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	<title>Trennung &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2022 13:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Oktober 2021 führen mein Exmann, unser gemeinsames Kind und ich das Wechselmodell durch. Wie lief es anfangs? Wie ist es jetzt nach 4 Monaten? Welche Probleme bei uns auftauchten, ob das Wechselmodell gut für Kinder ist und ob ich es allen Familien empfehlen kann, die sich auch nach der Trennung die Sorge ums Kind ... <a title="Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wechselmodell-ein-erfahrungsbericht/" aria-label="Mehr zu Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Oktober 2021 führen mein Exmann, unser gemeinsames Kind und ich das <strong>Wechselmodell</strong> durch. Wie lief es anfangs? Wie ist es jetzt nach 4 Monaten?</p>
<p>Welche <strong>Probleme</strong> bei uns auftauchten, ob das Wechselmodell gut für Kinder ist und ob ich es allen Familien empfehlen kann, die sich auch nach der <strong>Trennung</strong> die Sorge ums Kind teilen möchten, das erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-13820"></span></p>

<h2>Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht</h2>
<p>Verliebt, verlobt, verheiratet, getrennt, geschieden, Wechselmodell&#8230; Traurig, aber wahr: Meine Ehe ist nun schon seit fast einem halben Jahr passé.</p>
<p>Aber wenn man sich als Paar eh nicht mehr versteht, beide unglücklich sind und völlig unterschiedliche Dinge wollen, dann ist es mMn das Beste, sich gegenseitig die Möglichkeit zu geben, nochmal woanders sein Glück zu suchen und Frieden zu finden.</p>
<p>Wenn jedoch ein gemeinsames Kind von der Trennung betroffen ist, muss man &#8211; finde ich &#8211; auch mal zurückstecken, sich dazu bereit erklären, Kompromisse einzugehen und sich hin und wieder auch eingestehen, dass man einen Fehler gemacht oder etwas getan hat, was nicht unbedingt zum Wohle des Kindes beitrug. Auch ich habe zum ersten Mal eine <strong>Scheidung</strong> hinter mir, ich schließe mich da nicht aus, <strong>Fehler</strong> gemacht zu haben.</p>
<p>Und es löst immer noch Trauer in mir aus, denke ich an die Zeit zurück, in der alles noch gut war. Ich denke zurück an die, wenn auch schmerzliche, <a href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/">Geburt</a>, aber doch vielmehr bleibt die Erinnerung an den Mann zurück, der stundenlang mit mir im Kreissaal gewartet und meinen Rücken gestreichelt hat, der im engen und unbequemen Besuchersessel döste, mit dem ich mir das enge Bett zu zweit teilte, während wir beide auf die Geburt unseres Babys warteten.</p>
<p>Und nein, es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen in all den Jahren, sonst würde ich heute nicht hier sitzen und diesen Beitrag schreiben, aber mittlerweile bin ich von dem Groll weg, nur das Negative in meinem Ex sehen zu wollen. Klar, es macht das Ganze irgendwie erstmal leichter, verlieh mir auch ein gewisses Maß an Kraft, eine neue Wohnung zu suchen, all den Papierkram zu bewältigen, wieder auf eigenen Füßen zu stehen usw., denn irgendwann ist auch mal gut, dachte ich mir, es muss weitergehen. Ich WILL weitergehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter size-full wp-image-13869" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell -Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen.jpg" alt="Wechselmodell - Eine Mama berichtet von ihren Erfahrungen" width="735" height="1102" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 735px) 100vw, 735px" /></p>
<h2>Die Voraussetzungen für ein Wechselmodell</h2>
<p>Dass unser <strong>Kind</strong> uns beide braucht und auch haben soll, stand für mich immer fest. Die Erfahrungen, die ich als Angestellte u.a. für eine Anwältin im Familienrecht mitnahm, haben mir gezeigt, was ich unbedingt vermeiden will: Eine Schlammschlacht zwischen den Eltern, bei der das Wohl des Kindes völlig außer Acht gelassen wird, Hauptsache, man kann dem anderen Elternteil nur ordentlich schaden.</p>
<p>Diese Sichtweise hab ich zum Glück nie gehabt. Ich kenne zwar den Schmerz und die Wut, die immer wieder hochkommen, doch liegt es mir fern, meinem Ex deshalb sein Kind zu entziehen. Dass ich ein Problem mit dem Vater meines Kindes habe, muss doch nicht die Beziehung zwischen den beiden tangieren. Sollte es auch nicht.</p>
<p>Das Ziel war es also, dass Oliver seine Zeit zu gleichen Teilen bei seinem Vater als auch bei mir, seiner Mutter, verbringen konnte.</p>
<p>Und damit sind wir mMn schon bei einer der <strong>Voraussetzungen</strong> für ein Wechselmodell angekommen: Den eventuellen Streit, den die Eltern unter sich auszutragen haben, beiseite zu schieben, und stattdessen schauen, was gut fürs Kind wäre.</p>

<h2>Am Anfang war Chaos</h2>
<p>Das wöchentliche Wechselmodell lief aber nicht von Anfang an. Tatsächlich lief es eher ziemlich chaotisch ab. Wer so etwas zum ersten Mal durchmacht, wird sicher nachvollziehen können, dass man sich da auch erstmal reinfühlen und einen für alle Beteiligten passenden Weg finden muss.</p>
<p>Erstmal lief es aber wie gesagt chaotisch ab. Ich arbeitete montags, freitags und samstags, teilweise auch sonntags, im Verkauf, der Papa war selbstständig und konnte sich dementsprechend seine Zeiten besser einteilen.</p>
<p>Als dann aber der Lockdown kam und ich aufgrund der Kurzarbeit finanziell ziemlich dumm dastand, suchte ich mir als Sicherheit einen Zweitjob von dienstags bis donnerstags, ich arbeitete also 6, manchmal sogar 7 Tage die Woche. Finanziell sah es nun sehr entspannt für mich aus. Aber Freizeit? Zeit mit meinem Kind? Zeit für mich? Kaum. Und mein Exmann stellte relativ schnell fest:&#8220; Aber dann hast du ziemlich wenig Zeit mit Oliver&#8230;&#8220;</p>
<p>Und so dauerte es nicht lange, bis mein Ex vorschlug, dass wir das Wochenmodell einführten. Es gibt also kein Hin und Her mehr innerhalb der Woche, sondern eine konstante <strong>Woche</strong> für alle. Für den Papa, dass er auch mal am Wochenende Zeit für sich und seine neue Freundin hat. Für Oliver, weil es ihm Ordnung und Beständigkeit gibt. Und auch ich sah die <strong>Vorteile</strong> im Wechselmodell. 6 Tage die Woche zu arbeiten, das macht man vielleicht eine kurze Zeit, aber nicht auf Dauer mit.</p>
<p>Also reduzierte ich meine Einsatztage im Verkauf, um Oliver in &#8222;meiner&#8220; Woche innerhalb der Zeiten des Schulhorts abholen zu können. Der Zweitjob war eine Teilzeitstelle, ich hatte also auch an drei Tagen in der Woche früher Schluss, konnte Oliver zum Fußball und Schwimmen bringen oder wir hatten auch einfach einen Tag nur für uns zwei.</p>
<p>Wenn du dich auch gerade in dieser Findungsphase befindest, dann gib dem Ganzen <strong>Zeit</strong>, sich zu entwickeln. Es muss nicht von Anfang an alles passen und perfekt für alle laufen. Man muss schauen, wie es einem damit geht und bereit sein, etwas zu verändern, wenn es nicht gut funktioniert.</p>

<h2>Was könnte ein Wechselmodell gefährden?</h2>
<p>Damit bin ich auch gleich beim Thema: Was, wenn die/der Expartner*in nicht mit mir an einem Strang zieht?</p>
<p>Folgendes Beispiel: Oliver wurde von seinem Papa beim Fußball angemeldet. Er war dahinter, ihn anzumelden, zum Training zweimal die Woche zu bringen, weil es aufgrund meiner Angestelltenarbeit zeitlich immer sehr knapp und stressig geworden wäre, und hat Oliver auch später beim Schwimmen angemeldet.</p>
<p>Beim Schwimmen merke ich deutlich, wie viel Spaß es Oliver macht. Fußball ist zwar auch ganz nett, aber mit dem Herzen &#8211; so meine Einschätzung &#8211; ist er nicht 100%ig dabei. Wieso nicht einfach die Gelegenheit nutzen und was anderes ausprobieren? Oliver interessierte sich fürs Tanzen. Kurz angefragt beim Tanzstudio, ob ein Schnupperkurs drin wäre. Ja, kein Problem, findet montags statt. Naja, montags ist ja schon Fußball. Doof. Es wurde ein Tag vorgeschlagen, an dem ich bis 19 Uhr arbeiten musste, also fragte ich meinen Exmann, ob er Oliver dort das eine Mal zum Probetanzen hinbringen könnte.</p>
<p>Leider kam die Antwort nicht wie erhofft, denn er lehnte ab. Oliver schon zum Fußball und Schwimmen zu bringen, würde schon viel seiner Zeit in Anspruch nehmen. Wenn ich ihn zum Tanzen bringen wollen würde, müsse ich mich selber darum kümmern.</p>
<p>Da gab es noch andere Situationen, was Kleidung und Haarschnitt betraf. Leider haben beide Elternteile das gleiche <strong>Sorgerecht</strong>. Da kann also der Papa entscheiden, welche Kleidung und welchen Haarschnitt sein Kind bekommt bzw. nicht bekommt, wenn es die eine Woche bei ihm ist. Da sind mir als Mutter die Hände gebunden.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13872" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy.jpg" alt="Frau schaut irritiert aufs Handy" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das ist bitter, auch weil ich darin zu sehen glaube, dass Oliver in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll (halt &#8222;typisch&#8220; Junge: kurze Haare, Fußball und Schwimmen, aber Ballett? Lange Haare? Mh, nee&#8230;).</p>
<p>In solchen Momenten fühle ich mich hilflos, weil ich keine Möglichkeit sehe, wie ich Oliver da stärken kann. Alles, was ich kann, ist ihm zuzuhören, ihn zu ermutigen, für das, was ihm wichtig ist, den Mund aufzumachen und standhaft zu bleiben. Ich kann mit meinem Ex reden, aber gebracht hat das bislang nichts. Ich kann, was Olivers Hobbys und Interessen betrifft, nach einer anderen Möglichkeit schauen, wie er diese wahrnehmen kann. Kann vielleicht jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis Oliver zum Probetanzen bringen? Oder mal einen Tag Fußball ausfallen lassen? Oder selber mit ihm, wenn ich zu Hause bin, ein paar Tanzstunden einlegen?</p>
<p>Wenn der andere Elternteil nicht mitmacht, darf man nicht einfach aufgeben, sondern muss für sein Kind da sein und schauen, wie es vielleicht auf anderem Wege machbar wäre. Das macht das Wechselmodell in solchen Momenten <strong>schwierig</strong>. Es wäre schön, wenn beide Elternteile da an einem Strang ziehen, es ist mMn aber noch kein ausschlaggebender Grund, das Wechselmodell zu beenden, weil ich denke, dass es dennoch wichtig für Oliver ist, bei seinem Vater zu sein, auch wenn das bedeutet, dass es dort nicht immer abläuft, wie ich es gerne hätte.</p>
<h2>Bereitschaft zur Reflexion und Veränderung</h2>
<p>Es geht aber nicht immer um &#8222;Du! Du! Du!&#8220;. Man muss auch bereit sein, das eigene Verhalten zu <strong>reflektieren</strong> und sich Fehler einzugestehen. Auch ich habe Fehler gemacht.</p>
<p>Ich war teilweise noch so verletzt, dass ich nicht in der Lage war, vernünftig mit meinem Ex zu reden, wie man sich nun mal als erwachsener Mensch mit jemandem unterhalten sollte, auch wenn es schwer fällt. Doch gerade in Gegenwart seines Kindes bringt es nichts, sondern macht es nur noch schlimmer fürs Kind, wenn es sieht, wie sich die Eltern, die es ja beide trotzdem sehr liebt, fetzen und angiften.</p>
<p>In einer Situation war es mir aus einem mir noch heute nicht nachvollziehbaren Grund total wichtig, Nein zu meinem Ex zu sagen, dabei hatte er nur gefragt, ob er eine bestimmte Trinkflasche mitnehmen könnte. Nein, sagte ich, die nutze ich gerade selber, und gab ihm eine andere mit. Totaler Kindergarten, blicke ich heute auf diese Geschichte zurück, und ich denke mir, dass es Sachen nur unnötig verkompliziert und das eh schon angeschlagene Verhältnis belastet.</p>
<p>Ich hatte auch mal den Fehler begangen, die Zeit, in der Oliver von seinem Vater abgeholt werden sollte, bereits zu verplanen. Ich plante es zwar nicht fest ein und versprach auch nichts, stellte es aber in Aussicht. Aber es ist die Zeit von Oliver und seinem Vater &#8211; da hab ich mich nicht einzumischen.</p>
<p>Ich hatte auch den eigenen Anspruch an mich selbst, die Zeit, in der Oliver bei mir war, so schön wie nur möglich zu gestalten, geriet dadurch aber in Konflikt mit meinem Bedürfnis, für <strong>finanzielle Sicherheit</strong> zu sorgen. Ich setzte mich selbst so unter Druck, irgendwas ganz Besonderes und Ausgefallenes mit ihm unternehmen zu müssen, weil ich dem Irrglauben verfiel: Wenn ich nur möglichst tolle Sachen mit meinem Kind mache, wird es&#8230; ja&#8230; was eigentlich&#8230;? Mich mehr lieb haben? Dem Papa davon erzählen, dass es bei mir richtig toll war? Ihn neidisch machen? Beeindrucken?</p>

<h3>Calm down, mommy!</h3>
<p>Ich hatte mir selbst etwas vorgenommen, ohne wirklich zu Ende zu denken. Warum mache ich das denn? Hier geht&#8217;s doch nicht darum, jemandem die lange Nase zu zeigen. Hier geht&#8217;s um mein Kind. Und mein Kind war meist schon völlig damit zufrieden, wenn wir gemeinsam <a href="https://amzn.to/33kRmqF" target="_blank" rel="nofollow noopener">UNO</a>* spielten&#8230;</p>
<p>Es gehört <strong>Mut</strong> dazu, sich Fehler einzugestehen. Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, zu meckern und sich zu sagen, dass man das ja alles viel besser kann. Aber den Finger mal einzustecken und sein eigenes Verhalten zu betrachten, fällt schwer und ist unangenehm. Doch wenn man sich fragt: Für wen man ich das denn? Dann ist es plötzlich ganz einfach.</p>
<p>Für alle, die sich mal in die Lage ihres Kindes, das ebenfalls von der Scheidung und Trennung betroffen ist, versetzen möchten, empfehle ich mit ganzem Herzen den Brief &#8222;<a href="https://pb.ekma.de/uploads/pdf/2_3a-pdf_ZuElternkonsens.pdf">20 Bitten von Kindern an ihre geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern</a>&#8220; von Dr. Karin Jäckel. Ich hab ihn mir ausgedruckt und in die Wohnung gehangen, um mich immer wieder daran zu erinnern, ob das, was ich tue, wirklich zum <strong>Wohle</strong> meines Kindes beiträgt. Aufgrund dieses Briefs hab ich auch eingesehen, dass es nicht schön fürs Kind ist, wenn die Mama über Sachen, die der Papa &#8222;mal wieder&#8220; verbockt hat, meckert oder wenn man stattdessen vom Ex in Gegenwart seines Kindes über das, was man &#8222;mal wieder&#8220; vergessen hat, angeranzt wird.</p>
<p>Das Verhalten meines Ex&#8216; kann ich zwar nicht ändern, wohl aber mein eigenes. Ich habe mir also angewöhnt, mich bei Oliver nicht mehr über dessen Papa zu beschweren. <strong>Erwachsenenprobleme</strong> sind eh nicht die Aufgabe unserer Kinder. Wir Erwachsenen tragen dafür die <strong>Verantwortung</strong>, nicht sie.</p>
<h2>Mut haben, eigene Rechte wahrzunehmen</h2>
<p>Ich bin mir noch nicht sicher, ob meine letzte Entscheidung richtig oder falsch war, momentan bin ich aber zufrieden mit mir, weil ich wenigstens den Schritt getan habe, statt einfach nichts zu tun.</p>
<p>Und zwar geht es um das Thema Finanzen. Damals hatte ich mich nicht anwaltlich beraten lassen. Das war dem Umstand geschuldet, dass ich Schuldgefühle aufgrund der Scheidung hatte. Ich gab mir selbst die Schuld für das, was geschehen war, und gestand mir kein weiteres Recht zu, irgendwas zu verlangen. Ich wollte Konflikte vermeiden, ich hatte Angst, die gemeinsame Arbeit mit meinem Ex zu gefährden. Es gab damals viele Gründe für mich, nichts zu tun und alles einfach laufen zu lassen. So auch den Verzicht auf <strong>Versorgungsausgleich</strong>.</p>
<p>Nach einem für mich sehr aufwühlenden &#8222;Gespräch&#8220; mit meinem Ex sah ich mich dann aber derart ungerecht behandelt, dass ich all diese Ängste beiseite schob und mich anwaltlich beraten ließ.</p>
<p>Durch den Wechsel zum Wochenmodell verdiente ich nun deutlich weniger. Bei einem echten Wechselmodell, also wenn das Kind zu gleichen Teilen bei seinen jeweiligen Elternteilen wohnt, teilt man sich auch die gemeinsamen <strong>Kosten</strong> fürs Kind. Wenn aber ein Elternteil weniger verdient als der andere, wäre das ja unfair, also gibt es hierfür eine Berechnung, damit die Kosten <strong>fair</strong> aufgeteilt werden, d.h. je nach Einkommen des Elternteils, und auch ggf. Zahlungen auf Unterhalt fällig sind.</p>

<h3>Vor- und Nachteile abwägen</h3>
<p>Es ist mir immer noch wichtig, in Zukunft den <strong>Umgang</strong> mit meinem Ex auf friedlicher und sachlicher Ebene führen zu können, auch wenn sich immer mehr abzeichnet, dass das Thema Finanzen ziemlich schnell bei uns eskaliert. Mein Ex hat z.B. damals ein gemeinsames Kinderdepot für Oliver eingerichtet, damit er später finanziell besser da steht. Weil wir aber beide eh oft streiten, macht es aus Sicht meiner Anwältin wenig Sinn, gemeinsam darüber zu verfügen. Besser ist es, das Depot aufzuteilen, sodass jeder über die jeweilige Hälfte entscheidet, wie diese anzulegen ist. So eine Entscheidung kann aber auch ziemlich Zündstoff, wenn der Ex das z.B. persönlich nimmt &#8211; warum auch immer, denn das Geld soll ja weiterhin fürs Kind sein und nicht für einen selber, nur dass man eben jetzt selber darüber verfügt, ohne sich vom Ex reinreden lassen zu müssen &#8211; und einen nun dafür bestrafen möchte, indem er einem z.B. Hilfe in anderen Dingen untersagt.</p>
<p>Ja, so ist das, wenn ein getrenntes Paar sich weiterhin das Sorgerecht fürs gemeinsame Kind teilt&#8230; Auch wenn wir uns in einigen Dingen nicht einig sind, müssen wir uns zusammenreißen, miteinander reden und im Falle, dass man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, lernen, es zu akzeptieren oder sich für eine Veränderung entscheiden.</p>
<p>Wenn auch du in so einer ähnlichen Situation bist, kann ich dir nur raten: Lass mal eine/n Expert*in rüberschauen und dir eine entsprechende Einschätzung geben. Es heißt ja nicht, dass du sofort handeln musst, aber zumindest weißt du schonmal, woran du bist und was deine <strong>Rechte</strong> wären, wenn du sie denn wahrnehmen möchtest, und auch dein Gegenüber wird sich allein dadurch vielleicht schon anders verhalten, statt davon auszugehen, dass du schon Ja zu allem sagen und es abnicken wirst. Bei allem, was geschehen sein mag: Es ist dein gutes Recht. Wozu haben wir <strong>Gesetze</strong>, wenn man dann aus Angst vor Konflikten davor scheut, davon Gebrauch zu machen?</p>
<p>Dennoch sollte man, bevor man rechtliche Schritte einleitet, immer die Vor- und Nachteile abwägen. Wenn du dir unsicher bist: Mach eine Pro- und Contraliste. Was bringt es dir? Was gefährdest du? Ist es das wert?</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13873" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook.jpg" alt="Frau nachdenklich vor Notebook" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Ist das Wechselmodell gut für Kinder?</h2>
<p>Ob das Wechselmodell gut fürs eigene Kind ist, muss immer individuell betrachtet werden &#8211; das hast du dir sicherlich auch schon gedacht. Denn nicht jedes Kind wurde z.B. vor der Trennung zu gleichen Teilen von seinen jeweiligen Elternteilen betreut.</p>
<p>Stell dir vor, die Mama hat ihren Job nach der Geburt aufgegeben, weil sie festgestellt haben, dass es ihrem Baby nicht gut tut, mit einem Jahr in die Kita zu kommen. Es ist noch so sehr an die Mama gebunden, stillt dazu auch sehr oft, also entscheidet sich die Familie gemeinsam, dass die Mama zu Hause bleibt und sich ums Kind kümmert.</p>
<p>Auf der anderen Seite geht der Papa arbeiten, weil es finanziell für die Familie möglich ist, dass nur er der Alleinverdiener ist.</p>
<p>Dadurch, dass Mama und Kind 24/7 miteinander zu tun haben, entsteht natürlich eine ganz andere, enge Bindung und ein Vertrauen, als zu dem Papa, der Vollzeit arbeitet und vielleicht erst abends, wenn das Kind schon schläft, nach Hause kommt.</p>
<p>Jetzt stell dir mal vor, das Paar trennt sich und das Kind soll plötzlich im Wochenmodell eine Woche bei Mama und eine Woche beim Papa verbringen, weil die Mama ja auch irgendwie arbeiten gehen und Geld verdienen muss. Wahrscheinlich wird das Kind die Mama stark vermissen, weil es zu ihr mehr <strong>Vertrauen</strong> hat, als zum Papa.</p>
<p>Wenn aber das Kind z.B. schon älter und es auch gewohnt ist, dass die Mama mal weg, arbeiten oder whatever, und der Papa sich in der Zeit gut um es gekümmert hat, ist das ja eine ganz andere Basis, das Wochenmodell durchzuführen, verstehst du?</p>

<h2>Wie geht es meinem Kind mit dem Wechselmodell?</h2>
<p>Im Vordergrund sollte stets das Wohl des Kindes stehen, d.h. ich muss mich fragen: Welches Betreuungsmodell gibt meinem Kind die größtmögliche <strong>Sicherheit</strong>? Das kann man mMn erst herausfinden, indem man es eine Zeit lang ausprobiert und immer schaut, wie es dem Kind mit dieser Art von Betreuungsmodell geht. Wirkt es entspannt oder hab ich den Eindruck, dass es sich auffällig verhält?</p>
<p>Ich kenne mittlerweile auch Familien, die ebenfalls das Wechselmodell führen, bei dem aber <strong>keinerlei Kontakt und Austausch</strong> zwischen den getrennten Elternteilen besteht. Diesen Umstand finde ich sehr schade und auch schwierig für das Wechselmodell, denn ich als Mutter möchte schon wissen, wie es meinem Kind beim Papa mit der neuen Freundin ging, wie es in der Schule war, ob ich irgendwas wissen muss&#8230;</p>
<p>Man könnte annehmen: Ach, was, das klappt auch so. Ich sehe meinem Kind doch an, wenn irgendwas sein sollte. Als Elternteil kennt man sein Kind zwar gut, und ich behaupte auch von mir, dass ich meinem Kind anmerken würde, wenn es mir was verschweigt oder wenn es ihm nicht gut geht. Aber sich zu irren, ist menschlich, und manchmal hat man auch den Kopf voll mit anderen Dingen.</p>
<p>Gerade nach meiner Scheidung und der räumlichen Trennung, der Entfremdung zu meinem Ex, den ich seit mehr als 10 Jahren um mich hatte, hatte ich Momente, in denen ich einfach Zeit für mich brauchte. Zum Suhlen in Selbstmitleid, zum Weinen, zum Trauern und Bedauern, zum Fluchen und Wüten, Verzweifeln und, und und &#8211; das ganze <strong>Gefühlschaos</strong> einmal rauf und runter. Da hat man auch manchmal einfach nicht den Blick, zu erkennen, dass das Kind einem gerade (non-)verbal was mitteilt.</p>
<p>Und gerade, wenn der Kontakt zwischen den getrennten Eltern schwierig, unterkühlt und distanziert ist, und man es gerade mal schafft, sich fürs Kind zusammenzureißen, dann kann es passieren, dass man sein Kind völlig übersieht oder falsch einschätzt, wie es ihm gerade damit geht. Wie ist es für ein Kind, das 6 Jahre gewohnt war, Mama und Papa gleichzeitig um sich zu haben? Die lieb zueinander waren? Die sich zwar auch mal gestritten, aber auch wieder versöhnt haben? Mit denen immer gemeinsam gefeiert wurde, mit denen man gemeinsam auf der Couch gesessen, Dinge unternommen, Spiele gespielt, gegessen und im Bett gekuschelt hat? Wie ist es für ein Kind, wenn es das alles plötzlich nicht mehr hat und alles getrennt ist?</p>
<h2>Mut haben, sich Unterstützung zu holen</h2>
<p>Ich als Mutter habe den Eindruck, dass es meinem Kind gut mit dem Wechselmodell geht. Eine Woche bei Mama, eine Woche bei Papa. Ich höre zwar, dass der Papa nun einen <strong>strengeren</strong> Erziehungsstil pflegt, als wir es damals gemeinsam gemacht haben, da waren uns ein <strong>bedürfnisorientierter</strong> Umgang und eine Kommunikation auf Augenhöhe wichtig, aber vielleicht war das alles nur Maskerade, denke ich mir. Vielleicht entsprach dieser Weg nicht dem meines Exmanns und er hat es damals nur aus Anpassung getan. Ich weiß es nicht. Menschen ändern sich. Und dann verstehe ich, wenn mein Kind sagt, dass es lieber 7 Wochen bei mir und 3 Wochen beim Papa sein möchte. Ich bin zwar nicht die Mama, die alles durchgehen und sich gefallen lässt, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es natürlich schöner bei dem Elternteil ist, der nicht so streng ist wie der andere. Ist das ein Grund, jetzt vom echten Wechselmodell zum <strong>Residenzmodell</strong> zu wechseln, bei dem das Kind einen festen Wohnsitz hat, statt zwei? Ich weiß es nicht.</p>
<p>Und wenn man was nicht weiß, dann muss man sich halt schlau machen. Sich mit anderen Familien unterhalten und sich austauschen. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Zu letzterer Idee riet mir übrigens meine Anwältin.</p>
<p>Und zwar fand ich es eine wirklich klasse Idee, Oliver Gesprächsstunden bei einem <strong>Psychiater</strong> zu ermöglichen. Es steht zwar noch kein fester Termin an, der Kontakt ist gerade einmal hergestellt, aber ich bin froh, mich auf diesen Weg begeben zu haben, denn ich hab keine Psychologie studiert. Ich bin auch, wenn man mal ehrlich ist, keine unbefangene Person, bei der sich mein Kind mit all seinem Kummer und all seinen Sorgen ausweinen kann. Natürlich bin ich immer für Oliver da, um ihm zuzuhören, wenn er das denn möchte, aber ich verstehe, dass er sich mit Geschichten über den Papa zurück hält, weil er dadurch in einen <strong>Gewissenskonflikt</strong> geraten könnte.</p>
<p>Deshalb finde ich es umso wichtiger, dass Oliver stattdessen eine Person hat, der er sich anvertrauen kann, die unvoreingenommen und neutral ist. Auf diesem Wege kann man dann feststellen, ob das gewählte Betreuungsmodell wirklich die <strong>richtige Wahl</strong> fürs eigene Kind war oder ob sich gerade der Wunsch des Kindes nach einem anderen Betreuungsmodell entwickelt.</p>
<p>Bei den aktuellen Wartezeiten, die nicht selten mehrere Monate dauern können, weil ein Großteil der Psychiater*innen nicht gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen können, wird man, wenn man nicht so lange warten möchte, wohl oder übel ins eigene Portemonnaie greifen müssen. Zur Problematik mit den Therapieplätzen schau dir gerne mal das YouTube Video von Jan Böhmermann bzw. dem ZDF Magazin Royale an.</p>
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<h2>Fazit</h2>
<p>Es gibt sicherlich gute Gründe, warum ein echtes Wechselmodell für manche Familien nicht infrage kommt, aber wenn man dieses Betreuungsmodell wählt, braucht es meiner Erfahrung nach:</p>
<ul>
<li>zuallererst den Blick auf das Wohl des Kindes, unabhängig davon, was für einen Zwist die Eltern untereinander austragen</li>
<li>einen sachlichen Austausch zwischen den Eltern: Wie lief die Woche? Gibt es wichtige Neuigkeiten? Welche Sachen sollen beim Wechsel mitgenommen werden?</li>
<li>Kooperation! Bei uns findet z.B. Sonntag Abend der Wechsel statt. Da erwarten wir gegenseitig voneinander, dass gemeinsame Sachen eingepackt und die Hausaufgaben erledigt sind. Nehmt es nicht persönlich, wenn doch mal was fehlt oder vergessen wurde, Menschen machen Fehler, und gerade bei Veränderungen braucht es Zeit, sich daran zu gewöhnen. Aber wenn sowas häufiger vorkommt, muss das geklärt oder irgendeine Lösung her, damit das Problem nicht mehr vorkommt.</li>
<li>Wohlwollen, z.B. dass ich mich für mein Kind freuen kann, wenn es die Zeit bei seinem Papa genossen hat, statt neidisch oder traurig zu reagieren, aber auch Wohlwollen gegenüber der/m Expartner*in</li>
<li>Mut und Bereitschaft zur Selbstreflexion, sich Fehler einzugestehen und (sich) ggf. entwickeln zu wollen</li>
<li><strong>Vertrauen</strong>, auch wenn z.B. ein gemeinsames Kinderkonto für gemeinsame Kosten oder ein Depot für die spätere finanzielle Absicherung des Kindes eingeführt worden ist. Wenn es kein Vertrauen gibt, dann ist es mMn auch nicht verwerflich, Konten oder Depot zu trennen, damit sich jeder Elternteil selbst um die eine Hälfte bzw. den jeweiligen Anteil kümmert.</li>
<li>Finanzielles fair und sachlich klären, ohne daraus eine persönliche Kiste machen zu wollen</li>
<li>&#8222;See me beautiful&#8220; &#8211; im Sinne der GFK immer das Beste in einem Menschen sehen wollen, gerade, wenn es Konflikte gibt</li>
</ul>
<p>Und wenn die Eltern aufgrund der Trennung ihre Probleme damit haben, ist wohl doch noch eine Veränderung nötig &#8211; egal, wie die für einen persönlich auch aussehen mag.</p>
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<div id="tcpp-iframe-rs" style="width: 100%;">Streitigkeiten in Familiensachen können ganz schön ins Geld gehen, deshalb empfehle ich eine Rechtschutzversicherung, die in solch einem Fall die Anwaltskosten, z.B. für ein Beratungsgespräch oder für eine evtl. spätere Streitigkeit vor Gericht auch weitere Kosten, wie z.B. die anwaltliche Vertretung als auch die Gerichtskosten tragen würde.</div>
<div></div>
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<div>Wer sich keinen Rechtsbeistand leisten kann oder über keine Rechtschutzversicherung verfügt bzw. die jetzige Versicherung nicht greift, kann auch erstmal die kostenlosen <strong>Beratungsangebote</strong> z.B. beim Jugendamt in Anspruch nehmen. Ich kann es nur jeder/m ans Herz legen, sich dahingehend beraten zu lassen. Die Einschätzung einer Person zu hören, die sich mit dem Thema Scheidung, Trennung, Sorgerecht usw. auskennt, gibt einfach Sicherheit und Klarheit, finde ich. Und es tut gut, jemanden zu haben, der ein offenes Ohr für einen hat und Verständnis zeigt. Balsam für die Seele.</div>
<p>Am Ende, muss ich sagen, ist das Single Dasein zwar manchmal echt einsam, es ist aber auch eine für mich wichtige und auch notwendige Erfahrung. Ich war nie allein. Es war immer jemand für mich da. Und das, blicke ich auf meine Kindheit zurück, manchmal auch in Momenten, in denen es mir gut getan hätte, mal selbst nach einer Antwort oder Lösung suchen zu müssen, statt alles präsentiert zu bekommen.</p>
<p>Kam ich aus einer Beziehung raus, war die nächste schon am Start. Ich war auch beziehungsmäßig nie allein. Und doch finde ich diese Erfahrung, unabhängig und auf sich gestellt zu sein, total wichtig. Da ist niemand außer mir, der die Verträge im Blick hat, kündigt, nach besseren Angeboten sucht und neue abschließt. Keiner da, der sich um den Haushalt kümmert. Nur ich, die sich jetzt Gedanken ums finanzielle, seelische und körperliche Wohlergehen kümmern muss.</p>
<p>Es ist auf jeden Fall noch viel zu lernen und manchmal erschlägt mich der Berg an To Do&#8217;s, sodass ich erstmal runterkommen, atmen, mich sortieren und mich dann Step by Step ans Werk machen kann, aber ich bin &#8211; zumindest jetzt gerade in diesem Moment &#8211; zuversichtlich, dass es nur noch besser werden kann.</p>
<p>Wenn auch du mir von deinen <strong>Erfahrungen</strong> berichten oder den einen oder anderen <strong>Tipp</strong> für Menschen wie mich hast, die getrennt leben und sich das Sorgerecht teilen, dann freue ich mich, unten in den Kommentaren darüber zu lesen.</p>
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		<title>Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 17:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Paare sich dazu entscheiden, ein gemeinsames Kind zu bekommen, schweben sie womöglich auf Wolke 7 und haben wenig Vorstellungen, wie das Elternsein so ist, es sei denn, sie haben schon Kinder aus anderen Beziehungen, dann wissen sie in etwa, was auf sie zukommt. Mama und Papa zu werden, ist etwas Großartiges und Überwältigendes ohne ... <a title="Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/krise-ueberwinden-das-erste-jahr-mit-kind/" aria-label="Mehr zu Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wenn Paare sich dazu entscheiden, ein gemeinsames Kind zu bekommen, schweben sie womöglich auf Wolke 7 und haben wenig Vorstellungen, wie das <strong>Elternsein</strong> so ist, es sei denn, sie haben schon Kinder aus anderen Beziehungen, dann wissen sie in etwa, was auf sie zukommt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mama und Papa zu werden, ist etwas Großartiges und <strong>Überwältigendes</strong> ohne Frage, doch sollten sich Pärchen über gewisse Dinge schon vor der Geburt des kleinen Menschen klar sein und zusammen über Erwartungen, Ängste und <strong>Herausforderungen</strong> sprechen, damit später in der <strong>Neugeborenenzeit</strong> nicht das “böse” <strong>Erwachen</strong> kommt. </span></p>
<p><span id="more-13199"></span></p>

<h2>Krise überwinden &#8211; Als Paar durch die Neugeborenenzeit</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Paar alleine lebt man so in den Tag hinein, das ändert sich schlagartig, wenn das Baby dann da ist. Plötzlich dreht sich alles um dieses kleine Wunder auf Erden. Alles muss sich <strong>neu sortieren</strong>. Jeder seine Rolle neu finden. Pärchenzeit ist rar und es liegt nun in der Hand des Paares, Lücken für liebevolle Zeiten zu finden, um sich gegenseitige <strong>Aufmerksamkeit </strong>und Wertschätzung zu schenken. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-im-erste-jahr-ueberwinden.jpg" alt="Krise-im-erste-Jahr-überwinden" width="381" height="801" /></p>
<h2>Meine Geschichte</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich beschloss Mama zu werden, malte ich mir alles rosig aus, aber hatte nicht wirklich den geringsten Schimmer, wie es dann in der <strong>Realität</strong> aussehen könnte. Ich dachte an süße kleine Babyfüße, an das erste Lächeln meines Babys und an eine erste tolle Kennenlern- und <strong>Kuschelzeit</strong>. Dann kam alles anders, darauf komme ich gleich zurück. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer heutigen Zeit, wo viele Familien nicht mehr unter einem Dach leben, sehen wir eher selten andere Mamas und wie sie mit ihren Babys umgehen. Uns fehlt einfach die <strong>Erfahrung</strong>, Vorbilder und auch die Unterstützung des Mehrgenerationenhaushalts. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber nun zurück zu mir. </span></p>

<h2><strong>Die Geburt</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Geburt meines ersten Sohnes wollte ich nicht in einem Krankenhaus stattfinden lassen. Ich fühlte mich dort zu <strong>fremdbestimmt</strong> und nicht wohl, hatte ich schon viele negative Berichte dazu gehört und gelesen. Also suchte ich mir ein Geburtshaus, wo ich mich wohl fühlte und mir die Hebammen auch <strong>sympathisch</strong> waren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Tag der Geburt musste ich aber leider Gottes <strong>gewaltvolle</strong> und unangekündigte Interventionen erfahren, sodass ich erst einmal, ja ich würde sagen,<strong> traumatisiert</strong> war. Ich brauchte einige Wochen, um das Ganze zu verdauen. Warum ich euch das erzähle? Weil es nicht egal ist, wie wir <strong>gebären</strong>, ganz zu schweigen davon, wie wir selber geboren werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wollte die erste Kuschelzeit eigentlich genießen, konnte es aber nicht wirklich, weil ich psychisch gar nicht anwesend war, und die <strong>Hormone</strong> trugen noch zusätzlich ihren Teil dazu bei. Erst nach 2-3 Wochen kam ich wieder zu mir und konnte mich besser auf mein frisch geborenes <strong>Baby</strong> einlassen. Ich hatte einiges aufzuholen und wünsche jeder Frau eine <strong>gewaltfreie</strong> und selbstbestimmte Geburt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frauen, die unter der Geburt Gewalt erleben, brauchen umso mehr die <strong>Unterstützung</strong> und das Verständnis des Partners. Die bekam ich auf jeden Fall auch. Es geht mir darum, dass man sich vorher im Klaren ist, wo man <strong>gebären</strong> möchte und was man auf keinen Fall möchte. Es ist wichtig, dass der Partner dann da ist, um die Frau aufzufangen und ihr den nötigen Halt zu geben, <strong>psychisch</strong> wie emotional. Denn das kann die Beziehung zueinander auf jeden Fall auf die Probe stellen, sollte der Mann nicht für die Frau da sein und sie sich alleine und verlassen mit ihren Gedanken und <strong>Verletzungen</strong> fühlen. </span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13238 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Krise überwinden-das-1.-jahr.jpg" alt="Das_erste_Jahr" width="680" height="430" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span><span style="font-weight: 400;"> </span></span></p>
<p><b>Such dir eine Geburtsstätte aus, wo du ein gutes Gefühl hast. Wo du dich sicher und gut aufgehoben fühlst. Du kannst das leicht daran erkennen, wenn du dir ein Krankenhaus oder Geburtshaus genau anschaust. Wie geht das Personal miteinander um? Gibt es Stress und Hektik, sodass du annehmen musst, unter der Geburt nicht gut versorgt zu werden? Habe bei der Geburt deinen Partner oder eine andere vertraute Person dabei, die für dich das Wort &#8211; in der wohl sensibelsten Phase deines Lebens &#8211; erheben kann. Schreibe einen Geburtsplan, in dem steht, was du möchtest und was du auf keinen Fall möchtest. Sei selbstbestimmt, vertraue auf dich und auf deinen Körper. </b></p>
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<h2><strong>Der Umgang mit dem Kind</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die heutige <strong>Elternschaft</strong>, zumindest ein großer Teil von ihnen, möchte mit ihren Kindern anders umgehen, als sie es selbst einst erlebten. Sie nehmen Abstand vom Schreien lassen (lies mehr zum Thema schreien lassen in meinem Beitrag  <a href="https://www.milchtropfen.de/was-schreien-lassen-mit-deinem-baby-macht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Was schreien lassen mit deinem Baby macht&#8220;</a>),</span><span style="font-weight: 400;"> <strong>Strafen</strong> und anderer psychischer und physischer Gewalt. Sie leben bedürfnis-, bindungs- und <strong>beziehungsorientiert</strong>, weil sie spüren, dass dies der bessere Umgang mit dem Kind ist. Sie <strong>reflektieren</strong> sich selbst und schauen auf die Bedürfnisse hinter dem kindlichen Verhalten. So weit so gut. Was aber, wenn sich beide Partner nicht einig sind? Wenn der Eine einen anderen Umgang mit dem Kind pflegt als der Andere? <strong>Konflikte</strong> vorprogrammiert. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich persönlich habe vor der Geburt meines ersten Sohnes damit begonnen, Bücher zum Thema <strong>Bindung</strong> und Beziehung zu lesen. Habe in Blogs rumgestöbert, um zu schauen, was Kinder eigentlich brauchen. All das habe ich damals an meinen Partner herangetragen, es fühlte sich stimmig für mich an, mein Baby nicht schreien zu lassen, es mit im <strong>Familienbett</strong> schlafen zu lassen, es zu stillen, zu tragen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für meinen <strong>Partner</strong> fühlte es sich glücklicherweise auch stimmig an, sodass wir meist an einem Strang zogen. Trotzdem unterscheidet sich unser “Erziehungsstil”, weil Männer und <strong>Frauen</strong> da einfach auch anders ticken und das ist auch gut so. Der Papa soll ja nicht so sein, wie die Mama und andersherum auch nicht, das wäre viel zu langweilig, hat doch jeder seinen eigenen guten <strong>Part</strong> beizutragen. </span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span></p>
<p><b>Informier dich vorher und spreche mit deinem Partner darüber, wie genau ihr euer gemeinsames Kind aufziehen möchtet. Du kannst schauen, ob ihr da auch auf einer Wellenlänge liegt. Ihr könnt euch gegenseitig dabei unterstützen und euch reflektieren, wenn ihr merkt, es läuft nicht so, wie ihr es gerne hättet. </b></p>
<p><b>Eure eigene Kindheit spielt da auch eine wesentliche Rolle, weil wir automatisch die Erziehungsmuster unserer Eltern übernehmen. Bei manchen muss die eigene Kindheit erst mit therapeutischer Hilfe aufgearbeitet werden, damit sie es schaffen, wirklich liebevoll und auf Augenhöhe mit dem Kind umzugehen. Ihr müsst nicht perfekt sein, das geht auch gar nicht! Aber schaut, dass es euch und dem Kind dabei gut geht. </b></p>
<h2><strong>Alleine zuhause mit dem Neugeborenen</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich hatte glücklicherweise das Privileg, dass ich nie <strong>alleine</strong> mit meinem ersten und auch nicht mit meinem zweiten Sohn war, denn mein Partner arbeitet von zu Hause aus. Natürlich gab es hier und da schon Geschäftsreisen, auf die er uns auch gelegentlich mitnahm, aber den Rest der Zeit war er immer da und vor allem in der Anfangszeit. Ich für meinen Teil war froh, nicht alleine zu sein und einen Partner zu haben, der schon ein <strong>Kind</strong> aus einer anderen Beziehung hatte und sich somit gut auskannte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für Frauen, bei denen der Mann aber von frühs bis abends arbeiten ist, kann es sehr <strong>herausfordernd</strong> sein. Sie fühlen sich vielleicht im Stich gelassen und gerade in der Anfangszeit mit dem ersten Kind auch überfordert und <strong>hilflos</strong>, vor allem dann, wenn sich Probleme, wie z. B. vieles Schreien oder <strong>Stillprobleme</strong> , von den mehrfach unterbrochenen Nächten und dem damit verbundenen <strong>Schlafmangel</strong> mal ganz zu schweigen. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13267 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/neugeborenenzeit-krise.jpg" alt="Neugeborenenzeit-Krise" width="680" height="430" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das<strong> seelische Wohlbefinden</strong> der frisch gebackenen Mamas ist von hoher Bedeutung, denn es entscheidet mitunter, wie gut die <strong>Bindung</strong> zwischen Mama und Kind und auch andersherum gelingen kann. Denn nur, wenn die Mama sich gut fühlt, kann sie <strong>feinfühlig</strong> genug auf die Bedürfnisse ihres Babys eingehen. Glücklicherweise gibt es dafür die <strong>Wochenbetthebammen</strong>, die helfen, da sind und immer ein offenes Ohr haben. Denen ihr eure Fragen stellen und eure <strong>Sorgen</strong> mitteilen könnt. </span></p>
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<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp für dich:</span></p>
<p><b>Besorge dir frühzeitig eine Wochenbetthebamme, die dich in der ersten Zeit betreuen kann. Sie kann dir auch eine Verordnung für eine Haushaltshilfe/Familienpflege</b><b> ausstellen.</b></p>
<p><b>Sprich dich mit deinem Partner ab: ob, wie lange und wann genau er seinen Vaterschaftsurlaub nimmt. Jede Frau ist anders, manche wuppen das auch alles alleine, aber ein wenig Unterstützung gerade in der Anfangszeit ist von Vorteil.</b></p>
<p><b>Wenn der Partner aus irgendwelchen Gründen nicht zuhause sein kann, wäre es gut, wenn du dir Hilfe und Unterstützung von Nachbarn, Freunden und der Familie holen kannst. Die dir etwas Warmes zu essen bringen, den Haushalt schmeißen und dir das Baby für einen kurzen Moment abnehmen, damit du unter die Dusche huschen kannst. Wenn du einen großen Gefrierschrank besitzt, kannst du auch vor der Geburt vorkochen und es einfrieren, damit genug zu essen Zuhause ist. </b></p>
<p><b>Und, trefft euch mit anderen Mamas, um euch auszutauschen, gegenseitig zu stärken und damit ihr euch tagsüber nicht so alleine fühlt. </b></p>
<h2><strong>Konflikte in der Elternschaft</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>Rückbildung</strong> der Hormone, das dünne Nervenkostüm und <strong>Übermüdung</strong> können zu Konflikten in der Partnerschaft führen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Zeit mit dem Neugeborenen kann sehr herausfordernd sein und die Mama ist abends froh, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, damit sie sich um sich selber <strong>kümmern</strong> kann. Ich denke, dass da viele Vorstellungen auseinandergehen, denn seien wir mal ehrlich, ist nicht nur die Mama vom Tag crocki und müde, sondern auch der Partner von seiner Arbeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass genau dieses Thema ein gewaltiger <strong>Konfliktherd</strong> werden kann, wenn die Mama sich nicht <strong>wertgeschätzt</strong> fühlt, in dem, was sie tagtäglich leistet, und dem Partner geht es da meist nicht anders. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13244 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen.jpg" alt="Krise-als-Paar-eines-Neugeborenen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Paare <strong>trennen</strong> sich in dieser herausfordernden Phase: </span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">“Dass solche Erfahrungen keine Seltenheit sind, spiegelt sich auch in statistischen Zahlen wider. Bei etwa der Hälfte aller Scheidungen haben die Paare laut Statistischem Bundesamt minderjährige Kinder. 40 Prozent dieser Trennungen finden bereits im ersten Jahr nach der Geburt des ersten Kindes statt.“</span></i><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich denke, dass mit etwas Unterstützung, Absprachen und Verständnis <strong>Trennungen</strong> vermeidbar wären.</span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span></p>
<p><b>Tauscht euch darüber aus, wie ihr die Abende oder allgemein die Tage, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, gestalten wollt, um mühselige Konflikte zu vermeiden. Versteht euch als Team um gemeinsam aufkommende Konflikte zu lösen. </b></p>
<p><b>Ihr könnt Vereinbarungen treffen, die auf die Bedürfnisse von euch beiden abgestimmt sind, sodass der Partner sich vom Tag erholen kann, genauso wie die Mama auch. Einigt euch darauf, wie ihr die Haushaltsaufteilung gestalten möchtet. Denn anfangs, wenn die Frau zuhause ist und den meisten Teil des Haushalts schmeißt, schleicht sich schnell Gewohnheit für den Partner ein. Sprecht darüber, was euch stört oder was ihr gerne anders hättet, der andere kann es nicht riechen oder Gedanken lesen. Jeder ist auch für sich selbst verantwortlich &#8211; Selbstfürsorge eben. Das musste ich auch erst lernen. </b></p>
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<h2><strong>Der Partner in seiner Rolle </strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Er muss sich auch erst in seiner neuen Rolle als <strong>Papa</strong> finden und sich mit der wenigen Paarzeit arrangieren, wenn die Mama die meiste Zeit mit dem Stillen und der <strong>Pflege</strong> des Babys beschäftigt ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich kann nur <strong>empfehlen</strong>, dass der frisch gebackene Papa auch einen Teil der Pflege übernimmt, damit sich eine gute Bindung zum Kind aufbauen kann. Auch wenn die Papas erst im 2. Lebensjahr eine immer wichtigere Rolle beim Kind spielen, sollte er mit dem Baby <strong>kuscheln,</strong> spielen und es in der Trage tragen. So ist es später auch wahrscheinlicher, dass der Papa das Ins-Bett-Bringen übernehmen kann.</span></p>
<h2><b>Alles auf einen Blick:</b></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die Geburt ist ausschlaggebend für das <strong>emotionale</strong> und psychische Wohlbefinden der Mama </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Achte auf eine gute Geburtsstätte &#8211; schau dir alles gut an, schau, ob du dich wohl fühlst und erstelle einen <strong>Geburtsplan</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Besprich mit deinem Partner, wie genau ihr euer Kind aufziehen möchtet </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Besorge dir so früh wie möglich eine Hebamme für das sensible Wochenbett und auch <strong>Unterstützung</strong> für die Anfangszeit durch Familie, <strong>Nachbarn</strong>, Bekannte oder auch durch eine <strong>Familienpflege</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sprich mit deinem Partner über Dinge, die dir nicht gefallen und schaut zusammen, wie ihr eure <strong>Bedürfnisse</strong> erfüllen könnt, denn niemand kann die Bedürfnisse und Wünsche des anderen erraten <strong>#SELBSTFÜRSORGE</strong> </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Beziehe den <strong>Papa</strong> in die Pflege und Umsorgung des Babys mit ein, damit sich eine stabile <strong>Bindung</strong> entwickelt kann </span></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff6600;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13242 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby.jpg" alt="das-erste-Jahr-mit-Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wünsche euch eine tolle <strong>Schwangerschaft</strong>, eine atemberaubende, selbstbestimmte <strong>Geburt</strong> und eine kuschelige Kennenlernzeit als <strong>Familie</strong>. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sprecht über eure <strong>Erwartungen</strong>, tauscht euch mit anderen Familien aus und haltet euch immer im Hinterkopf, dass ihr nicht perfekt sein müsst. Lasst den <strong>Haushalt</strong> liegen, wenn ihr merkt, dass es euch an eure Grenzen bringt. Sorgt gut für euch und genießt die Zeit als <strong>Eltern</strong>, Paar und auch alleine als Mann und Frau.</span></p>
<p>Wie erging es euch in der ersten Zeit mit Kind? Konntet ihr aufkommende Konflikte gut klären? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!</p>

<p><strong>Quellen</strong></p>
<p>&#8222;<a href="https://www.t-online.de/leben/familie/erziehung/id_56924968/wenn-kinder-zum-trennungsgrund-werden.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trennungsgrund Kind  &#8211; Wenn das Elternsein in die Krise führt</a>&#8220;</p>
<p>&#8222;<a href="https://familienpflege.nbhs.de/vor-dem-ersten-einsatz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vor dem ersten Einsatz</a>&#8222;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>12 von 12 &#8211; Juli 2017</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/12-von-12-juli-2017/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 21:23:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[12 von 12]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[allein]]></category>
		<category><![CDATA[Babysitter]]></category>
		<category><![CDATA[einer dieser Tage]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Freundinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitstillen]]></category>
		<category><![CDATA[Mamatag]]></category>
		<category><![CDATA[Pause]]></category>
		<category><![CDATA[stillen]]></category>
		<category><![CDATA[stressig]]></category>
		<category><![CDATA[traurig]]></category>
		<category><![CDATA[treffen]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[trösten]]></category>
		<category><![CDATA[U-Boot]]></category>
		<category><![CDATA[unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Verabschiedung]]></category>
		<category><![CDATA[weinen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute wollte ich mich nach 2 Jahren endlich mal wieder allein (ohne Kind) mit meinen Freundinnen treffen. Wie dieser Tag so lief, erfährst du in 12 Bildern. 12 von 12 &#8211; Juli 2017 Wir werden alle vom liebevollen Dröhnen des Rasenmähers auf dem Hof geweckt. Der kleine Mann hilft sich erstmal mit einem Schlückchen Milch ... <a title="12 von 12 &#8211; Juli 2017" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/12-von-12-juli-2017/" aria-label="Mehr zu 12 von 12 &#8211; Juli 2017">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wollte ich mich nach 2 Jahren endlich mal wieder allein (ohne Kind) mit meinen <strong>Freundinnen</strong> treffen.</p>
<p>Wie dieser Tag so lief, erfährst du in 12 Bildern.</p>
<p><span id="more-6109"></span><div id='c3185_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>12 von 12 &#8211; Juli 2017</h2>
<p>Wir werden alle vom liebevollen <strong>Dröhnen</strong> des Rasenmähers auf dem Hof geweckt. Der kleine Mann hilft sich erstmal mit einem Schlückchen Milch über den Lärm hinweg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6111" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind im Familienbett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann gibt&#8217;s statt Frühstück erstmal&#8217;ne ordentliche Portion <strong>Spiiiiiiiiiieleeeeeeeeen</strong>!!! Und zwischendurch &#8211; natürlich &#8211; Mültsch!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6112" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind neben Bausteinen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Irgendwann bin ich dann aber sowas von ausgelutscht, dass ich erstmal selber zu Kräften kommen muss. Also <strong>Frühstück</strong> machen! Leckeres Müsli! Und der kleine Mann&#8230; ach, sieh selbst&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6118" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind bei der Zubereitung des Frühstücks" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der kleine Mann will zum Frühstück kein Müsli. Er haut seine Zähne lieber in&#8230; na???&#8230; in einen <strong>Maiskolben</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6116" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Kind isst Maiskolben" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Zähneputzen</strong> muss auch noch sein. Was der kleine Mann macht? Joah, der trinkt gerade Milch&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6115" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind beim Zähneputzen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann schauen wir ein wenig auf dem Tablet. Ich bereite den kleinen Mann darauf vor, dass Tanja, seine <strong>Babysitterin</strong>, heute kommen wird. Er freut sich. Über die Nachricht, dass ich heute mal ein paar Freundinnen treffen und weg sein werde, ist er weniger begeistert.</p>
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<p>Dann hat der kleine Mann &#8211; wie seit einigen Tagen &#8211; Bock auf Pfannkuchen. Ei, Hafermilch, Mehl und Olivenöl &#8211; mehr braucht&#8217;s dafür nicht. Außer vielleicht noch etwas MuMi. Aber nicht für die <strong>Pfannkuchen</strong>&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6113" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind beim Pfannkuchenbraten" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nach dem ersten gebratenen Pfannkuchen hat der kleine Mann keinen <strong>Bock</strong> mehr und verdünnisiert sich. Ich steh allein in der Küche und mach die restlichen Pfannkuchen fertig, während mein Kind vom Wohnzimmer aus nach mir ruft. Zum Glück ist Papa auch noch da&#8230;</p>
<p>Dann lesen wir <strong>Bücher</strong>&#8230; und stillen&#8230; und spielen&#8230; und stillen&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6114" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind neben Buch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Irgendwann wird der kleine Mann müde. Zeit für den <strong>Mittagsschlaf</strong>. Und ein Schlückchen Milch&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6117" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind im Familienbett zu Mittagsschlaf" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Jetzt kommt der schwierige Part &#8211; Verabschiedung</h2>
<p>Dann kommt die Babysitterin und wird herzlich begrüßt. Der kleine Mann will, dass ich noch mit ihm spiele. Solange ich noch nicht los muss, bin ich also für ihn da. Wir machen Kissenschlachten und verbuddeln den Kleinen unter Kissen und Decken.</p>
<p>So vergeht eine ganze Weile. Bis ich dann irgendwann nur noch eine halbe Stunde Zeit habe. Dann noch eine Viertelstunde. Und mich der kleine Mann die ganze Zeit über nicht gehen lässt.</p>
<p>Ich lasse mir <strong>Zeit</strong>. Nehme ihn hoch. Stille ihn. Rede mit ihm. Dass ich wiederkommen werde. Was er solange machen möchte. Das bringt ihn wieder zum Lachen und er geht weg von mir. Aber sobald es ans Verabschieden geht&#8230; Keine Chance.</p>
<p>Irgendwann kommen wir auf ein U-Boot zu sprechen. Ich soll nach einem U-Boot Ausschau halten, meint der kleine Mann zu mir. Alles klar, mach ich. Und du, kleiner Mann, suchst auch nach einem U-Boot. Wenn wir uns dann heute Abend sehen, zeigen wir uns die U-Boote.</p>
<p>Nachdem ich eine halbe Stunde zu spät bin, verabschiede ich mich und gehe. Mein Mann und die Babysitterin trösten den kleinen Mann. Ich stehe da so mitten im Flur und warte kurz. Als ich mich auf den Weg mache, sehe ich, dass die Nachbarn ihre Türe offen stehen haben. Wenn die mir jetzt mit irgendeinem Spruch kommen&#8230; Dann kann ich für nix mehr garantieren.</p>
<p>2 Jahre. <strong>Einmal</strong> mit Freundinnen treffen. Sonst immer mit Kind. Heute einfach mal ohne. Einmal. Das muss doch mal drin sein oder? Aber während ich so im Auto sitze, denke ich ganz anders darüber. Mir ist mulmig und ich fühle mich scheiße und schlecht.</p>

<h2>Karma</h2>
<p>Und dann holt mich das Karma ein!</p>
<p>Das <strong>Wetter</strong>? Hinreißend regnerisch! Nix mit Eis schlecken im Café, während wir uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Stattdessen watscheln wir in Regenmontur bekleidet durch strömenden Regen und quatschen. Zumindest halten meine neuen Gummistiefel. Im Gegensatz zur Regenjacke. Ich bin pitschenass unten drunter.</p>
<p>Großartig etwas <strong>unternehmen</strong>? Nüscht! Freundinnen haben keine Kohle und wollen nix ausgeben. Läuft&#8230;</p>
<p>Unterwegs bastel ich aus gefundenen Sachen ein U-Boot. Außerordentlich begeistert davon bin ich aber nicht. Also gehen wir noch in ein Geschäft und besorgen ein RICHTIGES U-Boot.</p>
<p>Nach etwa einer Stunde (!) verabschieden wir uns wieder. Ich hatte mir das Treffen ein klein wenig anders vorgestellt. Länger irgendwie&#8230; Aber gut. Wird ja nicht das letzte Mal gewesen sein.</p>
<p>Also ab ins Auto und nach Hause. Navi? Hat keinen Empfang. Ich gurke also irgendwo in den Gassen umher. Bin immer noch mit den Gedanken bei meinem Sohn. Und stehe plötzlich einem Taxi gegenüber, dem ich die <strong>Vorfahrt</strong> genommen habe. Ja und dann lassen sich natürlich alle immer so schön aus über einen, wenn sie so richtig in Fahrt sind. Das fehlte mir gerade noch. Jaja, zeig mir, dass ich einen Vogel habe&#8230; Weiter geht die Fahrt&#8230;</p>
<p>Dann fahre ich allen hinter mir wohl zu langsam und werde mit einem ohrenbetäubenden Brummen überholt. Dann nehme ich nochmal jemandem die Vorfahrt. Ich bin so durch den Wind, dass ich mir merke:</p>
<blockquote><p>NIE WIEDER IN SOLCHEN GEMÜTSZUSTÄNDEN AUTO FAHREN!</p></blockquote>
<p>Gleich da! Noch eine einzige Ampel! Aber irgendwie wird die nicht grün&#8230; <strong>Musik</strong> während der Autofahrt? Mehr als bescheiden! Ich schalte und schalte und warte und warte. Diese verfluchte Ampel will nicht grün werden! Warum dürfen alle fahren, nur ich nicht?! Dein Ernst?!</p>
<p>Irgendwann ist dann ein Autofahrer so lieb, mich darauf hinzuweisen, dass ich zu weit von der <strong>Ampel</strong> entfernt stehe. Ich solle weiter vorfahren, dann würden die Sensoren auch schnallen, dass da ein Auto steht. Sonst stehe ich da noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.</p>
<p>Als dieser Fehler also behoben ist, heißt es noch zweimal abbiegen und: Endlich zu Hause.</p>
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<h2>Daheim geht&#8217;s weiter</h2>
<p>Zu Hause angekommen. Ich bereite mich darauf vor, den kompletten restlichen Tag vereinnahmt zu werden. Stattdessen spendiert mir der kleine Mann ein Glas <strong>Hafermilch</strong> und spielt in meiner Nähe weiter. Trinkt auch kurz Milch. Wir genießen beide unsere Milch. Lecker!</p>
<div id='c7320_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Ich erzähle allen von meinem beschissenen Tag. Im Umkehrschluss berichten sie, dass es bei Oliver, nachdem er sich richtig ausweinen durfte, auch gut war. Sie spielten dann in Ruhe und es gab keine Triggermomente.</p>
<p>Dann zeigte ich dem kleinen Mann das <strong>U-Boot</strong>, das ich draußen gebastelt hatte. Das fand er lustig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6123" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - selbst gebasteltes U-Boot" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und dann zeigte ich ihm das gekaufte <a href="http://amzn.to/2tK8y4h" target="_blank" rel="nofollow noopener">U-Boot</a>*. Das fand er ein klitzekleines bisschen cooler&#8230; Okay, er war total aus dem Häuschen und baute es zusammen mit Papa auf. Der war übrigens auch total von den Socken. Dann musste es natürlich sofort in die <strong>Wanne</strong> damit gehen. Ich leistete dem kleinen Mann Gesellschaft. Echt cooles Teil! Muss ich ja mal sagen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6122" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Playmobil U-Boot" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und irgendwann musste ich dann mal langsam anfangen, den Beitrag zu <strong>schreiben</strong>. Wer mir wohl dabei Gesellschaft leistete?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6124" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind bei der Arbeit am Computer" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der Tag nähert sich dem Ende. Zeit für&#8217;s Bett. Zeit für&#8230; du weißt schon&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6138" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind am Abend im Familienbett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Jetzt schläft der kleine Mann seelenruhig im Bett. Mein Mann und ich haben jetzt Zeit für uns&#8230;</p>
<p><strong>DENKSTE!</strong> Der kleine Mann ist putzmunter! Der Papa haut sich ins Bett, hört Hörbuch. Das ist seine Methode, den kleinen Mann zu sich zu locken. Klappt nur leider nicht. Der kleine Mann guckt lieber Tablet. Mein Mann ist inzwischen schon eingepennt. Ich schreibe noch schnell den Beitrag zu Ende und bin dann wohl fürs <strong>Zubettgehen</strong> zuständig.</p>
<p>Ja, das ist so einer dieser Tage&#8230;</p>
<p>Wie war deiner? Mach doch auch mit bei der Aktion von <a href="http://draussennurkaennchen.blogspot.de/" target="_blank" rel="noopener">Draußen nur Kännchen</a> und schreibe am 12. eines jeden Monats anhand von 12 Bildern, wie dein Tag war. Oder lies dir noch die anderen <a href="http://draussennurkaennchen.blogspot.de/2017/07/12-von-12-juli-2017.html" target="_blank" rel="noopener">12 von 12 &#8211; Beiträge</a> durch.</p>
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