Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum


1x im Jahr fuhren mein Mann (damals noch mein Freund) und ich gemeinsam mit Freunden und Bekannten ins Bundesleistungszentrum Kienbaum.

Seitdem sind einige Jahre vergangen und wir verbringen unsere Zeit bereits das 2. Mal mit unserem kleinen Fratz hier.

Was wir den lieben, langen Tag so treiben, darüber schreibe ich heute.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum

Ich erinnere mich an das Jahr 2015 zurück. Damals konnte unser Sohn gerade mal krabbeln, nicht mit den anderen Kindern mitspielen, weil die ja schon viel aktiver waren. Trotzdem war es eine schöne Zeit und ich freute mich auf nächstes Jahr – dieses Jahr. Denn dann würde unser Kleiner bestimmt schon laufen können.

Und siehe da! Er läuft. Manchmal. Wenn er nicht getragen werden will. Und an neuen Orten ist das so gut wie nie der Fall. Ich stellte mir schon vor, wie ich ihn tagein, tagaus tragen würde.

Aber schon nach wenigen Stunden war er aufgetaut und hatte sich auch schon eine Freundin gesucht. Die war bereits Schwester von drei weiteren Kindern und im Umgang mit Kleinkindern vertraut. Hand in Hand spazierten sie über die Flure, knabberten gemeinsam Salzstangen und malten zusammen.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Kinderbild

Die Kleine trug unseren Sohn sogar ab und zu von Ort zu Ort. Sie malte ihm sogar Bilder und schenkte ihm ein Spielzeug aus einem Ü-Ei. Meinen Sohn so vergnügt mit einem anderen Kind zu sehen, war ein wirklich schönes Bild.

Essen

Gegen Abend kamen wir also im Bundesleistungszentrum Kienbaum an. Wir warteten auf alle und gingen dann gemeinsam Abendbrot essen. Und ich gebe zu, dass ich jedes Mal nach diesem Wochenende einen bösen Muskelkater habe. Aber dennoch nehme ich das immer wieder aufs Neue in Kauf. Warum? Das Essen ist der Wahnsinn! Und wer genießt es nicht, 3 Tage lang nicht zu kochen, zu backen, Brote zu schmieren, Obst und Gemüse zu schnippeln? Und vor allem: Sich nicht um den Abwasch und das Aufräumen kümmern zu müssen (bis auf das Tablett, das man wegbringen muss)?



Denke ich an zu Hause, ist dies der Hauptteil, der am Tag an Zeit verloren geht. Deshalb genieße ich es wirklich, wenn mir bzw. meinem Mann und mir das auch mal erspart bleibt. Es gibt Frühstück, Mittag und Abendbrot. Und man kann so viel essen und trinken wie man will. Es ist echt der Hammer.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Mutter und Kind beim Frühtsück

Zum Mittagessen kann man zwischen 3 verschiedenen Mahlzeiten wählen (oder alle 3 essen – das geht auch). Dazu gibt es einen Haufen Obst und Gemüse, Joghurt, eine Salatbar und und und.

Ihr merkt: Vom Essen kann ich hier wirklich nur schwärmen!!

Der einzige Minuspunkt: Man darf sich kein Essen mitnehmen. Das wäre für uns z.B. nach dem Frühstück oder Abendbrot passend gewesen. Man schmiert sich noch ein paar Brötchen und futtert die dann, wenn der kleine Hunger kommt.

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Für die Wasserratten

Morgens geht es immer zum Schwimmen in die Schwimmhalle. Das muss man allerdings nicht mitmachen, wenn man nicht so früh aufstehen will. Hier trifft man sich nämlich schon gegen 7 Uhr in der Halle. Und man will nicht zu spät kommen! Sonst gibt es nämlich als Strafe… äh, ich meinte DENKANSTOß vom Trainer Liegestütze aufgebrummt. Ein Glück, dass wir mit unserem Kleinen noch den Baby- bzw. Kleinkindbonus haben, und diese Regel deshalb nicht bei uns greift.

Samstag nach dem Abendbrot konnte man dann entweder wieder in der Halle spielen oder sich – wie wir – im Wasser vergnügen.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Mutter und Kind beim Schwimmen

Für mich als Warmduscher war das allerdings keine Freude. Selbst das kleine Becken war SAUKALT! Wirklich! Nur waschechte Wasserratten hatten hier ihren Spaß.

Sport frei!

Wenn wir also nicht am Schlemmen und Planschen sind, dann verbringen wir den Rest des Tages in der Halle. Nach dem Aufwärmen (Feuer, Wasser, Sturm und ähnliche Spiele) spielen wir dann die unterschiedlichsten Gemeinschaftsspiele. Natürlich gibt es auch viel Zeit, in der freies Spiel möglich ist.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Kinder mit bunten Bändern

Jeder sucht sich seine Leute zusammen und spielt, was man will. Hierfür standen uns eine Menge Sachen zur Verfügung: Volleybälle, Hockeyschläger und -bälle, Fußbälle, Tennisbälle, Basketbälle, Federbälle und Schläger, Hula Hoop Reifen, Springseile, Schaumstoffbälle, Hütchen/Kegel und vieles, vieles mehr…

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Bälle

Am Samstag wurden auch mal Stationen aufgebaut, die man in der Gruppe ablief. Davon konnte man auf jeden Fall Muskelkater bekommen. Es gab viele Kraftübungen. Wir warfen Medizinbälle gegen die Wand und fingen sie wieder auf. Oder wir machten spezielle Übungen für die Beine oder Arme. Es gab Übungen, bei denen man sich richtig auspowern durfte. Und Übungen, die Geschick erforderten, z.B. die Übung, mit 3 federleichten Tüchern zu jonglieren.


Eine Kindheitserinnerung

Was mich ja total begeisterte… Kennt ihr die auch noch?

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Pedalo

Zum Glück stand der Name drauf. Ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wie die Teile heißen: Pedalo.

Mit Freude beobachtete ich Oli’s neue Freundin, die anfangs noch ganz wackelig unterwegs war, wild mit den Armen ruderte und auch des Öfteren runterfiel. Aber sie ließ sich nicht entmutigen. Alle spielten Fangen, mit den Bällen oder sonst etwas. Nur sie nicht. Sie war hochkonzentriert bei der Sache. Und hatte es dann nach vielem Üben endlich drauf. Das motivierte mich und auch ich stieg aufs Pedalo. Langsam tastete ich mich voran und hatte auch nach einiger Zeit den Dreh raus. Geht ganz schön auf die Oberschenkel!

Spaziergang

Zwischendurch hatten wir immer mal wieder Zeit für uns. Viele blieben dann in der Halle. Wir machten dagegen einen kleinen Spaziergang durchs Gelände, damit der Kleine schlafen konnte.

Das Gelände ist wirklich riesig! Also WIRKLICH riesig! Man kann durch Wälder spazieren oder am Liebenberger See entlang. Mit Kinderwagen oder ohne. Zu dieser Jahreszeit sollte man sich allerdings schon ordentlich warm anziehen. Es war typisches Herbstwetter, als wir unterwegs waren: nass, kalt und windig.

Aber die Aussicht war mehr als schön und es roch wunderbar nach Waldpilzen. Ich habe sogar einen gefunden! Kann man aber bestimmt nicht essen…

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Pilz

Zeit für Entspannung

Am Samstag Abend genossen die Männer dann die Sauna im Wellnessbereich. Je mehr Leute mitkommen, desto günstiger wird es. An diesem Abend waren wir aber nur sehr wenig.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Sauna

Die ganz Harten trauten sich auch ins Eisbad – brrrrrr!

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Eisbad

Selbst mein Sohn tat ganz lässig, als er mir zu verstehen gab, dass er ins Eisbad will, und ich seinem Wunsch Folge leistete. Ich hab ihn zwar nur mit den Füßen ins Eiswasser geditscht. Aber selbst da verzog er keine Mine, sagte nur :“Talt.“. Dann setzten wir uns an den Wannenrand, gaben ihm eine große Kelle und gossen ihm das Eiswasser über Füße und Beine. Ich war tief beeindruckt. Ich tue mich nämlich immer ganz schön schwierig bei solchen kalten Angelegenheiten. Bin halt ein Warmduscher. Naja, eher Heißduscher.

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Da freute es mich natürlich umso mehr, dass ich im heißen Whirlpool für einige Minuten entspannen konnte. Es war echt himmlisch. Und ich genoss jede Sekunde in vollen Zügen. Denn schon nach kurzer Zeit war da wieder der kleine Mann, der Milch wollte. Und der partout nicht bei seinem Papa bleiben wollte.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Frau und Kinder am Whirlpool

Die etwas älteren Kinder fanden zwar alles irgendwie gleich cool, aber die Infrarotsauna im Ruheraum hatte es ihnen doch am Meisten angetan. Das lag wohl weniger an der Entspannungsmusik, die da aus der Sauna kam, als vielmehr an den schönen Farben, in denen sie erstrahlte.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Ruheraum und Infrarotsauna

Gemeinschaftsraum

Unsere Zimmer liegen ein Stückchen vom Essenssaal und der Turnhalle entfernt. Man kann die Strecke entweder mit Auto oder zu Fuß überwinden. Oder mit Pennyboards, Rollern, auf denen beinahe jedes Kind fuhr, oder sonstigen Fahrgestellen.

Worüber ich eigentlich erzählen wollte, ist der Gemeinschaftsraum. Dort treffen wir uns dann abends (wer will), spielen Karten oder dergleichen.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Karten

Einige zischen ein Bierchen (als stillende Mutter finde ich ja Wasser VIEL leckerer!), andere mümmeln Süßigkeiten oder Knabberzeug. Unser Sohn begnügte sich auch mit Salzstangen. Wir reden, unterhalten uns, erzählen lustige Anekdoten und lernen uns einfach ein bisschen näher kennen.

Und so vergeht der Rest des Tages im Nu. Man merkt, dass die Augen weh tun, schaut auf die Uhr und glaubt es kaum. 22 Uhr, 23 Uhr, am Freitag gingen wir (mit Kind!) erst um 0 Uhr ins Bett. Das sind dann halt die Abende, von denen ich hier gesprochen hatte… Ich bin froh, dass sie nur ab und zu mal vorkommen und nicht üblich sind.

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Schlafenszeit

Und wenn es dann endlich ins Bettchen geht, lesen wir noch ein, zwei, drei Bücher. Und dann, nach dem 3. Mal Vorlesen, schlafen wir dann ein. Beziehungsweise der Kleine. Ich setze mich dann an den Laptop und schreibe. Zumindest, wenn es nicht schon 0 Uhr ist. Sonst lege ich mich neben den süßen Fratz und schlafe ruckzuck neben ihm ein.

Zu dritt in einem Bett können wir leider nicht schlafen. Die Betten hier sind zu schmal und lassen sich leider auch nicht verschieben. Es sei denn, man ist so engagiert, leiht sich einen Schraubenzieher und macht sich an die Arbeit, die Betten auseinander zu schrauben und nebeinander zu stellen. Die Mühe machten wir uns dann aber nicht. Im Gegensatz zu unseren Nachbarn. Ich hatte anfangs nur eine kleine Konstruktion gebaut, damit wenigstens mein Sohn neben mir schlafen kann, statt im Gitterbett.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Kind auf Bett

Ich kenne die nächtlichen Aktionen meines Sohnes mittlerweile sehr gut. Bei uns zu Hause schläft er neben mir im Familienbett ein und dreht sich dann im Laufe der Nacht bis zu 90°, sodass mir seine Füße im Gesicht liegen. Das schmale Bett wollte ich uns beiden also nicht zumuten und war schon ganz stolz auf meine Idee. Doch als es dann ans Schlafen ging, merkte ich schnell, dass mein Kleiner nicht extra liegen wollte. Jetzt dient das Extrabettchen uns als Rausfallschutz – auch gut.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Kind gähnt im Bett

Und so eng ist es dann gar nicht gewesen. Ich frage mich, wie wir es hier hinkriegen, auf engstem Raum gut nebeneinander zu schlafen, nicht aber im riesigen Familienbett…

Abreise

Am Sonntag gab es nochmal ordentlich Frühstück…

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Kind isst Cornflakes

…gefolgt von Spiel, Spaß und Spannung…

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Kind spielt mit Hula Hoop Reifen

Danach war der Kleine bereits eingeschlafen und verpasste das Mittagessen. Als sich (fast) alle satt gegessen hatten, hieß es Abschied nehmen. Und sich aufs nächste Jahr freuen.

Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum - Mutter spaziert mit Kind

Ich bin jedes Mal aufs Neue traurig, weil das Wochenende immer so schnell vorbei ist. Gerade jetzt mit Kind finde ich solche Unternehmungen wichtig und schön. Ich finde es wichtig, dass er auch mit anderen Kindern spielen oder sie beobachten kann, was er auch mal gern macht. Wenn er immer nur mit uns Erwachsenen zusammen ist, finde ich, fehlt da etwas.

Im Ganzen fand ich dieses Wochenende wirklich toll. Nicht nur ich. Auch der kleine Mann fand es schön. Und wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall wieder das Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum verbringen.

Wie sah euer Wochenende aus?

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