Babyschwimmen – 4. Tag


Heute war ich das 4. Mal mit meinem Kleinen beim Babyschwimmen im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB).

Was soll ich sagen? Es war die mit Abstand schönste Kursstunde.

Warum? Ich erzähle es euch…

Babyschwimmen – 4. Tag

Anfangs habe ich ja erst einmal einen kleinen Herzinfarkt bekommen, weil dieses vermaledeite Schließfach mein 2€-Stück gefressen hatte, ohne mir den Schlüssel dafür zu geben. Ist das zu fassen? Und dann wollte sich der kleine Mann gerade nicht absetzen lassen, sondern unbedingt weiter von mir getragen werden. Also hock ich mich hin, in dem einen Arm mein Kind, mit dem anderen Arm fummel ich verzweifelt am Schlüssel, am Schloss, am Schrank, überall und nirgendwo, doch meine Versuche bleiben erfolglos.

Was tun? Meine Wertsachen unbeaufsichtigt lassen und schnell jemanden holen? Bloß wen? Sind doch alle im Wasser…

Nach einigem Hin und Her stecke ich ein zweites 2€-Stück hinein, weil mir für einen kurzen Augenblick der Gedanke kam, ich hätte vielleicht doch vergessen, eine Münze einzuwerfen. „Kann ich wirklich SO durch den Wind gewesen sein?“, schoss es mir durch den Kopf, und da war die Münze auch schon eingeworfen.

Wie sich herausstellte, hätte ich das mal lieber nicht noch einmal wiederholen sollen, denn auch jetzt bekam ich keinen Schlüssel. Und der Schrank hatte bereits 4€ verschlungen! Kann doch wohl nicht wahr sein!

Ich ruckelte und drehte und machte und tat! Der Schlüssel brach dann aber glücklicherweise nicht auch noch ab. Daran musste ich die ganze Zeit über denken, weshalb ich also verständlicher Weise nicht wie eine Furie auf den Schrank losging.

Und irgendwann hatte mich das Schloss genug geärgert, spuckte meine Münzen wieder aus (ja, alle beide auf einmal) und ich konnte mich endlich zur Schwimmhalle begeben.

Singkreis mit neuer Strophe

Kaum zu glauben, aber selbst die Rituale, die bei jeder Kursstunde unantastbar schienen, wurden etwas aufgepeppt!

Zu Spritzstadt, Planschdorf und Hüpfstadt, die ihr bereits aus der 1. Kursstunde kennt, gesellte sich jetzt noch das Strampeldorf dazu. Bei dieser Strophe hält man die Kinder in der Hocke und lässt ihre Beine strampeln, dass es nur so spritzt und platscht! Einige amüsierten sich köstlich! Mein Kleiner hingegen schaute nur etwas verdutzt, was zum Teufel ich da mit seinen Beinchen anstellte.



Bei den heutigen Übungen wurde Augenmerk auf das Gleichgewicht gelegt. Und ich muss sagen: Die Kinder haben das allesamt echt toll hingekriegt. 1. Sahne! Auch ich musste meinen Sohn so gut wie nie halten. Er hat sich im Wasser ausbalanciert und ging nie unter. Faszinierend! Das fanden auch die Kursleiterinnen.

Zahlenpuzzle

Die längste Übung bestand darin, ein auseinander gerupftes Zahlenpuzzle zu vervollständigen. Natürlich wurde nicht nur gepuzzelt, sondern auch geschwommen und Gleichgewicht gehalten. Dazu wurden am Beckenrand die fehlenden Puzzleteile hingelegt, die sich die Kinder aussuchen durften. Damit sollten die kleinen Wasserraupen bis hin zum gegenüber liegenden Beckenrand mit der Puzzlematte gelockt werden, an der die Kursleiterinnen bereits warteten.

Puzzlematte

Meine kleine Wasserraupe interessierte sich zwar dafür, sich eine Puzzlestück auszusuchen, aber locken ließ sie sich keineswegs damit. Wenn ich mir die anderen Kinder anschaute, die wie wild durchs Wasser strampelten, um an das Spielzeug zu kommen, kam mir mein Kind ein wenig verträumt vor. Er schäkerte lieber mit den Besuchern, die am Beckenrand Platz genommen hatten und uns zusahen. Dass sich jemand für die stillen Beobachter interessierte, bereitete ihnen Freude, weshalb sie sich mit ihm unterhielten und Witzchen machten. Es war ganz süß mitanzusehen.

Dieses Spiel nahm schon eine ganze Menge Zeit in Anspruch, aber es blieb genügend Zeit, um die Kinder bei den kommenden Übungen noch miteinander spielen zu lassen.

Zusammen mit 2 anderen Elternteilen standen wir einer anderen Elterngruppe, die sich am anderen Beckenrand befand, gegenüber und sollten uns nun mit den Kindern auf verschiedene Art und Weise hin zur Mitte des Beckens bewegen und uns dort treffen, miteinander Quatsch machen, planschen, reden usw.

Einmal sollten wir die Kinder durchs Wasser „rühren“, hochheben, an den Händen durchs Wasser ziehen, auf dem Rücken durchs Wasser ziehen, schwenken, oder – was vor allem die Zuschauer sehr belustigte – die Kinder wie Delphine durchs Wasser hüpfen lassen.

Delphin springt durchs Wasser

Dann gab es wieder eine Übung mit den UFOs, die wir vor den Kindern ins Wasser werfen und immer wieder weiterpusten sollten. Die Kinder mussten dann versuchen, durch Paddeln oder sonst irgendeine Bewegung an das UFO zu kommen.

Bei jeder Übung sollten die Kinder bestenfalls nicht mehr gehalten werden. Und es klappte – wie gesagt – überall ganz gut. Mein Sohn zum Beispiel ruderte schnell mit den Armen und stieß die Beine nach vorn, wenn er auf dem Rücken landete. Wenn er auf dem Bauch schwamm, ließ er sich gleiten und bewegte sich so gut wie gar nicht; er balancierte sich nur weiter aus und hielt seinen Kopf oben. Und wenn er mal wie eine Kerze im Wasser stand, dann zuckte mal das eine oder andere Bein, damit er nicht wieder in die Rückenlage kam.

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Neuer Abschiedsgruß Huuuuuu

Der neue Abschiedsgruß wurde schon beim letzten Babyschwimmen einstudiert. Wenn ihr den 3. Beitrag bereits kennt, dann wisst ihr ja schon, dass ich am Ende ziemlich abgelenkt war, weil ich Tränen trocknen musste.

Statt eines Abschiedslieds versammeln sich nun alle im Kreis, abwechselnd Kind und Erwachsener. Jeder Erwachsene nimmt nun eine Hand seines Kindes und eine Hand eines anderen Kindes, das wiederum die Hand seines Elternteils hält usw.

Mit steigender Tonhöhe wird nun ganz laut „Huuuuuuuuuuu!“ gerufen und die Kinder werden dabei an den Händen in die Kreismitte geschwenkt, damit sich dort alle Kinder treffen und berühren. Dann noch ein 2. Mal und zum Schluss gibt’s noch einen „Muah!“ feuchten Abschiedskuss zum kleinen Reim, den die Kursleiterinnen doch noch behalten haben.

„Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen. Die Zeit mit euch war wuuuuunderschön. Und zum Schluss gibt’s noch’nen „Muah!“ feuchten Abschiedskuss.“

Das Abschiedslied vom letzten Mal habe ich etwas vermisst. Es hat so einen schönen Ohrwurm-Effekt… „Alle Kinder, alle Kinder, geh’n jetzt nach Haus. Große Kinder, kleine Kinder, dicke Kinder, dünne Kinder…“ Naja, vielleicht wird es ja beim nächsten Mal wiedereingeführt.

Ob es heute so entspannt ablief, weil Mimi (ihr kennt sie aus der 3. Kursstunde) heute nicht da war, kann ich nicht sagen. Ich fand es eher traurig, dass die kleine Maus nicht dabei war. Vielleicht hätte sie auch Spaß daran gehabt – wer weiß.

Für die nächsten Kursstunden haben wir uns bereits eingeschrieben und ich bin froh, dass auch die Eltern aus dem jetzigen Kurs weiterhin Lust und Laune darauf haben und man sich somit etwas vertrauter wird.

Gespannt auf die nächste Woche, weil uns dann endlich jemand begleiten und Fotos schießen wird, verabschiede ich mich von euch und bedanke mich recht herzlich für eure Aufmerksamkeit.

Wenn ich euer Interesse wecken konnte und ihr auch mit euren Kindern an einem Babyschwimmkurs teilnehmen wollt, schaut doch einmal auf der Homepage der Schwimmschule delphin aqua im UKB vorbei.

Das UKB findet ihr übrigens hier:


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