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		<title>Breifrei &#8211; alle Infos zum selbstbestimmten Essen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2021 17:17:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spätestens wenn unser Baby 4 Monate alt ist, können wir ihm Brei zufüttern. So lautet zumindest die Empfehlung von Breigläschenherstellern. Doch was wäre, wenn wir auf Brei verzichten und unser Baby selbst aussuchen lassen, was es von einer bestimmten Auswahl an Nahrungsmitteln essen möchte? Unvorstellbar für dich? Dann schau im Beitrag welche Vorteile breifrei mit ... <a title="Breifrei &#8211; alle Infos zum selbstbestimmten Essen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/breifrei-alle-infos-zum-selbstbestimmten-essen/" aria-label="Mehr zu Breifrei &#8211; alle Infos zum selbstbestimmten Essen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens wenn unser Baby 4 Monate alt ist, können wir ihm <strong>Brei</strong> zufüttern. So lautet zumindest die Empfehlung von Breigläschenherstellern. Doch was wäre, wenn wir auf Brei <strong>verzichten</strong> und unser Baby selbst aussuchen lassen, was es von einer bestimmten Auswahl an Nahrungsmitteln essen möchte? <span style="font-weight: 400;">Unvorstellbar für dich? Dann schau im Beitrag welche Vorteile <strong>breifrei</strong> mit sich bringen und auf was du achten musst!</span></p>
<p><span id="more-13740"></span><br />
</p>
<h2>Breifrei &#8211; selbstbestimmt von der Hand zum Munde</h2>
<h3>Was ist breifrei oder baby led-weaning?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Breifrei oder <strong>baby led-weaning</strong> (kurz: BLW, zu deutsch: „babygesteuertes Abstillen“) ist die <strong>selbstbestimmte Beikosteinführung</strong>, die vom Baby selber gesteuert wird. Wo andere Babys mit dem Flugzeugspiel à la “Noch ein Häppchen für Mama und noch ein Häppchen für Papa” mit dem Löffel gefüttert werden, wird hier dem Baby selbstbestimmt <strong>überlassen</strong>, was es isst und vor allem auch wie viel es isst. Entwickelt wurde BLW von der britischen Hebamme und Stillberaterin Gill Rapley.</span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/breifrei-informationen.jpg" alt="breifrei informationen" width="534" height="801" /></p>
<h3>Unsere Erfahrung mit breifrei</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir haben bei beiden Jungs damit begonnen, als sie etwa <strong>6 Monate</strong> alt waren. Ich bin damals in Facebookgruppen auf das Thema gestoßen und es fühlte sich stimmig für mich an. Also probierten wir es aus. Bei uns gab es ofengegartes Gemüse, wie <strong>Kartoffeln</strong>, Karotten, <strong>Kürbis</strong> oder im Topf gegarter Brokkoli für den Anfang. Es war eine Freude mit anzusehen, wie sie erforschten und wir haben auch einige Fotos von den verschmierten und glücklichen Gesichtern für das Fotoalbum gemacht, als lustige kleine <strong>Erinnerung</strong> sozusagen 😉</span></p>
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</div>
<h3>7 Vorteile von breifrei</h3>
<ol>
<li><span style="font-weight: 400;">Dein Baby lernt die unterschiedlichen <strong>Eigenschaften</strong> und Konsistenzen von Nahrung kennen. Die Banane ist gelb und ganz weich, die Gürke ist grün und im Gegensatz zur Banane hart und innen ganz wässrig und das Brot ist bräunlich und fühlt sich nochmal ganz anders auf der Zunge an.</span></li>
<li>Dein Baby darf, das ihm zubereitete Essen mit den Händen berühren, zermatschen, <strong>tasten</strong>, fühlen und solange experimentieren, bis sein Explorationdrang befriedigt ist.</li>
<li>Es lernt <strong>Selbstständigkeit</strong> und Selbstvertrauen.</li>
<li>Es lernt sein <strong>Sättigungsgefühl</strong> kennen und wird nicht überfüttert.</li>
<li>Du musst nicht zig Gläschen nach Hause schleppen oder bezahlen. Es ist also <strong>kostengünstig</strong> und auch schnell auf den Tisch gezaubert.</li>
<li>Die Hand-Augen-Koordination deines Babys wird gestärkt.</li>
<li>Dein Baby <strong>isst</strong> einfach das mit, was eh auf euren Tellern gelandet wäre, halt nur mit weniger oder gar keinen Gewürzen. Der Vorteil dabei ist, dass du dein Baby nicht erst an die industriell hergestellte, geschmacklose und teilweise auch <strong>übersüßte</strong> Babynahrung heranführen musst, sondern du selber entscheiden kannst, was bei euch auf den Tisch kommt. Ob bio, vegan oder vegetarisch.</li>
</ol>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13775" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/alle-infos-breifrei.jpg" alt="alle infos breifrei" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/alle-infos-breifrei.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/alle-infos-breifrei-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/alle-infos-breifrei-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>

<h3>Was musst du bei Breifrei beachten?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Durchschnitt sind Kinder ab einem Alter von etwa <strong>6 Monaten</strong> für die Aufnahme von richtigem Essen bereit. Aber auch hier gilt wieder ganz individuell zu schauen. Manch ein Kind stürzt sich auf das ihm angebotene Essen und ein anderes Kind zeigt keinerlei Interesse. Ich würde trotzdem immer wieder etwas <strong>anbieten</strong>, auch wenn dein Baby dem Essen erstmal keine Aufmerksamkeit schenkt. Wenn es einfach mit bei euch am Tisch sitzt oder auf deinem Schoß und euch beim Essen beobachtet, dann wird es früher oder später auch etwas davon haben wollen &#8211; es möchte seinem <strong>Nachahmungstrieb</strong> nachgehen.</span></p>
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<h3>Die 6 Beikostreifezeichen</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die sogenannten <strong>Beikostreifezeichen</strong> geben dir Aufschluss darüber, ob dein Baby motorisch und kognitiv schon dazu in der Lage ist, Essen <strong>gefahrlos</strong> aufzunehmen.</span></p>
<p>Welche <strong>Voraussetzungen</strong> muss dein Baby erfüllen, damit ihr mit breifrei starten könnt?</p>
<ol>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dein Baby ist in der Lage seinen <strong>Kopf</strong> selbst aufrecht zu halten</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Es kann aufrecht <strong>sitzen</strong>, auch wenn dies mit einer kleinen Stütze geschieht, es beispielsweise bei dir auf dem Schoß sitzt und dadurch im Rücken etwas gehalten wird.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dein Baby zeigt <strong>Interesse</strong> am Essenstisch, wenn du etwas isst.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dein Baby kann selbstständig nach Essen <strong>greifen</strong> und dieses zum Mund <strong>führen</strong>.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Es macht <strong>Kaubewegungen</strong>.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Der <strong>Zungenstreckreflex</strong> ist verloren oder zumindest abgeschwächt. Dass heißt es schiebt das Essen nicht mehr aus seinem Mund heraus, sondern schluckt es herunter.</span></li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Obst- und Gemüsestücke sollten gut in Babys Hand passen, also gut <strong>greifbar</strong> sein. Eine halbierte Banane, ein großes Stück geviertelte und gegarte Kartoffel oder ein Stück weiches Brot kann dein Baby gut in der Hand halten, ohne dass es ihm aus den Fingern rutscht. Versuche nicht zu viele Nahrungsmittel auf einmal anzubieten, damit ihr bei <strong>allergischen</strong> Reaktionen noch nachvollziehen könnt, von welchem Nahrungsmittel sie stammt.</span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13774" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/selbstbestimmt-essen-breifrei.jpg" alt="selbstbestimmt essen breifrei" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/selbstbestimmt-essen-breifrei.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/selbstbestimmt-essen-breifrei-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/selbstbestimmt-essen-breifrei-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>

<h3>Der Start mit breifrei</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Suche dir einen Tag aus, wo dein Baby guter <strong>Laune</strong>, wach und <strong>satt</strong> ist! Satt? Ja, denn breifrei heißt nicht, dass von nun an die Still- oder Fläschchenmahlzeiten wegfallen, sondern <strong>breifrei</strong> findet ergänzend zu den Milchmahlzeiten statt. Das heißt also, dass du dein Baby erstmal <strong>stillst</strong> oder ihm das Fläschchen gibst und ihm dann erst Nahrungsmittel anbietest. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Achte auch darauf, dass du selber nicht unter Stress stehst und ihr keinen baldigen Termin habt. Gib deinem Baby die Zeit zum Erforschen, ganz ohne <strong>Druck</strong>. Setz dich dazu und genieße auch etwas vom Essen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Biete deinem Kind erstmal nur ein bis zwei verschiedene Lebensmittel an. Gemüse aus dem Ofen solltest du vorher mit Pflanzenöl beschichten, denn in diesen <strong>Ölen</strong> sind lebensnotwendige Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren enthalten. Die sogenannten mehrfach ungesättigten <strong>Fettsäuren</strong> helfen dem Körper Vitamine besser aufzunehmen, sind gut für Herz und Kreislauf und spielen eine wichtige Rolle beim <strong>Fettstoffwechsel</strong>.</span></p>
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<h3>Was kannst du deinem Baby anbieten?</h3>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;"><strong>ofengegartes</strong> Gemüse, wie Kartoffeln, Kürbis, Süßkartoffel oder Karotte</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;"><strong>gedämpftes</strong> Gemüse, wie Brokkoli</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;"><strong>Obst</strong>, wie Banane, große Erdbeeren, handgroße Apfel- oder Birnenstücke, Mango</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Brot, Brötchen oder <strong>Reiswaffeln</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">große <strong>Käsestücke</strong>, wie Gouda, Emmentaler oder Cheddar</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">große gekochte <strong>Nudeln</strong>, wie Cannelloni</span></li>
</ul>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13773 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/breifrei-alle-informationen.jpg" alt="breifrei alle informationen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/breifrei-alle-informationen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/breifrei-alle-informationen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/breifrei-alle-informationen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></h4>
<p><span style="font-weight: 400;">Kleinere Nahrungsmittel, wie etwa Erbsen, <strong>Nüsse</strong> oder Heidelbeeren kann dein Baby am Besten essen, wenn es schon einige Zeit mit breifrei vertraut ist und den <strong>Pinzettengriff</strong> beherrscht!</span></p>
<h3>Was tun, wenn sich dein Baby verschluckt hat?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass Kinder sich <strong>verschlucken</strong>, kommt sowohl bei breifrei-Babys als auch bei der Breifütterung durch die Eltern vor. Schau dir im Video an, wie du <strong>erste Hilfe</strong> bei Verschlucken leisten kannst.</span></p>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/w0ClZmd-LEw" title="Erste Hilfe bei Kleinkindern und Säuglingen: Ersticken" width="770" height="433" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/w0ClZmd-LEw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich für meinen Teil fand breifrei für meine zwei Jungs toll und würde es immer wieder so machen.</p>
<p>Was denkst du zum Thema? Hast du auch schon überlegt dein Baby breifrei aufwachsen zu lassen oder stehen dir irgendwelche <strong>Bedenken</strong> im Weg? Teile mit mir doch gerne deine Gedanken dazu in den Kommentaren!</p>
<p>Falls du auf der Suche nach breifrei <strong>Rezepten</strong> bist, dann ist dieses Buch wahrscheinlich etwas für dich!</p>
<p><i class="fa fa-heart" style="font-size: 16px;"></i>Meine Empfehlung für dich</p>
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<p>
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            Beikost statt Breikost - Baby Led Weaning: Breifrei für Babys mit 155 BLW Rezepten für eine gesunde Fingerfood Baby Nahrung. Wie Du mit dem breifrei Kochbuch für das Wohl deines Babys sorgen kannst*        </a>
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		<title>DIY &#8211; Waschmittel selber herstellen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 08:22:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
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		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Drogerien, Supermärkten und auch Online, überall gibt es Waschmittel zu kaufen! Doch wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden und stellen unser Waschmittel lieber selber zuhause her. Umweltschonend, hautverträglich und mit wenig Aufwand! Warum das Ganze? Das verrate ich dir im Beitrag. DIY &#8211; Waschmittel selber herstellen Jahrelang benutzte ich gekauftes Waschmittel ohne darüber ... <a title="DIY &#8211; Waschmittel selber herstellen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/diy-waschmittel-selber-herstellen/" aria-label="Mehr zu DIY &#8211; Waschmittel selber herstellen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">In Drogerien, Supermärkten und auch Online, überall gibt es Waschmittel zu kaufen! Doch wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden und stellen unser <strong>Waschmittel</strong> lieber selber zuhause her. Umweltschonend, <strong>hautverträglich</strong> und mit wenig Aufwand! Warum das Ganze? Das verrate ich dir im Beitrag.</span></p>
<p><span id="more-13683"></span><div id='c2161_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>DIY &#8211; Waschmittel selber herstellen</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Jahrelang benutzte ich gekauftes Waschmittel ohne darüber nachzudenken, dass diese <strong>umweltschädlich</strong> sowie hautunverträglich sind. Erst als unser erster Sohn vor 7 Jahren in meinem Bauch heranwuchs und wir uns für den Gebrauch von Stoffwindeln entschieden, kamen wir zum Thema “Waschmittel selber herstellen”, denn <strong>Stoffwindeln</strong> vertragen herkömmliches Waschmittel nicht so gut und ich wollte zusätzlich auch den Popo meines Neugeborenen <strong>schützen</strong>. Auch auf Weichspüler haben wir seither verzichtet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ja, auch für Stoffwindeln gibt es extra sensitives Waschmittel zu kaufen. Doch wir wollten ja <strong>Geld sparen</strong>, indem wir keine Wegwerfwindeln benutzten und das wollten wir nicht wieder in Waschmittel investieren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Waschmittel</strong> selber herzustellen geht super <strong>schnell</strong> und ist zudem auch noch extrem <strong>günstig</strong>. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/02/diy-waschmittel-herstellen.jpg" alt="DIY Waschmittel herstellen" width="534" height="801" /></p>

<h3><span style="font-weight: 400;">Was du für die Herstellung des Flüssigwaschmittels brauchst.</span></h3>
<p>Für 2 Liter Flüssigwaschmittel benötigst du:</p>
<p><strong>Zutaten wie:</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">30 g Kernseife </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">40 g Waschsoda</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">evtl. etwas ätherisches Öl</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2 Liter Wasser</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Utensilien wie:</strong></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">eine Reibe</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">einen Trichter</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">einen Wasserkocher oder Topf</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">eine große Schüssel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2 &#8211; 3 große Glasflaschen oder ähnliches</span></p>
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<h3><span style="font-weight: 400;">Und so wird&#8217;s gemacht:</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">2 Liter <strong>Wasser</strong> im Wasserkocher oder im Topf erhitzen. Die <strong>Kernseife</strong> mit einer Reibe fein raspeln. Wir benutzen gerne die </span><a href="https://www.amazon.de/DALLI-PFLEGE-KERNSEIFE-Hergestellt-altbew%C3%A4hrtem/dp/B07M9LRQ5T?th=1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=5af72dcaeff0e70530e9c5c6b5f4c0f6&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Kernseife von Dalli</span></a><span style="font-weight: 400;">*. Wenn keine Reibe zur Hand ist, dann einfach mit einem scharfen Messer in sehr kleine Stücke schneiden. Die geriebene Kernseife und die </span><a href="https://www.amazon.de/HEITMANN-pure-Reine-Soda-Vielzweck-Reiniger/dp/B083M312Q5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=waschsoda+heitmann&amp;qid=1613311419&amp;sr=8-6&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=697804d9a2799931161d381e6b1d786e&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Waschsoda</span></a><span style="font-weight: 400;">* in eine große <strong>Schüssel</strong> geben. Dort hinein kommt das kochend sprudelnde Wasser. Nun solange mit einem Schneebesen verrühren, bis sich vor allem die Kernseife richtig aufgelöst hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Ganze wird nun eine Stunde <strong>stehengelassen</strong>. Danach noch einmal kräftig mit dem Schneebesen <strong>durchrühren</strong>. Sollte die Konsistenz zu fest sein, dann kannst du noch einmal etwas heißes Wasser hinzugeben, umrühren und nach dem Erkalten prüfen, ob es nun dünnflüssig genug ist. Wenn die <strong>Konsistenz</strong> zufriedenstellend ist können nun bei Bedarf ein paar Tropfen </span><a href="https://www.amazon.de/Primavera-Bio-Geschenkset-Zitrusd%C3%BCfte-17ml/dp/B00F43W2I6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=U9ZZVX5YBDGZ&amp;dchild=1&amp;keywords=primavera+%C3%A4therische+%C3%B6le&amp;qid=1613311538&amp;sprefix=primaver%2Caps%2C184&amp;sr=8-5&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=1f2375ce127c48ffb6ff2b1c21fbf077&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">ätherisches Öl</span></a><span style="font-weight: 400;">* hinzugefügt werden. Nun das fertige Waschmittel mit Hilfe eines </span><a href="https://www.amazon.de/Br%C3%BCder-Mannesmann-Trichtersatz-Plastik-455-4/dp/B0055KM0YE?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=Trichter&amp;qid=1613311303&amp;sr=8-5&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=20eefefad29e302d71f2ed757aad6cfb&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Trichters</span></a><span style="font-weight: 400;">* in die </span><a href="https://www.amazon.de/Viva-Haushaltswaren-Glasflasche-B%C3%BCgelverschluss-Milchflasche/dp/B00BBASPKA?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=OOC16FXEHUZN&amp;dchild=1&amp;keywords=wasserflaschen+zum+bef%C3%BCllen&amp;qid=1613311667&amp;sprefix=Wasserflaschen+zum+%2Caps%2C177&amp;sr=8-9&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=da4f86ac029d2e7f434fe4bbf57366cb&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Wasserflaschen</span></a><span style="font-weight: 400;">* füllen und <strong>verschließen</strong>. Bitte nach oben hin etwas Platz lassen, denn sollte das Waschmittel vor dem Gebrauch zu fest geworden sein, dann kann die Flasche nochmal ordentlich durchgeschüttelt werden.</span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Wie gesagt, wir stellen unser eigenes Waschmittel nun schon seit knapp 7 Jahren so her und ich würde es nie wieder anders machen. Wir benutzen dieses Waschmittel nicht nur für die <strong>Stoffwindeln</strong>, sondern auch für die gesamte <strong>andere Wäsche</strong>, die im Familienleben so anfällt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Probiert es einfach aus. Inspiriert zum Flüssigwaschmittel wurde ich von </span><a href="http://www.smartikular.net"><span style="font-weight: 400;">smarticular.net</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<div id='c7758_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p><span style="font-weight: 400;">P. S. Wir stellen auch unser eigenes <strong>Deo</strong> und unsere eigene <strong>Sonnencreme</strong> her, weil wir auch hier auf den Zusatz gewisser Stoffe <strong>verzichten</strong> wollten. Auch das geht relativ <strong>schnell</strong> und preisgünstig herzustellen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was stellst du zuhause selber her? Und was waren deine Beweggründe dafür?</span></p>

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		<title>9 Spiele &#8211; Konflikte lösen und Bindung stärken</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/9-spiele-konflikte-loesen-und-bindung-staerken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2021 19:32:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindungsspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[spielen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kooperationsverweigerung, Geschwisterkonflikte, Trockenwerden, Lügen, Ängste, Aggressionen und Kraftausdrücke. All das kennen mehr oder weniger alle Eltern. Fragst auch du dich, wie du auf eine spielerische, liebevolle und humorvolle Art und Weise diese und andere Konflikte lösen kannst? Dann lies im Beitrag, wie dir Bindungsspiele dabei behilflich sein können, damit auch bei euch wieder mehr Harmonie ... <a title="9 Spiele &#8211; Konflikte lösen und Bindung stärken" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/9-spiele-konflikte-loesen-und-bindung-staerken/" aria-label="Mehr zu 9 Spiele &#8211; Konflikte lösen und Bindung stärken">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400">Kooperationsverweigerung, Geschwisterkonflikte, Trockenwerden, Lügen, Ängste, </span><a href="https://www.milchtropfen.de/hauen-beissen-kratzen-10-gruende-fuer-aggressionen-bei-kindern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400">Aggressionen</span></a><span style="font-weight: 400"> und Kraftausdrücke. All das kennen mehr oder weniger alle Eltern. Fragst auch du dich, wie du auf eine spielerische, liebevolle und humorvolle Art und Weise diese und andere <strong>Konflikte</strong> lösen kannst? Dann lies im Beitrag, wie dir <strong>Bindungsspiele</strong> dabei behilflich sein können, damit auch bei euch wieder mehr Harmonie ins Familienleben einkehren darf. </span></p>
<p><span id="more-13560"></span><div id='c6874_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>

<h2><span style="font-weight: 400">Bindungsspiele &#8211; Konflikte spielerisch lösen</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400">Elternschaft muss nicht immer nervig, <strong>anstrengend</strong> und energieraubend sein. Nein, ganz im Gegenteil, sie kann mitunter die schönste Zeit in unserem Leben sein, mit <strong>Lachen</strong>, toben und in tiefer (Ver-)Bindung mit unseren Kindern. Und dies ermöglichen unter anderem Bindungsspiele. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Sie helfen <strong>Stress</strong> abzubauen, Verhaltensprobleme zu minimieren, die Bindung zum Kind zu stärken und dadurch die <strong>Kooperationsbereitschaft</strong> zu erhöhen </span><span style="font-weight: 400">– für ein harmonisches Miteinander</span><span style="font-weight: 400">. Und das Gute daran ist, du kannst sie immer und überall mit deinem Kind, im Alter von 0 bis 12 Jahren spielen. Du brauchst dafür nur ein paar Utensilien, die meist schon vorhanden sind sowie eine emotional sichere Umgebung für dein Kind. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-9-spiele-konflikte-loesen-bindung-staerken.jpg" alt="Bindungsspiele 9 Spiel Konflikte lösen Bindung stärken" width="381" height="801" /></p>
<h2>Herkunft der Bindungsspiele</h2>
<p><span style="font-weight: 400">Die im Beitrag vorgestellten Bindungsspiele gehen zurück auf die schweizerisch-amerikanische Entwicklungspsychologin <strong>Aletha Solter</strong>. In ihrem Buch “Spielen schafft Nähe &#8211; Nähe löst Konflikte” stellt sie ausführlich alle Bindungsspiele vor, die sie in den letzten 25 Jahren entwickelt hat und stützt sich dabei auf die <strong>Bindungsforschung</strong> des Psychoanalytikers John Bowlby. Er prägte den Begriff “Bindung” </span><span style="font-weight: 400">–</span><span style="font-weight: 400"> die soziale und feinfühlige Interaktion zwischen Eltern und ihrem Kind von Geburt an. Was <strong>Bindung</strong> ist und wie du sie stärken kannst, habe ich im Beitrag <a href="https://www.kleinermensch.net/was-ist-bindung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Was ist Bindung&#8220;</a> beschrieben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Ist diese einfühlsame und positive Beziehung nicht gegeben, kann es zu einer Bandbreite an <strong>Verhaltenaufälligkeiten</strong> und emotionalen Problemen führen. Bindungsspiele ermöglichen deinem Kind durch Lachen Stress abzubauen, der durch Trennung, Krankheiten, <strong>Ängste</strong> oder andere Ereignisse entstanden ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Vorteilhaft wäre es, wenn du es schaffst, jeden Tag <strong>30 Minuten</strong> mit deinem Kind in ungeteilter Aufmerksamkeit zu spielen. Aber auch ein bis zwei <strong>Spielsitzungen</strong> in der Woche sind ausreichend, um die Bindung zu stärken und Konflikte zu lösen. </span></p>

<h2>Meine persönliche Erfahrung damit</h2>
<p><span style="font-weight: 400">Auch ich konnte bereits die positiven <strong>Auswirkungen</strong> von Bindungsspielen mit meinem älteren Sohn wahrnehmen. Nach der Geburt seines Bruders war er <strong>aggressiv</strong> und wütend, verständlich, ist so eine Entthronung immer mit viel Stress und unangenehmen Gefühlen verbunden. Besonders gut haben uns die Machtumkehrspiele geholfen, aber auch <strong>Regressionsspiele</strong> sind bei der Entthronung durch ein Geschwisterkind sehr hilfreich. Probiert es einfach aus und macht eure eigenen Erfahrungen damit. Ihr werdet überrascht sein!</span></p>
<h2>Die 9 Formen der Bindungsspiele<span style="font-weight: 400"> </span></h2>
<h3>1. Nicht-direktive, kindzentrierte Spiele</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Bei den nicht-direktiven, kindzentrierten Spielen geht es darum, sich so wenig wie möglich in das Spiel des Kindes <strong>einzumischen</strong> und dem Kind die Führung zu überlassen. Du stellst Utensilien, wie Handpuppen, Figuren, Bauklötze, Plüschtiere zur Verfügung und beobachtest einfach nur, was es damit spielt, ohne zu bewerten. Du spielst nur mit, wenn du direkt dazu <strong>aufgefordert</strong> wirst.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Diese Spiele sind hilfreich beim <strong>Sauberkeitstraining</strong>, bei Aufarbeitung traumatischer Ereignisse, wie Naturkatastrophen oder <strong>Gewalt-erfahrungen</strong>, bei der Entthronung durch ein Geschwisterkind, bei <strong>Aggressionen</strong>, Geschwisterrivalitäten und zur allgemeinen Bindungsstärkung.</span></p>
<p><span style="color: #ff6600"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13579 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/Bindungsspiele Baby-auf-Töpfchen.jpg" alt="Bindungsspiele Baby auf Töpfchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/Bindungsspiele%20Baby-auf-Töpfchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/Bindungsspiele%20Baby-auf-Töpfchen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/Bindungsspiele%20Baby-auf-Töpfchen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Sie helfen, dass sich dein Kind gewertschätzt, <strong>sicher</strong> und geliebt fühlt und die Bindung nach einem stress- oder trennungsbedingten Ereignis wieder hergestellt werden kann. Weiterhin tragen sie dazu bei, dass dein Kind nach autoritären <strong>Erziehungsmaßnahmen</strong> oder häuslicher Gewalt wieder in ein Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit zurückfinden kann. Sollte dir das Spielen im Allgemeinen schwer fallen, dann stelle dir einen <strong>Wecker</strong> und versuche das Spiel nach Ablaufen dieser Zeit vorsichtig ausschleichen zu lassen.</span></p>
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<h3>2. Symbolspiele mit problembezogenen Requisiten oder Themen</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Anders als bei den nicht-direktiven, kindzentrierten Spielen übernimmst du hier mehr die <strong>Führung</strong> und bringst Spielthemen ein, die dein Kind belasten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Symbolspiele haben sich auch bei Ängsten vor Hunden bewährt. Hier kannst du deinem Kind helfen, indem du selbst einen Hund spielst, bellst und es so zum Lachen bringst. Oder dein Kind spielt den Hund oder nimmt einen Plüschhund und du tust so als hättest du Angst davor und rennst weg. Du siehst es gibt mehrere Möglichkeiten <strong>Ängste</strong> abzubauen und Gelächter hervorzurufen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Symbolspiele helfen durch Lachen, den Stress abzubauen, der sich durch ein traumatisches Ereignis aufgebaut hat. Mit Hilfe von problembezogenen Requisiten hast du die Möglichkeit, deinem Kind über diese <strong>traumatische Erfahrung</strong> hinweg zu helfen. Das führt dazu, dass sich dein Kind beim nächsten Auftreten der traumatischen Situation nicht mehr so <strong>panisch</strong> verhält. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Mit Symbolspielen kannst du das Verhalten deines Kindes <strong>positiv</strong> beeinflussen. Bewährt haben sie sich bei Töpfchentraining, <strong>Geschwisterrivalitäten</strong>, Mogeln und Lügen sowie bei mangelnder <strong>Kooperationsbereitschaft</strong> oder bestimmten Ängsten (vor Hunden, Ärzten, Kindergarten).</span></p>
<h3>3. Kontingenzspiele</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Kontingenzspiele zeichnen sich durch ein <strong>absehbares</strong>, zuverlässig wiederholendes Verhalten des Erwachsenen gegenüber dem des Kind aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Hierzu zählt beispielsweise der <strong>Huckepackritt</strong>, wo du dein Kind auf den Rücken nimmst und es nur durch <strong>antippen</strong> der rechten oder linken Schulter anzeigt, in welche Richtung du nun gehen sollst.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13587 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-huckepack-spiel.jpg" alt="Bindungsspiele Huckepack Spiel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-huckepack-spiel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-huckepack-spiel-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-huckepack-spiel-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Dadurch förderst du das Vertrauen deines Kindes und gibst ihm ein starkes <strong>Machtgefühl</strong>, welches Sicherheit und Vorhersehbarkeit schenkt. Das dadurch entstehende <strong>Lachen</strong> hilft, innere Anspannungen durch ein Gefühl von Machtlosigkeit in früher erlebten Erfahrungen zu mindern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Kontingenzspiele helfen bei mangelnder Kooperationsbereitschaft, bei <strong>Verhaltensproblemen</strong> aufgrund der Scheidung der Eltern und bei der Förderung der Heilung durch <strong>Naturkatastrophen</strong> oder andere traumatische Ereignisse. </span></p>
<h3>4. Nonsensspiele</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Quatsch machen? Au ja! Eines meiner Lieblingsbindungsspiele ist das Nonsensspiel, denn dabei geht es darum, ein bewusst <strong>absonderlich</strong>, lächerliches Verhalten an den Tag zu legen. Und wenn wir genau darauf achten, dann stellen wir fest, dass unsere Kinder oft Nonsensspiele anregen, wenn sie sich beispielsweise die Hose anstatt über die Füße über den Kopf ziehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Diese Spiele eignen sich besonders gut, wenn wir unserem Kind sofortige <strong>Grenzen</strong> setzen müssen und zum Beispiel nach dem “Aus”-Knopf des Kindes suchen und ihn aber natürlich nicht finden oder er defekt ist. </span></p>
<div class="melanie-infobox"><strong>Infobox</strong> Zu diesen Grenzen gehören Situationen, die für die Gesundheit und Sicherheit deines Kindes oder anderer Personen von hoher Bedeutung oder auch für die Umwelt schädlich sind.</div>
<p><span style="font-weight: 400">Weiterhin haben sie sich bei der Sauberkeitserziehung, beim Gebrauch von <strong>Schimpfwörtern</strong>, bei aggressivem Verhalten, bei Geschwisterkonflikten, Anziehproblemen, beim <strong>Lügen</strong> und Mogeln, bei bestimmten Ängsten und zur Erleichterung der <strong>Hausaufgaben</strong> bewährt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Das daraus resultierende Lachen lockert innere <strong>Anspannung</strong> und erlaubt unseren Kindern aufgestaute Wut oder Frustration ihren Raum zu geben.</span></p>

<h3>5. Trennungsspiele</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Zu den bekannten Trennungsspielen gehört wohl das <strong>Guck-guck-Spiel</strong>, welches auch schon von Säuglingen gespielt wird und das Verstecke-Spiel bei den etwas größeren Kindern. Wer kennt sie nicht? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Beide Spiele schaffen eine kurze visuelle oder räumliche <strong>Distanz</strong> zwischen dem Kind und dir und sorgt für Gelächter, bei der körperlichen oder visuellen Wiedervereinigung, was beim <strong>Abbau</strong> innerer Anspannungen hilft, die durch Trennung entstanden ist. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13588 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-guck-guck-spiel.jpg" alt="Bindungsspiele Guckguck Spiel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-guck-guck-spiel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-guck-guck-spiel-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-guck-guck-spiel-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Auch das <strong>Fangespiel</strong>, welches du mit dem Verstecke-Spiel kombinieren kannst, gehört zu den <strong>Trennungsspielen</strong>. Alle drei Spiele helfen deinem Kind mit den alltäglichen Trennungsereignissen durch <strong>Krippe</strong>, Kita und Schule umzugehen, sowie bei der Überwindung früher erlebter Trennungs- und Verlustsituationen. Dazu gehören auch <strong>Geburtstrauma</strong>, wenn das Neugeborene gleich nach der Geburt nicht zur Mutter kann, sowie die <strong>Scheidung</strong> der Eltern. Weiterhin können sie auch Ängste abbauen, die auf imaginären Trennungs- oder Verlustsituationen beruhen, wenn das Kind beispielsweise etwas von einer Entführung gehört hat.</span></p>
<h3>6. Machtumkehrspiele</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Machtumkehrspiele schließen Tätigkeiten ein, in denen du dich als Elternteil spielerisch <strong>schwach</strong>, ängstlich, dusselig, tollpatschig, <strong>ängstlich</strong> oder wütend gibst. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Wichtig dabei ist es, dass du deine Rolle sehr <strong>authentisch</strong> spielst und dich bei einer wilden Kissenschlacht ganz <strong>theatralisch</strong> zu Boden fallen lässt oder ängstlich vor einem Spieldinosaurier in der Hand deines Kindes wegrennst. Wie auch bei den Kontingenzspielen helfen Machtumkehrspiele dabei, ein Gefühl von Hilf- oder <strong>Machtlosigkeit</strong> abzumildern, indem dein Kind die “Oberhand” bekommt und sich <strong>stärker</strong>, klüger oder mutiger fühlt als du. Machtumkehrspiele haben sich bei einer zu <strong>strengen Erziehung</strong> oder auch bei Misshandlungen bewährt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Das Lachen dient auch hier wieder zum Abbau von angestauter <strong>Frustration</strong> und Wut. Und auch hier dürfen wir wieder darauf achten, wann unser Kind von sich aus ein Machtumkehrspiel anstößt.</span></p>
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<h3>7. Regressionsspiele</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Als Regressionsverhalten verstehen wir das </span><span style="font-weight: 400"><strong>Zurückfallen</strong> auf frühere Stufen der geistigen <strong>Entwicklung</strong>. Dein Kind fällt in ein babyhaftes Verhalten zurück und möchte betuddelt und umsorgt werden. Dem dürfen wir mit ruhigem Gewissen nachgehen, denn unser Kind wird sich nicht immer wie ein Baby verhalten. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13591 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-regressionsspiel.jpg" alt="Bindungsspiele Regressionsspiel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-regressionsspiel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-regressionsspiel-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-regressionsspiel-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Es ermöglicht unserem Kind, erste Schritte in die <strong>Unabhängigkeit</strong> zu gehen, wenn es soweit ist und kann sich mit Hilfe unserer Feinfühligkeit geliebt und geborgen fühlen. Bei diesen Spielen muss dein Kind nicht unbedingt lachen, es erfährt auch so Heilung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Regressionsspiele dienen dem Kind, Ereignisse, wie die Geburt eines <strong>Geschwisterchens</strong>, Misshandlung, Vernachlässigung oder <strong>Trennungen</strong> zu verarbeiten. </span></p>

<h3>8. Aktivitäten mit Körperkontakt</h3>
<p><span style="font-weight: 400"><strong>Berührungen</strong> tun uns allen gut, denn sie sind unabdingbar für eine optimale physische und <strong>emotionale</strong> Entwicklung. Das spüren auch unsere Kinder und inszenieren nicht selten Spiele, bei denen Körperkontakt im Vordergrund steht, wie Toben, Raufen oder <strong>Klatschspiele</strong>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Eines unserer Spiele mit Körperkontakt läuft folgendermaßen ab: meine zwei Jungs stehen auf unserem großen Familienbett hinten an der Wand, ich stehe am anderen Ende des Bettes unten auf den Fußboden. Dann rennen sie auch mich zu und ich fange sie auf, manchmal <strong>tanze</strong> ich noch kurz mit ihnen auf dem Arm und dann werfe ich sie zurück auf das Bett. Das <strong>genießen</strong> sie sehr.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Auch gehören alle möglichen Kreis- und Klatschspiele, Huckepack oder  der Knieritt dazu.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13582 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-kooperatio.jpg" alt="Bindungsspiele - Kooperation" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-kooperatio.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-kooperatio-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2021/01/bindungsspiele-kooperatio-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Diese Spiele helfen den Kindern ein Gefühl der <strong>Wertschätzung</strong>, Sicherheit und Zugehörigkeit zu bekommen. Weiterhin stärkt es ihr eigenes <strong>Körpergefühl</strong>, weil sie spüren, dass wir gerne mit ihnen kuscheln. Berührungen sind bei uns von Geburt bis zum Tod ein essentielles Bedürfnis. Auch suchen Kinder körperliche <strong>Zuwendung</strong>, wenn sie müde, verängstigt, frustriert oder verletzt sind. </span></p>
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<h3>9. Kooperative Spiele und Aktivitäten</h3>
<p><span style="font-weight: 400">Diese nicht wettbewerbsorientierten Spiele stärken den <strong>Zusammenhalt</strong>, auch und vor allem unter Geschwistern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Wie ich oben bereits erwähnt hatte, ging es unserem großen Sohn nach der Geburt seines Bruders nicht so gut. Jetzt wo der “Kleine” schon größer ist haben sie ein eigenes kooperatives Spiel entdeckt, welches ihre <strong>Teambildung</strong> stärkt. Und das geht so:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Ich liege auf dem Bett und einer der beiden Jungs versucht mich vom Bett zu schieben (Machtumkehrspiel). Er schafft es aber nicht und bittet seinen Bruder ihm zu helfen und schwuppdiwupp lieg ich auf dem Fußboden 😉</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Auch kompetitive (<strong>wettbewerbsorientierte</strong>) Spiele lassen sich zu kooperativen Spielen abwandeln, sodass es keine <strong>Verlierer</strong> gibt, denn alle haben die Aufgabe ein gemeinsames Ziel zusammen zu erreichen. So könnte man beispielsweise beim Sackhüpfen zwei Säcke aneinander binden und die Aufgabe besteht nun darin gemeinsam ins Ziel zu hüpfen und sich gegenseitig <strong>anzufeuern</strong> und zu helfen, wenn der eine umgekippt ist. Zu den kooperativen Aktivitäten könnte man auch das <strong>Backen</strong> und Kochen hinzuzählen. Das Ziel ist es, etwas köstliches am Ende auf dem Teller zu haben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Diese Spiele lässt in deinem Kind ein Gefühl von <strong>Verbundenheit</strong> und Wertschätzung aufkommen und sie sind besonders dann zu empfehlen, wenn dein Kind <strong>mogelt</strong>, wenig Kooperationsbereitschaft oder auffälliges Verhalten aufgrund von Scheidung oder <strong>Geschwisterkonflikten</strong> zeigt. </span></p>
<h2><b>Was du möglichst vermeiden solltest</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400">Achte darauf:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">dass sich dein Kind von dir nicht <strong>ausgelacht</strong> oder gehänselt fühlt</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">dass sich dein Kind wohl fühlt. Wenn es <strong>weint</strong>, dann beende das Spiel und nimm es in den Arm, damit es seinen Tränen freien Lauf lassen kann, danach wird es ihm besser gehen</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">dein Kind nicht <strong>auszukitzeln</strong>, denn dann bekommt es das Gefühl der Machtlosigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">bei schwerwiegenden traumatischen Erfahrungen deines Kindes <strong>professionelle Hilfe</strong> in Anspruch zu nehmen</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">flexibel und offen zu bleiben</span></li>
<li style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">dein Kind während des Spiels weder zu belehren oder zu korrigieren</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400">Welche Bindungsspiele spielst du am Liebsten mit deinem Kind? Erzähle mir gern davon in den Kommentaren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Zum Vertiefen des Themas und für noch mehr Infos, <strong>Inspirationen</strong> und Beispiele, möchte ich dir das Buch von Aletha Solter mit vielen weiteren <strong>Praxisbeispielen</strong> wärmstens ans Herz legen.</span></p>
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		<title>Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 17:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Paare sich dazu entscheiden, ein gemeinsames Kind zu bekommen, schweben sie womöglich auf Wolke 7 und haben wenig Vorstellungen, wie das Elternsein so ist, es sei denn, sie haben schon Kinder aus anderen Beziehungen, dann wissen sie in etwa, was auf sie zukommt. Mama und Papa zu werden, ist etwas Großartiges und Überwältigendes ohne ... <a title="Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/krise-ueberwinden-das-erste-jahr-mit-kind/" aria-label="Mehr zu Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wenn Paare sich dazu entscheiden, ein gemeinsames Kind zu bekommen, schweben sie womöglich auf Wolke 7 und haben wenig Vorstellungen, wie das <strong>Elternsein</strong> so ist, es sei denn, sie haben schon Kinder aus anderen Beziehungen, dann wissen sie in etwa, was auf sie zukommt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mama und Papa zu werden, ist etwas Großartiges und <strong>Überwältigendes</strong> ohne Frage, doch sollten sich Pärchen über gewisse Dinge schon vor der Geburt des kleinen Menschen klar sein und zusammen über Erwartungen, Ängste und <strong>Herausforderungen</strong> sprechen, damit später in der <strong>Neugeborenenzeit</strong> nicht das “böse” <strong>Erwachen</strong> kommt. </span></p>
<p><span id="more-13199"></span><div id='c4323_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>

<h2>Krise überwinden &#8211; Als Paar durch die Neugeborenenzeit</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Paar alleine lebt man so in den Tag hinein, das ändert sich schlagartig, wenn das Baby dann da ist. Plötzlich dreht sich alles um dieses kleine Wunder auf Erden. Alles muss sich <strong>neu sortieren</strong>. Jeder seine Rolle neu finden. Pärchenzeit ist rar und es liegt nun in der Hand des Paares, Lücken für liebevolle Zeiten zu finden, um sich gegenseitige <strong>Aufmerksamkeit </strong>und Wertschätzung zu schenken. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-im-erste-jahr-ueberwinden.jpg" alt="Krise-im-erste-Jahr-überwinden" width="381" height="801" /></p>
<h2>Meine Geschichte</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich beschloss Mama zu werden, malte ich mir alles rosig aus, aber hatte nicht wirklich den geringsten Schimmer, wie es dann in der <strong>Realität</strong> aussehen könnte. Ich dachte an süße kleine Babyfüße, an das erste Lächeln meines Babys und an eine erste tolle Kennenlern- und <strong>Kuschelzeit</strong>. Dann kam alles anders, darauf komme ich gleich zurück. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer heutigen Zeit, wo viele Familien nicht mehr unter einem Dach leben, sehen wir eher selten andere Mamas und wie sie mit ihren Babys umgehen. Uns fehlt einfach die <strong>Erfahrung</strong>, Vorbilder und auch die Unterstützung des Mehrgenerationenhaushalts. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber nun zurück zu mir. </span></p>

<h2><strong>Die Geburt</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Geburt meines ersten Sohnes wollte ich nicht in einem Krankenhaus stattfinden lassen. Ich fühlte mich dort zu <strong>fremdbestimmt</strong> und nicht wohl, hatte ich schon viele negative Berichte dazu gehört und gelesen. Also suchte ich mir ein Geburtshaus, wo ich mich wohl fühlte und mir die Hebammen auch <strong>sympathisch</strong> waren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Tag der Geburt musste ich aber leider Gottes <strong>gewaltvolle</strong> und unangekündigte Interventionen erfahren, sodass ich erst einmal, ja ich würde sagen,<strong> traumatisiert</strong> war. Ich brauchte einige Wochen, um das Ganze zu verdauen. Warum ich euch das erzähle? Weil es nicht egal ist, wie wir <strong>gebären</strong>, ganz zu schweigen davon, wie wir selber geboren werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wollte die erste Kuschelzeit eigentlich genießen, konnte es aber nicht wirklich, weil ich psychisch gar nicht anwesend war, und die <strong>Hormone</strong> trugen noch zusätzlich ihren Teil dazu bei. Erst nach 2-3 Wochen kam ich wieder zu mir und konnte mich besser auf mein frisch geborenes <strong>Baby</strong> einlassen. Ich hatte einiges aufzuholen und wünsche jeder Frau eine <strong>gewaltfreie</strong> und selbstbestimmte Geburt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frauen, die unter der Geburt Gewalt erleben, brauchen umso mehr die <strong>Unterstützung</strong> und das Verständnis des Partners. Die bekam ich auf jeden Fall auch. Es geht mir darum, dass man sich vorher im Klaren ist, wo man <strong>gebären</strong> möchte und was man auf keinen Fall möchte. Es ist wichtig, dass der Partner dann da ist, um die Frau aufzufangen und ihr den nötigen Halt zu geben, <strong>psychisch</strong> wie emotional. Denn das kann die Beziehung zueinander auf jeden Fall auf die Probe stellen, sollte der Mann nicht für die Frau da sein und sie sich alleine und verlassen mit ihren Gedanken und <strong>Verletzungen</strong> fühlen. </span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13238 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Krise überwinden-das-1.-jahr.jpg" alt="Das_erste_Jahr" width="680" height="430" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span><span style="font-weight: 400;"> </span></span></p>
<p><b>Such dir eine Geburtsstätte aus, wo du ein gutes Gefühl hast. Wo du dich sicher und gut aufgehoben fühlst. Du kannst das leicht daran erkennen, wenn du dir ein Krankenhaus oder Geburtshaus genau anschaust. Wie geht das Personal miteinander um? Gibt es Stress und Hektik, sodass du annehmen musst, unter der Geburt nicht gut versorgt zu werden? Habe bei der Geburt deinen Partner oder eine andere vertraute Person dabei, die für dich das Wort &#8211; in der wohl sensibelsten Phase deines Lebens &#8211; erheben kann. Schreibe einen Geburtsplan, in dem steht, was du möchtest und was du auf keinen Fall möchtest. Sei selbstbestimmt, vertraue auf dich und auf deinen Körper. </b></p>
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<h2><strong>Der Umgang mit dem Kind</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die heutige <strong>Elternschaft</strong>, zumindest ein großer Teil von ihnen, möchte mit ihren Kindern anders umgehen, als sie es selbst einst erlebten. Sie nehmen Abstand vom Schreien lassen (lies mehr zum Thema schreien lassen in meinem Beitrag  <a href="https://www.milchtropfen.de/was-schreien-lassen-mit-deinem-baby-macht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Was schreien lassen mit deinem Baby macht&#8220;</a>),</span><span style="font-weight: 400;"> <strong>Strafen</strong> und anderer psychischer und physischer Gewalt. Sie leben bedürfnis-, bindungs- und <strong>beziehungsorientiert</strong>, weil sie spüren, dass dies der bessere Umgang mit dem Kind ist. Sie <strong>reflektieren</strong> sich selbst und schauen auf die Bedürfnisse hinter dem kindlichen Verhalten. So weit so gut. Was aber, wenn sich beide Partner nicht einig sind? Wenn der Eine einen anderen Umgang mit dem Kind pflegt als der Andere? <strong>Konflikte</strong> vorprogrammiert. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich persönlich habe vor der Geburt meines ersten Sohnes damit begonnen, Bücher zum Thema <strong>Bindung</strong> und Beziehung zu lesen. Habe in Blogs rumgestöbert, um zu schauen, was Kinder eigentlich brauchen. All das habe ich damals an meinen Partner herangetragen, es fühlte sich stimmig für mich an, mein Baby nicht schreien zu lassen, es mit im <strong>Familienbett</strong> schlafen zu lassen, es zu stillen, zu tragen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für meinen <strong>Partner</strong> fühlte es sich glücklicherweise auch stimmig an, sodass wir meist an einem Strang zogen. Trotzdem unterscheidet sich unser “Erziehungsstil”, weil Männer und <strong>Frauen</strong> da einfach auch anders ticken und das ist auch gut so. Der Papa soll ja nicht so sein, wie die Mama und andersherum auch nicht, das wäre viel zu langweilig, hat doch jeder seinen eigenen guten <strong>Part</strong> beizutragen. </span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span></p>
<p><b>Informier dich vorher und spreche mit deinem Partner darüber, wie genau ihr euer gemeinsames Kind aufziehen möchtet. Du kannst schauen, ob ihr da auch auf einer Wellenlänge liegt. Ihr könnt euch gegenseitig dabei unterstützen und euch reflektieren, wenn ihr merkt, es läuft nicht so, wie ihr es gerne hättet. </b></p>
<p><b>Eure eigene Kindheit spielt da auch eine wesentliche Rolle, weil wir automatisch die Erziehungsmuster unserer Eltern übernehmen. Bei manchen muss die eigene Kindheit erst mit therapeutischer Hilfe aufgearbeitet werden, damit sie es schaffen, wirklich liebevoll und auf Augenhöhe mit dem Kind umzugehen. Ihr müsst nicht perfekt sein, das geht auch gar nicht! Aber schaut, dass es euch und dem Kind dabei gut geht. </b></p>
<h2><strong>Alleine zuhause mit dem Neugeborenen</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich hatte glücklicherweise das Privileg, dass ich nie <strong>alleine</strong> mit meinem ersten und auch nicht mit meinem zweiten Sohn war, denn mein Partner arbeitet von zu Hause aus. Natürlich gab es hier und da schon Geschäftsreisen, auf die er uns auch gelegentlich mitnahm, aber den Rest der Zeit war er immer da und vor allem in der Anfangszeit. Ich für meinen Teil war froh, nicht alleine zu sein und einen Partner zu haben, der schon ein <strong>Kind</strong> aus einer anderen Beziehung hatte und sich somit gut auskannte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für Frauen, bei denen der Mann aber von frühs bis abends arbeiten ist, kann es sehr <strong>herausfordernd</strong> sein. Sie fühlen sich vielleicht im Stich gelassen und gerade in der Anfangszeit mit dem ersten Kind auch überfordert und <strong>hilflos</strong>, vor allem dann, wenn sich Probleme, wie z. B. vieles Schreien oder <strong>Stillprobleme</strong> , von den mehrfach unterbrochenen Nächten und dem damit verbundenen <strong>Schlafmangel</strong> mal ganz zu schweigen. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13267 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/neugeborenenzeit-krise.jpg" alt="Neugeborenenzeit-Krise" width="680" height="430" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das<strong> seelische Wohlbefinden</strong> der frisch gebackenen Mamas ist von hoher Bedeutung, denn es entscheidet mitunter, wie gut die <strong>Bindung</strong> zwischen Mama und Kind und auch andersherum gelingen kann. Denn nur, wenn die Mama sich gut fühlt, kann sie <strong>feinfühlig</strong> genug auf die Bedürfnisse ihres Babys eingehen. Glücklicherweise gibt es dafür die <strong>Wochenbetthebammen</strong>, die helfen, da sind und immer ein offenes Ohr haben. Denen ihr eure Fragen stellen und eure <strong>Sorgen</strong> mitteilen könnt. </span></p>
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<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp für dich:</span></p>
<p><b>Besorge dir frühzeitig eine Wochenbetthebamme, die dich in der ersten Zeit betreuen kann. Sie kann dir auch eine Verordnung für eine Haushaltshilfe/Familienpflege</b><b> ausstellen.</b></p>
<p><b>Sprich dich mit deinem Partner ab: ob, wie lange und wann genau er seinen Vaterschaftsurlaub nimmt. Jede Frau ist anders, manche wuppen das auch alles alleine, aber ein wenig Unterstützung gerade in der Anfangszeit ist von Vorteil.</b></p>
<p><b>Wenn der Partner aus irgendwelchen Gründen nicht zuhause sein kann, wäre es gut, wenn du dir Hilfe und Unterstützung von Nachbarn, Freunden und der Familie holen kannst. Die dir etwas Warmes zu essen bringen, den Haushalt schmeißen und dir das Baby für einen kurzen Moment abnehmen, damit du unter die Dusche huschen kannst. Wenn du einen großen Gefrierschrank besitzt, kannst du auch vor der Geburt vorkochen und es einfrieren, damit genug zu essen Zuhause ist. </b></p>
<p><b>Und, trefft euch mit anderen Mamas, um euch auszutauschen, gegenseitig zu stärken und damit ihr euch tagsüber nicht so alleine fühlt. </b></p>
<h2><strong>Konflikte in der Elternschaft</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>Rückbildung</strong> der Hormone, das dünne Nervenkostüm und <strong>Übermüdung</strong> können zu Konflikten in der Partnerschaft führen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Zeit mit dem Neugeborenen kann sehr herausfordernd sein und die Mama ist abends froh, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, damit sie sich um sich selber <strong>kümmern</strong> kann. Ich denke, dass da viele Vorstellungen auseinandergehen, denn seien wir mal ehrlich, ist nicht nur die Mama vom Tag crocki und müde, sondern auch der Partner von seiner Arbeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass genau dieses Thema ein gewaltiger <strong>Konfliktherd</strong> werden kann, wenn die Mama sich nicht <strong>wertgeschätzt</strong> fühlt, in dem, was sie tagtäglich leistet, und dem Partner geht es da meist nicht anders. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13244 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen.jpg" alt="Krise-als-Paar-eines-Neugeborenen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/krise-als-paar-eines-neugeborenen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Paare <strong>trennen</strong> sich in dieser herausfordernden Phase: </span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">“Dass solche Erfahrungen keine Seltenheit sind, spiegelt sich auch in statistischen Zahlen wider. Bei etwa der Hälfte aller Scheidungen haben die Paare laut Statistischem Bundesamt minderjährige Kinder. 40 Prozent dieser Trennungen finden bereits im ersten Jahr nach der Geburt des ersten Kindes statt.“</span></i><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich denke, dass mit etwas Unterstützung, Absprachen und Verständnis <strong>Trennungen</strong> vermeidbar wären.</span></p>

<p><span style="font-weight: 400;">Mein Tipp an dich:</span></p>
<p><b>Tauscht euch darüber aus, wie ihr die Abende oder allgemein die Tage, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, gestalten wollt, um mühselige Konflikte zu vermeiden. Versteht euch als Team um gemeinsam aufkommende Konflikte zu lösen. </b></p>
<p><b>Ihr könnt Vereinbarungen treffen, die auf die Bedürfnisse von euch beiden abgestimmt sind, sodass der Partner sich vom Tag erholen kann, genauso wie die Mama auch. Einigt euch darauf, wie ihr die Haushaltsaufteilung gestalten möchtet. Denn anfangs, wenn die Frau zuhause ist und den meisten Teil des Haushalts schmeißt, schleicht sich schnell Gewohnheit für den Partner ein. Sprecht darüber, was euch stört oder was ihr gerne anders hättet, der andere kann es nicht riechen oder Gedanken lesen. Jeder ist auch für sich selbst verantwortlich &#8211; Selbstfürsorge eben. Das musste ich auch erst lernen. </b></p>
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<h2><strong>Der Partner in seiner Rolle </strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Er muss sich auch erst in seiner neuen Rolle als <strong>Papa</strong> finden und sich mit der wenigen Paarzeit arrangieren, wenn die Mama die meiste Zeit mit dem Stillen und der <strong>Pflege</strong> des Babys beschäftigt ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich kann nur <strong>empfehlen</strong>, dass der frisch gebackene Papa auch einen Teil der Pflege übernimmt, damit sich eine gute Bindung zum Kind aufbauen kann. Auch wenn die Papas erst im 2. Lebensjahr eine immer wichtigere Rolle beim Kind spielen, sollte er mit dem Baby <strong>kuscheln,</strong> spielen und es in der Trage tragen. So ist es später auch wahrscheinlicher, dass der Papa das Ins-Bett-Bringen übernehmen kann.</span></p>
<h2><b>Alles auf einen Blick:</b></h2>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die Geburt ist ausschlaggebend für das <strong>emotionale</strong> und psychische Wohlbefinden der Mama </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Achte auf eine gute Geburtsstätte &#8211; schau dir alles gut an, schau, ob du dich wohl fühlst und erstelle einen <strong>Geburtsplan</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Besprich mit deinem Partner, wie genau ihr euer Kind aufziehen möchtet </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Besorge dir so früh wie möglich eine Hebamme für das sensible Wochenbett und auch <strong>Unterstützung</strong> für die Anfangszeit durch Familie, <strong>Nachbarn</strong>, Bekannte oder auch durch eine <strong>Familienpflege</strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sprich mit deinem Partner über Dinge, die dir nicht gefallen und schaut zusammen, wie ihr eure <strong>Bedürfnisse</strong> erfüllen könnt, denn niemand kann die Bedürfnisse und Wünsche des anderen erraten <strong>#SELBSTFÜRSORGE</strong> </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Beziehe den <strong>Papa</strong> in die Pflege und Umsorgung des Babys mit ein, damit sich eine stabile <strong>Bindung</strong> entwickelt kann </span></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff6600;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13242 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby.jpg" alt="das-erste-Jahr-mit-Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/das-erste-jahr-mit-baby-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wünsche euch eine tolle <strong>Schwangerschaft</strong>, eine atemberaubende, selbstbestimmte <strong>Geburt</strong> und eine kuschelige Kennenlernzeit als <strong>Familie</strong>. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sprecht über eure <strong>Erwartungen</strong>, tauscht euch mit anderen Familien aus und haltet euch immer im Hinterkopf, dass ihr nicht perfekt sein müsst. Lasst den <strong>Haushalt</strong> liegen, wenn ihr merkt, dass es euch an eure Grenzen bringt. Sorgt gut für euch und genießt die Zeit als <strong>Eltern</strong>, Paar und auch alleine als Mann und Frau.</span></p>
<p>Wie erging es euch in der ersten Zeit mit Kind? Konntet ihr aufkommende Konflikte gut klären? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!</p>

<p><strong>Quellen</strong></p>
<p>&#8222;<a href="https://www.t-online.de/leben/familie/erziehung/id_56924968/wenn-kinder-zum-trennungsgrund-werden.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trennungsgrund Kind  &#8211; Wenn das Elternsein in die Krise führt</a>&#8220;</p>
<p>&#8222;<a href="https://familienpflege.nbhs.de/vor-dem-ersten-einsatz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vor dem ersten Einsatz</a>&#8222;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/krise-ueberwinden-das-erste-jahr-mit-kind/">Krise überwinden &#8211; das erste Jahr mit Kind</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2020 14:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
		<category><![CDATA[Entthronung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwister]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwisterliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein neues Familienmitglied zur bereits vorhandenen Familie hinzu stößt, kann es unter Umständen eine sehr emotionale Phase geben &#8211; mit vielen Höhen und Tiefen.  Auch als bei uns der kleine Bruder geboren wurde, gab es eine aufregende Zeit und viele nervenaufreibende Situationen mit unserem Erstgeborenen. Mittlerweile hat es sich aber wieder gemildert. Wie auch ... <a title="Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/" aria-label="Mehr zu Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/">Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ein neues Familienmitglied zur bereits vorhandenen Familie hinzu stößt, kann es unter Umständen eine sehr <strong>emotionale Phase</strong> geben &#8211; mit vielen Höhen und Tiefen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch als bei uns der kleine Bruder geboren wurde, gab es eine aufregende Zeit und viele <strong>nervenaufreibende</strong> Situationen mit unserem Erstgeborenen. Mittlerweile hat es sich aber wieder gemildert. Wie auch du wieder Harmonie in euren <strong>Familienalltag</strong> bekommst und was du speziell für das Erstgeborene tun kannst, verrate ich dir hier im Beitrag.</span></p>
<p><span id="more-12691"></span><div id='c3408_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>Geburt</strong> des Geschwisterchens ist für viele Kinder ein immenser Umbruch im familiären Gefüge. Hatte es bis jetzt doch Mama und Papa für sich alleine, kommt ihm von nun an nur noch geteilte Aufmerksamkeit und Fürsorge zu. Kaum ist das Geschwisterchen da, muss fortan vor allem die Mama <strong>geteilt</strong> werden, ist sie doch die meiste Zeit am Stillen, Wickeln und Trösten. Das bedeutet hohen <strong>Stress</strong>, Schmerz und Frustration für das Erstgeborene. Niemand hat es gefragt, ob jemand neues “einziehen” darf. Es fühlt sich überrumpelt. Eifersucht kommt in ihm hoch.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/entthronung-5-tipps.jpg" alt="Entthronung 5 Tipps" width="381" height="801" /></p>
<h2>Wie fühlt es sich für das Erstgeborene an, wenn ein Geschwisterkind hinzu kommt?</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Stell dir vor dein Partner bringt eine andere <strong>Frau</strong> mit nach Hause! Sie schläft von nun an mit in eurem Bett und benötigt viel Aufmerksamkeit und <strong>Zeit</strong>, die dir von nun an fehlt. Immer öfter musst du warten, dass auch deine Bedürfnisse befriedigt werden, denn zuerst ist jetzt immer die neue Frau an der Reihe, die auch noch häufig weint und Trost benötigt. <strong>Wut</strong>, Traurigkeit und Frustration machen sich bei dir breit und du weißt noch nicht damit umzugehen. Du fühlst dich weniger geliebt und weißt nicht, wie du deinen Gefühlen Ausdruck verleihen sollst, ziehst dich entweder zurück oder wirst aggressiv der neuen Frau gegenüber. Dafür wirst du <strong>ausgeschimpft</strong>. Du fühlst dich dadurch noch weniger geliebt und gesehen, als so schon. Ein <strong>Teufelskreis</strong> beginnt. </span><span style="font-weight: 400;">So in etwa fühlt sich dein Erstgeborenes. Es hat große <strong>Verlustängste</strong>, vor allem dir als Mutter gegenüber! </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12711 size-full aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg" alt="Familienzuwachs Entthronung" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kinder müssen erst lernen mit diesen, teils heftigen <strong>Gefühlen</strong> umzugehen. Gerade, wenn sich Kinder in der Autonomiephase und der emotionalen Entwicklung befinden, ist es hilfreich, <strong>Verständnis</strong> zu zeigen und das Kind mit seinen Gefühlen zu sehen, ernst zu nehmen und <strong>aufzufangen</strong>. Darüber habe ich ausführlich in meinem Beitrag: </span><a href="https://www.kleinermensch.net/autonomiephase-und-emotionale-entwicklung-teil-i/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Autonomiephase und emotionale Entwicklung – wenn zwei Entwicklungsphasen aufeinanderprallen geschrieben.</span></a> <span style="font-weight: 400;">Dein Kind hat <strong>Angst</strong> und ist verunsichert, es weiß nicht, ob es immer noch geliebt wird, wie vorher. </span></p>
<h2>Wie du dein Baby schützen kannst!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Manche Kinder zeigen ganz klar die <strong>Überforderung</strong> durch diese neue Situation. Manche werden dann <strong>handgreiflich</strong> dem Baby gegenüber. Versuche bei Übergriffen das Baby ganz unaufgeregt zu <strong>schützen</strong> und die Grenzen klar und liebevoll zu artikulieren. Bleib in unmittelbarer Gegend, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Wenn du nicht die ganze Zeit auf Habachtstellung sein möchtest, dann kannst du dein Baby auch in die Tragehilfe packen und so ist es vor Übergriffen geschützt. </span><span style="font-weight: 400;">Wir dürfen und müssen die Grenzen des Babys schützen und klar artikulieren, dass niemand <strong>verletzt</strong> werden darf. </span></p>

<p>Doch wie kannst du dafür sorgen, dass sich das große Geschwisterkind nicht zu sehr benachteiligt fühlt?</p>
<h2>5 Punkte, die euch helfen in Verbindung zu kommen und zu bleiben:</h2>
<ol>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Beziehe es mit in die <strong>Pflege</strong> des Babys ein. Lass es das Baby wickeln, beim Baden helfen, Fläschchen geben oder beim Stillen mit kuscheln, dann fühlt es sich nicht ausgeschlossen.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Verbringe Zeit mit ihm, wenn das Baby Mittagsschlaf macht &#8211; <strong>Exklusivzeit</strong>! Spielt etwas, was euch beiden Spaß macht, denn wenn du darauf eigentlich keine Lust hast, bist du wahrscheinlich mit deinen Gedanken schnell woanders. Spielt etwas, was die Bindung stärkt &#8211; Bindungsspiele können helfen, die Bindung aufrecht zu erhalten und schaffen somit mehr Kooperation und Nähe.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Habe <strong>Verständnis</strong> für neue Verhaltensweisen, wie: </span><strong>Regression</strong>. Regression bedeutet, dass dein großes Kind einen Rückfall in babyhaftes Verhalten macht. Dieses Verhalten wird nicht für immer so bleiben. Es ist lediglich ein Hilferuf auf den du liebevoll reagieren darfst. Dein Kind möchte auf sich aufmerksam machen und sucht so deine Fürsorge. <strong>Aggressionen</strong>. Manche Kinder werden aggressiv. Versuche die Gefühle deines Kindes zu spiegeln: “Du bist wütend/traurig/enttäuscht, dass ich gerade so wenig Zeit für dich habe!”, oder “Ich sehe, dass du traurig bist, du fühlst dich benachteiligt, was kann ich für dich tun, was brauchst du?”.</li>
<li style="font-weight: 400;">Und auch wenn dir das vielleicht schwer fällt, Beschimpfungen, Strafen oder Vorwürfe bei Aggressionen gegen das Baby sind kontraproduktiv. Nimm dein Kind trotzdem in den Arm oder auf den Schoß und zeige ihm deine <strong>Liebe</strong>, denn sonst neigt dein Kind wahrscheinlich später dazu, durch Übergriffe auf das kleine Geschwisterchen auf sich aufmerksam zu machen, frei nach dem Motto “Lieber negative Aufmerksamkeit, als gar keine!”</li>
<li style="font-weight: 400;"> Schenke deinem großen Kind vor allem: die <strong>Sicherheit</strong>, dass es noch geliebt wird; Geborgenheit, um sich wohl zu fühlen und <strong>Nähe</strong>, um sich zu beruhigen.</li>
</ol>
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</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du diese 5 Punkte beherzigst, zeigt das deinem Kind, dass es immer noch geliebt, <strong>wertvoll</strong>, willkommen und angenommen wird, so wie es ist! Mit viel Liebe, Zuneigung, Verständnis und Körperkontakt gerade in den ersten Monaten nach der Geburt des Geschwisterchens lassen sich viele Konflikte lösen oder sie entstehen erst gar nicht. </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12709 size-full aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs.jpg" alt="Familienzuwachs" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So kann eine richtig gute Geschwisterliebe wachsen. Dass heißt nicht, dass es nie Konflikte oder <strong>Geschwisterrivalitäten</strong> geben wird, aber deine Kinder werden sich geliebt und gesehen fühlen. Hierzu möchte ich dir passend zum Thema das Buch von Nicola Schmidt &#8222;<span id="productTitle" class="a-size-large"><a href="https://www.amazon.de/Geschwister-als-Team-Familie-artgerecht-Buch/dp/3466311047/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=geschwister+als+team&amp;qid=1584211340&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=9d7fcdae10c38f960ece288d60e36fbd&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Geschwister als Team: Ideen für eine starke Familie.</a>&#8222;* empfehlen. </span></span></p>
<h2>Achte auf dich &#8211; Selbstfürsorge im Alltag!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Um angemessen liebevoll auf deine Kinder reagieren zu können solltest du auch darauf achten, gut für dich selbst zu sorgen. Denn nur wenn es dir gut geht, kann es deinen Kindern auch gut gehen. Bist du entspannt, kannst du gelassener auf Konflikte reagieren. <strong>Sorge</strong> also, wenn möglich, für Zeiten, in denen du dich entspannen kannst. Dabei kann dir dein <strong>Partner</strong> helfen, eine gute Freundin oder deine Verwandtschaft. Sie können beispielsweise nach den Kindern schauen, damit du in Ruhe eine Dusche nehmen kannst, dir Essen bringen oder mit im Haushalt helfen. Du kannst auch mit anderen Mamas ein <strong>Mütterteam</strong> bilden und euch gegenseitig bei der Betreuung der Kinder unterstützen. Wie das geht kannst du im Beitrag <a href="https://www.kleinermensch.net/wie-du-dir-mit-einem-muetterteam-das-leben-leichter-machen-kannst/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;</a></span><a href="https://www.kleinermensch.net/wie-du-dir-mit-einem-muetterteam-das-leben-leichter-machen-kannst/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Wie du dir mit einem Mütterteam das Leben leichter machen kannst&#8220;</a> nachlesen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Spür in dich hinein. Was brauchst du, um genug <strong>Kraft</strong> für den doch manchmal anstrengenden Alltag mit Kindern zu haben? Öffne dich und sprich über deine Bedürfnisse, denn niemand kann sie erraten &#8211; du kennst sie am Besten! Gerade in der ersten herausfordernden Zeit &#8211; und im Wochenbett &#8211; kann Unterstützung von außen ein <strong>Segen</strong> sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Welche Erfahrungen habt ihr nach der Geburt des Geschwisterchens gemacht? Schafft ihr es auf die Bedürfnisse eurer Kinder einzugehen?</span></p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/">Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Was schreien lassen mit deinem Baby macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 13:21:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
		<category><![CDATA[ferbern]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[schreien]]></category>
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		<category><![CDATA[weinen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sind auch dir schon solche Erziehungsmythen, wie “Schreien stärkt die Lunge!” oder “Du verwöhnst dein Baby, wenn du es jetzt aus seinem Bettchen nimmst!” nahegelegt worden? Hast du Sorge, dass du dein Baby verwöhnen könntest oder bist verunsichert, wie du auf das Weinen deines Babys reagieren sollst? Dann lies dir gerne meine Beitrag zum Schreien lassen ... <a title="Was schreien lassen mit deinem Baby macht" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/was-schreien-lassen-mit-deinem-baby-macht/" aria-label="Mehr zu Was schreien lassen mit deinem Baby macht">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Sind auch dir schon solche <strong>Erziehungsmythen</strong></span>, <span style="font-weight: 400;">wie “Schreien stärkt die Lunge!” oder “Du <strong>verwöhnst</strong> dein Baby, wenn du es jetzt aus seinem Bettchen nimmst!” nahegelegt worden? Hast du <strong>Sorge</strong>, dass du dein Baby verwöhnen könntest oder bist verunsichert, wie du auf das Weinen deines Babys reagieren sollst? Dann lies dir gerne meine Beitrag zum Schreien lassen durch, indem ich näher auf das Thema eingehe.</span></p>

<p><span id="more-12435"></span><div id='c1519_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2><b>Perspektivenwechsel</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Stell dir vor du liegst in einem dunklen Raum. Du kannst weder laufen, kriechen oder sprechen. Du bist völlig auf dich alleine gestellt und <strong>hilfebedürftig</strong>. Hast nur die Möglichkeit durch weinen und schreien auf dich aufmerksam zu machen. Du hast ein Bedürfnis. Sei es nach <strong>Körperkontakt</strong>, Nahrung oder Wärme. Aber niemand kommt! Wie würdest du dich dabei fühlen?</span></p>
<h2><b>Wie fühlt sich dein Baby dabei?</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Dein Baby, was noch völlig abhängig von dir ist fühlt sich <strong>verlassen</strong>. Es weiß nicht, wo es ist und auch nicht, wann wieder jemand zu ihm kommt. Dein Baby hat noch kein Raum- und Zeitgefühl. Sekunden fühlen sich wie eine <strong>Ewigkeit</strong> an. Es hat auch keine Vorstellung davon, dass du gleich nebenan im Zimmer bist und es über das Babyphone hören kannst.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-12531" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/Baby-schreit-laut-190x400.jpg" alt="Baby schreit | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="381" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/Baby-schreit-laut-190x400.jpg 190w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/Baby-schreit-laut-205x430.jpg 205w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/Baby-schreit-laut-324x680.jpg 324w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/Baby-schreit-laut-24x50.jpg 24w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/Baby-schreit-laut.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hinzu kommt, dass dein Baby noch auf <strong>Urzeit</strong> programmiert ist. Es hat keine Ahnung, dass es sich in einer warmen und geschützten Wohnung befindet und es keine <strong>Säbelzahntiger</strong> oder andere gefährliche Tiere in unmittelbarer Nähe gibt. Es erleidet <strong>Todesangst</strong>, wenn es alleine gelassen wird. </span></p>
<p>Schreien lassen ist schädlich, denn es bedeutet hohen <strong>Stress</strong>, egal ob dein Baby im Bett oder Kinderwagen liegt. Die Adrenalin- und Cortisolausschüttung wird dadurch erhöht. Cortisol ist unser Stresshormon und führt über einen längeren Zeitraum dazu, dass dein Baby Gesundheitsprobleme, wie Immunschwäche und vermehrte Infektionen bekommen kann. Weiterhin besteht die <strong>Gefahr</strong> für Depressionen, Angst- und Schlafstörungen. Die Bindung wird negativ beeinflusst, <strong>Urvertrauen</strong> und auch Empathiefähigkeit gehen verloren.</p>
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<h2><b>Was genau ist Schreien lassen?</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht hast auch du schon vom <strong>“Ferbern”</strong> gehört. Der Begriff und die Methode geht zurück auf den amerikanischen Kinderarzt und Neurologen Richard Ferber. Er leitet das Zentrum für Schlafstörungen im Bostoner Kinderkrankenhaus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Er entwickelte in den 1970er Jahren das gleichnamige Schlaftraining für Babys. Bei dieser Methode wird das Baby wach in sein Bett gelegt, die Eltern verabschieden sich und <strong>verlassen</strong> das Zimmer. Das Baby soll so alleine in den Schlaf finden. Es ist vorgesehen, dass die Eltern zwar in immer höher werdenden Zeitabständen in das Zimmer zum <strong>schreienden</strong> <strong>Baby</strong> gehen, es aber nicht aus dem Bett rausnehmen, sondern nur ruhig zu ihm sprechen und dann den Raum wieder verlassen sollen. Das Baby soll sich <strong>selbst beruhigen</strong> lernen. Auf die Frage, ob Babys dazu überhaupt schon in der Lage sind, werde ich später noch eingehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ferbern sorgt in vielen Foren und in Facebook Gruppen für hitzige Diskussionen. Die, die ihre Babys schreien lassen, haben vielleicht <strong>Angst</strong>, ihr Baby durch zu viel Zuwendung zu <strong>verwöhnen</strong>, auch wenn sie während der Anwendung dieser Methode unbehagen spüren und gegen ihren <strong>Instinkt</strong> arbeiten. Die anderen haben sich womöglich mit der kindlichen Entwicklung auseinandergesetzt und sind strikt gegen das Schreien lassen. Aber was sagen Kinderärzte und Experten zum Thema?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<h2><b>Expertenstimmen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Kinderarzt <strong>Herbert Renz-Polster</strong> schreibt zum Schreien lassen in seinem Buch “<a href="https://www.amazon.de/Kinder-verstehen-Born-wild-Evolution/dp/3466308240/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Kinder+verstehen+-+Born+to+be+wild:+Wie+die+Evolution+unsere+Kinder+pr%C3%A4gt&amp;qid=1573905182&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=db02fc97538f1110fd908fd4a0705479&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Kinder verstehen &#8211; Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt</a>&#8222;* Folgendes: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">“&#8230;evolutionsbiologisch betrachtet ist es sinnvoll: Ohne den Schutz von Erwachsenen einzuschlafen war früher ein Rezept für den sicheren Tod. Die ungeschützten Winzlinge wären von Hyänen verschleppt, von Bären gefressen oder von Schlangen gebissen worden. Kein Wunder also, dass nicht der schöne blaue Himmel und auch nicht die oft besungenen Sternlein die Brücke zum Schlaf bilden, sondern ein vertrauter Mensch &#8211; und dass der Weg in den Schlaf über menschliche Merkmale führt: Hautkontakt, Schaukeln, Wärme, Rhythmen, die gewohnte Stimme…”.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Und auch der bekannte Kinderarzt <strong>Remo Largo</strong> nimmt Bezug zum Thema. In seinem Buch “<a href="https://www.amazon.de/Babyjahre-Entwicklung-Erziehung-ersten-Jahren/dp/3492306845/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Babyjahre+largo&amp;qid=1573905304&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=29e0658141370f21a836436f8b13e1cd&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Babyjahre &#8211; Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht</a>”* schreibt er dazu: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">“Säuglinge wachen in den ersten Lebensmonaten nachts auf, weil ihr Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht ausreichend entwickelt ist und sie auf die Nahrungszufuhr angewiesen sind: Sie können noch nicht durchschlafen. Es ist daher quälend und sinnlos, Säuglinge schreien zu lassen. Es gibt keinerlei Hinweise, dass Kinder eher durchschlafen, wenn die Eltern sie schreien lassen”.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Karl Heinz Brisch</strong>, bekannter deutscher Kinder- und Jugendpsychiater äußert sich zum Thema folgendermaßen:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">“Wenn man die Kinder schreien lässt, dann verankert sich bei ihnen das Gefühl ‘ich bin alleine, ich bin in Ohnmacht, ich bin in Panik, ich bin hier ausgeliefert und niemand kommt, ich werde sterben, weil ich ohne Hilfe nicht überleben kann’. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und dieses Gefühl von Panik und Ohnmacht ist nicht aushaltbar für die Babys. Deshalb dissoziieren sie, schalten ab. Und dann spüren die Kinder keine Angst mehr, keine Panik, keinen Hunger, keinen Durst mehr, gar nichts – sie melden sich gar nicht mehr.”</span></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch schon lange vor Richard Ferber wurden Eltern dazu angehalten ihre Kinder schreien zu lassen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400; color: #ff0000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12523 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/schreien-lassen.jpg" alt="Schreien lassen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/schreien-lassen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/schreien-lassen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/schreien-lassen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<h2><b>Ein Blick zurück in unsere Geschichte </b></h2>
<p><b>Die dunklen Hinterlassenschaften von Johanna Haarer</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Johanna Haarer war eine deutsche Ärztin und Autorin. In ihren Büchern warnte sie vor  Kindern. Sie seien <strong>Tyrannen</strong> und man dürfe sie nichts durchgehen lassen. Kleine Babys, oder <strong>Quälgeister</strong>, wie sie sie nannte, sollten sich allein überlassen werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So schreibt sie in ihrem Buch “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind”, welches erstmalig 1934 erschien: “Am besten ist das Kind in einem eigenen Zimmer untergebracht, in dem es dann alleine bleibt”. Auf <strong>weinen</strong> und schreien sollten die Mütter nicht reagieren, sonst <strong>verwöhnten</strong> sie ihr Kind damit. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ziel ihrer Bücher war es, schon die Kleinsten <strong>abzuhärten</strong>, ihren Willen zu brechen und sie somit auf den harten Krieg vorzubereiten. Gefühle und <strong>Bedürfnisse</strong> hatten dort keinen Platz. Wer sollte schon ein guter Soldat sein, wenn er sich von seinen Gefühlen beherrschen lässt? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ihr Buch wurde leider bis heute 1,231 Millionen mal verkauft. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Generation um Generation wurde diese, aus dem <strong>Nationalsozialismus</strong> entsprungene Ideologie, weitergegeben und nicht hinterfragt. Die Angst vorm “verwöhnten” Kind liegt auch heute noch in der Luft. </span></p>
<h2><b></b><b>Was hat Einfluss auf unser eigenes Verhalten</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn wir als Baby selber schreien gelassen wurden, verlieren wir Empathiefähigkeit, <strong>Selbstvertrauen</strong> und unser Selbstwert-<br />
gefühl wird gemindert. Kommt dann noch eine stark <strong>autoritäre Erziehung</strong> hinzu, härten wir ab und müssen unsere Intuition wieder wachrütteln, sobald wir eigene Kinder bekommen. Wir müssen dazu auf unser Bauchgefühl hören. Wie fühlt es sich an, wenn ich mein Baby jetzt schreien höre? Habe ich damit ein gutes<strong> Gefühl</strong>? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und auch <strong>Ängste</strong> und Sorgen in der Schwangerschaft oder eine belastende Geburt durch zu viele negative Interventionen seitens des Krankenhauspersonals kann die Bindung und die <strong>Empfindsamkeit</strong> für die Bedürfnisse unserer Kinder schwächen und beeinflussen.</span><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12535 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-im-bett-mutter-ist-verzweifelt.jpg" alt="Baby im Bett Mutter ist verzweifel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-im-bett-mutter-ist-verzweifelt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-im-bett-mutter-ist-verzweifelt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-im-bett-mutter-ist-verzweifelt-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Oder du hast Angst vor dem verwöhnten Kind. Möchtest vielleicht, dass es schnell selbstständig wird. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht denkst du auch, dass dein Baby dich mit seinem Geschrei <strong>manipulieren</strong> und seine Willen durchsetzen möchte.</span></p>
<h2><b>Sind Babys in der Lage zu manipulieren?</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Babys sind <strong>kognitiv</strong> noch nicht dazu in der Lage jemanden mit ihrem Verhalten zu “manipulieren”. Und du brauchst auch keine Angst vor dem Verwöhnen zu haben, denn Körperkontakt, <strong>Geborgenheit</strong> und Liebe sind einfach elementare Grundbedürfnisse, die dein Baby von dir braucht, um physisch und psychisch gesund aufzuwachsen. Wenn du deinem Baby doch tagsüber viel <strong>Liebe</strong> und Nähe schenkst, wieso solltest du es dann nachts, wenn es am Empfindsamsten ist, sich selbst überlassen? </span></p>
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<h2><b>Die wichtigsten Fakten </b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Schreien lassen:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">erzeugt Todesangst</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">erhöht den Cortisolwert (Stress)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">beeinflusst die Bindung und Beziehung negativ</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">birgt die Gefahr für Depressionen, Angst- und Schlafstörungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">hat negativen Einfluss auf Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">lässt dein Baby unter Umständen mit seinem Schmerz alleine</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">bringt das Baby zur Resignation</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">mindert die Empathiefähigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">ignoriert Bedürfnisse </span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Weinen ist das einzige <strong>Kommunikationsmittel</strong>, welches deinem Baby zur Verfügung steht. Und es hat immer einen Grund, wenn es weint und <strong>schreit</strong>! </span></p>

<h2><b>7 Gründe für das Weinen deines Babys</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Schauen wir jetzt mal genauer hin, was für Bedürfnisse hinter dem Weinen stecken könnten.</span></p>
<h3>1. Hunger</h3>
<p>Vielleicht hat dein Baby Hunger und möchte <strong>gestillt</strong> werden oder sein Fläschchen haben.</p>
<h3>2. Bauchweh</h3>
<p>Wenn dein Baby <strong>Blähungen</strong> und Bauchschmerzen hat, braucht es deine Hilfe dafür. Du kannst ihm dafür sanft den Bauch im Uhrzeigersinn reiben oder mit seinen Beinen &#8222;Fahrradfahren&#8220;.</p>
<h3>3. Bäucherchen machen</h3>
<p>Babys schreien auch, wenn sie mal <strong>aufstoßen</strong> müssen. Dafür kannst du es einfach hochnehmen und senkrecht halten, so kann es leichter Bäuerchen machen.</p>
<h3>4. Unwohl sein</h3>
<p>Fühlt es sich unwohl, weil: ihm zu warm oder <strong>kalt</strong> ist, weil es eine zu volle Windel an hat oder es von den vielen Eindrücken und Geräuschen einfach <strong>überreizt</strong> ist wird es auch weinen. So kann es <strong>Anspannung</strong> ablassen.</p>
<h3>5. Es zahnt</h3>
<p>Wenn die ersten Zähne durchbrechen, kann dies sehr <strong>schmerzvoll</strong> sein und auch jucken und drücken. Beißringe, auch gekühlt, können Abhilfe schaffen. <strong>Kühlung</strong> wirkt abschwellend und entzündungshemmend.</p>
<h3>6. Müdigkeit</h3>
<p>Ist dein Baby müde braucht es dafür deine Begleitung und <strong>Nähe</strong>, um gut in den Schlaf zu finden.</p>
<h3>7. Blase drückt</h3>
<p>Sollte dein Baby mal müssen, könnte es auch unruhig werden und schlecht in den Schlaf zurück finden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12543 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-auf-toepfchen.jpg" alt="Baby auf Töpfchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-auf-toepfchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-auf-toepfchen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-auf-toepfchen-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p>Was du jetzt tun könntest? Dein Baby über ein <strong>Töpfchen</strong> abhalten, auch <a href="https://www.milchtropfen.de/trocken-werden-ohne-toepfchentraining/">windelfrei</a> genannt (1). Wenn es sich erleichtert hat, kann es wieder seelenruhig <strong>einschlafen</strong></p>
<p>Vielleicht hast du ja auch schon mitbekommen, dass Babys auf unterschiedliche Art und Weise weinen und sich die Laute voneinander unterscheiden.</p>
<h2><b>Babylanguage &#8211; 5 Laute, die dir helfen, dein Baby besser zu verstehen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Australierin Priscilla Dunstan hat entdeckt, dass alle <strong>Babys</strong> auf der Welt die selbe “Sprache” sprechen. Sie nennt es “Babylanguage”. Wenn du wissen möchtest welche 5 Laute dir einen Hinweis auf das jeweilige Bedürfnis deines Babys geben, dann kannst du das hier in Julias Beitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/dein-baby-schreit-diese-5-laute-verraten-was-es-braucht/">&#8222;</a></span><a href="https://www.milchtropfen.de/dein-baby-schreit-diese-5-laute-verraten-was-es-braucht/">Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht&#8220;</a> <span style="font-weight: 400;">nachlesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Natürlich kann das Weinen noch andere Gründe haben, doch mit dem Wissen der “Babylanguage” kannst du gewisse Dinge erstmal ausschließen und dann weiter schauen, was noch <strong>helfen</strong> könnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><div id='c6971_99_29' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungausmobile"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside>
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<h2><b>Dein Baby macht gerade einen mentalen Wachsstumsschub durch</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Es könnte auch sein, dass sich dein Baby gerade in einem sogenannten <strong>Wachstumsschub</strong> befindet. Das heißt, dass dein Baby gerade eine mentale Entwicklung durchmacht und dies führt bei ihm zur Verunsicherung. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hetty van de Rijt und Frans Plooij gehen auf die 8 <strong>“Sprünge”</strong>, die dein Baby in den ersten 14 Monaten macht, in ihrem Buch “<a href="https://www.amazon.de/Spr%C3%BCngen-mentalen-Entwicklung-w%C3%A4hrend-umgehen/dp/3442161444/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3IIN0URWG073P&amp;keywords=oje+ich+wachse&amp;qid=1573905483&amp;sprefix=oje,aps,181&amp;sr=8-2&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=39077594d91cc220f9a07f60bb3ab6f2&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Oje, ich wachse</a>”* ein. Sie haben in Untersuch-<br />
ungen, die über 25 Jahren liefen die Feststellung gemacht, dass alle gesunden Babys jeweils im selben Altersabschnitt herausfordernder, <strong>weinerlicher</strong>, empfindlicher und anstrengender waren. </span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">“Babys schreien nicht ohne Grund. Sie schreien, weil sie verunsichert sind. Ihre Entwicklung nimmt plötzlich eine drastische Wendung. Das hat auch Vorteile. Das Baby bekommt dadurch nämlich die Möglichkeit, neue Dinge zu lernen.” </span></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese “Sprünge” sind wirklich sehr auslaugend und <strong>nervenaufreibend</strong>, aber nach jedem “Sprung” kann dein Baby eine neue Fertigkeit, die du meist sofort sehen kannst. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mir hat das Buch bei beiden Kindern sehr geholfen, nicht, weil sie dann weniger anstrengend und quengelig waren, sondern weil ich nun besser <strong>verstehen</strong> konnte, warum sie gerade so sind, wie sie sind. Ich wusste, dass ich nichts “falsch” gemacht habe, sondern die Natur gerade ein “Programm” ablaufen lässt, welches meinem Kind ein <strong>mentales</strong> Wachstum beschert. So konnte ich gelassener an die Phasen herangehen, sie annehmen und habe dann einfach mehr <strong>getragen</strong> und gekuschelt und ganz schnell war es wieder vorbei.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jetzt weißt du, welche <strong>Bedürfnisse</strong> hinter dem Weinen deines Babys stecken könnten. Wie du eine liebevolle <strong>Einschlafbegleitung</strong> umsetzen kannst, verrate ich dir jetzt!</span></p>

<h2><b>Was kannst du tun, um dein Baby sanft in den Schlaf zu begleiten?</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Du kannst dein Baby sanft im Arm halten, es leicht <strong>schaukeln</strong> und wiegen, es stillen, ihm ein Lied vorsingen oder es auch in die Tragehilfe tun.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12545 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-in-tragehilfe.jpg" alt="Baby in Tragehilfe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-in-tragehilfe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-in-tragehilfe-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-in-tragehilfe-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich war immer froh um meine Tragehilfe. Wenn ich nicht mehr wusste, warum mein Baby weinte, packte ich ihn in die Trage und er schlief schnell ein. Der enge <strong>Körperkontakt</strong> und die leichten Bewegungen wiegten ihn sanft in den Schlaf. Und auch (diskretes) Stillen ist in der Trage möglich! Säuglinge sind<strong> “Traglinge”</strong> und auch physiologische Frühgeburten, deshalb benötigen sie noch den engen Körperkontakt ihrer Bezugsperson(2).</span></p>
<h2><b>6 Dinge, die dein Baby braucht, um gut in den Schlaf zu finden?</b></h2>
<h3><b>1. Müdigkeit</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Bedingung ist natürlich </span><b>Müdigkeit</b><span style="font-weight: 400;">. Kleine Kinder werden in “Wellen” müde. Etwa alle 50 Minuten wechselt das Kind von einer aktiveren Phase in eine beruhigte Phase. Wenn es in dieser letztgenannten Phase nicht die “Kurve” kriegt, wird es wieder in eine aktive Phase wechseln. Wenn du es hier schaffst, dein Kind “abzuholen” wird es leichter in den Schlaf finden. </span></p>
<h3>2. Entspannung</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Es braucht weiterhin die Gewissheit, dass es nicht alleine ist. Du kannst ihm dafür die Sicher- und <strong>Geborgenheit</strong> geben, indem du ihm Nähe schenkst. Dadurch kann sich dein Baby entspannen. </span><b>Entspannung</b><span style="font-weight: 400;"> ist also eine weitere wichtige Zutat, um gut in den Schlaf zu finden! Entspannt ist das Baby, wenn es satt, warm und geborgen ist &#8211; dann sind all seine Bedürfnisse befriedigt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einschlafen hat auch immer etwas mit loslassen und <strong>Trennung</strong> von den Eltern und vom Tag  zu tun und dafür benötigt es Zeit.</span></p>
<h3>3. Zeit</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Dein Baby braucht weiterhin die Zeit, seinen eigenen <strong>Schlafrhythmus</strong> zu finden. Babys haben noch relativ kurze Tiefschlafphasen im Gegensatz zu uns Erwachsenen. Diese betragen in etwa 45 &#8211; 50 Minuten. Dann kommt dein Baby wieder in die sogenannte <strong>Leichtschlafphase</strong>, wird sich vielleicht etwas bemerkbar machen, sich rückversichern, dass eine schutzgebende Person in der Nähe ist und deine Brust zum Stillen suchen. Hier ist das Familienbett von Vorteil, weil du jede, noch so kleinste Bewegung mit bekommst. Aber natürlich auch, wenn du das Fläschchen gibst. Solltest du stillen, kannst du dein Baby direkt anlegen, wenn es sich schon leicht bemerkbar macht. Dann schläft es in der Regel schnell wieder ein. </span></p>
<h3>4. Gemeinsamer Schlaf</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12547 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/mama-und-baby-im-bett.jpg" alt="Mama und Baby im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/mama-und-baby-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/mama-und-baby-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/mama-und-baby-im-bett-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und noch etwas spricht für das <strong>Familienbett</strong>. Vom führenden amerikanischen Forscher James McKenna gibt es zahlreiche <strong>Studien</strong> (3) zum Schlaf von Eltern und Kindern. Dabei wurde herausgefunden, dass das Schlafen im Familienbett bzw. in nächster Nähe zu den Eltern eine Prävention vor dem <strong>plötzlichen Kindstod</strong> darstellt.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">“Der gemeinsame Schlaf von Mutter und Kind bietet wahrscheinlich für viele Babys Schutz vor dem plötzlichen Kindstod (Sudden Infants Death Syndrom = SIDS), einem so schrecklichen wie rätselhaften Tod. Säuglinge im Familienbett werden häufiger gestillt, haben mehr aktive Schlafphasen und reagieren gewöhnlich instinktiv auf die mütterlichen Aufwachphasen. Die noch unzureichende Fähigkeit des Säuglings, aus dem Schlaf zu erwachen, wurde in einigen SIDS-Untersuchungen als Todesursache vermutet. Lange Tiefschlafphasen verschlimmern diese unzureichende Fähigkeit unter Umständen. Wir nehmen an, dass die psychologischen Gegebenheiten beim gemeinsamen Schlaf von Mutter und Kind, insbesondere wenn das nächtliche Stillen hinzu kommt, manchem Säugling helfen, nicht in einen zu tiefen Schlaf zu fallen. Gleichzeitig ist es für die Mutter einfacher, sofort zu bemerken und zu reagieren, wenn mit ihrem Kind etwas nicht stimmt.”</span></p></blockquote>
<h3>5. Selbstregulation</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Dein Baby braucht weiterhin die Fähigkeit sich selber <strong>beruhigen</strong> zu können. Das ist bei einem Neugeborenen noch nicht der Fall.</span></p>
<p>Ab wann kann sich ein Kind selbst beruhigen? <span style="font-weight: 400;">Das veranschaulicht dir dieses Bild. Gefunden beim artgerecht-projekt(4).</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12445 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/bild_artgerecht_selbstregulation.png" alt="Artgerecht Selbstregulation" width="812" height="496" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/bild_artgerecht_selbstregulation.png 812w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/bild_artgerecht_selbstregulation-400x244.png 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/bild_artgerecht_selbstregulation-768x469.png 768w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/bild_artgerecht_selbstregulation-680x415.png 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/bild_artgerecht_selbstregulation-50x31.png 50w" sizes="auto, (max-width: 812px) 100vw, 812px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es ist nicht so, dass dein Baby nicht selber probieren würde sich zu beruhigen. Du kannst es gut daran erkennen, wenn es bspw. an seinem <strong>Daumen</strong> nuckelt oder die Hände oder Füße zueinander führt. Wenn es dies aber damit nicht alleine schafft, braucht es deine <strong>Hilfe</strong>.</span></p>
<h3>6. Rituale</h3>
<p>Rituale geben Sicherheit und <strong>Orientierung</strong>. <span style="font-weight: 400;">Ebenso ist es wichtig, dass dein Baby den Unterschied von Tag und Nacht spürt. Das bedeutet, wenn es zum Schlafen geht, wenn du also weißt, dass es müde ist, die <strong>Atmosphäre</strong> wieder ruhiger wird. Gedämpftes Licht, TV am besten aus und kein abendlicher Besuch oder Telefonate. Abendliche Rituale helfen deinem Baby langsam herunter zu fahren. Ein warmes Bad, ein Einschlaflied,ein Kuscheltier oder eine <strong>Kuscheldecke</strong> können hierbei helfen. Und auch eine frische Windel ist von Vorteil.</span><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<h2><b>Meine eigene Geschichte und was ich daraus gemacht habe</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch ich wurde schreien gelassen. Doch zum <strong>Glück</strong> meiner Kinder fing ich an zu hinterfragen und informierte mich auf diversen Blogs und las viele Bücher. Zwei bestimmte Bücher öffneten mir die Augen. Das war zum Einen <a href="https://www.amazon.de/Geborgene-Babys-Beziehung-statt-Erziehung/dp/3937797106/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=%E2%80%9CGeborgene+Babys:+Beziehung+statt+Erziehung+dibbern&amp;qid=1573905657&amp;sr=8-3&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=8d21679cf2da15838a47610b39cf41ae&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">“Geborgene Babys: Beziehung statt Erziehung&#8220;</a>* von Julia Dibbern und zum Anderen <a href="https://www.amazon.de/Suche-nach-verlorenen-Gl%C3%BCck-Gl%C3%BCcksf%C3%A4higkeit/dp/340670865X/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Auf+der+Suche+nach+dem+verlorenen+Gl%C3%BCck&amp;qid=1573905780&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=20d6b25094a5b305f20ef653fb8a9e14&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">“Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit&#8220;</a>* </span><span style="font-weight: 400;">von Jean Liedloff. Ich verstand, was Kinder wirklich brauchen. Und das gebe ich ihnen, so gut ich kann, jeden Tag aufs Neue. Und vielleicht magst auch du etwas ändern, um <strong>bedürfnisorientiert</strong> mit deinem Baby umzugehen, um eine harmonische Beziehung zu ihm aufzubauen.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12549 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-schlaeft.jpg" alt="Baby schläft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-schlaeft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-schlaeft-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/baby-schlaeft-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2><b>Was du tun kannst, um für dich und dein Baby gut zu sorgen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du dich <strong>ausgelaugt</strong>, überfordert oder hilflos fühlst, dann versuche dir unbedingt Hilfe zu holen. Die Zeit mit einem kleinen Baby kann sehr herausfordernd sein. </span></p>
<h3><strong>1. Unterstützung in der Nacht</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Lass deinen <strong>Partner</strong> vielleicht auch mal eine Nachtschicht einlegen, zumindest für ein paar Stunden &#8211; wechselt euch vielleicht ab. Das hat bei uns super geklappt.</span></p>
<h3><strong>2. Familienpflege oder Hebamme</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Du kannst dich auch tagsüber mit hinlegen und den Haushalt Haushalt sein lassen oder dir eine <strong>Familienpflegerin</strong> suchen, die dich unterstützt und Hilfestellung gibt.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Hier kannst du nach einer Familienpflege suchen: </span><a href="https://www.zukunft-familie.info/familienpflege/familienpflege-name" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">https://www.zukunft-familie.info/familienpflege/familienpflege-name</span></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">oder hier </span><a href="https://www.betanet.de/ambulante-familienpflege.html#wer-hilft-weiter-6" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">https://www.betanet.de/ambulante-familienpflege.html#wer-hilft-weiter-6</span></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Oder du wendest dich gegebenenfalls an (d)eine <strong>Hebamme</strong>, denn sie ist schließlich die Fachfrau, auch für die Zeit nach der Geburt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nur wenn du <strong>ausgeruht</strong> und ausgeglichen bist, kannst du bindungs- und bedürfnisorientiert im Umgang mit deinem Kind sein. Dein Baby wird es dir <strong>danken</strong>.</span></p>
<h3><strong>3. Schreiambulanz</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn dein Baby sehr viel schreit und du dir <strong>unsicher</strong> bist, dann kann dir eine Schreiambulanz vielleicht weiterhelfen. Hier kannst du nach einer Schreiambulanz in deiner Nähe suchen: </span><a href="https://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">ttps://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel/</span></a></p>
<h3><strong>4. Therapeutische Hilfe</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die meisten von uns haben ihr Päckchen zu tragen. Doch wir können alte, übernommene <strong>Muster</strong> durchbrechen, indem wir uns diese bewusst machen, <strong>reflektieren</strong> und an uns arbeiten. Wenn du gar nicht mehr weiterkommst, kannst du dir notfalls therapeutische Hilfe holen, um wieder zu dir selbst zu finden, um dadurch liebevoller zu deinem Baby zu sein, damit es physisch und <strong>psychisch</strong> gesund aufwachsen kann.</span></p>
<p>Du kannst natürlich auch Freunde, <strong>Familie</strong> und Nachbarn um Unterstützung bitten, du musst dich dafür nicht schämen und vielleicht wirst du überrascht sein, dass du doch mehr Hilfe bekommst, als du erwartet hast!</p>
<p>Vor allem im sensiblen <strong>Wochenbett</strong> ist jede Art von Unterstützung hilfreich, um sich voll und ganz auf den kleinen Menschen einzustellen und sich <strong>kennenzulernen</strong>.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich wünsche euch allen eine tolle <strong>Kuschelzeit</strong> mit euren Kindern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Lasst mir gern auch einen Kommentar über eure Erfahrungen da!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie du dein weinendes Kleinkind bindungs- und  bedürfnisorientiert durch die sogenannte “Trotzphase” begleiten kannst, verrate ich dir gern in meinem nächsten Blogbeitrag. Sei gespannt!</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<h2><strong>Quellennachweise:</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">(1)</span><a href="https://artgerecht-projekt.de/de/infos/windelfrei.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">https://artgerecht-projekt.de/de/infos/windelfrei.html</span></a><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">(2)</span><a href="https://rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/tragen-wissenswertes/1190-menschenkinder-sind-traglinge" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">https://rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/tragen-wissenswertes/1190-menschenkinder-sind-traglinge</span></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> (3)</span><a href="https://rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/schlafen-wissenswertes/1218-studie-zum-familienbett" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">https://rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/schlafen-wissenswertes/1218-studie-zum-familienbett</span></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">(4)</span><a href="https://www.facebook.com/artgerechtprojekt/photos/a.390988954287767/2048919068494739/?type=3&amp;theater" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">https://www.facebook.com/artgerechtprojekt/photos/a.390988954287767/2048919068494739/?type=3&amp;theater</span></a></p>

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		<title>Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/dein-baby-schreit-diese-5-laute-verraten-was-es-braucht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2019 17:45:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dein Baby schreit und weint zu den unterschiedlichsten Zeiten, an den verschiedensten Orten, aus Gründen, die du nicht verstehen kannst. Du hast alles probiert, es zu beruhigen, aber es schreit einfach immer weiter. Was will es dir mit seinem Schreien sagen? Was braucht es? Um zu lernen, dein Baby besser zu verstehen, stelle ich dir ... <a title="Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/dein-baby-schreit-diese-5-laute-verraten-was-es-braucht/" aria-label="Mehr zu Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dein <strong>Baby schreit</strong> und weint zu den unterschiedlichsten Zeiten, an den verschiedensten Orten, aus Gründen, die du nicht verstehen kannst. Du hast alles probiert, es zu <strong>beruhigen</strong>, aber es schreit einfach immer weiter. Was will es dir mit seinem Schreien sagen? Was <strong>braucht</strong> es?</p>
<p>Um zu lernen, dein Baby besser zu verstehen, stelle ich dir heute die Dunstan Babysprache vor: 5 Laute, an denen du ganz genau erkennen kannst, was dein Baby dir mitteilen möchte.</p>
<p>Wenn du erfahren möchtest, um welche Laute es sich genau handelt, lies gerne weiter.</p>
<p><span id="more-12473"></span><div id='c3643_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Dein Baby schreit? Diese 5 Laute verraten, was es braucht</h2>
<p>Ein <strong>Baby</strong> kann in den unterschiedlichsten Momenten <strong>weinen</strong> und schreien &#8211; sei es direkt nach dem Aufwachen oder sogar noch im Schlaf, ob du es hinlegst oder trägst, fütterst oder stillst, durch die Gegend fährst oder gerade in den Schlaf begleiten möchtest &#8211; es weint.</p>
<p>Und irgendwie hast du schon alles versucht &#8211; ohne Erfolg &#8211; und langsam beschleicht dich das Gefühl von Unsicherheit, vielleicht wirst du von der hohen Frequenz des Schreiens auch leicht in Panik versetzt, stehst unter Stress und brauchst jetzt dringend eine Antwort: Mein kleiner süßer Schatz, WAS FEHLT DIR?!</p>
<p>Und Dank Priscilla Dunstan wirst du genau das lernen können: Zu <strong>verstehen</strong>, was dein Baby dir mitteilen möchte, denn es kann viel mehr als scheinbar nur ohne Grund zu schreien.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-12511" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen.jpg" alt="5 Babylaute, um dein Baby besser zu verstehen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="381" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen.jpg 600w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-190x400.jpg 190w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-205x430.jpg 205w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-324x680.jpg 324w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/11/5-babylaute-um-dein-baby-besser-zu-verstehen-24x50.jpg 24w" sizes="auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px" /></p>
<h2>Priscilla Dunstan und die Geheimsprache der Babys</h2>
<p>Du hast bestimmt schonmal von Menschen gehört, die sich alles merken können, sobald sie etwas gesehen oder gelesen haben: Menschen mit einem fotografischen Gedächtnis.</p>
<p>Bei der Australierin <strong>Priscilla Dunstan</strong> ist es ähnlich, nur dass es sich bei ihr um ein fotografisches Gedächtnis für Töne handelt. So kann sie sich alles merken, was sie lediglich einmal gehört haben muss. Sehr praktisch war das für sie z.B. in der Schule, wenn der Lehrer vorne redete und sie es sich sofort merken konnte, ohne etwas notieren zu müssen.</p>
<p>Nach der Geburt ihres Babys bemerkte Priscilla, dass es sie immer mit denselben Lauten auf ein bestimmtes <strong>Bedürfnis</strong> aufmerksam machte. Die Laute prägten sich in ihr Gedächtnis ein, sodass sie beim nächsten Mal, wenn ihr Baby wieder weinte, wusste, was es ihr sagen wollte.</p>
<p>Als sie eines Tages unterwegs war und die Babys um sich herum weinen hörte, stellte sie fest, dass auch diese wie ihr eigenes mit den gleichen Lauten auf das, was sie brauchten, aufmerksam machten.</p>
<p>Priscilla testete ihre Theorie über das Geheimnis der <strong>Baby Sprache</strong> an über 1.000 Säuglingen &#8211; und fand heraus: Neugeborene bis zu einem Alter von 0 bis 3 Monaten geben dieselben 5 <strong>Babylaute</strong> von sich, unabhängig ihrer Nationalität, Kultur oder Muttersprache der Eltern.</p>
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<h2>5 Babylaute &#8211; und du wirst dein Baby besser verstehen lernen</h2>
<p>Priscillas Überzeugung nach entstehen diese Laute aufgrund bestimmter Reflexe, die dazu führen, dass Babys die gleichen fünf <strong>Worte</strong> von sich geben.</p>
<p>Es mag einige Zeit dauern, aber wenn Mama, Papa oder wer auch immer diese Laute oft genug zu hören bekommen, können sie lernen, diese voneinander zu unterscheiden, um so zu wissen, was das Baby <strong>sagen</strong> möchte.</p>
<p>Einfacher ist es, die <strong>Laute</strong> zu erkennen, wenn sich das Baby noch nicht in Rage geschrien hat und hysterisch weint. Sobald sich dein Baby mit seinen Lauten meldet, konzentrier dich auf das, was es dir mitteilen möchte.</p>
<h3>1. &#8222;NEH!&#8220;</h3>
<p>Das erste Wort ist &#8222;<strong>Neh</strong>!&#8220; und steht für &#8222;Ich habe <strong>Hunger</strong>!&#8220;.</p>
<p>Priscilla glaubt, dass der Laut entsteht, weil das Baby zum Saugen den Gaumen mit der Zunge berührt. Dabei entsteht der Ton &#8222;Neh&#8220;.</p>
<p>Wenn du also hörst, dass dein Säugling schreit und dabei diesen Laut von sich gibt, dann weißt du jetzt, was es dir sagen möchte: &#8222;Fütter mich. Still mich. Ich bin <strong>hungrig</strong>.&#8220;</p>
<p>In folgendem Video kannst du dir das Wort anhören:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=327" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>2. &#8222;OWH!&#8220;</h3>
<p>Das zweite Wort ist &#8222;Owh!&#8220; und bedeutet &#8222;Ich bin <strong>müde</strong>!&#8220;.</p>
<p>Der Reflex entsteht durch die Bewegung, die Babys machen, wenn sie gähnen. Sie formen ihren Mund zu einem &#8222;O&#8220;, dabei entsteht der Laut &#8222;<strong>Owh</strong>&#8222;.</p>
<p>Wenn du mal reinhören magst: In diesem Video hörst du den Laut für Müdigkeit:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=364" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Wie du dein Baby sanft in den Schlaf begleiten kannst, verrät dir Melanie in einem kommenden Beitrag. Sobald er online ist, verlink ich ihn hier für dich.</p>
<h3>3. &#8222;HEH!&#8220;</h3>
<p>Wenn sich dein Baby unwohl fühlt, sei es, weil ihm zu kalt oder zu warm ist, weil die Windel voll ist oder es sich gerade in einer unbequemen Position befindet, weil du es z.B. hinlegst oder es im Kinderwagen liegt, wird es &#8222;<strong>Heh</strong>!&#8220; sagen. Am gehauchten &#8222;H&#8220;wirst du erkennen, dass es sich gerade unwohl fühlt.</p>
<p>Hier kannst du dir den Klang für &#8222;Ich fühle mich <strong>unwohl</strong>&#8220; anhören:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=410" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>4. &#8222;EAIR!&#8220;</h3>
<p>Der Laut &#8222;Eair!&#8220; verrät dir, dass dein Baby <strong>Bauchschmerzen</strong> hat. Stell dir vor, du spannst deinen Bauch an und versuchst zu atmen, dann hörst du das Wort &#8222;<strong>Eair</strong>&#8222;. Oftmals spannen die Babys dabei auch ihre Beinchen an.</p>
<p>Hör gerne mal rein:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=468" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>5. &#8222;EH!&#8220;</h3>
<p>Muss dein Baby <strong>aufstoßen</strong>, wird es dir das mit dem Laut &#8222;Eh!&#8220; mitteilen. Der <strong>Reflex</strong> versucht die Luft aus dem Körper zu drücken, dabei entsteht der Sound &#8222;<strong>Eh</strong>&#8222;.</p>
<p>Hilf deinem Baby, ein <strong>Bäuerchen</strong> zu machen. Wenn es nicht mehr &#8222;Eh&#8220; sagt, weißt du, dass es ihm wieder gut geht.</p>
<p>Hier kommt das Geräusch für &#8222;Ich muss aufstoßen!&#8220;</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PgkZf6jVdVg?start=519" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ich persönlich habe erst von der Dunstan <strong>Babysprache</strong> erfahren, als unser Sohn bereits älter als drei Monate war, ich kann leider nicht von eigenen Erfahrungen sprechen. Dennoch hoffe ich, mit diesem Beitrag über die Sprache der Babys Familien helfen zu können, ihre Neugeborenen besser zu verstehen und damit für mehr Leichtigkeit und Klarheit zu sorgen.</p>
<p>Ich hatte manchmal den Eindruck, unzulänglich zu sein, wenn mein Baby weinte und ich partout nicht erraten konnte, was es wollte. Es war schrecklich und stressig für uns beide.</p>
<p>Und selbst, wenn du nach diesem Beitrag immer noch nicht auf Anhieb verstehst, was dein Baby braucht, dann rede dir nicht ein, dass du deshalb eine schlechte Mutter, ein schlechter Vater oder wer auch immer seist.</p>
<p>Ich kann mir gut vorstellen, dass du jeden Tag dein Bestes gibst, damit es deinem Kind an nichts fehlt. Und wenn du mal nicht weißt, was jetzt gerade los ist, dann denke ich, wird dein Baby trotzdem erfahren, dass es wichtig ist, dass du für es da bist und es nicht allein sein muss.</p>
<p>Hat dir der Beitrag weitergeholfen, dich inspiriert oder sonstwie bereichert? Dann schreib mir gerne einen Kommentar und teile den Artikel.</p>

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		<title>Schadstoffe in Muttermilch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Nov 2018 21:26:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder taucht das Thema in den Medien auf: Schadstoffe in Muttermilch gefunden. Und nun? Was heißt das jetzt genau für die Stillenden unter uns und unsere Babys bzw. Kinder? Was für Konsequenzen ziehen wir aus diesen Informationen? Bedeutet es etwa, dass wir abstillen und künstliche Milch geben müssen? Das, und vieles mehr, liest du ... <a title="Schadstoffe in Muttermilch" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/schadstoffe-in-muttermilch/" aria-label="Mehr zu Schadstoffe in Muttermilch">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder taucht das Thema in den Medien auf: Schadstoffe in Muttermilch gefunden. Und nun? Was heißt das jetzt genau für die Stillenden unter uns und unsere Babys bzw. Kinder? Was für <strong>Konsequenzen</strong> ziehen wir aus diesen <strong>Informationen</strong>? Bedeutet es etwa, dass wir <strong>abstillen</strong> und künstliche Milch geben müssen? Das, und vieles mehr, liest du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-10783"></span><div id='c8491_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Schadstoffe in Muttermilch</h2>
<p>Vor einiger Zeit bekam ich von Laura E. ein Video von RTL zugeschickt mit der Bitte, darüber einen Beitrag zu verfassen. Der Titel: <a href="https://www.rtl.de/cms/umweltgifte-in-muttermilch-stillen-kann-babys-krank-machen-1441073.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Umweltgifte in Muttermilch. Stillen kann Babys krank machen&#8220;</a>. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Laura, dass du mich auf dieses Video aufmerksam gemacht hast.</p>
<p>Denn ich finde es sehr wichtig, über solche Themen zu schreiben, immerhin werden Mütter dadurch von einer Sekunde auf die andere verunsichert und sie denken gleich: &#8222;Was?! Pestizide in <strong>Muttermilch</strong>?! Muss ich meine Muttermilch jetzt <strong>testen</strong> lassen? Und was, wenn Schadstoffe gefunden werden? Muss ich dann abstillen? Aber wie? Ich muss was tun, ich will ja meinem Baby nicht <strong>schaden</strong>!&#8220;. Und schon bricht Panik aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10832" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik.jpg" alt="Schadstoffe in Muttermilch - (K)ein Grund zur Panik | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Welche Schadstoffe wurden in Muttermilch gefunden?</h2>
<p>In dem RTL-Video wurden in der Muttermilch von Nina u.a. das <strong>Pflanzenschutzmittel</strong> <a href="http://www.chemie.de/lexikon/Hexachlorbenzol.html" target="_blank" rel="noopener">HCB (Hexachlorbenzol)</a> und das <strong>Pestizid</strong> <a href="http://www.chemie.de/lexikon/DDT.html" target="_blank" rel="noopener">DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan)</a> nachgewiesen, das in der alten DDR noch bis Anfang der 90er versprüht werden durfte. Seit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention 2004 sind weltweit die Herstellung als auch der Gebrauch von HCB verboten, DDT ist nur noch zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten, als auch Überträgern der Malaria zulässig.</p>
<p>Bei der zweiten Mutter Brigitte wurde festgestellt, dass ihre Zahnfüllungen zu großen Teilen während der <strong>Schwangerschaft</strong> aus Amalgam bestanden. Amalgam ist ein Metallgemisch, das zur Hälfte aus Quecksilber und zur anderen Hälfte aus Schwermetallen wie Kupfer, Zinn und Silber besteht.</p>
<p>Das Thema interessierte mich, ich recherchierte weiter und stieß auf die im Jahr 2005 erstellte <strong>Studie</strong> <a href="https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/_migrated/publications/20050600_chemie_schadstoffe_muttermilch_studie.pdf">&#8222;Über 300 Schadstoffe in der Muttermilch. Zeit für eine neue Chemikalienpolitik.&#8220;</a> vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und dem WWF International.</p>
<p>Seit 1980 wurden in Deutschland mehr als 40.000 Muttermilchproben auf Chemikalienrückstände untersucht. Das Ergebnis: Über 350 Schadstoffe, darunter auch <strong>giftige</strong> Stoffe, die bereits seit den 1970ern verboten sind, finden sich, wenn auch in abnehmender Menge, in der Muttermilch wieder.</p>
<p>Die <strong>Folgen</strong> können unterschiedlich sein und sich z.B. in Form von Allergien, Beeinträchtigungen des Immunsystems, verminderter Fruchtbarkeit, Krebs, Verhaltensstörungen durch Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung u.ä. zeigen.</p>
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<h2>Wie gelangen Schadstoffe in die Muttermilch?</h2>
<p>Aber <a href="https://de.sott.net/article/1309-Wie-gelangen-Schadstoffe-in-den-menschlichen-Korper" target="_blank" rel="noopener">wie gelangen Schadstoffe überhaupt in die Muttermilch</a>? Das ist relativ einfach erklärt:</p>
<p>Erst einmal müssen sie in die Umwelt gelangen. Bei synthetischen Stoffen geschieht das über verschiedenste Wege: als Neben-, Abbau- oder Abfallprodukt anderer Chemikalien, durch Unfälle während ihres Transports, bei unsachgemäßer Lagerung und Entsorgung, durch den alltäglichen Gebrauch von Produkten und Gegenständen, in denen diese Stoffe enthalten sind, durch Verbrennung, aber auch durch bewusste Freisetzung wie beim Einsatz von Pestiziden und <strong>Bioziden</strong>.</p>
<p>Mensch und Tier nehmen die Stoffe, je nachdem, wie sie sich herausgelöst haben, über die Atmung, die Haut oder die Nahrung in sich auf. Über die Nahrung geschieht das zum Beispiel, indem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzmittel</a> durch Versickerung ins Grundwasser, damit in unser Trinkwasser und somit in unseren Körper gelangen sowie durch den <strong>Konsum</strong> von tierischen und pflanzlichen Produkten.</p>
<p>Auch <strong>Ungeborene</strong> kommen bereits mit diesen Schadstoffen in Kontakt.</p>
<p>Das Problem, das Brigitte aus obigem Film mit ihren <a href="https://www.max34.de/amagan-schwangerschaft/" target="_blank" rel="noopener">Amalgamfüllungen während der Schwangerschaft</a> hatte, war Folgendes: Es löste sich mit der Zeit durch Zähneknirschen, aber auch durch den Konsum von zucker- und säurehaltigen sowie heißen Lebensmitteln in der Mundhöhle auf und wurde vom Körper aufgenommen. <strong>Quecksilber</strong>, das den Zahnfüllungen in Form von Dampf entwich, konnte während der Schwangerschaft die <strong>Plazenta</strong> passieren und so auf das Kind übertragen werden.</p>
<p><a href="https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/verdauen/pwiegiftstoffeimkoerper100.html" target="_blank" rel="noopener">Giftige Stoffe gelangen ins Blut</a> der Mutter, indem sie es schaffen, die Darmwand zu passieren. Auch auf diesem Weg wird das Kind jene giftigen Stoffe aufnehmen; zum Einen über die <strong>Nabelschnur</strong>, zum Anderen über die Muttermilch, denn die wird aus <strong>Blut</strong> gebildet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10848" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur.jpg" alt="Fötus im Mutterleib mit Nabelschnur" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dazu kommt, dass bestimmte <strong>Chemikalien</strong> besondere Eigenschaften wie Langlebigkeit (Persistenz) aufweisen, manche sind zudem Fett liebend (lipophil) bzw. Wasser abweisend (hydrophob).</p>
<p>Wenn solche Chemikalien in unseren Körper gelangen, werden sie in fettreichem Gewebe gespeichert, wie z.B. in der Leber, dem Gehirn oder der weiblichen Brust. Die Muttermilch, die der weibliche Körper zur Vorbereitung auf die kommende <strong>Stillzeit</strong> produziert, wird dann aus (belastetem) Fettgewebe gebildet. Auf diese Weise können Schadstoffe in die <strong>Muttermilch</strong> und somit zum Kind gelangen.</p>
<h2>Das &#8222;Problem&#8220; mit der Nahrungskette</h2>
<p>Das Problem wird deutlicher, wenn man wie wir als Menschen am Ende der <strong>Nahrungskette</strong> steht. So geht aus der o.g. Studie vom BUND und WWF Folgendes hervor:</p>
<blockquote><p>&#8222;Je höher ein Lebewesen in der Nahrungskette steht, desto stärker seine Belastung.&#8220;</p></blockquote>
<p>Wir können uns das so vorstellen: Der mit Schadstoffen belastete Krebs wird mit vielen weiteren belasteten Krebsen vom Fisch gegessen, in dessen Fettgewebe die Fett liebenden Schadstoffe gespeichert werden. Dieser Fisch wiederum wird zusammen mit vielen anderen belasteten Fischen von uns Menschen gegessen, wo nun, je nach Fettanteil der Organe, die Schadstoffe gespeichert werden. Je höher der Fettgehalt eines Menschen, oder allgemein eines Organismus&#8216;, desto mehr an <strong>Fett liebenden</strong> Schadstoffen kann er aufnehmen.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass alle Fette gleich &#8222;böse&#8220; sind, es gibt auch &#8222;gute&#8220; <a href="http://www.highfive-vegan.org/makronaehrstoffe/fett/" target="_blank" rel="noopener">Fette</a>, wie sie z.B. in Nüssen, Samen, Avocados, Oliven, Kokosnüssen, Pflanzenölen vorzufinden sind. Also bitte nicht falsch verstehen und denken &#8222;Oh Gott, ich darf jetzt keine <strong>Fette</strong> mehr zu mir nehmen!&#8220;. Ganz und gar nicht. <a href="https://vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/fette-und-oele-vegetarisch-vegane-ernaehrung/" target="_blank" rel="noopener">Fette</a> sind wichtig, sie dienen als Energiequelle und übernehmen daneben wichtige Aufgaben wie den Transport der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die Lieferung essentieller langkettiger, mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Darüber hinaus gehören Fettsäuren als Bausteine zu jeder Zelle.</p>

<h2>Konsequenz: Abstillen?</h2>
<p>Keine/r von uns will gesundheitsschädliche Chemikalien in sich tragen oder die Gesundheit der eigenen Kinder gefährden. In der Muttermilch SOLLEN keine Schadstoffe enthalten sein, sie sind es aber, also was tun?</p>
<p>Ein wenig schade fand ich, dass im besagten RTL-Video nicht ersichtlich war, wie den Kindern genau geholfen wurde. Sicher, man sieht, dass sie Salben auf die Haut geschmiert und Verbände bekommen, aber gerade in Bezug auf den gestillten Nino stellt sich die eine oder andere Mutter bestimmt die Frage, was Nino letztendlich zur Verbesserung seiner Lebensqualität geholfen hat.</p>
<p>Ob der Kleine weiterhin von seiner Mutter <strong>gestillt</strong> werden konnte oder die Muttermilch einer anderen Mutter bekam oder fortan <strong>Pulvermilch</strong> zu sich nahm, ist nicht ersichtlich, ich möchte an dieser Stelle aber gern die <strong>Meinungen</strong> von Expert*innen wiedergeben:</p>
<h3>Die Vorteile von Muttermilch überwiegen</h3>
<p>Das <a href="https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/arbeitsplatz_umwelt/chemische_umweltfaktoren/perfluorierte_substanzen_altoetting_hbm_muttermilch.htm" target="_blank" rel="noopener">Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit</a> (LGL) gab Folgendes an:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das Stillen hat vielfältige, wissenschaftlich sehr gut belegte positive Wirkungen für Kind und Mutter. Stillen schützt das Kind beispielsweise vor Infektionskrankheiten, beugt der Entwicklung von Übergewicht und verschiedenen Krankheiten im späteren Leben vor und fördert die Mutter-Kind-Beziehung. Auch wenn PFOA in der Muttermilch unerwünscht ist, überwiegen nach fachlicher Einschätzung des LGL diese zahlreichen positiven Wirkungen. (&#8230;) Es gibt derzeit keine internationale Organisation, die bei einer vergleichbaren Situation vom Stillen abraten würde. Das LGL empfiehlt daher den Müttern aus gesundheitlicher Sicht aufgrund der zuvor genannten Vorteile entsprechend der bestehenden Empfehlungen zu stillen. Dies gilt auch in den Bereichen des Landkreises Altötting, in denen das Trinkwasser mit PFOA belastet ist.&#8220;</p></blockquote>
<h3>Stillzeit umfasst einen sehr kurzen Lebensabschnitt</h3>
<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt weiter an:&#8220;<em>Frauenmilch [ist] optimal auf die Nährstoffbedürfnisse des Kindes abgestimmt und fördert aufgrund ihrer sonstigen Zusammensetzung die Abwehrkräfte des Kindes. Stillen kann außerdem zur Förderung der emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind beitragen. Gleichzeitig ist bei der Risikobewertung zu berücksichtigen, dass die Stillzeit einen sehr kurzen Lebensabschnitt umfasst und die erhöhte Dioxin-Belastung über Frauenmilch damit begrenzt ist.&#8220;.</em></p>
<h3>Kein gesundheitliches Risiko durch &#8222;Langzeitstillen&#8220;</h3>
<p>Selbst, wenn wir nach Einführung der <strong>Beikost</strong> und über das in unserer Gesellschaft übliche 1. Lebensjahr hinaus stillen, sieht die Nationalen Stillkommission, die beim BfR angesiedelt ist &#8222;<em>kein gesundheitliches Risiko (&#8230;), solange Mutter und Kind dies wollen.</em>&#8222;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10844" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter.jpg" alt="Kleinkind trinkt an der Brust im Arm seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Warum Pulvermilch keine Lösung ist</h2>
<p>Es ist keine <strong>Lösung</strong>, einfach abzustillen und fortan künstliche Milch zu geben, denn das Problem, dass die Umwelt voller Schadstoffe ist, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen, macht auch vor Pulvermilch keinen Halt.</p>
<p>Für alle Mamas, die sich jetzt Sorgen machen, dass sie ihrem Baby mit der <strong>künstlichen Säuglingsmilch</strong> schaden, gebe ich schon jetzt im Voraus die Erklärung vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wieder:&#8220;Bisher gibt es keine Hinweise, dass mit industriell gefertigter Säuglingsmilch ernährte Kinder eine gesundheitliche Schädigung durch die Aufnahme der genannten Fettsäureester erfahren hätten.&#8220;.</p>
<p>Welche <strong>Schadstoffe</strong> wurden in künstlicher Säuglingsnahrung gefunden?</p>
<div id='c8007_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3>Schadstoffe, die auch in Muttermilch gefunden wurden</h3>
<p>Auch in <strong>Kuhmilch</strong> finden sich Schadstoffe wieder, aus der wiederum künstliche Säuglingsnahrung hergestellt wird.</p>
<p>Die Kühe nehmen über das Kraftfutter, das sie fressen, das Wasser, das sie trinken, und die Luft, die sie atmen, Schadstoffe auf, die wie bei jedem anderen Organismus im Fettgewebe (hier u.a. dem Euter) <strong>gespeichert</strong> werden.</p>
<p>Die Ställe und Futtersilos von Tieren, die das ganze Jahr über im Stall stehen, werden mit Schimmel hemmenden Mitteln behandelt, die einerseits nicht vollständig unterdrückt werden können und andererseits von den Tieren aufgenommen werden.</p>
<h3>Schadstoffe je nach Tierhaltung</h3>
<p>Die Qualität und die <a href="http://www.dorispaas.de/milch#schadstoffe" target="_blank" rel="noopener">Inhaltsstoffe in Kuhmilch</a> sind zudem davon abhängig, wie die Tiere gehalten werden, deren Produkte wir konsumieren, sei es nun deren Fleisch oder deren Muttermilch.</p>
<p>In der Massentierhaltung werden, gern auch vorbeugend, <strong>Medikamente</strong> wie z.B. Antibiotika verabreicht. Um die Fleischqualität oder die Milchleistung zu beeinflussen, kommen auch <strong>Hormone</strong> zum Einsatz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10846" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine.jpg" alt="Kühe in der Milchindustrie in der Ukraine" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es gibt auch Richtlinien darüber, wie viel <a href="https://www.vegpool.de/magazin/eiter-milch.html" target="_blank" rel="noopener">Erreger in Kuhmilch</a> enthalten sein dürfen. Durch das maschinelle Melken können <strong>Erreger</strong> ins Euter eindringen und eine äußerst schmerzhafte Mastitis, also Euterentzündung, hervorrufen. Handelt es sich um eine versteckte Mastitis, wird die Kuh mitsamt der Erreger gemolken, ohne dass es bemerkt wurde. Um einer Euterentzündung vorzubeugen oder diese zu behandeln, verwenden Milchwirte Desinfektionsmittel und <strong>Antibiotika</strong>.</p>
<h3>Fettschadstoffe</h3>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/palmoel-in-babynahrung-schadstoffe-mit-jeder-mahlzeit.697.de.html?dram:article_id=412907" target="_blank" rel="noopener">In den allermeisten Babymilchnahrungen ist Palmöl</a> enthalten. Palmöl enthält Substanzen, die wahrscheinlich <strong>genschädigend</strong> und <strong>krebserregend</strong> sind, nämlich Glycidyl und Monochlorpropandiol (MCPD). Zudem wird für Palmöl-Plantagen tropischer Regenwald vernichtet.</p>
<p>Einige Säuglingsnahrungen werden daher mit anderen Ölen hergestellt. Die <strong>Fettschadstoffe</strong>, die bei der Raffination von pflanzlichen Fetten und Ölen entstehen, sind dennoch enthalten, allerdings in viel geringeren Mengen als in <strong>Palmöl</strong>.</p>
<h3>Mineralöle</h3>
<p>Laut <a href="https://www.oekotest.de/kinder-familie/17-Muttermilchersatzprodukte-im-Test_110602_1.html" target="_blank" rel="noopener">ÖKO-Test Jahrbuch Kleinkinder Ausgabe (001_2018)</a> enthalten alle 17 getesteten Muttermilchersatznahrungen <strong>Mineralöle</strong>. Die Mineralölbestandteile MOSH können laut ÖKO-Test im Körper gespeichert werden und haben in Tierversuchen zu <strong>Schädigungen</strong> der Leber und Lymphknoten geführt.</p>
<p>In der Analyse lassen sich MOSH nicht sicher von den chemisch ähnlich aufgebauten POSH trennen. <a href="https://www.eurofins.de/lebensmittel/analysen/organische-kontaminanten/mineraloele-mosh-posh-moah/" target="_blank" rel="noopener">POSH</a> gehören nicht zu den Mineralölen, sondern zu den Oligomeren, die aus <strong>Plastikverpackungen</strong> (PE, PP) migrieren können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10845" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus.jpg" alt="Milchfläschchen liegt und läuft aus" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Reinigungsmittel</h3>
<p>In fast allen 17 von ÖKO-Test unter die Lupe genommenen Produkten ist <a href="https://www.sparbaby.de/baby/milchpulver-anfangsnahrung-test/" target="_blank" rel="noopener">Chlorat</a> nachweisbar, das wahrscheinlich von <strong>Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln</strong> stammt, allerdings nur in Spuren, was für unproblematisch gehalten wird. Chlorat kann sich negativ auf die roten Blutkörperchen und die Schilddrüsenfunktion auswirken.</p>
<h3>Was alles NICHT enthalten ist</h3>
<p>Von den Schadstoffen in künstlicher Säuglingsnahrung mal ganz abgesehen, können wir uns auch einfach anschauen, was alles NICHT in ihr enthalten ist, nämlich hunderte von wichtigen und gesunden <strong>Inhaltsstoffen</strong>, die es nur in der Muttermilch gibt.</p>
<p>Sämtliche positive Inhaltsstoffe aufzuzählen, die in Muttermilch enthalten sind, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, du kannst dir den von mir verlinkten <a href="https://www.sensible-osteopathy-berlin.com/blog/unterschiede-muttermilch-pulvermilch/" target="_blank" rel="noopener">Vergleich zwischen Muttermilch und Pulvermilch</a> aber gern durchlesen.</p>
<h3>Nachteile von Pulvermilch</h3>
<p>Zu guter Letzt sei noch kurz erwähnt, dass <strong>Pulvermilch</strong> im Vergleich zu Muttermilch schlechter abschneidet und sich negativ auf die <strong>Entwicklung</strong> und Gesundheit des Kindes auswirkt.</p>
<p>Das ist allerdings ein anderes Thema, was dann in einem gesonderten Beitrag Platz finden wird. Bis dahin verlinke ich gern zu stillkinder.de, dort kannst du alles über die <a href="https://www.stillkinder.de/haeufige-fragen-zum-langzeitstillen/" target="_blank" rel="noopener">Vorteile von Muttermilch</a> bzw. die <a href="https://www.stillkinder.de/die-risiken-der-kuenstlichen-saeuglingsnahrung-neu-betrachtet/" target="_blank" rel="noopener">Risiken der künstlichen Säuglingsnahrung</a> erfahren.</p>
<div id='c1315_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ja, es ist wahr: Muttermilch ist mit Schadstoffen belastet und wird an das Muttermilch trinkende Kind weitergegeben, ja, sogar schon an das Ungeborene im Mutterleib.</p>
<p>Heißt das jetzt, dass wir vorsorglich lieber keine Muttermilch geben sollten, um unseren <strong>Kindern</strong> nicht zu schaden? Die Antwort lautet ganz klar: NEIN!</p>
<p>Auch in künstlicher Säuglingsnahrung, Folgemilch, allgemein in unserer Nahrung, aber auch in unserem Trinkwasser, unserer Luft sowie den <strong>Produkten</strong>, die wir benutzen, finden sich Schadstoffe wieder, es lässt sich also beim besten Willen nicht vermeiden, dass wir und unsere Kinder sie aufnehmen.</p>
<p>Der BUND, die WHO sowie die Nationale Stillkommission beim BfR sind sich einig: Die <strong>Vorteile</strong> von Muttermilch überwiegen bei Weitem. Zudem umfasst das <strong>Stillen</strong> einen sehr kurzen Lebensabschnitt, die <strong>Belastung</strong> ist also begrenzt.  Schadstoffe in Muttermilch sind zwar nicht erwünscht, jedoch kein Grund zum Abstillen, sondern vielmehr ein Grund für die Reform der aktuellen Chemiepolitik.</p>
<p>Die bisher bedeutendste Reform zum Umwelt- und Gesundheitsschutz in Europa stellt wohl die am 1. Juni 2007 in Kraft getretene Europäische Chemikalienverordnung <a href="https://www.reach-info.de/index.htm" target="_blank" rel="noopener">REACH</a> (<strong>R</strong>egistrierung, <strong>E</strong>valuierung und<b> A</b>utorisierung von <strong>Ch</strong>emikalien) dar, die die Sicherheit von Mensch und Umwelt sicherstellen soll, indem Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender ihre Chemikalien registrieren lassen müssen und für deren sichere Verwendung selbst verantwortlich sind.</p>
<p>Demnach muss VOR Einsatz einer Chemikalie deren Unbedenklichkeit sichergestellt worden sein. Ist sie es nicht, wird sie auch nicht zugelassen und darf folglich auch nicht zum Einsatz kommen. <strong>Chemikalien</strong>, die bereits in Gebrauch sind, müssen nach und nach geprüft werden.</p>
<p>Auch <strong>Transparenz</strong> ist wichtig, denn wir Verbraucher*innen wollen schließlich wissen, was für Chemikalien in diesem oder jenem enthalten sind und wollen bewusst die Entscheidung treffen, ob wir es kaufen oder lieber doch nicht. Deshalb können wir uns online über die jeweiligen Chemikalien informieren.</p>
<h3>Was können Verbraucher*innen noch tun?</h3>
<p>Was können wir als Verbraucher*innen noch unternehmen? Wir könnten beispielsweise unser <a href="https://www.kochbar.de/cms/muss-man-obst-und-gemuese-waschen-so-beseitigen-sie-pestizide-und-keime-2677254.html" target="_blank" rel="noopener">Obst und Gemüse gründlich waschen</a>, um Pestizide und <strong>Keime</strong> zu beseitigen, aber ist das etwa schon alles?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10850" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch.jpg" alt="Kind prüft Apfel im Supermarkt kritisch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie sehr unsere Essgewohnheiten unsere <strong>Gesundheit</strong> beeinflussen, wird, denke ich, aus dem 2013 geführten Interview mit dem Umweltmediziner Professor Hermann Fromme vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in der  <a href="https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Entwarnung-Muttermilch-enthaelt-ungefaehrliche-Schadstoffmenge-id25404791.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Augsburger Allgemeinen&#8220;</a> deutlich:</p>
<blockquote><p>&#8222;Schadstoffe werden zu 90 % über die Nahrung aufgenommen. Viele finden sich zum Beispiel in tierischen Fetten.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das bedeutet, dass wir zum größten Teil über unsere <strong>Nahrung</strong> beeinflussen können, ob und in welcher Menge wir Schadstoffe zu uns nehmen und an unsere Kinder weitergeben. Sollten wir also weniger oder vielleicht gar keine tierischen Produkte zu uns nehmen? Ist die Muttermilch von <strong>Vegetarierinnen</strong> weniger belastet? Darauf hat Prof. Fromme vom LGL bereits eine Antwort:</p>
<blockquote><p>&#8222;Hierzu liegen wenige Untersuchungen vor, aber da viele langlebige Substanzen sich in tierischen Fetten anreichern, ist zu erwarten, dass Vegetarierinnen geringer belastet sein werden.&#8220;</p></blockquote>
<p>Gehen wir mal einen Schritt weiter und stellen uns vor, dass wir einfach mehr <strong>pflanzliche</strong> Produkte und weniger, bestenfalls gar keine <strong>tierischen</strong> Produkte mehr zu uns nehmen, wird klar, dass wir dadurch auch gleich viel weniger Schadstoffe über den langen Weg der Nahrungskette aufnehmen.</p>
<p><strong>Gesunde Fette</strong> können wir mühelos über pflanzliche Quellen beziehen, und auch da sollten wir zu den qualitativ hochwertigen greifen, wie z.B. zu Bioprodukten oder sogar zu Produkten mit den Siegeln der Anbauverbände, die strengere Kriterien als die <a href="https://utopia.de/siegel/eu-bio-siegel/" target="_blank" rel="noopener">EU-Öko-Verordnung</a> erfüllen. Die bekanntesten Verbände sind <a href="https://www.bioland.de/ueber-uns/richtlinien.html" target="_blank" rel="noopener">Bioland</a>, <a href="https://www.demeter.de/leistungen/zertifizierung/richtlinien" target="_blank" rel="noopener">Demeter</a> und <a href="https://www.naturland.de/de/naturland/richtlinien.html" target="_blank" rel="noopener">Naturland</a>.</p>
<p>Darüber hinaus kannst du auch einige Lebensmittel selber anbauen, da kannst du sicher sein, was drin ist. Vielleicht kannst du auch von deiner Nachbarin bzw. deinem Nachbarn Lebensmittel beziehen, von der/dem du weißt, dass sie/er keine Pestizide o.ä. verwendet.</p>
<p>Letztendlich müssen wir aufhören, im wahrsten Sinne des Wortes Billigprodukte zu kaufen, weil wir auf <strong>Qualität</strong> verzichten, und uns stattdessen für Lebensmittel entscheiden, die zwar teurer sind, dafür aber auch qualitativ hochwertiger und schlichtweg gesünder. Die wir in <strong>Maßen</strong> genießen und endlich auch wieder <strong>wertschätzen</strong> können, und nicht im Sinne der Wegwerfgesellschaft in Massen in den Müll kippen. Nur so nehmen wir Einfluss auf das Angebot am Markt. Nur so können wir als Verbraucher*innen ein Zeichen setzen, dass wir es wortwörtlich satt haben, uns, unsere Kinder und unsere Umwelt mit Chemikalien krank zu machen.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/schadstoffe-in-muttermilch/">Schadstoffe in Muttermilch</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 22:18:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen. Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu verstehen, vielleicht sogar ein paar tröstende Worte zu finden. Deshalb ... <a title="Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/" aria-label="Mehr zu Tröstende Worte &#8211; Wie man richtig tröstet">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan prasselt so viel auf mich ein, dass mir alles zu viel wird. Es scheint mich alles aus der Bahn zu werfen.</p>
<p>Inmitten dieses ganzen Chaos‘ fiel mir auf, wie schwer es den Leuten fällt, auf mich zuzugehen, „richtig“ mit mir zu reden, mich zu <strong>verstehen</strong>, vielleicht sogar ein paar <strong>tröstende Worte</strong> zu finden.</p>
<p>Deshalb gibt es heute einen Beitrag, wie du jemanden <strong>richtig trösten</strong> und ihr/ihm zur Seite stehen kannst, was du tun oder sagen könntest, und vor allem, was du unterlassen solltest.</p>
<p><span id="more-10584"></span><div id='c7268_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>

<h2><strong>Tröstende Worte</strong></h2>
<p><strong>Babys</strong>, mitunter auch noch Kleinkinder, sind recht einfach zu trösten, wenn sie sich verletzt haben oder aus irgendeinem anderen Grund <strong>traurig</strong> sind. Sie brauchen dann ganz viel Nähe, der Liebestank muss wieder aufgefüllt werden, wie es so schön heißt. Stillen, kuscheln, streicheln, umarmen, im Arm wiegen, tragen, schunkeln, gut zureden &#8222;Ich bin da.&#8220;, vielleicht ein beruhigendes Lied singen &#8211; alles ganz wunderbare Methoden, damit sich ein Baby bzw. <strong>Kind</strong> wieder beruhigt.</p>
<p>Werden wir älter, bedarf es da schon mehr, als jemanden, der uns mal ganz fest in den Arm nimmt, damit alles wieder gut ist. Wir wollen auch <strong>verstanden</strong> und <strong>gesehen</strong> werden. Und das ist, wie ich zu meinem Bedauern feststellen musste, ziemlich selten zu finden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10587" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg" alt="Richtig tröten - Die besten Tipps, Kinder &amp; Erwachsene richtig zu trösten | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/richtig-troeten-die-besten-tipps-kinder-erwachsene-richtig-zu-troesten-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Das wird mir alles zu viel</h2>
<p>Erst vor Kurzem hatte ich einen <strong>Unfall</strong>. Bin ohnmächtig geworden und knallte mit dem Gesicht auf den Boden. Der ganze Weg vom Notruf bis zur Entlassung im Krankenhaus hat in mir tiefe Spuren hinterlassen.</p>
<p>Dann kam der Punkt, an dem ich begriff, dass ich meinen Zahn, vielleicht sogar noch mehr Zähne aufgrund des <strong>Traumas</strong> verlieren würde. Mir wurde mein <strong>Verlust</strong> jetzt erst so richtig bewusst und ich fing manchmal aus heiterem Himmel zu <strong>weinen</strong> an.</p>
<p>Ich merkte, dass mich in dieser Zeit kaum jemand gesehen und verstanden hat. Enttäuschung und das Gefühl von Einsamkeit machten sich breit.</p>
<p>Als wäre dieser Umstand noch nicht genug, hab ich’s jetzt wohl auch noch mit der Bandscheibe zu tun. Neben den seelischen <strong>Schmerzen</strong> kommen jetzt auch noch <strong>körperliche</strong> hinzu und ich sage mir: Das wird mir alles zu viel!</p>
<p>Ich wache auf und hoffe, es war alles nur ein Albtraum. Ein richtig beschissener Albtraum, der mir eine Höllenangst gemacht hat. Der jetzt aber zum Glück vorbei ist. Der mir sagt, dass ich das alles nur geträumt habe. Dass alles gut ist. Doch dann muss ich mir eingestehen: Das war kein <strong>Traum</strong>. Das ist <strong>Realität</strong>.</p>
<p>Und all die tröstenden Worte, die ich höre, die sind alle so <strong>falsch</strong>. Worte wie</p>
<ul>
<li>&#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;</li>
<li>&#8222;Sei nicht traurig.&#8220;</li>
<li>&#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>&#8222;Jetzt kannst du traurig sein. Später wirst du drüber lachen.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du schaffst das. Du bist stark. Du bist so tapfer.&#8220;</li>
<li>&#8222;Man kann den Kostenvoranschlag bei (&#8230;) einreichen, dann machen dir die Ärzte ein Angebot.&#8220;</li>
<li>&#8222;Du bist mega taff. ne harte Huss. n zähes Gemüse. Ich bin mega beeindruckt, wie du (&#8230;).&#8220;</li>
<li>&#8222;Du wirst die bestmögliche Behandlung bekommen, damit du dich wieder wohl fühlst.&#8220;</li>
</ul>
<p>Obwohl sich einige Sätze für dich vielleicht <strong>aufbauend</strong> und <strong>tröstend</strong> anhören, waren sie in meinen Augen völlig fehl am Platz. Woran lag das?</p>
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<h2><strong>Nicht verstanden</strong></h2>
<p>Es ist, als würde niemand meinen Schmerz sehen. Als würde das, was mir passiert ist, sogar heruntergespielt werden. „Zum Glück ist <strong>nichts Schlimmeres</strong> passiert.“ hört sich für mich so an, als sei das, was geschehen ist, für andere nicht so wild gewesen.</p>
<p>Mir kommt es vor, als würde jede/r versuchen, nur schnell alles <strong>in Ordnung</strong> bringen zu wollen, in der Hoffnung, dass dann alles wieder wie vorher ist. Schnell vergessen, Blick nach vorn, an die Zukunft denken und einfach weitermachen wie bisher. Als würden sie ein Pflaster über eine Wunde kleben wollen, damit alles wieder normal sein kann. Aber so funktioniert das nicht, wenn man trauert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5932 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg" alt="Familie beim Essen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/07/wenn-erziehungsstile-kollidieren-familie-beim-essen-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn da sind <strong>zwei Wunden</strong>. Die eine ist jetzt vom Pflaster bedeckt und kaschiert. Und die andere hat man gar nicht erst zu Gesicht bekommen, denn die blutet still und leise vor sich hin, ohne dass sie jemals genauer angesehen wurde.</p>
<h2><strong>Die unsichtbare Wunde</strong></h2>
<p>Die Wunde reißt auf, als ich aufwache und überall dieses <strong>Blut</strong> auf dem Boden sehe, mein Kind nach mir ruft, ich in meiner Verwirrtheit funktionieren und organisieren muss, den <strong>Notruf</strong> wähle, Sachen packe und mein Kind mitnehme, um auf den Krankenwagen zu warten.</p>
<p>Sie scheint gestillt zu werden, als mein Mann nach Hause kommt und der Notarzt eintrifft, doch als mir die Sanitäter sagen, dass meine Zähne abgebrochen sind, meine Nase evtl. auch noch gebrochen ist, ich eine Halskrause umgelegt bekomme, weil sie nicht wissen, ob ein Halswirbel verletzt ist, da reißt sie weiter auf.</p>
<p>Die Wunde schmerzt, als ich im <strong>Krankenhaus</strong> wie ein Paket abgeliefert werde, es mir unendlich schlecht geht und alle an mir vorbeilaufen und ich einfach warten muss, bis sich jemand um mich kümmert. Ich fühle mich unwichtig, wertlos, wie eine Nummer, ohne Identität, ohne jemanden an meiner Seite, der mich lieb hat. <strong>Allein</strong> gelassen,</p>
<p>Mir fällt auf, dass es kaum Zeit für ein intensives Gespräch gibt, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Einstudiertes Mitgefühl, <strong>übergriffiges</strong> Verhalten und <strong>Überforderung</strong> scheinen hier dagegen zum Alltag zu gehören.</p>
<p>Dann stehen weitere Untersuchungen an, weil es mir immer schlechter geht. Gehirnerschütterung? Oder noch schlimmer? Ich hab <strong>Angst</strong>, dass mein Gesicht mein geringstes Problem ist.</p>
<p>Die Patienten drumherum nörgeln und sabotieren ihre eigenen Untersuchungen, das Personal ist genervt, weil sie jetzt die bereits erledigten Aufgaben wiederholen müssen. Noch weniger Zeit für andere Dinge, z.B. den anderen Patient*innen das mehrmals erbetene Wasser oder Telefon zu holen. Piepende Apparate, grelles Licht, klingelnde Telefone, Menschen unterhalten sich über belanglosen Scheiß, der in mir einen unbändigen Brechreiz hervorruft.</p>
<p>Dieses ganze System, dass die Arbeit der Rettungssanitäter nur bis zum Krankenhaus geht und dort endet, das Personal halslos <strong>überfordert</strong> und <strong>gestresst</strong> ist, Patient*innen mitunter den ganzen Tag auf jemanden warten, die/der sich ihrer annimmt, immer mehr Notfälle reinkommen, aber nicht mehr Hilfe, all diese <strong>Not</strong> überall, ich werde schier wahnsinnig.</p>
<p>Und dann darf ich endlich nach Hause. Schnell wird mir das Pflaster vom Zugang von der Haut abgerissen mit irgendeinem &#8222;Hab dich nicht so&#8220;-Spruch. Bloß schnell weg hier.</p>

<h3>Die unbehandelte, unsichtbare Wunde</h3>
<p>Bei den nachbehandelnden Ärzt*innen wird die Wunde aber einfach nicht besser, niemand <strong>kümmert</strong> sich um sie. Alle sagen, wie tapfer und mutig und stark ich doch sei, wie gut ich das mache. Dass <strong>alles gut</strong> sei. Sie betrauern meinen Verlust, aber nicht so, wie ich es brauche. In der Familie versuchen es einige mit Witzen, das geht total nach hinten los.</p>
<p>Allmählich denke ich selber, dass es nicht so schlimm war. Die Schiene, die ich übergangsweise tragen soll, fällt nicht auf. Es sieht tatsächlich so aus, als sei nie etwas passiert. Alles schön <strong>kaschiert</strong>.</p>
<p>Doch dann nehme ich das Teil ab, um es zu säubern, und sehe ES. Ich höre ES. Ich geh mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt und er nimmt mir meine Hoffnung, dass es nur harmlose Rückenschmerzen sind, die man mit etwas Tapen wieder in den Griff bekommt. Und dann wird mir mit einem Mal klar, dass nichts „wieder wird“. &#8217;n Scheiß wird wieder!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10593" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg" alt="Trauriges Kind lehnt an einer Wand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/trauriges-kind-lehnt-an-einer-wand-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2><strong>Wie du richtig trösten kannst</strong></h2>
<p>Genau an dieser Stelle wirst du wahrscheinlich erkennen, warum es so <strong>schwer</strong> ist, die richtigen Worte zu finden, um jemanden zu trösten. Weil die Wunde <strong>tiefer</strong> ist, als sie erscheint. Weil es der/dem Betroffenen um etwas ganz anderes geht, als du vielleicht denkst. Weil viele einfach selber nicht wissen, wie man jemanden richtig tröstet, weil sie selber nie richtig <strong>getröstet</strong> wurden. Weil manchmal einfach zu viel auf einen einprasselt, womit man nicht klarkommt. Man ist schlichtweg überfordert und weiß nicht, wie man mit diesem ganzen <strong>Ballast</strong> zurechtkommen soll.</p>
<p>Hier also ein paar <strong>Tipps</strong>, was du beim Trösten tun bzw. nicht tun solltest:</p>
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<h3><strong>Zeig Verständnis, nimm sie/ihn ernst</strong></h3>
<p>Egal, ob es sich um einen Unfall, einen <strong>Streit</strong>, eine Trennung oder die Verarbeitung eines Verlustes handelt, ein Kind hingefallen oder „nur“ traurig ist, weil die Sonne untergegangen ist oder was auch immer: Du solltest die Person mit ihren <strong>Gefühlen</strong> und Bedürfnissen immer <strong>ernst nehmen</strong>.</p>
<p>Egal, um was es sich handelt und egal, ob es von außen <strong>nicht so schlimm</strong> aussieht, denk an die unsichtbare Wunde. Für andere ist es sehr wohl tragisch, und das sollte unbedingt ernst genommen werden. Folgendes solltest du auf jeden Fall <strong>vermeiden</strong>:</p>
<ul>
<li><strong>Aufmunterungsversuche</strong>, wie z.B. kitzeln oder Witze machen</li>
<li><strong>Ablenkungen</strong> jeglicher Art, wie die o.g. Aufmunterungsversuche, aber auch Kinobesuche, einen saufen gehen oder Party machen wollen usw.</li>
<li><strong>Motivationssprüche</strong>, wie &#8222;Sei stark.&#8220;, &#8222;Du schaffst das.&#8220;, &#8222;Du muss jetzt tapfer sein.&#8220;</li>
<li>Von sich selber erzählen, wie &#8222;Ich weiß, wie du dich fühlst, bei mir war das so: (…).&#8220;</li>
<li><strong>Trivialisierungen</strong>, wie &#8222;Zum Glück ist dir nichts Schlimmeres passiert.&#8220;, &#8222;Besser als&#8230;&#8220;</li>
<li><strong>Floskeln</strong>, wie &#8222;Die Zeit heilt alle Wunden.&#8220;, &#8222;Alles wird gut.&#8220;, &#8222;Später wirst Du dankbar sein.&#8220;, &#8222;Das wird wieder.&#8220;</li>
<li>Tipps und <strong>Ratschläge</strong> jeglicher Art, außer, es wurde ausdrücklich darum gebeten</li>
<li>Verurteilungen, <strong>Beschuldigungen</strong>, wie &#8222;Was musstest du auch&#8230;?&#8220;, &#8222;Ich hab&#8217;s dir ja gleich gesagt, aber du&#8230;&#8220;</li>
</ul>
<p>Ziemlich viel, was man lieber lassen sollte, aber alles hat einen Grund. Absolute Priorität ist, dass sich die/der Trauernde <strong>verletzbar</strong> zeigen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10595" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg" alt="Kind weint in den Armen seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-weint-in-den-armen-seiner-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es geht nicht darum, stark oder tapfer zu sein oder optimistisch in die Zukunft zu blicken, sondern darum, sich fallen lassen zu können und aufgefangen zu werden. Es geht darum, den Schmerz voll und ganz <strong>zuzulassen</strong> und von seinen Mitmenschen gesehen und <strong>gehört</strong> zu werden. Sämtliche o.g. Versuche lenken bloß vom eigentlichen Problem ab, man <strong>verdeckt</strong> es einfach, statt es sich näher anzusehen, was zu noch mehr (inneren) Verletzungen führt, weil man sich einfach nicht <strong>gesehen</strong> fühlt.</p>
<p>Wenn du dir nicht sicher bist, ob jetzt ein Ratschlag gut käme, dann stell dir einfach vor, dass du die- bzw. derjenige bist, die/der gerade total frustriert ist. Was würde dir helfen? Was bräuchtest du? Was würde dir überhaupt nicht helfen? Wenn du dir diese Fragen stellst, wirst du schnell herausfinden, ob ein Tipp in dieser Situation wirklich hilfreich oder eher schädlich wäre.</p>
<div id='c8713_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3><strong>Sei ehrlich</strong></h3>
<p>Es ist gar nicht so selten, dass die Leute lieber einen Bogen um trauernde Menschen machen. Sie wollen ihnen eigentlich Raum und Zeit geben, wollen sie nicht bedrängen. Sie reden mit allen anderen über den <strong>Vorfall</strong>, nur nicht mit den Menschen, denen es passiert ist. Sie sind <strong>unsicher</strong>, was der Person gut täte, also lassen sie es lieber ganz, um bloß nichts falsch zu machen. Doch gerade dieser Weg ist oft der verletzendste.</p>
<p>Ich für meinen Teil fand dieses Verhalten zumindest verletzend. Statt mit mir zu reden, war mein Mann ständig am Telefonieren und Schreiben und Erzählen, wie es mir geht, was jetzt ansteht usw.</p>
<p>Mit einigen aus meiner Familie wollte ich tatsächlich nicht sprechen, das sagte ich auch so, aber ich wollte nicht, dass mich die anderen wie eine zerbrechliche Puppe behandeln und mit mir nur noch über einen Dritten <strong>kommunizieren</strong>. Besser wäre es gewesen, <strong>ehrlich</strong> und <strong>klar</strong> mit mir zu reden, was ich brauche.</p>
<p>Wenn du also unsicher bist, was du jetzt für die Person tun kannst, dann sei doch lieber ehrlich und red mit ihr darüber, statt dein Gedankenkarussell anzuschmeißen und dir auszumalen, was sie wohl angeblich möchte bzw. nicht möchte, so vermeidest du Missverständnisse.</p>
<h3><strong>Bleib im Jetzt</strong></h3>
<p>Manche trösten gern darüber hinweg, dass es ja bald besser wird, dass es dann alles wieder gut sein wird, dass man vielleicht sogar irgendwann mal drüber <strong>lachen</strong> kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Mir persönlich bringen solche Worte nichts, so lieb sie gemeint sein mögen. Denn ich brauche JETZT jemandem, der sich mit mir befasst und für mich da ist. Ich will mich nicht mit der <strong>Zukunft</strong> beschäftigen, denn ich komme ja nicht mal mit der <strong>Gegenwart</strong> klar!</p>
<p>Vielleicht werde ich wirklich mal drüber lachen können, keine Ahnung, weiß ich nicht, ist ja jetzt noch nicht eingetroffen. Aber jetzt, in diesem Moment, bin ich unendlich traurig und will <strong>trauern</strong> dürfen, will wissen, dass da jemand ist, der mich noch liebt und mich versteht und für mich da ist.</p>
<p>Statt also von der Zukunft zu reden und Optimismus zu zeigen, kümmer dich doch erstmal um die Gegenwart.</p>

<h3><strong>Aktives Zuhören</strong></h3>
<p>Alles schön und gut, was man nicht tun soll, aber wie kann man denn &#8222;richtig&#8220; trösten und jemanden begleiten? Gibt es das überhaupt: Richtig trösten? In meinen Augen, ja, und zwar mithilfe des aktiven Zuhörens, eine wirklich wunderbare und einfache Methode, damit sich dein Gegenüber <strong>verstanden</strong> fühlt.</p>
<p>Im Grunde genommen geht es beim aktiven Zuhören darum, seine <strong>Aufmerksamkeit</strong> voll und ganz der/m Gesprächspartner*in zu widmen, das Gesprochene wiederzugeben oder kurz zusammenzufassen, sowohl durch <strong>verbale</strong> als auch <strong>nonverbale</strong> Techniken.</p>
<p>Lass dich von nichts ablenken, nimm dir <strong>Zeit</strong> für ein intensives Gespräch, schau nicht aus dem Fenster, auf die Uhr, das Telefon oder womit du dich gerade beschäftigt hast, halte stattdessen <strong>Augenkontakt</strong>. Zeige, dass du verstehst und zuhörst, indem du nickst, kurze Äußerungen von dir gibst, aber nicht unterbrichst (wie z.B. „Ich verstehe.“ usw.), wiederhole das Gesagte, spiegele die Gefühle, frage nach, fasse kurz zusammen, lass auch gern mal längere Pausen zu.</p>
<p>Ein Beispiel für <strong>aktives Zuhören</strong> kannst du dir gern im unteren YouTube Video ansehen. Ich finde, mit Videos kann man das aktive Zuhören besser erklären als mit bloßen Worten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/xgAogY-iIQI?rel=0&amp;controls=0&amp;showinfo=0" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3><strong>GFK – gewaltfreie Kommunikation</strong></h3>
<p>Eine weitere Methode, die allerdings sehr viel Übung erfordert und außerdem voraussetzt, dass du selber mit dir <strong>empathisch</strong> umgehst, bevor du jemanden Empathie entgegenbringen kannst, ist GFK, die <strong>gewaltfreie Kommunikation</strong>, die mich wie kein anderes Thema so fasziniert und mir so viel gegeben hat. Ich liebe <strong>GFK</strong>!</p>
<p>Da GFK jedoch ein sehr umfangreiches Thema ist, möchte ich es gern in einem gesonderten Beitrag erörtern. So viel kann ich dir aber schon verraten: Bei der GFK geht es darum, sich mit jemandem empathisch zu verbinden, um herauszufinden, welche Gefühle und Bedürfnisse sich in der- bzw. demjenigen gemeldet haben, als ein bestimmtes <strong>Ereignis</strong> eintraf, das als Auslöser identifiziert werden kann.</p>
<p>Mit GFK schaut man also ganz genau hinter einen <strong>Auslöser</strong>, um herauszufinden, was da in einem Menschen gerade lebendig war.</p>
<p>Wenn du mehr über GFK erfahren willst, dann kann ich dir das Hörbuch &#8222;<a href="https://amzn.to/2yWgfcf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens &#8211; erweiterte Neuausgabe</a>&#8222;* von Marshall B. Rosenberg empfehlen, allerdings lege ich dir nahe, auf jeden Fall auch mal einen Kurs mitzumachen, ich zumindest verinnerliche Inhalte auf diese Art und Weise besser und präge sie mir leichter ein.</p>
<div class="produktbox-wrapper">
<div class="produktbox-titel"><i class="fa fa-heart"></i>Meine Empfehlung für dich</div>

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            <ul><li>Marshall B. Rosenberg (Autor) - Markus Hoffmann, Joachim Schönfeld, Ulrike Hübschmann (Sprecher)</li></ul>        </div>
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<p>Ansonsten kann ich dir auch aus vollem Herzen die <a href="http://www.caecilie-boehmig.de/gewaltfreie-kommunikation/" target="_blank" rel="noopener">GFK <strong>Übungsgruppe</strong></a> empfehlen, in die ich persönlich sehr, sehr gern gehe, da konnte ich schon viel lernen, viel mitnehmen, mir wurde in dieser Gruppe wie in keiner anderen so viel gegeben, es ist wirklich eine absolute Herzensempfehlung von mir an dich, wenn du GFK <strong>üben</strong> möchtest, egal, ob du jemanden <strong>begleiten</strong> oder selber begleitet werden willst.</p>
<h3><strong>Sei da und h</strong><strong>alte es aus</strong></h3>
<p>Selbst, wenn es dir nicht gelingen sollte, die richtigen Worte zu finden, dann sei einfach <strong>ehrlich</strong>. So erging es auch meinem Mann. Alles, was er sagte, war falsch oder brachte mich nur noch mehr zum Weinen.</p>
<p>Irgendwann meinte er dann:&#8220;Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, damit ich dich trösten kann. Ich bin für dich da.&#8220;</p>
<p>Und das war es. Da war einfach jemand, der sagt: &#8222;Ich bin mir unsicher, was ich sagen soll. Ich weiß nicht weiter. Aber ich bin da.&#8220;. Kein Blabla, keine Floskeln, kein Zukunftsgelaber oder sonstwas. Einfach authentisch und mit der Botschaft: Was du auch brauchst, ich bin für dich da. Ich weiß zwar grad selber nicht, wie ich helfen kann, aber wir stehen das gemeinsam durch. Du bist nicht allein.</p>
<p>Viel konnte mein Mann während dieser <strong>Trauerphase</strong> nicht machen. Ich musste so viel weinen, dachte, es sei vorüber, und brach dann wieder in einen heftigen Heulkrampf aus.</p>
<p>Doch mein Mann ging nicht weg, blieb da, hielt mich, schwieg und hielt es einfach aus. Zwischendurch war mir das sogar etwas lästig, dann brauchte ich eine kurze Pause, aber im Nachhinein war es genau das Richtige, dass er mir zwar den Raum gab, den ich zwischendurch brauchte, aber mir immer wieder signalisierte: <strong>Ich bin da</strong>. Du bist nicht allein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10608" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg" alt="Frau wird in Armen einer Freundin getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/frau-wird-in-armen-einer-freundin-getroestet-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3><strong>Akzeptiere sie/ihn</strong></h3>
<p>Was auch helfen kann: Den Menschen vor dir so zu <strong>akzeptieren</strong>, wie er ist.</p>
<p>Mein Sohn (3 Jahre) begleitete mich z.B. zum Zahnarzt, weil ich eine Schiene für die Übergangszeit bekommen sollte. Leider war die kaputt, weshalb ich weiter als zahnlose Minka rumlaufen musste. Das erklärte ich meinem Sohn, woraufhin er mich bat, meinen Mund aufzumachen. Er hielt mein Gesicht mit seinen kleinen, weichen Händen, schaute in meinen Mund und sagte nichts. Es war keine Trauer, kein Ekel, da war einfach keinerlei <strong>Bewertung</strong> in seinem Blick. &#8222;Lass uns zum Spielplatz gehen.&#8220;, schlug er vor.</p>
<p>&#8222;Ich liebe dich auch ohne Zahn.&#8220; &#8211; zumindest deutete ich diesen stillen Moment so. Ich fand diese Geste echt süß, hat sie mir doch gezeigt, dass mein Sohn mich auch so <strong>liebt</strong>. Das hat mir viel <strong>Kraft</strong> gegeben, weil ich mich dadurch einfach geliebt fühlte.</p>
<p>Und dann gab es da noch ein paar fremde Kinder auf dem Spielplatz, die mich trotz meines Makels ganz normal behandelten, sich mit mir wie mit jedem anderen unterhielten und mit mir spielten und mir zeigten, dass ich auch mit diesem Verlust ein vollwertiger Mensch bin und mich nicht schämen brauche.</p>
<p>Es war zwar schade, was ich verloren und erlebt hatte, aber ICH war ok, ich wurde nicht wie eine Aussätzige behandelt. Diese <strong>Akzeptanz</strong> von außen ließ mich ruhiger werden und war reiner Balsam für die Seele.</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Du kannst viel <strong>falsch</strong> machen, wenn du versuchst, jemanden in seiner Trauer zu begleiten. Dazu zählen jegliche Versuche der Aufmunterung und Ablenkung sowie Floskeln, Motivationssprüche, Zukunftsgelaber, Heuchelei, Vergleiche, Trivialisierungen sowie Verurteilungen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10602" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg" alt="Kind schaut mit verschränkten Armen ärgerlich zu verärgerter Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/06/kind-schaut-mit-verschraenkten-armen-aergerlich-zu-veraergerter-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Die <strong>beste Methode</strong>, jemanden zu trösten, indem er sich voll und ganz gesehen und gehört fühlt, besteht darin, einfach da zu sein, die Person aufzufangen und gemeinsam mit ihr den Schmerz zu bewältigen, am Besten durch aktives Zuhören und die gewaltfreie Kommunikation (GFK).</p>
<p>Wie du siehst, geht es also nicht darum, großartige Reden vorzubereiten, ausgefallene Ablenkungs- und Aufmunterungsmanöver zu starten oder mit <strong>Tipps</strong> und <strong>Ratschlägen</strong> um dich zu werfen, denn die sind absolut nicht hilfreich.</p>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Wenn gewünscht, ist eine Umarmung, ein Tipp oder ein eigener Erfahrungsbericht in Ordnung, du solltest aber unbedingt darauf warten, dass die Person dich unaufgefordert darum <strong>bittet</strong>.</p>
<p>Wenn du nicht weißt, wie du mit der Situation umgehen sollst, sei lieber ehrlich, geh hin und sag es einfach, statt dich aus Angst fernzuhalten, denn das kann die/der Trauernde als sehr verletzend empfinden, weil sie/er sich dadurch wie ein/e Aussätzige/r fühlt.</p>
<p>Was hilft dir, wenn du total deprimiert bist?<br />
</p>
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		<title>Kind hat Angst vorm Zahnarzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2018 05:00:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Regelmäßige Kontrollen beim Kinderzahnarzt sind wichtig, doch was, wenn dein Kind Angst vorm Zahnarzt hat und einfach nicht den Mund aufmacht? Wir haben Erfahrungen mit drei unterschiedlichen Zahnärzten gemacht. Bei den ersten beiden war jeder Besuch eine Qual, beim zweiten hingegen ging der Mund wie von Zauberhand auf. Worin der Unterschied bestand und was du ... <a title="Kind hat Angst vorm Zahnarzt" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt/" aria-label="Mehr zu Kind hat Angst vorm Zahnarzt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Regelmäßige Kontrollen beim Kinderzahnarzt sind wichtig, doch was, wenn dein Kind Angst vorm Zahnarzt hat und einfach nicht den Mund aufmacht? Wir haben <strong>Erfahrungen</strong> mit drei unterschiedlichen Zahnärzten gemacht. Bei den ersten beiden war jeder Besuch eine Qual, beim zweiten hingegen ging der Mund wie von Zauberhand auf.</p>
<p>Worin der Unterschied bestand und was du sonst noch unternehmen kannst, um deinem Kind die <strong>Angst vorm Kinderzahnarzt</strong> zu nehmen, erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-9963"></span><div id='c1637_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Kind hat Angst vorm Zahnarzt</h2>
<p>Zum besseren Verständnis schreibe ich in diesem Beitrag nur in der männlichen Form, also von Zahnärzten, gleichwohl sind damit aber natürlich auch <strong>Zahnärztinnen</strong> gemeint.</p>
<p>Auch, wenn es nur eine harmlose <strong>Vorsorgeuntersuchung</strong> sein soll, manche Kinder haben selbst vor solchen Terminen <strong>Angst</strong>. Manchmal ist es die Angst vor dem Unbekannten. Die Kinder wissen nicht, was sie dort erwarten wird. Andere Eltern erzählen schon einiges über den Besuch beim Zahnarzt, schaffen bei ihren Kindern aber mehr Angst als Vertrauen. Wiederum andere haben bereits <strong>negative</strong> Erfahrungen beim Kinderzahnarzt machen müssen und wollen am Liebsten gar nicht mehr hin und trauen selbst neuen Zahnärzten nicht über den Weg.</p>
<p>Gehen wir diese unterschiedlichen Situationen durch, in denen dein Kind Angst hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10017" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft.jpg" alt="Kind hat Angst vorm Zahnarzt - Was am Besten hilft | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Ideen, um dein Kind auf den Besuch beim Zahnarzt vorzubereiten</h2>
<p>War dein Kind noch nie beim Zahnarzt und du möchtest es gern darauf vorbereiten? Dafür gibt es ein paar Ideen, wie du dein <strong>Kind</strong> am Besten auf den Besuch beim Kinder Zahnarzt <strong>vorbereiten</strong> kannst:</p>
<h3>1. Rollenspiel</h3>
<p>Du kannst mit deinem Kind die Besuche beim Zahnarzt <strong>nachspielen</strong>.</p>
<p>Damit deinem Kind diese Kontrolle <strong>Spaß</strong> macht und es sich positiv daran erinnert, könntet ihr euch einen <a href="https://amzn.to/2qVabtc" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zahnarzt Koffer samt Zubehör</a>* besorgen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10011" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mundspiegel.jpg" alt="Mundspiegel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mundspiegel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mundspiegel-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2. Zahnarzt Spielzeug</h3>
<p>Du kannst mit deinem Kind auch Zahnarzt <strong>spielen</strong>, indem du passendes <strong>Spielzeug</strong> besorgst, wie z.B. das <a href="https://amzn.to/2vJrS4q" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zahnarzt Spielzeug von Playmobil</a>*. Auf diese Weise lernt dein Kind auf spielerische Weise, was mit den Playmobil Figuren beim Kinderzahnarzt gemacht wird, ohne dass es &#8222;selber zum Zahnarzt muss&#8220;, wie etwa beim Rollenspiel.</p>
<h3>3. Zahnarzt Bücher</h3>
<p><strong>Kinderbücher</strong>, die den Zahnarzt kindgerecht <strong>erklären</strong>, sind auch sehr hilfreich.</p>
<p>Ein kleiner Tipp von mir: Der Zahnarzt sollte gar keine so zentrale Rolle spielen, sondern eher nebenbei erwähnt werden. Das ist in Zahnputzbüchern meist der Fall.</p>
<p>Wir haben zum Beispiel <a href="https://amzn.to/2qSFipp" target="_blank" rel="nofollow noopener">Mein erstes Zahnputzbuch</a>*, das wir eigentlich gegen Olivers <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-zaehne-putzen-16-tipps-die-helfen/" rel="noopener">Probleme beim Zähneputzen</a> besorgt hatten. In dem Buch kommt aber auch ein kurzer Besuch beim Zahnarzt vor. Wenn dich das Buch interessiert &#8211; ich hatte mal einen <a href="https://www.milchtropfen.de/mein-erstes-zahnputzbuch/" rel="noopener">Review</a> dazu verfasst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10012" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kinderbuch-mein-erstes-zahnputzbuch.jpg" alt="Kinderbuch Mein erstes Zahnputzbuch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kinderbuch-mein-erstes-zahnputzbuch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kinderbuch-mein-erstes-zahnputzbuch-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>4. Nimm dein Kind zum Zahnarzt mit</h3>
<p>Nimm dein Kind doch einfach jedes Mal mit, wenn du selber zum Zahnarzt musst (am Besten zu einer <strong>Routineuntersuchung</strong> und nicht unbedingt, wenn eine Bohrung oder Zahnreinigung ansteht).</p>
<p>Auf diese Weise sieht dein Kind, ohne dass es selber im Mittelpunkt steht, was beim Zahnarzt passiert und dass es eigentlich gar nicht so schlimm war, wie es vielleicht gedacht hatte. So <strong>gewöhnt</strong> sich dein Kind langsam, aber sicher an den Zahnarzt und weiß schon, was es bei seinem Kinderzahnarzt erwartet.</p>
<h3>5. Schnuppertag</h3>
<p>Auch auf den Kinderzahnarzt kannst du dein Kind vorbereiten, indem ihr mit der Praxis einen Tag vereinbart, an dem ihr euch die <strong>Zahnarztpraxis</strong> mal in Ruhe ansehen könnt. So kann sich dein Kind bereits an die Räumlichkeiten gewöhnen, ohne dass es gleich auf den Stuhl muss.</p>
<h3>6. Macht langsam</h3>
<p>Ansonsten ist es hilfreich, wenn ihr mit dem Zahnarzt absprecht, wie ihr es langsam angehen könnt. Dass sich beim ersten Besuch erstmal nur beschnuppert wird, vielleicht ein kurzes Kennenlerngespräch stattfindet. Beim zweiten Besuch darf dein Kind dann auf den &#8222;magischen Zauberstuhl&#8220; klettern und sich hoch und runter fahren lassen, beim dritten <strong>Besuch</strong> macht dein Kind vielleicht schon den <strong>Mund auf</strong>.</p>
<p>Das Wichtigste ist, sich nach dem Tempo des Kindes zu richten, auf diese Weise kann man dem Kind die Angst vor dem Zahnarzt nehmen, auch wenn es etwas dauern sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2>Wenn Ängste auf Kinder projiziert werden</h2>
<p>Einige Kinder waren noch nie beim Zahnarzt und haben trotzdem panische Angst vor ihm. Das könnte u.U. daran liegen, dass die <strong>Eltern</strong> oder andere Menschen im näheren Umfeld des Kindes selber Angst vor dem Zahnarzt haben und ihre eigenen <strong>Ängste übertragen</strong>, auch wenn sie das vielleicht gar nicht wollen.</p>
<p>Doch Kinder verfügen über ausgezeichnete Sensoren und wissen ganz genau, wie es jemandem gerade wirklich im Inneren geht. Wenn die Mama also selber eine Zahnarzt <strong>Phobie</strong> hat, wird es schwer für sie, ihr Kind davon zu überzeugen, dass es keine Angst vorm Zahnarzt haben muss. Was kann man in solch einer verzwickten Situation unternehmen?</p>
<p>Eine Freundin von mir hatte eine ähnliche Situation, in der sie ungewöhnlich nervös wurde, wenn sie mit ihrem Kind zu den U Untersuchungen ging. Die <strong>Lösung</strong> meiner Freundin war es, dass der Papa mit dem Kleinen zum Arzt ging, denn der war da ganz locker drauf. Ich denke, das kann man doch auch ganz einfach auf die Untersuchungen beim Zahnarzt übertragen.</p>
<p>Wenn du dich also selber unwohl beim Zahnarzt fühlst und dieses Gefühl nicht auf dein Kind übertragen willst, dann bitte eine dir und dem Kind vertraute Person darum, diesen <strong>Zahnarzttermin</strong> mit deinem Kind wahrzunehmen.</p>

<h2>Wie du negative Erfahrungen beim Zahnarzt vermeiden kannst</h2>
<p>Es gibt leider auch Fälle, in denen Kinder bereits beim Zahnarzt waren und dort <strong>negative Erfahrungen</strong> gemacht haben, die sich nun bei ihnen im Gehirn eingebrannt haben. Und die gehen auch nicht mehr so einfach weg, und schnell schon gar nicht.</p>
<p>Natürlich möchte man das von vornherein <strong>vermeiden</strong>. Hierzu einige wichtige Punkte, die du beachten solltest, damit es erst gar nicht dazu kommt:</p>
<h3>1. Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt</h3>
<p>Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen, doch das ist es allemal wert.</p>
<p>Mein <strong>Tipp</strong>: Such für dein Kind tatsächlich einen <strong>Kinderzahnarzt</strong> und keinen Zahnarzt. Wir hatten zuerst einen ganz &#8222;normalen&#8220; Zahnarzt für Oliver ausgesucht und der ging &#8211; im Nachhinein betrachtet &#8211; ganz anders mit ihm um, als es die Kinderzahnärzte taten.</p>
<p>Kinderzahnärzte agieren meiner Erfahrung nach viel mehr auf Augenhöhe mit deinem Kind. Sie knien sich zu deinem Kind hinunter und sprechen direkt mit ihm als über es. Sie sind ruhig, <strong>geduldig</strong>, einfühlsam, liebevoll und <strong>respektvoll</strong>, sowohl mit ihren Worten als auch mit ihren Taten. Zum Beispiel kam der Kinderzahnarzt beim ersten Kennenlernen ins Behandlungszimmer herein und nahm erstmal seinen Mundschutz ab. Das hat mir nochmal gezeigt, wie einfühlsam er ist, denn wahrlich kann so ein Mensch hinter einer Maske auf Kinder ziemlich beängstigend wirken.</p>
<p>Die o.g. <strong>Kriterien</strong> sollte ein guter Kinderzahnarzt erfüllen, ansonsten ist es m.M.n. nicht der richtige.</p>
<p>Wenn es dazu noch freundliche Räumlichkeiten, tolle Spielecken, kleinere Behandlungsstühle gibt, wie etwa in Kinderzahnarztpraxen, die sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert haben, umso besser.</p>
<h3>2. Verstärkung</h3>
<p>Wenn du mehrere Kinder hast, könnte diese Idee womöglich etwas für dein Kind sein: Es nimmt sein Geschwisterchen mit zum Termin. Das ist so ganz anders, als wenn &#8222;nur&#8220; Mama oder Papa mitkommen.</p>
<p>Wenn der ältere oder jüngere Bruder bzw. die ältere oder jüngere Schwester mitkommt, gibt das nochmal eine Extraportion Kraft. Und das Geschwisterkind wird bestimmt unheimlich stolz sein, wenn es die Rolle des Mutmachers übernehmen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10015" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/geschwister-beim-zahnarzt.jpg" alt="Geschwister beim Zahnarzt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/geschwister-beim-zahnarzt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/geschwister-beim-zahnarzt-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Nein heißt Nein</h3>
<p>Ein Satz, den ich, so Leid es mir tut, erst beim dritten Kinderzahnarzt gelernt habe: <strong>Nein heißt Nein</strong>.</p>
<p>Das bedeutet: Wenn dein Baby, Kleinkind oder auch dein schon älteres Kind Angst bekommt und den Mund nicht aufmacht, damit der Zahnarzt reinschauen kann, dann ist das ein unmittelbares Signal an den Zahnarzt, mit der Untersuchung aufzuhören bzw. an dich, <strong>einzuschreiten</strong>, wenn der Zahnarzt trotz Protest weitermachen will.</p>
<p>Denn stell dir vor, du bist beim Zahnarzt und etwas tut weh. Du meldest dich oder fühlst dich plötzlich unwohl, sagst, er soll <strong>aufhören</strong>, doch er fährt unbeirrt mit seiner Untersuchung fort. Du willst dich befreien und brüllst die ganze Praxis zusammen, doch keiner kommt und hilft dir. Das wäre doch echt <strong>traumatisch</strong>, du würdest nie wieder zu diesem &#8222;Arzt&#8220; hingehen wollen, vielleicht sogar einen Anwalt einschalten.</p>
<p>Genau so kannst du dir dein Kind vorstellen, dass da beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzt/liegt und trotz seiner Tränen und Schreie nicht gehört wird. Es ist unmöglich, nach solchen Erfahrungen eine positive Erinnerung zu behalten oder gar Vertrauen zu entwickeln.</p>
<p>Und auch hier gilt: Sollte der (Kinder-)Zahnarzt sich weigern, die Untersuchung zu unterbrechen oder abzubrechen, dann ist er nicht der richtige für dein Kind, da ihm offensichtlich Empathie fehlt. Zu einem Arzt mit der Denkweise &#8222;Da muss Ihr Kind jetzt durch!&#8220; wird es niemals <strong>Vertrauen</strong> entwickeln, jeder Besuch wäre eine <strong>Qual</strong> &#8211; ich spreche (leider) aus Erfahrung.</p>
<h3>4. Keine Tricks</h3>
<p>Als wir zum ersten Mal bei unserem zweiten Kinderzahnarzt mit unserem Baby waren und es seinen Mund nicht öffnen wollte und sich lieber <strong>wegdrehte</strong>, griff der Zahnarzt zu einem kleinen <strong>Trick</strong>:</p>
<p>Wir sollten Hoppe, hoppe Reiter spielen. Das kennst du sicher. Und wenn es in dem Lied heißt &#8222;Macht der Reiter Plumps!&#8220;, wirft man sein Kind leicht zurück (natürlich hält man es noch fest, sodass das Kind alles auf dem Kopf sieht), dabei macht es den Mund auf und der Kinderzahnarzt kann hineinsehen.</p>
<p>Was Oliver anfangs für ein tolles Spiel hielt, was ihm auch viel Spaß machte, entpuppte sich als Trick, um ihn reinzulegen. Sobald der <a href="https://amzn.to/2r0CnuD" target="_blank" rel="nofollow noopener">Mundspiegel</a>* in seine Nähe kam, waren die <strong>Lippen zusammengepresst</strong>.</p>
<p>Mein Fazit aus dieser Geschichte: Man kann gern mit seinem Kind zur Auflockerung ein kleines Spiel spielen, allerdings sollte es nicht dem Zwecke dienen, es auszutricksen, damit es den Mund aufmacht.</p>
<p>Kinder muss man nicht austricksen, damit sie <strong>kooperieren</strong>. Was sie brauchen, ist das <strong>Gefühl</strong>, dass sie sicher sind, dass sie sich wohl fühlen und dass sie dem Mann mit dem Mundschutz und dem weißen Anzug vertrauen können. Aber das braucht Zeit und ganz sicher keinen Griff in die Trickkiste.</p>
<h3>5. Sprich mit deinem Kind</h3>
<p>Je nachdem, wie alt dein Kind ist, kannst du mit ihm darüber <strong>reden</strong>, was genau ihm Angst macht. So könnt ihr das Problem vielleicht schon gemeinsam lösen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Gruselt sich dein Kind beispielsweise vor der Schutzmaske des Zahnarztes, könntet ihr euch so eine besorgen, damit dein Kind sich verkleiden, damit spielen und sich daran gewöhnen kann.</p>
<p>Manche Kinder mögen den Stuhl nicht, da hilft es auch nicht, dass man ihn als Zauberstuhl, der hoch- und runterfährt, anpreist. Ein <strong>guter Kinderzahnarzt</strong> lässt sich darauf ein, dass die Kinder auch woanders untersucht werden können, sei es auf einem anderen Stuhl, auf dem Schoß von Mama oder Papa oder sogar in deren Armen.</p>
<p>Es gibt immer eine Lösung, nur weicht die meist von der Norm ab. Um deinem Kind die <strong>Angst zu nehmen</strong>, braucht es viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Kreativität.</p>
<h3>6. Keine Belohnungen und keine Bestrafungen</h3>
<p>Nur zur Klarstellung: Ein Kind freut sich natürlich unheimlich darüber, wenn es nach vollbrachter Untersuchung eine kleine Aufmerksamkeit bekommt, in die Schatzkiste greifen und sich etwas aussuchen darf. Gegen diese Art der Belohnung habe ich nichts.</p>
<p>Allerdings sollte sie nicht dazu benutzt werden, um das Kind zu bestechen, so nach dem Motto:&#8220;Nur, wenn du den Mund aufmachst, kriegst du das Spielzeug.&#8220; bzw. umgekehrt:&#8220;Du hast dich nicht vom Zahnarzt behandeln lassen, du kriegst kein Spielzeug.&#8220;</p>
<p>Unterstreiche stets das Positive: Dein Kind hat sich zwar nicht behandeln lassen, ist aber wenigstens schonmal zum Zahnarzt mitgekommen. Das solltest du deinem Kind unbedingt anrechnen, so wird es vielleicht beim nächsten Mal den Mut fassen, einen Schritt weiterzugehen.</p>
<p>Wenn also ein Spielzeug o.ä. als Anerkennung oder nette Geste geschenkt wird, unabhängig davon, wie du seine Kooperation bewertest, ist das völlig i.O. und vermittelt deinem Kind ein positives Gefühl.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10010" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/spielzeug-gabelstapler.jpg" alt="Spielzeug Gabelstapler" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/spielzeug-gabelstapler.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/spielzeug-gabelstapler-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nun kannst du ja nicht über das Spielzeug, das sich die Praxis angeschafft hat, bestimmen und sagen:&#8220;Geben Sie meinem Kind das Spielzeug, egal, ob es mitmacht oder nicht.&#8220; Stattdessen könntest du den Zahnarzt darum bitten, die Schatzkiste erst gar nicht zu erwähnen bzw. erst, wenn die Behandlung vorbei ist bzw. deinem Kind selber eine Kleinigkeit mitgeben, ob gleich zu Anfang oder am Ende, unabhängig davon, ob es sich nun behandeln ließ oder nicht. So wird das Spielzeug nicht zu einem Druckmittel umfunktioniert.</p>
<div id='c1147_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Wenn Kinder bereits negative Erfahrungen mit dem Zahnarzt gemacht haben</h2>
<p>Wenn dein Kind schon negative Erfahrungen mit Zahnärzten gesammelt hat, wird es lange dauern, bis es Vertrauen zu dem neuen Kinderzahnarzt fassen wird, aber es ist auch nicht schier unmöglich.</p>
<p>Was du tun kannst, sind die o.g. Schritte, um negative Erfahrungen zu vermeiden, also einen guten Kinderzahnarzt zu wählen (binde dein Kind unbedingt in diese Entscheidung mit ein!), seine Ängste zu verstehen und auf sein Nein zu reagieren und dies auch ggü. der Praxis zu kommunizieren, keine Tricks, Belohnungen und Bestrafungen anzuwenden oder zuzulassen sowie mit deinem Kind stets in Verbindung zu bleiben und dich mit ihm auszutauschen.</p>
<p>Was du noch tun kannst, sind folgende Schritte:</p>
<h3>1. Neuen Kinderzahnarzt einweihen</h3>
<p>Besprich im Vorfeld die bisherigen Erfahrungen, die dein Kind machen musste, mit dem neuen Kinderzahnarzt.</p>
<p>Sag ihm, dass dein Kind das <strong>Tempo</strong> angibt. Wenn es nach Hause will, endet der Termin an dieser Stelle und ihr kommt eine Woche später wieder &#8211; so haben wir es übrigens beim dritten Kinderzahnarzt gehandhabt und das klappte super. Bereits beim zweiten <strong>Termin</strong> ließ sich Oliver freiwillig untersuchen &#8211; ohne Tränen, ohne Schreie.</p>
<h3>2. Gib deinem Kind Sicherheit</h3>
<p>Besprich eure Vorgehensweise auch mit deinem Kind. Gib ihm <strong>Sicherheit</strong>. Vielleicht hat es selber noch ein paar <strong>Ideen</strong>, die ihr einbringen könnt, damit es keine Angst hat. Vielleicht möchte es während der Untersuchung auf deinem Schoß sitzen, deine Hand halten, dir die ganze Zeit in die Augen sehen oder ein besonderes Kuscheltier mitnehmen.</p>
<p>Gib deinem Kind aber vor allem den Hinweis, dass der Zahnarzt sofort aufhören wird, wenn es nicht mehr behandelt werden will. Sag, dass du einschreiten wirst, sollte der Zahnarzt nicht auf dich hören. Dein Kind muss das unbedingt wissen.</p>
<div id='c4113_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Ja, wie lange soll das denn gehen, wenn mein Kind immer nach Hause will?</h2>
<p>Sicher stellst du dir jetzt die Frage, wie lange das dauern soll, wenn dein Kind selber entscheiden darf. Es kann entweder &#8211; wie bei uns &#8211; beim zweiten Zahnarzttermin klappen, oder aber es dauert seeeeehr lange, bis dein Kind den Mund öffnet.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich dir gern eine <strong>Geschichte</strong> erzählen, die ich vor einiger Zeit in einer Facebook Gruppe las.</p>
<p>Da ging es um eine Mutter, die erzählte, dass sie als Kind auch nicht gern zum Zahnarzt ging. Sie öffnete nie ihren Mund. Doch statt sie zu <strong>zwingen</strong> oder zu narkotisieren, ging ihre Mutter wieder mit ihr heim. Eine Woche später ging die Mutter erneut mit ihrer Tochter zum Zahnarzt. Wieder das gleiche Spiel. Doch weder Zahnarzt noch Mutter drängten sie dazu. Sie verließen wieder die Praxis, ohne dass die Zähne der Tochter kontrolliert werden konnten.</p>
<p>Es dauerte 10 Anläufe, bis die Tochter ihren Mund beim Zahnarzt <strong>freiwillig</strong> öffnete, aber sie hat es getan &#8211; aus freien Stücken.</p>
<p>Und diese Tochter, die nun selbst Mutter ist, erinnerte sich noch genau daran, wie sie verstand, wie wichtig ihrer Mutter dieser Zahnarzttermin war. Und sie rechnete es ihrer Mutter hoch an, dass sie so geduldig mit ihr war und sie nie gezwungen hatte, diese Prozedur über sich ergehen zu lassen.</p>
<p>Was ich sagen will: Ja, es kann lange dauern, bis dein Kind sich vom Zahnarzt behandeln lässt. Es kann zwei Anläufe dauern. Oder zehn. Oder noch mehr.</p>
<p>Natürlich ist es nervig und anstrengend, ständig zum Zahnarzt zu latschen, damit man dann wieder gehen kann. Aber das Ende der Geschichte mit der Mutter, die geduldig mit ihrer Tochter war, hat mir gezeigt, dass es möglich ist. Dass niemand zu etwas gedrängt werden muss, noch dazu mit Gewalt. Denn auch Kinder verstehen, wenn den Eltern etwas sehr <strong>wichtig</strong> ist. Sie brauchen nur manchmal etwas länger.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Egal, ob Baby, Kleinkind, Kind, Jugendlicher, Teenager, Erwachsener &#8211; die ganze Palette durch gibt es Menschen, die <strong>panische Angst vor dem Zahnarzt</strong> haben.</p>
<p>Das mag am Unbekannten liegen, an projizierten Ängsten, an negativen Erfahrungen und Erinnerungen. Doch man kann diese Ängste besiegen, dazu braucht man allerdings entweder viel Kreativität, Geduld, einen neuen Zahnarzt, ein Gespräch mit dem eigenen Kind oder alles gleichzeitig.</p>
<p>Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht, um Vertrauen zum (neuen) Zahnarzt aufzubauen, gib ihm die Sicherheit, dass mit der <strong>Untersuchung</strong> jederzeit aufgehört werden kann, wenn es das will, vermittle ihm aber auch, dass es wichtig ist, die Milchzähne (bzw. die bleibenden Zähne) kontrollieren zu lassen.</p>
<p>Wenn dein Kind also wieder nach Hause will, dann geht nach Hause, aber vereinbart einen <strong>neuen Termin</strong> beim Kinderzahnarzt, damit dein Kind sieht, dass es dir wichtig ist. Sei stets im <strong>Austausch</strong> mit deinem Kind. Was bereitet ihm Angst beim Zahnarzt? Was könnt ihr dagegen unternehmen? Hat dein Kind vielleicht eigene Ideen dazu?</p>
<p>Auf diese Weise wird sich dein Kind schon bald freiwillig vom Kinderzahnarzt behandeln lassen. Und auch dann, wenn es bereits ein Teenager ist. Und immer noch, wenn es schon erwachsen ist.</p>
<p>Hat dein Kind Angst vorm Zahnarzt? <br />
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