich machte einfach nur noch die Wehen mit, atmete laut mit &#8222;Aaaaaaaaaah!&#8220;.</p>
<p>Viele motivieren sich dann immer: Mit jeder Wehe kommen sie ihrem Baby ein Stückchen näher. Sie wandeln den Schmerz in etwas Positives um.</p>
<p>Nur bei mir klappte das irgendwie nicht. Ich spürte kein Vorankommen. Es ging mir einfach nur beschissen. Statt Kraft aus meinen Wehen zu schöpfen, merkte ich nur, wie mir mit jeder einzelnen von ihnen meine Kraft geraubt wurde. Unter all dem Schmerz fand ich kein bisschen Hoffnung. Ich war völlig neben der Spur.</p>
<p>Ich war ausgelaugt. Erschöpft. Hoffnungslos. Unendlich müde. Benommen. Komplett plemplem. Und dann hörte ich mich inmitten all diesen Wusts ganz kleinlaut sagen:&#8220;Ich glaube, ich nehme jetzt doch eine PDA.&#8220;</p>
<p>Weißt du, wie ich mich nach diesem Satz fühlte? Du magst es kaum glauben, aber es ging mir NOCH beschissener als vorher. Ich war maßlos von mir enttäuscht. Ich fühlte mich wie eine <strong>Versagerin</strong>. ICH war es, die auf keinen Fall Medikamente nehmen wollte. Die eine PDA für total überflüssig gehalten hatte. Was war mit natürlicher Geburt im Geburtshaus geworden?</p>
<p>All diese Vorstellungen waren nicht mehr wichtig für mich. Sie verloren mit der Zeit an Bedeutung. Bis sie mir völlig egal waren. Ich wollte nur noch, dass es weitergeht und irgendwann zu Ende ist. Ich konnte nicht mehr. Ich wollte auch irgendwo nicht mehr, glaube ich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-411" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kopf-in-den-haenden.jpg" alt="Kopf in den Händen" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kopf-in-den-haenden.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kopf-in-den-haenden-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ohne großes Gewese wurde alles Notwendige arrangiert, Papiere unterzeichnet usw. Ich war totmüde, erschöpft, total k.o. und wollte nur noch schlafen. Wie die Ärztin aussah, die mir die PDA verpasste, weiß ich gar nicht mehr. Das einzige, was mir von ihr in Erinnerung geblieben ist, ist ihre verdammt nervige Stimme.</p>
<p>Mittlerweile saß ich auf dem Bett, um mich etwas zu erholen. Dann kam sie herein, sagte, ich solle mich jetzt mal aufrichten und ganz weit nach vorn beugen, damit sie die Nadel setzen können. Stattdessen war ich wohl kurz eingenickt.</p>
<p>Als sie merkte, dass ich keine Anstalten machte, ihrer Bitte Folge zu leisten, kam ein pampiges &#8222;Frau Braun, Sie müssen jetzt auch mal mitmachen!&#8220;</p>
<p>Ich dachte, ich bin im falschen Film. „Ich müsse jetzt auch mal mitmachen?!“ Hallo? Geht’s noch? Ich fühlte mich ehrlich gesagt verarscht! Am liebsten hätte ich ihr was an den Kopf geknallt. Doch statt meine letzte Energie dafür zu verschwenden, sie anzuschreien, richtete ich mich mühsam auf.</p>
<p>Immer wieder kam eine <strong>Wehe</strong> und ich sollte Bescheid geben, wenn eine vorbei war. Sollte ganz still sitzen, mich keinen Deut bewegen, den Kopf ganz weit nach vorn beugen. Es war eine echt unangenehme Position. Vor allem mit dem Kugelbauch.</p>
<p>Ich hatte das Gefühl, dass gar keine Pause mehr zwischen den Wehen war. Die Ärztin wollte das nicht glauben, als ich immer wieder kurz angebunden (ich musste ja atmen) &#8222;WEHE!&#8220; keuchte. Also wurde ich an den Wehenschreiber angestöpselt, nur damit sie sehen konnte, dass da wirklich Wehen kamen&#8230; Ich sagte dann nichts mehr. Atmete, so gut es eben nach vorn gerichtet ging und ließ sie machen. Irgendwann hatte sie den Moment abgepasst und mir die Nadel gesetzt.</p>
<p>Als die PDA wirkte, ging es mir schlagartig besser. Ich konnte wieder klar denken, mich mit Mathi unterhalten, meine Umgebung wieder wahrnehmen; auch dem Arzt fiel mein besserer Gemütszustand auf.</p>
<p>Auch beim Muttermund hatte sich inzwischen etwas getan: 3 cm! Na immerhin!</p>
<p>Von mir aus können wir jetzt loslegen, dachte ich. Die Wehen, die jetzt kamen, waren ein Klacks im Vergleich zu denen davor.</p>
<h2>Die 3. Schicht &#8211; Notkaiserschnitt</h2>
<p>Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr, wann die 2. Schicht ging und die 3. kam. Ich war wie gesagt einfach nur durch. Ich glaube, es war so um die Entscheidung mit der PDA herum.</p>
<p>Zumindest hatten wir auch mit der letzten Schicht Glück gehabt. Die Hebamme war sehr nett zu uns und gab sich die größte Mühe, es uns so angenehm wie möglich zu machen. Auch wenn mir ihre Methode mit dem „<a href="https://www.babyartikel.de/magazin/tipps-und-tricks-fuer-die-geburt" target="_blank" rel="noopener">Äpfel schütteln</a>“ extrem auf die Nerven ging, wusste ich doch ihre Mühe zu schätzen.</p>
<p>Wir waren also gerade beim „Äpfel schütteln“, da fing das <strong>Kontrollgerät </strong>mit einem Mal zu piepen an. Sofort betrat der Arzt das Zimmer. Er erklärte, das Kontrollgerät piept, weil die Herztöne des Babys aus irgendeinem unbekannten Grund runtergehen.</p>
<p>So behutsam wie möglich versuchte der Arzt uns zu verstehen zu geben, dass, wenn die <strong>Herztöne</strong> jetzt weiterhin so schlecht sind, unser Baby per Kaiserschnitt geholt werden müsse, eventuell sogar per Notkaiserschnitt unter Vollnarkose. Es würde dann alles ganz schnell gehen müssen, sollte es dazu kommen.</p>
<p>Was war nur los mit unserem kleinen Würmchen? Wir machten uns unendlich Sorgen! Wir konnten nichts machen. Einfach weiter auf das Gerät starren, bangen und hoffen.</p>
<p>Und es kam, wie es kommen musste. Ich hatte nach diesen Stunden gar nichts anderes mehr erwartet, ehrlich gesagt. Es ging ja bereits alles schief, was bisher geplant war. Warum sollten also die Herztöne unseres Babys wieder hochgehen?</p>
<p>Klar hatten wir uns mit dem Gedanken an einen <strong>Kaiserschnitt</strong> „angefreundet“. Es war jetzt nicht das Tollste, was ich mir vorstellen konnte, aber es war ok für mich, redete ich mir ein.</p>
<p>Aber als der Arzt dann mitteilte, dass sie unser Baby jetzt wirklich holen würden, zerbrach mein letztes Stückchen Hoffnung. Es hieß nicht mehr Kaiserschnitt; jetzt war die Rede von einem NOTkaiserschnitt. Aus dem einfachen Grund, dass sie nicht wussten, warum bei jeder Wehe die Herztöne des Kleinen runtergehen würden.</p>
<p><strong>Notkaiserschnitt</strong>. Das bedeutete für meinen Freund, dass er nicht dabei sein durfte. Er würde meine Hand nicht halten können. Mir keinen Mut zusprechen können. Er würde die Geburt seines Sohnes komplett verpassen und hinter verschlossenen Türen abwarten müssen. Diese Ungewissheit, ob es meiner Freundin und meinem Baby gut geht, stellte ich mir grausam vor.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6594" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas.jpg" alt="Person wartet hinter Milchglas" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und für mich bedeutete der Notkaiserschnitt Vollnarkose. Ich würde die Geburt meines Sohnes nicht miterleben. Sein erstes Geräusch beispielsweise. Oder seinen ersten Blick, wenn er die Augen öffnet. Seinen ersten Geruch. All das würde ich verpassen.</p>
<p>Stattdessen würde ich wie ein Schwein aufgeschnippelt und mein Baby mit stinkenden Gummihandschuhen aus mir herausgenommen werden. Ich würde es nicht halten können, also würden sie es mir auch nicht sofort auf den Bauch oder die Brust legen. Es würde in ein totes Stück Stoff gewickelt werden. Es würde meinen Geruch nicht wahrnehmen und meine Wärme nicht spüren können.</p>
<p>Wie soll es sich denn sicher, wohl und geborgen fühlen, wenn all das mit ihm gemacht wird?</p>
<p>Im ersten Moment noch wohlig warm, im nächsten kalt und grell und laut. Es würde vor lauter Panik gar nicht weiter wissen, weinen, schreien, zu mir wollen, aber ich wäre nicht da.</p>
<p>Und dann kamen ja noch die ganzen Informationen dazu, die ich im Laufe der Schwangerschaft so gelesen hatte. Mein Körper würde später denken, mein Baby sei tot, weil ich nicht aktiv bei der Geburt dabei gewesen sei. Ich würde mein Kind nicht lieben können wie eine Mutter, die ihr Kind auf natürliche Weise auf die Welt gebracht hat. Es würden Stillprobleme kommen. Wahrscheinlich würde ich gar nicht stillen können.</p>
<p>All dieser Wust an Informationen und Gefühlen schoss durch meinen Kopf. Ich hatte keine Wahlmöglichkeit. Es würde so passieren, es gab keine Alternative. Das, was mir da vorgesetzt wurde, musste ich jetzt nur noch in den Kopf kriegen.</p>
<p>Ja und dann kam, was eigentlich schon längst überfällig war: Wir fingen furchtbar an zu weinen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Ich wollte nicht aufhören. Hoffte irgendwie noch auf ein Wunder, aber es kam keins. Wir hatten es uns so ganz anders vorgestellt. Und nun traf genau das ein, was wir am wenigsten wollten. Mehr machen, als zu weinen, kann man da nicht.</p>
<p>Und so willigten wir ein, der Arzt trommelte alle notwendigen Leute zusammen. Er bereitete uns darauf vor, dass jetzt alles ganz schnell gehen würde.</p>
<p>Währenddessen starrten wir gemeinsam mit der Hebamme auf die Herztöne des Babys, auf dass sie sich wieder besserten. Und tatsächlich: Sie gingen wieder hoch! Die Hebamme sprang aus dem Zimmer, um den Arzt zu informieren! Jetzt wird alles gut, dachte ich! Ich kann doch &#8222;normal&#8220; entbinden!</p>
<p>Aber für den Arzt, der bereits alle um sich geschart hatte, war die Zeit zu lang fortgeschritten. Es ging los.</p>
<p>Ich wurde von Leuten, die ich nicht kannte, auf meinem Bett in den <strong>OP</strong> gerollt. Der Abschied von Mathi tat mir unendlich weh und ich fing wieder zu heulen an. Ich wollte ihn bei mir haben, aber das ging nicht.</p>
<p>Im Nu wurde ich auf einen anderen Tisch gehievt und bekam eine Maske auf, damit ich narkotisiert werden konnte. Ich zählte. Atmete. Versuchte, wach zu bleiben. Aber dann war alles Schwarz. Den Rest, wie ich aufwachte und das winzige Schrumpelfüßchen erblickte, kennst du.</p>
<h2>Die Kaiserschnittnarbe</h2>
<p>Die Narbe war echt gut gemacht, das musste ich den Chirurgen lassen. Sie tat zwar einige Monate etwas weh und ziepte, aber ich hatte schon Schlimmeres von anderen Müttern mit Kaiserschnitt gehört. Meine <strong>Narbe</strong> war weder wulstig noch besonders auffällig, und sie riss auch nie auf. Gott bewahre, wenn ich daran denke, dass noch so etwas hätte passieren können!</p>
<p>Aber jedes Mal, wenn ich über meinen Bauch strich, der jetzt gar nicht mehr schön prall und kugelrund war, sondern nur noch schwabbelig, und mich furchtbar erschreckte und manchmal sogar anwiderte, fühlte ich nichts. Rein gar nichts. Durch den Kaiserschnitt wurden zig <strong>Nerven</strong> durchtrennt.</p>
<p>Manchmal, wenn Mathi meinen Bauch streichelte, fühlte es sich an wie ein verdammt schlimmer Sonnenbrand. Es war mir unangenehm, wenn er oder ich über meinen Bauch fuhr. Es gab Zeiten, in denen ich es nicht einmal mehr zuließ, dass über meinen Bauch gefahren wurde. Es kam mir vor, als würde dieser Teil meines Bauchs nicht mehr zu mir gehören, denn ich spürte ja nichts mehr. Ich bangte, dass ich dort nie wieder etwas fühlen könnte.</p>
<p>Und tatsächlich sollte es über ein Jahr dauern, bis ich wieder etwas fühlen konnte und es für mich auch wieder normal war, über meinen Bauch zu streichen.</p>
<h2>Wochenbett</h2>
<p>Wir beschlossen kurzerhand, nach der Geburt im Krankenhaus zu bleiben und uns ein Zimmer zu nehmen. Mathi sagte auf Arbeit Bescheid und verbrachte die Tage gemeinsam mit unserem Baby und mir. Wir machten es uns so richtig gemütlich und gingen kaum aus unserem <strong>Nest</strong> raus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-421" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-papa-und-baby.jpg" alt="Geburt - Papa und Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-papa-und-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-papa-und-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Unser Zimmer lag ganz am Ende des Flurs. Keiner störte uns. Nur die Essensfrau und ab und zu mal eine Hebamme kamen in unsere gemütliche Höhle herein, um sich um uns zu kümmern. Der Kleine schlief die ganze Zeit über, und wenn er mal nicht schlief, dann trank er, als gäbe es kein Morgen mehr. Das war einige Tage bis wenige Wochen ziemlich unangenehm. Es fühlte sich bei jedem Stillen so an, als würde sich etwas in mir immer zusammenziehen – die <strong>Gebärmutter </strong>bildete sich zurück.</p>
<p>Dass ich mein Baby nicht mehr hergeben wollte, kennt wohl jede Mutter. Wenn es Nacht wurde, ließ ich es in meinen Armen schlafen. Wenn es Durst hatte, war ich sofort da und konnte es stillen.</p>
<p>Die Hebammen sagten uns, wir dürften das bloß nicht die Ärzte wissen lassen, aber das war uns sowas von egal, was die uns sagen würden. Wenigstens, was dieses Thema anging, konnten wir selbst entscheiden. Und das ließen wir uns nicht nehmen.</p>
<p>Und anders wäre es auch gar nicht möglich gewesen, wenn man überlegt, dass ich so <strong>schwach</strong> war, dass ich mein Baby gar nicht halten konnte! Jedes Mal, wenn der kleine Nimmersatt von der Brust abging und nicht mehr von allein rankam, musste Mathi aufstehen, ihn hochnehmen und ihn so anlegen, dass er wieder trinken konnte. Ich war unheimlich froh, ihn an meiner Seite zu haben. Ich weiß nicht, was ich allein in diesem Zimmer gemacht hätte. Wahrscheinlich ständig die Hebammen herbeigeklingelt.</p>
<p>So vergingen die Tage im Krankenhaus. Es kam auch Besuch (an den ich mich kaum noch erinnere, ich war noch ziemlich neben der Spur) und alle bewunderten den süßen Spatz, der wie ein alter Mann aussah.</p>
<p>Sogar die alte Wetterhexe bekamen wir ein zweites Mal zu Gesicht. Sie war genau so unsympathisch wie beim ersten Kennenlernen.</p>
<p>Auch der Chirurg, der den Kaiserschnitt gemacht hatte, stellte sich bei uns in aller Ruhe vor und erklärte uns ausführlich, woran es nun gelegen hatte, dass die Herztöne des Kleinen bei jeder Wehe runtergingen: Es lag an der <strong>Nabelschnur</strong>, die um seinen Hals gewickelt war. Mit jeder Wehe wurde er nach unten gedrückt und die Nabelschnur schnürte seinen Hals zu, sodass er kaum Sauerstoff bekam.</p>

<h2>Ab nach Hause</h2>
<p>So vergingen die Tage und nach und nach konnte ich mich besser aufrichten. Den Bauch durfte ich auf keinen Fall anspannen wegen der Narbe. Vorsichtig begann ich, ein paar <strong>Schritte</strong> zu gehen. Erst vom Bett runter, dann zum Bad, dann ins Bad, dann in die Dusche (da brauchte ich noch Hilfe), dann zur Untersuchung den Gang hinunter. Es ging voran und gegen Ende der Woche wurden wir von meinen Großeltern nach Hause gefahren.</p>
<p>Zu Hause war alles nochmal ganz neu für uns. Im Wasserbett durfte unser Baby ja nicht schlafen, aus Sicherheitsgründen. Aber ich durfte das Bett ja erst mal nicht verlassen. Wenn der Kleine in seinem Korb auf Rädern schlief, versuchte ich auch zu schlafen. Mathi brachte ihn mir dann, wenn er hungrig war. Aber so ganz ideal fand ich das nicht. Er wollte in meinen Armen sein und wachte sofort auf, wenn wir versuchten, ihn ins Bett zu legen.</p>
<p>Diese Zeit war hart. Doch sie besserte sich, als Mathi für 2 Wochen wegen seiner Arbeit nach Saarbrücken reisen musste. Ich war zwar super aufgeregt, weil ich mich dann ganz <strong>allein</strong> um den Kleinen kümmern musste &#8211; neben Haushalt, Essen machen usw. &#8211; aber zumindest die Nächte wurden ruhiger, weil ich ihn bei mir schlafen ließ, obwohl Mathi meinte, ich solle ihn in sein Bettchen legen, wenn er eingeschlafen sei. Aber das Risiko, dass er wieder aufwachte, wollte ich nicht eingehen. Also verbrachten wir die Zeit zu zweit entweder im Schaukelstuhl oder auf der Couch, auf die ich gezogen war, damit er bei mir schlafen konnte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-420" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-baby-schlaeft.jpg" alt="Geburt - Baby schläft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-baby-schlaeft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-baby-schlaeft-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und irgendwann hatten wir uns aneinander gewöhnt und langsam und allmählich den Bogen raus. Doch es war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, wie einem immer vorgegaukelt wird.</p>
<p>Noch heute gibt es Momente, in denen ich an meiner echten <strong>Mutterliebe</strong> zu meinem Sohn zweifle. Ich höre dann immer von allen, dass das, was in den Büchern stand, völliger Quatsch ist. Dass das nicht wahr ist und sie hätten nie eine liebevollere und geduldigere Mutter erlebt und dass ich das toll mache und dass wir das schaffen würden. Aber gegen dieses komische Gefühl komme ich nicht an, egal, was andere sagen.</p>
<p>Ich fühle mich, wenn ich zurück denke, immer noch als Versagerin! Ich bin wütend auf mich, dass ich es nicht allein geschafft habe und wahnsinnig enttäuscht von mir. Ich male mir aus, wie es unser Sohn unter anderen Umständen &#8211; ohne Krankenhaus, ohne PDA, ohne Kaiserschnitt und Ärzte usw. &#8211; vielleicht nicht geschafft hätte, lebend auf die Welt zu kommen.</p>
<p>Es gibt Zeiten, in denen mich mein Kind wütend macht, in denen ich nicht mehr kann, in denen ich müde und erschöpft bin, in denen ich für mich sein will. Und dann kommt wieder die Frage &#8222;Würde eine &#8222;richtige&#8220; Mutter auch so etwas denken?&#8220;.</p>
<p>Sogar nach mehr als einem Jahr nach der Geburt meines Sohnes kommen mir die Tränen, wenn ich mir dieses Ereignis in Erinnerung rufe. Selbst, als ich diesen Bericht geschrieben habe, musste ich an einigen Passagen halten und erst mal in Ruhe weinen. Es gibt noch viel zu verarbeiten.</p>
<p>Und nicht nur ich muss verarbeiten. Auch Mathi. Auch er muss weinen, wenn wir aus irgendeinem Grund wieder von der Geburt sprechen. Alle sagen, wir müssen darüber reden, reden, reden, sprechen, sprechen, sprechen, um das <strong>Trauma</strong> zu verarbeiten. Aber jeder macht das auf seine Weise. Ich für meinen Teil bin wieder einen Schritt gegangen, indem ich nochmal alles Revue passieren ließ. Und es war gut, auch wenn es weh tat.</p>
<h2>Was ich gelernt habe</h2>
<p>Was hat mich dieses doch ziemlich traumatische Ereignis gelehrt? Vor allem etwas, das ich zwar schon kannte, aber nicht auf die Geburt meines Sohnes anwenden wollte: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Man kann nichts <strong>planen</strong> und vor allem nicht die Geburt. Das wurde mir hiernach eindeutig klar.</p>
<p>Die Ärzte meinten, ich könne trotz Kaiserschnitt die nächsten Kinder auf natürliche Weise gebären, da mein Körper eigentlich &#8222;weiß&#8220;, wie es geht. Nur bei dieser Geburt hat es nunmal leider nicht geklappt.</p>
<p>Für die nächsten Kinder &#8211; sollten wir diesen Schritt jemals wagen &#8211; werde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Ich werde so lässig wie es geht an die Sache rangehen und hoffentlich im Geburtshaus gebären können.</p>
<p>Und wenn es auch bei den zukünftigen Geburten nicht der Fall sein sollte, dann ist das halt so. Ich werde meine Kinder trotzdem lieben können, auch wenn ich manchmal von Zweifeln überhäuft werde.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich dir dafür danken, dass du dir diesen Brocken durchgelesen und mir zugehört hast.</p>
<p>Wenn auch du über deine Geburt &#8211; sei es wie eine aus dem <strong>Bilderbuch</strong> oder aus einer <strong>Horrorgeschichte</strong> &#8211; reden willst, dann schreib mir. Ich höre dir gern zu.<br />
</p>
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