Hab ich zu wenig Milch?

Frau verdeckt Brust mit der Hand

Letztens schrieb mir eine verzweifelte Mutter, sie hätte Angst, nicht mehr genügend Muttermilch für ihr zwei Monate altes Baby zu haben.

Leider kann ich ihr nur auf diesem Wege antworten und hoffe, dass meine Nachricht sie noch rechtzeitig erreicht. Denn tatsächlich ist es eher selten, dass eine Mutter zu wenig Milch für ihr Kind hat.

Im folgenden Beitrag möchte ich jenen Müttern die Angst nehmen, die sich darum sorgen, dass sie zu wenig Milch produzieren.

Hab ich zu wenig Milch?

Wenn du diesen Artikel liest, dann bist du wahrscheinlich mit deinen Nerven am Ende. Du hast Angst, dass du nicht (mehr) genügend Milch für dein Baby hast, dass es hungern muss wegen dir. Vielleicht fühlst du dich wie eine Versagerin.

Ja, ich war auch mal an diesem Punkt angelangt und dachte, ich hätte zu wenig Milch. Ich bekam es ständig zu hören. In kleinen, unsicheren Fragen, wie: Kaum zu glauben, dass ein Kind nur von Milch wächst. Reicht deine Milch denn überhaupt noch aus? Er ist doch jetzt schon zwei Monate alt. Wird er überhaupt noch satt? Wann willst du mit der Beikost anfangen? Du stillst doch jetzt sicher bald ab, oder?

Jede dieser Fragen versetzte mir immer wieder auf’s Neue einen Stich ins Herz. Ich hatte den Eindruck, diese Person würde nicht an mich glauben. Keinerlei Vertrauen in meinen Körper setzen. Und so sah ich jedes Zeichen meines Babys allmählich als Anschein dafür, dass es Hunger hatte. Wegen mir. Weil ich es nicht mehr satt bekam.

War mein Baby unruhig und ging ständig von der Brust ab und dann sofort wieder ran, dann verunsicherte mich das plötzlich heftig. Ich wusste nicht, was los war und schob es auf meine Milch. Nuckelte es den ganzen Tag über stundenlang an der Brust, hämmerte es in meinem Kopf: Er wird nicht mehr satt!!

Frau allein am Meer

Zum Glück wurde ich in der Wochenbettzeit von einer sehr einfühlsamen Hebamme betreut. Als sie kam, setzte sie sich zu mir ans Bett und sah mich mit diesem verständnisvollen Blick an. Sie fragte mich, was mir gerade durch den Kopf ginge. Und da schossen plötzlich die Tränen nur so aus mir heraus und ich schüttete ihr mein Herz aus.

Du hast höchstwahrscheinlich genug Milch

Vielleicht musst du wie jene Mutter warten, bis deine Hebamme dich wieder besucht und beruhigen kann. Eventuell hast du gar keine Hebamme, die dich betreut. Oder du wirst von einer Hebamme betreut, der du nicht vertraust, weil sie dir eben solche Gedanken wie „Es liegt an dir. Du hast zu wenig Milch.“ in den Kopf pflanzt und du das nicht glauben magst.

An dieser Stelle möchte ich sagen: Ja, es gibt sie. Mütter, die aufgrund organischer oder gesundheitlicher Ursachen nicht in der Lage sind, ihr Kind mit genügend Milch zu versorgen. Allerdings ist das ein derart verschwindend geringer Prozentsatz. Laut Stillen-Ratgeber sind es gerade einmal 2% aller Mütter.

Warum hört und liest man dann ständig von Müttern, die davon berichten, dass sie zu wenig Milch hatten und vorzeitig abstillen mussten? Warum dreht sich beinahe jeder Post in einer Stillgruppe um die Sorge, dass man zu wenig Milch hat?


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Ich habe den Eindruck, zu wenig Milch zu haben, weil…

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, habe ich mir einfach mal sämtliche Annahmen jener Mütter notiert, weshalb sie davon ausgehen bzw. davon ausgegangen sind, dass sie zu wenig Milch haben bzw. hatten.

… ich „Fleischbrüste“ oder zu kleine Brüste habe.

Wenn du noch nie etwas von „Fleischbrüsten“ gehört hast: Damit sind sehr große Brüste gemeint. Doch weder sehr große noch kleine Brüste bedeuten, dass du nicht genügend Milch hast.

Frau verdeckt Brust mit der Hand

Ein kleiner Busen enthält zwar weniger Fettgewebe, aber dieselbe Menge Drüsen.

Die Größe der Brüste sagt also nichts darüber aus, ob eine Frau gut stillen kann oder nicht. Eventuell muss man bei sehr großen Brüsten erst seine ganz persönliche Stillposition finden, damit das Stillen für beide Seiten angenehm ist, das sollte jedoch kein Problem darstellen.

… meine Brüste sich auf einmal ganz weich anfühlen.

Dieser Eindruck bestätigte sich bei mir auch. Anfangs waren meine Brüste extrem prall. Beim Stillen lief ich ständig im Strahl aus und badete mein Baby in Milch. Ich hatte so viel Milch, dass ich mir wirklich keine Sorgen machen brauchte.

Aber nach einiger Zeit waren sie nicht mehr prall und groß, sondern weich und hatten auch an Größe verloren. Sie liefen auch nicht mehr aus. Das irritierte mich. Hatte ich zu wenig Milch?

Nein. Dass sich deine Brüste auf einmal weich anfühlen und nicht (mehr) auslaufen, liegt einzig und allein daran, dass sie sich auf den Bedarf deines Babys eingestellt haben. Du kannst an dieser Stelle also erleichtert aufatmen: Es bedeutet, dass sich die Milchproduktion eingependelt hat. Du hast immer noch genügend Milch für dein Baby. Nicht ZU viel, sondern genau die richtige Menge, die auf dein Baby abgestimmt ist.

… beim Pumpen gar nichts oder nur sehr wenig Milch herauskommt.

Auch hier kann ich dich beruhigen: Dass du beim Pumpen wenig bis gar keine Milch gewinnst, sagt nichts über die tatsächliche Milchmenge in deinen Brüsten aus.

Dass du beim Pumpen weniger Milch herausbekommst, kann z.B. daran liegen, dass bei diesem Vorgang kein Milchspendereflex ausgelöst wird. Die Pumpe erzeugt ein Vakuum, das lediglich nach vorn saugt. Sie saugt anders als dein Baby, das die Brustwarze z.B. noch zusätzlich mit der Zunge stimuliert.

Zudem ist es ein Unterschied, rein von der Atmosphäre her betrachtet, ob du eine Pumpe anlegst oder dein Baby in den Armen hältst und es stillst. Ein ganz anderer Moment, der völlig unterschiedliche Gefühle und Emotionen in dir hervorruft und dazu beiträgt, ob die Milch bei dir fließt oder eben nicht.

… mein Baby ständig an die Brust will.

Heute kann ich dir – wie es meine Hebamme damals zu mir gesagt hat, sagen: Das ist ganz normal. Diesen Vorgang bezeichnet man als Clusterfeeding. Dein Baby durchläuft eventuell gerade eine anstrengende Wachstumsphase oder befindet sich mitten in einem Entwicklungsschub. Durch das häufige Stillen regt dein Baby die Milchproduktion an, die es zur Bewältigung dieses Schubs benötigt.

Es kann auch sein, dass dein Baby an diesem Tag sehr viel erlebt und verarbeiten muss. Das kann es am Besten an deiner Brust.

Baby beim Stillen

Stillen bedeutet nicht nur – wie oft vermutet – ein Hungergefühl zu stillen. Stillen ist so viel mehr als das. Dein Baby kann beim Stillen ideal getröstet, beruhigt und ins Traumland befördert werden. Stillen ist Liebe pur. Die beste Medizin bei Krankheit sowie nach einem anstrengenden, stressigen, aufregenden Tag. Das Saugbedürfnis deines Babys ist so viel mehr, als den bloßen Hunger zu stillen.

… ich keinen Milchspendereflex (mehr) spüre.

Wenn du dir nicht sicher bist, wie sich der Milchspendereflex anfühlt, beschreibe ich es für dich einmal: Anfangs, als sich die Milch noch auf den Bedarf von Oliver einstellte, tat der Milchspendereflex ziemlich weh. Es war wie ein fieses Stechen in den Brüsten. Meine Schwägerin beschrieb es wie Messerstiche – es war für sie äußerst schmerzhaft.

Mit der Zeit wich das stechende Gefühl einem Kribbeln. Ziehen. Prickeln. Mir fiel auf, dass mein Baby jetzt viel tiefere, kräftigere Züge nahm, während es an meiner Brust trank.

Manche Mütter berichten, dass sie den Milchspendereflex überhaupt nicht mehr spüren oder noch nie gespürt haben, sondern ihn nur daran erkennen, wenn ihr Kind schluckt und diesen geflüsterten K-Laut von sich gibt. Womöglich gehörst du auch zu jenen Müttern. Beobachte dein Baby dahingehend mal genauer und achte darauf, was es für Geräusche beim Stillen macht.

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… mein Baby nicht genug zunimmt.

Wenn wir unsere Babys bei der Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt vorstellen, wird stets das Gewicht, die Körperlänge und der Kopfumfang festgehalten. Es werden Fragen zum Schlaf- und Trinkverhalten gestellt, ob das Kind schon dieses und jenes könne, es wird zum Hüftsonographie-Screening geschickt usw.usf.

All das dient dazu, mögliche Auffälligkeiten, die auf eine Fehlentwicklung hindeuten könnten, so früh wie möglich zu erkennen, um sie dann so schnell wie möglich zu behandeln.

Viele Mütter berichten von Kinderärzt*innen, die vollgestillte Babys als „fett„, „übergewichtig„, „zu groß“ oder als „zu dünn„, „zu klein“ usw. bezeichnen. Sie orientieren sich an den Perzentillen, wie ein Baby normalerweise zu sein hat und geben den Babys, sobald sie darunter oder darüber liegen, den Stempel „auffällig“.

Ist ein vollgestilltes Baby „zu fett“, liegt es an der Milch und das Baby soll auf Diät gesetzt werden. Ist ein vollgestilltes Baby nicht genug gewachsen, weil es unter der Perzentille liegt, liegt es auch an der Milch, weil sie angeblich „zu dünn“ ist und der Ratschlag „Füttern Sie zu“ wird gegeben.

Baby mit speckigen Beinchen berührt seine Füßchen

Aber Perzentillen fragen nicht danach, wie Mama und Papa aussehen. Ob die eher klein und schmächtig oder hünenhaft sind. Sie orientieren sich lediglich am Durchschnitt.

Das bedeutet aber nicht, dass du nicht genug Milch hast, bloß, weil dein Baby nicht wie der Durchschnitt wächst. Solange dein Baby langsam, doch stetig wächst und nicht auf Lange Sicht gesehen nur an Gewicht verliert, kannst du ruhig auf deine Muttermilch vertrauen. Lies dazu gern das Buch „Mein Kind will nicht essen“* von Carlos Gonzalez. Zudem kann es nicht schaden, sich eine zweite Meinung einzuholen, beispielsweise durch eine Stillberaterin der La Leche Liga.

… das Baby von Frau XYZ schon mehr wiegt.

Vergleiche sind niemals zufriedenstellend, denn jedes Baby, jedes Kind, jede Frau, jeder Mann, allgemein jeder Mensch ist individuell. Sobald man sich mit jemandem vergleicht und dieses und jenes nicht zutrifft, fühlt man sich schlecht. Was hilft der Vergleich, wenn er einem sagt, dass das Baby von der Nachbarin bereits soundsoviel wiegt? Mach dir immer bewusst, dass jeder Mensch individuell ist und Vergleiche nichts als Stress bringen.

Tipps für eine optimale Milchbildung

Damit dein Körper (weiterhin) ausreichend Muttermilch bildet, solltest du bestimmte Punkte befolgen:

Ruhe und Entspannung

Stress ist ein Milchkiller, also vermeide ihn, wo es nur geht. Hol dir Unterstützung im Haushalt, lass dich bekochen, ruh dich aus und kuschel mit deinem Baby, wann immer es geht, sorge für ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung.

Baby schläft in den Armen von Mama und Papa

Wenn mir die Decke auf den Kopf fiel, hab ich mir mein Baby umgeschnallt und bin mit ihm raus an die frische Luft. Tageslicht und frische Luft geben mir unheimlich viel Energie. Was es auch ist, das dir Entspannung gibt und aus dem du Kraft schöpfen kannst: Nutze es. Ich hoffe, dass du weißt, dass ich damit nicht Drogen o.ä. meinte.

Lass dich durchchecken

In der Schwangerschaft stellte man bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion fest, was meine extreme Erschöpfung, Müdigkeit und Unkonzentriertheit erklärte. Wird eine Schilddrüsenunterfunktion nicht behandelt, kann dies sowohl negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Ungeborenen als auch die Milchbildung haben.

Es kann also nicht schaden, sich beim Arzt bzw. bei der Ärztin durchchecken zu lassen. Lass dich nicht abschrecken: Für die meisten Medikamente gibt es stillfreundliche Alternativen, wie sie z.B. auf Embryotox.de aufgelistet werden.

Stillen nach Bedarf

Das A und O, damit die Muttermilch auf den Bedarf deines Babys abgestimmt wird, ist Stillen nach Bedarf. Je nachdem, ob dein Baby den ganzen Tag an deiner Brust hängt, mal mehr, mal weniger gestillt werden will, ist das ein direktes Signal an deine Brust, ob sie mehr oder weniger Muttermilch produzieren soll.

Baby schläft an Brust ein

Stillen nach Bedarf bedeutet, dein Baby zu stillen, wenn es danach verlangt. Das kannst du z.B. daran erkennen, dass es seinen Kopf hin- und herbewegt (es sucht), schmatzt, seine Faust in den Mund nimmt oder weint.

Du merkst: Dein Baby weint nicht gleich los, wenn es Hunger hat. Es meldet sein Bedürfnis auf unterschiedliche Art und Weise; mit zunehmender Intensität, wenn dieses nicht befriedigt wird.

Achte stets darauf, was dir dein Baby signalisiert. Ratschläge wie „Stillen nach Zeit“ und „Stillen in x Abständen“ u.a. kannst du getrost in die Tonne kloppen, denn sie sind für eine optimale Milchbildung mehr hinderlich als förderlich.

Professionelle Hilfe

Deine Hebamme wird dir dabei helfen, dein Baby richtig anzulegen und schaut auch nach, ob dein Baby richtig trinkt.

Bei uns wurde z.B. festgestellt, dass Oliver falsch trank. Er stieß immer die Zunge nach vorn, saugte also ganz falsch. Das führte nach kurzer Zeit zu heftigen Stillproblemen, bei deren Bewältigung mir meine Hebamme nicht mehr helfen konnte. Sie war mit ihrem Latein am Ende. Uns half nach vielen qualvollen Wochen der Besuch bei einer Osteopathin, die Olivers Blockaden löste. Danach konnte er endlich richtig trinken und die wunden Brustwarzen gehörten der Vergangenheit an.

Wenn du also wunde Brustwarzen bekommst, das Stillen schmerzt, du siehst, dass dein Baby nicht richtig trinkt o.ä., dann hol dir professionelle Hilfe in Form einer Stillberatung und/oder schau mal beim Osteopathen vorbei und lass dein Baby auf Blockaden untersuchen.

Nimm das Original

Stillen nach Bedarf – so funktioniert das Prinzip. Dein Baby saugt an deiner Brust und meldet seinen Bedarf an. Aber wie soll das funktionieren, wenn dein Kind einen Schnuller hat?

Manche Babys nuckeln ihr Saugbedürfnis komplett am Schnuller weg. Oft sogar so sehr, dass ein Hungergefühl „weggeschnullert“ wird, sodass die Stillmahlzeit weiter hinausgezögert wird.

Baby mit Schnuller im Mund

Auf diese Weise kann dein Baby aber nicht seinen eigentlichen Bedarf anmelden. Deiner Brust wird, indem dein Baby weniger gestillt wird, signalisiert, dass weniger Bedarf besteht. Das wiederum kann dazu führen, dass du irgendwann wirklich nicht mehr genügend Muttermilch für dein Baby hast.

Biete also so oft es geht das Original an, also deine Brust, oder lass den Schnuller komplett weg. Denn ja, es geht auch ohne Schnuller.

Beikost bei Beikostreife

Ähnlich wie beim Schnuller verhält es sich damit, wenn deinem Baby neben Muttermilch zusätzlich noch andere Dinge angeboten werden, wie Wasser, Tee, ein Keks, Säuglingsnahrung o.ä.

Was das für Auswirkungen auf die Milchproduktion hat, wird klar, wenn du dir mal die Magengröße eines Babys anschaust: Am 1. Tag ist der Magen deines Babys etwa so groß wie eine Kirsche, am 3. wie eine Walnuss. Nach einer Woche ist der Magen mit der Größe einer Aprikose zu vergleichen und nach einem Monat mit der eines großen Hühnereis.

Alles, was dein Baby neben Muttermilch zu essen oder zu trinken bekommt, ist unheimlich sättigend. Dein Baby wird dann logischerweise überhaupt keinen Platz mehr für Muttermilch haben und folglich auch nicht an deine Brust wollen. Was passiert? Deinen Brüsten wird wiederum gemeldet: Weniger Milchbedarf erforderlich.

Ein vollgestilltes Baby braucht nichts als Muttermilch. Wenn es bereit für Beikost ist, sagt dir einzig und allein dein Baby. Sonst niemand.

Kind lacht beim Picknick

Wenn dein Baby reif für die Beikost ist, wirst du folgende Beikostreifezeichen an ihm erkennen:

  • Dein Baby kann seinen Kopf selbstständig halten.
  • Es sitzt selbstständig und muss nur minimal im unteren Rückenbereich gestützt werden.
  • Es zeigt Interesse an deinem Essen: Es schaut auf dein Essen und beobachtet, wie es in deinen Mund wandert. Oliver hat dabei immer seinen Mund geöffnet und Kaubewegungen nachgeahmt.
  • Es kann Speisen mit der Zunge gut bewegen. Das erkennst du daran, dass es sich vom Rücken auf den Bauch drehen kann; beide Entwicklungen verlaufen parallel.
  • Der Zungenstoßreflex ist verschwunden, d.h. dein Baby stößt nicht automatisch alles, was ihm in den Mund kommt, mit der Zunge heraus.
  • Es kann Hand-zu-Mund-Bewegungen vollführen. Natürlich kann da immer noch eine ganze Weile etwas daneben gehen.
  • Es zeigt, wenn es ein bestimmtes Nahrungsmittel ablehnt oder satt ist, z.B. durch Handzeichen, einen Laut oder indem es sich wegdreht.

Lass dich nicht verunsichern, dass MAN mit X Monaten mit der Beikost beginnt. Achte auf die Zeichen deines Babys und vertrau darauf, dass es dafür bereit sein wird, wenn es so weit ist.

Lebensmittel

Es ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, doch einige Mütter schwören bei folgenden Lebensmitteln darauf, dass es gut für ihre Milchbildung ist/war. Ob das am Placebo-Effekt liegt oder wirklich etwas dahinter steckt, weiß ich nicht, will es dir aber auch nicht vorenthalten.

  • Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, Stilltee (in Maßen; beispielsweise als Unterstützung in einem Schub)
  • Malzbier
  • Fassbrause
  • nach Absprache mit einer Stillberaterin oder Ärztin bzw. einem Arzt: Bockshornkleesamen

Was du stattdessen vermeiden solltest, sind milchreduzierende Tees wie Pfefferminze und Salbei.

Fazit

Habe Vertrauen in deinen Körper, dass er das Beste ist, um deinem Kind das zu geben, was es benötigt. Wichtig ist aber auch, dass du dich um deinen Körper kümmerst. Gönn dir Pausen, kuschel viel und oft mit deinem Baby, unterstütze deinen Körper mit gesunden Lebensmitteln, versorge ihn mit ausreichend Flüssigkeit, geh an die frische Luft, entspann dich und schöpfe Kraft, wann immer es geht.

Vermeide Faktoren, die die Milchbildung negativ beeinflussen. Das kann ein bestimmtes Lebensmittel wie Pfefferminze oder Salbei sein, aber auch die Gabe von Schnullern, das zusätzliche wie vorzeitige Zufüttern oder Stillen nach Zeitplan.

Habe Vertrauen in dein Baby, dass es weiß, was es will und wann es das will. Führe dir vor Augen, wie klein der Magen deines Babys ist und dass es völlig normal ist, dass es sich nach kurzer Zeit wieder meldet, obwohl es schon vor zwei Stunden gestillt wurde. Achte auf die Zeichen, die dein Baby gibt, und lerne sie zu deuten. Sieh dein Kind an und beobachte es. Es verrät dir nämlich am Besten, ob es genug Milch bekommt. Wie geht es deinem Baby?

Baby genießt Mamas Nähe

Wenn dein Baby nach dem Stillen zufrieden schaut, entspannt und ausgeglichen ist, aktiv ist, oft pullert/kackert (wie häufig das in etwa sein sollte, verrät dir Stillkinder in ihrem Beitrag „Bekommt mein Baby genug Muttermilch?“) und langsam, aber stetig an Gewicht zunimmt, dann sei dir gewiss, dass es genug Muttermilch bekommt.

Falls du trotz allem das Gefühl hast, dass dein Baby nicht satt wird, dass es falsch trinkt o.ä., dann such dir professionelle Hilfe durch eine Stillberatung. Lass dich auch selbst mal durchchecken. Eventuell musst du medikamentös eingestellt werden, damit dein Körper genügend Muttermilch bilden kann.

Über Julia

Hallo! Ich bin Julia, 26 Jahre alt und blogge seit 2016. Ich bin Mutter eines kleinen Mannes (geb. 2015) und bastel mit Leidenschaft.
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