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	<title>Gewalt &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Gewalt &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Hauen, beißen kratzen -10 Gründe für Aggressionen bei Kindern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2020 09:31:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast alle Eltern von Kleinkindern kennen es. Das eigene Kind fängt irgendwann &#8222;aus dem nichts&#8220; an mit hauen, beißen, kratzen und treten. Manch eine Mama bekommt dann Schläge und Tritte ab oder ein anderes Kind auf dem Spielplatz wird in die Mangel genommen. In diesem Blogbeitrag möchte ich näher auf die möglichen Ursachen von Aggressionen ... <a title="Hauen, beißen kratzen -10 Gründe für Aggressionen bei Kindern" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/hauen-beissen-kratzen-10-gruende-fuer-aggressionen-bei-kindern/" aria-label="Mehr zu Hauen, beißen kratzen -10 Gründe für Aggressionen bei Kindern">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/hauen-beissen-kratzen-10-gruende-fuer-aggressionen-bei-kindern/">Hauen, beißen kratzen -10 Gründe für Aggressionen bei Kindern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast alle Eltern von Kleinkindern kennen es. Das eigene Kind fängt irgendwann &#8222;aus dem nichts&#8220; an mit <strong>hauen</strong>, beißen, kratzen und treten. Manch eine Mama bekommt dann Schläge und <strong>Tritte</strong> ab oder ein anderes Kind auf dem Spielplatz wird in die Mangel genommen.</p>
<p>In diesem Blogbeitrag möchte ich näher auf die möglichen <strong>Ursachen</strong> von Aggressionen bei Kindern eingehen, denn es gibt immer Gründe dafür, die es nicht zu ignorieren gilt. Ich möchte dich dazu ermutigen, hinter das Verhalten deines Kindes zu schauen und nicht nur auf die <strong>Symptome</strong>. Es gilt nicht am Kind herumzudoktern, sondern die Ursachen ausfindig zu machen, das Verhalten zu verstehen, damit dem Kind geholfen werden kann.</p>
<p><span id="more-13281"></span></p>

<h2>10 Gründe für Aggressionen bei Kindern</h2>
<p>Aggressives Verhalten wird nicht gerne gesehen. Doch gibt es Aufschluss darüber, dass etwas in <strong>Schieflage</strong> geraten ist. Es ist ein Notsignal und Hilferuf an die Umwelt. Ein genauer Blick darauf lohnt, um herauszufinden, was genau dahintersteckt, welches <strong>Bedürfnis</strong> gerade nicht gesehen wird – im Mangel ist. Wir können es also als eine Chance sehen, etwas wieder ins Gleichgewicht zu bringen, um unserem Kind damit zu helfen!</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/08/10gruende-fuer-aggressionen.jpg" alt="10 Gründe für Aggressionen" width="381" height="801" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Was ist Aggression?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ausgelöst wird eine aggressive Reaktion, wie <strong>Wut</strong> in unserem <strong>Gehirn</strong> und zwar als eine Antwort auf etwas, was in den Beziehungen um uns herum passiert oder auch nicht passiert. <strong>Auslöser</strong> kann etwas sein, was wir sehen oder hören, etwas physisches, etwas, was aus unserer Phantasie heraus entsteht oder auch von unseren eigen erlebten emotionalen Erfahrungen heraus bestimmt wird, wenn wir verletzt wurden, ob nun <strong>physisch</strong> oder psychisch.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">“Wut ist das Resultat von Persönlichkeiten, Erfahrungen und Erwartungen, die sich kreuzen.” Jesper Juul</span></p></blockquote>
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<h3>Wie macht sich aggressives Verhalten bemerkbar?</h3>
<p>Aggressives Verhalten offenbart sich nicht ausschließlich in körperlichen Angriffen, sondern auch in verbaler Gewalt, wie <strong>Mobbing</strong> oder auch in Diebstählen. Aggressionen richten sich bei den Jungen eher nach Außen und in körperlicher Form. Bei Mädchen richten sich Aggressionen eher gegen sich selbst oder wenn nach Außen, dann eher in Form von Mobbing, also durch Ausgrenzen, <strong>Blamieren</strong>, Beleidigen und Schikanieren des Anderen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was können Gründe für aggressives Verhalten sein?</h2>
<h3>1. Hauen als Kontaktaufnahme</h3>
<p>Weil Kinder sich einfach verbal noch nicht ausdrücken können und ihnen <strong>Mitteilungsstrategien</strong> fehlen. Was kannst du als Mama oder Papa tun, um deinem Kind zu helfen? Du kannst deinem Kind helfen, indem du versuchst sein Vorhaben in Worte zu fassen: &#8222;Du wolltest mit dem Kind spielen? Dann versuch es das nächste Mal so oder so…!&#8220;.</p>
<h3>2. Fehlende Impulskontrolle und Perspektivenübernahme</h3>
<p>Die Entwicklung der Impulskontrolle (<strong>Kontrolle</strong> von Emotionen und Affekten) beginnt im Alter von 3 Jahren und dauert einige Jahre an. <span style="font-weight: 400;">Erst im Alter zwischen 7 und 9 Jahren ist es für Kinder möglich, ihre Impulse zu kontrollieren, aber völlig ausgereift ist diese Kontrolle erst mit etwa 25 Jahren. &#8222;Das Erleben von intensivem Ärger und Wut und eine mangelnde Fähigkeit, diese zu regulieren, stellen bekannte <strong>Risikofaktoren</strong> für aggressive Handlungen dar.&#8220; (1). Wie du dein Kind gut durch seine Wutanfälle begleiten kannst, habe ich im Blogbeitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/die-wutanfaelle-in-der-trotzphase-verstehen-und-begleiten/" rel="nofollow">&#8222;Die Wutanfälle in der Trotzphase verstehen und begleiten&#8220;</a> beschrieben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Fähigkeit zur <strong>Perspektivenübernahme</strong> beginnt in einem Alter von ca. 3 Jahren und dauert viele Jahre an. Selbst Kinder im Alter von 12 Jahren sind noch dabei, ihre Fähigkeiten diesbezüglich auszureifen. Erst wenn wir zur Übernahme fremder Perspektiven fähig sind, beeinflusst dies unsere sozialen Interaktionen und Kommunikationen. Dann können wir <strong>empathisch</strong> mit anderen sein, und die Bedürfnisse und Wünsche von anderen wahrnehmen und auch erkennen.</span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13319 size-large" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen-680x430.jpg" alt="Gründe für Aggressionen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Physische Gewalt und Psychische Gewalt (Mobbing)</h3>
<p>Durch selbst erfahrene oder gesehene Gewalt in der Familie oder im weiteren Umfeld, wie<strong> Schule</strong> oder Kita, kann es auch zu Aggression beim Kind kommen. “Wird ein Kind von einem älteren Kind attackiert, gegen das es sich nicht wehren kann, richtet sich seine Aggression nicht gegen den Aggressor, sondern eventuell gegen ein kleineres Kind – das kann an einem anderen Ort und zu einem anderen Zeitpunkt geschehen. So entsteht schnell der Eindruck, das schlagende Kind sei «aus dem Blauen heraus» aggressiv.” (2)</p>
<p>Der Familientherapeut Jesper Juul schreibt in seinem Buch <a href="https://www.amazon.de/Aggression-Warum-unsere-Kinder-notwendig/dp/3596197236/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2LPUYXHMX6PT6&amp;dchild=1&amp;keywords=aggression+juul&amp;qid=1595840511&amp;sprefix=aggressionen+juu,aps,156&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=906b65bdeee72ad12972448e42b5a047&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">“Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist”*</a> folgendes: “In einer Familie, in der es öfter zu Wutausbrüchen und Gewalt kommt, wird ein Kind (meist sind es die Jungen) die einfache Kopie “Eins zu eins” repräsentieren und ein destruktives, aggressives Verhalten annehmen.”</p>
<p>Durch <strong>Zurückweisung</strong>, Ausgrenzung, Verachtung oder Ungerechtigkeit reagieren auch die <strong>Schmerzzentren</strong> des Gehirns, also nicht nur auf physische Gewalt, sondern auch auf psychische Gewalt können wir mit aggressiven Verhalten reagieren. (3)</p>

<h3>4. Konflikte in der Elternbeziehung</h3>
<p>Wenn Paare sich öfter streiten und Kinder das unmittelbar mitbekommen kann das auch zu aggressiven Verhalten führen. Grund dafür ist die angespannte Situation im Elternhaus und ein anderes <strong>Erziehungsverhalten</strong> der Eltern, durch den erlebten Stress während der Konflikte mit dem Partner. Nicht alle Beziehungskonflikte führen beim Kind zu aggressiven Verhalten, festgestellt wurde allerdings, dass Kinder in <strong>Familienkrisen</strong> öfter dazu neigen.(4)</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-13315 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen_gruende.jpg" alt="Aggressionen Gründe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen_gruende.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen_gruende-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/aggressionen_gruende-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>5. Traumatische Erfahrungen</h3>
<p>Missbrauch, Unfälle, Naturkatastrophen und der Verlust oder auch die <strong>Trennung</strong> der Eltern können ebenfalls zu aggressiven Verhalten führen.</p>
<p>Das aggressive Verhalten bei Trennung der Eltern ist vor und während der Trennung am höchsten und flacht nach der Trennung wieder ab. Begründet wird dies mit einer erhöhten depressiven Stimmung der Mütter, unberechtigten <strong>Schuldgefühle</strong> an der Trennung und die weniger gute Beaufsichtigung, durch das Fehlen eines Elternteils. (5)</p>
<h3>6. Hilflosigkeit und Überforderung</h3>
<p>Beispielsweise durch die <strong>Entthronung</strong> eines Geschwisterchen. Dein Kind hat Angst, dass du es nicht mehr so liebst, wie vor der Geburt des Geschwisterchens. Aus dieser <strong>Unsicherheit</strong> heraus könnte sich ein &#8222;schwieriges&#8220; oder als schwierig empfundenes <strong>Temperament</strong> entwickeln, was zu impulsivem, hyperaktiven und trotzigem Verhalten führen kann. Wenn Eltern sich davon nun gestresst und überfordert fühlen, reagieren sie vielleicht mit harten <strong>Disziplinierungsmaßnahmen</strong>, die dann zu aggressiven Verhalten beim Kind führen können. (6)Was kannst du tun? Gib ihm, wenn möglich, viel positive Rückmeldung und Extra &#8211; Kuscheleinheiten. Mehr zur Thematik kannst du im Blogbeitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/)" rel="nofollow">&#8222;Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen&#8220;</a> nachlesen.</p>
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<h3>7. Erniedrigendes Verhalten und Bestrafungen</h3>
<p>Kinder zeigen aggressives Verhalten, wenn sie <strong>unglücklich</strong> sind, sich nicht gesehen, angenommen und gewertschätzt fühlen, wenn wir z. B. oft mit ihnen <strong>schimpfen</strong> oder sie kränken. Und auch Erwachsene neigen zu aggressiven Verhalten, wenn sie nicht imstande sind, ihre (negativen) Gefühle in Worte zu fassen, weil sie es in ihrer eigenen Kindheit nicht durften. Durch Bestrafungen, Liebesentzug, <strong>Isolation</strong> (Stille Ecke oder Stiller Stuhl) oder emotionale Erpressung kann sich Wut im Körper anstauen, weil das Kind sich in diesen Momenten, als <strong>ohnmächtig</strong> und klein wahrnimmt. Diese angestaute Wut findet plötzlich ihren destruktiven Ausbruch. Versuche einen Weg ohne Strafen zu finden. Du kannst deine Gefühle deinem Kind stattdessen <strong>authentisch</strong> (ohne schreien) vermitteln, wenn dir etwas nicht gefällt &#8222;Ich finde es nicht toll, dass du das Glas Wasser ausgeschüttet hast. Komm lass uns einen Lappen holen!&#8220;.</p>
<h3>8. Abgrenzungsversuche</h3>
<p>Die körperliche <strong>Grenze</strong> wurde missachtet, jemand kommt ihm zu nahe, es möchte sich schützen und haut zu.<br />
Gib deinem Kind eine <strong>Handlungsalternative</strong> an die Hand &#8222;Das Kind kam dir gerade zu nah, oder? Sage beim nächsten Mal mit vorgestreckter Hand 🖐️&#8220; Stop&#8220;, ich unterstütze dich dabei auch gern! &#8222;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13317 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/Aggressionen 12-Gründe.jpg" alt="Aggressionen 12 Gründe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/Aggressionen%2012-Gründe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/Aggressionen%2012-Gründe-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/07/Aggressionen%2012-Gründe-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>9. Vermindertes Selbstwertgefühl</h3>
<p>Dann kann aggressives Verhalten durch <strong>Angst</strong> und (soziale) Unsicherheit zum Ausdruck kommen. Dein Kind fühlt sich schneller bedroht und <strong>angegriffen</strong>, als andere Kinder und reagiert übersensibel auf vermeintliche Bedrohungen. Du kannst dein Kind und sein Selbstwertgefühl stärken, indem du ihm zeigst, dass es in Ordnung ist, wie es ist und ihm auf Augenhöhe begegnest. Es bestärkst in seinem Tun und Sein. Das ist Balsam für seine kleine Seele und sein Selbstwertgefühl. Es braucht dich als Halt und <strong>Orientierungshilfe</strong>.</p>

<h3>10. Trennungstrauma</h3>
<p>Bei Kindern mit Trennungstrauma können unter anderem problematische Verhaltensweisen, wie Aggressionen auftreten. Damit hat sich die <strong>Entwicklungspsychologin</strong> Aletha Solter befasst. Sie meint auch, dass es wichtig sei, bei solchen Fällen jegliche Strafen von räumlicher Trennung (Stille Ecke, Zimmerarrest) zu vermeiden. Denn davor fürchtet es sich am Meisten. (7)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Risiko- und Schutzfaktoren bei aggressiven Verhalten (8)</h2>
<p>Aggressives Verhalten kann noch mehr Gründe haben. Hier siehst du eine Auflistung, unterteilt in Risiko- und Schutzfaktoren im Bereich Individuum, Familie, soziale Umwelt und Gesellschaft.</p>
<h3><strong>Individuum</strong></h3>
<ul>
<li>genetische und neurophysiologische Faktoren</li>
<li>prä- und perinatale Risikofaktoren</li>
<li>schwieriges Temperament</li>
<li>männliches Geschlecht</li>
<li>belastende Lebensereignisse</li>
<li>Zeuge von Gewalterfahrungen</li>
<li>Drogenmissbrauch</li>
</ul>
<p><strong>Dahingegen gelten als Schutzfaktoren beim Individuum</strong></p>
<ul>
<li>Autonomie</li>
<li>soziale Kompetenz</li>
<li>Problemlösungsfertigkeiten</li>
<li>Reflexivität/Impulskontrolle</li>
<li>Anpassungsfähigkeit</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Familiäre Risikofaktoren</strong></h3>
<ul>
<li>Disharmonie in der Partnerschaft/Trennung/Scheidung</li>
<li>Vernachlässigung/Misshandlung</li>
<li>dysfunktionale Erziehung</li>
<li>mangelnde Problemlösungsfertigkeiten</li>
<li>psychische Störungen, speziell Alkohol- und Drogenmissbrauch</li>
<li>Kriminalität einschließlich der Duldung von Delinquenz</li>
<li>ökonomische Belastungen</li>
</ul>
<p>Da familiäre Risikofaktoren miteinander im Zusammenhang stehen und sich <strong>wechselseitig</strong> beeinflussen, kann es passieren, dass Kinder in der Regel gleich mehreren Risikofaktoren ausgesetzt sind. Daher können einzelne Risikofaktoren weitere nach sich ziehen und sich so über den Entwicklungsverlauf verstärken. (9) Desweiteren kann sich das aggressive Verhalten des Kindes <strong>chronifizieren</strong>, wenn es oft nur Aufmerksamkeit erhält, sobald es auffällig wird und ihm sonst nur wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Ganz nach dem Motto &#8222;Lieber negative Aufmerksamkeit, als keine!&#8220;.</p>
<p><strong>Dahingegen gelten als familiäre Schutzfaktoren </strong></p>
<ul>
<li>Fürsorge und Unterstützung</li>
<li>stabile Partnerschaft</li>
<li>emotionale Zuwendung</li>
<li>Belastbarkeit und positive Kommunikation</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Risikofaktoren soziale Umwelt</strong></h3>
<ul>
<li>Wohndichte und Wohnqualität</li>
<li>Mangel an sozialen Diensten</li>
<li>soziale Desintegration</li>
<li>niedriges Bildungsangebot</li>
<li>dissoziale Freunde/Jugendbanden</li>
<li>hohe Kriminalitätsbelastung</li>
<li>Verfügbarkeit von Drogen</li>
</ul>
<p><strong>Als Schutzfaktoren soziale Umwelt gelten</strong></p>
<ul>
<li>Versorgung und Unterstützung</li>
<li>dichtes Netz sozialer Dienste und Angebote</li>
<li>soziale Integration/Bürgerbeteiligung</li>
<li>hohe Erwartungen</li>
<li>niedrige Kriminalitätsbelastung</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Risikofaktoren Gesellschaft</strong></h3>
<ul>
<li>ökonomische Strukturveränderungen</li>
<li>Arbeitslosigkeit</li>
<li>Armut</li>
<li>reduzierte Sozialhaushalte</li>
<li>Ghettoisierung</li>
<li>unkritische Gewaltdarstellung in den Medien</li>
<li>kulturelle Begünstigung von Gewalt</li>
</ul>
<p><strong>Schutzfaktoren der Gesellschaft sind</strong></p>
<ul>
<li>Versorgung und Unterstützung</li>
<li>ökonomische Sicherheit</li>
<li>soziale Integration/Bürgerbeteiligung</li>
<li>wirksame Sozialpolitik</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was können Eltern tun, wenn sie selbst auch aggressiv werden?</h2>
<p>Die <strong>Wut</strong> und Aggression des Kindes ist für manche Eltern schwer auszuhalten, vor allem dann, wenn sie in der eigenen Kindheit eben nicht wütend sein durften und dieses Gefühl unterdrücken mussten, ignoriert oder dafür sogar bestraft wurden. Diese <strong>angestaute Wut</strong> überkommt dann den Einen oder Anderen in den Wutanfällen des eigenen Kindes oder die Blicke und Anmerkungen Dritter verunsichern noch zusätzlich. Kleine <strong>Achtsamkeitsübungen</strong> können dann helfen, nicht selber aggressiv zu werden.</p>
<p>Dir als Mama oder Papa hilft eventuell:</p>
<ul>
<li>das tiefe <strong>Atmen</strong>,</li>
<li>das langsame Rückwärtszählen von 10 &#8211; 0</li>
<li>ein Glas Wasser trinken</li>
<li>Arme und Beine ausschütteln</li>
<li>laut <strong>singen</strong> und tanzen oder</li>
<li>anfangen rumzualbern und die &#8222;negative&#8220; Situation ins Spaßige zu ziehen.</li>
</ul>
<p>Wir bleiben mit diesen Maßnahmen also am &#8222;Rand&#8220; unseres Gefühls stehen, tauchen aber nicht hinein, sondern lassen es <strong>weiterziehen</strong> oder abflachen. Was ich ganz wichtig finde ist, sich selber zu <strong>verzeihen</strong>, wenn man doch mal lauter geworden ist. Wir sind alle nur Menschen, sich dafür nun hart in die Mangel zu nehmen, wäre falsch und würde nur zu <strong>Schuldgefühlen</strong> und noch mehr Frustration führen, welche sich dann wiederum wieder auf unser Gemüt schlägt. Ich für meinen Teil entschuldige mich aufrichtig bei meinem Kind, wenn ich mich &#8222;neben der Spur&#8220; verhalten habe. Dann lernen unsere Kinder auch, dass Mama und Papa nicht perfekt sind und ihre <strong>Fehler</strong> eingestehen und sie spüren, dass nicht sie die Schuldigen sind. Denn sie sind nicht für unsere Gefühle zuständig oder verantwortlich.</p>
<h2><strong>Was aber wenn diese &#8222;seichten&#8220; Handlungsalternativen nichts bringen?</strong></h2>
<p>Dann dürfen wir versuchen unsere <strong>Reaktionsmuster</strong> zu verstehen. Wenn wir wissen, was genau in unserem Körper passiert, wenn wir verärgert und wütend sind, haben wir eine <strong>Chance</strong> etwas dagegen zu tun. Denn das aggressive Verhalten unseres Kindes löst in uns alte, selbst erfahrene Muster aus. Unser Kind brüllt und schlägt um sich: diese Situation können wir selbst als <strong>Gefahr</strong> einstufen (oder auch nicht), eben aus den eigenen Erfahrungen aus unserer Kindheit heraus.</p>
<p>Zur Thematik hat Nicola Schmidt ausführlich in ihrem Erziehungsratgeber <a href="https://www.amazon.de/Erziehen-ohne-Schimpfen-Alltagsstrategien-Partnerschaft/dp/3833868562/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3FZ3A1SR8GJW&amp;dchild=1&amp;keywords=erziehen%20ohne%20schimpfen&amp;qid=1595947279&amp;s=books&amp;sprefix=erziehen%20ohne%20,aps,186&amp;sr=1-1&amp;ref_=nav_ya_signin&amp;&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=6880b212127d8ff39ff50307f9032fa2&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Erziehen ohne Schimpfen&#8220;</a>* berichtet. Sie schreibt, dass in Stresssituationen und als Gefahr wahrgenommenen Situationen unser <strong>Mandelkern</strong> im Gehirn, auch Amygdala genannt, innerhalb von Bruchteilen von Sekunden losfeuert. Dieser Mandelkern arbeitet dann nach und nach eine Folge von sinnvollen <strong>Aufgaben</strong> ab. Er aktiviert unser Stress- und Notfallsystem (sympathisches Nervensystem), er beschleunigt unseren Herzschlag, um genug Sauerstoff für die Muskeln zum Angriff oder zur Flucht freizuschaufeln. Weiterhin bewirkt der Mandelkern noch, dass unsere <strong>Atmung</strong> flacher wird, unsere Empathiefähigkeit reduziert wird und er ist auch für die Drosselung von Glückshormonen zuständig, denn wir sollen jetzt kampfbereit sein. Und so schnell, wie der Mandelkern losfeuert, so schnell hört er damit auch wieder auf. In ihrem Buch schreibt die Autorin von <strong>10 Sekunden</strong>, die wir somit überbrücken müssten, um nicht aus der Haut zu fahren. Nach ganzen 10 Minuten soll auch unser restlicher Körper wieder im Normalmodus sein. Die Funktionen des Stresssystems brauchten unsere Vorfahren damals zum Kämpfen, Fliehen oder auch Jagen. Sie sind also sinnvoll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Von 10 Sekunden zu 90 Sekunden</h2>
<p>Nicola Schmidt redet von 10 Sekunden, die wir überbrücken müssten. Die <strong>Neurowissenschaftlerin</strong> Dr. Jilll Bolte Taylor spricht von etwa <strong>90 Sekunden</strong>, die es auszuhalten gilt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Dabei brauchen Emotionen laut der Neurowissenschaftlerin Dr. Jill Bolte Taylor weniger als 90 Sekunden, um die inneren Bahnen zu durchlaufen, wie sie es in <a href="https://brainworldmagazine.com/stroke-of-genius-an-interview-with-dr-jill-bolte-taylor/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">diesem Interview</a> unter Anderem beschreibt. Dieses Wissen gibt mir die Wahlfreiheit: Möchte ich mit dem Gefühl in Interaktion treten, die Energie ausleben oder möchte ich es beobachten und wieder gehen lassen? Jedes Gefühl möchte gelebt und erfahren werden. Damit meine ich, dass es Raum bekommt. Das heißt nicht, dass es in jedem Fall ausgelebt werden muss. Wenn ich mit Wut durchströmt bin, muss ich dieses Gefühl nicht durch das Zerschlagen von Porzellan ausleben. Die Wahrnehmung, dass mich gerade Wut durchflutet, reicht als Ausleben aus.&#8220; (10)</p></blockquote>
<p>Ob nun 10 oder 90 Sekunden, die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Wir haben die Wahl und tragen die <strong>Verantwortung</strong> für die Qualität in der Beziehung mit unseren Kindern, wie Familientherapeut Jesper Juul es einst sagte.</p>
<p>Wenn all das nicht hilft und ein Elternteil immer wieder in Rage gerät, wäre es sicher von Vorteil, <strong>therapeutische Hilfe</strong> in Anspruch zu nehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Kindliche Aggressionen sind erst einmal als sinnvoll zu betrachten</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Aggressionen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung. Das Problem ist, dass sie ein <strong>Tabuthema</strong> in unserer Gesellschaft sind. Sie sind nun aber da und haben ihren <strong>Sinn</strong>. Sie treiben uns voran und helfen uns, unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse durchzusetzen. Sie werden aus dem Lateinischen mit “</span><span style="font-weight: 400;">sich zubewegen auf etwas/jemanden, <strong>heranschreiten</strong>, sich nähern oder angreifen” übersetzt. Aggressionen sind wie ein Motor, sie helfen uns, etwas zu bewegen, <strong>voranzutreiben</strong> und sind manchmal auch <strong>überlebensnotwendig</strong>, sie dienen dem Selbstschutz.</span></p>
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<p><span style="font-weight: 400;">Daher sollten wir sie nicht von Grund auf <strong>verteufeln</strong>. Was auch immer aggressives Verhalten beim Kind auslöst, wir dürfen seine Gefühle spiegeln und ihm Alternativen aufzuzeigen. <strong>Alternativen</strong> könnten sein, dass du deinem Kind ein großes Kissen, das Sofa oder einen <strong>Boxsack</strong> zum Treten und Hauen anbietest, bevor du die Schläge und Tritte abbekommst. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn Eines ist ganz wichtig, wir sind für unsere Kinder in diesen gefühlsbetonten Momenten da, aber wir sind nicht ihr Boxsack. An dieser Stelle ist es wichtig, ganz <strong>authentisch</strong> zu vermitteln, dass wir das nicht möchten und wir im Notfall aus der Situation herausgehen und einen Schritt zurücktreten, bis unser Kind nicht mehr wild um sich schlägt. Wenn das Herausgehen aus der Situation nicht möglich ist, dann dürfen wir auch die Hände oder Beine des Kindes festhalten, damit wir nicht verletzt werden. Die <strong>Botschaft</strong> sollte immer sein &#8222;Ich verstehe, dass du sauer/wütend/enttäuscht bist und gleichzeitig möchte ich nicht, dass du mich schlägst, das tut mir weh!&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aggressives Verhalten ist immer ein <strong>Hilferuf</strong> deines Kindes. Mit ihm oder seiner Umgebung oder seinem Umfeld stimmt etwas nicht. Es liegt an uns, wach- und <strong>achtsam</strong> zu sein. Unser Kind zu fragen, ob es irgendetwas erlebt hat, was ihm seelischen oder körperlichen Schmerz bereitet hat, sowie unser eigenes Handeln immer wieder einmal zu <strong>reflektieren</strong>, was wir eventuell im Umgang mit unserem Kind besser machen könnten, denn dies kann die Situation wieder verbessern.</span></p>
<p>Zu guter Letzt möchte ich euch noch ein <strong>Zitat</strong> des verstorbenen Familientherapeuten <strong>Jesper Juul</strong> dalassen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Aggressivität ist eine Möglichkeit der Umwelt zu sagen: Mir geht&#8217;s nicht gut!&#8220;</p></blockquote>
<p>Fallen euch noch mehr Gründe für aggressives Verhalten ein? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? In welchen Situationen hauen, treten und beißen eure Kinder und könnt ihr dabei selbst ruhig bleiben?</p>
<p>&nbsp;</p>

<p>&nbsp;</p>
<div id='c5574_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3><span id="Quellennachweise">Quellennachweise:</span></h3>
<p>(1) + (5) + (6)+ (9) Buch <a href="https://www.amazon.de/Aggression-Gewalt-von-Kindern-Jugendlichen/dp/3642224652/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=%22Aggression+und+Gewalt+von+Kindern+und+Jugendlichen%22+von+Petermann/Koglin&amp;qid=1596009531&amp;s=books&amp;sr=1-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=99f76445138a6dacd11480195b53d974&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen&#8220;*</a>von Petermann/Koglin</p>
<p>(2) + (3) <a href="https://www.fritzundfraenzi.ch/gesundheit/psychologie/mein-kind-ist-aggressiv-was-tun?page=all" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">https://www.fritzundfraenzi.ch/gesundheit/psychologie/mein-kind-ist-aggressiv-was-tun?page=all</a></p>
<p>(4) <a href="https://www.fritzundfraenzi.ch/erziehung/elternbildung/aggressive-kinder-grunde-und-tipps-fur-eltern?" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">https://www.fritzundfraenzi.ch/erziehung/elternbildung/aggressive-kinder-grunde-und-tipps-fur-eltern?</a></p>
<p>(7) Buch <a href="https://www.amazon.de/Schatz-ich-bin-Hause-Lebensjahre/dp/B087SHDJ8B/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=%E2%80%9Cschatz+ich+bin+zu+hause%E2%80%9D+von+jennifer+ehry-gissel&amp;qid=1596009632&amp;s=books&amp;sr=1-1-fkmr0&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=6430ab89a6f56e60ce92284c5aeb3705&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">“Schatz ich bin zu Hause”</a> von Jenniffer Ehry-Gissel</p>
<p>(8) + (9) <a href="https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/1973/03_Kapitel3.pdf?sequence=4&amp;isAllowed=y" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/1973/03_Kapitel3.pdf?sequence=4&amp;isAllowed=y</a></p>
<p>(10) <a href="https://mut-zur-stille.de/90-sekunden-wut-vom-umgang-mit-emotionen/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">https://mut-zur-stille.de/90-sekunden-wut-vom-umgang-mit-emotionen/</a></p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/hauen-beissen-kratzen-10-gruende-fuer-aggressionen-bei-kindern/">Hauen, beißen kratzen -10 Gründe für Aggressionen bei Kindern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Kind will nicht Zähne putzen &#8211; 16 Tipps, die helfen</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-zaehne-putzen-16-tipps-die-helfen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 22:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was haben wir uns gefreut, als unser Sohn seinen ersten Milchzahn bekam! Wie aufregend! Doch guter Rat wurde teuer, als er seine wertvollen Zähne nicht putzen lassen wollte. Bis wir eine dauerhafte Lösung fanden, musste einige Zeit vergehen. Doch lies selbst. Kind will nicht Zähne putzen &#8211; 16 Tipps, die helfen Anfangs war das Zähneputzen ... <a title="Kind will nicht Zähne putzen &#8211; 16 Tipps, die helfen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-zaehne-putzen-16-tipps-die-helfen/" aria-label="Mehr zu Kind will nicht Zähne putzen &#8211; 16 Tipps, die helfen">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben wir uns gefreut, als unser Sohn seinen ersten Milchzahn bekam! Wie aufregend!</p>
<p>Doch guter Rat wurde teuer, als er seine wertvollen Zähne nicht putzen lassen wollte. Bis wir eine dauerhafte Lösung fanden, musste einige Zeit vergehen. Doch lies selbst.<span id="more-1169"></span><div id='c3309_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Kind will nicht Zähne putzen &#8211; 16 Tipps, die helfen</h2>
<p>Anfangs war das Zähneputzen kein Problem bei uns. Doch sobald die neuen Zähne durchbrachen, konnten wir einpacken. Bei Schmerzen ging gar nichts.</p>
<p>Diese Zeit war zumindest absehbar. Aber als der kleine Mann nicht mal danach den Mund auf machte, tauchten die Fragezeichen auf.</p>
<p>Ich glaube ja, die <strong>Ursache</strong> lag bei uns Eltern. Wir putzten unsere Zähne erst nach unserem Sohn, wenn er bereits selig im Bett schlummerte. Schließlich gingen wir erst später ins Bett und putzten folglich auch unsere Zähne später. Die Vorbildfunktion ging flöten. Warum sollte unser Sohn seine Zähne putzen, wenn er nicht sah, dass wir es auch machten? Bis sich das wieder eingependelt hatte, war Kreativität gefragt.</p>
<p>Begleite mich doch auf unserer Odyssee. Vielleicht helfen dir sogar schon unsere anfänglichen Tipps. Wenn nicht, erwartet dich unsere aktuelle, perfekte Lösung. Mit der darf sogar der Papa putzen. Sei gespannt!</p>
<p>Und wenn nicht mal das hilft, gibt es immer noch das Ass im Ärmel&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild wp-image-9972 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-die-besten-tipps.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - Die besten Tipps | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-die-besten-tipps.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-die-besten-tipps-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-die-besten-tipps-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>1. Kuscheltier</h2>
<p>Von mir ließ sich unser Sohn nicht die Zähen putzen. Vom Papa ganz zu schweigen. Aber vielleicht klappte es mit einem Kuscheltier, einer Puppe. Die Idee fand ich im Übrigen <a href="http://www.nestling.org/zahneputzen-mit-kleinkindern-kein-drama/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Nestling</a>.<br />
Wir besorgten uns also eine <a href="http://amzn.to/2tG5l6H" target="_blank" rel="nofollow noopener">Feen-Handpuppe</a>*. Mit Zauberstab, Feenhut, Sternenkleid, edlen, weißen Handschuhen, mit allem Drum und Dran eben.<br />
Unser Sohn war fasziniert von der <strong>Zahnputzfee</strong>! Er küsste und kuschelte sie. Sie durfte sogar gestillt werden. Das erste Mal Putzen lief hervorragend. Er machte bereitwillig mit. Putzte anschließend die Zähen der Zahnputzfee.<br />
Doch am nächsten Tag war der Zauber vorüber. Die Zahnputzfee darf jetzt bei uns im Bett liegen und beim Vorlesen zuhören. Sie ist ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Aber nicht beim Zähneputzen.</p>
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</script><br></div></div>
<p>Womöglich fährt dein Kind total darauf ab. Es muss ja nicht zwangsläufig eine Handpuppe sein. Ich fand es cool, weil ich mit der Handpuppe die Zahnbürste halten konnte. Du kannst es aber auch mit einem x-beliebigen <strong>Kuscheltier</strong> versuchen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5742" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-kind-putzt-kuerbispuppe-die-zaehne.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - 12 Tipps, die helfen - Kind putzt Kürbispuppe die Zähne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-kind-putzt-kuerbispuppe-die-zaehne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-kind-putzt-kuerbispuppe-die-zaehne-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-kind-putzt-kuerbispuppe-die-zaehne-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>2. Zahnputzlieder singen</h2>
<p>Mit Zahnputzliedern bringt man Stimmung in die Bude! Bei Gesang macht mir sogar Aufräumen <strong>Spaß</strong>. Warum dann nicht auch beim Zähneputzen? Öl deine Stimmbänder und los geht’s.</p>
<p>Wenn du keine Zahnputzlieder kennst: Auf <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=zahnputzlied" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a> gibt es unzählige davon. Ich habe mir einige eingeprägt und unentwegt gesungen. Am Ende waren sowohl mein Sohn als auch ich genervt.</p>
<p>Wir stiegen dann auf andere Kinderlieder um. Dauerbrenner waren bei uns „Hänsel und Gretel“ und „The wheels on the bus go round and round“. Nur, dass ich die Strophen abänderte. Zum Beispiel: Opa in the bus says „Show me your ticket“ usw. Da wird das Lied nicht langweilig.</p>
<h2>3. Zahnputzbuch</h2>
<p><strong>Erklären</strong> ist ja voll mein Ding. Ich erkläre gern lang und breit, warum Zähneputzen wichtig ist. Interessiert meinen Sohn nur nicht die Bohne. Dafür fährt er auf Bücher ab. Also her mit dem <a href="http://amzn.to/2r33If1" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Zahnputzbuch</a>*.<br />
Unser Sohn liebt es abgöttisch. Beinahe jeden Tag lesen wir darin. Suchen die Zahnmonster, die sich zwischen den Zähnen versteckt haben. Spielen mit den Klappen usw.<br />
Das Ende vom Lied (oder Buch): Es ist toll. Ich habe sogar einen <a href="https://www.milchtropfen.de/mein-erstes-zahnputzbuch/" rel="noopener">Review</a> darüber geschrieben. Aber bei unserem Zahnputzproblem hat es uns nicht geholfen. Eventuell hilft es aber dir. Wenn nicht, dann lies weiter. Es gibt so viele Lösungen. Du musst nur die passende für euch finden.<br />
</p>
<h2>4. Spiegel</h2>
<p>Versetzt du dich in die Lage deines Kindes, leuchtet es ein. Da kommst du (oder wer auch immer) und steckst dieses Ding namens Zahnbürste in den Kindermund. Dein Kind kann den Vorgang des Putzens gar nicht <strong>miterleben</strong>. Es sieht nicht, was da in seinem Mund vor sich geht. Es fühlt, aber es erkennt nichts. Das kann ihm Unwohlsein bereiten.</p>
<p>Bei dieser Problematik ist die Lösung naheliegend: Du lässt dein Kind während des Zähneputzens in den Spiegel gucken. Dann sieht es genau, was passiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4978" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-mutter-und-kind-putzen-vor-dem-spiegel-gemeinsam-die-zaehne.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - Mutter und Kind putzen vor dem Spiegel gemeinsam die Zähne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-mutter-und-kind-putzen-vor-dem-spiegel-gemeinsam-die-zaehne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-mutter-und-kind-putzen-vor-dem-spiegel-gemeinsam-die-zaehne-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-mutter-und-kind-putzen-vor-dem-spiegel-gemeinsam-die-zaehne-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hast du das mal ausprobiert? Wir ja. Das fand unser Kleiner anfangs ganz interessant. Aber er drehte nach wenigen Sekunden den Kopf weg. Wir setzten den Marathon fort.</p>
<h2>5. Hoppe, hoppe, Reiter</h2>
<p>Ein kleiner <strong>Trick</strong>, den ich von der Kinderzahnärztin gelernt habe. Mein Kind sitzt bei diesem Lied auf meinem Schoß. Mit dem Gesicht zu mir gerichtet. Dann folgt der Text:</p>
<p><em>„Hoppe, hoppe, Reiter, </em><br />
<em>wenn er fällt, dann schreit er. </em><br />
<em>Fällt er in den Graben, </em><br />
<em>fressen ihn die Raben. </em><br />
<em>Fällt er in den Sumpf, </em><br />
<em>macht der Reiter plumps!“</em></p>
<p>Bei „Plumps“ werfe ich mein Kind nach hinten. Als ob es fallen würde. Natürlich halte ich es fest und lass es nicht fallen.</p>
<p>Wenn das Kind rücklings in der Luft hängt, macht es automatisch den Mund auf. Zumindest war es bei uns so. Dann konnte ich ihm die Zähne putzen.</p>
<p>Mal half es, meistens nicht. Am Ende hatte unser Sohn den Trick durchschaut und keine Lust mehr auf das Lied. Aber es ist ja noch nicht mal Halbzeit!</p>
<div id='c9608_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>6. Gegenseitig Zähne putzen</h2>
<p>Bei diesem <strong>Tipp</strong> dachte ich: Jetzt haben wir unsere Methode gefunden!</p>
<p>Das Kind darf die Zähne des Gegenübers putzen. Dabei werden ihm im Gegenzug auch die Zähne geputzt.</p>
<p>Unser Kleiner wollte immer die Zähne seines Papas putzen. Aber aufpassen! Die Feinmotorik ist noch nicht ausgereift. Da kann es vorkommen, dass die Zahnbürste schonmal in den Rachen gerammt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4979" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-kind-putzt-papas-zaehne.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - Kind putzt Papas Zähne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-kind-putzt-papas-zaehne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-kind-putzt-papas-zaehne-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-kind-putzt-papas-zaehne-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Manchmal wurden auch erst die Zähne vom Papa geputzt und danach war der kleine Mann dran. Die Reihenfolge war uns egal. Hauptsache, die Sache konnte entspannt durchgezogen werden.</p>
<p>Doch auch die hielt nicht lange an.</p>
<h2>7. Ablenken</h2>
<p>Ja, ich war verzweifelt. Nichts funktionierte. Ich versuchte es mit Ablenkung. Machte den <strong>Fernseher</strong> an. Meinen Sohn interessierte eher die Fernbedienung und spielte damit. War mir auch recht. Aber abgelenkt genug, dass ich ihm währenddessen die Zähne putzen konnte? Nope.</p>
<p>Vielleicht klappt es bei dir ja mit dem Fernseher oder <strong>Tablet</strong>?</p>
<p>Wenn dir der Umgang mit Medien Sorgen bereitet, empfehle ich dir meinen Beitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/" rel="noopener noreferrer">„Treffen sich ein Kind und ein Tablet“</a>.</p>
<div id='c2070_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>8. Gemeinsam putzen</h2>
<p>Mach das Zähneputzen zur Gruppenaktivität.</p>
<p>Für uns bedeutete das: Gemeinsam putzen. Wenn der Kleine um 22 Uhr schlafen geht und wir erst um 24 Uhr ins Bett kommen: Es werden gemeinsam Zähne geputzt.</p>
<p>Meine Intention dahinter war, unserem Sohn zu zeigen, dass das voll <strong>Spaß</strong> macht. Dass wir das gern machen. Und zusammen putzen macht sowieso mehr Laune als allein. Zu guter Letzt dienen wir noch als Vorbild. Der kleine Mann ahmt bekanntlich alles nach, was wir als Eltern machen. Ist zwar keine Sofortlösung, aber zumindest eine <strong>langfristige</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4976" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-familie-putzt-gemeinsam-vor-dem-spiegel-zaehne.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - Familie putzt gemeinsam vor dem Spiegel Zähne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-familie-putzt-gemeinsam-vor-dem-spiegel-zaehne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-familie-putzt-gemeinsam-vor-dem-spiegel-zaehne-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-familie-putzt-gemeinsam-vor-dem-spiegel-zaehne-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>9. Zahnpasta wechseln</h2>
<p>Hast du schonmal die Zahnpasta deines Kindes probiert? Schmeckt die? Oder ist sie eklig? Dann kann das Umsatteln auf eine andere Zahnpastasorte helfen.</p>
<p>Wir hatten erst eine süße. Die roch abartig nach Birne und Apfel. Später wechselten wir zu Erdbeere. Noch schlimmer. Aber unser Sohn stand drauf.</p>
<p>Nur leider fuhr er dermaßen drauf ab, dass er die Zahnpasta von der Zahnbürste wegsaugte, wie ein verdammter Staubsauger! Und das war ja nun nicht das Ziel. Die soll ja nicht gegessen werden. Am Ende entschieden wir uns für eine Pasta ohne <strong>Geschmack</strong>. Dann hörte er wenigstens auf, die Zahnpasta runter zu lutschen.</p>
<h2>10. Ortswechsel</h2>
<p>Wenn dein Kind Zähneputzen in der Küche bevorzugt, in der Wanne, im Bett, auf dem Klo, dem Schrank oder sonst wo: Mach dich locker.</p>
<p>Befrei dich von „Das macht MAN aber nicht.“ Du bist nicht MAN. Du bist auf der Suche nach einer <strong>Lösung </strong>für euer Problem. Sei froh, wenn sie so einfach ist und putz deinem Kind die Zähne, wo es will.</p>
<h2>11. Zahnbürste aussuchen</h2>
<p>Was deinem Kind <strong>Freude</strong> bereiten wird: Es sucht seine Zahnbürste selber aus.</p>
<p>Und wenn deine Tochter die elektrische Zahnbürste haben will. Oder dein Junge die blinkende Einhornzahnbürste. Oder wenn sie/er mehrere haben möchte. Was spricht dagegen?</p>
<p>Überlege, dass ihr mindestens zweimal am Tag diese Prozedur durchlauft. Also hol sie deinem Kind! Nichts ist schöner, als wenn du das Zähneputzen dadurch angenehmer gestaltest. Unser Sohn hat sich zum Beispiel für eine Tiger-Zahnbürste entschieden (und noch für ein paar andere).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5767" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-verschiedene-zahnbuersten-elektrische-zahnbuerste-tiger-zahnbuerste.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - 12 Tipps, die helfen - verschiedene Zahnbürsten, elektrische Zahnbürste, Tiger-Zahnbürste" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-verschiedene-zahnbuersten-elektrische-zahnbuerste-tiger-zahnbuerste.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-verschiedene-zahnbuersten-elektrische-zahnbuerste-tiger-zahnbuerste-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/kind-will-nicht-zaehne-putzen-12-tipps-die-helfen-verschiedene-zahnbuersten-elektrische-zahnbuerste-tiger-zahnbuerste-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>12. Hol dir Sparkly</h2>
<p>Ein Freund empfahl uns die <a href="http://amzn.to/2j6el1j" target="_blank" rel="nofollow noopener">elektrische Schallzahnbürste von Philips</a>*. Das könnte jetzt unter die Kategorie &#8222;Zahnbürste aussuchen&#8220; fallen, allerdings gibt es hier eine ganz tolle Idee, die ich deshalb gesondert vorstellen möchte.</p>
<p>Die Zahnbürste kann man mit der kostenlosen <strong>App</strong> &#8222;Philips Sonicare For Kids&#8220; kombinieren. In der App gibt es ein kleines Monster namens Sparkly (unser Sohn hat ihn &#8222;E&#8220; genannt). <strong>Sparkly</strong> hat zu kurze Arme und kann sich nicht selbst die Zähne putzen, weshalb das Kind ihm helfen muss.</p>
<p>Sobald dein Kind seine eigenen Zähne putzt bzw. putzen lässt, werden die Zähne vom Monster mitgeputzt (mittels Bluetooth) und es freut sich über seinen frischen Atem und seine strahlend weißen Zähne.</p>
<p>Nach jedem Mal Zähneputzen kommt ein kleines Geschenk, in dem verschiedene Überraschungen (Essen, Kleidung, Haarfarbe) bereitstehen. Mit der Zeit werden Erfolge freigeschaltet und Sparkly kann neue Kunststückchen vollführen, es gibt neue Hintergründe usw.</p>
<p>Werden Sparkly&#8217;s Zähne nicht geputzt, was bei uns auch vorkam, reagiert er mürrisch, will nicht gestreichelt, gefüttert und angezogen werden. Er will nur, dass seine Zähne wieder sauber sind und schaut ganz traurig drein.</p>
<p>Du merkst: Hier ist der Fokus ganz klar auf ein <strong>Belohnungssystem</strong> gelegt.</p>
<p>Das ist leider auch nicht das einzige Manko: Die Zahnbürste ist erst für Kinder ab 3 Jahren &#8211; wir lagen also mit einigen Monaten drunter. Trotzdem fand unser Sohn seinen Sparkly toll und freute sich über die Geschenke und ließ sich die Zähne putzen. Allerdings hielt auch das nicht lange an. Nun putzen wir Erwachsenen uns mit der Schallzahnbürste die Zähne. Umsonst war die Anschaffung also nicht.</p>
<h2>13. Besonderes Ritual</h2>
<p>An dieser Stelle möchte ich gern Sam&#8217;s Idee aus den Kommentaren mit einfließen lassen (Danke nochmal für diese süße Idee!): Sam&#8217;s Kind beispielsweise hat eine Spielzeugtrompete, auf der er trompetet. Alle stellen sich auf und dann geht es für alle Marsch ins Bad. Oder er darf sich auf einen Stuhl stellen und wird dann ins Bad getragen &#8211; wie ein König auf seinem Thron. Auf diese Weise wird ein besonderes Ritual eingeführt, das es nur beim Zähneputzen gibt.</p>
<p>Werde <strong>kreativ</strong>. Wie kannst du das Zähneputzen noch zu einem besonderen Ritual machen?</p>
<h2>14. ICH zuerst!</h2>
<p>Diesen <strong>Trick</strong> hat sich der Papa einfallen lassen. Er ringt mit Oliver darum, wer zuerst die Zähne putzen darf. Wenn der Papa also laut verkündet, dass ER <strong>zuerst</strong> die Zähne putzen will, dann ist der kleine Mann ganz fix dabei, vor seinem Papa mit dem Zähneputzen ranzukommen. Hat FAST immer funktioniert.</p>
<h2>15. Umgekehrte Psychologie</h2>
<p>Macht dein Kind auch immer gern genau das, was es NICHT soll? Dann wird dir dieser psychologische Trick sicher helfen. Sag einfach &#8222;Putz bloß nicht deine Zähne! Dann werden deine Zähne von den ganzen Bakterien befreit und du riechst gut aus dem Mund. Nein, nicht die Zahnbürste nehmen! Hey, ich sagte doch, NICHT Zähne putzen. Also so was!&#8220; und während du dich übertrieben aufregst, lacht sich dein Kind halb kaputt und putzt sich die Zähne.</p>
<p>Funktioniert übrigens auch beim Nachputzen:&#8220;Mach bloß nicht laut A! Und auch nicht I! Guck ja nicht zu mir!&#8220;</p>
<h2>16. Mach ein Spiel draus</h2>
<p>Kinder machen super gern mit, wenn etwas mit <strong>Spiel</strong> und Spaß verbunden ist. Also mach aus dem Zähneputzen einfach ein Spiel, z.B. als Flugzeug. Die Zahnbürste ist das Flugzeug, das angeflogen kommt. Manchmal stürzt es ab, weil der Mund noch zu ist. Dann düst du nochmal mit mehr Anlauf durch die Wohnung. Drehst deine Runden mit ordentlich Motorengetöse.</p>
<p>Du wirst es nicht glauben. Unser Sohn hat noch nie so weit den Mund aufgesperrt. Das ist der Hammer! Er findet das total witzig!</p>
<p>Es ist sogar okay für ihn, dass der Papa ihm die Zähne putzt. Das war sonst nie möglich! Nie! Aber das Flugzeug ist DIE Lösung für uns gewesen. Kann ich dir nur ans Herz legen.</p>
<p>Ansonsten kannst du dir natürlich auch andere Geschichten ausdenken. Wir hatten auch mal gespielt, dass die Zahnbürste ein Schatzsucher ist, der auf der Suche nach Schätzen in eine Höhle (den Mund) geht und dabei auf allerlei Monster (Zahnmonster) trifft, die er besiegen muss. Als Schatz kamen dann die strahlend weißen Diamanten (Olivers Zähne) zum Vorschein.</p>

<h2>Wenn gar nichts hilft</h2>
<p>Und wenn nicht mal einer der obigen Tipps hilft? Wenn nichts, aber auch gar nichts hilft? Dann lass es sein. Ja, wirklich. Wenn du den <strong>gewaltfreien</strong> Weg gehen willst, dann lass es sein. Wenn es Schmerzen wegen der durchbrechenden Zähne sind, mach dir keine Sorgen. Die Zähne sind in ein paar Tagen durchgebrochen. Der Schmerz vergeht. Die Zähne werden bis dahin nicht verfaulen.</p>
<p>Wenn dein Kind niemanden an seine Zähne lässt, dann lass es wenigstens <strong>selber</strong> putzen. Biete ihm an, mit dem Finger oder der Fingerzahnbürste zu &#8222;putzen&#8220;.</p>
<p>Ist das Problem ein anderes, dann biete es immer wieder an. Wenn dein Kind nicht will, lass es. Auch wir hatten diese Zeiten durch. Es war nicht leicht. Als Eltern tragen wir immerhin die Verantwortung. Zähne MÜSSEN geputzt werden, nicht wahr? Aber es gibt Grenzen. Einmal hab ich versucht, meinem Sohn mit Gewalt die Zähne zu putzen. Ich brach es mittendrin ab. Es hat keinen Sinn. Das eine Mal hätte es vielleicht funktioniert – mit Biegen und Brechen. Und dann? Soll das jeden Morgen und jeden Abend so weiter gehen? Bis mein Kind 18 Jahre alt ist?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4988" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-4-asse-in-der-hosentasche.jpg" alt="Kind will nicht Zähne putzen - 4 Asse in der Hosentasche" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-4-asse-in-der-hosentasche.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-4-asse-in-der-hosentasche-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-will-nicht-zaehne-putzen-4-asse-in-der-hosentasche-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Also ließ ich es bleiben. Das Einzige, was wir in dieser Zeit reguliert haben, war die Ernährung unseres Sohnes. Es gab wenig Süßigkeiten, stattdessen viel Gemüse. Stulle, Nudeln, Kartoffeln auch, damit er uns nicht vom Fleisch fällt. Gestillt wurde er auch noch.</p>
<p>Das war keine Erpressermethode, so nach dem Motto:„Du hast dir keine Zähne geputzt. Deshalb darfst du auch kein Eis essen.“ Bei uns gibt es weder Belohnung noch Bestrafung. Wir machten es folgendermaßen: Morgens fragten wir ihn:“Willst du XYZ (Süßes) zum Frühstück? Dann putzen wir vorher die Zähne.“ Wenn er &#8222;Nein&#8220; sagte, erwiderten wir:“Ok. Dann kannst du gern Gurke (etc.pp) essen.“ Waren wir unterwegs, nahmen wir die Zahnbürste mit. Für den Fall, dass er etwas Süßes wollte. Dann fragten wir ihn wieder und so ging das immer weiter.</p>
<p>Zum Glück mussten wir diese Methode nicht lange anwenden. Wir fanden ja dann aus heiterem Himmel die Methode mit dem Flugzeug.</p>
<p>Für welchen Tipp du dich auch immer entschieden hast: Ich wünsche euch viel Erfolg dabei.</p>
<p>Sind dir Tipps eingefallen, die hier noch nicht stehen? Dann schreib sie mir in den Kommentaren. Wenn sie ins Konzept passen, werde ich sie hinzufügen.</p>
<h2>Nachtrag: 28.06.2017</h2>
<p>So. Flugzeug klappt jetzt auch nicht. Was ein Wahnsinn!</p>
<p>Wir haben also unser Ass im Ärmel rausgeholt und zumindest darauf geachtet, dass unser Sohn keinen Süßkram in der Zeit isst.</p>
<p>Nach ein paar Tagen waren die Zähne und das Thema durch. Jetzt putzen wir SO: Während auf YouTube ein Zahnputzlied läuft (sucht sich der kleine Mann selber aus), putzt der Papa die Zähne des kleinen Mannes und ich putze mir meine. Ist eine Kombination aus den o.g. Lösungen. Aber immerhin klappt es (wieder).</p>
<p>Mal sehen, wann der nächste Nachtrag folgt&#8230;</p>
<h2>Nachtrag: 23.04.2018</h2>
<p>Wir putzen aktuell die Zähne, indem wir Trick Nr. 15 anwenden, die umgekehrte Psychologie. Manchmal will Oliver aber auch nur, dass ich seine Zähne von Anfang an selber putze, was mir auch recht ist. So fahren wir aktuell ganz gut und stressfrei.</p>

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		<title>Frauensprache: Sprache der Veränderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2017 06:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Frauensprache: Sprache der Veränderung&#8220; von Senta Trömel-Plötz ist ein Wachrüttler. Er zeigt, wie Frauen in der Sprache unterdrückt werden. Gar, wie sexistisch unsere Sprache ist. Und welches dramatische Ausmaß diese unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern annehmen könnte. Doch Sprache ist stets im Wandel. Und so kann unsere Sprache fortan eine Realität darstellen, in der wir ... <a title="Frauensprache: Sprache der Veränderung" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/frauensprache-sprache-der-veraenderung/" aria-label="Mehr zu Frauensprache: Sprache der Veränderung">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="buchimgthumb" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B003CP40N8&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=milchtropfen-21" alt="Frauensprache: Sprache der Veränderung" width="300" height="250" />&#8222;Frauensprache: Sprache der Veränderung&#8220; von Senta Trömel-Plötz ist ein Wachrüttler. Er zeigt, wie Frauen in der Sprache unterdrückt werden. Gar, wie sexistisch unsere Sprache ist. Und welches dramatische Ausmaß diese unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern annehmen könnte.</p>
<p>Doch Sprache ist stets im Wandel. Und so kann unsere Sprache fortan eine Realität darstellen, in der wir alle &#8211; Frauen und Männer &#8211; auch leben wollen.</p>
<p>Wie das funktionieren könnte, zeigt Trömel-Plötz.</p>
<p><span id="more-4418"></span><div id='c7143_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Frauensprache: Sprache der Veränderung</h2>
<p>Das Fachbuch <a href="http://amzn.to/2p0FNfy" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Frauensprache: Sprache der Veränderung&#8220;</a>* habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ein interessantes Thema (ich hielt es für einen Wink mit dem Zaunpfahl).</p>
<p>Doch ich gebe zu, es dauerte einige Zeit, bis ich das Buch mit stummer Hingabe zu Ende lesen konnte. Nicht zuletzt, weil ich vom (Entschuldigung für den Ausdruck) langweiligen Vorwort immer wieder auf&#8217;s Neue abgehalten wurde.</p>
<p>Da ich das Thema aber wirklich packend fand, übersprang ich das Vorwort und es konnte losgehen. Und ich muss sagen, ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben.</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p>&#8222;Frauensprache: Sprache der Veränderung&#8220; ist eine Sammlung von Interviews, Vorträgen, Referaten, Vorlesungen und Sendungen. Sie alle zeigen: Wir &#8211; Frauen und Männer &#8211; sprechen dieselbe Sprache. Doch Frauen werden darin anders behandelt als Männer. Frauen werden auf unterschiedlichste Art und Weise unterdrückt und diskriminiert. Sie werden erniedrigt und gedemütigt.</p>
<p>Dadurch, wie Frauen sprachlich behandelt werden &#8211; und sich dementsprechend verhalten &#8211; entsteht ein ganz bestimmtes Bild, wie eine Frau zu sein hat. Verhält sie sich anders, wird sie nicht als Frau anerkannt. Dann hören wir Worte wie &#8222;Emanze&#8220;, &#8222;Mannsweib&#8220; und dergleichen.</p>
<p>Senta Trömel-Plötz zeigt anhand zahlreicher Beispiele auf, wie unterschiedlich Frauen und Männer miteinander sprechen. Und was für ein Bild dadurch entsteht. Sie zeigt sogar Parallelen auf, die ebenso im Rassismus und Antisemitismus existieren.</p>
<p>Die Frage, die beim Lesen die ganze Zeit mitschwingt, ist: Gibt es eine Lösung? Ja, die gibt es, meint die Linguistin. Sie gibt Beispiele, wie Frauen und Männer sich stattdessen verhalten können. Was geändert werden kann, auch wenn es uns noch so kleinlich oder aufwendig erscheint. Denn Sprache ist ein sehr starkes Instrument. Sprache stellt eine bestimmte Wirklichkeit her. Wenn wir uns mit dieser hergestellten Wirklichkeit nicht identifizieren können, weil sie nicht unsere ist, müssen wir unsere Sprache ändern.</p>
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<h2>Schwere Kost</h2>
<p>Das ist ein Fachbuch &#8211; klar. Hier wird mit Begriffen jongliert, die ich erst mal nachschlagen musste. Es gibt Stellen, in denen die Sätze ins kleinste Detail in ihren grammatikalischen Eigenschaften auseinander genommen und analysiert werden. Das ist keine leichte Kost beim Lesen. Aber das ging zu meinem Glück nicht über die gesamte Buchlänge verteilt.</p>
<p>Sicher ist &#8222;Frauensprache: Sprache der Veränderung&#8220; etwas älter, keine Frage. Aber noch heute sehe ich, wie Recht Senta Trömel-Plötz schon damals hatte. Sobald sie mich auf diesen Umstand hinwies, fiel es mir ständig und überall auf. Wohin ich auch ging, was auch immer gesagt wurde: Männer haben in der Sprache mehr Macht als Frauen. Und das zeigen sie auch. Es fällt ihnen nicht einmal auf. Es ist völlig normal geworden und hat sich auf beiden Seiten eingeschlichen. Männer sprechen dominant und Frauen akzeptieren es. Ihnen wird über den Mund gefahren oder gar keine Redeerlaubnis erteilt. Ich erkenne es selbst in Gesprächen mit meinem Mann wieder. Es ist erschreckend. Aber daran können wir arbeiten.</p>
<h2>Heute und morgen</h2>
<p>Wie gesagt, hat sich seit Entstehung des Buches bereits einiges getan. In Stellenausschreibungen wird nicht mehr der Ingenieur gesucht, sondern auch die Ingenieurin. Wenn ein allgemeiner Brief ohne direkte(n) Ansprechpartner(in) hereinflattert, werden nicht nur die Herren angesprochen, sondern auch die Damen (wobei sich über das Wort &#8222;Damen&#8220; auch noch diskutieren ließe). Es gibt die Frauenquote und vieles mehr.</p>
<p>Aber es ist immer noch ein langer Weg hin zur Gleichberechtigung. Ich war Rechtsanwalts-und Notarfachangestellte und in der Ausbildung bekamen unsere männlichen Kollegen (ob in der Ausbildung oder später im Beruf) im Vergleich zu uns Frauen mehr Gehalt. Das mal nur als ein (relativ) aktuelles Beispiel. Auch, wie die Arbeitgeber(innen) mit meinen Kolleginnen und mir geredet haben&#8230; Ich frage mich heute, warum ich mich immer innerlich darüber aufgeregt, aber nie etwas getan habe. Gut, ich habe schon etwas getan und zwar gekündigt, aber das ändert ja nicht die Sichtweise meiner ehemaligen Arbeitgeber(innen).</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Was ich sagen will: Das Buch ist alt, aber nicht veraltet. Einiges, was Senta Trömel-Plötz bemängelt, hat sich bereits verändert. Das ist gut. Aber es ist noch nicht getan.</p>
<p>Bis Frauen und Männer in der Sprache &#8222;gleich&#8220; sind, wird wieder viel Zeit vergehen. Zumal es auch solche Leute gibt, die dieses Thema als überflüssig ansehen. Nun. Wenn ich als Professor nicht mit &#8222;Sehr geehrte Professorin XYZ&#8220; angesprochen werde (das mal nur als kleines Beispiel), dann würde mich das womöglich nicht jucken. Frauen aber müssen es hinnehmen, wenn es heißt &#8222;Sehr geehrte Kollegen&#8220;. Warum?</p>
<p>Es geht einfach darum, für das Thema sensibilisiert zu werden. Genauer hinzuhören und zu lesen. Und entsprechend zu reagieren. Warum schafft es unsere Bank, meinen Mann und sogar unseren 2-jährigen Sohn korrekt anzusprechen (&#8222;Sehr geehrter Herr &#8230;&#8220;), nicht aber bei mir (&#8222;Sehr geehrter Herr Braun&#8220;)? Will ich, dass ich ständig unterbrochen werde? Dass jemand anfängt zu reden, obwohl er mich noch sprechen hört? Warum erzähle ich von einem Erlebnis, das mich emotional aufgewühlt hat, und mein Mann sagt nichts dazu? Ich meine wirklich NICHTS! Auch das ist eine Form von sprachlicher Gewalt.</p>
<p>Was wir &#8211; sowohl Frauen als auch Männer &#8211; unternehmen können, um diesen Umstand zu ändern, verrät euch dieses Buch aber auch. Also seid nicht verzagt: Es gibt ein Happy End. Vielleicht. Wenn wir alle mitmachen. Darum lest <a href="http://amzn.to/2p0FNfy" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Frauensprache: Sprache der Veränderung&#8220;</a>*.</p>
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		<title>Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2016 19:47:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Entführung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Kind war ich ganz schön naiv, wenn ich an diesen Tag zurückdenke. Was meiner Schwester und mir damals um ein Haar passiert wäre, wovor sich jede Mutter und jeder Vater fürchtet, und wie du dein Kind vor einer Entführung schützen kannst, das erfährst du in diesem Artikel. Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung ... <a title="Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/beinahe-weggeschnappt/" aria-label="Mehr zu Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kind war ich ganz schön naiv, wenn ich an diesen Tag zurückdenke.</p>
<p>Was meiner Schwester und mir damals um ein Haar passiert wäre, wovor sich jede Mutter und jeder Vater <strong>fürchtet</strong>, und wie du dein Kind vor einer Entführung schützen kannst, das erfährst du in diesem Artikel.<span id="more-246"></span><div id='c1186_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung</h2>
<p>Meine Schwester und ich waren als Kinder oft zusammen unterwegs. Im Gegensatz zu meiner älteren Schwester fand ich das natürlich obercool!</p>
<p>An diesem besagten Tag waren wir auf unserem Schiff-Spielplatz im Hinterhof, der damals noch nicht umzäunt war. Jede/r konnte ein- und ausgehen, wie es ihr/ihm gefiel.</p>
<p>Wir spielten allein. Keiner war da. Bis plötzlich ein <strong>Mann</strong> mit einem kaputten Fahrrad zu uns auf den Spielplatz kam.</p>
<p>Wir unterhielten uns mit ihm über sein kaputtes Fahrrad. Dann spielten wir weiter. Der Mann folgte uns.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13733" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung.jpg" alt="Beinahe weggeschnappt - 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Unser Spielplatz war wie ein großes Schiff gebaut, wo man in den Bug klettern konnte. Was wir auch taten. Der Mann folgte uns. Er wollte immer, dass wir im Bug spielten, aber wir ließen es schnell wieder sein. Ich zu meinem Teil, weil es darin unheimlich stark nach Urin stank, und meine Schwester, weil sie nicht wollte. Ich merkte ihr an, dass sie ihn nicht mochte und ihm misstrauisch gegenüber stand.</p>
<p>Ich weiß noch, dass er oft gelächelt hat. Und irgendetwas sagte er bestimmt auch zu uns. Als Kind fand ich diesen Mann nett. Ich hatte Mitleid mit ihm, weil sein Vorderrad eine 8 hatte und er nicht mehr damit fahren konnte.</p>
<p>Zum Spaß hob er mich auch hoch in die Luft! Ich mochte das! Mein Gott, was war ich damals naiv!</p>
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<p>Meine Schwester, auch wenn sie nur  ein Jahr älter als ich war, hatte da ganz andere Ansichten. Wenn mich der Mann zum Vergnügen <strong>hochhob</strong>, fand ich das lustig. Sie hingegen wollte nicht von ihm hochgehoben werden.</p>
<p>So spielten wir eine Weile weiter und rannten dann zur Drehscheibe. Auch hier wollte der Mann uns wieder hochheben. Aber jetzt sagten sowohl meine Schwester als auch ich <strong>&#8222;Nein!&#8220;</strong> &#8211; auf der Drehscheibe laufen machte schließlich noch mehr Spaß!</p>
<p>Doch auf einmal ging der Mann mit seinem Fahrrad weg, ohne sich von uns zu verabschieden. Wir wunderten uns, warum er so plötzlich verschwand. Wir sahen uns um. Und dann entdeckten wir: unsere Mutti! Wir sprangen von der Drehscheibe und rannten ihr entgegen, um sie zu begrüßen. Sie hatte wohl diesmal früher Schluss gemacht auf Arbeit! Wir freuten uns natürlich ungemein. Aber warum machte sie so ein finsteres Gesicht?</p>
<p>Als Kind verstand ich noch gar nicht, was danach alles passierte. Warum wir von einem <strong>Polizisten</strong> über den netten Mann befragt wurden. Warum unser Spielplatz plötzlich umzäunt wurde und nur noch Anwohner/innen mit Schlüssel in den Hinterhof konnten. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit meinen Fingern spielte, als mir all diese Fragen von dem Beamten gestellt wurden. Sein Gesicht hab ich gar nicht mehr im Kopf.</p>
<h2>Der 7. Sinn</h2>
<p>Jahre später unterhielt ich mich mit meiner Mutter über diesen Vorfall. Sie erzählte mir, wie ihr den ganzen Tag über auf Arbeit <strong>mulmig</strong> zumute war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13735" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook.jpg" alt="nachenkliche Frau abgelenkt von der Arbeit am Laptop" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ein unbeschreibliches Gefühl. Es ging ihr einfach unglaublich seltsam; sie konnte es nicht genau erklären. Aufgrund des andauernden Gefühls beschloss sie, früher als geplant Feierabend zu machen und nach uns zu sehen.</p>
<p>Dass sie uns auf dem Spielplatz dann mit einem fremden Mann sah, jagte ihr eine Heidenangst ein. Und dass der Typ so plötzlich das Weite suchte, als er sie sah, bestätigte nur ihre Annahme. In ihren Augen war das ein <strong>Kinderfänger</strong>, dessen Vorhaben sie gerade noch rechtzeitig verhindern konnte.</p>
<p>Denk, was du willst, aber nach dieser Unterhaltung glaube ich an den 7. Sinn und noch mehr an das unsichtbare Band zwischen Mutter und Kind.</p>

<h2>Auf Gefahren vorbereiten</h2>
<p>Was ich aus diesem Erlebnis gelernt habe: Kinder müssen auf Gefahren &#8211; z.B. eine <strong>Entführung</strong> &#8211; vorbereitet werden. Die Welt besteht leider nicht aus rosa Zuckerwattewolken. Wäre toll, wenn&#8217;s so wäre. Aber leider sieht die Realität so ganz anders aus&#8230;</p>
<p>Nun wird mein Kind bald 6 Jahre alt und möchte auch mal gerne allein zu seinem Freund gehen, der direkt um die Ecke wohnt. Er ist mega freundlich und grüßt jede/n, was mich jedes Mal dahin schmelzen lässt, aber es macht mich auch ängstlich, v.a. wenn ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6WMrNinL8vI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videos sehe, in denen getestet wird, ob Kinder mit einem Fremden mitgehen</a>. Die <strong>Masche</strong> des Täters ist recht simpel: Er hat ein süßes Tierbaby, einen Welpen oder ein Kitten, und lockt die Kinder ganz einfach vom Spielplatz weg. Obwohl ihnen von den Eltern eingebläut wurde, nicht mit Fremden mitzugehen, gehen sie mit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13726" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby.jpg" alt="Mädchen kuschelt mit Kitten" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie bereitest du dein Kind auf solche Situationen vor? Es gibt viele, gute <strong>Tipps</strong>:</p>
<ol>
<li>Erzieh dein Kind zu einem <a href="https://www.urbia.de/magazin/kindergartenkind/erziehung/missbrauch-wie-sie-ihr-kind-schuetzen-koennen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbstbewussten Menschen</a>. Wahre seine Grenzen. Akzeptiere sein &#8222;Nein!&#8220;, so oft es nur geht. Handle nicht <strong>übergriffig</strong>, indem du es einfach schnappst, weil du jetzt los willst, dein Kind aber noch so gern zu Ende spielen möchte. Ich weiß, dass jede/r mal in so eine Situation kommt. Versuche, sie zu vermeiden, indem du immer genügend Zeit für deine Vorhaben planst. Wenn dein Kind so lernt, dass jede/r seine Grenzen respektiert, wird es diese auch gegenüber einem Fremden wahren und selbstbewusster &#8222;Nein!&#8220; sagen.</li>
<li>Gib deinem Kind Beispiele, mit was der Fremde <strong>locken</strong> könnte. Etwa, dass der Fremde ein niedliches Tierbaby dabei hat und ihm noch mehr zeigen will. Dass du angeblich im Krankenhaus bist, weil du einen Unfall hattest, und sie zu dir fahren sollen. Dass er Hilfe benötigt.</li>
<li><a href="http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/09/praevention-vor-missbrauch-kindern-beibringen-nicht-mit-fremden-mitzugehen-nein-sagen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Es gibt &#8222;böse&#8220; Menschen.</a> Aber die, die ein Kind entführen wollen, sind in den Augen eines Kindes nicht &#8222;böse&#8220;. Sie verhalten sich nicht &#8222;böse&#8220;. Sie reden freundlich, wirken nett und werden auch vom Umfeld nicht als &#8222;böse&#8220; eingestuft. Hier eine gute Mitte zu finden, ist schwierig, finde ich. Ich will mein Kind nicht vor Fremden warnen. Denn deren Hilfe bräuchte es mitunter sogar. Aber wenn es doch nicht mit Fremden reden soll, wird&#8217;s schwierig. Ich finde daher die <strong>Regeln</strong> &#8222;Wenn du gehen willst, sag mir Bescheid.&#8220; oder &#8222;Wenn dir jemand etwas schenken will, sag mir Bescheid.&#8220; viel besser.</li>
<li>Zeig deinem Kind, wie es <strong>reagieren</strong> soll. Es soll den Fremden siezen, damit Außenstehende bemerken, dass es sich nicht etwa um einen Familienstreit handelt, in dem das Kind nur &#8222;trotzt&#8220;.</li>
<li>Sehr beliebt ist auch, den Fremden nach einem Passwort zu fragen. Dieses Passwort hast du vorher mit deinem Kind vereinbart. Wenn der Fremde es nicht kennt, soll es sich vom Fremden entfernen und sogenannte Rettungsinseln aufsuchen, z.B. Bäcker, Apotheke, Supermarkt. Dort soll es andere Erwachsene darauf aufmerksam machen, dass ein Fremder es mitnehmen will.</li>
<li>Wenn es zum <strong>Übergriff</strong> kommt, indem dein Kind etwa mitgezogen wird, soll es laut rufen:<a href="http://www.focus.de/familie/entfuehrung-in-leipzig-polizist-erklaert-eltern-so-sollten-sich-kinder-bei-einer-entfuehrung-verhalten_id_7232373.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Lassen Sie mich los!&#8220;</a> Treten, schlagen, beißen, kratzen, schreien &#8211; alles ist erlaubt, um sich zu wehren und befreien zu können. Um die Aufmerksamkeit anderer auf sich zu ziehen, ist ein lautes &#8222;Feuer!&#8220; hilfreicher als ein &#8222;Hilfe!&#8220; Also: &#8222;Feuer!&#8220; rufen!</li>
</ol>
<h2>Vorbeugen</h2>
<p>Damit dein Kind erst gar nicht in so eine Situation kommt, gibt es noch weitere wichtige <strong>Tipps</strong>:</p>
<ol>
<li>Lass dein Kind mit einem anderen Kind <strong>gemeinsam</strong> oder in der Gruppe laufen.</li>
<li>Es soll in belebteren Zonen laufen und <a href="http://www.frauenzimmer.de/cms/so-schuetzen-sie-ihr-kind-vor-einer-entfuehrung-2505196.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einsame Strecken meiden</a>.</li>
<li>Der Name deines Kindes sollte nicht von außen erkennbar sein (z.B. am Rucksack, Ranzen, Turnbeutel). So kann auch kein Fremder es mit seinem <strong>Namen</strong> ansprechen, was mehr Vertrauen schaffen würde.</li>
<li>Üben, üben, üben. Es kann sicher nicht schaden, so eine Situation mit einem &#8222;Fremden&#8220; mal zu <strong>üben</strong>. Es kann auch nicht schaden, dein Kind immer mal wieder daran zu erinnern, was ihr vereinbart habt. Wo sich Rettungsinseln befinden. Wie es sich verhalten soll, wenn es von einem Fremden angesprochen oder gar angefasst wird.</li>
</ol>
<h2>SOS-Nachricht senden</h2>
<p>Gehen wir mal vom schlimmsten Fall der Fälle aus: Dein Kind geht DOCH mit dem Fremden mit. Und während es im Auto sitzt, breitet sich ein mulmiges Gefühl in ihm aus, das ihm sagt: Irgendwas stimmt hier nicht. Und dann merkt es: &#8222;Scheiße, der will mich gar nicht zu Mama ins Krankenhaus fahren!&#8220; Was dann?</p>
<p>Für diese (oder ähnliche) Fälle gibt es eine &#8211; finde ich &#8211; super Lösung, und zwar die <strong>SOS-Nachricht</strong>. Die lässt sich ganz einfach auf dem Smartphone einrichten. Wie das genau funktioniert, zeigt dir das folgende Video:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/LqtMrJY0Usg" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Dein Kind muss in diesem Notfall nicht viel mehr tun, als <strong>3 Mal</strong> den An- und Ausschalter am Smartphone zu drücken. Sobald das geschieht, wird ein Foto von der Front- und Hinterkamera, eine ungefähre GPS-Meldung und eine Sprachnachricht verschickt. An welche Kontakte die SOS-Nachrichten versendet werden, kann jede/r individuell auf ihrem/seinem Smartphone einstellen.</p>
<p>Die SOS-Nachricht ersetzt zwar nicht den Anruf bei der Notfallzentrale, aber immerhin bekommen die Kontakte überhaupt erstmal mit, dass etwas im Gange ist und können dann selber 110 wählen.</p>
<h2>Aufenthaltsort des Kindes orten</h2>
<p>Natürlich besitzt nicht jedes Kind ein Smartphone, das man mit so einer Hilfefunktion ausstatten kann; vielleicht besitzt es noch nicht einmal ein Telefon.</p>
<p>Deshalb gibt es noch eine weitere Lösung, die du vielleicht genau so kritisch siehst wie ich, die aber im absoluten Notfall Leben retten kann. Es geht darum, den Aufenthaltsort des Kindes orten zu können.</p>
<p>Niemals sollte diese Technik missbraucht werden, um <strong>Kontrollzwang</strong> auszuüben: Wo ist mein Kind? Was macht es gerade? Wurde ich angelogen? Trifft sie/er sich wirklich mit XYZ, um Hausaufgaben zu machen? Geht sie/er wie vereinbart direkt nach der Schule nach Hause?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13728" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend.jpg" alt="Helikoptereltern mit Fernglas über Kind fliegend" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dem Kind Flügel geben und so. Vertrauen schenken. Ich weiß. Sehe ich genau so.</p>
<p>Aber stell dir folgende Situation vor: Dein Kind wird entführt. Es kann sich nicht wehren. Niemand hat etwas mitbekommen. Es wird betäubt, ab ins Auto. Und dann? Dann hilft auch keine SOS-Nachricht mehr und was ihr sonst noch geübt habt. In solchen Fälle darf die moderne Technik gern unser bester Freund sein.</p>
<p>Wie funktioniert das genau? Entweder installiert man auf dem Telefon eine entsprechende App zur Ortung. Da gibt es beispielsweise die kostenlose <a href="http://de.bringmeback.com/GPS-Tracker-App-als-Alternative-zum-GPS-Tracker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;BringMeBack&#8220;-App</a> (zu Deutsch: &#8222;Bring mich zurück&#8220;). Hier kann jederzeit vom Telefon der Eltern aus der <strong>Aufenthaltsort</strong> des Kindes bestimmt werden. Für diejenigen ohne Telefon gibt es z.B. <a href="http://amzn.to/2vTh6Is" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Tracker (Peilsender)</a>*.</p>
<p>Wenn du nicht die ganze Zeit auf&#8217;s Telefon gucken und dein Kind orten willst, gibt es auch eine Lösung. Dafür werden in der App bestimmte <strong>Zonen</strong> eingerichtet. Grüne Zonen, in denen sich dein Kind problemlos aufhalten darf. Rote Zonen, die es nicht betreten darf. Je nachdem, was du eingestellt hast, kannst du z.B. eine Nachricht erhalten, sobald dein Kind die grüne Zone verlassen hat oder sich in der roten befindet.</p>

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            <ul><li>KEINE DISTANZBEGRENZUNG: Der GPS-Tracker arbeitet ohne jegliche Entfernungsbegrenzung. Sie können Ihrem Kind mit Ihrem Smartphone (iPhone oder Android-Geräte) folgen, wo auch immer Sie gerade sind (mehr als 100 Länder weltweit)</li><li>GPS LIVE TRACKING: Der GPS-Tracker sendet ununterbrochen seine Position: bis zu einer Position alle 10 Sekunden in Bewegungsphasen, alle 5 Minuten bei Stillstand. Unbegrenzte Anzahl an aufrufbaren Positionen</li><li>SOS-TASTE und NOTFALL-TELEFON Ihre Kinder können Sie auch über die Notfall-Telefon-Option anrufen (10 Minuten Guthaben pro Monat)</li><li>LANGE AKKULAUFZEIT: Die Akkulaufzeit beträgt eine Woche bei täglicher Nutzung (zwei Stunden pro Tag aktiv genutzt). Innerhalb von zwei Stunden ist das Gerät vollständig aufgeladen.</li><li>ABO: der GPS-Sender ist mit einer SIM-Karte ausgestattet (die mitgeliefert wird). Es ist daher ein Abo erforderlich, um die Servicegebühr von 3,75 € im Monat abzudecken (für ein 2-Jahres-Abo).</li></ul>        </div>
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</div>

    
</div>

<p>Ganz klar: Diese Technik sollte mit <strong>Bedacht</strong> genutzt werden. Sie ist ein erheblicher Eingriff in die Privatsphäre deines Kindes UND in euer gegenseitiges Vertrauen. Aber wenn dein Kind nicht nach Hause kommt, du es auf dem Spielplatz immer lauter rufst und es nicht auftaucht und du verzweifelt nach ihm suchst&#8230; dann bist du bestimmt froh, auf die moderne Technik zurückgreifen zu können, oder?</p>
<p>Passt auf euch auf! Wir hatten damals Schwein gehabt, dass nichts passiert ist.</p>

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