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	<title>Medien &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Selbstbestimmter Medienkonsum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jun 2018 16:59:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Eltern sind unsicher, wie lange und wie oft ihre Kinder Medien konsumieren dürfen. Damit die Kinder nicht den ganzen Tag vor der Glotze sitzen, müssen Regeln und feste Zeiten her&#8230; &#8230; oder auch nicht? Mein Fazit nach gut einem Jahr selbstbestimmtem Medienkonsum liest du im heutigen Beitrag. Und du wirst sehen: Es ist nicht ... <a title="Selbstbestimmter Medienkonsum" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/selbstbestimmter-medienkonsum/" aria-label="Mehr zu Selbstbestimmter Medienkonsum">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Eltern sind unsicher, wie lange und <strong>wie oft</strong> ihre Kinder Medien konsumieren dürfen. Damit die Kinder nicht den ganzen Tag vor der Glotze sitzen, müssen Regeln und feste Zeiten her&#8230;</p>
<p>&#8230; oder auch nicht? Mein <strong>Fazit</strong> nach gut einem Jahr selbstbestimmtem Medienkonsum liest du im heutigen Beitrag. Und du wirst sehen: Es ist nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht.<span id="more-10259"></span></p>
<h2>Selbstbestimmter Medienkonsum</h2>
<p>Wenn sich unsere Kinder für Handy, Smartphone, iPhone, iPad, Tablet, Laptop, Computer, Fernseher &amp; Co. interessieren, geht uns der Arsch gründlich auf Glatteis, denn wir wissen nicht, wie viel Medienkonsum gesund und ungesund ist, <strong>wie lange</strong> und wie oft sich unsere Kinder in welchem <strong>Alter</strong> damit beschäftigen dürfen usw.</p>
<p>Und dann gibt es ja immer die große Angst vor der <strong>Sucht</strong>. Dass uns unsere Kinder, sollten wir ihnen mal den kleinen Finger reichen, gleich den ganzen Arm abreißen und gar nicht mehr von diesem Teufelszeug wegzubekommen sind.</p>
<p>Damit das nicht passiert, braucht es in der Erziehung feste <strong>Zeiten</strong>, klare <strong>Regeln</strong>, Einschränkungen und natürlich auch Verbote. Vielleicht gibt es mal eine Ausnahme, wir sind ja keine Unmenschen, aber an sich muss dieser Medienkonsum kontrolliert und reguliert werden.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10359" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht.jpg" alt="Selbstbestimmter Medienumgang mit 2 Jahren - Erfahrungsbericht | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht-454x680.jpg 454w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Was wäre, wenn&#8230;?</h2>
<p>Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, welche <strong>Folgen</strong> das hätte, wenn du dein Kind einfach machen lassen würdest. Wenn du dir den Satz &#8222;Noch 5 Minuten, dann mach ich aus.&#8220;, den darauf folgenden Tobsuchtsanfall deines Kindes sowie dein immer dünner werdendes Nervenkostüm einfach mal sparen würdest.</p>
<p>Womöglich tauchen in dir Bilder von viereckigen Kinderaugen auf, weil es den ganzen Tag nichts anderes macht, als vor der Flimmerkiste zu sitzen und zu zocken, gemeinsam mit Chipstüte und Eistee versteht sich.</p>
<p>Dazu kommen stickige Luft, verkümmernde Kreativität, <strong>Sprachprobleme</strong>, <strong>Fettleibigkeit</strong>, Akne, Krankheit und der Fakt, dass dein Kind keine Freunde (mehr) hat, weil es nie raus will und seine bisherigen Kontakte der Technik vorzieht.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4676" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind guckt YouTube Video" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Mit anderem Spielzeug spielt dein Kind schon lange nicht (mehr), es hat ja das Tablet. Dinge, bei denen es sonst so gern mitgemacht hat, kannst du jetzt allein machen, denn dein Kind ist inzwischen mit der Couch verwachsen.</p>
<p>Dein schlechtes Gewissen steigt ins Unermessliche, weil du dein Kind allein vor der <strong>Glotze</strong> sitzen lässt, damit du etwas Haushalt und andere Arbeit erledigen kannst. Ja, eine glückliche Familie sieht anders aus&#8230;</p>
<p>Doch was, wenn ich dir sage, dass wir unser Kind mit etwa 2 Jahren haben Tablet spielen, Videos, Filme und Serien gucken lassen, wie es ihm beliebte, und es nicht alles so furchtbar schlecht war, wie die breite Masse denkt und sagt?</p>
<p>Wie funktioniert das? Gibt es bei uns wirklich gar keine <strong>Einschränkungen</strong>? Hat freier Medienkonsum gar keine <strong>Nachteile</strong> und nur Vorteile? Das erfährst du in meinem schonungslos ehrlichen Resümee, das ich nach ca. einem Jahr gezogen habe.</p>
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<h2>Wie alles begann</h2>
<p>An dieser Stelle muss ich gleich sagen, dass wir nicht von Anfang an unser Kind haben frei entscheiden lassen, was, wie oft und wie lange es das Tablet nutzen darf. Diesen Weg gingen wir tatsächlich erst etwas später.</p>
<p>Bis dahin gab es von uns ausgewählte <strong>YouTube Videos</strong>, die maximal 5 Minuten liefen. Sie entsprachen zwar den Interessen unseres Sohnes (Baufahrzeuge sind bis heute seine große Leidenschaft), vor allem aber sollten sie <strong>lehrreich</strong> sein. Ein Video reichte, dann wurde ausgemacht. Dass das unserem damals etwa 2-Jährigen nicht gefiel, kannst du dir sicher vorstellen.</p>
<p>Genau in dieser Zeit las ich Ruths Beitrag <a href="https://derkompass.org/2016/07/18/gebt-den-kindern-zucker-wie-du-endlich-die-angst-vor-suessigkeiten-loslaesst/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Gebt den Kindern Zucker&#8220;</a>, was oberflächlich betrachtet erstmal nichts mit dem Thema zu tun haben mag, doch die Aussage war grob gesagt: Selbstbestimmte Kinder machen ihre eigenen <strong>Erfahrungen</strong> und lernen, wenn ihnen etwas nicht gut tut. In diesem Fall z.B., dass Marshmallows zwar lecker sind, aber man aufhört, wenn man genug davon hat.</p>
<p>Denn dadurch, dass man nie reguliert wurde, blieb das eigene Körpergefühl bestehen und konnte dem Kind rechtzeitig melden &#8222;Ich hab genug Zucker. Ich will nicht mehr.&#8220;.</p>
<p>Im Falle von Fernseher &amp; Co. lautet die Übersetzung dann wohl eher: Ein <strong>selbstbestimmtes</strong> Kind wird <strong>digitale Medien</strong> nie als eine Art verbotene Frucht ansehen, die es so lange und so oft wie nur möglich &#8222;inhalieren&#8220; muss, sondern in dem Maße nutzen, in dem es ihm gut tut (meine persönliche Ergänzung: vorausgesetzt, seine <strong>Bedürfnisse</strong> wurden bisher und werden weiterhin &#8222;korrekt&#8220; befriedigt).</p>

<h2>Alltag mit einem selbstbestimmten Kind</h2>
<p>Wie ist der <strong>Alltag</strong> so, mit einem Kleinkind, das so oft und so lange Tablet spielen und TV gucken darf, wie es will?</p>
<p>Bei uns laufen die Tage i.d.R. so ab: Mein Sohn isst gern vor dem TV Frühstück. Danach macht er ihn entweder selber aus oder lässt ihn laufen und spielt mit mir oder dem Papa eine Runde im Kinderzimmer. Von Bücher lesen über Basteln, Experimentieren und sich eigene Spiele und Wörter ausdenken bis zur wilden Verfolgungsjagd ist alles dabei, von <strong>mangelnder Kreativität</strong> kann hier wirklich nicht die Rede sein.</p>
<p>Dann möchte er gern Mamamilch trinken, am Liebsten auf der Couch, während wir gemeinsam eine Folge oder einen Film ansehen, während ich, soweit es möglich ist, das Mittagessen vorbereite. Wir essen also danach gemütlich Mittag (manchmal vor dem Fernseher, manchmal läuft er nur im Hintergrund, manchmal ist er auch aus), evtl. gibt&#8217;s anschließend ein Mittagsschläfchen (was eher selten der Fall ist, leider) und danach geht&#8217;s ab nach draußen bis es Abend wird. Für <strong>Autofahrten</strong> nutzt Oliver gern das Tablet, ansonsten bleibt es unberührt im Rucksack.</p>
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<p>Oliver liebt Tablet und Fernseher, keine Frage, aber dann sagt er auch &#8220; Mama, lass uns spielen.&#8220; und das Ding ist aus. Wenn ich sage &#8222;Lass uns jetzt raus gehen und dies und das machen.&#8220;, muss ich keine breiten Diskussionen führen, ich muss kein tobendes, todunglückliches Kind trösten und begleiten. Es wird einfach gemacht, und zwar nicht, weil er sonst mit einer Moralpredigt oder Strafe rechnen müsste, sondern einfach, weil es für ihn keinen Grund gibt. Es ist ok für ihn.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6690" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet.jpg" alt="Kind malt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn Fakt ist: Oliver weiß, er kann es jederzeit nutzen, weshalb er keinen Drang (mehr) verspürt, tagein, tagaus davor zu lungern.</p>
<p>Wie sieht es mit <strong>sozialen Kontakten</strong> aus?</p>
<p>Gegenüber Menschen ist Oliver allgemein ziemlich offen, begrüßt Fremde auf der Straße und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht, sorgt sich um weinende Kinder und spricht sie an, geht allgemein schon offen und selbstbewusst durchs Leben und hat keine Scheu, sich mit anderen zu unterhalten (außer, wenn es die anfängliche Schüchternheit bei Gästen und Besuchen ist oder wenn es darum geht, ob er mit fremdem Spielzeug spielen darf, da muss ich immer ran).</p>
<p>Das kann natürlich auch der Papa sein, der da in ihm zum Vorschein kommt, aber zumindest hat der Medienkonsum keine <strong>negativen Folgen</strong> auf sein Sozialleben, im Gegenteil. Oliver hat sich bestimmte Verhaltensweisen und Sprüche aus seinen Lieblingsserien abgeguckt und sie in seinen Wortschatz aufgenommen. Da haut er manchmal &#8222;Oh Junge!&#8220; raus, und ich weiß schon &#8222;Ah ja, das ist Mickey Maus.&#8220;.</p>
<p>Aber bis sich das so eingependelt hatte, wie es heute ist, sollte einige Zeit vergehen und uns auch einige Nerven kosten&#8230;</p>
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<h2>Hochs und Tiefs</h2>
<p>Ich muss sagen, der <a href="https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/" rel="noopener">Anfang vom selbstbestimmten Medienumgang</a> war echt nicht leicht und es schwebte erstmal die Angst mit, dass wir hier gerade richtig Mist bauen, indem wir unser Kind selbstbestimmt Tablet spielen und YouTube Videos schauen lassen.</p>
<p>Dadurch, dass wir die Zeiten am Tablet anfangs <strong>reguliert</strong> hatten, war aber klar, dass unser Sohn erstmal sämtliche Zeit, die ihm in seinen Augen &#8222;noch&#8220; zur Verfügung stand, nutzen musste. Er wollte nicht raus, wollte nichts anderes spielen, es hieß nur Tablet, Tablet, Tablet (einen TV hatten wir zu dem Zeitpunkt nicht)&#8230; und wir ließen ihn&#8230; saßen neben ihm, ließen ihn nicht allein, begleiteten ihn, erklärten, wenn nötig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4671" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Mutter und Kind schauen Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Irgendwann trauten wir uns dann auch mal, ihn allein auf der Couch sitzen und Tablet spielen zu lassen, während wir etwas kochten, aufräumten oder andere Dinge taten, die uns Freude bereiteten, ein Buch lesen zum Beispiel.</p>
<p>Ich gebe zu, es war schon schön und auch ein Stück <strong>befreiend</strong>, mal für einen Moment eine Verschnaufpause machen zu können. Sonst sah es nämlich so aus, dass unser Sohn 24/7 bespaßt werden wollte und sich nie mal für ein paar Minuten selber beschäftigte.</p>
<p>Auch die langen Autofahrten, die aus geschäftlichen Gründen jeden Monat auf uns zukamen, waren angenehmer, weil Oliver beschäftigt war. Statt ein Riesenrepertoire an Spielsachen für die <a href="https://www.milchtropfen.de/6-tipps-fuer-eine-lange-aber-entspannte-autofahrt-mit-kleinkind/" rel="noopener">lange Autofahrt</a> mitzunehmen, alle paar Minuten anzuhalten, weil er <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-in-den-autositz/" rel="noopener">keine Lust mehr auf den Autositz</a> hatte, ewig lange zu warten, bis er wieder in den Kindersitz stieg, konnten wir nun einfach durchfahren. Das war schon toll, sparte viel Zeit, viele Nerven, weil wir ja immer pünktlich sein mussten usw.</p>
<div id='c4570_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Nachteile</h2>
<p>Doch ich bin ehrlich: Es war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Ganz und gar nicht.</p>
<p>Die Anfangszeit wollte Oliver wie gesagt nicht raus, nichts unternehmen, er hockte nur am Tablet. Das machten wir auch mit, immerhin sollte er ja lernen, dass ihm das <strong>Tablet</strong> uneingeschränkt zur Verfügung stand und es nichts gab, was er heimlich machen oder &#8222;inhalieren&#8220; muss, solange es da ist. Dass das eine ganze Weile dauern würde, wussten wir, darauf hatten wir uns eingestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6784" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet.jpg" alt="Kind malt mit Stift auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch für meinen Mann war es <strong>leichter</strong> zu ertragen, da er ja auswärts arbeiten ging, sich mit Kolleg*innen und Freund*innen unterhalten, essen gehen konnte usw. Für ihn ging es wie gewohnt weiter.</p>
<p>Für mich hingegen war es schon <strong>schwer</strong>, weil ich ja sah, wie oft und wie lange (in meinen Augen ZU oft und ZU lange) der Kleine mit dem Tablet spielte. Wenn ich raus, einkaufen, mich mit anderen treffen oder einfach etwas draußen unternehmen wollte, gab es kein Herankommen an Oliver. Ich gab nach und wir blieben zu Hause&#8230; während ich immer öfter meine eigenen Bedürfnisse nach Abwechslung, Gesellschaft, Austausch, frischer Luft, Neuem uvm. missachtete.</p>
<p>Dazu kam, dass sich Oliver auf You Tube gern so <strong>richtig schlimme Videos</strong> ansah. Also kein Splatter, um Gottes Willen, die Altersbeschränkungen beachten wir dann doch. Es waren mehr diese furchtbar bunten, schrillen, Regenbogenquietscheentchenlalavideos voll ätzender Werbung, weißt du, was ich meine? Videos, in denen sich Erwachsene wie kleine Kinder verhalten und mit Babystimme sprechen oder &#8211; noch schlimmer &#8211; total monoton und langweilig ihren Text ablesen! Es war die Hölle für meine Augen und Ohren, ich hatte den Eindruck, mein Gehirn würde verkümmern, weil die so dämlich und hohl waren! Puh! Ich merke jetzt noch, wie wütend mich diese stupiden Filme gemacht haben.</p>
<p>Aber Oliver fand sie toll und drückte immer und immer wieder auf &#8222;Wiederholen&#8220;. Allmählich wich meine anfängliche Begeisterung, wie schnell er den Umgang mit der neuen Technik gelernt hatte, einem innerlichen Brodeln.</p>

<h2>Die Bedürfnisse aller zählen</h2>
<p>Bis ich endlich kapierte, dass in einer <strong>Familie</strong> die Bedürfnisse ALLER wichtig sind, musste erst etwas Zeit vergehen und mich innerlich zum Explodieren bringen.</p>
<p>Doch dann begriff ich: Ich will nicht mehr in der Bude hocken und diesen Quark gucken. Ich will raus, andere Menschen treffen, mich austauschen, unterhalten, Freunde finden, Sonne tanken, Luft schnappen, den Wind in meinen Haaren spüren. Ich fühle mich erst so richtig wohl, wenn ich draußen bin, umgeben von <strong>Natur</strong>.</p>
<h2>Auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen</h2>
<p>Das verstand Oliver nur leider nicht. Es dauerte also nochmal eine Ewigkeit, bis ich endlich zu ihm durchdringen und wir <strong>gemeinsam</strong> eine <strong>Lösung</strong> finden konnten.</p>
<h3>1. Zeit</h3>
<p>Manchmal brauchte er einfach etwas Zeit, bis wir uns losmachen konnten. Ein wenig <strong>Geduld</strong> meinerseits und wir waren beide glücklich.</p>
<h3>2. Mitnehmen</h3>
<p>An anderen Tagen wiederum reichte mein Vorschlag, dass er das <strong>Tablet mitnehmen</strong> und unterwegs schauen kann, und wir konnten uns auf den Weg machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5028" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet.jpg" alt="12 von 12 - Mai 2017 - Kind guckt im Kinderwagen Tablet" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h3>3. Nachtwanderung</h3>
<p>Und wiederum an anderen Tagen war irgendwas los und er ließ sich nur schwer bis gar nicht überzeugen. Dann ging ich, sobald der Papa zu Hause war, selber nochmal eine Runde oder wir machten gemeinsam eine <strong>Nachtwanderung</strong>. So kamen wir zwar erst abends raus, aber in meinen Augen war das definitiv besser als gar nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10377" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-leuchtet-bei-nachtwanderung-mit-taschenlampe-auf-den-boden.jpg" alt="Kind leuchtet bei Nachtwanderung mit Taschenlampe auf den Boden" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-leuchtet-bei-nachtwanderung-mit-taschenlampe-auf-den-boden.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-leuchtet-bei-nachtwanderung-mit-taschenlampe-auf-den-boden-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>4. Einlenken</h3>
<p>Und wenn es gar nicht, wirklich gar nicht möglich war, dass wir rauskamen &#8211; das war immer dann der Fall, wenn Oliver gerade eine neue App oder eine neue Kinderserie für sich entdeckt hatte und das nun wie ein Schwamm aufsaugen musste &#8211; dann lenkte ich auch wieder ein, setzte mich neben ihn und las was auf dem Smartphone oder schrieb für den Blog. So war ich da, um ihm <strong>Gesellschaft</strong> zu leisten, konnte ggf. Fragen beantworten, musste mir den Kram aber nicht selber angucken.</p>
<h3>5. Miteinander reden</h3>
<p>Als Oliver dann älter wurde, lenkte auch er ein, wenn ich vorschlug, dass wir mal etwas anderes machen oder anschauen können.</p>
<p>So schafften wir es allmählich, all unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Vielleicht nicht in der Form, dass alle sofort und auf der Stelle glücklich waren, aber wir konnten ein angenehmes <strong>Gleichgewicht</strong> halten.</p>
<h2>Wenn es spät wird</h2>
<p>Manche Tage waren aber richtig ätzend, muss ich sagen. Dann wollte Oliver selbst mitten in der <strong>Nacht</strong>, als wir einfach nur schlafen wollten, weil wir unendlich <strong>müde</strong> waren, weiter gucken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10378" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-schaut-nachts-tablet.jpg" alt="Kind schaut nachts Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-schaut-nachts-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-schaut-nachts-tablet-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ob wir uns dann dazu aufrafften und noch eine Weile gemeinsam mit ihm das ansahen, was ihn gerade so brennend interessierte, oder ob wir sagten &#8222;Nee, es ist jetzt echt <strong>spät</strong>, wir sind hundemüde und brauchen Schlaf, damit wir morgen voller Energie in den Tag starten können, du kannst entweder selber noch gucken (wir waren im selben Zimmer) oder machst jetzt aus und kommst schlafen.&#8220;, hing tatsächlich von unserer momentanen Verfassung ab.</p>
<p>Oftmals sah Oliver kurz weiter, kroch dann aber doch lieber unter die Bettdecke und schlief mit uns ein.</p>
<p>Manchmal saß er aber auch schon total müde auf der Couch und wollte trotzdem weitergucken. Da half meist ein klares, aber bestimmtes &#8222;Komm, mach aus und lass uns schlafen gehen.&#8220;. Erst, als er merkte, dass mir das wichtig ist und ich es ernst meine, kam er mit. Obwohl er schon total groggy war, brauchte er einen kleinen &#8222;Schubs&#8220;.</p>
<p>Aber wie so oft, kamen auch <strong>Extremfälle</strong> bei uns vor. Zum Glück nur selten, aber danach war auch der darauf folgende Tag im Eimer, weil wir alle übermüdet und gereizt waren.</p>
<p>&#8222;Was haben wir da nur angerichtet?!&#8220;, schoss es mir dann nach solch quälenden Nächten durch den Kopf. Ich machte mir <strong>Vorwürfe</strong>, dass eben nicht all seine Bedürfnisse erfüllt waren und mein Kind jetzt zum <strong>Suchti</strong> wird. Dass er anscheinend nicht weiß, was ihm gut tut und was nicht.</p>
<h2>Tablet? Mir doch egal!</h2>
<p>Verblüfft war ich allerdings, wenn wir <strong>draußen</strong> waren! Das Tablet hatten wir dabei, das wusste Oliver. Wir versteckten es nicht heimlich vor ihm, er hatte es selbst eingepackt.</p>
<p>Nur interessierte ihn das Tablet einfach nicht. Draußen war so viel los, dass er keinerlei <strong>Drang</strong> verspürte, damit zu spielen. Wir konnten den ganzen Tag mit anderen Menschen verbringen, mit Kindern <strong>spielen</strong>, neue Spielplätze entdecken, ohne dass einmal der Satz kam &#8222;Mama, ich will mein Tablet haben.&#8220; Sobald wir jedoch zu Hause waren, saß er da wieder und tippte auf dem Display rum.</p>
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<h2>Angebote machen</h2>
<p>Es war und ist noch heute wichtig, dass ich Oliver nicht einfach den ganzen Tag dem TV oder was auch immer überlasse, denn ich hab gemerkt, dass er schon ganz gern auch was anderes macht, wenn es ihm angeboten wird.</p>
<p>Ich suchte mir also ein paar Bastelideen heraus, um herauszufinden, ob sie Oliver interessierten. Manches interessierte ihn wirklich absolut nicht die Bohne, wenn er mich da werkeln sah, aber bei anderen <strong>Experimenten</strong> begannen seine Augen zu leuchten und er stieg drauf ein.</p>
<p>Das Gleiche wendete ich bei den <strong>Haushaltsaufgaben</strong> an, bei denen Oliver sonst immer total gern mitgemacht hatte, denn dieses Interesse hatte sich wirklich verändert, seit das Tablet eingezogen war. Sobald ich aber Oliver darauf hinwies, dass ich jetzt z.B. Wäsche wasche und ihn gefragt hab, ob er das Waschmittel einfüllen und die Waschmaschine einstellen will, kam er geflitzt.</p>
<p>Ebenso, als wir einen Spielplatz entdeckten, der Olivers aktuelles Interesse weckte: Flaschenzüge! Seitdem brauch ich nur das Wort &#8222;Hochziehspielplatz&#8220; sagen (Oliver hat dem <strong>Spielplatz</strong> diesen Namen gegeben), und der Kleine lässt alles stehen und liegen und ist bereit, mit mir loszugehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10379" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-zieht-am-flaschenzug-auf-spielplatz.jpg" alt="Kind zieht am Flaschenzug auf Spielplatz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-zieht-am-flaschenzug-auf-spielplatz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-zieht-am-flaschenzug-auf-spielplatz-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und noch eine Art <strong>Angebot</strong>, das Oliver dazu ermutigte, auch mit seinem anderen Spielzeug zu spielen, so banal es auch klingen mag: Kinderzimmer <strong>aufräumen</strong> und die Spielsachen &#8222;hübsch&#8220; präsentieren, wie z.B. in offenen, farblosen Kisten, auf Augenhöhe, in Szene gesetzt. Darauf fuhr Oliver total ab.</p>
<h2>Es gibt doch Einschränkungen!</h2>
<p>Das Wichtigste zum Schluss:</p>
<p>Wir haben uns natürlich darum gekümmert, das <strong>iPad</strong> <strong>kindersicher</strong> einzustellen, das bedeutet, dass der Kleine keine Spiele spielt und Filme sieht, die nicht für sein Alter geeignet sind. Beim iPad kann man das prima in der Rubrik Einschränkungen unter Einstellungen ändern. Wenn du ein Tablet mit <strong>Android</strong> hast, musst du dir dafür eine spezielle <strong>App</strong> besorgen, bei uns ist es Kindermodus.</p>
<p>Vielleicht mögen manche denken &#8222;Das ist aber nicht selbstbestimmt.&#8220;, für mich zumindest ist es vollkommen logisch, dass es meiner Verantwortung obliegt, mein Kind weder <strong>Pornos</strong> noch <strong>Horrorfilme</strong> o.ä. für sein Alter Ungeeignetes spielen bzw. gucken zu lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10357" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-spielt-auf-ipad-feuerwehrspiel.jpg" alt="Kind spielt auf iPad Feuerwehrspiel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-spielt-auf-ipad-feuerwehrspiel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-spielt-auf-ipad-feuerwehrspiel-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Diese Einschränkung haben wir übrigens auch im Appstore bzw. im Playstore eingestellt. Allerdings erst, als Oliver einmal versehentlich einen <strong>In-App-Kauf</strong> getätigt hatte, nachdem er auf meinem Smartphone ein Spiel gespielt hatte. Er kann ja noch nicht lesen, hat einfach irgendwo drauf gedrückt und schwupps hatte er was gekauft. Das war auch echt ärgerlich, aber gut, das lag in meiner Verantwortung.</p>
<p>Es bedeutet ja nicht, dass Oliver sich nichts Neues <strong>kaufen</strong> darf, wir wollen einfach nur, dass er mit uns darüber redet und wir auch abwägen können, ob wir uns das gerade leisten können und ob dieses <strong>Spiel</strong> tatsächlich das enthält, was er sich vorgestellt hat.</p>
<p>Da wir seit Kurzem auch einen Fernseher bei uns stehen haben, schauen wir auch sehr gern Serien auf Netflix. Dort hat Oliver sein eigenes Kinderkonto, frei von nervender Werbung, auf dem Kinderfilme bis 12 Jahre laufen. Alles, was ab 12 Jahren empfohlen wird, ist &#8211; zu meinem Erschrecken &#8211; schon ausgesprochen <strong>brutal</strong>, das darf er tatsächlich nicht gucken und das begründen wir auch so für ihn.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es ist ok, wenn wir unsere Kinder auch mal <strong>allein</strong> spielen lassen, damit wir was anderes machen können, deshalb sollten wir kein schlechtes Gewissen haben. Wir sollten unsere Kinder aber nicht ständig und immerzu sich selbst überlassen.</p>
<p>Es ist ok, wenn das Kind keine Lust auf was anderes hat, aber wir sollten nie aufhören, sie daran zu erinnern, dass wir sie auch gern bei uns haben und ihre Gesellschaft und Mithilfe genießen.</p>
<p>Das kann man meiner Meinung nach gut zeigen, indem man sich neben sie setzt und einfach mal zuschaut, Interesse zeigt, mitmacht, dabei ist. Ich merke, dass Oliver dann immer sofort anfängt, mir was zu erzählen, obwohl er gerade eben noch ganz still da saß und alles beobachtet hat.</p>
<p>Eine andere Möglichkeit von Interesse am Kind wäre, dass man immer mal wieder <strong>Angebote</strong> macht und diese auch verändert, um zu schauen, ob das Kind grad wirklich total gefesselt vom TV ist oder einfach nur ein interessanteres Angebot braucht, um mitzumachen. So kristallisiert sich Stück für Stück heraus, wovon unsere Kinder gerade wirklich begeistert sind und was ihnen gefällt.</p>
<p>Gerade die <strong>Anfangszeit</strong> erfordert enorm viel Zeit, Nerven und Begleitung, weil sich dein Kind mit dieser neuen Welt vertraut machen und alles wissen und lernen will. Es ist völlig verständlich, dass es eine lange Zeit nichts anderes machen will, das kennst du sicher auch, wenn du ein Buch an einem Stück durchliest, weil es so spannend und faszinierend ist, oder wenn ein brandneues Spiel für Erwachsene auf dem Markt erscheint.</p>
<p>Gib deinem Kind die Zeit, zu lernen, dass es nicht &#8222;suchten&#8220; muss, sondern dass es das Tablet jederzeit nutzen kann, so wie jedes andere <strong>Spielzeug</strong> auch, vergiss aber bitte nicht dich selbst dabei und sei klar in deinen Botschaften. Achte auch darauf, deine <strong>eigenen Bedürfnisse</strong> nicht zu kurz kommen zu lassen, sei stets in Kontakt mit deinem Kind. Sobald dein Kind weiß, dass das Tablet weder zur Belohnung, Bestrafung, Motivation, Manipulation oder sonstwas eingesetzt wird, wird es für gemeinsame Lösungen offen sein. Auch dann, wenn es sieht, dass dir etwas gerade sehr wichtig ist.</p>
<p>Bis dahin ist es wahrscheinlich ein langer, Kräfte zehrender Weg, der viel Nerven und Geduld erfordert, doch meiner Meinung nach ist es die mitunter wichtigste Entscheidung, die wir Eltern treffen werden.</p>
<p>Sicher wirst auch du Momente haben, die dich verängstigen und verunsichern, doch genau dafür ist ja mein Beitrag da. Ich habe nichts beschönigt, nichts weggelassen, ich hab dir all unsere Erfahrungen mit ihren <strong>positiven</strong> und <strong>negativen</strong> Seiten geschildert. Nun ist es an dir, wie du mit dieser Information umgehst, und sicherlich werden auch du und dein Kind eure ganz eigenen Erfahrungen machen.<br />
</p>
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		<title>Treffen sich ein Kind und ein Tablet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 01:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist das ein Witz? Kann sein. Nur weiß ich noch nicht, wie dieser enden wird. Wie er anfängt, wisst ihr jetzt. Wir haben unseren 2-jährigen Sohn auf unser Tablet losgelassen&#8230; Treffen sich ein Kind und ein Tablet Es klingt wie ein Scherz. Ist aber keiner. Das Ende ist noch nicht geschrieben. Aber den Anfang kann ... <a title="Treffen sich ein Kind und ein Tablet" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/" aria-label="Mehr zu Treffen sich ein Kind und ein Tablet">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das ein Witz? Kann sein. Nur weiß ich noch nicht, wie dieser enden wird. Wie er anfängt, wisst ihr jetzt. Wir haben unseren 2-jährigen Sohn auf unser Tablet losgelassen&#8230;</p>
<p><span id="more-4619"></span><div id='c3026_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Treffen sich ein Kind und ein Tablet</h2>
<p>Es klingt wie ein Scherz. Ist aber keiner. Das Ende ist noch nicht geschrieben. Aber den Anfang kann ich euch schonmal erzählen.</p>
<p>Mein Mann und ich begeben uns auf ein fremdes Gebiet. Lassen los von „Du darfst pro Woche ein kurzes Video sehen (dessen Inhalt WIR bestimmen).“. Stattdessen heißt es nun bei uns „Du willst etwas auf dem Tablet schauen? Ok.“</p>
<h2>Seid ihr bekloppt?</h2>
<p>Früher hätte ich bei solchen Sprüchen mit dem Kopf geschüttelt. Die Eltern für verrückt erklärt. Für asozial gehalten. Weil sie ihr Kind einem Gerät mit ordentlich <strong>Suchtpotential</strong> aussetzen. Statt sich mit ihrem Kind zu beschäftigen. Es ist unverantwortlich!</p>
<p>Ja, so in etwa stelle ich mir meine Reaktion vor. Aber heute denke ich anders. Warum? Woher der plötzliche Sinneswandel?</p>
<h2>Ruth</h2>
<p>Nur einige Tage ist es her, seit ich auf Facebook einer Gruppe beitrat. Der „Unerzogen leben“-Gruppe. Auf diesem Weg lernte ich den <a href="http://unerzogenleben.com/index.php/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gleichnamigen Blog von Ruth</a> kennen. Das Thema „Unerzogen leben“ fesselte mich. Wenngleich es für mich kein völlig neues Gebiet war.<br />
Rasch musste ich jedoch feststellen, dass ich erzog. Obwohl ich es nicht wollte. Beispielsweise beim Thema „Tablet“. Mein Mann und ich waren der festen Überzeugung, unser Kind zu schützen. Vor der <strong>Sucht</strong>.</p>
<p>Der kleine Mann wollte nicht nur EIN Video sehen. Kaum war das eine zu Ende, wollte er noch eins sehen. Und noch eins. Und noch eins. Das hätte er tagelang machen können. Wir waren froh, diesem Suchtverhalten einen Riegel vorzuschieben. Zum <strong>Schutz</strong>. Davor, dass er nicht verdummt. Den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat, als vor dem Tablet zu sitzen. Zu glotzen. Sich berieseln zu lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4670" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-starrt-auf-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind starrt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-starrt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-starrt-auf-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn da draußen wartete doch das <strong>Leben</strong> auf ihn! Spielplätze mit vielen Kindern! Wälder! Strände! Ohne Ende Natur! Straßen voller Menschen! Jeder anders als der andere! Trubel und Tumult, in den er sich stürzen sollte! Um am Abend gemütlich zu Hause in unseren Armen einzuschlummern. Den anstrengenden, aber gigantischen Wahnsinn zu verarbeiten, den er erlebt hatte. DAS war meine Vorstellung von Leben. Dieses Leben sollte er führen. Aber ich fand Ruth’s Blog. Las ihre Beiträge. Und verstand: Ich muss loslassen.</p>
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<h2>Ängste</h2>
<p>Ich musste meine Angst loslassen. Und sie in <strong>Vertrauen</strong> umwandeln. Vertrauen in die Fähigkeiten meines Sohnes. Darin, dass er weiß, dass das Tablet keine verbotene Frucht mehr ist, die er pausenlos kosten muss. Nichts außergewöhnliches.</p>
<p>Indem wir unserem Sohn freistellten, zu entscheiden, wann, wie oft und wie lange er das Tablet benutzen wollte. Dadurch würden wir dem Tablet seine magische Anziehungskraft nehmen. Es sollte etwas werden, was er als Beschäftigungsmöglichkeit ansehen konnte. Damit er eine Auswahl treffen kann. Nicht etwas, das es nur selten gibt und daher in jeder nur erdenklichen Sekunde inhaliert werden muss. Vielleicht sogar so weit, dass er unsere Regeln irgendwann mit Verheimlichen oder Lügen umgehen würde.</p>
<p>Das ist es nicht, was wir wollen. Was wir wollen, ist Vertrauen. So, wie es bisher immer war. Unser Sohn sagt uns die Wahrheit. Weil er weiß, dass er nicht bestraft wird. Weder durch Liebesentzug noch sonst irgendetwas. Es war nie der Fall und soll es auch nie werden. Schmerzlich genug sind die eigenen Erinnerungen.</p>

<h2>Vertrauen</h2>
<p>Die ersten Tage, nachdem wir unserem Sohn freien Zugang zum Tablet erlaubten, war hart. Anfangs gab es nichts anderes. Kaum wachte er morgens auf, hieß es „Tablet?“. &#8211; Zack! &#8211; krabbelte er aus dem Bett und holte das Tablet. Ich setzte mich neben ihn. Wir schauten gemeinsam. Frühstück? „Nein. Tablet.“ Raus gehen? Frische Luft schnappen? Wir müssen noch einkaufen gehen. „Nein. Tablet.“ Was es auch war: Zähne putzen, schlafen gehen &#8211; er wollte es nicht. Nur das Tablet nahm er wahr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4672" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-schreibt-auf-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind malt und schreibt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-schreibt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-schreibt-auf-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hatte mich auf diese Zeit vorbereitet. Erfahrungsberichte anderer Eltern gelesen. Auch bei ihnen waren die Kinder erstmal nicht vom Tablet wegzubekommen. Als würden sie denken, die Zeit, in der sie endlich mal ans Tablet durften, sei begrenzt. Müsse ausgekostet werden. Nichts hat mehr Bedeutung. Befürchteten sie etwa, dass das Tablet verschwindet, sobald sie es aus der Hand geben? Vielleicht starrten sie deshalb ewig auf den Bildschirm. Ihre Eltern ließen sie. Und wir ließen unseren Sohn.</p>
<p>Wir vertrauten ihm. Er sollte es kennenlernen. Verstehen, dass es fortan zu seinem Leben dazugehört. Aber dass es auch andere Dinge im Leben gibt.</p>
<h2>Kikifax</h2>
<p>Vor der „Unerzogen leben“-Methode schauten wir uns <strong>Videos</strong> auf YouTube an. Feuerwehr. Polizei. Bagger. Dinge, die ihn interessierten. Aber von denen er auch etwas lernen konnte. Wir ließen ihn immer nur „echte“ Videos schauen. Kein verblödetes Zeichentrickgedöns. In denen Fahrzeuge Gesichter haben. Freudig im Kreis hüpfen. Kitschige Lieder singen.</p>
<p>Auf diesem Weg befreiten wir uns zumindest vom schlechten Gewissen, wenn wir unser Kind vor dieses gefährliche Gerät setzten. Immerhin war es <strong>lehrreich</strong>.</p>
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<p>Als der kleine Mann freien Zugang zum Tablet erhielt, änderte sich erst nichts. Wenn er ein (wie ich es nannte) „Kikifax“-Video ansehen wollte, verneinte ich. Sagte, das seien hohle Videos. Kikifax. Ohne Inhalt. Nur zur Unterhaltung. Und derart auf kindlich gemacht, dass mir die Galle hochkam.</p>
<p>Doch wer Werbung schaltet, landet oben in der Playliste. Weshalb der kleine Mann eines Tages ein Werbevideo anklickte. Von einem weiblichen Zeichentrickfeuerwehrauto. Mit Augen. Wimpern. Einer schrillen Stimme. Mit diesem Video begann die Zeit des Horrors.</p>
<h2>Angst vor Verdummung</h2>
<p>Kaum hatte ich meine Angst überwunden, tauchte sie wieder auf. Nur ausgetauscht gegen eine andere. Zuvor sorgte ich mich noch, dass unser Sohn süchtig wird. Nun befürchtete ich, dass er <strong>verdummt</strong>. Die Videos, die er ansah, waren kolossaler Schwachsinn. Die bunte Welt der quietschenden Schnuffeltierchen brach über mir zusammen.</p>
<p>Ich versuchte es mit Regulation. Wollte meinen Sohn auf vernünftige Inhalte umlenken. Er weigerte sich. Mit voller Inbrunst! Er schrie mir dermaßen die Ohren voll, dass ich schnell begriff.</p>
<p>Anfangs tat ich mich schwer damit, ihn diesen Blödsinn sehen zu lassen. Ich meine: Eine Bahn mit Psychoaugen. Alle lächeln und sind total glücklich! Jaaaaaa! Fliegende Hundehäufchen mit Kulleraugen! Sie sprechen, als hätten sie Helium eingeatmet! Schau nur! Sie tanzen über einen Regenbogen! Welche Farben kannst du erkennen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4673" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kinder-drehen-durch.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kinder drehen durch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kinder-drehen-durch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kinder-drehen-durch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Begleitet wurde der Wahnsinn von einer nie enden wollenden Heididei-Musik. Ich sag euch, ich hatte es nicht leicht. Doch der kleine Mann fand es grandios. Er drückte auf Wiederholen. Immer und immer wieder. Diese gestellte perfekte Welt machte mich rasend. Und ödete mich gleichzeitig an.</p>
<h2>Was kann ich tun?</h2>
<p>Wir haben keinen Fernseher mehr. Aber DAMALS (war alles besser, nein). Ich erinnere mich, dass ich gern vor der Glotze saß. Mich berieseln ließ. Ich hatte wie immer einen beschissenen Tag auf der Arbeit verbracht. Auf dem Heimweg fuhr die Bahn nicht. Natürlich. Denn ich wollte ja nach Hause. Endlich daheim angekommen, brauchte ich meine Ruhe. Abschalten. Fernseher an. Essen. Und alle Viere von mir strecken.</p>
<p>Vielleicht ist es beim kleinen Mann nicht vergleichbar. Mag sein, dass er nicht berieselt werden will. Sondern es schlichtweg interessant findet. Und sogar etwas dabei lernt. Was immer das sein mag. Aber diese Sichtweise von damals half mir, es gut sein zu lassen. Ich akzeptierte, dass er jetzt „hohles Zeug“ sehen wollte.</p>
<p>Was ich tun konnte, tat ich. Ich setzte mich neben ihn. Wir kuschelten und machten es uns gemütlich. Ich leistete ihm <strong>Gesellschaft</strong>, statt ihn damit allein zu lassen. Hier und da warf ich was ein. Erklärte, was in den Szenen geschah. Benannte die Gefühle. Manchmal sagte ich auch einfach nichts und schwieg. Ab und zu zeigte mir mein Sohn, was er gesehen hatte. Dann unterhielten wir uns darüber.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4671" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Mutter und Kind schauen Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn meine <strong>Angst</strong> wiederkehrte, unternahm ich etwas gegen sie. Ich befürchtete, dass mein Sohn neben all dem Tabletgucken das Essen vergisst. Ich fragte ihn zwar, aber er sagte jedes Mal „Nein.“. Während er auf den Bildschirm starrte. Meine Sorge bekämpfte ich, indem ich einen leckeren Snack bereitstellte. Er aß nicht viel, aber zumindest eine Kleinigkeit.</p>
<p>Vor den Kindern mit <strong>Buckel</strong> habe ich auch Angst. Nicht direkt vor ihnen. Sondern davor, dass mein Sohn vom ewigen Gucken einen Buckel bekommt. Ich bekämpfe meine Angst, indem ich das Tablet auf Büchern staple. Oder wir legen uns hin und schauen im Liegen. Dann macht mein Sohn keinen krummen Rücken. Manchmal ist es leicht, seine Angst zu besiegen.</p>
<h2>Eigene Bedürfnisse</h2>
<p>Ein ganz wichtiger Punkt, finde ich. Der kleine Mann kann jederzeit das Tablet benutzen. Das heißt aber nicht, dass unser Leben nur noch Zuhause stattfindet. Und wir uns ausschließlich nach ihm richten müssen. Ich bin ein Mensch, der liebend gern rausgeht. Wenn wir eine besonders beschissene Nacht hinter uns haben, ist es frische Luft, die mir gut tut. Gleich nach der heißen Dusche. Und einem leckeren Frühstück.</p>
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<p>In der Anfangszeit, als der kleine Mann noch „inhalierte“, war der <strong>Tagesablauf</strong> schwer zu planen. Er dachte wohl, das Tablet würde dann verschwinden. Ich versicherte ihm, das Tablet würde warten. Draußen hatten wir kein Internet. Konnten eh nichts gucken. Wenn wir wieder Zuhause sind, versprach ich weiter, können wir gern weitergucken. Er vertraute mir. Wir gingen raus. Verbrachten eine schöne Zeit an der frischen Luft. Abends kehrten wir heim. Und wie versprochen durfte er zum Tablet.</p>
<p>Wenn unsere Babysitterin da ist, darf er auch gucken. Aber wir raten ihm, seine Zeit mit ihr zu nutzen, da sie nur einmal pro Woche kommt. Das Tablet ist immer da. Sie nicht. Erst zögert er. Dann legt er das Tablet beiseite. Und spielt etwas anderes mit ihr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4674" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-klebt.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind malt und klebt" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-klebt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-klebt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Aktueller Stand der Dinge</h2>
<p>So läuft es momentan. Es ist mal so, mal so. Manchmal ist es nervig, wenn ich mir diesen hohlen Kikifax ansehen muss. Zum tausendsten und abertausendsten Mal. Aber es ist auch schön, wenn ich erkenne, dass dieser hohle Kikifax doch nicht so hohl ist. Die Babystimmen nerven mich immer noch, keine Frage. Aber immerhin geben sich die Leute Mühe. Denken sich Szenen aus. Probleme. Passende Lösungen. Zumindest betrifft das die Videos, die wir aktuell sehen. Wer weiß, was uns noch erwartet. Es geht bestimmt noch viiiiel schlimmer!</p>
<p>Wichtig fand ich wie gesagt, dass hier jedermanns <strong>Bedürfnisse</strong> geachtet werden. Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, gehen wir raus. Das hat anfangs enorm <strong>Geduld</strong> gekostet. Weil der kleine Mann unbedingt schauen wollte. Ich ließ ihn. Schaute weiter mit ihm. Wenn ich Hunger bekam, ließ ich ihn allein weitergucken. Was auch mal ganz angenehm war. Dann machte ich uns Essen. Kam zurück. Und wir guckten zusammen weiter.</p>
<p>Später äußerte ich erneut den Gedanken, nach draußen zu gehen. Je nachdem, wie dringend ich es wollte, formulierte ich die Sätze anders. Wenn ich wirklich raus musste, war es keine Frage mehr, ob wir rausgehen wollen. Ich entschied es. „Lass uns jetzt rausgehen.“ Es dauerte noch eine Weile. Ich zog mich indes an. Redete, was wir unternehmen könnten. Wohin wir gehen könnten. Und irgendwann klappte es dann und der kleine Mann klinkte sich ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4675" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-mit-mutter-unterwegs.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind mit Mutter unterwegs" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-mit-mutter-unterwegs.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-mit-mutter-unterwegs-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Falsche Zielsetzung</h2>
<p>Den Kommentar eines „Unerzogen leben“-Mitglieds fand ich ganz interessant. Er antwortete auf den Beitrag einer Mutter, die ihr Kind ebenfalls selbstbestimmt Tablet schauen ließ. Anfangs saßen die Kinder vier <strong>Stunden</strong> pro Tag am Tablet. Was sich später auf etwa 15 Minuten reduzierte. Im Durchschnitt. In mir kam der Drang auf, das nachzumachen. Aber mit einem falschen Ziel. Ich wollte unseren Sohn selbstbestimmt Tablet schauen lassen. Aber nur, damit wir diese 15 Minuten erreichen.</p>
<p>Da bremste mich der Kommentar des Gruppenmitglieds. Er erwiderte, dass das nicht das Ziel sein sollte. Es könnte sich ja auch herausstellen, dass ein anderes Kind liebend gern Stunden am Tablet verbringt. DAS ist Selbstbestimmung. Diesen Kommentar nahm ich mir zum Vorbild. Ich ergänzte ihn dann nur noch durch das Kapitel „Eigene Bedürfnisse“.</p>
<h2>Das große Ganze</h2>
<p>Vielleicht wundert es euch, dass es bei uns nur wenige Tage gedauert hat, damit es bei uns „klappt“. Dass der kleine Mann das Tablet beiseite legen und etwas anderes machen kann. DAS bezeichne ich als „klappen“. Es ist nicht die Zeit, die er damit verbringt. Es ist der <strong>Umgang</strong>. Er weiß, das Tablet ist da. Immer. Es wird ihm nicht weggenommen oder dergleichen. Ich bin schon etwas erstaunt, dass er das versteht.</p>
<p>Ich kann es nur vermuten, aber vielleicht waren es die Umstände, unter denen unser Sohn aufgewachsen ist. Der kleine Mann wächst <strong>bedürfnisorientiert</strong> auf. Das bedeutet zum Beispiel, dass er weiterhin nach Bedarf gestillt wird. Wir schlafen gemeinsam im Familienbett, weil er es nicht allein kann/will (und ich mittlerweile auch nicht). Bei uns gibt es kein Lob und kein Tadel. Keine Belohnung für „gutes“ Benehmen. Keine Bestrafung und Konsequenz für „schlechtes“.</p>
<p>Außerdem geht der Papa arbeiten &#8211; zu Hause und auswärts. Ich arbeite von zu Hause und bastle an unserem Blog. Den kleinen Mann betreue ich dabei rund um die Uhr. Aber auch der Papa ist öfter zu Hause als manch anderer. Weil der kleine Mann nicht in die Kita geht, unternehmen wir viel gemeinsam. Zusammen. Als Familie. Selten spielt der kleine Mann allein. Es sei denn, er will das wirklich. Kann ich bis jetzt an einer Hand abzählen. Einmal pro Woche gönnen wir uns eine Babysitterin. Das war’s.</p>
<p>Das soll kein Dogma sein! Bloß nicht! Ich wollte nur kurz unser Leben beleuchten. Euch zeigen, wie unser Sohn aufwächst. Vielleicht hat eins dieser Dinge geholfen, damit es so ist, wie es aktuell ist. Keine Ahnung. Das nur als Randnotiz für diejenigen von euch, die ihr Kind auch selbstbestimmt mit dem Tablet umgehen lassen wollen. Und bei denen es nicht so recht „klappen“ will.</p>

<h2>Gibt es gar keine Grenzen?</h2>
<p>Zum Schluss muss ich noch hinzufügen: Wir haben uns von Anfang an für ein paar Grenzen entschieden. Wenn das bedeutet, dass das keine Selbstbestimmung mehr ist, dann hört sie für uns hier auf. Hier schützen wir unseren Sohn wieder. Zum Einen: Unser Sohn kann gern Lieder hören. Kindersendungen sehen. Dokumentationen. Filme, die für sein Alter (oder darunter) geeignet sind. Was auch immer. Wir ziehen einen Schlussstrich bei Gewaltszenen, pornografischen Inhalten und dergleichen. Ganz klar. Wir schützen ihn vor solchen Inhalten. Das liegt in unserer <strong>Verantwortung</strong>. Er weiß nicht, was es für kranke Videos im Internet gibt. Davor bewahren wir ihn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4676" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind guckt YouTube Video" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Zum Anderen: <strong>Spiele</strong> sind nicht auf dem Tablet drauf. Genauso wenig wie auf unseren Smartphones. Hier war vor allem mein Mann das Zünglein an der Waage. Er ist der Computerfreak. Er kennt sich aus. Weiß, wie Spiele gemacht werden, um wirklich süchtig zu machen. Mit Zielsetzung. Belohnungssystem und dergleichen. Alles Dinge, die nicht in unseren „Erziehungsstil“ passen. Der kleine Mann soll eigene Ziele haben. Und sie nicht vorgesetzt bekommen. Belohnungen lehnen wir sowieso ab. Wenn es ein Spiel gibt, das alldem nicht entspricht, dann werden wir es uns holen. Wir sind dem Ganzen zumindest nicht völlig abgeneigt.</p>
<p>Puh! Das war eine ganze Menge, die ich loswerden musste. Hier endet mein Beitrag erst einmal. Wenn sich einschneidende Erlebnisse ereignen, werde ich einen Nachtrag schreiben. Bis dahin kann ich sagen: Ich bin froh über unsere Entscheidung.<br />
</p>
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