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	<title>Erinnerung &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Erinnerung &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Sammelbuch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2018 15:15:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich dir von einem ganz besonderen Sammelbuch erzählen, auf dessen Idee Oliver und ich letztens gebracht wurden, und von dem wir beide gleichermaßen begeistert sind. Sammelbuch Vor einigen Monaten waren Oliver und ich auf dem Spielplatz und trafen dort ein etwas älteres Mädchen, vielleicht so um die 5 Jahre alt. Als wir nach ... <a title="Sammelbuch" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/sammelbuch/" aria-label="Mehr zu Sammelbuch">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich dir von einem ganz besonderen Sammelbuch erzählen, auf dessen <strong>Idee</strong> Oliver und ich letztens gebracht wurden, und von dem wir beide gleichermaßen <strong>begeistert</strong> sind.</p>
<p><span id="more-10674"></span></p>
<h2>Sammelbuch</h2>
<p>Vor einigen Monaten waren Oliver und ich auf dem Spielplatz und trafen dort ein etwas älteres Mädchen, vielleicht so um die 5 Jahre alt.</p>
<p>Als wir nach dem Toben und Spielen mit ihr und ihrem Hund über den Spielplatz spazierten, hob sie immer mal wieder ein paar <strong>Sachen</strong> auf, die für uns unbemerkt auf dem Boden herumlagen und in meinen Augen einfach nur <strong>Müll</strong> oder <strong>Abfall</strong> waren. Nichts Besonderes eben.</p>
<p>&#8222;Das ist schön. Das kleb ich in mein Sammelbuch.&#8220;, sagte sie dann immer, und vergrub den Schatz in ihrer Hosentasche.</p>
<p>Ich fragte sie, was es mit dem Sammelbuch auf sich hat und sie erwiderte:&#8220; Das hab ich von meiner Kita. Da kleb ich alle schönen Sachen rein, die ich auf dem Boden finde.&#8220;</p>
<p>In meinem Kopf ploppten all die Sachen auf, die ich für Oliver bislang in einem kleinen Karton aufbewahrte. Sachen, die ihm gefielen, mit denen er aber nicht spielte. Mal steckte er sie in seine Taschen, mal bat er mich, sie <strong>aufzubewahren</strong>.</p>
<p>&#8222;Sag mal Oliver, wollen wir dir auch so ein Sammelbuch holen?&#8220;, fragte ich ihn. &#8222;Oh ja!!&#8220;, antwortete er, und unser <strong>Sammelbuch</strong> war geboren.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10690" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/idee-fuer-ein-wunderschoenes-sammelbuch-fuer-gross-klein.jpg" alt="Idee für ein wunderschönes Sammelbuch - für Groß &amp; Klein | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/idee-fuer-ein-wunderschoenes-sammelbuch-fuer-gross-klein.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/idee-fuer-ein-wunderschoenes-sammelbuch-fuer-gross-klein-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/idee-fuer-ein-wunderschoenes-sammelbuch-fuer-gross-klein-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/idee-fuer-ein-wunderschoenes-sammelbuch-fuer-gross-klein-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/idee-fuer-ein-wunderschoenes-sammelbuch-fuer-gross-klein-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Materialien</h2>
<p>Für ein eigenes Sammelbuch brauchst du diese <strong>Materialien</strong>:</p>
<ul>
<li>Ein Buch &#8211; Hier empfehle ich klar ein <a href="https://amzn.to/2MbwROD" target="_blank" rel="nofollow noopener">Ringbuch</a>* mit stabilen Seiten, allein schon aus meiner Erfahrung mit dem selbst gemachten <a href="https://www.milchtropfen.de/das-wenn-buch/" rel="noopener">Wenn-Buch</a>. Um auch dickere Schätze problemlos aufzubewahren, ohne dass das Sammelbuch aus allen Nähten platzt oder reißt, ist ein Ringbuch mit dicken Seiten wirklich vorteilhaft.</li>
</ul>
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<div class="produktbox-titel"><i class="fa fa-heart"></i>Meine Empfehlung für dich</div>

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<ul>
<li>Kleber &#8211; Wir haben einfaches <strong>Klebeband</strong> genommen, damit sich die Gegenstände zur Not auch lösen können, falls Oliver doch mal damit spielen will oder oder&#8230;</li>
<li>ggf. einen Stift, falls ihr das Datum, den <strong>Fundort</strong> oder eine kleine <strong>Anekdote</strong> dazu schreiben wollt, wie es zu diesem Fund kam</li>
<li>n.B. Deko, um das Sammelbuch nach eigenen Vorlieben aufzuhübschen und zu dekorieren</li>
</ul>
<p>Das Wichtigste, was das Sammelbuch erst zu einem Sammelbuch macht, sind die kleinen und großen <strong>Kostbarkeiten</strong>, die dein Kind unterwegs findet und in sein Sammelbuch kleben möchte. Bei Oliver sind das momentan Federn, Glasscherben und Kronkorken, es gibt aber auch seltenere Fundstücke, die hier ihren Platz finden, wie etwa ein Spiral Ohrring, ein Reflektor, eine Münze usw.</p>

<h2>Schön ist, was die Seele tanzen lässt</h2>
<p>Diese Begegnung mit dem 5-jährigen Mädchen auf dem Spielplatz hat mir wieder vor Augen geführt, dass nur das schön ist, was uns bewegt. Es muss nicht unbedingt für andere <strong>schön</strong> sein, aber manchmal hat so ein Stück Papier, das zerknüllt auf dem Boden liegt, irgendetwas an sich, das manch eine/n auf einer ganz bestimmten Ebene anspricht.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10695" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/kronkorken-und-flaschendeckel-im-sammelbuch.jpg" alt="Kronkorken und Flaschendeckel im Sammelbuch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/kronkorken-und-flaschendeckel-im-sammelbuch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/kronkorken-und-flaschendeckel-im-sammelbuch-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/09/kronkorken-und-flaschendeckel-im-sammelbuch-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wichtig finde ich so ein Sammelbuch vor allem dann, wenn man einen blöden Tag hatte, an dem alles anstrengend war, und man irgendwie <strong>Kraft</strong> tanken und <strong>Energie</strong> schöpfen will. Hierfür wäre das Stöbern im eigenen Sammelbuch, das nur das beinhaltet, was einem <strong>persönlich</strong> am Meisten gefällt, die reinste <strong>Energiequelle</strong>. Grund genug, dass auch wir Erwachsenen uns so ein tolles Sammelbuch besorgen.</p>
<p>Und, was denkst du? Wäre so ein Sammelbuch auch etwas für dich oder dein Kind? Was würde in dieses Sammelbuch kommen?<br />
</p>
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		<title>&#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2017 17:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>*** TRIGGERWARNUNG: Essenszwang *** Als Kind habe ich so gut wie alles gegessen. Und immer so viel, bis mir fast der Bauch platzte. Uff! Doch eines Tages gab es Rosenkohl und ich wollte ihn &#8211; obwohl noch nie gegessen &#8211; nicht einmal probieren. Sollten Kinder dazu angehalten werden, wenigstens mal zu probieren? Meine Meinung steht ... <a title="&#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/probier-wenigstens-mal/" aria-label="Mehr zu &#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>*** TRIGGERWARNUNG: Essenszwang ***</p>
<p>Als Kind habe ich so gut wie alles gegessen. Und immer so viel, bis mir fast der Bauch platzte. Uff!</p>
<p>Doch eines Tages gab es Rosenkohl und ich wollte ihn &#8211; obwohl noch nie gegessen &#8211; nicht einmal <strong>probieren</strong>.</p>
<p>Sollten Kinder dazu angehalten werden, wenigstens mal zu probieren? Meine Meinung steht fest&#8230;<span id="more-56"></span></p>
<h2>&#8222;Probier wenigstens mal.&#8220;</h2>
<p>Wir saßen alle am runden Essenstisch im Wohnzimmer: Meine Eltern, meine Schwester und ich. Wie alt ich war, kann ich nicht genau sagen. Bestimmt schon im Grundschulalter.</p>
<p>Jedenfalls kochte meine Mutter am Wochenende immer lecker. Wochentags hatte sie nämlich keine Zeit wegen ihres Vollzeitjobs; ich aß dann in der Schulkantine.</p>
<p>Doch dieses Mal wollte sie wohl was Neues ausprobieren, weshalb es Rosenkohl gab.</p>
<p><strong>Rosenkohl</strong> hatte ich zuvor zwar noch nie gegessen, doch war ich fest davon überzeugt, dass er mir nicht schmecken würde. Diese grünen, runden Kohlklöpschen sahen schon so aus (und rochen auch so), als würden sie mir nicht schmecken. Ich fing also an, alles bis auf den Rosenkohl aufzuessen.</p>
<p>Meine Mutter bemerkte natürlich, dass etwas übrig geblieben war, und beharrte nun darauf, dass ich wenigstens mal probieren solle. Ich <strong>weigerte</strong> mich. Ganz klar. Schließlich wusste ich am Besten, was mir schmeckte und was nicht. Was ich probieren wollte und was nicht.</p>
<h2>Jetzt reicht&#8217;s</h2>
<p>Die anfängliche Bitte meiner Mutter artete dann über die Zeit so aus, dass ich den <strong>Tisch</strong> nicht eher verlassen durfte, bis dass ich wenigstens einmal vom Rosenkohl probiert hätte.</p>
<p>Die anderen wollten natürlich nicht so lange warten, bis ich mich überwunden hatte, und verließen nacheinander den Tisch, um sich anderen Dingen zu widmen. Das Besteck und Geschirr war abgeräumt und meine Mutter in der Küche, um abzuwaschen. Mein Vater und meine Schwester machten irgendwas, nur nicht &#8211; wie ich &#8211; am Tisch festsitzen.</p>
<p>Keine Ahnung, wie lange ich da saß und vor mich hin grollte. Ich war wütend! Empört! Stinksauer! Und fuchsteufelswild! Ich wünschte meiner Mutter alles erdenklich Schlechte, weil sie mich dazu zwang, dieses Zeug zu essen, obwohl ich es nicht wollte. Innerlich wünschte ich mir, sie würde einsehen, dass es <strong>gemein</strong> von ihr gewesen war, mich zum Probieren zu zwingen, aber sie war mit mir schon zu sehr im vermeintlichen <strong>Machtkampf</strong> verwickelt, dass es für sie wohl kein Zurück mehr gab.</p>
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<h2>Kapitulation</h2>
<p>Wie lange es letztendlich gedauert hatte, bis ich mir dann doch ein winzig kleines Stück vom Rosenkohl angewidert in den Mund schob, weiß ich nicht mehr. Es war das geringere <strong>Übel</strong>, wenn ich mir vorstellte, stattdessen den Rest meines Lebens an diesem Tisch sitzen zu müssen.</p>
<p>Dass der Rosenkohl nicht so bitter schmeckte, wie ursprünglich angenommen, machte das miese Gefühl in mir aber auch nicht besser.</p>
<p>Ich wurde gezwungen. Mir wurde zwar nicht, wie so manch anderem armen Wurm das Essen unter körperlicher Gewalt in den Mund gestopft, aber es war auch nicht angenehm, <strong>gezwungen</strong> zu werden, etwas zu essen, das ich nicht essen wollte, indem man mir nicht eher gestattete, den Tisch zu verlassen, bis ich wenigstens mal probiert hatte.</p>
<p>Das ist es, was diese Erinnerung an das Rosenkohlessen so unerträglich für mich macht. Das <strong>Gefühl</strong>, dass jemand über deinen Körper entscheidet. Dir begreiflich macht, dass du nichts, aber auch gar nichts dagegen tun kannst, dich dagegen aufzulehnen. Du willst es nicht, aber das zählt nicht. Du darfst diesen beschissenen Tisch nicht eher verlassen, bis dass dieses winzig kleine Stück Rosenkohl in deinem Mund gelandet ist, du gekaut und es heruntergeschluckt hast.</p>
<h2>Das i-Tüpfelchen</h2>
<p>Was das damalige Verhalten meiner Mutter noch <strong>unbegreiflicher</strong> macht, kam erst Jahre später ans Tageslicht, als sie mir erzählte, sie wäre damals von ihrer Mutter &#8211; meiner Oma &#8211; ebenfalls gezwungen worden, etwas zu essen, das sie nicht <strong>essen</strong> wollte. Ihr wurde gedroht, sie dürfe sonst nicht mithelfen, den Weihnachtsbaum zu schmücken.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7564" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-schmollt-vor-teller-mit-brokkoli.jpg" alt="Kind schmollt vor Teller mit Brokkoli" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-schmollt-vor-teller-mit-brokkoli.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-schmollt-vor-teller-mit-brokkoli-400x253.jpg 400w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Meine Mutter war anscheinend ein noch größerer Dickschädel als ich, denn sie aß keinen einzigen Bissen davon und durfte dann zur <strong>Bestrafung</strong> auch nicht den Baum schmücken.</p>
<p>Warum sie genau dieses Szenario mit ihrer eigenen Tochter &#8211; mir &#8211; Jahre später nachspielen musste, begreife ich nicht. Es ist absurd! Und macht mich unfassbar wütend. Sie hätte hier &#8211; in ihrer eigenen Erziehung &#8211; aus dem <strong>Teufelskreis</strong> ausbrechen können. Tat es aber nicht. Sie wusste, was sie mir damit antun würde, schließlich hatte sie es selbst einst als Kind miterlebt, und war trotzdem der Meinung, es genau so handhaben zu müssen. Warum???</p>

<h2>Mein Kind muss nicht probieren</h2>
<p>Was mich diese Erinnerung gelehrt hat: Niemals werde ich mein Kind &#8211; oder sonst jemanden &#8211; <strong>zwingen</strong>, etwas (auf) zu essen, wenn es das nicht will. Weder mit <strong>Bestrafung</strong>, noch mit <strong>Belohnung</strong>, körperlicher <strong>Gewalt</strong> oder sonst irgendwie. Und nein, mein Kind muss noch nicht mal probieren, auch, wenn es dieses und jenes noch gar nicht kennt und noch gar nicht wissen kann, ob es ihm <strong>schmeckt</strong> oder nicht.</p>
<p>Natürlich ist es schade, wenn ich etwas gekocht habe, was mein Sohn dann nicht anrührt. Ich habe mir Mühe gegeben. Zeit investiert. Trotzdem ist mein <strong>Selbstwertgefühl</strong> oder unsere Beziehung nicht davon abhängig, ob mein Kind mein Essen mag oder nicht. Ich akzeptiere es, wenn mein Sohn auch mal etwas eklig findet und nicht essen oder probieren will. Dann biete ich Alternativen an, damit er nicht hungern muss.</p>
<p>Bei uns gibt es kein Lob fürs Probieren oder Aufessen, keine Bestrafung fürs Nichtprobieren oder Nicht(auf)essen. Keine <strong>Manipulation</strong> in Form von &#8222;Sonst scheint die Sonne nicht.&#8220; oder &#8222;Dann bin ich aber traurig.&#8220;. Ich mache kein <strong>Spiel</strong> daraus, indem ich den Löffel in ein Flugzeug verwandel, das in seinem Mund landen will.</p>
<p>Essen ist bei uns, was es ist: eine ganz natürliche Sache, die nicht als Druckmittel eingesetzt wird. Essen wird bei uns mit <strong>Spaß</strong>, angenehmer Atmosphäre, gemütlichem Beisammensein, Entspannung, manchmal aber auch mit wilder Unterhaltung verbunden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7547" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick.jpg" alt="Kind lacht beim Picknick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich finde es schön, dass mein Sohn auch mal Sachen probiert, die ich nie im Leben angerührt hätte. Rote Bete. Oliven. So komme ich auch mal dazu, Neues auszuprobieren. Im Umkehrschluss lässt er sich von unseren <strong>Vorlieben</strong> auch sehr gern anstecken. Sowohl mein Mann als auch ich sind wahre Sushi-Fans. Wir lieben Sushi. Unser Sohn mag übrigens die Avocado Maki am Liebsten.</p>
<p>Ja, ich muss sagen, dass Essen bei uns ziemlich entspannt abläuft. Die Zeit war gekommen, mich meiner Vergangenheit zu stellen.</p>
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<h2>Kriegsbeil begraben</h2>
<p>19 Jahre etwa habe ich dieses grüne Gemüse nicht angerührt. Das war wohl der sogenannte <strong>Garcia-Effekt</strong>, über den Dr. Herbert Renz-Polster in seinem Buch <a href="http://amzn.to/2gtr61z" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Kinder verstehen: Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt&#8220;</a>* schreibt: <em>&#8222;Hat ein Nahrungsmittel einmal Übelkeit oder Erbrechen ausgelöst (&#8230;), so wird es langfristig abgelehnt. Eine einzige schlechte Erfahrung reicht dabei aus, um das jeweilige Nahrungsmittel jahrelang zu meiden (&#8230;).&#8220;</em></p>
<p>19 Jahre (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) sollte es dauern, bis ich mit der Vergangenheit und dem Rosenkohl Frieden schließen wollte und mir ein Rosenkohlrezept aussuchte. Es versprach, ganz lecker zu sein, also probierte ich es aus. Weil ICH es wollte. Weil mich niemand dazu <strong>zwang</strong>. Ich entschied selber, ob und wann ich damit reinen Tisch machen würde.</p>
<p>Am Ende hat es mir trotzdem nicht geschmeckt, aber ich hatte selbst entschieden, der Vitamin C Bombe noch eine Chance zu geben. Niemand hatte mich gezwungen, niemand hatte mich gebeten. Es war meine <strong>Entscheidung</strong>. Und damit konnte ich das Kapitel Rosenkohl endlich ad acta legen.</p>
<p>Was aber wäre gewesen, wenn ich nie zum Probieren gezwungen worden wäre? Wenn es mir weiterhin <strong>angeboten</strong>, aber freigestellt worden wäre, ob ich es essen möchte oder nicht? Hätte das Vorbild meiner Schwester und meiner Eltern, die gern Rosenkohl essen, gereicht, damit ich ihn auch irgendwann mal probiert hätte? Hätte ich Rosenkohl irgendwann auch mal gern gegessen, wenn man mir die Zeit damit gegeben hätte?</p>
<p>Hätte, hätte, Fahrradkette &#8211; Ich kann nur drüber spekulieren. Aber ich bin heilfroh, dass mit mir das Thema Essenszwang endlich ein Ende gefunden hat.</p>
<p>Wenn dich das immer noch nicht beruhigt und du dir weiterhin Sorgen um dein Kind machst, weil es so ein &#8222;schlechter Esser&#8220; ist, empfehle ich dir das o.g. Buch von Dr. Herbert Renz-Polster sowie das Buch <a href="http://amzn.to/2g1IIAW" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Mein Kind will nicht essen&#8220;</a>* von Dr. Carlos González.</p>
<p>Wurdest du schon mal zum Essen gezwungen? Konntest du deinen Frieden damit finden?<br />
</p>
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		<title>Memory basteln</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/memory-basteln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2017 16:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Spielkarten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute gibt es eine Zusammenstellung von 6 verschiedenen Anleitungen, wie du ein richtig cooles Memory basteln kannst. Lass dich inspirieren und entscheide, wie dein ganz persönliches Memory Spiel aussehen soll. Memory basteln Im heutigen Beitrag erwarten dich viele, wundervolle Ideen, wie du Memory Karten selber machen kannst. 1. Klassisches Memory Das klassische Memory haben mein ... <a title="Memory basteln" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/memory-basteln/" aria-label="Mehr zu Memory basteln">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gibt es eine Zusammenstellung von 6 verschiedenen Anleitungen, wie du ein richtig cooles <strong>Memory</strong> basteln kannst.</p>
<p>Lass dich inspirieren und entscheide, wie dein ganz persönliches Memory Spiel aussehen soll.</p>
<p><span id="more-6801"></span><div id='c9257_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Memory basteln</h2>
<p>Im heutigen Beitrag erwarten dich viele, wundervolle <strong>Ideen</strong>, wie du Memory Karten selber machen kannst.</p>
<h2>1. Klassisches Memory</h2>
<p>Das klassische Memory haben mein Sohn und ich letztens gemacht. Die ist einfach, günstig und geht schnell.</p>
<h3>Materialien</h3>
<p>Um ein schnelles, einfaches und günstiges Memory zu <strong>basteln</strong>, brauchst du:</p>
<ul>
<li>Pappe</li>
<li>Stift</li>
<li>Lineal</li>
<li>Schere</li>
<li><a href="http://amzn.to/2v7NJ0H" target="_blank" rel="nofollow noopener">Sticker</a>*, von jedem Motiv 2 Stück</li>
</ul>
<h3>Anleitung</h3>
<p>Mit Stift und Lineal zeichnest du auf der Pappe deine <strong>Memory Karten</strong> auf. Unsere hatten ein Maß von 5 cm x 5 cm.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6803" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-auf-pappe-gezeichnet.jpg" alt="Memory Karten auf Pappe gezeichnet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-auf-pappe-gezeichnet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-auf-pappe-gezeichnet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-auf-pappe-gezeichnet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Anschließend schneidest du die Memory Karten aus und beklebst jeweils ein Paar mit zwei gleichen <strong>Stickern</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6804" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-mit-stickern-beklebt.jpg" alt="Memory Karten mit Stickern beklebt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-mit-stickern-beklebt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-mit-stickern-beklebt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/memory-karten-mit-stickern-beklebt-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Damit dein <strong>Memory Spiel</strong> auch lange hält, empfehle ich dir, sie anschließend zu laminieren. Das kannst du entweder in einem Copyshop erledigen oder mithilfe einer <a href="http://amzn.to/2xkgY19" target="_blank" rel="nofollow noopener">Laminiermaschine</a>*. Ich war da leider nicht schnell genug und schon hatte der kleine Mann die Sticker wieder abgerupft. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich&#8230;<br />
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<h2>Tipp</h2>
<p>Aus was du dein Memory Spiel bastelst, sei ganz allein dir überlassen. Auf Pinterest habe ich sehr originelle Ideen gefunden.</p>
<p>Wie wäre es mit einem Memory aus <strong>Holzscheiben</strong>?</p>
<p>Oder einem Memory aus <strong>Flaschendeckeln</strong>?</p>
<p>Egal, für welchen Untergrund du dich entscheidest, die Qual der Wahl geht weiter: Welche <strong>Motive</strong> sollen rauf?</p>
<p>Was soll auf den Memory Karten zu sehen sein?</p>
<ul>
<li>Tiere</li>
<li>Fahrzeuge</li>
<li>Natur</li>
<li>Fotos von der Familie (auch als Geschenk eine tolle Idee)</li>
<li>oder was ganz anderes?</li>
</ul>
<p>Wie sollen die Karten gemacht werden?</p>
<p>Willst du die Karten selber bemalen oder mit Motiven bekleben?</p>
<p>Oder wie wäre diese Idee: Du überträgst das Motiv eines <strong>Fotos</strong> auf deine Memory Karten:</p>
<h2>Sinne schärfen</h2>
<p>Du denkst, das war schon alles? Nur so funktioniert Memory? Denkste! Schärf deine Sinne, denn jetzt kommen die richtig <strong>kreativen</strong> Memory Ideen.</p>
<h2>2. Hörmemory</h2>
<p>Einfach, aber genial, denn warum nur mit den Augen das <strong>Gedächntis trainieren</strong>?</p>
<p>Laden wir doch einfach ein weiteres <strong>Sinnesorgan</strong> zum Spielen ein: unsere <strong>Ohren</strong>. Wir wäre es mit einem Hörmemory?</p>
<p>Dafür eignen sich beispielsweise die leeren Ü-Ei-Hüllen. Einfach in jeweils 2 Hüllen den gleichen <strong>Inhalt</strong> verschließen und fertig. Es geht aber auch mit leeren Streichholzschachteln oder ähnlichem. Hauptsache, man kann nicht reinsehen.</p>
<p>Hier eine <strong>Liste</strong>, was gut in ein Hörmemory passt:</p>
<ul>
<li>Nägel, Schrauben</li>
<li>Knöpfe</li>
<li>Münzen</li>
<li>Kronkorken</li>
<li>Glöckchen</li>
<li>Linsen</li>
<li>Erbsen</li>
<li>Smarties</li>
<li>Kerne</li>
<li>Nüsse</li>
<li>Kügelchen aus Alufolie</li>
<li>Steine</li>
<li>Sand</li>
<li>Scherben</li>
<li>Wasser</li>
<li>Reis</li>
<li>Nudeln</li>
<li>Perlen, Murmeln</li>
<li>kleine Pappstückchen</li>
<li>Filzbommeln</li>
<li>getrocknete Blüten</li>
<li>Nichts (ist bestimmt auch ganz lustig)</li>
</ul>
<p>Die Liste kann endlos fortgesetzt werden. Ich bin mir sicher, du findest eine passende <strong>Füllung</strong> für dein Hörmemory.<br />
<div id='c7483_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>3. Fühlmemory</h2>
<p>Die Idee für ein Fühlmemory habe ich auf <a href="http://www.bastelideen.info/html/memory_spiel_basteln_c.html" target="_blank" rel="noopener">bastelideen.info</a> gefunden. Bei dieser Memory Variante kommt sogar ein 3. Sinn mit ins Spiel: der <strong>Tastsinn</strong>.</p>
<p>Wie bastelt man ein Fühlmemory? Im Grunde genommen wie das klassische Memory, nur, dass statt der Sticker unterschiedliche Texturen und Materialien auf die Karten geklebt werden.</p>
<p>Anschließend noch ein paar Ideen, was für <strong>Materialien</strong> du für dein Fühlmemory verwenden kannst:</p>
<ul>
<li>Styropor</li>
<li>Watte</li>
<li>Filz</li>
<li>Rinde</li>
<li>Sand</li>
<li>Kleine Steine, Kies</li>
<li>Teppich (hart, rau, weich, flauschig)</li>
<li>Kork</li>
<li>Alufolie</li>
<li>Knallfolie</li>
<li>Schwamm, Lappen</li>
<li>Muscheln</li>
<li>Stoff (Baumwolle, Samt, Seide, Wolle, Leder, Chemiefasern)</li>
<li>Verpackungsmaterial (Tetrapack, Plastik, Pappe)</li>
<li>Mosaiksteine</li>
<li>Kunstrasen</li>
<li>Tapete</li>
<li>Motiv aus Heißkleber</li>
<li>Zahnstocher aneinander gelegt</li>
<li>Moosgummi</li>
<li>Sandpapier</li>
</ul>
<p>Für welche Memory Variante hast du dich entschieden? Oder kennst du noch eine ganz andere? Schreib&#8217;s mir in die Kommentare!</p>

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		<title>Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/mein-schoenster-moment-mit-kindbaby-blogparade/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2017 00:13:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Moment]]></category>
		<category><![CDATA[perfekt]]></category>
		<category><![CDATA[schön]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich mache mit bei der Blogparade von mamasdaily bzw. Yvi und schreibe heute über meinen schönsten Moment mit meinem Kind. Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade Als ich auf die Blogparade aufmerksam gemacht wurde, musste ich wirklich erst einmal tief in mich gehen und mir klar darüber werden, welches mein schönster Moment mit meinem ... <a title="Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mein-schoenster-moment-mit-kindbaby-blogparade/" aria-label="Mehr zu Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache mit bei der Blogparade von mamasdaily bzw. Yvi und schreibe heute über meinen schönsten Moment mit meinem Kind.<span id="more-2348"></span><div id='c2663_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Mein schönster Moment mit Kind/Baby &#8211; Blogparade</h2>
<p>Als ich auf die <a href="http://mamasdaily.net/blogparade-schoenster-moment-mit-kind/" target="_blank" rel="noopener">Blogparade</a> aufmerksam gemacht wurde, musste ich wirklich erst einmal tief in mich gehen und mir klar darüber werden, welches mein schönster Moment mit meinem Baby war. Oder kam der erst, als der kleine Mann älter wurde?</p>
<h2>Der Moment nach der Geburt</h2>
<p>Hätte man mich in der Schwangerschaft danach gefragt, ich hätte blitzschnell geantwortet: Der Moment nach der Geburt ist der schönste Moment mit Baby. Ohne Zweifel! Wenn man sein Baby in den Armen hält. Es einen nur für einen kurzen Augenblick mit diesen riesigen, wunderschönen, völlig einnehmenden Augen ansieht. Wenn man seinen wundervollen Geruch wahrnimmt. Seine zarte, weiche Haut berührt. Man hält seinen wertvollsten Schatz ganz behutsam in den Händen. Streichelt ihn. Kuschelt mit ihm. Singt und redet behutsam.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2355" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-baby-schlaeft-auf-brust.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Baby schläft auf Brust" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-baby-schlaeft-auf-brust.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-baby-schlaeft-auf-brust-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das hätte mein schönster Moment mit Baby werden können. Doch leider wurde er es nicht. <a href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/" rel="noopener">Die Geburt meines Sohnes</a> verbrachte ich unter Vollnarkose. Verpasste sie also komplett. Und die Minuten/Stunden(?) danach ebenso. Auch noch Tage nach der Geburt war ich wie in einer Blase. Und sehe ich mir heute die wenigen Videos an, die mein Mann während unseres Krankenhausaufenthalts gemacht hat, denke ich mir: Daran erinnere ich mich gar nicht mehr. Wie verliebt ich mein Baby in den Armen haltend betrachtete. Sanft mit ihm redete. Ihn ganz zärtlich berührte. Mich über jedes Glucksen, Grunzen, Schmatzen freute. Es ist, als würde ich das Video einer anderen Familie sehen.</p>
<h2>So viele Momente</h2>
<p>Wenn ich überlege, dann fallen mir viele tolle Momente ein. Die ersten Momente beispielsweise. Das erste Lächeln. Das erste Lachen. Der erste Kuss. Die erste Umarmung. Erinnerungen &#8211; so süß wie flüssiger Honig.</p>
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</div>
<p>Vielleicht war es aber auch der Tag, an dem ich beschloss, mein Baby ins Familienbett zu nehmen, statt es in seine Wiege auf Rollen zu legen. Endlich schliefen wir beide gut. Und lang. Friedvoll. Ohne Kummer und Sorgen.</p>
<p>Es kann aber auch sein, dass der Tag, an dem mich mein Sohn stolz wie Bolle in der Küche auf dem Boden angrinst, weil er jetzt sitzen kann, der schönste Moment war. Er sieht müde aus, wenn ich mir das Foto ansehe. War wohl eine anstrengende Nacht davor gewesen. Er hat rote Ränder unter den Augen. Aber sein Strahlen ist unbeschreiblich. Er leuchtet irgendwie aus den Augen. Seine Zunge streckt er raus, wie man es bei Menschen sieht, die gerade an etwas knobeln oder basteln und unbewusst die Zunge rausstrecken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2360" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-sitzt.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Kind sitzt" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-sitzt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-sitzt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Kann sein, dass es die Tage waren, wenn sich mein Baby im Tragegurt an mich kuschelte, während ich die Hausarbeit erledigte oder unterwegs war, und einfach einschlief.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2361" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-schlaeft-beim-mama-im-tragegurt.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Kind schläft beim Mama im Tragegurt" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-schlaeft-beim-mama-im-tragegurt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-kind-schlaeft-beim-mama-im-tragegurt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Das Gefühl</h2>
<p>Jetzt ist das Baby kein Baby mehr. Mehr Kleinkind. Fast 2 Jahre alt. Ich freue mich über jedes neue Wort, das der kleine Mann lernt. Jede Silbe, die dazu kommt. Jeden Zentimeter, den er wächst.</p>
<p>Jeden Tag sehe ich, wie sich sein Charakter mehr und mehr heraus kristallisiert. Als sich seine Oma beispielsweise stark am Kopf verletzte, lächelte sie, obwohl es offensichtlich sehr weh getan hatte. Mein Sohn entschied sich, für sie zu weinen. Ich sehe, wie mein Sohn zu einem empathischen Menschen heran wächst, wenn er seinen weinenden Cousin streichelt und küsst &#8211; ohne, dass man ihn dazu auffordert.</p>
<p>Ich finde es toll, wenn der kleine Mann &#8211; und wenn es nur wenige Momente sind &#8211; ganz für sich allein die Welt entdeckt. Dann läuft er mit dem Schraubenzieher durch die Wohnung und dreht ihn in allen Löchern, die er finden kann. Oder, obwohl für sein Alter eher große Bauklötze empfohlen werden, bereits sehr kleines Spielzeug für sich entdeckt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2357" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-vater-und-sohn-spielen-lego.jpg" alt="Mein schönster Moment mit Kind, Baby - Blogparade - Vater und Sohn spielen Lego" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-vater-und-sohn-spielen-lego.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/mein-schoenster-moment-mit-kind-baby-blogparade-vater-und-sohn-spielen-lego-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Mein Kind entscheidet selbst, was gerade wichtig ist. Was er lernen möchte. Da können alle sagen &#8222;Was? Er kann &#8230; noch nicht?&#8220; oder &#8222;Was? Damit lässt du ihn spielen?&#8220;. Er hat sein eigenes Tempo. Und zeigt mir, dass so vieles unwichtig ist, was ich anfangs noch für wichtig hielt. Oder dass manche Dinge Zeit brauchen. Dass manche Dinge noch wichtig für ihn sind und er sie braucht, obwohl es bei uns in der Gesellschaft heißt, er sei zu alt dafür.</p>
<p>Wenn ich meinen Sohn nachts in den Schlaf gestillt habe und noch eine Weile neben ihm liege und ihn beobachte, ist es fast ein schönster Moment. Ein schlafendes Kind bedeutet irgendwie immer: Es ist zufrieden. Sitt und satt. Hat genug Liebe getankt. Genug erlebt. Verarbeitet jetzt alles in Ruhe im Schlaf.</p>
<p>Und dann taucht dieses Gefühl in mir auf. Es zu beschreiben, fällt mir schwer. Es ist eine Art Hochgefühl, das einen stärkt. Mut macht. Motiviert. Und ganz viel Kraft und Energie gibt. Das Gefühl von &#8222;Richtig&#8220;. Für sich. Auf seine Weise. Und dass man alles schaffen kann, egal, was für doofe, anstrengende Tage noch kommen werden.</p>

<h2>Zukunft</h2>
<p>Und doch bin ich der Meinung, es ist noch viel zu früh, bereits jetzt zu sagen, was der schönste Moment war. Denn es wird noch so viele Momente geben. Die jedes Mal ein Gefühl auslösen. Unsere Kinder sind stetig am Lernen und Forschen. Deshalb denke ich, dass man all diese Momente nicht miteinander vergleichen kann. Um dann am Ende festzustellen: DAS war er! Denn &#8211; wie gesagt &#8211; kommt immer etwas Neues dazu. Die Momente mit meinem Baby lassen sich nicht vergleichen mit denen, die ich hatte, als mein Sohn Kleinkind, Kind, Teenager oder Erwachsener war.</p>
<p>Es geht immer weiter. Und ich bin gespannt auf die Momente, die da noch kommen werden. Die mir vielleicht ein annäherndes Gefühl von &#8222;Das war der schönste Moment&#8220; geben. Doch es ist und bleibt die Frage: Wird es noch schöner werden? Und das kann man nur sagen, wenn keine weiteren Momente mehr kommen werden. Und deshalb hoffe ich, dass ich den schönsten Moment nie erleben werde. Versteht ihr?</p>
<p>Kleiner Nachtrag: Heute sagte mir mein Sohn, als er gerade gestillt wurde und kurz das Trinken unterbrach:&#8220;Miech? Mäck.&#8220; &#8211; Milch? Schmeckt. Hach&#8230; Ich schmelze&#8230; Schon wieder&#8230;</p>
<p>Wenn ihr euch noch mehr schönste Momente mit Kind/Baby durchlesen oder sogar euren eigenen Beitrag zu diesem Thema verfassen wollt, schaut doch mal bei <a href="http://mamasdaily.net/blogparade-schoenster-moment-mit-kind/" target="_blank" rel="noopener">mamasdaily</a> vorbei.</p>
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		<title>Die Geburt meines Sohnes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2016 18:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserschnitt]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ich mir die Geburt meines Sohnes ganz genau ausgemalt hatte: Im Geburtshaus. Natürlich. In der Wanne. Wie ich mein Baby zum ersten Mal in den Armen halte, es mich mit seinen großen Augen ansieht und ich mich Hals über Kopf verliebe. Doch der Plan von einer Traumgeburt platzte wie eine Seifenblase. Die Geburt meines Sohnes verkehrte ... <a title="Die Geburt meines Sohnes" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/" aria-label="Mehr zu Die Geburt meines Sohnes">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich mir die Geburt meines Sohnes ganz genau ausgemalt hatte: Im Geburtshaus. Natürlich. In der Wanne. Wie ich mein <strong>Baby</strong> zum ersten Mal in den Armen halte, es mich mit seinen großen Augen ansieht und ich mich Hals über Kopf verliebe.</p>
<p>Doch der Plan von einer Traumgeburt platzte wie eine Seifenblase. Die Geburt meines Sohnes verkehrte sich nämlich ins komplette Gegenteil…</p>
<p><span id="more-397"></span><div id='c6721_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Die Geburt meines Sohnes</h2>
<p>&#8222;Frau Braun! Sind Sie wach? Können Sie mich hören? FRAU BRA-HAUN!&#8220;</p>
<p>Bevor mich diese nervige Stimme aus der <strong>Vollnarkose</strong> holt, war ich einfach nur weg. Alles war schwarz. Es gab keinen Traum, keine Angst und keine Tränen mehr. Ich war einfach im Nichts.</p>
<p>Ich sehe alles noch verschwommen, wie durch Milchglas, und stehe total neben mir. Erkennen kann ich nur, dass ich jetzt wieder zurück im Kreißsaal bin und blicke nach rechts, um nach Mathi, meinem Freund, zu sehen. Er ist da. Das beruhigt mich. Er hält etwas in den Armen. Es ist mein Baby, das noch vor wenigen Minuten (?), Stunden(?) in meinem Bauch war.</p>
<p>Als man es mir gibt, kann ich es kaum glauben. Das ist mein Baby? Es kam mir alles so irreal vor. Ich war wie im Jum – total benebelt.</p>
<p>Dann zeigen sie mir den <strong>Mutterkuchen</strong>, der mich an einen weit verzweigten Baum erinnert. Was sie wohl damit gemacht haben? Hab ich ein Stück davon gegessen? Ehrlich, ich weiß es nicht mehr.</p>
<p>Nach 3 Stunden stille ich das 1. Mal mein Baby. Zumindest steht es so in den Unterlagen. Ich persönlich hatte absolut kein Zeitgefühl. Ich sehe nur in die dunklen Augen meines Babys, das beim Stillen wohlig grunzt. Es ist so schrumplig, schießt es mir durch den Kopf. Er sah wirklich aus wie ein alter Mann.</p>
<p>2980 g, 48 cm. Er war so winzig, dass ich von den Ärzten gefragt wurde, ob ich während der Schwangerschaft geraucht hätte. Das machte mich richtig wütend! Denken die tatsächlich, dass ich so etwas meinem Baby antun würde? Riesen sind mein Mann und ich nun wirklich nicht. Also warum sollte unser Baby es sein? Blass sei er, sagten sie. Ich war beleidigt. In meinen Augen war er wunderschön. Trotz der vielen Falten, der schrumpligen Fingerchen und dem kahlen Köpfchen.</p>
<h2>Doch beginnen wir von vorne</h2>
<p>Es war der 15.03.2015 und es war bereits spät. Mit meinem fetten Kugelbauch bewegte ich mich gemächlich ins Schlafzimmer und versuchte, im wabbeligen Wasserbett eine annähernd angenehme Position in Seitenlage einzunehmen. Irgendwann döste ich ein.</p>
<p>An richtiges <strong>Schlafen</strong> war seit der Schwangerschaft nicht mehr zu denken. Unzählige Male wachte ich auf. Meine Nase war, sobald ich mich hinlegte, verstopft wie bei einer fiesen Erkältung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-406" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-frau-ist-nachts-wach.jpg" alt="Geburt - Frau ist nachts wach" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-frau-ist-nachts-wach.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-frau-ist-nachts-wach-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auch diese Nacht wachte ich wie üblich auf, so etwa gegen 02:00 Uhr. Meine Blase drückte. Ich rollte mich vorschriftsmäßig vom Wasserbett herunter und schlich mit leisen Sohlen ins Bad, damit mein Freund nicht wach wurde.</p>
<p>Als ich im Bad war, merkte ich, dass meine Unterwäsche komplett <strong>nass</strong> war und ich fragte mich, ob ich eingepullert hatte.</p>
<p>Von Schwangeren mit schwacher Beckenbodenmuskulatur hatte ich ja schon zur Genüge gehört. Ich entschied mich dafür (wenn auch etwas spät), mehr für meinen Beckenboden zu trainieren.</p>
<p>Ich machte alles sauber, zog mich um und wollte wieder zurück ins Bett. Da spürte ich plötzlich, wie mir etwas Nasses die Beine hinunter rann. Ich blieb stehen und starrte nach unten. Ich war mir nicht sicher. Hatte ich gerade schon wieder eingepullert? Ich war doch gerade eben auf dem Klo! SO schlecht kann mein Beckenboden jetzt aber nicht sein.</p>
<p>Oder ist es der <a href="http://www.mamiweb.de/familie/der-blasensprung/1" target="_blank" rel="noopener">Blasensprung</a>? Läuft mir hier gerade Fruchtwasser an den Beinen entlang?</p>
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<p>Langsam breitete sich ein ungutes bis leicht panisches Gefühl in mir aus. Ich setzte mich nochmal auf die Toilette. Mein Herz wummerte. Ich machte wieder alles sauber, zog mich um, doch es passierte wieder genau das gleiche wie zuvor.</p>
<p>Ich traute mich nicht mehr vom Klo runter und rief meinen Freund. Der aber schlief seelenruhig weiter und hörte mich nicht. Scheiße, verdammt! Warum hört er mich nicht?! Ich rief lauter und verzweifelter nach ihm. Nichts. In meiner <strong>Panik</strong> fing ich an zu heulen.</p>
<p>Irgendwann hörte er mich dann endlich und kam schlaftrunken zu mir. Als er merkte, was hier los war, gab er mir ruckzuck das Telefon, damit ich die Bereitschaftshebamme anrufen konnte. Ich war total nervös und traute mich anfangs nicht, sie mitten in der Nacht anzurufen (es war inzwischen 02:30 Uhr). Was, wenn das jetzt falscher Alarm ist? Dann hab ich sie ganz umsonst geweckt! Oh Mann, ey. Wenn ich daran zurückdenke, fasse ich mir immer an den Kopf…</p>
<p>Irgendwann war die Angst überwunden. Ich rief die Bereitschaftshebamme an (die übrigens nicht meine eigentliche Hebamme war) und fing auch prompt wieder an zu weinen, als ich meine Lage schilderte.</p>
<p>Sie war wirklich sehr nett und beruhigte mich. Alles kein Grund zur Sorge. Wir sollten jetzt noch versuchen, Kraft zu tanken. Um 09:00 Uhr würden wir uns im Geburtshaus treffen. Oh mein Gott! Es geht los!</p>
<p>An Schlaf war vor lauter Aufregung gar nicht zu denken. Ich versuchte, mich zu entspannen. Ruhte mich aus. Unter tausend Gedanken, die mir durch den Kopf schwirrten, schlief ich dann doch irgendwann ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-702" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/die-geburt-meines-sohnes-mutter-mit-kugelbauch.jpg" alt="Die Geburt meines Sohnes - Mutter mit Kugelbauch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/die-geburt-meines-sohnes-mutter-mit-kugelbauch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/die-geburt-meines-sohnes-mutter-mit-kugelbauch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wir trafen dann wie verabredet im <a href="http://www.geburtshaushellersdorf.de/" target="_blank" rel="noopener">Geburtshaus Hellersdorf</a> ein und wurden auch gleich von der Leiterin empfangen. Wir wurden in einen wunderschönen, gemütlichen Raum geführt. Dort gab es dann Wehentee, ein beruhigendes Gespräch und sogar eine <strong>Akupunktur</strong>.</p>
<p>Die Leiterin gab uns <strong>Globulis</strong> mit einer Liste, wann diese einzunehmen sind, mit auf den Weg und empfahl uns, viel spazieren zu gehen. Wir würden uns dann abends mit der Bereitschaftshebamme treffen und dann weiterschauen.</p>

<p>Gesagt, getan. Wir liefen draußen im Grünen herum und riefen überall in der Familie an, dass es jetzt endlich so weit sei. Aber irgendwie ging es nicht wirklich los bei mir. Ich hatte keine Probleme beim Gehen, konnte mich unterhalten, musste nichts veratmen. Ich bildete mir zwar immer ein, dass das, was ich fühlte, bereits Wehen waren (schließlich musste es ja jetzt mal langsam losgehen), aber tatsächlich passierte rein gar nichts.</p>
<p>Abends kamen wir mit all unserem Kram zum <strong>Geburtshaus</strong>. Ich war voller Erwartungen und sah mich schon mein Baby in den Armen halten. Mit Babyschale, Babysachen, Essen, Trinken, Klamotten, Rucksack und und und waren wir ausgestattet und richteten uns in unserem Zimmer ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-419" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-warmes-licht.jpg" alt="Geburt - warmes Licht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-warmes-licht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-warmes-licht-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auch hier war die Atmosphäre einfach fantastisch. Ein herrlicher Duft breitete sich im Raum aus, das Licht war angenehm warm, das Zimmer gemütlich eingerichtet. Ich fühlte mich entspannt, aufgehoben, umsorgt, sicher und war guter Dinge.</p>
<h2>Der Einlauf</h2>
<p>Ein Einlauf. Was ist das überhaupt? Ein dünner Schlauch wird in den Po eingeführt. Durch diesen Schlauch wird <strong>Wasser</strong> in den Körper geleitet. Wenn ein Druckgefühl entsteht, wird der <strong>Schlauch</strong> behutsam entfernt. In meinem Fall verließ die Hebamme anschließend den Raum, damit ich noch ein wenig aushielt und rumlief.</p>
<p>Wenn man merkt, jetzt geht es nicht mehr, macht man wie gewohnt auf der Toilette sein Geschäft. Meine Hebamme blieb solange draußen, damit ich ungestört war und meine Privatsphäre hatte und mich nicht schämen brauchte.</p>
<p>Als das geschafft war, untersuchte die Hebamme bei mir, wie weit der <strong>Muttermund</strong> schon geöffnet war. Und????? Ich war ganz aufgeregt? 1 cm? 2 cm? Ihre Antwort war niederschmetternd: Null. Nichts. Nicht mal ein bisschen. Und noch kein einziges Zipperlein, das zumindest eine Wehe erahnen lassen könnte. Das lief alles überhaupt nicht wie geplant.</p>
<p>Die Hebamme gab uns bis 22:00 Uhr Zeit, dass die Wehen einsetzten und der Muttermund sich etwas geöffnet hatte. Sollte dies nicht der Fall sein, müssten wir ins Krankenhaus. Die Gefahr einer <strong>Infektion</strong> steigt, wenn der Blasensprung bereits einige Zeit zurückliegt. Langsam wurde es also kritisch.</p>
<div id='c6570_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Eine Geburt im Krankenhaus kam für mich eigentlich überhaupt nicht infrage! Ich hatte mich ja bewusst für ein Geburtshaus und gegen ein Krankenhaus entschieden. Ein <strong>Krankenhaus</strong> stellte ich mir immer so vor: Steril, grelles Licht, unfreundliches Personal, es stinkt nach Desinfektionsmittel, Kaiserschnitt wird natürlicher Entbindung vorgezogen usw.</p>
<p>Ich wollte mein Baby wirklich absolut nicht im Krankenhaus zur Welt bringen. Ich war hoch motiviert, die Wehen voranzutreiben, um nicht ins Krankenhaus zu müssen. Mein Kind sollte natürlich im Geburtshaus zur Welt kommen. Schließlich hatte meine Schwägerin so davon geschwärmt. Das wünschte ich mir auch für mein Baby und mich.</p>
<p>Wir spazierten also wieder eine gefühlte Ewigkeit draußen in der Dunkelheit umher, unterhielten uns und ich spürte ansatzweise eine Wehe.</p>
<p>Doch der Muttermund hatte sich kein Stück geöffnet. Wir mussten jetzt ins Krankenhaus, um dort wehenfördernde Tabletten zu bekommen und die Geburt voranzutreiben. Die Hebamme empfahl uns das <a href="https://www.vivantes.de/fuer-sie-vor-ort/details/action/custompage/einrichtung/vivantes-klinikum-am-urban/seite/einstieg-3/" target="_blank" rel="noopener">Vivantes Klinikum in Kreuzberg</a>.</p>
<p>Meine Eltern machten sich sofort auf den Weg, um uns dort abzuladen, da ich logischerweise nicht fahren durfte und mein Freund keinen Führerschein hatte.</p>
<h2>Die 1. Schicht</h2>
<p>Die 1. Schicht entsprach genau meinen Vorstellungen: Die Ärztin, die zu uns kam, war absolut unsympathisch, arrogant und unhöflich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6593" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin.jpg" alt="strenge Ärztin" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin-400x252.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/strenge-aerztin-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wir wussten ja, dass wir Tabletten zur <strong>Wehenförderung</strong> bekämen, waren also entsprechend vorbereitet. Aber als uns die Ärztin gleich Antibiotika geben wollte &#8211; nur für den Fall &#8211; stellten wir zunächst einige Fragen, um uns zu informieren.</p>
<p>Da antwortete sie doch tatsächlich mit einer derart pampigen Stimme:&#8220;Ich habe jetzt auch keine Lust, das mit Ihnen zu diskutieren!&#8220;</p>
<p>Na toll, dachte ich. Da muss ich schon im Krankenhaus entbinden und dann krieg ich gleich zur Begrüßung so eine ungemütliche <strong>Wetterhexe</strong> an meine Seite. Die Hebamme ging ja noch, war jetzt aber auch nicht mein Favorit. Ich hätte lieber meine Hebamme vom Geburtshaus dabeigehabt, aber die durfte das aus versicherungsrechtlichen Dingen oder was weiß ich nicht.</p>
<p>Zurück zur Ärztin, die jetzt mit dem Chefarzt telefonierte und sich in unserer Gegenwart über uns beschwerte:&#8220;Ja, unverantwortlich&#8230;!&#8220;, sagte sie. Sie stellte es so dar, als wollten wir das Antibiotikum nicht nehmen. Tatsächlich hatten wir aber nur Fragen über Nebenwirkungen etc. gestellt. Wir gehören nunmal nicht zur Sorte Patient, der nichts fragt und zu allem &#8222;Ja, immer her damit!&#8220; sagt&#8230; Hat ihr wohl nicht gepasst. Ich weiß es nicht.</p>
<p>Nichtsdestotrotz entschied ich mich dafür, das <strong>Antibiotikum</strong> zu nehmen (was sich später laut Ärzten als richtige Entscheidung erwies). Dennoch war ich geknickt. Durch diesen unfreundlichen Umgang mit uns fühlte ich mich einfach nur unwohl. Dazu kam noch meine Voreingenommenheit von Krankenhäusern. Ich wollte nicht hier sein.</p>
<p>Die wehenfördernden Tabletten bekam ich allerdings nicht sofort. Es musste noch diverser Papierkram unterschrieben werden. Der Chefarzt, der noch nicht da war, sollte mich auch nochmal untersuchen (und dann feststellen, dass mein Muttermund weiterhin 0 cm geöffnet war) und zwischendurch kamen immer wieder Notfälle herein, die natürlich Priorität hatten.</p>
<p>So kam es also, dass die 1. Schicht bereits nach Hause gehen konnte und ich erst von der 2. Schicht die Tabletten zur Wehenförderung bekam.</p>
<h2>Die 2. Schicht</h2>
<p>Etwas Gutes hatte die ganze Warterei: Die 2. Schicht war ein absoluter Traum! Die junge <strong>Hebamme</strong> war so freundlich, lieb, hilfsbereit, einfühlsam, liebevoll. Ich fühlte mich bei ihr richtig wohl.</p>
<p>Mit meinem Freund ging ich &#8211; es war bereits Morgen &#8211; im Park, der vor dem Krankenhaus lag, spazieren. Es war herrliches Wetter, die Sonne schien, die Schwäne schwammen auf dem Wasser, die Vögel zwitscherten. Es kam mir irgendwie irreal vor.</p>
<p>Für wenige Momente musste ich während unseres Spaziergangs immer innehalten, stehenbleiben und <strong>atmen</strong>. Mein Freund stützte mich dabei so gut er konnte. Und dann ging es wieder und wir konnten unseren Gang fortsetzen.</p>
<p>Zurück im Krankenhaus fand ich es dann angenehm, beim Atmen in die Hocke zu gehen. Niemand gab mir vor, diese Position einzunehmen. Ich empfand sie persönlich einfach als „richtig“. Das gab mir Kraft und Mut. Mein Körper zeigte mir, was er für die Geburt brauchte. Das Vertrauen wuchs: Ich schaffe das!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-422" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-schwan-auf-wasser.jpg" alt="Geburt - Schwan auf Wasser" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-schwan-auf-wasser.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-schwan-auf-wasser-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Stunden zogen dahin. Wir hatten kein bisschen schlafen können und waren hundemüde. Wann es mir mein Körper auch nur immer kurz ermöglichte, versuchte ich zu ruhen. Kraft zu schöpfen.</p>
<p>Ein Bett stand mir zur Verfügung. Es war so schmal, dass es gerade mal für mich reichte. Mathi hingegen musste versuchen, auf dem Besucherstuhl zu schlafen. Zwischendurch quetschten wir uns sogar gemeinsam auf das schmale Bett und versuchten, kurz Kraft zu tanken. Bis ich wieder unsanft geweckt wurde und laut atmen musste.</p>
<p>Im Geburtsvorbereitungskurs hatten wir einmal das Atmen geübt und sollten ausprobieren, welcher Laut uns beim Ausatmen am Angenehmsten war. Im Kurs kam mir das etwas albern vor, aber jetzt war ein tiefes &#8222;Aaaaaaaaaaaah!&#8220; genau das Richtige für mich. Davon wurde mein Freund natürlich auch gleich wieder wach. Es zehrte sehr an unseren Kräften. Nebenan schrie sich eine Gebärende die Seele aus dem Leib.</p>
<p>Dann bekamen wir <strong>Besuch</strong>. Mathis Mutti wollte natürlich sehen, ob mit uns und ihrem zukünftigen Enkelkind alles ok war und uns unterstützen. Ich war wirklich groggy. Immer wieder durchzog es meinen Körper mit einem fiesen Ziehen und ich musste tiiiiiiief ausatmen, um den Schmerz erträglich zu machen.</p>
<p>Mathis Mutter war inzwischen wieder weg. Allmählich merkte ich, wie mich die immer wiederkehrenden Schmerzen an den Rand der Erschöpfung trieben. Mathi versuchte, mir zu helfen. Er sagte immer zu mir, ich solle atmen. Hilfreich fand ich das in dem Moment nicht. Es machte mich eher wütend. Ich bat ihn so freundlich, wie es mir nur möglich war, damit aufzuhören.</p>
<p>Aufgrund der voranschreitenden Zeit kam immer mal wieder eine Hebamme oder ein Arzt herein, um mir eine <strong>PDA</strong> anzubieten. &#8222;Auf keinen Fall!&#8220;, dachte ich. Ich würde mich wie eine Versagerin fühlen, wenn ich jetzt schon ein Schmerzmittel bräuchte! Doch der Wunsch danach kam immer wieder, mit jeder Wehe, und ich biss mir auf die Lippen, um nicht zu sagen:&#8220;Okay, verdammt, gebt mir eine PDA!&#8220;.</p>
<p>Zwischendurch wurde auch immer wieder mein Muttermund kontrolliert, da ich schon ziemlich laut ausatmen musste. Die Hebamme kam herein und sagte:&#8220;Na das hört sich doch schon sehr gut an.&#8220;.</p>
<p>Doch bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass der <strong>Muttermund</strong> keinen einzigen verdammten Zentimeter geöffnet war! Ich wurde verrückt! Und wütend! Ich hätte am liebsten geheult und geschrien und irgendetwas an die Wand geschmissen! Warum ertrage ich hier schon stundenlang diese Scheißschmerzen, ohne dass hier auch nur im Entferntesten was passiert?! Ich war echt auf 180! Aber da kam schon die nächste Wehe&#8230;</p>
<div id='c7371_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>PDA</h2>
<p>Stundenlang kamen Wehen. Und ich ertrug sie. Ich hatte mir meine angenehmste Position gesucht: Kniend, die Arme auf dem Bett abgelegt, den Kopf darauf liegend, wobei Mathi unentwegt meinen Rücken streichelte. Ich war in dieser Zeit wie in <strong>Trance</strong> und bekam rein gar nichts von dem, was um mich herum geschah, mit. Ich machte einfach nur noch die Wehen mit, atmete laut mit &#8222;Aaaaaaaaaah!&#8220;.</p>
<p>Viele motivieren sich dann immer: Mit jeder Wehe kommen sie ihrem Baby ein Stückchen näher. Sie wandeln den Schmerz in etwas Positives um.</p>
<p>Nur bei mir klappte das irgendwie nicht. Ich spürte kein Vorankommen. Es ging mir einfach nur beschissen. Statt Kraft aus meinen Wehen zu schöpfen, merkte ich nur, wie mir mit jeder einzelnen von ihnen meine Kraft geraubt wurde. Unter all dem Schmerz fand ich kein bisschen Hoffnung. Ich war völlig neben der Spur.</p>
<p>Ich war ausgelaugt. Erschöpft. Hoffnungslos. Unendlich müde. Benommen. Komplett plemplem. Und dann hörte ich mich inmitten all diesen Wusts ganz kleinlaut sagen:&#8220;Ich glaube, ich nehme jetzt doch eine PDA.&#8220;</p>
<p>Weißt du, wie ich mich nach diesem Satz fühlte? Du magst es kaum glauben, aber es ging mir NOCH beschissener als vorher. Ich war maßlos von mir enttäuscht. Ich fühlte mich wie eine <strong>Versagerin</strong>. ICH war es, die auf keinen Fall Medikamente nehmen wollte. Die eine PDA für total überflüssig gehalten hatte. Was war mit natürlicher Geburt im Geburtshaus geworden?</p>
<p>All diese Vorstellungen waren nicht mehr wichtig für mich. Sie verloren mit der Zeit an Bedeutung. Bis sie mir völlig egal waren. Ich wollte nur noch, dass es weitergeht und irgendwann zu Ende ist. Ich konnte nicht mehr. Ich wollte auch irgendwo nicht mehr, glaube ich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-411" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kopf-in-den-haenden.jpg" alt="Kopf in den Händen" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kopf-in-den-haenden.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kopf-in-den-haenden-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ohne großes Gewese wurde alles Notwendige arrangiert, Papiere unterzeichnet usw. Ich war totmüde, erschöpft, total k.o. und wollte nur noch schlafen. Wie die Ärztin aussah, die mir die PDA verpasste, weiß ich gar nicht mehr. Das einzige, was mir von ihr in Erinnerung geblieben ist, ist ihre verdammt nervige Stimme.</p>
<p>Mittlerweile saß ich auf dem Bett, um mich etwas zu erholen. Dann kam sie herein, sagte, ich solle mich jetzt mal aufrichten und ganz weit nach vorn beugen, damit sie die Nadel setzen können. Stattdessen war ich wohl kurz eingenickt.</p>
<p>Als sie merkte, dass ich keine Anstalten machte, ihrer Bitte Folge zu leisten, kam ein pampiges &#8222;Frau Braun, Sie müssen jetzt auch mal mitmachen!&#8220;</p>
<p>Ich dachte, ich bin im falschen Film. „Ich müsse jetzt auch mal mitmachen?!“ Hallo? Geht’s noch? Ich fühlte mich ehrlich gesagt verarscht! Am liebsten hätte ich ihr was an den Kopf geknallt. Doch statt meine letzte Energie dafür zu verschwenden, sie anzuschreien, richtete ich mich mühsam auf.</p>
<p>Immer wieder kam eine <strong>Wehe</strong> und ich sollte Bescheid geben, wenn eine vorbei war. Sollte ganz still sitzen, mich keinen Deut bewegen, den Kopf ganz weit nach vorn beugen. Es war eine echt unangenehme Position. Vor allem mit dem Kugelbauch.</p>
<p>Ich hatte das Gefühl, dass gar keine Pause mehr zwischen den Wehen war. Die Ärztin wollte das nicht glauben, als ich immer wieder kurz angebunden (ich musste ja atmen) &#8222;WEHE!&#8220; keuchte. Also wurde ich an den Wehenschreiber angestöpselt, nur damit sie sehen konnte, dass da wirklich Wehen kamen&#8230; Ich sagte dann nichts mehr. Atmete, so gut es eben nach vorn gerichtet ging und ließ sie machen. Irgendwann hatte sie den Moment abgepasst und mir die Nadel gesetzt.</p>
<p>Als die PDA wirkte, ging es mir schlagartig besser. Ich konnte wieder klar denken, mich mit Mathi unterhalten, meine Umgebung wieder wahrnehmen; auch dem Arzt fiel mein besserer Gemütszustand auf.</p>
<p>Auch beim Muttermund hatte sich inzwischen etwas getan: 3 cm! Na immerhin!</p>
<p>Von mir aus können wir jetzt loslegen, dachte ich. Die Wehen, die jetzt kamen, waren ein Klacks im Vergleich zu denen davor.</p>
<h2>Die 3. Schicht &#8211; Notkaiserschnitt</h2>
<p>Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr, wann die 2. Schicht ging und die 3. kam. Ich war wie gesagt einfach nur durch. Ich glaube, es war so um die Entscheidung mit der PDA herum.</p>
<p>Zumindest hatten wir auch mit der letzten Schicht Glück gehabt. Die Hebamme war sehr nett zu uns und gab sich die größte Mühe, es uns so angenehm wie möglich zu machen. Auch wenn mir ihre Methode mit dem „<a href="https://www.babyartikel.de/magazin/tipps-und-tricks-fuer-die-geburt" target="_blank" rel="noopener">Äpfel schütteln</a>“ extrem auf die Nerven ging, wusste ich doch ihre Mühe zu schätzen.</p>
<p>Wir waren also gerade beim „Äpfel schütteln“, da fing das <strong>Kontrollgerät </strong>mit einem Mal zu piepen an. Sofort betrat der Arzt das Zimmer. Er erklärte, das Kontrollgerät piept, weil die Herztöne des Babys aus irgendeinem unbekannten Grund runtergehen.</p>
<p>So behutsam wie möglich versuchte der Arzt uns zu verstehen zu geben, dass, wenn die <strong>Herztöne</strong> jetzt weiterhin so schlecht sind, unser Baby per Kaiserschnitt geholt werden müsse, eventuell sogar per Notkaiserschnitt unter Vollnarkose. Es würde dann alles ganz schnell gehen müssen, sollte es dazu kommen.</p>
<p>Was war nur los mit unserem kleinen Würmchen? Wir machten uns unendlich Sorgen! Wir konnten nichts machen. Einfach weiter auf das Gerät starren, bangen und hoffen.</p>
<p>Und es kam, wie es kommen musste. Ich hatte nach diesen Stunden gar nichts anderes mehr erwartet, ehrlich gesagt. Es ging ja bereits alles schief, was bisher geplant war. Warum sollten also die Herztöne unseres Babys wieder hochgehen?</p>
<p>Klar hatten wir uns mit dem Gedanken an einen <strong>Kaiserschnitt</strong> „angefreundet“. Es war jetzt nicht das Tollste, was ich mir vorstellen konnte, aber es war ok für mich, redete ich mir ein.</p>
<p>Aber als der Arzt dann mitteilte, dass sie unser Baby jetzt wirklich holen würden, zerbrach mein letztes Stückchen Hoffnung. Es hieß nicht mehr Kaiserschnitt; jetzt war die Rede von einem NOTkaiserschnitt. Aus dem einfachen Grund, dass sie nicht wussten, warum bei jeder Wehe die Herztöne des Kleinen runtergehen würden.</p>
<p><strong>Notkaiserschnitt</strong>. Das bedeutete für meinen Freund, dass er nicht dabei sein durfte. Er würde meine Hand nicht halten können. Mir keinen Mut zusprechen können. Er würde die Geburt seines Sohnes komplett verpassen und hinter verschlossenen Türen abwarten müssen. Diese Ungewissheit, ob es meiner Freundin und meinem Baby gut geht, stellte ich mir grausam vor.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6594" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas.jpg" alt="Person wartet hinter Milchglas" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/person-wartet-hinter-milchglas-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und für mich bedeutete der Notkaiserschnitt Vollnarkose. Ich würde die Geburt meines Sohnes nicht miterleben. Sein erstes Geräusch beispielsweise. Oder seinen ersten Blick, wenn er die Augen öffnet. Seinen ersten Geruch. All das würde ich verpassen.</p>
<p>Stattdessen würde ich wie ein Schwein aufgeschnippelt und mein Baby mit stinkenden Gummihandschuhen aus mir herausgenommen werden. Ich würde es nicht halten können, also würden sie es mir auch nicht sofort auf den Bauch oder die Brust legen. Es würde in ein totes Stück Stoff gewickelt werden. Es würde meinen Geruch nicht wahrnehmen und meine Wärme nicht spüren können.</p>
<p>Wie soll es sich denn sicher, wohl und geborgen fühlen, wenn all das mit ihm gemacht wird?</p>
<p>Im ersten Moment noch wohlig warm, im nächsten kalt und grell und laut. Es würde vor lauter Panik gar nicht weiter wissen, weinen, schreien, zu mir wollen, aber ich wäre nicht da.</p>
<p>Und dann kamen ja noch die ganzen Informationen dazu, die ich im Laufe der Schwangerschaft so gelesen hatte. Mein Körper würde später denken, mein Baby sei tot, weil ich nicht aktiv bei der Geburt dabei gewesen sei. Ich würde mein Kind nicht lieben können wie eine Mutter, die ihr Kind auf natürliche Weise auf die Welt gebracht hat. Es würden Stillprobleme kommen. Wahrscheinlich würde ich gar nicht stillen können.</p>
<p>All dieser Wust an Informationen und Gefühlen schoss durch meinen Kopf. Ich hatte keine Wahlmöglichkeit. Es würde so passieren, es gab keine Alternative. Das, was mir da vorgesetzt wurde, musste ich jetzt nur noch in den Kopf kriegen.</p>
<p>Ja und dann kam, was eigentlich schon längst überfällig war: Wir fingen furchtbar an zu weinen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Ich wollte nicht aufhören. Hoffte irgendwie noch auf ein Wunder, aber es kam keins. Wir hatten es uns so ganz anders vorgestellt. Und nun traf genau das ein, was wir am wenigsten wollten. Mehr machen, als zu weinen, kann man da nicht.</p>
<p>Und so willigten wir ein, der Arzt trommelte alle notwendigen Leute zusammen. Er bereitete uns darauf vor, dass jetzt alles ganz schnell gehen würde.</p>
<p>Währenddessen starrten wir gemeinsam mit der Hebamme auf die Herztöne des Babys, auf dass sie sich wieder besserten. Und tatsächlich: Sie gingen wieder hoch! Die Hebamme sprang aus dem Zimmer, um den Arzt zu informieren! Jetzt wird alles gut, dachte ich! Ich kann doch &#8222;normal&#8220; entbinden!</p>
<p>Aber für den Arzt, der bereits alle um sich geschart hatte, war die Zeit zu lang fortgeschritten. Es ging los.</p>
<p>Ich wurde von Leuten, die ich nicht kannte, auf meinem Bett in den <strong>OP</strong> gerollt. Der Abschied von Mathi tat mir unendlich weh und ich fing wieder zu heulen an. Ich wollte ihn bei mir haben, aber das ging nicht.</p>
<p>Im Nu wurde ich auf einen anderen Tisch gehievt und bekam eine Maske auf, damit ich narkotisiert werden konnte. Ich zählte. Atmete. Versuchte, wach zu bleiben. Aber dann war alles Schwarz. Den Rest, wie ich aufwachte und das winzige Schrumpelfüßchen erblickte, kennst du.</p>
<h2>Die Kaiserschnittnarbe</h2>
<p>Die Narbe war echt gut gemacht, das musste ich den Chirurgen lassen. Sie tat zwar einige Monate etwas weh und ziepte, aber ich hatte schon Schlimmeres von anderen Müttern mit Kaiserschnitt gehört. Meine <strong>Narbe</strong> war weder wulstig noch besonders auffällig, und sie riss auch nie auf. Gott bewahre, wenn ich daran denke, dass noch so etwas hätte passieren können!</p>
<p>Aber jedes Mal, wenn ich über meinen Bauch strich, der jetzt gar nicht mehr schön prall und kugelrund war, sondern nur noch schwabbelig, und mich furchtbar erschreckte und manchmal sogar anwiderte, fühlte ich nichts. Rein gar nichts. Durch den Kaiserschnitt wurden zig <strong>Nerven</strong> durchtrennt.</p>
<p>Manchmal, wenn Mathi meinen Bauch streichelte, fühlte es sich an wie ein verdammt schlimmer Sonnenbrand. Es war mir unangenehm, wenn er oder ich über meinen Bauch fuhr. Es gab Zeiten, in denen ich es nicht einmal mehr zuließ, dass über meinen Bauch gefahren wurde. Es kam mir vor, als würde dieser Teil meines Bauchs nicht mehr zu mir gehören, denn ich spürte ja nichts mehr. Ich bangte, dass ich dort nie wieder etwas fühlen könnte.</p>
<p>Und tatsächlich sollte es über ein Jahr dauern, bis ich wieder etwas fühlen konnte und es für mich auch wieder normal war, über meinen Bauch zu streichen.</p>
<h2>Wochenbett</h2>
<p>Wir beschlossen kurzerhand, nach der Geburt im Krankenhaus zu bleiben und uns ein Zimmer zu nehmen. Mathi sagte auf Arbeit Bescheid und verbrachte die Tage gemeinsam mit unserem Baby und mir. Wir machten es uns so richtig gemütlich und gingen kaum aus unserem <strong>Nest</strong> raus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-421" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-papa-und-baby.jpg" alt="Geburt - Papa und Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-papa-und-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-papa-und-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Unser Zimmer lag ganz am Ende des Flurs. Keiner störte uns. Nur die Essensfrau und ab und zu mal eine Hebamme kamen in unsere gemütliche Höhle herein, um sich um uns zu kümmern. Der Kleine schlief die ganze Zeit über, und wenn er mal nicht schlief, dann trank er, als gäbe es kein Morgen mehr. Das war einige Tage bis wenige Wochen ziemlich unangenehm. Es fühlte sich bei jedem Stillen so an, als würde sich etwas in mir immer zusammenziehen – die <strong>Gebärmutter </strong>bildete sich zurück.</p>
<p>Dass ich mein Baby nicht mehr hergeben wollte, kennt wohl jede Mutter. Wenn es Nacht wurde, ließ ich es in meinen Armen schlafen. Wenn es Durst hatte, war ich sofort da und konnte es stillen.</p>
<p>Die Hebammen sagten uns, wir dürften das bloß nicht die Ärzte wissen lassen, aber das war uns sowas von egal, was die uns sagen würden. Wenigstens, was dieses Thema anging, konnten wir selbst entscheiden. Und das ließen wir uns nicht nehmen.</p>
<p>Und anders wäre es auch gar nicht möglich gewesen, wenn man überlegt, dass ich so <strong>schwach</strong> war, dass ich mein Baby gar nicht halten konnte! Jedes Mal, wenn der kleine Nimmersatt von der Brust abging und nicht mehr von allein rankam, musste Mathi aufstehen, ihn hochnehmen und ihn so anlegen, dass er wieder trinken konnte. Ich war unheimlich froh, ihn an meiner Seite zu haben. Ich weiß nicht, was ich allein in diesem Zimmer gemacht hätte. Wahrscheinlich ständig die Hebammen herbeigeklingelt.</p>
<p>So vergingen die Tage im Krankenhaus. Es kam auch Besuch (an den ich mich kaum noch erinnere, ich war noch ziemlich neben der Spur) und alle bewunderten den süßen Spatz, der wie ein alter Mann aussah.</p>
<p>Sogar die alte Wetterhexe bekamen wir ein zweites Mal zu Gesicht. Sie war genau so unsympathisch wie beim ersten Kennenlernen.</p>
<p>Auch der Chirurg, der den Kaiserschnitt gemacht hatte, stellte sich bei uns in aller Ruhe vor und erklärte uns ausführlich, woran es nun gelegen hatte, dass die Herztöne des Kleinen bei jeder Wehe runtergingen: Es lag an der <strong>Nabelschnur</strong>, die um seinen Hals gewickelt war. Mit jeder Wehe wurde er nach unten gedrückt und die Nabelschnur schnürte seinen Hals zu, sodass er kaum Sauerstoff bekam.</p>

<h2>Ab nach Hause</h2>
<p>So vergingen die Tage und nach und nach konnte ich mich besser aufrichten. Den Bauch durfte ich auf keinen Fall anspannen wegen der Narbe. Vorsichtig begann ich, ein paar <strong>Schritte</strong> zu gehen. Erst vom Bett runter, dann zum Bad, dann ins Bad, dann in die Dusche (da brauchte ich noch Hilfe), dann zur Untersuchung den Gang hinunter. Es ging voran und gegen Ende der Woche wurden wir von meinen Großeltern nach Hause gefahren.</p>
<p>Zu Hause war alles nochmal ganz neu für uns. Im Wasserbett durfte unser Baby ja nicht schlafen, aus Sicherheitsgründen. Aber ich durfte das Bett ja erst mal nicht verlassen. Wenn der Kleine in seinem Korb auf Rädern schlief, versuchte ich auch zu schlafen. Mathi brachte ihn mir dann, wenn er hungrig war. Aber so ganz ideal fand ich das nicht. Er wollte in meinen Armen sein und wachte sofort auf, wenn wir versuchten, ihn ins Bett zu legen.</p>
<p>Diese Zeit war hart. Doch sie besserte sich, als Mathi für 2 Wochen wegen seiner Arbeit nach Saarbrücken reisen musste. Ich war zwar super aufgeregt, weil ich mich dann ganz <strong>allein</strong> um den Kleinen kümmern musste &#8211; neben Haushalt, Essen machen usw. &#8211; aber zumindest die Nächte wurden ruhiger, weil ich ihn bei mir schlafen ließ, obwohl Mathi meinte, ich solle ihn in sein Bettchen legen, wenn er eingeschlafen sei. Aber das Risiko, dass er wieder aufwachte, wollte ich nicht eingehen. Also verbrachten wir die Zeit zu zweit entweder im Schaukelstuhl oder auf der Couch, auf die ich gezogen war, damit er bei mir schlafen konnte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-420" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-baby-schlaeft.jpg" alt="Geburt - Baby schläft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-baby-schlaeft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/geburt-baby-schlaeft-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und irgendwann hatten wir uns aneinander gewöhnt und langsam und allmählich den Bogen raus. Doch es war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, wie einem immer vorgegaukelt wird.</p>
<p>Noch heute gibt es Momente, in denen ich an meiner echten <strong>Mutterliebe</strong> zu meinem Sohn zweifle. Ich höre dann immer von allen, dass das, was in den Büchern stand, völliger Quatsch ist. Dass das nicht wahr ist und sie hätten nie eine liebevollere und geduldigere Mutter erlebt und dass ich das toll mache und dass wir das schaffen würden. Aber gegen dieses komische Gefühl komme ich nicht an, egal, was andere sagen.</p>
<p>Ich fühle mich, wenn ich zurück denke, immer noch als Versagerin! Ich bin wütend auf mich, dass ich es nicht allein geschafft habe und wahnsinnig enttäuscht von mir. Ich male mir aus, wie es unser Sohn unter anderen Umständen &#8211; ohne Krankenhaus, ohne PDA, ohne Kaiserschnitt und Ärzte usw. &#8211; vielleicht nicht geschafft hätte, lebend auf die Welt zu kommen.</p>
<p>Es gibt Zeiten, in denen mich mein Kind wütend macht, in denen ich nicht mehr kann, in denen ich müde und erschöpft bin, in denen ich für mich sein will. Und dann kommt wieder die Frage &#8222;Würde eine &#8222;richtige&#8220; Mutter auch so etwas denken?&#8220;.</p>
<p>Sogar nach mehr als einem Jahr nach der Geburt meines Sohnes kommen mir die Tränen, wenn ich mir dieses Ereignis in Erinnerung rufe. Selbst, als ich diesen Bericht geschrieben habe, musste ich an einigen Passagen halten und erst mal in Ruhe weinen. Es gibt noch viel zu verarbeiten.</p>
<p>Und nicht nur ich muss verarbeiten. Auch Mathi. Auch er muss weinen, wenn wir aus irgendeinem Grund wieder von der Geburt sprechen. Alle sagen, wir müssen darüber reden, reden, reden, sprechen, sprechen, sprechen, um das <strong>Trauma</strong> zu verarbeiten. Aber jeder macht das auf seine Weise. Ich für meinen Teil bin wieder einen Schritt gegangen, indem ich nochmal alles Revue passieren ließ. Und es war gut, auch wenn es weh tat.</p>
<h2>Was ich gelernt habe</h2>
<p>Was hat mich dieses doch ziemlich traumatische Ereignis gelehrt? Vor allem etwas, das ich zwar schon kannte, aber nicht auf die Geburt meines Sohnes anwenden wollte: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Man kann nichts <strong>planen</strong> und vor allem nicht die Geburt. Das wurde mir hiernach eindeutig klar.</p>
<p>Die Ärzte meinten, ich könne trotz Kaiserschnitt die nächsten Kinder auf natürliche Weise gebären, da mein Körper eigentlich &#8222;weiß&#8220;, wie es geht. Nur bei dieser Geburt hat es nunmal leider nicht geklappt.</p>
<p>Für die nächsten Kinder &#8211; sollten wir diesen Schritt jemals wagen &#8211; werde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Ich werde so lässig wie es geht an die Sache rangehen und hoffentlich im Geburtshaus gebären können.</p>
<p>Und wenn es auch bei den zukünftigen Geburten nicht der Fall sein sollte, dann ist das halt so. Ich werde meine Kinder trotzdem lieben können, auch wenn ich manchmal von Zweifeln überhäuft werde.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich dir dafür danken, dass du dir diesen Brocken durchgelesen und mir zugehört hast.</p>
<p>Wenn auch du über deine Geburt &#8211; sei es wie eine aus dem <strong>Bilderbuch</strong> oder aus einer <strong>Horrorgeschichte</strong> &#8211; reden willst, dann schreib mir. Ich höre dir gern zu.<br />
</p>
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		<title>Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2016 19:47:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Kind war ich ganz schön naiv, wenn ich an diesen Tag zurückdenke. Was meiner Schwester und mir damals um ein Haar passiert wäre, wovor sich jede Mutter und jeder Vater fürchtet, und wie du dein Kind vor einer Entführung schützen kannst, das erfährst du in diesem Artikel. Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung ... <a title="Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/beinahe-weggeschnappt/" aria-label="Mehr zu Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kind war ich ganz schön naiv, wenn ich an diesen Tag zurückdenke.</p>
<p>Was meiner Schwester und mir damals um ein Haar passiert wäre, wovor sich jede Mutter und jeder Vater <strong>fürchtet</strong>, und wie du dein Kind vor einer Entführung schützen kannst, das erfährst du in diesem Artikel.<span id="more-246"></span><div id='c3498_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Beinahe weggeschnappt &#8211; 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung</h2>
<p>Meine Schwester und ich waren als Kinder oft zusammen unterwegs. Im Gegensatz zu meiner älteren Schwester fand ich das natürlich obercool!</p>
<p>An diesem besagten Tag waren wir auf unserem Schiff-Spielplatz im Hinterhof, der damals noch nicht umzäunt war. Jede/r konnte ein- und ausgehen, wie es ihr/ihm gefiel.</p>
<p>Wir spielten allein. Keiner war da. Bis plötzlich ein <strong>Mann</strong> mit einem kaputten Fahrrad zu uns auf den Spielplatz kam.</p>
<p>Wir unterhielten uns mit ihm über sein kaputtes Fahrrad. Dann spielten wir weiter. Der Mann folgte uns.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13733" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung.jpg" alt="Beinahe weggeschnappt - 10 Tipps zum Schutz vor Kindesentführung" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/beinahe-weggeschnappt-10-tipps-zum-schutz-vor-kindesentfuehrung-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Unser Spielplatz war wie ein großes Schiff gebaut, wo man in den Bug klettern konnte. Was wir auch taten. Der Mann folgte uns. Er wollte immer, dass wir im Bug spielten, aber wir ließen es schnell wieder sein. Ich zu meinem Teil, weil es darin unheimlich stark nach Urin stank, und meine Schwester, weil sie nicht wollte. Ich merkte ihr an, dass sie ihn nicht mochte und ihm misstrauisch gegenüber stand.</p>
<p>Ich weiß noch, dass er oft gelächelt hat. Und irgendetwas sagte er bestimmt auch zu uns. Als Kind fand ich diesen Mann nett. Ich hatte Mitleid mit ihm, weil sein Vorderrad eine 8 hatte und er nicht mehr damit fahren konnte.</p>
<p>Zum Spaß hob er mich auch hoch in die Luft! Ich mochte das! Mein Gott, was war ich damals naiv!</p>
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<p>Meine Schwester, auch wenn sie nur  ein Jahr älter als ich war, hatte da ganz andere Ansichten. Wenn mich der Mann zum Vergnügen <strong>hochhob</strong>, fand ich das lustig. Sie hingegen wollte nicht von ihm hochgehoben werden.</p>
<p>So spielten wir eine Weile weiter und rannten dann zur Drehscheibe. Auch hier wollte der Mann uns wieder hochheben. Aber jetzt sagten sowohl meine Schwester als auch ich <strong>&#8222;Nein!&#8220;</strong> &#8211; auf der Drehscheibe laufen machte schließlich noch mehr Spaß!</p>
<p>Doch auf einmal ging der Mann mit seinem Fahrrad weg, ohne sich von uns zu verabschieden. Wir wunderten uns, warum er so plötzlich verschwand. Wir sahen uns um. Und dann entdeckten wir: unsere Mutti! Wir sprangen von der Drehscheibe und rannten ihr entgegen, um sie zu begrüßen. Sie hatte wohl diesmal früher Schluss gemacht auf Arbeit! Wir freuten uns natürlich ungemein. Aber warum machte sie so ein finsteres Gesicht?</p>
<p>Als Kind verstand ich noch gar nicht, was danach alles passierte. Warum wir von einem <strong>Polizisten</strong> über den netten Mann befragt wurden. Warum unser Spielplatz plötzlich umzäunt wurde und nur noch Anwohner/innen mit Schlüssel in den Hinterhof konnten. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit meinen Fingern spielte, als mir all diese Fragen von dem Beamten gestellt wurden. Sein Gesicht hab ich gar nicht mehr im Kopf.</p>
<h2>Der 7. Sinn</h2>
<p>Jahre später unterhielt ich mich mit meiner Mutter über diesen Vorfall. Sie erzählte mir, wie ihr den ganzen Tag über auf Arbeit <strong>mulmig</strong> zumute war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13735" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook.jpg" alt="nachenkliche Frau abgelenkt von der Arbeit am Laptop" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/nachenkliche-Frau-abgelenkt-von-der-Arbeit-am-Notebook-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ein unbeschreibliches Gefühl. Es ging ihr einfach unglaublich seltsam; sie konnte es nicht genau erklären. Aufgrund des andauernden Gefühls beschloss sie, früher als geplant Feierabend zu machen und nach uns zu sehen.</p>
<p>Dass sie uns auf dem Spielplatz dann mit einem fremden Mann sah, jagte ihr eine Heidenangst ein. Und dass der Typ so plötzlich das Weite suchte, als er sie sah, bestätigte nur ihre Annahme. In ihren Augen war das ein <strong>Kinderfänger</strong>, dessen Vorhaben sie gerade noch rechtzeitig verhindern konnte.</p>
<p>Denk, was du willst, aber nach dieser Unterhaltung glaube ich an den 7. Sinn und noch mehr an das unsichtbare Band zwischen Mutter und Kind.</p>

<h2>Auf Gefahren vorbereiten</h2>
<p>Was ich aus diesem Erlebnis gelernt habe: Kinder müssen auf Gefahren &#8211; z.B. eine <strong>Entführung</strong> &#8211; vorbereitet werden. Die Welt besteht leider nicht aus rosa Zuckerwattewolken. Wäre toll, wenn&#8217;s so wäre. Aber leider sieht die Realität so ganz anders aus&#8230;</p>
<p>Nun wird mein Kind bald 6 Jahre alt und möchte auch mal gerne allein zu seinem Freund gehen, der direkt um die Ecke wohnt. Er ist mega freundlich und grüßt jede/n, was mich jedes Mal dahin schmelzen lässt, aber es macht mich auch ängstlich, v.a. wenn ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6WMrNinL8vI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videos sehe, in denen getestet wird, ob Kinder mit einem Fremden mitgehen</a>. Die <strong>Masche</strong> des Täters ist recht simpel: Er hat ein süßes Tierbaby, einen Welpen oder ein Kitten, und lockt die Kinder ganz einfach vom Spielplatz weg. Obwohl ihnen von den Eltern eingebläut wurde, nicht mit Fremden mitzugehen, gehen sie mit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13726" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby.jpg" alt="Mädchen kuschelt mit Kitten" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Mädchen-kuschelt-mit-Katzenbaby-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie bereitest du dein Kind auf solche Situationen vor? Es gibt viele, gute <strong>Tipps</strong>:</p>
<ol>
<li>Erzieh dein Kind zu einem <a href="https://www.urbia.de/magazin/kindergartenkind/erziehung/missbrauch-wie-sie-ihr-kind-schuetzen-koennen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbstbewussten Menschen</a>. Wahre seine Grenzen. Akzeptiere sein &#8222;Nein!&#8220;, so oft es nur geht. Handle nicht <strong>übergriffig</strong>, indem du es einfach schnappst, weil du jetzt los willst, dein Kind aber noch so gern zu Ende spielen möchte. Ich weiß, dass jede/r mal in so eine Situation kommt. Versuche, sie zu vermeiden, indem du immer genügend Zeit für deine Vorhaben planst. Wenn dein Kind so lernt, dass jede/r seine Grenzen respektiert, wird es diese auch gegenüber einem Fremden wahren und selbstbewusster &#8222;Nein!&#8220; sagen.</li>
<li>Gib deinem Kind Beispiele, mit was der Fremde <strong>locken</strong> könnte. Etwa, dass der Fremde ein niedliches Tierbaby dabei hat und ihm noch mehr zeigen will. Dass du angeblich im Krankenhaus bist, weil du einen Unfall hattest, und sie zu dir fahren sollen. Dass er Hilfe benötigt.</li>
<li><a href="http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/09/praevention-vor-missbrauch-kindern-beibringen-nicht-mit-fremden-mitzugehen-nein-sagen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Es gibt &#8222;böse&#8220; Menschen.</a> Aber die, die ein Kind entführen wollen, sind in den Augen eines Kindes nicht &#8222;böse&#8220;. Sie verhalten sich nicht &#8222;böse&#8220;. Sie reden freundlich, wirken nett und werden auch vom Umfeld nicht als &#8222;böse&#8220; eingestuft. Hier eine gute Mitte zu finden, ist schwierig, finde ich. Ich will mein Kind nicht vor Fremden warnen. Denn deren Hilfe bräuchte es mitunter sogar. Aber wenn es doch nicht mit Fremden reden soll, wird&#8217;s schwierig. Ich finde daher die <strong>Regeln</strong> &#8222;Wenn du gehen willst, sag mir Bescheid.&#8220; oder &#8222;Wenn dir jemand etwas schenken will, sag mir Bescheid.&#8220; viel besser.</li>
<li>Zeig deinem Kind, wie es <strong>reagieren</strong> soll. Es soll den Fremden siezen, damit Außenstehende bemerken, dass es sich nicht etwa um einen Familienstreit handelt, in dem das Kind nur &#8222;trotzt&#8220;.</li>
<li>Sehr beliebt ist auch, den Fremden nach einem Passwort zu fragen. Dieses Passwort hast du vorher mit deinem Kind vereinbart. Wenn der Fremde es nicht kennt, soll es sich vom Fremden entfernen und sogenannte Rettungsinseln aufsuchen, z.B. Bäcker, Apotheke, Supermarkt. Dort soll es andere Erwachsene darauf aufmerksam machen, dass ein Fremder es mitnehmen will.</li>
<li>Wenn es zum <strong>Übergriff</strong> kommt, indem dein Kind etwa mitgezogen wird, soll es laut rufen:<a href="http://www.focus.de/familie/entfuehrung-in-leipzig-polizist-erklaert-eltern-so-sollten-sich-kinder-bei-einer-entfuehrung-verhalten_id_7232373.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Lassen Sie mich los!&#8220;</a> Treten, schlagen, beißen, kratzen, schreien &#8211; alles ist erlaubt, um sich zu wehren und befreien zu können. Um die Aufmerksamkeit anderer auf sich zu ziehen, ist ein lautes &#8222;Feuer!&#8220; hilfreicher als ein &#8222;Hilfe!&#8220; Also: &#8222;Feuer!&#8220; rufen!</li>
</ol>
<h2>Vorbeugen</h2>
<p>Damit dein Kind erst gar nicht in so eine Situation kommt, gibt es noch weitere wichtige <strong>Tipps</strong>:</p>
<ol>
<li>Lass dein Kind mit einem anderen Kind <strong>gemeinsam</strong> oder in der Gruppe laufen.</li>
<li>Es soll in belebteren Zonen laufen und <a href="http://www.frauenzimmer.de/cms/so-schuetzen-sie-ihr-kind-vor-einer-entfuehrung-2505196.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einsame Strecken meiden</a>.</li>
<li>Der Name deines Kindes sollte nicht von außen erkennbar sein (z.B. am Rucksack, Ranzen, Turnbeutel). So kann auch kein Fremder es mit seinem <strong>Namen</strong> ansprechen, was mehr Vertrauen schaffen würde.</li>
<li>Üben, üben, üben. Es kann sicher nicht schaden, so eine Situation mit einem &#8222;Fremden&#8220; mal zu <strong>üben</strong>. Es kann auch nicht schaden, dein Kind immer mal wieder daran zu erinnern, was ihr vereinbart habt. Wo sich Rettungsinseln befinden. Wie es sich verhalten soll, wenn es von einem Fremden angesprochen oder gar angefasst wird.</li>
</ol>
<h2>SOS-Nachricht senden</h2>
<p>Gehen wir mal vom schlimmsten Fall der Fälle aus: Dein Kind geht DOCH mit dem Fremden mit. Und während es im Auto sitzt, breitet sich ein mulmiges Gefühl in ihm aus, das ihm sagt: Irgendwas stimmt hier nicht. Und dann merkt es: &#8222;Scheiße, der will mich gar nicht zu Mama ins Krankenhaus fahren!&#8220; Was dann?</p>
<p>Für diese (oder ähnliche) Fälle gibt es eine &#8211; finde ich &#8211; super Lösung, und zwar die <strong>SOS-Nachricht</strong>. Die lässt sich ganz einfach auf dem Smartphone einrichten. Wie das genau funktioniert, zeigt dir das folgende Video:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/LqtMrJY0Usg" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Dein Kind muss in diesem Notfall nicht viel mehr tun, als <strong>3 Mal</strong> den An- und Ausschalter am Smartphone zu drücken. Sobald das geschieht, wird ein Foto von der Front- und Hinterkamera, eine ungefähre GPS-Meldung und eine Sprachnachricht verschickt. An welche Kontakte die SOS-Nachrichten versendet werden, kann jede/r individuell auf ihrem/seinem Smartphone einstellen.</p>
<p>Die SOS-Nachricht ersetzt zwar nicht den Anruf bei der Notfallzentrale, aber immerhin bekommen die Kontakte überhaupt erstmal mit, dass etwas im Gange ist und können dann selber 110 wählen.</p>
<h2>Aufenthaltsort des Kindes orten</h2>
<p>Natürlich besitzt nicht jedes Kind ein Smartphone, das man mit so einer Hilfefunktion ausstatten kann; vielleicht besitzt es noch nicht einmal ein Telefon.</p>
<p>Deshalb gibt es noch eine weitere Lösung, die du vielleicht genau so kritisch siehst wie ich, die aber im absoluten Notfall Leben retten kann. Es geht darum, den Aufenthaltsort des Kindes orten zu können.</p>
<p>Niemals sollte diese Technik missbraucht werden, um <strong>Kontrollzwang</strong> auszuüben: Wo ist mein Kind? Was macht es gerade? Wurde ich angelogen? Trifft sie/er sich wirklich mit XYZ, um Hausaufgaben zu machen? Geht sie/er wie vereinbart direkt nach der Schule nach Hause?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13728" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend.jpg" alt="Helikoptereltern mit Fernglas über Kind fliegend" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Eltern-mit-Fernglas-über-Kind-fliegend-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dem Kind Flügel geben und so. Vertrauen schenken. Ich weiß. Sehe ich genau so.</p>
<p>Aber stell dir folgende Situation vor: Dein Kind wird entführt. Es kann sich nicht wehren. Niemand hat etwas mitbekommen. Es wird betäubt, ab ins Auto. Und dann? Dann hilft auch keine SOS-Nachricht mehr und was ihr sonst noch geübt habt. In solchen Fälle darf die moderne Technik gern unser bester Freund sein.</p>
<p>Wie funktioniert das genau? Entweder installiert man auf dem Telefon eine entsprechende App zur Ortung. Da gibt es beispielsweise die kostenlose <a href="http://de.bringmeback.com/GPS-Tracker-App-als-Alternative-zum-GPS-Tracker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;BringMeBack&#8220;-App</a> (zu Deutsch: &#8222;Bring mich zurück&#8220;). Hier kann jederzeit vom Telefon der Eltern aus der <strong>Aufenthaltsort</strong> des Kindes bestimmt werden. Für diejenigen ohne Telefon gibt es z.B. <a href="http://amzn.to/2vTh6Is" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Tracker (Peilsender)</a>*.</p>
<p>Wenn du nicht die ganze Zeit auf&#8217;s Telefon gucken und dein Kind orten willst, gibt es auch eine Lösung. Dafür werden in der App bestimmte <strong>Zonen</strong> eingerichtet. Grüne Zonen, in denen sich dein Kind problemlos aufhalten darf. Rote Zonen, die es nicht betreten darf. Je nachdem, was du eingestellt hast, kannst du z.B. eine Nachricht erhalten, sobald dein Kind die grüne Zone verlassen hat oder sich in der roten befindet.</p>

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            <ul><li>KEINE DISTANZBEGRENZUNG: Der GPS-Tracker arbeitet ohne jegliche Entfernungsbegrenzung. Sie können Ihrem Kind mit Ihrem Smartphone (iPhone oder Android-Geräte) folgen, wo auch immer Sie gerade sind (mehr als 100 Länder weltweit)</li><li>GPS LIVE TRACKING: Der GPS-Tracker sendet ununterbrochen seine Position: bis zu einer Position alle 10 Sekunden in Bewegungsphasen, alle 5 Minuten bei Stillstand. Unbegrenzte Anzahl an aufrufbaren Positionen</li><li>SOS-TASTE und NOTFALL-TELEFON Ihre Kinder können Sie auch über die Notfall-Telefon-Option anrufen (10 Minuten Guthaben pro Monat)</li><li>LANGE AKKULAUFZEIT: Die Akkulaufzeit beträgt eine Woche bei täglicher Nutzung (zwei Stunden pro Tag aktiv genutzt). Innerhalb von zwei Stunden ist das Gerät vollständig aufgeladen.</li><li>ABO: der GPS-Sender ist mit einer SIM-Karte ausgestattet (die mitgeliefert wird). Es ist daher ein Abo erforderlich, um die Servicegebühr von 3,75 € im Monat abzudecken (für ein 2-Jahres-Abo).</li></ul>        </div>
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<p>Ganz klar: Diese Technik sollte mit <strong>Bedacht</strong> genutzt werden. Sie ist ein erheblicher Eingriff in die Privatsphäre deines Kindes UND in euer gegenseitiges Vertrauen. Aber wenn dein Kind nicht nach Hause kommt, du es auf dem Spielplatz immer lauter rufst und es nicht auftaucht und du verzweifelt nach ihm suchst&#8230; dann bist du bestimmt froh, auf die moderne Technik zurückgreifen zu können, oder?</p>
<p>Passt auf euch auf! Wir hatten damals Schwein gehabt, dass nichts passiert ist.</p>

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