Kind hat Angst vorm Zahnarzt

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Regelmäßige Kontrollen beim Kinderzahnarzt sind wichtig, doch was, wenn dein Kind Angst vorm Zahnarzt hat und einfach nicht den Mund aufmacht? Wir haben Erfahrungen mit drei unterschiedlichen Zahnärzten gemacht. Bei den ersten beiden war jeder Besuch eine Qual, beim zweiten hingegen ging der Mund wie von Zauberhand auf.

Worin der Unterschied bestand und was du sonst noch unternehmen kannst, um deinem Kind die Angst vorm Kinderzahnarzt zu nehmen, erfährst du im heutigen Beitrag.

Kind hat Angst vorm Zahnarzt

Zum besseren Verständnis schreibe ich in diesem Beitrag nur in der männlichen Form, also von Zahnärzten, gleichwohl sind damit aber natürlich auch Zahnärztinnen gemeint.

Auch, wenn es nur eine harmlose Vorsorgeuntersuchung sein soll, manche Kinder haben selbst vor solchen Terminen Angst. Manchmal ist es die Angst vor dem Unbekannten. Die Kinder wissen nicht, was sie dort erwarten wird. Andere Eltern erzählen schon einiges über den Besuch beim Zahnarzt, schaffen bei ihren Kindern aber mehr Angst als Vertrauen. Wiederum andere haben bereits negative Erfahrungen beim Kinderzahnarzt machen müssen und wollen am Liebsten gar nicht mehr hin und trauen selbst neuen Zahnärzten nicht über den Weg.

Gehen wir diese unterschiedlichen Situationen durch, in denen dein Kind Angst hat.

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Ideen, um dein Kind auf den Besuch beim Zahnarzt vorzubereiten

War dein Kind noch nie beim Zahnarzt und du möchtest es gern darauf vorbereiten? Dafür gibt es ein paar Ideen, wie du dein Kind am Besten auf den Besuch beim Kinder Zahnarzt vorbereiten kannst:

1. Rollenspiel

Du kannst mit deinem Kind die Besuche beim Zahnarzt nachspielen.

Damit deinem Kind diese Kontrolle Spaß macht und es sich positiv daran erinnert, könntet ihr euch einen Zahnarzt Koffer samt Zubehör* besorgen.

Mundspiegel

2. Zahnarzt Spielzeug

Du kannst mit deinem Kind auch Zahnarzt spielen, indem du passendes Spielzeug besorgst, wie z.B. das Zahnarzt Spielzeug von Playmobil*. Auf diese Weise lernt dein Kind auf spielerische Weise, was mit den Playmobil Figuren beim Kinderzahnarzt gemacht wird, ohne dass es „selber zum Zahnarzt muss“, wie etwa beim Rollenspiel.

3. Zahnarzt Bücher

Kinderbücher, die den Zahnarzt kindgerecht erklären, sind auch sehr hilfreich.

Ein kleiner Tipp von mir: Der Zahnarzt sollte gar keine so zentrale Rolle spielen, sondern eher nebenbei erwähnt werden. Das ist in Zahnputzbüchern meist der Fall.

Wir haben zum Beispiel Mein erstes Zahnputzbuch*, das wir eigentlich gegen Olivers Probleme beim Zähneputzen besorgt hatten. In dem Buch kommt aber auch ein kurzer Besuch beim Zahnarzt vor. Wenn dich das Buch interessiert – ich hatte mal einen Review dazu verfasst.

Kinderbuch Mein erstes Zahnputzbuch

4. Nimm dein Kind zum Zahnarzt mit

Nimm dein Kind doch einfach jedes Mal mit, wenn du selber zum Zahnarzt musst (am Besten zu einer Routineuntersuchung und nicht unbedingt, wenn eine Bohrung oder Zahnreinigung ansteht).

Auf diese Weise sieht dein Kind, ohne dass es selber im Mittelpunkt steht, was beim Zahnarzt passiert und dass es eigentlich gar nicht so schlimm war, wie es vielleicht gedacht hatte. So gewöhnt sich dein Kind langsam, aber sicher an den Zahnarzt und weiß schon, was es bei seinem Kinderzahnarzt erwartet.

5. Schnuppertag

Auch auf den Kinderzahnarzt kannst du dein Kind vorbereiten, indem ihr mit der Praxis einen Tag vereinbart, an dem ihr euch die Zahnarztpraxis mal in Ruhe ansehen könnt. So kann sich dein Kind bereits an die Räumlichkeiten gewöhnen, ohne dass es gleich auf den Stuhl muss.

6. Macht langsam

Ansonsten ist es hilfreich, wenn ihr mit dem Zahnarzt absprecht, wie ihr es langsam angehen könnt. Dass sich beim ersten Besuch erstmal nur beschnuppert wird, vielleicht ein kurzes Kennenlerngespräch stattfindet. Beim zweiten Besuch darf dein Kind dann auf den „magischen Zauberstuhl“ klettern und sich hoch und runter fahren lassen, beim dritten Besuch macht dein Kind vielleicht schon den Mund auf.

Das Wichtigste ist, sich nach dem Tempo des Kindes zu richten, auf diese Weise kann man dem Kind die Angst vor dem Zahnarzt nehmen, auch wenn es etwas dauern sollte.

 



Wenn Ängste auf Kinder projiziert werden

Einige Kinder waren noch nie beim Zahnarzt und haben trotzdem panische Angst vor ihm. Das könnte u.U. daran liegen, dass die Eltern oder andere Menschen im näheren Umfeld des Kindes selber Angst vor dem Zahnarzt haben und ihre eigenen Ängste übertragen, auch wenn sie das vielleicht gar nicht wollen.

Doch Kinder verfügen über ausgezeichnete Sensoren und wissen ganz genau, wie es jemandem gerade wirklich im Inneren geht. Wenn die Mama also selber eine Zahnarzt Phobie hat, wird es schwer für sie, ihr Kind davon zu überzeugen, dass es keine Angst vorm Zahnarzt haben muss. Was kann man in solch einer verzwickten Situation unternehmen?

Eine Freundin von mir hatte eine ähnliche Situation, in der sie ungewöhnlich nervös wurde, wenn sie mit ihrem Kind zu den U Untersuchungen ging. Die Lösung meiner Freundin war es, dass der Papa mit dem Kleinen zum Arzt ging, denn der war da ganz locker drauf. Ich denke, das kann man doch auch ganz einfach auf die Untersuchungen beim Zahnarzt übertragen.

Wenn du dich also selber unwohl beim Zahnarzt fühlst und dieses Gefühl nicht auf dein Kind übertragen willst, dann bitte eine dir und dem Kind vertraute Person darum, diesen Zahnarzttermin mit deinem Kind wahrzunehmen.

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Wie du negative Erfahrungen beim Zahnarzt vermeiden kannst

Es gibt leider auch Fälle, in denen Kinder bereits beim Zahnarzt waren und dort negative Erfahrungen gemacht haben, die sich nun bei ihnen im Gehirn eingebrannt haben. Und die gehen auch nicht mehr so einfach weg, und schnell schon gar nicht.

Natürlich möchte man das von vornherein vermeiden. Hierzu einige wichtige Punkte, die du beachten solltest, damit es erst gar nicht dazu kommt:

1. Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt

Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen, doch das ist es allemal wert.

Mein Tipp: Such für dein Kind tatsächlich einen Kinderzahnarzt und keinen Zahnarzt. Wir hatten zuerst einen ganz „normalen“ Zahnarzt für Oliver ausgesucht und der ging – im Nachhinein betrachtet – ganz anders mit ihm um, als es die Kinderzahnärzte taten.

Kinderzahnärzte agieren meiner Erfahrung nach viel mehr auf Augenhöhe mit deinem Kind. Sie knien sich zu deinem Kind hinunter und sprechen direkt mit ihm als über es. Sie sind ruhig, geduldig, einfühlsam, liebevoll und respektvoll, sowohl mit ihren Worten als auch mit ihren Taten. Zum Beispiel kam der Kinderzahnarzt beim ersten Kennenlernen ins Behandlungszimmer herein und nahm erstmal seinen Mundschutz ab. Das hat mir nochmal gezeigt, wie einfühlsam er ist, denn wahrlich kann so ein Mensch hinter einer Maske auf Kinder ziemlich beängstigend wirken.

Die o.g. Kriterien sollte ein guter Kinderzahnarzt erfüllen, ansonsten ist es m.M.n. nicht der richtige.

Wenn es dazu noch freundliche Räumlichkeiten, tolle Spielecken, kleinere Behandlungsstühle gibt, wie etwa in Kinderzahnarztpraxen, die sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert haben, umso besser.

2. Verstärkung

Wenn du mehrere Kinder hast, könnte diese Idee womöglich etwas für dein Kind sein: Es nimmt sein Geschwisterchen mit zum Termin. Das ist so ganz anders, als wenn „nur“ Mama oder Papa mitkommen.

Wenn der ältere oder jüngere Bruder bzw. die ältere oder jüngere Schwester mitkommt, gibt das nochmal eine Extraportion Kraft. Und das Geschwisterkind wird bestimmt unheimlich stolz sein, wenn es die Rolle des Mutmachers übernehmen kann.

Geschwister beim Zahnarzt

3. Nein heißt Nein

Ein Satz, den ich, so Leid es mir tut, erst beim dritten Kinderzahnarzt gelernt habe: Nein heißt Nein.

Das bedeutet: Wenn dein Baby, Kleinkind oder auch dein schon älteres Kind Angst bekommt und den Mund nicht aufmacht, damit der Zahnarzt reinschauen kann, dann ist das ein unmittelbares Signal an den Zahnarzt, mit der Untersuchung aufzuhören bzw. an dich, einzuschreiten, wenn der Zahnarzt trotz Protest weitermachen will.

Denn stell dir vor, du bist beim Zahnarzt und etwas tut weh. Du meldest dich oder fühlst dich plötzlich unwohl, sagst, er soll aufhören, doch er fährt unbeirrt mit seiner Untersuchung fort. Du willst dich befreien und brüllst die ganze Praxis zusammen, doch keiner kommt und hilft dir. Das wäre doch echt traumatisch, du würdest nie wieder zu diesem „Arzt“ hingehen wollen, vielleicht sogar einen Anwalt einschalten.

Genau so kannst du dir dein Kind vorstellen, dass da beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzt/liegt und trotz seiner Tränen und Schreie nicht gehört wird. Es ist unmöglich, nach solchen Erfahrungen eine positive Erinnerung zu behalten oder gar Vertrauen zu entwickeln.

Und auch hier gilt: Sollte der (Kinder-)Zahnarzt sich weigern, die Untersuchung zu unterbrechen oder abzubrechen, dann ist er nicht der richtige für dein Kind, da ihm offensichtlich Empathie fehlt. Zu einem Arzt mit der Denkweise „Da muss Ihr Kind jetzt durch!“ wird es niemals Vertrauen entwickeln, jeder Besuch wäre eine Qual – ich spreche (leider) aus Erfahrung.

4. Keine Tricks

Als wir zum ersten Mal bei unserem zweiten Kinderzahnarzt mit unserem Baby waren und es seinen Mund nicht öffnen wollte und sich lieber wegdrehte, griff der Zahnarzt zu einem kleinen Trick:

Wir sollten Hoppe, hoppe Reiter spielen. Das kennst du sicher. Und wenn es in dem Lied heißt „Macht der Reiter Plumps!“, wirft man sein Kind leicht zurück (natürlich hält man es noch fest, sodass das Kind alles auf dem Kopf sieht), dabei macht es den Mund auf und der Kinderzahnarzt kann hineinsehen.

Was Oliver anfangs für ein tolles Spiel hielt, was ihm auch viel Spaß machte, entpuppte sich als Trick, um ihn reinzulegen. Sobald der Mundspiegel* in seine Nähe kam, waren die Lippen zusammengepresst.

Mein Fazit aus dieser Geschichte: Man kann gern mit seinem Kind zur Auflockerung ein kleines Spiel spielen, allerdings sollte es nicht dem Zwecke dienen, es auszutricksen, damit es den Mund aufmacht.

Kinder muss man nicht austricksen, damit sie kooperieren. Was sie brauchen, ist das Gefühl, dass sie sicher sind, dass sie sich wohl fühlen und dass sie dem Mann mit dem Mundschutz und dem weißen Anzug vertrauen können. Aber das braucht Zeit und ganz sicher keinen Griff in die Trickkiste.

5. Sprich mit deinem Kind

Je nachdem, wie alt dein Kind ist, kannst du mit ihm darüber reden, was genau ihm Angst macht. So könnt ihr das Problem vielleicht schon gemeinsam lösen.

Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an

Gruselt sich dein Kind beispielsweise vor der Schutzmaske des Zahnarztes, könntet ihr euch so eine besorgen, damit dein Kind sich verkleiden, damit spielen und sich daran gewöhnen kann.

Manche Kinder mögen den Stuhl nicht, da hilft es auch nicht, dass man ihn als Zauberstuhl, der hoch- und runterfährt, anpreist. Ein guter Kinderzahnarzt lässt sich darauf ein, dass die Kinder auch woanders untersucht werden können, sei es auf einem anderen Stuhl, auf dem Schoß von Mama oder Papa oder sogar in deren Armen.

Es gibt immer eine Lösung, nur weicht die meist von der Norm ab. Um deinem Kind die Angst zu nehmen, braucht es viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Kreativität.

6. Keine Belohnungen und keine Bestrafungen

Nur zur Klarstellung: Ein Kind freut sich natürlich unheimlich darüber, wenn es nach vollbrachter Untersuchung eine kleine Aufmerksamkeit bekommt, in die Schatzkiste greifen und sich etwas aussuchen darf. Gegen diese Art der Belohnung habe ich nichts.

Allerdings sollte sie nicht dazu benutzt werden, um das Kind zu bestechen, so nach dem Motto:“Nur, wenn du den Mund aufmachst, kriegst du das Spielzeug.“ bzw. umgekehrt:“Du hast dich nicht vom Zahnarzt behandeln lassen, du kriegst kein Spielzeug.“

Unterstreiche stets das Positive: Dein Kind hat sich zwar nicht behandeln lassen, ist aber wenigstens schonmal zum Zahnarzt mitgekommen. Das solltest du deinem Kind unbedingt anrechnen, so wird es vielleicht beim nächsten Mal den Mut fassen, einen Schritt weiterzugehen.

Wenn also ein Spielzeug o.ä. als Anerkennung oder nette Geste geschenkt wird, unabhängig davon, wie du seine Kooperation bewertest, ist das völlig i.O. und vermittelt deinem Kind ein positives Gefühl.

Spielzeug Gabelstapler

Nun kannst du ja nicht über das Spielzeug, das sich die Praxis angeschafft hat, bestimmen und sagen:“Geben Sie meinem Kind das Spielzeug, egal, ob es mitmacht oder nicht.“ Stattdessen könntest du den Zahnarzt darum bitten, die Schatzkiste erst gar nicht zu erwähnen bzw. erst, wenn die Behandlung vorbei ist bzw. deinem Kind selber eine Kleinigkeit mitgeben, ob gleich zu Anfang oder am Ende, unabhängig davon, ob es sich nun behandeln ließ oder nicht. So wird das Spielzeug nicht zu einem Druckmittel umfunktioniert.


Wenn Kinder bereits negative Erfahrungen mit dem Zahnarzt gemacht haben

Wenn dein Kind schon negative Erfahrungen mit Zahnärzten gesammelt hat, wird es lange dauern, bis es Vertrauen zu dem neuen Kinderzahnarzt fassen wird, aber es ist auch nicht schier unmöglich.

Was du tun kannst, sind die o.g. Schritte, um negative Erfahrungen zu vermeiden, also einen guten Kinderzahnarzt zu wählen (binde dein Kind unbedingt in diese Entscheidung mit ein!), seine Ängste zu verstehen und auf sein Nein zu reagieren und dies auch ggü. der Praxis zu kommunizieren, keine Tricks, Belohnungen und Bestrafungen anzuwenden oder zuzulassen sowie mit deinem Kind stets in Verbindung zu bleiben und dich mit ihm auszutauschen.

Was du noch tun kannst, sind folgende Schritte:

1. Neuen Kinderzahnarzt einweihen

Besprich im Vorfeld die bisherigen Erfahrungen, die dein Kind machen musste, mit dem neuen Kinderzahnarzt.

Sag ihm, dass dein Kind das Tempo angibt. Wenn es nach Hause will, endet der Termin an dieser Stelle und ihr kommt eine Woche später wieder – so haben wir es übrigens beim dritten Kinderzahnarzt gehandhabt und das klappte super. Bereits beim zweiten Termin ließ sich Oliver freiwillig untersuchen – ohne Tränen, ohne Schreie.

2. Gib deinem Kind Sicherheit

Besprich eure Vorgehensweise auch mit deinem Kind. Gib ihm Sicherheit. Vielleicht hat es selber noch ein paar Ideen, die ihr einbringen könnt, damit es keine Angst hat. Vielleicht möchte es während der Untersuchung auf deinem Schoß sitzen, deine Hand halten, dir die ganze Zeit in die Augen sehen oder ein besonderes Kuscheltier mitnehmen.

Gib deinem Kind aber vor allem den Hinweis, dass der Zahnarzt sofort aufhören wird, wenn es nicht mehr behandelt werden will. Sag, dass du einschreiten wirst, sollte der Zahnarzt nicht auf dich hören. Dein Kind muss das unbedingt wissen.

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Ja, wie lange soll das denn gehen, wenn mein Kind immer nach Hause will?

Sicher stellst du dir jetzt die Frage, wie lange das dauern soll, wenn dein Kind selber entscheiden darf. Es kann entweder – wie bei uns – beim zweiten Zahnarzttermin klappen, oder aber es dauert seeeeehr lange, bis dein Kind den Mund öffnet.

An dieser Stelle möchte ich dir gern eine Geschichte erzählen, die ich vor einiger Zeit in einer Facebook Gruppe las.

Da ging es um eine Mutter, die erzählte, dass sie als Kind auch nicht gern zum Zahnarzt ging. Sie öffnete nie ihren Mund. Doch statt sie zu zwingen oder zu narkotisieren, ging ihre Mutter wieder mit ihr heim. Eine Woche später ging die Mutter erneut mit ihrer Tochter zum Zahnarzt. Wieder das gleiche Spiel. Doch weder Zahnarzt noch Mutter drängten sie dazu. Sie verließen wieder die Praxis, ohne dass die Zähne der Tochter kontrolliert werden konnten.

Es dauerte 10 Anläufe, bis die Tochter ihren Mund beim Zahnarzt freiwillig öffnete, aber sie hat es getan – aus freien Stücken.

Und diese Tochter, die nun selbst Mutter ist, erinnerte sich noch genau daran, wie sie verstand, wie wichtig ihrer Mutter dieser Zahnarzttermin war. Und sie rechnete es ihrer Mutter hoch an, dass sie so geduldig mit ihr war und sie nie gezwungen hatte, diese Prozedur über sich ergehen zu lassen.

Was ich sagen will: Ja, es kann lange dauern, bis dein Kind sich vom Zahnarzt behandeln lässt. Es kann zwei Anläufe dauern. Oder zehn. Oder noch mehr.

Natürlich ist es nervig und anstrengend, ständig zum Zahnarzt zu latschen, damit man dann wieder gehen kann. Aber das Ende der Geschichte mit der Mutter, die geduldig mit ihrer Tochter war, hat mir gezeigt, dass es möglich ist. Dass niemand zu etwas gedrängt werden muss, noch dazu mit Gewalt. Denn auch Kinder verstehen, wenn den Eltern etwas sehr wichtig ist. Sie brauchen nur manchmal etwas länger.

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Fazit

Egal, ob Baby, Kleinkind, Kind, Jugendlicher, Teenager, Erwachsener – die ganze Palette durch gibt es Menschen, die panische Angst vor dem Zahnarzt haben.

Das mag am Unbekannten liegen, an projizierten Ängsten, an negativen Erfahrungen und Erinnerungen. Doch man kann diese Ängste besiegen, dazu braucht man allerdings entweder viel Kreativität, Geduld, einen neuen Zahnarzt, ein Gespräch mit dem eigenen Kind oder alles gleichzeitig.

Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht, um Vertrauen zum (neuen) Zahnarzt aufzubauen, gib ihm die Sicherheit, dass mit der Untersuchung jederzeit aufgehört werden kann, wenn es das will, vermittle ihm aber auch, dass es wichtig ist, die Milchzähne (bzw. die bleibenden Zähne) kontrollieren zu lassen.

Wenn dein Kind also wieder nach Hause will, dann geht nach Hause, aber vereinbart einen neuen Termin beim Kinderzahnarzt, damit dein Kind sieht, dass es dir wichtig ist. Sei stets im Austausch mit deinem Kind. Was bereitet ihm Angst beim Zahnarzt? Was könnt ihr dagegen unternehmen? Hat dein Kind vielleicht eigene Ideen dazu?

Auf diese Weise wird sich dein Kind schon bald freiwillig vom Kinderzahnarzt behandeln lassen. Und auch dann, wenn es bereits ein Teenager ist. Und immer noch, wenn es schon erwachsen ist.

Hat dein Kind Angst vorm Zahnarzt?

Kind hat Angst vorm Zahnarzt
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