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		<title>Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2019 05:38:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hab mich schon lange gefragt, ob ich jemals einen Beitrag übers Abstillen schreiben werde, weil ich es nie für möglich gehalten hatte, dass die Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir je enden wird. Aber jetzt ist es wirklich so weit und ich kann sagen: Ja, mein Kleinkind hat sich abgestillt und braucht auch nachts ... <a title="Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/" aria-label="Mehr zu Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab mich schon lange gefragt, ob ich jemals einen Beitrag übers Abstillen schreiben werde, weil ich es nie für möglich gehalten hatte, dass die Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir je enden wird.</p>
<p>Aber jetzt ist es wirklich so weit und ich kann sagen: Ja, mein <strong>Kleinkind</strong> hat sich abgestillt und braucht auch nachts keine Brust mehr zum Einschlafen.</p>
<p>Hier sind meine 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen!</p>
<p><span id="more-11239"></span></p>
<h2>Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen</h2>
<p>Während ich diesen Beitrag mit meinen 10 besten <strong>Tipps</strong> zum Abstillen schreibe, horch ich in mich rein und frag mich: Bin ich traurig darüber, dass es jetzt vorbei ist? Kein <strong>Einschlafstillen</strong> mehr, kein nächtliches Stillen mehr, kein schneller Tröster bei Unfällen und Krankheit, macht mich das irgendwie wehmütig?</p>
<p>Vor wenigen Wochen hätte ich noch lauthals gerufen: Nee, auf keinen Fall! Ich liebe meine wieder gewonnene Freiheit, Freizeit. Oliver ist 3,5 Jahre alt und lässt sich jetzt anders trösten, braucht keine Brust mehr, um sich zu beruhigen oder einzuschlafen, das ist einfach super cool!</p>
<p>Kann sein, dass es an dieser ruhigen Atmosphäre dieses Cafés liegt, in dem ich gerade sitze, aber jetzt denke ich so: Hm, ja, doch, irgendwie ist es schon ein ganz kleines bisschen schade. Nicht, weil ich jetzt mehr Zeit habe, sondern eher, weil ein wichtiger Lebensabschnitt vorbei ist. Für immer.</p>
<p>Das <strong>Stillen</strong> ist eine so wunderbare, mal anstrengende, aber wiederum auch so wichtige Zeit, dass wir uns gut überlegen sollten, <strong>wann</strong>, warum und vor allem <strong>wie</strong> wir abstillen. Aus diesem Grund möchte ich dir meine 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen mit auf den Weg geben.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11646" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen.jpg" alt="Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h3>1. Der richtige Zeitpunkt</h3>
<p><strong>Wie lange</strong> stillen? Wann abstillen? Meiner Meinung nach ist dieser Punkt der wichtigste von allen.</p>
<p>Denn wie lange du dein Kind stillst und wann du abstillst, das entscheiden nur dein Kind und du, denn es ist eure <strong>Stillbeziehung</strong>, lass also bitte nicht andere darüber entscheiden.</p>
<p>Dass die Oma traurig ist, dass ihr Enkelkind noch nicht bei ihr übernachten kann, weil es noch einschlafgestillt wird, und sie jetzt meint, es sei an der Zeit, dass du abstillst, ist bedauerlich. Der Nachbar von nebenan findet, dass dein Kind schon zu alt dafür ist, um gestillt zu werden? Das ist SEIN Problem, also mach es nicht zu deinem.</p>
<p>Wenn dir jemand dazu rät abzustillen, horch in dich rein und frag dich ganz ehrlich, ob dein Kind und du das auch so empfindet. Ob ihr das möchtet. Und ob ihr bereit dafür seid.</p>
<p>Die <strong>Stillzeit</strong> ist im Vergleich zum restlichen Leben so kurz und sie kommt nie mehr zurück, also überleg dir gut, ob du abstillst, weil DU es willst oder weil jemand anderes das als &#8222;<strong>richtig</strong>&#8220; empfindet.</p>
<p>Bedenke, dass das <a href="https://www.stillkinder.de/haeufige-fragen-zum-langzeitstillen/">&#8222;Langzeitstillen&#8220;</a> deinem Kind und auch dir viele Vorteile mit auf den Weg gibt, es im Umkehrschluss also viele Nachteile für dich und dein Kind gibt, wenn du es (frühzeitig) <strong>abstillst</strong>.</p>

<h3>2. Langsam ausschleichen lassen</h3>
<p>Je entspannter die Abstillzeit gestaltet wird, desto einfacher wird es für euch beide. Klar: Wenn du von heute auf morgen abstillen musst, wird es sich komplizierter gestalten, als wenn du ganz <strong>natürlich</strong> und <strong>sanft</strong> abstillen kannst, wenn sich also dein Körper und dein Kind langsam darauf einstellen können.</p>
<p>Bei uns war es z.B. so, dass Oliver erst ständig und überall trank. Dann fing ich an, ihm nicht mehr aktiv die Brust anzubieten, d.h. ich <strong>stillte</strong> ihn nur noch, wenn er mich darauf ansprach. So ergab es sich, dass wir nur noch zu Hause stillten, denn unterwegs war er zu abgelenkt. Später trank er dann nur tagsüber, dann nur noch abends, dann nur noch nachts und schließlich nur noch bei schlimmen Unfällen, Schmerzen oder in ganz besonders kuscheligen Momenten&#8230;</p>
<p>Je entspannter du das Abstillen gestaltest, sodass es sich <strong>langsam</strong> ausschleichen kann, desto angenehmer wird es für dich, deinen Körper und dein Kind.</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-11649 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm.jpg" alt="Mutter stillt Kind im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Achtung bei &#8222;Expert*innen&#8220;</h3>
<p>Du willst dein Kind betreuen lassen, aber die/der Erzieher*in sagt, erst wenn dein Kind abgestillt ist, kann die <strong>Eingewöhnung</strong> gelingen?</p>
<p>Du musst demnächst ein <strong>Medikament</strong> einnehmen, es steht eine <strong>OP</strong> an und dein/e Ärzt*in erzählt dir, du darfst dein Kind nicht mehr stillen?</p>
<p>Dein Kind hat <strong>Karies</strong> und die/der Zahnärzt*in setzt dich unter Druck, du musst <strong>sofort abstillen</strong>, wenn du die Gesundheit deines Kindes nicht gefährden willst?</p>
<p>Ob Eltern, Tanten, Onkel, Nachbar*innen, Freund*innen &#8211; wenn es ums Stillen geht, werden plötzlich alle zu Expert*innen. Da kommen dann Sprüche wie &#8222;Was, du stillst IMMER NOCH??&#8220;, &#8222;Da ist doch nur noch Wasser drin.&#8220;, &#8222;Ich hab gehört, <a href="https://www.milchtropfen.de/schadstoffe-in-muttermilch/">in Muttermilch sind ganz viele Schadstoffe</a>!&#8220;.</p>

<p>Ob das wirklich der Wahrheit entspricht, vermögen die einen oder anderen noch infrage stellen zu können. Von Erzieher*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und dergleichen nehmen wir allerdings ganz natürlich an, dass sie kompetent genug sind, uns Tipps zum Stillen geben zu können, ohne dass wir das je hinterfragen. Doch woran machst du Kompetenz fest? Daran, dass du freundlich behandelt wirst? Jemand studiert hat? Erfahren scheint? Einen weißen Kittel oder einen Doktortitel trägt?</p>
<p>Wenn dir ein/e scheinbare/r Expert*in rät, abzustillen, dann wende dich bitte zunächst an Leute, die sich (höchstwahrscheinlich) auf dem Gebiet auskennen, nämlich an Stillberater*innen, wie z.B. die von der <a href="https://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen" target="_blank" rel="noopener">La Leche Liga</a> oder dem <a href="https://www.afs-stillen.de/" target="_blank" rel="noopener">AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V.</a>.</p>
<h3>4. Erkenne unerfüllte Bedürfnisse</h3>
<p>Wenn du stillst und es dich <strong>nervt</strong> und stresst, dann frag dich: Nervt dich wirklich DAS STILLEN? Oder ist es etwas ganz anderes? Vielleicht nervt dich eigentlich, dass immer DU es bist, die das Kind beruhigt, weil du dir eigentlich Unterstützung durch deine/n Partner*in wünschst?</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-11650 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt.jpg" alt="Überforderte Mutter mit Baby und Haushalt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So war es beispielsweise bei mir. Seither war ich es, die unseren Sohn ins Bett brachte, bis auf wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen konnte. Und das <strong>nervte</strong> mich. Ich fand es <strong>ungerecht</strong>. Ich wünschte mir Gleichberechtigung und Unterstützung im gemeinsamen Familienleben. Als mein Mann also weniger arbeitete und mehr Zeit mit Oliver verbrachte, konnte ich die neu gewonnene Zeit für mich zum Arbeiten nutzen, weshalb das Stillen für mich so ganz nebenbei viel angenehmer wurde, obwohl ich am Stillen gar nichts verändert hatte, ich hatte einfach nur ein Bedürfnis erfüllt.</p>
<p>Wenn du also merkst, dass dich das Stillen nervt, dann frag dich, ob das Stillen nicht eher nur der <strong>Auslöser</strong> ist, dass du genervt bist, und eigentlich ein ganz anderes, <strong>unerfülltes Bedürfnis</strong> dahinter liegt. Wünschst du dir mehr Freizeit? Unterstützung? Gleichberechtigung? Selbstbestimmung? Was ist es, das du brauchst? Denn wenn du das heraus gefunden hast, dann kannst du aktiv etwas dafür tun, dass dein <strong>Bedürfnis</strong> gestillt wird, und musst nicht die Stillbeziehung zum Sündenbock erklären.</p>

<h3>5. Sei klar und ehrlich</h3>
<p>Bei mir war es so, dass mir das Stillen nach 3,5 Jahren sowohl am Tag als auch in der <strong>Nacht</strong> unglaublich unangenehm wurde. Und das sagte ich Oliver auch so und es war ok für ihn, nicht mehr oder nur ganz kurz zu stillen.</p>
<p>Einerseits denke ich, dass sein Alter Grund dafür war, dass er es gut akzeptieren konnte, andererseits denke ich auch, dass ich einfach <strong>klar</strong> in meiner Botschaft war, eben weil es sich auf einmal so unangenehm anfühlte.</p>
<p>Wenn du von dir aus das Stillen beenden willst, dann rate ich dir, einerseits klar in deiner Botschaft zu sein, andererseits finde ich es persönlich auch sehr wichtig, ehrlich zu sein. Keine Ausreden, wie &#8222;Die Brust ist krank&#8220; oder &#8222;Die Milch ist alle&#8220;. Übernimm die <strong>Verantwortung</strong> für deine Entscheidung, statt sie abzuwälzen, dein Kind hat es verdient, dass du <strong>ehrlich</strong> mit ihm bist.</p>
<h3>6. Begleite dein Kind</h3>
<p>Es kann natürlich auch sein, dass du abstillen willst, dein Kind das aber richtig <strong>scheiße</strong> findet und viel weint und schreit. Und dazu hat es auch allen Grund und das ist ok. Durch diesen <strong>Frust</strong> und diese <strong>Trauer</strong> solltest du dein Kind hindurch begleiten. Es will gesehen werden. Es will dir sagen, dass es jetzt traurig ist. Und du musst jetzt für dein Kind da sein und ihm zuhören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11651" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter.jpg" alt="Kind weint im Arm der Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn <strong>Zweifel</strong> in dir kommen, frag dich: Will ich jetzt weiter stillen, damit es nicht mehr weint und ich diese Tränen nicht mehr ertragen muss? Wenn du eigentlich nicht mehr stillen willst, aber weiter stillen würdest, nur damit dein Kind aufhört zu weinen, dann würdest du gegen dein eigenes Bedürfnis handeln. Und was soll dein Kind daraus lernen? Dass man nicht für die eigenen <strong>Grenzen</strong> einstehen sollte?</p>
<p>Wenn also Zweifel in dir kommen, dann schau, ob du wirklich fürs Abstillen <strong>bereit</strong> bist oder doch nicht. Du kannst deine Meinung natürlich ändern und weiter stillen, ich würde dir aber raten, dass du ganz ehrlich zu dir selber bist, aus welchem Grund du deine Entscheidung triffst.</p>
<h3>7. Du kennst dein Kind und dich am Besten</h3>
<p>Manche schlagen vor, für einige Tage allein zu verreisen und die/den Partner*in mit dem Kind allein zu lassen. Für mich <strong>persönlich</strong> wäre das nichts, aber das kann ich nur <strong>entscheiden</strong>, weil ich mein Kind und mich gut kenne.</p>
<p>Damit meine ich: Bei all den Tipps zum Abstillen, die du hier und auch sonstwo liest, bleibt es am Ende immer dir und natürlich deinem Kind überlassen, ob diese Abstilltipps auch bei euch passen.</p>

<h3>8. Veränderungen brauchen Zeit</h3>
<p>Gerade <strong>nachts</strong> wird es am Anfang länger dauern, bis dein Kind eingeschlafen ist, bei uns dauerte das Zubettbringen manchmal eine Stunde oder mehr. Bis man sich an etwas Neues <strong>gewöhnt</strong> hat, kann es dauern, Veränderungen brauchen nun mal ihre Zeit.</p>
<p>Für mich war es z.B. auch ungewohnt, nicht mehr so schnell <strong>einschlafen</strong> zu können wie bisher, doch mit der Zeit gewöhnten wir uns beide dran und kuschelten einfach viel häufiger.</p>
<p>Bei euch kann es auch etwas ganz anderes sein. Findet eure <strong>Alternative</strong> und lasst euch Zeit, euch daran zu gewöhnen. Dass es sich bei der Alternative um einen Schnuller handeln muss, finde ich übrigens nicht, meine Meinung ist weiterhin, <a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/">es geht auch ohne Schnuller</a>. Andererseits kann es natürlich auch so sein, dass dein Kind noch ein <strong>Saugbedürfnis</strong> hat, dann wäre es angebracht, einen geeigneten Ersatz zu suchen.</p>
<h3>9. Abstillen heißt nicht Durchschlafen</h3>
<p>Verbinde das Abstillen nicht damit, dass dein Kind fortan <strong>durchschlafen</strong> wird, denn das stimmt einfach nicht. Auch Erwachsene wachen nachts mehrmals auf, erinnern sich aber u.U. einfach nicht mehr daran.</p>
<p>Auch Oliver wacht nachts mehrmals auf. Mal ist er durstig, dann trinkt er Wasser, kuschelt sich wieder ein und schläft weiter. Oder er muss pullern, dann tragen entweder der Papa oder ich ihn zur Toilette und dann wird weiter geschlafen. Manchmal wacht er auf und merkt, dass ich weiter von ihm weg liege, als ihm lieb ist, dann möchte er mit mir kuscheln, ich rutsch zu ihm rüber und wir schlafen kuschelnd weiter.</p>
<blockquote><p>&#8222;Dass du abgestillt hast, bedeutet, dass du nicht mehr stillst, es bedeutet nicht, dass dein Kind dich nachts nicht mehr braucht.&#8220; &#8211; Milchtropfen</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11653" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett.jpg" alt="Kind mit Eltern wach im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>10. Ausnahmen sind völlig ok</h3>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Es kann vorkommen, dass dein Kind schon mehrere Tage, vielleicht sogar Wochen nicht mehr gestillt wurde, und dann plötzlich wieder an die <strong>Brust</strong> will. Das kann z.B. dann der Fall sein, wenn es sich stark verletzt hat, bei uns geschah es manchmal auch &#8211; in meinen Augen &#8211; aus dem Nichts heraus.</p>
<p>Ich rate dir, es <strong>zuzulassen</strong> und dein Kind an der Brust zu stillen, denn dein Kind wird nicht wieder 24/7 stillen. Sieh es mehr wie eine <strong>Rückversicherung</strong> für dein Kind an, dass du immer noch für es da bist. Ich bin mir sicher, wenn es kurz getrunken hat, ist es auch wieder gut, und irgendwann reicht es für dein <strong>Kind</strong>, dass ihr &#8222;nur&#8220; kuschelt und du es <a href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/">tröstest</a>.</p>
<p>Was für <strong>Abstilltipps</strong> hast du noch auf Lager? Schreib sie mir gern in die Kommentare.<br />
</p>
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		<title>Mit Baby duschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 16:00:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nur zu oft ist es in den Kleinfamilien Alltag, dass der Vater arbeiten geht und die Mutter während des Mutterschutzes und der Elternzeit &#8211; oder noch darüber hinaus &#8211; mit dem Baby allein zu Hause ist. Und dann kommen Tage, an denen das Baby für keine einzige Sekunde abgelegt werden will. Was also tun, wenn ... <a title="Mit Baby duschen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mit-baby-duschen/" aria-label="Mehr zu Mit Baby duschen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur zu oft ist es in den Kleinfamilien Alltag, dass der Vater arbeiten geht und die Mutter während des Mutterschutzes und der Elternzeit &#8211; oder noch darüber hinaus &#8211; mit dem Baby allein zu Hause ist.</p>
<p>Und dann kommen Tage, an denen das Baby für keine einzige Sekunde abgelegt werden will.</p>
<p>Was also tun, wenn man mal dringend unter die Dusche müsste und das Baby nicht allein gelassen werden will?<br />
<span id="more-874"></span></p>
<h2>Mit Baby duschen</h2>
<p>Was habe ich mich damals, als ich noch keine Mutter war, über das versiffte Äußere von den in Kaufhäusern umherziehenden Müttern ausgelassen&#8230; Ich schäme mich, wenn ich daran zurückdenke.</p>
<p>Aber die sahen aus! Meine Güte! Mit fettigen Haaren und einem schnell übergestreiften Jogginganzug schlurften sie wie Zombies durch die Gänge und schoben den Kinderwagen vor sich her.</p>
<p>Ich vertrat bis dahin die Meinung, dass man für Körperpflege und ein nettes Äußeres immer Zeit findet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-875" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Frau duscht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und als ich selber frisch gebackene Mutter war, änderte sich meine Meinung schlagartig. Ich lief zwar nie im Jogginganzug durch die Gegend, aber plötzlich konnte ich ganz gut nachvollziehen, wie schnell man als Mutter zu solch einem Schlabberlook kommen kann.</p>
<p>Kaum zu glauben, wenn ich an diese Zeit zurückdenke, aber es gab sie tatsächlich: die Zeit, in der man den ganzen Tag nur am Stillen ist und zu nichts kommt. Nichts! Kein Duschen, keine Wäsche, kein Putzen, kein Fegen, kein Saugen. Die Wohnung sah furchtbar aus!</p>
<p>Eventuell schaffte ich es noch, das eingefrorene Essen, das ich zur Vorbereitung auf das kommende Wochenbett en masse vorgekocht hatte, aufzuwärmen. Das war&#8217;s dann aber auch schon.</p>
<h2>Zeit, zu handeln</h2>
<p>Ich erinnere mich noch genau an den Tag zurück, als mir die Stilleinlagen ausgingen und ich mich nicht aus dem Bett bewegen durfte, um neue zu kaufen. Logischerweise stillte ich dann, ohne dass mein BH durch eine Stilleinlage geschützt wurde.</p>
<p>Immer, wenn die Milch dann einschoss und die Milch an beiden Seiten in Strömen floss (okay, anfangs waren es eher ein paar Tröpfchen, aber steter Tropfen höhlt den Stein), saugte sich mein Still-BH mit dem gelblichen Kolostrum voll.</p>

<p>Ich kam nicht einmal dazu, den verdammten BH zu wechseln! Es war eine Katastrophe! Als mich dann mein Freund darauf hinwies, ich möge doch mal den BH wechseln, war es mir so unendlich peinlich! Plötzlich war ich zu einer dieser Mütter aus den Kaufhäusern geworden.</p>
<p>Es gab Zeiten, in denen der Kleine sofort, obwohl er gerade noch tief und fest geschlafen hatte, bemerkte, wenn er abgelegt wurde. Er wachte dann auf, weinte, wollte wieder gestillt werden. Ich setzte mich wieder in den Stillsessel und alles ging von vorne los. Teufelskreis. Also wie stellt man es denn nun an, wenn man allein ist und das Baby nicht ablegen kann?</p>
<h2>Zeit zu zweit</h2>
<p>Bei mir war es von einem Tag auf den anderen so weit: Ich hatte die Nase voll von gelben BH&#8217;s, unreinem Körpergefühl und dergleichen. Ich schnappte mir zwei Badetücher, zog erst mich und dann den Kleinen aus, und stieg mit ihm in die Dusche.</p>
<p>Da er das gemeinsame Duschen bisher nicht kannte, war er ganz gespannt, was jetzt kommen würde. Mit großen Augen wartete er ab.</p>
<p>Es passierte nicht sonderlich viel in meinen Augen, doch für ihn war es etwas völlig Neues. Der Duschvorhang wurde zugezogen, die Dusche wurde angestellt, Temperatur gecheckt und dann stellten wir uns in den Wasserstrahl.</p>
<p>Das meiste bekam ich ab, der Rest rann meinem Baby langsam über den Körper. Ich wollte nicht, dass er vollgespritzt wird, sich erschreckt oder es unangenehm findet. Also schirmte ich ihn ab.</p>

<h2>Drahtseilakt</h2>
<p>Es war schon nicht leicht am Anfang, das gebe ich zu. Immerhin hatten wir unseren Sohn sonst immer auf dem Wickeltisch gewaschen oder in der Babywanne gebadet.</p>
<p>Jetzt stand ich plötzlich mit meinem Kind auf dem Arm unter der Dusche und musste zusehen, wo ich bleibe.</p>
<p>Da ich zu dieser Methode erst später kam, konnte unser Sohn seinen Kopf bereits halten. Ich musste also nicht noch zusätzlich den Kopf stützen. Das stelle ich mir nämlich noch einen Tick schwieriger vor.</p>
<p>Ich setzte meinen Sohn auf meine rechte Hüfte, hielt ihn mit dem rechten Arm und wusch ihn mit der linken Hand mit Wasser ab. Babyhaut braucht nämlich kein Shampoo oder sonstwas, das ist ja das Tolle! Und das Beste: sie riecht nicht nach Parfüm, sondern nach sich selbst. Herrlicher Babygeruch! Tiiiief einatmen!</p>
<p>Wenn er zu schwer wurde, oder nun die andere Seite mit Waschen dran kam, wechselte ich einfach die Seiten und fertig.</p>
<p>Und nun kommt der schwierigere Teil: sich selbst zu waschen, während man das Baby im Arm hält.</p>
<p>Das ist nicht so kompliziert, wie man es sich vielleicht vorstellt. Mit der Zeit arrangierte ich mich damit, dass ich den Kleinen immerzu auf einem Arm trug und alles mit nur einer Hand erledigte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-879" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Mutter und Kind Arm in Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>So geht&#8217;s:</h2>
<p>Im Folgenden gebe ich ein paar Tipps, wie ihr euer Baby am besten halten könnt.</p>
<h3>Haare waschen</h3>
<p>Mein Baby habe ich auf meiner Hüfte abgestützt und umklammere es mit dem Arm, damit es nicht runterfällt. Mit der anderen Hand kann ich jetzt den Rest erledigen: Haarshampoo greifen, aufmachen, über den Kopf gießen, Shampoo abstellen, Zeug auf dem Kopf einmassieren, Kopf unter die Dusche halten (diesen Part fand mein Kleiner immer lustig mitanzusehen) und ausspülen. Dabei darauf achten, dass das Baby keine Shampoospritzer ins Auge bekommt.</p>
<h3>Duschgel</h3>
<p>Und genau so handhabt man das dann auch, wenn man den restlichen Körper saubermacht.</p>
<p>Kind wird, wie oben beschrieben, gehalten, das Duschgel mit der freien Hand aufgemacht, über den Körper geträufelt, abgestellt, einmassiert, alles abgebraust &#8211; fertig!</p>
<h3>Abtrocknen</h3>
<p>Klar, dass man beim Aussteigen Acht geben muss. Ich weise dennoch darauf hin: Wenn ihr aus der Dusche steigt, gebt Acht, dass ihr nicht ausrutscht oder was auch immer.</p>
<p>Wenn ihr draußen seid, wickelt zuerst euer Baby in ein Badetuch ein, damit es nicht auskühlt und friert. Danach seid ihr dran.</p>

<p>Wenn sich euer Baby jetzt kurz ablegen lässt, damit ihr euch ein Tuch umbinden könnt, schön. Ich musste lernen, auch das mit dem Kleinen auf dem Arm zu erledigen.</p>
<p>Dann geht es nur noch ums Abtrocknen, Wickeln und Anziehen. Das könnt ihr ja wie üblich machen. Unser Baby fand aber auch den Wickeltisch doof. Was uns dabei geholfen hat, könnt ihr übrigens in folgenden Beiträgen nachlesen:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-an-und-ausziehen/" rel="noopener noreferrer">Baby weint beim An- und Ausziehen</a></li>
<li><a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-wickeln/" rel="noopener noreferrer">Baby weint beim Wickeln</a></li>
</ul>
<h2>Nachtrag: Wie ist es heute?</h2>
<p>Mittlerweile genießen wir es richtig, mit unserem Kind gemeinsam zu baden oder zu duschen. Auch der Papa kann diesen Part mal übernehmen, damit ich währenddessen etwas anderes erledigen kann.</p>
<p>Zu zweit ist es natürlich einfacher, als wenn man allein mit dem Kind ist. Wenn Papa und Sohn fertig sind, stehe ich draußen mit Badetuch bereit, mummel den Kleinen schön warm ein, trockne ihn ab, wickel ihn, zieh ihn an usw. Der Papa kann dann noch in Ruhe zu Ende baden und macht das Bad sauber. Ist doch eine prima Arbeitsteilung, oder?</p>
<p>Und wenn ich mich entscheide, mit dem Kleinen baden zu gehen, wenn wir allein zu Hause sind, ist das auch keine große Sache mehr. Der Kleine kann schon in der Wanne sitzen, wir spielen und spritzen und planschen und singen. Während ich bereits aus der Wanne steigen und mich abtrocknen kann, spielt der Kleine noch mit seinem Spielzeug oder Badebuch weiter, bis ich ihn dann aus der Wanne hole.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-877" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Kind spielt in der Wanne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Keine Sorge: Ich verlasse NIE den Raum, während mein Sohn noch in der Wanne sitzt. Ich bleibe immer dabei, um im Notfall eingreifen zu können.</p>
<p>Lasst mich wissen, ob euch das gemeinsame Duschen/Baden geholfen hat, wie ihr es findet oder welche Methoden euch womöglich geholfen haben, damit ihr ohne Drama duschen gehen konntet.<br />
</p>
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