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	<title>Muttermilch &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Muttermilch &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 15:40:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die besten Tipps, wenn dein Kind nicht hört! Die ultimativen Tricks, wenn du wütend bist! Die schnellste Lösung, wenn wir&#8230; Stopp! Atme tief ein&#8230; Und langsam aus&#8230; Wenn wir in Lösungen denken, vergessen wir oftmals den wichtigsten Aspekt, wenn wir vor einer Herausforderung stehen. Was genau ich meine? Dass du nicht immer eine Lösung parat ... <a title="Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/du-musst-nicht-immer-eine-loesung-parat-haben/" aria-label="Mehr zu Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!">Weiterlesen</a></p>
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<p>Die besten <strong>Tipps</strong>, wenn dein Kind nicht hört! Die ultimativen <strong>Tricks</strong>, wenn du wütend bist! Die schnellste Lösung, wenn wir&#8230; Stopp! Atme tief ein&#8230; Und langsam aus&#8230;<br /><br />Wenn wir in Lösungen denken, vergessen wir oftmals den wichtigsten Aspekt, wenn wir vor einer Herausforderung stehen. Was genau ich meine? Dass du nicht immer eine <strong>Lösung</strong> parat haben musst, sondern&#8230;</p>
<p><span id="more-13180"></span></p>
<h2>Du musst nicht immer eine Lösung parat haben!</h2>
<p>Oliver ist mittlerweile 5 Jahre alt und seit etwa 1,5 Jahren <a href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/">abgestillt</a>. Nun ergab es sich, dass wir nach einer Rangelei auf dem Bett völlig außer Atem eine Pause machten und uns unterhielten. Ich weiß nicht mehr, wie wir darauf kamen, aber irgendwann drehte sich das Thema um Mamamilch.</p>
<p>Mein <strong>Sohn</strong> fragte mich, ob in meinen Brüsten noch Mamamilch sei und ich verneinte. Ich erklärte ihm, dass mein Körper anfing, welche zu produzieren, als er merkte, dass ein Baby (er) in mir heranwuchs. Und als er dann geboren war, waren meine Brüste voll davon und haben ihm für etwa 3,5 Jahre lang das gegeben, was er brauchte.</p>
<p>Warum da jetzt keine Milch mehr drin sei, fragte er mich weiter.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-13187" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben.jpg" alt="Du-musst-nicht-immer-eine-Lösung-haben | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/05/Du-musst-nicht-stets-eine-Lösung-haben-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<p>Nun, das liegt daran, antwortete ich, dass die Brust immer nur so viel Milch bildet, wie das <strong>Baby</strong> es braucht. Trinkt es viel Milch, bemerkt die Brust, oh da ist hoher Bedarf, da mach ich gleich mehr. Trinkt das Kind weniger, fährt auch die <strong>Brust</strong> mit der Milchproduktion runter, denn die <strong>Nachfrage</strong> sinkt ja, da muss auch nicht mehr so viel Milch gebildet werden. Und als Oliver dann aufhörte, gar keine Milch mehr zu trinken, gab es irgendwann auch keine <strong>Mamamilch</strong> mehr.</p>
<p>Ich merkte, wie sich die Mine meines Sohnes verzog. „Nie wieder?“</p>
<p>“Naja, nie wieder nicht. Wenn wieder ein neues Baby heranwächst in mir, dann bereitet mein Körper wieder alles vor, damit es was zu trinken hat, dann gibt es auch wieder Mamamilch.“</p>
<p>Du kannst dir sicher denken, wie das <strong>Gespräch</strong> weiterging. Mein Sohn fand, es sei jetzt an der Zeit, dass er ein Geschwisterchen bekommt, damit er wieder Mamamilch probieren könnte.</p>
<p>Dass es für ein weiteres Kindes mehr Gründe braucht als den Wunsch meines Kindes, mal wieder Muttermilch trinken zu können, kam ihm nicht so recht in den Sinn.</p>
<p>Da waren wir nun. An einem Punkt, an dem ich meinem Sohn keine Lösung präsentieren konnte, wie er nun wieder Mamamilch trinken konnte.</p>

<h2>Schnell, schnell, ich brauch eine Lösung!</h2>
<p>Geraten wir in einen solchen Konflikt, möchten wir am Liebsten ganz schnell eine <strong>Lösung</strong> haben. Was können wir tun? Vielleicht reicht es ihm, einfach an der Brust zu saugen? Vielleicht kann ich ja Muttermilch von der Muttermilchbank besorgen? Oder kaufen? Gibt&#8217;s das überhaupt noch? Ist es Zeit, über ein zweites Kind nachzudenken?</p>
<p>Wir merken gar nicht, wie eng sich alles auf einmal anfühlt, wie wir schneller atmen. Wir sind <strong>unsicher</strong>. <strong>Hilflos</strong>. Stehen unter Druck, halten es vielleicht auch nicht so gut aus, wenn unser Kind jetzt anfängt zu <strong>weinen</strong>. Wir möchten so gern helfen, aber wie? Was tun? Es muss doch einen Weg geben, verdammt!!</p>
<p>Nein. Muss es nicht. Denn es gibt und wird immer wieder Situationen in deinem und dem Leben deines Kindes geben, da kann man sich noch so auf den Kopf stellen, es ändert nichts an der Situation.</p>
<p>Das kann sein, wenn das Kind aus Versehen auf eine Schnecke getreten ist. Wenn die Sonne untergeht. Der Laden geschlossen hat. </p>
<p>Das Haus der Schnecke bleibt zertreten, die Schnecke bleibt tot, die Sonne geht nicht plötzlich wieder auf, bloß weil das Kind es sich so sehr wünscht, der Laden macht erst wieder am nächsten Tag um 9 Uhr auf.</p>

<h2>Was wir tun können, wenn wir ratlos sind</h2>
<p>Was wir tun können? Wir dürfen uns in Ruhe hinsetzen, atmen, und uns genau darauf besinnen. Wir nehmen uns jetzt selber den <strong>Druck</strong>, schnell eine Lösung finden zu müssen. Nein. Wir brauchen nicht immer eine. Was wir tun können, ist, für unser Kind da zu sein in einem Moment, in dem es sich komplett seinen <strong>Gefühlen</strong> hingeben darf. Es darf traurig sein, enttäuscht, frustriert, wütend, verzweifelt, alles darf sein.</p>
<p>Gefühle sind da, gelebt zu werden, auch wenn sie unangenehm sind. Alle Gefühle sind ok. Es ist ok, zu weinen. Es ist ok, am Boden zerstört zu sein.</p>
<p>Sei für dein Kind da. Du musst nichts weiter tun als da zu sein. Du musst nichtmal großartig was sagen. Was zählt ist deine absolute <strong>Aufmerksamkeit</strong> für dein Kind. Setz dich neben es. Hör ihm zu. Gib ihm zu verstehen, dass du es hörst, nicke, wiederhole, was es gesagt hat. Vielleicht will es weder angeschaut noch berührt werden, akzeptiere das, biete es in Abständen immer mal wieder an. Mag sein, dass es bald seine Meinung ändert und dann doch findet, dass eine Umarmung von Mama oder Papa jetzt doch ganz gut täte.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12711" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg" alt="Mutter tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Solche Momente auszuhalten, kann uns unglaublich viel geben</h2>
<p>Der Sturm mag sich nach wenigen Minuten oder auch erst nach Stunden gelegt haben. Vielleicht kommt er nach Tagen auch immer mal wieder hoch, das kann niemand so genau sagen. Aber dein <strong>Kind</strong> und du werden danach unglaublich viel gelernt haben:</p>
<ul>
<li>Mama/Papa ist für mich da.</li>
<li>Mama/Papa hört mir zu.</li>
<li>Alle Gefühle sind ok, auch die, die sich richtig doof anfühlen.</li>
<li>Ich bin ok so wie ich bin.</li>
<li>Ich werde geliebt, egal wie ich gerade drauf bin.</li>
</ul>
<p>Dein Kind lernt, mit seinen Gefühlen umzugehen: Wenn ich traurig bin, dann hilft es mir zu weinen / nicht angefasst zu werden / nicht angesehen zu werden / zu kuscheln / zu reden/ wenn Mama oder Papa sich neben mich setzt und still ist, einfach da ist.</p>
<p>Unser Kind und wir lernen, mit der Situation umzugehen. Wir erkennen, dass es Momente gibt, die man nicht ändern kann. Wir lernen, Dinge zu akzeptieren, wie sie nunmal gerade sind.</p>
<p>Wir <strong>Eltern</strong> können darüber hinaus noch einiges mehr aus diesen Situationen für uns mitnehmen:</p>
<ul>
<li>Ich muss nicht immer eine Lösung parat haben.</li>
<li>Manchmal hilft es auch, meinem Kind in solchen Momenten einfach zuzuhören, es zu verstehen und für es da zu sein.</li>
<li>Mir hilft am Meisten, mein Kind zu begleiten und ruhig zu bleiben, indem ich mir genau das immer wieder sage / meinen Mund halte / mich auf meinen Atem konzentriere / meine volle Aufmerksamkeit jetzt meinem Kind widme.</li>
</ul>
<p>In welchen Momenten hattest du schonmal keine Lösung parat?</p>

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		<title>Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2019 05:38:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hab mich schon lange gefragt, ob ich jemals einen Beitrag übers Abstillen schreiben werde, weil ich es nie für möglich gehalten hatte, dass die Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir je enden wird. Aber jetzt ist es wirklich so weit und ich kann sagen: Ja, mein Kleinkind hat sich abgestillt und braucht auch nachts ... <a title="Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/" aria-label="Mehr zu Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab mich schon lange gefragt, ob ich jemals einen Beitrag übers Abstillen schreiben werde, weil ich es nie für möglich gehalten hatte, dass die Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir je enden wird.</p>
<p>Aber jetzt ist es wirklich so weit und ich kann sagen: Ja, mein <strong>Kleinkind</strong> hat sich abgestillt und braucht auch nachts keine Brust mehr zum Einschlafen.</p>
<p>Hier sind meine 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen!</p>
<p><span id="more-11239"></span></p>
<h2>Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen</h2>
<p>Während ich diesen Beitrag mit meinen 10 besten <strong>Tipps</strong> zum Abstillen schreibe, horch ich in mich rein und frag mich: Bin ich traurig darüber, dass es jetzt vorbei ist? Kein <strong>Einschlafstillen</strong> mehr, kein nächtliches Stillen mehr, kein schneller Tröster bei Unfällen und Krankheit, macht mich das irgendwie wehmütig?</p>
<p>Vor wenigen Wochen hätte ich noch lauthals gerufen: Nee, auf keinen Fall! Ich liebe meine wieder gewonnene Freiheit, Freizeit. Oliver ist 3,5 Jahre alt und lässt sich jetzt anders trösten, braucht keine Brust mehr, um sich zu beruhigen oder einzuschlafen, das ist einfach super cool!</p>
<p>Kann sein, dass es an dieser ruhigen Atmosphäre dieses Cafés liegt, in dem ich gerade sitze, aber jetzt denke ich so: Hm, ja, doch, irgendwie ist es schon ein ganz kleines bisschen schade. Nicht, weil ich jetzt mehr Zeit habe, sondern eher, weil ein wichtiger Lebensabschnitt vorbei ist. Für immer.</p>
<p>Das <strong>Stillen</strong> ist eine so wunderbare, mal anstrengende, aber wiederum auch so wichtige Zeit, dass wir uns gut überlegen sollten, <strong>wann</strong>, warum und vor allem <strong>wie</strong> wir abstillen. Aus diesem Grund möchte ich dir meine 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen mit auf den Weg geben.</p>
<p><img decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11646" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen.jpg" alt="Die 10 wichtigsten Tipps zum Abstillen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/die-10-wichtigsten-tipps-zum-abstillen-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h3>1. Der richtige Zeitpunkt</h3>
<p><strong>Wie lange</strong> stillen? Wann abstillen? Meiner Meinung nach ist dieser Punkt der wichtigste von allen.</p>
<p>Denn wie lange du dein Kind stillst und wann du abstillst, das entscheiden nur dein Kind und du, denn es ist eure <strong>Stillbeziehung</strong>, lass also bitte nicht andere darüber entscheiden.</p>
<p>Dass die Oma traurig ist, dass ihr Enkelkind noch nicht bei ihr übernachten kann, weil es noch einschlafgestillt wird, und sie jetzt meint, es sei an der Zeit, dass du abstillst, ist bedauerlich. Der Nachbar von nebenan findet, dass dein Kind schon zu alt dafür ist, um gestillt zu werden? Das ist SEIN Problem, also mach es nicht zu deinem.</p>
<p>Wenn dir jemand dazu rät abzustillen, horch in dich rein und frag dich ganz ehrlich, ob dein Kind und du das auch so empfindet. Ob ihr das möchtet. Und ob ihr bereit dafür seid.</p>
<p>Die <strong>Stillzeit</strong> ist im Vergleich zum restlichen Leben so kurz und sie kommt nie mehr zurück, also überleg dir gut, ob du abstillst, weil DU es willst oder weil jemand anderes das als &#8222;<strong>richtig</strong>&#8220; empfindet.</p>
<p>Bedenke, dass das <a href="https://www.stillkinder.de/haeufige-fragen-zum-langzeitstillen/">&#8222;Langzeitstillen&#8220;</a> deinem Kind und auch dir viele Vorteile mit auf den Weg gibt, es im Umkehrschluss also viele Nachteile für dich und dein Kind gibt, wenn du es (frühzeitig) <strong>abstillst</strong>.</p>
<p></p>
<h3>2. Langsam ausschleichen lassen</h3>
<p>Je entspannter die Abstillzeit gestaltet wird, desto einfacher wird es für euch beide. Klar: Wenn du von heute auf morgen abstillen musst, wird es sich komplizierter gestalten, als wenn du ganz <strong>natürlich</strong> und <strong>sanft</strong> abstillen kannst, wenn sich also dein Körper und dein Kind langsam darauf einstellen können.</p>
<p>Bei uns war es z.B. so, dass Oliver erst ständig und überall trank. Dann fing ich an, ihm nicht mehr aktiv die Brust anzubieten, d.h. ich <strong>stillte</strong> ihn nur noch, wenn er mich darauf ansprach. So ergab es sich, dass wir nur noch zu Hause stillten, denn unterwegs war er zu abgelenkt. Später trank er dann nur tagsüber, dann nur noch abends, dann nur noch nachts und schließlich nur noch bei schlimmen Unfällen, Schmerzen oder in ganz besonders kuscheligen Momenten&#8230;</p>
<p>Je entspannter du das Abstillen gestaltest, sodass es sich <strong>langsam</strong> ausschleichen kann, desto angenehmer wird es für dich, deinen Körper und dein Kind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11649 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm.jpg" alt="Mutter stillt Kind im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/mutter-stillt-kind-im-arm-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Achtung bei &#8222;Expert*innen&#8220;</h3>
<p>Du willst dein Kind betreuen lassen, aber die/der Erzieher*in sagt, erst wenn dein Kind abgestillt ist, kann die <strong>Eingewöhnung</strong> gelingen?</p>
<p>Du musst demnächst ein <strong>Medikament</strong> einnehmen, es steht eine <strong>OP</strong> an und dein/e Ärzt*in erzählt dir, du darfst dein Kind nicht mehr stillen?</p>
<p>Dein Kind hat <strong>Karies</strong> und die/der Zahnärzt*in setzt dich unter Druck, du musst <strong>sofort abstillen</strong>, wenn du die Gesundheit deines Kindes nicht gefährden willst?</p>
<p>Ob Eltern, Tanten, Onkel, Nachbar*innen, Freund*innen &#8211; wenn es ums Stillen geht, werden plötzlich alle zu Expert*innen. Da kommen dann Sprüche wie &#8222;Was, du stillst IMMER NOCH??&#8220;, &#8222;Da ist doch nur noch Wasser drin.&#8220;, &#8222;Ich hab gehört, <a href="https://www.milchtropfen.de/schadstoffe-in-muttermilch/">in Muttermilch sind ganz viele Schadstoffe</a>!&#8220;.</p>
<p></p>
<p>Ob das wirklich der Wahrheit entspricht, vermögen die einen oder anderen noch infrage stellen zu können. Von Erzieher*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und dergleichen nehmen wir allerdings ganz natürlich an, dass sie kompetent genug sind, uns Tipps zum Stillen geben zu können, ohne dass wir das je hinterfragen. Doch woran machst du Kompetenz fest? Daran, dass du freundlich behandelt wirst? Jemand studiert hat? Erfahren scheint? Einen weißen Kittel oder einen Doktortitel trägt?</p>
<p>Wenn dir ein/e scheinbare/r Expert*in rät, abzustillen, dann wende dich bitte zunächst an Leute, die sich (höchstwahrscheinlich) auf dem Gebiet auskennen, nämlich an Stillberater*innen, wie z.B. die von der <a href="https://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen" target="_blank" rel="noopener">La Leche Liga</a> oder dem <a href="https://www.afs-stillen.de/" target="_blank" rel="noopener">AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V.</a>.</p>
<h3>4. Erkenne unerfüllte Bedürfnisse</h3>
<p>Wenn du stillst und es dich <strong>nervt</strong> und stresst, dann frag dich: Nervt dich wirklich DAS STILLEN? Oder ist es etwas ganz anderes? Vielleicht nervt dich eigentlich, dass immer DU es bist, die das Kind beruhigt, weil du dir eigentlich Unterstützung durch deine/n Partner*in wünschst?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11650 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt.jpg" alt="Überforderte Mutter mit Baby und Haushalt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/ueberforderte-mutter-mit-baby-und-haushalt-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So war es beispielsweise bei mir. Seither war ich es, die unseren Sohn ins Bett brachte, bis auf wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen konnte. Und das <strong>nervte</strong> mich. Ich fand es <strong>ungerecht</strong>. Ich wünschte mir Gleichberechtigung und Unterstützung im gemeinsamen Familienleben. Als mein Mann also weniger arbeitete und mehr Zeit mit Oliver verbrachte, konnte ich die neu gewonnene Zeit für mich zum Arbeiten nutzen, weshalb das Stillen für mich so ganz nebenbei viel angenehmer wurde, obwohl ich am Stillen gar nichts verändert hatte, ich hatte einfach nur ein Bedürfnis erfüllt.</p>
<p>Wenn du also merkst, dass dich das Stillen nervt, dann frag dich, ob das Stillen nicht eher nur der <strong>Auslöser</strong> ist, dass du genervt bist, und eigentlich ein ganz anderes, <strong>unerfülltes Bedürfnis</strong> dahinter liegt. Wünschst du dir mehr Freizeit? Unterstützung? Gleichberechtigung? Selbstbestimmung? Was ist es, das du brauchst? Denn wenn du das heraus gefunden hast, dann kannst du aktiv etwas dafür tun, dass dein <strong>Bedürfnis</strong> gestillt wird, und musst nicht die Stillbeziehung zum Sündenbock erklären.</p>
<p></p>
<h3>5. Sei klar und ehrlich</h3>
<p>Bei mir war es so, dass mir das Stillen nach 3,5 Jahren sowohl am Tag als auch in der <strong>Nacht</strong> unglaublich unangenehm wurde. Und das sagte ich Oliver auch so und es war ok für ihn, nicht mehr oder nur ganz kurz zu stillen.</p>
<p>Einerseits denke ich, dass sein Alter Grund dafür war, dass er es gut akzeptieren konnte, andererseits denke ich auch, dass ich einfach <strong>klar</strong> in meiner Botschaft war, eben weil es sich auf einmal so unangenehm anfühlte.</p>
<p>Wenn du von dir aus das Stillen beenden willst, dann rate ich dir, einerseits klar in deiner Botschaft zu sein, andererseits finde ich es persönlich auch sehr wichtig, ehrlich zu sein. Keine Ausreden, wie &#8222;Die Brust ist krank&#8220; oder &#8222;Die Milch ist alle&#8220;. Übernimm die <strong>Verantwortung</strong> für deine Entscheidung, statt sie abzuwälzen, dein Kind hat es verdient, dass du <strong>ehrlich</strong> mit ihm bist.</p>
<h3>6. Begleite dein Kind</h3>
<p>Es kann natürlich auch sein, dass du abstillen willst, dein Kind das aber richtig <strong>scheiße</strong> findet und viel weint und schreit. Und dazu hat es auch allen Grund und das ist ok. Durch diesen <strong>Frust</strong> und diese <strong>Trauer</strong> solltest du dein Kind hindurch begleiten. Es will gesehen werden. Es will dir sagen, dass es jetzt traurig ist. Und du musst jetzt für dein Kind da sein und ihm zuhören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11651" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter.jpg" alt="Kind weint im Arm der Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-weint-im-arm-der-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn <strong>Zweifel</strong> in dir kommen, frag dich: Will ich jetzt weiter stillen, damit es nicht mehr weint und ich diese Tränen nicht mehr ertragen muss? Wenn du eigentlich nicht mehr stillen willst, aber weiter stillen würdest, nur damit dein Kind aufhört zu weinen, dann würdest du gegen dein eigenes Bedürfnis handeln. Und was soll dein Kind daraus lernen? Dass man nicht für die eigenen <strong>Grenzen</strong> einstehen sollte?</p>
<p>Wenn also Zweifel in dir kommen, dann schau, ob du wirklich fürs Abstillen <strong>bereit</strong> bist oder doch nicht. Du kannst deine Meinung natürlich ändern und weiter stillen, ich würde dir aber raten, dass du ganz ehrlich zu dir selber bist, aus welchem Grund du deine Entscheidung triffst.</p>
<h3>7. Du kennst dein Kind und dich am Besten</h3>
<p>Manche schlagen vor, für einige Tage allein zu verreisen und die/den Partner*in mit dem Kind allein zu lassen. Für mich <strong>persönlich</strong> wäre das nichts, aber das kann ich nur <strong>entscheiden</strong>, weil ich mein Kind und mich gut kenne.</p>
<p>Damit meine ich: Bei all den Tipps zum Abstillen, die du hier und auch sonstwo liest, bleibt es am Ende immer dir und natürlich deinem Kind überlassen, ob diese Abstilltipps auch bei euch passen.</p>
<p></p>
<h3>8. Veränderungen brauchen Zeit</h3>
<p>Gerade <strong>nachts</strong> wird es am Anfang länger dauern, bis dein Kind eingeschlafen ist, bei uns dauerte das Zubettbringen manchmal eine Stunde oder mehr. Bis man sich an etwas Neues <strong>gewöhnt</strong> hat, kann es dauern, Veränderungen brauchen nun mal ihre Zeit.</p>
<p>Für mich war es z.B. auch ungewohnt, nicht mehr so schnell <strong>einschlafen</strong> zu können wie bisher, doch mit der Zeit gewöhnten wir uns beide dran und kuschelten einfach viel häufiger.</p>
<p>Bei euch kann es auch etwas ganz anderes sein. Findet eure <strong>Alternative</strong> und lasst euch Zeit, euch daran zu gewöhnen. Dass es sich bei der Alternative um einen Schnuller handeln muss, finde ich übrigens nicht, meine Meinung ist weiterhin, <a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/">es geht auch ohne Schnuller</a>. Andererseits kann es natürlich auch so sein, dass dein Kind noch ein <strong>Saugbedürfnis</strong> hat, dann wäre es angebracht, einen geeigneten Ersatz zu suchen.</p>
<h3>9. Abstillen heißt nicht Durchschlafen</h3>
<p>Verbinde das Abstillen nicht damit, dass dein Kind fortan <strong>durchschlafen</strong> wird, denn das stimmt einfach nicht. Auch Erwachsene wachen nachts mehrmals auf, erinnern sich aber u.U. einfach nicht mehr daran.</p>
<p>Auch Oliver wacht nachts mehrmals auf. Mal ist er durstig, dann trinkt er Wasser, kuschelt sich wieder ein und schläft weiter. Oder er muss pullern, dann tragen entweder der Papa oder ich ihn zur Toilette und dann wird weiter geschlafen. Manchmal wacht er auf und merkt, dass ich weiter von ihm weg liege, als ihm lieb ist, dann möchte er mit mir kuscheln, ich rutsch zu ihm rüber und wir schlafen kuschelnd weiter.</p>
<blockquote><p>&#8222;Dass du abgestillt hast, bedeutet, dass du nicht mehr stillst, es bedeutet nicht, dass dein Kind dich nachts nicht mehr braucht.&#8220; &#8211; Milchtropfen</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11653" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett.jpg" alt="Kind mit Eltern wach im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/04/kind-mit-eltern-wach-im-bett-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>10. Ausnahmen sind völlig ok</h3>
<p><strong>Ausnahmen</strong> bestätigen die Regel. Es kann vorkommen, dass dein Kind schon mehrere Tage, vielleicht sogar Wochen nicht mehr gestillt wurde, und dann plötzlich wieder an die <strong>Brust</strong> will. Das kann z.B. dann der Fall sein, wenn es sich stark verletzt hat, bei uns geschah es manchmal auch &#8211; in meinen Augen &#8211; aus dem Nichts heraus.</p>
<p>Ich rate dir, es <strong>zuzulassen</strong> und dein Kind an der Brust zu stillen, denn dein Kind wird nicht wieder 24/7 stillen. Sieh es mehr wie eine <strong>Rückversicherung</strong> für dein Kind an, dass du immer noch für es da bist. Ich bin mir sicher, wenn es kurz getrunken hat, ist es auch wieder gut, und irgendwann reicht es für dein <strong>Kind</strong>, dass ihr &#8222;nur&#8220; kuschelt und du es <a href="https://www.milchtropfen.de/troestende-worte-wie-man-richtig-troestet/">tröstest</a>.</p>
<p>Was für <strong>Abstilltipps</strong> hast du noch auf Lager? Schreib sie mir gern in die Kommentare.<br />
</p>
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		<title>Schadstoffe in Muttermilch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Nov 2018 21:26:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder taucht das Thema in den Medien auf: Schadstoffe in Muttermilch gefunden. Und nun? Was heißt das jetzt genau für die Stillenden unter uns und unsere Babys bzw. Kinder? Was für Konsequenzen ziehen wir aus diesen Informationen? Bedeutet es etwa, dass wir abstillen und künstliche Milch geben müssen? Das, und vieles mehr, liest du ... <a title="Schadstoffe in Muttermilch" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/schadstoffe-in-muttermilch/" aria-label="Mehr zu Schadstoffe in Muttermilch">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder taucht das Thema in den Medien auf: Schadstoffe in Muttermilch gefunden. Und nun? Was heißt das jetzt genau für die Stillenden unter uns und unsere Babys bzw. Kinder? Was für <strong>Konsequenzen</strong> ziehen wir aus diesen <strong>Informationen</strong>? Bedeutet es etwa, dass wir <strong>abstillen</strong> und künstliche Milch geben müssen? Das, und vieles mehr, liest du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-10783"></span></p>
<h2>Schadstoffe in Muttermilch</h2>
<p>Vor einiger Zeit bekam ich von Laura E. ein Video von RTL zugeschickt mit der Bitte, darüber einen Beitrag zu verfassen. Der Titel: <a href="https://www.rtl.de/cms/umweltgifte-in-muttermilch-stillen-kann-babys-krank-machen-1441073.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Umweltgifte in Muttermilch. Stillen kann Babys krank machen&#8220;</a>. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Laura, dass du mich auf dieses Video aufmerksam gemacht hast.</p>
<p>Denn ich finde es sehr wichtig, über solche Themen zu schreiben, immerhin werden Mütter dadurch von einer Sekunde auf die andere verunsichert und sie denken gleich: &#8222;Was?! Pestizide in <strong>Muttermilch</strong>?! Muss ich meine Muttermilch jetzt <strong>testen</strong> lassen? Und was, wenn Schadstoffe gefunden werden? Muss ich dann abstillen? Aber wie? Ich muss was tun, ich will ja meinem Baby nicht <strong>schaden</strong>!&#8220;. Und schon bricht Panik aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10832" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik.jpg" alt="Schadstoffe in Muttermilch - (K)ein Grund zur Panik | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/10/schadstoffe-in-muttermilch-kein-grund-zur-panik-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Welche Schadstoffe wurden in Muttermilch gefunden?</h2>
<p>In dem RTL-Video wurden in der Muttermilch von Nina u.a. das <strong>Pflanzenschutzmittel</strong> <a href="http://www.chemie.de/lexikon/Hexachlorbenzol.html" target="_blank" rel="noopener">HCB (Hexachlorbenzol)</a> und das <strong>Pestizid</strong> <a href="http://www.chemie.de/lexikon/DDT.html" target="_blank" rel="noopener">DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan)</a> nachgewiesen, das in der alten DDR noch bis Anfang der 90er versprüht werden durfte. Seit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention 2004 sind weltweit die Herstellung als auch der Gebrauch von HCB verboten, DDT ist nur noch zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten, als auch Überträgern der Malaria zulässig.</p>
<p>Bei der zweiten Mutter Brigitte wurde festgestellt, dass ihre Zahnfüllungen zu großen Teilen während der <strong>Schwangerschaft</strong> aus Amalgam bestanden. Amalgam ist ein Metallgemisch, das zur Hälfte aus Quecksilber und zur anderen Hälfte aus Schwermetallen wie Kupfer, Zinn und Silber besteht.</p>
<p>Das Thema interessierte mich, ich recherchierte weiter und stieß auf die im Jahr 2005 erstellte <strong>Studie</strong> <a href="https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/_migrated/publications/20050600_chemie_schadstoffe_muttermilch_studie.pdf">&#8222;Über 300 Schadstoffe in der Muttermilch. Zeit für eine neue Chemikalienpolitik.&#8220;</a> vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und dem WWF International.</p>
<p>Seit 1980 wurden in Deutschland mehr als 40.000 Muttermilchproben auf Chemikalienrückstände untersucht. Das Ergebnis: Über 350 Schadstoffe, darunter auch <strong>giftige</strong> Stoffe, die bereits seit den 1970ern verboten sind, finden sich, wenn auch in abnehmender Menge, in der Muttermilch wieder.</p>
<p>Die <strong>Folgen</strong> können unterschiedlich sein und sich z.B. in Form von Allergien, Beeinträchtigungen des Immunsystems, verminderter Fruchtbarkeit, Krebs, Verhaltensstörungen durch Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung u.ä. zeigen.</p>
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</div></p>
<h2>Wie gelangen Schadstoffe in die Muttermilch?</h2>
<p>Aber <a href="https://de.sott.net/article/1309-Wie-gelangen-Schadstoffe-in-den-menschlichen-Korper" target="_blank" rel="noopener">wie gelangen Schadstoffe überhaupt in die Muttermilch</a>? Das ist relativ einfach erklärt:</p>
<p>Erst einmal müssen sie in die Umwelt gelangen. Bei synthetischen Stoffen geschieht das über verschiedenste Wege: als Neben-, Abbau- oder Abfallprodukt anderer Chemikalien, durch Unfälle während ihres Transports, bei unsachgemäßer Lagerung und Entsorgung, durch den alltäglichen Gebrauch von Produkten und Gegenständen, in denen diese Stoffe enthalten sind, durch Verbrennung, aber auch durch bewusste Freisetzung wie beim Einsatz von Pestiziden und <strong>Bioziden</strong>.</p>
<p>Mensch und Tier nehmen die Stoffe, je nachdem, wie sie sich herausgelöst haben, über die Atmung, die Haut oder die Nahrung in sich auf. Über die Nahrung geschieht das zum Beispiel, indem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzmittel</a> durch Versickerung ins Grundwasser, damit in unser Trinkwasser und somit in unseren Körper gelangen sowie durch den <strong>Konsum</strong> von tierischen und pflanzlichen Produkten.</p>
<p>Auch <strong>Ungeborene</strong> kommen bereits mit diesen Schadstoffen in Kontakt.</p>
<p>Das Problem, das Brigitte aus obigem Film mit ihren <a href="https://www.max34.de/amagan-schwangerschaft/" target="_blank" rel="noopener">Amalgamfüllungen während der Schwangerschaft</a> hatte, war Folgendes: Es löste sich mit der Zeit durch Zähneknirschen, aber auch durch den Konsum von zucker- und säurehaltigen sowie heißen Lebensmitteln in der Mundhöhle auf und wurde vom Körper aufgenommen. <strong>Quecksilber</strong>, das den Zahnfüllungen in Form von Dampf entwich, konnte während der Schwangerschaft die <strong>Plazenta</strong> passieren und so auf das Kind übertragen werden.</p>
<p><a href="https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/verdauen/pwiegiftstoffeimkoerper100.html" target="_blank" rel="noopener">Giftige Stoffe gelangen ins Blut</a> der Mutter, indem sie es schaffen, die Darmwand zu passieren. Auch auf diesem Weg wird das Kind jene giftigen Stoffe aufnehmen; zum Einen über die <strong>Nabelschnur</strong>, zum Anderen über die Muttermilch, denn die wird aus <strong>Blut</strong> gebildet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10848" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur.jpg" alt="Fötus im Mutterleib mit Nabelschnur" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/foetus-im-mutterleib-mit-nabelschnur-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dazu kommt, dass bestimmte <strong>Chemikalien</strong> besondere Eigenschaften wie Langlebigkeit (Persistenz) aufweisen, manche sind zudem Fett liebend (lipophil) bzw. Wasser abweisend (hydrophob).</p>
<p>Wenn solche Chemikalien in unseren Körper gelangen, werden sie in fettreichem Gewebe gespeichert, wie z.B. in der Leber, dem Gehirn oder der weiblichen Brust. Die Muttermilch, die der weibliche Körper zur Vorbereitung auf die kommende <strong>Stillzeit</strong> produziert, wird dann aus (belastetem) Fettgewebe gebildet. Auf diese Weise können Schadstoffe in die <strong>Muttermilch</strong> und somit zum Kind gelangen.</p>
<h2>Das &#8222;Problem&#8220; mit der Nahrungskette</h2>
<p>Das Problem wird deutlicher, wenn man wie wir als Menschen am Ende der <strong>Nahrungskette</strong> steht. So geht aus der o.g. Studie vom BUND und WWF Folgendes hervor:</p>
<blockquote><p>&#8222;Je höher ein Lebewesen in der Nahrungskette steht, desto stärker seine Belastung.&#8220;</p></blockquote>
<p>Wir können uns das so vorstellen: Der mit Schadstoffen belastete Krebs wird mit vielen weiteren belasteten Krebsen vom Fisch gegessen, in dessen Fettgewebe die Fett liebenden Schadstoffe gespeichert werden. Dieser Fisch wiederum wird zusammen mit vielen anderen belasteten Fischen von uns Menschen gegessen, wo nun, je nach Fettanteil der Organe, die Schadstoffe gespeichert werden. Je höher der Fettgehalt eines Menschen, oder allgemein eines Organismus&#8216;, desto mehr an <strong>Fett liebenden</strong> Schadstoffen kann er aufnehmen.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass alle Fette gleich &#8222;böse&#8220; sind, es gibt auch &#8222;gute&#8220; <a href="http://www.highfive-vegan.org/makronaehrstoffe/fett/" target="_blank" rel="noopener">Fette</a>, wie sie z.B. in Nüssen, Samen, Avocados, Oliven, Kokosnüssen, Pflanzenölen vorzufinden sind. Also bitte nicht falsch verstehen und denken &#8222;Oh Gott, ich darf jetzt keine <strong>Fette</strong> mehr zu mir nehmen!&#8220;. Ganz und gar nicht. <a href="https://vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/fette-und-oele-vegetarisch-vegane-ernaehrung/" target="_blank" rel="noopener">Fette</a> sind wichtig, sie dienen als Energiequelle und übernehmen daneben wichtige Aufgaben wie den Transport der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die Lieferung essentieller langkettiger, mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Darüber hinaus gehören Fettsäuren als Bausteine zu jeder Zelle.</p>
<p></p>
<h2>Konsequenz: Abstillen?</h2>
<p>Keine/r von uns will gesundheitsschädliche Chemikalien in sich tragen oder die Gesundheit der eigenen Kinder gefährden. In der Muttermilch SOLLEN keine Schadstoffe enthalten sein, sie sind es aber, also was tun?</p>
<p>Ein wenig schade fand ich, dass im besagten RTL-Video nicht ersichtlich war, wie den Kindern genau geholfen wurde. Sicher, man sieht, dass sie Salben auf die Haut geschmiert und Verbände bekommen, aber gerade in Bezug auf den gestillten Nino stellt sich die eine oder andere Mutter bestimmt die Frage, was Nino letztendlich zur Verbesserung seiner Lebensqualität geholfen hat.</p>
<p>Ob der Kleine weiterhin von seiner Mutter <strong>gestillt</strong> werden konnte oder die Muttermilch einer anderen Mutter bekam oder fortan <strong>Pulvermilch</strong> zu sich nahm, ist nicht ersichtlich, ich möchte an dieser Stelle aber gern die <strong>Meinungen</strong> von Expert*innen wiedergeben:</p>
<h3>Die Vorteile von Muttermilch überwiegen</h3>
<p>Das <a href="https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/arbeitsplatz_umwelt/chemische_umweltfaktoren/perfluorierte_substanzen_altoetting_hbm_muttermilch.htm" target="_blank" rel="noopener">Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit</a> (LGL) gab Folgendes an:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das Stillen hat vielfältige, wissenschaftlich sehr gut belegte positive Wirkungen für Kind und Mutter. Stillen schützt das Kind beispielsweise vor Infektionskrankheiten, beugt der Entwicklung von Übergewicht und verschiedenen Krankheiten im späteren Leben vor und fördert die Mutter-Kind-Beziehung. Auch wenn PFOA in der Muttermilch unerwünscht ist, überwiegen nach fachlicher Einschätzung des LGL diese zahlreichen positiven Wirkungen. (&#8230;) Es gibt derzeit keine internationale Organisation, die bei einer vergleichbaren Situation vom Stillen abraten würde. Das LGL empfiehlt daher den Müttern aus gesundheitlicher Sicht aufgrund der zuvor genannten Vorteile entsprechend der bestehenden Empfehlungen zu stillen. Dies gilt auch in den Bereichen des Landkreises Altötting, in denen das Trinkwasser mit PFOA belastet ist.&#8220;</p></blockquote>
<h3>Stillzeit umfasst einen sehr kurzen Lebensabschnitt</h3>
<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt weiter an:&#8220;<em>Frauenmilch [ist] optimal auf die Nährstoffbedürfnisse des Kindes abgestimmt und fördert aufgrund ihrer sonstigen Zusammensetzung die Abwehrkräfte des Kindes. Stillen kann außerdem zur Förderung der emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind beitragen. Gleichzeitig ist bei der Risikobewertung zu berücksichtigen, dass die Stillzeit einen sehr kurzen Lebensabschnitt umfasst und die erhöhte Dioxin-Belastung über Frauenmilch damit begrenzt ist.&#8220;.</em></p>
<h3>Kein gesundheitliches Risiko durch &#8222;Langzeitstillen&#8220;</h3>
<p>Selbst, wenn wir nach Einführung der <strong>Beikost</strong> und über das in unserer Gesellschaft übliche 1. Lebensjahr hinaus stillen, sieht die Nationalen Stillkommission, die beim BfR angesiedelt ist &#8222;<em>kein gesundheitliches Risiko (&#8230;), solange Mutter und Kind dies wollen.</em>&#8222;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10844" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter.jpg" alt="Kleinkind trinkt an der Brust im Arm seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kleinkind-trinkt-an-der-brust-im-arm-seiner-mutter-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Warum Pulvermilch keine Lösung ist</h2>
<p>Es ist keine <strong>Lösung</strong>, einfach abzustillen und fortan künstliche Milch zu geben, denn das Problem, dass die Umwelt voller Schadstoffe ist, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen, macht auch vor Pulvermilch keinen Halt.</p>
<p>Für alle Mamas, die sich jetzt Sorgen machen, dass sie ihrem Baby mit der <strong>künstlichen Säuglingsmilch</strong> schaden, gebe ich schon jetzt im Voraus die Erklärung vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wieder:&#8220;Bisher gibt es keine Hinweise, dass mit industriell gefertigter Säuglingsmilch ernährte Kinder eine gesundheitliche Schädigung durch die Aufnahme der genannten Fettsäureester erfahren hätten.&#8220;.</p>
<p>Welche <strong>Schadstoffe</strong> wurden in künstlicher Säuglingsnahrung gefunden?</p>
<p><div id='c4208_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3>Schadstoffe, die auch in Muttermilch gefunden wurden</h3>
<p>Auch in <strong>Kuhmilch</strong> finden sich Schadstoffe wieder, aus der wiederum künstliche Säuglingsnahrung hergestellt wird.</p>
<p>Die Kühe nehmen über das Kraftfutter, das sie fressen, das Wasser, das sie trinken, und die Luft, die sie atmen, Schadstoffe auf, die wie bei jedem anderen Organismus im Fettgewebe (hier u.a. dem Euter) <strong>gespeichert</strong> werden.</p>
<p>Die Ställe und Futtersilos von Tieren, die das ganze Jahr über im Stall stehen, werden mit Schimmel hemmenden Mitteln behandelt, die einerseits nicht vollständig unterdrückt werden können und andererseits von den Tieren aufgenommen werden.</p>
<h3>Schadstoffe je nach Tierhaltung</h3>
<p>Die Qualität und die <a href="http://www.dorispaas.de/milch#schadstoffe" target="_blank" rel="noopener">Inhaltsstoffe in Kuhmilch</a> sind zudem davon abhängig, wie die Tiere gehalten werden, deren Produkte wir konsumieren, sei es nun deren Fleisch oder deren Muttermilch.</p>
<p>In der Massentierhaltung werden, gern auch vorbeugend, <strong>Medikamente</strong> wie z.B. Antibiotika verabreicht. Um die Fleischqualität oder die Milchleistung zu beeinflussen, kommen auch <strong>Hormone</strong> zum Einsatz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10846" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine.jpg" alt="Kühe in der Milchindustrie in der Ukraine" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kuehe-in-der-milchindustrie-in-der-ukraine-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es gibt auch Richtlinien darüber, wie viel <a href="https://www.vegpool.de/magazin/eiter-milch.html" target="_blank" rel="noopener">Erreger in Kuhmilch</a> enthalten sein dürfen. Durch das maschinelle Melken können <strong>Erreger</strong> ins Euter eindringen und eine äußerst schmerzhafte Mastitis, also Euterentzündung, hervorrufen. Handelt es sich um eine versteckte Mastitis, wird die Kuh mitsamt der Erreger gemolken, ohne dass es bemerkt wurde. Um einer Euterentzündung vorzubeugen oder diese zu behandeln, verwenden Milchwirte Desinfektionsmittel und <strong>Antibiotika</strong>.</p>
<h3>Fettschadstoffe</h3>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/palmoel-in-babynahrung-schadstoffe-mit-jeder-mahlzeit.697.de.html?dram:article_id=412907" target="_blank" rel="noopener">In den allermeisten Babymilchnahrungen ist Palmöl</a> enthalten. Palmöl enthält Substanzen, die wahrscheinlich <strong>genschädigend</strong> und <strong>krebserregend</strong> sind, nämlich Glycidyl und Monochlorpropandiol (MCPD). Zudem wird für Palmöl-Plantagen tropischer Regenwald vernichtet.</p>
<p>Einige Säuglingsnahrungen werden daher mit anderen Ölen hergestellt. Die <strong>Fettschadstoffe</strong>, die bei der Raffination von pflanzlichen Fetten und Ölen entstehen, sind dennoch enthalten, allerdings in viel geringeren Mengen als in <strong>Palmöl</strong>.</p>
<h3>Mineralöle</h3>
<p>Laut <a href="https://www.oekotest.de/kinder-familie/17-Muttermilchersatzprodukte-im-Test_110602_1.html" target="_blank" rel="noopener">ÖKO-Test Jahrbuch Kleinkinder Ausgabe (001_2018)</a> enthalten alle 17 getesteten Muttermilchersatznahrungen <strong>Mineralöle</strong>. Die Mineralölbestandteile MOSH können laut ÖKO-Test im Körper gespeichert werden und haben in Tierversuchen zu <strong>Schädigungen</strong> der Leber und Lymphknoten geführt.</p>
<p>In der Analyse lassen sich MOSH nicht sicher von den chemisch ähnlich aufgebauten POSH trennen. <a href="https://www.eurofins.de/lebensmittel/analysen/organische-kontaminanten/mineraloele-mosh-posh-moah/" target="_blank" rel="noopener">POSH</a> gehören nicht zu den Mineralölen, sondern zu den Oligomeren, die aus <strong>Plastikverpackungen</strong> (PE, PP) migrieren können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10845" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus.jpg" alt="Milchfläschchen liegt und läuft aus" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/milchflaeschchen-liegt-und-laeuft-aus-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Reinigungsmittel</h3>
<p>In fast allen 17 von ÖKO-Test unter die Lupe genommenen Produkten ist <a href="https://www.sparbaby.de/baby/milchpulver-anfangsnahrung-test/" target="_blank" rel="noopener">Chlorat</a> nachweisbar, das wahrscheinlich von <strong>Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln</strong> stammt, allerdings nur in Spuren, was für unproblematisch gehalten wird. Chlorat kann sich negativ auf die roten Blutkörperchen und die Schilddrüsenfunktion auswirken.</p>
<h3>Was alles NICHT enthalten ist</h3>
<p>Von den Schadstoffen in künstlicher Säuglingsnahrung mal ganz abgesehen, können wir uns auch einfach anschauen, was alles NICHT in ihr enthalten ist, nämlich hunderte von wichtigen und gesunden <strong>Inhaltsstoffen</strong>, die es nur in der Muttermilch gibt.</p>
<p>Sämtliche positive Inhaltsstoffe aufzuzählen, die in Muttermilch enthalten sind, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, du kannst dir den von mir verlinkten <a href="https://www.sensible-osteopathy-berlin.com/blog/unterschiede-muttermilch-pulvermilch/" target="_blank" rel="noopener">Vergleich zwischen Muttermilch und Pulvermilch</a> aber gern durchlesen.</p>
<h3>Nachteile von Pulvermilch</h3>
<p>Zu guter Letzt sei noch kurz erwähnt, dass <strong>Pulvermilch</strong> im Vergleich zu Muttermilch schlechter abschneidet und sich negativ auf die <strong>Entwicklung</strong> und Gesundheit des Kindes auswirkt.</p>
<p>Das ist allerdings ein anderes Thema, was dann in einem gesonderten Beitrag Platz finden wird. Bis dahin verlinke ich gern zu stillkinder.de, dort kannst du alles über die <a href="https://www.stillkinder.de/haeufige-fragen-zum-langzeitstillen/" target="_blank" rel="noopener">Vorteile von Muttermilch</a> bzw. die <a href="https://www.stillkinder.de/die-risiken-der-kuenstlichen-saeuglingsnahrung-neu-betrachtet/" target="_blank" rel="noopener">Risiken der künstlichen Säuglingsnahrung</a> erfahren.</p>
<p><div id='c8658_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ja, es ist wahr: Muttermilch ist mit Schadstoffen belastet und wird an das Muttermilch trinkende Kind weitergegeben, ja, sogar schon an das Ungeborene im Mutterleib.</p>
<p>Heißt das jetzt, dass wir vorsorglich lieber keine Muttermilch geben sollten, um unseren <strong>Kindern</strong> nicht zu schaden? Die Antwort lautet ganz klar: NEIN!</p>
<p>Auch in künstlicher Säuglingsnahrung, Folgemilch, allgemein in unserer Nahrung, aber auch in unserem Trinkwasser, unserer Luft sowie den <strong>Produkten</strong>, die wir benutzen, finden sich Schadstoffe wieder, es lässt sich also beim besten Willen nicht vermeiden, dass wir und unsere Kinder sie aufnehmen.</p>
<p>Der BUND, die WHO sowie die Nationale Stillkommission beim BfR sind sich einig: Die <strong>Vorteile</strong> von Muttermilch überwiegen bei Weitem. Zudem umfasst das <strong>Stillen</strong> einen sehr kurzen Lebensabschnitt, die <strong>Belastung</strong> ist also begrenzt.  Schadstoffe in Muttermilch sind zwar nicht erwünscht, jedoch kein Grund zum Abstillen, sondern vielmehr ein Grund für die Reform der aktuellen Chemiepolitik.</p>
<p>Die bisher bedeutendste Reform zum Umwelt- und Gesundheitsschutz in Europa stellt wohl die am 1. Juni 2007 in Kraft getretene Europäische Chemikalienverordnung <a href="https://www.reach-info.de/index.htm" target="_blank" rel="noopener">REACH</a> (<strong>R</strong>egistrierung, <strong>E</strong>valuierung und<b> A</b>utorisierung von <strong>Ch</strong>emikalien) dar, die die Sicherheit von Mensch und Umwelt sicherstellen soll, indem Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender ihre Chemikalien registrieren lassen müssen und für deren sichere Verwendung selbst verantwortlich sind.</p>
<p>Demnach muss VOR Einsatz einer Chemikalie deren Unbedenklichkeit sichergestellt worden sein. Ist sie es nicht, wird sie auch nicht zugelassen und darf folglich auch nicht zum Einsatz kommen. <strong>Chemikalien</strong>, die bereits in Gebrauch sind, müssen nach und nach geprüft werden.</p>
<p>Auch <strong>Transparenz</strong> ist wichtig, denn wir Verbraucher*innen wollen schließlich wissen, was für Chemikalien in diesem oder jenem enthalten sind und wollen bewusst die Entscheidung treffen, ob wir es kaufen oder lieber doch nicht. Deshalb können wir uns online über die jeweiligen Chemikalien informieren.</p>
<h3>Was können Verbraucher*innen noch tun?</h3>
<p>Was können wir als Verbraucher*innen noch unternehmen? Wir könnten beispielsweise unser <a href="https://www.kochbar.de/cms/muss-man-obst-und-gemuese-waschen-so-beseitigen-sie-pestizide-und-keime-2677254.html" target="_blank" rel="noopener">Obst und Gemüse gründlich waschen</a>, um Pestizide und <strong>Keime</strong> zu beseitigen, aber ist das etwa schon alles?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10850" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch.jpg" alt="Kind prüft Apfel im Supermarkt kritisch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/11/kind-prueft-apfel-im-supermarkt-kritisch-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie sehr unsere Essgewohnheiten unsere <strong>Gesundheit</strong> beeinflussen, wird, denke ich, aus dem 2013 geführten Interview mit dem Umweltmediziner Professor Hermann Fromme vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in der  <a href="https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Entwarnung-Muttermilch-enthaelt-ungefaehrliche-Schadstoffmenge-id25404791.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Augsburger Allgemeinen&#8220;</a> deutlich:</p>
<blockquote><p>&#8222;Schadstoffe werden zu 90 % über die Nahrung aufgenommen. Viele finden sich zum Beispiel in tierischen Fetten.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das bedeutet, dass wir zum größten Teil über unsere <strong>Nahrung</strong> beeinflussen können, ob und in welcher Menge wir Schadstoffe zu uns nehmen und an unsere Kinder weitergeben. Sollten wir also weniger oder vielleicht gar keine tierischen Produkte zu uns nehmen? Ist die Muttermilch von <strong>Vegetarierinnen</strong> weniger belastet? Darauf hat Prof. Fromme vom LGL bereits eine Antwort:</p>
<blockquote><p>&#8222;Hierzu liegen wenige Untersuchungen vor, aber da viele langlebige Substanzen sich in tierischen Fetten anreichern, ist zu erwarten, dass Vegetarierinnen geringer belastet sein werden.&#8220;</p></blockquote>
<p>Gehen wir mal einen Schritt weiter und stellen uns vor, dass wir einfach mehr <strong>pflanzliche</strong> Produkte und weniger, bestenfalls gar keine <strong>tierischen</strong> Produkte mehr zu uns nehmen, wird klar, dass wir dadurch auch gleich viel weniger Schadstoffe über den langen Weg der Nahrungskette aufnehmen.</p>
<p><strong>Gesunde Fette</strong> können wir mühelos über pflanzliche Quellen beziehen, und auch da sollten wir zu den qualitativ hochwertigen greifen, wie z.B. zu Bioprodukten oder sogar zu Produkten mit den Siegeln der Anbauverbände, die strengere Kriterien als die <a href="https://utopia.de/siegel/eu-bio-siegel/" target="_blank" rel="noopener">EU-Öko-Verordnung</a> erfüllen. Die bekanntesten Verbände sind <a href="https://www.bioland.de/ueber-uns/richtlinien.html" target="_blank" rel="noopener">Bioland</a>, <a href="https://www.demeter.de/leistungen/zertifizierung/richtlinien" target="_blank" rel="noopener">Demeter</a> und <a href="https://www.naturland.de/de/naturland/richtlinien.html" target="_blank" rel="noopener">Naturland</a>.</p>
<p>Darüber hinaus kannst du auch einige Lebensmittel selber anbauen, da kannst du sicher sein, was drin ist. Vielleicht kannst du auch von deiner Nachbarin bzw. deinem Nachbarn Lebensmittel beziehen, von der/dem du weißt, dass sie/er keine Pestizide o.ä. verwendet.</p>
<p>Letztendlich müssen wir aufhören, im wahrsten Sinne des Wortes Billigprodukte zu kaufen, weil wir auf <strong>Qualität</strong> verzichten, und uns stattdessen für Lebensmittel entscheiden, die zwar teurer sind, dafür aber auch qualitativ hochwertiger und schlichtweg gesünder. Die wir in <strong>Maßen</strong> genießen und endlich auch wieder <strong>wertschätzen</strong> können, und nicht im Sinne der Wegwerfgesellschaft in Massen in den Müll kippen. Nur so nehmen wir Einfluss auf das Angebot am Markt. Nur so können wir als Verbraucher*innen ein Zeichen setzen, dass wir es wortwörtlich satt haben, uns, unsere Kinder und unsere Umwelt mit Chemikalien krank zu machen.<br />
</p>
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		<title>Hab ich zu wenig Milch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2017 19:00:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Letztens schrieb mir eine verzweifelte Mutter, sie hätte Angst, nicht mehr genügend Muttermilch für ihr zwei Monate altes Baby zu haben. Leider kann ich ihr nur auf diesem Wege antworten und hoffe, dass meine Nachricht sie noch rechtzeitig erreicht. Denn tatsächlich ist es eher selten, dass eine Mutter zu wenig Milch für ihr Kind hat. ... <a title="Hab ich zu wenig Milch?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/hab-ich-zu-wenig-milch/" aria-label="Mehr zu Hab ich zu wenig Milch?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens schrieb mir eine verzweifelte Mutter, sie hätte Angst, nicht mehr genügend <strong>Muttermilch</strong> für ihr zwei Monate altes Baby zu haben.</p>
<p>Leider kann ich ihr nur auf diesem Wege antworten und hoffe, dass meine Nachricht sie noch rechtzeitig erreicht. Denn tatsächlich ist es eher selten, dass eine Mutter zu wenig Milch für ihr Kind hat.</p>
<p>Im folgenden Beitrag möchte ich jenen Müttern die Angst nehmen, die sich darum sorgen, dass sie zu wenig <strong>Milch</strong> produzieren.</p>
<p><span id="more-7838"></span><div id='c8335_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Hab ich zu wenig Milch?</h2>
<p>Wenn du diesen Artikel liest, dann bist du wahrscheinlich mit deinen Nerven am Ende. Du hast <strong>Angst</strong>, dass du nicht (mehr) genügend Milch für dein Baby hast, dass es hungern muss wegen dir. Vielleicht fühlst du dich wie eine Versagerin.</p>
<p>Ja, ich war auch mal an diesem Punkt angelangt und dachte, ich hätte zu wenig Milch. Ich bekam es ständig zu hören. In kleinen, unsicheren <strong>Fragen</strong>, wie: Kaum zu glauben, dass ein Kind nur von Milch wächst. Reicht deine Milch denn überhaupt noch aus? Er ist doch jetzt schon zwei Monate alt. Wird er überhaupt noch satt? Wann willst du mit der Beikost anfangen? Du stillst doch jetzt sicher bald ab, oder?</p>
<p>Jede dieser Fragen versetzte mir immer wieder auf&#8217;s Neue einen Stich ins Herz. Ich hatte den Eindruck, diese Person würde nicht an mich glauben. Keinerlei <strong>Vertrauen</strong> in meinen Körper setzen. Und so sah ich jedes Zeichen meines Babys allmählich als Anschein dafür, dass es Hunger hatte. Wegen mir. Weil ich es nicht mehr satt bekam.</p>
<p>War mein Baby <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-ist-nervoes-beim-stillen/" rel="noopener">unruhig</a> und ging ständig von der Brust ab und dann sofort wieder ran, dann verunsicherte mich das plötzlich heftig. Ich wusste nicht, was los war und schob es auf meine Milch. Nuckelte es den ganzen Tag über <a href="https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/" rel="noopener">stundenlang</a> an der Brust, hämmerte es in meinem Kopf: Er wird nicht mehr satt!!</p>
<p>Zum Glück wurde ich in der Wochenbettzeit von einer sehr einfühlsamen Hebamme betreut. Als sie kam, setzte sie sich zu mir ans Bett und sah mich mit diesem verständnisvollen Blick an. Sie fragte mich, was mir gerade durch den Kopf ginge. Und da schossen plötzlich die Tränen nur so aus mir heraus und ich schüttete ihr mein Herz aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10136" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/hab-ich-zu-wenig-milch-die-wichtigsten-infos-tipps.jpg" alt="Hab ich zu wenig Milch? - Die wichtigsten Infos &amp; Tipps | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/hab-ich-zu-wenig-milch-die-wichtigsten-infos-tipps.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/hab-ich-zu-wenig-milch-die-wichtigsten-infos-tipps-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/hab-ich-zu-wenig-milch-die-wichtigsten-infos-tipps-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/hab-ich-zu-wenig-milch-die-wichtigsten-infos-tipps-454x680.jpg 454w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Du hast höchstwahrscheinlich genug Milch</h2>
<p>Vielleicht musst du wie jene Mutter warten, bis deine <strong>Hebamme</strong> dich wieder besucht und beruhigen kann. Eventuell hast du gar keine Hebamme, die dich betreut. Oder du wirst von einer Hebamme betreut, der du nicht vertraust, weil sie dir eben solche Gedanken wie &#8222;Es liegt an dir. Du hast zu wenig Milch.&#8220; in den Kopf pflanzt und du das nicht glauben magst.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich sagen: Ja, es gibt sie. Mütter, die aufgrund organischer oder gesundheitlicher <strong>Ursachen</strong> nicht in der Lage sind, ihr Kind mit genügend Milch zu versorgen. Allerdings ist das ein derart verschwindend geringer Prozentsatz. Laut <a href="http://www.stillen-ratgeber.de/zu-wenig-milch-beim-stillen/" target="_blank" rel="noopener">Stillen-Ratgeber</a> sind es gerade einmal 2% aller Mütter.</p>
<p>Warum hört und liest man dann ständig von Müttern, die davon berichten, dass sie zu wenig Milch hatten und vorzeitig abstillen mussten? Warum dreht sich beinahe jeder Post in einer Stillgruppe um die Sorge, dass man zu wenig Milch hat?</p>
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<h2>Ich habe den Eindruck, zu wenig Milch zu haben, weil&#8230;</h2>
<p>Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, habe ich mir einfach mal sämtliche Annahmen jener Mütter notiert, weshalb sie davon ausgehen bzw. davon ausgegangen sind, dass sie <strong>zu wenig Milch</strong> haben bzw. hatten.</p>
<h3>&#8230; ich &#8222;Fleischbrüste&#8220; oder zu kleine Brüste habe.</h3>
<p>Wenn du noch nie etwas von &#8222;<a href="http://stillpraxis.de/irrtumer-rund-ums-stillen" target="_blank" rel="noopener">Fleischbrüsten</a>&#8220; gehört hast: Damit sind sehr große Brüste gemeint. Doch weder sehr große noch <a href="http://www.focus.de/familie/schwangerschaft/ein-sohn-fuer-kate-und-william-baby-royal_id_2179283.html" target="_blank" rel="noopener">kleine Brüste</a> bedeuten, dass du nicht genügend Milch hast.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1186" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/frau-verdeckt-brust-mit-der-hand.jpg" alt="Frau verdeckt Brust mit der Hand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/frau-verdeckt-brust-mit-der-hand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/09/frau-verdeckt-brust-mit-der-hand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ein kleiner Busen enthält zwar weniger Fettgewebe, aber dieselbe Menge Drüsen.</p>
<p>Die <strong>Größe</strong> der Brüste sagt also nichts darüber aus, ob eine Frau gut stillen kann oder nicht. Eventuell muss man bei sehr großen <strong>Brüsten</strong> erst seine ganz persönliche Stillposition finden, damit das <strong>Stillen</strong> für beide Seiten angenehm ist, das sollte jedoch kein Problem darstellen.</p>
<h3>&#8230; meine Brüste sich auf einmal ganz weich anfühlen.</h3>
<p>Dieser Eindruck bestätigte sich bei mir auch. Anfangs waren meine Brüste extrem <strong>prall</strong>. Beim Stillen lief ich ständig im Strahl aus und badete mein Baby in Milch. Ich hatte so viel Milch, dass ich mir wirklich keine Sorgen machen brauchte.</p>
<p>Aber nach einiger Zeit waren sie nicht mehr prall und groß, sondern <strong>weich</strong> und hatten auch an Größe verloren. Sie liefen auch nicht mehr aus. Das irritierte mich. Hatte ich zu wenig Milch?</p>
<p>Nein. Dass sich deine Brüste auf einmal weich anfühlen und nicht (mehr) auslaufen, liegt einzig und allein daran, dass sie sich auf den Bedarf deines Babys eingestellt haben. Du kannst an dieser Stelle also erleichtert aufatmen: Es bedeutet, dass sich die Milchproduktion <strong>eingependelt</strong> hat. Du hast immer noch genügend Milch für dein Baby. Nicht ZU viel, sondern genau die richtige Menge, die auf dein Baby abgestimmt ist.</p>
<p></p>
<h3>&#8230; beim Pumpen gar nichts oder nur sehr wenig Milch herauskommt.</h3>
<p>Auch hier kann ich dich beruhigen: Dass du beim <strong>Pumpen</strong> wenig bis gar keine Milch gewinnst, sagt nichts über die tatsächliche Milchmenge in deinen Brüsten aus.</p>
<p>Dass du beim Pumpen weniger Milch herausbekommst, kann z.B. daran liegen, dass bei diesem Vorgang kein Milchspendereflex ausgelöst wird. Die Pumpe erzeugt ein Vakuum, das lediglich nach vorn saugt. Sie <strong>saugt</strong> anders als dein Baby, das die Brustwarze z.B. noch zusätzlich mit der Zunge stimuliert.</p>
<p>Zudem ist es ein Unterschied, rein von der Atmosphäre her betrachtet, ob du eine Pumpe anlegst oder dein Baby in den Armen hältst und es stillst. Ein ganz anderer Moment, der völlig unterschiedliche Gefühle und Emotionen in dir hervorruft und dazu beiträgt, ob die Milch bei dir fließt oder eben nicht.</p>
<h3>&#8230; mein Baby ständig an die Brust will.</h3>
<p>Heute kann ich dir &#8211; wie es meine Hebamme damals zu mir gesagt hat, sagen: Das ist ganz normal. Diesen Vorgang bezeichnet man als <strong>Clusterfeeding</strong>. Dein Baby durchläuft eventuell gerade eine anstrengende Wachstumsphase oder befindet sich mitten in einem Entwicklungsschub. Durch das häufige Stillen regt dein Baby die <strong>Milchproduktion</strong> an, die es zur Bewältigung dieses Schubs benötigt.</p>
<p>Es kann auch sein, dass dein Baby an diesem Tag sehr viel erlebt und verarbeiten muss. Das kann es am Besten an deiner Brust.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-99" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/die-sommertipps-baby-beim-stillen.jpg" alt="Baby beim Stillen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/die-sommertipps-baby-beim-stillen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/die-sommertipps-baby-beim-stillen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Stillen bedeutet nicht nur &#8211; wie oft vermutet &#8211; ein Hungergefühl zu stillen. Stillen ist so viel mehr als das. Dein Baby kann beim Stillen ideal getröstet, beruhigt und ins Traumland befördert werden. Stillen ist Liebe pur. Die beste Medizin bei Krankheit sowie nach einem anstrengenden, stressigen, aufregenden Tag. Das Saugbedürfnis deines Babys ist so viel mehr, als den bloßen Hunger zu stillen.</p>
<h3>&#8230; ich keinen Milchspendereflex (mehr) spüre.</h3>
<p>Wenn du dir nicht sicher bist, wie sich der <strong>Milchspendereflex</strong> anfühlt, beschreibe ich es für dich einmal: Anfangs, als sich die Milch noch auf den Bedarf von Oliver einstellte, tat der Milchspendereflex ziemlich weh. Es war wie ein fieses Stechen in den Brüsten. Meine Schwägerin beschrieb es wie Messerstiche &#8211; es war für sie äußerst schmerzhaft.</p>
<p>Mit der Zeit wich das stechende Gefühl einem Kribbeln. Ziehen. Prickeln. Mir fiel auf, dass mein Baby jetzt viel tiefere, kräftigere Züge nahm, während es an meiner Brust <strong>trank</strong>.</p>
<p>Manche Mütter berichten, dass sie den Milchspendereflex überhaupt nicht mehr spüren oder noch nie gespürt haben, sondern ihn nur daran erkennen, wenn ihr Kind schluckt und diesen geflüsterten K-Laut von sich gibt. Womöglich gehörst du auch zu jenen Müttern. Beobachte dein Baby dahingehend mal genauer und achte darauf, was es für <strong>Geräusche</strong> beim Stillen macht.</p>
<p><div id='c9167_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h3>&#8230; mein Baby nicht genug zunimmt.</h3>
<p>Wenn wir unsere Babys bei der Kinderärztin bzw. dem <strong>Kinderarzt</strong> vorstellen, wird stets das Gewicht, die Körperlänge und der Kopfumfang festgehalten. Es werden Fragen zum Schlaf- und Trinkverhalten gestellt, ob das Kind schon dieses und jenes könne, es wird zum Hüftsonographie-Screening geschickt usw.usf.</p>
<p>All das dient dazu, mögliche Auffälligkeiten, die auf eine Fehlentwicklung hindeuten könnten, so früh wie möglich zu erkennen, um sie dann so schnell wie möglich zu behandeln.</p>
<p>Viele Mütter berichten von Kinderärzt*innen, die vollgestillte Babys als &#8222;<strong>fett</strong>&#8222;, &#8222;<strong>übergewichtig</strong>&#8222;, &#8222;<strong>zu groß</strong>&#8220; oder als &#8222;<strong>zu dünn</strong>&#8222;, &#8222;<strong>zu klein</strong>&#8220; usw. bezeichnen. Sie orientieren sich an den Perzentillen, wie ein Baby normalerweise zu sein hat und geben den Babys, sobald sie darunter oder darüber liegen, den Stempel &#8222;auffällig&#8220;.</p>
<p>Ist ein vollgestilltes Baby &#8222;zu fett&#8220;, liegt es an der Milch und das Baby soll auf Diät gesetzt werden. Ist ein vollgestilltes Baby nicht genug gewachsen, weil es unter der Perzentille liegt, liegt es auch an der Milch, weil sie angeblich &#8222;zu dünn&#8220; ist und der Ratschlag &#8222;Füttern Sie zu&#8220; wird gegeben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6864" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-mit-speckigen-beinchen-beruehrt-seine-fuesschen.jpg" alt="Baby mit speckigen Beinchen berührt seine Füßchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-mit-speckigen-beinchen-beruehrt-seine-fuesschen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-mit-speckigen-beinchen-beruehrt-seine-fuesschen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber Perzentillen fragen nicht danach, wie Mama und Papa aussehen. Ob die eher klein und schmächtig oder hünenhaft sind. Sie orientieren sich lediglich am Durchschnitt.</p>
<p>Das bedeutet aber nicht, dass du nicht genug Milch hast, bloß, weil dein Baby nicht wie der <strong>Durchschnitt</strong> wächst. Solange dein Baby langsam, doch stetig wächst und nicht auf Lange Sicht gesehen nur an Gewicht verliert, kannst du ruhig auf deine Muttermilch vertrauen. Lies dazu gern das Buch <a href="http://amzn.to/2iaVX70" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Mein Kind will nicht essen&#8220;</a>* von Carlos Gonzalez. Zudem kann es nicht schaden, sich eine zweite Meinung einzuholen, beispielsweise durch eine <a href="http://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen" target="_blank" rel="noopener">Stillberaterin der La Leche Liga</a>.</p>
<h3>&#8230; das Baby von Frau XYZ schon mehr wiegt.</h3>
<p><strong>Vergleiche</strong> sind niemals zufriedenstellend, denn jedes Baby, jedes Kind, jede Frau, jeder Mann, allgemein jeder Mensch ist <strong>individuell</strong>. Sobald man sich mit jemandem vergleicht und dieses und jenes nicht zutrifft, fühlt man sich schlecht. Was hilft der Vergleich, wenn er einem sagt, dass das Baby von der Nachbarin bereits soundsoviel wiegt? Mach dir immer bewusst, dass jeder Mensch individuell ist und Vergleiche nichts als Stress bringen.</p>
<h2>Tipps für eine optimale Milchbildung</h2>
<p>Damit dein Körper (weiterhin) ausreichend Muttermilch bildet, solltest du bestimmte Punkte befolgen:</p>
<h3>Ruhe und Entspannung</h3>
<p><strong>Stress</strong> ist ein Milchkiller, also vermeide ihn, wo es nur geht. Hol dir <strong>Unterstützung</strong> im Haushalt, lass dich bekochen, ruh dich aus und kuschel mit deinem Baby, wann immer es geht, sorge für ausreichend <strong>Schlaf</strong> und eine gesunde Ernährung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6863" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-schlaeft-in-den-armen-von-mama-und-papa.jpg" alt="Baby schläft in den Armen von Mama und Papa" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-schlaeft-in-den-armen-von-mama-und-papa.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-schlaeft-in-den-armen-von-mama-und-papa-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn mir die Decke auf den Kopf fiel, hab ich mir mein Baby umgeschnallt und bin mit ihm raus an die frische Luft. Tageslicht und frische Luft geben mir unheimlich viel Energie. Was es auch ist, das dir <strong>Entspannung</strong> gibt und aus dem du Kraft schöpfen kannst: Nutze es. Ich hoffe, dass du weißt, dass ich damit nicht Drogen o.ä. meinte.</p>
<h3>Lass dich durchchecken</h3>
<p>In der Schwangerschaft stellte man bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion fest, was meine extreme Erschöpfung, Müdigkeit und Unkonzentriertheit erklärte. Wird eine <a href="https://www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/beschwerden-erkrankungen/Schilddruesenunterfunktion-Schwangerschaft-id94458.html" target="_blank" rel="noopener">Schilddrüsenunterfunktion</a> nicht behandelt, kann dies sowohl negative <strong>Auswirkungen</strong> auf die Entwicklung des Ungeborenen als auch die <strong>Milchbildung</strong> haben.</p>
<p>Es kann also nicht schaden, sich beim Arzt bzw. bei der Ärztin durchchecken zu lassen. Lass dich nicht abschrecken: Für die meisten <strong>Medikamente</strong> gibt es <a href="https://www.embryotox.de/einfuehrung.html" target="_blank" rel="noopener">stillfreundliche Alternativen</a>, wie sie z.B. auf Embryotox.de aufgelistet werden.</p>
<h3>Stillen nach Bedarf</h3>
<p>Das A und O, damit die Muttermilch auf den Bedarf deines Babys abgestimmt wird, ist <strong>Stillen nach Bedarf</strong>. Je nachdem, ob dein Baby den ganzen Tag an deiner Brust hängt, mal mehr, mal weniger gestillt werden will, ist das ein direktes <strong>Signal</strong> an deine Brust, ob sie mehr oder weniger Muttermilch produzieren soll.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3179" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-schlaeft-an-brust-ein.jpg" alt="Baby schläft an Brust ein" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-schlaeft-an-brust-ein.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-schlaeft-an-brust-ein-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Stillen nach Bedarf bedeutet, dein Baby zu stillen, wenn es danach verlangt. Das kannst du z.B. daran erkennen, dass es seinen Kopf hin- und herbewegt (es sucht), schmatzt, seine Faust in den Mund nimmt oder weint.</p>
<p>Du merkst: Dein Baby weint nicht gleich los, wenn es Hunger hat. Es meldet sein <strong>Bedürfnis</strong> auf unterschiedliche Art und Weise; mit zunehmender Intensität, wenn dieses nicht befriedigt wird.</p>
<p>Achte stets darauf, was dir dein Baby signalisiert. Ratschläge wie &#8222;Stillen nach Zeit&#8220; und &#8222;Stillen in x Abständen&#8220; u.a. kannst du getrost in die Tonne kloppen, denn sie sind für eine optimale Milchbildung mehr <strong>hinderlich</strong> als <strong>förderlich</strong>.</p>
<h3>Professionelle Hilfe</h3>
<p>Deine Hebamme wird dir dabei helfen, dein Baby richtig anzulegen und schaut auch nach, ob dein Baby richtig trinkt.</p>
<p>Bei uns wurde z.B. festgestellt, dass Oliver falsch trank. Er stieß immer die Zunge nach vorn, saugte also ganz falsch. Das führte nach kurzer Zeit zu heftigen <a href="https://www.milchtropfen.de/stillprobleme/" rel="noopener">Stillproblemen</a>, bei deren Bewältigung mir meine Hebamme nicht mehr helfen konnte. Sie war mit ihrem Latein am Ende. Uns half nach vielen qualvollen Wochen der Besuch bei einer Osteopathin, die Olivers Blockaden löste. Danach konnte er endlich richtig trinken und die <strong>wunden Brustwarzen</strong> gehörten der Vergangenheit an.</p>
<p>Wenn du also wunde Brustwarzen bekommst, das Stillen schmerzt, du siehst, dass dein Baby nicht richtig trinkt o.ä., dann hol dir professionelle Hilfe in Form einer <strong>Stillberatung</strong> und/oder schau mal beim <strong>Osteopathen</strong> vorbei und lass dein Baby auf Blockaden untersuchen.</p>
<h3>Nimm das Original</h3>
<p>Stillen nach Bedarf &#8211; so funktioniert das Prinzip. Dein Baby saugt an deiner Brust und meldet seinen Bedarf an. Aber wie soll das funktionieren, wenn dein Kind einen <strong>Schnuller</strong> hat?</p>
<p>Manche Babys nuckeln ihr Saugbedürfnis komplett am Schnuller weg. Oft sogar so sehr, dass ein <strong>Hungergefühl</strong> &#8222;weggeschnullert&#8220; wird, sodass die Stillmahlzeit weiter <strong>hinausgezögert</strong> wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7871" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/baby-mit-schnuller-im-mund.jpg" alt="Baby mit Schnuller im Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/baby-mit-schnuller-im-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/11/baby-mit-schnuller-im-mund-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Auf diese Weise kann dein Baby aber nicht seinen eigentlichen Bedarf anmelden. Deiner Brust wird, indem dein Baby weniger gestillt wird, signalisiert, dass weniger <strong>Bedarf</strong> besteht. Das wiederum kann dazu führen, dass du irgendwann wirklich nicht mehr <strong>genügend</strong> Muttermilch für dein Baby hast.</p>
<p>Biete also so oft es geht das Original an, also deine <strong>Brust</strong>, oder lass den Schnuller komplett weg. Denn ja, <a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/"  rel="noopener">es geht auch ohne Schnuller</a>.</p>
<h3>Beikost bei Beikostreife</h3>
<p>Ähnlich wie beim Schnuller verhält es sich damit, wenn deinem Baby neben Muttermilch zusätzlich noch andere Dinge angeboten werden, wie <strong>Wasser</strong>, <strong>Tee</strong>, ein <strong>Keks</strong>, <strong>Säuglingsnahrung</strong> o.ä.</p>
<p>Was das für Auswirkungen auf die Milchproduktion hat, wird klar, wenn du dir mal die <a href="https://www.babytipps24.de/trinkmengen/" target="_blank" rel="noopener">Magengröße eines Babys</a> anschaust: Am 1. Tag ist der Magen deines Babys etwa so groß wie eine Kirsche, am 3. wie eine Walnuss. Nach einer Woche ist der Magen mit der Größe einer Aprikose zu vergleichen und nach einem Monat mit der eines großen Hühnereis.</p>
<p>Alles, was dein Baby neben Muttermilch zu essen oder zu trinken bekommt, ist unheimlich <strong>sättigend</strong>. Dein Baby wird dann logischerweise überhaupt keinen <strong>Platz</strong> mehr für Muttermilch haben und folglich auch nicht an deine Brust wollen. Was passiert? Deinen Brüsten wird wiederum gemeldet: Weniger Milchbedarf erforderlich.</p>
<p>Ein vollgestilltes Baby braucht nichts als Muttermilch. Wenn es bereit für <strong>Beikost</strong> ist, sagt dir einzig und allein dein Baby. Sonst niemand.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7547" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick.jpg" alt="Kind lacht beim Picknick" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/kind-lacht-beim-picknick-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn dein Baby reif für die Beikost ist, wirst du folgende <strong>Beikostreifezeichen</strong> an ihm erkennen:</p>
<ul>
<li>Dein Baby kann seinen <strong>Kopf</strong> selbstständig halten.</li>
<li>Es <strong>sitzt</strong> selbstständig und muss nur minimal im unteren Rückenbereich gestützt werden.</li>
<li>Es zeigt <strong>Interesse</strong> an deinem Essen: Es schaut auf dein Essen und beobachtet, wie es in deinen Mund wandert. Oliver hat dabei immer seinen Mund geöffnet und Kaubewegungen nachgeahmt.</li>
<li>Es kann Speisen mit der <strong>Zunge</strong> gut bewegen. Das erkennst du daran, dass es sich vom Rücken auf den Bauch <strong>drehen</strong> kann; beide Entwicklungen verlaufen parallel.</li>
<li>Der <strong>Zungenstoßreflex</strong> ist verschwunden, d.h. dein Baby stößt nicht automatisch alles, was ihm in den Mund kommt, mit der Zunge heraus.</li>
<li>Es kann <strong>Hand-zu-Mund-Bewegungen</strong> vollführen. Natürlich kann da immer noch eine ganze Weile etwas daneben gehen.</li>
<li>Es zeigt, wenn es ein bestimmtes Nahrungsmittel <strong>ablehnt</strong> oder <strong>satt</strong> ist, z.B. durch Handzeichen, einen Laut oder indem es sich wegdreht.</li>
</ul>
<p>Lass dich nicht verunsichern, dass MAN mit X Monaten mit der Beikost beginnt. Achte auf die <strong>Zeichen</strong> deines Babys und vertrau darauf, dass es dafür bereit sein wird, wenn es so weit ist.</p>
<p></p>
<h3>Lebensmittel</h3>
<p>Es ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, doch einige Mütter schwören bei folgenden <strong>Lebensmitteln</strong> darauf, dass es gut für ihre Milchbildung ist/war. Ob das am Placebo-Effekt liegt oder wirklich etwas dahinter steckt, weiß ich nicht, will es dir aber auch nicht vorenthalten.</p>
<ul>
<li>Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, Stilltee (in Maßen; beispielsweise als Unterstützung in einem Schub)</li>
<li>Malzbier</li>
<li>Fassbrause</li>
<li><strong>nach Absprache</strong> mit einer Stillberaterin oder Ärztin bzw. einem Arzt: Bockshornkleesamen</li>
</ul>
<p>Was du stattdessen <strong>vermeiden</strong> solltest, sind milchreduzierende Tees wie <strong>Pfefferminze</strong> und <strong>Salbei</strong>.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Habe <strong>Vertrauen</strong> in deinen Körper, dass er das Beste ist, um deinem Kind das zu geben, was es benötigt. Wichtig ist aber auch, dass du dich um deinen Körper kümmerst. Gönn dir Pausen, kuschel viel und oft mit deinem Baby, unterstütze deinen Körper mit gesunden Lebensmitteln, versorge ihn mit ausreichend Flüssigkeit, geh an die frische Luft, entspann dich und schöpfe Kraft, wann immer es geht.</p>
<p>Vermeide Faktoren, die die Milchbildung negativ beeinflussen. Das kann ein bestimmtes Lebensmittel wie Pfefferminze oder Salbei sein, aber auch die Gabe von Schnullern, das zusätzliche wie vorzeitige <strong>Zufüttern</strong> oder Stillen nach <strong>Zeitplan</strong>.</p>
<p>Habe Vertrauen in dein Baby, dass es weiß, was es will und wann es das will. Führe dir vor Augen, wie klein der Magen deines Babys ist und dass es völlig normal ist, dass es sich nach kurzer Zeit wieder meldet, obwohl es schon vor zwei Stunden gestillt wurde. Achte auf die Zeichen, die dein Baby gibt, und lerne sie zu deuten. Sieh dein Kind an und beobachte es. Es verrät dir nämlich am Besten, ob es <strong>genug Milch</strong> bekommt. Wie geht es deinem Baby?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4685" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-geniesst-mamas-naehe.jpg" alt="Baby genießt Mamas Nähe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-geniesst-mamas-naehe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-geniesst-mamas-naehe-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn dein Baby nach dem Stillen zufrieden schaut, entspannt und ausgeglichen ist, aktiv ist, oft pullert/kackert (wie häufig das in etwa sein sollte, verrät dir Stillkinder in ihrem Beitrag <a href="https://www.stillkinder.de/bekommt-mein-baby-genug-muttermilch/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Bekommt mein Baby genug Muttermilch?&#8220;</a>) und langsam, aber stetig an Gewicht zunimmt, dann sei dir gewiss, dass es genug Muttermilch bekommt.</p>
<p>Falls du trotz allem das Gefühl hast, dass dein Baby nicht satt wird, dass es falsch trinkt o.ä., dann such dir professionelle Hilfe durch eine Stillberatung. Lass dich auch selbst mal durchchecken. Eventuell musst du medikamentös eingestellt werden, damit dein Körper genügend Muttermilch bilden kann.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/hab-ich-zu-wenig-milch/">Hab ich zu wenig Milch?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Langzeitstillen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 11:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich habe ich von einer britischen Mutter gelesen, die ihre 8-jährige Tochter stillt. Der Bericht wurde in einer Stillgruppe geteilt und erhitzte in nur kürzester Zeit die Gemüter. Bevor du angewidert die Nase rümpfst und wegklickst, möchte ich dich dazu einladen, dir meine Gedanken zu diesem Thema durchzulesen. Langzeitstillen TRIGGERWARNUNG! Dieser Beitrag befasst sich mit ... <a title="Langzeitstillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/langzeitstillen/" aria-label="Mehr zu Langzeitstillen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich von einer britischen Mutter gelesen, die ihre 8-jährige Tochter <strong>stillt</strong>. Der Bericht wurde in einer Stillgruppe geteilt und erhitzte in nur kürzester Zeit die Gemüter.</p>
<p>Bevor du angewidert die Nase rümpfst und wegklickst, möchte ich dich dazu einladen, dir meine <strong>Gedanken</strong> zu diesem Thema durchzulesen.</p>
<p><span id="more-6755"></span><div id='c1480_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div><br />
</p>
<h2>Langzeitstillen</h2>
<p><strong>TRIGGERWARNUNG! Dieser Beitrag befasst sich mit dem Thema Langzeitstillen. In den Kommentaren wird das Thema Missbrauch angesprochen, das einige Leser*innen beunruhigend finden könnten. Lesen auf eigene Verantwortung. <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/kinder-und-jugendschutz/schutz-vor-sexualisierter-gewalt/hilfs-und-beratungsangebote/hilfs-und-beratungsangebote-fuer-betroffene-angehoerige-und-fachkraefte-127338">Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte</a> sind verlinkt.</strong></p>
<p>In einer Facebookgruppe wurde miss Mum&#8217;s Beitrag <a href="http://www.missmum.at/diese-mama-stillt-ihre-achtjaehrige-tochter-und-diese-sagt-folgendes-dazu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Diese Mama stillt ihre achtjährige Tochter und die hat folgendes zu sagen&#8220;</a> geteilt, der mich vom Weiterscrollen abhielt. Ich stutzte. Auf dem Bild war eine Frau zu sehen, die ein Kind stillte. Laut Facebookpost war das Kind zu diesem Zeitpunkt <strong>8 Jahre alt</strong>.</p>
<p>DAS hatte ich auch noch nicht gesehen. Babys werden gestillt. Kleinkinder mitunter auch noch, aber selbst das ist bei uns schon eine Seltenheit. Aber ein 8-jähriges Kind, ja, das war auch für mich etwas ungewöhnlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10181 pintbild aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt.jpg" alt="Langzeitstillen - Warum es (fast) keine Gründe gegen Langzeitstillen gibt | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/langzeitstillen-warum-es-fast-keine-gruende-gegen-langzeitstillen-gibt-454x680.jpg 454w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Gespaltene Meinungen zum Langzeitstillen</h2>
<p>So ein Thema ist natürlich reißerisch, weil die Meinungen hier weiiiiiit auseinander gehen. In kürzester Zeit hatten sich 4 Gruppen herauskristallisiert:</p>
<h3>Die 1. Gruppe</h3>
<p>Die 1. Gruppe fand es einfach nur schön, dass diese Mutter ihrer Tochter das Stillen ermöglichte. Daumen hoch, süßen Kommentar drunter, mit Herzchen aufhübschen, fertig.</p>
<h3>Die 2. Gruppe</h3>
<p>Die 2. Gruppe blieb noch ganz bei sich. Sagte zwar, dass es für sie persönlich <strong>undenkbar</strong> wäre, <strong>akzeptierte</strong> aber die Mutter, die ihr 8-jähriges Kind stillt. Ganz nach dem Motto &#8222;Leben und leben lassen&#8220;.</p>
<h3>Die 3. Gruppe</h3>
<p>Die 3. Gruppe hingegen kommentierte mit Worten wie &#8222;<strong>Pervers</strong>&#8222;, &#8222;Nicht mehr normal&#8220;, &#8222;Unmöglich&#8220;, &#8222;Nicht mehr schön&#8220;, &#8222;Furchtbar&#8220;, &#8222;Krank&#8220; und dergleichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7054" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/drei-affen-zwei-mit-weit-aufgerissenem-mund.jpg" alt="Drei Affen, zwei mit weit aufgerissenem Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/drei-affen-zwei-mit-weit-aufgerissenem-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/drei-affen-zwei-mit-weit-aufgerissenem-mund-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Einige unter ihnen konnten nicht einmal genau beschreiben, warum sie es pervers oder was auch immer fanden. Aus irgendeinem Grund ließen sie absolut nicht mit sich reden und beleidigten auf&#8217;s Schärfste. Es war kein Herankommen oder vernünftiges Diskutieren mit ihnen möglich.</p>
<h3>Die 4. Gruppe</h3>
<p>Die 4. Gruppe empfand es wie die 3. Gruppe als extrem <strong>negativ</strong>, rückte aber zumindest mit der Sprache raus. Sie <strong>begründeten</strong>, warum sie Langzeitstillen nicht gutheißen. Damit kann man arbeiten, dachte ich.</p>
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</div></p>
<h2>Gründe gegen Langzeitstillen</h2>
<p>Gehst du jene <strong>Argumente</strong> derjenigen durch, die das Langzeitstillen negativ empfanden, wirst du am Ende feststellen, dass es fast (!) keinen Grund gegen <strong>Langzeitstillen</strong> gibt.</p>
<h3>1. Kuscheln reicht doch in dem Alter aus!</h3>
<p>Dass Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme bedeutet, ist vielen gar nicht klar. <a href="https://www.stillkinder.de/stillen-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillen ist</a> so viel mehr als nur Durst und/oder Hunger zu löschen. Stillen ist Liebe, Nähe, Geborgenheit, <strong>Frieden</strong>, Ruhe, Entspannung, ein sicherer Hafen und vieles mehr. Und das nicht nur für Babys. Liest man sich die <a href="https://www.stillkinder.de/antworten-eines-stillkindes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meinungen gestillter Kinder</a> durch, wird klar, dass das Stillen an der Brust für sie etwas ganz Wunderbares ist.</p>
<p>Wer sagt, dass Kuscheln ausreichen muss? Warum muss Kuscheln ausreichen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7041" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-trauriges-kind-in-den-armen.jpg" alt="Mutter hält trauriges Kind in den Armen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-trauriges-kind-in-den-armen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-haelt-trauriges-kind-in-den-armen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2. Das natürliche Abstillalter liegt zwischen 2 und 7 Jahren!</h3>
<p>Im Jahre 2005 wies die amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP) in ihrer veröffentlichten Verlautbarung „Breastfeeding and the Use of Human Milk“ darauf hin, dass es keine Obergrenze zur <strong>Stilldauer</strong> gibt. Daneben geben anthropologische Forschungen Hinweis darauf, dass das <strong>natürliche Abstillalter</strong> beim Menschen zwischen 2,5 und 7 Jahren liegt. So las ich es in der <a href="http://www.lalecheliga.de/images/pdf/StellungnahmeStilldauer.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellungnahme zur Stilldauer</a> des La Leche Liga Deutschland e.V. und des AFS Bundesverband &#8211; Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V.</p>
<p>Nun wird dieses Kind aber bereits ein Jahr länger gestillt&#8230; Man stelle sich mal vor: Mit 7 Jahren ist Stillen noch ok. Mit 7 Jahren und 1 Tag nicht mehr. Mit 8 Jahren schon gar nicht!</p>
<p>Das sind doch alles nur <strong>Zahlen</strong>. Wir sind Menschen, individuell, und passen nunmal nicht stets in Muster rein.</p>
<p>Dass eine Forschung ergab, das natürliche Abstillalter beim Menschen liege zwischen 2,5 und 7 Jahren, heißt doch nicht, dass es kein Darunter und Darüber geben darf.</p>
<p>Ich finde die <a href="http://www.who.int/nutrition/topics/global_strategy/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Empfehlung der WHO</a> &#8222;(&#8230;) 2 Jahre oder darüber hinaus.&#8220; genau richtig. Denn letztendlich geht es nicht darum, welche Zahl uns vorschreibt, wie lange Stillen noch &#8222;normal&#8220; ist, sondern darum, ob wir es noch wollen.</p>
<h3>3. Ich will meinen Busen auch irgendwann mal wieder für mich haben!</h3>
<p>Und da kommen wir auch schon zum einzigen Argument, das <strong>gegen</strong> Langzeitstillen spricht: Die Mutter will es nicht (mehr).</p>
<p>Das Argument &#8222;Ich will meinen Busen auch mal wieder für mich haben.&#8220; finde ich völlig in Ordnung. Für diese Mutter wäre es persönlich zu lang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7042" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett.jpg" alt="Frau liegt entspannt auf dem Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-liegt-entspannt-auf-dem-bett-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie lange gestillt wird, hängt von Mutter UND Kind ab. Wenn die Mutter sich also dagegen entscheidet, dann ist das so und sie muss sich Gedanken darüber machen, wie sie nun sanft <a href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/"><strong>abstillen</strong></a> kann.</p>
<p>Doch genau so sollte auch die Entscheidung von Mutter und Kind akzeptiert werden, die weiter stillen. Leben und leben lassen.</p>
<h3>4. Die Mutter muss endlich mal loslassen!</h3>
<p>Einige kamen nun auf das Thema <strong>Trennungsangst</strong> zu sprechen. Die Mutter würde noch stillen, weil sie einfach nicht loslassen könne. Sie täte ihrer Tochter damit nichts Gutes, hätte einen an der Waffel.</p>
<p>Das kann sein, aber niemand von uns kennt diese kleine Familie. Wir wissen nichts von der Beziehung zwischen Mutter und Kind, kennen ihren Alltag nicht, wie sie sich verhalten, was sie mögen, was sie nicht mögen, wie sie Konflikte lösen uvm.</p>
<p>Der Beitrag, den ich las, war viel zu kurz, um ein ungefähres Bild zwischen Mutter und Kind zu bekommen. Am Ende kam die Frage auf, was denn die Tochter zum Langzeitstillen sagen würde. Ihre Meinung: Es sei ganz normal. Sie sei damit aufgewachsen. Punkt.</p>
<p>Ich hatte mir mehr Ausführlichkeit gewünscht und wurde etwas enttäuscht. Aber dann dachte ich mir: Für sie ist es völlig normal. Sie muss nicht lang und breit erklären, warum sie noch gestillt werden möchte. Sie ist damit aufgewachsen. Kennt es gar nicht anders. Will es scheinbar auch gar nicht anders. Und wenn die Mutter sie lässt, dann ist doch alles gut. Schließlich geht es darum und nur darum, was Mutter und Kind wollen.</p>
<p>Und seien wir mal ganz ehrlich: Wenn das <strong>Kind</strong> nicht mehr gestillt werden möchte, dann kann die Mutter da wenig machen, außer es zu akzeptieren. Wie sollte es auch anders gehen?</p>
<p>Wenn man sich wirklich Gedanken darüber macht, ob das noch &#8222;gesund&#8220; und &#8222;normal&#8220; ist, dann sollte man diese Familie einfach mal kennenlernen. Sie anschreiben, sich miteinander austauschen, treffen, miteinander reden, beobachten und kennen sowie verstehen lernen.</p>
<h3>5. Milch aus dem Becher ist ok, aber doch nicht aus der Brust!</h3>
<p>Manche schrieben, dass die Milch ja auch einfach <strong>abgepumpt</strong> und dem Kind in einem Becher gereicht werden könne.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7044" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-in-weihnachtskleidung-trinken-milch-aus-glasflaschen.jpg" alt="Kinder in Weihnachtskleidung trinken Milch aus Glasflaschen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-in-weihnachtskleidung-trinken-milch-aus-glasflaschen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-in-weihnachtskleidung-trinken-milch-aus-glasflaschen-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>AHA!, dachte ich mir. Es geht hier also gar nicht darum, dass das Kind 8 Jahre alt ist. Oder dass es Muttermilch trinkt. Sondern darum, dass es diese aus der <strong>Brust</strong> seiner Mutter trinkt. Und das zeigt nur eins: Das Stillen wird als sexuelle Handlung angesehen.</p>
<p>Können wir uns dem Trend, dass unsere <a href="http://www.afs-stillen.de/rund-ums-stillen/politik/207-schoene-gute-boese-brust-kulturgeschichte-eines-koerperteils.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brüste für Werbung und dergleichen zweckentfremdet</a> werden, endlich widersetzen? Brüste sind nunmal zum Stillen da und haben absolut nichts mit einer <strong>sexuellen Handlung</strong> zu tun! Ich finde es schade, dass sowohl Frauen als auch Männer die eigentliche Funktion einer Brust völlig aus den Augen verloren haben.</p>
<h3>6. Manche Kinder kommen mit 8 schon in die Pubertät!</h3>
<p>Genau so sieht es mit dem Argument, dass das Kind in die Pubertät kommt, aus. Ja, dann ist es in der Pubertät. Hormone werden produziert. Sekundäre Geschlechtsorgane bilden sich aus. Und weiter?</p>
<p>Leider wurde dieser Kommentar nicht weiter ausgeführt, weshalb ich hier nur spekulieren kann. Aber ich denke, auch diese Mutter hat das Stillen mit einem sexuellen Akt in Verbindung bringen wollen.</p>
<p>Können wir nicht einfach die Tochter fragen, wie sie das Stillen findet? Es ist für sie völlig <strong>normal</strong>.</p>
<p></p>
<h3>7. Jemand könnte es herausfinden</h3>
<p>Da wird also gesagt, die Mutter solle abstillen, weil jemand, z.B. die Schulkamerad*innen, erfahren KÖNNTEN (!), dass die Tochter noch gestillt wird.</p>
<p>Es ist also noch nicht passiert. Könnte aber. Und deshalb soll die Tochter nicht mehr gestillt werden? Ist doch verrückt, etwas zu unterlassen, aus <strong>Angst</strong>, dass es jemand erfahren könnte.</p>
<p>Wenn ich mein Leben nur aufgrund irgendwelcher Ängste vor Dingen, die möglicherweise passieren könnten, strukturieren würde, würde ich doch gar nicht mehr richtig leben. Mein Leben wäre ständig von Angst geleitet.</p>
<p>Selbst, wenn jemand herausfindet, dass Mutter und Tochter noch eine Stillbeziehung führen, dann was?</p>
<h3>8. Angst vor Mobbing</h3>
<p>Die deutlich wichtigere Aussage hinter &#8222;Es könnte jemand herausfinden.&#8220; ist doch eigentlich die Angst (da ist sie schon wieder) vor <strong>Mobbing</strong>. Sei es von Erwachsenen oder Kindern.</p>
<p>&#8222;Kinder sind nunmal <strong>grausam</strong>.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7045" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/links-viele-holzfiguren-rechts-eine-holzfigur.jpg" alt="links viele Holzfiguren, rechts eine Holzfigur" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/links-viele-holzfiguren-rechts-eine-holzfigur.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/links-viele-holzfiguren-rechts-eine-holzfigur-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Diese Aussage hat mich extrem wütend gemacht! Kinder sind nicht &#8222;nunmal grausam&#8220;. Ich sehe das ganz und gar nicht so. Ich sehe in Kindern sehr soziale, empathische, hilfsbereite, liebevolle Wesen. Kinder sind nicht böse. Sie sind das genaue Gegenteil davon.</p>
<p>Natürlich gibt es Mobbingfälle. Das will ich gar nicht bestreiten. ABER: Machen wir es uns hier nicht ganz schön einfach?</p>
<p>Wir sagen: Kinder sind halt fies. Wenn sie herausfinden, dass die 8-Jährige noch an Mamas Busen hängt, wird sie gemobbt. Aber <strong>warum</strong> wird sie gemobbt und nicht einfach akzeptiert?</p>
<p><strong>Wenn Toleranz zu Intoleranz wird</strong></p>
<p>Kinder sind nicht von Natur aus &#8222;böse&#8220;. Sie werden es erst. Und zwar durch Erziehung. Und das ist nicht nur irgendein Spruch, wenn du dir mal vor Augen führst, was <strong>erzogene</strong> Kinder alles müssen:</p>
<p>Wir sagen ihnen, wann sie aufstehen müssen: JETZT und nicht erst, wann sie wollen. Wir sagen ihnen auch, welche Pflichten sie haben. Klassisches Beispiel: Zähne putzen. Und wenn das Kind nicht will und Zeter und Mordio schreit, ja, dann wird es halt festgehalten und mit roher <strong>Gewalt</strong> geputzt. Ist ja schließlich unsere Pflicht, für saubere Zähne zu sorgen.</p>
<p>Wir entscheiden darüber, was gesunde Ernährung bedeutet, verbieten ihnen Süßigkeiten und zwingen sie zum Probieren oder Aufessen. Fernsehen ist Teufelswerk, das muss auch eingeschränkt werden. Wir bringen sie in die Kita und später in die Schule und geben sie ab, wenn sie nicht wollen. Auch hier herrscht nur <strong>Vorgabe</strong>, was sie wie lange zu tun haben. Was wird gespielt/gelehrt, wie lang wird gespielt/gelehrt, wann gibt es Essen, wann wird geruht, was muss das Kind schon können und wie kann das zu Hause (z.B. durch Hausaufgaben oder Hobbys) gefördert werden.</p>
<p>Ist das erledigt, ist endlich Zeit für freies Spiel. Ein wenig Freiheit. Und dann holen wir sie ab und sie wollen nicht mitkommen. Trödeln. Sind übellaunig und trotzig. Auf beiden Seiten schlechte Stimmung. Jetzt will das Kind auch noch angezogen werden, obwohl es das schon kann. Will getragen werden, obwohl es schon laufen kann. Nach langem Gemecker endlich fertig. Ab nach Hause. Nein, Kind will noch auf den Spielplatz. Aber nur 5 Minuten!</p>
<p><div id='c7656_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Sind wir endlich auf dem Spielplatz angekommen (Kind wollte sich nicht anziehen lassen, Kind wollte nicht in den Kinderwagen/Tragegurt/ins Auto/laufen), soll es teilen lernen, was ihm auch nicht in den Kram passt, und wenn wir los wollen, wollen sie nicht mitkommen. Dann drehen wir uns um, sagen &#8222;Tschüss&#8220; und tun so, als würden wir sie allein lassen. Oder wir zählen bis Drei und hoffen, dass das Kind bis dahin spurt. Ansonsten wird es halt schreiend abtransportiert.</p>
<p>Wir sagen ihnen, dass dieses und jenes Verhalten &#8222;schlecht&#8220; ist und dieses und jenes Verhalten wiederum &#8222;gut&#8220; ist. Wir setzen <strong>Belohnungen</strong> für &#8222;gutes&#8220; Verhalten, und <strong>Bestrafungen</strong> (manche sagen jetzt auch gern Konsequenzen dazu) für &#8222;schlechtes&#8220; Verhalten ein. Das kann Liebesentzug in Form von Ignorieren sein oder seelische Gewalt wie anschreien, beleidigen oder körperliche Gewalt wie Klapse, Ohrfeigen, an den Ohren ziehen oder schlimmeres.</p>
<p>Manchmal denken wir, es sei logische Konsequenz, zu sagen: &#8222;Wenn du nicht damit aufhörst, gehen wir nicht zum Spielplatz.&#8220; Tatsächlich ist es aber eine Konsequenz, die wir uns ausgedacht haben, um zu erziehen. Wir bestrafen unser Kind, weil es sich nicht so verhält, wie wir wollen. Wenn unser Kind nicht spurt, bestrafen wir es. Wir setzen, wenn nötig, unsere körperliche Überlegenheit ein, um unseren Willen durchzusetzen.</p>
<p>Wir wollen sie zu &#8222;guten&#8220;, sozialen, selbstbewussten Menschen erziehen. Aber im Grunde genommen ziehen wir nur an ihnen herum und bringen ihnen bei, dass wir sie nicht so lieben, wie sie sind. Wir erwarten ein bestimmtes Verhalten von ihnen und akzeptieren kein anderes. Wir schauen nicht, was hinter dem Verhalten steckt. Welches <strong>Bedürfnis</strong> da schlummert und entdeckt werden möchte. Wir wollen, dass unsere Kinder funktionieren. Manche rebellieren gegen dieses Machtspiel, was zu noch mehr Erziehung führt. Ein Teufelskreis. Andere resignieren, funktionieren und verlieren dabei sich selbst.</p>
<p>Selbst, wenn du jetzt sagst &#8222;So erziehe ich gar nicht!&#8220;, dann stell dir einfach mal die Kinder vor, die so erzogen werden. Denkst du, dass diese Kinder andere akzeptieren werden? Die sich anders verhalten? Schwächer sind? Sich nicht rumkommandieren lassen? Diese Kinder werden sich so verhalten, wie es ihnen beigebracht wurde. Sie verhalten sich intolerant, egoistisch, wahren nicht die Grenzen anderer, reagieren mit Gewalt statt mit Empathie, grenzen aus, was andersartig ist, mobben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7043" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-tuscheln-und-halten-sich-lachend-die-hand-vor-den-mund.jpg" alt="Kinder tuscheln und halten sich lachend die Hand vor den Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-tuscheln-und-halten-sich-lachend-die-hand-vor-den-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-tuscheln-und-halten-sich-lachend-die-hand-vor-den-mund-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das haben sie von den Erwachsenen <strong>gelernt</strong>. Nicht nur, indem sie so behandelt wurden. Kinder sind <strong>Nachahmer</strong>. Sie sehen sich ihre Vorbilder an (z.B. die Eltern) und lernen von ihnen. Wird ein Kind, das lernt, wie seine Eltern andere Menschen beleidigen oder sich hinter deren Rücken über sie auslassen, Toleranz lernen?</p>
<p><strong>Blick in die Zukunft</strong></p>
<p>Damit will ich sagen: Die Angst, das 8-jährige Kind, das NOCH gestillt wird, könnte gemobbt werden, ist KEIN Argument zum Abstillen. Tatsächlich ist es eher ein Grund, darüber nachzudenken, was für eine <strong>Gesellschaft</strong> hier gerade heranwächst, vor der wir unsere Kinder beschützen wollen, und dann an dieser Stelle anfangen zu arbeiten.</p>
<p>Wenn wir Angst vor grausamen Kindern haben, sollten wir nicht die Mutter und ihre Tochter dazu drängen, ihre Lebensweise zu ändern, damit sie in dieser <strong>intoleranten</strong> Gesellschaft bestehen können. Wir sollten grundsätzlich daran arbeiten, in was für einer Gesellschaft wir zukünftig leben wollen.</p>
<p>Das geht aber nur, wenn wir 1. unsere und andere Kinder so behandeln, wie wir es uns selber von anderen wünschen und 2. danach leben. Wir sind nunmal die Vorbilder.</p>
<h2>Andere Länder, andere Sitten</h2>
<p>Es ist meines Erachtens nach auch wichtig zu sagen, dass es bei uns vielleicht &#8222;<strong>nicht normal</strong>&#8220; sein mag, so lange zu stillen. Als ich schwanger war und zum Geburtsvorbereitungskurs ging, wurde uns allen die Frage gestellt, wie lange wir denken, solle ein Baby gestillt werden. &#8222;Ein Jahr.&#8220;, riefen beinahe alle im Chor.</p>
<p>Doch in anderen Ländern herrschen völlig unterschiedliche <strong>Stillkulturen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7046" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-stillt-kind-auf-dem-boden.jpg" alt="Frau stillt Kind auf dem Boden" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-stillt-kind-auf-dem-boden.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/frau-stillt-kind-auf-dem-boden-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>So fand ich in Herbert Renz-Polsters Buch <a href="http://amzn.to/2wmn6Z1" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Kinder verstehen &#8211; Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt&#8220;</a>* (welches ich nur empfehlen kann) folgende Daten:</p>
<p>Die als Sammler lebenden Bofi in Zentralafrika stillen ihre Kinder zwischen 36 und 53 Monaten (3 und 4,5 Jahren) ab. Die in unmittelbarer Nachbarschaft sesshaft gewordenen Stammesmitglieder dagegen zwischen 18 und 27 Monaten (1,5 und knapp 2,5 Jahre).</p>
<p>Gehen wir ins <strong>Tierreich</strong> und schauen uns die Affen an, stillen diese je nach Körpergröße zwischen 1 und 7 Jahren. Die Menschenaffen hingegen stillen im Schnitt etwa 5 bis 7 Jahre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7048" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/menschenaffen-mutter-stillt-ihr-kind.jpg" alt="Menschenaffen Mutter stillt ihr Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/menschenaffen-mutter-stillt-ihr-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/menschenaffen-mutter-stillt-ihr-kind-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wie lange stillen die Mütter in anderen Ländern?, fragte ich mich, und recherchierte im Internet.</p>
<p>Die <a href="https://www.ardo.de/blog/stillen-und-gebaeren-im-laendlichen-aethiopien-568.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">äthiopischen Frauen</a> stillen bis zur Geburt des nächsten Kindes. Danach bekommt das erste Kind abrupt von einem Tag auf den anderen keine Muttermilch mehr. Nur noch das zweite Kind wird fortan gestillt.</p>
<p>Lansinoh Laboratories, Inc., ein weltweit führender Hersteller von Stillprodukten und Zubehör, befragte 13.348 Mütter aus Brasilien, Kanada, China, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Mexiko, Türkei, UK und USA im Rahmen der internationalen <a href="http://stillwissen.com/weltweite-stillumfrage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillumfrage</a> zu ihren Einstellungen und ihrem Stillverhalten.</p>
<p>Hiernach gaben auf die Frage „Wie lange sollte ein Kind gestillt werden?“ fast 50% der Befragten 6 bis 12 Monate an. Die Mehrheit der Mütter in 7 von 10  Ländern empfindet 6 bis 12 Monate Stillzeit als ideal &#8211; darunter auch Deutschland. Frankreichs Mütter halten 3 bis 6 Monate für ausreichend, ein Viertel meint, 0 bis 3 Monate sind genug. Ganz anders empfinden es türkische Mütter: Dort möchten über 40% über die 12 Monate hinaus stillen.</p>
<p>Es gibt zahlreiche Faktoren, die solch unterschiedliche Stillkulturen hervorrufen: Tradition, Umfeld, Nachwuchs, Geld, Bildung, Unterstützung, persönliche Gründe uvm.</p>
<p><div id='c6992_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Raus aus dem Teufelskreis</h2>
<p>Hier in Deutschland und anderen Ländern ist der Glaube, ein Kind müsse bloß ein Jahr gestillt werden, weit verbreitet. Er hat sich in unsere Köpfe gesetzt, ohne dass wir ihn hinterfragten.</p>
<p>Erst, als mein Baby und ich uns dem berüchtigten 1. Jahr näherten, begriff ich, dass das unmöglich stimmen konnte. Mein Baby <strong>signalisierte</strong> mir etwas völlig anderes. Es trank noch SO oft und lange an der Brust, dass ich den Irrglauben &#8222;Abstillen mit einem Jahr&#8220; über Bord warf.</p>
<p>So denkt und fühlt aber nicht jede Mutter, was auch völlig ok ist. Ich akzeptiere das. Nur manchmal denke ich, verheimlichen auch welche einfach, dass sie noch stillen. Sie haben Angst, ausgegrenzt zu werden, stelle ich mir vor. Denn genau so denke ich auch.</p>
<p>Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich in der <strong>Öffentlichkeit</strong> stille, obwohl es etwas völlig Natürliches ist. Beispielsweise lege ich meinen Arm um mein Kind, damit uns niemand stillen sieht. Ich stille, wo wir allein und ungestört sind und uns niemand zusieht. Manchmal verstecke ich mich auch auf der Toilette und stille dort, weil ich nicht weiß, wie mein Umfeld reagieren könnte. Und das ist ein Teufelskreis.</p>
<p>Dadurch, dass sich Mütter wie ich nicht trauen, offen dazu zu stehen, dass sie weiter stillen, kann Langzeitstillen auch gar nicht zur &#8222;Normalität&#8220; werden. Die Menschen sehen es einfach zu selten. Wer weiß, wie viel 5-, 6-, 7-, 8-Jährige noch gestillt werden. Still und klammheimlich. Zu Hause, wo es keine(r) sehen kann.</p>
<p>Genau deshalb habe ich mir vorgenommen, diesen <strong>Teufelskreis</strong> zu durchbrechen. In meiner Familie wissen alle, dass ich einen 2,5-Jährigen stille. Und da lasse ich mir auch nicht reinreden. Vor allem, weil mein Mann da voll und ganz hinter dieser Entscheidung steht. Wir sind ein Team. Das stärkt mir ungemein den Rücken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7049" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/braut-stillt-kind-braeutigam-legt-den-arm-um-sie-und-laechelt-zum-kind.jpg" alt="Braut stillt Kind, Bräutigam legt den Arm um sie und lächelt zum Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/braut-stillt-kind-braeutigam-legt-den-arm-um-sie-und-laechelt-zum-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/braut-stillt-kind-braeutigam-legt-den-arm-um-sie-und-laechelt-zum-kind-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und was, wenn wir außerhalb sind? Keine Sorge, ich schwinge meine Brüste nicht den Vorbeilaufenden entgegen. Aber ich lasse es mir auch nicht nehmen, mein Kind zu stillen. Ich will mich nicht auf die Toilette verziehen und dort mein Kind stillen. Wir finden es beide total eklig. Und nur, weil ich Angst vor Konfrontation hatte, bin ich weiterhin im Damenklo verschwunden. Das ist doch verrückt.</p>
<p>Ich will diesen Teufelskreis durchbrechen. Einfach akzeptiert werden.</p>
<p>Und selbst, wenn du nicht langzeitstillen willst, kannst, was auch immer, so möchte ich dir ans Herz legen, meine Entscheidung, mein Kind über das übliche 1. Jahr hinaus zu stillen, zu <strong>akzeptieren</strong>.</p>
<p>Wenn du mich siehst, schenk mir ein Lächeln. Ich kann mir vorstellen, in viele grimmige Gesichter sehen zu müssen. Vielleicht auch gemeine Kommentare über mich ergehen lassen zu müssen. Da wirkt ein Lächeln wahre Wunder.</p>
<p>Und wenn du es nicht einmal schaffst zu lächeln, dann schau einfach weg. Lass mich da sitzen und mein Kind stillen und geh einfach deines Weges. Mehr will ich doch gar nicht.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/langzeitstillen/">Langzeitstillen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dauerstillen oder auch Clusterfeeding</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2017 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztens schrieb mich eine Mama an. Wir unterhielten uns über ein Thema, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann. Eine Zeit, in der das Baby nur noch gestillt werden wollte. Was es mit diesem Dauerstillen auf sich hat und wie man diese Zeit &#8222;überlebt&#8220;, darüber schreibe ich im heutigen Beitrag. Clusterfeeding oder auch ... <a title="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/" aria-label="Mehr zu Dauerstillen oder auch Clusterfeeding">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens schrieb mich eine Mama an. Wir unterhielten uns über ein Thema, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann. Eine Zeit, in der das Baby nur noch gestillt werden wollte.</p>
<p>Was es mit diesem <strong>Dauerstillen</strong> auf sich hat und wie man diese Zeit &#8222;überlebt&#8220;, darüber schreibe ich im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-3114"></span><div id='c5796_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Clusterfeeding oder auch Dauerstillen</h2>
<p>Ich weiß es noch ganz genau. Ich war mitten im <strong>Wochenbett</strong>. Saß im Bett. Mein Hintern schon total wund vom ständigen Sitzen und Stillen. Ich durfte das Bett nicht verlassen (außer für Toilettengänge und dergleichen). Noch dazu hing da ständig jemand an meiner Brust und trank und trank und trank.</p>
<p>Meine Hebamme kam regelmäßig vorbei, um sich nach uns zu erkundigen. Mit mir zu reden. Über meine Freuden, aber auch über meine Fragen, Sorgen und Probleme.</p>
<p>Und plötzlich, mitten im Reden, breche ich in Tränen aus und sage ihr, wie schwer dieses dauerhafte Stillen ist. Immer dieses <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-ist-nervoes-beim-stillen/" rel="noopener noreferrer">nervöse An- und wieder Abgehen</a>. Ich hatte das Gefühl, dass mein Baby gar nicht <strong>satt</strong> wird. Weil er STÄNDIG und IMMERZU an meiner Brust war. Sobald er sich löste, wollte er gleich wieder gestillt werden. Es war zum Verrückt werden!</p>
<p>Und meine Hebamme verstand mich so gut und tröstete mich liebevoll. Doch ihre Antwort lautete:&#8220;Das nennt man <a href="http://www.entspanntstillen.de/2016/03/26/warum-dein-baby-manchmal-staendig-stillen-moechte-und-wie-du-damit-umgehen-kannst/" target="_blank" rel="noopener">Clusterfeeding</a>. Das ist ganz normal.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild wp-image-9814 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen.jpg" alt="Clusterfeeding - Die wertvollsten Infos und Tipps zum Dauerstillen | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/clusterfeeding-die-wertvollsten-infos-und-tipps-zum-dauerstillen-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Was bedeutet Clusterfeeding?</h2>
<p>Ehrlich gesagt, war es mir zu peinlich, zu fragen, was <strong>Clusterfeeding</strong> bedeutet. Ich nickte also mit nassen Augen und suchte dann später, als meine Hebamme weg war, nach dem Begriff.</p>
<p>Im Internet wurde unser aktueller Zustand genau beschrieben. Das Baby stillt <strong>stundenlang</strong>. Wenn es dann endlich gesättigt ist, geht es schon nach kurzer Zeit wieder von vorne los. 15 Minuten Pause. 2 Stunden stillen. So in etwa lief das bei uns auch ab. Wow. Auch wenn es mir nicht direkt half, war es so schön zu erfahren, dass ich nicht die einzige mit diesem &#8222;Problem&#8220; war.</p>
<h2>Unsicherheiten</h2>
<p>Weil mein Baby echt ständig und dauernd und überhaupt und immerzu gestillt werden wollte, kamen dann auch recht schnell die <strong>Zweifel</strong> in mir hoch. Reicht meine Milch aus? Wird der Kleine eventuell gar nicht satt davon?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3188" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-stillt-kind.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Mutter stillt Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-stillt-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-stillt-kind-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In meiner <strong>Familie</strong> wurde entweder gar nicht oder nur nach Zeitplan gestillt. Entweder weil man es nicht wollte oder weil man einfach kein Vertrauen darin hatte, dass ein Baby nur von Milch satt werden könne. Alle 3 Stunden wurde gestillt, weil man sich so den Tag besser einteilen konnte. Klar, dass in diesen Fällen die Milch irgendwann wirklich nicht mehr reichte. Von meiner Familie wurde ich also eher verunsichert als bestärkt.</p>
<h2>Wozu Clusterfeeding gut ist</h2>
<p>Als ich mich etwas weiter belas, erfuhr ich, dass das Clusterfeeding (oder auch &#8222;gehäufte Stillmahlzeiten&#8220;) sehr nützlich ist. Unsere <a href="http://www.familie.de/baby/muttermilch-511342.html" target="_blank" rel="noopener">Muttermilch</a> ist leicht und schnell verdaulich. Und da ein Baby immens wächst, braucht es entsprechend Energie. Da die Milch aber sehr rasch seinen kleinen Magen und Darm passiert, muss halt schon nach kurzer Zeit wieder Nachschub geliefert werden.<br />
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Ein Nebeneffekt: Dadurch, dass das Baby vermehrt angelegt wird, wird auch die <strong>Milchproduktion</strong> angeregt.</p>
<p>Wenn man sein Baby also &#8211; wie z.B. in meiner Familie &#8211; nach <strong>Zeitplan</strong> stillt, kann sich die Brust nicht auf den tatsächlichen Bedarf des Babys einstellen. Wenn nicht oft angelegt wird, sondern nur sagen wir mal alle 3 h, dann ist klar, dass die Milch irgendwann wirklich nicht mehr ausreicht. Das ist aber kein natürliches, sondern ein künstliches Problem.</p>
<p>Das gleiche passiert, wenn man seinem Baby statt der Brust einen <strong>Schnuller</strong> gibt. Erst einmal bekommt das Baby nicht die Milch, die es eigentlich benötigt, zum anderen &#8222;merkt&#8220; die Brust, dass weniger gestillt wird. Die Nachfrage regelt das Angebot. Weniger Nachfrage gleich weniger Milchproduktion. Es wird weniger Milch produziert und die Milch kann sich nicht optimal auf das Baby einstellen.</p>
<p>Ein Grund mehr, weshalb wir unser <a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/" rel="noopener noreferrer">Kind ohne Schnuller aufwachsen lassen</a>.</p>
<h2>Umgang mit Clusterfeeding</h2>
<p>Ok. Ich hatte verstanden: Clusterfeeding ist&#8217;ne gute Sache. Das half mir schon etwas. Trotzdem empfand ich es immer noch als <strong>anstrengend</strong>. Da bin ich ganz ehrlich. Also was tun, um nicht komplett durchzudrehen?</p>
<h3>Weg mit den Uhren</h3>
<p>Was bringt es mir zu wissen, dass mein Baby gerade 2 Stunden gestillt wurde? Oder dass es mittlerweile schon 01:00 Uhr morgens ist? Es brachte mir nichts als <strong>Stress</strong>.</p>
<p>Deshalb verbannte ich die Zeit. Ich nahm die Batterien aus dem Wecker. Das nervige Ticken hörte endlich auf. Ab damit in die Schublade.</p>
<p>Ich nahm es fortan einfach hin, dass das Stillen so lange dauerte. Und mein Baby schnurpste indes genüsslich weiter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9849 size-full" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-trinkt-muttermilch.jpg" alt="Baby trinkt Muttermilch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-trinkt-muttermilch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/baby-trinkt-muttermilch-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Rhythmus anpassen</h3>
<p>Das Beste, was ich machen konnte: Ich passte meinen <strong>Rhythmus</strong> dem meines Babys an. Wenn der kleine Mann schlief, versuchte ich auch eine Mütze voll Schlaf zu nehmen. Versuchte, wohlgemerkt. Dadurch, dass ich noch nicht so geübt im Anlegen war, brannte stets Licht bei uns, damit ich gut sehen konnte. Bei Licht zu schlafen, ist echt nervig. Ständig wachte ich auf.</p>
<p>Aber selbst, wenn ich mich nur ausruhte, war das nächtliche Aufstehen leichter zu bewältigen. Und mit der Zeit passte sich unser Baby dann unserem Rhythmus an.</p>
<h3>Kopf freibekommen</h3>
<p>Schlimm waren auch die tausend <strong>Gedanken</strong>, die da noch nebenbei im Kopf schwirrten. Unser Schlafzimmer war mitten im Umbau und sah aus wie Sau (neben dem Rest der Wohnung). Nur leider konnte ich nicht aufstehen und mal schnell den Bohrer schwingen. Ich musste darauf warten, dass mein Mann das irgendwann erledigte. Nur der hatte ja auch nicht immer Zeit.</p>
<p>Dann war noch dies zu tun, das zu erledigen, dieses und jenes bereiteten mir Sorgen usw. Mein Kopf war voller Ideen und Einfälle und Gedanken und das stresste ungemein. Was mir half: <strong>Aufschreiben</strong>. Blatt Papier und Stift bereitlegen und sobald da wieder was aufblitzte, schrieb ich es auf. Ich hatte wieder den Kopf frei, weil ich nicht ewig dran denken musste, um es ja nicht zu vergessen.</p>
<h3>Entspannen</h3>
<p>Schon in der Schwangerschaft litt ich unter extremem Schlafmangel. Ich war sowas von geladen, das glaubst du nicht. Und nach der Geburt wollte es kein Ende nehmen. Ich fand einfach keinen Schlaf.</p>
<p>Dann installierte uns mein Mann einen Lautsprecher im Schlafzimmer, aus dem &#8222;<strong>White Noise</strong>&#8220; zu hören war. Das ist einfach nur Rauschen, mehr nicht. Aber ich schlief damit plötzlich super gut! Ich kann es dir nur empfehlen! Im unteren Video kannst du ja mal reinhören&#8230;</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/bNqERBWaJeM" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Zeit vertreiben</h3>
<p>Und wenn ich stundenlang stillte, musste ich mir ja auch irgendwie die Zeit vertreiben. Wenn ich also nicht geschlafen habe, habe ich z.B. Musik gehört, <strong>Bücher</strong> gelesen (Smartphone hatte ich zu der Zeit noch nicht), gegessen (was ich in diesem Moment, in dem ich diesen Beitrag schreibe, ebenfalls mache), mein Baby beobachtet&#8230; Ja&#8230; sowas halt. Da vergeht eine Menge Zeit.</p>
<p>Und &#8211; ich weiß nicht, ob das was für dich wäre &#8211; ja, ich habe auch <strong>ferngesehen</strong>. Manche sagen, das Baby bekommt alles, was um es herum geschieht, mit, auch im Schlaf. Kann sein. Aber ich bekam den Kleinen an manchen Tagen gar nicht (!) von der Brust ab. Kein kurzer Besuch auf der Toilette möglich, ohne dass er sofort wach wurde und weinte. Dazu noch selten Besuch. Es drehte sich alles ums Baby (was auch ok war), aber ich brauchte etwas, das die Zeit schneller verfliegen ließ.</p>
<p>Keine Sorge: Sobald der kleine Mann wach war, war auch der Fernseher aus. Und als sich der kleine Mann für seine Umgebung interessierte, war der Fernseher fortan aus und staubte vor sich hin. Bis wir das Ding letztendlich komplett abbauten, weil es nicht mehr gebraucht wurde. Wir haben Tablet und Computer; das reicht auch und nimmt nicht so viel Platz weg.</p>
<p>Was ich damit sagen will: Was auch immer es ist, das dir die Zeit angenehmer macht, mach es. Du bist auch nur ein Mensch mit <strong>Bedürfnissen</strong>.</p>
<h3>Unterstützung</h3>
<p>Mein Mann half mir, wo er nur konnte. Er brachte Essen und Trinken. Leistete mir ab und an Gesellschaft. Dann musste er wieder arbeiten und war weg. Oder er war zu Hause und arbeitete am Computer weiter.</p>
<p><strong>Einsam</strong> sein, ist ein mieses Gefühl. Ja, schon klar, mit Baby bist du nicht einsam. Aber irgendwie doch. Ich brauchte auch mal eine Freundin, mit der ich reden konnte. Ja, hauptsächlich über den kleinen Wonneproppen, aber auch über andere Dinge. Wie es ihr geht, was sie macht. Dann konnte sie mein Baby halten und ich mal kurz alle Viere von mir strecken. Essen machen. Duschen. So ganz banale Dinge, die mir aber sehr wichtig waren. Das verschaffte mir kleine <strong>Verschnaufpausen</strong>. Ruhe-Inseln.</p>
<p>Vielleicht hast du ja auch das Glück, dass dich deine Familie unterstützen kann. Bei mir ging das leider nicht. Alle um mich herum waren arbeiten. Ich hatte dann Glück, dass einige meiner Freundinnen studierten und deshalb ab und zu mal auch tagsüber Zeit hatten. Was hätte ich mich gefreut, wenn mich jemand (außer meinem Mann) im <strong>Haushalt</strong> unterstützt hätte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3191" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-gruppe-im-sonnenuntergang.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Gruppe im Sonnenuntergang" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-gruppe-im-sonnenuntergang.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-gruppe-im-sonnenuntergang-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hauptsächlich ging es mir aber nicht um den Haushalt, sondern eher um nette Gesellschaft. Ein liebes Gesicht. Aufmunternde Worte. Und vielleicht sogar ein anderes Thema als Baby, Stillen und Windelinhalte.</p>
<h3>Körpergefühl</h3>
<p>Mein Baby schlief &#8211; zumindest erinnere ich mich so &#8211; fast die ganze Zeit. Und trank. Sobald ich mich bewegte, wachte es auf. Weinte. Wollte weiter trinken. Wieder schlafen.</p>
<p>Heute, weiß ich, hätte ich mir mein Baby einfach schnappen können. Im <strong>Tragegurt</strong> hätte es dann ggf. weiter trinken und auch einschlafen können. Oder zuschauen können, was ich denn da so treibe.</p>
<p>Damals war ich <strong>übervorsichtig</strong> und hatte Angst. War auch noch so unsicher im Umgang mit dem Baby. Die Sicherheit kam dann erst nach und nach, als ich keine Lust mehr auf Rumsitzen hatte und spazieren ging, obwohl es mir meine Hebamme nicht empfohlen hatte. Und von da an da ging es langsam bergauf. Ich hörte auf meinen Körper und handelte danach, statt mir von anderen sagen zu lassen, was gut für mich sei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3186" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-traegt-kind-auf-arbeit.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Mutter trägt Kind auf Arbeit" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-traegt-kind-auf-arbeit.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-mutter-traegt-kind-auf-arbeit-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und sicher wäre mein Baby nicht gleich verhungert, wenn ich es kurz abgedockt hätte, um aufstehen und mich bewegen zu können. Es hätte vielleicht gemeckert und dann im Tragen weiter getrunken. Und wir wären beide glücklich gewesen, denn jeder hätte in dem Moment gehabt, was er braucht.</p>
<p>Sollte ich also jemals ein zweites Kind bekommen, merke ich mir: Ich passe mich dem Rhythmus meines Babys an, ja, aber ich gebe mich dabei nicht ganz auf und höre auch darauf, was mir mein Körper mitteilt.</p>
<p></p>
<h2>Trinkt mein Baby genug? Unsicherheiten beseitigen</h2>
<p>Gerade weil es mein 1. Baby war, ich noch völlig unerfahren und sowieso von allen Seiten verunsichert (jeder sagt was anderes), brauchte irgendwie <strong>Gewissheit</strong>. Darüber, dass mein Baby satt ist. Ich hatte zwar das theoretische Wissen, dass dieses Dauerstillen &#8222;normal&#8220; und sinnvoll ist. Aber trotzdem brauchte ich Sicherheit, dass wirklich alles gut war.</p>
<h3>Was oben rein geht&#8230;</h3>
<p>Meine Mutter stillte meine Schwester und mich damals nach Zeitplan. Bei meiner Schwester reichte die Milch irgendwann wirklich nicht mehr. Als ich dann kam, fuhr sie mit dem Stillen nach Zeitplan fort. Sie war so unsicher, ob ich jetzt genügend zu mir genommen hatte, dass sie mich jedes Mal vor und nach dem Stillen auf die <strong>Waage</strong> legte. Und, ganz ehrlich, als ich das hörte, hatte ich keine Lust auf diesen Stress. Bei aller Unsicherheit. Aber wenn mein Baby gerade eingeschlafen ist, dann gehe ich nicht das Risiko ein, es aufzuwecken, weil ich es jetzt wiegen muss.</p>
<p>Meine Hebamme riet mir, immer darauf zu achten, dass mein Baby regelmäßig pullern und kackern musste. Fertig. Was oben rein geht, muss schließlich unten wieder <strong>rauskommen</strong> (zumindest zum Teil). Und schon wusste ich, dass mein Baby genug zu sich genommen hatte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3192" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-windeln.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Windeln" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-windeln.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-windeln-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Langsam, aber sicher</h3>
<p>Ein weiterer Punkt, der mir Stück für Stück Sicherheit gab: Das Baby <strong>nimmt zu</strong>. Langsam, aber stetig.</p>
<p>Anfangs habe ich mein Baby jeden Tag gewogen, um dann am nächsten Tag zu wissen, ob es zu- oder doch abgenommen hatte. Ganz ehrlich: Das war keine gute Idee. Nur Stress. Was war ich in Panik, wenn der Kleine am nächsten Tag ein paar Gramm (übertrieben formuliert) weniger wog. Mein Mann holte mich dann zurück auf den Boden und riet mir, jede <strong>Woche</strong> zu wiegen. So habe ich es dann auf einmal die Woche beschränkt und später komplett weggelassen. Wird bei den U&#8217;s sowieso durchgeführt.</p>
<h3>Wir passen nicht alle in den Rahmen</h3>
<p>Ich habe mich nie an diesen <strong>Perzentilen</strong> orientiert, sind es letztendlich doch alles nur Durchschnittsangaben. Sie beziehen nicht ein, wenn die Eltern beispielsweise wie wir recht klein sind. Dann wird man bei der U1 gleich gefragt, ob man während der Schwangerschaft geraucht hat, weil der Kleine so klein ist. Wurde ich tatsächlich gefragt! Ich dachte, ich hör nicht richtig.</p>
<p>Sobald ein Kind nicht zur Norm gehört, muss gleich etwas nicht stimmen. Das kann u.U. tatsächlich möglich sein, doch i.d.R. ist doch bei den meisten alles völlig in Ordnung. Wenn sich einer den Stress machen will, gerne. Ich entschied, nicht weiter zu prüfen, ob er zunahm oder abnahm oder sich &#8222;im Rahmen&#8220; befand.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3195" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-pfau-ausserhalb-des-rahmens.jpg" alt="Dauerstillen oder auch Clusterfeeding - Pfau außerhalb des Rahmens" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-pfau-ausserhalb-des-rahmens.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding-pfau-ausserhalb-des-rahmens-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Damit will ich sagen: <strong>Stress vermeiden</strong>, wo es nur geht.</p>
<h2>Die richtige Anlegetechnik</h2>
<p>Auf <a href="http://www.stillkinder.de/wie-babys-trinken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stillkinder.de</a> las ich, dass das stundenlange Stillen mitunter ein Anzeichen dafür sein kann, dass das Baby die Milch nicht so gut heraus bekommt und sich dies auch in seiner Gewichtsentwicklung zeigt. Wer weiß, vielleicht war das der Grund für dieses tagtägliche Dauerstillen und die darauf folgenden <a href="https://www.milchtropfen.de/stillprobleme/" rel="noopener">Stillprobleme</a> bei uns.</p>
<p>Um jegliche Zweifel auszuräumen, kann es zumindest nicht schaden, eine <strong>Stillberaterin</strong> zu Rate zu ziehen. Wenn du eine Stillberaterin in deiner Nähe suchst, kannst du dich an den <a href="http://www.bdl-stillen.de/stillberatungsuche.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V.</a> , die <a href="http://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">La Leche Liga</a> oder <a href="http://www.afs-stillen.de/afs-vor-ort/stillberatung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V.</a> wenden.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/dauerstillen-oder-auch-clusterfeeding/">Dauerstillen oder auch Clusterfeeding</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2017 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[abstillen]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Doktor]]></category>
		<category><![CDATA[Hellersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Karies]]></category>
		<category><![CDATA[Kuhmilch]]></category>
		<category><![CDATA[Muttermilch]]></category>
		<category><![CDATA[Prenahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Prenzlauer Berg]]></category>
		<category><![CDATA[stillen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnarzt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag möchte ich einfach mal schildern, welche Erfahrungen wir als Eltern bisher mit Hellersdorfer Ärzten machen mussten. Die uns stark verunsicherten. Wütend machten. Und wie wir uns von dem Druck der Ärzte auch wieder lösen konnten. Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden Da steht er vor uns. Mit seinen weißen Haaren. In seinem ... <a title="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden/" aria-label="Mehr zu Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden/">Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Beitrag möchte ich einfach mal schildern, welche Erfahrungen wir als Eltern bisher mit Hellersdorfer Ärzten machen mussten. Die uns stark verunsicherten. Wütend machten. Und wie wir uns von dem Druck der Ärzte auch wieder lösen konnten.<span id="more-2188"></span><div id='c6144_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden</h2>
<p>Da steht er vor uns. Mit seinen weißen Haaren. In seinem weißen Kittel. Sieht mich abschätzig an. Grinst süffisant. Legt jedes meiner Worte auf die Goldwaage.</p>
<p>&#8222;Beim Kleinen ist es jetzt immer so, dass&#8230;&#8220;, erkläre ich dem Kinderarzt. Ich muss ja jetzt nicht so tief ins Detail gehen. Es gab einfach Probleme beim Stuhlgang. Denke, das reicht als Hintergrundinfo.</p>
<p>Seine Antwort darauf:&#8220;IMMER?&#8220;</p>
<p>Ich:&#8220;Naja, seit &#8230;&#8220;</p>
<p>Arzt:&#8220;Ach! Erst ist es &#8222;IMMER&#8220;, jetzt nur noch &#8222;SEIT&#8220; &#8230;&#8220;</p>
<p>Als ich diese Korinthenkackerei über mich ergehen lasse und lieber schweige, kommen wir endlich zur Problembehandlung. Die lautet aber so ganz anders als vermutet. Der Arzt schaut sich kurz alles an und schiebt dann alles auf &#8211; na, was wohl? &#8211; die Milch. Muttermilch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2577" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-doktor-im-weissen-kittel.jpg" alt="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden - Doktor im weißen Kittel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-doktor-im-weissen-kittel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-doktor-im-weissen-kittel-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass die Milch &#8211; ich rede hier nicht von Kuhmilch oder sonstwas, ich rede von Muttermilch &#8211; dieses Problem auslöst. Ich soll abstillen, heißt es einfach. Ist ja eh Zeit. Der Kleine ist immerhin schon über 1 Jahr alt!</p>
<h2>Zweite Meinung einholen</h2>
<p>Und dann sind wir aus der Praxis raus und ich will das nicht glauben, was ich gerade gehört habe. Ich will eine zweite Meinung, ehe ich so einen riskanten Schritt wage.</p>
<p>Vorzeitiges Abstillen &#8211; obwohl der kleine Mann ohne Schnuller aufwächst &#8211; bedeutet Stress. Für alle. Und das nur auf Grundlage einer Annahme eines Mannes mit Doktortitel und weißem Kittel.</p>
<p>Mein Mann will dem Arzt Glauben schenken. &#8222;Du suchst dir doch nur so lange eine weitere Meinung, bis du endlich jemanden gefunden hast, der dir sagt, was du hören willst.&#8220;, meint er. Ja, kann sein. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass ICH Recht habe. Und nicht der Kinderarzt. Ob unsympathisch oder nicht, spielt keine Rolle.</p>
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</div></p>
<p>Das finde ich auch immer gut: Wenn man dem Arzt nicht ganz vertraut und unsicher ist, holt man sich eine zweite Meinung ein.</p>
<p>Ich klapper also an einem Tag mit meiner Schwiegermutter die Praxen ab. In der Hoffnung, dass uns irgendjemand ran nimmt. Denn das Problem ist nach wie vor da. Und der kleine Mann tut uns Leid. Wir wollen helfen.</p>
<p>Irgendwann stoßen wir dann auch auf eine Kinderarztpraxis. Zwar auch in Hellersdorf, aber immerhin ist es eine Frau Doktor. Kann ja nicht schaden. Die wird das mit dem Stillen bestimmt anders sehen.</p>
<p>Aber Hellersdorf ist anscheinend voll vom veralteten Wissen und Leuten, die meinen, Ahnung zu haben. Nur leider haben sie keine Ahnung. Die Ärztin rät mir genau das gleiche. Ich soll abstillen. Das brauchen die in dem Alter eh nicht mehr. Und wenn er dann mal nachts schreit, dann muss er da halt durch und dann ist das Thema auch erledigt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2579" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-aerztin.jpg" alt="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden - Ärztin" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-aerztin.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-aerztin-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich war schockiert! Nicht nur, dass mir geraten wird, mein Kind abzustillen, ohne irgendwelche auf Testergebnissen beruhenden Beweise. Nein. Jetzt sagt man mir noch, WIE ich abzustillen habe. Dass ich hart bleiben soll. Dass ich mein Kind schreien lassen soll. Jetzt sind sie nicht nur Kinderärzte, sondern gleichzeitig noch Erziehungberater. Und dazu noch schlechte! Ich sage der Ärztin, dass ich mein Kind ganz sicher nicht schreien lassen werde. Und verlasse missmutig die Praxis.</p>
<p>Meine Schwiegermutter fand das total einleuchtend, was die Ärztin da von sich gegeben hatte. Dass sich der Stoffwechsel des Kindes ja gar nicht beruhigen kann in der Nacht, da er ja ständig in Arbeit ist.</p>
<p>Ich persönlich habe keine Ahnung von Medizin. Ich habe das nicht studiert. Oder irgendwelche Fachbücher dazu gelesen. Deshalb gehe ich ja zum Arzt. Aber ich kann einfach nicht glauben, dass etwas, was die Natur erschaffen hat, schlecht für mein Kind sein soll. Das ist für mich absolut unlogisch und nicht nachvollziehbar. Da kann man mir mit noch so vielen klugen Argumenten kommen. Wenn mir mein Bauch und vor allem mein Kind sagen, dass das so, wie wir es bisher machen, gut ist, dann breche ich das nicht abrupt ab.</p>
<p></p>
<h2>Eile mit Weile</h2>
<p>Es muss nicht bei jedem Kind helfen, was wir gemacht haben. Aber bei uns hat sich das Problem von selbst gegeben. Ohne abstillen. Wir haben unserem Sohn einfach Zeit gegeben.</p>
<p>Was bedeutet das im Klartext? Sonst haben wir ihn immer abgehalten, wenn er mal musste &#8211; ob groß oder klein. Jetzt wollte er nicht mehr abgehalten werden, sondern machte lieber in die Windel. Vielleicht, weil er eine angenehmere Position für sich fand, ich weiß es nicht. Und nach ein paar Wochen war das Problem weg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2580" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-mutter-und-kind-halten-hand-1.jpg" alt="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden - Mutter und Kind halten Hand" width="678" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-mutter-und-kind-halten-hand-1.jpg 678w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-mutter-und-kind-halten-hand-1-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /></p>
<p>Und ich bin stinksauer auf die Ärzte, die einfach immer gern den schnellen Weg gehen wollen und alles auf die Muttermilch schieben. Er wird noch gestillt? Na kein Wunder, dass er das hat! Sie schlechte Mutter, Sie! Geben Sie ihm gefälligst Kuhmilch! Oder Pulvermilch! Und&#8217;n Schnuller! Der arme Junge!</p>
<p>Das ist ja das Irrwitzige an der ganzen Sache. Es ist total normal, dass Babys und Kinder in Kinderbüchern einen Schnuller im Mund haben. Es ist völlig ok für unsere Gesellschaft, dass wir lieber die Muttermilch einer Kuh bevorzugen, unsere eigene Muttermilch aber als eklig oder nicht nährstoffreich genug ansehen. Natürlich gibt man seinem Kind nach dem 1. Jahr Pre-Nahrung. Als ob das nötig wäre&#8230; Aber von mir aus sollen das alle so machen, wenn sie das für richtig halten. Aber mir dann weiszumachen, meine Muttermilch sei schlecht oder nicht gut genug für mein Kind, das geht zu weit.</p>
<p><div id='c9385_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Völlig verunsichert</h2>
<p>Eines Tages waren wir bei einer Hellersdorfer Zahnärztin. Mit Zahnarzthelferin oder wie auch immer man diesen Beruf nennt. Unser Sohn hatte vorne an den Schneidezähnen Verfärbungen. &#8222;Karies!&#8220;, hieß es. &#8222;Sofort abstillen!&#8220;</p>
<p>Auf meine Nachfrage, wie ich das schaffen soll, er hat keinen Schnuller und ist es nunmal gewöhnt, an der Brust einzuschlafen, meldete sich die Zahnarzthelferin zu Wort. Er braucht einen Schnuller (also einen Brustersatz &#8211; mehr ist ein Schnuller nicht). Und ja, die anfänglichen Nächte werden schwer (übersetzt heißt das, er wird heulen und schreien und weinen und die Welt nicht mehr verstehen), aber er wird sich daran gewöhnen (in meinen Augen eher resignieren).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2581" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-baby-mit-schnuller-im-mund.jpg" alt="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden - Baby mit Schnuller im Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-baby-mit-schnuller-im-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-baby-mit-schnuller-im-mund-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Als wir auch aus dieser Praxis gingen, fragte mich mein Mann, was ich jetzt machen will. Und ich war wirklich fertig. Es waren jetzt schon 3 Ärzte, die Muttermilch als schädlich bezeichneten. Hatte ich Unrecht? Ist Stillen doch &#8222;schlecht&#8220;? Es können sich doch nicht so viele Ärzte auf einmal irren.</p>
<p>Ich war total niedergeschlagen. Schnuller kaufen. Welchen? Wie viele? Wie würde der kleine Mann darauf reagieren? Was, wenn er den nicht will? Wie werden die Nächte? Ich war echt verzweifelt.</p>
<h2>Rückhalt</h2>
<p>Mein Mann bekam das natürlich mit. Und setzte sich gleich, als wir zu Hause waren, an den Computer und recherchierte. Ich rief Leute an, von denen ich wusste, dass sie meine Meinung teilten. Ich brauchte Rückhalt. Musste Mut fassen. Kraft tanken. Ich telefonierte ewig mit meiner Schwägerin und mit meiner Schwester.</p>
<p>Und dann stieß mein Mann auf endlos viele Beiträge zum Thema Stillen und Karies. Die Vorteile des Stillens. Auch des Langzeitstillens. Meine Schwester bombardierte mich mit Studien zum Stillen und verlinkte mir tolle Seiten. Gierig verschlang ich jeden einzelnen Artikel. Und fand wieder zu meinem Bauchgefühl. Auch mein Mann, der anfangs noch die Meinung der Ärzte teilte, war wieder auf meiner Seite.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2582" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-buecher-lesen.jpg" alt="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden - Bücher lesen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-buecher-lesen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-buecher-lesen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und jetzt, da ich wieder ich bin und wie ich denke, denke ich mir: Wie viele Eltern wurden und werden noch immer so verunsichert? So falsch beraten? Und das auf Kosten der Babys, Kleinkinder, Kinder? Ich kann es mir gar nicht vorstellen. Und will es auch gar nicht. Denn das Leid, das so vielen angetan wird, ist unerträglich für mich.</p>
<p>Und nein, das ist nicht übertrieben, wenn ich von Leid spreche. Wenn man sein Kind vorzeitig abstillt, obwohl es nicht bereit dazu ist, ist es Leid, was ihm da angetan wird. Und auch der Mutter. Denn die denkt, sie macht das Richtige, hört auf den Arzt, und zieht die Sache knallhart durch. Immer mit diesem Stich im Herzen, der ihr sagt, dass es falsch ist. Aber sie will nur das Beste für ihr Kind und macht eigentlich genau das Gegenteil. Und all das Leid könnte uns erspart werden, wenn es solche Ärzte wie die oben beschriebenen nicht gäbe.</p>
<p>Aber so wird es immer bleiben, denke ich. Es wird immer Ärzte mit diesen veralteten Vorstellungen geben. Und auch Menschen, die keine Ärzte sind, werden uns immer und immer wieder verunsichern. Weil sie mit gefährlichem Halbwissen durch die Gegend laufen und ihre Meinung kundtun. Weil sie einfach keine Ahnung haben, aber denken, sie hätten Ahnung. Und statt einfach diese Meinung für sich zu behalten, drücken sie sie uns auf und wollen, dass wir uns ändern.</p>
<p><div id='c8812_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Zusammenfassend bleibt mir also nur noch Folgendes zu sagen:</p>
<ol>
<li>Ich höre auf die Signale meines Kindes. Wenn es nicht bereit für das Abstillen ist, werde ich nicht abstillen.</li>
<li>Ich werde nicht nur auf mein Kind, sondern weiterhin auf mein Bauchgefühl hören.</li>
<li>Ärzte wissen viel, aber eben auch nicht alles. Sie sind auch nur Menschen. Und Menschen machen Fehler. Oder lassen sich von der allgemein herrschenden Meinung leiten. Wie sie aufgewachsen sind, spiegelt sich teils auch in ihren Ratschlägen wieder.</li>
<li>Deshalb höre ich mir trotzdem gern an, was für Empfehlungen der Arzt gibt. Kann ja auch sein, dass ich mich irre. Aber dann nehme ich mir die Zeit und recherchiere, ob das wirklich so stimmt, oder vielleicht noch dem Wissen aus Zeiten des Kalten Kriegs entstammt.</li>
<li>Rückhalt ist wichtig! Und wenn es nur eine Person ist. Hätte es meine Schwester, Schwägerin oder letztendlich auch meinen Mann nicht gegeben, wer weiß, ob ich nicht doch nachgegeben und dem Ratschlag der Ärzte gefolgt wäre.</li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2583" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-herzliche-umarmung.jpg" alt="Wie Eltern durch Ärzte verunsichert werden - herzliche Umarmung" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-herzliche-umarmung.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/wie-eltern-durch-aerzte-verunsichert-werden-herzliche-umarmung-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p style="padding-left: 30px;">6. Hellersdorf ist für uns kein Bezirk, in dem wir aktuelles Wissen von den Ärzten mehr erwarten. Wir fahren jetzt lieber länger mit dem Auto, als uns nochmal so                verunsichern zu lassen. Dann lieber zu einem weit entfernten Arzt, der dann aber auch wirklich helfen kann.</p>
<p>Hattet ihr auch schon solche Erlebnisse mit Ärzten?</p>
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		<title>Tree of Life &#8211; Baum des Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 19:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Stillen]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Baum des Lebens]]></category>
		<category><![CDATA[Brelfie]]></category>
		<category><![CDATA[Flasche]]></category>
		<category><![CDATA[füttern]]></category>
		<category><![CDATA[Kostenlos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich dir mal zeigen, wie einfach du den Tree of Life, den Baum des Lebens in so einem Kunstwerk erschaffen kannst. Tree of Life &#8211; Baum des Lebens Auf Facebook bin ich ja in so manchen Gruppen. Hauptsächlich Elterngruppen, Bastelgruppen und so. Und dann gibt es da noch die Seite normalizebreastfeeding (&#8222;Stillen normalisieren&#8220;). Eines ... <a title="Tree of Life &#8211; Baum des Lebens" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/tree-of-life-baum-des-lebens/" aria-label="Mehr zu Tree of Life &#8211; Baum des Lebens">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich dir mal zeigen, wie einfach du den <strong>Tree of Life</strong>, den Baum des Lebens in so einem <strong>Kunstwerk</strong> erschaffen kannst.<span id="more-2264"></span><div id='c4503_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Tree of Life &#8211; Baum des Lebens</h2>
<p>Auf Facebook bin ich ja in so manchen Gruppen. Hauptsächlich Elterngruppen, Bastelgruppen und so. Und dann gibt es da noch die Seite <a style="font-size: 16px;" href="http://NormalizeBreastfeeding.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">normalizebreastfeeding</a><span style="font-size: 16px;"> (&#8222;Stillen normalisieren&#8220;).</span></p>
<p>Eines Tages wurde da <a href="https://normalizebreastfeeding.org/2016/12/meet-the-creator-of-tree-of-life-breastfeeding-photos-read-praise-by-picsart-app-enter-bfmt-photo-contest/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Beitrag mit einem wunderschönen Bild</a> gepostet, auf dem war ein <strong>stillendes Kind</strong> zu sehen, aber in was für einem Kunstwerk! Wahnsinn! Was für ein Talent, dachte ich mir. War etwas neidisch. So gut kann ich leider nicht malen&#8230;</p>
<h2>Jede/r kann es</h2>
<p>Ich klickte auf den Beitrag und fand heraus, dass es nicht am künstlerischen Talent lag, sondern vielmehr an einer <strong>App</strong>. <strong>PicsArt</strong> nennt die sich, und die ist sogar <strong>kostenlos</strong>.</p>
<p>Wenn man sich die App heruntergeladen hat und auch den Baum des Lebens auf seinem Foto haben will, installiert man sich noch unter &#8222;Geschäft&#8220; den &#8222;Tree of Life&#8220;.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="bobbutton" href="https://www.milchtropfen.de/out/ios/picsart" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PicsArt für ios</a> <a class="bobbutton" href="https://www.milchtropfen.de/out/android/picsart" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PicsArt für Android</a></p>
<h2>Jetzt geht es ans Bearbeiten</h2>
<p>Du wählst ein <strong>Foto</strong> aus deiner Galerie aus &#8211; ganz einfach. Wenn du das auch in diesem Universum/Nacht-Stil haben willst, gehst du auf &#8222;Magie&#8220; und wählst die Option &#8222;Midnight&#8220; aus. Schwuppdiwupp wird dein Bild bearbeitet und sieht einfach fantastisch aus. Es gibt auch noch ganz viele andere Optionen, mir persönlich hat &#8222;<strong>Midnight</strong>&#8220; aber am besten gefallen.</p>
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<p>Wenn du den Tree of Life in dein Foto nehmen willst, gehst du jetzt auf die Option &#8222;Sticker&#8220;, klickst in der unten stehenden Leiste auf den <strong>Baum</strong>, kannst einen Baum auswählen und in das Bild einfügen, drehen, farbig machen, verkleinern, vergrößern usw.</p>
<p>Zum Schluss hab ich noch die Option &#8222;<strong>Objektivreflexion</strong>&#8220; gewählt und mir ein passendes Motiv ausgesucht. So bekommt das Ganze einen <strong>magischen</strong> Touch, fand ich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-9037" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/12/tree-of-life-baum-des-lebens.jpg" alt="Tree of Life – Baum des Lebens | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/12/tree-of-life-baum-des-lebens.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/12/tree-of-life-baum-des-lebens-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/12/tree-of-life-baum-des-lebens-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Bedeutung</h2>
<p>Doch was hat es mit diesem Tree of Life, dem <strong>Baum des Lebens</strong> auf sich? Viele können es sich sicher schon denken. Tree of Life, Baum des Lebens. Er soll ein <strong>Symbol</strong> für die Liebe zwischen Mutter und Kind, die Nähe, Geborgenheit, die Kraft der Muttermilch sein. Ein Symbol für das Leben und die starke Bindung. Und ich finde, das wird in diesen Kunstwerken eindrucksvoll dargestellt.</p>
<p>Die Bilder werden dann auf Instagram unter dem Hashtag <strong>#TreeofLife</strong> gepostet. So soll sich das Bild der stillenden Mutter wie ein Lauffeuer ausbreiten. Man sieht gestillte <strong>Babys</strong>, aber auch gestillte <strong>Kleinkinder</strong>, denn das ist völlig normal und das will man mit diesen Bildern verdeutlichen. Stillende Mütter sollen durch diese Aktion gestärkt und moralisch unterstützt werden.</p>
<p>Aber es gibt auch Mütter, die können nicht stillen. Die wollen vielleicht auch nicht stillen. Doch sie <strong>lieben</strong> ihre Kinder dennoch und wollen das auch in so einem schönen Bild zeigen. Dann sieht man eben Bilder, auf denen gerade ein Kind mit einer Flasche gefüttert wird. Oder eine Mutter Milch abpumpt. Oder ein Kind sein kleineres Geschwisterchen auf den Kopf küsst. Die Botschaft soll dieselbe bleiben: Wir alle lieben, egal, ob wir stillen oder nicht.</p>
<p></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die App ist kostenlos, der &#8222;Tree of Life&#8220; ist kostenlos, im Nu kann aus einem schlichten Foto ein wahres Meisterwerk erstellt werden &#8211; mit nur wenigen Klicks. Das kriegt jede/r hin, es ist super <strong>einfach</strong>.</p>
<p>Die App ist total klasse, finde ich. Und ich werde mich noch an vielen, neuen Fotos probieren. Vielleicht mache ich ja dann mal eine Galerie in diesem Beitrag auf und zeige sie dir. Mal sehen, ob ich dazu kommen werde.</p>
<p>Wie findest du die Idee vom Tree of Life?<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/tree-of-life-baum-des-lebens/">Tree of Life &#8211; Baum des Lebens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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