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	<title>Erziehung &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Erziehung &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Gründe für Lügen, Schwindeln und Flunkern bei Kindern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 13:48:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir alle möchten eine vertrauliche Beziehung mit unseren Kindern führen. Doch kommt es manchmal vor, dass Kinder nicht die Wahrheit sprechen und wir dadurch enttäuscht und traurig sind, weil wir uns gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit wünschen. Wenn wir wissen, warum Kinder die Wahrheit verdrehen, können wir sie besser verstehen und auch zusammen daran arbeiten, untereinander ... <a title="Gründe für Lügen, Schwindeln und Flunkern bei Kindern" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/gruende-fuer-luegen-schwindeln-und-flunkern-bei-kindern/" aria-label="Mehr zu Gründe für Lügen, Schwindeln und Flunkern bei Kindern">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400">Wir alle möchten eine vertrauliche </span><b>Beziehung</b><span style="font-weight: 400"> mit unseren Kindern führen. Doch kommt es manchmal vor, dass Kinder nicht die </span><b>Wahrheit</b><span style="font-weight: 400"> sprechen und wir dadurch enttäuscht und traurig sind, weil wir uns gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit wünschen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Wenn wir wissen, warum Kinder die Wahrheit verdrehen, können wir sie besser <strong>verstehen</strong> und auch zusammen daran arbeiten, untereinander <strong>ehrlich</strong> zu sein. </span></p>
<p><span id="more-13658"></span></p>
<h2>Gründe für Lügen, Schwindeln und Flunkern bei Kindern</h2>
<p><span style="font-weight: 400">&#8222;Kindermund tut Wahrheit kund&#8220; oder wie war das nochmal?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">&#8222;Hast du die gute Vase von Oma <strong>zerbrochen</strong>?&#8220; fragst du dein Kind mit ernstem Blick und strengem Ton ganz vorwurfsvoll. &#8222;<strong>Nein</strong>, das war ich nicht!&#8220; antwortet dein Kind mit gesenktem Kopf und schaut dir dabei nicht in die Augen. Du weißt genau, dass es nur dein Kind gewesen sein kann, weil niemand weiter in der Wohnung ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400"><strong>Ärger</strong> macht sich in dir breit, ist dir die Vase doch so wichtig und liegt dir als Erinnerungsstück an deine Oma arg am Herzen. Du fängst an mit <strong>schimpfen </strong>“Hör auf mich anzulügen, nur du kannst es gewesen sein. Ich bin echt enttäuscht von dir! Gehe sofort auf dein Zimmer und denke darüber nach, was du angestellt hast!”.</span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/gründe für flunkern lügen.jpg" alt="Gründe für flunkern lügen" width="534" height="801" /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Kennst du solche oder ähnliche <strong>Situationen</strong>, wo dein Kind dir scheinbar ins Gesicht lügt und nicht die Wahrheit spricht? Bist du über das Verhalten deines Kindes verärgert und kannst es nicht verstehen? Dann möchte ich dir in diesem Beitrag helfen, das kindliche Verhalten besser zu verstehen und dir die <strong>Beweggründe</strong> deines Kindes aufzeigen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Was genau bringt Kinder zum Lügen, Schwindeln und Flunkern?</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Schauen wir uns mal die <strong>Gründe</strong> dafür an. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Kinder lügen, weil:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie denken, wir können die Wahrheit nicht <strong>vertragen</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie mit etwas <strong>überfordert</strong> sind</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie nicht <strong>unhöflich</strong> sein wollen </span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie <strong>rücksichtsvoll</strong> sein möchten</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie dir <strong>gefallen</strong> möchten</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie sich für etwas <strong>schämen  </strong></span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie Realität und <strong>Fantasie</strong> noch miteinander vermischen</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">sie sich <strong>Anerkennung</strong> wünschen</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">die <strong>Angst</strong> vor einer Strafe überwiegt, wenn sie dafür schon bestraft oder ausgeschimpft wurden </span></li>
</ul>

<p><span style="font-weight: 400">Lies mehr über das Schimpfen und Alternativen dazu in meinem Blogbeitrag</span> <a href="https://www.kleinermensch.net/3-alternativen-zum-schimpfen-meckern-und-schreien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400">“3 Alternativen zum Schimpfen, Meckern und Schreien”</span></a><span style="font-weight: 400">. </span><span style="font-weight: 400">Wer Angst vor Bestrafung, <strong>Liebesentzug</strong> oder sogar Gewalt haben muss, wird sich eher dazu entscheiden, die Unwahrheit zu erzählen, zu hoch wäre der Preis die Wahrheit kund zu tun. </span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13674 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/gründe für schwindeln lügen.jpg" alt="Gründe für schwindeln lügen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/gründe%20für%20schwindeln%20lügen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/gründe%20für%20schwindeln%20lügen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/gründe%20für%20schwindeln%20lügen-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Erst rund um das Alter des Schuleintritts können Kinder richtig verstehen, wann eine <strong>Lüge</strong> eine Lüge ist, da sie dann Fantasie und Realität besser voneinander unterscheiden können. Die sogenannte Phase des <strong>“magischen Denkens”</strong> ist im Alter von 2 &#8211; 5 Jahren, manchmal auch bis 7 Jahren in der Entwicklung von Kinder zu beobachten. Dann können die Grenzen zwischen Fantasie und <strong>Wirklichkeit</strong> miteinander verschwimmen und wir laufen Gefahr ihre Aussagen dann als Lüge abzuwerten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400"><strong>Wichtig zu wissen:</strong> auch wer als Kind viel lügt, kann ein anständiger und überwiegend <strong>ehrlicher</strong> Erwachsener werden.</span></p>

<h3>Was tun, wenn das eigene Kind flunkert?<span style="font-weight: 400"> </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400">Du kannst dein Kind vorsichtig dazu <strong>ermutigen</strong> die Wahrheit zu sagen. Akzeptiere jedoch, wenn es das nicht möchte, weil es dadurch sein Gesicht verlieren könnte, vor allem vor Dritten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Gib deinem Kind Handlungsalternativen zur Hand und biete ihm <strong>Unterstützung</strong> für das nächste Mal an oder hilf ihm aus einer eingefahrenen Situation heraus, damit es merkt, dass man mit der Wahrheit weiter kommt.</span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13661 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/kommunikation-grenzen-selbstfuersorge.jpg" alt="Gründe für Lügen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/kommunikation-grenzen-selbstfuersorge.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/kommunikation-grenzen-selbstfuersorge-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/kommunikation-grenzen-selbstfuersorge-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400"><strong>Erkläre</strong> ihm, warum Ehrlichkeit wichtig ist, so kannst du ihm soziale Werte mit auf den Weg geben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Sollte dir dein Kind im Gespräch die Wahrheit erzählen, dann zeige dich erkenntlich und zeige ihm deine Anerkennung und <strong>Freude</strong> darüber. Du bist der sichere Hafen, dem es sich anvertrauen darf. </span></p>

<p><span style="font-weight: 400">Spielt <strong>Bindungsspiele</strong>. Vor allem die Symbol- und Nonsensespiele haben sich dabei bewährt. In diesen zwei Binungsspielen werden die Themen, auf denen sich das Lügen bezieht, im Rollenspiel mit Figuren oder Plüschtieren durch maßloses und lächerliches Übertreiben nachgespielt. Andere Bindungsspiele zu weiteren Problematiken findest du im Beitrag </span><a href="https://www.milchtropfen.de/9-spiele-konflikte-loesen-und-bindung-staerken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400"> </span><span style="font-weight: 400">“9 Spiele &#8211; Konflikte lösen und Bindung stärken”</span></a><span style="font-weight: 400">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Zeig ihm trotzdem, dass du es liebst, auch wenn es <strong>geflunkert</strong> hat. Denn wenn Beziehung im Vordergrund steht und dein Kind sich bedingungslos geliebt fühlt, dann hat Lügen, <strong>Schwindeln</strong> und Flunkern keinen Platz mehr im Familienleben.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13664 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/lügen Flunkern Schwindeln Gründe.jpg" alt="Lügen Flunkern Schwindeln Gründe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/lügen%20Flunkern%20Schwindeln%20Gründe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/lügen%20Flunkern%20Schwindeln%20Gründe-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/lügen%20Flunkern%20Schwindeln%20Gründe-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>

<h3>Notlügen und Vorbildfunktion</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Wir Erwachsenen dürften auch so einiges Mal eine <strong>Pinocchio-Nase</strong> bekommen, wenn wir aus der Not heraus flunkern, weil wir beispielsweise jemanden nicht verletzen wollen. Wenn unser Kind uns selber hier und da flunkern sieht, wird es dies höchstwahrscheinlich auch <strong>übernehmen</strong>. Wir haben hier die Vorbildfunktion und dürfen unser Verhalten reflektieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Also nehmen wir es unseren Kindern weder persönlich noch <strong>übel</strong> und schauen wie immer, was dahinter stecken könnte. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Wie reagierst du, wenn dein Kind offensichtlich schwindelt? Und wie gehst du damit um? </span></p>


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		<title>Klare Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 17:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht kennst du es ja auch. Alle paar Minuten hat dein Kind eine Bitte an dich. “Mama, kannst du mal..”, “Mama, ich komme da oben nicht ran”, “Ich schaffe es einfach nicht, kannst du mir mal helfen kommen?”. Und du hilfst deinem Kind natürlich gerne. Es gibt auch Momente, da können oder wollen wir gerade ... <a title="Klare Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/klare-kommunikation-grenzen-und-selbstfuersorge/" aria-label="Mehr zu Klare Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht kennst du es ja auch. Alle paar Minuten hat dein Kind eine Bitte an dich. “<strong>Mama</strong>, kannst du mal..”, “Mama, ich komme da oben nicht ran”, “Ich schaffe es einfach nicht, kannst du mir mal helfen kommen?”. Und du <strong>hilfst</strong> deinem Kind natürlich gerne. Es gibt auch Momente, da können oder wollen wir gerade dieser <strong>Bitte</strong> nicht nachkommen.</p>
<p>Was kannst du in diesem Moment also tun?</p>
<p><span id="more-12337"></span></p>
<h2>Ja, nein, vielleicht &#8211; liebevolle und klare Kommunikation</h2>
<p>Wie kannst du deinem Kind deine Grenzen <strong>liebevoll</strong> und authentisch aufzeigen?</p>
<p>Eine Situation, die auch du wahrscheinlich kennst:</p>
<p>Es ist abends, du hast einen langen Tag hinter dir, <strong>Stress</strong> auf Arbeit gehabt, dann noch einkaufen gewesen, dein Kind aus dem Kindergarten oder der <strong>Schule</strong> abgeholt und Abendessen gemacht. Du setzt dich gerade auf die Couch, weil sich dein Kind gerade alleine beschäftigt. Du legst deine Beine hoch und <strong>atmest</strong> tief durch.</p>
<p>Keine zwei Minuten später kommt dein Kind zu dir und trägt eine <strong>Bitte</strong> an dich heran, sodass du wieder aufstehen müsstest. An dieser Stelle könntest du natürlich dieser Bitte nachkommen, der <strong>Harmonie</strong> zuliebe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/liebevolle-kommunikation.jpg" alt="Liebevolle-Kommunikation" width="534" height="801" /></p>
<h3>Lieber ein klares “Nein” als ein ungewolltes “Ja”</h3>
<p>Oder du bist ehrlich zu dir selber und <strong>kommunizierst</strong> ein klares “Nein, jetzt möchte ich gerade nicht!” und fügst noch hinzu “Ich möchte mich gern ein paar Minuten ausruhen, danach bin ich dir gerne behilflich!”.</p>
<p>Ein <strong>“Ja”</strong> klingt wohlwollend, ein “Nein” hingegen hart.<br />
Du könntest auch sagen: “Ja, ich helfe dir gerne, ich brauche eine kurze Pause, dann bin ich für dich da!” Mit dieser <strong>(Ich-)Botschaft</strong> äußerst du DEINE Bedürfnisse, <strong>Wünsche</strong> und Gefühle und lehnst die Bedürfnisse deines Kindes nicht ab. Damit fühlt sich dein Kind von dir nicht angegriffen oder abgewiesen. Im Gegenteil es lernt dich ein Stück besser kennen. Es lernt, dass andere Menschen andere Bedürfnisse haben, als es selbst. Es fühlt sich erhört und mit seinen <strong>Bedürfnissen</strong> gesehen, es muss halt nur noch einen Moment warten.</p>
<p>Ein klares “Nein”, also mit ganzer <strong>Überzeugung</strong>, wird dein Kind höchstwahrscheinlich davon abhalten noch weitere 2 &#8211; 3 Male nachzuhaken. Spürt es aber (d)eine <strong>Unsicherheit</strong>, könnte es passieren, dass es weiterfragen wird. Es hätte gerne eine <strong>authentische</strong> Antwort von dir. Es möchte dich kennenlernen und verstehen wer genau du bist, was genau du möchtest und was nicht. Aus diesem Grund solltest du dir mit deiner Entscheidung ganz sicher sein.</p>

<h3>Selbstfürsorge</h3>
<p>Ein Nein zu jemand anderen, ist immer auch ein Ja zu dir selbst! Das hat auch etwas mit Selbstfürsorge zu tun.<br />
Zu spüren, hier komme ich gerade an mein <strong>Limit</strong>, wenn ich darüber hinaus gehe, geht es mir damit nicht gut.</p>
<p>In der heutigen <strong>hektischen Zeit</strong> rennen wir von A nach B, erledigen zwischendurch noch zig Sachen, ohne uns dazwischen immer wieder mal zu <strong>defragmentieren</strong> &#8211; wie es meine Yogalehrerin immer nannte. Vielleicht machst du auch mehrere Dinge gleichzeitig, was dir auf Dauer nicht gut tut. Wir ermüden dann schneller, machen mehr Fehler und sind dadurch <strong>unzufriedener</strong>.</p>
<div class="melanie-infobox"><strong>Infobox</strong><br />
Immer wieder mal bewusst zu Atmen, hilft mir in stressigen Zeiten, meinen Körper wieder wahrzunehmen &#8211; im Hier und Jetzt anzukommen. Hilft auch gut beim Einschlafen, wenn sich die Gedanken im Kreis drehen und du nicht zur Ruhe kommst. Bewusstes langes Einatmen und Ausatmen stoppt dein Gedankenkarussell und du kommst langsam zur Ruhe. Wichtig hierbei ist es, dass die Atemzüge gleich lang sind, sonst könnte dir schwindlig werden! Probier es doch auch einmal.</div>
<h3>Unsicherheit und Zeitaufschiebung</h3>
<p>Ein &#8222;vielleicht&#8220; lässt uns die Möglichkeit, kurz darüber <strong>nachzudenken</strong> und nicht voreilig zu entscheiden, wenn wir uns unsicher sind. Nimm dir ruhig einen Moment Zeit, <strong>spür</strong> in dich hinein, ob du deinem Kind die Bitte erfüllen kannst und das aus ganzem Herzen.</p>
<p>Wenn du dich für ein “<strong>gleich</strong>” entschieden hast, dann solltest du dein Kind aber nicht allzu lange warten lassen. Vielleicht kennst du es ja auch, dass du dich gerne noch von anderen Dingen <strong>ablenken</strong> lässt und dein Kind somit länger auf dich warten muss. Aber du möchtest ja auch, dass dein Kind bald kommt, wenn du nach ihm gerufen hast.</p>
<p>Unsere <strong>Vorbildfunktion</strong> steht auch da wieder ganz weit vorn. Längere <strong>Zeitaufschiebungen</strong> kannst du von einem Kleinkind unter 2 Jahren nicht verlangen, es muss erst nach und nach lernen, seine Impulse bewusst zu steuern. Geduldiges Warten muss erst noch <strong>gelernt</strong> werden.</p>
<h3>Die eigenen Grenzen liebevoll vermitteln</h3>
<p>Deine Grenzen sind von Tag zu Tag unterschiedlich. Und das darf auch so sein. Du bist nicht jeden Tag gleich gut drauf. Dieses <strong>Schwanken</strong> der Grenzen nennt Thomas Gordon “das Toleranzniveau” in seinem Buch <a href="https://www.amazon.de/Familienkonferenz-Praxis-Konflikte-Kindern-gel%C3%B6st-ebook/dp/B007EGW3QM/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=familienkonferenz+in+der+praxis+thomas+gordon&amp;qid=1572356562&amp;sr=8-1-fkmr0&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer&amp;linkId=2fd06b18b0941a5131910a3716fc2721&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener">“Familienkonferenz in der Praxis”</a>*. Deine Laune ist früh am Morgen vielleicht noch gut und du fühlst dich fit und lässt auch zu, dass dein Kind auch dem Sofa rumspringt. Das kann am Abend schon wieder ganz anders aussehen. Die meisten familiären Konflikte sind am frühen Abend, wenn alle schon <strong>müde</strong> sind. Und auch da brauchst du dich nicht vor <strong>Konflikten</strong> zu scheuen oder ein schlechtes Gewissen zu haben, weil du deinem Kind einen Wunsch ausschlägst.</p>
<p>Diese Konflikte sind gut und gehören dazu. Dein Kind kann dich dadurch besser <strong>kennenlernen</strong> und andersherum genauso. Kinder brauchen Zeit, sie werden unsere Grenzen immer wieder kennen lernen wollen. Dein Kind möchte dich damit nicht <strong>provozieren</strong>, sondern es möchte wissen, wer du bist. Es ist alles <strong>experimentieren</strong>, spielen und lernen und das benötigt <strong>Zeit</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-10766 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an.jpg" alt="Mutter und Tochter Stirn an Stirn lächeln sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/mutter-und-tochter-stirn-an-stirn-laecheln-sich-an-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In familiären <strong>Beziehungen</strong> geht es darum sich gegenseitig zuzuhören, sich auszutauschen und zu verstehen, was der Andere denkt. Dafür sind Konflikte da. Wir lernen uns dadurch besser kennen. Und auch wenn dein Kind sich über deine Entscheidung empört, kannst du ihm Verständnis entgegenbringen.</p>
<p><strong>Verständnis</strong> heißt nicht unbedingt, dass man einer Meinung ist, aber, dass wir versuchen, uns in den anderen <strong>hineinzuversetzen</strong>, empathisch zu sein und seine Trauer, <strong>Wut</strong> oder seinen Ärger darüber nachvollziehen können und ihm das auch so zeigen.<br />
Ein “Nein” kann auch in einem liebevollen und fürsorglichen Ton ausgesprochen werden und muss nicht voller Ärger und Wut herausplatzen, denn dann bekommt dein Kind womöglich <strong>Angst</strong> vor dir, nicht zu verwechseln mit <strong>Respekt</strong>! Mehr zum Thema Wut erfährst du in Julias Beitrag &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/wenn-die-wut-kommt/">Wenn die Wut kommt</a>&#8222;.</p>
<h3>Die Grenzen deines Kindes akzeptieren und wahren</h3>
<p>Wenn du es als Elternteil schaffst, deine <strong>Grenzen</strong> liebevoll mitzuteilen, hat auch dein Kind die Möglichkeit zu lernen, seine Grenzen zu <strong>kommunizieren</strong> und zu wahren. <span style="font-weight: 400;">Und auch hier ist es wichtig, die Grenzen deinen Kindes auch <strong>anzunehmen</strong> und zu respektieren.<br />
Ein “Nein” aus dem Mund deines Kindes sollte genauso viel <strong>Wert</strong> haben, wie deines. Kinder haben auch ein Recht darauf, mit ihrer Meinung <strong>Gehör</strong> zu finden. Übergehst du die Grenzen deines Kindes, dann wird es höchstwahrscheinlich auch deine Grenzen übergehen.</span></p>
<p>Mir persönlich ist Kommunikation auf <strong>Augenhöhe</strong> wichtig. Du kannst deine Grenzen authentisch und respektvoll aufzeigen, ohne dein Kind dabei zu verletzen, <strong>beschämen</strong> oder zu kränken. Psychische <strong>Gewalt</strong> wirkt sich ähnlich schlimm aus wie physische Gewalt, deshalb ist die Wahl unserer <strong>Worte</strong> so immens wichtig!</p>
<p>Hast du Probleme, deine Grenzen im Alltag zu zeigen und zu wahren? Lass mir gerne einen Kommentar da.</p>

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		<title>Buchempfehlung &#8222;Erziehen ohne Schimpfen&#8220; von Nicola Schmidt</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/buchempfehlung-erziehen-ohne-schimpfen-von-nicola-schmidt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 17:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich freue mich dir heute das Rezensionsexemplar zum Bestseller von Nicola Schmidt “Erziehen ohne schimpfen” vorstellen zu dürfen. Es wurde mir freundlicherweise vom Gräfe und Unzer Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür an dieser Stelle. Die Autorin Nicola Schmidt ist Politikwissenschaftlerin, Autorin, Dozentin und bloggt seit 2008 erfolgreich über bedürfnisorientiertes Elternsein. Sie schreibt am Liebsten ... <a title="Buchempfehlung &#8222;Erziehen ohne Schimpfen&#8220; von Nicola Schmidt" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/buchempfehlung-erziehen-ohne-schimpfen-von-nicola-schmidt/" aria-label="Mehr zu Buchempfehlung &#8222;Erziehen ohne Schimpfen&#8220; von Nicola Schmidt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich dir heute das Rezensionsexemplar zum <strong>Bestseller</strong> von Nicola Schmidt “Erziehen ohne schimpfen” vorstellen zu dürfen. Es wurde mir freundlicherweise vom <a href="https://www.gu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gräfe und Unzer Verlag</a> zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür an dieser Stelle.</p>
<p>Die Autorin <strong>Nicola Schmidt</strong> ist Politikwissenschaftlerin, Autorin, Dozentin und bloggt seit 2008 erfolgreich über bedürfnisorientiertes Elternsein. Sie schreibt am Liebsten darüber, wie Babys und <strong>Kinder</strong> glücklich aufwachsen. Und da mir dieses Thema auch sehr am Herzen liegt, wollte ich ihr Buch unbedingt lesen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Ein Kind nicht zu schimpfen, kann die Welt verändern.&#8220;</p></blockquote>
<p><span id="more-12196"></span></p>
<h2>Erziehen ohne Schimpfen &#8211; Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung</h2>
<p>Ja aber wie genau macht man das mit dem “Nicht-schimpfen”? Warum schimpfst du überhaupt? Was passiert mit dir und den Kindern beim <strong>Schimpfen</strong>? Was kannst du stattdessen tun? Und wie schaffst du es eigentlich, <strong>Konflikte</strong> zu verhindern oder abzuschwächen?</p>
<p>All das und noch Vieles mehr kann dir das Buch <a href="https://amzn.to/31oGWPF" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Erziehen ohne schimpfen&#8220;</a>* von Nicola Schmidt beantworten.</p>
<p>Hier kommt nun eine kurze Zusammenfassung jedes einzelnen Kapitels.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12239 pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/rezension-erziehen-ohne-schimpfen-267x400.jpg" alt="Rezension Erziehen ohne schimpfen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/rezension-erziehen-ohne-schimpfen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/rezension-erziehen-ohne-schimpfen-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/rezension-erziehen-ohne-schimpfen-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/rezension-erziehen-ohne-schimpfen-33x50.jpg 33w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/10/rezension-erziehen-ohne-schimpfen.jpg 735w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h3>Kapitel 1 &#8211; Wo wir aktuell stehen</h3>
<p>Im ersten Kapitel des beliebten <strong>Erziehungsratgebers</strong> kannst du einige kurze Tests durchführen, um zu schauen, welchen <strong>Blick</strong> du auf dein Kind hast, wie du mit ihm umgehst und wie dein <strong>Führungsstil</strong> ist. Eine kurze Bestandsaufnahme sozusagen, bevor es dann zum nächsten Kapitel geht&#8230;</p>
<h3>Kapitel 2 &#8211; Warum wir Eltern ausrasten</h3>
<p>Nicola erklärt einfach und gut verständlich, wie dein <strong>Gehirn</strong> in Gefahrensituationen reagiert und beschreibt auch, dass du unter <strong>Stress</strong> anders reagierst, als du es eigentlich möchtest. Unter Dauerstress meckern wir unser Kind schneller an, als uns eigentlich lieb ist. Unser Körper hat oft nicht die Chance sich herunter zu regulieren und auch unsere Kindheit hat ihren Anteil an unserer Reaktion.</p>
<blockquote><p>“Dauerstress schädigt unser Gehirn und damit die Beziehung zu uns selbst, unserem Partner und unseren Kindern.”</p></blockquote>
<p>Das ist wie ein Teufelskreis, wenn wir nicht aufpassen. Denn die <strong>Leidtragenden</strong> sind unsere Kinder, denn unseren Chef werden wir wohl nicht so unsere Meinung geigen, schreibt die Autorin.</p>
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<h3>Kapitel 3 &#8211; Warum uns schimpfen oft peinlich ist</h3>
<p>Hier wird dir beschrieben, wie du das, durch schimpfen und drohen entstandene <b>Schamgefühl</b> in entlastbare <b>Schuld</b> umwandeln kannst. Dann nämlich übernimmst du die <strong>Verantwortung</strong> für dein Verhalten und dein Selbstwertgefühl wird nicht so zerfressen, weil du dann nicht mehr durch deinen <b>inneren Kritiker</b> in Selbstanklagen und -zweifeln versinkst. Du bist dann bereit beim Gegenüber um Entschuldigung zu bitten und etwas wieder gutzumachen, weil du dazu in der Lage bist dir den Fehler einzugestehen.</p>
<blockquote><p>“In unserem Gehirn sind Scham und Selbstkritik tief eingespurt. Wir können unserem Gehirn jedoch helfen, eine neue Spur anzulegen: indem wir uns immer wieder bewusst daran erinnern, wie es ist, gemocht, beschützt und wertgeschätzt zu werden. Dann haben Scham und Selbstkritik keine Chance mehr.”</p></blockquote>
<p>Im Kapitel wird eine uns allen bekannte Situation im <strong>Einkaufsmarkt</strong> beschrieben und daraus drei Reaktionen abgeleitet und analysiert.</p>
<h3>Kapitel 4 &#8211; Ist unser Familienleben artgerecht?</h3>
<p>Wie auch schon im Buch <strong>“<a href="https://www.amazon.de/Wild-World-wachsen-entspannt-bleiben/dp/3407865694/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=K2YUB55T4CPV&amp;keywords=wild+world&amp;qid=1571398416&amp;sprefix=wild+wo,aps,171&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=67fd3182dc6e6b8c9992a0b0f6632bee&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Wild World</a>”* </strong>&#8211; worüber ich bereits in meinem Beitrag &#8222;<a href="https://www.kleinermensch.net/rezension-wild-world-julia-dibbern-nicola-schmidt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rezension: Wild World – Julia Dibbern &amp; Nicola Schmidt</a>&#8220; berichtet habe &#8211; schreibt die Autorin, dass du dein “Dorf” brauchst.</p>
<p>Wir Menschen sind nicht dazu gedacht zu Zweit oder ganz alleine auf ein oder mehrere <strong>Kinder</strong> aufzupassen. Wir brauchen dazu mehrere Leute, die sich auch um die Kinder kümmern, uns im Haushalt helfen oder Einkäufe erledigen. So sieht eigentlich das perfekte <strong>Familienleben</strong> aus &#8211; mit genügend Unterstützung!</p>
<blockquote><p>“Wenn man in die Menschheitsgeschichte schaut, sieht man sofort: Menschen sind eine kooperativ aufziehende Gattung. Wir haben unsere Kinder immer in der Gruppe großgezogen. Ein Kind alleine oder zu zweit großzuziehen, ist daher eine permanente Überforderung, man könnte fast sagen eine Notsituation, die wir früher immer versucht hätten, schnellstmöglich zu beenden.”</p></blockquote>
<p>Nicola verrät dir, wie du dir das Leben mit einigen Schritten erleichtern kannst und mehr <strong>Gelassenheit</strong> erreichen kannst.</p>

<h3>Kapitel 5 &#8211; Wie wir anders mit Stress umgehen</h3>
<p>Die Autorin weist dich darauf hin, dass du immer wieder bewusst in dich hineinspüren darfst, um zu schauen, in welchem Bereich deiner <b>inneren Ampel</b> du dich gerade befindest. Ist es noch im grünen, gelben oder schon im Roten Bereich? Im <strong>roten</strong> Bereich werden wir nämlich gemein zu den Kindern, schimpfen, drohen und machen ihnen somit <b>Angst</b>, was die Beziehung zu ihnen schwächt.</p>
<p>Wir sehen unsere Kinder dann als eine Art <b>Bedrohung</b>, was sie ja in Wirklichkeit nicht sind. Mit dieser Sichtweise sind wir dann nicht mehr in echtem <strong>Kontakt</strong> mit ihnen, vor allem nicht, wenn wir sie mit <strong>Druck</strong> zu etwas bringen, was sie eigentlich nicht möchten. Sie kooperieren dann nicht mehr, sondern sind einfach gehorsam.</p>
<blockquote><p>“Das hat unangenehme Folgen. Solche Kinder funktionieren unter Umständen ganz prima, solange ein Erwachsener da ist. Aber wehe, die Katze ist aus dem Haus! Dann tanzen die so kurz gehaltenen, unter Druck stehenden Mäuse auf dem sozialen Tisch.”</p></blockquote>
<p>Nicola gibt dir ein paar gut umsetzbare <strong>Grundlagen</strong> an die Hand, wie du besser auf dich achten kannst und was du tun kannst, um nicht erst in den roten Bereich zu schlittern.</p>
<h3>Kapitel 6 &#8211; Wie wir uns im Alltag entlasten</h3>
<p>Hier wird dir als Elternteil beschrieben, wie du alltägliche Erledigungen gut <strong>organisieren</strong> kannst. Was dir hilft, den Überblick im stressigen Alltag nicht zu verlieren. Kleine hilfreiche <strong>Tipps</strong>, die gut umzusetzen sind. Sie weist uns darauf hin, dass wir eigentlich nicht zu <strong>Multitasking</strong> fähig sind &#8211; auch wenn immer behauptet wird, dass wir Mütter zu “Muttitasking” 😉 fähig wären.</p>
<blockquote><p>“Studien zeigen, dass Menschen, die ständig zwei Dinge gleichzeitig erledigen, sich damit keinen Gefallen tun. Sie ermüden schneller, machen mehr Fehler und sind hinterher unzufriedener”.</p></blockquote>
<p>Davon kann ich persönlich auch ein Lied singen.</p>
<p>Du wirst daran erinnert, achtsam mit dir selbst (<b>Selbstfürsorge</b>) und deinen Liebsten zu sein &#8211; um in Konflikten anders reagieren zu können. Anhand von mehreren Fallbeispielen wird gezeigt, wie du <b>empathisch</b> auf deine Kinder eingehen kannst, ohne sie dabei auszuschimpfen oder zu beschämen. Eben ganz auf Augenhöhe. Zum Schluss des Kapitels gibt Nicola dir noch <strong>Alternativen</strong> zum Schimpfen mit auf den Weg und wieder eine kurze Zusammenfassung zum Kapitel.</p>
<h3>Kapitel 7 &#8211; Kreative Ideen zur Lösung von Konflikten</h3>
<p>In diesem Kapitel erfährst du, wie du festgefahrene Situationen mit deinen Kindern <strong>spielerisch</strong> lösen kannst. Denn manchmal sind deine Kinder gerade müde, hungrig, brauchen <strong>Körperkontakt</strong> oder sind noch vom letzten Streit verletzt, sodass sie einfach nicht mehr <strong>kooperieren</strong> möchten und können.</p>
<blockquote><p>“Wenn wir alltägliche Aufgaben mit Humor und Fantasie erledigen, machen sie nicht nur mehr Spaß, die Kinder machen auch mit!”</p></blockquote>
<p><strong>Humor</strong> oder auch die sogenannten <strong>Machtumkehrspiele</strong> helfen dir dabei, wieder in Kontakt mit deinen Kindern zu kommen. Dafür liefert Nicola dir viele lustige Beispiele, die sie selbst mit ihren Kindern erlebt hat, um klassische <strong>Konfliktfelder</strong> zu lösen.</p>
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<h3>Kapitel 8 &#8211; Wie wir Regeln trotzdem durchsetzen</h3>
<p>Zu welchen Zeiten du gut an deine Kinder herankommst, um bestimmte Dinge zu besprechen ist eines der Themen dieses Kapitels.</p>
<p>Weiterhin geht es um Verbindung <strong>auf Augenhöhe</strong>, um Respekt und auch <strong>Empathie</strong>. Sie beschreibt, wie du deine Bedürfnisse und deine Regeln in “Ich”-Botschaften an das Kind heranträgst, damit du authentisch bist. Dafür kannst du neue Prozesse zusammen mit deinen Kindern in Gang setzen, um deine persönlichen <strong>Grenzen</strong> empathisch zu wahren. Du lernst, wie du auch liebevoll &#8222;Nein&#8220; zu deinen Kindern sagen kannst, ohne sie dabei in ihrer <strong>Würde</strong> zu verletzen.</p>
<blockquote><p>“Die Menschen wollen sich gar nicht immer durchsetzen, oft wollen sie einfach verstanden und gesehen werden.”</p></blockquote>
<p>Nicola gibt dir ein paar einfache Schritte mit auf den Weg, wie auch Kinder sich mit am <strong>Haushalt</strong> beteiligen. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren 😉 Aber auch da kommt es auf unsere <strong>Vorbildfunktion</strong> an.</p>
<h3>Kapitel 9 &#8211; 21 Tage ohne Schimpfen &#8211; Die Challenge</h3>
<p>Hier geht es um die 21-Tage-<strong>Challenge</strong>. Die Autorin ermuntert dazu, dich auf eine bestimmte Zeit auf die Herausforderung einzulassen, nicht mit deinen Kindern zu schimpfen.</p>
<p>Jeder kann sich sein <strong>Ziel</strong> selber setzen. Wer mag, kann sich auch ein Ziel von 66 oder 365 Tagen setzen. Sie gibt <strong>Tipps</strong> und Anregungen dazu, sodass du gleich damit anfangen möchtest.</p>
<blockquote><p>&#8222;Zweifeln Sie niemals daran, dass eine kleine Gruppe von Menschen die Welt verändern kann. Tatsächlich sind das die Einzigen, die es je getan haben.&#8220; lautet das Abschlusszitat.</p></blockquote>
<p>Also lasst uns damit beginnen, die Welt ein bisschen besser zu machen!</p>
<h2>Fazit: Ein lesenswertes Buch</h2>
<p>Ich finde das Buch sehr gut, leicht verständlich und <strong>praxisorientiert</strong> geschrieben. Der Leser fühlt gut aufgehoben und <strong>verstanden</strong> und nicht an den Pranger gestellt.</p>
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<p>Die kleinen <strong>Übungen</strong> sind einfach und schnell in jeden noch so verplanten <strong>Alltag</strong> unterzubringen. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es nochmal eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten <strong>Fakten</strong>.</p>
<p>Der <strong>verständnisvolle</strong> Blick und die <strong>positive Grundhaltung</strong> den Kindern gegenüber steht auch in diesem Buch der Autorin im <strong>Mittelpunkt</strong>. Und auch wenn ich schon einige Bücher gelesen habe, konnte ich noch eine Menge aus diesem Buch mitnehmen und umsetzen! Das Buch ist wohlverdient auf Platz 1 der <strong>Bestseller</strong> Liste!</p>
<p>Schaffst auch du es, nicht mehr mit deinen Kindern zu schimpfen?</p>
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		<item>
		<title>Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 00:33:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 19.10.2017 fand der Vortrag von Katharina Saalfrank zum Thema „Strafen und Konsequenzen“ statt und ich wollte heute mal kurz (ich hoffe zumindest, dass dieser Beitrag nicht allzu lang wird) darüber berichten. Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017 Der Vortrag war für uns alle kostenlos und ging etwa 2 Stunden. 1 Stunde Vortrag, 1 ... <a title="Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/" aria-label="Mehr zu Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/">Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19.10.2017 fand der Vortrag von Katharina Saalfrank zum Thema „Strafen und <strong>Konsequenzen</strong>“ statt und ich wollte heute mal kurz (ich hoffe zumindest, dass dieser Beitrag nicht allzu lang wird) darüber berichten.</p>
<p><span id="more-7649"></span><div id='c1623_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</h2>
<p>Der <strong>Vortrag</strong> war für uns alle kostenlos und ging etwa 2 Stunden. 1 Stunde Vortrag, 1 Stunde Fragen stellen.</p>
<p>Mein Mann und ich waren mit unserem Sohn da und der fand den Vortrag jetzt nicht SO spannend, weshalb ich mich mit ihm ins Nebenzimmer verkrochen und dort gespielt habe. Deshalb kann ich mich hauptsächlich auf die fleißigen Notizen meines Mannes stützen. Ich hoffe, wir haben hier alles Wichtige notiert.</p>
<p>Am Anfang stellt sich <a href="https://www.katiasaalfrank.de/" target="_blank" rel="noopener">Katharina Saalfrank</a> als Diplompädagogin und Musiktherapeutin vor, die eine Praxis in Berlin-Wilmersdorf hat und u.a. Videoanalysen und Hausbesuche anbietet.</p>
<p>Natürlich schwingt bei Katharina Saalfrank immer dieser <strong>Super Nanny </strong>Ruf mit. Ich habe mich auch gefragt: Hat sie dahinter gestanden, was da im Fernsehen lief?</p>
<p>Gleich zum Anfang des Vortrages wird kurz darauf eingegangen und gesagt, dass es sich bei der Super Nanny um eine Kunstfigur handelt. Katharina Saalfrank erzählt zwischendurch, dass sie hunderte Stunden gedreht haben und letztendlich nur ein winzig kleiner Anteil davon ausgestrahlt wurde (genaue Anzahl habe ich nicht aufgeschrieben).</p>
<p>Für mich kam es zeitweise wie eine Rechtfertigung rüber, aber ich kann natürlich auch verstehen, dass sie diese Fragen geklärt haben möchte. Es gibt viele Kritiker*innen. Erst sagt sie das eine, dann das andere. Kann man sie überhaupt noch ernst nehmen?</p>
<p>Ja, denken mein Mann und ich, nachdem wir am Ende des Vortrages darüber geredet haben. Sie scheint – so war unser Eindruck – hinter dem zu stehen, was sie sagt. Gehen wir also auf das Inhaltliche ein.</p>
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<h2>Strafen und Konsequenzen</h2>
<p>Katharina Saalfrank möchte in diesem Vortrag ihr <strong>Buch</strong> <a href="http://amzn.to/2l7fm9F" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Kindheit ohne Strafen: Neue wertschätzende Wege für Eltern, die es anders machen wollen“</a>* vorstellen. Ich hatte mir schon gedacht, dass es bei einem kostenlosen Vortrag so etwas in der Art geben wird. Von daher war ich jetzt nicht sonderlich überrascht. Ist in meinen Augen auch völlig ok.</p>
<p>Sie will hier also niemanden überzeugen, etwas zu tun, mit dem er/sie überhaupt nicht konform geht. Wer meint, Kinder bräuchten Konsequenzen/<strong>Strafen</strong> usw., soll seinen/ihren Weg gehen. „Kindheit ohne Strafen“ – dieser Weg sei etwas für Eltern, Erzieher*innen usw., die einen bindungs- und beziehungsorientierten Weg gehen <strong>WOLLEN</strong>.</p>
<h3>Wie geht das also?</h3>
<p>Es geht darum, vom <strong>Monolog</strong> („Ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, dass du das nicht machen sollst!“) in den <strong>Dialog</strong> zu kommen. Das könnte in etwa so aussehen, dass du dein Kind zu einem Kakao in die Küche einlädst und dort das Gespräch mit ihm suchst, z.B. so:„Du hast dein Zimmer nicht aufgeräumt. Ich fühle mich dabei unwohl. Ich kann gar keinen Fuß vor den anderen setzen, um zu dir ans Bett zu kommen. Warum räumst du nicht auf? Mir ist es wichtig, dass das Zimmer ordentlich ist. Was meinst du, können wir hier machen?&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7656" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-haelt-herztasse-mit-heisser-schokolade.jpg" alt="Kind hält Herztasse mit heißer Schokolade" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-haelt-herztasse-mit-heisser-schokolade.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/kind-haelt-herztasse-mit-heisser-schokolade-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich etwas von meinem Kind erwarte, wie z.B. Respekt, mein Kind sich mir ggü. aber m.M.n. respektlos verhält, muss ich mich fragen, woran das wohl liegen könnte. Ich schaue nicht mehr auf das <strong>Verhalten</strong> (mein Kind haut mich und/oder andere Kinder), sondern auf die <strong>Botschaft</strong> hinter dem Verhalten (z.B. <strong>Bedürfnis</strong> nach Kontakt, Nähe, es ist eifersüchtig usw.).</p>
<p>Es geht um <strong>Reflexion</strong>. Wie verhalte ich mich ggü. meinem Kind? Bin ich da respektvoll? Liebevoll? Warmherzig? Also all das, was ich mir von meinem Kind und auch anderen Menschen wünsche? Verhalte ich mich selber so, wie ich gern behandelt werden würde? Die <strong>Vorbild</strong>funktion spielt eine ganz wichtige Rolle.</p>
<p>Und dann gibt es Tage, da mag ich mich selber nicht, weil ich so ätzend ggü. meinem Kind bin. Das ist der ideale Moment, um mal tief in sich zu gehen. In die eigene <strong>Kindheit</strong>. Wie wurde ich da behandelt? Wurde ich da <strong>bedingungslos</strong> geliebt mit all meinen Gefühlen, wie Freude, aber auch Wut, Trauer, Angst? Oder wurde ich nur geliebt, wenn ich mich in einer bestimmten Art und Weise verhalten habe und wurde bestraft, wenn ich es nicht tat?</p>

<p>Wer sagt: Ich höre auf mein Bauchgefühl, sollte sich fragen: Ist es wirklich MEIN <strong>Bauchgefühl</strong> oder wurde es mir anerzogen? Würde mir mein eigenes Bauchgefühl tatsächlich sagen, dass ich meinem Kind jetzt mal eine scheuern muss? Ist es dann nicht vielmehr die eigene Erfahrung aus der Kindheit, wie ich da behandelt wurde, die mir da in mein Bauchgefühl reinredet? Dieser <strong>Schmerz</strong>, der mir da einreden will, dass das richtig war, denn so wurde ich auch behandelt und „geliebt“ und es war „nur zu meinem Besten“?</p>
<p>Dazu kommt noch, dass wir von außen einem enormen <strong>Druck</strong> standhalten müssen, wenn wir uns nicht so verhalten, zu was so viele Expert*innen raten: Strafe muss sein bzw. Konsequenzen müssen sein. Kinder testen Grenzen aus.</p>
<p>Uns wird also schon von angeblichen <strong>Expert*innen</strong> wie <a href="http://www.zeit.de/2005/29/Kinder_komma__Kinder" target="_blank" rel="noopener">Johanna Haarer</a> gesagt, dass wir im Kampf mit unseren eigenen Kindern stehen. Dass es immer darum geht, wer die <strong>Macht</strong> hat. Wer keine Strafen setzt, ist automatisch keine gute Mutter bzw. kein guter Vater oder wer auch immer. Schon das Baby, das von seiner Mutter Nähe und Essen will, ist ein <strong>Tyrann</strong>, der schreien gelassen, nur alle 4 Stunden gefüttert werden und vor allem gezüchtigt werden soll, damit er als gut erzogen gilt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7657" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/vater-stirn-an-stirn-mit-baby-im-arm.jpg" alt="Vater Stirn an Stirn mit Baby im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/vater-stirn-an-stirn-mit-baby-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/vater-stirn-an-stirn-mit-baby-im-arm-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Was Strafen und Konsequenzen anrichten</h2>
<p>Doch was macht das mit uns und vor allem mit unseren Kindern, wenn wir strafen? Wir verlassen die Beziehungsebene und gehen über zu <strong>manipulativem</strong>, <strong>erniedrigendem</strong>, gar <strong>grausamem Verhalten</strong>. Wir haben ein bestimmtes Ziel vor Augen, wie sich unser Kind zu verhalten hat.</p>
<p>Und diese Strafe versteht unser Kind als „<strong>Ich bin falsch</strong>“. Es stellt sich selbst in Frage, was im Erwachsenenalter zu Panikattacken, Angststörungen, Störungen, Störungen und noch mehr Störungen, die jahrelanger <strong>Therapie</strong> bedürfen, führt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7655" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/teenager-sitzt-traurig-am-fenster.jpg" alt="Teenager sitzt traurig am Fenster" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/teenager-sitzt-traurig-am-fenster.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/teenager-sitzt-traurig-am-fenster-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ganz zu schweigen davon, dass dieses anerzogene Verhalten wiederum an die Kinder unserer Kinder weitergeben wird. Weil sie ja auch so behandelt wurden. Gleiches mit Gleichem vergelten. Macht demonstrieren. Starke gegen Schwache. Immer gegeneinander. Immer auf <strong>Machtkampf</strong> aus.</p>
<p>Also wie macht man es dann, wenn nicht mit Strafen und Konsequenzen?</p>
<p>Es geht um ehrliches <strong>Interesse</strong>. Nicht darum, einzig und allein das Verhalten meines Kindes zu interpretieren, sondern mir die <strong>Zeit</strong> zu nehmen, zu verstehen, was der Grund für sein Verhalten sein könnte. Es geht um Ernst nehmen. Zuhören. Und zwar offen und unvoreingenommen. Wertfrei. Mit Verständnis. Vertrauen in mein Kind. In Kontakt kommen. Wahrnehmen. In Beziehung gehen. Endlich wieder <strong>miteinander </strong>und nicht gegeneinander.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7658" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mutter-haelt-kind-im-arm.jpg" alt="Mutter hält Kind im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mutter-haelt-kind-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/10/mutter-haelt-kind-im-arm-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Für meinen Mann und mich war es ein Vortrag, der uns in dem, was wir denken und tun, bestätigt hat. Es war nichts Neues mit besonderem Aha-Effekt, allerdings ist es immer wieder schön zu hören, dass auch andere diesen &#8222;neuen&#8220; Weg gehen. Die ihre Kinder nicht als Tyrannen, gegen die sie in den Krieg ziehen müssen, ansehen, sondern als <strong>gleichwertige</strong> Menschen, denen man auf Augenhöhe begegnet. Bei denen man wirklich daran interessiert ist, eine <strong>gemeinsame</strong> Lösung zu finden, wenn es zu Konflikten kommt, anstatt die eigene <strong>Macht</strong> gegenüber seinen Kindern zu missbrauchen.</p>
<p>Ich hoffe, du konntest einiges aus diesem Vortrag mitnehmen, auch wenn du nicht dabei warst 🙂</p>
<p>Alles Liebe</p>
<p>Julia<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/zusammenfassung-von-katharina-saalfranks-vortrag-vom-19-10-2017/">Zusammenfassung von Katharina Saalfranks Vortrag vom 19.10.2017</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Unerzogen &#8211; Was bedeutet das?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2017 04:20:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich auf einen Artikel reagieren, in dem es um die unerzogene &#8222;Erziehungsmethode&#8220; geht. Denn oft wird &#8222;Unerzogen&#8220; &#8211; wie in jenem Beitrag &#8211; völlig missverstanden. Was also bedeutet &#8222;Unerzogen&#8220; für mich? Unerzogen &#8211; Was bedeutet das? Der Grund, über &#8222;Unerzogen&#8220; zu schreiben, kam, als ich las, wie eine Bloggerin über die &#8222;unerzogene Erziehungsmethode&#8220; ... <a title="Unerzogen &#8211; Was bedeutet das?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/unerzogen-was-bedeutet-das/" aria-label="Mehr zu Unerzogen &#8211; Was bedeutet das?">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/unerzogen-was-bedeutet-das/">Unerzogen &#8211; Was bedeutet das?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich auf einen Artikel reagieren, in dem es um die unerzogene &#8222;Erziehungsmethode&#8220; geht. Denn oft wird &#8222;<strong>Unerzogen</strong>&#8220; &#8211; wie in jenem Beitrag &#8211; völlig missverstanden.</p>
<p>Was also bedeutet &#8222;Unerzogen&#8220; für mich?</p>
<p><span id="more-7224"></span><div id='c1249_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Unerzogen &#8211; Was bedeutet das?</h2>
<p>Der Grund, über &#8222;Unerzogen&#8220; zu schreiben, kam, als ich las, wie eine Bloggerin über die &#8222;unerzogene Erziehungsmethode&#8220; schrieb und mich dabei wirklich rasend machte. Ich weiß nicht, wie oft ich beim Lesen mit dem Kopf schüttelte.</p>
<p>Einfach, weil sie über &#8222;Unerzogen&#8220; schrieb, ohne sich augenscheinlich vorher darüber <strong>informiert</strong> zu haben. Warum schreibt sie über etwas, das sie nicht kennt und nie ausprobiert hat?</p>
<p>Sie schreibt, dass sie mit ihrem Beitrag niemanden kränken will, aber das tut sie. Sie kränkt eine derart bedürfnisorientierte, einfühlsame, liebevolle Haltung; einfach, indem sie sich nicht vorher drüber schlau gemacht hat und nun ins Blaue hinein rät, was &#8222;Unerzogen&#8220; sein könnte.</p>
<p>Sie denkt, was viele &#8211; und auch ich &#8211; im 1. Moment denken: Unerzogen. Aha. Soll heißen: Kind darf alles machen, was es will. <strong>Laissez-faire</strong> eben. Die Eltern geben ihre Verantwortung komplett beim Kind ab.</p>
<p>Als ich damals auf diese &#8222;Erziehungsmethode&#8220; traf, verteufelte ich sie nicht. Ich wollte mehr darüber erfahren und trat in die Facebook Gruppe &#8222;Unerzogen leben&#8220; ein. Dort lernte ich eine für mich nie da gewesene Lebensweise kennen.</p>
<h2>Ein neuer Weg</h2>
<p>Ich las plötzlich nicht mehr von Eltern, die sich über den <strong>Wutanfall</strong> ihres Kindes amüsierten oder beschämende Fotos oder Videos von Kindern zeigten. Ich lernte auf einmal Eltern kennen, die sich für den Wutanfall ihres Kindes interessierten und lernen wollten, wie sie damit umgehen können. Diese Eltern suchten nicht nach einer Lösung, wie ihr Kind funktioniert. Sie suchten nach einem Weg, der beide Seiten &#8211; Kind und Eltern &#8211; mit einbezog.</p>
<p>Es ging nicht mehr darum, dass sich Eltern <strong>Tipps</strong> holen, wie sie ihr Kind in die Klamotten bekommen, die es nicht anziehen will. Hier tauschten sich Eltern aus, die ihr Kind selbst entscheiden lassen wollten. Die ihrem Kind vertrauen wollten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7321" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-legt-seine-hand-in-die-eines-erwachsenen.jpg" alt="Kind legt seine Hand in die eines Erwachsenen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-legt-seine-hand-in-die-eines-erwachsenen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-legt-seine-hand-in-die-eines-erwachsenen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In den anderen Gruppen fühlte ich mich manchmal so <strong>einsam</strong>, weil es bei uns eben nicht immer so reibungslos funktionierte, wie die anderen erzählten. Mein Kind schlief nicht durch. Es wird IMMER NOCH gestillt. Will nicht in die Kita. Treibt mich manchmal an den Rand der Erschöpfung. Und ganz ehrlich? Ich wollte es auch nicht mit Gewalt dazu bringen, wie einige meinten. Sätze wie &#8222;Das Leben ist kein Ponyhof.&#8220; und dergleichen fanden bei vielen Anklang, bei mir stießen sie nur sauer auf.</p>
<p>In der &#8222;Unerzogen leben&#8220; Gruppe erfuhr ich plötzlich von einem Haufen Eltern, die genau die gleichen &#8222;Probleme&#8220; hatten wie ich. Dass sie wütend auf ihr Kind sind, dass der Partner nicht wie gewünscht mitmacht, dass das Kind haut und beißt und dies und jenes tut&#8230; Aber diese Eltern suchten nicht nach einer Lösung, wie sie jemanden in den Begriff bekommen konnten. Hier wurde hinter das <strong>Verhalten</strong> geschaut. Was können wir FÜR die- oder denjenige/n tun, damit wir alle zufrieden sind?</p>
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</div>
<p>So lernte ich mit der Zeit die &#8222;unerzogene&#8220; Haltung kennen. Oftmals stieß ich an meine Grenzen. Thema Süßigkeiten. Medienkonsum. Zähne putzen. Selbstbestimmtes Schlafengehen. Die Klassiker schlechthin. Ich wurde von <strong>Zweifeln</strong> übersät. Dann belas ich mich. Wurde wieder ruhig. So geht es manchmal bergauf, bergab bei mir. Ich bin längst nicht da, wo ich sein will, aber ich bin auf dem Weg. Und das fühlt sich mega stark an, weil es unserer Beziehung unheimlich gut tut.</p>
<h2>Was bedeutet &#8222;Unerzogen&#8220; für mich?</h2>
<p>Es ist schwierig, Außenstehenden &#8222;Unerzogen&#8220; zu erklären, und das am Besten in einem Wort oder Satz. Eine exakte <strong>Definition</strong> von &#8222;Unerzogen&#8220; gibt es für mich nicht. Einfach, weil es so vielschichtig ist. Ich versuche trotzdem mal, dir verständlich zu machen, was &#8222;Unerzogen&#8220; für mich bedeutet:</p>
<h3>1. Auf Augenhöhe</h3>
<p>Für mich sind Oliver und ich auf Augenhöhe. Es gibt kein Oben und Unten. Keine <strong>Stufe</strong>, auf der ich höher stehe und er niedriger oder umgekehrt. Wir sind gleichwertig. Ich versuche (versuche, wohlgemerkt, denn auch ich verfalle hin und wieder in alte Muster), Oliver wie einen <strong>Erwachsenen</strong> zu behandeln. Einen kompetenten Menschen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Wenn ich drohe, in Erziehungsmethoden zu verfallen, hat mir ein Spruch meines Mannes extrem geholfen:&#8220;Du bist seine beste <strong>Freundin</strong>.&#8220;</p>
<p>Klar wünsche ich mir, dass sich das irgendwann auch mal ändert und jemand anderes an diese Stelle tritt, aber momentan ist es halt so. Dann denke ich mir:&#8220;Was würde meine beste Freundin jetzt sagen? Was würde mir gut tun? Was bräuchte ich, statt dummer Belehrungen, die einfach nie hilfreich sind?&#8220;</p>
<h3>2. Keine Gewalt</h3>
<p>Das bedeutet für mich auch gleichzeitig, meinen Sohn nicht mit <strong>Gewalt</strong> &#8211; sei es seelische oder körperliche &#8211; zu etwas zu bewegen.</p>
<p>Ich nehme ihn nicht einfach hoch und schleppe ihn kreischend davon, wenn ich meine, es sei nun Zeit für uns, den Spielplatz zu verlassen. Ich <strong>manipuliere</strong> meinen Sohn nicht, damit er etwas für mich macht, indem ich z.B. sage:&#8220;Du machst mich unheimlich traurig, wenn du dein Zimmer nicht aufräumst.&#8220; oder dergleichen.</p>
<h3>3. Schutz vor Gefahr</h3>
<p>Oft kommt dann von Außenstehenden das <strong>Ampel-Argument</strong>: Dass &#8222;Unerzogen&#8220; bedeutet, sein Kind ALLES ausprobieren zu lassen. Zum Beispiel, was passiert, wenn es über eine rote Ampel oder allgemein die Straße läuft. Dass wir doch einen an der Waffel haben müssen, wenn wir unser Kind nicht von der Straße wegzerren, bloß, weil wir keine <strong>Macht</strong> ausüben wollen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7322" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-kind-in-den-armen-und-laechelt-es-an.jpg" alt="Mutter hält Kind in den Armen und lächelt es an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-kind-in-den-armen-und-laechelt-es-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-kind-in-den-armen-und-laechelt-es-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das bedeutet &#8222;Unerzogen&#8220; für mich eben nicht. Natürlich <strong>schütze</strong> ich mein Kind davor, von einem Auto etc. überfahren zu werden. Bei &#8222;Unerzogen&#8220; geht es aber um viel mehr. Was treibt mein Kind dazu, über die Straße zu rennen, obwohl ich &#8222;Stop! Straße!&#8220; rufe? Was kann ich für uns tun?</p>
<h3>4. Alternativen</h3>
<p>Oftmals kann ein <strong>Konflikt</strong> auch ganz einfach gelöst werden, indem wir oder ich nach Alternativen suche(n).</p>
<p><a href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-sich-nicht-anziehen-lassen/" rel="noopener">Mein Kind will sich nicht anziehen (lassen)</a>. Was kann ich dann tun? Oder will mein Kind sich anziehen (lassen), ist aber gerade in ein Spiel vertieft? Braucht es Zeit? Braucht es einen Grund zum Anziehen? Bricht mir ein Zacken aus der Krone, wenn ich meinen Sohn halbnackt rausgehen lasse und die restlichen Klamotten mitnehme?</p>
<p><strong>Alternativen</strong> zu suchen, ist für mich mit das Wichtigste in &#8222;Unerzogen&#8220;, denn oftmals gibt es einen Haufen Möglichkeiten.</p>
<p>Mein Sohn rennt einfach über die Straße, ohne zu gucken, obwohl ich mir schon den Mund fusslig rede. Ich will meinen Sohn nicht an die Hand nehmen, weil er das nicht mag. Er will eigenständig rüber laufen und das akzeptiere ich. Aber was kann ich tun?</p>
<p>Ich will ihn nicht in seiner Freiheit einschränken und an so einer komischen Handfessel oder Kinderleine festmachen. Also welche Alternativen habe ich? Sollten wir vielleicht eine Zeit lang Straßen meiden? Einfach ab in den Wald, auf&#8217;s Land o.ä., wo er einfach drauf los rasen kann? Wo keine unmittelbare Gefahr für Leib und Seele besteht?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7314" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-laeuft-auf-landstrasse.jpg" alt="Kind läuft auf Landstraße" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-laeuft-auf-landstrasse.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-laeuft-auf-landstrasse-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich versuche also, seinem Drang, einfach loszurennen, zu entsprechen, statt ein Verbot auszusprechen. Ich suche nach Orten, die es ihm ermöglichen. Wo er sein Bedürfnis ausleben kann.</p>
<h3>5. Freie Entfaltung</h3>
<p>So handhabe ich das auch mit anderen <strong>Bedürfnissen</strong>, die mein Sohn hat.</p>
<p>In unserer Gesellschaft ist vieles oft in Schwarz und Weiß eingeteilt. Oder in diesem Fall in Rosa und Blau. Mein Sohn liebt es, Sachen zu machen, die angeblich nur den Mädchen vorbehalten sind. Das ist nicht fair. Jede/r sollte das Recht auf freie Entfaltung haben. Ob mein Sohn sich nun schminkt und die Nägel lackiert, ein Mädchen mit einem Werkzeugkoffer spielt usw., sollte völlig egal sein. Solange sie Spaß daran haben: Warum nicht?</p>
<p>Dazu zähle ich auch, dass ich Oliver nicht vorgebe, mit was er sich zu beschäftigen hat. Obwohl das ja voll gut für die Motorik ist. Oder weil das dies und jenes fördert.</p>
<p>Ich schaue meinen Sohn an. Was <strong>interessiert</strong> ihn gerade? Aha, er schleppt gerade unheimlich gern Autos ab. Dann lass ich ihn damit spielen, so oft und so lange er das will. Kaufe mit ihm passendes Zubehör ein. Bis sich ein neues Interesse bemerkbar macht. Oh, Omas Lippenstift interessiert ihn. Das war z.B. der Grund, weshalb ich ihm ein <a href="http://amzn.to/2f96Wc3" target="_blank" rel="nofollow noopener">Schminkköfferchen</a>* kaufte. Nicht, weil ich der Meinung bin, gegen diesen ganzen Genderquatsch anzukämpfen, sondern weil er mir gezeigt hat, dass er es mag.</p>

<h3>6. Ich bin nicht inkonsequent, wenn ich meine Meinung ändere</h3>
<p>Ganz klassisch. Wir stehen an der Kasse im Supermarkt und Minimi will ein Ü-Ei.</p>
<p>Als ich &#8222;Unerzogen&#8220; noch nicht kannte, war ich auf dem Trip, dass ich auf jeden Fall &#8222;Nein.&#8220; sagen muss. Weil er sonst immer eins will. Weil da Zucker drin ist und der ist ungesund. Weil andere denken könnten, dass ich weich bin und mich nicht <strong>durchsetzen</strong> kann.</p>
<p>&#8222;Unerzogen&#8220; hat mir gezeigt, dass es kein Weltuntergang ist, wenn mein Sohn mit einkauft und sich Dinge aussucht, die er mag. Wenn der <strong>Geldbeutel</strong> es zulässt, warum nicht? Wenn ich überlege, was ich alles für Zeug einpacke, weil ich es mag, ist ein Ü-Ei doch eine Lappalie.</p>
<p>Oder ein anderes Beispiel, das oft bei uns Thema ist: Losgehen oder losfahren. Auch, wenn ich zuerst der Meinung bin, dass wir JETZT los müssen, darf ich meine Meinung ändern. Ich bin nicht <strong>inkonsequent</strong>, wenn ich meinem Sohn noch Zeit gebe, sein YouTube Video zu Ende zu sehen oder unser Auto an der Tankstelle zu waschen, damit wir danach los können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7311" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-waescht-auto-an-der-tankstelle.jpg" alt="Kind wäscht Auto an der Tankstelle" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-waescht-auto-an-der-tankstelle.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-waescht-auto-an-der-tankstelle-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ich sehe ihn als gleichwertigen Menschen an, der <strong>mit entscheiden</strong> darf, wann wir aufbrechen. Von einem Erwachsenen würde ich mich doch auch überzeugen lassen. Warum dann nicht auch von meinem Sohn?</p>
<h3>7. Mein Sohn MUSS auch</h3>
<p>Wenn die Zeit aber knapp wird, weil ein wichtiger Termin steht, dann plane ich schon im Voraus ein, dass mein Sohn möglicherweise nicht sofort los will. <strong>Zeitdruck</strong> ist ein absoluter Stimmungskiller bei uns. Deshalb versuche ich, mich gar nicht erst von der Zeit unter Druck setzen zu lassen.</p>
<p>Und wenn&#8217;s nun trotz Zeiteinplanung brenzlig wird und wir los <strong>MÜSSEN</strong>? Dann müssen wir los.</p>
<p>Unsere kleine Familie war beispielsweise mit dem Auto geschäftlich unterwegs. Mein Mann musste einige Shops besuchen und dort die Mitarbeiter/innen trainieren. Währenddessen dümpelte ich mit Oliver in der Gegend rum. Bis wir einen Platz mit einem Berg voller <a href="http://amzn.to/2x9pZv6" target="_blank" rel="nofollow noopener">Lego Duplo</a>* Bausteine fanden.</p>
<p>Wir waren so vertieft in unser Spiel, als mein Mann plötzlich anrief. Wir müssen JETZT los. Also was kann ich tun? Mein Sohn wollte natürlich nicht sofort los. Er wollte weiterspielen. Hätte ich am Liebsten auch gemacht, aber es ging nicht. Ich erklärte es ihm. Klappte nicht. Er wollte &#8222;noch einmal&#8220; einen Baustein setzen. Ok. Danach wollte er weiterspielen. Allmählich kam ich ins Schwitzen. Mein Mann wartete im Auto und wollte los. Mein Sohn wollte weiterspielen und nicht los.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7301" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-mit-einem-berg-aus-lego-duplo-bausteinen.jpg" alt="Kind spielt mit einem Berg aus Lego Duplo Bausteinen" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-mit-einem-berg-aus-lego-duplo-bausteinen.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-spielt-mit-einem-berg-aus-lego-duplo-bausteinen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Nach mehrmaligen Versuchen meinerseits, ihn zum Mitnehmen zu animieren, sagte ich ihm, dass wir jetzt los müssen. Ich hatte einen günstigen Moment abgepasst, in dem er gerade mit Bauen fertig war und nahm ihn hoch. Er <strong>protestierte</strong>. Weinte. Ich tröstete ihn. Es tat mir wirklich in der Seele weh, ihn einfach gegen seinen Willen mitzunehmen. Es ist keine Umgangsweise, die ich tagtäglich pflege. Aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.</p>
<p>Ich versuche, wenn wir trotz Zeiteinplanung in so einer blöden Situation landen, meinem Sohn so oft und lange wie möglich seinen Willen zu lassen. Ich gebe ihm Möglichkeiten, &#8222;Nein.&#8220; zu sagen, so oft es halt geht. Aber irgendwann müssen wir los, weil es unumgänglich ist.</p>
<h3>8. Meine Handlungen sollten nicht von der Meinung anderer beeinflusst werden</h3>
<p>Gerade in der Lego Duplo Situation bekomme ich schnell Herzrasen. Drumherum all die Eltern mit ihren Kindern, die gerade mitbekommen, dass ich mein Kind nicht im <strong>Griff</strong> hab. Es ist SO unangenehm für mich gewesen. Ich wusste mir nicht zu helfen, kam aus der Situation nicht raus. Zwischenzeitlich dachte ich, hau ich einfach den Spruch &#8222;Dann geh ich jetzt ohne dich.&#8220; raus. Krass oder? Zu was für perfiden <strong>Methoden</strong> man plötzlich bereit ist, wenn man sich bedrängt fühlt.</p>
<p>Ein ganz schwieriges Thema, mit dem ich persönlich immer wieder auf&#8217;s Neue zu kämpfen habe: Die Angst, was andere denken könnten und meine Handlungen danach auszurichten. Kind läuft lieber nur mit Socken statt mit Schuhen die Straßen entlang. Kind will ein zweites Eis. Kind ist 2,5 Jahre alt und will jetzt, mitten auf dem Spielplatz, gestillt werden und schreit laut &#8222;Bitte, Mama, bitte!!!!&#8220;, damit sich auch wirklich jede/r zu uns umdreht. Oh mein Gott, was sollen nur die Leute von uns<strong> denken</strong>??</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7303" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-laeuft-draussen-mit-socken-auf-dem-gehweg.jpg" alt="Kind läuft draußen mit Socken auf dem Gehweg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-laeuft-draussen-mit-socken-auf-dem-gehweg.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-laeuft-draussen-mit-socken-auf-dem-gehweg-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich könnte dir noch hundert weitere Beispiele nennen, in denen ich so starr vor Angst war, was andere denken könnten.</p>
<p>Aktuell arbeite ich daran. Ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr auf die Damentoilette zu verziehen, wenn mein Sohn im Restaurant gestillt werden möchte. Nein. Das will und werde ich nicht mehr mitmachen. Ich werde für mein Recht, an öffentlichen Orten stillen zu dürfen, und für das Bedürfnis meines Sohnes, gestillt zu werden, einstehen. Auch, wenn er &#8222;schon&#8220; 2,5 Jahre alt ist. Ich habe mir vorgenommen, meine Handlungen nicht von der Meinung anderer beeinflussen zu lassen.</p>
<p>Wenn mein Sohn also wieder einen Wutanfall bekommt, dann schau ich gar nicht erst hoch, wer uns beobachten könnte. Ich <strong>konzentriere</strong> mich auf meinen Sohn und blende alles um mich herum aus. Es ist egal, wer böse guckt. Es ist egal, was für Kommentare dazwischen zischen. Es ist auch völlig gleich, was sie denken KÖNNTEN! Ich bin hier und jetzt bei meinem Sohn und nirgendwo anders.</p>
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<h3>9. Ich bin ich und du bist du</h3>
<p>Was ich erst vor relativ kurzer Zeit durch &#8222;Unerzogen&#8220; gelernt habe: Ich kann, will und werde niemanden <strong>ändern</strong>, die/der sich nicht ändern will.</p>
<p>Ich bin beispielsweise in einer Familie groß geworden, in der autoritär erzogen wurde. Als Oliver dann auf die Welt kam, kamen sie alle mit ihren Ratschlägen und Tipps und Ängsten und verwirrten mich total. Und dann dachte ich nur so: Ich kann mir das alles anhören und dann damit machen, was ich will. Ich kann es so machen, wie sie sagen oder auch nicht und gehe meinen eigenen Weg. Ich wollte, dass das akzeptiert wird und das wurde es auch (zumindest zum Teil).</p>
<p>Doch plötzlich fingen mein Mann und ich selber an, alle um uns herum ändern zu wollen. Weil &#8222;Unerzogen&#8220; ja so richtig und wichtig und super ist. Ich erkannte, dass &#8222;Unerzogen&#8220; nicht nur bei meinem Kind anfängt und endet. Es geht weiter und bezieht sich auf unser gesamtes <strong>Umfeld</strong>. Auf die/den Partner/in, Freunde, Bekannte, Verwandte, Nachbarn, Fremde, ja, sogar den Umgang mit Tieren, eben alle um uns herum.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich lernte, andere zu <strong>akzeptieren</strong> wie sie sind, unabhängig davon, ob ihr &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/"  rel="noopener">Erziehungsstil</a>&#8222;, ihre Haltung und Lebensweise mit meiner übereinstimmte oder nicht.</p>
<p>Genau dasselbe gilt für unseren Sohn. Wenn ich ihn frage, ob er etwas für mich wegschmeißen kann, weil ich gerade aufräume und andere Dinge mache, und er mit &#8222;Leider nicht.&#8220; antwortet, akzeptiere ich das. Ich zwinge ihn nicht dazu. Wenn er beim Aufräumen helfen will: Gern. Wenn er mitkochen will: Da ist deine Leiter.</p>
<h3>10. Kinder sind keine Besitztümer</h3>
<p>Ich will meinem Sohn seinen freien Willen lassen. Er ist nicht irgendetwas, das ich besitze, und so behandel ich ihn auch nicht. Ich <strong>fordere</strong> nichts, was er nicht will (außer, es ist gefährlich, wir müssen jetzt wirklich los o.ä.).</p>
<p>Doch dann bin ich mit meinem Sohn auf dem Spielplatz und wir begegnen Familien, die alles andere als &#8222;unerzogen&#8220; leben. Die ihre Kinder anblaffen, ihre Ängste herunterspielen, respektlos ihnen gegenüber sind. Das zu beobachten, ist hart. Da schwirrt oft der Satz in meinem Kopf: Sind halt ihre Kinder. Ich darf mich da nicht <strong>einmischen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7316" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-haelt-sich-die-augen-zu.jpg" alt="Kind hält sich die Augen zu" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-haelt-sich-die-augen-zu.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-haelt-sich-die-augen-zu-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Kinder sind aber keine Gegenstände, die man besitzt und über die bestimmt wird. Sie sind Menschen. Sie gehören niemandem, außer sich selbst. Es ist ihr Körper. Ich darf nicht darüber entscheiden und auch sonst niemand (ausgenommen bei Gefahr).</p>
<p>Wenn einige meinen, ihrem Kind eine auf den Hinterkopf zu geben, weil es nicht hört, muss ich <strong>einschreiten</strong>. Das ist meine Pflicht. Und wenn ich auch &#8222;nur&#8220; die Polizei rufe, weil ich mich nicht traue, was zu sagen, dann habe ich mehr getan als dumm daneben zu stehen und mit dem Kopf zu schütteln.</p>
<p>Jede/r hat das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html" target="_blank" rel="noopener">Recht auf körperliche Unversehrtheit</a>. Steht sogar im Grundgesetz.</p>
<h3>11. Vertrauen in Selbstbestimmung</h3>
<p>Ich sorge also für mein Kind, damit es ihm weder seelisch noch körperlich an irgendetwas fehlt. Ich bereite ihm beispielsweise gesundes Essen zu. Aber was, wenn er das nicht essen will? Wenn er früh morgens lieber <strong>Eis</strong> essen will? Muss ich da einschreiten, damit mein Kind körperlich unversehrt bleibt?</p>
<p>Ich für meinen Teil habe gelernt, meinem Kind zu <strong>vertrauen</strong>, dass es weiß, was ihm gut tut und eben nicht. Es gibt also Eis bei uns, wenn meinem Sohn danach gelüstet. Ich stelle ihm dann noch als weiteres Angebot was Gesundes daneben. Mal nimmt er sich was davon, mal aber auch nicht. Das finde ich völlig ok.</p>
<p>Aber was, wenn er draußen nackt herumlaufen will, obwohl es doch schon recht kalt ist? Ich weise ihn darauf hin, dass es draußen windig und kühler ist und er nackig wahrscheinlich frieren wird. Manchmal entscheidet er sich dann doch für etwas <strong>Kleidung</strong>. Manchmal aber auch nicht. Ich nehme dann Kleidung mit für den Fall, dass er sich doch umentscheidet. Und weißt du was? In 2,5 Jahren wurde er 3 Mal krank, darunter zwei Erkältungen und ein gemeiner <a href="https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/" rel="noopener">Norovirus</a>. Ich denke schon, dass mein Sohn weiß, was ihm gut tut.</p>
<p>Wenn es sehr spät am Abend ist und <a href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-will-nicht-schlafen-gehen/" rel="noopener">mein Kind immer noch nicht schlafen kann/will</a>, dann ist das auch völlig in Ordnung. Dann soll er halt schlafen gehen, wenn er bereit dazu ist. Wenn er müde ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5430" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/kind-liest-mit-papa-buch-im-bett.jpg" alt="Kind liest mit Papa Buch im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/kind-liest-mit-papa-buch-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/kind-liest-mit-papa-buch-im-bett-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/kind-liest-mit-papa-buch-im-bett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Was ich sagen will: Es ist sein Körper. Ich werde ihn nicht dazu zwingen, nur Gesundes zu essen, ich werde ihn nicht <a href="https://www.milchtropfen.de/rosenkohl-zum-essen/"  rel="noopener">zum Probieren zwingen</a>, ich werde ihn so gut es geht niemals zu etwas zwingen. Wenn er Waschmittel probieren will, sitze ich aber nicht still daneben und schaue zu, wie er gleich lernt, was mit dem Waschmittel in seinem Körper passiert. Ich hoffe, du verstehst, wo da meine <strong>Grenze</strong> liegt.</p>
<h3>12. Grenzen wahren</h3>
<p>Wo wir schonmal beim Thema Grenzen sind. Es heißt ja immer so schön &#8222;Kinder brauchen Grenzen.&#8220; und ich finde, das stimmt ganz und gar nicht. Nicht Kinder brauchen <strong>Grenzen</strong>. Kinder können sehr gut einschätzen, wenn ihnen was zu viel wird und stehen ausgezeichnet für ihre Grenzen ein.</p>
<p>Wir Eltern hingegen sollten uns da eine Scheibe abschneiden und selber auf unsere Grenzen schauen und diese <strong>wahren</strong>. Wenn ich meine eigenen Grenzen nicht wahren kann, ist mein Kind nicht dafür verantwortlich zu machen. Es hat ein Bedürfnis. Ich hab ein Bedürfnis. Aber welches wiegt mehr?</p>
<p>Wenn ich beispielsweise vorne im Auto sitze und mein Baby aus voller Kehle hinten im Autositz schreit, ich aber nach Hause will, dann frage ich mich: Welches Bedürfnis wiegt mehr? Kann ich mein Bedürfnis zurückstellen, um das meines Kindes zu stillen? Können unsere Bedürfnisse zugleich gestillt werden (&#8222;<strong>unden</strong>&#8220; sagen die Unerzogenen)?</p>
<p>Im Beispiel mit dem Auto heißt das: Ich fahre nicht 15 Minuten mit einem panisch schreienden Kind durch die Stadt, um ja nur schnell nach Hause zu kommen. Natürlich will ich nach Hause. Es ist spät. Ich bin müde. Ich will nach Hause was essen. Mein Mann ist auch schon zu Hause und er soll sich um das Baby kümmern oder dergleichen. Aber mein Baby lebt im Jetzt. 15 Minuten Schreien bedeuten für es Todesangst. Es will beruhigt werden. Kuscheln. Gestillt werden. In Mamas Gesicht sehen und wissen: In ihren Armen ist alles gut. Mehr will ein Baby nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4685" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-geniesst-mamas-naehe.jpg" alt="Baby genießt Mamas Nähe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-geniesst-mamas-naehe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-geniesst-mamas-naehe-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Also halte ich an und beruhige mein Baby. Versuche es nach einer Weile wieder. Es gab auch schon Zeiten, da hab ich das Auto an Ort und Stelle stehen lassen und bin mit den Öffis nach Hause gefahren, weil es einfach nicht anders ging.</p>
<p>Natürlich hätte ich mein Baby in die Schale pressen, festschnallen und wie der geölte Blitz nach Hause fahren können, während es die ganze Stadt zusammenschreit. Aber das wollte ich nicht. Ich sah mein Bedürfnis nicht so wichtig, meinem Baby das anzutun, und stellte es zurück.</p>
<p>Hier lassen sich übrigens auch prima <strong>Alternativen</strong> finden, um diesen Konflikt zu vermeiden. Auto meiden, Öffis nehmen, Essen einpacken für unterwegs, mit dem Baby schlafen, wenn es schläft, früher los, wenn Baby noch nicht so müde ist, Unterhaltung fürs Baby einpacken und und und.</p>
<h3>13. Für die eigenen Bedürfnisse sorgen</h3>
<p>Momentan macht der kleine Mann keinen Mittagsschlaf und schläft trotzdem erst gegen 01:00 Uhr morgens ein. Das ist hart, äußerst Kräfte zehrend und macht unheimlich <strong>wütend</strong>.</p>
<p>Und diese Wut, hat mich &#8222;Unerzogen&#8220; gelehrt, will mir etwas sagen. Meine Wut will mir sagen, dass es mir nicht gut geht.</p>
<p>Im obigen Fall bedeutet meine Wut, wenn mein Kind nachts immer noch auf 180 ist und hüpfen und springen und beißen will, und ich komplett im Eimer bin, dass ich für mich sorgen muss. Ich bin 24/7 mit meinem Kind beschäftigt. Gibt es in dieser Zeit eine Möglichkeit, für mich zu sorgen? Mir <strong>Ruheinseln</strong> zu schaffen? Tankstellen? Was kann ich für mich tun, damit ich diese Zeit schaffe, ohne mein Kind nonstop anzumeckern und genervt zu reagieren?</p>
<p>Können wir eine/n Babysitter/in einstellen? Eine Reinigungskraft, die im Haushalt unterstützt? Kann sonstwer helfen? Freunde, Familie, irgendwer? Sich mit dem Kind beschäftigen oder sonstwie helfen?</p>
<p>Oder kann mir etwas genau in diesem Moment, in dem ich wütend bin, <strong>helfen</strong>? Schokolade? Lieblingsmusik? Ein Spruch, der mich wieder runterholt? Atmen? Mit meinem Kind baden, damit ich entspannen und es rumplanschen kann?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet.jpg" alt="Frau entspannt und atmet" width="679" height="431" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/frau-entspannt-und-atmet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Was will mein Kind? Will es mit mir toben oder reicht es aus, wenn ich mich in den Raum lege, ruhe, und es um mich herumwirbelt?</p>
<p>Nicht mein Kind ist dafür zuständig, dass meine Bedürfnisse gestillt werden. Dafür bin ich allein <strong>verantwortlich</strong>. Ich muss mich um mich selbst kümmern. Das darf ich meinem Kind nicht aufbürden und ihm vorhalten, wenn es das nicht kann, weil es für seine eigenen Bedürfnisse einsteht.</p>
<h3>14. Ich breche aus alten Mustern aus</h3>
<p>Ich wurde erzogen und es haften immer noch <strong>alte Glaubenssätze</strong> in meinem Kopf, die ich nicht wegbekomme. Beispiel Wände bemalen. Das war vor einigen Wochen total angesagt bei uns.</p>
<p><a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">Unser Sohn bemalte also unsere Wände</a> und wir waren am Durchdrehen. Er hatte einen eigenen <a href="https://www.milchtropfen.de/wir-zaubern-dirnen-malort/" rel="noopener">Malort</a> zum kreativen Entfalten. Aber nein, die weißen Wände waren attraktiver. Hier ein Strich, da ein Krikelkrakelbild, dort bisschen Knete, da mal rumkleckern &#8211; es war furchtbar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5782" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/mein-kind-malt-gern-an-den-waenden-bemalte-wand-voller-knete.jpg" alt="Mein Kind malt gern (an den Wänden) - bemalte Wand voller Knete" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/mein-kind-malt-gern-an-den-waenden-bemalte-wand-voller-knete.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/mein-kind-malt-gern-an-den-waenden-bemalte-wand-voller-knete-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/06/mein-kind-malt-gern-an-den-waenden-bemalte-wand-voller-knete-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ich befasste mich mit dem Thema. Was will er? Was braucht er? Was ist sein Bedürfnis? Was treibt ihn dazu, an den Wänden zu malen, obwohl ich &#8222;Nein.&#8220; gesagt habe? Am Ende löste ich unseren Konflikt, indem ich ihm zugestand, SEIN Zimmer, SEIN Spielzeug, so zu gestalten, wie er es wollte.</p>
<p>Ich trennte mich von &#8222;<strong>Man darf nicht</strong> an den Wänden malen&#8220;, befreite mich von meinen Ängsten und Sorgen und ließ etwas Unerzogenes zu. Unser Sohn darf an den Wänden malen. An einigen, nicht an allen, denn wir leben auch in der Wohnung und fühlen uns nicht wohl, wenn alles voller wirrer Striche ist. Das funktionierte für uns ganz gut.</p>
<p>&#8222;Unerzogen&#8220; bedeutet für mich, alte Muster zu <strong>hinterfragen</strong> und ggf. zu durchbrechen.</p>
<p>Mein Sohn bewirft mich mit Sand. Meine erste Reaktion wäre normalerweise:&#8220;Ich will nicht mit Sand beworfen werden. Hör auf, mich mit Sand zu bewerfen. Wirf lieber da hin.&#8220;</p>
<p>Aber diesmal machte ich daraus eine kleine Sandschlacht und warf etwas Sand auf seine Füße. Wir jagten uns also quietschend über den Spielplatz und bewarfen uns mit Sand. Er mir gegen die Beine, ich ihm auf die Füße. Es machte Spaß und zeigte mir, dass ich auch einfach mal über meinen Schatten springen und aus alten Mustern ausbrechen darf. Es wirkt befreiend.</p>
<div id='c5144_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>15. Mein Kind ist &#8222;gut&#8220;</h3>
<p>Mein Kind ist nicht &#8222;böse&#8220;. Sein Handeln hat immer einen <strong>Grund</strong>. Es will mich nicht ärgern, sondern auf etwas aufmerksam machen.</p>
<p>In meinem Beitrag &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" rel="noopener">Missverständnisse zwischen Erwachsenen und Kindern</a>&#8220; erzählte ich von einem Ereignis zwischen meinem Vater und mir. Ich wollte eine Szene aus dem Film &#8222;Dornröschen&#8220; nachspielen und sagte zu ihm &#8222;Komm, Alter!&#8220;. Mein Vater reagierte empört und ließ mich links liegen. Und ich stand da wie ein begossener Pudel und wusste nicht, was gerade passiert war.</p>
<p>Dieses Ereignis hat mich gelehrt, meinem Kind stets Gutes zu unterstellen. Wenn es <strong>haut</strong>, ist es nicht böse. Es weiß sich vielleicht nicht anders auszudrücken. Wenn es <strong>beißt</strong>, ist es auch nicht böse. Vielleicht zahnt es gerade. So kann das auf jede Situation angewandt werden. Bevor wir unseren Kindern etwas Gemeines <strong>unterstellen</strong>, sollten wir schauen, ob wir uns nicht doch irren, und es uns etwas ganz anderes mitteilen wollte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7319" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-mit-klarem-blick.jpg" alt="Kind hält sich die Augen zu" width="680" height="428" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-mit-klarem-blick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kind-mit-klarem-blick-400x252.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Natürlich erkenne ich auch, wenn mein Sohn jemanden mit <strong>Absicht</strong> zurück schubst, weil er versehentlich angerempelt wurde, als es darum ging, die Kaninchen zu füttern.</p>
<p>Da gehe ich dazwischen, schütze das andere Kind. Mein Sohn hat mir gezeigt, dass er sich nicht anders zu helfen weiß, wenn er angerempelt wird. Ich bin an der Reihe. Wie kann er sich anders schützen, sich wehren? Sollten wir mit ihm einen <strong>Verteidigungskurs</strong> besuchen, damit er lernt, sich zu wehren, statt nach dem Motto &#8222;Auge um Auge, Zahn um Zahn&#8220; zu leben?</p>
<h3>16. Ich bin Vorbild</h3>
<p>Obige Kaninchensituation hat mir auch gezeigt, dass mein Sohn (bisher) keine andere Möglichkeit kennt, sich zu wehren, sich zu schützen, zu <strong>verteidigen</strong>.</p>
<p>Wir wollen, dass er <strong>selbstbewusst</strong> ist. Dass er den Mut hat, &#8222;Nein.&#8220; zu sagen, wenn es ihm zu weit geht. Das kann er. Und wir akzeptieren sein &#8222;Nein.&#8220; und hören beispielsweise mit dem Kitzeln auf, wenn er nicht mehr mag.</p>
<p>Trotzdem ist er total schüchtern und vorsichtig. Lässt den lauten Kindern auf dem Spielplatz den Vorrang und wartet, bis frei ist. Nur da kommt schon das nächste Kind, das sich vorbei drängelt. Er hat das Nachsehen.</p>
<p>Da fiel mir auf, dass ich zwar in solchen Situation ganz klar für mich einstehen würde, persönlich aber auch eine von der <strong>schüchternen</strong> Sorte bin. Wenn ich mich wohl fühle, blühe ich auf, aber das braucht seine Zeit.</p>
<p>Vielleicht hat mein Sohn ja von mir Zurückhaltung gelernt. Er sieht mich 24/7, im Gegensatz zu seinem vor Selbstbewusstsein strotzendem Vater.</p>
<p>Wenn ich meinem Kind also Dankbarkeit zeigen will, Höflichkeit, Empathie, Selbstbewusstsein usw., dann muss ich auf mich schauen: Bin ich denn überhaupt so? Sieht mein Sohn, dass ich dankbar bin, höflich, empathisch, selbstbewusst usw.? Lebt sein Umfeld nach diesem Vorbild?</p>
<h3>17. Ich muss nicht für alles eine Lösung haben</h3>
<p>&#8222;Unerzogen&#8220; hat mir auch gezeigt, dass ich nicht für alles eine Lösung parat haben muss.</p>
<p>Wir sitzen beispielsweise drinnen, schauen aus dem Fenster. Es <strong>regnet</strong>. Mein Sohn will, dass es aufhört zu regnen. Kann ich nicht ändern. Es macht ihn traurig und er will wirklich, dass es jetzt aufhört zu regnen. Kann ich trotzdem nicht <strong>ändern</strong>.</p>
<p>Was ich tun kann, ist da zu sein. Ich kann nicht alles zu seinen Gunsten ändern. Aber ich kann ihm zeigen, dass ich immer für ihn da bin. Kann ihm sagen, dass der Regen auch was <strong>Gutes</strong> hat. Kann mit ihm draußen in den Pfützen hüpfen und ihm begreiflich machen, dass uns Regen nicht davon abhält, rauszukommen. Oder dass man an Regentagen auch ganz coole Sachen drinnen machen kann. Regen hat auch seine angenehmen Seiten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5802" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/kind-spielt-mit-autos-in-grosser-regenpfuetze.jpg" alt="Kind spielt mit Autos in großer Regenpfütze" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/kind-spielt-mit-autos-in-grosser-regenpfuetze.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/kind-spielt-mit-autos-in-grosser-regenpfuetze-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/kind-spielt-mit-autos-in-grosser-regenpfuetze-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>18. Es zeugt von Stärke, sich Hilfe zu holen</h3>
<p>Ich bin nicht immer gut gelaunt. Manchmal sind meine <strong>Reserven</strong> voll aufgetankt und es ist ein leichtes für mich, auf mein Kind einzugehen, das fordernd &#8222;Mama, komm her!&#8220; nach mir ruft, während ich Pfannkuchen für uns mache.</p>
<p>Ja, und manchmal, da lief die Nacht kacke, dann bin ich müde, dann ist der Papa schon aus dem Haus auf dem Weg zur Arbeit, die Wohnung sieht aus wie Sau, ich sehe all die Arbeit, niemand hilft mir, niemand unterstützt mich und dann kann ich es weniger leicht verkraften, für einen <strong>fordernden</strong> 2,5-Jährigen da zu sein, mit dem ich den ganzen Tag spielen soll.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7323" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mensch-haengt-schlapp-ueber-einem-baumstamm-im-wasser.jpg" alt="Mensch hängt schlapp über einem Baumstamm im Wasser" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mensch-haengt-schlapp-ueber-einem-baumstamm-im-wasser.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mensch-haengt-schlapp-ueber-einem-baumstamm-im-wasser-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Da ist es wieder an mir, für mich zu sorgen. Kann mir jemand helfen? Nein? Das ist blöd. Denn da ist nunmal auch der Junge, der nicht versteht, dass ich <strong>erschöpft</strong> bin, und nun dies und das will.</p>
<p>Ja, da bin ich auch <strong>frustriert</strong>. Ausgelaugt. Und will eigentlich nur meine Ruhe haben. Geht aber nicht. Und wenn ich es nicht schaffe, für meine Bedürfnisse zu sorgen, reagiere ich auch schnell mit <strong>Wut</strong>.</p>
<p>In &#8222;Unerzogen&#8220; bin ich auf den <a href="https://www.milchtropfen.de/out/wutkurs" target="_blank" rel="nofollow noopener">Wutkurs</a>* von Ruth gestoßen. Ich hoffe, hier noch einige Dinge lernen zu können, die mir helfen, mit meiner Wut umzugehen.</p>
<p>Denn, sich Hilfe zu holen, sollte nichts sein, wofür man sich schämen muss. Die einen machen eine <strong>Therapie</strong>, um ihre Traumata aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, die anderen holen sich Hilfe im Haushalt, die anderen tauschen sich aus, nehmen an Kursen teil, lesen passende Literatur.</p>
<p>Wir sind alle nicht perfekt und haben unser Päckchen zu tragen. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns damit abfinden. Wir reflektieren unser Verhalten und wollen etwas ändern. Dafür benötigen wir manchmal <strong>Hilfe</strong> und nehmen diese auch in Anspruch.</p>

<h3>19. Ich belohne und bestrafe nicht</h3>
<p>Was ich bereits vor &#8222;Unerzogen&#8220; lebte: Ich belohne kein &#8222;gutes&#8220; Verhalten und bestrafe kein &#8222;schlechtes&#8220; Verhalten. Hier half mir das Buch <a href="http://amzn.to/2jAUuqP" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Liebe und Eigenständigkeit: Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung&#8220;</a>* von Alfie Kohn, die Schattenseiten des Belohnungs- und Bestrafungssystems zu verstehen.</p>
<p>Selbst bei &#8222;Unerzogen&#8220; spalten sich die Geister und viele fühlen sich unwohl, ihr Kind nicht zu loben.</p>
<p>Meiner Auffassung nach ist Belohnung und Bestrafung wie <strong>Dressur</strong>. Selbst, wenn ich mein Kind nicht bestrafe, wenn es die Vase zerdeppert, indem ich es auf die stille Treppe schicke o.ä., ist Belohnung für &#8222;gutes&#8220; Verhalten genau so schädlich.</p>
<p>Belohnung bedeutet, ich stelle mich über jemanden und gebe ihm zu verstehen, was angeblich richtig ist. Ich lobe und bestrafe, um sein <strong>Verhalten</strong> zu lenken, weil ich der Meinung bin, dass es das nicht von selbst herausfinden kann. Ich lobe mein Kind mit &#8222;Das hast du aber fein gemacht.&#8220;, wenn es den Müll in den Mülleimer schmeißt. Mein Ziel: Dieses Verhalten zu <strong>fördern</strong>. Ich zeige meinem Kind, dass es GUT ist, Müll in den Mülleimer zu schmeißen.</p>
<p>Wenn ich erzähle, dass ich meinen Sohn nicht lobe, kommen immer ganz traurige Reaktionen. Der Arme. Er wird immer um deine <strong>Anerkennung</strong> betteln und alles dafür tun, um von dir gesehen zu werden.</p>
<p>Dass ich meinen Sohn nicht lobe, bedeutet nicht, dass ich ihn <strong>ignoriere</strong>, wenn er mir etwas freudestrahlend zeigt. Ich bin trotzdem da und sehe ihn. Ich sehe, was er gemacht hat und freue mich mit ihm. Ich sitz nicht einfach nur da und schaue teilnahmslos drein.</p>
<p>Ich erkenne sehr wohl an, wenn er ins Töpfchen gepullert hat. Ich schreie aber nicht:&#8220;JA! Super! Fein hast du das gemacht! Klasse! PRIMA!&#8220; Ich sage beispielsweise:&#8220;Hey, du hast ins Töpfchen gemacht. Als wir gerade gespielt haben, warst du ganz hibbelig. Da muss deine Blase schon ganz schön voll gewesen sein. Jetzt ist sie leer und du bist entspannter. Jetzt können wir weiterspielen. Willst du das Töpfchen im Klo ausschütten?&#8220;</p>
<p>Oder ein anderes Beispiel: Mein Sohn zeigt mir, was er gemalt hat. Viele würden hier einfach antworten:&#8220;Super.&#8220; Fertig. Konversation beendet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6690" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet.jpg" alt="Kind malt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich persönlich denke nicht, dass mein Sohn von mir gerade wissen will, ob ich sein Gemaltes toll finde oder nicht. Er will <strong>Kontakt</strong>. Ich sage dann zum Beispiel:&#8220;So viele Farben! Wie hast du DAS denn gemacht?&#8220; und dann ist er schon eifrig dabei, mir zu erzählen, wie er dies und das gemalt hat. Oder WAS er genau gemalt hat.</p>
<p>Eine völlig andere <strong>Kommunikation</strong>, finde ich. Aber das ist einfach nicht für jede/n was. Ist auch ok. Da spielt dann wieder die Akzeptanz rein.</p>
<h3>20. Selbstreflexion</h3>
<p>Akzeptieren will ich persönlich nicht, dass ich autoritär erzogen wurde und das nun angeblich 1:1 <strong>übernehmen</strong> muss, weil ich es nicht anders kenne. Ich FÜHLE, wenn ich mein Kind ungerecht behandelt habe. Ich SEHE, wie verletzt er ist, wenn ich rummotze.</p>
<p>Ich persönlich gebe mich nicht damit zufrieden, so zu sein, wie ich bin und rede mich raus, weil ich daran angeblich nichts ändern kann.</p>
<p>Wenn ich abends im Bett liege und mir dieses oder jenes Ereignis ins Gedächtnis rufe, über das ich <strong>unzufrieden</strong> bin, weil ich es m.M.n. unglücklich angegangen bin, frage ich mich: Was hätte ich stattdessen tun können? Wie gehe ich diesen Konflikt beim nächsten Mal besser an? Was habe ich in dem Moment gebraucht und was mein Kind? Was könnte mir/ihm helfen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7042" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett.jpg" alt="Frau liegt entspannt auf dem Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es tut mir gut, mein Handeln zu hinterfragen. Auch mal <strong>zuzugeben</strong>: Das war echt nicht ok, was ich da gesagt habe. Wie kann ich da an mir arbeiten? Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann sagt mir das, dass ich Hilfe brauche.</p>
<h3>21. Fehler eingestehen</h3>
<p>Wenn ich mies zu meinem Kind war und wieder am Boden der Tatsachen angekommen bin, sehe ich, was ich angerichtet habe. Mein Kind ist traurig. Verkrümelt sich. Ich geh ihm hinterher, er lässt es zu. Ich <strong>entschuldige</strong> mich für mein Verhalten. Sage, dass das echt nicht in Ordnung war, dass ich so laut geworden bin. Versuche ihm begreiflich zu machen, woran es liegt.</p>
<p>So möchte ich ihm zu verstehen geben, dass auch ich als seine Mutter Fehler mache. Dass ich Gefühle habe. Bedürfnisse. Dass ich kein Roboter bin, der zu 100% <strong>funktioniert</strong>, und manchmal einfach k.o. bin. Dass ich aber auch die Kraft habe, das einzugestehen und mich dafür zu entschuldigen. Ich erwarte von ihm keine Entschuldigung, aber es ist mir <strong>wichtig</strong>, ihm zu sagen: Es tut mir ehrlich Leid. Ich habe meinen Fehler erkannt. Daran will ich arbeiten.<br />
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<h2>Was &#8222;Unerzogen&#8220; für mich NICHT ist</h2>
<p>So gehe ich nun meinen Weg und lese und lese und lese und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gibt SO viele, die &#8222;unerzogen&#8220; leben. Und trotzdem so viele <strong>Irrtümer</strong> darüber.</p>
<p>Ich möchte dir daher kurz und knapp erklären, was &#8222;Unerzogen&#8220; für mich absolut NICHT ist:</p>
<h3>1. Selbstaufgabe, Kind darf ALLES</h3>
<p>In &#8222;Unerzogen&#8220; geht es um die Bedürfnisse aller. Babys, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Haustiere&#8230; Eben alle, die zusammen leben, eigene Bedürfnisse haben und deren Erfüllung fordern.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass man Konflikten aus dem Weg geht, das <strong>Kind alles machen lässt, was es will</strong>, und gar nicht an sich oder andere denkt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7329" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/junge-mit-iro-lederjacke-und-jeans.jpg" alt="Junge mit Iro, Lederjacke und Jeans" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/junge-mit-iro-lederjacke-und-jeans.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/junge-mit-iro-lederjacke-und-jeans-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es geht darum, die Bedürfnisse meines Kindes und der anderen wahrzunehmen, darauf einzugehen, aber mich selber dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Das bedeutet auch, dass mein Kind eben nicht alles darf, was es will und tun und lassen kann, was es will, denn auch wir, die mit ihm zusammenleben, haben Bedürfnisse, die zu <strong>berücksichtigen</strong> sind.</p>
<p>Auch Menschen unseres Umfelds, Nachbarn, Fremde usw., haben Bedürfnisse, die berücksichtigt werden sollten. Es ist schwierig, die Mitte zu finden. Wenn mein Kind laut in der Wohnung trampelt, weil es nunmal so läuft, und die <strong>Nachbarn</strong> unter uns sich beschweren, dann muss da irgendeine Lösung gefunden werden. Natürlich könnte ich auch rotzig sagen:&#8220;Kinder sind nunmal laut. Finden Sie sich damit ab.&#8220;, aber das wäre in meinen Augen nicht &#8222;Unerzogen&#8220;. &#8222;Unerzogen&#8220; bezieht sich nicht nur auf mein Kind.</p>
<h3>2. Richtig und Falsch</h3>
<p>&#8222;Unerzogen&#8220; bedeutet nicht zwangsläufig, dass (Langzeit-)gestillt werden MUSS. Oder dass alle im Familienbett schlafen. Es geht auch nicht um Tragetuch-, Tragegurt- oder Kinderwagen<strong>pflicht</strong>, Stoffwindeln, Wegwerfwindeln oder Windelfrei.</p>
<p>&#8222;Unerzogene&#8220; können Hausfrau/-mann, selbstständig, Azubis, ganz oben auf der Karriereleiter in Entscheidungsposition, angestellt oder was auch immer sein.</p>
<p>&#8222;Unerzogene&#8220; Kinder gehen in die <strong>Kita</strong> oder auch nicht, gehen zur <strong>Schule</strong> oder auch nicht.</p>
<p>Für mich existiert nicht DAS Bild von &#8222;Unerzogen&#8220; und &#8222;Nur so geht Unerzogen&#8220;. Es geht um die Einstellung. &#8222;Unerzogen&#8220; ist eine <strong>Haltung</strong>, kein Erziehungsstil im üblichen Sinne.</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag einen ersten, tieferen Einblick in &#8222;Unerzogen&#8220; geben. Was bedeutet &#8222;Unerzogen&#8220; für dich?<br />
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 09:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Gegensätze]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenteil]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtum]]></category>
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		<category><![CDATA[Mama]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[missverstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
		<category><![CDATA[verstehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Szene mit meinem Papa, an die ich mich noch heute sehr gut erinnern kann. Die mir gezeigt hat, dass Erwachsene ihre Kinder oft einfach komplett missverstehen, weil sie hinter deren Verhalten nichts &#8222;Gutes&#8220; sehen. Heute möchte ich dir von jenem Ereignis erzählen und dich dazu ermutigen, mal drüber nachzudenken, ob dein Kind es wirklich ... <a title="Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/" aria-label="Mehr zu Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Szene mit meinem Papa, an die ich mich noch heute sehr gut erinnern kann. Die mir gezeigt hat, dass Erwachsene ihre Kinder oft einfach komplett <strong>missverstehen</strong>, weil sie hinter deren Verhalten nichts &#8222;Gutes&#8220; sehen.</p>
<p>Heute möchte ich dir von jenem Ereignis erzählen und dich dazu ermutigen, mal drüber nachzudenken, ob dein Kind es wirklich so gemeint hat, wie du denkst.</p>
<p>Nimm teil an meiner Blogparade &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220;.</p>
<p><span id="more-6637"></span><div id='c5711_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Blogparade: Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen</h2>
<p>Als Kind hab ich den Film &#8222;Dornröschen&#8220; von Walt Disney geguckt.</p>
<p>Es ging um folgende Szene: Dornröschen geht mit den Tieren im Wald spazieren und singt. Der Prinz, der auf seinem Pferd reitet, ist auch im Wald unterwegs und hört ihre liebliche Stimme. Er will sein Pferd dorthin lenken, wo die Stimme her kommt, doch das Pferd weigert sich. Der Prinz verspricht ihm eine extra Portion Hafer und Karotten &#8211; das Pferd freut sich und ist einverstanden. Mit dem Satz &#8222;<strong>Komm, Alter!</strong>&#8220; reißt er das Pferd herum und sie reiten geschwind Richtung singender Stimme.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6650" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd.jpg" alt="Reiter auf einem Pferd" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/reiter-auf-einem-pferd-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Szene hatte sich aus irgendeinem Grund bei mir eingeprägt.</p>
<p>Dann war ich wieder in der Realität. Es war Winter, draußen lag ganz viel Schnee. Wir waren bei meinen Großeltern und es ging für einen Spaziergang nach draußen. Ich durfte auf unserem Schlitten sitzen und mein Papa wollte mich ziehen. Und da schien mir der Ausruf &#8222;<strong>Komm, Alter!</strong>&#8220; zu meinem Papa genau richtig.</p>
<p>Nur leider verstand mein Papa diesen Satz nicht so wie ich. Er fühlte sich beleidigt, ließ die Leine vom Schlitten los, brubbelte irgendwas und ließ mich allein zurück. Und ich saß da wie ein begossener Pudel und wusste nicht, was ich falsch gemacht hatte. Während mein Papa den anderen <strong>entrüstet</strong> erzählte, was gerade passiert war, stand ich auf und zog den Schlitten allein.</p>
<h2>Kein Kind ist böse</h2>
<p>Noch heute kann ich mich an dieses Ereignis erinnern. Es hat sich eingebrannt. Eben, weil es auch so traurig ist, dass mein Papa mich da total missverstanden hatte.</p>
<p>Heute denke ich mir: Warum geht man immer gleich vom Schlimmsten aus, wenn Kinder etwas sagen oder machen? Statt ihr Handeln zu hinterfragen, wird ihnen <strong>Böses</strong> unterstellt. Hätte mein Papa nicht einfach mal versuchen können, mir &#8222;Gutes&#8220; zu unterstellen?</p>
<p>Vielleicht wäre er drauf gekommen, dass der Satz aus dem Film &#8222;Dornröschen&#8220; stammt. Dass ich sozusagen einfach nur eine Szene <strong>nachspielen</strong> wollte. Es war ein Rollenspiel &#8211; mehr nicht. Der Satz &#8222;Komm, Alter!&#8220; war überhaupt nicht böse gemeint.</p>
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<p>Mein Ziel dieser Blogparade ist, zu sensibilisieren. Denn ich bin der festen Überzeugung: Kein Kind ist böse. Sein Handeln hat immer einen Sinn, einen Grund. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen und die Mühe machen, diesen herauszufinden.</p>
<h3>Ein paar Beispiele</h3>
<p>Ein kleines Kind, das noch nicht sprechen kann, und andere <strong>haut</strong>, ist böse? In meinen Augen kann es sich (noch) nicht anders ausdrücken. Ich muss ihm zeigen, wie es &#8211; statt zu hauen &#8211; einem Kind mitteilt, dass es das blöd findet, wenn ihm seine Schippe weggenommen wird.</p>
<p>Du holst dein Kind von der Kita ab und es will sich nicht selber anziehen, obwohl es das schon kann. In deinen Augen ist es ein Zeichen von Faulheit und dass du dieser Einhalt gebieten musst. Sonst wird es noch mit 18 völlig <strong>unselbstständig</strong> sein. Nun, in meinen Augen ist dein Kind vom Kitatag einfach nur erschöpft und will mit dir kuscheln. Kraft tanken. Sich bei dir fallen lassen können, weil der Kitatag sehr anstrengend war. Es hat nichts mit Faulheit zu tun.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6651" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen.jpg" alt="Kind und Mama kuscheln und lachen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-und-mama-kuscheln-und-lachen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">An den Wänden malen</a> ist verboten und TROTZDEM guckt dich dein Kind frech wie Bolle an und malt provokativ drauf los. &#8222;Der will mich doch <strong>provozieren</strong>! Reinste Schikane!&#8220;, mag es dir durch den Kopf schießen. Doch hast du dich mal gefragt, welches Bedürfnis tatsächlich hinter seinem Handeln stecken könnte?</p>
<p>Die Beispiele könnten endlos fortgesetzt werden, aber ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will: Kein Kind ist böse! Es ist dabei, zu lernen, nachzuahmen, zu spielen und dabei, dich auf etwas aufmerksam machen zu wollen.</p>
<h2>Mach mit bei der Blogparade!</h2>
<p>Kommt dir auch gerade so eine Szene in den Sinn, in der du als Kind total <strong>missverstanden</strong> wurdest? Oder gar eine, in der du dein Kind komplett falsch verstanden hast? Dann nimm doch an meiner Blogparade zu Missverständnissen zwischen Kindern und Erwachsenen teil und erzähl uns davon.</p>
<h3>Hast du einen Blog?</h3>
<p>Cool. Dann schreib deinen Beitrag zu diesem Thema wie gewohnt auf deinem Blog und verlinke deinen Text unten in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren</a>.</p>
<h3>Hast du keinen Blog, willst aber dennoch etwas zum Thema beitragen?</h3>
<p>Für den Fall, dass du <strong>keinen Blog</strong> hast, kannst du auch ganz einfach einen Gastbeitrag schreiben. Schick deinen Text an info@milchtropfen.de und du bist dabei!</p>
<p>Selbstverständlich kannst du auch einfach unten in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren</a> über das Thema erzählen.</p>
<h3>Anregungen</h3>
<p>Du willst loslegen, aber irgendwie kommst du nicht in den &#8222;Flow&#8220;? Für diesen Fall habe ich dir ein paar <strong>Fragen</strong> bereitgestellt, die dir womöglich weiterhelfen:</p>
<ul>
<li>In welchem Moment hast du dich als Kind komplett unverstanden gefühlt? Beschreibe, was du eigentlich gemeint hast und wie es von den Erwachsenen interpretiert wurde. Wie hast du dich dabei gefühlt? Wie haben die Erwachsenen auf das Missverständnis reagiert?</li>
<li>Gab es eine Situation, in der du gemerkt hast, dass DU (d)ein Kind völlig missverstanden hast? Wie kam es dazu? Was ist passiert?</li>
<li>Konnte das Missverständnis aufgeklärt werden? Wenn ja, wie? Wenn nicht, wie hätte es deiner Meinung nach aufgeklärt werden können?</li>
<li>Warum und wie, denkst du, kommt es zu solchen Falschinterpretationen?</li>
</ul>
<h3>Ende der Blogparade</h3>
<p>Die Blogparade geht bis zum <strong>08.09.2017</strong>. Du hast also 4 Wochen Zeit, einen Beitrag zum Thema &#8222;Missverständnisse zwischen Kindern und Erwachsenen&#8220; zu verfassen und mir zukommen zu lassen.</p>
<h3>Wird es eine Zusammenfassung geben?</h3>
<p>Ja. Nach Ende der Blogparade gibt es von mir eine <strong>Zusammenfassung</strong> von all jenen, die etwas zum Thema beigesteuert haben. Hier ein wichtiger <strong>Hinweis</strong>: Ich werte nur jene Beiträge aus, die in den <a href="https://www.milchtropfen.de/blogparade-missverstaendnisse-zwischen-kindern-und-erwachsenen/#respond" rel="noopener">Kommentaren unter meinem Blogparade-Beitrag</a> bzw. unter <a href="https://www.facebook.com/milchtropfen/posts/986170894858931" target="_blank" rel="noopener">meinem Facebook-Post</a> stehen. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis.</p>

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		<title>Wenn Erziehungsstile kollidieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2017 06:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Du machst das total falsch!“ „Mein Kind, meine Regeln!“ „Mach das doch SO!“ &#8222;Lass das!&#8220; &#8222;Wenn&#8217;s dir nicht passt: DA ist die Tür.&#8220; Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, Verwandten, und irgendwie versuchen sich alle gegenseitig zu erziehen. Was, wenn dein Erziehungsstil mit dem von anderen kollidiert? Das erfährst du im ... <a title="Wenn Erziehungsstile kollidieren" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wenn-erziehungsstile-kollidieren/" aria-label="Mehr zu Wenn Erziehungsstile kollidieren">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Du machst das total falsch!“<br />
„<strong>Mein Kind, meine Regeln!</strong>“<br />
„Mach das doch SO!“<br />
&#8222;Lass das!&#8220;<br />
&#8222;Wenn&#8217;s dir nicht passt: DA ist die Tür.&#8220;</p>
<p>Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, Verwandten, und irgendwie versuchen sich alle gegenseitig zu erziehen.</p>
<p>Was, wenn dein Erziehungsstil mit dem von anderen kollidiert? Das erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-5911"></span><div id='c1738_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Wenn Erziehungsstile kollidieren</h2>
<p>Dieses Thema hat eine Zeit lang sehr an mir genagt. Die Beziehungen untereinander haben gelitten, es kam oft zum <strong>Streit</strong> und mieser Stimmung. Ich befinde mich aus diesem Grund auf einem unbekannten Weg. Doch von vorne…</p>
<p>In meiner <strong>Kindheit</strong> habe ich so einiges erlebt, was ich als Mutter anders handhaben will. In meinen Augen BESSER machen will. Das mag arrogant klingen, soll aber gar nicht böse gemeint sein.</p>
<p>Einiges war für mich klar. Von Anfang an. Andere Dinge ergaben sich erst mit der Zeit. Ich las, lernte dazu und schlug eine andere Richtung ein. Stets im Wandel, nie auf der Stelle stehenbleiben – das fühlte sich gut an.</p>
<h2>Besuch bei den Großeltern</h2>
<p>Je älter der kleine Mann wurde, desto mehr wollte er seine Umgebung erkunden. Er war fasziniert vom Wasser in einer Flasche, die hin- und hergeschüttelt wurde. Er versuchte, den Deckel aufzubekommen. Mein Papa wollte ihm dabei <strong>helfen</strong>. Ich griff ein und sagte:“Lass ihn mal selber machen.“</p>
<p>Wenn es nachmittags Kuchen gab, wollten alle immer dem kleinen Mann was Süßes geben. Mein Mann und ich schritten ein und meinten:“Nein. Er soll noch keinen <strong>Zucker</strong> bekommen.“ und, als der kleine Mann älter wurde, hieß es von uns:“Nur ein kleines Stück. Er soll nicht so viel Zucker bekommen.“</p>
<p>Das tat den anderen dann immer Leid für den kleinen Mann, weil Kuchen ja so lecker ist. Und ja, der arme Spatz darf keinen Kuchen haben. Aber sie nahmen es hin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5932" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann hörte ich von Ausscheidungskommunikation. Langes Wort. Dahinter steht einfach nur der Sinn, die Signale vom Kind zu lesen, wann es mal muss.</p>
<p>Ich versuchte es also und wurde erstmal von allen doof angeguckt. Auch von meinem Mann. Einzig meine Schwester stand in dieser Zeit hinter mir und fand es gut. Es gab viele „Unfälle“, aber ich gab nicht auf. Und mit der Zeit sahen auch die anderen, dass das’ne ganz coole Sache ist.</p>
<p>Als ich z.B. auf Toilette war und meine Mutter mit dem kleinen Mann allein, merkte sie, dass er mal muss. Und dann hielt sie ihn ab und war ganz aus dem Häuschen, weil es klappte. Sie war total stolz auf sich, glaube ich.</p>
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</div>
<h2>Das wird ja immer skurriler</h2>
<p>Und dann ist das Baby plötzlich <strong>Kleinkind</strong> und stellt uns vor Herausforderungen. Es macht Dinge, die wir nicht wollen. Dinge, die uns zur Verzweiflung bringen. Aber auf die klassische Erziehung verzichten wir gern.</p>
<p>Also stöbern wir im Internet, suchen nach Ratschlägen, lesen schlaue Bücher. Und dann picken wir das für uns richtige heraus und machen damit unsere Erfahrungen.</p>
<p>Wir kommen also mit unserem geballten, neuen Wissen wieder zu Besuch und werden noch schiefer angeguckt. Der kleine Mann piekst mit der Gabel etwas auf. Sofort kommt ein „Fein! Super! Das hast du aber toll gemacht!“ und mein Mann schreitet ein und sagt:“<strong>Nicht loben.</strong>“</p>
<p>Was meinst du, wie schief wir DA angeguckt wurden? Dann wird natürlich verwundert nachgefragt, warum jetzt auch kein Lob sein dürfe. Mein Mann erklärt es. Sie schauen verwirrt aus. Vielleicht lächeln sie auch drüber. Sie verstehen es nicht so ganz. Aber ok, sie versuchen, nicht zu loben.</p>
<p>Dass beinahe überall gelobt und bestraft wird, ist ja schon fast normal in unserer Gesellschaft. Es steckt in uns drin. Wir denken nicht drüber nach, sondern übernehmen einfach die Erziehungsstile aus unserer Kindheit. So nach dem Motto: Hat uns ja nicht geschadet.</p>

<h2>Bevormundung</h2>
<p>Manche Verhaltensweisen sind uns also in Fleisch und Blut übergegangen. Wir machen sie einfach. Sie sind zur <strong>Gewohnheit</strong> geworden.</p>
<p>Und dann kommt die jüngere Generation und sagt uns, dass wir alles <strong>falsch</strong> machen. Dass wir das lassen sollen. Sie nennen uns auch den Grund, aber so ganz verstehen wir es trotzdem nicht. Wir geben unser bestes, ihren „Weisungen“ Folge zu leisten. Aber manchmal rutscht es uns doch raus und dann kommt wieder dieses „Nicht…“</p>
<p>Das führte bei uns in der Familie zu Streit und schlechter Stimmung. Die anderen fühlten sich bevormundet und <strong>kritisiert</strong>. Meinem Mann wurde über den Mund gefahren. Oder es wurde sich über unseren Erziehungsstil lustig gemacht. Es fielen Sprüche wie:&#8220;Hätten wir euch mal nicht gelobt, sondern lieber verprügelt.&#8220; Oder trotzig mit &#8222;Doch!&#8220; geantwortet, wenn wir baten, etwas zu unterlassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5933" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Familie beim Waldspaziergang im Winter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-waldspaziergang-im-winter-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich wollte keinen Streit mehr und brodelte vor mich hin, während ich zusah, wie unsere Erziehungsmethoden mit Füßen getreten wurden.</p>
<p>Und dann begann ich nachzudenken, wie diese verfahrene Situation gelöst werden könnte.</p>
<h2>Empathie</h2>
<p>Bevor ich die „Mein Kind, meine Regeln!“-Keule schwingen würde, versuchte ich erst einmal, die anderen zu <strong>verstehen</strong>. Warum verstehen sie uns nicht und machen nicht das, was wir sagen? Ich versetzte mich also in ihre Lage und kam zu folgenden 7 möglichen <strong>Gründen</strong> für ihr Verhalten:</p>
<h3>1. Gewohnheit</h3>
<p>Wer jahrelang so erzogen wurde bzw. erzieht, hat es schwer, Veränderungen anzunehmen und danach zu handeln. Es steckt in uns drin. Unsere <strong>Kindheit</strong> bestand daraus. Ich kann mich nicht von heute auf morgen um 180° drehen und ein anderer Mensch sein.</p>
<h3>2. Wille</h3>
<p>Ein ganz entscheidender Punkt! Wenn mir jemand vorschreibt, was ich zu tun habe, dem zeig ich innerlich’nen Vogel. Der will mir was erzählen? Da schalte ich auf <strong>Durchzug</strong>. Ob anerzogen oder Charakterzug, sei mal dahingestellt.</p>
<p>Aber wenn ich jemanden sehe, der mir ein „Wow! Wie macht sie/er das?“ herauslockt… Von der/dem ich mehr erfahren will… Von der/dem ich lernen will… Dann ist das schon’ne ganz andere Sache. Denn dann habe ich den eigenen <strong>Willen</strong> entwickelt, etwas zu lernen und mich ggf. auch zu ändern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5935" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Frau und Mann schenken Kind Pusteblumen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-frau-und-mann-schenken-kind-pusteblumen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dieser Wille muss aber aus mir heraus entstehen und kann mir nicht vorgesetzt werden. Da muss ich selber ran. „Wo kein Wille, da kein Weg.“ – der Spruch ist so wahr!</p>
<h3>3. Der Ton macht die Musik</h3>
<p>Deine Freundin, die ihr Baby absichtlich schreien lässt, damit es endlich durchschläft, braucht dringend einen Rat von dir!</p>
<p>Du knallst ihr in deiner Wut an den Kopf, sie würde etwas Falsches, etwas Gewaltsames, Krankes, was auch immer, tun&#8230; Und ihre Bindung zum Baby würde massiv drunter leiden und ihr Baby würde das Urvertrauen verlieren und und und&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong> äußern, ohne dass sich dein Gegenüber gekränkt oder beschämt fühlt, ist schwer. War der Versuch, sie auf einen Fehler hinzuweisen, zu harsch? Sollte ich daran üben, <strong>WIE</strong> ich jemandem einen Tipp gebe oder meine Bedenken äußere?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5936" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Opa und Enkel schauen sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-opa-und-enkel-schauen-sich-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich jemanden so angehe, ist klar, dass dieser Rat<strong>SCHLAG</strong> nicht angenommen wird. Sie fühlt sich kritisiert, bevormundet, als schlechte Mutter denunziert und abgestempelt. Sie müsste sich eingestehen, ihrem Baby geschadet zu haben. Und das einzugestehen, kostet Kraft, Mut und schmerzt.</p>
<h3>4. Schmerz</h3>
<p>Wenn mir jemand sagt, ich soll anders handeln, dann kommt auch ein gewisser <strong>Schmerz</strong> mit hoch. Der Schmerz aus der eigenen Kindheit. Weil man begreifen muss, dass der Weg, wie ich teilweise erzogen wurde, tatsächlich nicht der richtige war. Dass einem <strong>Leid</strong> angetan wurde. Und diese Erkenntnis schmerzt. Man müsste sich eingestehen, dass die eigenen Eltern nicht das beste für einen getan haben. Dass einem Schlimmes widerfahren ist.</p>
<p>Diesen Schritt muss ich erstmal bereit sein zu gehen. Andere verschließen davor lieber (noch) die Augen und reden sich ein „So, wie ich erzogen wurde, war das richtig, und so handhabe ich es auch. <strong>Hat mir ja nicht geschadet.</strong> Ich bin meinen Eltern für die Erziehungsschelle dankbar. Ich lebe schließlich immer noch.“</p>
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<h3>5. Andere Zeiten</h3>
<p>Ein nicht unwichtiger Aspekt: Zeit. In welcher Zeit haben meine Großeltern gelebt? In welcher meine Eltern? Und in was für einer Zeit leben wir heute?</p>
<p>Haben wir Krieg? Geht es uns ums nackte <strong>Überleben</strong>? Muss ich schleunigst zusehen, dass ich irgendwo Essen her bekomme, damit mir meine Familie nicht wegstirbt? Sind Bombenangriffe bei uns Alltag?</p>
<p>Oder herrscht <strong>Frieden</strong>? Kann ich gelassen und entspannt nach draußen gehen? Muss ich mir um nix Sorgen machen, außer, was ich heute zum Essen koche? Kann ich mir ein Bad gönnen und machen, was ich will? Ein Buch lesen, Musik hören, Videos auf YouTube ansehen, in Facebookgruppen stöbern und mir Input holen, wenn ich mit meinem Latein am Ende bin?</p>
<p>Ja. All das kann ich. Ich lebe, im Vergleich zu meinen Großeltern, bei denen Krieg herrschte, im Paradies. Ich habe wenig Sorgen und kann mich Themen widmen, die mich interessieren. Dafür habe ich Zeit.</p>
<p>Aber diese Zeit hatten meine Großeltern nicht. Und auch heutzutage gibt es Familien andernorts, die andere Probleme haben. Denen es aktuell nur ums Überleben geht und nicht, ob Stoffwindel, Wegwerfwindel, windelfrei oder was auch immer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5937" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Uroma hält Urenkel auf dem Schoß" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-uroma-haelt-urenkel-auf-dem-schoss-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Das soll keine Ausrede sein. Aber mir half es ungemein, zu verstehen, warum damals schwarze Pädagogik praktiziert wurde. Warum in dieser Zeit so viel Leid geschehen ist. Da musste man gehorchen und funktionieren. Und irgendwann musste dann zerstörtes Land wieder aufgebaut werden.</p>
<p>Als meine Eltern dann eine Familie gründeten, herrschte kein Krieg mehr. Die Mauer fiel, alles war neu und unbekannt. Meine Mutter verwarf einige Erziehungsmethoden. Andere wiederum übernahm sie. Das geht von Generation zu <strong>Generation</strong> immer so weiter. Auch ich habe manches übernommen und einiges wiederum nicht. Und mein Kind wird es sicher auch als Elternteil wieder anders handhaben. Einfach, weil wir Zeit haben, uns zu reflektieren und über uns selbst nachzudenken.</p>
<div id='c5946_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>6. Ungünstig ausgedrückt</h3>
<p>Sie wollen meinem Kind nichts Böses. Sie wollen nur&#8230;</p>
<p>Der Opa, der zu seinem Enkel streng und mit ernster Mine sagt:&#8220;Ein Hammer ist kein Spielzeug!&#8220;, möchte im Grunde genommen nur sein Enkelkind <strong>beschützen</strong>. Ein Hammer ist schwer und hart. Wenn der auf die kleine Hand oder auf den Fuß fällt&#8230; Oh weh! Dann lieber gleich weg mit solchen gefährlichen Sachen!</p>
<p>Die Oma, die überall ihren Nippes stehen hat, der das Kind so fasziniert, hat <strong>Angst</strong>, dass ihre Sachen kaputt gehen könnten. In ihren Augen gibt es genug Spielzeug. Dafür muss nicht ihre Deko herhalten. Also sagt sie &#8222;Nein!&#8220;, wenn er sich den Staubfängern nähert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5938" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Oma im Rollstuhl hält Enkel im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-im-rollstuhl-haelt-enkel-im-arm-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die Uroma, die ihr Enkelkind lobt, weil es so schön aufgegessen hat, hat auch nichts Böses im Sinn. Sie freut sich, dass sie das Essen nicht wegwerfen muss. Dass es anscheinend geschmeckt hat. Sie möchte irgendeine positive <strong>Rückmeldung</strong> geben und fängt deshalb zu loben an.</p>
<p>Dem kleinen Mann will es einfach nicht gelingen, die Schnur durch das Loch zu fädeln. Er tobt und wütet und schreit und weint und ärgert sich! Alle wollen <strong>helfen</strong>, damit er nicht traurig sein muss! Was soll schon verkehrt daran sein, zu helfen?</p>
<h3>7. Erfahrung</h3>
<p>Sie denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefuttert und stützen ihr Verhalten auf jahrelangen <strong>Erfahrungen</strong>, die sie gesammelt haben. Sie wissen so viel, dass ich mit &#8222;nur&#8220; einem Kind unmöglich etwas &#8222;besser&#8220; wissen könnte. Ungern lässt sich die Erzieherin mit 30-jähriger Berufserfahrung was von der Azubine erzählen.</p>
<p>Es kann an einer bestimmten Ausbildung liegen. Einem Studium. Der Arbeit in einem Beruf, in dem man schon jahrelang tätig ist. Oder dass man Mutter/Vater von drölfzig Kindern ist und daher einfach weiß, was &#8222;richtig&#8220; ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5939" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-grossfamilie-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Gerade bei jenen, die solche Argumente vorzeigen, lassen sich schwer überzeugen. Weil sie überzeugt davon sind, dass sie aufgrund ihrer Erfahrungen über all die Jahre bereits alles wissen.</p>
<p>Was kannst du tun, wenn du mit solchen Menschen aneinander gerätst?</p>
<h2>Akzeptanz</h2>
<p>Wenn sich niemand für deinen Erziehungsstil interessiert, dann bringt es in meinen Augen nichts, sie überzeugen zu wollen. Manche WOLLEN sich einfach nicht ändern. Sie wollen keine schlauen Bücher lesen und sich nicht weiterbilden. Sie wollen auf dem Stand von vor zig Jahren stehen bleiben. Das ist schwer zu <strong>akzeptieren</strong>. Aber du kannst niemanden ändern, die/der sich nicht ändern will.</p>
<p>Wenn sie dir also alle wieder mit ihren tollen Tipps kommen, dann hör ihnen zu. Bedanke dich für diesen Rat. Und mach am Ende damit, was du willst.</p>
<p>Wenn du unsicher bist, recherchiere. Hol dir andere Meinungen ein. Gib demjenigen, der dir einen &#8222;falschen&#8220; Rat gegeben hat, einfach auch mal ein Feedback. Was du herausgefunden hast. Auch dein Rat kann sich zumindest angehört werden. Und dann entscheidet die- oder derjenige auch für sich, was er mit deiner Info anstellt. Einfach miteinander in <strong>Kontakt</strong> bleiben.</p>
<p>Und auch wenn jede/r nur deine tollen <strong>Erziehungstipps</strong> belächelt, dann lächel auch du drüber. Ich mach das inzwischen auch so, auch wenn es schwer fällt.</p>
<p>Oma lobt also weiterhin ihr Enkelkind bei jedem Pups. Opa spielt weiterhin den strengen, obwohl er eigentlich ein ganz lieber ist. Uroma fragt sich immer noch, warum ihr Urenkel nicht auf ihren Arm will, unternimmt aber auch nichts dagegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5940" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Großfamilie" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-kind-klettert-auf-erdhaufen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und das akzeptiere ich. Denn genau so will ich, dass man auch mich akzeptiert. Ich bin wie ich bin und wenn mich was interessiert, dann werde ich schon nachfragen.</p>
<p>Genau das ist mein <strong>Ziel</strong>: Wenn jemand es toll findet, wie ich mit meinem Kind umgehe, dann darf sie/er ruhig zu mir kommen. Und mich ansprechen. Sich mit mir unterhalten und sich austauschen. Aber ich werde niemandem hinterher rennen und sagen:&#8220;Du machst das aber GANZ falsch! SO ist das richtig! Guck her! Guck! Hey! Warum guckst du nicht?!&#8220;</p>
<p>Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich um entsprechende Literatur gebeten wurde, sie gab&#8230; und sich nichts änderte. Das war zwar noch unbegreiflicher für mich, aber ich akzeptiere das.</p>
<h2>Grenzen wahren</h2>
<p>Das bedeutet aber nicht, dass ich mit meinem Kind alles machen lasse. Denn irgendwo müssen auch Grenzen beachtet werden. Von Oma, Opa, Uroma, wem auch immer&#8230; Aber auch die <strong>Grenzen</strong> vom Kind!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Papa beschützt Kind vor Lämmern" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-papa-beschuetzt-kind-vor-laemmern-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn die Oma noch ganz alte Schule ist und meint, einem Kind schade keine Tracht <strong>Prügel</strong>, um es zu erziehen&#8230; Dann muss sie sich nicht wundern, wenn ich sie niemals unbeaufsichtigt mit meinem Kind allein lassen werde. Sie darf sich dann auch nicht wundern, wenn sie ihrem Enkel Gehorsam beibringen will und ich das nicht zulasse.</p>
<p>Wenn irgendjemand meint, mein Kind bestrafen, beleidigen, bevormunden, verängstigen zu müssen&#8230; Die/Der meint, ein <strong>Klaps</strong> würde nicht schaden&#8230; Die/Der mein Kind grob behandelt&#8230; Dann werde ich dafür kein Verständnis zeigen. Das werde ich auch nicht akzeptieren.</p>
<h2>Was ich meinem Kind mit auf den Weg geben will</h2>
<p>Ich möchte meinem Kind dadurch beibringen, dass es woanders wie zu Hause sein kann. Dass es sich dort behütet, <strong>geliebt</strong>, geborgen und gleichberechtigt fühlen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5941" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - Oma hält grinsendes Enkelkind im Arm" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-oma-haelt-grinsendes-enkelkind-im-arm-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Dass es aber auch sein kann, dass woanders eben nicht wie zu Hause ist. Dass es dort andere Regeln gibt. Dass da keine <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-bemalt-waende/" rel="noopener">Wände bemalt</a> werden wie zu Hause. Dass da nicht <a href="https://www.milchtropfen.de/tischmanieren-der-kinder-blogparade/" rel="noopener">auf dem Boden gegessen</a> werden darf wie zu Hause. Das ist in meinen Augen völlig ok. Nirgendwo auf der Welt ist alles gleich. Unterschiede kennenzulernen ist gut und zeigt nur, dass <strong>Vielfalt</strong> herrscht.</p>
<p>Aber eins muss mein Kind ganz sicher nicht lernen: Gewalt. In welcher Form und auf welche Art und Weise auch immer. Mein Kind wird weder bestraft noch geschlagen, geklapst, gezogen, gezerrt, beleidigt, angeschrien, was auch immer.</p>
<p>Sollte es dazu kommen, werde ich es <strong>beschützen</strong>. Damit es lernt: Ich muss das nicht über mich ergehen lassen. Niemand darf so mit mir umgehen. Ich habe Grenzen und die werde ich auch wahren und notfalls verteidigen.</p>
<p>Ich will meinem Kind dadurch beibringen, dass niemand es herumschubsen darf. Dass er vielleicht auch jemanden meiden muss, um sich selbst zu schützen, weil die/der ihm nicht gut tut.</p>

<h2>Kontaktabbruch</h2>
<p>Jemanden und sein Verhalten zu akzeptieren, klappt nicht immer. In manchen Familien ist die Situation so verfahren, dass für eine (oder beide) Seiten nur ein <strong>Kontaktabbruch</strong> infrage kommt.</p>
<p>In unserer Familie kamen auch schon die einen oder anderen Kontaktabbrüche zustande.</p>
<p>Auch ich habe den Kontakt zu bestimmten Personen eingefroren. Die ich geliebt habe, die mir aber einfach nicht gut taten. Die mich ausgenutzt und wie <strong>Dreck</strong> behandelt haben. Niemand hat das Recht, so mit mir umzugehen. Für mich gab es keine andere Lösung. Sämtliche Versuche von diesen Personen, wieder Kontakt herzustellen, wurden von mir ignoriert. Bis irgendwann endlich Ruhe war.</p>
<p>Aber wie sieht es bei Menschen aus, die mit ihrer <strong>Familie</strong> brechen? Ich habe mir viele Erfahrungsberichte durchgelesen.</p>
<h3>Was Menschen zum Kontaktabbruch treibt</h3>
<p>Menschen, die sich für einen Kontaktabbruch entscheiden, sind nach einer Portion &#8222;Familienbesuch&#8220; mit ihren <strong>Nerven</strong> am Ende. Fühlen sich wie eine leere Hülle. Wie ein Zombie. Sie werden für alles verantwortlich gemacht. Sind der Sündenbock. Die Ursache allen Übels und für die Probleme anderer verantwortlich.</p>
<p>Sie fühlen sich nach solchen Besuchen unverstanden, erniedrigt, unterdrückt, ungeliebt, manipuliert, hilflos, ausgesaugt, zermürbt, runtergezogen. Es wird ständig gestritten, geheuchelt, es herrscht Neid, Hass, es wird mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen um sich geschmissen. Machtspiele werden getrieben, Intrigen geschmiedet.</p>
<p>Es eskaliert jedes Mal, um letztendlich fein säuberlich unter den Teppich gekehrt zu werden. Die <strong>Konflikte</strong> werden totgeschwiegen. Es wird so getan, als sei nichts geschehen. Alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir sind eine große, glückliche Familie.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5943" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an.jpg" alt="Wenn Erziehungsstile kollidieren - junge Frau und alte Frau lächeln sich an" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-junge-frau-und-alte-frau-laecheln-sich-an-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und die Fassade beginnt immer weiter zu bröckeln. Es brodelt unter der Oberfläche. Bis der ganze Scheiß explodiert.</p>
<p>Erst haben sie ein schlechtes Gewissen. Denken, sie seien undankbar. Doch das Bedürfnis, keinen Kontakt mehr mit Menschen zu pflegen, die einem nicht gut tun, wog mehr.</p>
<p>Kontaktabbruch ist ein riesengroßer Schritt! Es gibt unzählige Berichte von Verlassenen und Abbrechern. Und sie alle sind furchtbar tragisch, wenn man sie sich mal durchliest. Da versteht die Mutter nicht, warum ihr Sohn PLÖTZLICH per Mail den Kontakt zu ihr abbricht. Er würde sie nicht hassen, sie sei ihm einfach scheißegal, habe er geschrieben.</p>
<p>Da frage ich mich dann immer: Hat sie wirklich keine Ahnung? Ist sie <a href="http://umgang-mit-narzissten.de/definition-narzissmus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">narzisstisch</a>? Ein Kind bricht doch nicht von heute auf morgen den Kontakt zu seiner Mutter ab! Fragen über Fragen und nur die beiden hätten sie sich beantworten können.</p>
<p>Damit meine ich: Reden, reden, reden! In <strong>Beziehung</strong> gehen! Versuchen zu verstehen! Nicht immer gleich alles hinschmeißen und was Neues suchen. Aneinander arbeiten. Eventuell sogar anstreben, den Konflikt in einer gemeinsamen Therapie zu lösen, wenn sich alle darüber einig sind.</p>
<p>Und wenn auch das nicht funktioniert und man sich nur noch weh tut und schlecht fühlt&#8230; DANN würde ich wohl auch sagen: Okay. Das war&#8217;s. Ich hau ab.</p>
<p><!--Clip_XXXX_170707_130040_398--></p>
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		<title>Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[aggressiv]]></category>
		<category><![CDATA[beißen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich hab ich es durchgelesen! &#8222;Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn&#8220; ist ein wirklich tolles Buch! Ein Ratgeber, der in jedem Regal stehen sollte, meine ich. Warum? Das erfahrt ihr im folgenden Review. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn Ein ziemlich langer Titel für ein Buch: &#8222;Das ... <a title="Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/das-gewuenschteste-wunschkind-aller-zeiten-treibt-mich-in-den-wahnsinn/" aria-label="Mehr zu Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="buchimgthumb" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3407864221&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=milchtropfen-21" alt="Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" width="300" height="250" />Endlich hab ich es durchgelesen! &#8222;Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn&#8220; ist ein wirklich tolles Buch! Ein Ratgeber, der in jedem Regal stehen sollte, meine ich.</p>
<p>Warum? Das erfahrt ihr im folgenden Review.</p>
<p><span id="more-3614"></span><div id='c3107_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn</h2>
<p>Ein ziemlich langer Titel für ein Buch: <a href="http://amzn.to/2m8jLss" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: <span id="productTitle" class="a-size-large">Der entspannte Weg durch Trotzphasen&#8220;</span></a>*</p>
<p>Nun gibt es ja zahlreiche Erziehungsratgeber und ich traue mich schon gar nicht mehr, so etwas zu lesen. Ständig ist vom Belohnen und Bestrafen die Rede. Grenzen setzen. Konsequenzen spüren lassen. Ignorieren.</p>
<p>Ihr merkt, ich war auf der Suche nach einem etwas anderen Ratgeber. Und per Zufall fand ich den dann auch.</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p>Der Titel ist ja schon sehr aussagekräftig. Das Kind, das man sich über alles gewünscht hat, treibt einen in den Wahnsinn. Wer hatte dieses Gefühl noch nicht? Man fühlt sich gleich verstanden.</p>
<p>In diesem Buch geht es nun darum, wie man mit der sogenannten Trotzphase seines Kindes entspannt umgehen kann.</p>
<p>Hierfür wird ein kleiner Exkurs ins kindliche Gehirn unternommen. Es wird gezeigt, dass Kinder im gewissen Alter noch gar nicht dazu in der Lage sind, sich so zu verhalten, wie es die Eltern (oder wer auch immer) gern hätten. Manchmal übersieht man auch einfach, wie jung unsere Kinder eigentlich noch sind. Man erwartet manchmal schlichtweg einfach zu viel von ihnen.</p>
<p>Auch auf die Frage, warum wir Eltern manchmal gern anders reagieren wollen, es aber nicht schaffen, wird näher eingegangen. Eine Reise in die eigene Kindheit bringt Licht ins Dunkel. Und ist sehr aufschlussreich. An den einen oder anderen Stellen wusste ich schon Bescheid. Bei manchen wiederum hatte ich auch meine Aha-Erlebnisse.</p>
<h2>Beispiele</h2>
<p>Ganz anders als bei Jesper Juul zum Beispiel strotzt das Buch nur so vor Beispielen. Eltern berichten aus ihrem Alltag mit Kind. Was geschehen ist. Wie sie regelrecht auf die Palme gebracht werden! Wie provokant ihre Kinder sind! Beinahe schon bösartig! Die wollen einfach nicht hören!</p>
<p>Den Erlebnissen der Eltern folgt dann die Auflösung der Autorinnen. Mal muss etwas weiter ausgeholt werden. Mal ist die Lösung so simpel, dass man auch selber hätte drauf kommen können.</p>
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<p>Zum Ende hin gibt es dann die Klassiker unter den Trotzphasenmomenten. Was kann man machen, wenn sich das Kind zum Beispiel nicht wickeln lassen will? Die Autorinnen verraten es &#8211; und vieles mehr. Was uns und unsere Kinder tatsächlich entspannter leben lässt.</p>
<p>Und ich rede hier so schwammig und nenne keine Beispiele, dabei würde ich so gern sämtliche Beispiele niederschreiben und gleich noch die Lösungen dazu. Aber das will ich nicht. Und darf ich auch gar nicht, glaube ich&#8230;</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Den Autorinnen Danielle Graf und Katja Seide ist hier wirklich ein großartiges, hilfreiches, einfühlsames Buch gelungen. Einfühlsam deshalb, weil es immer davon ausgeht, dass Kinder nicht böse sind. Dass sie keine kleinen Teufel sind, die es mit allen Mitteln zu erziehen gilt, wie es z.B. in der schwarzen Pädagogik hieß.</p>
<p>Das kindliche Verhalten hat immer einen Grund. Nur ist dieser für uns meist nicht so leicht zu erkennen. Dieses Buch hilft einem dabei, ein besseres Verständnis für das Verhalten, das wir schnell als &#8222;Trotzen&#8220; bezeichnen, zu bekommen. Ein feineres Gespür dafür zu bekommen, wie es in unseren Kindern aussieht und was in ihren Köpfen vor sich geht.</p>
<p>Es gibt so viele Bücher, in denen so viel Blödsinn drin steht. Und der langfristig gesehen derart schädlich für die Bindung zwischen Eltern und Kind ist. Wenn dann mal ein guter Ratgeber, wie eben dieser, rauskommt, dann sollten die Autorinnen für ihre Arbeit auch entsprechend be- und auch entlohnt werden. Also: <a href="http://amzn.to/2m8jLss" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kauft es euch!</a>*</p>
<p>Auch, wenn euer Kind (noch) nicht &#8222;trotzt&#8220;, ist es ratsam, sich das Buch zu Gemüte zu führen. Ich habe es beispielsweise in Vorbereitung auf die kommenden &#8222;Trotzphasen&#8220; (ich mag das Wort einfach nicht) gekauft. Wenn es dann bei uns so weit ist, weiß ich in etwa Bescheid, wie ich damit umzugehen habe.</p>
<p>Und selbstverständlich ist dieser Ratgeber nicht nur für Eltern gedacht. Er ist für all jene gedacht, die Umgang mit Kindern pflegen. Seien es Oma, Opa, Tante, Onkel, Erzieher/innen, Ärztinnen und Ärzte, Friseurinnen und Friseure oder wer auch immer. Es lohnt sich, seinen Horizont zu erweitern und zu verstehen, warum wir Menschen uns manchmal verhalten, wie wir uns verhalten.</p>
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		<title>Nasebohren ist schön</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2016 16:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[anregend]]></category>
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		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
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		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Review]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Nasebohren ist schön&#8220; von Daniela Kulot behandelt ein nicht ganz so angenehmes Thema; und nicht jeder wird mit diesem Kinderbuch einverstanden sein. Warum ich persönlich das Buch, welches übrigens für 4- bis 6-Jährige empfohlen wird, ganz gut leiden kann, lest ihr hier. Nasebohren ist schön Einst erlebte ich eine Oma, die mit ihrem Enkelkind im ... <a title="Nasebohren ist schön" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/nasebohren-ist-schoen/" aria-label="Mehr zu Nasebohren ist schön">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="buchimgthumb" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3522437373&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=milchtropfen-21" alt="Nasebohren ist schön" width="300" height="250" />&#8222;Nasebohren ist schön&#8220; von Daniela Kulot behandelt ein nicht ganz so angenehmes Thema; und nicht jeder wird mit diesem Kinderbuch einverstanden sein.</p>
<p>Warum ich persönlich das Buch, welches übrigens für 4- bis 6-Jährige empfohlen wird, ganz gut leiden kann, lest ihr hier.<span id="more-808"></span><div id='c8201_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Nasebohren ist schön</h2>
<p>Einst erlebte ich eine Oma, die mit ihrem Enkelkind im Bus saß und immerzu versuchte, es vom Nasebohren abzuhalten. Es gelang ihr erst, nachdem sie dem Kind gefühlte 60 Mal den Finger aus der Nase zog.</p>
<p>Ich persönlich habe mit Nasenbohrern kein Problem, solange sie es nicht direkt vor meiner Nase tun. Es kommt eben auf die Situation an.</p>
<p>Da stellte ich mir die Frage:&#8220;Gibt es überhaupt ein Kinderbuch, das solch ein Thema behandelt?&#8220;. Prompt schaute ich auf Amazon nach und fand <a href="http://amzn.to/28Yh3MO" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Nasebohren ist schön&#8220;</a>*.</p>
<p>Der Titel klang vielversprechend, also holte ich es mir.</p>
<h2>Um was geht es?</h2>
<p>3 Tierkinder &#8211; ein Elefant, eine Maus und ein Frosch &#8211; bohren liebend gern in der Nase. Aber der kleine Frosch darf das nicht. Laut Aussage seine Mutter bleibt dann nämlich der Finger in der Nase stecken und kommt nie wieder raus.</p>
<p>Völlig geschockt gehen die 3 zu den anderen Eltern und fragen, ob Nasebohren erlaubt ist, doch auch die denken sich völlig obskure Argumente aus, weshalb Nasebohren verboten sei.</p>
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<p>Anfangs glauben die Kinder den Unsinn, den sie von den Eltern gehört haben. Doch irgendwann stellen sie sich die Frage, ob es tatsächlich wahr ist und wollen vorsichtshalber lieber die Großeltern fragen.</p>
<p>Als sie bei den Großeltern ankommen, sehen sie, dass diese auch in der Nase bohren. Elefant, Maus und Frosch stellen fest, dass ihre Eltern Unrecht hatten. Vergnüglich bohren sie wieder in ihren Nasen, während die Eltern etwas abseits ein wenig dumm aus der Wäsche gucken.</p>
<h2>Illustrationen</h2>
<p>Die Abbildungen sind in knalligen Farben gehalten, die Tiere sind wie immer vermenschlicht dargestellt. Sie wohnen in Häusern, tragen Sachen, laufen aufrecht usw.</p>
<p>Unrealistische Darstellungen von Tieren bin ich ja in Kinderbüchern mittlerweile gewöhnt &#8211; mehr oder weniger. Aber wie der Elefant dargestellt wird, ist in meinen Augen einfach furchtbar. Der bekommt in dem Buch nämlich Hände und Finger wie bei einem Menschen&#8230; Das sieht irgendwie gruselig aus.</p>
<p>Dass die Maus mit ihrem Schwanz in der Nase bohrt, ist ja irgendwie noch lustig, aber der Elefant? Nee, da gehe ich nicht mehr mit.</p>
<p>Eigentlich hätte man ein Buch über das Nasebohren auch mit Menschen darstellen können, finde ich. Bohren Tiere eigentlich in der Nase? Sei&#8217;s drum. Dieses Buch ist nunmal mit Tieren.</p>
<h2>Moral</h2>
<p>Was lehrt uns die Geschichte? So einiges, finde ich:</p>
<p>Eltern wissen nicht immer alles besser. Glaube nicht jeden Quatsch, den man dir weißmachen will. Höre auf dein Herz, auf deinen Körper. Hinterfrage Dinge. Eltern müssen ihre Kinder ehrlich erziehen und dürfen sich nicht hinter fadenscheinigen Ausreden verstecken.</p>
<p>Dieses Buch behandelt ein Thema, über das sich sehr gut diskutieren und mit den Kindern bereden lässt.</p>
<p>Ist es überall in Ordnung, in der Nase zu bohren? Darf man das wirklich überall und jederzeit tun? Wie fühlen sich Menschen, in deren Gegenwart man in der Nase bohrt?</p>
<p>Und wohin eigentlich mit dem Popel? Man könnte gleich noch eine Diskussion darüber starten, ob man seine Popel essen darf oder nicht, wo, wie, wann usw. Das kann ja heiter werden!</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Trotz der nicht so schönen Illustrationen &#8211; wie ich finde &#8211; kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchte.</p>
<p>Wer sich &#8222;Nasebohren ist schön&#8220; holen möchte, der findet es <a href="http://amzn.to/28Yh3MO" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier auf Amazon</a>*.</p>
<p>Anregende Diskussionen wünsche ich euch!</p>
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