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	<title>Mutter &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2019 05:38:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hab mich schon lange gefragt, ob ich jemals einen Beitrag übers Abstillen schreiben werde, weil ich es nie für möglich gehalten hatte, dass die Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir je enden wird. Aber jetzt ist es wirklich so weit und ich kann sagen: Ja, mein Kleinkind hat sich abgestillt und braucht auch nachts ... <a title="Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/" aria-label="Mehr zu Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab mich schon lange gefragt, ob ich jemals einen Beitrag übers Abstillen schreiben werde, weil ich es nie für möglich gehalten hatte, dass die Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir je enden wird.</p>
<p>Aber jetzt ist es wirklich so weit und ich kann sagen: Ja, mein <strong>Kleinkind</strong> hat sich abgestillt und braucht auch nachts keine Brust mehr zum Einschlafen.</p>
<p>Hier sind meine 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen!</p>
<p><span id="more-11239"></span></p>
<h2>Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen</h2>
<p>Während ich diesen Beitrag mit meinen 10 besten <strong>Tipps</strong> zum Abstillen schreibe, horch ich in mich rein und frag mich: Bin ich traurig darüber, dass es jetzt vorbei ist? Kein <strong>Einschlafstillen</strong> mehr, kein nächtliches Stillen mehr, kein schneller Tröster bei Unfällen und Krankheit, macht mich das irgendwie wehmütig?</p>
<p>Vor wenigen Wochen hätte ich noch lauthals gerufen: Nee, auf keinen Fall! Ich liebe meine wieder gewonnene Freiheit, Freizeit. Oliver ist 3,5 Jahre alt und lässt sich jetzt anders trösten, braucht keine Brust mehr, um sich zu beruhigen oder einzuschlafen, das ist einfach super cool!</p>
<p>Kann sein, dass es an dieser ruhigen Atmosphäre dieses Cafés liegt, in dem ich gerade sitze, aber jetzt denke ich so: Hm, ja, doch, irgendwie ist es schon ein ganz kleines bisschen schade. Nicht, weil ich jetzt mehr Zeit habe, sondern eher, weil ein wichtiger Lebensabschnitt vorbei ist. Für immer.</p>
<p>Das <strong>Stillen</strong> ist eine so wunderbare, mal anstrengende, aber wiederum auch so wichtige Zeit, dass wir uns gut überlegen sollten, <strong>wann</strong>, warum und vor allem <strong>wie</strong> wir abstillen. Aus diesem Grund möchte ich dir meine 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen mit auf den Weg geben.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11646" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen.jpg" alt="Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h3>1. Der richtige Zeitpunkt</h3>
<p><strong>Wie lange</strong> stillen? Wann abstillen? Meiner Meinung nach ist dieser Punkt der wichtigste von allen.</p>
<p>Denn wie lange du dein Kind stillst und wann du abstillst, das entscheiden nur dein Kind und du, denn es ist eure <strong>Stillbeziehung</strong>, lass also bitte nicht andere darüber entscheiden.</p>
<p>Dass die Oma traurig ist, dass ihr Enkelkind noch nicht bei ihr übernachten kann, weil es noch einschlafgestillt wird, und sie jetzt meint, es sei an der Zeit, dass du abstillst, ist bedauerlich. Der Nachbar von nebenan findet, dass dein Kind schon zu alt dafür ist, um gestillt zu werden? Das ist SEIN Problem, also mach es nicht zu deinem.</p>
<p>Wenn dir jemand dazu rät abzustillen, horch in dich rein und frag dich ganz ehrlich, ob dein Kind und du das auch so empfindet. Ob ihr das möchtet. Und ob ihr bereit dafür seid.</p>
<p>Die <strong>Stillzeit</strong> ist im Vergleich zum restlichen Leben so kurz und sie kommt nie mehr zurück, also überleg dir gut, ob du abstillst, weil DU es willst oder weil jemand anderes das als &#8222;<strong>richtig</strong>&#8220; empfindet.</p>
<p>Bedenke, dass das <a href="https://www.stillkinder.de/haeufige-fragen-zum-langzeitstillen/">&#8222;Langzeitstillen&#8220;</a> deinem Kind und auch dir viele Vorteile mit auf den Weg gibt, es im Umkehrschluss also viele Nachteile für dich und dein Kind gibt, wenn du es (frühzeitig) <strong>abstillst</strong>.</p>

<h3>2. Langsam ausschleichen lassen</h3>
<p>Je entspannter die Abstillzeit gestaltet wird, desto einfacher wird es für euch beide. Klar: Wenn du von heute auf morgen abstillen musst, wird es sich komplizierter gestalten, als wenn du ganz <strong>natürlich</strong> und <strong>sanft</strong> abstillen kannst, wenn sich also dein Körper und dein Kind langsam darauf einstellen können.</p>
<p>Bei uns war es z.B. so, dass Oliver erst ständig und überall trank. Dann fing ich an, ihm nicht mehr aktiv die Brust anzubieten, d.h. ich <strong>stillte</strong> ihn nur noch, wenn er mich darauf ansprach. So ergab es sich, dass wir nur noch zu Hause stillten, denn unterwegs war er zu abgelenkt. Später trank er dann nur tagsüber, dann nur noch abends, dann nur noch nachts und schließlich nur noch bei schlimmen Unfällen, Schmerzen oder in ganz besonders kuscheligen Momenten&#8230;</p>
<p>Je entspannter du das Abstillen gestaltest, sodass es sich <strong>langsam</strong> ausschleichen kann, desto angenehmer wird es für dich, deinen Körper und dein Kind.</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-11649 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm.jpg" alt="Mutter stillt Kind im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Achtung bei &#8222;Expert*innen&#8220;</h3>
<p>Du willst dein Kind betreuen lassen, aber die/der Erzieher*in sagt, erst wenn dein Kind abgestillt ist, kann die <strong>Eingewöhnung</strong> gelingen?</p>
<p>Du musst demnächst ein <strong>Medikament</strong> einnehmen, es steht eine <strong>OP</strong> an und dein/e Ärzt*in erzählt dir, du darfst dein Kind nicht mehr stillen?</p>
<p>Dein Kind hat <strong>Karies</strong> und die/der Zahnärzt*in setzt dich unter Druck, du musst <strong>sofort abstillen</strong>, wenn du die Gesundheit deines Kindes nicht gefährden willst?</p>
<p>Ob Eltern, Tanten, Onkel, Nachbar*innen, Freund*innen &#8211; wenn es ums Stillen geht, werden plötzlich alle zu Expert*innen. Da kommen dann Sprüche wie &#8222;Was, du stillst IMMER NOCH??&#8220;, &#8222;Da ist doch nur noch Wasser drin.&#8220;, &#8222;Ich hab gehört, <a href="https://www.milchtropfen.de/schadstoffe-in-muttermilch/">in Muttermilch sind ganz viele Schadstoffe</a>!&#8220;.</p>

<p>Ob das wirklich der Wahrheit entspricht, vermögen die einen oder anderen noch infrage stellen zu können. Von Erzieher*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und dergleichen nehmen wir allerdings ganz natürlich an, dass sie kompetent genug sind, uns Tipps zum Stillen geben zu können, ohne dass wir das je hinterfragen. Doch woran machst du Kompetenz fest? Daran, dass du freundlich behandelt wirst? Jemand studiert hat? Erfahren scheint? Einen weißen Kittel oder einen Doktortitel trägt?</p>
<p>Wenn dir ein/e scheinbare/r Expert*in rät, abzustillen, dann wende dich bitte zunächst an Leute, die sich (höchstwahrscheinlich) auf dem Gebiet auskennen, nämlich an Stillberater*innen, wie z.B. die von der <a href="https://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen" target="_blank" rel="noopener">La Leche Liga</a> oder dem <a href="https://www.afs-stillen.de/" target="_blank" rel="noopener">AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V.</a>.</p>
<h3>4. Erkenne unerfüllte Bedürfnisse</h3>
<p>Wenn du stillst und es dich <strong>nervt</strong> und stresst, dann frag dich: Nervt dich wirklich DAS STILLEN? Oder ist es etwas ganz anderes? Vielleicht nervt dich eigentlich, dass immer DU es bist, die das Kind beruhigt, weil du dir eigentlich Unterstützung durch deine/n Partner*in wünschst?</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-11650 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt.jpg" alt="Überforderte Mutter mit Baby und Haushalt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So war es beispielsweise bei mir. Seither war ich es, die unseren Sohn ins Bett brachte, bis auf wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen konnte. Und das <strong>nervte</strong> mich. Ich fand es <strong>ungerecht</strong>. Ich wünschte mir Gleichberechtigung und Unterstützung im gemeinsamen Familienleben. Als mein Mann also weniger arbeitete und mehr Zeit mit Oliver verbrachte, konnte ich die neu gewonnene Zeit für mich zum Arbeiten nutzen, weshalb das Stillen für mich so ganz nebenbei viel angenehmer wurde, obwohl ich am Stillen gar nichts verändert hatte, ich hatte einfach nur ein Bedürfnis erfüllt.</p>
<p>Wenn du also merkst, dass dich das Stillen nervt, dann frag dich, ob das Stillen nicht eher nur der <strong>Auslöser</strong> ist, dass du genervt bist, und eigentlich ein ganz anderes, <strong>unerfülltes Bedürfnis</strong> dahinter liegt. Wünschst du dir mehr Freizeit? Unterstützung? Gleichberechtigung? Selbstbestimmung? Was ist es, das du brauchst? Denn wenn du das heraus gefunden hast, dann kannst du aktiv etwas dafür tun, dass dein <strong>Bedürfnis</strong> gestillt wird, und musst nicht die Stillbeziehung zum Sündenbock erklären.</p>

<h3>5. Sei klar und ehrlich</h3>
<p>Bei mir war es so, dass mir das Stillen nach 3,5 Jahren sowohl am Tag als auch in der <strong>Nacht</strong> unglaublich unangenehm wurde. Und das sagte ich Oliver auch so und es war ok für ihn, nicht mehr oder nur ganz kurz zu stillen.</p>
<p>Einerseits denke ich, dass sein Alter Grund dafür war, dass er es gut akzeptieren konnte, andererseits denke ich auch, dass ich einfach <strong>klar</strong> in meiner Botschaft war, eben weil es sich auf einmal so unangenehm anfühlte.</p>
<p>Wenn du von dir aus das Stillen beenden willst, dann rate ich dir, einerseits klar in deiner Botschaft zu sein, andererseits finde ich es persönlich auch sehr wichtig, ehrlich zu sein. Keine Ausreden, wie &#8222;Die Brust ist krank&#8220; oder &#8222;Die Milch ist alle&#8220;. Übernimm die <strong>Verantwortung</strong> für deine Entscheidung, statt sie abzuwälzen, dein Kind hat es verdient, dass du <strong>ehrlich</strong> mit ihm bist.</p>
<h3>6. Begleite dein Kind</h3>
<p>Es kann natürlich auch sein, dass du abstillen willst, dein Kind das aber richtig <strong>scheiße</strong> findet und viel weint und schreit. Und dazu hat es auch allen Grund und das ist ok. Durch diesen <strong>Frust</strong> und diese <strong>Trauer</strong> solltest du dein Kind hindurch begleiten. Es will gesehen werden. Es will dir sagen, dass es jetzt traurig ist. Und du musst jetzt für dein Kind da sein und ihm zuhören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11651" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter.jpg" alt="Kind weint im Arm der Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn <strong>Zweifel</strong> in dir kommen, frag dich: Will ich jetzt weiter stillen, damit es nicht mehr weint und ich diese Tränen nicht mehr ertragen muss? Wenn du eigentlich nicht mehr stillen willst, aber weiter stillen würdest, nur damit dein Kind aufhört zu weinen, dann würdest du gegen dein eigenes Bedürfnis handeln. Und was soll dein Kind daraus lernen? Dass man nicht für die eigenen <strong>Grenzen</strong> einstehen sollte?</p>
<p>Wenn also Zweifel in dir kommen, dann schau, ob du wirklich fürs Abstillen <strong>bereit</strong> bist oder doch nicht. Du kannst deine Meinung natürlich ändern und weiter stillen, ich würde dir aber raten, dass du ganz ehrlich zu dir selber bist, aus welchem Grund du deine Entscheidung triffst.</p>
<h3>7. Du kennst dein Kind und dich am Besten</h3>
<p>Manche schlagen vor, für einige Tage allein zu verreisen und die/den Partner*in mit dem Kind allein zu lassen. Für mich <strong>persönlich</strong> wäre das nichts, aber das kann ich nur <strong>entscheiden</strong>, weil ich mein Kind und mich gut kenne.</p>
<p>Damit meine ich: Bei all den Tipps zum Abstillen, die du hier und auch sonstwo liest, bleibt es am Ende immer dir und natürlich deinem Kind überlassen, ob diese Abstilltipps auch bei euch passen.</p>

<h3>8. Veränderungen brauchen Zeit</h3>
<p>Gerade <strong>nachts</strong> wird es am Anfang länger dauern, bis dein Kind eingeschlafen ist, bei uns dauerte das Zubettbringen manchmal eine Stunde oder mehr. Bis man sich an etwas Neues <strong>gewöhnt</strong> hat, kann es dauern, Veränderungen brauchen nun mal ihre Zeit.</p>
<p>Für mich war es z.B. auch ungewohnt, nicht mehr so schnell <strong>einschlafen</strong> zu können wie bisher, doch mit der Zeit gewöhnten wir uns beide dran und kuschelten einfach viel häufiger.</p>
<p>Bei euch kann es auch etwas ganz anderes sein. Findet eure <strong>Alternative</strong> und lasst euch Zeit, euch daran zu gewöhnen. Dass es sich bei der Alternative um einen Schnuller handeln muss, finde ich übrigens nicht, meine Meinung ist weiterhin, <a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/">es geht auch ohne Schnuller</a>. Andererseits kann es natürlich auch so sein, dass dein Kind noch ein <strong>Saugbedürfnis</strong> hat, dann wäre es angebracht, einen geeigneten Ersatz zu suchen.</p>
<h3>9. Abstillen heißt nicht Durchschlafen</h3>
<p>Verbinde das Abstillen nicht damit, dass dein Kind fortan <strong>durchschlafen</strong> wird, denn das stimmt einfach nicht. Auch Erwachsene wachen nachts mehrmals auf, erinnern sich aber u.U. einfach nicht mehr daran.</p>
<p>Auch Oliver wacht nachts mehrmals auf. Mal ist er durstig, dann trinkt er Wasser, kuschelt sich wieder ein und schläft weiter. Oder er muss pullern, dann tragen entweder der Papa oder ich ihn zur Toilette und dann wird weiter geschlafen. Manchmal wacht er auf und merkt, dass ich weiter von ihm weg liege, als ihm lieb ist, dann möchte er mit mir kuscheln, ich rutsch zu ihm rüber und wir schlafen kuschelnd weiter.</p>
<blockquote><p>&#8222;Dass du abgestillt hast, bedeutet, dass du nicht mehr stillst, es bedeutet nicht, dass dein Kind dich nachts nicht mehr braucht.&#8220; &#8211; Milchtropfen</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11653" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett.jpg" alt="Kind mit Eltern wach im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>10. Ausnahmen sind völlig ok</h3>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Es kann vorkommen, dass dein Kind schon mehrere Tage, vielleicht sogar Wochen nicht mehr gestillt wurde, und dann plötzlich wieder an die <strong>Brust</strong> will. Das kann z.B. dann der Fall sein, wenn es sich stark verletzt hat, bei uns geschah es manchmal auch &#8211; in meinen Augen &#8211; aus dem Nichts heraus.</p>
<p>Ich rate dir, es <strong>zuzulassen</strong> und dein Kind an der Brust zu stillen, denn dein Kind wird nicht wieder 24/7 stillen. Sieh es mehr wie eine <strong>Rückversicherung</strong> für dein Kind an, dass du immer noch für es da bist. Ich bin mir sicher, wenn es kurz getrunken hat, ist es auch wieder gut, und irgendwann reicht es für dein <strong>Kind</strong>, dass ihr &#8222;nur&#8220; kuschelt und du es <a href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/">tröstest</a>.</p>
<p>Was für <strong>Abstilltipps</strong> hast du noch auf Lager? Schreib sie mir gern in die Kommentare.<br />
</p>
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		<title>Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 09:30:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Szene mit meinem Papa, an die ich mich noch heute sehr gut erinnern kann. Die mir gezeigt hat, dass Erwachsene ihre Kinder oft einfach komplett missverstehen, weil sie hinter deren Verhalten nichts &#8222;Gutes&#8220; sehen. Heute möchte ich dir von jenem Ereignis erzählen und dich dazu ermutigen, mal drüber nachzudenken, ob dein Kind es wirklich ... <a title="Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" aria-label="Mehr zu Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Szene mit meinem Papa, an die ich mich noch heute sehr gut erinnern kann. Die mir gezeigt hat, dass Erwachsene ihre Kinder oft einfach komplett <strong>missverstehen</strong>, weil sie hinter deren Verhalten nichts &#8222;Gutes&#8220; sehen.</p>
<p>Heute möchte ich dir von jenem Ereignis erzählen und dich dazu ermutigen, mal drüber nachzudenken, ob dein Kind es wirklich so gemeint hat, wie du denkst.</p>
<p>Nimm teil an meiner Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;.</p>
<p><span id="more-6637"></span></p>
<h2>Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen</h2>
<p>Als Kind hab ich den Film &#8222;Dornröschen&#8220; von Walt Disney geguckt.</p>
<p>Es ging um folgende Szene: Dornröschen geht mit den Tieren im Wald spazieren und singt. Der Prinz, der auf seinem Pferd reitet, ist auch im Wald unterwegs und hört ihre liebliche Stimme. Er will sein Pferd dorthin lenken, wo die Stimme her kommt, doch das Pferd weigert sich. Der Prinz verspricht ihm eine extra Portion Hafer und Karotten &#8211; das Pferd freut sich und ist einverstanden. Mit dem Satz &#8222;<strong>Komm, Alter!</strong>&#8220; reißt er das Pferd herum und sie reiten geschwind Richtung singender Stimme.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6650" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd.jpg" alt="Reiter auf einem Pferd" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Szene hatte sich aus irgendeinem Grund bei mir eingeprägt.</p>
<p>Dann war ich wieder in der Realität. Es war Winter, draußen lag ganz viel Schnee. Wir waren bei meinen Großeltern und es ging für einen Spaziergang nach draußen. Ich durfte auf unserem Schlitten sitzen und mein Papa wollte mich ziehen. Und da schien mir der Ausruf &#8222;<strong>Komm, Alter!</strong>&#8220; zu meinem Papa genau richtig.</p>
<p>Nur leider verstand mein Papa diesen Satz nicht so wie ich. Er fühlte sich beleidigt, ließ die Leine vom Schlitten los, brubbelte irgendwas und ließ mich allein zurück. Und ich saß da wie ein begossener Pudel und wusste nicht, was ich falsch gemacht hatte. Während mein Papa den anderen <strong>entrüstet</strong> erzählte, was gerade passiert war, stand ich auf und zog den Schlitten allein.</p>
<h2>Kein Kind ist böse</h2>
<p>Noch heute kann ich mich an dieses Ereignis erinnern. Es hat sich eingebrannt. Eben, weil es auch so traurig ist, dass mein Papa mich da total missverstanden hatte.</p>
<p>Heute denke ich mir: Warum geht man immer gleich vom Schlimmsten aus, wenn Kinder etwas sagen oder machen? Statt ihr Handeln zu hinterfragen, wird ihnen <strong>Böses</strong> unterstellt. Hätte mein Papa nicht einfach mal versuchen können, mir &#8222;Gutes&#8220; zu unterstellen?</p>
<p>Vielleicht wäre er drauf gekommen, dass der Satz aus dem Film &#8222;Dornröschen&#8220; stammt. Dass ich sozusagen einfach nur eine Szene <strong>nachspielen</strong> wollte. Es war ein Rollenspiel &#8211; mehr nicht. Der Satz &#8222;Komm, Alter!&#8220; war überhaupt nicht böse gemeint.</p>

<p>Mein Ziel dieser Blogparade ist, zu sensibilisieren. Denn ich bin der festen Überzeugung: Kein Kind ist böse. Sein Handeln hat immer einen Sinn, einen Grund. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen und die Mühe machen, diesen herauszufinden.</p>
<h3>Ein paar Beispiele</h3>
<p>Ein kleines Kind, das noch nicht sprechen kann, und andere <strong>haut</strong>, ist böse? In meinen Augen kann es sich (noch) nicht anders ausdrücken. Ich muss ihm zeigen, wie es &#8211; statt zu hauen &#8211; einem Kind mitteilt, dass es das blöd findet, wenn ihm seine Schippe weggenommen wird.</p>
<p>Du holst dein Kind von der Kita ab und es will sich nicht selber anziehen, obwohl es das schon kann. In deinen Augen ist es ein Zeichen von Faulheit und dass du dieser Einhalt gebieten musst. Sonst wird es noch mit 18 völlig <strong>unselbstständig</strong> sein. Nun, in meinen Augen ist dein Kind vom Kitatag einfach nur erschöpft und will mit dir kuscheln. Kraft tanken. Sich bei dir fallen lassen können, weil der Kitatag sehr anstrengend war. Es hat nichts mit Faulheit zu tun.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6651" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen.jpg" alt="Kind und Mama kuscheln und lachen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">An den Wänden malen</a> ist verboten und TROTZDEM guckt dich dein Kind frech wie Bolle an und malt provokativ drauf los. &#8222;Der will mich doch <strong>provozieren</strong>! Reinste Schikane!&#8220;, mag es dir durch den Kopf schießen. Doch hast du dich mal gefragt, welches Bedürfnis tatsächlich hinter seinem Handeln stecken könnte?</p>
<p>Die Beispiele könnten endlos fortgesetzt werden, aber ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will: Kein Kind ist böse! Es ist dabei, zu lernen, nachzuahmen, zu spielen und dabei, dich auf etwas aufmerksam machen zu wollen.</p>
<h2>Mach mit bei der Blogparade!</h2>
<p>Kommt dir auch gerade so eine Szene in den Sinn, in der du als Kind total <strong>missverstanden</strong> wurdest? Oder gar eine, in der du dein Kind komplett falsch verstanden hast? Dann nimm doch an meiner Blogparade zu Missverständnissen zwischen Kindern und Erwachsenen teil und erzähl uns davon.</p>
<h3>Hast du einen Blog?</h3>
<p>Cool. Dann schreib deinen Beitrag zu diesem Thema wie gewohnt auf deinem Blog und verlinke deinen Text unten in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren</a>.</p>
<h3>Hast du keinen Blog, willst aber dennoch etwas zum Thema beitragen?</h3>
<p>Für den Fall, dass du <strong>keinen Blog</strong> hast, kannst du auch ganz einfach einen Gastbeitrag schreiben. Schick deinen Text an info@milchtropfen.de und du bist dabei!</p>
<p>Selbstverständlich kannst du auch einfach unten in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren</a> über das Thema erzählen.</p>
<h3>Anregungen</h3>
<p>Du willst loslegen, aber irgendwie kommst du nicht in den &#8222;Flow&#8220;? Für diesen Fall habe ich dir ein paar <strong>Fragen</strong> bereitgestellt, die dir womöglich weiterhelfen:</p>
<ul>
<li>In welchem Moment hast du dich als Kind komplett unverstanden gefühlt? Beschreibe, was du eigentlich gemeint hast und wie es von den Erwachsenen interpretiert wurde. Wie hast du dich dabei gefühlt? Wie haben die Erwachsenen auf das Missverständnis reagiert?</li>
<li>Gab es eine Situation, in der du gemerkt hast, dass DU (d)ein Kind völlig missverstanden hast? Wie kam es dazu? Was ist passiert?</li>
<li>Konnte das Missverständnis aufgeklärt werden? Wenn ja, wie? Wenn nicht, wie hätte es deiner Meinung nach aufgeklärt werden können?</li>
<li>Warum und wie, denkst du, kommt es zu solchen Falschinterpretationen?</li>
</ul>
<h3>Ende der Blogparade</h3>
<p>Die Blogparade geht bis zum <strong>08.09.2017</strong>. Du hast also 4 Wochen Zeit, einen Beitrag zum Thema &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; zu verfassen und mir zukommen zu lassen.</p>
<h3>Wird es eine Zusammenfassung geben?</h3>
<p>Ja. Nach Ende der Blogparade gibt es von mir eine <strong>Zusammenfassung</strong> von all jenen, die etwas zum Thema beigesteuert haben. Hier ein wichtiger <strong>Hinweis</strong>: Ich werte nur jene Beiträge aus, die in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren unter meinem Blogparade-Beitrag</a> bzw. unter <a href="https://www.facebook.com/milchtropfen/posts/986170894858931" target="_blank" rel="noopener">meinem Facebook-Post</a> stehen. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis.</p>

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		<title>Meine To-do-Liste als Mutter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2017 21:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Basteln]]></category>
		<category><![CDATA[erledigen]]></category>
		<category><![CDATA[Liste]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[To Do]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jahr 2017 hat begonnen. Viele schäumen über vor Energie und guten Vorsätzen. Auch ich habe mich an meine Ziele gesetzt und mir eine To-do-Liste erstellt. Allerdings sieht die ein bisschen anders aus&#8230; Meine To-do-Liste als Mutter Wäsche waschen, Wäsche auf die Wäscheleine hängen, Wäsche von der Wäscheleine nehmen, Wäsche in den Schrank legen, putzen, ... <a title="Meine To-do-Liste als Mutter" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/meine-to-do-liste-als-mutter/" aria-label="Mehr zu Meine To-do-Liste als Mutter">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 2017 hat begonnen. Viele schäumen über vor Energie und guten Vorsätzen.</p>
<p>Auch ich habe mich an meine Ziele gesetzt und mir eine To-do-Liste erstellt. Allerdings sieht die ein bisschen anders aus&#8230;<span id="more-2385"></span></p>
<h2>Meine To-do-Liste als Mutter</h2>
<p>Wäsche waschen, Wäsche auf die Wäscheleine hängen, Wäsche von der Wäscheleine nehmen, Wäsche in den Schrank legen, putzen, kochen, Staub wischen, Staub saugen, Boden wischen, Müll rausbringen, machen, tun und tralala.</p>
<p>Natürlich habe ich als Mutter so einiges am Tag zu tun. Der Papa arbeitet lange und kommt mitunter erst spät abends nach Hause. Der kleine Mann schläft dann schon längst. Es gibt auch Tage, an denen der Papa mal zu Hause ist und helfen kann &#8211; zum Glück.</p>
<h2>Mach&#8216; dir&#8217;nen Plan</h2>
<p>Für die Tage, an denen ich auf mich allein gestellt bin, brauche ich Pläne. In meinem Kopf sind so viele Gedanken, dass ich abends schon gar nicht mehr einschlafen kann. Weil immer noch was im Kopf wuselt. Ich bin einfach der Typ Mensch, der gerne &#8211; wenn auch nur grob &#8211; einen ungefähren Plan vom Tag braucht. Wenn ich mir also Ziele für den Tag setze, kann ich so ungefähr einplanen, wann ich diese erledigen und endlich abhaken kann.</p>
<p>Also auf, auf und meine ganz persönliche To-do-Liste als Mutter entwerfen.</p>
<h2>Ideen sammeln</h2>
<p>Und ich brauchte auch gar nicht lange suchen, denn auf Facebook posten ja tagtäglich Millionen von Menschen ihre tolle Ideen. Wenn sie cool sind (also die Ideen), werden sie auch mal geteilt und kommen dann auch irgendwann mal bei mir an. Oder in dem Fall bei meinem Mann. Der zeigte mir, wie <a href="http://www.mynameissnickerdoodle.com/2012/08/do-i-hear-1000.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+MyNameIsSnickerdoodle+(My+Name+Is+Snickerdoodle)&amp;utm_content=Google+Reader" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Mutter</a> eine To-do-Liste für ihren Sohn gebastelt hatte. Mit Dingen, die man halt so machen muss. Zähne putzen. Anziehen. Bett machen.</p>
<p>Die Idee, die To-do-Liste mit Klett zu basteln, fand ich echt cool. Die Türchen werden jeden Tag neu aufgeklappt und sind mit Bildern als unerledigt zu erkennen. Sind die Aufgaben dann irgendwann erledigt, werden sie logischerweise zugeklappt.</p>
<p>Und jetzt, da ich endlich eine grobe Idee vom Ergebnis habe, geht es auch gleich frisch ans Werk.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2462" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-erledigt-und-unerledigt.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - erledigt und unerledigt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-erledigt-und-unerledigt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-erledigt-und-unerledigt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Materialien</h2>
<p>Am liebsten habe ich es immer, wenn ich für meine Basteleien nicht großartig einkaufen gehen muss. Ich nehme gern das, was schon da ist. Und bis auf ein paar Kleinigkeiten hatte ich auch alles zu Hause.</p>
<ul>
<li><a href="http://amzn.to/2kcNHmi" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Pappe</a>* oder stabiles Papier &#8211; Bedenkt, dass die untere Seite &#8211; hoffentlich &#8211; oft benutzt wird. Sie sollte also entsprechend stabil sein. Das ist zwar etwas anstrengender beim Schneiden und evtl. späteren Bemalen, aber es soll ja auch&#8217;ne Weile halten.</li>
<li>Deko für das Bild (<a href="http://amzn.to/2jfa2zT" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">buntes Papier</a>*, schöne Bilder aus Zeitschriften, Sticker, alles was ihr halt so da habt)</li>
<li>Farbe (<a href="http://amzn.to/2jGBLFK" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Buntstifte</a>*, Filzstifte, Tusche, Acrylfarbe, tobt euch aus)</li>
<li><a href="http://amzn.to/2jywDFW" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Kleber</a>* (ich habe UHU genommen, muss aber zugeben, dass ich manchmal kurz davor war, die <a href="https://www.milchtropfen.de/out/Heißklebepistole" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Heißklebepistole</a>* zu zücken, weil der blöde Kleber manchmal nicht hielt)</li>
<li><a href="http://amzn.to/2jfbylt" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Schere</a>* (Wofür war die noch gut?)</li>
<li><a href="http://amzn.to/2ij0uBW" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">doppelseitig klebendes Klettband</a>* (damit eure Aufgaben auch erledigt bleiben; für mich auch noch zum Anbringen an der Wand)</li>
</ul>
<h2>Aufgaben</h2>
<p>Bevor es ans Basteln geht, schreibt ihr euch auf, welche Aufgaben zu erledigen sind. Wenn ich das jetzt wie bei der o.g. Mutter gemacht hätte mit &#8222;Bett machen&#8220;, &#8222;Anziehen&#8220;, &#8222;Zähne putzen&#8220; usw., ich hätte mir meine ganze Wand mit einer To-do-Liste zugekleistert. Kann man machen. Muss man aber nicht.<br />
<br />
Deshalb habe ich mir aufgeschrieben, was wirklich getan werden sollte. Wie meine Aufgaben letztendlich heißen, zeige ich euch weiter unten.</p>
<h2>Schnippeln</h2>
<p>So. Die Aufgaben sind im Kopf. Jetzt kann es losgehen. Materialien habe ich beisammen. Dann wird jetzt erst einmal geschnippelt.</p>
<p>Den &#8222;Körper&#8220; hatte ich schon vorgefertigt von einem großen Karton bekommen. Die lange Seite war mit Klebeband zusammen gehalten. Perfekt zum Umklappen für die Türchen. Kann man aber auch ganz einfach selber machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2423" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-pappe-mit-klebeband-zusammengeklebt.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Pappe mit Klebeband zusammengeklebt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-pappe-mit-klebeband-zusammengeklebt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-pappe-mit-klebeband-zusammengeklebt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Danach ging das Schnippeln weiter. Die braune Pappe ist hässlich. Also <a href="http://amzn.to/2kcPvvn" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">farbiges Papier</a>* ausschneiden und raufkleben. Damit der kleine Mann nicht bei mir rumklebt, hab ich ihm schnell was eigenes zur Verfügung gestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2424" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-klebt.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Kind klebt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-klebt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-klebt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Dekorieren</h2>
<p>Wenn der Hintergrund soweit fertig ist, kann endlich mein Lieblingspart kommen: das Verschönern. Malen. Zeichnen. Collagieren. Es ist zwar schön, hat aber auch echt ewig gedauert. Bestimmt eine Woche. Im Grunde genommen habe ich mir ja 3 Ideen für je eine Aufgabe ausdenken müssen. Ja und das dauert. Vor allem, weil ich das Dekorieren lieber allein am Abend machen wollte. Wenn der Mann arbeitet und das Kind schläft.</p>

<h3>Abends kochen</h3>
<p><img decoding="async" class="bildrechts alignnone wp-image-2432 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-abends-kochen.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Abends kochen" width="115" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-abends-kochen.jpg 234w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-abends-kochen-163x300.jpg 163w" sizes="(max-width: 234px) 100vw, 234px" />Das hat einen rein organisatorischen Zweck, damit ich tagsüber mehr Zeit habe. Ideal bei Eintöpfen und Suppen, damit die noch schön ziehen können über Nacht.</p>
<p>Und bei der Schrift kann man erkennen, ab wann ich beschloss, die Türchen allein dekorieren zu wollen. Wenn dann nämlich eine kleine, süße Patschehand auf die noch nicht getrocknete Schrift patscht, dann ist das nicht SO schön. Aber keine Sorge. Der kleine Mann half dann später wieder mit.</p>
<h3 style="clear: both;">Englisch lernen</h3>
<p><img decoding="async" class="bildlinks alignnone wp-image-2428 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-englisch-lernen.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Englisch lernen" width="115" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-englisch-lernen.jpg 149w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-englisch-lernen-145x300.jpg 145w" sizes="(max-width: 149px) 100vw, 149px" />Ich habe es mal angefangen und dann wieder sein lassen. Dabei ging es schon echt gut. Englisch braucht man einfach. Englisch spricht doch beinahe jeder. Ich habe mir dafür eine App heruntergeladen und die einfach als Bild genommen. Deshalb gibt es davon kein Bild. Wenn Werbung, dann schon gekennzeichnete.</p>
<p>Und ja, das mit den Flaggen übe ich dann nochmal. Dass das die englische sein soll, erkennt aber hoffentlich jeder, oder? Und dann eben &#8211; so ganz typisch englisch eben &#8211; so ein süßer Grenadier Guard. Ist die Aufgabe unerledigt, sieht man nur seinen Hut. Wenn man das Türchen am Ende des Tages zuklappt, sieht man auch endlich den Rest. Fand ich ganz niedlich. Ich mag ja niedliche Sachen&#8230;</p>
<h3 style="clear: both;">Zeit für ein gutes Buch</h3>
<p><img decoding="async" class="bildrechts alignnone wp-image-2433 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-zeit-fuer-ein-gutes-buch.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Zeit für ein gutes Buch" width="124" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-zeit-fuer-ein-gutes-buch.jpg 149w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-zeit-fuer-ein-gutes-buch-104x300.jpg 104w" sizes="(max-width: 149px) 100vw, 149px" />Ich will wieder meiner Leidenschaft nachgehen und mir mehr Zeit nehmen. Und wenn es auch nur ein paar Seiten pro Tag sind.</p>
<p>Die Ausrede, dass man mit Kind nicht mehr dazu kommt, ein Buch zu lesen, kann ich jedenfalls nicht mehr gelten lassen. Und will ich auch gar nicht.</p>
<p>Wenn mir Dinge wichtig sind, muss ich eben Zeit dafür schaffen. Und das geht auch mit Kind.</p>
<p>Als Hintergrund habe ich ganz einfach Texte aus Zeitschriften zerschnitten und quer Beet raufgeklebt.</p>
<p>War eine ziemliche Fummelei, aber auch ganz witzig.</p>
<h3 style="clear: both;">Frische Luft tanken</h3>
<p><img decoding="async" class="bildlinks alignnone wp-image-2434 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-frische-luft-tanken.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter -Frische Luft tanken" width="124" />Das ist für mich ein Muss, um gerade die  schlechten Tage zu überstehen. Ich brauche das. Und mein Sohn auch.</p>
<p>Wenn das Wetter nicht wirklich katastrophal draußen ist, dann sind wir mindestens ein Mal am Tag draußen.</p>
<p>Und ich weiß gar nicht, wie oft ich es noch betonen kann: Sammelt Zeitschriften mit schönen Motiven.</p>
<p>Ich habe diese ganzen schönen Fotos aus den Zeitschriften, als ich noch Mitglied beim WWF war.</p>
<p>Da hat man dann monatlich, glaube ich, eine Zeitschrift mit vielen Infos und eben auch Bildern bekommen.</p>
<p>Von Tieren, der Natur und so weiter. Also bloß aufheben. Für solche Bastelaktionen sind die nämlich ideal.</p>
<h3 style="clear: both;">Eine nie endende Aufgabe</h3>
<p><img decoding="async" class="bildrechts alignnone wp-image-2435 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-hegen-und-pflegen.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Hegen und Pflegen" width="120" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-hegen-und-pflegen.jpg 120w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-hegen-und-pflegen-84x300.jpg 84w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" />Dieses Türchen hat absichtlich keinen Klettverschluss bekommen, denn es soll immer offen bleiben. Immer unerledigt bleiben sozusagen. Dieses Türchen gilt meinem Mann. Die Aufgabe, die hinter diesem Türchen steckt: Liebe.</p>
<p>Unser Sohn ist jetzt fast 2 Jahre alt und will meistens nur bei mir sein. Nur ich darf seine Windeln wechseln. Oder seine Zähne putzen. Mit ihm kuscheln. Ein Buch vorlesen. Ihn tragen. Das muss hart für einen Papa sein, wenn er von einem weinenden Sohn weggestoßen wird, weil nur die Mama trösten darf. Da kommt mein Mann wirklich zu kurz. Ich habe den ganzen Tag über Kuscheleinheiten und bin dann am Abend &#8222;voll&#8220;.</p>
<p>Ich brauche dann meine Ruhe. Aber dann kommt mein Mann von der Arbeit und will auch noch seine Portion Kuscheln. Oder reden. Was auch immer. Ich habe das etwas schleifen lassen. Das will ich ändern. Und mich jeden Tag daran erinnern, ihm meine Liebe zu zeigen. Das kann eine liebevolle Geste sein. Ein nettes Wort. Ich sehe unsere Beziehung ganz kitschig wie eine Pflanze, die man hüten und pflegen muss. Sonst geht sie irgendwann ein.</p>
<h3 style="clear: both;">Tablette nicht vergessen</h3>
<p><img decoding="async" class="bildlinks alignnone wp-image-2437 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-tablette-nicht-vergessen.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Tablette nicht vergessen" width="125" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-tablette-nicht-vergessen.jpg 125w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-tablette-nicht-vergessen-87x300.jpg 87w" sizes="(max-width: 125px) 100vw, 125px" />Eine Schilddrüsenunterfunktion bedeutet bei mir: Tabletten schlucken.</p>
<p>Ich nehme sie ein paar Mal. Dann vergesse ich sie mal. Dann denke ich, ich brauche sie nicht.</p>
<p>Aber dann merke ich halt doch, dass es nicht ohne geht.</p>
<p>Das Türchen soll mich einfach daran erinnern, dass ich meine Tablette nehmen soll.</p>
<p>Deshalb auch die Elefanten als Motive. Die vergessen ja nichts.</p>
<p>Und dann eben die vielen, bunten Smarties.</p>
<p>Der Knoten im Faden, damit man an etwas denkt&#8230; Na, ihr kennt das ja alles.</p>
<h3 style="clear: both;">Kreativ sein</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="bildrechts alignnone wp-image-2438 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-tu-was-fuer-deinen-blog.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Tu was für deinen Blog" width="115" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-tu-was-fuer-deinen-blog.jpg 115w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-tu-was-fuer-deinen-blog-80x300.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 115px) 100vw, 115px" />Anfangs sollte die letzte Aufgabe nur bedeuten: Jeden Tag einen Beitrag schreiben. Wenn man bloggt, ist das ein ganz gutes Ziel. Aber ich schaffe es einfach nicht, jeden Tag einen Beitrag rauszuhauen. Manchmal laufen im Hintergrund eben noch andere Sachen. Familientreffen. Oder Bastelaktionen, die sich lange hinziehen, wie diese zum Beispiel.</p>
<p>Deshalb ist das eine Aufgabe, wenigstens irgendetwas für meinen Blog zu tun. Ideen sammeln. Zum Beispiel durch Lesen, Austausch mit anderen Menschen, eigene Erfahrungen, Gedanken. Oder Sponsoren finden, damit ich auch mal was verlosen kann. Das ist nicht einfach. Immerhin bin ich ja nicht die einzige, die bloggt. Also muss man sich auch dafür Zeit nehmen. Man will ja auch nicht irgendeinen Schund anbieten. Soll ja auch was Feines sein. Was Schniekes. Worüber man sich selber auch freuen würde.</p>
<p>Diese Seite soll also im Grunde genommen einfach sagen: Tu was für deinen Blog. Bleib am Ball. Mach weiter.</p>
<h2 style="clear: both;">Fast fertig</h2>
<p>Und dann kommt nur noch der Klett ran. Da half der kleine Mann wieder mit. Das Abschneiden der <a href="http://amzn.to/2kcJgrk" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Klättbänder</a>* übernahm dann aber lieber noch ich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2425" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-zieht-papier-vom-klettband-ab.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Kind zieht Papier vom Klettband ab" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-zieht-papier-vom-klettband-ab.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-zieht-papier-vom-klettband-ab-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Man muss auch gar nicht großartig rechnen und messen. Einfach das Gegenstück vom Klett an das Klett an der Pappe anbringen. So passt der Klett genau aufeinander.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2426" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-klettband-auf-pappe-geklebt.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Klettband auf Pappe geklebt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-klettband-auf-pappe-geklebt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-klettband-auf-pappe-geklebt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nur noch an die Wand klatschen, festdrücken und fertig ist das Ding.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2463" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-erledigte-und-unerledigte-aufgaben.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - erledigte und unerledigte Aufgaben" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-erledigte-und-unerledigte-aufgaben.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-erledigte-und-unerledigte-aufgaben-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Einziges &#8222;Manko&#8220; beim Klett: Der hält richtig gut. Das ist gut an der Wand, weil da nichts abfällt. Aber es ist anstrengend bei den Türchen. Man muss ganz oben am Türchen greifen, sonst knickt <a href="http://amzn.to/2jGAgaJ" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">die Pappe</a>* um. Ist mir leider gleich beim Ausprobieren passiert. Ist nicht kaputt gegangen, aber die Pappe hat jetzt einen Knick. Naja. Gibt Schlimmeres.</p>

<p>Und da der kleine Mann auch klappen wollte, hab ich ihm auch schnell was an die Wand gepatscht. Ich persönlich will für mein Kind keine To-do-Liste. Deshalb gab es nur einfache Pappe zum Auf- und Zuklappen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2439" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-klappt-auf-und-zu.jpg" alt="Meine To-do-Liste als Mutter - Kind klappt auf und zu" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-klappt-auf-und-zu.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/meine-to-do-liste-als-mutter-kind-klappt-auf-und-zu-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie sieht eure To-do-Liste aus?<br />
</p>
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		<title>Wenn die Wut kommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Kinder können so putzig und zuckersüß sein. Wie sie handeln, versetzt uns in Staunen und lehrt uns so einiges. Doch es gibt auch Zeiten, in denen man erschöpft und ausgelaugt ist und für die kleinen Entdecker mit ihrem großen Forscherdrang wenig Geduld und Nerven hat. Manchmal vielleicht so wenig, dass man kurz vorm Ausrasten ... <a title="Wenn die Wut kommt" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-die-wut-kommt/" aria-label="Mehr zu Wenn die Wut kommt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Kinder können so putzig und zuckersüß sein. Wie sie handeln, versetzt uns in Staunen und lehrt uns so einiges.</p>
<p>Doch es gibt auch Zeiten, in denen man erschöpft und ausgelaugt ist und für die kleinen Entdecker mit ihrem großen Forscherdrang wenig Geduld und Nerven hat. Manchmal vielleicht so wenig, dass man kurz vorm Ausrasten ist. Oder man rastet irgendwann wirklich aus, weil man es schon zu lange runtergeschluckt hatte.</p>
<p>Was hilft, wenn man kurz davor ist, vor Wut zu platzen und Dinge zu sagen und zu tun, die man im Nachhinein bereut?</p>
<p>Hier findet ihr die für mich hilfreichsten Tipps.<span id="more-870"></span></p>
<h2>Wenn die Wut kommt</h2>
<p>Damals zogen wir vor allem wegen der echt günstigen Mieten nach Hellersdorf. Von den anderen hörten wir dann immer Sprüche wie &#8222;In Hellersdorf leben nur die Asis. Allesamt arbeitslos, Hartzis, ungebildet, aber kriegen ständig Kinder.&#8220;, aber davon wollten wir nichts wissen. Rasch fanden wir eine hübsche Wohnung und zogen ein.</p>
<p>Mittlerweile leben wir seit fast 5 Jahren hier und haben uns unser eigenes Bild von diesem Bezirk gemacht.</p>
<p>Was ich am Schlimmsten hier finde, sind tatsächlich die Umgangsformen der Familien mit Kindern. Ich begegne ihnen überall: auf der Straße, an der Haltestelle, beim Einkaufen, im vorbeifahrenden Auto, auf Spielplätzen usw.</p>
<p>Die Eltern sind gestresst, überreizt, reagieren aggressiv und werden sofort laut und ungehalten, beleidigen, manche geben sogar einen Klaps.</p>
<h2>Anderer Bezirk, andere Sitten</h2>
<p>Als wir einmal im Volkspark Friedrichshain unterwegs waren, schien es, als seien wir in eine völlig andere Welt getreten. Glückliche Kinder, zufriedene Eltern, die gemeinsam mit den Kleinen im Sand buddeln und spielen noch und nöcher.</p>
<p>Was mich am Allermeisten faszinierte, war die Situation zwischen einem trotzigen Kind und seiner Mutter. Mutter und Kind gingen gerade noch Hand in Hand des Weges, da wollte der Kleine plötzlich nicht weiterlaufen und blieb stehen. Die Mutter versuchte ihn zum Laufen zu bewegen. Keine Chance. Der Kleine steigerte sich richtig in einen Wutanfall hinein. Er schrie und hantierte wild mit den Armen.</p>

<p>In Hellersdorf erlebe ich immer nur die Reaktionen überforderter Eltern. Doch statt auszurasten und das Kind hinterherzuzerren, redete die Mutter total ruhig und blieb cool.</p>
<p>Als ihr Sohn weiterhin der gesamten Umgebung sein Leid lauthals mitteilte, staunte ich nicht schlecht. Immerhin sahen sich in diesem Moment alle Leute dieses Geschehen an. Es muss ein enormer Druck auf der Mutter geherrscht haben, als sie von allen beobachtet wurde.</p>
<p>Irgendwann setzte sich die Mutter auf eine nahe gelegene Bank und ließ ihren Sohn weiter auf dem Boden herumkrakelen. Sie lief nicht einfach weiter, wie das die Eltern in Hellersdorf machen. Sie blieb in Sichtweite ihres Sohnes, entfernte sich nur wenige Meter von ihm, ließ ihn sich austoben. Bald darauf hatte er sich wieder gefangen und setzte sich mit auf die Bank, ruhte sich aus und redete mit seiner Mutter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Mutter und Kind Hand in Hand" width="678" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg 678w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /></p>
<h2>Wie ich mit Wut umgehe</h2>
<p>Solch eine Situation musste ich bisher nicht mit unserem Sohn durchstehen. Ich frage mich, wie wohl meine Reaktion ausgesehen hätte, wäre ich an Stelle dieser Mutter gewesen.</p>
<p>Zwar verhält man sich immer etwas anders gegenüber seinem Kind, wenn man unter Beobachtung steht, doch ich zweifle daran, dass ich so souverän geblieben wäre. Immerhin gibt es bereits jetzt Situationen, in denen mich mein Sohn voll auf die Palme bringt. Und er ist erst 16 Monate alt! Er fängt gerade an, die ersten Wörter zu üben und kann mich trotzdem schon derartig zur Verzweiflung treiben. Wahnsinn! Wie soll das erst werden, wenn er älter wird? Ich habe Angst.</p>
<p>Weil ich mich oft dabei ertappe, wie unverhältnismäßig ich in manchen Situationen reagiere, wenn ich wütend bin, dachte ich, kann es nicht schaden, die Kontrolle über seine Wut zu üben. Im Internet mache ich mich sogleich über das Thema &#8222;Wut kontrollieren&#8220; schlau und picke mir die für mich sinnvollsten heraus. Manche hatte ich bereits angewandt, ohne vorher gewusst zu haben, dass dies Methoden sind, um wieder runterzukommen.</p>
<p>Im Folgenden zeige ich euch die jeweiligen Methoden und wie sie bei mir in welcher Situation funktioniert haben.</p>

<h2>Die Methoden</h2>
<h3>Raum verlassen</h3>
<p>Als mich mein Sohn ständig beim Stillen biss, hatte ich mich anfangs überhaupt nicht unter Kontrolle. Wutentbrannt verließ ich dann den Raum, um Luft zu bekommen. Unbewusst hatte ich eine Methode zur Wutkontrolle angewandt. Und es hilft wirklich, auch wenn der Kleine einem schon nach wenigen Sekunden hinterherkrabbelt und nach einem ruft. Allein die kurze räumliche Trennung hat mich dann wieder so weit runtergeholt, dass ich nicht mehr so sauer auf meinen Sohn war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-943" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-bunte-sitzbank.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - bunte Sitzbank" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-bunte-sitzbank.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-bunte-sitzbank-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Den Raum kann man natürlich nur verlassen, wenn das Baby nicht aus voller Kehle nach einem schreit und Hilfe braucht und allein gelassen werden würde. Wenn das doch der Fall ist und man aber kurz davor ist, auszuticken, weil man nicht mehr kann, dann ist es besser, wenn jemand in diesem Moment kurz einspringen und für das Baby da sein kann.</p>
<p>Wenn ihr allein seid, dann ist es in meinen Augen immer noch die bessere Variante, das Baby für einen KURZEN MOMENT (Ich rede nicht von Stunden oder auch &#8222;nur&#8220; einer Viertelstunde schreien lassen!) sicher im Raum zurückzulassen, als es anzuschreien, zu schütteln oder noch schlimmeres&#8230;</p>
<h3>Von 180 wieder runterkommen</h3>
<p>Wenn ihr im Nebenzimmer seid, könnt ihr euch dann sammeln. Was mir dann hilft, mich schnell zu beruhigen? Entweder hole ich mir einen Snack, trinke kaltes Wasser, kaue einen Kaugummi usw. Weitere Techniken findet ihr etwas weiter unten. Vielleicht beruhigt es euch ja auch. Oder ihr habt bereits eine Methode, mit der ihr nicht mehr auf 180 seid. Drogen sind keine Option!</p>

<p>Was auch hilfreich war: werdet euch bewusst, dass euer Baby euch liebt, dass es euch braucht, dass ihr über manchen Dingen drüber stehen müsst. Ruft euch glückliche Momente ins Gedächtnis, um euch zu beruhigen. Manchmal hilft es auch, einfach mal zu weinen und den ganzen Stress rauszulassen.</p>
<h3>Bis 10 zählen</h3>
<p>Es braucht enorm viel Disziplin, den Moment, in dem man unendlich gern schreien würde, vorbeiziehen zu lassen und stattdessen bis 10 zu zählen. Und ich gebe zu, ich habe es manchmal nicht geschafft und etwas Dummes gesagt. Sobald es raus war, ging es mir zwar anfangs besser, aber es hat nachträglich absolut nichts gebracht. Um mich von meinem darauf folgenden schlechten Gewissen befreien zu können, entschuldigte ich mich dann schnell.</p>
<p>Vielleicht fällt es leichter, auch hier den Raum zu verlassen und bis 10 zu zählen. Ich zumindest habe bessere Alternativen für mich entdeckt, als bis 10 zählen zu müssen. Aber eventuell ist diese Methode genau das Richtige für euch.</p>
<h3>Atemtechnik</h3>
<p>Bei dieser Atemtechnik atmet man 3 Sekunden ein, hält die Luft für 3 Sekunden an und atmet anschließend 3 Sekunden lang aus. Das macht man so lange, bis man das Gefühl hat, sich wieder unter Kontrolle zu haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Frau entspannt" width="679" height="431" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Auch diese Methode erfordert viel Übung, harte Disziplin und funktioniert bei mir auch nicht immer. Probiert es aus. Vielleicht hilft es euch.</p>
<h3>Schlagen, beißen, treten, schreien</h3>
<p>Es ist so unbefriedigend, die angestaute Wut einfach nur wegzuatmen, finde ich. Man will seiner Wut Ausdruck verleihen und auf etwas einprügeln oder etwas anschreien. Ja, warum eigentlich nicht? Aber bitte nicht euer Kind oder sonst jemanden. Holt euch ein Kissen, eine Decke, einen Sandsack oder was auch immer, und prügelt drauf ein, bis ihr nicht mehr könnt. Hilft auf jeden Fall in Extremfällen, wenn keine Zeit für Meditation ist.</p>
<h3>Verstehen lernen</h3>
<p>In Momenten der Ruhe und Stille lohnt es sich dann, über das Vergangene nachzudenken. Lasst das Geschehene noch einmal Revue passieren. Was genau ist passiert, als ihr wütend wurdet und ausgeflippt seid? Könnte es vielleicht eine logische Erklärung für das Verhalten des anderen geben?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-941" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-blickt-zur-seite.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Kind blickt zur Seite" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-blickt-zur-seite.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-blickt-zur-seite-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nehmen wir ein Beispiel, das bei uns immer noch Thema Nummer 1 ist, wenn es ums Essen geht: der Kleine wirft das Essen auf den Boden.</p>
<p>Man könnte im 1. Moment denken, der Kleine will einen auf die Schippe nehmen. So eine Frechheit! Und er verzieht keine Mine dabei! Lässt ihn völlig kalt, wenn ich ihm lang und breit erkläre, warum man das Essen nicht auf den Boden wirft. Manchmal guckt er einen dann völlig unbeeindruckt an und lässt das Essen wieder fallen! Der will mich doch provozieren!! Und schon ist das Drama im vollen Gange.</p>
<p>Wenn ich abends im Bett lag, fing ich an zu überlegen. Wollte mich mein Kind wirklich ärgern? Ich versuchte mich in die Lage meines Kindes hineinzuversetzen. Vielleicht würde ich es dann verstehen.</p>

<p>Kann sein, dass er erst einmal begreifen muss, was Schwerkraft bedeutet. Was passiert, wenn man Dinge fallen lässt? Fallen sie immer? Wirklich immer? Oh, jetzt bückt sich jemand nach den Sachen, die auf dem Boden liegen. Passiert das auch immer?</p>
<p>Wer weiß, ob unser Sohn tatsächlich so denkt. Zumindest hat es mir geholfen, ihm nicht immer sofort Bösartigkeit zu unterstellen. Und man reagiert beim nächsten Mal auch etwas entspannter, wenn das Essen wieder auf dem Boden landet.</p>
<h4>Es kann auch mehrere Gründe geben</h4>
<p>Als wir merkten, dass unser Sohn uns schon sehr deutlich verstand, aber immer noch nicht hörte, wenn wir sagten, dass das Essen auf den Tisch gehört, mussten wir weiterdenken. Warum lässt er es fallen, obwohl er versteht, dass das falsch ist?</p>
<p>Und wir erkannten, dass es die einfachste Methode unseres Sohnes war, sich Freiraum zu schaffen. Sein Teller war zu voll oder er wollte die Erdbeere jetzt einfach nicht mehr essen. So nach dem Motto &#8222;Aus dem Auge, aus dem Sinn&#8220;. Also baten wir ihn, wenn wir merkten, dass er sich gleich eines Stücks entledigen wollte, es uns zu geben, damit wir es beiseite legen konnten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-938" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-essen.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Kind beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-essen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ab und zu landet hier und da mal doch noch etwas auf dem Boden, aber es half uns wie gesagt, verständnisvoller mit der Situation umzugehen.</p>
<p>Es kann also nicht schaden, in ruhigen Momenten zu analysieren und zu hinterfragen. Und wenn dann wieder solch eine Situation auftritt, wisst ihr, wie ihr besser reagieren könnt oder könnt zumindest das Verhalten verstehen und nachvollziehen.</p>
<p>Es ist zwar keine Methode, um seine momentane Wut unter Kontrolle zu bekommen, doch langfristig gesehen wirkt sie vorbeugend und hilft, in Zukunft angemessener zu reagieren.</p>
<h3>Musik hören</h3>
<p>Im Internet steht, man soll beruhigende Musik hören, Entspannungsmusik. Ich für meinen Teil habe mir eine Playlist zusammengestellt, in denen es um die Liebe zu einem Menschen geht. Mein absoluter Favorit ist und bleibt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=q9ZgBDOaV0s" target="_blank" rel="noopener">&#8222;You&#8217;ll Be In My Heart&#8220; von Phil Collins</a>. So werde ich immer wieder daran erinnert, wie sehr ich mein Kind eigentlich liebe und wie bescheuert es gerade ist, sauer zu sein. Es half mir ungemein. Es lockerte die Stimmung umgehend auf, ich konnte mir beim Singen Luft machen und meine Laune stieg wieder. Und nebenbei beruhigte sich mein Kind beim Klang meiner Stimme auch gleich mit.</p>
<p>Ihr könnt natürlich auch eure Lieblingslieder hören oder was auch immer. Heavy Metal würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen&#8230; Das lässt das Blut nur stärker kochen.</p>

<h3>Spazieren gehen und frische Luft schnappen</h3>
<p>Diese Methode war am Hilfreichsten, wenn ich total übermüdet und gereizt war und keine Möglichkeit bestand, ein Nickerchen zu machen. Ich habe mir dann ganz schnell meinen Sohn geschnappt, nur das Allernötigste eingepackt und bin mit ihm raus an die frische Luft. Egal, ob Sonne, Wind, Regen oder Schnee: es hilft enorm, fand ich. Der Kreislauf kommt langsam in Schwung, man wird wacher und klarer im Kopf .</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-937" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-spaziergang-im-wald.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Spaziergang im Wald" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-spaziergang-im-wald.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-spaziergang-im-wald-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Körperlich aktiv werden</h3>
<p>Es ist ähnlich wie Spazieren gehen, doch manche müssen sich richtig auspowern, um ihre Wut abbauen zu können. Einige müssen joggen gehen, andere wiederum Fahrrad fahren oder schwimmen&#8230; Ich für meinen Teil fing an aufzuräumen. Geschirrspüler ausräumen, Staub saugen, Bad putzen, umherliegendes Spielzeug einräumen, Wäsche machen und und und &#8211; bei uns gibt es immer etwas zu tun.</p>
<p>Wenn ihr niemanden habt, der in diesem Moment auf euer Kind aufpassen kann und euer Kind euch braucht, dann tragt es doch einfach im Tragegurt mit euch herum. Es genießt eure Nähe, sieht euch dabei zu, was ihr macht, und ihr könnt euer Ding machen. Geht leider nicht, wenn man schwimmen gehen oder Extremsport betreiben will. Aber ihr findet bestimmt etwas, was ihr beide machen könnt.</p>
<p>Sollte euer Kind schon zu groß für einen Tragegurt sein: es auf der Hüfte zu halten geht sicher noch.</p>
<p>Mein Sohn hilft auch sehr gern beim Haushalt mit. Er stopft die Wäsche in die Waschmaschine, drückt die Knöpfe, wischt gern die Küchentheke, den Boden oder Tisch mit dem Schwamm, hängt die Wäsche auf (auch wenn dann alles auf einer Leine und übereinander hängt) usw. Vielleicht könnt ihr euer Kind auch beim Putzen mit einbinden. Versucht es einfach mal. Oder lasst euer Kind zugucken, was auch immer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-936" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-abwasch.jpg" alt="Wenn die Wut kommt - Kind beim Abwasch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-abwasch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/wenn-die-wut-kommt-kind-beim-abwasch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hoffe, die eine oder andere Methode lässt sich auch bei euch anwenden und &#8211; was wohl wichtiger ist &#8211; funktioniert auch.</p>
<p>Wie gefallen euch die oben genannten Tipps? Habt ihr eventuell eine völlig andere, eure ganz persönliche Calm-down-Methode gefunden?</p>
<p>Schreibt&#8217;s in die Kommentare und lasst es mich wissen.</p>
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