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		<title>Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2022 13:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Oktober 2021 führen mein Exmann, unser gemeinsames Kind und ich das Wechselmodell durch. Wie lief es anfangs? Wie ist es jetzt nach 4 Monaten? Welche Probleme bei uns auftauchten, ob das Wechselmodell gut für Kinder ist und ob ich es allen Familien empfehlen kann, die sich auch nach der Trennung die Sorge ums Kind ... <a title="Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wechselmodell-ein-erfahrungsbericht/" aria-label="Mehr zu Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Oktober 2021 führen mein Exmann, unser gemeinsames Kind und ich das <strong>Wechselmodell</strong> durch. Wie lief es anfangs? Wie ist es jetzt nach 4 Monaten?</p>
<p>Welche <strong>Probleme</strong> bei uns auftauchten, ob das Wechselmodell gut für Kinder ist und ob ich es allen Familien empfehlen kann, die sich auch nach der <strong>Trennung</strong> die Sorge ums Kind teilen möchten, das erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-13820"></span></p>

<h2>Wechselmodell &#8211; Ein Erfahrungsbericht</h2>
<p>Verliebt, verlobt, verheiratet, getrennt, geschieden, Wechselmodell&#8230; Traurig, aber wahr: Meine Ehe ist nun schon seit fast einem halben Jahr passé.</p>
<p>Aber wenn man sich als Paar eh nicht mehr versteht, beide unglücklich sind und völlig unterschiedliche Dinge wollen, dann ist es mMn das Beste, sich gegenseitig die Möglichkeit zu geben, nochmal woanders sein Glück zu suchen und Frieden zu finden.</p>
<p>Wenn jedoch ein gemeinsames Kind von der Trennung betroffen ist, muss man &#8211; finde ich &#8211; auch mal zurückstecken, sich dazu bereit erklären, Kompromisse einzugehen und sich hin und wieder auch eingestehen, dass man einen Fehler gemacht oder etwas getan hat, was nicht unbedingt zum Wohle des Kindes beitrug. Auch ich habe zum ersten Mal eine <strong>Scheidung</strong> hinter mir, ich schließe mich da nicht aus, <strong>Fehler</strong> gemacht zu haben.</p>
<p>Und es löst immer noch Trauer in mir aus, denke ich an die Zeit zurück, in der alles noch gut war. Ich denke zurück an die, wenn auch schmerzliche, <a href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/">Geburt</a>, aber doch vielmehr bleibt die Erinnerung an den Mann zurück, der stundenlang mit mir im Kreissaal gewartet und meinen Rücken gestreichelt hat, der im engen und unbequemen Besuchersessel döste, mit dem ich mir das enge Bett zu zweit teilte, während wir beide auf die Geburt unseres Babys warteten.</p>
<p>Und nein, es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen in all den Jahren, sonst würde ich heute nicht hier sitzen und diesen Beitrag schreiben, aber mittlerweile bin ich von dem Groll weg, nur das Negative in meinem Ex sehen zu wollen. Klar, es macht das Ganze irgendwie erstmal leichter, verlieh mir auch ein gewisses Maß an Kraft, eine neue Wohnung zu suchen, all den Papierkram zu bewältigen, wieder auf eigenen Füßen zu stehen usw., denn irgendwann ist auch mal gut, dachte ich mir, es muss weitergehen. Ich WILL weitergehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="pintbild aligncenter size-full wp-image-13869" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell -Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen.jpg" alt="Wechselmodell - Eine Mama berichtet von ihren Erfahrungen" width="735" height="1102" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Wochenmodell%20-Eine-Mama-berichtet-von-ihren-Erfahrungen-33x50.jpg 33w" sizes="(max-width: 735px) 100vw, 735px" /></p>
<h2>Die Voraussetzungen für ein Wechselmodell</h2>
<p>Dass unser <strong>Kind</strong> uns beide braucht und auch haben soll, stand für mich immer fest. Die Erfahrungen, die ich als Angestellte u.a. für eine Anwältin im Familienrecht mitnahm, haben mir gezeigt, was ich unbedingt vermeiden will: Eine Schlammschlacht zwischen den Eltern, bei der das Wohl des Kindes völlig außer Acht gelassen wird, Hauptsache, man kann dem anderen Elternteil nur ordentlich schaden.</p>
<p>Diese Sichtweise hab ich zum Glück nie gehabt. Ich kenne zwar den Schmerz und die Wut, die immer wieder hochkommen, doch liegt es mir fern, meinem Ex deshalb sein Kind zu entziehen. Dass ich ein Problem mit dem Vater meines Kindes habe, muss doch nicht die Beziehung zwischen den beiden tangieren. Sollte es auch nicht.</p>
<p>Das Ziel war es also, dass Oliver seine Zeit zu gleichen Teilen bei seinem Vater als auch bei mir, seiner Mutter, verbringen konnte.</p>
<p>Und damit sind wir mMn schon bei einer der <strong>Voraussetzungen</strong> für ein Wechselmodell angekommen: Den eventuellen Streit, den die Eltern unter sich auszutragen haben, beiseite zu schieben, und stattdessen schauen, was gut fürs Kind wäre.</p>

<h2>Am Anfang war Chaos</h2>
<p>Das wöchentliche Wechselmodell lief aber nicht von Anfang an. Tatsächlich lief es eher ziemlich chaotisch ab. Wer so etwas zum ersten Mal durchmacht, wird sicher nachvollziehen können, dass man sich da auch erstmal reinfühlen und einen für alle Beteiligten passenden Weg finden muss.</p>
<p>Erstmal lief es aber wie gesagt chaotisch ab. Ich arbeitete montags, freitags und samstags, teilweise auch sonntags, im Verkauf, der Papa war selbstständig und konnte sich dementsprechend seine Zeiten besser einteilen.</p>
<p>Als dann aber der Lockdown kam und ich aufgrund der Kurzarbeit finanziell ziemlich dumm dastand, suchte ich mir als Sicherheit einen Zweitjob von dienstags bis donnerstags, ich arbeitete also 6, manchmal sogar 7 Tage die Woche. Finanziell sah es nun sehr entspannt für mich aus. Aber Freizeit? Zeit mit meinem Kind? Zeit für mich? Kaum. Und mein Exmann stellte relativ schnell fest:&#8220; Aber dann hast du ziemlich wenig Zeit mit Oliver&#8230;&#8220;</p>
<p>Und so dauerte es nicht lange, bis mein Ex vorschlug, dass wir das Wochenmodell einführten. Es gibt also kein Hin und Her mehr innerhalb der Woche, sondern eine konstante <strong>Woche</strong> für alle. Für den Papa, dass er auch mal am Wochenende Zeit für sich und seine neue Freundin hat. Für Oliver, weil es ihm Ordnung und Beständigkeit gibt. Und auch ich sah die <strong>Vorteile</strong> im Wechselmodell. 6 Tage die Woche zu arbeiten, das macht man vielleicht eine kurze Zeit, aber nicht auf Dauer mit.</p>
<p>Also reduzierte ich meine Einsatztage im Verkauf, um Oliver in &#8222;meiner&#8220; Woche innerhalb der Zeiten des Schulhorts abholen zu können. Der Zweitjob war eine Teilzeitstelle, ich hatte also auch an drei Tagen in der Woche früher Schluss, konnte Oliver zum Fußball und Schwimmen bringen oder wir hatten auch einfach einen Tag nur für uns zwei.</p>
<p>Wenn du dich auch gerade in dieser Findungsphase befindest, dann gib dem Ganzen <strong>Zeit</strong>, sich zu entwickeln. Es muss nicht von Anfang an alles passen und perfekt für alle laufen. Man muss schauen, wie es einem damit geht und bereit sein, etwas zu verändern, wenn es nicht gut funktioniert.</p>

<h2>Was könnte ein Wechselmodell gefährden?</h2>
<p>Damit bin ich auch gleich beim Thema: Was, wenn die/der Expartner*in nicht mit mir an einem Strang zieht?</p>
<p>Folgendes Beispiel: Oliver wurde von seinem Papa beim Fußball angemeldet. Er war dahinter, ihn anzumelden, zum Training zweimal die Woche zu bringen, weil es aufgrund meiner Angestelltenarbeit zeitlich immer sehr knapp und stressig geworden wäre, und hat Oliver auch später beim Schwimmen angemeldet.</p>
<p>Beim Schwimmen merke ich deutlich, wie viel Spaß es Oliver macht. Fußball ist zwar auch ganz nett, aber mit dem Herzen &#8211; so meine Einschätzung &#8211; ist er nicht 100%ig dabei. Wieso nicht einfach die Gelegenheit nutzen und was anderes ausprobieren? Oliver interessierte sich fürs Tanzen. Kurz angefragt beim Tanzstudio, ob ein Schnupperkurs drin wäre. Ja, kein Problem, findet montags statt. Naja, montags ist ja schon Fußball. Doof. Es wurde ein Tag vorgeschlagen, an dem ich bis 19 Uhr arbeiten musste, also fragte ich meinen Exmann, ob er Oliver dort das eine Mal zum Probetanzen hinbringen könnte.</p>
<p>Leider kam die Antwort nicht wie erhofft, denn er lehnte ab. Oliver schon zum Fußball und Schwimmen zu bringen, würde schon viel seiner Zeit in Anspruch nehmen. Wenn ich ihn zum Tanzen bringen wollen würde, müsse ich mich selber darum kümmern.</p>
<p>Da gab es noch andere Situationen, was Kleidung und Haarschnitt betraf. Leider haben beide Elternteile das gleiche <strong>Sorgerecht</strong>. Da kann also der Papa entscheiden, welche Kleidung und welchen Haarschnitt sein Kind bekommt bzw. nicht bekommt, wenn es die eine Woche bei ihm ist. Da sind mir als Mutter die Hände gebunden.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13872" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy.jpg" alt="Frau schaut irritiert aufs Handy" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-guckt-irritiert-aufs-Handy-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das ist bitter, auch weil ich darin zu sehen glaube, dass Oliver in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll (halt &#8222;typisch&#8220; Junge: kurze Haare, Fußball und Schwimmen, aber Ballett? Lange Haare? Mh, nee&#8230;).</p>
<p>In solchen Momenten fühle ich mich hilflos, weil ich keine Möglichkeit sehe, wie ich Oliver da stärken kann. Alles, was ich kann, ist ihm zuzuhören, ihn zu ermutigen, für das, was ihm wichtig ist, den Mund aufzumachen und standhaft zu bleiben. Ich kann mit meinem Ex reden, aber gebracht hat das bislang nichts. Ich kann, was Olivers Hobbys und Interessen betrifft, nach einer anderen Möglichkeit schauen, wie er diese wahrnehmen kann. Kann vielleicht jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis Oliver zum Probetanzen bringen? Oder mal einen Tag Fußball ausfallen lassen? Oder selber mit ihm, wenn ich zu Hause bin, ein paar Tanzstunden einlegen?</p>
<p>Wenn der andere Elternteil nicht mitmacht, darf man nicht einfach aufgeben, sondern muss für sein Kind da sein und schauen, wie es vielleicht auf anderem Wege machbar wäre. Das macht das Wechselmodell in solchen Momenten <strong>schwierig</strong>. Es wäre schön, wenn beide Elternteile da an einem Strang ziehen, es ist mMn aber noch kein ausschlaggebender Grund, das Wechselmodell zu beenden, weil ich denke, dass es dennoch wichtig für Oliver ist, bei seinem Vater zu sein, auch wenn das bedeutet, dass es dort nicht immer abläuft, wie ich es gerne hätte.</p>
<h2>Bereitschaft zur Reflexion und Veränderung</h2>
<p>Es geht aber nicht immer um &#8222;Du! Du! Du!&#8220;. Man muss auch bereit sein, das eigene Verhalten zu <strong>reflektieren</strong> und sich Fehler einzugestehen. Auch ich habe Fehler gemacht.</p>
<p>Ich war teilweise noch so verletzt, dass ich nicht in der Lage war, vernünftig mit meinem Ex zu reden, wie man sich nun mal als erwachsener Mensch mit jemandem unterhalten sollte, auch wenn es schwer fällt. Doch gerade in Gegenwart seines Kindes bringt es nichts, sondern macht es nur noch schlimmer fürs Kind, wenn es sieht, wie sich die Eltern, die es ja beide trotzdem sehr liebt, fetzen und angiften.</p>
<p>In einer Situation war es mir aus einem mir noch heute nicht nachvollziehbaren Grund total wichtig, Nein zu meinem Ex zu sagen, dabei hatte er nur gefragt, ob er eine bestimmte Trinkflasche mitnehmen könnte. Nein, sagte ich, die nutze ich gerade selber, und gab ihm eine andere mit. Totaler Kindergarten, blicke ich heute auf diese Geschichte zurück, und ich denke mir, dass es Sachen nur unnötig verkompliziert und das eh schon angeschlagene Verhältnis belastet.</p>
<p>Ich hatte auch mal den Fehler begangen, die Zeit, in der Oliver von seinem Vater abgeholt werden sollte, bereits zu verplanen. Ich plante es zwar nicht fest ein und versprach auch nichts, stellte es aber in Aussicht. Aber es ist die Zeit von Oliver und seinem Vater &#8211; da hab ich mich nicht einzumischen.</p>
<p>Ich hatte auch den eigenen Anspruch an mich selbst, die Zeit, in der Oliver bei mir war, so schön wie nur möglich zu gestalten, geriet dadurch aber in Konflikt mit meinem Bedürfnis, für <strong>finanzielle Sicherheit</strong> zu sorgen. Ich setzte mich selbst so unter Druck, irgendwas ganz Besonderes und Ausgefallenes mit ihm unternehmen zu müssen, weil ich dem Irrglauben verfiel: Wenn ich nur möglichst tolle Sachen mit meinem Kind mache, wird es&#8230; ja&#8230; was eigentlich&#8230;? Mich mehr lieb haben? Dem Papa davon erzählen, dass es bei mir richtig toll war? Ihn neidisch machen? Beeindrucken?</p>

<h3>Calm down, mommy!</h3>
<p>Ich hatte mir selbst etwas vorgenommen, ohne wirklich zu Ende zu denken. Warum mache ich das denn? Hier geht&#8217;s doch nicht darum, jemandem die lange Nase zu zeigen. Hier geht&#8217;s um mein Kind. Und mein Kind war meist schon völlig damit zufrieden, wenn wir gemeinsam <a href="https://amzn.to/33kRmqF" target="_blank" rel="nofollow noopener">UNO</a>* spielten&#8230;</p>
<p>Es gehört <strong>Mut</strong> dazu, sich Fehler einzugestehen. Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, zu meckern und sich zu sagen, dass man das ja alles viel besser kann. Aber den Finger mal einzustecken und sein eigenes Verhalten zu betrachten, fällt schwer und ist unangenehm. Doch wenn man sich fragt: Für wen man ich das denn? Dann ist es plötzlich ganz einfach.</p>
<p>Für alle, die sich mal in die Lage ihres Kindes, das ebenfalls von der Scheidung und Trennung betroffen ist, versetzen möchten, empfehle ich mit ganzem Herzen den Brief &#8222;<a href="https://pb.ekma.de/uploads/pdf/2_3a-pdf_ZuElternkonsens.pdf">20 Bitten von Kindern an ihre geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern</a>&#8220; von Dr. Karin Jäckel. Ich hab ihn mir ausgedruckt und in die Wohnung gehangen, um mich immer wieder daran zu erinnern, ob das, was ich tue, wirklich zum <strong>Wohle</strong> meines Kindes beiträgt. Aufgrund dieses Briefs hab ich auch eingesehen, dass es nicht schön fürs Kind ist, wenn die Mama über Sachen, die der Papa &#8222;mal wieder&#8220; verbockt hat, meckert oder wenn man stattdessen vom Ex in Gegenwart seines Kindes über das, was man &#8222;mal wieder&#8220; vergessen hat, angeranzt wird.</p>
<p>Das Verhalten meines Ex&#8216; kann ich zwar nicht ändern, wohl aber mein eigenes. Ich habe mir also angewöhnt, mich bei Oliver nicht mehr über dessen Papa zu beschweren. <strong>Erwachsenenprobleme</strong> sind eh nicht die Aufgabe unserer Kinder. Wir Erwachsenen tragen dafür die <strong>Verantwortung</strong>, nicht sie.</p>
<h2>Mut haben, eigene Rechte wahrzunehmen</h2>
<p>Ich bin mir noch nicht sicher, ob meine letzte Entscheidung richtig oder falsch war, momentan bin ich aber zufrieden mit mir, weil ich wenigstens den Schritt getan habe, statt einfach nichts zu tun.</p>
<p>Und zwar geht es um das Thema Finanzen. Damals hatte ich mich nicht anwaltlich beraten lassen. Das war dem Umstand geschuldet, dass ich Schuldgefühle aufgrund der Scheidung hatte. Ich gab mir selbst die Schuld für das, was geschehen war, und gestand mir kein weiteres Recht zu, irgendwas zu verlangen. Ich wollte Konflikte vermeiden, ich hatte Angst, die gemeinsame Arbeit mit meinem Ex zu gefährden. Es gab damals viele Gründe für mich, nichts zu tun und alles einfach laufen zu lassen. So auch den Verzicht auf <strong>Versorgungsausgleich</strong>.</p>
<p>Nach einem für mich sehr aufwühlenden &#8222;Gespräch&#8220; mit meinem Ex sah ich mich dann aber derart ungerecht behandelt, dass ich all diese Ängste beiseite schob und mich anwaltlich beraten ließ.</p>
<p>Durch den Wechsel zum Wochenmodell verdiente ich nun deutlich weniger. Bei einem echten Wechselmodell, also wenn das Kind zu gleichen Teilen bei seinen jeweiligen Elternteilen wohnt, teilt man sich auch die gemeinsamen <strong>Kosten</strong> fürs Kind. Wenn aber ein Elternteil weniger verdient als der andere, wäre das ja unfair, also gibt es hierfür eine Berechnung, damit die Kosten <strong>fair</strong> aufgeteilt werden, d.h. je nach Einkommen des Elternteils, und auch ggf. Zahlungen auf Unterhalt fällig sind.</p>

<h3>Vor- und Nachteile abwägen</h3>
<p>Es ist mir immer noch wichtig, in Zukunft den <strong>Umgang</strong> mit meinem Ex auf friedlicher und sachlicher Ebene führen zu können, auch wenn sich immer mehr abzeichnet, dass das Thema Finanzen ziemlich schnell bei uns eskaliert. Mein Ex hat z.B. damals ein gemeinsames Kinderdepot für Oliver eingerichtet, damit er später finanziell besser da steht. Weil wir aber beide eh oft streiten, macht es aus Sicht meiner Anwältin wenig Sinn, gemeinsam darüber zu verfügen. Besser ist es, das Depot aufzuteilen, sodass jeder über die jeweilige Hälfte entscheidet, wie diese anzulegen ist. So eine Entscheidung kann aber auch ziemlich Zündstoff, wenn der Ex das z.B. persönlich nimmt &#8211; warum auch immer, denn das Geld soll ja weiterhin fürs Kind sein und nicht für einen selber, nur dass man eben jetzt selber darüber verfügt, ohne sich vom Ex reinreden lassen zu müssen &#8211; und einen nun dafür bestrafen möchte, indem er einem z.B. Hilfe in anderen Dingen untersagt.</p>
<p>Ja, so ist das, wenn ein getrenntes Paar sich weiterhin das Sorgerecht fürs gemeinsame Kind teilt&#8230; Auch wenn wir uns in einigen Dingen nicht einig sind, müssen wir uns zusammenreißen, miteinander reden und im Falle, dass man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, lernen, es zu akzeptieren oder sich für eine Veränderung entscheiden.</p>
<p>Wenn auch du in so einer ähnlichen Situation bist, kann ich dir nur raten: Lass mal eine/n Expert*in rüberschauen und dir eine entsprechende Einschätzung geben. Es heißt ja nicht, dass du sofort handeln musst, aber zumindest weißt du schonmal, woran du bist und was deine <strong>Rechte</strong> wären, wenn du sie denn wahrnehmen möchtest, und auch dein Gegenüber wird sich allein dadurch vielleicht schon anders verhalten, statt davon auszugehen, dass du schon Ja zu allem sagen und es abnicken wirst. Bei allem, was geschehen sein mag: Es ist dein gutes Recht. Wozu haben wir <strong>Gesetze</strong>, wenn man dann aus Angst vor Konflikten davor scheut, davon Gebrauch zu machen?</p>
<p>Dennoch sollte man, bevor man rechtliche Schritte einleitet, immer die Vor- und Nachteile abwägen. Wenn du dir unsicher bist: Mach eine Pro- und Contraliste. Was bringt es dir? Was gefährdest du? Ist es das wert?</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13873" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook.jpg" alt="Frau nachdenklich vor Notebook" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2022/02/Frau-schaut-nachdenklich-vor-Notebook-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Ist das Wechselmodell gut für Kinder?</h2>
<p>Ob das Wechselmodell gut fürs eigene Kind ist, muss immer individuell betrachtet werden &#8211; das hast du dir sicherlich auch schon gedacht. Denn nicht jedes Kind wurde z.B. vor der Trennung zu gleichen Teilen von seinen jeweiligen Elternteilen betreut.</p>
<p>Stell dir vor, die Mama hat ihren Job nach der Geburt aufgegeben, weil sie festgestellt haben, dass es ihrem Baby nicht gut tut, mit einem Jahr in die Kita zu kommen. Es ist noch so sehr an die Mama gebunden, stillt dazu auch sehr oft, also entscheidet sich die Familie gemeinsam, dass die Mama zu Hause bleibt und sich ums Kind kümmert.</p>
<p>Auf der anderen Seite geht der Papa arbeiten, weil es finanziell für die Familie möglich ist, dass nur er der Alleinverdiener ist.</p>
<p>Dadurch, dass Mama und Kind 24/7 miteinander zu tun haben, entsteht natürlich eine ganz andere, enge Bindung und ein Vertrauen, als zu dem Papa, der Vollzeit arbeitet und vielleicht erst abends, wenn das Kind schon schläft, nach Hause kommt.</p>
<p>Jetzt stell dir mal vor, das Paar trennt sich und das Kind soll plötzlich im Wochenmodell eine Woche bei Mama und eine Woche beim Papa verbringen, weil die Mama ja auch irgendwie arbeiten gehen und Geld verdienen muss. Wahrscheinlich wird das Kind die Mama stark vermissen, weil es zu ihr mehr <strong>Vertrauen</strong> hat, als zum Papa.</p>
<p>Wenn aber das Kind z.B. schon älter und es auch gewohnt ist, dass die Mama mal weg, arbeiten oder whatever, und der Papa sich in der Zeit gut um es gekümmert hat, ist das ja eine ganz andere Basis, das Wochenmodell durchzuführen, verstehst du?</p>

<h2>Wie geht es meinem Kind mit dem Wechselmodell?</h2>
<p>Im Vordergrund sollte stets das Wohl des Kindes stehen, d.h. ich muss mich fragen: Welches Betreuungsmodell gibt meinem Kind die größtmögliche <strong>Sicherheit</strong>? Das kann man mMn erst herausfinden, indem man es eine Zeit lang ausprobiert und immer schaut, wie es dem Kind mit dieser Art von Betreuungsmodell geht. Wirkt es entspannt oder hab ich den Eindruck, dass es sich auffällig verhält?</p>
<p>Ich kenne mittlerweile auch Familien, die ebenfalls das Wechselmodell führen, bei dem aber <strong>keinerlei Kontakt und Austausch</strong> zwischen den getrennten Elternteilen besteht. Diesen Umstand finde ich sehr schade und auch schwierig für das Wechselmodell, denn ich als Mutter möchte schon wissen, wie es meinem Kind beim Papa mit der neuen Freundin ging, wie es in der Schule war, ob ich irgendwas wissen muss&#8230;</p>
<p>Man könnte annehmen: Ach, was, das klappt auch so. Ich sehe meinem Kind doch an, wenn irgendwas sein sollte. Als Elternteil kennt man sein Kind zwar gut, und ich behaupte auch von mir, dass ich meinem Kind anmerken würde, wenn es mir was verschweigt oder wenn es ihm nicht gut geht. Aber sich zu irren, ist menschlich, und manchmal hat man auch den Kopf voll mit anderen Dingen.</p>
<p>Gerade nach meiner Scheidung und der räumlichen Trennung, der Entfremdung zu meinem Ex, den ich seit mehr als 10 Jahren um mich hatte, hatte ich Momente, in denen ich einfach Zeit für mich brauchte. Zum Suhlen in Selbstmitleid, zum Weinen, zum Trauern und Bedauern, zum Fluchen und Wüten, Verzweifeln und, und und &#8211; das ganze <strong>Gefühlschaos</strong> einmal rauf und runter. Da hat man auch manchmal einfach nicht den Blick, zu erkennen, dass das Kind einem gerade (non-)verbal was mitteilt.</p>
<p>Und gerade, wenn der Kontakt zwischen den getrennten Eltern schwierig, unterkühlt und distanziert ist, und man es gerade mal schafft, sich fürs Kind zusammenzureißen, dann kann es passieren, dass man sein Kind völlig übersieht oder falsch einschätzt, wie es ihm gerade damit geht. Wie ist es für ein Kind, das 6 Jahre gewohnt war, Mama und Papa gleichzeitig um sich zu haben? Die lieb zueinander waren? Die sich zwar auch mal gestritten, aber auch wieder versöhnt haben? Mit denen immer gemeinsam gefeiert wurde, mit denen man gemeinsam auf der Couch gesessen, Dinge unternommen, Spiele gespielt, gegessen und im Bett gekuschelt hat? Wie ist es für ein Kind, wenn es das alles plötzlich nicht mehr hat und alles getrennt ist?</p>
<h2>Mut haben, sich Unterstützung zu holen</h2>
<p>Ich als Mutter habe den Eindruck, dass es meinem Kind gut mit dem Wechselmodell geht. Eine Woche bei Mama, eine Woche bei Papa. Ich höre zwar, dass der Papa nun einen <strong>strengeren</strong> Erziehungsstil pflegt, als wir es damals gemeinsam gemacht haben, da waren uns ein <strong>bedürfnisorientierter</strong> Umgang und eine Kommunikation auf Augenhöhe wichtig, aber vielleicht war das alles nur Maskerade, denke ich mir. Vielleicht entsprach dieser Weg nicht dem meines Exmanns und er hat es damals nur aus Anpassung getan. Ich weiß es nicht. Menschen ändern sich. Und dann verstehe ich, wenn mein Kind sagt, dass es lieber 7 Wochen bei mir und 3 Wochen beim Papa sein möchte. Ich bin zwar nicht die Mama, die alles durchgehen und sich gefallen lässt, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es natürlich schöner bei dem Elternteil ist, der nicht so streng ist wie der andere. Ist das ein Grund, jetzt vom echten Wechselmodell zum <strong>Residenzmodell</strong> zu wechseln, bei dem das Kind einen festen Wohnsitz hat, statt zwei? Ich weiß es nicht.</p>
<p>Und wenn man was nicht weiß, dann muss man sich halt schlau machen. Sich mit anderen Familien unterhalten und sich austauschen. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Zu letzterer Idee riet mir übrigens meine Anwältin.</p>
<p>Und zwar fand ich es eine wirklich klasse Idee, Oliver Gesprächsstunden bei einem <strong>Psychiater</strong> zu ermöglichen. Es steht zwar noch kein fester Termin an, der Kontakt ist gerade einmal hergestellt, aber ich bin froh, mich auf diesen Weg begeben zu haben, denn ich hab keine Psychologie studiert. Ich bin auch, wenn man mal ehrlich ist, keine unbefangene Person, bei der sich mein Kind mit all seinem Kummer und all seinen Sorgen ausweinen kann. Natürlich bin ich immer für Oliver da, um ihm zuzuhören, wenn er das denn möchte, aber ich verstehe, dass er sich mit Geschichten über den Papa zurück hält, weil er dadurch in einen <strong>Gewissenskonflikt</strong> geraten könnte.</p>
<p>Deshalb finde ich es umso wichtiger, dass Oliver stattdessen eine Person hat, der er sich anvertrauen kann, die unvoreingenommen und neutral ist. Auf diesem Wege kann man dann feststellen, ob das gewählte Betreuungsmodell wirklich die <strong>richtige Wahl</strong> fürs eigene Kind war oder ob sich gerade der Wunsch des Kindes nach einem anderen Betreuungsmodell entwickelt.</p>
<p>Bei den aktuellen Wartezeiten, die nicht selten mehrere Monate dauern können, weil ein Großteil der Psychiater*innen nicht gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen können, wird man, wenn man nicht so lange warten möchte, wohl oder übel ins eigene Portemonnaie greifen müssen. Zur Problematik mit den Therapieplätzen schau dir gerne mal das YouTube Video von Jan Böhmermann bzw. dem ZDF Magazin Royale an.</p>
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<h2>Fazit</h2>
<p>Es gibt sicherlich gute Gründe, warum ein echtes Wechselmodell für manche Familien nicht infrage kommt, aber wenn man dieses Betreuungsmodell wählt, braucht es meiner Erfahrung nach:</p>
<ul>
<li>zuallererst den Blick auf das Wohl des Kindes, unabhängig davon, was für einen Zwist die Eltern untereinander austragen</li>
<li>einen sachlichen Austausch zwischen den Eltern: Wie lief die Woche? Gibt es wichtige Neuigkeiten? Welche Sachen sollen beim Wechsel mitgenommen werden?</li>
<li>Kooperation! Bei uns findet z.B. Sonntag Abend der Wechsel statt. Da erwarten wir gegenseitig voneinander, dass gemeinsame Sachen eingepackt und die Hausaufgaben erledigt sind. Nehmt es nicht persönlich, wenn doch mal was fehlt oder vergessen wurde, Menschen machen Fehler, und gerade bei Veränderungen braucht es Zeit, sich daran zu gewöhnen. Aber wenn sowas häufiger vorkommt, muss das geklärt oder irgendeine Lösung her, damit das Problem nicht mehr vorkommt.</li>
<li>Wohlwollen, z.B. dass ich mich für mein Kind freuen kann, wenn es die Zeit bei seinem Papa genossen hat, statt neidisch oder traurig zu reagieren, aber auch Wohlwollen gegenüber der/m Expartner*in</li>
<li>Mut und Bereitschaft zur Selbstreflexion, sich Fehler einzugestehen und (sich) ggf. entwickeln zu wollen</li>
<li><strong>Vertrauen</strong>, auch wenn z.B. ein gemeinsames Kinderkonto für gemeinsame Kosten oder ein Depot für die spätere finanzielle Absicherung des Kindes eingeführt worden ist. Wenn es kein Vertrauen gibt, dann ist es mMn auch nicht verwerflich, Konten oder Depot zu trennen, damit sich jeder Elternteil selbst um die eine Hälfte bzw. den jeweiligen Anteil kümmert.</li>
<li>Finanzielles fair und sachlich klären, ohne daraus eine persönliche Kiste machen zu wollen</li>
<li>&#8222;See me beautiful&#8220; &#8211; im Sinne der GFK immer das Beste in einem Menschen sehen wollen, gerade, wenn es Konflikte gibt</li>
</ul>
<p>Und wenn die Eltern aufgrund der Trennung ihre Probleme damit haben, ist wohl doch noch eine Veränderung nötig &#8211; egal, wie die für einen persönlich auch aussehen mag.</p>
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<div id="tcpp-iframe-rs" style="width: 100%;">Streitigkeiten in Familiensachen können ganz schön ins Geld gehen, deshalb empfehle ich eine Rechtschutzversicherung, die in solch einem Fall die Anwaltskosten, z.B. für ein Beratungsgespräch oder für eine evtl. spätere Streitigkeit vor Gericht auch weitere Kosten, wie z.B. die anwaltliche Vertretung als auch die Gerichtskosten tragen würde.</div>
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<div>Wer sich keinen Rechtsbeistand leisten kann oder über keine Rechtschutzversicherung verfügt bzw. die jetzige Versicherung nicht greift, kann auch erstmal die kostenlosen <strong>Beratungsangebote</strong> z.B. beim Jugendamt in Anspruch nehmen. Ich kann es nur jeder/m ans Herz legen, sich dahingehend beraten zu lassen. Die Einschätzung einer Person zu hören, die sich mit dem Thema Scheidung, Trennung, Sorgerecht usw. auskennt, gibt einfach Sicherheit und Klarheit, finde ich. Und es tut gut, jemanden zu haben, der ein offenes Ohr für einen hat und Verständnis zeigt. Balsam für die Seele.</div>
<p>Am Ende, muss ich sagen, ist das Single Dasein zwar manchmal echt einsam, es ist aber auch eine für mich wichtige und auch notwendige Erfahrung. Ich war nie allein. Es war immer jemand für mich da. Und das, blicke ich auf meine Kindheit zurück, manchmal auch in Momenten, in denen es mir gut getan hätte, mal selbst nach einer Antwort oder Lösung suchen zu müssen, statt alles präsentiert zu bekommen.</p>
<p>Kam ich aus einer Beziehung raus, war die nächste schon am Start. Ich war auch beziehungsmäßig nie allein. Und doch finde ich diese Erfahrung, unabhängig und auf sich gestellt zu sein, total wichtig. Da ist niemand außer mir, der die Verträge im Blick hat, kündigt, nach besseren Angeboten sucht und neue abschließt. Keiner da, der sich um den Haushalt kümmert. Nur ich, die sich jetzt Gedanken ums finanzielle, seelische und körperliche Wohlergehen kümmern muss.</p>
<p>Es ist auf jeden Fall noch viel zu lernen und manchmal erschlägt mich der Berg an To Do&#8217;s, sodass ich erstmal runterkommen, atmen, mich sortieren und mich dann Step by Step ans Werk machen kann, aber ich bin &#8211; zumindest jetzt gerade in diesem Moment &#8211; zuversichtlich, dass es nur noch besser werden kann.</p>
<p>Wenn auch du mir von deinen <strong>Erfahrungen</strong> berichten oder den einen oder anderen <strong>Tipp</strong> für Menschen wie mich hast, die getrennt leben und sich das Sorgerecht teilen, dann freue ich mich, unten in den Kommentaren darüber zu lesen.</p>
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		<title>Selbstbestimmter Medienkonsum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jun 2018 16:59:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Eltern sind unsicher, wie lange und wie oft ihre Kinder Medien konsumieren dürfen. Damit die Kinder nicht den ganzen Tag vor der Glotze sitzen, müssen Regeln und feste Zeiten her&#8230; &#8230; oder auch nicht? Mein Fazit nach gut einem Jahr selbstbestimmtem Medienkonsum liest du im heutigen Beitrag. Und du wirst sehen: Es ist nicht ... <a title="Selbstbestimmter Medienkonsum" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/selbstbestimmter-medienkonsum/" aria-label="Mehr zu Selbstbestimmter Medienkonsum">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Eltern sind unsicher, wie lange und <strong>wie oft</strong> ihre Kinder Medien konsumieren dürfen. Damit die Kinder nicht den ganzen Tag vor der Glotze sitzen, müssen Regeln und feste Zeiten her&#8230;</p>
<p>&#8230; oder auch nicht? Mein <strong>Fazit</strong> nach gut einem Jahr selbstbestimmtem Medienkonsum liest du im heutigen Beitrag. Und du wirst sehen: Es ist nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht.<span id="more-10259"></span></p>
<h2>Selbstbestimmter Medienkonsum</h2>
<p>Wenn sich unsere Kinder für Handy, Smartphone, iPhone, iPad, Tablet, Laptop, Computer, Fernseher &amp; Co. interessieren, geht uns der Arsch gründlich auf Glatteis, denn wir wissen nicht, wie viel Medienkonsum gesund und ungesund ist, <strong>wie lange</strong> und wie oft sich unsere Kinder in welchem <strong>Alter</strong> damit beschäftigen dürfen usw.</p>
<p>Und dann gibt es ja immer die große Angst vor der <strong>Sucht</strong>. Dass uns unsere Kinder, sollten wir ihnen mal den kleinen Finger reichen, gleich den ganzen Arm abreißen und gar nicht mehr von diesem Teufelszeug wegzubekommen sind.</p>
<p>Damit das nicht passiert, braucht es in der Erziehung feste <strong>Zeiten</strong>, klare <strong>Regeln</strong>, Einschränkungen und natürlich auch Verbote. Vielleicht gibt es mal eine Ausnahme, wir sind ja keine Unmenschen, aber an sich muss dieser Medienkonsum kontrolliert und reguliert werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10359" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht.jpg" alt="Selbstbestimmter Medienumgang mit 2 Jahren - Erfahrungsbericht | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/selbstbestimmter-medienumgang-mit-2-jahren-erfahrungsbericht-454x680.jpg 454w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Was wäre, wenn&#8230;?</h2>
<p>Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, welche <strong>Folgen</strong> das hätte, wenn du dein Kind einfach machen lassen würdest. Wenn du dir den Satz &#8222;Noch 5 Minuten, dann mach ich aus.&#8220;, den darauf folgenden Tobsuchtsanfall deines Kindes sowie dein immer dünner werdendes Nervenkostüm einfach mal sparen würdest.</p>
<p>Womöglich tauchen in dir Bilder von viereckigen Kinderaugen auf, weil es den ganzen Tag nichts anderes macht, als vor der Flimmerkiste zu sitzen und zu zocken, gemeinsam mit Chipstüte und Eistee versteht sich.</p>
<p>Dazu kommen stickige Luft, verkümmernde Kreativität, <strong>Sprachprobleme</strong>, <strong>Fettleibigkeit</strong>, Akne, Krankheit und der Fakt, dass dein Kind keine Freunde (mehr) hat, weil es nie raus will und seine bisherigen Kontakte der Technik vorzieht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4676" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind guckt YouTube Video" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Mit anderem Spielzeug spielt dein Kind schon lange nicht (mehr), es hat ja das Tablet. Dinge, bei denen es sonst so gern mitgemacht hat, kannst du jetzt allein machen, denn dein Kind ist inzwischen mit der Couch verwachsen.</p>
<p>Dein schlechtes Gewissen steigt ins Unermessliche, weil du dein Kind allein vor der <strong>Glotze</strong> sitzen lässt, damit du etwas Haushalt und andere Arbeit erledigen kannst. Ja, eine glückliche Familie sieht anders aus&#8230;</p>
<p>Doch was, wenn ich dir sage, dass wir unser Kind mit etwa 2 Jahren haben Tablet spielen, Videos, Filme und Serien gucken lassen, wie es ihm beliebte, und es nicht alles so furchtbar schlecht war, wie die breite Masse denkt und sagt?</p>
<p>Wie funktioniert das? Gibt es bei uns wirklich gar keine <strong>Einschränkungen</strong>? Hat freier Medienkonsum gar keine <strong>Nachteile</strong> und nur Vorteile? Das erfährst du in meinem schonungslos ehrlichen Resümee, das ich nach ca. einem Jahr gezogen habe.</p>
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<h2>Wie alles begann</h2>
<p>An dieser Stelle muss ich gleich sagen, dass wir nicht von Anfang an unser Kind haben frei entscheiden lassen, was, wie oft und wie lange es das Tablet nutzen darf. Diesen Weg gingen wir tatsächlich erst etwas später.</p>
<p>Bis dahin gab es von uns ausgewählte <strong>YouTube Videos</strong>, die maximal 5 Minuten liefen. Sie entsprachen zwar den Interessen unseres Sohnes (Baufahrzeuge sind bis heute seine große Leidenschaft), vor allem aber sollten sie <strong>lehrreich</strong> sein. Ein Video reichte, dann wurde ausgemacht. Dass das unserem damals etwa 2-Jährigen nicht gefiel, kannst du dir sicher vorstellen.</p>
<p>Genau in dieser Zeit las ich Ruths Beitrag <a href="https://derkompass.org/2016/07/18/gebt-den-kindern-zucker-wie-du-endlich-die-angst-vor-suessigkeiten-loslaesst/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Gebt den Kindern Zucker&#8220;</a>, was oberflächlich betrachtet erstmal nichts mit dem Thema zu tun haben mag, doch die Aussage war grob gesagt: Selbstbestimmte Kinder machen ihre eigenen <strong>Erfahrungen</strong> und lernen, wenn ihnen etwas nicht gut tut. In diesem Fall z.B., dass Marshmallows zwar lecker sind, aber man aufhört, wenn man genug davon hat.</p>
<p>Denn dadurch, dass man nie reguliert wurde, blieb das eigene Körpergefühl bestehen und konnte dem Kind rechtzeitig melden &#8222;Ich hab genug Zucker. Ich will nicht mehr.&#8220;.</p>
<p>Im Falle von Fernseher &amp; Co. lautet die Übersetzung dann wohl eher: Ein <strong>selbstbestimmtes</strong> Kind wird <strong>digitale Medien</strong> nie als eine Art verbotene Frucht ansehen, die es so lange und so oft wie nur möglich &#8222;inhalieren&#8220; muss, sondern in dem Maße nutzen, in dem es ihm gut tut (meine persönliche Ergänzung: vorausgesetzt, seine <strong>Bedürfnisse</strong> wurden bisher und werden weiterhin &#8222;korrekt&#8220; befriedigt).</p>

<h2>Alltag mit einem selbstbestimmten Kind</h2>
<p>Wie ist der <strong>Alltag</strong> so, mit einem Kleinkind, das so oft und so lange Tablet spielen und TV gucken darf, wie es will?</p>
<p>Bei uns laufen die Tage i.d.R. so ab: Mein Sohn isst gern vor dem TV Frühstück. Danach macht er ihn entweder selber aus oder lässt ihn laufen und spielt mit mir oder dem Papa eine Runde im Kinderzimmer. Von Bücher lesen über Basteln, Experimentieren und sich eigene Spiele und Wörter ausdenken bis zur wilden Verfolgungsjagd ist alles dabei, von <strong>mangelnder Kreativität</strong> kann hier wirklich nicht die Rede sein.</p>
<p>Dann möchte er gern Mamamilch trinken, am Liebsten auf der Couch, während wir gemeinsam eine Folge oder einen Film ansehen, während ich, soweit es möglich ist, das Mittagessen vorbereite. Wir essen also danach gemütlich Mittag (manchmal vor dem Fernseher, manchmal läuft er nur im Hintergrund, manchmal ist er auch aus), evtl. gibt&#8217;s anschließend ein Mittagsschläfchen (was eher selten der Fall ist, leider) und danach geht&#8217;s ab nach draußen bis es Abend wird. Für <strong>Autofahrten</strong> nutzt Oliver gern das Tablet, ansonsten bleibt es unberührt im Rucksack.</p>
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<div class="produktbox-titel"><i class="fa fa-heart"></i>Meine Empfehlung für dich</div>

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<p>Oliver liebt Tablet und Fernseher, keine Frage, aber dann sagt er auch &#8220; Mama, lass uns spielen.&#8220; und das Ding ist aus. Wenn ich sage &#8222;Lass uns jetzt raus gehen und dies und das machen.&#8220;, muss ich keine breiten Diskussionen führen, ich muss kein tobendes, todunglückliches Kind trösten und begleiten. Es wird einfach gemacht, und zwar nicht, weil er sonst mit einer Moralpredigt oder Strafe rechnen müsste, sondern einfach, weil es für ihn keinen Grund gibt. Es ist ok für ihn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6690" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet.jpg" alt="Kind malt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/08/kind-malt-auf-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn Fakt ist: Oliver weiß, er kann es jederzeit nutzen, weshalb er keinen Drang (mehr) verspürt, tagein, tagaus davor zu lungern.</p>
<p>Wie sieht es mit <strong>sozialen Kontakten</strong> aus?</p>
<p>Gegenüber Menschen ist Oliver allgemein ziemlich offen, begrüßt Fremde auf der Straße und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht, sorgt sich um weinende Kinder und spricht sie an, geht allgemein schon offen und selbstbewusst durchs Leben und hat keine Scheu, sich mit anderen zu unterhalten (außer, wenn es die anfängliche Schüchternheit bei Gästen und Besuchen ist oder wenn es darum geht, ob er mit fremdem Spielzeug spielen darf, da muss ich immer ran).</p>
<p>Das kann natürlich auch der Papa sein, der da in ihm zum Vorschein kommt, aber zumindest hat der Medienkonsum keine <strong>negativen Folgen</strong> auf sein Sozialleben, im Gegenteil. Oliver hat sich bestimmte Verhaltensweisen und Sprüche aus seinen Lieblingsserien abgeguckt und sie in seinen Wortschatz aufgenommen. Da haut er manchmal &#8222;Oh Junge!&#8220; raus, und ich weiß schon &#8222;Ah ja, das ist Mickey Maus.&#8220;.</p>
<p>Aber bis sich das so eingependelt hatte, wie es heute ist, sollte einige Zeit vergehen und uns auch einige Nerven kosten&#8230;</p>
<div id='c2277_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Hochs und Tiefs</h2>
<p>Ich muss sagen, der <a href="https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/" rel="noopener">Anfang vom selbstbestimmten Medienumgang</a> war echt nicht leicht und es schwebte erstmal die Angst mit, dass wir hier gerade richtig Mist bauen, indem wir unser Kind selbstbestimmt Tablet spielen und YouTube Videos schauen lassen.</p>
<p>Dadurch, dass wir die Zeiten am Tablet anfangs <strong>reguliert</strong> hatten, war aber klar, dass unser Sohn erstmal sämtliche Zeit, die ihm in seinen Augen &#8222;noch&#8220; zur Verfügung stand, nutzen musste. Er wollte nicht raus, wollte nichts anderes spielen, es hieß nur Tablet, Tablet, Tablet (einen TV hatten wir zu dem Zeitpunkt nicht)&#8230; und wir ließen ihn&#8230; saßen neben ihm, ließen ihn nicht allein, begleiteten ihn, erklärten, wenn nötig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4671" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Mutter und Kind schauen Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Irgendwann trauten wir uns dann auch mal, ihn allein auf der Couch sitzen und Tablet spielen zu lassen, während wir etwas kochten, aufräumten oder andere Dinge taten, die uns Freude bereiteten, ein Buch lesen zum Beispiel.</p>
<p>Ich gebe zu, es war schon schön und auch ein Stück <strong>befreiend</strong>, mal für einen Moment eine Verschnaufpause machen zu können. Sonst sah es nämlich so aus, dass unser Sohn 24/7 bespaßt werden wollte und sich nie mal für ein paar Minuten selber beschäftigte.</p>
<p>Auch die langen Autofahrten, die aus geschäftlichen Gründen jeden Monat auf uns zukamen, waren angenehmer, weil Oliver beschäftigt war. Statt ein Riesenrepertoire an Spielsachen für die <a href="https://www.milchtropfen.de/6-tipps-fuer-eine-lange-aber-entspannte-autofahrt-mit-kleinkind/" rel="noopener">lange Autofahrt</a> mitzunehmen, alle paar Minuten anzuhalten, weil er <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-in-den-autositz/" rel="noopener">keine Lust mehr auf den Autositz</a> hatte, ewig lange zu warten, bis er wieder in den Kindersitz stieg, konnten wir nun einfach durchfahren. Das war schon toll, sparte viel Zeit, viele Nerven, weil wir ja immer pünktlich sein mussten usw.</p>
<div id='c6934_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Nachteile</h2>
<p>Doch ich bin ehrlich: Es war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Ganz und gar nicht.</p>
<p>Die Anfangszeit wollte Oliver wie gesagt nicht raus, nichts unternehmen, er hockte nur am Tablet. Das machten wir auch mit, immerhin sollte er ja lernen, dass ihm das <strong>Tablet</strong> uneingeschränkt zur Verfügung stand und es nichts gab, was er heimlich machen oder &#8222;inhalieren&#8220; muss, solange es da ist. Dass das eine ganze Weile dauern würde, wussten wir, darauf hatten wir uns eingestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6784" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet.jpg" alt="Kind malt mit Stift auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/kind-malt-mit-stift-auf-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch für meinen Mann war es <strong>leichter</strong> zu ertragen, da er ja auswärts arbeiten ging, sich mit Kolleg*innen und Freund*innen unterhalten, essen gehen konnte usw. Für ihn ging es wie gewohnt weiter.</p>
<p>Für mich hingegen war es schon <strong>schwer</strong>, weil ich ja sah, wie oft und wie lange (in meinen Augen ZU oft und ZU lange) der Kleine mit dem Tablet spielte. Wenn ich raus, einkaufen, mich mit anderen treffen oder einfach etwas draußen unternehmen wollte, gab es kein Herankommen an Oliver. Ich gab nach und wir blieben zu Hause&#8230; während ich immer öfter meine eigenen Bedürfnisse nach Abwechslung, Gesellschaft, Austausch, frischer Luft, Neuem uvm. missachtete.</p>
<p>Dazu kam, dass sich Oliver auf You Tube gern so <strong>richtig schlimme Videos</strong> ansah. Also kein Splatter, um Gottes Willen, die Altersbeschränkungen beachten wir dann doch. Es waren mehr diese furchtbar bunten, schrillen, Regenbogenquietscheentchenlalavideos voll ätzender Werbung, weißt du, was ich meine? Videos, in denen sich Erwachsene wie kleine Kinder verhalten und mit Babystimme sprechen oder &#8211; noch schlimmer &#8211; total monoton und langweilig ihren Text ablesen! Es war die Hölle für meine Augen und Ohren, ich hatte den Eindruck, mein Gehirn würde verkümmern, weil die so dämlich und hohl waren! Puh! Ich merke jetzt noch, wie wütend mich diese stupiden Filme gemacht haben.</p>
<p>Aber Oliver fand sie toll und drückte immer und immer wieder auf &#8222;Wiederholen&#8220;. Allmählich wich meine anfängliche Begeisterung, wie schnell er den Umgang mit der neuen Technik gelernt hatte, einem innerlichen Brodeln.</p>

<h2>Die Bedürfnisse aller zählen</h2>
<p>Bis ich endlich kapierte, dass in einer <strong>Familie</strong> die Bedürfnisse ALLER wichtig sind, musste erst etwas Zeit vergehen und mich innerlich zum Explodieren bringen.</p>
<p>Doch dann begriff ich: Ich will nicht mehr in der Bude hocken und diesen Quark gucken. Ich will raus, andere Menschen treffen, mich austauschen, unterhalten, Freunde finden, Sonne tanken, Luft schnappen, den Wind in meinen Haaren spüren. Ich fühle mich erst so richtig wohl, wenn ich draußen bin, umgeben von <strong>Natur</strong>.</p>
<h2>Auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen</h2>
<p>Das verstand Oliver nur leider nicht. Es dauerte also nochmal eine Ewigkeit, bis ich endlich zu ihm durchdringen und wir <strong>gemeinsam</strong> eine <strong>Lösung</strong> finden konnten.</p>
<h3>1. Zeit</h3>
<p>Manchmal brauchte er einfach etwas Zeit, bis wir uns losmachen konnten. Ein wenig <strong>Geduld</strong> meinerseits und wir waren beide glücklich.</p>
<h3>2. Mitnehmen</h3>
<p>An anderen Tagen wiederum reichte mein Vorschlag, dass er das <strong>Tablet mitnehmen</strong> und unterwegs schauen kann, und wir konnten uns auf den Weg machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5028" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet.jpg" alt="12 von 12 - Mai 2017 - Kind guckt im Kinderwagen Tablet" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet-300x190.jpg 300w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/12-von-12-mai-2017-kind-guckt-im-kinderwagen-tablet-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h3>3. Nachtwanderung</h3>
<p>Und wiederum an anderen Tagen war irgendwas los und er ließ sich nur schwer bis gar nicht überzeugen. Dann ging ich, sobald der Papa zu Hause war, selber nochmal eine Runde oder wir machten gemeinsam eine <strong>Nachtwanderung</strong>. So kamen wir zwar erst abends raus, aber in meinen Augen war das definitiv besser als gar nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10377" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-leuchtet-bei-nachtwanderung-mit-taschenlampe-auf-den-boden.jpg" alt="Kind leuchtet bei Nachtwanderung mit Taschenlampe auf den Boden" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-leuchtet-bei-nachtwanderung-mit-taschenlampe-auf-den-boden.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-leuchtet-bei-nachtwanderung-mit-taschenlampe-auf-den-boden-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>4. Einlenken</h3>
<p>Und wenn es gar nicht, wirklich gar nicht möglich war, dass wir rauskamen &#8211; das war immer dann der Fall, wenn Oliver gerade eine neue App oder eine neue Kinderserie für sich entdeckt hatte und das nun wie ein Schwamm aufsaugen musste &#8211; dann lenkte ich auch wieder ein, setzte mich neben ihn und las was auf dem Smartphone oder schrieb für den Blog. So war ich da, um ihm <strong>Gesellschaft</strong> zu leisten, konnte ggf. Fragen beantworten, musste mir den Kram aber nicht selber angucken.</p>
<h3>5. Miteinander reden</h3>
<p>Als Oliver dann älter wurde, lenkte auch er ein, wenn ich vorschlug, dass wir mal etwas anderes machen oder anschauen können.</p>
<p>So schafften wir es allmählich, all unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Vielleicht nicht in der Form, dass alle sofort und auf der Stelle glücklich waren, aber wir konnten ein angenehmes <strong>Gleichgewicht</strong> halten.</p>
<h2>Wenn es spät wird</h2>
<p>Manche Tage waren aber richtig ätzend, muss ich sagen. Dann wollte Oliver selbst mitten in der <strong>Nacht</strong>, als wir einfach nur schlafen wollten, weil wir unendlich <strong>müde</strong> waren, weiter gucken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10378" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-schaut-nachts-tablet.jpg" alt="Kind schaut nachts Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-schaut-nachts-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-schaut-nachts-tablet-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ob wir uns dann dazu aufrafften und noch eine Weile gemeinsam mit ihm das ansahen, was ihn gerade so brennend interessierte, oder ob wir sagten &#8222;Nee, es ist jetzt echt <strong>spät</strong>, wir sind hundemüde und brauchen Schlaf, damit wir morgen voller Energie in den Tag starten können, du kannst entweder selber noch gucken (wir waren im selben Zimmer) oder machst jetzt aus und kommst schlafen.&#8220;, hing tatsächlich von unserer momentanen Verfassung ab.</p>
<p>Oftmals sah Oliver kurz weiter, kroch dann aber doch lieber unter die Bettdecke und schlief mit uns ein.</p>
<p>Manchmal saß er aber auch schon total müde auf der Couch und wollte trotzdem weitergucken. Da half meist ein klares, aber bestimmtes &#8222;Komm, mach aus und lass uns schlafen gehen.&#8220;. Erst, als er merkte, dass mir das wichtig ist und ich es ernst meine, kam er mit. Obwohl er schon total groggy war, brauchte er einen kleinen &#8222;Schubs&#8220;.</p>
<p>Aber wie so oft, kamen auch <strong>Extremfälle</strong> bei uns vor. Zum Glück nur selten, aber danach war auch der darauf folgende Tag im Eimer, weil wir alle übermüdet und gereizt waren.</p>
<p>&#8222;Was haben wir da nur angerichtet?!&#8220;, schoss es mir dann nach solch quälenden Nächten durch den Kopf. Ich machte mir <strong>Vorwürfe</strong>, dass eben nicht all seine Bedürfnisse erfüllt waren und mein Kind jetzt zum <strong>Suchti</strong> wird. Dass er anscheinend nicht weiß, was ihm gut tut und was nicht.</p>
<h2>Tablet? Mir doch egal!</h2>
<p>Verblüfft war ich allerdings, wenn wir <strong>draußen</strong> waren! Das Tablet hatten wir dabei, das wusste Oliver. Wir versteckten es nicht heimlich vor ihm, er hatte es selbst eingepackt.</p>
<p>Nur interessierte ihn das Tablet einfach nicht. Draußen war so viel los, dass er keinerlei <strong>Drang</strong> verspürte, damit zu spielen. Wir konnten den ganzen Tag mit anderen Menschen verbringen, mit Kindern <strong>spielen</strong>, neue Spielplätze entdecken, ohne dass einmal der Satz kam &#8222;Mama, ich will mein Tablet haben.&#8220; Sobald wir jedoch zu Hause waren, saß er da wieder und tippte auf dem Display rum.</p>
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<h2>Angebote machen</h2>
<p>Es war und ist noch heute wichtig, dass ich Oliver nicht einfach den ganzen Tag dem TV oder was auch immer überlasse, denn ich hab gemerkt, dass er schon ganz gern auch was anderes macht, wenn es ihm angeboten wird.</p>
<p>Ich suchte mir also ein paar Bastelideen heraus, um herauszufinden, ob sie Oliver interessierten. Manches interessierte ihn wirklich absolut nicht die Bohne, wenn er mich da werkeln sah, aber bei anderen <strong>Experimenten</strong> begannen seine Augen zu leuchten und er stieg drauf ein.</p>
<p>Das Gleiche wendete ich bei den <strong>Haushaltsaufgaben</strong> an, bei denen Oliver sonst immer total gern mitgemacht hatte, denn dieses Interesse hatte sich wirklich verändert, seit das Tablet eingezogen war. Sobald ich aber Oliver darauf hinwies, dass ich jetzt z.B. Wäsche wasche und ihn gefragt hab, ob er das Waschmittel einfüllen und die Waschmaschine einstellen will, kam er geflitzt.</p>
<p>Ebenso, als wir einen Spielplatz entdeckten, der Olivers aktuelles Interesse weckte: Flaschenzüge! Seitdem brauch ich nur das Wort &#8222;Hochziehspielplatz&#8220; sagen (Oliver hat dem <strong>Spielplatz</strong> diesen Namen gegeben), und der Kleine lässt alles stehen und liegen und ist bereit, mit mir loszugehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10379" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-zieht-am-flaschenzug-auf-spielplatz.jpg" alt="Kind zieht am Flaschenzug auf Spielplatz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-zieht-am-flaschenzug-auf-spielplatz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-zieht-am-flaschenzug-auf-spielplatz-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und noch eine Art <strong>Angebot</strong>, das Oliver dazu ermutigte, auch mit seinem anderen Spielzeug zu spielen, so banal es auch klingen mag: Kinderzimmer <strong>aufräumen</strong> und die Spielsachen &#8222;hübsch&#8220; präsentieren, wie z.B. in offenen, farblosen Kisten, auf Augenhöhe, in Szene gesetzt. Darauf fuhr Oliver total ab.</p>
<h2>Es gibt doch Einschränkungen!</h2>
<p>Das Wichtigste zum Schluss:</p>
<p>Wir haben uns natürlich darum gekümmert, das <strong>iPad</strong> <strong>kindersicher</strong> einzustellen, das bedeutet, dass der Kleine keine Spiele spielt und Filme sieht, die nicht für sein Alter geeignet sind. Beim iPad kann man das prima in der Rubrik Einschränkungen unter Einstellungen ändern. Wenn du ein Tablet mit <strong>Android</strong> hast, musst du dir dafür eine spezielle <strong>App</strong> besorgen, bei uns ist es Kindermodus.</p>
<p>Vielleicht mögen manche denken &#8222;Das ist aber nicht selbstbestimmt.&#8220;, für mich zumindest ist es vollkommen logisch, dass es meiner Verantwortung obliegt, mein Kind weder <strong>Pornos</strong> noch <strong>Horrorfilme</strong> o.ä. für sein Alter Ungeeignetes spielen bzw. gucken zu lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10357" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-spielt-auf-ipad-feuerwehrspiel.jpg" alt="Kind spielt auf iPad Feuerwehrspiel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-spielt-auf-ipad-feuerwehrspiel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/05/kind-spielt-auf-ipad-feuerwehrspiel-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Diese Einschränkung haben wir übrigens auch im Appstore bzw. im Playstore eingestellt. Allerdings erst, als Oliver einmal versehentlich einen <strong>In-App-Kauf</strong> getätigt hatte, nachdem er auf meinem Smartphone ein Spiel gespielt hatte. Er kann ja noch nicht lesen, hat einfach irgendwo drauf gedrückt und schwupps hatte er was gekauft. Das war auch echt ärgerlich, aber gut, das lag in meiner Verantwortung.</p>
<p>Es bedeutet ja nicht, dass Oliver sich nichts Neues <strong>kaufen</strong> darf, wir wollen einfach nur, dass er mit uns darüber redet und wir auch abwägen können, ob wir uns das gerade leisten können und ob dieses <strong>Spiel</strong> tatsächlich das enthält, was er sich vorgestellt hat.</p>
<p>Da wir seit Kurzem auch einen Fernseher bei uns stehen haben, schauen wir auch sehr gern Serien auf Netflix. Dort hat Oliver sein eigenes Kinderkonto, frei von nervender Werbung, auf dem Kinderfilme bis 12 Jahre laufen. Alles, was ab 12 Jahren empfohlen wird, ist &#8211; zu meinem Erschrecken &#8211; schon ausgesprochen <strong>brutal</strong>, das darf er tatsächlich nicht gucken und das begründen wir auch so für ihn.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es ist ok, wenn wir unsere Kinder auch mal <strong>allein</strong> spielen lassen, damit wir was anderes machen können, deshalb sollten wir kein schlechtes Gewissen haben. Wir sollten unsere Kinder aber nicht ständig und immerzu sich selbst überlassen.</p>
<p>Es ist ok, wenn das Kind keine Lust auf was anderes hat, aber wir sollten nie aufhören, sie daran zu erinnern, dass wir sie auch gern bei uns haben und ihre Gesellschaft und Mithilfe genießen.</p>
<p>Das kann man meiner Meinung nach gut zeigen, indem man sich neben sie setzt und einfach mal zuschaut, Interesse zeigt, mitmacht, dabei ist. Ich merke, dass Oliver dann immer sofort anfängt, mir was zu erzählen, obwohl er gerade eben noch ganz still da saß und alles beobachtet hat.</p>
<p>Eine andere Möglichkeit von Interesse am Kind wäre, dass man immer mal wieder <strong>Angebote</strong> macht und diese auch verändert, um zu schauen, ob das Kind grad wirklich total gefesselt vom TV ist oder einfach nur ein interessanteres Angebot braucht, um mitzumachen. So kristallisiert sich Stück für Stück heraus, wovon unsere Kinder gerade wirklich begeistert sind und was ihnen gefällt.</p>
<p>Gerade die <strong>Anfangszeit</strong> erfordert enorm viel Zeit, Nerven und Begleitung, weil sich dein Kind mit dieser neuen Welt vertraut machen und alles wissen und lernen will. Es ist völlig verständlich, dass es eine lange Zeit nichts anderes machen will, das kennst du sicher auch, wenn du ein Buch an einem Stück durchliest, weil es so spannend und faszinierend ist, oder wenn ein brandneues Spiel für Erwachsene auf dem Markt erscheint.</p>
<p>Gib deinem Kind die Zeit, zu lernen, dass es nicht &#8222;suchten&#8220; muss, sondern dass es das Tablet jederzeit nutzen kann, so wie jedes andere <strong>Spielzeug</strong> auch, vergiss aber bitte nicht dich selbst dabei und sei klar in deinen Botschaften. Achte auch darauf, deine <strong>eigenen Bedürfnisse</strong> nicht zu kurz kommen zu lassen, sei stets in Kontakt mit deinem Kind. Sobald dein Kind weiß, dass das Tablet weder zur Belohnung, Bestrafung, Motivation, Manipulation oder sonstwas eingesetzt wird, wird es für gemeinsame Lösungen offen sein. Auch dann, wenn es sieht, dass dir etwas gerade sehr wichtig ist.</p>
<p>Bis dahin ist es wahrscheinlich ein langer, Kräfte zehrender Weg, der viel Nerven und Geduld erfordert, doch meiner Meinung nach ist es die mitunter wichtigste Entscheidung, die wir Eltern treffen werden.</p>
<p>Sicher wirst auch du Momente haben, die dich verängstigen und verunsichern, doch genau dafür ist ja mein Beitrag da. Ich habe nichts beschönigt, nichts weggelassen, ich hab dir all unsere Erfahrungen mit ihren <strong>positiven</strong> und <strong>negativen</strong> Seiten geschildert. Nun ist es an dir, wie du mit dieser Information umgehst, und sicherlich werden auch du und dein Kind eure ganz eigenen Erfahrungen machen.<br />
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/selbstbestimmter-medienkonsum/">Selbstbestimmter Medienkonsum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Du hast ja NUR ein Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2017 13:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie würdest du reagieren, wenn jemand deine Intelligenz an der Anzahl deiner Kinder festmacht? Ich für meinen Teil habe mich mal ernsthaft mit diesem Thema auseinandergesetzt: Haben Eltern mit nur einem Kind wirklich weniger Ahnung als Eltern mit mehreren Kindern? Du hast ja NUR ein Kind Auf meinen Beitrag &#8222;Es geht auch ohne Schnuller&#8220; gab ... <a title="Du hast ja NUR ein Kind" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/du-hast-ja-nur-ein-kind/" aria-label="Mehr zu Du hast ja NUR ein Kind">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie würdest du reagieren, wenn jemand deine Intelligenz an der <strong>Anzahl</strong> deiner Kinder festmacht?</p>
<p>Ich für meinen Teil habe mich mal ernsthaft mit diesem Thema auseinandergesetzt: Haben Eltern mit nur einem Kind wirklich weniger <strong>Ahnung</strong> als Eltern mit mehreren Kindern?</p>
<p><span id="more-7343"></span><div id='c6705_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Du hast ja NUR ein Kind</h2>
<p>Auf meinen Beitrag &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/es-geht-auch-ohne-schnuller/" rel="noopener">Es geht auch ohne Schnuller</a>&#8220; gab es viele Kommentare. Viele Mütter berichteten, wie sie dieses Thema angegangen sind und ich war eifrig am Lesen und Antworten.</p>
<p>Und dann lese ich diesen einen Kommentar, in dem mir vorgeworfen wird, ich hätte ja NUR ein Kind und würde mich hier als <strong>Expertin</strong> darstellen, ich solle erst mal vier Kinder bekommen, DANN könne ich <strong>Ratschläge</strong> geben&#8230;</p>
<p>Unabhängig davon, ob das jetzt ein <a href="http://www.dontfeedthetroll.de/was-ist-ein-troll.html" target="_blank" rel="noopener">Troll</a> war oder nicht, war ich beleidigt und wollte pissig zurück kontern. Dann ließ ich Zeit verstreichen, dachte nach und antwortete, als ich wieder ruhiger war.</p>
<p>Ich dachte, damit sei das Thema für mich gegessen, aber diese Aussage nagte weiter an mir. Ich hab ja NUR ein Kind und gar keine Ahnung, wovon ich hier überhaupt schreibe. Stimmt das denn?</p>
<h2>Wovon ich wirklich keine Ahnung habe</h2>
<p>Sicher: Ich habe nicht die Erfahrungen, die Eltern mit 2, 3, 4 oder noch mehr Kindern gesammelt haben.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie das ist, wenn eine <a href="https://www.echtemamas.de/2016/12/22/mama-stillt-in-den-wehen/" target="_blank" rel="noopener">Mutter ihr Kleinkind stillt, während sie in den Wehen liegt</a>. Kenne die Entthronung nur von Eltern mit Geschwisterkindern. Ich hab auch keine Ahnung, wie müde eine Mehrfachmutter ist. Gott bewahre, ich weiß nicht mal, wie eine <strong>alleinerziehende</strong> Mutter das Ganze wuppt, während ich manchmal mit NUR einem Kind komplett überfordert bin, obwohl ich meinen Mann an meiner Seite habe.</p>
<p>Das Leben mit mehreren Kindern soll angeblich toll und bereichernd und erfüllend sein. Die Mutterliebe würde mit jedem weiteren Kind konstant mitwachsen. Die <strong>Geschwisterliebe</strong> würde einen dahin schmelzen lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2356" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-kuesst-baby.jpg" alt="Kind küsst Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-kuesst-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/01/kind-kuesst-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das alles kann ich mir nur vorstellen, wissen aber nicht, denn ich hab ja nur&#8230; genau&#8230; nur ein Kind.</p>
<h2>Wie ich vor meinem Kind lebte</h2>
<p>Und dennoch ist es eine Beleidigung, zu behaupten, ich hätte mit nur einem Kind <strong>keine</strong> <strong>Ahnung</strong>, denn das stimmt einfach nicht.</p>
<p>In den mittlerweile 2,5 Jahren, die mein Sohn jetzt schon hier ist, habe ich mehr gelernt als in den vergangenen Jahren meines Lebens ohne ihn. Traurig? Aber wahr.</p>
<p>Als es meinen Sohn noch nicht gab, hab ich einfach so vor mich hin gelebt. Hatte keine Lust, mich mit Freund*innen zu treffen, hockte Stunden vor dem Computer und zockte. Ich hätte das am Liebsten den ganzen Tag gemacht, aber da musste ja auch noch Geld verdient werden.</p>
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<p>Weil ich nicht wusste, was ich nach dem Abi mit mir anfangen soll, machte ich es mir einfach und wurde das, was meine Mutter <strong>beruflich</strong> machte. Ich wollte für Anwälte und Notare arbeiten. Also wurde ich 3 Jahre lang ausgebildet und dann übernommen. Ganz klassisch. Und null <strong>erfüllend</strong>.</p>
<p>Die Schüchternheit überwand ich mit der Zeit, wurde selbstbewusster. Ich meckerte über die Dummheit unserer Mandant*innen und motzte jeden Abend meinem Freund die Ohren voll, wie bescheuert doch alle sind, wie doof die Arbeit, und überhaupt, dass alles ganz doll schlecht und <strong>ungerecht</strong> ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3698" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/frau-am-computer.jpg" alt="Frau am Computer" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/frau-am-computer.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/frau-am-computer-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Und dann wurde ich schwanger&#8230;</h2>
<p>Die Kanzlei, zu der ich mittlerweile gewechselt hatte, war nicht unbedingt <strong>familienfreundlich</strong>. Ich wusste, mit der Zeit würde auch ich den Anfeindungen der Arbeitgeber*innen ausgesetzt sein. Noch hatte ich gute Karten, doch auch in nur kürzester Zeit kapiert, dass sich das auch ganz schnell ändern kann. Beispielsweise, wenn man auf die Idee kommt, schwanger zu werden.</p>
<p>In der <strong>Schwangerschaft</strong> ging es mir miserabel. Ich war ständig erschöpft und unendlich müde (was der Grund für eine Erkrankung war, wie meine Ärztin später herausfand).</p>
<p>Auch die <strong>Nächte</strong> gestalteten sich schwierig. Ich war extrem hellhörig geworden. Jedes kleinste Geräusch störte und nervte mich zu Tode. Ich war dann immer gleich auf 180, erinnere ich mich zurück. Dazu noch diese dummen Erkältungserscheinungen, obwohl ich nicht erkältet war. Und nach solchen Horrornächten wieder munter fröhlich zur Arbeit. Es dauerte Monate bis sich meine Frauenärztin endlich, gnädiger Weise, dazu herabließ, ein <strong>Beschäftigungsverbot</strong> auszustellen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7354" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/schwangere-arm-in-arm-mit-ihrem-mann.jpg" alt="Schwangere Arm in Arm mit ihrem Mann" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/schwangere-arm-in-arm-mit-ihrem-mann.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/schwangere-arm-in-arm-mit-ihrem-mann-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch diese Erfahrungen waren wichtig. Ich habe gelernt, dass ich mehr auf mich Acht geben muss. Dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich &#8222;<strong>Nein</strong>.&#8220; zu etwas sage. Dass ich mehr darauf vertrauen muss, was mir mein Körper sagt. Ich habe gelernt, wieder mehr auf mich statt auf andere zu hören.</p>
<h2>Und dann kam die Geburt&#8230;</h2>
<p>Endlich war der Tag gekommen! Mein Baby wollte nicht mehr länger im Bauch verweilen. Juhu! Entbindung im Geburtshaus mit warmem Licht und Geburtswanne!</p>
<p>Doch <a href="https://www.milchtropfen.de/die-geburt-meines-sohnes/" rel="noopener">die Geburt meines Sohnes</a> verlief alles andere als gewünscht, sondern eher traumatisch, womit ich immer noch zu kämpfen habe.</p>
<p>Natürlich kann ich mir die Geburt in allen Farben des Lebens ausmalen, aber sie kann auch völlig anders ablaufen. Ich habe <strong>gelernt</strong>, nicht über mein Leid zu schweigen, sondern drüber zu reden, zu schreiben, und so zu versuchen, es zu verarbeiten. Mir wurde klar, dass ich es nicht mehr ändern kann. Dass ich aufhören muss, mir immer mehr Fragen auszudenken, die mir eh niemand beantworten kann. Ob es nun wirklich notwendig war, meinen Sohn so auf die Welt zu bringen oder nicht, ist nicht mehr wichtig. Ich lernte <strong>Akzeptanz</strong>.</p>

<h2>Tipps und Ratschläge</h2>
<p>Als mein <strong>Baby</strong> noch seinen Rhythmus finden musste, lernte ich, auf es zu vertrauen.</p>
<p>All die <a href="http://www.lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_Mythen_und_Ammenmaerchen_rund_ums_Stillen.pdf" target="_blank" rel="noopener">Mythen und Ammenmärchen rund ums Stillen</a> ließen mich zweifeln, doch ich lernte, mich von meinem Baby leiten zu lassen und ging meinen Weg. Auch, wenn er für andere nach Selbstaufgabe und Verwöhnen aussah.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-417" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-im-arm.jpg" alt="Baby im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-im-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich schaute mein Baby an. Es konnte mir deutlich klar machen, was ihm gefiel und was nicht. Anfangs war es noch schwer, das herauszufinden, aber mit den Wochen und Monaten war es plötzlich ganz leicht. Ich wusste, <a href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" rel="noopener">warum mein Baby weint</a>.</p>
<h2>Weil es alle so machen</h2>
<p>Der 1. Geburtstag unseres Sohnes näherte sich. Zeit für die <strong>Eingewöhnung</strong> in der Kita. Ganz klassisch. Machen ja die anderen auch so. Soll wohl ein paar Tränen geben, aber das gehört wohl dazu, sagen die anderen, die schon Erfahrung haben. Wird schon klappen.</p>
<p>Die 1. Eingewöhnung ging schief. Die 2. nach einem halben Jahr in derselben Kita in einer anderen Gruppe nahm einen besseren Start, scheiterte aber auch. Die Trennungen waren herzzerreißend, es gab keinen respektvollen, einfühlsamen Umgang mit den Kindern (unseren Sohn inbegriffen). Jeden Tag auf dem Weg zur Kita sagte uns unser Sohn im Auto &#8222;Nein.&#8220; &#8211; er will nicht in die Kita. Wir gaben ihn trotzdem hin. Ich muss ja auch bald wieder arbeiten. Muss halt so sein.</p>
<p>Wir sagten uns immer &#8222;Zum Glück ist er nur 3 Stunden da.&#8220;. Doch dann merkten wir, dass man so einen Satz nicht über die Kita sagen sollte, in die das eigene Kind geht. Wir besprachen uns. Rechneten. Grübelten. Und <strong>beschlossen</strong>: Wir kündigen.</p>
<p>Ich musste entscheiden, wo meine <strong>Prioritäten</strong> liegen. Musste mich fragen: Muss ich wirklich? Oder geht es auch anders? Wie soll unsere Zukunft aussehen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-944" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg" alt="Mutter und Kind Hand in Hand" width="678" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand.jpg 678w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mutter-und-kind-hand-in-hand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /></p>
<p>Ich trennte mich von Dingen, die mir, uns, nicht gut taten, und entschied mich für meine Familie. Ich habe gelernt, meiner Familie mehr <strong>Vertrauen</strong> entgegenzubringen. Wieder vermehrt Dinge zu tun, die mir wirklich Spaß machen. Die ich gern mache. Ich fing wieder an, zu leben und fühlte mich von einer tonnenschweren Last befreit.</p>
<h2>Reise mit dem kleinen Mann</h2>
<p>So. Thema Betreuung ist geklärt. Aber &#8211; ach, du Schreck! &#8211; das Baby ist kein Baby mehr, sondern schon ein kleiner Mann, der uns gehörig wachrüttelt! Nix mit &#8222;Ja, Mama. Mach ich.&#8220;. Unser Kind benimmt sich auf einmal total <strong>frech</strong> und macht nicht, was wir ihm sagen! Was sollen wir nur tun? Wie kriegen wir das in den Griff?</p>
<p>Auch hier gab es viele, tolle Ratschläge von den &#8222;alten Hasen&#8220;. Hart durchgreifen. Kinder brauchen Grenzen. Das Leben ist kein Ponyhof. Und auch die Erinnerung an meine eigene Kindheit sagte mir, das muss so sein. Hat mir ja nicht geschadet und ich lebe ja auch noch.</p>
<p>Doch in meinem Inneren spürte ich, dass das nicht stimmte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ich lernte die &#8222;<a href="https://www.milchtropfen.de/unerzogen-was-bedeutet-das/" rel="noopener">unerzogene</a>&#8220; Haltung kennen und befand mich schon wieder auf einem anderen Weg. Ich hinterfragte, reflektierte und arbeitete daran, dass sich meine Geister der Vergangenheit nicht einmischten und alles kaputt machten.</p>
<p>Ein hartes Stück Arbeit, aber es lohnt sich, sich nicht damit abzufinden, was in der eigenen Kindheit passiert ist. Ich kann mich ändern. Ich muss es nur wollen. Und wenn mir die Alternativen nicht einfallen wollen, suche ich mir <strong>Hilfe</strong>, belese mich, höre Hörbücher, schaue Videos, nehme an Kursen teil.</p>
<p>Und dann kann ich auch über meine Erfahrungen schreiben und selber Tipps geben. Klar, manches stammt aus eigenen Erfahrungen, manches wurde vorher recherchiert. Ich sauge mir aber nicht irgendeinen Dünnpfiff aus den Fingern, nur, um etwas schreiben zu können!</p>
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<h2>Wissen Eltern mit mehreren Kindern mehr?</h2>
<p>Was ich mit nur einem Kind gelernt habe, ist so viel mehr wert, als all das, was ich zuvor gemacht habe. Wissen Eltern mit mehr als einem Kind dann automatisch mehr?</p>
<p>Wie weiter oben schon beschrieben, denke ich, dass Eltern mit mehreren Kindern völlig <strong>andere</strong> Erfahrungen gemacht haben, die ich mit nur einem Kind niemals erleben werde. Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber nicht gleich, dass sie <strong>mehr</strong> wissen als ich. Sie haben lediglich andere Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Bloß, weil sie auch schonmal wie ich nur ein Kind hatten, bedeutet es nicht, dass sie die <strong>gleichen</strong> Erfahrungen gesammelt haben!</p>
<p>Auch Eltern von drölfzig Kindern sind keine <strong>Expert*innen</strong> in dem Sinne. Sie mögen auf den ersten Blick mehr Erfahrung haben, und man könnte meinen, sie wüssten es besser, aber weiß ich denn, ob sie in ihrer Erziehung achtsam mit ihren Kindern umgehen? Bedürfnisorientiert? Oder autoritär? Stiller Gehorsam muss sein? Oder die Kinder einfach alles machen lassen, was sie wollen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7355" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/eltern-mit-drei-kindern.jpg" alt="Eltern mit drei Kindern" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/eltern-mit-drei-kindern.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/eltern-mit-drei-kindern-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Sie mögen wie Erwachsene aussehen, die Ahnung haben, und sich auch so anhören, als hätten sie Ahnung, aber vielleicht sind es nur erwachsene Kinder, die ihre eigenen Traumata aus der Kindheit wieder und wieder leben und an ihre eigenen Kinder weitergeben.</p>
<p>WILL ich denn von solchen Eltern <strong>Tipps</strong> und <strong>Ratschläge</strong> bekommen? Die mir raten, mein Baby schreien zu lassen, weil ich es sonst verziehe? Die mir sagen, abzustillen und Kuhmilch zu geben, weil es jetzt mal Zeit dafür wird? Die mich glauben lassen, mein Kind sei böse und ich müsse es erziehen &#8211; so ganz klassisch, denn das war schon immer so? Die mir weismachen wollen, sie wüssten es <strong>besser</strong>, weil sie schon mehrere Kinder haben?</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Was ich sagen will: Wir sind alle auf dem <strong>Weg</strong>. Immer. Es gibt kein Ende. Wir lernen IMMER. Wir haben alle unser <strong>Päckchen</strong> zu tragen. Die einen wollen dieses Päckchen öffnen, reinschauen, was drin ist, und den ganzen Mist, den sie Ewigkeiten mit sich herumgeschleppt haben, in den Müll werfen. Die anderen laufen bis zum Lebensende mit ihrem Päckchen herum, ohne es jemals näher betrachtet zu haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7356" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/familie-bei-sonnenuntergang-auf-dem-steg.jpg" alt="Familie bei Sonnenuntergang auf dem Steg" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/familie-bei-sonnenuntergang-auf-dem-steg.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/familie-bei-sonnenuntergang-auf-dem-steg-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ja, vielleicht habe ich NUR ein Kind. Aber auch mit <strong>NUR</strong> einem Kind habe ich eine ganze Menge gelernt und kann/darf/will dieses Wissen auch an andere weitergeben. Und genau so ist es mit all den anderen Eltern. Ob sie nun mehrere Kinder haben oder, wie ich, nur eins.</p>
<p>Dir, liebe/r Leser/in, sollte das immer beim Lesen unserer Beiträge bewusst sein. Wir geben Tipps und Ratschläge und meinen, das sei der richtige Weg. Tatsächlich kannst du das aber nur für dich selbst entscheiden. Niemand kann dir sagen, dass es <strong>richtig</strong> für dich und dein(e) Kind(er) ist.</p>
<p>Denk immer daran, dass auch wir Blogger*innen selbst noch auf dem Weg sind, und das ein Leben lang. Ich möchte mit meinen Beiträgen oftmals nur sagen: Es geht auch anders. Komm, ich zeig dir, wie das gehen KANN.</p>
<p>Wenn du also meine Artikel liest, dann kannst du am Ende entscheiden, was du damit machst. Ist es tatsächlich alles totaler Bullshit, der in die Tonne gehört? Ist es dir zu wenig? Brauchst du mehr Informationen? Oder klingt es nicht nur gut, sondern fühlt sich auch warm und angenehm bei dir an, sodass du diesen Weg auch gern einschlagen willst?</p>
<p>Habe ich, als Bloggerin und Mutter von NUR einem Kind, wirklich keine Ahnung? Was denkst du?</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/du-hast-ja-nur-ein-kind/">Du hast ja NUR ein Kind</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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		<title>Einmal Norovirus, bitte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 06:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Brechen]]></category>
		<category><![CDATA[Durchfall]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Norovirus]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[vorbeugen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ja, zugegeben: Gewünscht haben wir ihn uns nicht. Aber ist er erst einmal da, ist er nicht mehr aufzuhalten. Ein Bericht über den fiesen Norovirus: Wie er kommt, wie er bleibt und wie er auch wieder geht. Einmal Norovirus, bitte! Mittags. Unsere kleine Familie, bestehend aus Papa, kleinem Spatz und mir, geht gemeinsam zum ... <a title="Einmal Norovirus, bitte!" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/einmal-norovirus-bitte/" aria-label="Mehr zu Einmal Norovirus, bitte!">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja, zugegeben: Gewünscht haben wir ihn uns nicht. Aber ist er erst einmal da, ist er nicht mehr aufzuhalten.</p>
<p>Ein Bericht über den fiesen Norovirus: Wie er kommt, wie er bleibt und wie er auch wieder geht.<span id="more-1544"></span><div id='c2423_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Einmal Norovirus, bitte!</h2>
<p>Mittags. Unsere kleine Familie, bestehend aus Papa, kleinem Spatz und mir, geht gemeinsam zum Zahnarzt. Bei mir steht eine Zahnreinigung an.</p>
<p>Nachdem das nach 1 Stunde erledigt ist, gehen wir noch kurz einkaufen. Der Papa vergisst, dass ich nach einer Zahnreinigung nichts essen darf, und kauft Mohnhörnchen und andere Brötchen.</p>
<p>Während also Papa und Sohn genüsslich ihre Brötchen verputzen, tingeln wir ein wenig in der Gegend rum. In 1 Stunde fängt nämlich das 1. Laternen basteln in der Kita unseres Sohnes an. Ich freue mich wahnsinnig darauf! Das hätte mir bereits zu denken geben müssen. Denn IMMER, wenn ich mich tierisch auf etwas freue, werde ich enttäuscht.</p>
<p>Wir spazieren noch an der Wuhle entlang, schauen auf die Seilbahn der Gärten der Welt und machen an einem kleinen Spielplatz Halt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1554" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-auf-spielplatz.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Kind auf Spielplatz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-auf-spielplatz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-auf-spielplatz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der Kleine will nicht in den Kinderwagen, ist auch etwas knatschig drauf. Liegt wohl daran, dass er den Mittagsschlaf hat ausfallen lassen, denke ich mir. Naja, er ist zwar schon etwas schwerer geworden, aber solange ich ihn noch tragen kann, trage ich ihn. Kein Problem.</p>
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<h2>Laternen basteln</h2>
<p>Endlich ist die Zeit rum und wir machen uns auf den Weg zur Kita, die gleich um die Ecke ist.</p>
<p>Wir sind etwas früher dran, werden aber schon von der Erzieherin begrüßt und in den Theaterraum gebeten. Dort ist bereits alles vorbereitet. Lange Tische, viele Stühle, dazu ein Haufen Bastelkram. Gleich geht&#8217;s los!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1557" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-bastelzeug.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Bastelzeug" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-bastelzeug.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-bastelzeug-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Nach und nach füllt sich der Raum. Da das Basteln an einem Mittwoch Nachmittag stattfindet, ist es dennoch recht leer im Raum. Viele Eltern müssen noch arbeiten und können daher nicht mit zum Basteln kommen. Ihre Kinder werden von einer Erzieherin betreut. Die Kinder, deren Eltern fehlen, basteln leider nicht mit. Das finde ich sehr schade. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch gern eine Laterne gebastelt hätten. Nun ja&#8230;</p>
<p>Uns wird ebenfalls angeboten, den Kleinen zur Erzieherin zu geben, damit WIR (die Eltern) in Ruhe basteln können. Etwas irritiert sind wir schon von diesem Angebot&#8230; Sollen die Kinder etwa keinen Spaß beim Basteln, Kleben, Schneiden, Kritzeln haben? Unsere Antwort ist klar: Unser Sohn bastelt mit.</p>

<h2>Von einer Sekunde auf die andere</h2>
<p>Wir sitzen alle in einer gemütlichen Runde. Mein Sohn sitzt auf meinem Schoß, weil die Tische zu hoch und die Stühle zu niedrig sind, als dass er etwas hätte sehen oder daran arbeiten können. Während er ein paar Filzbommeln auf ein von mir ausgeschnittenes Stück Papier klebt, schneide ich weiter aus.</p>
<p>Dann gehe ich mit dem Kleinen zur Bühne. Hier warten eine Menge buntes Papier, Karton usw. Da sich der kleine Spatz nicht entscheiden kann, suche ich für uns grünes Papier aus. Unsere Laterne soll eine Raupe werden, stelle ich mir vor. Ja, das wird toll aussehen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1556" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-laternenmaennchen.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Laternenmännchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-laternenmaennchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-laternenmaennchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der Kleine will wieder getragen werden. Ich nehme ihn hoch, da muss er auf einmal ganz stark husten. Ich denke, er hat sich nur doll verschluckt und setze den Gang fort, nachdem das Husten aufgehört hat.</p>
<p>Und plötzlich bin ich nass. Von oben bis unten. Aber volle Möhre! Ich bin total irritiert, was jetzt auf einmal los ist. Er erbricht wieder. Und wieder. Würgt. Er jammert. Er ist scheinbar auch etwas überfordert mit den Vorgängen in seinem Körper.</p>
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<p>Ich husche mit dem Kleinen ins Bad. Dort wird das Gröbste abgewaschen. Die Klamotten müssen komplett gewechselt werden. Auch er ist von oben bis unten vollgekotzt.</p>
<p>Der Papa hat inzwischen das Malheur auf dem Boden beseitigt und bringt uns Wechselklamotten. Von der Erzieherin bekomme ich netterweise ein T-Shirt geliehen. Sonst hätte ich entweder nackig oder in meinen vollgebröckelten Sachen umherlaufen müssen.</p>
<h2>Alles wieder gut?</h2>
<p>Es war dumm von uns zu denken, dass es jetzt vorbei sein würde. Wir überlegten sogar, uns wieder in den Raum zu setzen und weiterzubasteln. Immerhin war ja jetzt alles draußen&#8230;</p>
<p>So geirrt hatten wir uns wohl noch nie. Kaum hatte ich mich am Mini-Waschbecken einigermaßen von Kotze befreit, gewaschen und neu eingekleidet, da ging es wieder los. Der komplette Boden im Flur war vollgekotzt.</p>
<p>&#8222;Miiiilch!&#8220;, jammert der arme Schatz nur in meinen Armen. Kein Problem. Milch ist immer da. Milch ist immer gut. Also ab ins Nebenzimmer, in einen Mini-Sessel gequetscht und den Kleinen gestillt. Der prompt nach ein paar Schlucken einschläft. Der Mittagsschlaf hat ihm eindeutig gefehlt. Anscheinend konnte er aber bis dahin nicht einschlafen, weil er bereits merkte, dass in seinem Körper etwas zugange war.</p>
<p>Im Schlaf ziehen wir den armen Fratz an und wollen gerade aufbrechen, da wacht er wieder auf, kotzt, jammert, schläft wieder ein. Er muss sehr erschöpft sein&#8230;</p>
<h2>Kuscheln, kuscheln, kuscheln</h2>
<p>Als wir zu Hause angekommen sind, übergibt sich der Kleine noch viele Male. Trinken will er nicht, essen will er nicht. Er will einfach nur abwechselnd von mir und vom Papa im Arm einschlafen. Wir sitzen im Wohnzimmer auf der Couch, haben es uns gemütlich gemacht. Wir streicheln ihn, kuscheln mit ihm. Wenn er kurz aufwacht, um wieder zu erbrechen, beruhigen wir ihn mit unseren Stimmen, reden ihm gut zu. So allmählich hat sich alles eingependelt. Die Spucktücher liegen griffbereit, die Spuckschüssel vorsichtshalber auch. Handtücher sollen die Couch sauber halten.</p>
<p>Der Kleine schläft sofort wieder ein, sobald er erbrochen hat oder es zumindest versuchte. Allmählich mache ich mir Sorgen, dass er zu viel Flüssigkeit verliert und biete ihm, obwohl er nicht danach verlangt hat, die Brust an. Dankbar nimmt er das Angebot an und trinkt ein paar Schlückchen. Dann schläft er wieder in meinen Armen ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1558" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-schlaeft-im-arm.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Kind schläft im Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-schlaeft-im-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-kind-schlaeft-im-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Als er später beim Papa sein will und dort weiterschläft, verkrümel ich mich in die Küche, mache etwas Essen und schreibe ein wenig.</p>
<p>Irgendwann bricht die Nacht herein und wir machen uns alle fürs Bett fertig.</p>
<p>Zumindest gut geschlafen haben wir. Als wir aufwachen, ist es 9 Uhr! Ich werde von einem Schwall Kotze geweckt, der sich über mich ergießt.</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s bergauf&#8230; Doch nicht</h2>
<p>Am Morgen fühle ich mich etwas groggy. Der Kleine will wieder getragen werden, was mir plötzlich ziemlich Kräfte zehrend vorkommt. Auch als mir mein Mann berichtet, was er so über den Tag alles erledigen will, bin ich einfach nur fertig. Ich genieße es, wenn mir mein Mann etwas erzählen möchte. Aber in dem Moment hatte ich einfach kein offenes Ohr für ihn.</p>
<p>Plötzlich war ich einfach nur niedergeschlagen. Mir ging es nicht gut. Mein Mann machte sich für die Arbeit fertig. Innerlich malte ich mir schon aus, was für ein beschissener Tag das werden würde. Dem Kleinen ging es mittlerweile auch wieder besser. Er musste sich nicht mehr übergeben, war auch wieder ganz gut drauf und wollte jetzt spielen und bespaßt werden. Bücher lesen. Bälle werfen. Sowas eben. Sachen, die ich sonst gern mache. Aber nicht jetzt.</p>
<div id='c9975_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Im Flur lag ich vor unserem <a href="https://www.milchtropfen.de/wir-zaubern-dirnen-malort/" rel="noopener noreferrer">Malort</a> und kam mir ziemlich bescheuert vor, wie ich da so lag. Aber ich nutzte einfach jeden Ort und jede Möglichkeit, mich hinlegen und ausruhen zu können. Soweit das zumindest möglich ist, während jemand auf dich rauf krabbelt und gestillt werden will. Mir Wurscht! Stille ich eben im Liegen.</p>
<p>Und irgendwann wird der Kleine dann vormittags doch noch mal müde. Wir legen uns ins Bett. Ich lege mir vorsichtshalber eine Spuckschüssel daneben. Nur für den Fall der Fälle. Gute Entscheidung.</p>
<p>Als ich so auf der Seite liege, merke ich schon, wie die Übelkeit ins Unermessliche steigt. Und dann kommt endlich alles raus.</p>
<p>Der Papa will zu Hause bleiben und sich um uns kümmern. Doch nachdem alles draußen ist, fühle ich mich pudelwohl und sage ihm, er kann arbeiten gehen&#8230; Wie dumm von mir&#8230;</p>
<h2>Komm bitte wieder!</h2>
<p>Aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich legte mich mit dem kleinen Mann schlafen, der Papa ging zur Arbeit. Und irgendwann wachte ich auf und musste wieder und wieder kotzen. Mein Sohn beobachte mich währenddessen ganz ruhig. Zwischenzeitlich rief er immer &#8222;Mama!&#8220;, wenn ich ihn zu sehr beunruhigte. Dann erklärte ich ihm, was gerade mit mir los sei, um ihm die Angst zu nehmen. Aber ich kann mir vorstellen, dass mein Anblick nicht sehr hilfreich war.</p>
<p>Dazu kam dann noch Durchfall und extreme Abgeschlagenheit. Und ich hätte es vielleicht über den Tag geschafft, wenn mein Kleiner noch genau so krank gewesen wäre. Aber er war putzmunter, quietschfidel. Okay, zwischendurch wollte er auch gestillt werden, aber auch sehr viel spielen. Und wieder Bücher lesen. Ich kam mir vor wie ein Wrack.</p>
<p>Mein Sohn merkte, dass es mir sehr schlecht ging. Immer, wenn wir das Lesen unterbrechen mussten (was für ein Wortspiel), sagte er:&#8220;Mama! Mama!&#8220;. Als es überstanden war, begleitete er mich zum Bad, in dem ich die Spuckschüssel entleerte und säuberte.</p>
<p>Doch mit der Zeit traute ich mir immer weniger zu, mit dem Tempo meines Sohnes mithalten zu können. Kurzerhand schrieb ich meinem Mann: &#8222;Komm bitte wieder!&#8220;. Womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte: Er kehrte schnurstracks um und kam nach Hause.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1559" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-superman.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Superman" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-superman.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-superman-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Mein Mann, mein Retter</h2>
<p>Und das war er auch: Ein Retter in der Not. Auf der Heimfahrt durchstöberte er das Internet. Ganz eindeutig hatten wir uns den Norovirus eingefangen. Der würde in 2-3 Tagen vorüber gehen. Er kaufte noch ein paar Kleinigkeiten für uns ein und mutierte zum Superhelden.</p>
<p>Nicht nur, dass er einfach mal so für mich, für seinen Sohn, für uns, einen Arbeitstag sausen ließ (was bei Selbstständigen ziemlich viel bedeutet). Er informierte sich über alles, um uns bestmöglich zu versorgen. Er kaufte die nötigen Sachen ein, machte sich an die Wäscheberge, räumte auf, schmiss den Geschirrspüler an, kümmerte sich um den Kleinen. Damit ich wie ein Häufchen Elend versuchen konnte zu schlafen. Er erinnerte mich daran, den von ihm extra zubereiteten Tee alle 5 Minuten teelöffelweise zu mir zu nehmen. Ich wurde in Decken eingemummelt, die Fenster wurden geöffnet, damit frische Luft hereinkam.</p>
<p>Sogar Brühe kochte er für uns. Die verbrannte dann leider, weil er zwischendurch eingeschlafen war, aber was soll&#8217;s? Okay, bei dem Geruch von verbrannten Möhren hätte ich beinahe wieder gekotzt, aber er machte gleich alles wieder sauber und kochte eine neue Brühe. Die mir absolut nicht schmeckte, aber dafür konnte er ja nichts.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich also noch einmal ganz offiziell sagen: Danke. Danke, dass du für mich und für unseren Sohn an diesem wirklich beschissenen Tag da warst.</p>
<h2>12 Stunden</h2>
<p>12 Stunden brauchte es, damit es mir wieder besser ging.</p>
<p>Das Schlimmste war eindeutig, dass sich mein Magen nicht beruhigen konnte. Egal, was ich trank, wie viel oder wie wenig ich trank, egal, was für kleine Mini-Häppchen ich zu mir nahm: Es kam innerhalb kürzester Zeit wieder raus. Dazu dann noch der Kleine, der gestillt werden wollte. Am Ende kam nur noch Galle. Danach nur noch Schaum. Bei mir war nichts mehr, was meinen Körper hätte verlassen können. Und doch musste ich immer und immer wieder würgen. Ich bekam zwischendurch sogar Atemnot, weil ich so stark würgte, aber nichts raus kam.</p>
<p>Aber meine beiden Männer pflegten mich wieder gesund. Mein Sohn fütterte mich mit Salzstangen und Filinchen, und gab mir zu verstehen, dass ich auch meinen Kamillentee trinken musste.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1560" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-salzstangen-und-filinchen.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Salzstangen und Filinchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-salzstangen-und-filinchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-salzstangen-und-filinchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wirklich gut ging es mir, als ich mir im Badezimmer ein schönes, warmes Bad einließ und ganz in Ruhe baden gehen konnte. Es war himmlisch. Ich hätte locker den ganzen Tag darin verbringen können. Aber ich wollte die Kräfte meines Mannes auch nicht überstrapazieren.</p>
<p>Als gegen Abend das Gröbste überstanden war und ich sogar ein wenig lächeln konnte, wusste ich, jetzt wird es bergauf gehen. Der Papa war nach dem Tag entsprechend k.o., redete sich jedoch gut zu, dass er nicht krank werden würde, dass er stark sei. Ich gab mein Bestes, ihm Mut zu mache. Ich wünschte ihm so sehr, dass es ihn verschonen würde, aber ein wenig Zweifel hatte ich doch. Mitten in der Nacht ging es dann bei ihm los. Allerdings war er sogar schneller auf dem Damm als ich. Hut ab!</p>
<div id='c1122_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Revanche (im guten Sinne)</h2>
<p>Als ich meinen Mann also mitten in der Nacht das Bett verlassen hörte, konnte ich schon 1 und 1 zusammenzählen. Man hörte ihn dann im Bad. Der kleine Mann hingegen hielt im Schlaf meine Hand und presste sich eng an mich. Zwischen uns war kein Millimeter Luft. Er brauchte das jetzt, schlief aber auch tief und fest.</p>
<p>Nachdem der Papa das 2. Mal das Bett verlassen musste und nicht wiederkam, stand ich auf. Es war gegen 3 Uhr morgens und ich hellwach. Er lag auf der Couch, belas sich. Ich leistete ihm Gesellschaft, brachte ihm Tee, kochte schonmal neuen, damit er über Nacht abkühlen konnte. Die Küche, die nach dem Tag ein wenig chaotisch aussah, machte ich auch noch schnell sauber. Wenn der kleine Mann schläft, sollte man das ausnutzen. Wer weiß, wie der morgige Tag aussehen wird.</p>
<p>Viel konnte ich für meinen Mann nicht machen. Er schlief viel, war aber auch nicht fertig, als er morgens von dem Kleinen mit einem liebevollen &#8222;Papa!&#8220; geweckt wurde. Beide genossen die Gesellschaft, lasen Bücher. Als beide ihren Mittagsschlaf hielten, machte ich mich ans <a href="http://www.brigitte.de/rezepte/kochtipps/suppe--bruehe-selber-machen-10225962.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gemüsebrühe kochen</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1561" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-gemuesebruehe.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Gemüsebrühe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-gemuesebruehe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-gemuesebruehe-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Am Nachmittag machen wir sogar einen gemeinsamen Spaziergang um die Häuser und genießen das kühle, graue Herbstwetter. Das tut uns zwar ganz gut, aber es ist für mich immer noch sehr anstrengend. Der kleine Mann ist während des Spaziergangs ganz ruhig. Er sagt kein Wort, lauscht unserer Unterhaltung und genießt es, im Kinderwagen liegen, entspannen und sich ausruhen zu können.</p>
<p>Mittlerweile ist es Abend. Der Kleine schläft, der Mann arbeitet am Computer, genau so wie ich. Die letzten 2 Tage waren nicht schön. Aber ich bin froh, dass sie endlich vorbei sind und nicht noch länger gedauert haben.</p>
<p>Wer von dem Thema Norovirus noch nicht genug hat, für den habe ich jetzt noch einige Informationen von <a href="http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/noroviren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">infektionsschutz</a> bereitgestellt. Vorab schonmal gute Besserung für euch!</p>
<h2>Norovirus &#8211; Übertragung</h2>
<p>Der Norovirus ist hochgradig ansteckend. Er wird vor allem durch mangelnde Hygiene übertragen. Wenn man zum Beispiel erbrochen hat oder Durchfall hatte und sich danach nicht richtig die Hände wäscht, können sich andere, mit denen man in Kontakt kommt, schnell anstecken. Es reicht schon aus, dass sie den infizierten Türknauf berühren oder dasselbe Handtuch benutzen. Der Virus ist äußerst widerstandsfähig und überlebt erschreckend lang.</p>
<p>Auch über Tröpfcheninfektion werden die Erreger weitergegeben. Wenn winzige Reste ausgehustet oder ausgeniest werden, können sie in der Luft schweben und dann von anderen eingeatmet werden. Natürlich reicht ein Kuss auch schon aus, um sich anzustecken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1553" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-schuhe-im-schnee.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Schuhe im Schnee" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-schuhe-im-schnee.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-schuhe-im-schnee-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Verunreinigtes Wasser (z.B. das befallene Badewasser), Getränke und rohe Lebensmittel können mit Noroviren belastet sein. Hierbei kann es sich um Salat, Obst, Krabben, Muscheln usw. handeln.</p>
<h2>Norovirus &#8211; Symptome</h2>
<p>Ihr habt ja selbst gelesen, wie übel es uns ging.</p>
<p>Neben Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und dem Gefühl von Abgeschlagenheit können auch weitere Symptome auftreten. Wie etwa Bauch- und Muskelschmerzen. Mein Mann und ich hatten immer ein stechendes Gefühl in der Magengegend, bevor wir uns später übergeben mussten. Nachdem es mir am Morgen etwas besser ging, hatte ich auch mit heftigen Gliederschmerzen zu kämpfen. Auch Fieber und Kopfschmerzen können hinzukommen.</p>
<p>Gerade Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können durch das starke Brechen und den heftigen Durchfall schnell an Flüssigkeit verlieren. Bemerkbar macht sich dies durch Schwächeanfälle und Schwindelgefühle. Hier droht die Gefahr einer Dehydrierung. Hätte mein Sohn keine Muttermilch oder sonst etwas getrunken, wären wir mit ihm ins Krankenhaus gefahren, damit er über eine Infusion Flüssigkeit erhält. Das war aber zum Glück nicht nötig.</p>

<h2>Norovirus &#8211; Was hilft</h2>
<p>Wenn ihr euch einmal angesteckt habt, sind diese Dinge besonders hilfreich und wichtig:</p>
<ul>
<li>Kein Kontakt zu anderen Personen, damit sie sich nicht auch noch anstecken. Unser Sohn ging nicht in die Kita. Der Papa ging nicht auf Arbeit. Darüber hinaus ist es ratsam, die anderen (Kita, Arbeitsstelle, Freunde, Familie usw.) darüber zu informieren, dass der Norovirus gerade umgeht. So können sie sich besser schützen.</li>
<li>Ruhe. Ich habe seit ewigen Zeiten einfach mein Handy zur Seite gelegt und ignoriert. Das Telefon wurde auf lautlos gestellt. Die Klingel wurde abgestellt. Vorhang zu, Fenster auf, schlafen. Das ist die beste Medizin.</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1550" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-frau-schlaeft.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Frau schläft" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-frau-schlaeft.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-frau-schlaeft-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<ul>
<li>Ich weiß, es ist schwierig, aber ihr müsst trinken. Bei mir kam nach kürzester Zeit zwar alles wieder raus, aber wenn ihr ständig brecht, Durchfall habt und dann auch noch &#8211; wie ich &#8211; ein Kind stillt, braucht ihr Flüssigkeit. Mein Mann hat beispielsweise schwarzen Tee mit Traubenzucker und etwas Salz zubereitet, kalt gestellt und mir dann teelöffelweise gegeben. Das kam zwar auch wieder raus, aber irgendwann blieb es dann auch drin.</li>
<li>Leichte Kost. Nichts fettes. Nichts schweres. Zwieback wird empfohlen, war bei mir aber ein Fiasko. Mir taten hingegen Salzstangen und Filinchen ganz gut. Vor allem hilft Salz, den Salzverlust im Körper auszugleichen.</li>
<li>Hygiene. Das bedeutet: Alles, mit dem man in Berührung kam, waschen (Kochwäsche) bzw. reinigen. Handtücher wechseln. Hände mit Wasser und Seife waschen. Ja, das sollte man eigentlich immer machen, einige achten da allerdings nicht so drauf.</li>
</ul>
<h2>Norovirus &#8211; Vorbeugen</h2>
<p>Was denjenigen hilft, die es bisher noch nicht getroffen hat, jedoch deren direktes Umfeld? Hygiene, Hygiene und nochmals Hygiene. Sie sollten ihre Hände stets waschen, vor allem vor und nach dem Essen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1551" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-badeutensilien.jpg" alt="Einmal Norovirus, bitte! - Badeutensilien" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-badeutensilien.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/10/einmal-norovirus-bitte-badeutensilien-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Außerdem den Kontakt mit erkrankten Menschen meiden. Auch, wenn die Symptome bereits abgeklungen und die Leute scheinbar wieder gesund sind. Der Norovirus ist ein wahrer Überlebenskünstler! Er kann sich lange auf Oberflächen oder Gegenständen halten. Auch in Lebensmitteln kann er die Zeit gut überdauern. Selbst Hitze lässt ihn oftmals unbeeindruckt. Temperaturen bis +60°C kann er für mehrere Minuten überstehen.</p>
<p>Das Gute zum Schluss: Das Schlimmste ist nach 1 bis 3 Tagen überstanden!</p>
<p>Hoffentlich konnte euch der eine oder andere Tipp helfen. Bleibt stark und werdet schnell wieder gesund!<br />
</p>
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		<title>Warum weint mein Baby?</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2016 06:00:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Anfangs mag es einem schwierig vorkommen herauszufinden, was das Baby einem mit seinem Weinen mitteilen möchte. Und auch später kann es vorkommen, dass man sich nicht sicher ist, wie man helfen kann. Mögliche Gründe, an die ihr vielleicht schon gedacht, aber eventuell auch noch nicht gedacht habt, findet ihr hier. Warum weint mein Baby? Da hat ... <a title="Warum weint mein Baby?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/warum-weint-mein-baby/" aria-label="Mehr zu Warum weint mein Baby?">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfangs mag es einem schwierig vorkommen herauszufinden, was das Baby einem mit seinem Weinen mitteilen möchte. Und auch später kann es vorkommen, dass man sich nicht sicher ist, wie man helfen kann.</p>
<p>Mögliche Gründe, an die ihr vielleicht schon gedacht, aber eventuell auch noch nicht gedacht habt, findet ihr hier.<span id="more-1005"></span><div id='c3419_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Warum weint mein Baby?</h2>
<p>Da hat man zig Ratgeber gekauft und in der Schwangerschaft regelrecht inhaliert, alles wie ein Schwamm aufgesaugt. Und dann ist da plötzlich dieses kleine, schrumpelige Wesen, das einen mit großen Augen anguckt, keine Mine verzieht und man plötzlich wieder auf Anfang steht.</p>
<p>Doch mit der Zeit gewöhnt man sich aneinander, lernt sich kennen und versteht immer mehr und besser, was der andere braucht.</p>
<h2>Wenn das Baby weint</h2>
<p>Und dann fing mein Sohn, der ständig schlief und ständig trank, auch mal an zu weinen. Und man ist überwältigt von Informationen aus Büchern, Zeitschriften, Foren, Beiträgen wie diesen hier und so weiter. Alles, was man anwendet, ist entweder völliger Blödsinn und hilft nie weiter, oder es funktioniert irgendwie und mal wieder nicht. Und dann gibt es einige Methoden, die tatsächlich klappen.</p>
<p>Wie ich dann nach vielem Lernen an die Situation rangegangen bin, zeige ich euch weiter unten im Text.</p>
<h2>Wozu auf das Schreien warten?</h2>
<p>Dass Mütter mit der Zeit an der Art, wie ihr Baby schreit, erkennen, was es braucht, hat bei mir nie funktioniert. Und zugegeben, wollte ich es auch gar nicht erst so weit kommen lassen. Ich vergleiche das immer gern mit dem Hungergefühl: es kommt ja nicht plötzlich und lässt den Magen innerlich aufschreien! Der Hunger meldet sich so langsam. Erst bekommt man Appetit, dann verstärkt sich das Gefühl, wenn die Nachbarn richtig lecker kochen und der Duft durch den Hausflur zieht. Und mit der Zeit fängt der Magen an zu knurren und zu rumoren. Es ist kein schönes Gefühl, Hunger zu haben. Und es wird immer schlimmer. Und man wird immer unerträglicher und griesgrämiger.</p>
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</script><br></div></div>
<p>Und so stellte ich es mir bei meinem Baby vor. Es wird nicht von einer Sekunde auf die andere die Wände zum Wackeln bringen. Es meldet sich allmählich, und erst dann mit steigender Intensität, wenn niemand reagiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1037" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby weint bitterlich" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-weint-bitterlich-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Deshalb musste ich mich immer in den Rückbildungskursen zurückhalten, wenn das Baby einer Mutter anfing zu quengeln und die Mutter meinte, mit dieser Lautstärke käme sie noch klar. Wozu auf das Schreien warten, wenn man es verhindern kann?</p>
<h2>Liste</h2>
<p>Nach und nach habe ich mir eine Liste im Kopf erstellt, wenn ich nicht wusste, was mein Baby wollte.</p>
<p>Hier stelle ich euch nun unsere Liste vor, ganz auf unser Kind zugeschnitten.</p>
<p>Beginnen wir doch erst einmal mit den wichtigsten Punkten: den Grundbedürfnissen.</p>
<h3>Hunger/Durst</h3>
<p>Warum schmatzt das Baby? Warum scheint es wie ein schnüffelnder Hund zu suchen? Wieso nimmt es seine Finger in den Mund? Warum saugt und lutscht es jetzt wie verrückt an seiner Faust? Warum greift es mir in den Ausschnitt?</p>
<p>Ganz einfach: das Baby hat Hunger. Wie ich oben schon erwähnte, meldet sich der Hunger bei einem Baby &#8211; wie bei uns &#8211; nicht urplötzlich, sondern ganz allmählich. Das Baby teilt nun mithilfe dieser Signale sein Bedürfnis mit. Wenn ein Baby also schon auf seiner Faust herumbeißt, hängt ihm schon der Magen in den Kniekehlen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1023" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter stillt Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-stillt-kind-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Lasst euch nicht von dem immer noch praktizierten Stillen nach Zeitplan verunsichern. Stillt bzw. füttert euer Baby mit der Flasche, wenn es das braucht. Ihr sagt euch ja auch nicht, wenn ihr Hunger bekommt:&#8220;Wie doof. Ich habe schon vor einer halbe Stunde gegessen. Jetzt muss ich noch 3,5 h warten.&#8220; oder? Außerdem ist euer Magen natürlich viel größer als der eures Babys. Soweit ich weiß, hält unsere Muttermilch auch nicht sehr lange vor. Und was ich noch weiß: gerade am Anfang ist häufiges Stillen wichtig, um die Milchproduktion anzuregen.</p>
<p>Sobald ihr dieses Grundbedürfnis gestillt habt (haha), euer Baby aber immer noch weint, geht es weiter zum nächsten Grundbedürfnis.</p>

<h3>Hitze</h3>
<p>Ob dem Baby zu warm oder sogar zu heiß ist, lässt sich leicht erkennen: es schwitzt. Einfach mal in den Nacken fassen und fühlen, wenn es nicht bereits im Gesicht erkennbar ist.</p>
<p>Wenn es Sommer war, und mein Baby eh schon nackig bzw. mit lediglich einem dünnen Hemdchen bekleidet gestillt wurde, war es oft so, dass es dabei wie blöde schwitzte. Aber Stillen ist ja auch anstrengend. Und Schweiß ist ja auch nichts Schlechtes. Immerhin kühlt sich der Körper dadurch ab. Flüssigkeit bekam er durch das Stillen ja eh.</p>
<p>Also einfach ein Kleidungsstück ausziehen, einen kühleren, schattigeren Ort suchen (dort dann ggf. die Bekleidung anpassen) oder, wenn all das bereits getan wurde, schwitzen lassen und nicht den Schweiß abwischen, damit sich der kleine Körper temperieren kann.</p>
<p>Wichtig bei Hitze ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Stillen reicht dabei völlig aus. Als ich mein Kind noch voll stillte, hat es keinen einzigen Tropfen Wasser gebraucht. Die Muttermilch war völlig ausreichend. Mit der Zugabe von Beikost gab es bei uns dann aber auch stilles Wasser. Wir haben dann entweder Trinken öfter angeboten oder sichtbar an einem Ort platziert oder auf die Signale gehört, wenn es gestillt werden wollte (siehe oben).</p>
<h3>Kälte</h3>
<p>Vielleicht ist eurem Baby gar nicht zu warm, sondern zu kalt?</p>
<p>Man hört ja immer, dass man nicht die Füße oder Hände, sondern den Nacken fühlen muss, um zu erkennen, ob dem Baby zu warm oder zu kalt ist. Wenn sich der Nacken kalt anfühlt, muss das Baby wärmer angezogen werden &#8211; fertig.</p>
<div id='c1686_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Auf meiner Lieblingsseite <a href="http://www.stillkinder.de/" target="_blank" rel="noopener">stillkinder.de</a> gibt es einen interessanten Beitrag zu diesem Thema. Sind kalte Hände und Füße wirklich normal bei einem Baby? Wenn euch diese Frage interessiert, lest euch doch einfach den Artikel <a href="http://www.stillkinder.de/was-hilft-gegen-kalte-haende-bei-babys/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Was hilft gegen kalte Hände bei Babys?&#8220;</a> durch. Auch ich habe durch diesen Beitrag wieder etwas dazugelernt. Ihr werdet staunen, was man allein mit Körperkontakt bewerkstelligen kann.</p>
<h3>Müde</h3>
<p>Klar: Wenn das Baby gähnt und sich schon die Augen reibt, ist es höchste Zeit zum Schlafen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1024" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby gähnt und ist müde" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-gahnt-und-ist-mude-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch gerade, wenn es um den Mittagsschlaf bzw. den Nachmittagsschlaf ging, wurde mein Sohn davor immer richtig unausstehlich. Er war übellaunig ohne Ende, alles, was ich machte, war doof &#8211; egal, ob er bei mir auf dem Arm war oder nicht. Mit der Zeit wusste ich dann, dass er durch ist. Er ist müde, braucht wieder Energie, seine Ruhe. Also habe ich ihn in den Tragegurt genommen, damit er dort schlafen und ich weiter den Haushalt erledigen konnte. Oder ich habe mich &#8211; wenn er gestillt werden wollte &#8211; mit ihm hingelegt. Ab und zu bin ich dann selber vor lauter Müdigkeit eingeschlafen. Es tat uns auf jeden Fall beiden ganz gut.</p>
<h3>Krankheit</h3>
<p>Zum Thema Krankheit kann ich nicht viel sagen. Unser Sohn ist jetzt 1 Jahr und 4 Monate alt und hatte bisher nur 1 x eine triefende Nase, worauf dann sein 1. Zähnchen folgte. Dann hatte er Soor, einen weißen Pilz im Mund, und das war&#8217;s. Selbst, als ich total krank war und nur vor der Kloschüssel hing, wurde mein Kind nicht krank. Muttermilch ist einfach imba!</p>
<p>Doch bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr merken werdet, wenn euer Kind krank ist. Je nach Krankheit sind die Symptome zwar unterschiedlich, aber man merkt es den Kindern trotzdem an. Sie fiebern, husten, übergeben sich, suchen vermehrt nach eurer Nähe, haben keinen Appetit, schlafen viel, sind müde, erschöpft, lustlos, nicht gut drauf, zeigen vielleicht sogar auf die kranke Stelle (z.B. auf das Ohr bei Ohrenschmerzen) und so weiter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1021" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter tröstet traurige Tochter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-troestet-traurige-tochter-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn Hausmittel nach einer gewissen Zeit nicht weiterhelfen, steht eventuell der Besuch beim Kinderarzt an.</p>
<h3>Luft</h3>
<p>Ein weiteres Grundbedürfnis will ich nur der Vollständigkeit halber nennen: frische Luft zum Atmen.</p>
<p>Wie es Babys ergeht, in deren Nähe geraucht wird, kann ich mir nur vorstellen. Wir sind Nichtraucher und haben auch immer dafür gesorgt, dass wir ihn vor Passivrauchen bewahren. Dann muss man halt jemanden, der sich jetzt genau neben einen stellt und seine Zigarette anzünden will, während man sein Baby stillt, bitten, woanders hinzugehen. Oder man wechselt einfach die Straßenseite. Oder man stellt sich an der Haltestelle so hin, dass der Wind mit dem Rauch nicht zum Baby geweht wird.</p>
<div id='c6386_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Jeden Tag mit dem Baby an die frische Luft zu gehen, ist auch ein fest verankertes Ritual bei uns, egal bei welchem Wetter. Gut, sollte es jetzt den ganzen Tag stürmen, hageln, blitzen, donnern und regnen zugleich, würden wir wahrscheinlich eine Ausnahme machen. Aber mir persönlich war es schon immer wichtig, nicht den ganzen Tag in der Bude zu hocken, sondern rauszukommen und wenigstens einen Spaziergang zu machen. Gerade, wenn man übermüdet ist und nicht zum Schlafen kommt, ist frische Luft immer noch das beste Mittel, um einigermaßen wieder in Gang zu kommen. Und eurem Baby tut es sicher auch ganz gut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1025" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby am Strand" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-am-strand-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Da wir nun die Grundbedürfnisse abgedeckt haben, und das Baby immer noch unglücklich ist, geht es jetzt weiter mit der Liste.</p>
<h3>Langeweile</h3>
<p>Ich denke, dass ich mein Kind mittlerweile so gut kenne, dass ich behaupten kann, dass es sich nie gelangweilt hat. Was half, damit es sich nicht langweilte? So selten wie möglich hinlegen, sondern tragen, tragen, tragen. Unser Tragegurt war die mit Abstand beste Anschaffung von allen! Euer Kind spürt eure Nähe, es riecht euch, hört euch, kann euch bei eurem Treiben zugucken, es hat direkten Blickkontakt zu euch, es schläft, wenn es müde ist und hat keine Beschwerden mit dem Aufstoßen uvm.</p>
<p>Und wenn es dann doch mal abgelegt wurde, dann hat man sich eben mit seinem Kind beschäftigt, mit ihm gespielt, gesungen, geredet usw. Als unser Baby noch ganz jung war, interessierte es sich überhaupt nicht für Kuscheltiere oder anderes Spielzeug. Es hatte ja uns und nur das brauchte es. Jetzt, wo unser Sohn seine Welt entdecken will und auf Erkundungstour geht, spielt er natürlich auch gern mit seinem Spielzeug. Zwar kann er sich auch mal für einen Moment allein mit etwas beschäftigen, aber er findet es schöner, wenn er mit anderen zusammen spielen kann &#8211; zumindest habe ich diesen Eindruck gewonnen.</p>
<h3>Windel</h3>
<p>Windeln sollten nicht erst gewechselt werden, wenn Kot in der Windel gelandet ist und man es schon von Weitem riecht. Wird das Baby selten gewickelt und muss stundenlang in seinem eigenen Urin oder Kot sitzen, wird seine zarte Haut extrem gereizt. Es kann zu Windeldermatitis, Windelsoor usw. kommen. Und das tut höllisch weh! Wenn unser Kind mal etwas wund war (das kam zum Glück nicht oft und nicht im großen Stil vor), gab mir meine Hebamme einen guten Tipp: einfach Muttermilch drauf. Babyhaut braucht weder Creme, noch Puder, noch sonst etwas. Ab und zu gaben wir etwas <a href="http://amzn.to/29Eu7Xz" target="_blank" rel="nofollow noopener">Babycreme von Weleda</a>* auf die Haut.</p>
<p>Beides half ganz gut, aber am besten war immer noch, unser Baby so lange wie möglich ohne Windel sein zu lassen. Jedes Mal beim Wickeln kommt schließlich auch frische Luft an den Bereich des Körpers, der sonst ständig von der Windel bedeckt ist. Mit der Zeit wollen die Kinder auch wissen, was sich in der Windel verbirgt. Sie lernen ihren Po und ihre Geschlechtsorgane kennen, was völlig normal ist.</p>
<p>Vor allem für den Sommer kann ich euch empfehlen, eure Babys/Kinder so oft es nur geht ohne Windel herumkrabbeln und -laufen zu lassen. Nicht nur, dass damit Wundsein vorgebeugt und beim Abheilen helfen kann. Euer Kind lernt ein ganz neues Körpergefühl kennen. Statt Stoff oder Plastik fühlt es das Gras, die Erde oder was auch immer direkt auf seiner Haut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1027" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Baby nackig" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-baby-nackig-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und wenn es mal muss und ihr die Zeichen nicht gleich erkannt habt: na und? Dann geht halt mal was daneben. Vorteilhaft wäre hier natürlich, wenn ihr im Garten seid, aber selbst, wenn es in der Wohnung passiert: man kann es einfach aufwischen. Gut in diesen Situationen ist es dann, dem Kind zu erklären, was gerade passiert ist. Wir sagen immer:&#8220;Du hast gepullert.&#8220; oder &#8222;Du hast gekackert.&#8220; oder so etwas in der Art. Weder erstaunt, noch verärgert, einfach ganz neutral eine Tatsache nennen.</p>
<p>Windeln wechseln soll ein angenehmes Prozedere sein. Wenn euer Kind es hasst, gewickelt zu werden, hilft euch mein Beitrag <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-wickeln/"  rel="noopener">&#8222;Baby weint beim Wickeln&#8220;</a> bestimmt weiter.</p>
<h3>Liebe, Nähe, Geborgenheit</h3>
<p>Wenn mein Kind weinte, reichte es meist schon aus, wenn es einfach getragen oder gekuschelt wurde. Entweder sangen wir noch ein Lied oder redeten mit ihm oder machten einfach mit unserer Arbeit weiter. So einfach kann es manchmal sein.</p>
<p>Manche denken, Stillen sei nur gegen Hunger/Durst. Doch es ist viel mehr als das. Unser Baby fühlte sich erst beim Stillen richtig wohl. Es war DER Trostspender Nr. 1, wenn sonst nichts half.</p>
<p>Was habe ich nicht alles an Sprüchen zu hören bekommen. &#8222;Du verwöhnst dein Kind.&#8220; oder &#8222;Das ist doch total anstrengend für das Baby, getragen zu werden. Leg es doch lieber hin.&#8220; usw. Von einer Mutter mit 2 Kindern (denn die weiß ja schon alles besser, weil sie so erfahren ist) hörte ich auch mal so etwas wie:&#8220;Ja, damals war ich auch so wie du. Und dann wollte mein Kind nie laufen und ständig getragen werden. Wenn du nur wüsstest, was ich bereits weiß&#8230;&#8220; Absolut überheblich fand ich das. Und das Schlimmste: gerade die falschen Tipps verbreiten sich dann wie ein Lauffeuer. Denn eine Mutter, die bereits 2 Kinder hat, die weiß ja schon&#8217;ne ganze Menge, nicht wahr?! Ja, nur leider auch nicht immer das Richtige.</p>
<p>Lasst euch von diesen Besserwissern und neunmalklugen Ratgebern nicht verunsichern. Hört einfach auf das, was euer Baby euch mitteilt, hört auf euer Bauchgefühl, auf euer Herz. Einen sehr passenden Spruch möchte ich euch hierbei mit auf den Weg geben:&#8220;Mit Liebe kann man sein Kind nie verwöhnen&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1028" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mädchen kuschelt mit Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-maedchen-kuschelt-mit-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wer sich noch weiter über das Thema <a href="http://www.trageliese.de/Trageberatung/trageberatung_warumtragen_traglinge.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Menschenkinder sind Traglinge&#8220;</a> informieren möchte, der kann sich den von mir markierten, wirklich äußerst lesenswerten Artikel von www.trageliese.de zu Gemüte führen.</p>
<h2>Kommt auf die Situation an</h2>
<p>Und dann kommt es wie so oft ganz auf die Situation an. Im Folgenden erzähle ich euch ein paar Anekdoten:</p>
<h3>Stress, Überreizung</h3>
<p>Unser Baby war noch ziemlich jung und ich wollte mich unbedingt mal mit meinen Freunden treffen. Mit dem Kinderwagen bin ich gar nicht erst los, sondern hab mir gleich meinen Tragegurt geschnappt und bin zum Alexanderplatz gefahren.</p>
<p>Das Treffen war toll, das Essen war köstlich, und ich wollte noch etwas bleiben. Der Papa arbeitete gleich in der Nähe. Ich dachte, da könne man ja gemütlich gemeinsam nach Hause fahren. Es wurde also später und später und der Kleine müde. Kein Problem, dachte ich, ich habe ja den tollen Tragegurt bei mir. Dann kann er da schlafen. Doch weit gefehlt. Mein Baby interessierte sich nicht die Bohne für den Tragegurt und schrie die Gegend zusammen.</p>
<p>Das war für mich nicht einfach. Normalerweise mache ich das ja nicht. Daher war ich umso verzweifelter und ratloser. Ich wusste nicht, was der Kleine hatte, er wollte nicht gestillt werden, nicht in den Tragegurt, die Windel war in Ordnung&#8230; also was war es?</p>
<p>Von den anderen hatte ich mich zwischenzeitlich verabschiedet und fuhr nun Richtung Arbeitsplatz, wo ich meinen Mann treffen wollte. Der Weg dorthin war in meinen Augen schier endlos. Weil es mir so peinlich war, mit meinem schreienden Baby in der Straßenbahn mitzufahren, stieg ich immer wieder aus, um es zu beruhigen. Es war mir auch schnurz, mitten in der Öffentlichkeit zu stillen. Hauptsache, ich konnte meinem Baby helfen, aber es funktionierte nichts.</p>
<p>Irgendwann kam ich dann doch an, der Papa versuchte gleich zu helfen und nahm den Kleinen in die Arme, wiegte ihn, versuchte ihn zu beruhigen. Vergebens.</p>
<p>Während also mein Mann mit dem Kleinen beschäftigt war, blickte ich mich um. Und dann erkannte ich es! Es waren gerade hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen unterwegs. Es war laut, es war hell, es war grell, es war unruhig, es war Chaos. Und es war einfach zu viel für unser Baby. Es waren zu viele Eindrücke auf einmal.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1032" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - trauriges Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-trauriges-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Kein Wunder, dass er sich Luft machen und den ganzen Stress, die ganze Reizüberflutung abbauen musste. Also brüllte er, wir blieben ruhig, damit er sich nicht noch durch unsere Panik aufheizte, ich bot ihm hin und wieder die Brust an und dann, als wir in der S-Bahn saßen und es etwas ruhiger und gedämmter zuging, konnte unser Baby endlich einschlafen.</p>
<p>Aus solchen Situationen lernt man ungemein, obwohl ich es meinem Kind gern erspart hätte. Aber ich wusste es nicht besser, hatte nicht gedacht, dass mein Kind überreizt werden könnte.</p>
<p>Mit der Zeit kann man auch mal zu belebteren Orten gehen, aber da wir anfangs in unserer eigenen, gemütlichen Höhle hausten, war unser Baby einfach nicht daran gewöhnt und demnach völlig überfordert.</p>

<h3>Unbehagen</h3>
<p>Wenn ich an diesen Tag zurückdenke, verdreht es mir immer noch den Magen.</p>
<p>Wir waren mit meiner Schwester und ihrem Freund im gemeinsamen Urlaub an der Ostsee in Boltenhagen. Wir hatten ein hübsches kleines Strandhäuschen von einem Freund zu einem wirklich guten Preis gemietet und gingen oft spazieren.</p>
<p>An der Ostsee ist es windig, also setzten wir dem Kleinen seine süße, weiße Mütze auf. Aber er meckerte, wenn wir sie ihm aufsetzten. Wir dachten, er wäre ungeduldig, weil er jetzt warm angezogen im Haus war und machten uns schnell auf den Weg.</p>
<p>Sobald wir losmarschiert waren, mit ihm im Tragegurt, war er auch ruhig und schlief sogar ein. Und als wir wieder zu Hause waren und ihm die Mütze abnahmen, sahen wir, warum der Kleine gemeckert hatte: die Mütze war zu eng! Auf seiner Stirn war ein richtiger Abdruck von der Naht zu erkennen.</p>
<p>Ein Grund mehr, immer das Weinen seines Babys ernst zu nehmen! Zu enge Mützen verursachen nämlich auch Kopfschmerzen! Dass unser Baby dabei noch einschlafen konnte, liegt eventuell daran, dass die Mütze zwar schon unangenehm saß, aber noch nicht allzu eng war.</p>
<h3>Angst</h3>
<p>Was unseren Sohn immer noch zum Weinen bringt: sein Opa. Und es tut mir schrecklich Leid für ihn, da er ein ganz lieber Mensch ist.</p>
<p>Aber irgendetwas ist da, das ihm beim Anblick seines Opas die Tränen in die Augen treibt und sein Schippchen zum Vorschein bringt. Das kann nur ein Wort sein, ein Lächeln, ein Streicheln, und schon geht&#8217;s los.</p>
<p>Vor allem Männer hielt unser Sohn erst einmal auf Abstand. Doch mit vermehrten Besuchen gewöhnte sich Oli an die tiefen Stimmen und bärtigen Gesichter und ließ sich sogar von ihnen tragen oder zum Lachen bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1030" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Opa mit Enkel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-opa-mit-enkel-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber manchmal ist es halt wieder so, dass er vor irgendwem Angst hat, den er schon lange kennt. Und dann muss man die Angst auch ernst nehmen und respektieren, dass er jetzt lieber bei mir sein will. Bei Mama ist es halt am Schönsten. Zumindest trifft das auf uns zu.</p>
<p>Oli hat nicht vor vielen Dingen Angst, aber manchmal steckt man einfach nicht drin, warum ein Kind vor etwas Angst hat. Wenn ich zum Beispiel ein lustiges Buch vorlese, in dem ein Schaf auf einer Weide schläft, fängt er furchtbar zu weinen an. Wenn ich sage, Papa schläft, und er genau neben ihm liegt, schießen die Tränen nur so los.</p>
<p>Niemals würde ich seine Angst herunterspielen oder mich darüber lustig machen. Wie würde ich mich wohl fühlen, wenn das jemand bei mir machen würde?! Also muss man Verständnis zeigen, erklären, versuchen zu verstehen usw.</p>
<h3>Schmerz</h3>
<p>Den einzigen Schrei, den ich von allen eindeutig unterscheiden kann: Wenn das Kind Schmerzen hat. Und ich bin mir sicher, dass ihr ihn auch erkennen werdet. Er ist so urplötzlich, ganz hell und laut, tiefsitzend, bohrt sich sofort in eure Magengrube und ist herzzerreißend.</p>
<p>Ob von der Couch geflogen, Finger eingeklemmt, böse hingefallen oder was auch immer: in den Arm nehmen, zuhören und Anteilnahme zeigen. Das hilft. Wenn sich mein Sohn aber derart reingesteigert hat, und wir schon eine ganze Weile da saßen, dann half Stillen. Ich mochte nur den Gedanken nicht, ihm gleich den Mund zu stopfen. Ich wollte erst versuchen, ob ich ihn auch anders beruhigen kann, und wenn das nicht half oder er schon zeigte, dass er gestillt werden wollte, dann gab ich ihm die Brust. Es ist auf jeden Fall das einfachste Mittel zum Trost spenden.</p>
<h3>Traurig</h3>
<p>Wer meine Beiträge vom Babyschwimmen im Unfallkrankenhaus Berlin kennt, der weiß, was unseren Sohn traurig stimmt. Wer sich dafür interessiert, wie es uns so beim Schwimmkurs erging und was wir bislang erlebt haben, der kann sich ja mal <a href="https://www.milchtropfen.de/babyschwimmen/" rel="noopener">den 1. Beitrag durchlesen</a>.</p>
<p>Wenn sich die Oma böse gestoßen hat, wenn ein Kind weint oder eine traurige Geschichte vorgelesen wird: Oli fühlt mit. Und er zeigt Anteilnahme, indem er auch anfängt zu weinen. Es ist zwar traurig, wenn er dann weint, aber irgendwie auch zuckersüß, weil er so empathisch ist.</p>
<p>Da hilft dann in den Arm nehmen, wiegen, schmusen, zuhören, ruhig reden, stillen und dergleichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1033" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Frau tröstet Kind" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-frau-troestet-kind-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Frust</h3>
<p>Der Frust kommt bei unserem Sohn immer dann, wenn er gerade hochkonzentriert an einer Sache arbeitet und irgendetwas schief läuft. So zum Beispiel, als wir mit Würfeln spielten und versuchten, diese übereinander zu stapeln. Mit seinen kleinen, dicken Fingern versuchte er nun, Würfel für Würfel übereinander zu platzieren. Und manchmal kam einfach ein weiterer Finger dazwischen und alles viel herunter. Da kann man ja nur ausrasten! Und schreien! Und wütend sein! Und man kennt es so gut von sich selbst, wenn einem etwas nicht gelingen will und man stocksauer wird!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1031" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen.jpg" alt="Warum weint mein Baby - zorniges Mädchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-zorniges-maedchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch nicht entmutigen lassen und einfach noch einmal versuchen. Und wenn die Übung noch zu schwer ist, dann kann sie auch abgewandelt werden. Unser Sohn wollte die Würfel dann erst einmal lieber nebeneinander positionieren. So geht&#8217;s auch. Die Zeit wird kommen, er wird geduldiger und die Feinmotorik ausgereifter sein. Und dann kann er die Würfel bestimmt auch übereinander stapeln.</p>
<h3>Erlebtes verarbeiten, erzählen</h3>
<p>Nicht, dass ich diesen Absatz am allerwenigsten wichtig finde, aber ich musste lange nachdenken, was ich hierzu schreibe.</p>
<p>Wenn wirklich alles, was ich bisher geschrieben habe, nicht funktioniert, um euer Kind zu beruhigen, dann müsst ihr einfach für euer Kind da sein. Und zuhören.</p>
<p>Meine Hebamme brachte mich als Erste auf den Gedanken, dass auch schon Babys erzählen wollen. Wenn mein Sohn schrie und ich ihn gleich stillen wollte, dann sagte sie:&#8220;Hör ihm mal zu. Es ist, als würde er etwas erzählen.&#8220;. Der gleichen Ansicht war ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. Für mich fühlte es sich komisch an, mein Kind weinen zu lassen, weil es angeblich seine schwere Geburt oder ein Ereignis verarbeiten musste.</p>
<p>Fängt ein Kind an zu weinen, richten sich gleich alle Blicke darauf. Ich verstehe das. Ich mache das auch. Man will schließlich wissen, ob sich jemand um das Kind kümmert, ob es in guten Händen ist usw. Aber wenn es das eigene Kind ist, das weint, will man es doch so schnell wie möglich beruhigen, oder nicht? Geht es nur mir so? Und mein Kind nahm immer gern die Brust, wenn es geweint hat. Habe ich ihm jetzt den Mund vorzeitig gestopft? Wollte es eigentlich etwas sagen?</p>
<p>Ich finde, man kann gut einschätzen, ob das Baby die Brust braucht oder nicht. Es geht ab und weint wieder. So stelle ich es mir jedenfalls vor. Wie gesagt: Wir hatten damit keine Probleme und zum Glück auch nie mit Koliken. Meiner Meinung nach, weil wir ihn so wie oben beschrieben aufwachsen ließen. Und trotzdem hat man sich über jeden Pups gefreut, der aus dem Baby entwichen ist.</p>
<h2>Man lernt nie aus</h2>
<p>Vor einigen Tagen bin ich dann auf den Artikel von www.stillkinder.de gestoßen, der genau dieses Thema näher beleuchtet. Verblüffend fand ich vor allem den Absatz, <a href="http://www.stillkinder.de/was-tun-wenn-dein-baby-weint/" target="_blank" rel="noopener">warum es so schwer ist, ein weinendes Baby zu halten und sein Schreien zu akzeptieren</a>. Es kann nämlich seinen Ursprung in der eigenen Kindheit haben, weshalb wir unsere Kinder immer gleich ruhig stellen wollen. Zum Beispiel, wenn man sofort den Schnuller bekam, wenn man sich gemeldet hat, oder, wenn man bei schlechter Laune bestraft wurde usw. Man selbst durfte sich nie wirklich zu Wort melden und seine wahren Gefühle zeigen. Da wir es also so gelernt haben, geben wir es nun an unsere Kinder weiter. Doch mithilfe der Selbstreflexion lässt sich dieses Kettenglied vielleicht entfernen und ein neues einsetzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1034" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby.jpg" alt="Warum weint mein Baby - Mutter küsst Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/warum-weint-mein-baby-mutter-kuesst-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ihr euch weiter über dieses Thema informieren wollt, dann lest euch doch einfach den oben von mir verlinkten Beitrag durch. Die Sache mit dem Erzählen lassen kann man halten, wie man will; ich empfand sie als einen äußerst klugen Denkansatz. Besser, als alles auf das Zahnen oder die 3-Monats-Koliken zu schieben.</p>
<p>Habe ich einen Grund vergessen, warum ein Kind weinen könnte? Bestimmt. Denn es gibt so viele Ursachen, die einem die Tränen in die Augen treiben können.</p>
<p>Ich hoffe dennoch, dass euch mein Beitrag mit dem einen oder anderen Grund weiterhelfen konnte.</p>
<p>Gern könnt ihr in den Kommentaren hinterlassen, wie ihr diesen Beitrag fandet. Über konstruktive Kritik freue ich mich genau so.<br />
</p>
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		<title>Mein Kind hat Soor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 16:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da sieht man&#8217;s mal wieder: Selbst ein Kind, das ohne Schnuller aufwächst, ist nicht vor Soor gefeit. Wie wir ihn entdeckt und behandelt haben, erzähle ich euch im folgenden Artikel. Mein Kind hat Soor Ausgerechnet an einem Sonntag fiel uns auf, dass im Mund unseres Sohnes etwas nicht in Ordnung war. Erst dachten wir, dass er sich auf ... <a title="Mein Kind hat Soor" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mein-kind-hat-soor/" aria-label="Mehr zu Mein Kind hat Soor">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sieht man&#8217;s mal wieder: Selbst ein Kind, das ohne Schnuller aufwächst, ist nicht vor Soor gefeit.</p>
<p>Wie wir ihn entdeckt und behandelt haben, erzähle ich euch im folgenden Artikel.<span id="more-903"></span><div id='c7407_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Mein Kind hat Soor</h2>
<p>Ausgerechnet an einem Sonntag fiel uns auf, dass im Mund unseres Sohnes etwas nicht in Ordnung war. Erst dachten wir, dass er sich auf die Lippe gebissen hätte, doch dann entdeckten wir weiße Stellen in den geröteten, teils blutigen Mundwinkeln und auf seiner Zunge.</p>
<p>Statt abzuwarten, ob es sich wieder von allein geben wird, recherchierte der Papa gleich bei Dr. Internet nach den Symptomen. Die Diagnose: Soor.</p>
<p>Ansonsten machte unser Sohn einen ganz normalen Eindruck. Er war nicht gereizt oder fiel anderweitig auf. Er fasste sich ab und zu in den Mund, um uns auf sein Problem aufmerksam zu machen, aber das war es dann auch schon.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-915" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Kind fasst sich an den Mund" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-fasst-sich-an-den-mund-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Was ist Soor?</h2>
<p>Was ist Soor eigentlich? Soor ist ein Pilzbefall, der ansteckend ist. Er wird durch einen Pilz namens Candida albicans verursacht, der sich mit vielen anderen Mikroorganismen auf und in unserem Körper befindet.</p>
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<p>Durch die Einnahme von z.B. Antibiotika oder Kortison oder durch eine Schwächung des Immunsystems (z.B. bei Stress oder Krankheit) können die Flora von Haut, Darm, Schleimhäuten usw. aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der Pilz vermehrt sich dann rasant, es kann u.U. zu Schmerzen beim Stillen kommen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Mutter oder Kind symptomfrei bleiben.</p>
<h2>Symptome bei der stillenden Mutter</h2>
<p>Ich persönlich hatte keine Symptome. Auf dem Infoblatt der La Leche Liga werden jedoch folgende Symptome aufgelistet, die bei der stillenden Mutter auftreten können:</p>
<ul>
<li>Die Brustwarzen jucken und/oder brennen und/oder haben einen geröteten, schuppigen Hautausschlag, der glänzt. Möglicherweise haben sich kleine Bläschen gebildet.</li>
<li>Die Brustwarzen weisen Risse auf und schmerzen, heilen jedoch nicht, obwohl man beim Stillen richtig anlegt.</li>
<li>Die Brust tut weh. Es treten während oder nach dem Stillen/Abpumpen stechende bis schießende Schmerzen auf, die bis tief in die Brust zu spüren sind.</li>
<li>Auch die Scheide kann infiziert sind. Es hat sich eine Scheidenpilzinfektion gebildet, die juckt und brennt.</li>
</ul>
<h2>Symptome beim gestillten Kind</h2>
<p>Wir erkannten den Soor bei unserem Sohn wie gesagt am weißen Belag in den Mundwinkeln, in den Wangentaschen und auf der Zunge. Außerdem waren seine Mundwinkel gerötet und bluteten an einigen Stellen.</p>
<p>Es können aber auch folgende Symptome auftreten:</p>
<ul>
<li>Das Kind hat einen wunden Po und/oder einen roten Ausschlag im Windelbereich.</li>
<li>Das Kind trinkt sehr unruhig. Beim Stillen lässt es die Brust oft los, saugt wieder, weint, quengelt, verweigert eventuell sogar die Brust.</li>
</ul>

<h2>Ursachen</h2>
<p>Da unser kleiner Mann keinen Schnuller hat, stellte sich die Frage, wo er sich diesen Pilz eingefangen haben könnte.</p>
<p>Laut Internet gibt es diverse Ursachen. Da der Pilz zu den sogenannten opportunistischen Erregern gehört, kommt es nur dann zu einer starken Vermehrung und einer Infektion, wenn die Lebensbedingungen für den Pilz optimal sind. Dies kann &#8211; wie bereits oben erwähnt &#8211; dann der Fall sein, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Doch auch folgende Ursachen sind möglich:</p>
<ul>
<li>Mundtrockenheit</li>
<li>Stellen, an denen wenig Luft zirkuliert und es warm, feucht und dunkel ist, z.B. unter Stilleinlagen und der Windel</li>
</ul>
<p>Die einzige Ursache, die auf uns hätte zutreffen können: mangelnde Hygiene, z.B. wenn das Kind an Gegenständen lutscht und diese nicht sterilisiert wurden und dann wieder und wieder in den Mund genommen werden.</p>
<p>Die einzigen Gegenstände, die zutreffen könnten, waren die Trinkflasche, die wir erst vor Kurzem gekauft hatten und die unser Sohn innig liebte, und die Fingerzahnbürste, auf der der Kleine auch gern ewig herumkaut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-914" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Kind mit Spielzeug im Mund" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-kind-mit-spielzeug-im-mund-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Am Abend eines jeden Tages werden diese Sachen von uns gereinigt, aber vielleicht hat das nicht ausgereicht. Vielleicht waren es auch dreckige Hände, die er sich in den Mund gesteckt hat.</p>
<h2>Schnell handeln</h2>
<p>Da wir einen Tag warten mussten, ehe wir zum Kinderarzt gehen konnten, recherchierten wir im Internet nach Hausmitteln, damit sich der Pilz gar nicht erst weiter ausbreiten konnte. 1 TL Apfelessig, verdünnt auf 240 ml Wasser, soll angeblich helfen. Unser Sohn lutschte gierig an dem Wattestäbchen, mit dem wir die Flecken einrieben. Wir hatten den Eindruck, dass die weißen Flecken am nächsten Tag schon weniger wurden.</p>
<p>Gleich am Tag darauf standen wir also beim Kinderarzt auf der Matte. Dieser diagnostizierte sogleich:&#8220;Ja, das ist ein Pilz. Sie bekommen von mir eine Suspension. Vor Gebrauch gut schütteln, nach dem Essen auftragen, 4 &#8211; 6 x täglich 0,5 &#8211; 1 ml. Ist für Erwachsene ungefährlich, bei Kleinkindern lieber Abstand halten, sonst stecken die sich auch noch an&#8220;. Alles klar. Dann durften wir wieder gehen.</p>
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</script><br></div></div>
<p>Die Suspension, die uns der Kinderarzt verschrieb, heißt übrigens MYKUNDEX Suspension, 100.000 I.E./ml und beinhaltet den Wirkstoff Nystatin. Nach dem Verbrauch von insgesamt 2 Fläschchen war der Soor allerdings immer noch da. Deshalb erzähle ich euch später noch, was für ein natürliches Mittel unserem Sohn geholfen hat. Jetzt will ich erst einmal meinen Dampf ablassen, was für eine Tortour das mit dem vom Kinderarzt verabreichten Medikament war (obwohl es so einfach hätte sein können).</p>
<h2>Die nervenaufreibende Behandlung mit MYKUNDEX Suspension</h2>
<p>Um Soor zu behandeln, brauchte es eine Menge Zeit, Geduld und Nerven. Zumindest erging es uns so mit dieser Suspension.</p>
<p>Anfangs dachte ich, dass die Behandlung einfach wird. In der Suspension ist eine Art von Zucker drin, das wird dem Kleinen schmecken, kein Problem. Denkste! Unser Sohn schluckte es zwar sehr gern, ABER&#8230;</p>
<p>Wir mussten die Suspension 4 &#8211; 6 x täglich nach dem Essen geben. Bevor es mit der Prozedur losging, musste man sich ein paar Wattestäbchen schnappen und damit die weißen Flecken abkratzen. Dann wurden 0,5 &#8211; 1 ml der Suspension in eine Pipette gesaugt und davon ein Teil auf ein frisches Wattestäbchen gegeben. Mit diesem Stäbchen wurden jetzt die befallenen Stellen betupft. War dieser Akt geschafft, konnte der Rest, der in der Pipette war, dem Kind in den Mund geflößt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-916" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Wattestäbchen" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-wattestaebchen-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Eigentlich sollte die Suspension eine Weile im Mund bleiben, damit sie wirken konnte, aber erzählt das mal einem Kleinkind. Das Zeug wird einfach sofort heruntergeschluckt, da kann man tun und machen, was man will.</p>
<h2>Geduld</h2>
<p>Wir brauchten also extrem viel Geduld und Nerven bei dieser Prozedur. Der Kleine wollte erst mit den Wattestäbchen spielen, dann fielen sie auf den Boden, dann nahm er sie bereits in den Mund und man konnte sie nicht mehr gebrauchen, weil sie völlig aufgeweicht waren. Also neue holen. Und dann interessierte er sich für die Pipette, wollte sie unbedingt halten, dazu noch das Fläschchen, das bereits offen stand.</p>
<p>Da hat man natürlich Angst, dass die kostbare Medizin gleich auf dem Boden verteilt wird und versucht, das Fläschchen wenigstens ein bisschen mithalten zu dürfen. Das passt dem Kleinen aber sowas von gar nicht. Er merkt sofort, wenn jemand hilft. Und das will er nicht! Er will die Flasche allein halten und die Pipette in die Flasche tunken. Also gut. Dann mach mal, kleiner Mann. Geduldig sitzt man daneben und beobachtet das Treiben.</p>
<div id='c2318_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Und nachdem Flasche und Pipette irgendwann ihren Reiz verloren haben, widmet sich der Kleine wieder den Wattestäbchen. &#8222;Aber nicht gleich wieder alle auf einmal. Nimm dir nur eins.&#8220; Na wenigstens das macht er dann.</p>
<p>Das Problem ist nicht, dass er die Sachen erkunden und kennenlernen will. Es ist eher die Aufgabe, die danach auf uns zukommt: das Abwischen der Stellen mit dem Stäbchen.</p>
<p>Unser Sohn wendet dann immer gern den Kopf ab, dreht sich weg, macht völlig zu. Er weint nicht, aber toll findet er es wohl auch nicht, wenn ihm da im Mund herumgefummelt wird.</p>
<p>Aber wenn man geduldig bleibt und die Nerven behält, mit ihm redet, dann macht er irgendwann auch mit und öffnet &#8211; wenn auch nur für einen Augenblick &#8211; den Mund. Man muss dann halt schnell sein und das Stäbchen im rechten Augenblick zur Hand haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-904" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Baby eingewickelt in Badetuch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-baby-eingewickelt-in-badetuch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann kommt noch das Einschmieren mit der Suspension. Das ist auch nochmal eine Sache für sich, denn da wird zwar der Mund weit aufgemacht, allerdings wird dann das Wattestäbchen derart ausgelutscht, dass man gar nichts mehr einschmieren kann. Das ist dann immer ärgerlich, weil man ja nicht einfach mal die Dosis erhöhen und es nochmal versuchen kann.</p>
<p>Aber wenigstens ist es im Mund gelandet. Und wenn man das Ganze bis zu 6 x am Tag macht, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass die Behandlung nicht anschlägt (Denkste!).</p>
<h2>Nach 1 Woche Behandlung</h2>
<p>Nach 1 Woche waren seine Lippen und Mundwinkel wieder völlig symptomfrei. Lediglich die Zunge und eine kleine Stelle an der Innenseite der Wange waren noch leicht weiß.</p>
<p>Die Flasche war mittlerweile leer, wir mussten die Suspension nochmal holen, aber sie war ja kostenlos, von daher&#8230;</p>
<p>Ich war fest davon überzeugt, dass auch der kleine Rest, der jetzt noch übrig geblieben war, nach spätestens 1 Woche verschwindet. Doch leider hatte ich mich geirrt. Nach der 2. aufgebrauchten Flasche war der Soor immer noch da und die Eingewöhnung in der Kita stand in 1 Woche an. Es musste also schnell etwas her! Ganz schnell!</p>
<p>Vom Kinderarzt konnte man nicht viel erwarten. Er wollte den Soor jetzt erst einmal sich selbst überlassen. Nach dem Motto: Wird schon von allein wieder weggehen. Das Risiko, dass unser Sohn dann immer noch den Pilzbefall im Mund hat, es noch schlimmer wird, und wir am Ende die Eingewöhnung verschieben müssen, weil ein Kind mit solch einer ansteckenden Krankheit nicht in die Kita darf, war mir persönlich zu hoch. Ich wollte keine Experimente machen. Ich wollte diesen blöden Soor endlich in den Griff bekommen!</p>

<h2>Was uns geholfen hat</h2>
<p>Und wieder einmal stand mir meine Schwägerin mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin so froh, dass ich sie immer fragen kann, wenn ich nicht weiter weiß.</p>
<p>Unglücklicherweise hatte sich ihre Tochter nämlich mit Soor angesteckt. Während wir also noch mit unserem vom Kinderarzt verschriebenen Medikament arbeiteten, behandelte sie ihr Kind mit Teebaumöl. Ich informierte mich kurz über Teebaumöl, als sie es mir empfahl, fand jedoch heraus, dass man es nur äußerlich anwenden darf. Also ließ ich es erst einmal sein. Ich war skeptisch.</p>
<p>Doch nachdem der Soor immer noch nicht weg war und wir bereits die 2. Flasche kaufen mussten, war der Soor bei meiner Nichte bereits verschwunden. Und das nur mit Teebaumöl. Ich wurde also doch neugierig und recherchierte nun etwas genauer. Immerhin blieb uns nur noch 1 Woche bis zur Kitaeingewöhnung!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1228" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Teebaum" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-teebaum-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums gewonnen. Es hat eine entzündungshemmende, wundheilende Wirkung und wird bei entzündlichen Hautproblemen (z.B. Pickeln, Akne oder Warzen) angewandt.</p>
<p>Die beiden wichtigsten Verbindungen, denen das Teebaumöl seine Heilwirkung verdankt, sind Terpinen und Cineol. Cineol ist für seine antiseptische, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Doch<span id="ctrlcopy"> insbesondere dem Terpinen-4-ol, das mit 30 &#8211; 40 % den Hauptbestandteil des Teebaumöls darstellt, wird seine große Heilwirkung zugeordnet. Terpinen-4-ol hat eine starke Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren. Insgesamt gibt es etwa 100 Inhaltsstoffe im Teebaumöl, von denen aber nur etwa 60 % klassifiziert wurden.</span></p>
<p>Bei der Anwendung im Mundbereich muss das Teebaumöl jedoch stark verdünnt werden. Wir hatten immer 1-2 Tropfen Teebaumöl in 250 ml Wasser gemischt und den Mund unseres Kindes mit einem Wattepad, das in diese Mischung getunkt wurde, ausgewischt. Und im Nu (nach 1,5 Wochen) war der Soor weg! BAM!</p>
<h2>Vorbeugen</h2>
<p>Die Hauptsache ist, dass man den Soor loswird und dann dafür sorgt, dass er nicht noch einmal auftritt. Für uns hieß das, auf eine gute Hygiene zu achten, sprich: Hände waschen, Gegenstände, die mit Speichel oder Muttermilch in Berührung kamen, gründlich und oft reinigen, (Still-)BH&#8217;s oft wechseln und bei mind. 60°C waschen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-917" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine.jpg" alt="Mein Kind hat Soor - Spielzeug Bausteine" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mein-kind-hat-soor-spielzeug-bausteine-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Hattet ihr oder euer Kind Soor? Wie habt ihr ihn behandelt? Wie lange dauerte es bei euch?</p>
<p>Schreibt mir eure Erfahrungen mit Soor. Ich bin gespannt auf eure Geschichten.<br />
</p>
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		<title>Mit Baby duschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 16:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur zu oft ist es in den Kleinfamilien Alltag, dass der Vater arbeiten geht und die Mutter während des Mutterschutzes und der Elternzeit &#8211; oder noch darüber hinaus &#8211; mit dem Baby allein zu Hause ist. Und dann kommen Tage, an denen das Baby für keine einzige Sekunde abgelegt werden will. Was also tun, wenn ... <a title="Mit Baby duschen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mit-baby-duschen/" aria-label="Mehr zu Mit Baby duschen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur zu oft ist es in den Kleinfamilien Alltag, dass der Vater arbeiten geht und die Mutter während des Mutterschutzes und der Elternzeit &#8211; oder noch darüber hinaus &#8211; mit dem Baby allein zu Hause ist.</p>
<p>Und dann kommen Tage, an denen das Baby für keine einzige Sekunde abgelegt werden will.</p>
<p>Was also tun, wenn man mal dringend unter die Dusche müsste und das Baby nicht allein gelassen werden will?<br />
<span id="more-874"></span><div id='c4526_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Mit Baby duschen</h2>
<p>Was habe ich mich damals, als ich noch keine Mutter war, über das versiffte Äußere von den in Kaufhäusern umherziehenden Müttern ausgelassen&#8230; Ich schäme mich, wenn ich daran zurückdenke.</p>
<p>Aber die sahen aus! Meine Güte! Mit fettigen Haaren und einem schnell übergestreiften Jogginganzug schlurften sie wie Zombies durch die Gänge und schoben den Kinderwagen vor sich her.</p>
<p>Ich vertrat bis dahin die Meinung, dass man für Körperpflege und ein nettes Äußeres immer Zeit findet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-875" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Frau duscht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-frau-duscht-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und als ich selber frisch gebackene Mutter war, änderte sich meine Meinung schlagartig. Ich lief zwar nie im Jogginganzug durch die Gegend, aber plötzlich konnte ich ganz gut nachvollziehen, wie schnell man als Mutter zu solch einem Schlabberlook kommen kann.</p>
<p>Kaum zu glauben, wenn ich an diese Zeit zurückdenke, aber es gab sie tatsächlich: die Zeit, in der man den ganzen Tag nur am Stillen ist und zu nichts kommt. Nichts! Kein Duschen, keine Wäsche, kein Putzen, kein Fegen, kein Saugen. Die Wohnung sah furchtbar aus!</p>
<p>Eventuell schaffte ich es noch, das eingefrorene Essen, das ich zur Vorbereitung auf das kommende Wochenbett en masse vorgekocht hatte, aufzuwärmen. Das war&#8217;s dann aber auch schon.</p>
<h2>Zeit, zu handeln</h2>
<p>Ich erinnere mich noch genau an den Tag zurück, als mir die Stilleinlagen ausgingen und ich mich nicht aus dem Bett bewegen durfte, um neue zu kaufen. Logischerweise stillte ich dann, ohne dass mein BH durch eine Stilleinlage geschützt wurde.</p>
<p>Immer, wenn die Milch dann einschoss und die Milch an beiden Seiten in Strömen floss (okay, anfangs waren es eher ein paar Tröpfchen, aber steter Tropfen höhlt den Stein), saugte sich mein Still-BH mit dem gelblichen Kolostrum voll.</p>
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<p>Ich kam nicht einmal dazu, den verdammten BH zu wechseln! Es war eine Katastrophe! Als mich dann mein Freund darauf hinwies, ich möge doch mal den BH wechseln, war es mir so unendlich peinlich! Plötzlich war ich zu einer dieser Mütter aus den Kaufhäusern geworden.</p>
<p>Es gab Zeiten, in denen der Kleine sofort, obwohl er gerade noch tief und fest geschlafen hatte, bemerkte, wenn er abgelegt wurde. Er wachte dann auf, weinte, wollte wieder gestillt werden. Ich setzte mich wieder in den Stillsessel und alles ging von vorne los. Teufelskreis. Also wie stellt man es denn nun an, wenn man allein ist und das Baby nicht ablegen kann?</p>
<h2>Zeit zu zweit</h2>
<p>Bei mir war es von einem Tag auf den anderen so weit: Ich hatte die Nase voll von gelben BH&#8217;s, unreinem Körpergefühl und dergleichen. Ich schnappte mir zwei Badetücher, zog erst mich und dann den Kleinen aus, und stieg mit ihm in die Dusche.</p>
<p>Da er das gemeinsame Duschen bisher nicht kannte, war er ganz gespannt, was jetzt kommen würde. Mit großen Augen wartete er ab.</p>
<p>Es passierte nicht sonderlich viel in meinen Augen, doch für ihn war es etwas völlig Neues. Der Duschvorhang wurde zugezogen, die Dusche wurde angestellt, Temperatur gecheckt und dann stellten wir uns in den Wasserstrahl.</p>
<p>Das meiste bekam ich ab, der Rest rann meinem Baby langsam über den Körper. Ich wollte nicht, dass er vollgespritzt wird, sich erschreckt oder es unangenehm findet. Also schirmte ich ihn ab.</p>

<h2>Drahtseilakt</h2>
<p>Es war schon nicht leicht am Anfang, das gebe ich zu. Immerhin hatten wir unseren Sohn sonst immer auf dem Wickeltisch gewaschen oder in der Babywanne gebadet.</p>
<p>Jetzt stand ich plötzlich mit meinem Kind auf dem Arm unter der Dusche und musste zusehen, wo ich bleibe.</p>
<p>Da ich zu dieser Methode erst später kam, konnte unser Sohn seinen Kopf bereits halten. Ich musste also nicht noch zusätzlich den Kopf stützen. Das stelle ich mir nämlich noch einen Tick schwieriger vor.</p>
<p>Ich setzte meinen Sohn auf meine rechte Hüfte, hielt ihn mit dem rechten Arm und wusch ihn mit der linken Hand mit Wasser ab. Babyhaut braucht nämlich kein Shampoo oder sonstwas, das ist ja das Tolle! Und das Beste: sie riecht nicht nach Parfüm, sondern nach sich selbst. Herrlicher Babygeruch! Tiiiief einatmen!</p>
<p>Wenn er zu schwer wurde, oder nun die andere Seite mit Waschen dran kam, wechselte ich einfach die Seiten und fertig.</p>
<p>Und nun kommt der schwierigere Teil: sich selbst zu waschen, während man das Baby im Arm hält.</p>
<p>Das ist nicht so kompliziert, wie man es sich vielleicht vorstellt. Mit der Zeit arrangierte ich mich damit, dass ich den Kleinen immerzu auf einem Arm trug und alles mit nur einer Hand erledigte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-879" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Mutter und Kind Arm in Arm" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-mutter-und-kind-arm-in-arm-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>So geht&#8217;s:</h2>
<p>Im Folgenden gebe ich ein paar Tipps, wie ihr euer Baby am besten halten könnt.</p>
<h3>Haare waschen</h3>
<p>Mein Baby habe ich auf meiner Hüfte abgestützt und umklammere es mit dem Arm, damit es nicht runterfällt. Mit der anderen Hand kann ich jetzt den Rest erledigen: Haarshampoo greifen, aufmachen, über den Kopf gießen, Shampoo abstellen, Zeug auf dem Kopf einmassieren, Kopf unter die Dusche halten (diesen Part fand mein Kleiner immer lustig mitanzusehen) und ausspülen. Dabei darauf achten, dass das Baby keine Shampoospritzer ins Auge bekommt.</p>
<h3>Duschgel</h3>
<p>Und genau so handhabt man das dann auch, wenn man den restlichen Körper saubermacht.</p>
<p>Kind wird, wie oben beschrieben, gehalten, das Duschgel mit der freien Hand aufgemacht, über den Körper geträufelt, abgestellt, einmassiert, alles abgebraust &#8211; fertig!</p>
<h3>Abtrocknen</h3>
<p>Klar, dass man beim Aussteigen Acht geben muss. Ich weise dennoch darauf hin: Wenn ihr aus der Dusche steigt, gebt Acht, dass ihr nicht ausrutscht oder was auch immer.</p>
<p>Wenn ihr draußen seid, wickelt zuerst euer Baby in ein Badetuch ein, damit es nicht auskühlt und friert. Danach seid ihr dran.</p>
<div id='c5470_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Wenn sich euer Baby jetzt kurz ablegen lässt, damit ihr euch ein Tuch umbinden könnt, schön. Ich musste lernen, auch das mit dem Kleinen auf dem Arm zu erledigen.</p>
<p>Dann geht es nur noch ums Abtrocknen, Wickeln und Anziehen. Das könnt ihr ja wie üblich machen. Unser Baby fand aber auch den Wickeltisch doof. Was uns dabei geholfen hat, könnt ihr übrigens in folgenden Beiträgen nachlesen:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-an-und-ausziehen/" rel="noopener noreferrer">Baby weint beim An- und Ausziehen</a></li>
<li><a href="https://www.milchtropfen.de/baby-weint-beim-wickeln/" rel="noopener noreferrer">Baby weint beim Wickeln</a></li>
</ul>
<h2>Nachtrag: Wie ist es heute?</h2>
<p>Mittlerweile genießen wir es richtig, mit unserem Kind gemeinsam zu baden oder zu duschen. Auch der Papa kann diesen Part mal übernehmen, damit ich währenddessen etwas anderes erledigen kann.</p>
<p>Zu zweit ist es natürlich einfacher, als wenn man allein mit dem Kind ist. Wenn Papa und Sohn fertig sind, stehe ich draußen mit Badetuch bereit, mummel den Kleinen schön warm ein, trockne ihn ab, wickel ihn, zieh ihn an usw. Der Papa kann dann noch in Ruhe zu Ende baden und macht das Bad sauber. Ist doch eine prima Arbeitsteilung, oder?</p>
<p>Und wenn ich mich entscheide, mit dem Kleinen baden zu gehen, wenn wir allein zu Hause sind, ist das auch keine große Sache mehr. Der Kleine kann schon in der Wanne sitzen, wir spielen und spritzen und planschen und singen. Während ich bereits aus der Wanne steigen und mich abtrocknen kann, spielt der Kleine noch mit seinem Spielzeug oder Badebuch weiter, bis ich ihn dann aus der Wanne hole.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-877" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne.jpg" alt="Mit dem Baby duschen - Kind spielt in der Wanne" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/07/mit-dem-baby-duschen-kind-spielt-in-der-wanne-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Keine Sorge: Ich verlasse NIE den Raum, während mein Sohn noch in der Wanne sitzt. Ich bleibe immer dabei, um im Notfall eingreifen zu können.</p>
<p>Lasst mich wissen, ob euch das gemeinsame Duschen/Baden geholfen hat, wie ihr es findet oder welche Methoden euch womöglich geholfen haben, damit ihr ohne Drama duschen gehen konntet.<br />
</p>
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		<title>Baby beißt beim Stillen</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/baby-beisst-beim-stillen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2016 18:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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		<category><![CDATA[Zahnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kommt völlig unerwartet und trifft dich wie ein Schlag ins Gesicht. Wenn das Baby beim Stillen ständig in die Brust beißt, kommt man schnell an den Rand der Verzweiflung. Was mir geholfen hat, ohne abstillen zu müssen, teile ich dir in diesem Beitrag mit. Baby beißt beim Stillen Da hatten mein Baby und ich ... <a title="Baby beißt beim Stillen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/baby-beisst-beim-stillen/" aria-label="Mehr zu Baby beißt beim Stillen">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt völlig unerwartet und trifft dich wie ein Schlag ins Gesicht.</p>
<p>Wenn das Baby beim Stillen ständig in die Brust <strong>beißt</strong>, kommt man schnell an den Rand der Verzweiflung.</p>
<p>Was mir geholfen hat, ohne abstillen zu müssen, teile ich dir in diesem Beitrag mit.<span id="more-765"></span><div id='c5105_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Baby beißt beim Stillen</h2>
<p>Da hatten mein Baby und ich endlich die furchtbaren <a href="https://www.milchtropfen.de/stillprobleme/" rel="noopener">Stillprobleme</a> hinter uns gelassen. Wunde oder gar blutende Brustwarzen waren kein Thema mehr. Ebenso die <strong>Angst</strong> vor dem nächsten Anlegen. Kein Zähne zusammenbeißen, kein Zehen zusammenkneifen mehr. Es war so schön. Endlich genossen wir beide das Stillen.</p>
<p>Und dann das! Abends, wenn es ins Bett gehen sollte, fing das mit dem Beißen an. Ich sah es in seinem Blick. Es war ganz merkwürdig. Er starrte die Brust an, machte eine komische Bewegung mit den Lippen und zog, während er den Kopf wegzog, die Brustwarze durch seinen Mund. Dabei strichen seine Zähne an meiner Brust entlang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8735 pintbild" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen.jpg" alt="Baby beißt beim Stillen - Mögliche Gründe und Tipps wie man reagieren kann | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="800" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Erste Reaktion</h2>
<p>Es tat echt weh! Es tat so weh, dass ich laut <strong>&#8222;AUA!&#8220;</strong>, schrie, aber es interessierte ihn gar nicht. Ganz unschuldig guckte er meine Brust an und wollte wieder gestillt werden. Da ich das zum ersten Mal erlebt hatte, dachte ich, es wäre ein Versehen gewesen und gab ihm wieder die Brust. Und dann biss er wieder zu. Diesmal presste er seine Lippen derartig zusammen, dass meine Brustwarze eingequetscht wurde. Das war echt fies!</p>
<p>Anfangs sagte ich mir noch &#8222;Ruhig Blut.&#8220; und erklärte ihm, dass es wehtut, wenn er beißt und dass er damit aufhören soll. Doch als das nichts brachte, reagierte ich irgendwann verärgert. Er sieht doch, dass ich <strong>Schmerzen</strong> habe. Und dennoch macht er es wieder und wieder. Ich war fassungslos! Beleidigt! Empört! Verletzt! Ich sagte ihm laut, klar und deutlich, dass er das Beißen lassen soll.</p>
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</div>
<p>Und als auch das nicht fruchtete, begann ich irgendwann zu drohen. Ich sagte, ich würde <strong>abstillen</strong>. Jetzt gleich, sofort und auf der Stelle. Manchmal musste ich aus schierer Wut ganz schnell das Zimmer verlassen und sein Papa musste dann seinen Beitrag leisten. Ich wiederum nutzte die Zeit, um runterzukommen. Gar nicht so leicht, wenn einem zuvor in die Brustwarze (!!) gebissen wurde.</p>
<p>Und als ich wieder klar denken konnte, merkte ich, dass das gerade eben völliger Blödsinn war, den ich da von mir gegeben habe. Meine Güte, er ist noch so klein. Wie soll er begreifen, dass er mir weh tut? Er macht es doch nicht absichtlich. Und diese lächerlichen Drohungen, wie sofort abzustillen, bringen überhaupt nichts. Es muss einen anderen Grund geben.</p>
<h2>Mögliche Gründe für&#8217;s Beißen</h2>
<p>Ich merkte, dass ich nicht weiterkam und suchte in verschiedenen Foren und Blogs nach <strong>Ratschlägen</strong>. Ich werd&#8216; doch nicht die erste Mutter mit diesem Problem sein. Und siehe da: Zig Tipps sprangen mir ins Auge und wollten gelesen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-770" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-hand-auf-tastatur.jpg" alt="Baby beißt beim Stillen - Hand auf Tastatur" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-hand-auf-tastatur.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-beisst-beim-stillen-hand-auf-tastatur-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><a href="https://www.babycenter.de/a9992/was-tun-wenn-ihr-stillbaby-bei%C3%9Ft" target="_blank" rel="noopener">Gründe, aus denen das Baby zubeißt</a>, können zum Beispiel folgende sein:</p>
<ul>
<li>Langeweile, weil es gar keinen Hunger hat</li>
<li>Drang nach Aufmerksamkeit, falls die Mutti beim Stillen abgelenkt ist</li>
<li>Enttäuschung, wenn der Milchfluss nicht schnell genug einsetzt</li>
<li>Fehlspannungen im Kiefer oder aber im ganzen Körper</li>
</ul>
<p>Dann stieß ich auf einen weiteren Grund: Das Baby hat <strong>Schmerzen</strong>, z.B. durch das Zahnen. Könnte bei uns tatsächlich zutreffen.</p>

<h2>Was tun, wenn das Baby beim Stillen beißt</h2>
<p>Die meisten Mütter und Ratgeber empfehlen, das Stillen zu unterbrechen, sobald das Baby zubeißt. Und dann ordentlich schimpfen!</p>
<p>Ich weiß! In die Brust gebissen zu werden, ist total kacke! Es ist eins der beschissensten Gefühle, die ich kenne! Ich verstehe total, wenn du da &#8211; wie ich &#8211; kurz vorm Ausrasten bist. Oder sogar ausrastest. Auch ich bin laut geworden. Hat mein Baby nur Null interessiert.</p>
<p>Da kann ich ehrlich gesagt von Glück reden. Denn laut &#8222;Nein!&#8220; oder sonstwie aufzuschreien, könnte mitunter sogar <strong>negative Folgen</strong> haben:</p>
<ol>
<li><a href="http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/search?q=+bei%C3%9Fen" target="_blank" rel="noopener">Ursache-Wirkung-Prinzip</a>: Dein Baby erkennt, dass auf seine Handlung (Beißen) eine Reaktion (lauter Aufschrei) folgt. Es könnte versuchen, herauszufinden, ob diese Reaktion immer auftritt. Und dann hast du ein richtiges Problem!</li>
<li>Stillstreik: Dein Baby könnte von deinem lauten Aufschrei derart erschreckt werden, dass es nicht mehr gestillt werden möchte. Es geht in den <strong>Stillstreik</strong>. Dann hast du zwar das Problem mit dem Beißen hinter dir, dafür aber ein neues, größeres an der Backe.</li>
</ol>
<div id='c8450_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3>Also was tun? Wie &#8222;richtig&#8220; reagieren?</h3>
<p>&#8222;Gewünschtestes Wunschkind&#8220; rät, das Verhalten (nicht das Kind!) so gut es geht zu <strong>ignorieren</strong>. Ja, haha, ich weiß. Klingt irre. Aber wenn du dem Beißen keinerlei Beachtung schenkst, gibt es auch keine Reaktion, die wiederholt werden will. Es soll so wohl schneller vorbei gehen.</p>
<p>Nun kannst du ja schlecht dabei zusehen, wie dir die Brust zerbissen wird, und dabei gleichzeitig noch ruhig bleiben. Hier gilt es ganz klar, dich zu <strong>schützen</strong>: Steck deinen kleinen Finger in den Mundwinkel deines Kindes und löse die Brustwarze sanft (!) vom Babymund.</p>
<p>Weil ich davon ausging, dass es bei uns am Zahnen liegt, habe ich gedacht: Mein Baby braucht etwas zum Kauen, Knietschen, Beißen. Also: Auf, auf! Fingerzahnbürste und <a href="http://amzn.to/28NHdk2" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Beißring</a>* geschnappt und meinem Kleinen zum Herumknatschen hingehalten. Er kaute vergnügt darauf herum, legte es nach einer Weile Herumsnatschen beiseite und wollte wieder gestillt werden. Und siehe da: Kein Beißen mehr! Vielleicht klappt das auch bei dir?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6407" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand.jpg" alt="Baby sitzt, lacht und hält Beißring in der Hand" width="679" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-lacht-und-haelt-beissring-in-der-hand-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Und was, wenn es nun nicht die Zähne sind?</h2>
<p>Versuche, die <strong>Ursache</strong> des Beißens herauszufinden. Je nachdem kannst du dann entsprechend handeln:</p>
<p>Ist es Langeweile? Dann (sanft!) abdocken und die Langeweile bekämpfen. Spielt was, macht einen Spaziergang, kocht, putzt&#8230; Ich bin mir sicher, in dem Alter findet dein Baby alles, was du machst, hochinteressant.</p>
<p>Wenn der <strong>Milchspendereflex</strong> nicht schnell genug für dein Baby einsetzt, oder es deine Aufmerksamkeit will: Sei vollkommen bei deinem Baby. Wenn dir eine Million Sachen durch den Kopf gehen, schreib sie auf, damit sie aus deinem Kopf verschwinden und du zur Ruhe kommen kannst. Hört gemeinsam ruhige Musik. Mach es dir und deinem Baby so richtig schön gemütlich und kuschlig. Leg das Handy, oder was auch immer du gerade machst, beiseite und widme dich deinem Baby.</p>
<p>Was noch helfen könnte, um den <a href="https://www.babyclub.de/hebammensprechstunde/fragen/13438296.wie-kann-ich-den-milchfluss-anregen.html" target="_blank" rel="noopener">Milchspendereflex anzuregen</a>: Massier deine Brust vor dem Stillen mit Stillöl, erwärme sie vorher oder trink etwas Warmes. Ich denke allerdings eher, dass hier Ruhe der Schlüssel zum Erfolg ist, aber probier dich aus.</p>
<p>Und wenn alles nichts hilft, kann es meiner Meinung nach nicht schaden, mal beim Osteopathen vorbeizuschauen. Vielleicht liegt tatsächlich eine Blockade vor, die behoben werden muss.</p>
<h2>Loben und Bestrafen</h2>
<p>Nochmal zurück zum Loben und Bestrafen, weil mir dieses Thema sehr wichtig ist.</p>
<p>Viele raten dazu, ihr Baby zu <strong>loben</strong>, wenn es sich &#8222;lieb&#8220; verhält, also nicht beißt usw. Dann kriegt es eine Extraportion Küssen, Kuscheln, lieb Reden und dergleichen.</p>
<p>Im Umkehrschluss soll das Baby in irgendeiner Form <strong>bestraft</strong> werden, wenn es beißt. Damit es lernt, dass es etwas Falsches getan hat. Es wird geraten, dass Baby auszuschimpfen, abzulegen oder die Brust an das Baby zu drücken, damit es keine Luft mehr bekommt und von der Brust geht.</p>
<p>Dass es sich hier um ein Baby handelt, und nicht um ein Kind, das schon Zusammenhänge herstellen kann, vergessen da viele. Was das Baby mitbekommt: Die Milch wird ihm verweigert (aus einem Grund, den es nicht kennt), Mama guckt grimmig und ist furchtbar laut (aus irgendeinem Grund, den es auch nicht kennt), es kriegt keine Luft (!) oder es wird abgelegt. Babys sind Traglinge. Sie brauchen unseren Schutz, und den am besten in unseren Armen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-766" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-auf-dem-arm-seiner-mutter.jpg" alt="Baby auf dem Arm seiner Mutter" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-auf-dem-arm-seiner-mutter.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-auf-dem-arm-seiner-mutter-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wird ein Baby <strong>abgelegt</strong>, bekommt es Angst. Es kann ja nicht ahnen, dass hier keine gefährlichen Raubtiere herumstreunen, die es fressen wollen. Es weiß nicht, ob und wann es wieder den beruhigenden Duft von dir einatmen und deine Körpernähe spüren wird. Es lebt im Jetzt. Jetzt liegt es irgendwo und fühlt sich schrecklich. Es will zu dir. Dass du ihm gerade eine Lektion erteilen willst, weil es gebissen hat, weiß doch dein Baby nicht. Es ist ein Baby!</p>
<p>Und dein Baby ist auch kein Hund, der dressiert werden muss. Loben für &#8222;gutes&#8220; Benehmen, Bestrafen für &#8222;schlechtes&#8220;. Was dein Baby braucht, ist Liebe. Bedingungslose. Versuch, den Grund für das Beißen herauszufinden und nicht, dein Baby mit <strong>Liebesentzug</strong> zu strafen. Versuch es. Bei mir hat es auch nicht immer geklappt und ich bin ausgeflippt. Das tut ja auch weh! Du darfst auch ruhig wütend sein. Du hast Schmerzen. Aber in meinen Augen ist es wenig hilfreich, dein Kind dafür zu bestrafen. Kümmer dich um deine schmerzende Brust und hab dein Baby trotzdem lieb.</p>
<p>Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass du das Problem rasch lösen kannst. Ich weiß genau, wie man sich in solchen Momenten fühlt. Darum wünsche ich dir, dass die Ursache schnell gefunden und behoben werden kann.</p>
<p>Alles Gute!</p>
<div id='c6903_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Nachtrag: 19.07.2017 (Beißen beim Einschlafen)</h2>
<p>Der kleine Mann ist jetzt knapp 28 Monate alt und wird IMMER NOCH gestillt! 😉 Schnuller hat er keinen; dafür braucht er aber weiterhin die Brust zum <strong>Einschlafen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6408" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett.jpg" alt="Kind schläft im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/kind-schlaeft-im-bett-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Manchmal ist es so, dass er dann, bevor er sich ins Traumland verabschiedet, in die Brustwarze beißt. Und das tut höllisch weh, sag ich dir! Selbst, wenn ich vor Schmerz laut aufschreie, macht er nur mal kurz die Augen auf und schläft dann weiter (immer noch in die Brust beißend).</p>
<p>Ich handhabe das derzeit so: Nachdem ich also laut aufgeschrien habe und in Panik bin (im Gegensatz zum kleinen Mann), weiß ich: Jetzt muss ich schnell sein! Kleinen Finger in den Mundwinkel des kleinen Mannes klemmen und vorsichtig (!) versuchen, von der Brust zu <strong>lösen</strong>.</p>
<p>Manchmal geht er dann komplett ab, dreht sich um und schläft weiter. Oder er sucht dann nochmal die Brust. Aber dann beißt er zumindest nicht mehr, sondern ist wieder richtig angedockt. Das tut dann wenigstens nicht mehr weh.</p>
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		<title>Baby schreit beim Wickeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 11:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[baby]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[fön]]></category>
		<category><![CDATA[massage]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[weinen]]></category>
		<category><![CDATA[Wickeln]]></category>
		<category><![CDATA[wickeltisch]]></category>
		<category><![CDATA[windel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dein Baby schreit beim Wickeln? Vielleicht bringen dich unsere Tipps und Tricks weiter. Für uns waren sie eine große Hilfe. Um welche es sich genau handelt, erfährst du im Folgenden. Baby schreit beim Wickeln Da strahlte uns unser Baby die ganze Zeit über an und war die Ruhe in Person, doch wenn es ums Wickeln oder Abtrocknen ... <a title="Baby schreit beim Wickeln" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/baby-schreit-beim-wickeln/" aria-label="Mehr zu Baby schreit beim Wickeln">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dein Baby <strong>schreit</strong> beim Wickeln? Vielleicht bringen dich unsere <strong>Tipps</strong> und Tricks weiter. Für uns waren sie eine große <strong>Hilfe</strong>.</p>
<p>Um welche es sich genau handelt, erfährst du im Folgenden.<span id="more-32"></span><div id='c6194_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Baby schreit beim Wickeln</h2>
<p>Da strahlte uns unser Baby die ganze Zeit über an und war die Ruhe in Person, doch wenn es ums Wickeln oder <strong>Abtrocknen</strong> nach dem Waschen ging, war er nicht mehr wiederzuerkennen!</p>
<p>Sobald er nackig auf der <a href="https://www.milchtropfen.de/wickelkommode-bestseller-fuer-familien/">Wickelkommode</a> lag, fing er an zu <strong>weinen</strong>. Es brach uns das Herz, weil es nichts gab, das ihm das Wickeln angenehmer machte. Er schrie und brüllte und weinte und wollte sofort von diesem vermaledeiten Wickeltisch wieder hochgenommen werden.</p>
<p>Nach einer Weile klagte ich meiner Hebamme unser Leid. Ihr <strong>Tipp</strong>: Beim Wickeln einen Fön laufen lassen und unseren Sohn damit zu wärmen. Dabei immer wieder mit der Hand fühlen, ob der Fön nicht zu heiß wird und natürlich auch nicht ins Gesicht pusten!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-137" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Fön-für-die-Haare.jpg" alt="Fön" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Fön-für-die-Haare.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/Fön-für-die-Haare-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Der <strong>Fön</strong>! Natürlich! Es war so einfach wie genial, denn unserem Baby war im Winter natürlich kalt. Und obwohl unser Fön ganz schön laut und ein echtes Monstrum war, war unser Sohn von dem Teil fasziniert. Und das Beste: Sowohl das <strong>Wickeln</strong> als auch das Abtrocknen nach dem Waschen gingen von nun an angenehm vonstatten.</p>
<p>Als der Sommer kam, brauchten wir den Fön dann nicht mehr.</p>
<p>Zu unserem Bedauern hatte unser Sohn dann, als es wieder kälter wurde, plötzlich Angst vor dem Fön. Nach und nach gewöhnte er sich wieder an die Lautstärke, weil wir ihn mal im Bad anmachten und er nebenan lauschen konnte, doch jetzt ist er größer und lässt sich auf dem Schoß &#8211; eingewickelt in ein großes Badetuch &#8211; von uns auch ohne Fön abtrocknen.</p>
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<h2>Wenn das Hinlegen zum Problem wird</h2>
<p>Als unser Sohn anfing sich selbstständig hinzusetzen, hasste er es, beim Wickeln hingelegt zu werden. Da half nicht mal mehr der Fön.</p>
<p>Irgendwann fingen wir an, den Kleinen auf die frische Windel zu setzen und ihn dann im <strong>Sitzen</strong> zu wickeln. Problem gelöst. Welch ein Glück! Beim Sitzen ragte sein dickes Bäuchlein zwar etwas hinaus, was das Anlegen der Windel erschwerte, aber es klappte trotzdem irgendwie.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7607" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-und-macht-musik.jpg" alt="Baby sitzt und macht Musik" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-und-macht-musik.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/baby-sitzt-und-macht-musik-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch dann kamen die Zeiten, in denen er auch nicht mehr stillsitzen, sondern lieber <strong>krabbeln</strong> wollte &#8211; auf dem Wickeltisch! Also lernten wir, in nur wenigen Sekunden einem sich immerzu auf den Bauch drehenden und davon krabbelnden Baby eine neue Windel anzulegen. Auch wenn die Windel anfangs noch krumm und schief war, perfektionierten wir diese Wickelmethode mit der Zeit.</p>
<p>Als unser Sohn <strong>stehen</strong> konnte bzw. nicht umfiel, wenn er sich an uns festhielt, kauften wir (wohl eher aus Bequemlichkeit) Höschenwindeln, genauer gesagt die <a href="https://www.amazon.de/s/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=pampers%20h%C3%B6schenwindeln&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;tag=milchtropfen-21&amp;url=srs%3D5787992031%26search-alias%3Dpantry" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;</a><span id="productTitle" class="a-size-large"><a href="https://www.amazon.de/s/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=pampers%20h%C3%B6schenwindeln&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;tag=milchtropfen-21&amp;url=srs%3D5787992031%26search-alias%3Dpantry" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Pampers Windeln Baby Dry Pants&#8220;*</a>, die man dem Baby wie eine normale Unterhose anzieht. Das Wickelproblem war Geschichte.</span></p>
<p>Auf Dauer waren die uns dann aber einfach zu teuer, weshalb wir unser Wissen um eine weitere Wickelmethode erweiterten: das Wickeln im Stehen.</p>
<p>Diese Methode fand ich immer noch am einfachsten; im Stehen passte die Windel optimal um seinen dicken, süßen Bauch. Zwar bereiteten uns dann die dicken Speckbeinchen ein wenig Probleme, doch mit etwas Herumgezippel ging das schon.</p>

<h2>Perspektivenwechsel</h2>
<p>Bis wir auf all diese Lösungen kamen, verging jedoch ein Weilchen. Zwischendurch war ich einfach nur <strong>genervt</strong>, weil es wieder EWIGKEITEN dauerte, ihm die Windel auszuziehen, ihn sauber zu machen und ihm die neue Windel und die restlichen Sachen anzuziehen.</p>
<p>Und dann stellte ich mir vor, ich wäre jetzt mein Baby und würde in diesem Moment auf der Wickelkommode liegen. Würde gewaschen und gewickelt werden und die- oder derjenige, die/der das macht, würde alles so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen. Womöglich hält sie/er sich dabei noch die gerümpfte Nase zu und gibt einen <strong>angewiderten</strong> Laut oder Kommentar von sich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7604" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/frau-haelt-sich-nase-zu-waehrend-sie-windel-mit-zwei-fingern-haelt.jpg" alt="Frau hält sich Nase zu, während sie Windel mit zwei Fingern hält" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/frau-haelt-sich-nase-zu-waehrend-sie-windel-mit-zwei-fingern-haelt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/frau-haelt-sich-nase-zu-waehrend-sie-windel-mit-zwei-fingern-haelt-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich fragte mich, wie ich mich in dieser Situation <strong>fühlen</strong> würde. Nun, ich würde mich absolut unwohl und irgendwie auch &#8222;falsch&#8220; fühlen. Ungeliebt. Ekel erregend. Nicht anders geht es deinem Kind, wenn du dich so gegenüber ihm verhältst.</p>
<p>Wenn du es also <strong>eklig</strong> findest, dein Baby zu wickeln, weil es <strong>stinkt</strong> und dreckig ist und du es am Liebsten schon hinter dir hättest, dann versuch dich in die Lage deines Babys zu versetzen. Dein Baby findet es sicherlich auch nicht angenehm, stundenlang im eigenen Urin und Kot zu sitzen.</p>
<p>Stell dir vor, wie dein Baby am Ende wieder schön sauber ist und sich wohl in seiner Haut fühlt. Bedenke aber, dass der Weg dorthin mindestens genau so wichtig ist.</p>
<p>Dein Baby bekommt es hautnah mit, wie du mit seinem Körper während des Wickelns umgehst. Machst du nur schnell Waschi Waschi oder lässt du dir dabei alle Zeit der Welt und hast mit deinem Baby schon auf dem Weg zum Ziel eine Menge Spaß? Gehst du <strong>achtsam</strong> mit seinem Körper um oder reißt du ihn schnell hin und her, weil du das Wickeln als zwingend notwendiges Übel siehst?</p>
<h2>Meine Tipps für Spaß beim Wickeln</h2>
<p>Was uns die <strong>Wickelzeit</strong> erheblich versüßt hat, verrate ich dir jetzt:</p>
<h3>1. Bedingungslose Liebe</h3>
<p>Wenn du es eigentlich abstoßend findest, dein Baby zu wickeln (wegen der Gerüche oder sonstwas), versuch, über deinen Schatten zu springen und deinem Kind zu verstehen zu geben, dass sein Körper toll ist, sowohl mit als auch ohne <strong>Ausscheidungen</strong> am ganzen Körper. Dass du es gern <strong>sauber</strong> machst und ihm gern hilfst, damit es wieder gut <strong>riecht</strong> und sich in seiner Haut wohl fühlt.</p>
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</script><br></div></div>
<h3>2. Zeit</h3>
<p>Lass dir dabei alle <strong>Zeit</strong> der Welt. Es geht nicht darum, einen neuen Weltrekord im Geschwindigkeitswickeln aufzustellen.</p>
<h3>3. Perspektivenwechsel</h3>
<p>Versetz dich immer wieder in die Lage deines <strong>Babys</strong>, um dich zu vergewissern, dass du achtsam mit deinem Baby umgehst. Würdest du auch gern so (als Baby oder als alter Mensch in Windeln) behandelt werden? Würdest du dich wohl und geliebt fühlen? <strong>Reflektiere</strong> immer wieder dein Verhalten gegenüber deinem Kind, um dir diese Fragen beantworten zu können.</p>
<h3>4. Zeit zum Spaß haben und Kennenlernen</h3>
<p>Der Weg ist das Ziel: Habt beim Wickeln <strong>Spaß</strong> und lernt euch kennen. Gib deinem Baby eine sanfte Massage, sing ihm Lieder vor, gib lustige Reime von dir, denk dir eine Geschichte aus, schneide Grimassen, berichte von deinem Tag oder was du vorhast, lass dein Kind deine Hände berühren, dein Gesicht, dein Haar, gib ihm was zum Erkunden in die Hände.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-95" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-fuss.jpg" alt="Babyfuß" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-fuss.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/05/baby-fuss-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dein Baby wird es sicherlich auch mal ganz schön finden, keine Windel zu tragen. Lass es seinen eigenen Körper <strong>entdecken</strong> und unterhaltet euch darüber. Oder nimm eine Feder und streiche sanft über seine Haut. Und wenn es auf einmal los strullert: Geh in Deckung!</p>
<h3>5. Wickelmethoden</h3>
<p>Wenn dein Baby nicht im Liegen gewickelt werden möchte, dann hör auf, es weiterhin im <strong>Liegen</strong> wickeln zu wollen.</p>
<p>Gerade, wenn Babys einen <strong>Entwicklungsschritt</strong> vollbracht haben und beispielsweise sitzen können, ist es hilfreich, sich diesem anzupassen. Ist doch klar, dass es lieber sitzen will, wenn es das Sitzen gerade gelernt hat. Das heißt: Versuch, dein Baby im <strong>Sitzen</strong> zu wickeln, wenn es selbstständig sitzen kann. Sobald es krabbelt, auf allen Vieren zu wickeln. Wenn es stehen kann, im <strong>Stehen</strong> zu wickeln.</p>
<p>Dass es einfach wird, hab ich nie gesagt, aber es ist auch kein unmögliches Unterfangen. <strong>Übung</strong> macht den Meister.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es klingt abenteuerlich, wie wir unser Kind in diesen verschiedenen Positionen gewickelt haben, aber immerhin musste es dabei nicht weinen. Das <strong>Wickeln</strong> sollte für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis sein und nicht zum <strong>Albtraum</strong> werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-693" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/zufriedenes-baby.jpg" alt="Baby weint beim Wickeln - zufriedenes Baby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/zufriedenes-baby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2016/06/zufriedenes-baby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wir sagten uns immer: Wenn sich unser Sohn weiterentwickelt, dann werden wir das auch. Und SO schwer war es dann nun doch nicht.</p>
<p>Wie hat das Wickeln bei dir geklappt oder hast du noch andere <strong>Tricks</strong> in petto?<br />
</p>
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