Babyschwimmen – 10. Tag


Wow! Es ist bereits der 10. Beitrag zu unserem wöchentlichen Besuch beim Babyschwimmkurs im Unfallkrankenhaus Berlin!

Diesmal saß meine Schwester auf der Zuschauertribüne und schoss fleißig Fotos.

Was heute im Kurs los war, erzähle ich euch im Folgenden.

Babyschwimmen – 10. Tag

Heute zog sich der Singkreis irgendwie in die Länge, ich weiß auch nicht… Sonst macht es sehr viel Spaß, mit den Kleinen durch Spritzstadt, Planschdorf, Strampeldorf und Hüpfstadt zu fahren. Aber heute fühlte es sich irgendwie länger an. Kann auch sein, dass ich unbedingt tauchen und den Singkreis schnell hinter mich bringen wollte. Wer weiß.

Zauberer, Elfe, Kobold

Als wir mit dem Spritzen, Planschen, Strampeln, Hochheben und Drehen durch waren, kamen wir zu einer abgewandelten Form des Feuer-Wasser-Sturm-Spiels, das wir übrigens in der 5. Stunde gespielt haben.

Wir liefen und hüpften mit den Kindern im Kreis durchs Wasser. Beim „Zauberer“ wurden die Kinder wie Kochlöffel im Wasser gerührt. Bei „Elfe“ hoben wir die Kinder aus dem Wasser und beim bösen „Kobold“ mussten wir die Kinder schnell retten und auf den Beckenrand setzen.

Babyschwimmen - 10. Tag - Mutter hebt Kind auf den Beckenrand

Manchmal wurden die Begriffe auch kombiniert. Bei „Elfe“ und „Kobold“ mussten wir die Kinder über dem Wasser haltend zum Beckenrand bringen und dort absetzen. Das war auf jeden Fall ein gutes Training für meine Arme!

Zirkeltraining

Die Kursleiterin bezeichnete diese Übung als Zirkeltraining, was aber nicht wirklich eins war, wie ihr feststellen werdet.

Es gab insgesamt 4 Stationen; jeweils eine an jeder Ecke des Beckens.

An der 1. Station schnappten sich die Kinder einen Styroporbaustein und wurden zur 2. Station gelockt.

Babyschwimmen - 10. Tag - Mutter schwimmt mit Kind

Die Wasserratte Vincent schwamm lieber in die andere Richtung und wollte sich Oli’s Baustein schnappen. Aber der Papa schaffte es, ihn mit seinem eigenen Baustein weiterzulocken. Oli und Vincent waren die Schlusslichter. Sie ließen sich viel Zeit und dümpelten lieber im Wasser umher, während die anderen vorpreschten.



Als wir dann auch endlich an der 2. Station ankamen, wurde der Baustein in einen Eimer geworfen und sich ein buntes Schwimmbrett geschnappt. Die Kinder sollten dann in Bauchlage auf das Brett gelegt und zur nächsten Station transportiert werden.

Babyschwimmen - 10. Tag - Mutter schwimmt mit Kind auf Schwimmbrett durchs Wasser

Ich persönlich finde diese Bretter immer total nervig. Mit den fetten Schwimmhilfen, die die Kinder am Arm tragen, ist es umständlich, sie dann auch noch auf die Bretter zu legen. Ein paar Mal bekam ich es hin, Oli darauf zu platzieren, aber er fand das Ding irgendwann auch nicht mehr toll und wollte lieber getragen werden. So ging es auch viel schneller voran und wir hatten die anderen bald eingeholt.

An der 3. Station lagen Badehandschuhe und Schwämme bereit, die sich die Kinder wieder nehmen durften. Damit wurde ihnen dann der Rücken massiert, während man sie zur 4. und letzten Station schob.

Babyschwimmen - 10. Tag - Schwämme und Badehandschuhe am Beckenrand

Bei der 4. Station angekommen, wurde der Schwamm oder Handschuh mit einem Styroporbaustein getauscht, das Schwimmbrett abgelegt und wieder zur 1. Station geschwommen.

Babyschwimmen - 10. Tag - Mutter mit Kind beim Babyschwimmen

Was richtig cool bei dem freien Schwimmen war: Der kleine Mann schwamm bereits, ohne dass ich ihn steuerte, hielt oder sonstwas machte, von ganz allein mit mir zur nächsten Station! Wie cool ist das denn? Es fiel mir erst gar nicht auf, bis ich merkte, dass wir plötzlich schon die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten! Auch der Kursleiterin fiel es auf und es freute sie sehr. Sie war auch ein wenig erstaunt. Und ich soooo stolz!

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Das Schiff

Als wir 3x die Stationen durchlaufen hatten, versammelten wir uns alle im Kreis, jeder bekam wieder ein Schwimmbrett und sollte sein Kind draufsetzen.

Anschließend wurde ein Lied gesungen. Wir haben es bisher nur 2x gesungen, deshalb erinnere ich mich nicht mehr an den Text. Aber es ging im Grunde genommen darum, dass das Schiff über das Meer fährt und die Wellen kommen. Das Schwimmbrett wurde dann mal nach vorn, hinten, nach links und nach rechts geschunkelt. Als dann die große Welle kommt, werden die Kinder auf dem Brett aus dem Wasser gehoben und mit einem kleinen Klatsch wieder abgesetzt. Doch dann kippt das Schiff um und die Kinder folglich auch.

Babyschwimmen - 10. Tag - buntes Schwimmbrett

Die Kursleiterin meinte, wer will, kann sein Kind ruhig ins Wasser plumpsen lassen, aber fast alle ließen ihre Kinder über Wasser. Es spritzte etwas mehr, aber das war’s auch schon. Und selbst das kam bei den Kindern nicht so gut an. Die Kinder, die beim Kentern des Schiffes unter Wasser fielen, wollten dann auch nicht mehr weitermachen. Gut, dass die Eltern dann wenigstens darauf hörten und es sein ließen.

Erstaunlich fand ich, wie eindeutig ein Kind bereits seinen Willen äußerte. Die Mutter fragte:“Nochmal?“ und das Kind schüttelte ängstlich seinen Kopf. Die Mutter fragte weiter:“Sollen wir aufhören?“ und das Kind nickte. Eindeutiger geht’s wohl kaum. Die Mutter ließ es dann auch sein und kuschelte mit ihrem Kind, während wir den 3. Durchgang starteten.

Becherspiel

Dann kamen wir endlich zu den Bechern, die Oli – und bestimmt auch die anderen Kinder – die ganze Zeit über angestarrt hatte.

Jeder Elternteil bekam einen Becher und ich, weil Oli sich meinen schnappte und ihn dann einem anderen Kind schenkte, noch einen. Da die meisten Kinder jetzt mit den Bechern spielen wollten, hatte letztendlich jeder von uns einen in der Hand.


Mit dem Becher machten wir dann verschiedene Übungen.

Mal ließen wir das Wasser vor uns aus dem Becher laufen. Mal gossen wir den Becher um unsere Kinder herum aus. Dabei sollten wir so langsam ausgießen, dass die Kinder den Strahl verfolgen konnten.

Anschließend ließen wir die vollen Becher ins Wasser plumpsen. Es spritzte viel, bei manchen kam es nicht so gut an.

Babyschwimmen - 10. Tag - Wasser spritzt

Auch die Übung, bei der wir das Wasser aus dem Becher mit propellerartigen Bewegungen ausschütten sollten, kam nicht so gut bei den Kleinen an. Immerhin landete auch einiges im Gesicht und das findet keiner wirklich angenehm. Ich versuchte immer, das Wasser so herauszuschleudern, dass es zwar spritzte, aber nicht so viel mitten im Gesicht landete.

Zum Schluss wurde mit dem Becher ins Wasser gestampft. Das machte lustige Geräusche. Die Kinder verzogen ihre Minen und wendeten sich schnell ab, wenn sie einen Spritzer abbekamen.

Abschied

Und dann war die Stunde plötzlich um und das Abschiedslied wurde gesungen. Diesmal fing der kleine Mann aber gar nicht an zu weinen. Ich hatte ehrlich gesagt schon darauf gewartet, aber es kam nicht. Er guckte erst ein bisschen traurig, aber ließ die Tränen dann doch weg.

Am Ende trafen sich alle Kinderfüße in der Mitte des Kreises, die Kinder blickten sich noch ein letztes Mal an und dann ging es ab unter die Dusche und ins warme, kuschelige Badetuch.

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Schlussworte

Heute fand ich es etwas öde, muss ich sagen. Ich hatte mich auf das Tauchen gefreut, hatte extra die Unterwasserkamera mitgenommen und war dann enttäuscht, weil es nicht stattfand. Dazu kam noch, dass die Übungen nicht neu und schon bekannt waren. Ich fand es immer cool, wenn sich die Kursleiterinnen etwas Neues hatten einfallen lassen. Aber vielleicht musste die eine Kursleiterin improvisieren, weil sie heute allein mit uns war. Keine Ahnung. Ich hoffe, dass die nächste Stunde wieder interessanter gestaltet und auch getaucht wird.

Meine Schwester fand zudem traurig, dass kein freies Spiel angeboten wird. Damit meint sie, dass die Kinder sich auch einfach mal mit dem Becher beschäftigen können, oder man mit dem Kind tauchen geht, oder ein paar Bahnen schwimmt oder so ähnlich.

Und das fand ich auch. Es heißt immer „Schnell, schnell, schnell, jetzt machen wir die Übung, dann die, dann geben wir wieder die Spielzeuge ab, dann kommt dies, dann spielen wir damit…“. Es wäre besser, finde ich, wenn man weniger Übungen machen, sich für diese aber mehr Zeit lassen würde. Dann könnten sich die Kinder auch besser ins Spiel hineinfinden. In dem Moment, in dem sie sich gerade an die Übung gewohnt haben, müssen sie ihr Spielzeug schon wieder weggeben. Und da kommt Frust auf, ganz klar. Es geht mitunter echt hektisch zu.

Jetzt wäre der Kurs für uns ja eigentlich vorbei, aber wir haben uns auch für die kommenden Schwimmstunden angemeldet.

Ich frage mich, wie die nächsten Stunden verlaufen werden, ob mehr getaucht wird, ob es (hoffentlich) neue, tolle Spiele geben wird usw.

Ihr werdet es auf jeden Fall erfahren! Nächste Woche schreibe ich wieder! Und wer weiß – vielleicht begleitet uns dann wieder jemand und macht Fotos.


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