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		<title>GFK üben: Geschenk geklaut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 21:09:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen ist mir etwas wirklich Nerven Aufreibendes passiert. Im heutigen Beitrag möchte ich dir von meiner Geschichte erzählen und dir einen Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation geben, in der es z.B. darum geht, sich in sich selbst hineinzufühlen. GFK üben: Geschenk geklaut Täglich passieren uns etliche Situationen, die uns im Nachhinein noch beschäftigen ... <a title="GFK üben: Geschenk geklaut" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/gfk-ueben-geschenk-geklaut/" aria-label="Mehr zu GFK üben: Geschenk geklaut">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen ist mir etwas wirklich Nerven Aufreibendes passiert. Im heutigen Beitrag möchte ich dir von meiner Geschichte erzählen und dir einen Einblick in die <strong>Gewaltfreie Kommunikation</strong> geben, in der es z.B. darum geht, sich in sich selbst hineinzufühlen.</p>
<p><span id="more-14004"></span></p>
<h2>GFK üben: Geschenk geklaut</h2>
<p>Täglich passieren uns etliche Situationen, die uns im Nachhinein noch beschäftigen und <strong>innerlich aufwühlen</strong>. Meiner Ansicht nach geschieht das, weil wir uns noch nicht mit der gesamten Situation auseinander gesetzt haben. Wir leben in einer derart schnellen Zeit, dass wir uns oftmals gar nicht in Ruhe hinsetzen und Vergangenes nochmal rekapitulieren.</p>
<p>Wozu?, mag jetzt manch eine/r denken. Wozu sich die Mühe machen und eine längst vergangene Situation hervorkramen? Der Drops ist doch jetzt eh schon gelutscht&#8230;</p>
<p>Das erkläre ich dir gerne.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-14007 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK üben Geschenk geklaut Selbsteinfühlung.jpg" alt="GFK üben Geschenk geklaut Selbsteinfühlung üben" width="1000" height="1500" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung.jpg 1000w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-768x1152.jpg 768w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-453x680.jpg 453w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/GFK%20üben%20Geschenk%20geklaut%20Selbsteinfühlung-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h3>1. Du lernst, eine Situation sachlich zu betrachten, ohne dich von Urteilen in die Irre führen zu lassen</h3>
<p>Die <strong>Situation</strong>, die du näher betrachten willst, muss rein sachlich sein. Stell es dir wie die Aufnahme durch eine Videokamera vor &#8211; frei von Wertungen und Urteilen, z.B. &#8222;Eine Person sucht nach einer Tüte&#8220;.</p>
<p>Wenn du lernst, deine Emotionen und Urteile vom reinen <strong>Betrachten</strong> einer Situation zu trennen, läufst du nicht so schnell Gefahr, dich von deinen eigentlichen Gefühlen abbringen zu lassen.</p>
<h3>2. Du lernst etwas über deine Gefühlswelt</h3>
<p>Wer nicht viel <strong>Übung</strong> darin hat, ein Gefühl in sich zu benennen und in Worte zu fassen, der/dem kann so ein regelmäßiges Einfühlen helfen.</p>
<p>Als Inspiration zur Benennung von Gefühlen dienen zahlreiche Listen, die es im Internet zu finden gibt. Sei dir aber stets bewusst: Manch eine Person hat vielleicht eine eigene Interpretation eines Gefühls aufgelistet, das andere nicht als Gefühl bezeichnen würden. Außerdem dienen solche Listen lediglich als Anreiz und wollen keineswegs den Anspruch erfüllen, vollständig zu sein.</p>
<h3>3. Du lernst, Auslöser und Ursache auseinander zu halten</h3>
<p>Ja, es gibt einen Unterschied zwischen <strong>Auslöser</strong> und <strong>Ursache</strong> eines Gefühls. Die Ursache unserer (angenehmen oder unangenehmen) Gefühle sind stets unsere (erfüllten oder nicht erfüllten) Bedürfnisse. Wodurch das ausgelöst werden kann, z.B. jemand schreit dich an, ist etwas ganz anderes.</p>

<h3>4. Du lernst, dir Zeit für dich zu nehmen und dich besser zu verstehen</h3>
<p>Mag sein, dass die Situation schon vergangen ist, aber in solchen Momenten hat man i.d.R. wenig bis gar keine Zeit, in sich reinzuspüren und sich zu <strong>verstehen</strong>. In Alltagssituationen muss man einfach schnell handeln, nicht wahr?</p>
<p>Aber jetzt kannst du dir Zeit nehmen für dich und deine Gefühlswelt. Gefühle wollen gelebt werden. Sie weisen uns darauf hin, was wir brauchen. So können wir uns um uns selber kümmern.</p>
<h3>5. Du übst für kommende Situationen und beugst emotionalen Entgleisungen immer besser vor</h3>
<p>Die eine oder andere Situation mag sich immer und immer wieder wiederholen. Auch wenn es nicht dieselbe Geschichte ist, wird sie sich doch im Kern ähneln.</p>
<p>Wenn du dich in Selbsteinfühlung übst, kannst du leichter und instinktiver <strong>Strategien</strong> anwenden, die du dir mit der Zeit angeeignet hast, ohne wieder aus der Haut zu fahren oder dich völlig überfordert, hilflos oder wie auch immer zu fühlen.</p>
<h2>Kurze Hintergrundstory</h2>
<p>Ich erzähle dir heute von einer Geschichte, die eine für mich sehr überraschende Wendung genommen hat, doch zuvor hab ich ein ganz schönes Gefühlschaos durchlebt. Um was ging es?</p>
<p>Mein Sohn wurde zum Kindergeburtstag eingeladen &#8211; relativ spontan, d.h. wir hatten 3 oder 4 Tage Zeit, um ein Geschenk zu besorgen. Online hatte ich schon gestöbert, aber nichts Richtiges gefunden. So langsam drängte die Zeit. Also wollte ich mit Oliver im Spielzeugladen einkaufen gehen. Doch da war das Geschenk, das sich sein Kumpel gewünscht hatte, leider nicht da. Deshalb beschlossen wir, in einen anderen Laden zu fahren.</p>
<p>Schließlich fanden wir ein Geschenk für seinen Freund (den Eldrador <a href="https://amzn.to/3u1zRF2" target="_blank" rel="nofollow noopener">Höllenhund</a>* von Schleich) kauften auch eine Karte und lustiges Geschenkpapier.</p>
<p>Danach ging es noch ab zum Supermarkt, denn Essen brauchten wir auch noch.</p>
<p>Ab nach Hause ging es dann mit vollgepackten Tüten. Wir beide waren schon ziemlich erschöpft, durchgefroren und müde.</p>
<p>Zu Hause hab ich mich dann dran gemacht, die Tüten auszupacken, und wundere mich, wo die Tüte mit dem Geschenk ist. Ich finde sie nicht. Oh oh. Ich schaue mich um, aber sie ist nirgends zu finden. Allmählich werde ich nervös&#8230;</p>
<p>Ich schau vor der Tür. Vielleicht dort vergessen? Nichts. Unten vor der Tür, vielleicht hab ich sie stehen lassen beim Schlüssel suchen? Auch nicht.</p>

<p>Dann überlege ich: Ich konnte mich noch genau an die Szene erinnern, in der wir im Supermarkt waren und mein Sohn im Einkaufswagen saß und die Tüte mit der Geschenkpapierrolle rausragte und ich durch die eingeschränkte Sicht den Einkaufswagen etwas umständlich manövrieren musste.</p>
<p>Das zeigte mir: Ok, im Supermarkt hattest du die Tüte noch. Also nochmal anziehen und los zum Supermarkt. Vielleicht lag sie ja noch bei den Einkaufswagen. Fehlanzeige. Dann wurde sie bestimmt gefunden und abgebeben. Also ab in den Markt und nachgefragt. &#8222;Nee, tut mir Leid. Hier wurde keine Tüte abgegeben.&#8220;</p>
<p>Und dann steh ich da&#8230;</p>
<p>Genau hier merke ich, dass sich in mir ein <strong>Schalter umlegt</strong>, denn ich merke: Scheiße. Du wirst die Tüte mit dem Geschenk, der <a href="https://amzn.to/3MSKQt4" target="_blank" rel="nofollow noopener">Glückwunschkarte</a>* und dem Geschenkpapier nicht mehr wiederbekommen.</p>
<h2>Selbsteinfühlung in 4 Schritten</h2>
<p>Wie läuft jetzt so eine Selbsteinfühlung ab? Hier einmal zur <strong>Theorie</strong> der GFK:</p>
<ol>
<li>objektive Situation, die ich genauer betrachten möchte</li>
<li>Gefühle, die ich dabei gefühlt habe</li>
<li>Bedürfnis, das sich durch meine Gefühle gemeldet hat</li>
<li>Bitte/Danke</li>
</ol>
<p>Den kompletten <strong>Prozess</strong> der Selbsteinfühlung bin ich auf meinem YouTube Kanal &#8222;Herzmensch&#8220; durchgegangen. Wenn du diesen lieber in Form eines Videos sehen möchtest, schau es dir gerne an. Ich würde mich natürlich riesig freuen, wenn du mir dort einen Daumen nach oben und ein Abo da lässt, falls es dir gefallen haben sollte und dich das Thema GFK auch weiterhin begleiten darf.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_Bye-1Vp7Js" width="680" height="430" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Ich hab den Prozess aber auch hier in diesem Beitrag niedergeschrieben. Wenn du also lieber weiterlesen möchtest, dann geht&#8217;s jetzt weiter:</p>
<h2>1. Situation</h2>
<p>Um welche Situation geht es genau &#8211; rein <strong>objektiv</strong> betrachtet?</p>
<p>Der Moment, in dem ich merke, dass ich die Tüte nicht mehr wiederfinden werde.</p>
<h2>2. Gefühle</h2>
<p>Ich könnte jetzt dazu übergehen, enttäuscht zu sein oder traurig. Ich könnte beginnen, den Verlust zu bedauern und mich nun um mein Bedürfnis nach Trost kümmern. Ich könnte direkt eine Bitte an mich formulieren, was ich mir jetzt Gutes tun kann, um mir mein Bedürfnis nach Trost zu erfüllen, z.B. indem ich eine Freundin anrufe oder eine Runde meditiere.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-14019 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund.jpg" alt="" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/traurige-Person-umarmt-einen-Freund-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2.1 Achtung bei Wut und Ärger</h3>
<p>Aber so einfach hat es mir mein Kopf in diesem Moment nicht gemacht, denn ich hab mich plötzlich geärgert! Und wie! Ich war stinksauer! Fuchsteufelswild!</p>
<p>Wenn wir uns <strong>ärgern</strong> oder <strong>wütend</strong> sind, ist das immer ein Moment, um sich bewusst zu machen, dass man hier noch nicht an seinem eigentlichen Gefühl angekommen ist.</p>
<p>Ärger und Wut weisen uns darauf hin, dass wir etwas interpretiert, analysiert und verurteilt haben. Wir haben die Situation durch unser Wertesystem geschickt und sind zu dem Ergebnis gekommen: Das ist falsch oder Das macht man nicht.</p>
<p>Wenn wir in Richtig und Falsch denken oder nach Schuldigen suchen und uns deshalb ärgern bzw. vor uns hin wüten, kratzen wir aber lediglich an der Oberfläche unserer Gefühlswelt.</p>
<p>Natürlich ist es einfacher, wenn wir Ärger oder Wut verspüren. Es setzt eine gewisse Energie und Kraft frei. Darunter verbergen sich unangenehme Gefühle, die wir nicht fühlen wollen, eben weil sie so unangenehm sind, wie z.B. das Gefühl der Ohnmacht oder der tiefen Trauer.</p>
<p>Was genau habe ich gedacht oder mir vorgestellt? Hier hilft die sogenannte <strong>Wolfsshow</strong>, d.h. du schreibst dir all deine Gedanken und Urteile auf, auch wenn sie noch so böse klingen mögen. Es ist wichtig, sie aufzuschreiben, weil wir auf diese Weise Stück für Stück den dahinter liegenden Gefühlen und letztlich auch unseren unerfüllten Bedürfnissen auf die Spur kommen. Bitte die Wolfsshow nur für dich selber in Gedanken machen oder auf ein Blatt Papier bringen, aber bitte niemandem an den Kopf knallen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Tüte hat jemand gefunden und beschlossen, sie mitzunehmen und für sich zu behalten. So nach dem Motto: Geil! Nächstes Geburtstagsgeschenk ist gesichert!&#8220;</p>
<p>&#8222;Dieser Mensch muss doch gesehen haben, dass das Spielzeug für ein Kind ist! Da war auch noch eine Glückwunschkarte und Geschenkpapier drin! Wieso machen Menschen sowas?!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist so <strong>asozial</strong>!&#8220;</p>
<p>&#8222;Was für&#8217;ne scheiß Person findet, dass es&#8217;ne gute Idee ist, ein Geburtstagsgeschenk für ein Kind zu klauen?!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist ein <strong>NO GO</strong>! Verlorene Sachen gibt man ab, statt sie für sich zu behalten!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist verwerflich!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das ist <strong>falsch</strong>!&#8220;</p>
<p>&#8222;Diese Menschen denken alle immer nur an sich selbst und scheißen einfach auf alles und jeden. Denen ist es egal, wenn andere leiden!&#8220;</p>
<p>&#8222;Hat bestimmt jemand mitgenommen, der nicht genug verdient und sich kein Geschenk für sein Kind leisten kann.&#8220;</p></blockquote>
<h3>2.3 Ärger verpuffen lassen</h3>
<p>Um aus diesem Strudel aus Ärger und Wut zu kommen, helfen schon zwei Dinge:</p>
<ol>
<li>Uns bewusst machen, dass das, was wir gerade denken, nicht der Wahrheit entsprechen muss. Wir machen uns bewusst, dass wir gerade geurteilt haben. Das ist auch ok so. Das darf auch sein. Es zeigt, welche <strong>Werte</strong> uns wichtig sind, vielleicht auch, welche <strong>Glaubenssätze</strong> in uns verankert sind (z.B. &#8222;Verlorene Sachen gibt MAN ab, statt sie für sich zu behalten.&#8220;). So erkennen wir aber: Aha! Ich ärgere mich grad aufgrund meiner Gedanken. Hier geht&#8217;s schon gar nicht mehr um die eigentliche Situation, sondern um das, was plötzlich in meinem Kopf abgeht.</li>
<li><strong>Verallgemeinerungen</strong> erkennen, z.B. ALLE, IMMER, NUR, und sich bewusst machen, dass man hier gerade verallgemeinert, das aber auch hier höchstwahrscheinlich nicht der Wahrheit entspricht.</li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14018 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen.jpg" alt="" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/03/glueckliche-Frau-mit-gefalteten-Händen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>3. Eigentliche Gefühle, verbunden mit den unerfüllten Bedürfnissen</h2>
<p>Vielleicht sind dir im Nachgang noch ein paar Urteile eingefallen. Jetzt kümmern wir uns darum, unsere eigentlichen Gefühle zu benennen. Nimm dir Zeit dafür. Spür in dich hinein. Im nächsten Schritt kannst du schauen, welches <strong>Bedürfnis</strong> sich wohl mit diesem Gefühl bemerkbar gemacht hat. Bei mir haben sich z.B. folgende <strong>Gefühle</strong> und Bedürfnisse gemeldet:</p>
<ul>
<li>Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil mir ein Miteinander wichtig ist, das gestützt wird von <strong>Vertrauen</strong>.</li>
<li>Ich bin <strong>enttäuscht</strong>, weil mir ein <strong>wertschätzender</strong> Umgang und die damit einhergehende <strong>Verantwortung</strong> mit meinen finanziellen Ressourcen wichtig ist.</li>
<li>Ich bin <strong>perplex</strong>, <strong>schockiert</strong> und auch <strong>irritiert</strong>, weil ich <strong>Klarheit</strong> brauche, um das Verhalten dieses Menschen verstehen zu können.</li>
<li>Ich fühle mich <strong>hilflos</strong>, weil ich mir <strong>Inspiration</strong> und <strong>Unterstützung</strong> wünsche, um die Tüte wiederzubekommen.</li>
<li>Ich bin so <strong>frustriert</strong>, <strong>gestresst</strong>, <strong>erschöpft</strong>, <strong>ausgelaugt</strong> und <strong>überfordert</strong>, weil ich mich nach Unterstützung, <strong>Leichtigkeit</strong> und <strong>Entspannung</strong> sehne. Ich möchte meine schier endlos lange To Do Liste gern abarbeiten, statt neue Aufgaben erledigen zu müssen, z.B. mich um ein neues Geschenk kümmern, noch eine Geburtstagskarte, nochmal <a href="https://amzn.to/3JkzQ5E" target="_blank" rel="nofollow noopener">Geschenkpapier</a>*. Ich sehne mich nach <strong>Freude</strong> und <strong>Spaß</strong> im Alltag.</li>
</ul>
<p>Am Stärksten hat sich bei mir aber die <strong>Trauer</strong> gemeldet. Ein starker Indikator für Trauer zeigt sich, wenn man weint. Und ich hab gemerkt, dass es mir jetzt echt gut täte, <strong>gehört zu werden</strong>.</p>
<h2>4. Bitte</h2>
<p>Als mir das klar geworden ist, rief ich meine Mutter an und erzählte ihr von meiner Geschichte und meinem Verlust. Ich weinte. Und es tat so gut. Es war ein erleichterndes Gefühl, als ich merkte, dass mir meine Mutter zuhörte, mir ihr <strong>Bedauern</strong> aussprach, mit mir mitfühlte, mich wahrnahm. Es brauchte keine Tipps und Vorschläge und schon gar keine Vorwürfe. Ich bekam genau das, was mir in diesem Moment am Dringendsten war: Empathie.</p>
<p>Ohne in dieser Situation überhaupt an die 4 Schritte der GFK gedacht zu haben, hatte ich unbewusst eine Bitte an mich formuliert, die positiv formuliert und direkt ausführbar war: Mutti anrufen.</p>
<p>Ich spürte förmlich innerhalb weniger Sekunden, als wir sprachen, dass mir gerade eine unheimliche Last von den Schultern fiel. Ich fühlte mich <strong>erleichtert</strong>, <strong>frei</strong>, und konnte mit dem Umstand, dass die Tüte trotzdem nicht mehr wiederkam, schon deutlich besser umgehen. Ich fing an, zu <strong>akzeptieren</strong>.</p>

<h2>Happy End</h2>
<p>Als ich auflegte und zu meinem Sohn ins Wohnzimmer ging, schaute mich Oliver plötzlich mit ganz großen Augen an und rief Freude strahlend:&#8220;Mama! Du hast ja das Geschenk gefunden!&#8220;</p>
<p>Und ich starre ihn einfach nur völlig verdattert an und weiß überhaupt nicht, wovon er gerade spricht. &#8222;Hä? Wie? Was?&#8220;</p>
<p>Da zeigt er mit seinem Zeigefinger hinter mir auf die Ecke der Couch&#8230; Ich drehe mich um&#8230; Jupp. Da lag sie. Die Tüte mit dem Geschenk und dem anderen Zeugs drin&#8230;</p>
<p>Ich schwöre, ich hab KEINEN BLASSEN SCHIMMER, wie die da hingekommen sein soll! Ich hätte schwören können, dass ich sie dort niemals abgelegt hatte. Aber so war es. Sie war nie weg. Wurde auch nie geklaut. Es gab keinen asozialen Menschen. Alles nur Hirngespinste und vernichtende Urteile.</p>
<p>Und deshalb war auch all die Wut, die Hilflosigkeit und Trauer mit einem Mal war wie weggeblasen. Puff &#8211; weg!</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir eindrücklich gezeigt, wohin uns unsere Gedanken führen können, wenn wir es zulassen. Doch mithilfe der <strong>Selbsteinfühlung</strong> kommen wir ihnen auf die Spur und lernen Step by Step, sie von der eigentlichen Situation zu trennen, uns bewusst darüber zu werden. Wir lernen uns und unsere Gefühle kennen und unsere Bedürfnisse. Wir können auf diese Weise für uns sorgen und Strategien entwickeln, falls wir mal wieder in eine ähnliche Situation geraten sollten.</p>
<p>Welche Situation kommt dir dabei spontan in den Kopf? Erzähl mir gern davon unten in den Kommentaren, ich würde mich freuen, davon zu lesen.</p>

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		<title>Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 22:18:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen. Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu verstehen, vielleicht sogar ein paar tröstende Worte zu finden. Deshalb ... <a title="Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/" aria-label="Mehr zu Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen.</p>
<p>Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu <strong>verstehen</strong>, vielleicht sogar ein paar <strong>tröstende Worte</strong> zu finden.</p>
<p>Deshalb gibt es heute einen Beitrag, wie du jemanden <strong>richtig trösten</strong> und ihr/ihm zur Seite stehen kannst, was du tun oder sagen könntest, und vor allem, was du unterlassen solltest.</p>
<p><span id="more-10584"></span></p>

<h2><strong>Tröstende Worte</strong></h2>
<p><strong>Babys</strong>, mitunter auch noch Kleinkinder, sind recht einfach zu trösten, wenn sie sich verletzt haben oder aus irgendeinem anderen Grund <strong>traurig</strong> sind. Sie brauchen dann ganz viel Nähe, der Liebestank muss wieder aufgefüllt werden, wie es so schön heißt. Stillen, kuscheln, streicheln, umarmen, im Arm wiegen, tragen, schunkeln, gut zureden &#8222;Ich bin da.&#8220;, vielleicht ein beruhigendes Lied singen &#8211; alles ganz wunderbare Methoden, damit sich ein Baby bzw. <strong>Kind</strong> wieder beruhigt.</p>
<p>Werden wir älter, bedarf es da schon mehr, als jemanden, der uns mal ganz fest in den Arm nimmt, damit alles wieder gut ist. Wir wollen auch <strong>verstanden</strong> und <strong>gesehen</strong> werden. Und das ist, wie ich zu meinem Bedauern feststellen musste, ziemlich selten zu finden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10587" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg" alt="Richtig tröten - Die besten Tipps, Kinder &amp; Erwachsene richtig zu trösten | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Das wird mir alles zu viel</h2>
<p>Erst vor Kurzem hatte ich einen <strong>Unfall</strong>. Bin ohnmächtig geworden und knallte mit dem Gesicht auf den Boden. Der ganze Weg vom Notruf bis zur Entlassung im Krankenhaus hat in mir tiefe Spuren hinterlassen.</p>
<p>Dann kam der Punkt, an dem ich begriff, dass ich meinen Zahn, vielleicht sogar noch mehr Zähne aufgrund des <strong>Traumas</strong> verlieren würde. Mir wurde mein <strong>Verlust</strong> jetzt erst so richtig bewusst und ich fing manchmal aus heiterem Himmel zu <strong>weinen</strong> an.</p>
<p>Ich merkte, dass mich in dieser Zeit kaum jemand gesehen und verstanden hat. Enttäuschung und das Gefühl von Einsamkeit machten sich breit.</p>
<p>Als wäre dieser Umstand noch nicht genug, hab ich’s jetzt wohl auch noch mit der Bandscheibe zu tun. Neben den seelischen <strong>Schmerzen</strong> kommen jetzt auch noch <strong>körperliche</strong> hinzu und ich sage mir: Das wird mir alles zu viel!</p>
<p>Ich wache auf und hoffe, es war alles nur ein Albtraum. Ein richtig beschissener Albtraum, der mir eine Höllenangst gemacht hat. Der jetzt aber zum Glück vorbei ist. Der mir sagt, dass ich das alles nur geträumt habe. Dass alles gut ist. Doch dann muss ich mir eingestehen: Das war kein <strong>Traum</strong>. Das ist <strong>Realität</strong>.</p>
<p>Und all die tröstenden Worte, die ich höre, die sind alle so <strong>falsch</strong>. Worte wie</p>
<ul>
<li>&#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;</li>
<li>&#8222;Sei nicht traurig.&#8220;</li>
<li>&#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>&#8222;Jetzt kannst du traurig sein. Später wirst du drüber lachen.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du schaffst das. Du bist stark. Du bist so tapfer.&#8220;</li>
<li>&#8222;Man kann den Kostenvoranschlag bei (&#8230;) einreichen, dann machen dir die Ärzte ein Angebot.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du bist mega taff. ne harte Huss. n zähes Gemüse. Ich bin mega beeindruckt, wie du (&#8230;).&#8220;</li>
<li>&#8222;Du wirst die bestmögliche Behandlung bekommen, damit du dich wieder wohl fühlst.&#8220;</li>
</ul>
<p>Obwohl sich einige Sätze für dich vielleicht <strong>aufbauend</strong> und <strong>tröstend</strong> anhören, waren sie in meinen Augen völlig fehl am Platz. Woran lag das?</p>
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</div>
<h2><strong>Nicht verstanden</strong></h2>
<p>Es ist, als würde niemand meinen Schmerz sehen. Als würde das, was mir passiert ist, sogar heruntergespielt werden. „Zum Glück ist <strong>nichts Schlimmeres</strong> passiert.“ hört sich für mich so an, als sei das, was geschehen ist, für andere nicht so wild gewesen.</p>
<p>Mir kommt es vor, als würde jede/r versuchen, nur schnell alles <strong>in Ordnung</strong> bringen zu wollen, in der Hoffnung, dass dann alles wieder wie vorher ist. Schnell vergessen, Blick nach vorn, an die Zukunft denken und einfach weitermachen wie bisher. Als würden sie ein Pflaster über eine Wunde kleben wollen, damit alles wieder normal sein kann. Aber so funktioniert das nicht, wenn man trauert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5932 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn da sind <strong>zwei Wunden</strong>. Die eine ist jetzt vom Pflaster bedeckt und kaschiert. Und die andere hat man gar nicht erst zu Gesicht bekommen, denn die blutet still und leise vor sich hin, ohne dass sie jemals genauer angesehen wurde.</p>
<h2><strong>Die unsichtbare Wunde</strong></h2>
<p>Die Wunde reißt auf, als ich aufwache und überall dieses <strong>Blut</strong> auf dem Boden sehe, mein Kind nach mir ruft, ich in meiner Verwirrtheit funktionieren und organisieren muss, den <strong>Notruf</strong> wähle, Sachen packe und mein Kind mitnehme, um auf den Krankenwagen zu warten.</p>
<p>Sie scheint gestillt zu werden, als mein Mann nach Hause kommt und der Notarzt eintrifft, doch als mir die Sanitäter sagen, dass meine Zähne abgebrochen sind, meine Nase evtl. auch noch gebrochen ist, ich eine Halskrause umgelegt bekomme, weil sie nicht wissen, ob ein Halswirbel verletzt ist, da reißt sie weiter auf.</p>
<p>Die Wunde schmerzt, als ich im <strong>Krankenhaus</strong> wie ein Paket abgeliefert werde, es mir unendlich schlecht geht und alle an mir vorbeilaufen und ich einfach warten muss, bis sich jemand um mich kümmert. Ich fühle mich unwichtig, wertlos, wie eine Nummer, ohne Identität, ohne jemanden an meiner Seite, der mich lieb hat. <strong>Allein</strong> gelassen,</p>
<p>Mir fällt auf, dass es kaum Zeit für ein intensives Gespräch gibt, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Einstudiertes Mitgefühl, <strong>übergriffiges</strong> Verhalten und <strong>Überforderung</strong> scheinen hier dagegen zum Alltag zu gehören.</p>
<p>Dann stehen weitere Untersuchungen an, weil es mir immer schlechter geht. Gehirnerschütterung? Oder noch schlimmer? Ich hab <strong>Angst</strong>, dass mein Gesicht mein geringstes Problem ist.</p>
<p>Die Patienten drumherum nörgeln und sabotieren ihre eigenen Untersuchungen, das Personal ist genervt, weil sie jetzt die bereits erledigten Aufgaben wiederholen müssen. Noch weniger Zeit für andere Dinge, z.B. den anderen Patient*innen das mehrmals erbetene Wasser oder Telefon zu holen. Piepende Apparate, grelles Licht, klingelnde Telefone, Menschen unterhalten sich über belanglosen Scheiß, der in mir einen unbändigen Brechreiz hervorruft.</p>
<p>Dieses ganze System, dass die Arbeit der Rettungssanitäter nur bis zum Krankenhaus geht und dort endet, das Personal halslos <strong>überfordert</strong> und <strong>gestresst</strong> ist, Patient*innen mitunter den ganzen Tag auf jemanden warten, die/der sich ihrer annimmt, immer mehr Notfälle reinkommen, aber nicht mehr Hilfe, all diese <strong>Not</strong> überall, ich werde schier wahnsinnig.</p>
<p>Und dann darf ich endlich nach Hause. Schnell wird mir das Pflaster vom Zugang von der Haut abgerissen mit irgendeinem &#8222;Hab dich nicht so&#8220;-Spruch. Bloß schnell weg hier.</p>

<h3>Die unbehandelte, unsichtbare Wunde</h3>
<p>Bei den nachbehandelnden Ärzt*innen wird die Wunde aber einfach nicht besser, niemand <strong>kümmert</strong> sich um sie. Alle sagen, wie tapfer und mutig und stark ich doch sei, wie gut ich das mache. Dass <strong>alles gut</strong> sei. Sie betrauern meinen Verlust, aber nicht so, wie ich es brauche. In der Familie versuchen es einige mit Witzen, das geht total nach hinten los.</p>
<p>Allmählich denke ich selber, dass es nicht so schlimm war. Die Schiene, die ich übergangsweise tragen soll, fällt nicht auf. Es sieht tatsächlich so aus, als sei nie etwas passiert. Alles schön <strong>kaschiert</strong>.</p>
<p>Doch dann nehme ich das Teil ab, um es zu säubern, und sehe ES. Ich höre ES. Ich geh mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt und er nimmt mir meine Hoffnung, dass es nur harmlose Rückenschmerzen sind, die man mit etwas Tapen wieder in den Griff bekommt. Und dann wird mir mit einem Mal klar, dass nichts „wieder wird“. &#8217;n Scheiß wird wieder!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10593" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg" alt="Trauriges Kind lehnt an einer Wand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2><strong>Wie du richtig trösten kannst</strong></h2>
<p>Genau an dieser Stelle wirst du wahrscheinlich erkennen, warum es so <strong>schwer</strong> ist, die richtigen Worte zu finden, um jemanden zu trösten. Weil die Wunde <strong>tiefer</strong> ist, als sie erscheint. Weil es der/dem Betroffenen um etwas ganz anderes geht, als du vielleicht denkst. Weil viele einfach selber nicht wissen, wie man jemanden richtig tröstet, weil sie selber nie richtig <strong>getröstet</strong> wurden. Weil manchmal einfach zu viel auf einen einprasselt, womit man nicht klarkommt. Man ist schlichtweg überfordert und weiß nicht, wie man mit diesem ganzen <strong>Ballast</strong> zurechtkommen soll.</p>
<p>Hier also ein paar <strong>Tipps</strong>, was du beim Trösten tun bzw. nicht tun solltest:</p>
<div id='c6916_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3><strong>Zeig Verständnis, nimm sie/ihn ernst</strong></h3>
<p>Egal, ob es sich um einen Unfall, einen <strong>Streit</strong>, eine Trennung oder die Verarbeitung eines Verlustes handelt, ein Kind hingefallen oder „nur“ traurig ist, weil die Sonne untergegangen ist oder was auch immer: Du solltest die Person mit ihren <strong>Gefühlen</strong> und Bedürfnissen immer <strong>ernst nehmen</strong>.</p>
<p>Egal, um was es sich handelt und egal, ob es von außen <strong>nicht so schlimm</strong> aussieht, denk an die unsichtbare Wunde. Für andere ist es sehr wohl tragisch, und das sollte unbedingt ernst genommen werden. Folgendes solltest du auf jeden Fall <strong>vermeiden</strong>:</p>
<ul>
<li><strong>Aufmunterungsversuche</strong>, wie z.B. kitzeln oder Witze machen</li>
<li><strong>Ablenkungen</strong> jeglicher Art, wie die o.g. Aufmunterungsversuche, aber auch Kinobesuche, einen saufen gehen oder Party machen wollen usw.</li>
<li><strong>Motivationssprüche</strong>, wie &#8222;Sei stark.&#8220;, &#8222;Du schaffst das.&#8220;, &#8222;Du muss jetzt tapfer sein.&#8220;</li>
<li>Von sich selber erzählen, wie &#8222;Ich weiß, wie du dich fühlst, bei mir war das so: (…).&#8220;</li>
<li><strong>Trivialisierungen</strong>, wie &#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;, &#8222;Besser als&#8230;&#8220;</li>
<li><strong>Floskeln</strong>, wie &#8222;Die Zeit heilt alle Wunden.&#8220;, &#8222;Alles wird gut.&#8220;, &#8222;Später wirst Du dankbar sein.&#8220;, &#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>Tipps und <strong>Ratschläge</strong> jeglicher Art, außer, es wurde ausdrücklich darum gebeten</li>
<li>Verurteilungen, <strong>Beschuldigungen</strong>, wie &#8222;Was musstest du auch&#8230;?&#8220;, &#8222;Ich hab&#8217;s dir ja gleich gesagt, aber du&#8230;&#8220;</li>
</ul>
<p>Ziemlich viel, was man lieber lassen sollte, aber alles hat einen Grund. Absolute Priorität ist, dass sich die/der Trauernde <strong>verletzbar</strong> zeigen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10595" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg" alt="Kind weint in den Armen seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es geht nicht darum, stark oder tapfer zu sein oder optimistisch in die Zukunft zu blicken, sondern darum, sich fallen lassen zu können und aufgefangen zu werden. Es geht darum, den Schmerz voll und ganz <strong>zuzulassen</strong> und von seinen Mitmenschen gesehen und <strong>gehört</strong> zu werden. Sämtliche o.g. Versuche lenken bloß vom eigentlichen Problem ab, man <strong>verdeckt</strong> es einfach, statt es sich näher anzusehen, was zu noch mehr (inneren) Verletzungen führt, weil man sich einfach nicht <strong>gesehen</strong> fühlt.</p>
<p>Wenn du dir nicht sicher bist, ob jetzt ein Ratschlag gut käme, dann stell dir einfach vor, dass du die- bzw. derjenige bist, die/der gerade total frustriert ist. Was würde dir helfen? Was bräuchtest du? Was würde dir überhaupt nicht helfen? Wenn du dir diese Fragen stellst, wirst du schnell herausfinden, ob ein Tipp in dieser Situation wirklich hilfreich oder eher schädlich wäre.</p>
<div id='c8000_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3><strong>Sei ehrlich</strong></h3>
<p>Es ist gar nicht so selten, dass die Leute lieber einen Bogen um trauernde Menschen machen. Sie wollen ihnen eigentlich Raum und Zeit geben, wollen sie nicht bedrängen. Sie reden mit allen anderen über den <strong>Vorfall</strong>, nur nicht mit den Menschen, denen es passiert ist. Sie sind <strong>unsicher</strong>, was der Person gut täte, also lassen sie es lieber ganz, um bloß nichts falsch zu machen. Doch gerade dieser Weg ist oft der verletzendste.</p>
<p>Ich für meinen Teil fand dieses Verhalten zumindest verletzend. Statt mit mir zu reden, war mein Mann ständig am Telefonieren und Schreiben und Erzählen, wie es mir geht, was jetzt ansteht usw.</p>
<p>Mit einigen aus meiner Familie wollte ich tatsächlich nicht sprechen, das sagte ich auch so, aber ich wollte nicht, dass mich die anderen wie eine zerbrechliche Puppe behandeln und mit mir nur noch über einen Dritten <strong>kommunizieren</strong>. Besser wäre es gewesen, <strong>ehrlich</strong> und <strong>klar</strong> mit mir zu reden, was ich brauche.</p>
<p>Wenn du also unsicher bist, was du jetzt für die Person tun kannst, dann sei doch lieber ehrlich und red mit ihr darüber, statt dein Gedankenkarussell anzuschmeißen und dir auszumalen, was sie wohl angeblich möchte bzw. nicht möchte, so vermeidest du Missverständnisse.</p>
<h3><strong>Bleib im Jetzt</strong></h3>
<p>Manche trösten gern darüber hinweg, dass es ja bald besser wird, dass es dann alles wieder gut sein wird, dass man vielleicht sogar irgendwann mal drüber <strong>lachen</strong> kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Mir persönlich bringen solche Worte nichts, so lieb sie gemeint sein mögen. Denn ich brauche JETZT jemandem, der sich mit mir befasst und für mich da ist. Ich will mich nicht mit der <strong>Zukunft</strong> beschäftigen, denn ich komme ja nicht mal mit der <strong>Gegenwart</strong> klar!</p>
<p>Vielleicht werde ich wirklich mal drüber lachen können, keine Ahnung, weiß ich nicht, ist ja jetzt noch nicht eingetroffen. Aber jetzt, in diesem Moment, bin ich unendlich traurig und will <strong>trauern</strong> dürfen, will wissen, dass da jemand ist, der mich noch liebt und mich versteht und für mich da ist.</p>
<p>Statt also von der Zukunft zu reden und Optimismus zu zeigen, kümmer dich doch erstmal um die Gegenwart.</p>

<h3><strong>Aktives Zuhören</strong></h3>
<p>Alles schön und gut, was man nicht tun soll, aber wie kann man denn &#8222;richtig&#8220; trösten und jemanden begleiten? Gibt es das überhaupt: Richtig trösten? In meinen Augen, ja, und zwar mithilfe des aktiven Zuhörens, eine wirklich wunderbare und einfache Methode, damit sich dein Gegenüber <strong>verstanden</strong> fühlt.</p>
<p>Im Grunde genommen geht es beim aktiven Zuhören darum, seine <strong>Aufmerksamkeit</strong> voll und ganz der/m Gesprächspartner*in zu widmen, das Gesprochene wiederzugeben oder kurz zusammenzufassen, sowohl durch <strong>verbale</strong> als auch <strong>nonverbale</strong> Techniken.</p>
<p>Lass dich von nichts ablenken, nimm dir <strong>Zeit</strong> für ein intensives Gespräch, schau nicht aus dem Fenster, auf die Uhr, das Telefon oder womit du dich gerade beschäftigt hast, halte stattdessen <strong>Augenkontakt</strong>. Zeige, dass du verstehst und zuhörst, indem du nickst, kurze Äußerungen von dir gibst, aber nicht unterbrichst (wie z.B. „Ich verstehe.“ usw.), wiederhole das Gesagte, spiegele die Gefühle, frage nach, fasse kurz zusammen, lass auch gern mal längere Pausen zu.</p>
<p>Ein Beispiel für <strong>aktives Zuhören</strong> kannst du dir gern im unteren YouTube Video ansehen. Ich finde, mit Videos kann man das aktive Zuhören besser erklären als mit bloßen Worten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/xgAogY-iIQI?rel=0&amp;controls=0&amp;showinfo=0" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3><strong>GFK – gewaltfreie Kommunikation</strong></h3>
<p>Eine weitere Methode, die allerdings sehr viel Übung erfordert und außerdem voraussetzt, dass du selber mit dir <strong>empathisch</strong> umgehst, bevor du jemanden Empathie entgegenbringen kannst, ist GFK, die <strong>gewaltfreie Kommunikation</strong>, die mich wie kein anderes Thema so fasziniert und mir so viel gegeben hat. Ich liebe <strong>GFK</strong>!</p>
<p>Da GFK jedoch ein sehr umfangreiches Thema ist, möchte ich es gern in einem gesonderten Beitrag erörtern. So viel kann ich dir aber schon verraten: Bei der GFK geht es darum, sich mit jemandem empathisch zu verbinden, um herauszufinden, welche Gefühle und Bedürfnisse sich in der- bzw. demjenigen gemeldet haben, als ein bestimmtes <strong>Ereignis</strong> eintraf, das als Auslöser identifiziert werden kann.</p>
<p>Mit GFK schaut man also ganz genau hinter einen <strong>Auslöser</strong>, um herauszufinden, was da in einem Menschen gerade lebendig war.</p>
<p>Wenn du mehr über GFK erfahren willst, dann kann ich dir das Hörbuch &#8222;<a href="https://amzn.to/2yWgfcf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens &#8211; erweiterte Neuausgabe</a>&#8222;* von Marshall B. Rosenberg empfehlen, allerdings lege ich dir nahe, auf jeden Fall auch mal einen Kurs mitzumachen, ich zumindest verinnerliche Inhalte auf diese Art und Weise besser und präge sie mir leichter ein.</p>
<div class="produktbox-wrapper">
<div class="produktbox-titel"><i class="fa fa-heart"></i>Meine Empfehlung für dich</div>

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            <ul><li>Marshall B. Rosenberg (Autor) - Markus Hoffmann, Joachim Schönfeld, Ulrike Hübschmann (Sprecher)</li></ul>        </div>
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<p>Ansonsten kann ich dir auch aus vollem Herzen die <a href="http://www.caecilie-boehmig.de/gewaltfreie-kommunikation/" target="_blank" rel="noopener">GFK <strong>Übungsgruppe</strong></a> empfehlen, in die ich persönlich sehr, sehr gern gehe, da konnte ich schon viel lernen, viel mitnehmen, mir wurde in dieser Gruppe wie in keiner anderen so viel gegeben, es ist wirklich eine absolute Herzensempfehlung von mir an dich, wenn du GFK <strong>üben</strong> möchtest, egal, ob du jemanden <strong>begleiten</strong> oder selber begleitet werden willst.</p>
<h3><strong>Sei da und h</strong><strong>alte es aus</strong></h3>
<p>Selbst, wenn es dir nicht gelingen sollte, die richtigen Worte zu finden, dann sei einfach <strong>ehrlich</strong>. So erging es auch meinem Mann. Alles, was er sagte, war falsch oder brachte mich nur noch mehr zum Weinen.</p>
<p>Irgendwann meinte er dann:&#8220;Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, damit ich dich trösten kann. Ich bin für dich da.&#8220;</p>
<p>Und das war es. Da war einfach jemand, der sagt: &#8222;Ich bin mir unsicher, was ich sagen soll. Ich weiß nicht weiter. Aber ich bin da.&#8220;. Kein Blabla, keine Floskeln, kein Zukunftsgelaber oder sonstwas. Einfach authentisch und mit der Botschaft: Was du auch brauchst, ich bin für dich da. Ich weiß zwar grad selber nicht, wie ich helfen kann, aber wir stehen das gemeinsam durch. Du bist nicht allein.</p>
<p>Viel konnte mein Mann während dieser <strong>Trauerphase</strong> nicht machen. Ich musste so viel weinen, dachte, es sei vorüber, und brach dann wieder in einen heftigen Heulkrampf aus.</p>
<p>Doch mein Mann ging nicht weg, blieb da, hielt mich, schwieg und hielt es einfach aus. Zwischendurch war mir das sogar etwas lästig, dann brauchte ich eine kurze Pause, aber im Nachhinein war es genau das Richtige, dass er mir zwar den Raum gab, den ich zwischendurch brauchte, aber mir immer wieder signalisierte: <strong>Ich bin da</strong>. Du bist nicht allein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10608" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg" alt="Frau wird in Armen einer Freundin getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3><strong>Akzeptiere sie/ihn</strong></h3>
<p>Was auch helfen kann: Den Menschen vor dir so zu <strong>akzeptieren</strong>, wie er ist.</p>
<p>Mein Sohn (3 Jahre) begleitete mich z.B. zum Zahnarzt, weil ich eine Schiene für die Übergangszeit bekommen sollte. Leider war die kaputt, weshalb ich weiter als zahnlose Minka rumlaufen musste. Das erklärte ich meinem Sohn, woraufhin er mich bat, meinen Mund aufzumachen. Er hielt mein Gesicht mit seinen kleinen, weichen Händen, schaute in meinen Mund und sagte nichts. Es war keine Trauer, kein Ekel, da war einfach keinerlei <strong>Bewertung</strong> in seinem Blick. &#8222;Lass uns zum Spielplatz gehen.&#8220;, schlug er vor.</p>
<p>&#8222;Ich liebe dich auch ohne Zahn.&#8220; &#8211; zumindest deutete ich diesen stillen Moment so. Ich fand diese Geste echt süß, hat sie mir doch gezeigt, dass mein Sohn mich auch so <strong>liebt</strong>. Das hat mir viel <strong>Kraft</strong> gegeben, weil ich mich dadurch einfach geliebt fühlte.</p>
<p>Und dann gab es da noch ein paar fremde Kinder auf dem Spielplatz, die mich trotz meines Makels ganz normal behandelten, sich mit mir wie mit jedem anderen unterhielten und mit mir spielten und mir zeigten, dass ich auch mit diesem Verlust ein vollwertiger Mensch bin und mich nicht schämen brauche.</p>
<p>Es war zwar schade, was ich verloren und erlebt hatte, aber ICH war ok, ich wurde nicht wie eine Aussätzige behandelt. Diese <strong>Akzeptanz</strong> von außen ließ mich ruhiger werden und war reiner Balsam für die Seele.</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Du kannst viel <strong>falsch</strong> machen, wenn du versuchst, jemanden in seiner Trauer zu begleiten. Dazu zählen jegliche Versuche der Aufmunterung und Ablenkung sowie Floskeln, Motivationssprüche, Zukunftsgelaber, Heuchelei, Vergleiche, Trivialisierungen sowie Verurteilungen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10602" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg" alt="Kind schaut mit verschränkten Armen ärgerlich zu verärgerter Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die <strong>beste Methode</strong>, jemanden zu trösten, indem er sich voll und ganz gesehen und gehört fühlt, besteht darin, einfach da zu sein, die Person aufzufangen und gemeinsam mit ihr den Schmerz zu bewältigen, am Besten durch aktives Zuhören und die gewaltfreie Kommunikation (GFK).</p>
<p>Wie du siehst, geht es also nicht darum, großartige Reden vorzubereiten, ausgefallene Ablenkungs- und Aufmunterungsmanöver zu starten oder mit <strong>Tipps</strong> und <strong>Ratschlägen</strong> um dich zu werfen, denn die sind absolut nicht hilfreich.</p>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Wenn gewünscht, ist eine Umarmung, ein Tipp oder ein eigener Erfahrungsbericht in Ordnung, du solltest aber unbedingt darauf warten, dass die Person dich unaufgefordert darum <strong>bittet</strong>.</p>
<p>Wenn du nicht weißt, wie du mit der Situation umgehen sollst, sei lieber ehrlich, geh hin und sag es einfach, statt dich aus Angst fernzuhalten, denn das kann die/der Trauernde als sehr verletzend empfinden, weil sie/er sich dadurch wie ein/e Aussätzige/r fühlt.</p>
<p>Was hilft dir, wenn du total deprimiert bist?<br />
</p>
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		<title>12 von 12 &#8211; Juli 2017</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/12-von-12-juli-2017/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 21:23:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[12 von 12]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute wollte ich mich nach 2 Jahren endlich mal wieder allein (ohne Kind) mit meinen Freundinnen treffen. Wie dieser Tag so lief, erfährst du in 12 Bildern. 12 von 12 &#8211; Juli 2017 Wir werden alle vom liebevollen Dröhnen des Rasenmähers auf dem Hof geweckt. Der kleine Mann hilft sich erstmal mit einem Schlückchen Milch ... <a title="12 von 12 &#8211; Juli 2017" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/12-von-12-juli-2017/" aria-label="Mehr zu 12 von 12 &#8211; Juli 2017">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wollte ich mich nach 2 Jahren endlich mal wieder allein (ohne Kind) mit meinen <strong>Freundinnen</strong> treffen.</p>
<p>Wie dieser Tag so lief, erfährst du in 12 Bildern.</p>
<p><span id="more-6109"></span><div id='c9383_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>12 von 12 &#8211; Juli 2017</h2>
<p>Wir werden alle vom liebevollen <strong>Dröhnen</strong> des Rasenmähers auf dem Hof geweckt. Der kleine Mann hilft sich erstmal mit einem Schlückchen Milch über den Lärm hinweg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6111" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind im Familienbett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann gibt&#8217;s statt Frühstück erstmal&#8217;ne ordentliche Portion <strong>Spiiiiiiiiiieleeeeeeeeen</strong>!!! Und zwischendurch &#8211; natürlich &#8211; Mültsch!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6112" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind neben Bausteinen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-bausteinen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Irgendwann bin ich dann aber sowas von ausgelutscht, dass ich erstmal selber zu Kräften kommen muss. Also <strong>Frühstück</strong> machen! Leckeres Müsli! Und der kleine Mann&#8230; ach, sieh selbst&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6118" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind bei der Zubereitung des Frühstücks" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-zubereitung-des-fruehstuecks-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der kleine Mann will zum Frühstück kein Müsli. Er haut seine Zähne lieber in&#8230; na???&#8230; in einen <strong>Maiskolben</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6116" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Kind isst Maiskolben" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-kind-isst-maiskolben-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><strong>Zähneputzen</strong> muss auch noch sein. Was der kleine Mann macht? Joah, der trinkt gerade Milch&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6115" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind beim Zähneputzen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-zaehneputzen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann schauen wir ein wenig auf dem Tablet. Ich bereite den kleinen Mann darauf vor, dass Tanja, seine <strong>Babysitterin</strong>, heute kommen wird. Er freut sich. Über die Nachricht, dass ich heute mal ein paar Freundinnen treffen und weg sein werde, ist er weniger begeistert.</p>
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<p>Dann hat der kleine Mann &#8211; wie seit einigen Tagen &#8211; Bock auf Pfannkuchen. Ei, Hafermilch, Mehl und Olivenöl &#8211; mehr braucht&#8217;s dafür nicht. Außer vielleicht noch etwas MuMi. Aber nicht für die <strong>Pfannkuchen</strong>&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6113" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind beim Pfannkuchenbraten" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-beim-pfannkuchenbraten-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nach dem ersten gebratenen Pfannkuchen hat der kleine Mann keinen <strong>Bock</strong> mehr und verdünnisiert sich. Ich steh allein in der Küche und mach die restlichen Pfannkuchen fertig, während mein Kind vom Wohnzimmer aus nach mir ruft. Zum Glück ist Papa auch noch da&#8230;</p>
<p>Dann lesen wir <strong>Bücher</strong>&#8230; und stillen&#8230; und spielen&#8230; und stillen&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6114" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind neben Buch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-neben-buch-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Irgendwann wird der kleine Mann müde. Zeit für den <strong>Mittagsschlaf</strong>. Und ein Schlückchen Milch&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6117" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind im Familienbett zu Mittagsschlaf" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-im-familienbett-zu-mittagsschlaf-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Jetzt kommt der schwierige Part &#8211; Verabschiedung</h2>
<p>Dann kommt die Babysitterin und wird herzlich begrüßt. Der kleine Mann will, dass ich noch mit ihm spiele. Solange ich noch nicht los muss, bin ich also für ihn da. Wir machen Kissenschlachten und verbuddeln den Kleinen unter Kissen und Decken.</p>
<p>So vergeht eine ganze Weile. Bis ich dann irgendwann nur noch eine halbe Stunde Zeit habe. Dann noch eine Viertelstunde. Und mich der kleine Mann die ganze Zeit über nicht gehen lässt.</p>
<p>Ich lasse mir <strong>Zeit</strong>. Nehme ihn hoch. Stille ihn. Rede mit ihm. Dass ich wiederkommen werde. Was er solange machen möchte. Das bringt ihn wieder zum Lachen und er geht weg von mir. Aber sobald es ans Verabschieden geht&#8230; Keine Chance.</p>
<p>Irgendwann kommen wir auf ein U-Boot zu sprechen. Ich soll nach einem U-Boot Ausschau halten, meint der kleine Mann zu mir. Alles klar, mach ich. Und du, kleiner Mann, suchst auch nach einem U-Boot. Wenn wir uns dann heute Abend sehen, zeigen wir uns die U-Boote.</p>
<p>Nachdem ich eine halbe Stunde zu spät bin, verabschiede ich mich und gehe. Mein Mann und die Babysitterin trösten den kleinen Mann. Ich stehe da so mitten im Flur und warte kurz. Als ich mich auf den Weg mache, sehe ich, dass die Nachbarn ihre Türe offen stehen haben. Wenn die mir jetzt mit irgendeinem Spruch kommen&#8230; Dann kann ich für nix mehr garantieren.</p>
<p>2 Jahre. <strong>Einmal</strong> mit Freundinnen treffen. Sonst immer mit Kind. Heute einfach mal ohne. Einmal. Das muss doch mal drin sein oder? Aber während ich so im Auto sitze, denke ich ganz anders darüber. Mir ist mulmig und ich fühle mich scheiße und schlecht.</p>

<h2>Karma</h2>
<p>Und dann holt mich das Karma ein!</p>
<p>Das <strong>Wetter</strong>? Hinreißend regnerisch! Nix mit Eis schlecken im Café, während wir uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Stattdessen watscheln wir in Regenmontur bekleidet durch strömenden Regen und quatschen. Zumindest halten meine neuen Gummistiefel. Im Gegensatz zur Regenjacke. Ich bin pitschenass unten drunter.</p>
<p>Großartig etwas <strong>unternehmen</strong>? Nüscht! Freundinnen haben keine Kohle und wollen nix ausgeben. Läuft&#8230;</p>
<p>Unterwegs bastel ich aus gefundenen Sachen ein U-Boot. Außerordentlich begeistert davon bin ich aber nicht. Also gehen wir noch in ein Geschäft und besorgen ein RICHTIGES U-Boot.</p>
<p>Nach etwa einer Stunde (!) verabschieden wir uns wieder. Ich hatte mir das Treffen ein klein wenig anders vorgestellt. Länger irgendwie&#8230; Aber gut. Wird ja nicht das letzte Mal gewesen sein.</p>
<p>Also ab ins Auto und nach Hause. Navi? Hat keinen Empfang. Ich gurke also irgendwo in den Gassen umher. Bin immer noch mit den Gedanken bei meinem Sohn. Und stehe plötzlich einem Taxi gegenüber, dem ich die <strong>Vorfahrt</strong> genommen habe. Ja und dann lassen sich natürlich alle immer so schön aus über einen, wenn sie so richtig in Fahrt sind. Das fehlte mir gerade noch. Jaja, zeig mir, dass ich einen Vogel habe&#8230; Weiter geht die Fahrt&#8230;</p>
<p>Dann fahre ich allen hinter mir wohl zu langsam und werde mit einem ohrenbetäubenden Brummen überholt. Dann nehme ich nochmal jemandem die Vorfahrt. Ich bin so durch den Wind, dass ich mir merke:</p>
<blockquote><p>NIE WIEDER IN SOLCHEN GEMÜTSZUSTÄNDEN AUTO FAHREN!</p></blockquote>
<p>Gleich da! Noch eine einzige Ampel! Aber irgendwie wird die nicht grün&#8230; <strong>Musik</strong> während der Autofahrt? Mehr als bescheiden! Ich schalte und schalte und warte und warte. Diese verfluchte Ampel will nicht grün werden! Warum dürfen alle fahren, nur ich nicht?! Dein Ernst?!</p>
<p>Irgendwann ist dann ein Autofahrer so lieb, mich darauf hinzuweisen, dass ich zu weit von der <strong>Ampel</strong> entfernt stehe. Ich solle weiter vorfahren, dann würden die Sensoren auch schnallen, dass da ein Auto steht. Sonst stehe ich da noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.</p>
<p>Als dieser Fehler also behoben ist, heißt es noch zweimal abbiegen und: Endlich zu Hause.</p>
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</script><br></div></div>
<h2>Daheim geht&#8217;s weiter</h2>
<p>Zu Hause angekommen. Ich bereite mich darauf vor, den kompletten restlichen Tag vereinnahmt zu werden. Stattdessen spendiert mir der kleine Mann ein Glas <strong>Hafermilch</strong> und spielt in meiner Nähe weiter. Trinkt auch kurz Milch. Wir genießen beide unsere Milch. Lecker!</p>
<div id='c6034_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Ich erzähle allen von meinem beschissenen Tag. Im Umkehrschluss berichten sie, dass es bei Oliver, nachdem er sich richtig ausweinen durfte, auch gut war. Sie spielten dann in Ruhe und es gab keine Triggermomente.</p>
<p>Dann zeigte ich dem kleinen Mann das <strong>U-Boot</strong>, das ich draußen gebastelt hatte. Das fand er lustig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6123" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - selbst gebasteltes U-Boot" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-selbst-gebasteltes-u-boot-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und dann zeigte ich ihm das gekaufte <a href="http://amzn.to/2tK8y4h" target="_blank" rel="nofollow noopener">U-Boot</a>*. Das fand er ein klitzekleines bisschen cooler&#8230; Okay, er war total aus dem Häuschen und baute es zusammen mit Papa auf. Der war übrigens auch total von den Socken. Dann musste es natürlich sofort in die <strong>Wanne</strong> damit gehen. Ich leistete dem kleinen Mann Gesellschaft. Echt cooles Teil! Muss ich ja mal sagen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6122" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Playmobil U-Boot" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-playmobil-u-boot-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und irgendwann musste ich dann mal langsam anfangen, den Beitrag zu <strong>schreiben</strong>. Wer mir wohl dabei Gesellschaft leistete?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6124" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind bei der Arbeit am Computer" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-bei-der-arbeit-am-computer-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der Tag nähert sich dem Ende. Zeit für&#8217;s Bett. Zeit für&#8230; du weißt schon&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6138" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett.jpg" alt="12 von 12 - Juli 2017 - Mutter stillt Kind am Abend im Familienbett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/12-von-12-juli-2017-mutter-stillt-kind-am-abend-im-familienbett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Jetzt schläft der kleine Mann seelenruhig im Bett. Mein Mann und ich haben jetzt Zeit für uns&#8230;</p>
<p><strong>DENKSTE!</strong> Der kleine Mann ist putzmunter! Der Papa haut sich ins Bett, hört Hörbuch. Das ist seine Methode, den kleinen Mann zu sich zu locken. Klappt nur leider nicht. Der kleine Mann guckt lieber Tablet. Mein Mann ist inzwischen schon eingepennt. Ich schreibe noch schnell den Beitrag zu Ende und bin dann wohl fürs <strong>Zubettgehen</strong> zuständig.</p>
<p>Ja, das ist so einer dieser Tage&#8230;</p>
<p>Wie war deiner? Mach doch auch mit bei der Aktion von <a href="http://draussennurkaennchen.blogspot.de/" target="_blank" rel="noopener">Draußen nur Kännchen</a> und schreibe am 12. eines jeden Monats anhand von 12 Bildern, wie dein Tag war. Oder lies dir noch die anderen <a href="http://draussennurkaennchen.blogspot.de/2017/07/12-von-12-juli-2017.html" target="_blank" rel="noopener">12 von 12 &#8211; Beiträge</a> durch.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/12-von-12-juli-2017/">12 von 12 &#8211; Juli 2017</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 06:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche mögen es, manche nicht. Ich erzähle mal, wie wir zum Familienbett kamen. Warum ich es liebe, aber manchmal auch gern anders hätte. Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)? Um die Frage zu beantworten, wie wir überhaupt auf die Idee kamen, ein Familienbett zu gründen, muss ich etwas weiter ausholen. Und dich in meine Kindheit mitnehmen. Eine ... <a title="Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/familienbett-warum-eigentlich-nicht/" aria-label="Mehr zu Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche mögen es, manche nicht. Ich erzähle mal, wie wir zum Familienbett kamen. Warum ich es liebe, aber manchmal auch gern anders hätte.</p>
<p><span id="more-4241"></span><div id='c2435_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?</h2>
<p>Um die Frage zu beantworten, wie wir überhaupt auf die Idee kamen, ein Familienbett zu gründen, muss ich etwas weiter ausholen. Und dich in meine <strong>Kindheit</strong> mitnehmen.</p>
<p>Eine <span style="color: #800080;"><strong>****Triggerwarnung**** </strong></span>möchte ich an dieser Stelle rein vorsorglich aussprechen betreffend &#8222;Schlechtes Gewissen machen&#8220; und &#8222;Allein schlafen&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11806" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht)? | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Wie das damals war</h2>
<p>Unsere Wohnung, in der meine Eltern mit meiner Schwester und mir damals noch wohnten, war ziemlich groß. Jede von uns hatte ihr eigenes Zimmer. Meine Schwester hatte ihr Zimmer an einem Ende der Wohnung. Meins lag am anderen Ende, neben dem meiner Eltern. Die schliefen zusammen. Wir Kinder schliefen allein.</p>
<p>Als Kind empfand ich es damals schon als&#8230; wie soll ich sagen&#8230; ich empfand es nicht als ungerecht, allein zu schlafen. Es schwankte mehr das Bedürfnis mit, lieber bei meinen Eltern sein zu wollen. Mit ihnen zu kuscheln. Gemeinsam auf der Couch zu sitzen. Oder Spiele zu spielen. Egal, was. Hauptsache zusammen sein.</p>
<p>Stattdessen hieß es für meine Schwester und mich, ab in die Falle. Zähne putzen. Und dann gute Nacht. Die Großen kuscheln jetzt noch gemütlich auf der Couch und gucken fern. Ohne euch.</p>
<p>Meine Schwester und ich nutzten beim Zähne putzen die Gelegenheit, durch den Türspalt zu gucken. Mit fernzusehen. Unsere Eltern saßen gemütlich auf der Couch und guckten fern. Wir verrenkten uns die Köpfe, um mitzusehen. Wenn wir dann hörten, wie einer von ihnen aufstand, um nachzusehen, was wir so lange trieben, rannten wir schnell zurück ins Bad und taten ganz geschäftig.</p>
<h2>Das schlechte Gewissen</h2>
<p>Eines Abends war es also wie immer: Meine Eltern schauten fern, während ich durch den Spalt spähte, um mitzugucken.</p>
<p>Irgendwann reichte es meiner Mutter aber dann. Sie hatte es wohl mehrmals mitbekommen. Mich vielleicht auch ermahnt. Wahrscheinlich war es auch schon sehr spät. Ich weiß es nicht mehr.</p>
<p>Plötzlich sprang sie von der Couch auf, riss die Tür auf, ich total geschockt, dass sie mich erwischt hatte. Sie gab irgendeinen Haufen Gemecker von sich, überschüttete mich wieder mit dem schlechten Gewissen. Sie zerrte mich am Arm ins Wohnzimmer zur Couch und setzte mich unsanft drauf. Ich will fernsehen? Bitteschön! Ich könne so lange fernsehen&#8230; ach, ich weiß gar nicht mehr, was genau sie mir entgegen schleuderte.</p>
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<p>Ich wollte es wiedergutmachen. Wollte aufstehen. Ich weinte. Es tat mir leid. Ich wollte sie nicht verärgern. Ich wollte doch einfach nur dabei sein. Doch ich durfte nicht mehr aufstehen und alles wiedergutmachen. Ich wurde zurück auf die Couch zu meinem Vater gedrückt, der indes alles still mit ansah und nichts sagte.</p>
<p>Meine Mutter verließ das Drama wie üblich mit einem theatralischen Türknallen und ward nicht mehr gesehen. Ich saß also weinend auf der Couch neben meinem Vater, der weiterhin schwieg. Der Film, der lief, interessierte mich kein Stück. Ich weinte und hoffte auf Erlösung. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis ich gehen durfte.</p>
<h2>Die Angst</h2>
<p>Was hat diese Geschichte mit dem Familienbett zu tun? Sie zeigt, wie ich aufgewachsen bin. Wie ich <strong>erzogen</strong> wurde. Bei uns gab es kein Familienbett. Meine Eltern schliefen zusammen. Aber nicht wir Kinder. Unsere Eltern wollten uns etwas bieten, denke ich. Jede von uns hatte ihr eigenes Zimmer. Das war in den ganz schlimmen Terror-Zickenkrieg-Zeiten schon ganz gut so. Hat womöglich Leben gerettet.</p>
<p>Aber in der Nacht wünschte ich mir sehnlichst jemanden herbei. Doch ich war allein. Fürchtete mich. Wagte nicht aufzustehen. Wohl einerseits, weil es sonst wieder Streit gegeben hätte, dass ich ins Bett soll.</p>
<p>Andererseits wohl auch, weil ich nicht von dem <strong>Monster</strong> unter meinem Bett gefressen werden wollte. Pedantisch achtete ich darauf, dass alles bis auf meinen Kopf unter der Bettdecke war, damit mich das Monster nicht unters Bett zerren konnte. Ich hatte oft furchtbare Angst in der Nacht. Aber ich gab keinen Mucks von mir.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4328" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-hat-angst-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kind hat Angst im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-hat-angst-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-hat-angst-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In meinem Kopf stellte ich mir vor, ich würde nach meinen Eltern um Hilfe schreien. Malte mir aus, wie lange es dauern würde, bis sie da sein würden. Bis dahin wäre ich schon längst tot, dachte ich. Und so schrie ich nicht und stand auch nicht auf. Bewegte mich nicht. War starr und wagte kaum zu atmen.</p>
<h2>Allen Mut zusammen nehmen</h2>
<p>Als wir älter, aber immer noch Kinder waren, waren wir abends auch mal <strong>allein</strong> &#8211; meine Schwester und ich. Wir gingen dann allein schlafen, wann wir wollten. Das war einerseits cool, weil ich dann ewig lange aufbleiben und tun und lassen konnte, was ich wollte. Doch in der Nacht war ich wieder allein. Da konnte mir der Berg an <strong>Kuscheltieren</strong>, die mich mit ihrer Masse schon aus meinem eigenen Bett verdrängten, auch nicht helfen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4327" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-schlaeft-mit-einem-haufen-kuscheltieren-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kind schläft mit einem Haufen Kuscheltieren im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-schlaeft-mit-einem-haufen-kuscheltieren-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-schlaeft-mit-einem-haufen-kuscheltieren-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich allen Mut zusammengenommen hatte, weil ich es schier nicht mehr aushielt, schlich ich mit meinem Bettzeug bewaffnet durch die beängstigende, stille, stockfinstere Wohnung. Bis zum Ende unserer Wohnung. Wo das Zimmer meiner Schwester lag. Ich klopfte an ihre Tür. Flüsterte ihren Namen. Fragte, ob sie noch wach sei und ich reinkommen dürfe.</p>
<p>Manchmal stellte sie sich schlafend, glaube ich. Dann musste ich den unendlich langen, gruseligen Weg wieder zurück gehen. In mein Zimmer. Ans andere Ende der Wohnung.</p>
<h2>Heile Welt</h2>
<p>Aber manchmal, da wurde mir Einlass gewährt. Dann trat ich ein und sah warmes Licht, weil meine Schwester noch las. Auf das coole Hochbett meiner Schwester, das mein Papa und mein Opa für sie gebaut hatten, durfte ich nicht. War auch zu eng. Ich verkroch mich dann lieber auf ihre Couch. Es war alles gut. Ich war jetzt in Sicherheit. Das spürte ich.</p>
<p>So redeten meine Schwester und ich über irgend etwas. Oder sie las mir vor. Hörten wir Musik? Keine Ahnung. Irgendwas taten wir in den Stunden bestimmt. Bis wir beide derart müde waren, dass das Licht ausgemacht wurde und wir schlafen gingen. Meine Schwester in ihrem Bett. Ich auf der Couch. Eingemummelt in mein Bettzeug, das ich auf meinen nächtlichen Streifzügen durch die Wohnung immer mitnahm.</p>

<p>So war für einige Stunden heile Welt. Bis meine Eltern wiederkamen. Sahen, dass ich nicht in meinem Bett lag. Dann fanden sie mich auf der Couch meiner Schwester. Ich stellte mich jedes Mal schlafend, damit sie mich dort in einem Anfall von Barmherzigkeit liegen lassen. Oder mich zumindest in mein Bett tragen. Aber das war nie der Fall. Nie. Ich wurde <strong>geweckt</strong>. Sollte mein Bettzeug packen. Und wieder in mein eigenes Bett gehen.</p>
<p>Es gab noch viele Male, in denen ich wieder mit meinem Bettzeug auf die Couch meiner Schwester wanderte. Aber die Botschaft, dass ich nicht allein schlafen wollte, die kam nie an. Irgendwann hörten die Nachtwanderungen dann auf. Ich glaube, ich hatte aufgegeben.</p>
<h2>Zeichen</h2>
<p>Das sind <strong>Erinnerungen</strong>, die mir geblieben sind, wenn ich an das Einschlafen denke. Keine schönen Nächte, findest du nicht?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4333" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-allein-traurig-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kind allein traurig im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-allein-traurig-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-allein-traurig-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Was all diese Erinnerungen gemein haben: Meine Eltern wussten nichts davon. Von den Nächten, in denen ich mich in den Schlaf weinte. Von meinen Ängsten, die mich mit weit aufgerissenen Augen im Bett stumm nach Hilfe schreien ließen. Die mich dazu veranlassten, Nähe zu suchen. Sei es im abendlichen Spähen durch den Türspalt oder in den nächtlichen Wanderungen durch die Wohnung hin zum Zimmer meiner Schwester. Meine Eltern verstanden die <strong>Zeichen</strong> nicht.</p>
<p>Als ich schwanger wurde, stand für meinen Mann und mich fest, dass wir es anders machen wollen. Zumindest das haben mich meine Kindheitserinnerungen gelehrt: Allein (ein)schlafen ist traurig. Bald darauf stand das Beistellbett fertig montiert an unserem Wasserbett und wartete auf seinen Einsatz.</p>
<div id='c9402_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Ein langer Weg bis zum Familienbett</h2>
<p>Als der kleine Mann geboren wurde, verbrachten wir erst einmal knapp eine Woche im Familienzimmer des Krankenhauses. Dort legte ich den kleinen Mann so gut wie nie ins Extrabett &#8211; schon gar nicht zum nächtlichen Schlafen. Ich wollte ihn einfach immer bei mir oder meinem Mann haben.</p>
<p>Als wir dann endlich zu Hause waren, wurde schnell klar, dass der kleine Mann gern mal ein Nickerchen im Rollkörbchen macht. Oder auf uns. Im Arm. Aber wenn es Nacht wurde, verpuffte der Traum vom Beistellbett ganz schnell.</p>
<p>Mein Mann zockte damals noch bis spät in die Nacht. Während der kleine Mann im Körbchen schlief, konnte ich schon mal ins Bett und eine Mütze Schlaf nehmen. Zum Stillen würde der kleine Mann dann vorbeigebracht werden.</p>
<p>Doch dieses ewige aus dem Schlaf gerissen werden, machte mich kirre. Manchmal total aggressiv. Ich war übellaunig und wollte einfach nur schlafen und nicht gestört werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4331" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schaut-veraergert-auf-mann-im-bett-der-sich-versteckt.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Frau schaut verärgert auf Mann im Bett, der sich versteckt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schaut-veraergert-auf-mann-im-bett-der-sich-versteckt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schaut-veraergert-auf-mann-im-bett-der-sich-versteckt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das Problem: unser Wasserbett. Da durfte unser Baby ja nicht schlafen. Also hieß es für mich: geweckt werden, hinsetzen, stillen, im Sitzen dösen. Oder raus aus dem Bett. Rein in den <a href="https://amzn.to/2DZOxvc" target="_blank" rel="nofollow noopener">Schaukelstuhl</a>*. Stillen. Dösen. Während der Papa nebenan zockte. Du kannst dir bestimmt denken, dass das kein Dauerzustand wurde. Irgendwann explodierte ich und zog mit Baby auf die Couch. Da konnten wir beide nebeneinander liegen, stillen, schlafen.</p>
<p>Doch die Couch war jetzt auch nicht das Nonplusultra. Wir brauchten ein Bett mit Matratze, damit wir endlich auch mal wieder zusammen in einem Zimmer schlafen konnten. Doch das Wasserbett wollten wir beide nicht aufgeben. Zu teuer gewesen. Zu schön, um es einzutauschen gegen Matratzen.</p>
<p>Und nach viiiiielen Monaten kaufte ich mir ein kleines Bett mit Matratze und stellte es neben unser Wasserbett. Da schlief ich dann mit dem kleinen Mann, und der Papa hatte weiterhin sein Wasserbett. Unser <strong>Familienbett</strong> war geboren.</p>
<h2>Manchmal ist Familienbett toll&#8230;</h2>
<p>Es ist schön so wie es ist. Kein nächtliches Aufstehen, um mein Kind im Nebenzimmer zu beruhigen und zum Weiterschlafen zu bewegen. Wenn er unruhig wird, bin ich kurze Zeit vorher wach, kann ihn stillen und es geht für uns zurück ins Traumland. Dann ist unsere Entscheidung für ein Familienbett die beste und <strong>angenehmste</strong> überhaupt gewesen.</p>
<h2>&#8230; und manchmal ist Familienbett doof</h2>
<p>Aber manchmal&#8230; manchmal&#8230; da wünsche ich mir mehr Raum für mich. Keine unruhigen, kleinen Füße und zappeligen Speckbeinchen auf meinem Oberschenkel, der über und über mit kleinen blauen Flecken ist. Von einem Kind, das manchmal so <strong>unruhig</strong> schläft, dass es irgendwann im 90° Winkel zu mir liegt &#8211; die Füße in meinem Gesicht. Von einem Kind, das nachts so quer liegt, dass mir von den 1,40 m nur ein paar Zentimeter zur Verfügung stehen&#8230; Wie geht das?! Wie kann ein so kleines Baby ein so großes Bett derart einnehmen?!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4330" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinderfuss-und-hand-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kinderfuß und Hand im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinderfuss-und-hand-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinderfuss-und-hand-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich will im Dunkeln schlafen statt mit Licht, das die ganze Nacht über brennen muss, weil der kleine Mann es braucht, weil er Angst hat. Ich will auf der Seite liegen, die ich beim Schlafen bevorzuge. Auf dem Bauch. Dem Rücken. Mit dem Rücken zum kleinen Mann, ohne dass dieser davon gleich wieder unruhig wird, weil er spürt, dass da was nicht stimmt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4329" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schlaeft-gemuetlich-eingekuschelt-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Frau schläft gemütlich eingekuschelt im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schlaeft-gemuetlich-eingekuschelt-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schlaeft-gemuetlich-eingekuschelt-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wann werde ich wieder mit der Bettdecke bis zum Hals schlafen können? Wann wird das nächtliche Stillen weniger und wann wird es <a href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/">ganz aufhören</a>? Und wann wird dieses nervige <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-spielt-beim-stillen-mit-der-brustwarze/" rel="noopener">Zuppeln an den Brustwarzen</a> aufhören, das ich ständig unterbinden muss?</p>
<h2>Mit Kinderaugen sehen</h2>
<p>Das sind so Momente, in denen ich kein Familienbett mehr will. Weil die Nächte unglaublich <strong>anstrengend</strong> waren. Weil dann meine Reserven beinahe völlig aufgebraucht sind.</p>
<p>Dann stehe ich früh morgens unter der heißen Dusche, um zu Kräften zu kommen, und denke zurück an meine Kindheit. Wie schön ich die Ferien fand, die wir bei unseren Großeltern verbrachten, weil wir da <strong>gemeinsam</strong> in einem Zimmer schliefen. Wir redeten und lasen bis spät abends. Redeten noch weiter, als das Licht bereits aus war. Es war so ein schönes Gefühl von Geborgenheit, das mir in Erinnerung geblieben ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4334" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinder-lesen-zusammen-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kinder lesen zusammen im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinder-lesen-zusammen-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinder-lesen-zusammen-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ebenso die Nächte, die wir bei unseren anderen Großeltern verbrachten. Ein Zimmer. Eine ausgeklappte Couch. Kuschlig weiche Bettdecken und Kissen. An solchen Tagen fühlte ich mich nachts pudelwohl. Ich liebte diese Zeiten.</p>
<p>Und dann sind da die Erinnerungen, in denen ich allein im Bett zu Hause war. Das abgespeicherte Gefühl von Einsamkeit. Was für <strong>Ängsten</strong> ich ausgesetzt war.</p>
<div id='c6916_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Selbst ich als Kind hatte jedes einzelne Kuscheltier, das ich hatte (und davon hatte ich eine ganze Menge) nachts in mein Bett genommen. Der Gedanke, dass ein Kuscheltier allein schlafen musste, war für mich <strong>unerträglich</strong>. Es tat mir unendlich weh, wenn wirklich kein Kuscheltier mehr reinpasste oder ich selber mal etwas mehr Platz für mich haben wollte. Ich als Kind hatte so ein schlechtes Gewissen, mein Kuscheltier allein einschlafen zu lassen. Als Kind! Warum verstanden es dann meine Eltern nicht?</p>
<p>Über ihre Beweggründe kann ich nur rätseln. Und daraus lernen. Für mich steht fest, dass ich es anders machen will. Denn mein Kind hat mir gezeigt, dass es nicht allein schlafen will. Nicht allein schlafen kann. Er braucht unsere Nähe. Und die soll er bekommen, bis er alt genug ist und sie nicht mehr braucht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4332" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-eltern-kuscheln-mit-kind-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Eltern kuscheln mit Kind im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-eltern-kuscheln-mit-kind-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-eltern-kuscheln-mit-kind-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich will, dass sich mein Kind beschützt fühlt. Er soll wissen, dass er immer zu uns kommen kann. Egal, was ist.</p>
<p>Wenn die Zähne drücken und er wieder öfter gestillt werden will und schlecht träumt und ständig im Schlaf weint, dann zehrt es an den Kräften, sicher. Aber nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei. Die Zeit ist absehbar.</p>
<p>Und so sehe ich es auch auf lange Sicht betrachtet. Es wird irgendwann <strong>vorbei</strong> sein. Dann wird nicht mehr gekuschelt. Dann ist das peinlich. Und solange mein Kind nach meiner Nähe verlangt, werde ich ihm diese geben. Wenn er sagt &#8222;Schützich.&#8220;, lege ich meinen Arm wie gewohnt um ihn und sage &#8222;Ich beschütze dich.&#8220; Wenn er &#8222;Milch.&#8220; sagt, stille ich ihn.</p>
<p>Es ist nicht mal der Gedanke, dass es irgendwann vorbei gehen wird, warum wir im Familienbett schlafen. Ich blicke zurück in meine Kindheit und ich sehe wieder die Angst in meinen Augen. Spüre diese Ohnmacht. Dass ich um Hilfe schreien will, es aber nicht wage.</p>
<p>Mein Sohn soll wissen, dass wir immer für ihn da sind und auch weiterhin da sein werden. Was auch immer ihn gerade beschäftigt. Letztens weinte er sich im Familienbett aus dem Schlaf wach, weil er keine Socken trug. Ohne einen dummen Spruch zog ich sie ihm an und er lachte im Halbschlaf und war wieder weg. Dieses Gefühl, dass da immer jemand ist, der kommt, egal, was los ist, dieses Gefühl soll unser Sohn beibehalten und nie verlieren.</p>
<p>Und wer weiß. Vielleicht wird dadurch das Kind in mir auch wieder ruhiger einschlafen können.<br />
</p>
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		<title>Wo ist meine Mama?</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2017 06:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich im Bim &#38; Boom Kinderspielland. Als wir den Heimweg antreten wollten, bemerkten wir dort einen Jungen, der seine Mama suchte. Wo ist meine Mama? Als der kleine Mann und ich angezogen und drauf und dran waren, das Bim &#38; Boom zu verlassen, ertönte eine freundliche Ansage &#8222;Mama von ... <a title="Wo ist meine Mama?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/" aria-label="Mehr zu Wo ist meine Mama?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich im Bim &amp; Boom Kinderspielland. Als wir den Heimweg antreten wollten, bemerkten wir dort einen Jungen, der seine Mama suchte.</p>
<p><span id="more-4018"></span></p>
<h2>Wo ist meine Mama?</h2>
<p>Als der kleine Mann und ich angezogen und drauf und dran waren, das <a href="https://www.milchtropfen.de/bim-boom-kinderspielland/" rel="noopener">Bim &amp; Boom</a> zu verlassen, ertönte eine freundliche Ansage &#8222;Mama von Oliver. Bitte komm doch einmal nach vorne. Danke.&#8220;</p>
<p>In der Regel reicht diese Ansage aus, damit sich die angesprochene Mutter schnurstracks nach vorne zur Kasse begibt, um ihr Kind abzuholen. Denkste! Nicht diese Mutter.</p>
<p>In die Garderobe kam ein Junge gelaufen, der aus voller Leibeskraft nach seiner Mama schrie. Also wirklich schrie! Er war total panisch, kaute auf einem kleinen Stofflämmchen herum und war fix und alle. Er stand dann an einem Kinderwagen in der Garderobe und weinte bitterlich nach seiner Mama.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin kam zum kleinen Jungen und sagte verwundert &#8222;Ich denke, du hast deine Mama gefunden und sie ist wieder da?!&#8220; Das war sie anscheinend nicht. Die Mitarbeiterin bedeutete dem Jungen, zu warten, und ging wieder. Kurz danach hörten wir eine immer noch freundliche, wenn auch deutlichere Ansage &#8222;Mama von Oliver. Bitte ganz, ganz schnell nach vorne kommen.&#8220; Doch von der Mutter fehlte jede Spur.</p>
<h2>Gemeinsam warten</h2>
<p>Während einige Eltern mitleidsvoll zum Jungen schauten, sich dann aber doch dafür entschieden, den Heimweg anzutreten, kniete ich mich neben den Jungen. Ich sagte ihm, wir würden hier gemeinsam auf seine Mama warten. Sie würde bestimmt gleich wiederkommen. Vielleicht sei sie nur gerade auf Toilette.</p>
<p>Der Junge war nicht zu trösten. Er wollte weglaufen. Wahrscheinlich seine Mama suchen. Doch ich rief ihn zurück. Nicht, dass die Mutter gleich auftaucht, und wir dann den Jungen suchen müssen. Also warteten wir gemeinsam.</p>
<p>Der kleine Mann stand ganz ruhig neben uns und beobachtete das Geschehen. Der Junge hingegen war ein Wrack &#8211; emotional gesehen. Total aufgelöst. Weinte immer noch. Das Stofflamm war ganz durchnässt von Sabber und Tränen.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob meine Worte zu ihm durchdrangen. Ob er verstand, also wirklich verstand, dass wir beim ihm bleiben würden. Bis zum Schluss. Bis seine geliebte Mama endlich wieder da sein würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4031" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Pinguin kümmert sich um Pinguinbaby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich weiß auch nicht, ob es ihm half, als ich ihn kurz am Arm streichelte. Mir persönlich kam es etwas befremdlich vor, ein fremdes Kind in Not zu streicheln. Und da ich mich unwohl dabei fühlte, ließ ich es lieber sein.</p>
<p>Eine Weile kniete ich einfach nur neben ihm. Sah ihn ab und zu an. Sagte nichts. War einfach nur da. Versuchte, Ruhe auszustrahlen, damit diese auf ihn übergehen konnte. Wenn er mich ansah, erwiderte ich seinen Blick mit einem aufmunternden Lächeln. Ich wollte ihm Hoffnung machen. Aber auch hier hatte ich keine Ahnung, ob es funktionierte.</p>
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<h2>Was niemand braucht</h2>
<p>Die Situation war etwas schräg. In unserer Nähe dröhnte lustige Musik aus einem Lautsprecher, als gäbe es kein Morgen mehr. Während ein kleiner Junge neben mir stand, der todtraurig war, weil er seine Mama vermisste.</p>
<p>Zu dieser schrägen Situation gesellte sich irgendwann die Mitarbeiterin. Sie fragte den Jungen über den Kinderwagen aus, an dem er stand. Ob es der sei, mit dem sie gekommen waren usw.</p>
<p>Der Junge antwortete kurz und knapp, war aber immer noch sehr verängstigt und weinte weiter. Ich unterhielt mich kurz mit ihr, fragte, ob die Mutter eventuell auf der Toilette sei. Doch da sei die Mitarbeiterin schon gewesen: Keine Spur von der Mutter.</p>
<p>Im Inneren beschlich mich allmählich das ungute Gefühl, dass die Mutter nie kommen würde. Hatte sie ihr Kind hier einfach zurückgelassen? Oder wollte ihm eine Lehre erteilen? Sich gar einen dummen Scherz erlauben? Nein, so grausam kann doch niemand sein&#8230;</p>
<p>Die Mitarbeiterin scheint mit dem weinenden Jungen überfordert. Ist gestresst. Genervt. Auf einmal höre ich sie sagen &#8222;Wir suchen ja deine Mama. Hör auf zu weinen. Das bringt nichts. Wir suchen sie ja.&#8220; Sie geht ein paar Schritte, dreht sich dann aber nochmal zu ihm um, nur, um dann Folgendes vom Stapel zu lassen &#8222;Da sind überhaupt keine Tränen. Das ist alles nur gespielt.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4032" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Kind ist traurig" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann war sie weg, um weiter nach der Mutter zu suchen. Währenddessen hallten ihre Worte in meinen Ohren wider.</p>
<h2>Weinen</h2>
<p>Ich war total geschockt! Wie kann sie es wagen, einem derart von Verlustängsten geplagten Kind so etwas an den Kopf zu knallen? Wenn ich meine Mutter oder sonst einen geliebten Menschen schmerzlichst vermisse, dann darf ich sehr wohl weinen. Und aus Leibeskräften nach ihr schreien!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4036" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet.jpg" alt="Wo ist meine Mama - weinendes Kind wird von Mutter getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ein Kind, das nach seiner Mutter schreit, hat mehr Chancen, dass sie es hört und es sucht, als ein Kind, das keinen Ton von sich gibt. Es hat einen Sinn, wenn ein Kind aus voller Kehle nach seiner Mutter schreit. Sie soll seine Hilfeschreie hören. Es suchen kommen. Und finden. Bevor andere es finden. So war es schon früher, als wir noch in Höhlen oder sonstwo lebten. Und so ist es auch heute noch.</p>
<p>Und warum verbietet sie einem traurigen Kind zu weinen? Weinen ist befreiend für den Körper. Es ist wie ein Ventil, um all den Druck und den Schmerz, der in einem wütet, rauszulassen. Es tut gut, zu weinen. Und wenn dann noch eine Person da ist, die mich verständnis- und liebevoll durch diese Traurigkeit hindurch begleitet, dann fühle ich mich aufgefangen und dadurch gleich viel gestärkter.</p>
<p>Doch diese Mitarbeiterin hatte keinerlei Verständnis für diesen Jungen übrig. Konnte sich kein bisschen in seine Lage hineinversetzen. Um auch nur im Entferntesten zu erahnen, was er gerade durchmachte. Stattdessen spielte sie seine Angst runter. Nahm ihn überhaupt nicht ernst. Deshalb war ich froh, als sie weg war, um weiter nach der Mutter zu suchen. Soll sie sich mal darum kümmern, dass die Mutter schnell gefunden wird. Ich kümmere mich derweil um den Kleinen.</p>

<h2>Trösten</h2>
<p>Ich bin nicht geübt darin, ein fremdes Kind zu trösten. Ich habe eine ungefähre Vorstellung, was ich sagen darf und nicht sagen darf. Wer das beruflich macht, z.B. in der Seelsorge, hat da bessere Techniken drauf, ganz sicher. Aber ich traute mir definitiv mehr zu als der Mitarbeiterin &#8211; ohne überheblich wirken zu wollen.</p>
<p>Es war nicht viel, was ich zu dem Jungen sagte. Ich gab ihm Hoffnung, dass seine Mama bald da sein würde. Dass wir gemeinsam mit ihm auf sie warten werden. Dass er ruhig weinen darf. Es ist nicht schön, wenn seine Mutter weg ist. Er darf ruhig traurig sein. Manchmal sagte ich auch gar nichts und war einfach nur da. Das merkte der Junge wohl. Er blickte jetzt immer öfter zu mir herüber. Sah mich mit verunsichertem Blick an. Und ich spürte, wie er ein klitzekleines bisschen ruhiger wurde.</p>
<p>Dann beschloss ich, seine Aufmerksamkeit auf das kleine Schaf in seinen Händen zu lenken, auf dem er immer noch wie wild herumbiss. Es klappte. Er ging darauf ein. Wurde noch etwas lockerer. Ich sah regelrecht, wie sich seine verkrampften Muskel ein wenig entspannten. Er erzählte mir von dem Schaf. Es gehöre seiner kleinen Schwester. Dann sprachen wir über sein Kuscheltier usw.</p>
<h2>&#8222;Ich weiß auch nicht&#8230;&#8220;</h2>
<p>Die Mitarbeiterin kreuzt wieder auf. Ohne Mutter. Sich noch einmal im Kinderspielland umblickend sagt sie &#8222;Joah, mein Großer&#8230; Ich weiß auch nicht&#8230;&#8220;</p>
<p>Und wieder blickte ich wie angewurzelt zu ihr auf. Wie jetzt? Du weißt auch nicht? Soll es der Junge etwa wissen? Was soll er denn mit deiner Aussage anfangen? Pech gehabt? Hat sie keine Anweisungen, wie sie in solchen Fällen reagieren soll? Was sie zu tun hat? Polizei anrufen? Jugendamt anrufen? Irgendwas? Wie soll es denn jetzt weitergehen, verdammt?!</p>
<p>In dem Moment, in dem mir beinahe die Hutschnur hochging, rannte der Junge plötzlich los. Um die Ecke bog seine Mama mit seiner Schwester. Sie freute sich, als er ihr in die Arme fiel, und schien absolut keinen Schimmer zu haben, was ihr Sohn gerade durchmachen musste.</p>
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<p>Was die Mitarbeiterin der Mutter zum Schluss noch an den Kopf knallte, kann ich mir nur denken. Ich sah nur die gestikulierende Mitarbeiterin und den fragenden Blick der Mutter. Sie schien keinen Plan zu haben, was gerade eben vorgefallen war.</p>
<p>Meine Aufgabe war getan. Ich wollte nicht noch mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Mutter einstürzen. Vielleicht hätte ich es tun müssen. Ihr klar machen müssen, was hier gerade passiert war. Wie verstört ihr Junge war. Doch ich sah ein Happy End, war froh darüber, und ging mit dem kleinen Mann auf meinem Arm meines Weges.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Seit diesem Tag mache ich mir viele Gedanken. Wie ich mein Kind am besten trösten kann, weiß ich. Es ist einfach. Hochnehmen. Kuscheln. Fragen, was passiert ist, wenn es die Situation zulässt. Da sein. Liebevoll reden. Streicheln. Küssen. Stillen. Vieles geht über Hautkontakt und nach kurzer Zeit heißt es dann &#8222;Besser.&#8220; und es kann wieder gespielt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4038" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Kind kuschelt mit Mama" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber wie gehe ich mit einem mir völlig unbekannten Kind um? Seine Mama ist nicht da, die trösten kann, weil sie selbst Teil seines Kummers ist. Wie kann ich am besten trösten? Ist es ok, wenn ich ein fremdes Kind streichle? Darf ich das? Ich persönlich fände es eher befremdlich, wenn mich ein Fremder so trösten will. Und in der obigen Situation war mir auch nicht wohl dabei, weshalb ich es lieber bleiben ließ.</p>
<p>Die beste Methode für mich war, dem Jungen Ruhe zu vermitteln, für ihn da zu sein. Obwohl in mir so viele Gedanken schwirrten, ob die Mutter den armen Jungen hier zurückgelassen hat, war ich ruhig. Ein trauriges Kind kann nicht noch eine unsichere, panische Erwachsene gebrauchen. Und ganz sicher kann es darauf verzichten, Vorwürfe zu hören oder dass seine Angst nur gespielt ist oder dass er aufhören soll, zu weinen. Ich spiele den Gedanken noch weiter und sage, ein Kind will auch nicht hören, dass alles gut ist. Denn in diesem Moment, in dem der wichtigste Mensch in meinem Leben fehlt, ist NICHTS gut. Gar nichts.</p>
<p>Ich fand es auch in Ordnung, das Kind abzulenken, als ich sah, dass es sich ein wenig beruhigt hatte. Wenn es einem zuhören kann. Dann kann man versuchen, es abzulenken. Über schöne Dinge reden. Es macht die Zeit, in der man mit dem Kind zusammen wartet, erträglicher. Lässt sie schneller vergehen.</p>
<p>Ich bin kein Profi. Habe es nicht gelernt oder viel darüber gelesen. Es war mehr so ein Bauchgefühl. Vielleicht konnte ich den fremden Jungen gut trösten, weil ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen konnte. Im Gegensatz zu der Mitarbeiterin. Keine Ahnung vom respektvollen Umgang mit Kindern (was ich von einer Mitarbeiterin im Kinderspielland erwarte). Und anscheinend auch keine Ahnung, was sie in Notfällen zu tun hat, wenn wie im obigen Fall die Mutter tatsächlich nicht kommt.</p>
<p>In meinen Augen sollte die Mitarbeiterin eine Schulung oder ein Seminar besuchen, wie man mit Kindern (und Erwachsenen) in Notsituationen angemessen kommuniziert. Was sie sagen darf und was nicht. Und eine erneute Einweisung, wie sie im Notfall zu reagieren hat, würde auch nicht schaden.</p>
<p>Ich bin einfach wütend, was mitunter für Menschen eingestellt werden. Sollten der kleine Mann und ich einmal in solch eine Situation geraten, in der wir einander suchen, wünsche ich mir fähige Menschen, die wissen, was zu tun ist. Die mein Kind trösten und nicht mit dummen Sprüchen bombardieren. Die ein offenes Ohr und ein offenes Herz haben. Und ihn nicht einfach stehen lassen in seiner Verzweiflung.</p>
<p>Wie hättet ihr reagiert?</p>
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		<title>Warum weint mein Baby?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2016 06:00:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Anfangs mag es einem schwierig vorkommen herauszufinden, was das Baby einem mit seinem Weinen mitteilen möchte. Und auch später kann es vorkommen, dass man sich nicht sicher ist, wie man helfen kann. Mögliche Gründe, an die ihr vielleicht schon gedacht, aber eventuell auch noch nicht gedacht habt, findet ihr hier. Warum weint mein Baby? Da hat ... <a title="Warum weint mein Baby?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" aria-label="Mehr zu Warum weint mein Baby?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfangs mag es einem schwierig vorkommen herauszufinden, was das Baby einem mit seinem Weinen mitteilen möchte. Und auch später kann es vorkommen, dass man sich nicht sicher ist, wie man helfen kann.</p>
<p>Mögliche Gründe, an die ihr vielleicht schon gedacht, aber eventuell auch noch nicht gedacht habt, findet ihr hier.<span id="more-1005"></span><div id='c3887_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Warum weint mein Baby?</h2>
<p>Da hat man zig Ratgeber gekauft und in der Schwangerschaft regelrecht inhaliert, alles wie ein Schwamm aufgesaugt. Und dann ist da plötzlich dieses kleine, schrumpelige Wesen, das einen mit großen Augen anguckt, keine Mine verzieht und man plötzlich wieder auf Anfang steht.</p>
<p>Doch mit der Zeit gewöhnt man sich aneinander, lernt sich kennen und versteht immer mehr und besser, was der andere braucht.</p>
<h2>Wenn das Baby weint</h2>
<p>Und dann fing mein Sohn, der ständig schlief und ständig trank, auch mal an zu weinen. Und man ist überwältigt von Informationen aus Büchern, Zeitschriften, Foren, Beiträgen wie diesen hier und so weiter. Alles, was man anwendet, ist entweder völliger Blödsinn und hilft nie weiter, oder es funktioniert irgendwie und mal wieder nicht. Und dann gibt es einige Methoden, die tatsächlich klappen.</p>
<p>Wie ich dann nach vielem Lernen an die Situation rangegangen bin, zeige ich euch weiter unten im Text.</p>
<h2>Wozu auf das Schreien warten?</h2>
<p>Dass Mütter mit der Zeit an der Art, wie ihr Baby schreit, erkennen, was es braucht, hat bei mir nie funktioniert. Und zugegeben, wollte ich es auch gar nicht erst so weit kommen lassen. Ich vergleiche das immer gern mit dem Hungergefühl: es kommt ja nicht plötzlich und lässt den Magen innerlich aufschreien! Der Hunger meldet sich so langsam. Erst bekommt man Appetit, dann verstärkt sich das Gefühl, wenn die Nachbarn richtig lecker kochen und der Duft durch den Hausflur zieht. Und mit der Zeit fängt der Magen an zu knurren und zu rumoren. Es ist kein schönes Gefühl, Hunger zu haben. Und es wird immer schlimmer. Und man wird immer unerträglicher und griesgrämiger.</p>
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<p>Und so stellte ich es mir bei meinem Baby vor. Es wird nicht von einer Sekunde auf die andere die Wände zum Wackeln bringen. Es meldet sich allmählich, und erst dann mit steigender Intensität, wenn niemand reagiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1037" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby weint bitterlich" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Deshalb musste ich mich immer in den Rückbildungskursen zurückhalten, wenn das Baby einer Mutter anfing zu quengeln und die Mutter meinte, mit dieser Lautstärke käme sie noch klar. Wozu auf das Schreien warten, wenn man es verhindern kann?</p>
<h2>Liste</h2>
<p>Nach und nach habe ich mir eine Liste im Kopf erstellt, wenn ich nicht wusste, was mein Baby wollte.</p>
<p>Hier stelle ich euch nun unsere Liste vor, ganz auf unser Kind zugeschnitten.</p>
<p>Beginnen wir doch erst einmal mit den wichtigsten Punkten: den Grundbedürfnissen.</p>
<h3>Hunger/Durst</h3>
<p>Warum schmatzt das Baby? Warum scheint es wie ein schnüffelnder Hund zu suchen? Wieso nimmt es seine Finger in den Mund? Warum saugt und lutscht es jetzt wie verrückt an seiner Faust? Warum greift es mir in den Ausschnitt?</p>
<p>Ganz einfach: das Baby hat Hunger. Wie ich oben schon erwähnte, meldet sich der Hunger bei einem Baby &#8211; wie bei uns &#8211; nicht urplötzlich, sondern ganz allmählich. Das Baby teilt nun mithilfe dieser Signale sein Bedürfnis mit. Wenn ein Baby also schon auf seiner Faust herumbeißt, hängt ihm schon der Magen in den Kniekehlen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1023" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter stillt Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Lasst euch nicht von dem immer noch praktizierten Stillen nach Zeitplan verunsichern. Stillt bzw. füttert euer Baby mit der Flasche, wenn es das braucht. Ihr sagt euch ja auch nicht, wenn ihr Hunger bekommt:&#8220;Wie doof. Ich habe schon vor einer halbe Stunde gegessen. Jetzt muss ich noch 3,5 h warten.&#8220; oder? Außerdem ist euer Magen natürlich viel größer als der eures Babys. Soweit ich weiß, hält unsere Muttermilch auch nicht sehr lange vor. Und was ich noch weiß: gerade am Anfang ist häufiges Stillen wichtig, um die Milchproduktion anzuregen.</p>
<p>Sobald ihr dieses Grundbedürfnis gestillt habt (haha), euer Baby aber immer noch weint, geht es weiter zum nächsten Grundbedürfnis.</p>

<h3>Hitze</h3>
<p>Ob dem Baby zu warm oder sogar zu heiß ist, lässt sich leicht erkennen: es schwitzt. Einfach mal in den Nacken fassen und fühlen, wenn es nicht bereits im Gesicht erkennbar ist.</p>
<p>Wenn es Sommer war, und mein Baby eh schon nackig bzw. mit lediglich einem dünnen Hemdchen bekleidet gestillt wurde, war es oft so, dass es dabei wie blöde schwitzte. Aber Stillen ist ja auch anstrengend. Und Schweiß ist ja auch nichts Schlechtes. Immerhin kühlt sich der Körper dadurch ab. Flüssigkeit bekam er durch das Stillen ja eh.</p>
<p>Also einfach ein Kleidungsstück ausziehen, einen kühleren, schattigeren Ort suchen (dort dann ggf. die Bekleidung anpassen) oder, wenn all das bereits getan wurde, schwitzen lassen und nicht den Schweiß abwischen, damit sich der kleine Körper temperieren kann.</p>
<p>Wichtig bei Hitze ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Stillen reicht dabei völlig aus. Als ich mein Kind noch voll stillte, hat es keinen einzigen Tropfen Wasser gebraucht. Die Muttermilch war völlig ausreichend. Mit der Zugabe von Beikost gab es bei uns dann aber auch stilles Wasser. Wir haben dann entweder Trinken öfter angeboten oder sichtbar an einem Ort platziert oder auf die Signale gehört, wenn es gestillt werden wollte (siehe oben).</p>
<h3>Kälte</h3>
<p>Vielleicht ist eurem Baby gar nicht zu warm, sondern zu kalt?</p>
<p>Man hört ja immer, dass man nicht die Füße oder Hände, sondern den Nacken fühlen muss, um zu erkennen, ob dem Baby zu warm oder zu kalt ist. Wenn sich der Nacken kalt anfühlt, muss das Baby wärmer angezogen werden &#8211; fertig.</p>
<div id='c7966_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Auf meiner Lieblingsseite <a href="http://www.stillkinder.de/" target="_blank" rel="noopener">stillkinder.de</a> gibt es einen interessanten Beitrag zu diesem Thema. Sind kalte Hände und Füße wirklich normal bei einem Baby? Wenn euch diese Frage interessiert, lest euch doch einfach den Artikel <a href="http://www.stillkinder.de/was-hilft-gegen-kalte-haende-bei-babys/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Was hilft gegen kalte Hände bei Babys?&#8220;</a> durch. Auch ich habe durch diesen Beitrag wieder etwas dazugelernt. Ihr werdet staunen, was man allein mit Körperkontakt bewerkstelligen kann.</p>
<h3>Müde</h3>
<p>Klar: Wenn das Baby gähnt und sich schon die Augen reibt, ist es höchste Zeit zum Schlafen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1024" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby gähnt und ist müde" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch gerade, wenn es um den Mittagsschlaf bzw. den Nachmittagsschlaf ging, wurde mein Sohn davor immer richtig unausstehlich. Er war übellaunig ohne Ende, alles, was ich machte, war doof &#8211; egal, ob er bei mir auf dem Arm war oder nicht. Mit der Zeit wusste ich dann, dass er durch ist. Er ist müde, braucht wieder Energie, seine Ruhe. Also habe ich ihn in den Tragegurt genommen, damit er dort schlafen und ich weiter den Haushalt erledigen konnte. Oder ich habe mich &#8211; wenn er gestillt werden wollte &#8211; mit ihm hingelegt. Ab und zu bin ich dann selber vor lauter Müdigkeit eingeschlafen. Es tat uns auf jeden Fall beiden ganz gut.</p>
<h3>Krankheit</h3>
<p>Zum Thema Krankheit kann ich nicht viel sagen. Unser Sohn ist jetzt 1 Jahr und 4 Monate alt und hatte bisher nur 1 x eine triefende Nase, worauf dann sein 1. Zähnchen folgte. Dann hatte er Soor, einen weißen Pilz im Mund, und das war&#8217;s. Selbst, als ich total krank war und nur vor der Kloschüssel hing, wurde mein Kind nicht krank. Muttermilch ist einfach imba!</p>
<p>Doch bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr merken werdet, wenn euer Kind krank ist. Je nach Krankheit sind die Symptome zwar unterschiedlich, aber man merkt es den Kindern trotzdem an. Sie fiebern, husten, übergeben sich, suchen vermehrt nach eurer Nähe, haben keinen Appetit, schlafen viel, sind müde, erschöpft, lustlos, nicht gut drauf, zeigen vielleicht sogar auf die kranke Stelle (z.B. auf das Ohr bei Ohrenschmerzen) und so weiter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1021" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter tröstet traurige Tochter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn Hausmittel nach einer gewissen Zeit nicht weiterhelfen, steht eventuell der Besuch beim Kinderarzt an.</p>
<h3>Luft</h3>
<p>Ein weiteres Grundbedürfnis will ich nur der Vollständigkeit halber nennen: frische Luft zum Atmen.</p>
<p>Wie es Babys ergeht, in deren Nähe geraucht wird, kann ich mir nur vorstellen. Wir sind Nichtraucher und haben auch immer dafür gesorgt, dass wir ihn vor Passivrauchen bewahren. Dann muss man halt jemanden, der sich jetzt genau neben einen stellt und seine Zigarette anzünden will, während man sein Baby stillt, bitten, woanders hinzugehen. Oder man wechselt einfach die Straßenseite. Oder man stellt sich an der Haltestelle so hin, dass der Wind mit dem Rauch nicht zum Baby geweht wird.</p>
<div id='c1127_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Jeden Tag mit dem Baby an die frische Luft zu gehen, ist auch ein fest verankertes Ritual bei uns, egal bei welchem Wetter. Gut, sollte es jetzt den ganzen Tag stürmen, hageln, blitzen, donnern und regnen zugleich, würden wir wahrscheinlich eine Ausnahme machen. Aber mir persönlich war es schon immer wichtig, nicht den ganzen Tag in der Bude zu hocken, sondern rauszukommen und wenigstens einen Spaziergang zu machen. Gerade, wenn man übermüdet ist und nicht zum Schlafen kommt, ist frische Luft immer noch das beste Mittel, um einigermaßen wieder in Gang zu kommen. Und eurem Baby tut es sicher auch ganz gut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1025" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby am Strand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Da wir nun die Grundbedürfnisse abgedeckt haben, und das Baby immer noch unglücklich ist, geht es jetzt weiter mit der Liste.</p>
<h3>Langeweile</h3>
<p>Ich denke, dass ich mein Kind mittlerweile so gut kenne, dass ich behaupten kann, dass es sich nie gelangweilt hat. Was half, damit es sich nicht langweilte? So selten wie möglich hinlegen, sondern tragen, tragen, tragen. Unser Tragegurt war die mit Abstand beste Anschaffung von allen! Euer Kind spürt eure Nähe, es riecht euch, hört euch, kann euch bei eurem Treiben zugucken, es hat direkten Blickkontakt zu euch, es schläft, wenn es müde ist und hat keine Beschwerden mit dem Aufstoßen uvm.</p>
<p>Und wenn es dann doch mal abgelegt wurde, dann hat man sich eben mit seinem Kind beschäftigt, mit ihm gespielt, gesungen, geredet usw. Als unser Baby noch ganz jung war, interessierte es sich überhaupt nicht für Kuscheltiere oder anderes Spielzeug. Es hatte ja uns und nur das brauchte es. Jetzt, wo unser Sohn seine Welt entdecken will und auf Erkundungstour geht, spielt er natürlich auch gern mit seinem Spielzeug. Zwar kann er sich auch mal für einen Moment allein mit etwas beschäftigen, aber er findet es schöner, wenn er mit anderen zusammen spielen kann &#8211; zumindest habe ich diesen Eindruck gewonnen.</p>
<h3>Windel</h3>
<p>Windeln sollten nicht erst gewechselt werden, wenn Kot in der Windel gelandet ist und man es schon von Weitem riecht. Wird das Baby selten gewickelt und muss stundenlang in seinem eigenen Urin oder Kot sitzen, wird seine zarte Haut extrem gereizt. Es kann zu Windeldermatitis, Windelsoor usw. kommen. Und das tut höllisch weh! Wenn unser Kind mal etwas wund war (das kam zum Glück nicht oft und nicht im großen Stil vor), gab mir meine Hebamme einen guten Tipp: einfach Muttermilch drauf. Babyhaut braucht weder Creme, noch Puder, noch sonst etwas. Ab und zu gaben wir etwas <a href="http://amzn.to/29Eu7Xz" target="_blank" rel="nofollow noopener">Babycreme von Weleda</a>* auf die Haut.</p>
<p>Beides half ganz gut, aber am besten war immer noch, unser Baby so lange wie möglich ohne Windel sein zu lassen. Jedes Mal beim Wickeln kommt schließlich auch frische Luft an den Bereich des Körpers, der sonst ständig von der Windel bedeckt ist. Mit der Zeit wollen die Kinder auch wissen, was sich in der Windel verbirgt. Sie lernen ihren Po und ihre Geschlechtsorgane kennen, was völlig normal ist.</p>
<p>Vor allem für den Sommer kann ich euch empfehlen, eure Babys/Kinder so oft es nur geht ohne Windel herumkrabbeln und -laufen zu lassen. Nicht nur, dass damit Wundsein vorgebeugt und beim Abheilen helfen kann. Euer Kind lernt ein ganz neues Körpergefühl kennen. Statt Stoff oder Plastik fühlt es das Gras, die Erde oder was auch immer direkt auf seiner Haut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1027" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby nackig" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und wenn es mal muss und ihr die Zeichen nicht gleich erkannt habt: na und? Dann geht halt mal was daneben. Vorteilhaft wäre hier natürlich, wenn ihr im Garten seid, aber selbst, wenn es in der Wohnung passiert: man kann es einfach aufwischen. Gut in diesen Situationen ist es dann, dem Kind zu erklären, was gerade passiert ist. Wir sagen immer:&#8220;Du hast gepullert.&#8220; oder &#8222;Du hast gekackert.&#8220; oder so etwas in der Art. Weder erstaunt, noch verärgert, einfach ganz neutral eine Tatsache nennen.</p>
<p>Windeln wechseln soll ein angenehmes Prozedere sein. Wenn euer Kind es hasst, gewickelt zu werden, hilft euch mein Beitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-wickeln/"  rel="noopener">&#8222;Baby weint beim Wickeln&#8220;</a> bestimmt weiter.</p>
<h3>Liebe, Nähe, Geborgenheit</h3>
<p>Wenn mein Kind weinte, reichte es meist schon aus, wenn es einfach getragen oder gekuschelt wurde. Entweder sangen wir noch ein Lied oder redeten mit ihm oder machten einfach mit unserer Arbeit weiter. So einfach kann es manchmal sein.</p>
<p>Manche denken, Stillen sei nur gegen Hunger/Durst. Doch es ist viel mehr als das. Unser Baby fühlte sich erst beim Stillen richtig wohl. Es war DER Trostspender Nr. 1, wenn sonst nichts half.</p>
<p>Was habe ich nicht alles an Sprüchen zu hören bekommen. &#8222;Du verwöhnst dein Kind.&#8220; oder &#8222;Das ist doch total anstrengend für das Baby, getragen zu werden. Leg es doch lieber hin.&#8220; usw. Von einer Mutter mit 2 Kindern (denn die weiß ja schon alles besser, weil sie so erfahren ist) hörte ich auch mal so etwas wie:&#8220;Ja, damals war ich auch so wie du. Und dann wollte mein Kind nie laufen und ständig getragen werden. Wenn du nur wüsstest, was ich bereits weiß&#8230;&#8220; Absolut überheblich fand ich das. Und das Schlimmste: gerade die falschen Tipps verbreiten sich dann wie ein Lauffeuer. Denn eine Mutter, die bereits 2 Kinder hat, die weiß ja schon&#8217;ne ganze Menge, nicht wahr?! Ja, nur leider auch nicht immer das Richtige.</p>
<p>Lasst euch von diesen Besserwissern und neunmalklugen Ratgebern nicht verunsichern. Hört einfach auf das, was euer Baby euch mitteilt, hört auf euer Bauchgefühl, auf euer Herz. Einen sehr passenden Spruch möchte ich euch hierbei mit auf den Weg geben:&#8220;Mit Liebe kann man sein Kind nie verwöhnen&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1028" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mädchen kuschelt mit Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wer sich noch weiter über das Thema <a href="http://www.trageliese.de/Trageberatung/trageberatung_warumtragen_traglinge.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Menschenkinder sind Traglinge&#8220;</a> informieren möchte, der kann sich den von mir markierten, wirklich äußerst lesenswerten Artikel von www.trageliese.de zu Gemüte führen.</p>
<h2>Kommt auf die Situation an</h2>
<p>Und dann kommt es wie so oft ganz auf die Situation an. Im Folgenden erzähle ich euch ein paar Anekdoten:</p>
<h3>Stress, Überreizung</h3>
<p>Unser Baby war noch ziemlich jung und ich wollte mich unbedingt mal mit meinen Freunden treffen. Mit dem Kinderwagen bin ich gar nicht erst los, sondern hab mir gleich meinen Tragegurt geschnappt und bin zum Alexanderplatz gefahren.</p>
<p>Das Treffen war toll, das Essen war köstlich, und ich wollte noch etwas bleiben. Der Papa arbeitete gleich in der Nähe. Ich dachte, da könne man ja gemütlich gemeinsam nach Hause fahren. Es wurde also später und später und der Kleine müde. Kein Problem, dachte ich, ich habe ja den tollen Tragegurt bei mir. Dann kann er da schlafen. Doch weit gefehlt. Mein Baby interessierte sich nicht die Bohne für den Tragegurt und schrie die Gegend zusammen.</p>
<p>Das war für mich nicht einfach. Normalerweise mache ich das ja nicht. Daher war ich umso verzweifelter und ratloser. Ich wusste nicht, was der Kleine hatte, er wollte nicht gestillt werden, nicht in den Tragegurt, die Windel war in Ordnung&#8230; also was war es?</p>
<p>Von den anderen hatte ich mich zwischenzeitlich verabschiedet und fuhr nun Richtung Arbeitsplatz, wo ich meinen Mann treffen wollte. Der Weg dorthin war in meinen Augen schier endlos. Weil es mir so peinlich war, mit meinem schreienden Baby in der Straßenbahn mitzufahren, stieg ich immer wieder aus, um es zu beruhigen. Es war mir auch schnurz, mitten in der Öffentlichkeit zu stillen. Hauptsache, ich konnte meinem Baby helfen, aber es funktionierte nichts.</p>
<p>Irgendwann kam ich dann doch an, der Papa versuchte gleich zu helfen und nahm den Kleinen in die Arme, wiegte ihn, versuchte ihn zu beruhigen. Vergebens.</p>
<p>Während also mein Mann mit dem Kleinen beschäftigt war, blickte ich mich um. Und dann erkannte ich es! Es waren gerade hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen unterwegs. Es war laut, es war hell, es war grell, es war unruhig, es war Chaos. Und es war einfach zu viel für unser Baby. Es waren zu viele Eindrücke auf einmal.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1032" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - trauriges Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Kein Wunder, dass er sich Luft machen und den ganzen Stress, die ganze Reizüberflutung abbauen musste. Also brüllte er, wir blieben ruhig, damit er sich nicht noch durch unsere Panik aufheizte, ich bot ihm hin und wieder die Brust an und dann, als wir in der S-Bahn saßen und es etwas ruhiger und gedämmter zuging, konnte unser Baby endlich einschlafen.</p>
<p>Aus solchen Situationen lernt man ungemein, obwohl ich es meinem Kind gern erspart hätte. Aber ich wusste es nicht besser, hatte nicht gedacht, dass mein Kind überreizt werden könnte.</p>
<p>Mit der Zeit kann man auch mal zu belebteren Orten gehen, aber da wir anfangs in unserer eigenen, gemütlichen Höhle hausten, war unser Baby einfach nicht daran gewöhnt und demnach völlig überfordert.</p>

<h3>Unbehagen</h3>
<p>Wenn ich an diesen Tag zurückdenke, verdreht es mir immer noch den Magen.</p>
<p>Wir waren mit meiner Schwester und ihrem Freund im gemeinsamen Urlaub an der Ostsee in Boltenhagen. Wir hatten ein hübsches kleines Strandhäuschen von einem Freund zu einem wirklich guten Preis gemietet und gingen oft spazieren.</p>
<p>An der Ostsee ist es windig, also setzten wir dem Kleinen seine süße, weiße Mütze auf. Aber er meckerte, wenn wir sie ihm aufsetzten. Wir dachten, er wäre ungeduldig, weil er jetzt warm angezogen im Haus war und machten uns schnell auf den Weg.</p>
<p>Sobald wir losmarschiert waren, mit ihm im Tragegurt, war er auch ruhig und schlief sogar ein. Und als wir wieder zu Hause waren und ihm die Mütze abnahmen, sahen wir, warum der Kleine gemeckert hatte: die Mütze war zu eng! Auf seiner Stirn war ein richtiger Abdruck von der Naht zu erkennen.</p>
<p>Ein Grund mehr, immer das Weinen seines Babys ernst zu nehmen! Zu enge Mützen verursachen nämlich auch Kopfschmerzen! Dass unser Baby dabei noch einschlafen konnte, liegt eventuell daran, dass die Mütze zwar schon unangenehm saß, aber noch nicht allzu eng war.</p>
<h3>Angst</h3>
<p>Was unseren Sohn immer noch zum Weinen bringt: sein Opa. Und es tut mir schrecklich Leid für ihn, da er ein ganz lieber Mensch ist.</p>
<p>Aber irgendetwas ist da, das ihm beim Anblick seines Opas die Tränen in die Augen treibt und sein Schippchen zum Vorschein bringt. Das kann nur ein Wort sein, ein Lächeln, ein Streicheln, und schon geht&#8217;s los.</p>
<p>Vor allem Männer hielt unser Sohn erst einmal auf Abstand. Doch mit vermehrten Besuchen gewöhnte sich Oli an die tiefen Stimmen und bärtigen Gesichter und ließ sich sogar von ihnen tragen oder zum Lachen bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1030" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Opa mit Enkel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber manchmal ist es halt wieder so, dass er vor irgendwem Angst hat, den er schon lange kennt. Und dann muss man die Angst auch ernst nehmen und respektieren, dass er jetzt lieber bei mir sein will. Bei Mama ist es halt am Schönsten. Zumindest trifft das auf uns zu.</p>
<p>Oli hat nicht vor vielen Dingen Angst, aber manchmal steckt man einfach nicht drin, warum ein Kind vor etwas Angst hat. Wenn ich zum Beispiel ein lustiges Buch vorlese, in dem ein Schaf auf einer Weide schläft, fängt er furchtbar zu weinen an. Wenn ich sage, Papa schläft, und er genau neben ihm liegt, schießen die Tränen nur so los.</p>
<p>Niemals würde ich seine Angst herunterspielen oder mich darüber lustig machen. Wie würde ich mich wohl fühlen, wenn das jemand bei mir machen würde?! Also muss man Verständnis zeigen, erklären, versuchen zu verstehen usw.</p>
<h3>Schmerz</h3>
<p>Den einzigen Schrei, den ich von allen eindeutig unterscheiden kann: Wenn das Kind Schmerzen hat. Und ich bin mir sicher, dass ihr ihn auch erkennen werdet. Er ist so urplötzlich, ganz hell und laut, tiefsitzend, bohrt sich sofort in eure Magengrube und ist herzzerreißend.</p>
<p>Ob von der Couch geflogen, Finger eingeklemmt, böse hingefallen oder was auch immer: in den Arm nehmen, zuhören und Anteilnahme zeigen. Das hilft. Wenn sich mein Sohn aber derart reingesteigert hat, und wir schon eine ganze Weile da saßen, dann half Stillen. Ich mochte nur den Gedanken nicht, ihm gleich den Mund zu stopfen. Ich wollte erst versuchen, ob ich ihn auch anders beruhigen kann, und wenn das nicht half oder er schon zeigte, dass er gestillt werden wollte, dann gab ich ihm die Brust. Es ist auf jeden Fall das einfachste Mittel zum Trost spenden.</p>
<h3>Traurig</h3>
<p>Wer meine Beiträge vom Babyschwimmen im Unfallkrankenhaus Berlin kennt, der weiß, was unseren Sohn traurig stimmt. Wer sich dafür interessiert, wie es uns so beim Schwimmkurs erging und was wir bislang erlebt haben, der kann sich ja mal <a href="https://www.milchtropfen.de/babyschwimmen/" rel="noopener">den 1. Beitrag durchlesen</a>.</p>
<p>Wenn sich die Oma böse gestoßen hat, wenn ein Kind weint oder eine traurige Geschichte vorgelesen wird: Oli fühlt mit. Und er zeigt Anteilnahme, indem er auch anfängt zu weinen. Es ist zwar traurig, wenn er dann weint, aber irgendwie auch zuckersüß, weil er so empathisch ist.</p>
<p>Da hilft dann in den Arm nehmen, wiegen, schmusen, zuhören, ruhig reden, stillen und dergleichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1033" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Frau tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Frust</h3>
<p>Der Frust kommt bei unserem Sohn immer dann, wenn er gerade hochkonzentriert an einer Sache arbeitet und irgendetwas schief läuft. So zum Beispiel, als wir mit Würfeln spielten und versuchten, diese übereinander zu stapeln. Mit seinen kleinen, dicken Fingern versuchte er nun, Würfel für Würfel übereinander zu platzieren. Und manchmal kam einfach ein weiterer Finger dazwischen und alles viel herunter. Da kann man ja nur ausrasten! Und schreien! Und wütend sein! Und man kennt es so gut von sich selbst, wenn einem etwas nicht gelingen will und man stocksauer wird!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1031" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen.jpg" alt="Warum weint mein Baby - zorniges Mädchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch nicht entmutigen lassen und einfach noch einmal versuchen. Und wenn die Übung noch zu schwer ist, dann kann sie auch abgewandelt werden. Unser Sohn wollte die Würfel dann erst einmal lieber nebeneinander positionieren. So geht&#8217;s auch. Die Zeit wird kommen, er wird geduldiger und die Feinmotorik ausgereifter sein. Und dann kann er die Würfel bestimmt auch übereinander stapeln.</p>
<h3>Erlebtes verarbeiten, erzählen</h3>
<p>Nicht, dass ich diesen Absatz am allerwenigsten wichtig finde, aber ich musste lange nachdenken, was ich hierzu schreibe.</p>
<p>Wenn wirklich alles, was ich bisher geschrieben habe, nicht funktioniert, um euer Kind zu beruhigen, dann müsst ihr einfach für euer Kind da sein. Und zuhören.</p>
<p>Meine Hebamme brachte mich als Erste auf den Gedanken, dass auch schon Babys erzählen wollen. Wenn mein Sohn schrie und ich ihn gleich stillen wollte, dann sagte sie:&#8220;Hör ihm mal zu. Es ist, als würde er etwas erzählen.&#8220;. Der gleichen Ansicht war ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. Für mich fühlte es sich komisch an, mein Kind weinen zu lassen, weil es angeblich seine schwere Geburt oder ein Ereignis verarbeiten musste.</p>
<p>Fängt ein Kind an zu weinen, richten sich gleich alle Blicke darauf. Ich verstehe das. Ich mache das auch. Man will schließlich wissen, ob sich jemand um das Kind kümmert, ob es in guten Händen ist usw. Aber wenn es das eigene Kind ist, das weint, will man es doch so schnell wie möglich beruhigen, oder nicht? Geht es nur mir so? Und mein Kind nahm immer gern die Brust, wenn es geweint hat. Habe ich ihm jetzt den Mund vorzeitig gestopft? Wollte es eigentlich etwas sagen?</p>
<p>Ich finde, man kann gut einschätzen, ob das Baby die Brust braucht oder nicht. Es geht ab und weint wieder. So stelle ich es mir jedenfalls vor. Wie gesagt: Wir hatten damit keine Probleme und zum Glück auch nie mit Koliken. Meiner Meinung nach, weil wir ihn so wie oben beschrieben aufwachsen ließen. Und trotzdem hat man sich über jeden Pups gefreut, der aus dem Baby entwichen ist.</p>
<h2>Man lernt nie aus</h2>
<p>Vor einigen Tagen bin ich dann auf den Artikel von www.stillkinder.de gestoßen, der genau dieses Thema näher beleuchtet. Verblüffend fand ich vor allem den Absatz, <a href="http://www.stillkinder.de/was-tun-wenn-dein-baby-weint/" target="_blank" rel="noopener">warum es so schwer ist, ein weinendes Baby zu halten und sein Schreien zu akzeptieren</a>. Es kann nämlich seinen Ursprung in der eigenen Kindheit haben, weshalb wir unsere Kinder immer gleich ruhig stellen wollen. Zum Beispiel, wenn man sofort den Schnuller bekam, wenn man sich gemeldet hat, oder, wenn man bei schlechter Laune bestraft wurde usw. Man selbst durfte sich nie wirklich zu Wort melden und seine wahren Gefühle zeigen. Da wir es also so gelernt haben, geben wir es nun an unsere Kinder weiter. Doch mithilfe der Selbstreflexion lässt sich dieses Kettenglied vielleicht entfernen und ein neues einsetzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1034" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter küsst Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ihr euch weiter über dieses Thema informieren wollt, dann lest euch doch einfach den oben von mir verlinkten Beitrag durch. Die Sache mit dem Erzählen lassen kann man halten, wie man will; ich empfand sie als einen äußerst klugen Denkansatz. Besser, als alles auf das Zahnen oder die 3-Monats-Koliken zu schieben.</p>
<p>Habe ich einen Grund vergessen, warum ein Kind weinen könnte? Bestimmt. Denn es gibt so viele Ursachen, die einem die Tränen in die Augen treiben können.</p>
<p>Ich hoffe dennoch, dass euch mein Beitrag mit dem einen oder anderen Grund weiterhelfen konnte.</p>
<p>Gern könnt ihr in den Kommentaren hinterlassen, wie ihr diesen Beitrag fandet. Über konstruktive Kritik freue ich mich genau so.<br />
</p>
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