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	<title>Streit &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Streit &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 13:33:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230; Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu verstehen, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein Versöhnungsgespräch zu schaffen. &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger? ... <a title="&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger/" aria-label="Mehr zu &#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Schwester holt für ihren Bruder Hilfe, der sie zum Dank dafür als Petze bezeichnet und sauer auf sie ist&#8230;</p>
<p>Heute üben wir mal, uns in zwei verschiedene Personen hineinzuversetzen, um zu <strong>verstehen</strong>, um was es beiden womöglich ging, um die Basis für ein <strong>Versöhnungsgespräch</strong> zu schaffen.</p>
<p><span id="more-13465"></span></p>
<h2>&#8222;Olle Petze!&#8220; &#8211; Was steckt wirklich hinter Ärger?</h2>
<p>Ich bin mit einer Freundin und den Kindern auf dem Spielplatz verabredet. Die Kinder beschäftigen sich gerade allein, wir nutzen die Zeit, setzen uns auf die Bank und quatschen ein bisschen. Die ältere Tochter meiner Freundin geht den Kindern hinterher, die inzwischen über den Zaun geklettert sind und jetzt die BMX Strecke hoch und runter jagen. Ich freue mich, dass sich Oliver schön auspowert und plaudere weiter&#8230;</p>
<p>Nach etwa einer Viertelstunde kommt die Tochter meiner Freundin zu uns:&#8220;Da <strong>ärgern</strong> uns zwei Jungs.&#8220; Meine Freundin und ich sind uns einig, dass nicht gleich zwei Erwachsene da rüber marschieren müssen, also erkläre ich mich bereit, nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13485" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg" alt="Olle Petze - Was steckt wirklich hinter Ärger I Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/olle-petze-was-steckt-wirklich-hinter-aerger-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Ich nehme die Abkürzung über den Zaun, sehe mich nach ihnen um, und erkenne sie in der Ferne des Platzes. Sie stehen in einer kleinen Gruppe von fünf Kindern da und scheinen irgend etwas zu bereden. Find ich gut, denk ich mir, <strong>streiten</strong> und <strong>diskutieren</strong> muss ja auch irgendwie gelernt werden&#8230;</p>
<p>Nur bleibt es leider nicht beim friedlichen Diskurs. Olivers Freund wirft seinen Gegenüber nun mit einem gezielten Karatemove zu Boden und tritt mit einem Kick nach. Oliver steht unsicher daneben und weiß sich nicht zu helfen. &#8222;HEY! STOPP! WAS IST DENN HIER LOS?!&#8220;, rufe ich zu den Kindern rüber, in der Hoffnung, somit Zeit zu schinden, bis ich ganz bei ihnen bin.</p>
<p>Das Rüberschreien hat geholfen. Die <strong>Kinder</strong> blicken hoch, der Junge am Boden rappelt sich auf und ich steh vor ihnen. &#8222;So. Was ist hier los?&#8220;, frage ich ein wenig außer Atem. Olivers Freund geht gleich in die <strong>Verteidigung</strong>:&#8220;Der (Der ist der Junge, der gerade noch am Boden lag) hat angefangen, der hat mich geschubst.&#8220; und dann fügt er noch etwas leiser hinzu:&#8220;Und ich mag das überhaupt nicht, dass sie <strong>gepetzt</strong> hat&#8230;&#8220;</p>
<p>Um das Thema &#8222;Gleiches mit Gleichem vergelten&#8220; schreibe ich in einem anderen Beitrag, mir geht es heute einzig und allein darum, zu verstehen, warum Olivers Freund am Ende so sauer auf seine Schwester war, die doch eigentlich nur <strong>Hilfe</strong> holen wollte.</p>

<h2>Was bedeutet Petzen?</h2>
<p>Das Wort &#8222;<strong>Petzen</strong>&#8220; wird entweder als Substantiv (die Petze, die Petzerin, der Petzer) oder als Verb verwendet und meint:</p>
<blockquote><p>&#8222;(besonders einer Lehrperson, den Eltern o. Ä.) mitteilen, dass ein anderer etwas Unerlaubtes, Unrechtmäßiges o. Ä. getan hat&#8220; &#8211; www.duden.de</p></blockquote>
<h2>Worum geht es Petzen?</h2>
<p>Wenn ich das Wort &#8222;petzen&#8220; wertfrei beschreiben möchte, geht es also darum, den Eltern (oder wem auch immer) mitzuteilen, was Person X getan hat&#8230; Und deshalb ist der Bruder auf seine Schwester <strong>sauer</strong>? Weil sie sagt, was vorgefallen ist?</p>
<p>Vielleicht hilft es ja, wenn wir uns mal in die Lage von Petzen hineinversetzen. Worum geht es Petzen denn eigentlich?</p>
<h3>1. Orientierung, Klarheit</h3>
<p>Wenn sich Kinder streiten und dieser Streit dann <strong>eskaliert</strong>, indem sie z.B. handgreiflich werden wie in der obigen Situation, fühlen sich die Personen, die das mitbekommen, womöglich <strong>unsicher</strong>. Sie wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Also entscheiden sie sich, jemand Erwachsenes um Hilfe zu bitten, von dem sie ausgehen, dass sie/er für Klarheit sorgen wird, denn die verfügen schon über mehr Erfahrung und wissen bestimmt, was jetzt zu tun ist. Petzen geht es also um <strong>Klarheit</strong>, Orientierung in einer für sie unsicheren Situation.</p>
<h3>2. Schutz, Gerechtigkeit</h3>
<p>Wenn Kinder etwas beobachten, das sie in ihrem Wertesystem als &#8222;nicht ok&#8220; einstufen, sich aber gleichzeitig nicht in der Lage sehen, zu helfen, weil die/der Täter*in stärker oder einfach bedrohlich wirkt, sind Erwachsene eine gute <strong>Strategie</strong>, um das Opfer als auch sich selbst zu <strong>schützen</strong> &#8211; schließlich sind Erwachsene in der Lage, auch bei Handgreiflichkeiten dazwischen zu gehen.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13490" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg" alt="Erwachsene schlichtet zwischen Kindern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-schlichtet-zwischen-zwei-Kindern-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Gedanken, die sich hinter Ärger verstecken</h2>
<p>Olivers Freund <strong>ärgerte</strong> sich also über seine Schwester, die <strong>gepetzt</strong> hatte. Wenn wir uns ärgern, liegt die <strong>Ursache</strong> in den Gedanken und Urteilen, die wir dabei haben. Gedanken, wie z.B.:</p>
<p><em>&#8222;Sie hat mich verraten.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Ich kann ihr nicht vertrauen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie will ja nur, dass Mama böse auf mich ist und mich anmeckert.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie mag mich nicht.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie denkt, ich schaffe das nicht allein, dabei bin ich schon groß und kann das selber!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie glaubt nicht an mich.&#8220;</em></p>
<p>Auch <strong>Glaubenssätze</strong> können in solchen Situationen zum Vorschein kommen, die uns z.B. sagen <em>&#8222;Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.&#8220;.</em></p>
<p>All diese <strong>Gedanken</strong>, die Olivers Freund womöglich gedacht haben könnte, überblenden seine eigentlichen, tiefer liegenden <strong>Gefühle</strong>, die zu fühlen viel unangenehmer wären, wie z.B. Trauer und Enttäuschung. Wenn wir uns mit solchen Gedanken ablenken lassen, verlieren wir aber aus den Augen, um was es uns eigentlich geht, also was unsere eigentlichen <strong>Bedürfnisse</strong> sind. Was könnte das z.B. sein?</p>
<h3>1. Vertrauen</h3>
<p>Was passiert, nachdem jemand einem Erwachsenen mitgeteilt hat, was Person X &#8222;Falsches&#8220; getan hat? In der, sage ich mal, konservativen Erziehung werden, nachdem ein Kind etwas scheinbar &#8222;Falsches&#8220; getan hat, Strafen verhängt.</p>
<p>Petzen werden also nicht als Unterstützung gesehen, als jemand, der einfach nur Hilfe durch einen Erwachsenen sucht, sondern als Verräter, die einen bei den Erwachsenen verpfeifen und wegen derer man dann bestraft wird. Petzen kann man demnach nicht (ver-)trauen &#8211; und gerade das ist ja für in Gemeinschaft lebenden Menschen wichtig, um sich <strong>sicher</strong> und <strong>geborgen</strong> zu fühlen. Kann also auch etwas mit <strong>Sicherheit</strong>, <strong>Schutz</strong> zu tun haben.</p>

<h3>2. Gesehen werden</h3>
<p>Wenn Erwachsene zu einer Situation dazu geholt werden, die sie nicht von Anfang an mitbekommen haben, können sie sich nur darauf verlassen, was ihnen von den Beteiligten erzählt wird. Ich als Erwachsene, die später hinzugeholt werde, oder auch die Mama von Olivers Freund, <strong>interpretieren</strong> die Situation also danach, was uns erzählt wird. Ich z.B. habe gar nicht gesehen, wie die anderen Jungs die Kinder geärgert haben, sondern habe nur gesehen, wie sich die Kinder unterhalten und wie dann der andere Junge von Olivers Freund zu Boden geworfen und getreten wurde.</p>
<p>Vielleicht hatte Olivers Freund Angst davor, dass sein Verhalten falsch interpretiert wird und er am Ende als der <strong>Böse</strong> da steht. &#8222;Du trittst einen am Boden liegenden Jungen? Was stimmt nicht mit dir? Du setzt dich jetzt so lange auf die Bank, bis ich sage, dass du wieder spielen gehen kannst.&#8220; &#8211; zum Beispiel. Dabei wollte er vielleicht einfach nur sich und seinen Freund, Oliver, vor den Jungs <strong>beschützen</strong>, von denen sie laut Aussage der Schwester geärgert wurden. Hier geht es also ums <strong>gesehen werden</strong>, richtig hinschauen und zuhören.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13491" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/11/Erwachsene-tröstet-Kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Selbstwirksamkeit</h3>
<p>Vielleicht wollen Kinder auch nicht, dass sich <strong>Erwachsene</strong> mit einmischen, weil sie ihre Probleme gerne selber austragen möchten. Sie möchten eigene Strategien zur <strong>Problembewältigung</strong> entwickeln. Es geht also eher darum, <strong>selbstwirksam</strong> zu sein, statt die Erwachsenen es nach ihren eigenen Vorstellungen lösen zu lassen. &#8222;Vertrau mir, dass ich diesen Streit auch selber lösen kann.&#8220; &#8211; da sind wir dann wieder beim Vertrauen. Vertrauen von der Schwester, dass man das auch ohne die Hilfe eines Erwachsenen schafft.</p>
<h3>4. Integrität</h3>
<p>Für manche Erwachsene mag ein &#8222;Ihr gebt euch jetzt die Hand und damit hat sich der Streit.&#8220; eine angemessene Lösung des <strong>Konflikts</strong> sein, für Kinder vielleicht aber nicht, vor allem, wenn sie merken, dass es keine von Herzen kommende Entschuldigung war. Sie möchten ihre Probleme also nach ihren eigenen Wertvorstellungen angehen, sie möchten sich <strong>integer</strong> verhalten.</p>

<h2>Empathie für beide Seiten</h2>
<p>Wenn ich mich so in Olivers Kumpel hineinversetze, dann bin ich plötzlich nicht mehr ärgerlich auf meine Schwester, ich bin stattdessen <strong>traurig</strong>, weil ich als großer Junge gesehen werden möchte, der seine Probleme ohne die Mama lösen kann. Ich wünsche mir, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, dass ich nicht als der Böse, sondern als der gesehen werde, der sich für seine Freunde einsetzt und sie beschützt. Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil ich gedacht habe, dass meine große Schwester hinter mir steht, zu mir hält.</p>
<p>Das sind natürlich jetzt alles nur Gedankenexperimente, die zutreffen könnten, aber nicht müssen. Ich finde solche <strong>Übungen</strong>, sich in andere hineinzuversetzen, aber sehr hilfreich, vor allem bei Streitereien. Auf diese Weise kann ich nun beide Seiten besser verstehen und ihr Verhalten <strong>nachvollziehen</strong>, was wiederum beim späteren Vermitteln zwischen beiden <strong>hilfreich</strong> ist.</p>
<p>Ich könnte also erstmal versuchen, <strong>herauszufinden</strong>, um was es dem Bruder und der Schwester ging, und Fragen stellen. &#8222;Hast du dir Sorgen um deinen kleinen Bruder gemacht, weil du gesehen hast, wie die Jungs ihn geärgert haben, und wolltest ihm helfen? Warst du unsicher, wie du dich bei diesem <strong>Streit</strong> verhalten kannst, und hast mich deshalb geholt?&#8220; Je nachdem, ob die Vermutung zutrifft oder eben auch nicht, führt man dann das Gespräch weiter.</p>
<p>Genau das Gleiche dann beim Bruder. &#8222;Hast du dich geärgert, weil du gedacht hast, dass deine Schwester dir nicht zutraut, den Streit allein zu schlichten? Wünschst du dir ihr Vertrauen, dass du die Sache selber regeln kannst? Hattest du Sorge, dass wir Erwachsenen euren Streit nach unseren Vorstellungen regeln? Ist es dir wichtig, selber zu entscheiden, was bei eurem Streit zu tun ist?&#8220;</p>
<p>Das sind wie gesagt alles nur Fragen, die man stellen könnte. Natürlich bombardiert man Kinder nicht gleich mit einem Haufen Fragen, sondern lässt sie ausreden und gibt dann wieder, was passiert ist. Die obigen <strong>Fragen</strong> dienen wirklich nur dazu, sich vorzustellen, was man in solchen Momenten sagen könnte.</p>
<p>Ich bin mir sicher, wenn wir es schaffen, uns in beide Seiten hineinzuversetzen und dann Vermutungen anstellen, ins Gespräch miteinander kommen, dass wir dann auf einem guten Weg sind, einander besser zu verstehen und Streitereien wie <strong>Missverständnisse</strong> aus der Welt zu schaffen.</p>
<p>Hast du noch ein paar Ideen, um was es beiden womöglich ging oder möchtest du selber mal von einem miterlebten Streit berichten? Dann erzähl mir gerne mehr davon unten in den Kommentaren.</p>
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		<title>Kind will keinen Sonnenhut tragen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 07:20:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit den heißen Tagen kommen auch wieder einige Herausforderungen auf uns Eltern zu, wenn unsere lieben Kleinen keinen Sonnenhut tragen wollen. Also was tun, wenn dein Baby oder dein Kind keine Mütze im Sommer tragen will? Hier sind ein paar Tipps für dich. Kind will keinen Sonnenhut tragen Einen Sonnenhut im Sommer zu tragen, wenn ... <a title="Kind will keinen Sonnenhut tragen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-keinen-sonnenhut-tragen/" aria-label="Mehr zu Kind will keinen Sonnenhut tragen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den heißen Tagen kommen auch wieder einige Herausforderungen auf uns Eltern zu, wenn unsere lieben Kleinen keinen <strong>Sonnenhut</strong> tragen wollen.</p>
<p>Also was tun, wenn dein Baby oder dein Kind keine Mütze im Sommer tragen will? Hier sind ein paar <strong>Tipps</strong> für dich.</p>
<p><span id="more-9910"></span></p>
<h2>Kind will keinen Sonnenhut tragen</h2>
<p>Einen Sonnenhut im Sommer zu tragen, wenn die Sonne nur so herunterballert, ist durchaus sinnvoll. Mit einem Sonnenhut mit Nackenschutz, Ohrenschutz, breiter Krempe, dem aktuellen Testergebnis und einem UV-schützenden Stoff hast du den besten <strong>Sonnenschutz</strong> für den Kopf deines Kindes ausgewählt, den der Markt zu bieten hat.</p>
<p>Nur leider sehen unsere Babys (verständlicherweise), aber auch unsere älteren Kinder so gar keinen Sinn im Tragen von Sonnenhüten oder <strong>Mützen</strong>. Kurz, nachdem du deinem Kind &#8211; verantwortungsbewusst wie du bist &#8211; die Kappe aufsetzt, fliegt sie kurzerhand durch die Gegend.</p>
<p>Ja, da kann man lang und breit erklären, wozu so ein Sonnenhut gut ist. Doch was ein Sonnenbrand oder gar ein <strong>Sonnenstich</strong> für furchtbare Schmerzen verursacht, wissen die Kleinen eben nicht &#8211; zum Glück. Und so soll es auch bleiben. Trotzdem landet das Mützchen überall, nur nicht auf dem Kopf deines kleinen Sonnenscheins.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-9953" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mein-kind-will-keinen-sonnenhut-tragen-9-ultimative-tipps.jpg" alt="Mein Kind will keinen Sonnenhut tragen - 9 ultimative Tipps | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mein-kind-will-keinen-sonnenhut-tragen-9-ultimative-tipps.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mein-kind-will-keinen-sonnenhut-tragen-9-ultimative-tipps-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mein-kind-will-keinen-sonnenhut-tragen-9-ultimative-tipps-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Sechs Tipps, wenn dein Baby/Kind keine Mütze tragen will</h2>
<p>Auch wir hatten das Problem, dass der Sonnenhut durch die Gegend geschmissen wurde. In der Zeit war bei uns Folgendes hilfreich:</p>
<h3>1. Ruhe und Geduld</h3>
<p>Landete die Babymütze im Gebüsch, haben wir <strong>kein großes Trara</strong> gemacht. Aufheben, einpacken, weiter geht’s. Wir mussten dann nur darauf achten, dass Oliver solange im Schatten lief bzw. wir ihm <strong>Schatten</strong> spendeten.</p>
<h3>2. Immer wieder anbieten</h3>
<p>Wenn sich Oliver seine Sommermütze vom Kopf zog, machten wir wie gesagt kein großes Trara. &#8222;Oh, ich sehe, du hast deine Mütze abgenommen. Willst du sie nicht mehr <strong>tragen</strong>? Dann gib sie mir, ich pack sie ein.&#8220;</p>
<p>Nach einer Weile boten wir an, ihm wieder die Mütze aufzusetzen, und erklärten, weshalb er die braucht. Weil sie seine Haut vor der Sonne schützt, so bekommt er keinen <strong>Sonnenbrand</strong>. In 99% der Fälle war es dann ok für ihn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9931" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-mit-matsch.jpg" alt="Kind spielt mit Matsch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-mit-matsch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-mit-matsch-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn das bei deinen Kindern auch der Fall sein sollte, dann ist stete <strong>Wiederholung</strong> wichtig, allerdings solltest du es damit auch nicht übertreiben, sonst nervt es nur.</p>
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<h3>3. Formulier es anders</h3>
<p>Manchmal hilft auch ein kleiner Griff in die <strong>Trickkiste</strong>: Formulier es einfach anders. Statt zu fragen:&#8220;Möchtest du eine Mütze aufsetzen?&#8220;, auf die dein Kind mit Ja, aber auch mit Nein antworten kann, stellst du deinem Kind eine <strong>Auswahlmöglichkeit</strong> vor:&#8220;Möchtest du deinen Blümchen Sonnenhut tragen oder lieber den mit der Schildkröte?&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9935" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-schneidet-mit-plastikmesser-durch-sandform.jpg" alt="Kind schneidet mit Plastikmesser durch Sandform" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-schneidet-mit-plastikmesser-durch-sandform.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-schneidet-mit-plastikmesser-durch-sandform-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>4. Vorbildfunktion</h3>
<p>Sei wie immer <strong>Vorbild</strong> und leg dir auch einen tollen <a href="http://amzn.to/2sMawAz" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Sonnenhut</a>* zu. Wenn DU einen trägst, wird dein Kind mit Sicherheit auch ganz schnell so einen coolen <strong>Hut</strong> haben wollen.</p>
<h3>5. Geschmackssache</h3>
<p>Ganz klassisch: Deinem Kind gefällt die <strong>Kopfbedeckung</strong> schlichtweg nicht oder sie ist vom Stoff <strong>unbequem</strong>, kratzt oder ist eventuell zu eng. Manche Kinder mögen auch überhaupt keine Nähte, so wie es manche bei den Socken nicht ausstehen können. Einige Kinder können trotz ihres jungen Alters schon ganz genau sagen, was sie daran stört.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5719" src="https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?resize=680%2C430&amp;ssl=1" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" srcset="https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?w=680&amp;ssl=1 680w, https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?resize=400%2C253&amp;ssl=1 400w, https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?resize=30%2C19&amp;ssl=1 30w" alt="Sommertipps für Familien mit Baby und Kind - Kind trägt Sonnenhut" width="680" height="430" data-attachment-id="5719" data-permalink="https://www.milchtropfen.de/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut/#main" data-orig-file="https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?fit=680%2C430&amp;ssl=1" data-orig-size="680,430" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Sommertipps für Familien mit Baby und Kind – Kind trägt Sonnenhut" data-image-description="" data-medium-file="https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?fit=400%2C253&amp;ssl=1" data-large-file="https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?fit=645%2C430&amp;ssl=1" data-jpibfi-post-excerpt="" data-jpibfi-post-url="https://www.milchtropfen.de/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind/" data-jpibfi-post-title="Sommertipps für Familien mit Baby und Kind" data-jpibfi-src="https://i1.wp.com/www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/sommertipps-fuer-familien-mit-baby-und-kind-kind-traegt-sonnenhut.jpg?resize=680%2C430&amp;ssl=1" data-jpibfi-indexer="0" /></p>
<p>Die einfachste Lösung: Geht gemeinsam einen Kinderhut besorgen, aber lass dein <strong>Kind entscheiden</strong>, welcher ihr/ihm gefällt. Vielleicht findet dein Kind es stattdessen angenehmer, ein luftiges <strong>Kopftuch</strong> zu tragen, probiert es aus.</p>
<h3>6. Blick hinter das Verhalten</h3>
<p>Dieser <strong>Tipp</strong> ist eher für ruhigere Minuten gedacht, was ihn aber nicht weniger wichtig macht.</p>
<p>Wenn du den Tag nochmal Revue passieren lässt, fällt dir da irgendwas auf, was das Problem mit dem <strong>Mützentragen</strong> erklären könnte? Ist da eine Erkältung im Anmarsch und dein Kind ist mies drauf? Hattet ihr Streit? Hat dein Kind an diesem Tag oft zurückstecken oder Verbote hören müssen? Hast du es gerade von der Kita abgeholt und merkst, es hatte einen anstrengenden Tag? Wollte es mit diesem Nein zum Hütetragen auch mal was für sich bestimmen, selbstwirksam sein? Bist du momentan gerade sehr angespannt und gestresst?</p>
<p>All das können Anzeichen dafür sein, dass hinter dem <strong>Mützenstreik</strong> mehr liegt, als es anfangs vermuten lässt. Wenn du den wahren Grund gefunden hast, kannst du anfangen, dich darum zu kümmern. Womöglich wird sich das Problem mit dem Kopfschutz von ganz allein auflösen.</p>

<h2>Kind austricksen? Nein.</h2>
<p>Einige Kindermützen haben Schnüre, was durchaus <strong>praktisch</strong> sein kann, damit das Ding bei Wind nicht vom Kopf fliegt.</p>
<p>Einige kaufen sie aber nur, damit das Kind sie sich nicht vom Kopf ziehen kann, weil es den <strong>Knoten</strong> nicht aufbekommt. Und das ist ein ziemlich übergriffiges Verhalten, beinahe schon hinterlistig.</p>
<p>Stell dir vor, du wärst dieses Kind, dich würde etwas auf dem Kopf stören, du willst es weghaben, aber es funktioniert nicht, du bekommst es nicht vom Kopf. Du würdest ganz sicher unheimlich wütend werden, vielleicht auch verzweifelt, weil du unbedingt dieses lästige Teil abhaben willst, es aber nicht klappt. Die einzigen, die dir helfen könnten, wären deine Eltern. Aber die stehen einfach nur da und helfen nicht. Wie traurig und verzweifelt muss sich ein Baby in dieser Situation fühlen?</p>
<p>Natürlich kannst du deinem Kind einen Hut mit <strong>Schnüren</strong> kaufen, aber wenn es dir zu verstehen gibt, dass es den jetzt nicht mehr tragen will, dann solltest du ihm dabei helfen. Hat dein Kind erst einmal eine negative Erfahrung mit Kopfbedeckungen gemacht, wird es schwer, es davon zu überzeugen, wieder welche zu tragen, denn auch im Herbst und Winter brauchen wir Mützen, wenn uns die Ohren nicht abfallen sollen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9930" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-mit-dicker-muetze-und-sonnenbrille.jpg" alt="Kind mit dicker Mütze und Sonnenbrille" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-mit-dicker-muetze-und-sonnenbrille.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-mit-dicker-muetze-und-sonnenbrille-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Wenn gar nichts hilft &#8211; Drei Tipps</h2>
<p>Das Wichtigste bei diesem Thema, finde ich, ist, unseren Kindern die <strong>Freiheit</strong> darüber zu lassen, ob sie nun eine Sommermütze tragen wollen oder nicht.</p>
<p>Natürlich ist es an uns, für die <strong>Gesundheit</strong> unserer Kinder zu sorgen. Wenn dein/e Kleine/r bei gleißender Sonne partout keinen Hut aufsetzen will und du schon sämtliche Möglichkeiten ausprobiert hast &#8211; vom wiederholten Erklären und Aufsetzen bis hin zur Shoppingtour durch die Kleiderabteilung für Kinder &#8211; dann ist es wichtig, dass dein Kind draußen nicht einen Sonnenbrand oder sogar einen Sonnenstich erleidet.</p>
<p>Was also kannst du tun, wenn wirklich gar nichts hilft?</p>
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<h3>1. Meide die Mittagssonne</h3>
<p>Zwischen 11 und 15 Uhr solltest du die pralle Sonne mit deinem Kind gänzlich <strong>meiden</strong>. Die <strong>Sonne</strong> ballert währenddessen dermaßen runter, dass es keinen Spaß macht und zu <strong>gefährlich</strong> ist, selbst, wenn es bewölkt sein sollte. Noch dazu ohne Sonnenmütze. Deshalb halte dich in dieser Zeit mit deiner/m Kleinen lieber drinnen auf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9934" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-drueckt-farbe-aus-farbtube-in-ein-glas.jpg" alt="Kind drückt Farbe aus Farbtube in ein Glas" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-drueckt-farbe-aus-farbtube-in-ein-glas.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-drueckt-farbe-aus-farbtube-in-ein-glas-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2. Keine direkte Sonne</h3>
<p>Wenn ihr nach draußen geht, solltest du mit deinem Baby/Kind <strong>schattige Plätze</strong> aufsuchen bzw. für Schatten sorgen. Hierbei kann dir z.B. ein Sonnensegel, ein Sonnenschirm oder eine Strandmuschel behilflich sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9929" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-im-schatten-auf-der-wippe.jpg" alt="Kind im Schatten auf der Wippe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-im-schatten-auf-der-wippe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-im-schatten-auf-der-wippe-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Lieber kurz als gar nicht raus</h3>
<p>Klar ist natürlich auch: Wenn dein Kind momentan überhaupt keine Mütze o.ä. anziehen will, dass ihr euch auch nicht stundenlang draußen aufhaltet.</p>
<p>An sich ist es <strong>förderlich</strong>, Kinder je nach Hauttyp für <strong>kurze Zeit ohne Sonnenschutz</strong> zu lassen, damit Vitamin D gebildet werden kann. Auch Kinderhaut verfügt über einen Eigenschutz, welcher allerdings mit den Jahren noch weiter ausreift. Oliver ist beispielsweise <a href="https://www.kinder.de/reisen-freizeit/themen-urlaub/urlaub-im-sommer/welcher-hauttyp-ist-mein-kind/" target="_blank" rel="noopener">Hauttyp Eins</a> und extrem sonnenempfindlich: Helle Haut, rötliche Haare, blaue Augen. Seine Haut hat eine Eigenschutzzeit von 5 bis max. 10 min. Würde er länger ohne Sonnenschutz draußen herumlaufen, würden Symptome des Sonnenbrands auftreten.</p>
<p>Wenn dein Kind also ein/e Mützenverweigerer/in ist, dann könnt ihr euch eben nicht so lange draußen in der Sonne aufhalten, weil ihr euch sonst der Gefahr eines Sonnenbrands oder Sonnenstichs aussetzen würdet. Aber dass ihr überhaupt rauskommt, wenn auch nicht so lange, ist echt wichtig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9936" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-auf-wasserspielplatz.jpg" alt="Kind spielt auf Wasserspielplatz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-auf-wasserspielplatz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-auf-wasserspielplatz-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Belohnen, bestrafen? Nein.</h2>
<p>Vermeide es, deinem Kind zu drohen, dass es nicht raus darf, kein Eis bekommt (oder was auch immer dir als Strafe durch den Kopf schwebt), wenn es seine Mütze nicht aufsetzt. Es mag wie eine logische <strong>Konsequenz</strong> aussehen, ist es aber nicht. Es wäre eine künstlich erschaffene Konsequenz. Eine natürliche Konsequenz, dass dein Kind ohne Mütze in die Sonne geht, wäre, dass es einen Sonnenbrand bekommt. Ich will damit nicht sagen, dass dein Kind diese Erfahrung machen soll, sondern dir an dieser Stelle nur verdeutlichen, was eine natürliche Konsequenz ist.</p>
<p>Ich persönlich lehne solche Methoden ab, um mein Kind zu etwas zu bewegen, das ich von ihm will, was es selber aber nicht will. Denn, wenn ich meinem Kind sage:&#8220;Wenn du deinen Sommerhut nicht trägst, darfst du nicht raus.&#8220;, ist eine <strong>Strategie</strong>, um Angst und Unwohlsein auszulösen. Mein Kind würde sich vielleicht den Hut aufsetzen, um dieser Strafe, nicht nach draußen zu dürfen, zu entgehen. Gelernt hat es aber nicht, dass Hüte unseren Kopf vor Schäden und Schmerzen bewahren. Stattdessen hätte es gelernt: &#8222;Erwachsene haben Macht über mich. Erwachsene können über mich und meinen Köper bestimmen. Was ich fühle und was ich will, ist egal, unwichtig und zählt nicht. Ich bin nicht wichtig. Um jemanden zu etwas zu bewegen, muss man drohen, erpressen, <strong>bestrafen</strong>.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9932" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/vater-und-kind-balancieren-auf-mauer-an-der-ostsee.jpg" alt="Vater und Kind balancieren auf Mauer an der Ostsee" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/vater-und-kind-balancieren-auf-mauer-an-der-ostsee.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/vater-und-kind-balancieren-auf-mauer-an-der-ostsee-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Stellst du deinem Kind hingegen eine <strong>Belohnung</strong> fürs Mützetragen in Aussicht, ist dies ebenso eine reine Form der <strong>Manipulation</strong>. Du bestichst dein Kind mit etwas, um ein von dir erwünschtes Verhalten zu sehen, nämlich, dass es seinen Sonnenhut trägt. Dein Kind <strong>lernt</strong> auch hier nicht, aus welchem Grund es den anziehen soll. Stattdessen prägt es sich ein: Ich bekomme Süßes (oder was auch immer du als Belohnung einsetzt), wenn ich meine Mütze aufsetze.</p>
<p>Ich denke, das Ziel wäre weit verfehlt, denn wir wollen doch, dass unsere Kinder unseren Bitten aus <strong>freien Stücken</strong> nachkommen, und nicht, weil sie Angst vor Bestrafung haben oder als Gegenleistung eine Belohnung erwarten.</p>
<p>Es mag uns verlockend erscheinen, unsere Kinder mit solch einfachen Methoden durchs Leben zu lenken, aber was für Folgen ergeben sich daraus auf lange Sicht gesehen?</p>
<div id='c5981_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Fazit</h2>
<p>Dein <strong>Baby</strong> reißt sich ständig den Sonnenhut vom Kopf. Liegt es wirklich daran, dass der Hut nicht gefällt oder unbequem ist?</p>
<p>Anfangs mag es ein völlig triviales Thema sein, doch hinter dem <strong>Verhalten</strong> unserer Kinder steckt meist mehr, als wir zunächst annehmen.</p>
<p>Deine Aufgabe ist es, herauszufinden, was tatsächlich dahinter steckt, dass dein Kind nicht auf deinen Rat, einen Sonnenschutz zu tragen, hört. &#8222;Denn Kinder machen nie etwas gegen uns, sondern lediglich etwas für sich, nur deuten wir dieses Verhalten schlichtweg falsch. Wir denken dann, unsere Kinder wollen uns auf der Nase herumtanzen, da müssen sie jetzt durch, das ist die Trotzphase.&#8220; Aber Kinder sind keine manipulativen, kleinen Erwachsenen, ihr Verhalten hat stets einen <strong>Grund</strong> und den gilt es herauszufinden.</p>
<p>Bis du das herausgefunden und lösen kannst, ist es wichtig, dass du dein Kind schützt. Meidet die Sonne, geht sehr früh oder erst spät nach draußen, um die Mittagssonne zu meiden, bewegt euch stets im Schatten, haltet euch draußen auf, aber dann eben lieber kürzer als länger.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9937" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-im-schatten-eines-baumes.jpg" alt="Kind spielt im Schatten eines Baumes" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-im-schatten-eines-baumes.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-spielt-im-schatten-eines-baumes-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gib deinem Kind die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob es nun eine Kopfbedeckung tragen möchte oder nicht. Du kannst es immer wieder anbieten, erklären, als Vorbild dienen, ruhig und geduldig reagieren, wenn das Kleidungsstück wieder und wieder durch die Luft fliegt, du kannst ihm <strong>Alternativen</strong> anbieten.</p>
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<p>Was du vermeiden solltest, sind Belohnungen (&#8222;Dann kriegst du auch ein Eis.&#8220;), <strong>Erpressungen</strong> (&#8222;Dann hab ich dich nicht mehr lieb. Dann bin ich ganz traurig.&#8220;) und <strong>Bestrafungen</strong> (&#8222;Dann bekommst du kein Eis.&#8220;), denn sie mögen im ersten Moment funktionieren, doch stell dir stets die Frage, was dein Kind durch solche Botschaften lernt und was für langfristige Folgen diese Art der <strong>Problemlösung</strong> sein könnte. Was bringst du deinem Kind für sich, sein Leben, seine Umgebung und Mitmenschen bei, wenn du es nicht so annimmst, wie es ist und an ihm herummanipulierst, bis es macht, was du von ihm willst?</p>
<p>Wie gesagt, es mag ein banales Thema sein, doch wie wir mit unseren Kindern auch in solch banalen Situationen umgehen, kann erhebliche Auswirkungen auf ihr Denken und Handeln haben.<br />
</p>
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		<title>&#8222;Blöde Mama.&#8220;</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/bloede-mama/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 07:00:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Blöde Mama.&#8220; &#8211; diesen Satz wollte ich niemals im Leben aus dem Mund meines Kindes hören, spricht es doch dafür, dass ich eine schlechte Mutter bin, mein Kind mich nicht liebt usw. Doch was geschah, als ich ohne Vorwarnung eines Tages doch diesen Spruch an den Kopf geknallt bekam? Blöde Mama &#8211; Wie es geschah ... <a title="&#8222;Blöde Mama.&#8220;" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/bloede-mama/" aria-label="Mehr zu &#8222;Blöde Mama.&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Blöde Mama.&#8220; &#8211; diesen Satz wollte ich niemals im Leben aus dem Mund meines Kindes hören, spricht es doch dafür, dass ich eine <strong>schlechte Mutter</strong> bin, mein Kind mich nicht liebt usw.</p>
<p>Doch was geschah, als ich ohne Vorwarnung eines Tages doch diesen Spruch an den Kopf geknallt bekam?</p>
<p><span id="more-7686"></span><div id='c4139_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Blöde Mama &#8211; Wie es geschah</h2>
<p>Du denkst, ein &#8222;Blöde Mama.&#8220; muss zwangsläufig mit einem vorangegangenen <strong>Verbot</strong> oder <strong>Streit</strong> beginnen? Nein, nicht unbedingt. Mich beispielsweise hat es eiskalt erwischt.</p>
<p>Ich saß mit Oliver auf der Couch, eingemummelt in Decken und Kissen und schaute mit ihm eine Folge seiner aktuellen Lieblingsserie.</p>
<p>Oben auf der Couch lag ein anderes, unbenutztes Tablet, das ich mir schnappen wollte. Das fand mein Sohn aus irgendeinem Grund <strong>doof</strong>, was er mir auch zu verstehen gab. Er wollte es haben. Ich gab es ihm daraufhin; wollte ich doch herausfinden, was er nun damit vorhatte, und warum ich es seiner Meinung nach nicht bekommen durfte.</p>
<p>Er hält das Tablet in seinen Händen und schaut etwas verstimmt drein und blubbert mir dann ins Gesicht:&#8220;<strong>Blöde Mama</strong>.&#8220;</p>
<p>Und ich steh da, wie erstarrt, und bekomme plötzlich jenen Satz an den Kopf geknallt, den ich nie, nie, niemals hören wollte.</p>
<p>Während ich also noch stumm vor mich hin starre, kommt mein Mann, der das &#8222;Blöde Mama.&#8220; mitbekommen hat, zu mir, um mich zu trösten. &#8222;Oliver, das ist nicht nett, wenn du sowas sagst.&#8220;, beginnt er. Ich unterbreche ihn. &#8222;Schon gut. Ich weiß, dass er es nicht so gemeint hat.&#8220;, höre ich mich sagen. Aber ehrlich gesagt, war ich mir da gar nicht so sicher.</p>
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<h2>Was denke ich?</h2>
<p>Ich lasse den Vorfall unkommentiert und grübel nach. Was <strong>stört</strong> mich so an dem Satz? An sich stört mich an dem Satz erst mal nichts.</p>
<p>Was ich hingegen darüber <strong>denke</strong>, stört mich.</p>
<p>Wenn mein Sohn zu mir &#8222;Blöde Mama.&#8220; sagt, dann denke ich, es bedeutet im Umkehrschluss:</p>
<p>1. Mein Kind <strong>liebt mich nicht</strong>.<br />
2. Mein Kind ist <strong>respektlos</strong> mir gegenüber.<br />
3. Mein Kind ist <strong>undankbar</strong>.<br />
4. Ich bin eine <strong>schlechte</strong> Mutter.<br />
5. Ich habe etwas falsch gemacht.<br />
6. Ich bin <strong>falsch</strong>.</p>
<p>Vor Kurzem hörte ich das <a href="http://amzn.to/2xxCRdG" target="_blank" rel="nofollow noopener">Hörbuch von Byron Katie &#8222;Lieben was ist.&#8220;</a>*.</p>
<p>Wenn du von Byron Katie bisher nichts gehört hast, hier ein paar Infos: Byron Katie ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und hatte jahrelang schwere Depressionen, war alkoholabhängig, litt unter Esssucht und Alkoholismus, war nikotin- und medikamentenabhängig und gewalttätig.</p>
<p>Therapien brachten nie den gewünschten Erfolg, bis Katie (wie sie von allen genannt wird) aus sich heraus einen Weg aus der <strong>Krise</strong> findet. Plötzlich kommen unzählige Menschen zu ihr und bitten sie um Rat, was ihr geholfen hat und ob sie ihnen auch helfen könne. Seitdem vermittelt Katie ihre Methode &#8222;<strong>The Work</strong>&#8220; in Büchern, Workshops und Vorträgen.</p>
<p>&#8222;The Work&#8220; funktioniert ziemlich einfach und kann mit einem <a href="http://thework.com/sites/thework/deutsch/downloads/Arbeitsblatt_UntersucheEineUberzeugung.pdf" target="_blank" rel="noopener">Arbeitsblatt</a> überall angewandt werden.</p>
<h2>The Work</h2>
<p>Ich versuchte nun mithilfe dieses Arbeitsblattes meine <strong>Glaubenssätze</strong> zu untersuchen. Beginnen wir mit dem ersten: &#8222;Mein Kind liebt mich nicht.&#8220;</p>
<h3>1. Frage: Ist das wahr?</h3>
<p>Das konnte ich ohne mit der Wimper zu zucken mit einem klaren &#8222;Nein.&#8220; beantworten. Mein Sohn liebt mich. Das zeigt er mir so oft. Daran bestand kein Zweifel.</p>
<p>Laut Arbeitsblatt sollte ich bei einem &#8222;Nein.&#8220; die 2. Frage überspringen und zur 3. Frage übergehen.</p>
<h3>3. Frage: Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?</h3>
<p>Ich erstarre und ziehe mich zurück.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7696" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-sitzt-traurig-am-fenster.jpg" alt="Frau sitzt traurig am Fenster" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-sitzt-traurig-am-fenster.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-sitzt-traurig-am-fenster-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>a) Bringt dieser Gedanke Frieden oder Stress in dein Leben?</strong></p>
<p>Stress.</p>
<p><strong>b) Welche Bilder aus der Vergangenheit und der Zukunft siehst du, und welche körperlichen Empfindungen tauchen auf, wenn du diesen Gedanken denkst und Zeuge dieser Bilder wirst?</strong></p>
<p>Ich fühle mich verletzt wie ein kleines Kind. Und dieses Kind weiß sich nicht anders zu helfen, als Gleiches mit Gleichem zu <strong>vergelten</strong>. Es will, dass sein Gegenüber genau so <strong>verletzt</strong> wird wie es selbst.</p>
<p>Ich denke zurück an meine Kindheit, in der ich nicht verstanden wurde. Ich suchte nach Nähe und bekam nur Einsamkeit, sowohl körperlich als auch seelisch. Ich wurde bestraft, wenn ich falsch war. Ich musste mich verstellen, um geliebt zu werden.</p>
<p>Blicke ich in die Zukunft, sehe ich meinen Sohn und mich, wie wir uns nicht mehr verstehen und uns immer weiter voneinander <strong>entfernen</strong>. So, wie es mir mit meinen Eltern ergeht.</p>
<p>Bei diesem Gedanken zieht sich in mir alles zusammen. Schnürt mir den Hals zu. Der Gedanke schmerzt im Herzen.</p>

<p><strong>c) Welche Gefühle tauchen auf, wenn du diesen Gedanken glaubst?</strong></p>
<p>Da viele es nicht gelernt haben, ihre Gefühle zu benennen, gibt es eine passende <a href="http://thework.com/sites/thework/deutsch/downloads/emotions_list_german.pdf" target="_blank" rel="noopener">Liste von Gefühlen</a>.</p>
<ul>
<li>einsam</li>
<li>traurig</li>
<li>verletzt</li>
<li>mutlos</li>
<li>niedergeschlagen</li>
<li>gelähmt</li>
<li>bedrückt</li>
</ul>
<p><strong>d) Beginnen sich Zwänge und Süchte zu zeigen, wenn du den Gedanken glaubst? (Lebst du sie mit einem der folgenden Dinge aus: Alkohol, Drogen, Einkaufen, Essen, Sex, Fernsehen, Computer?)</strong></p>
<p>Ich esse dann gern etwas (meistens Süßes), um runterzukommen und mich besser zu fühlen. Ich greife zu meinem Telefon und geh ins Internet, auf Facebook, Amazon. Auf Facebook lese ich und kommentiere Beiträge. Auf Amazon suche ich mir Sachen aus, kaufe sie aber nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7690" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-hoert-etwas-ueber-kopfhoerer.jpg" alt="Frau hört etwas über Kopfhörer" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-hoert-etwas-ueber-kopfhoerer.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/frau-hoert-etwas-ueber-kopfhoerer-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>e) Wie behandelst du die Person in dieser Situation, wenn du den Gedanken glaubst? Wie behandelst du andere Menschen und dich selbst?</strong></p>
<p>Ich <strong>distanziere</strong> mich von ihm. Ziehe mich zurück. Ich kann ihm dann schwer &#8222;vergeben&#8220;, z.B. wenn er kurz darauf gestillt werden will.</p>
<p>Ich weise andere Menschen zurück. Ich will dann selber keine Nähe geben und stoße andere Menschen von mir, z.B. meinen Mann, der mich nur trösten und mir Halt geben will.</p>
<h3>4. Frage: Wer wärst du ohne den Gedanken? Wer oder was bist du ohne den Gedanken?</h3>
<p>Ich wäre <strong>frei</strong>. Würde mein Kind so nehmen wie es ist und wie es sich gerade fühlt. Ich könnte <strong>lockerer</strong> und <strong>entspannter</strong> mit Sätzen wie &#8222;Blöde Mama.&#8220; umgehen, könnte sie leichter nehmen.</p>
<div id='c5088_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>Kehre den Gedanken um.</h3>
<p>Aus &#8222;Mein Kind liebt mich nicht&#8220; wird in der <strong>Umkehrung</strong>:</p>
<ol>
<li>Mein Kind liebt mich.</li>
<li>Ich liebe mich nicht.</li>
<li>Ich liebe mein Kind nicht.</li>
</ol>
<h3>Finde dann mindestens drei konkrete, echte Beispiele, wie jede Umkehrung in dieser Situation für dich wahr ist.</h3>
<p><strong>1. Mein Kind liebt mich.</strong></p>
<ul>
<li>Er umarmt und küsst mich, kuschelt mit mir und sucht meine Nähe von sich aus.</li>
<li>Er lacht mit mir und lächelt mich an.</li>
<li>Er teilt sein liebstes Spielzeug, Essen und Trinken mit mir.</li>
<li>Er erzählt und zeigt mir Dinge, die ihm wichtig sind, die ihm gefallen.</li>
<li>Er spielt gern mit mir.</li>
<li>Er lässt sich von mir trösten und sucht auch bei Kummer meine Nähe.</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7694" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-kuschelt-sich-an-seine-mama.jpg" alt="Kind kuschelt sich an seine Mama" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-kuschelt-sich-an-seine-mama.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-kuschelt-sich-an-seine-mama-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>2. Ich liebe mich nicht.</strong></p>
<ul>
<li>Ich <strong>bestrafe</strong> mich selbst. Beispiel: Mein Mann macht sich Stullen und ich frage ihn, ob ich mal abbeißen kann. Er zieht eine Schnute und schaut auf seine Stulle. Ich verstehe das so, dass er sie nicht gern teilen will und ziehe meine Bitte zickig zurück. Mein Mann bietet mir jetzt seine Stulle an. Ich bleibe stur und will seine Stulle nicht mehr, obwohl ich eigentlich gern reingebissen hätte.</li>
<li>Ich mag meinen <strong>Körper</strong> nicht und finde mich zu dick.</li>
<li>Ich mag meine zurückhaltende, schüchterne <strong>Art</strong> nicht. Ich mag nicht, dass ich meiner Mutter nicht meine Meinung sagen kann, ohne in Tränen auszubrechen. Ich mag meine weinerliche Seite nicht. Ich mag meine schwache Seite nicht. Ich mag meine Unselbstständigkeit nicht. Ich hasse es, dass mir die Meinung anderer Leute immer noch wichtig ist und mich in meinem Handeln einschränkt.</li>
<li>Ich lasse über mich <strong>bestimmen</strong> und stehe nicht für meine <strong>Bedürfnisse</strong> ein. Beispielsweise, wenn wir eine lange Autofahrt machen und ich fahre, frage ich, ob wir jetzt Pause machen, obwohl mir schon der Hintern weh tut. Sagt mein Mann:&#8220;Lass uns weiterfahren, Oliver schläft.&#8220;, übergehe ich mein Bedürfnis nach frischer Luft, Beine vertreten, Toilettenbesuch, Gedanken baumeln lassen, Essen/Trinken, allgemein Verschnaufen, weil ich weiterfahre.</li>
</ul>

<p><strong>3. Ich liebe mein Kind nicht.</strong></p>
<ul>
<li>Ich habe <strong>gemeckert</strong>, als er in der Beikostzeit das Essen ständig auf den Boden beförderte oder als er ständig überallhin pullerte, nur nicht ins Töpfchen, und mir stolz zeigte, wo er hingepinkelt hatte.</li>
<li>Ich bin furchtbar <strong>wütend</strong>, wenn er mir weh getan hat (körperlich) und mecker ihn an.</li>
<li>Wenn er mir weh getan hat (körperlich), tu ich ihm seelisch weh. Ich gehe auf Abstand, verbiete ihm das Stillen. Ich mecker mit ihm. Bin zornig und aggressiv in meiner Sprache.</li>
<li>Ich reagiere <strong>genervt</strong>, wenn er beim Stillen ständig die Seiten wechseln will.</li>
<li>Ich will nicht mit ihm spielen und Zeit verbringen, sondern was für mich machen. Allein baden, Beiträge schreiben, ein Buch lesen, aufräumen, Sport machen, einkaufen, raus an die frische Luft gehen.</li>
</ul>
<p>Das war ein hartes Stück Arbeit für mich und hat mich viel <strong>Überwindung</strong> gekostet. Gerade beim Part &#8222;Ich liebe mich nicht&#8220; und &#8222;Ich liebe mein Kind nicht&#8220; habe ich lange gebraucht. Aber es ist meine Wahrheit.</p>
<p>Und so ging ich jeden Glaubenssatz, der mir mit &#8222;Blöde Mama&#8220; einfiel, durch und bearbeitete diesen mithilfe des Arbeitsblattes.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7692" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/person-schreibt-etwas-auf-ein-blatt-papier.jpg" alt="Person schreibt etwas auf ein Blatt Papier" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/person-schreibt-etwas-auf-ein-blatt-papier.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/person-schreibt-etwas-auf-ein-blatt-papier-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Am Ende fiel mir auf:</p>
<p>Es ist nicht das &#8222;Blöde Mama.&#8220;, das mich so geschockt hatte; es war mein <strong>Denken</strong> über diesen Satz. Darüber, was es angeblich bedeutet, wenn mein Kind mich blöde Mama nennt.</p>
<p>Im Nachhinein bin ich <strong>froh</strong>, dass mein Sohn das zu mir gesagt hat &#8211; obwohl ich immer noch nicht verstanden habe, weshalb genau er es tat. Woher es überhaupt kam.</p>
<p>Hatte er es aus einer seiner Kinderserien gehört und kopiert? Hatte er es irgendwo anders, z.B draußen auf dem Spielplatz bei anderen Kindern mitbekommen und übernommen? Wollte er diesen Satz auch mal sagen? Einfach mal ausprobieren, was für eine Reaktion er damit erzeugt? Ging es um Aktion-Reaktion? Oder darum, seinen Ärger darüber auszudrücken, dass ich einfach so das fein säuberlich auf der Couch drapierte Tablet gemopst hatte?<br />
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<h2>Wie gehe ich zukünftig mit einem &#8222;Blöde Mama.&#8220; um?</h2>
<p>Wie dem auch sei: Ich bin dabei, meine <strong>Gedanken</strong> zu überprüfen und mich der <strong>Wahrheit</strong> zu nähern. Sollte ich wieder das &#8222;Blöde Mama.&#8220; hören, dann kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich mich sogar darauf freue.</p>
<p>Ich freue mich auf ein &#8222;Blöde Mama.&#8220;, weil mein Sohn anscheinend keine <strong>Angst</strong> davor hat, mir solch einen Spruch ins Gesicht zu sagen. Er kann mir offen und ehrlich seine Meinung sagen, ohne eine Strafe befürchten zu müssen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7695" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-will-mit-mamas-strohhalm-trinken.jpg" alt="Kind will mit Mamas Strohhalm trinken" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-will-mit-mamas-strohhalm-trinken.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-will-mit-mamas-strohhalm-trinken-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich freue mich auf ein &#8222;Blöde Mama.&#8220;, weil es bedeutet, dass mein Sohn Kontakt bei mir sucht. Er will mir etwas mitteilen. Vielleicht, dass irgendein Verhalten von mir ihn stört. Es ist gut, das zu hören, denn dann habe ich die Möglichkeit, mit meinem Kind über seine Gedanken und Gefühle zu reden. Aber auch, in mich zu gehen und mein Verhalten wieder einmal zu <strong>reflektieren</strong>, damit ich es in Zukunft anders handhaben kann.</p>
<p>Ich bin froh, dass ich Byron Katie&#8217;s &#8222;The Work&#8220; kennen und daraus lernen konnte. Es hilft mir heute wie auch morgen, meine Glaubenssätze zu <strong>überprüfen</strong> und an mir zu arbeiten.</p>
<p>Konnte ich dich ein wenig für &#8222;The Work&#8220; begeistern? Dann schau doch mal in <a href="http://amzn.to/2zYkdgU" target="_blank" rel="nofollow noopener">Byron Katie&#8217;s Bücherliste</a>*. Vielleicht findest du dort ein passendes Buch für dich und kannst damit anfangen, deine Glaubenssätze zu überprüfen.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/bloede-mama/">&#8222;Blöde Mama.&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2017 11:34:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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		<category><![CDATA[Papagei]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenfassung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; ist vorbei. Zeit für eine Zusammenfassung. Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; Ein wenig enttäuscht war ich, weil nur insgesamt drei Leute bei meiner Blogparade mitgemacht haben. War das Thema zu ausgefallen? Haben vier Wochen nicht ausgereicht? Wir haben uns so viel Mühe gegeben, dass möglichst viele ... <a title="Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" aria-label="Mehr zu Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/">Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; ist vorbei. Zeit für eine <strong>Zusammenfassung</strong>.</p>
<p><span id="more-6835"></span></p>
<h2>Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;</h2>
<p>Ein wenig enttäuscht war ich, weil nur insgesamt <strong>drei</strong> Leute bei meiner Blogparade mitgemacht haben. War das Thema zu ausgefallen? Haben vier Wochen nicht ausgereicht? Wir haben uns so viel Mühe gegeben, dass möglichst viele darüber informiert werden. Schade, dass so wenig mitgemacht haben. Ich fand das Thema wirklich toll&#8230;</p>
<p>Ich versuche, es <strong>positiv</strong> zu sehen: Immerhin kann ich mich voll und ganz den drei Frauen widmen, die teilgenommen haben, und lasse niemanden untergehen. Hier kommt also meine kleine, aber feine Zusammenfassung:</p>
<h2>1. Missverständnis: Der Papagei</h2>
<p>Per E-Mail an info@milchtropfen.de schrieb Jelena Kornmüller über ein <strong>Missverständnis</strong> zwischen sich und ihrer Mutter. Was ein <strong>Papagei</strong> damit zu tun hat, erfährst du in folgender Geschichte:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7261" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/papagei-in-schwarz-weiss.jpg" alt="Papagei in Schwarz-Weiß" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/papagei-in-schwarz-weiss.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/papagei-in-schwarz-weiss-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<div dir="auto">&#8222;<em>Hallo ihr Lieben!!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>In meiner Kindheit gab es auch mal so eine Szene, wo ich ziemlich missverstanden wurde!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Einmal im Jahr gibt es bei uns im Ort einen Kirtag (kann man Spielzeug, Mehlspeisen, Gewand etc. kaufen) und da gab es diese Papageien, die einem alles nachsprechen!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ich hab jedes Jahr einen bekommen, nur dieses Jahr einen ohne Batterien, weil die Erwachsenen von dem Geplapper von mir und meinem Freund genervt waren!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ich dachte mir einfach &#8222;Egal, dann spreche halt ich alles nach und tu so, als wäre es der Papagei!&#8220;</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Bei einem Gespräch zwischen meiner Mutter und meinem Vater machte ich das auch und plapperte meiner Mutter alles nach und bewegte den Schnabel von dem Papagei!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Von einer auf die andere Sekunde drehte sich meine Mutter zu mir um und schnautzte mich an, was ich mir einbilde sie nachzuäffen, sie tut und kauft alles für mich und ich bin so böse und unverschämt zu ihr!</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ich mit weit aufgerissenen Augen wusste gar nicht, wie mir geschieht, durfte dies aber zur Genüge in meinem Zimmer überdenken, da ich den Rest des Tages in diesem verbringen musste 🤷🏽‍♀️🤷🏽‍♀️🤷🏽‍♀️</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Finde auch, dass man Kinder mal lieber fragen sollte, bevor man voreilige Erwachsenen Schlüsse zieht.</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Ganz liebe Grüße</em></div>
<div dir="auto"><em> </em></div>
<div dir="auto"><em>Jeli</em>&#8222;</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"><div id='c8626_177_2' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungausmobile"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside>
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<p>Diese Geschichte unterstreicht genau das, wovon ich in <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" rel="noopener">meinem Blogparade Beitrag</a> erzähle: Erwachsene sehen hinter kindlichem Verhalten oftmals Negatives. Sie unterstellen <strong>Bösartigkeit</strong>.</p>
<p>Jelena wollte lediglich ihrem Papagei eine Stimme geben, da er nicht wie üblich mit Batterien aufgeladen war.</p>
<p>Die Mutter hingegen sieht in dem Nachplappern etwas ganz anderes. Ihr geht es gar nicht mehr um den Papagei an sich, sondern um die angebliche <strong>Botschaft</strong> hinter dem Geplapper. Sie erwartet Dankbarkeit und Respekt für all die Dinge, die sie für ihre Tochter getan und gekauft hat und missversteht das Nachplappern als ungezogenes, freches Verhalten.</p>
<p>Ende vom Lied: Kind ist verwirrt, fühlt sich durch die Bestrafung (angeschrien und auf&#8217;s Zimmer geschickt werden, Isolation, Liebesentzug usw.) ungeliebt und &#8222;falsch&#8220;. Die Mutter ist sauer, ärgert sich über ihr unverschämtes Kind und setzt Bestrafung als Erziehungsmethode ein, um dem &#8222;schlechten&#8220; Verhalten entgegen zu wirken.</p>
<p>Ich empfand Jelenas Geschichte mehr als tragisch und denke: <strong>Kommunikation</strong> hätte hier das Ruder rumreißen können. Die Mutter hätte ihre Tochter einfach fragen können, warum sie ihr immer alles nachplappert. Das Missverständnis hätte in meinen Augen ganz einfach gelöst werden können, wenn die Mutter sich Zeit genommen hätte, auf ihr Kind einzugehen. So, wie beispielsweise im folgenden Beispiel:</p>
<h2 dir="auto">2. Missverständnis: Die Heizung</h2>
<p dir="auto">wheelymum hat nicht direkt an der Blogparade teilgenommen, hatte aber bereits einen Beitrag zum Thema <strong>Missverständnisse</strong> geschrieben, den ich ganz süß fand:</p>
<p dir="auto"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7264" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/heizung-mit-schnoerkel.jpg" alt="Heizung mit Schnörkel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/heizung-mit-schnoerkel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/heizung-mit-schnoerkel-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p dir="auto">Es sind über 30°C und der Sohn meint, sie bräuchten sofort eine neue <strong>Heizung</strong>. &#8222;Hä?&#8220;, war mein erster Gedanke.</p>
<p>wheelymum versucht, die Forderung ihres Sohnes zu verstehen. Warum will er eine neue Heizung?</p>
<p>Was dabei heraus kam, verrät sie dir in ihrem Blogbeitrag &#8222;<a href="http://wheelymum.com/sommerhitze-und-eine-neue-heizung/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Sommerhitze und eine neue Heizung</a>&#8220; und macht uns klar: Wir müssen unseren Kindern einfach nur zuhören. Dann verstehen wir sie auch. Und brauchen keine neue Heizung kaufen.</p>
<h2 dir="auto">3. Missverständnis: Die Klassiker</h2>
<p>Anne von Meine Eltern-Zeit hingegen hat das Thema Missverständnisse mal genauer unter die Lupe genommen und nennt in ihrem Blogparade Beitrag &#8222;<a href="https://meine-eltern-zeit.blogspot.de/2017/08/kommunikation-mit-kleinkind-missverstaendnisse.html" target="_blank" rel="noopener">Kommunikation mit Kleinkind: Die häufigsten Missverständnisse aus unserem Familienalltag</a>&#8220; drei <strong>Ursachen</strong>, warum zwischen ihrer Tochter und ihr überhaupt die klassischen Missverständnisse entstehen.</p>
<p>Und ich muss sagen: Den Teil, in dem genauer darauf eingegangen wird, wie man eigentlich auf 4 verschiedenen Ebenen miteinander kommuniziert, fand ich am <strong>Spannendsten</strong>.</p>

<h2>Danke</h2>
<p>Zum Schluss nochmal ein dickes, fettes <strong>Dankeschön</strong> an Jelena, wheelymum und Anne, dass ihr mitgemacht habt.</p>
<p>Anfangs hatte ich Bedenken, dass das eine ziemlich <strong>traurige</strong> Blogparade wird, aber ich finde, wir haben von allem etwas dabei. Die Blogparade hat traurige Beispiele, aber es gibt auch Erwachsene, die das Verhalten ihres Kindes hinterfragen, ja, sogar ihr eigenes Verhalten reflektieren, und das hat mich ungemein gefreut.</p>
<p>Möchtest du noch von einem <strong>Missverständnis</strong> erzählen? Kein Problem. Bloß, weil die Blogparade vorbei ist, bedeutet das ja nicht, dass du nicht mehr davon berichten kannst. Also hau in die Tasten und schreib mir von deinem Missverständnis. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/">Zusammenfassung Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>&#8222;Meins!&#8220; &#8211; Die Sache mit dem Teilen</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/meins-die-sache-mit-dem-teilen/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/meins-die-sache-mit-dem-teilen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2017 15:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[teilen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als mein Sohn noch ganz klein war, war es ihm völlig egal, wenn ihm etwas weggenommen wurde. Doch mit 2,5 Jahren sieht das schon ganz anders aus. Da wird fremdes Spielzeug gern genommen, das eigene jedoch rigoros verteidigt. Das kann ganz schön anstrengend sein, muss es aber nicht. Wie wir mit dem Thema &#8222;Teilen&#8220; umgehen, ... <a title="&#8222;Meins!&#8220; &#8211; Die Sache mit dem Teilen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/meins-die-sache-mit-dem-teilen/" aria-label="Mehr zu &#8222;Meins!&#8220; &#8211; Die Sache mit dem Teilen">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/meins-die-sache-mit-dem-teilen/">&#8222;Meins!&#8220; &#8211; Die Sache mit dem Teilen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als mein Sohn noch ganz klein war, war es ihm völlig egal, wenn ihm etwas weggenommen wurde. Doch mit 2,5 Jahren sieht das schon ganz anders aus. Da wird fremdes Spielzeug gern genommen, das eigene jedoch rigoros verteidigt.</p>
<p>Das kann ganz schön anstrengend sein, muss es aber nicht. Wie wir mit dem Thema &#8222;<strong>Teilen</strong>&#8220; umgehen, verrate ich dir im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-6740"></span><div id='c2199_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>&#8222;Meins!&#8220; &#8211; Die Sache mit dem Teilen</h2>
<p>Früher hab ich über das Teilen noch anders gedacht. Ich war der Meinung, wenn mein Sohn sein Spielzeug gerade nicht benutzt, kann ruhig ein anderes Kind damit spielen. Warum auch nicht? Dafür ist <strong>Spielzeug</strong> da: um bespielt zu werden; nicht, damit es doof in der Ecke rumliegt.</p>
<p>Wenn mein Sohn das Spielzeug, das er gerade noch ignoriert hatte, nun doch haben wollte, bloß, weil ein anderes Kind jetzt hochkonzentriert damit spielte, ließ ich nicht zu, dass er es bekam. Ich erklärte, dass er die ganze Zeit nicht damit spielen wollte und es nur deshalb haben will, weil ein anderes Kind dafür Interesse zeigt.</p>
<p>Da gab es natürlich ordentlich Terror. Ich tröstete, aber ich fand meine Denkweise total <strong>logisch</strong> und ließ mich nicht überzeugen.</p>
<h2>Warum ich meine Meinung änderte</h2>
<p>Heute schäme ich mich ein wenig für mein Verhalten. Aber zu der Zeit fand ich es absolut verständlich, so zu handeln.</p>
<p>Ich war zwar nicht der Meinung, dass er Spielzeug, mit dem er gerade spielt, <strong>teilen muss</strong>, aber Spielzeug, das einfach nur herumliegt? Das kann doch von anderen ruhig bespielt werden. Also wie kam es dazu, dass ich dann DOCH meine Meinung dazu änderte?</p>
<p>Es war reiner Zufall. Ich fand einen <a href="http://www.brigitte.de/familie/mitfuehlen/kinder-muessen-nicht-teilen---diese-mama-ist-stinksauer-10923318.html" target="_blank" rel="noopener">Artikel zum Thema Teilen</a>, der mir wirklich die Augen öffnete.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7171" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-spielt-mit-kindern-auf-dem-boden-und-macht-grosse-augen.jpg" alt="Frau spielt mit Kindern auf dem Boden und macht große Augen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-spielt-mit-kindern-auf-dem-boden-und-macht-grosse-augen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-spielt-mit-kindern-auf-dem-boden-und-macht-grosse-augen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In dem Artikel ging es darum, dass eine Mutter mit ihrem Sohn auf dem Spielplatz ist. Er spielt mit seinen neuen Transformers- und Minecraft-Figuren, als plötzlich 6 Jungs angerannt kommen und sie haben wollen. Der Junge ist überfordert, schaut seine Mutter fragend an und sie sagt: &#8222;Du kannst ihnen sagen, dass du das nicht möchtest. <strong>Sag einfach nein</strong>. Mehr musst du nicht sagen.&#8220;</p>
<p>Dieser Artikel löste in mir einen echten Schock aus, einen richtigen Aha-Schock! Obwohl so ein Außendruck herrschte (sowohl von den Kindern als auch deren Eltern), stand diese Mutter voll und ganz hinter ihrem Sohn. Es war ihr egal, wie die anderen über sie und ihren Sohn dachten. Sie sah, dass ihr Sohn sich sehr unwohl fühlte und beschützte ihn.</p>
<p>Auf einmal erkannte ich, dass ich genau so hätte reagieren müssen, als mein Sohn sein Spielzeug einforderte. Ich hätte für ihn da sein sollen, statt mich gegen ihn zu stellen.</p>
<p>Wenn es also wieder Streit beim Teilen gab, sah ich genauer hin. Warum will er nicht teilen? Gibt es sogar bestimmte Situationen, in denen er nicht teilen will?</p>
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<h2>Warum mein Sohn nicht teilen will</h2>
<p>Und tatsächlich: Gerade auf dem <strong>Spielplatz</strong> fiel mir auf, dass mein Sohn in ganz bestimmten <strong>Situationen</strong> nicht teilen wollte.</p>
<h3>1. Zu viel auf einmal</h3>
<p>Er ist schlichtweg mit dem Drumherum <strong>überfordert</strong>. Da kommt beispielsweise mit einem Mal eine Horde Kinder auf uns zugerannt und will mitspielen.</p>
<p>Da kann man gar nicht Stück für Stück miteinander warm werden, sondern wird gleich ins kalte Wasser geworfen. Muss nicht nur ein Spielzeug im Auge behalten, sondern gleich 10, weil unserer Ansage, dass nur hier bei uns mit dem Spielzeug gespielt wird, nicht nachgegangen wird. Dann rennt der eine mit dem Spielzeug zur Rutsche ohne zu fragen, und während mein Sohn schon am <strong>Heulen</strong> ist, wird ein anderes Spielzeug von ihm auf den Hügel geschleppt.</p>
<p>Völlig klar, dass er dann dem nächsten Kind, das fragt, ob es mit diesem oder jenem spielen darf, mit einem gekreischten &#8222;NEIIIN!!&#8220; antwortet.</p>
<p>Wenn dann noch <strong>Müdigkeit</strong> hinzukommt, brauch ich mich nicht wundern, wenn er nicht teilen will.</p>
<h3>2. Ausgeliehenes Spielzeug verschwindet</h3>
<p>Spielzeug, das sich ausgeborgt wurde, <strong>verschwindet</strong> auch einfach mal ganz schnell irgendwo, weil die Kinder es im Spielwahn liegen lassen, vergessen und uns nicht zurück geben.</p>
<p>Schonmal auf der Suche mit jenem Kind gewesen, um das Spielzeug <strong>wiederzufinden</strong>? Sie schicken einen überall hin, nur nicht da, wo sie es haben liegen lassen. Ich bin mit der Mutter schon in manche Gräben gehüpft, letztendlich lag das Spielzeug irgendwo mitten auf dem Gehweg.</p>
<h3>3. Geborgtes Spielzeug wird nicht pfleglich behandelt</h3>
<p>Ich weiß. Spielzeuge sind <strong>Gebrauchsgegenstände</strong>. Manche mehr, manche weniger aus hochwertigen Materialien. Billiges Plastik geht einfach schnell <strong>kaputt</strong>. Da kann ich wirklich nachvollziehen, wenn auch mal was zu Bruch geht.</p>
<p>Aber wenn Spielzeug aus Metall (!) nur noch in zwei Hälften zu uns zurück kommt, dann frage ich mich, was die Kinder damit anstellen. Zum Glück konnte das Lieblingsspielzeug meines Sohnes, ein gelber <a href="http://amzn.to/2y032L5" target="_blank" rel="nofollow noopener">Abschleppwagen</a>* aus Metall, wieder repariert werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7170" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/demolierter-abschleppwagen-aus-metall.jpg" alt="demolierter Abschleppwagen aus Metall" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/demolierter-abschleppwagen-aus-metall.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/demolierter-abschleppwagen-aus-metall-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das waren alles so Situationen, die mir gezeigt haben: Da würde ich auch nicht (mehr) gern teilen.</p>
<p>Vielmehr erkannte ich, dass auch <strong>ICH</strong> nicht gern alles und mit jeder/m teile. Würde da jemand kommen und sich meinen Rucksack, den Kinderwagen oder gar mein Telefon schnappen, würde ich genau so reagieren wie mein Sohn. Ich wäre zunächst verwundert, dann verärgert. Und würde der Fremde spätestens dann meinen Krempel nicht herausgerückt haben, würde ich laut schreien und die Polizei rufen. Gar nicht so ein unterschiedliches Verhalten zu einem Kleinkind.</p>
<p>Trotzdem sind mein Sohn und ich nicht <strong>asozial</strong> oder <strong>egoistisch</strong>. Wir teilen. Nur nicht alles und mit jeder/m.</p>
<h2>Momente, in denen mein Sohn teilt</h2>
<p>Wenn ich teile, dann, weil ich das <strong>aus freien Stücken</strong> entschieden habe. Weil ich teilen WILL.</p>
<p>Genau so ist es bei meinem Sohn, wie ich letztens auf dem Spielplatz erkennen durfte.</p>
<p>Er saß da und spielte mit seinem Buddelzeug, bis sich ein etwa <strong>gleichaltriges</strong> Mädchen näherte. Sie unterhielten sich auf ihre Weise. Mit kurzen, knappen Worten. Aber anscheinend begriff jede/r, was die/der andere meinte.</p>
<p>Sie zeigte auf ein Buddelzeug und fragte ihn. Er gab es ihr. Manchmal wollte er es wiederhaben. Kein Problem. Sie gab es zurück. So funktionierte es einwandfrei, ohne dass ich mich einmischen musste. Sie lösten ihre Konflikte gemeinsam. Dieses Miteinander lief total harmonisch ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7162" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-spielen-zusammen-im-buddelkasten.jpg" alt="Kinder spielen zusammen im Buddelkasten" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-spielen-zusammen-im-buddelkasten.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-spielen-zusammen-im-buddelkasten-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Diese Situation zeigte mir, dass es immer darauf ankommt. Manche Kinder mögen es vielleicht laut und bunt und aufregend. Mein Sohn ist aber einer von der ruhigeren Sorte, zumindest anfangs. Da tastet er sich allmählich an jemanden heran und wird warm mit ihr/ihm. Wenn er sich wohl fühlt, wird er auch lauter und aktiver. Aber das braucht seine Zeit.</p>
<p>Es ist also eher kontraproduktiv, wenn wir von einem Haufen Kinder umlagert werden, die allesamt mitspielen wollen. Zu viel auf einmal. Dann lieber nur <strong>ein Kind</strong>, auf das er sich konzentrieren kann.</p>

<h2>Wann ist ein Kind in der Lage, zu teilen?</h2>
<p>Doch es gab auch Momente, da wollte er selbst in ruhigen Situationen nicht teilen. Woran liegt es, fragte ich mich, und recherchierte ein wenig im Internet.</p>
<p>Wenn ich beispielsweise etwas teile, dann, weil ich weiß, dass sich mein Gegenüber darüber freuen wird. Oder dass er diesen oder jenen Gegenstand dringend benötigt. Dafür muss ich mich in jemanden hineinversetzen können, eine Lage einschätzen können. Kann ein Kleinkind das überhaupt schon?</p>
<p>Sich in seinen Gegenüber <strong>hineinzuversetzen</strong> und sich vorzustellen, wie er sich fühlt, braucht <strong>Empathie</strong>. Wie fühlt sich jemand, dem ich etwas wegnehme? Was bedeuten Tränen, ein weit aufgerissener Mund, laute Schreie, eine in Falten gelegte Stirn und wild herumfuchtelnde Händchen? Wie fühlt sich mein Gegenüber, wenn ich ihm etwas schenke? Freut er sich dann genau so, wie ich mich über Geschenke freue? Was ist Freude und kann ich jemandem Freude bereiten? Wie?</p>
<p>„Ein wirkliches <strong>Gespür</strong> dafür, was in anderen vorgeht, entwickeln die meisten Kinder erst mit etwa <a href="http://www.familie.de/kind/so-lernt-ihr-kind-teilen-537791.html" target="_blank" rel="noopener">4 oder 5 Jahren</a>.“, sagt Hartmut Kasten, Entwicklungspsychologe, Pädagoge und Familienforscher vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. Selbst im <a href="http://www.huffingtonpost.de/katharina-pichler/warum-meine-tochter-ihr-s_b_16637214.html" target="_blank" rel="noopener">Grundschulalter</a> teilen längst nicht alle bereitwillig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7163" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-spielen-im-winter-auf-dem-spielplatz.jpg" alt="Kinder spielen im Winter auf dem Spielplatz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-spielen-im-winter-auf-dem-spielplatz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-spielen-im-winter-auf-dem-spielplatz-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In den ersten Lebensjahren ist ein Kind erst einmal mit sich selbst, <a href="http://www.familienhandbuch.de/babys-kinder/bildungsbereiche/soziale/MeinsKinderundBesitz.php" target="_blank" rel="noopener">mit seinem eigenen Ich beschäftigt</a>. Es muss sich erst einmal selbst kennen und verstehen lernen. Wer das im Spiegelbild ist. Was das eigene Ich überhaupt alles bewirken kann. Was sind das für Gefühle, die da in mir toben? Was ist das in mir? Was brodelt da? Warum fühle ich gerade so?</p>
<p>Dazu kommt noch, dass Kinder in dem Alter kein <strong>Zeitgefühl</strong> empfinden. Sie leben im Jetzt. Sie hören, dass wir sagen &#8222;Aber du bekommst es ja wieder. Jetzt gib doch dem Hans deine Schippe.&#8220;, verstehen es aber schlichtweg nicht. Die Schippe etc. gehört ihnen, gehört ZU ihnen, ist ein Teil von ihnen. Wenn ihnen die Schippe weggenommen wird, wird ihnen ein Teil von sich genommen. Und sie haben das Gefühl, diesen Teil von sich für immer zu verlieren.</p>
<p>Und wenn wir schon beim Thema Zeit sind: Hätte ein Kind in der Zeit der Jäger und Sammler überlebt, wenn es alles geteilt hätte? Essen ist knapp, der Hunger nagt an einem, man ist Ewigkeiten auf der Suche nach etwas Essbarem, findet endlich etwas&#8230; und gibt es dann dem anderen? In dieser Zeit war Egoismus <strong>überlebenswichtig</strong>. Vielleicht steckt dieser Überlebensinstinkt immer noch in uns.</p>
<div id='c5626_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Können wir Teilen beibringen?</h2>
<p>Nun ist die Zeit der Jäger und Sammler aber vorbei &#8211; zumindest in unserer Gesellschaft. Wir haben Lebensmittel, Spielzeug und Kleidung uvm. in Hülle und Fülle. Da muss sich keiner egoistisch verhalten, aber unsere Kinder verhalten sich trotzdem so. Warum, das wissen wir jetzt. Aber wie bringen wir unseren Kindern das Teilen bei? Geht das überhaupt?</p>
<p>Ich bin der Meinung: Ja, unsere Kinder können Teilen lernen und wir können ihnen dabei helfen. Es gibt verschiedene <strong>Methoden</strong>, Kindern das Teilen näher zu bringen; einige sind besser, andere schlechter:</p>
<h3>Teilen, um eine Gegenleistung zu erhalten</h3>
<p>Manche halten ihr Kind dazu an, zu teilen, damit es etwas bekommt. Zum Beispiel <strong>Freunde</strong>. Denn wer teilt, ist beliebt. Mit der/dem spielt man gern. Oder das Kind soll sein Spielzeug teilen, damit es im Gegenzug auch mit dem Spielzeug der anderen spielen darf. Wir <strong>loben</strong> unsere Kinder, wenn sie teilen.</p>
<p>Im Gegenzug rügen wir ihr Verhalten, wenn sie jemandem etwas wegnehmen oder nicht teilen wollen. Wer nicht teilt, bekommt keine Freunde, sondern wird ausgeschlossen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7164" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-schaukelt.jpg" alt="Kind schaukelt" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-schaukelt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-schaukelt-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Der Gedanke dahinter mag vielleicht sein: Ich will nicht, dass mein Kind ausgegrenzt wird. Es soll lernen, dass Teilen Spaß macht. Gemeinsam zu spielen ist schöner als allein mit all seinem Spielzeug zu spielen. Ich belohne mein Kind bei &#8222;gutem&#8220; Verhalten und bestrafe es bei &#8222;schlechtem&#8220; Verhalten.</p>
<p>Meiner Meinung nach lernt das Kind hierdurch nur, dass es teilen soll, damit es eine <strong>Gegenleistung</strong> erhält. Es teilt, um Freunde zu bekommen, unabhängig davon, ob es nun teilen wollte oder nicht. Es teilt, damit es das Spielzeug der anderen benutzen darf. Vielleicht will es sein liebstes Spielzeug nicht hergeben, will aber auch nicht ausgeschlossen werden, weshalb es unfreiwillig doch teilt. Möglicherweise lernt ein Kind durch Bestrafung auch nur, dass es teilt, damit es nicht bestraft wird.</p>
<p>Alfie Kohn schrieb bereits in seinem Buch <a href="http://amzn.to/2j8O5Tr" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Liebe und Eigenständigkeit: Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung&#8220;</a>* über den Nachteil vom Belohnungs- und Bestrafungssystem und stellte fest: Kinder teilen sogar WENIGER, sobald sie dafür gelobt wurden. Das Lob steht im Vordergrund. Sie teilen, um gelobt zu werden; nicht, um jemandem eine Freude zu bereiten.</p>
<p>Wichtiger fände ich daher die Botschaft: Ich teile, weil ich es WILL. Weil ich jemandem eine <strong>Freude</strong> machen möchte. Völlig unabhängig davon, ob ich mit ihrem/seinem Spielzeug spielen darf oder mir dadurch ihre/seine <strong>Freundschaft</strong> gewiss ist. Ich will mir keine Freundschaften erkaufen müssen.</p>
<div id='c7086_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>Teilen durch Vorbild</h3>
<p>Das klingt immer so ausgelutscht, wenn ich mit dem Vorbild-Hammer komme, aber es ist einfach wahr: Kinder lernen durch <strong>Vorbild</strong>.</p>
<p>Wenn sie sehen, wie die Menschen in ihrer Welt Dinge miteinander teilen, sich gegenseitig helfen, ohne einen Nutzen daraus ziehen zu wollen, werden sie es sich abschauen und danach leben. Wenn wir selber unsere Sachen behalten und immer von &#8222;<strong>Meins</strong>&#8220; und &#8222;<strong>Deins</strong>&#8220; sprechen, wird ein Kind dann anders handeln?</p>
<p>So ergab es sich eines Tages in der Krabbelgruppe, dass meinem Sohn ständig das Spielzeug von einem älteren Jungen aus den Händen gerissen wurde. In nur kürzester Zeit lernte mein Sohn, mir &#8222;sein&#8220; Spielzeug zu geben, damit ich darauf aufpassen soll, sobald sich der Junge näherte. Er hatte gelernt, dass ihm Sachen einfach weggenommen werden und er sie beschützen muss.</p>
<h3>Teilen aus Empathie</h3>
<p>Wie gesagt braucht es Jahre, damit sich ein Kind in ein anderes Individuum hineinversetzen kann. Trotzdem habe ich meinem Sohn immer <strong>erklärt</strong>, unabhängig davon, wie alt er war und ob er es tatsächlich verstehen würde, was das andere Kind womöglich fühlt.</p>
<p>Ein Beispiel: Wenn er einem Kind das Spielzeug weggenommen hat und dieses daraufhin verärgert oder traurig reagierte, habe ich meinem Sohn erklärt, dass dieses Kind wohl gerade verärgert bzw. traurig ist, weil es gerade mit XYZ gespielt hat und er es ihm weggenommen hat. Nun kann das Kind nicht mehr mit XYZ spielen und ist anscheinend traurig.</p>
<p>Wir haben dem Kind also das Spielzeug zurück gegeben, dann hat es sich wieder gefreut. Genau so habe ich es meinem Sohn dann auch <strong>kommuniziert</strong>. &#8222;Schau mal. Das Kind hat XYZ zurück bekommen und freut sich. Jetzt kann es weiterspielen.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7165" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-fuettert-mann.jpg" alt="Kind füttert Mann" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-fuettert-mann.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-fuettert-mann-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Tipps zum Thema Teilen</h2>
<p>Wie schaffen wir es durch diese &#8222;Phase&#8220; gemeinsam relativ entspannt hindurch, wenn es ums Teilen geht? Dafür gibt es jetzt ein paar <strong>Tipps</strong>:</p>
<h3>1. Was braucht dein Kind?</h3>
<p>Du kennst dein Kind am besten und weißt, in welchen Situationen es sich am Wohlsten fühlt.</p>
<p>Mein Sohn beispielsweise ist eher der ruhige Typ, der bei zu vielen Kindern schnell überfordert ist und nach Hause will. Daher <strong>vermeide</strong> ich große Spielplätze bzw. suche mir dort eher ruhige Stellen. Manchmal gehen wir auch erst <strong>abends</strong> hin, wenn er ausgeschlafen ist und nur noch ältere Kinder da sind, mit denen er besser zurecht kommt.</p>
<h3>2. Weniger ist manchmal mehr</h3>
<p>Sonst haben wir immer eine Riesentasche Spielzeug mitgenommen, weshalb wir immer vom halben Spielplatz belagert wurden. Jetzt nehmen wir nur noch das mit, womit unser Sohn am liebsten spielt. Dann noch einen Ball, etwas Buddelzeug und Seifenblasen und gut ist. Den Überblick über <strong>ausgewähltes</strong> Spielzeug zu behalten, ist einfacher und besser für den Rücken. Schließlich muss ich den ganzen Kram auch schleppen.</p>
<p>Aida von Elternmorphose hat auch eine einfache, aber geniale Idee gehabt: Sie nimmt einfach ihr <a href="http://elternmorphose.de/warum-kinder-nicht-zum-teilen-angehalten-werden-sollten/" target="_blank" rel="noopener">eigenes Spielzeug</a> mit auf den Spielplatz, das sie dann an Kinder verteilen kann.</p>
<h3>3. Was tun, wenn mein Kind sein Spielzeug nicht teilen will?</h3>
<p>Hier steht natürlich völlig außer Frage, dass mein Kind sein Spielzeug teilen muss. Aber <strong>Fragen</strong> kostet ja bekanntlich nichts. Ich frage daher trotzdem nach: &#8222;Oliver, ich glaube, das Kind interessiert sich für deinen Kipplaster. Darf es damit spielen?&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7166" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-im-sandkasten.jpg" alt="Kind spielt im Sandkasten" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-im-sandkasten.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-im-sandkasten-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn mein Sohn dann &#8222;Nein.&#8220; sagt oder sonstwie zeigt, dass er das nicht will, wird das akzeptiert. Dann sage ich &#8222;Ok.&#8220;, überbringe die Botschaft und gut. Andere Kinder haben das bisher immer akzeptiert und sich <strong>Alternativen</strong> gesucht. Anders ist es, wenn es sich um MEIN Kind handelt:</p>
<h3>4. Was tun, wenn ein Kind sein Spielzeug nicht mit meinem Sohn teilen will?</h3>
<p>Ähnlich wie oben. Entweder fragt Oliver selber nach, ob er damit spielen will oder ich frage für ihn. Wenn das Kind &#8222;Ja.&#8220; sagt und das Spielzeug abgibt: Cool!</p>
<p>Wenn es &#8222;Nein.&#8220; heißt, sage ich auch hier &#8222;Ok.&#8220;, überbringe die Botschaft und tröste Oliver dann.</p>
<p>Das Trösten bringt dann meist recht wenig, weil er trotzdem mit dem Spielzeug spielen will. Dann suchen wir nach Alternativen. Wenn sich auch keine Alternative finden lässt, <strong>tröste</strong> ich weiter. Mehr kann ich da nicht machen. Ich <strong>akzeptiere</strong> die Meinung des anderen Kindes. Schließlich gehört uns dieses Spielzeug nicht.</p>

<h3>5. Was tun bei Streit um öffentliches Spielzeug?</h3>
<p>Damit meine ich zum Beispiel die Schaukel auf dem Spielplatz. Gehört keinem der Kinder und trotzdem wollen sie alle gleichzeitig drauf. Was tun, wenn es <strong>Streit</strong> um öffentliches Spielzeug gibt, das &#8222;niemandem&#8220; gehört?</p>
<p>Der Spruch ist hier ganz treffend: &#8222;Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.&#8220;</p>
<p>Wenn wir auf den Spielplatz gehen und mein Kind schaukeln will, die Schaukeln aber schon alle <strong>besetzt</strong> sind, dann müssen wir warten. Völlig unabhängig davon, was das Kind auf der Schaukel macht. Ob es nun ganz einfach schaukelt, dort sitzt und seine Beine baumeln lässt, sich eindreht oder was auch immer. Ich zwinge kein Kind, das schon Ewigkeiten auf der Schaukel sitzt, herunter und sage: &#8222;So. Nun komm aber mal runter. Oliver will auch mal schaukeln. Du schaukelst ja gar nicht.&#8220;</p>
<p>Natürlich kann man das Kind fragen, ob es vielleicht woanders sitzen mag, Oliver würde gern schaukeln. Miteinander <strong>reden</strong> ist schon wichtig. Vielleicht geht das Kind ja runter. Vielleicht aber auch nicht. Das akzeptieren wir und <strong>spielen</strong> solange Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst oder buddeln im Sand oder machen was anderes, das uns die Zeit vertreibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7167" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-wippt-und-lacht.jpg" alt="Kind wippt und lacht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-wippt-und-lacht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-wippt-und-lacht-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Genau so handhaben wir es aber auch anders herum: Wenn mein Sohn jetzt eine Weile wippen will und da schon eine Schlange steht, dann müssen die auch <strong>warten</strong>. Ich kann meinem Kind kommunizieren, dass da schon ein paar Kinder warten, weil sie auch wippen wollen und ob er jetzt genug gewippt hat und wir was anderes spielen wollen. Wenn Ja, cool. Wenn nicht, dann nicht.</p>
<h3>6. Herrenloses Spielzeug</h3>
<p>Manchmal liegt auf dem Spielplatz Spielzeug herum, bei dem man nicht so genau weiß, wem es <strong>gehört</strong>. Wenn mein Sohn damit spielen will, dann sage ich ihm:&#8220;Ok, aber es ist nicht dein Spielzeug. Wenn dann gleich ein Kind kommt und es haben will, weil es ihm gehört, dann musst du es <strong>zurückgeben</strong>.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7168" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-im-sandkasten-mit-fremdem-auto.jpg" alt="Kind spielt im Sandkasten mit fremdem Auto" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-im-sandkasten-mit-fremdem-auto.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-im-sandkasten-mit-fremdem-auto-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Damit fuhren wir bisher ganz gut und keiner hat sich beschwert. Mal kommt ein Kind und sagt, es gehört ihm. Dann reden wir miteinander, sagen, dass wir das nicht wussten und fragen, ob wir damit spielen können. Wenn Ja, dann spielen wir weiter. Wenn Nein, dann geben wir es selbstverständlich ab.</p>
<h3>7. Besuch</h3>
<p>Da waren wir zum Kindergeburtstag eingeladen und Oliver wollte mit dem Spielzeug des Geburtstagskindes spielen. Und das Geburtstagskind fand es irre witzig, genau die Sachen <strong>wegzunehmen</strong>, mit denen Oliver gerade spielen wollte. Es sah, was Oliver gerade ins Visier genommen hatte und nun drauf los steuerte und Zack! war das Geburtstagskind schnell hingerannt und hatte es sich gemopst. Oliver war jünger und kleiner und hätte es nie geschafft, schneller am Spielzeug anzukommen.</p>
<p>Was das für ein <strong>Theater</strong> gab, kannst du dir bestimmt vorstellen. Die Eltern waren der Meinung, ihr Kind müsse nicht teilen, was ich auch voll ok fand, aber ich sah mich durch dieses Verhalten ziemlich hilflos.</p>
<p>Als dann mein Mann einschritt und sagte, das Kind würde das Spielzeug ja nur wollen, weil Oliver es haben wollte, das sei unfair, wurde das Kind dann zur Abgabe des Spielzeugs <strong>gezwungen</strong>. Ende vom Lied: Das Spielzeug lag nach kurzer Zeit in der Ecke, weil keins der Kinder mehr damit spielen wollte und das Geburtstagskind machte den Rest des Tages einen großen Bogen um uns und gab gar kein Spielzeug mehr ab, sondern ließ es von seinen Eltern bewachen.</p>
<p>Was ich draus gelernt habe: Zum Teilen gezwungen zu werden, ist absolut kontraproduktiv! Jetzt nehme ich immer eigenes Spielzeug mit oder sage Besuch mit Kindern, sie sollen Spielzeug mitbringen. Löst zwar nicht jeden Konflikt, weil ja immer das Spielzeug des anderen interessanter ist, aber wenigstens kann ich dann Alternativen anbieten.</p>
<h3>8. Wann einschreiten?</h3>
<p>Gerade, wenn die Kinder etwa im gleichen Alter sind, sehe ich, dass sie ihre Probleme auch ganz gut untereinander lösen können. Ohne, dass ich als Erwachsene dazwischen funken muss.</p>
<p>Wenn sich also ein Konflikt anbahnt, dann versuche ich nicht, ihn im Keim zu ersticken. Ich warte und sehe ab, was <strong>passiert</strong>. Schaffen es die Kinder, den Streit gemeinsam zu lösen? Finden sie einen Kompromiss? Oder geben sie mir zu verstehen, dass sie meine Hilfe brauchen? Dann helfe ich natürlich.</p>
<p>Wenn jüngere Kinder noch ihren Körper einsetzen, um zu kommunizieren, muss ich mein Kind natürlich davor <strong>schützen</strong>. Ansonsten genieße ich es, auch einfach mal zuschauen und mit den Sandförmchen buddeln zu können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7169" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/wellensittiche-streiten-sich-um-ein-stueck-birne-in-der-hand.jpg" alt="Wellensittiche streiten sich um ein Stück Birne in der Hand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/wellensittiche-streiten-sich-um-ein-stueck-birne-in-der-hand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/wellensittiche-streiten-sich-um-ein-stueck-birne-in-der-hand-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>9. Spielzeug wegschließen?</h3>
<p>Auf einigen Seiten wird empfohlen, Spielzeug, um das sich ständig &#8222;geprügelt&#8220; wird, einfach <strong>wegzuschließen</strong>. So nach dem Motto: Wenn sie sich nicht einigen können, spielt halt gar keiner damit.</p>
<p>Diese Situation hatte ich erleben müssen, als ich mit meinem Sohn in eine Krabbelgruppe ging. Da hatte der ältere Sohn einer Mutter auch das Bedürfnis, Oliver alles wegzunehmen, womit er gerade spielte. Als sich beide um ein Spielzeug stritten, kam die genervte Mutter, schnappte sich das Spielzeug und <strong>versteckte</strong> es.</p>
<p>Ich fand diese Lösung mehr als <strong>unangemessen</strong>. Es war schlichtweg unfair. In meinen Augen ging sie einfach dem Konflikt aus dem Weg. Dabei hätte es so viele <strong>Möglichkeiten</strong> gegeben: Alternativen zum Spielen anbieten, dem Kind kommunizieren, dass mein Sohn gerade mit dem Spielzeug spielt und es das nicht einfach wegnehmen darf. Dass mein Sohn sonst traurig ist. Dass er, wenn er mit etwas spielen möchte, fragen kann, ob er damit spielen kann. Oder zeigen kann, dass er damit spielen will: Hand aufhalten und fragen:&#8220;Darf ich damit spielen?&#8220; Unter Umständen hätte sie dann ihr Kind trösten und begleiten müssen.</p>
<p>Wenn den streitenden Kindern das Spielzeug einfach weggenommen wird, kommt zu dem eigentlichen Konflikt gleich noch ein Grund zur Frustration hinzu: Das Spielzeug ist weg. Aus einem Grund, den die Kinder nicht verstehen (und ich übrigens auch nicht).</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Teilen ist ein <strong>kompliziertes</strong> Thema und es braucht Jahre, bis Kinder das gelernt haben. Sie brauchen dazu die Fähigkeit, sich in andere hineinversetzen zu können und uns als Vorbilder, die ihnen zeigen, dass man teilen kann, um z.B. anderen eine Freude zu bereiten. Trotz dessen müssen wir nicht alles und mit jeder/m teilen und es bedeutet auch nicht, dass wir asozial sind, wenn wir mal nicht teilen wollen.</p>
<p>In diesem Lernprozess können wir nur begleitend zur Seite stehen und müssen bei Bedarf, z.B. bei <strong>Gewalt</strong> einschreiten. Im Gegenzug sollten wir Lob und Bestrafung außen vor lassen, um nicht über unser Ziel, unseren Kindern das Teilen beizubringen, hinauszuschießen und gar das Gegenteil zu bewirken: Dass unsere Kinder weniger oder gar nicht mehr teilen oder sogar aus falschen Gründen teilen.</p>
<p>Ein schwieriges Thema. Wie gehst du mit dem Thema Teilen um?</p>

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		<title>Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 09:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Szene mit meinem Papa, an die ich mich noch heute sehr gut erinnern kann. Die mir gezeigt hat, dass Erwachsene ihre Kinder oft einfach komplett missverstehen, weil sie hinter deren Verhalten nichts &#8222;Gutes&#8220; sehen. Heute möchte ich dir von jenem Ereignis erzählen und dich dazu ermutigen, mal drüber nachzudenken, ob dein Kind es wirklich ... <a title="Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" aria-label="Mehr zu Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Szene mit meinem Papa, an die ich mich noch heute sehr gut erinnern kann. Die mir gezeigt hat, dass Erwachsene ihre Kinder oft einfach komplett <strong>missverstehen</strong>, weil sie hinter deren Verhalten nichts &#8222;Gutes&#8220; sehen.</p>
<p>Heute möchte ich dir von jenem Ereignis erzählen und dich dazu ermutigen, mal drüber nachzudenken, ob dein Kind es wirklich so gemeint hat, wie du denkst.</p>
<p>Nimm teil an meiner Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;.</p>
<p><span id="more-6637"></span><div id='c9435_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen</h2>
<p>Als Kind hab ich den Film &#8222;Dornröschen&#8220; von Walt Disney geguckt.</p>
<p>Es ging um folgende Szene: Dornröschen geht mit den Tieren im Wald spazieren und singt. Der Prinz, der auf seinem Pferd reitet, ist auch im Wald unterwegs und hört ihre liebliche Stimme. Er will sein Pferd dorthin lenken, wo die Stimme her kommt, doch das Pferd weigert sich. Der Prinz verspricht ihm eine extra Portion Hafer und Karotten &#8211; das Pferd freut sich und ist einverstanden. Mit dem Satz &#8222;<strong>Komm, Alter!</strong>&#8220; reißt er das Pferd herum und sie reiten geschwind Richtung singender Stimme.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6650" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd.jpg" alt="Reiter auf einem Pferd" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Szene hatte sich aus irgendeinem Grund bei mir eingeprägt.</p>
<p>Dann war ich wieder in der Realität. Es war Winter, draußen lag ganz viel Schnee. Wir waren bei meinen Großeltern und es ging für einen Spaziergang nach draußen. Ich durfte auf unserem Schlitten sitzen und mein Papa wollte mich ziehen. Und da schien mir der Ausruf &#8222;<strong>Komm, Alter!</strong>&#8220; zu meinem Papa genau richtig.</p>
<p>Nur leider verstand mein Papa diesen Satz nicht so wie ich. Er fühlte sich beleidigt, ließ die Leine vom Schlitten los, brubbelte irgendwas und ließ mich allein zurück. Und ich saß da wie ein begossener Pudel und wusste nicht, was ich falsch gemacht hatte. Während mein Papa den anderen <strong>entrüstet</strong> erzählte, was gerade passiert war, stand ich auf und zog den Schlitten allein.</p>
<h2>Kein Kind ist böse</h2>
<p>Noch heute kann ich mich an dieses Ereignis erinnern. Es hat sich eingebrannt. Eben, weil es auch so traurig ist, dass mein Papa mich da total missverstanden hatte.</p>
<p>Heute denke ich mir: Warum geht man immer gleich vom Schlimmsten aus, wenn Kinder etwas sagen oder machen? Statt ihr Handeln zu hinterfragen, wird ihnen <strong>Böses</strong> unterstellt. Hätte mein Papa nicht einfach mal versuchen können, mir &#8222;Gutes&#8220; zu unterstellen?</p>
<p>Vielleicht wäre er drauf gekommen, dass der Satz aus dem Film &#8222;Dornröschen&#8220; stammt. Dass ich sozusagen einfach nur eine Szene <strong>nachspielen</strong> wollte. Es war ein Rollenspiel &#8211; mehr nicht. Der Satz &#8222;Komm, Alter!&#8220; war überhaupt nicht böse gemeint.</p>
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</div>
<p>Mein Ziel dieser Blogparade ist, zu sensibilisieren. Denn ich bin der festen Überzeugung: Kein Kind ist böse. Sein Handeln hat immer einen Sinn, einen Grund. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen und die Mühe machen, diesen herauszufinden.</p>
<h3>Ein paar Beispiele</h3>
<p>Ein kleines Kind, das noch nicht sprechen kann, und andere <strong>haut</strong>, ist böse? In meinen Augen kann es sich (noch) nicht anders ausdrücken. Ich muss ihm zeigen, wie es &#8211; statt zu hauen &#8211; einem Kind mitteilt, dass es das blöd findet, wenn ihm seine Schippe weggenommen wird.</p>
<p>Du holst dein Kind von der Kita ab und es will sich nicht selber anziehen, obwohl es das schon kann. In deinen Augen ist es ein Zeichen von Faulheit und dass du dieser Einhalt gebieten musst. Sonst wird es noch mit 18 völlig <strong>unselbstständig</strong> sein. Nun, in meinen Augen ist dein Kind vom Kitatag einfach nur erschöpft und will mit dir kuscheln. Kraft tanken. Sich bei dir fallen lassen können, weil der Kitatag sehr anstrengend war. Es hat nichts mit Faulheit zu tun.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6651" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen.jpg" alt="Kind und Mama kuscheln und lachen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">An den Wänden malen</a> ist verboten und TROTZDEM guckt dich dein Kind frech wie Bolle an und malt provokativ drauf los. &#8222;Der will mich doch <strong>provozieren</strong>! Reinste Schikane!&#8220;, mag es dir durch den Kopf schießen. Doch hast du dich mal gefragt, welches Bedürfnis tatsächlich hinter seinem Handeln stecken könnte?</p>
<p>Die Beispiele könnten endlos fortgesetzt werden, aber ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will: Kein Kind ist böse! Es ist dabei, zu lernen, nachzuahmen, zu spielen und dabei, dich auf etwas aufmerksam machen zu wollen.</p>
<h2>Mach mit bei der Blogparade!</h2>
<p>Kommt dir auch gerade so eine Szene in den Sinn, in der du als Kind total <strong>missverstanden</strong> wurdest? Oder gar eine, in der du dein Kind komplett falsch verstanden hast? Dann nimm doch an meiner Blogparade zu Missverständnissen zwischen Kindern und Erwachsenen teil und erzähl uns davon.</p>
<h3>Hast du einen Blog?</h3>
<p>Cool. Dann schreib deinen Beitrag zu diesem Thema wie gewohnt auf deinem Blog und verlinke deinen Text unten in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren</a>.</p>
<h3>Hast du keinen Blog, willst aber dennoch etwas zum Thema beitragen?</h3>
<p>Für den Fall, dass du <strong>keinen Blog</strong> hast, kannst du auch ganz einfach einen Gastbeitrag schreiben. Schick deinen Text an info@milchtropfen.de und du bist dabei!</p>
<p>Selbstverständlich kannst du auch einfach unten in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren</a> über das Thema erzählen.</p>
<h3>Anregungen</h3>
<p>Du willst loslegen, aber irgendwie kommst du nicht in den &#8222;Flow&#8220;? Für diesen Fall habe ich dir ein paar <strong>Fragen</strong> bereitgestellt, die dir womöglich weiterhelfen:</p>
<ul>
<li>In welchem Moment hast du dich als Kind komplett unverstanden gefühlt? Beschreibe, was du eigentlich gemeint hast und wie es von den Erwachsenen interpretiert wurde. Wie hast du dich dabei gefühlt? Wie haben die Erwachsenen auf das Missverständnis reagiert?</li>
<li>Gab es eine Situation, in der du gemerkt hast, dass DU (d)ein Kind völlig missverstanden hast? Wie kam es dazu? Was ist passiert?</li>
<li>Konnte das Missverständnis aufgeklärt werden? Wenn ja, wie? Wenn nicht, wie hätte es deiner Meinung nach aufgeklärt werden können?</li>
<li>Warum und wie, denkst du, kommt es zu solchen Falschinterpretationen?</li>
</ul>
<h3>Ende der Blogparade</h3>
<p>Die Blogparade geht bis zum <strong>08.09.2017</strong>. Du hast also 4 Wochen Zeit, einen Beitrag zum Thema &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; zu verfassen und mir zukommen zu lassen.</p>
<h3>Wird es eine Zusammenfassung geben?</h3>
<p>Ja. Nach Ende der Blogparade gibt es von mir eine <strong>Zusammenfassung</strong> von all jenen, die etwas zum Thema beigesteuert haben. Hier ein wichtiger <strong>Hinweis</strong>: Ich werte nur jene Beiträge aus, die in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren unter meinem Blogparade-Beitrag</a> bzw. unter <a href="https://www.facebook.com/milchtropfen/posts/986170894858931" target="_blank" rel="noopener">meinem Facebook-Post</a> stehen. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis.</p>

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		<title>Wenn Erziehungsstile kollidieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2017 06:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Du machst das total falsch!“ „Mein Kind, meine Regeln!“ „Mach das doch SO!“ &#8222;Lass das!&#8220; &#8222;Wenn&#8217;s dir nicht passt: DA ist die Tür.&#8220; Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, Verwandten, und irgendwie versuchen sich alle gegenseitig zu erziehen. Was, wenn dein Erziehungsstil mit dem von anderen kollidiert? Das erfährst du im ... <a title="Wenn Erziehungsstile kollidieren" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/" aria-label="Mehr zu Wenn Erziehungsstile kollidieren">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Du machst das total falsch!“<br />
„<strong>Mein Kind, meine Regeln!</strong>“<br />
„Mach das doch SO!“<br />
&#8222;Lass das!&#8220;<br />
&#8222;Wenn&#8217;s dir nicht passt: DA ist die Tür.&#8220;</p>
<p>Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, Verwandten, und irgendwie versuchen sich alle gegenseitig zu erziehen.</p>
<p>Was, wenn dein Erziehungsstil mit dem von anderen kollidiert? Das erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-5911"></span><div id='c5278_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Wenn Erziehungsstile kollidieren</h2>
<p>Dieses Thema hat eine Zeit lang sehr an mir genagt. Die Beziehungen untereinander haben gelitten, es kam oft zum <strong>Streit</strong> und mieser Stimmung. Ich befinde mich aus diesem Grund auf einem unbekannten Weg. Doch von vorne…</p>
<p>In meiner <strong>Kindheit</strong> habe ich so einiges erlebt, was ich als Mutter anders handhaben will. In meinen Augen BESSER machen will. Das mag arrogant klingen, soll aber gar nicht böse gemeint sein.</p>
<p>Einiges war für mich klar. Von Anfang an. Andere Dinge ergaben sich erst mit der Zeit. Ich las, lernte dazu und schlug eine andere Richtung ein. Stets im Wandel, nie auf der Stelle stehenbleiben – das fühlte sich gut an.</p>
<h2>Besuch bei den Großeltern</h2>
<p>Je älter der kleine Mann wurde, desto mehr wollte er seine Umgebung erkunden. Er war fasziniert vom Wasser in einer Flasche, die hin- und hergeschüttelt wurde. Er versuchte, den Deckel aufzubekommen. Mein Papa wollte ihm dabei <strong>helfen</strong>. Ich griff ein und sagte:“Lass ihn mal selber machen.“</p>
<p>Wenn es nachmittags Kuchen gab, wollten alle immer dem kleinen Mann was Süßes geben. Mein Mann und ich schritten ein und meinten:“Nein. Er soll noch keinen <strong>Zucker</strong> bekommen.“ und, als der kleine Mann älter wurde, hieß es von uns:“Nur ein kleines Stück. Er soll nicht so viel Zucker bekommen.“</p>
<p>Das tat den anderen dann immer Leid für den kleinen Mann, weil Kuchen ja so lecker ist. Und ja, der arme Spatz darf keinen Kuchen haben. Aber sie nahmen es hin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5932" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann hörte ich von Ausscheidungskommunikation. Langes Wort. Dahinter steht einfach nur der Sinn, die Signale vom Kind zu lesen, wann es mal muss.</p>
<p>Ich versuchte es also und wurde erstmal von allen doof angeguckt. Auch von meinem Mann. Einzig meine Schwester stand in dieser Zeit hinter mir und fand es gut. Es gab viele „Unfälle“, aber ich gab nicht auf. Und mit der Zeit sahen auch die anderen, dass das’ne ganz coole Sache ist.</p>
<p>Als ich z.B. auf Toilette war und meine Mutter mit dem kleinen Mann allein, merkte sie, dass er mal muss. Und dann hielt sie ihn ab und war ganz aus dem Häuschen, weil es klappte. Sie war total stolz auf sich, glaube ich.</p>
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<h2>Das wird ja immer skurriler</h2>
<p>Und dann ist das Baby plötzlich <strong>Kleinkind</strong> und stellt uns vor Herausforderungen. Es macht Dinge, die wir nicht wollen. Dinge, die uns zur Verzweiflung bringen. Aber auf die klassische Erziehung verzichten wir gern.</p>
<p>Also stöbern wir im Internet, suchen nach Ratschlägen, lesen schlaue Bücher. Und dann picken wir das für uns richtige heraus und machen damit unsere Erfahrungen.</p>
<p>Wir kommen also mit unserem geballten, neuen Wissen wieder zu Besuch und werden noch schiefer angeguckt. Der kleine Mann piekst mit der Gabel etwas auf. Sofort kommt ein „Fein! Super! Das hast du aber toll gemacht!“ und mein Mann schreitet ein und sagt:“<strong>Nicht loben.</strong>“</p>
<p>Was meinst du, wie schief wir DA angeguckt wurden? Dann wird natürlich verwundert nachgefragt, warum jetzt auch kein Lob sein dürfe. Mein Mann erklärt es. Sie schauen verwirrt aus. Vielleicht lächeln sie auch drüber. Sie verstehen es nicht so ganz. Aber ok, sie versuchen, nicht zu loben.</p>
<p>Dass beinahe überall gelobt und bestraft wird, ist ja schon fast normal in unserer Gesellschaft. Es steckt in uns drin. Wir denken nicht drüber nach, sondern übernehmen einfach die Erziehungsstile aus unserer Kindheit. So nach dem Motto: Hat uns ja nicht geschadet.</p>

<h2>Bevormundung</h2>
<p>Manche Verhaltensweisen sind uns also in Fleisch und Blut übergegangen. Wir machen sie einfach. Sie sind zur <strong>Gewohnheit</strong> geworden.</p>
<p>Und dann kommt die jüngere Generation und sagt uns, dass wir alles <strong>falsch</strong> machen. Dass wir das lassen sollen. Sie nennen uns auch den Grund, aber so ganz verstehen wir es trotzdem nicht. Wir geben unser bestes, ihren „Weisungen“ Folge zu leisten. Aber manchmal rutscht es uns doch raus und dann kommt wieder dieses „Nicht…“</p>
<p>Das führte bei uns in der Familie zu Streit und schlechter Stimmung. Die anderen fühlten sich bevormundet und <strong>kritisiert</strong>. Meinem Mann wurde über den Mund gefahren. Oder es wurde sich über unseren Erziehungsstil lustig gemacht. Es fielen Sprüche wie:&#8220;Hätten wir euch mal nicht gelobt, sondern lieber verprügelt.&#8220; Oder trotzig mit &#8222;Doch!&#8220; geantwortet, wenn wir baten, etwas zu unterlassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5933" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Familie beim Waldspaziergang im Winter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich wollte keinen Streit mehr und brodelte vor mich hin, während ich zusah, wie unsere Erziehungsmethoden mit Füßen getreten wurden.</p>
<p>Und dann begann ich nachzudenken, wie diese verfahrene Situation gelöst werden könnte.</p>
<h2>Empathie</h2>
<p>Bevor ich die „Mein Kind, meine Regeln!“-Keule schwingen würde, versuchte ich erst einmal, die anderen zu <strong>verstehen</strong>. Warum verstehen sie uns nicht und machen nicht das, was wir sagen? Ich versetzte mich also in ihre Lage und kam zu folgenden 7 möglichen <strong>Gründen</strong> für ihr Verhalten:</p>
<h3>1. Gewohnheit</h3>
<p>Wer jahrelang so erzogen wurde bzw. erzieht, hat es schwer, Veränderungen anzunehmen und danach zu handeln. Es steckt in uns drin. Unsere <strong>Kindheit</strong> bestand daraus. Ich kann mich nicht von heute auf morgen um 180° drehen und ein anderer Mensch sein.</p>
<h3>2. Wille</h3>
<p>Ein ganz entscheidender Punkt! Wenn mir jemand vorschreibt, was ich zu tun habe, dem zeig ich innerlich’nen Vogel. Der will mir was erzählen? Da schalte ich auf <strong>Durchzug</strong>. Ob anerzogen oder Charakterzug, sei mal dahingestellt.</p>
<p>Aber wenn ich jemanden sehe, der mir ein „Wow! Wie macht sie/er das?“ herauslockt… Von der/dem ich mehr erfahren will… Von der/dem ich lernen will… Dann ist das schon’ne ganz andere Sache. Denn dann habe ich den eigenen <strong>Willen</strong> entwickelt, etwas zu lernen und mich ggf. auch zu ändern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5935" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Frau und Mann schenken Kind Pusteblumen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dieser Wille muss aber aus mir heraus entstehen und kann mir nicht vorgesetzt werden. Da muss ich selber ran. „Wo kein Wille, da kein Weg.“ – der Spruch ist so wahr!</p>
<h3>3. Der Ton macht die Musik</h3>
<p>Deine Freundin, die ihr Baby absichtlich schreien lässt, damit es endlich durchschläft, braucht dringend einen Rat von dir!</p>
<p>Du knallst ihr in deiner Wut an den Kopf, sie würde etwas Falsches, etwas Gewaltsames, Krankes, was auch immer, tun&#8230; Und ihre Bindung zum Baby würde massiv drunter leiden und ihr Baby würde das Urvertrauen verlieren und und und&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong> äußern, ohne dass sich dein Gegenüber gekränkt oder beschämt fühlt, ist schwer. War der Versuch, sie auf einen Fehler hinzuweisen, zu harsch? Sollte ich daran üben, <strong>WIE</strong> ich jemandem einen Tipp gebe oder meine Bedenken äußere?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5936" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Opa und Enkel schauen sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich jemanden so angehe, ist klar, dass dieser Rat<strong>SCHLAG</strong> nicht angenommen wird. Sie fühlt sich kritisiert, bevormundet, als schlechte Mutter denunziert und abgestempelt. Sie müsste sich eingestehen, ihrem Baby geschadet zu haben. Und das einzugestehen, kostet Kraft, Mut und schmerzt.</p>
<h3>4. Schmerz</h3>
<p>Wenn mir jemand sagt, ich soll anders handeln, dann kommt auch ein gewisser <strong>Schmerz</strong> mit hoch. Der Schmerz aus der eigenen Kindheit. Weil man begreifen muss, dass der Weg, wie ich teilweise erzogen wurde, tatsächlich nicht der richtige war. Dass einem <strong>Leid</strong> angetan wurde. Und diese Erkenntnis schmerzt. Man müsste sich eingestehen, dass die eigenen Eltern nicht das beste für einen getan haben. Dass einem Schlimmes widerfahren ist.</p>
<p>Diesen Schritt muss ich erstmal bereit sein zu gehen. Andere verschließen davor lieber (noch) die Augen und reden sich ein „So, wie ich erzogen wurde, war das richtig, und so handhabe ich es auch. <strong>Hat mir ja nicht geschadet.</strong> Ich bin meinen Eltern für die Erziehungsschelle dankbar. Ich lebe schließlich immer noch.“</p>
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<h3>5. Andere Zeiten</h3>
<p>Ein nicht unwichtiger Aspekt: Zeit. In welcher Zeit haben meine Großeltern gelebt? In welcher meine Eltern? Und in was für einer Zeit leben wir heute?</p>
<p>Haben wir Krieg? Geht es uns ums nackte <strong>Überleben</strong>? Muss ich schleunigst zusehen, dass ich irgendwo Essen her bekomme, damit mir meine Familie nicht wegstirbt? Sind Bombenangriffe bei uns Alltag?</p>
<p>Oder herrscht <strong>Frieden</strong>? Kann ich gelassen und entspannt nach draußen gehen? Muss ich mir um nix Sorgen machen, außer, was ich heute zum Essen koche? Kann ich mir ein Bad gönnen und machen, was ich will? Ein Buch lesen, Musik hören, Videos auf YouTube ansehen, in Facebookgruppen stöbern und mir Input holen, wenn ich mit meinem Latein am Ende bin?</p>
<p>Ja. All das kann ich. Ich lebe, im Vergleich zu meinen Großeltern, bei denen Krieg herrschte, im Paradies. Ich habe wenig Sorgen und kann mich Themen widmen, die mich interessieren. Dafür habe ich Zeit.</p>
<p>Aber diese Zeit hatten meine Großeltern nicht. Und auch heutzutage gibt es Familien andernorts, die andere Probleme haben. Denen es aktuell nur ums Überleben geht und nicht, ob Stoffwindel, Wegwerfwindel, windelfrei oder was auch immer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5937" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Uroma hält Urenkel auf dem Schoß" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Das soll keine Ausrede sein. Aber mir half es ungemein, zu verstehen, warum damals schwarze Pädagogik praktiziert wurde. Warum in dieser Zeit so viel Leid geschehen ist. Da musste man gehorchen und funktionieren. Und irgendwann musste dann zerstörtes Land wieder aufgebaut werden.</p>
<p>Als meine Eltern dann eine Familie gründeten, herrschte kein Krieg mehr. Die Mauer fiel, alles war neu und unbekannt. Meine Mutter verwarf einige Erziehungsmethoden. Andere wiederum übernahm sie. Das geht von Generation zu <strong>Generation</strong> immer so weiter. Auch ich habe manches übernommen und einiges wiederum nicht. Und mein Kind wird es sicher auch als Elternteil wieder anders handhaben. Einfach, weil wir Zeit haben, uns zu reflektieren und über uns selbst nachzudenken.</p>
<div id='c8109_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>6. Ungünstig ausgedrückt</h3>
<p>Sie wollen meinem Kind nichts Böses. Sie wollen nur&#8230;</p>
<p>Der Opa, der zu seinem Enkel streng und mit ernster Mine sagt:&#8220;Ein Hammer ist kein Spielzeug!&#8220;, möchte im Grunde genommen nur sein Enkelkind <strong>beschützen</strong>. Ein Hammer ist schwer und hart. Wenn der auf die kleine Hand oder auf den Fuß fällt&#8230; Oh weh! Dann lieber gleich weg mit solchen gefährlichen Sachen!</p>
<p>Die Oma, die überall ihren Nippes stehen hat, der das Kind so fasziniert, hat <strong>Angst</strong>, dass ihre Sachen kaputt gehen könnten. In ihren Augen gibt es genug Spielzeug. Dafür muss nicht ihre Deko herhalten. Also sagt sie &#8222;Nein!&#8220;, wenn er sich den Staubfängern nähert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5938" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Oma im Rollstuhl hält Enkel im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Uroma, die ihr Enkelkind lobt, weil es so schön aufgegessen hat, hat auch nichts Böses im Sinn. Sie freut sich, dass sie das Essen nicht wegwerfen muss. Dass es anscheinend geschmeckt hat. Sie möchte irgendeine positive <strong>Rückmeldung</strong> geben und fängt deshalb zu loben an.</p>
<p>Dem kleinen Mann will es einfach nicht gelingen, die Schnur durch das Loch zu fädeln. Er tobt und wütet und schreit und weint und ärgert sich! Alle wollen <strong>helfen</strong>, damit er nicht traurig sein muss! Was soll schon verkehrt daran sein, zu helfen?</p>
<h3>7. Erfahrung</h3>
<p>Sie denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefuttert und stützen ihr Verhalten auf jahrelangen <strong>Erfahrungen</strong>, die sie gesammelt haben. Sie wissen so viel, dass ich mit &#8222;nur&#8220; einem Kind unmöglich etwas &#8222;besser&#8220; wissen könnte. Ungern lässt sich die Erzieherin mit 30-jähriger Berufserfahrung was von der Azubine erzählen.</p>
<p>Es kann an einer bestimmten Ausbildung liegen. Einem Studium. Der Arbeit in einem Beruf, in dem man schon jahrelang tätig ist. Oder dass man Mutter/Vater von drölfzig Kindern ist und daher einfach weiß, was &#8222;richtig&#8220; ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gerade bei jenen, die solche Argumente vorzeigen, lassen sich schwer überzeugen. Weil sie überzeugt davon sind, dass sie aufgrund ihrer Erfahrungen über all die Jahre bereits alles wissen.</p>
<p>Was kannst du tun, wenn du mit solchen Menschen aneinander gerätst?</p>
<h2>Akzeptanz</h2>
<p>Wenn sich niemand für deinen Erziehungsstil interessiert, dann bringt es in meinen Augen nichts, sie überzeugen zu wollen. Manche WOLLEN sich einfach nicht ändern. Sie wollen keine schlauen Bücher lesen und sich nicht weiterbilden. Sie wollen auf dem Stand von vor zig Jahren stehen bleiben. Das ist schwer zu <strong>akzeptieren</strong>. Aber du kannst niemanden ändern, die/der sich nicht ändern will.</p>
<p>Wenn sie dir also alle wieder mit ihren tollen Tipps kommen, dann hör ihnen zu. Bedanke dich für diesen Rat. Und mach am Ende damit, was du willst.</p>
<p>Wenn du unsicher bist, recherchiere. Hol dir andere Meinungen ein. Gib demjenigen, der dir einen &#8222;falschen&#8220; Rat gegeben hat, einfach auch mal ein Feedback. Was du herausgefunden hast. Auch dein Rat kann sich zumindest angehört werden. Und dann entscheidet die- oder derjenige auch für sich, was er mit deiner Info anstellt. Einfach miteinander in <strong>Kontakt</strong> bleiben.</p>
<p>Und auch wenn jede/r nur deine tollen <strong>Erziehungstipps</strong> belächelt, dann lächel auch du drüber. Ich mach das inzwischen auch so, auch wenn es schwer fällt.</p>
<p>Oma lobt also weiterhin ihr Enkelkind bei jedem Pups. Opa spielt weiterhin den strengen, obwohl er eigentlich ein ganz lieber ist. Uroma fragt sich immer noch, warum ihr Urenkel nicht auf ihren Arm will, unternimmt aber auch nichts dagegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5940" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und das akzeptiere ich. Denn genau so will ich, dass man auch mich akzeptiert. Ich bin wie ich bin und wenn mich was interessiert, dann werde ich schon nachfragen.</p>
<p>Genau das ist mein <strong>Ziel</strong>: Wenn jemand es toll findet, wie ich mit meinem Kind umgehe, dann darf sie/er ruhig zu mir kommen. Und mich ansprechen. Sich mit mir unterhalten und sich austauschen. Aber ich werde niemandem hinterher rennen und sagen:&#8220;Du machst das aber GANZ falsch! SO ist das richtig! Guck her! Guck! Hey! Warum guckst du nicht?!&#8220;</p>
<p>Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich um entsprechende Literatur gebeten wurde, sie gab&#8230; und sich nichts änderte. Das war zwar noch unbegreiflicher für mich, aber ich akzeptiere das.</p>
<h2>Grenzen wahren</h2>
<p>Das bedeutet aber nicht, dass ich mit meinem Kind alles machen lasse. Denn irgendwo müssen auch Grenzen beachtet werden. Von Oma, Opa, Uroma, wem auch immer&#8230; Aber auch die <strong>Grenzen</strong> vom Kind!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Papa beschützt Kind vor Lämmern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn die Oma noch ganz alte Schule ist und meint, einem Kind schade keine Tracht <strong>Prügel</strong>, um es zu erziehen&#8230; Dann muss sie sich nicht wundern, wenn ich sie niemals unbeaufsichtigt mit meinem Kind allein lassen werde. Sie darf sich dann auch nicht wundern, wenn sie ihrem Enkel Gehorsam beibringen will und ich das nicht zulasse.</p>
<p>Wenn irgendjemand meint, mein Kind bestrafen, beleidigen, bevormunden, verängstigen zu müssen&#8230; Die/Der meint, ein <strong>Klaps</strong> würde nicht schaden&#8230; Die/Der mein Kind grob behandelt&#8230; Dann werde ich dafür kein Verständnis zeigen. Das werde ich auch nicht akzeptieren.</p>
<h2>Was ich meinem Kind mit auf den Weg geben will</h2>
<p>Ich möchte meinem Kind dadurch beibringen, dass es woanders wie zu Hause sein kann. Dass es sich dort behütet, <strong>geliebt</strong>, geborgen und gleichberechtigt fühlen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5941" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Oma hält grinsendes Enkelkind im Arm" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Dass es aber auch sein kann, dass woanders eben nicht wie zu Hause ist. Dass es dort andere Regeln gibt. Dass da keine <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">Wände bemalt</a> werden wie zu Hause. Dass da nicht <a href="https://www.milchtropfen.de/tischmanieren-der-kinder-blogparade/" rel="noopener">auf dem Boden gegessen</a> werden darf wie zu Hause. Das ist in meinen Augen völlig ok. Nirgendwo auf der Welt ist alles gleich. Unterschiede kennenzulernen ist gut und zeigt nur, dass <strong>Vielfalt</strong> herrscht.</p>
<p>Aber eins muss mein Kind ganz sicher nicht lernen: Gewalt. In welcher Form und auf welche Art und Weise auch immer. Mein Kind wird weder bestraft noch geschlagen, geklapst, gezogen, gezerrt, beleidigt, angeschrien, was auch immer.</p>
<p>Sollte es dazu kommen, werde ich es <strong>beschützen</strong>. Damit es lernt: Ich muss das nicht über mich ergehen lassen. Niemand darf so mit mir umgehen. Ich habe Grenzen und die werde ich auch wahren und notfalls verteidigen.</p>
<p>Ich will meinem Kind dadurch beibringen, dass niemand es herumschubsen darf. Dass er vielleicht auch jemanden meiden muss, um sich selbst zu schützen, weil die/der ihm nicht gut tut.</p>

<h2>Kontaktabbruch</h2>
<p>Jemanden und sein Verhalten zu akzeptieren, klappt nicht immer. In manchen Familien ist die Situation so verfahren, dass für eine (oder beide) Seiten nur ein <strong>Kontaktabbruch</strong> infrage kommt.</p>
<p>In unserer Familie kamen auch schon die einen oder anderen Kontaktabbrüche zustande.</p>
<p>Auch ich habe den Kontakt zu bestimmten Personen eingefroren. Die ich geliebt habe, die mir aber einfach nicht gut taten. Die mich ausgenutzt und wie <strong>Dreck</strong> behandelt haben. Niemand hat das Recht, so mit mir umzugehen. Für mich gab es keine andere Lösung. Sämtliche Versuche von diesen Personen, wieder Kontakt herzustellen, wurden von mir ignoriert. Bis irgendwann endlich Ruhe war.</p>
<p>Aber wie sieht es bei Menschen aus, die mit ihrer <strong>Familie</strong> brechen? Ich habe mir viele Erfahrungsberichte durchgelesen.</p>
<h3>Was Menschen zum Kontaktabbruch treibt</h3>
<p>Menschen, die sich für einen Kontaktabbruch entscheiden, sind nach einer Portion &#8222;Familienbesuch&#8220; mit ihren <strong>Nerven</strong> am Ende. Fühlen sich wie eine leere Hülle. Wie ein Zombie. Sie werden für alles verantwortlich gemacht. Sind der Sündenbock. Die Ursache allen Übels und für die Probleme anderer verantwortlich.</p>
<p>Sie fühlen sich nach solchen Besuchen unverstanden, erniedrigt, unterdrückt, ungeliebt, manipuliert, hilflos, ausgesaugt, zermürbt, runtergezogen. Es wird ständig gestritten, geheuchelt, es herrscht Neid, Hass, es wird mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen um sich geschmissen. Machtspiele werden getrieben, Intrigen geschmiedet.</p>
<p>Es eskaliert jedes Mal, um letztendlich fein säuberlich unter den Teppich gekehrt zu werden. Die <strong>Konflikte</strong> werden totgeschwiegen. Es wird so getan, als sei nichts geschehen. Alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir sind eine große, glückliche Familie.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5943" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - junge Frau und alte Frau lächeln sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und die Fassade beginnt immer weiter zu bröckeln. Es brodelt unter der Oberfläche. Bis der ganze Scheiß explodiert.</p>
<p>Erst haben sie ein schlechtes Gewissen. Denken, sie seien undankbar. Doch das Bedürfnis, keinen Kontakt mehr mit Menschen zu pflegen, die einem nicht gut tun, wog mehr.</p>
<p>Kontaktabbruch ist ein riesengroßer Schritt! Es gibt unzählige Berichte von Verlassenen und Abbrechern. Und sie alle sind furchtbar tragisch, wenn man sie sich mal durchliest. Da versteht die Mutter nicht, warum ihr Sohn PLÖTZLICH per Mail den Kontakt zu ihr abbricht. Er würde sie nicht hassen, sie sei ihm einfach scheißegal, habe er geschrieben.</p>
<p>Da frage ich mich dann immer: Hat sie wirklich keine Ahnung? Ist sie <a href="http://umgang-mit-narzissten.de/definition-narzissmus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">narzisstisch</a>? Ein Kind bricht doch nicht von heute auf morgen den Kontakt zu seiner Mutter ab! Fragen über Fragen und nur die beiden hätten sie sich beantworten können.</p>
<p>Damit meine ich: Reden, reden, reden! In <strong>Beziehung</strong> gehen! Versuchen zu verstehen! Nicht immer gleich alles hinschmeißen und was Neues suchen. Aneinander arbeiten. Eventuell sogar anstreben, den Konflikt in einer gemeinsamen Therapie zu lösen, wenn sich alle darüber einig sind.</p>
<p>Und wenn auch das nicht funktioniert und man sich nur noch weh tut und schlecht fühlt&#8230; DANN würde ich wohl auch sagen: Okay. Das war&#8217;s. Ich hau ab.</p>
<p><!--Clip_XXXX_170707_130040_398--></p>
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		<title>Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich hab ich es durchgelesen! &#8222;Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn&#8220; ist ein wirklich tolles Buch! Ein Ratgeber, der in jedem Regal stehen sollte, meine ich. Warum? Das erfahrt ihr im folgenden Review. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn Ein ziemlich langer Titel für ein Buch: &#8222;Das ... <a title="Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/das-gewuenschteste-wunschkind-aller-zeiten-treibt-mich-in-den-wahnsinn/" aria-label="Mehr zu Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="buchimgthumb" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3407864221&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=milchtropfen-21" alt="Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" width="300" height="250" />Endlich hab ich es durchgelesen! &#8222;Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn&#8220; ist ein wirklich tolles Buch! Ein Ratgeber, der in jedem Regal stehen sollte, meine ich.</p>
<p>Warum? Das erfahrt ihr im folgenden Review.</p>
<p><span id="more-3614"></span><div id='c1791_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn</h2>
<p>Ein ziemlich langer Titel für ein Buch: <a href="http://amzn.to/2m8jLss" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: <span id="productTitle" class="a-size-large">Der entspannte Weg durch Trotzphasen&#8220;</span></a>*</p>
<p>Nun gibt es ja zahlreiche Erziehungsratgeber und ich traue mich schon gar nicht mehr, so etwas zu lesen. Ständig ist vom Belohnen und Bestrafen die Rede. Grenzen setzen. Konsequenzen spüren lassen. Ignorieren.</p>
<p>Ihr merkt, ich war auf der Suche nach einem etwas anderen Ratgeber. Und per Zufall fand ich den dann auch.</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p>Der Titel ist ja schon sehr aussagekräftig. Das Kind, das man sich über alles gewünscht hat, treibt einen in den Wahnsinn. Wer hatte dieses Gefühl noch nicht? Man fühlt sich gleich verstanden.</p>
<p>In diesem Buch geht es nun darum, wie man mit der sogenannten Trotzphase seines Kindes entspannt umgehen kann.</p>
<p>Hierfür wird ein kleiner Exkurs ins kindliche Gehirn unternommen. Es wird gezeigt, dass Kinder im gewissen Alter noch gar nicht dazu in der Lage sind, sich so zu verhalten, wie es die Eltern (oder wer auch immer) gern hätten. Manchmal übersieht man auch einfach, wie jung unsere Kinder eigentlich noch sind. Man erwartet manchmal schlichtweg einfach zu viel von ihnen.</p>
<p>Auch auf die Frage, warum wir Eltern manchmal gern anders reagieren wollen, es aber nicht schaffen, wird näher eingegangen. Eine Reise in die eigene Kindheit bringt Licht ins Dunkel. Und ist sehr aufschlussreich. An den einen oder anderen Stellen wusste ich schon Bescheid. Bei manchen wiederum hatte ich auch meine Aha-Erlebnisse.</p>
<h2>Beispiele</h2>
<p>Ganz anders als bei Jesper Juul zum Beispiel strotzt das Buch nur so vor Beispielen. Eltern berichten aus ihrem Alltag mit Kind. Was geschehen ist. Wie sie regelrecht auf die Palme gebracht werden! Wie provokant ihre Kinder sind! Beinahe schon bösartig! Die wollen einfach nicht hören!</p>
<p>Den Erlebnissen der Eltern folgt dann die Auflösung der Autorinnen. Mal muss etwas weiter ausgeholt werden. Mal ist die Lösung so simpel, dass man auch selber hätte drauf kommen können.</p>
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<p>Zum Ende hin gibt es dann die Klassiker unter den Trotzphasenmomenten. Was kann man machen, wenn sich das Kind zum Beispiel nicht wickeln lassen will? Die Autorinnen verraten es &#8211; und vieles mehr. Was uns und unsere Kinder tatsächlich entspannter leben lässt.</p>
<p>Und ich rede hier so schwammig und nenne keine Beispiele, dabei würde ich so gern sämtliche Beispiele niederschreiben und gleich noch die Lösungen dazu. Aber das will ich nicht. Und darf ich auch gar nicht, glaube ich&#8230;</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Den Autorinnen Danielle Graf und Katja Seide ist hier wirklich ein großartiges, hilfreiches, einfühlsames Buch gelungen. Einfühlsam deshalb, weil es immer davon ausgeht, dass Kinder nicht böse sind. Dass sie keine kleinen Teufel sind, die es mit allen Mitteln zu erziehen gilt, wie es z.B. in der schwarzen Pädagogik hieß.</p>
<p>Das kindliche Verhalten hat immer einen Grund. Nur ist dieser für uns meist nicht so leicht zu erkennen. Dieses Buch hilft einem dabei, ein besseres Verständnis für das Verhalten, das wir schnell als &#8222;Trotzen&#8220; bezeichnen, zu bekommen. Ein feineres Gespür dafür zu bekommen, wie es in unseren Kindern aussieht und was in ihren Köpfen vor sich geht.</p>
<p>Es gibt so viele Bücher, in denen so viel Blödsinn drin steht. Und der langfristig gesehen derart schädlich für die Bindung zwischen Eltern und Kind ist. Wenn dann mal ein guter Ratgeber, wie eben dieser, rauskommt, dann sollten die Autorinnen für ihre Arbeit auch entsprechend be- und auch entlohnt werden. Also: <a href="http://amzn.to/2m8jLss" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kauft es euch!</a>*</p>
<p>Auch, wenn euer Kind (noch) nicht &#8222;trotzt&#8220;, ist es ratsam, sich das Buch zu Gemüte zu führen. Ich habe es beispielsweise in Vorbereitung auf die kommenden &#8222;Trotzphasen&#8220; (ich mag das Wort einfach nicht) gekauft. Wenn es dann bei uns so weit ist, weiß ich in etwa Bescheid, wie ich damit umzugehen habe.</p>
<p>Und selbstverständlich ist dieser Ratgeber nicht nur für Eltern gedacht. Er ist für all jene gedacht, die Umgang mit Kindern pflegen. Seien es Oma, Opa, Tante, Onkel, Erzieher/innen, Ärztinnen und Ärzte, Friseurinnen und Friseure oder wer auch immer. Es lohnt sich, seinen Horizont zu erweitern und zu verstehen, warum wir Menschen uns manchmal verhalten, wie wir uns verhalten.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/das-gewuenschteste-wunschkind-aller-zeiten-treibt-mich-in-den-wahnsinn/">Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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