Die Sommertipps

Die Sommertipps - Kinder spielen mit Wasser

Der Sommer ist da, die Sonne ballert unermüdlich, es wird heiß!

Was es im Sommer mit Baby zu beachten gilt, und wie ihr es am Besten kleidet, das verrate ich euch in diesem Beitrag.

Die Sommertipps

Als frisch gebackene Mutter habe ich mich ständig gefragt, was ich meinem Baby anziehen soll.

Nicht etwa, ob es heute im süßen Blümchen- oder doch im coolen Dinosaurier-Look gekleidet wird, sondern eher, welche Kleidung für welches Wetter geeignet ist.

Dazu kam noch, dass wir zwar einen Kinderwagen hatten, unser Sohn aber meistens dort nicht rein wollte, also trugen wir ihn im Tragegurt. Aber je nachdem, ob er im Tragegurt, Kinderwagen oder auf allen Vieren unterwegs war, brauchte man andere Kleidung.

Wie wir unseren Sohn bei warmem oder heißem Wetter entsprechend gekleidet haben, erfahrt ihr jetzt.

Bekleidung für heißes Wetter

Im Sommer sieht man die Leute immer in heller, luftiger Kleidung herumlaufen. Warum? Weil schwarze Kleidung mehr aufheizt. Und in dicken Klamotten herumzulaufen, kann man im Sommer ja nicht auch noch gebrauchen. Da schwitzt man sich ja zu Tode!

Die Sommertipps - Kinder spielen mit Wasser

Doch dunkle Sachen im Sommer zu tragen, bringt einige Vorteile mit sich! Helle, enge Kleidung schützt nämlich weniger vor Sonnenbrand als dunkle, weite Kleidung. Wusstet ihr das? Und es geht noch weiter! Nicht nur dunkel und weit sollte die Kleidung sein, sondern auch noch dicht gewebt. Somit wird die Haut noch besser geschützt.

Baumwolle und Leinen sind zwar die atmungsaktivsten Stoffe, jedoch kein Vergleich zu Polyester, wenn es um den Sonnenschutz geht.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kauft spezielle Kleidung mit UV-Schutz. Gerade bei Bade- bzw. Schwimmbekleidung kann es nicht schaden. Wasser reflektiert nämlich die Sonnenstrahlen und verstärkt die UV-Belastung der Haut enorm!

Sonnencreme

Egal, für welchen Stoff, für welche Farbe und für welche Gewebedichte ihr euch entscheidet: Auch unter der Kleidung sollte Sonnencreme aufgetragen werden.

Es wird davor gewarnt, Babys unter 1 Jahr unnötig mit Sonnenschutzmitteln zu belasten. Dadurch, dass sie im Verhältnis zum restlichen Körper eine größere Hautoberfläche besitzen als Erwachsene, nehmen sie vermehrt die darin enthaltenen Chemikalien auf. Außerdem erschweren Sonnencremes zusätzlich das Schwitzen, weshalb sie auch nicht auf der gesamten Körperoberfläche aufgetragen werden sollen.

Wenn es dann vor- oder nachmittags rausgeht, cremt euer Kind etwa 1/2 h vorher ordentlich mit Sonnencreme ein. Wichtig ist dabei ein hoher Lichtschutzfaktor.

Testsieger bei Öko-Test für Sonnencreme ist aktuell Alverde Sonnenmichel Kinder Sonnenbalsam LSF 30 von dm*.

Ich persönlich finde den Lichtschutzfaktor von 30 zu niedrig und habe mich für den 2. Platz entschieden. Das ist Bübchen Sensitive Sonnenlotion LSF 50+*. Auch auf dem 2. Platz von Öko-Test ist Ladival Sonnemilch für Kinder, LSF 50*, aber die haben wir bislang nicht benutzt.

Gerade, weil unser Sohn einen sehr hellen Hauttyp und dazu noch rötliche Haare hat, ist er sehr anfällig für Sonnenbrand. Bislang hatte er noch keinen – zum Glück. Nein, es liegt nicht am Glück, sondern daran, dass wir ihn alle 2 – 3 Stunden neu eingecremt haben und wir zusätzlich Folgendes einhielten.

Mittagssonne meiden

Wir cremten unseren Sohn erst mit 1 Jahr und 3 Monaten mit Sonnencreme ein. Bis dahin war Mittagssonne tabu – und ist es heute noch.

Die Zeit von 11 – 15 Uhr solltet ihr draußen in der prallen Sonne gänzlich meiden. Die Sonne ballert währenddessen dermaßen runter, dass es keinen Spaß macht und zu gefährlich ist. Noch dazu ohne Sonnencreme. Da hilft auch keine dicke Wollkleidung. Deshalb hielten wir uns in dieser Zeit mit dem Kleinen immer drinnen im Schatten auf.

Wie wir unser Baby genau kleideten, erfahrt ihr weiter unten im Text.

Mit Tragegurt

Ihr werdet es nicht glauben, doch selbst im übelst heißen Sommer, als man nur am Schwitzen war, wollte mein Sohn lieber im Tragegurt sein als im Kinderwagen. Also mussten wir uns überlegen, wie ihr ihn dann anziehen, denn durch das Tragen entsteht ja noch zusätzlich Wärme.

Die Sommertipps - Kind im Tragetuch

Ich persönlich mag es nicht, wenn Haut an Haut klebt. Deshalb haben wir unserem Baby auch im heißesten Sommer wenigstens einen kurzärmeligen Body angezogen.

Body

Ein Body – und nicht etwa ein T-Shirt – sollte es deshalb sein, weil der nicht verrutschen kann. Beim Shirt rutscht vor allem beim Tragen ständig etwas hoch und man ist nur am Zuppeln.

Außerdem war uns wichtig, dass der Body aus 100 % Baumwolle besteht, weil sie am Atmungsaktivsten ist, was gerade im Sommer wichtig ist. Wenn es dann noch Bio-Baumwolle war, umso besser. Ihr könnt natürlich auch einen Body aus Leinen nehmen. Leinen besitzt eine hohe Luftdurchlässigkeit und fühlt sich kühl an. Aber wie weiter oben schon erwähnt, sind diese Stoffe keine optimalen UV-Schilde. Da wir unser Baby aber eh nie direkter Sonnenstrahlung aussetzten, ging es uns hauptsächlich um die Atmungsaktivität. Deshalb wählten wir Baumwollkleidung.

Klar, dass die Sachen nach dem Tragen einmal komplett durchnässt waren. Aber Wechselklamotten hat man ja in der Regel immer dabei. Vor allem, wenn die Babys viel spucken, wie unser Sohn es getan hat.

Sonnenhut

Ein weiterer Grund, weshalb unser Sohn keinen Sonnenbrand bekam: der Sonnenhut. Wichtig beim Kauf ist ein Nackenschutz und dass der Hut auch über die Ohren geht. Doch nicht nur hinten sollte die Haut vor der Sonne geschützt werden. Der Sonnenhut sollte vorne für das Gesicht eine breite Krempe haben, wie beim Cappy.

Die Sommertipps - Kind mit Sonnenhut

Wir haben zum Beispiel ein Cap von Tribord*, das auch im nassen Zustand zuverlässig schützt. Und ja, dieser Sonnenhut hat keine Schnüre. Die mag unser Sohn nämlich nicht. Zwar gab es immer wieder eine Zeit, in der der Sonnenhut durch die Gegend geschmissen wurde, aber mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen hat sich die Sache von allein erledigt. Wir haben dann kein großes Trara gemacht, wenn die Mütze vom Kopf gezerrt wurde. Dann lief er eine Weile ohne herum (im Schatten) und wir versuchten etwas später, ihm die Mütze wieder aufzusetzen. Dazu noch ein paar Erklärungen, warum die Mütze so wichtig ist und irgendwann hat es dann geklappt.

Da unser Tragegurt* eine Kapuze mit Sonnenschutz hat, war eine Mütze dort nicht nötig. Sobald es aber aus dem Tragegurt rausging, war sie fällig.

Sowieso hält man sich mit seinem Baby am Besten immer im Schatten auf – egal ob mit oder mal ohne Mütze.

Untenrum

Untenrum gab es entweder die Windel oder – weil ich den Gedanken unerträglich fand, mein Baby bei solch hohen Temperaturen eine Windel umzubinden – gar nichts. Po frei! Lasst es baumeln! Wie auch immer! Frische Luft tut dem Babypopo eh mal ganz gut, wenn er doch die ganze Zeit eingewickelt ist.

Im Sommer, wenn es heiß ist, ist man ja eh am Wasser oder im Garten oder sonstwo im Grünen und nicht in der stickigen Bude. Also macht es auch nichts, sein Baby mal im Freien pinkeln zu lassen.

Und geht mal was daneben, dann ist das halt so. Versickert schließlich alles im Boden. Und selbst, wenn man sich in kühlere Räumlichkeiten zurückgezogen hat, ist es kein Drama, wenn das Baby einen anpullert oder alles auf dem Boden landet. Kann man schließlich alles wieder sauber machen.

Die Sommertipps - Kind nackig auf dem Bauch

Um den weißen Teppich würde ich aber dennoch einen Bogen machen. Aber wer hat schon sowas zu Hause, wenn er Kinder hat?! Ich schweife ab…

Sonnenbrille

Sonnenbrillen ergeben wirklich Sinn, um die Augen vor dauerhaften Schäden zu schützen.

Da Babys sowieso nicht mit der Sonne in Kontakt treten dürfen und ständig im Schatten sind, braucht es noch keine Sonnenbrille. Doch wenn es zum Urlaub ans Wasser oder in die Berge geht, wenn die Kleinen die Gegend erkunden wollen und so weiter, dann lohnt sich ein Kauf.

Auf folgende Angaben solltet ihr beim Kauf einer Sonnenbrille achten:

  • Das CE-Zeichen steht für die Einhaltung des europäischen Sicher­heits­stan­dards für persönliche Schutz­ausrüstung. Allerdings wird nur ein UV-Schutz von bis 380 Nanometer versichert. Und leider gibt es keine unabhängige Instanz, die jedes Modell mit CE-Zeichen überprüft. Es kann also auch gefälscht sein!
  • Der Hinweis „UV400“ weist auf einen UV-Schutz für Licht von einer Wellenlänge bis zu 400 Nano­meter hin.
  • Der Hinweis „100 Prozent UV-Schutz“ bedeutet, dass alle Strahlen unter 400 Nanometer gefiltert werden.

Weiterhin sollten die Brillengläser nicht zu klein sein und wenigstens zu den Augenbrauen reichen. Durch breite Bügel werden die Augen auch seitlich geschützt.

Die Sommertipps - Kind mit Sonnenbrille

Insgesamt gibt es 5 Tönungsstufen bei Sonnenbrillen, die man abhängig vom Aufenthaltsort wählt:

  • Kategorie 0: 0 – 20 % Lichtabsorption: sehr heller Filter für leichten Lichtschut, z.B. bei bewölktem Himmel und am Abend
  • Kategorie 1: 20 –  57 % Lichtabsorption: heller bis mittlerer Filter für bewölkte Tage und wechselhaftes Wetter
  • Kategorie 2: 57 – 82 % Lichtabsorption: dunkler Filter für den Sommer
  • Kategorie 3: 82 – 92 % Lichtabsorption: sehr dunkler Filter für südliche Gegenden, Wasser, Strand und Berge
  • Kategorie 4: 92 – 97 % Lichtabsorption: extrem dunkler Filter für Hochgebirge und Schnee (nicht für den Straßenverkehr)

Außerdem solltet ihr auf Sonnenbrillen mit entspiegelten Gläsern achten. Reflektierte UV-Strahlen können bis zu 50 % der gesamten UV-Belastung ausmachen. Eine einfache Entspiegelung der Gläser reduziert Lichtreflexe um die Hälfte, eine „Superentspiegelung“ sogar um 98 %.

Farben wie Braun, Grau oder Grün verfälschen die Umgebung am wenigsten.

Es gibt noch sooo viel beim Kauf einer guten Sonnenbrille zu beachten. Am Besten, ihr lasst euch beim Optiker professionell beraten. Schaut nicht als 1. auf den Preis, sondern auf die Qualität. Beim Kauf einer billigen Sonnenbrille ohne ausreichend UV-Filter schadet ihr den Augen mehr. Die Folgen können Kopfschmerzen, brennende Augen, aber auch Entzündungen der Binde- und Hornhaut sein!

Mit Kinderwagen

Wenn man ohne Tragegurt unterwegs war und das Baby im Kinderwagen vor sich her schob, hatte es genau dasselbe an wie im Tragegurt. Kurzärmeliger Body und Sonnenhut. Untenrum dann eine Windel oder – wenn man mutig war und das Kind beim leisesten Anzeichen sofort abhielt – auch ohne Windel.

An den Kinderwagen gehört dann ein Sonnenschutz, der die empfindliche Babyhaut zusätzlich vor Verbrennungen schützt.

Die passende Bekleidung für mein Baby - Mann fährt Kinderwagen

Die Tragetasche unseres Kinderwagens war von Natur aus schon etwas dick gepolstert, sodass unser Sohn darin schnell zu schwitzen begann. Wir legten dann eine einfache Mullwindel unter den Kleinen, damit er nicht direkt auf dem dicken Stoff lag. Egal, ob Schweiß, Spucke oder Milch: Die Mullwindel fing es auf.

Wenn ihr euer Kind untenrum nackig habt, dann legt vorsichtshalber 1-2 Mullwindeln oder ein Badetuch drüber. Wenn dann nämlich doch mal ein Missgeschick passiert, dann seid ihr froh, dass es nicht in die Tragetasche ging.

Bekleidung für warmes Wetter

Mit Tragegurt

Wenn es nicht mehr so unerträglich heiß ist und die kleinste Bewegung nicht im Schweißausbruch ausartet, kann das Baby auch wieder etwas (!) wärmer angezogen werden.

Als 1. Schicht kam bei unserem Baby – neben der Windel – immer ein Body. Wenn es draußen nicht heiß, aber angenehm warm war, und man selber im T-Shirt rumlaufen konnte, dann zogen wir unserem Kind einen kurzärmeligen Body an. Wurde es kühler, gab es stattdessen einen langärmeligen Body.

Wichtig war uns dabei immer, dass es ein einteiliger Body ist, am Besten mit Druckknöpfen. Warum Druckknöpfe? Das An- und Ausziehen ist somit am Einfachsten und drückt nicht, wenn das Baby drauf liegt (anders als beim Knopf).

Über die Windel kam dann eine kurze Hose, ebenfalls aus Baumwolle. War es draußen etwas kühler, gab es statt der kurzen Hose einen Strampler oder eine lange, dünne Stoffhose. Ohne Schnüre, ohne Knöpfe, ohne Schnickschnack, denn das Umkleiden soll unkompliziert gehen.

Die passende Bekleidung für mein Baby - Kind liegend mit Body an

Eine Mütze gegen den etwas kräftiger wehenden Wind kann nicht schaden. Im Tragegurt* schützte die Kapuze die Ohren unseres Babys ausgezeichnet.

Mit Kinderwagen

Gleiches Prozedere wie im Tragegurt: Windel, kurzärmeliger Body (einteilig, Druckknöpfe, Baumwolle), kurze Hose (keine Knöpfe, keine Schnüre).

Bei starkem Wind muss man dann gucken: Ist der Wind kalt? Weht er in den Kinderwagen rein? Dann Mütze auf, eventuell auch langärmeliges Shirt und Strampler. Aber von Stramplern sind die Füße immer so winzig, weshalb wir schnell auf Hosen umgesattelt sind. Also lieber eine lange Stoffhose und dazu noch Söckchen anziehen.

Wenn ihr eine dünne (!) Decke dabei habt, könnt ihr euer Kind auch damit zudecken. Das sollte bei warmem bis leicht kühlem Wetter völlig ausreichen. Wir hatten übrigens immer eine Strickdecke* dabei. Die war ideal, wenn die Wolken sich zuzogen und es dann mal doch etwas frischer wurde.

Was gibt es zu beachten?

Trinken, Trinken, Trinken

Sorgt dafür, dass eurer Baby/Kind jederzeit etwas zum Trinken hat. Wenn ihr stillt, ist das ideal, denn dann habt ihr immer etwas zu Trinken dabei. Wenn ihr nach Bedarf stillt, reicht es auch vollkommen aus, wenn ihr eurem Baby nur Muttermilch gebt. Zusätzlich noch Wasser zu geben, ist nicht nötig.

Ja, unser Kinderarzt hat etwas anderes gesagt, und ich bin mir sicher, es sagen auch noch andere Kinderärzte. Aber wenn ihr euer Kind stillt, wenn es durstig ist (und nicht erst, wenn 3 h vorbei sind!), dann sollte das kein Problem sein, auch nur mit Muttermilch durch den Sommer zu kommen.

Fragt euch nicht, wann die letzte Stillmahlzeit war, wenn euer Baby wieder nach der Brust sucht. Trinkt ein Baby länger an der Brust, steigt der Fettgehalt in der Milch. Vielleicht braucht euer Baby aber gerade nur einen Durstlöscher und saugt nur kurz an der Brust und ist dann fertig.

Die Sommertipps - Baby beim Stillen

Wasservergiftung

Wir haben, als Beikost eingeführt wurde, auch etwas Wasser angeboten. Wasser haben wir jetzt, wo unser Sohn über 1 Jahr alt ist, immer dabei (neben der Muttermilch). Tee gibt es weniger und wenn, dann mit Wasser gemischt. Saft gibt es nie als Durstlöscher und ansonsten sehr selten, so gut wie nie! Wenn Saft angeboten wird, dann nur mit ausreichend Wasser verdünnt.

Was ihr noch wissen solltet: Zu viel Wasser schadet eurem Baby mehr als es nützt. Gerade, wenn es richtig heiß wird, will man als Elternteil nur das Beste für sein kleines Baby. Aber ihm vermehrt Wasser zum Trinken zu geben, kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Die Ursache: Wasservergiftung, auch Wasserintoxikation genannt.

Die Sommertipps - Wasservergiftung

Dadurch, dass Babys Nieren noch nicht ausreichend Wasser verarbeiten können, wird das Blut verdünnt. Der Natriumgehalt im Blut sinkt ab. Natrium ist ein Salz, das den Blutdruck kontrolliert und für die normale Funktion von Nerven und Muskeln zuständig ist.

Da der Natriumgehalt ausgeglichen werden muss, nehmen die Zellen vermehrt Wasser auf, woraufhin sie anschwellen.

Auch im Gehirn wird Wasser eingelagert. Die Zellen können sich aber aufgrund des Schädels nicht sehr weit ausdehnen. Es kann zu einem Hirnödem kommen, dessen Symptome Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern, Bewusstseinsstörung und epileptische Anfälle sind.

Gebt eurem Kind also ausreichend Muttermilch, denn darin ist alles enthalten, was euer Baby braucht. Nicht nur Wasser, sondern auch Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate und vieles, vieles mehr. Wenn ihr eurem Baby künstliche Säuglingsnahrung gebt, dann streckt sie nie mit Wasser, weil es gerade heiß draußen ist oder weil ihr Pulver und Geld sparen wollt!

Heiße Steine

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sich der Boden unter euren Schuhen aufheizen kann, wenn die Sonne den ganzen Tag raufgeknallt hat! Gerade, wenn Kinder im Sommer barfuß durch die Gegend krabbeln oder laufen, müsst ihr sie davor schützen. Auf der Wiese herumtollen, ist dann viel angenehmer. Oder ihr zieht eurem Kind Schuhe an, wenn es bereits laufen kann.

Und schon kommen wir zum nächsten Tipp:

Bienen, Hummeln usw.

Gerade, wenn der Sommer so richtig in voller Blüte steht, sind die fleißigen Insekten unterwegs. Aber nicht immer sitzen sie auf den Blüten hoher Sträucher, sondern auch mal gern auf den Kleeblüten, die auf dem Boden wachsen. Tritt man dann auf sie drauf oder fühlen sie sich bedroht, ist das Geschrei groß. Ein Stich von einer Wespe oder Biene oder der Biss einer Hummel tut höllisch weh!

Die Sommertipps - Biene auf einer Kleeblüte

Wenn ihr euer Kind also über die Wiese krabbeln lasst, habt immer ein Auge drauf, wem oder was sich euer kleiner Entdecker gerade nähert. Doch nicht nur auf stechende Insekten muss man Acht geben…

Disteln, Brennnesseln usw.

Außerdem solltet ihr zusehen, dass euer Kind nicht in eine Distel oder Brennnessel grabscht. Klar, jedes Kind macht seine eigenen Erfahrungen. Die musste ich auch als Kind machen, als ich mich an einer Distel festhielt, als ich drohte, an einem Sandhügel herabzurutschen. Oder, als ich als Erwachsene mit dem Fahrrad in einen Busch aus Brennnesseln fiel. Aber das muss ja nicht heißen, dass ihr euer Kind nicht vor Schmerzen bewahren könnt. Ich warte ja auch nicht ab, dass sich mein Kind verbrennt, wenn es sich dem Lagerfeuer nähert…


Schlafenszeit

Und was zieht man dem Baby zum Schlafen an?

Bei uns gab es im Sommer einen kurzärmeligen Body. Und da wir alle gemeinsam in einem Bett schlafen, gab es auch eine dünne Decke. Und die ist ihm nicht über den Kopf gerutscht. Ein Kopfkissen brauchte unser Sohn bislang nicht.

Die Sommertipps - Baby schläft bei Papa

Ich finde, dass man, wenn man mit seinem Kind in einem Bett schläft, sowieso achtsamer wird und auch nicht mehr so tief und fest schläft. Schließlich muss man immer mal wieder kurz überprüfen, ob alle noch leben, alles in Ordnung ist, und kann dann beruhigt weiterschlafen.

Schlafsack

Anfangs hatten wir es mit dem Schlafsack probiert und sind daran verzweifelt.

Wir hatten gelesen, dass man das Baby zum Schlafen in so einen Schlafsack legen soll, weil es gefährlich mit Decke ist, sonst strampeln sie sich die Decke über den Kopf, Erstickungsgefahr droht! Erst versuchten wir, unser Baby zum Einschlafen zu bringen und dann im Schlaf dort reinzulegen, aber das merkte er sofort und wachte wieder auf.

Dann zogen wir ihm den Schlafsack bereits an und ich stillte ihn in den Schlaf. Aber er war mit diesem unhandlichen Ding sowas von blöd zu halten. Es war so unbequem und ungemütlich, dass ich den Schlafsack bald in die Ecke feuerte. Und alle anderen Schlafsäcke, die wir in Massen im Schrank liegen hatten.

Die Sommertipps - Mädchen schläft

Blöd an den Schlafsäcken finde ich außerdem, dass die Kinder sich nicht frei bewegen können. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Kindheit zurück. Wir waren zu Besuch bei Verwandten. Jeder hatte seinen Schlafsack dabei. Und so ein Schlafsack muss ja immer zugeschnürt werden. Ich habe diese Dinger gehasst, sag ich euch! Ich schlafe nämlich sonst immer auf der Seite, mit der Decke zwischen den Beinen. Ein Bein ist also zugedeckt und eins guckt raus. Irgendwann hab ich dann den Schlafsack an einer Seite aufgelassen und konnte endlich in so einem Ding schlafen.

Von daher sind mir Schlafsäcke von Natur aus schon ein Dorn im Auge. Aber das ist ja jedem selbst überlassen. Vielleicht findet es euer Baby ja auch total angenehm, in so einem Sack zu schlafen. Ist halt alles Geschmackssache. Unser Sohn mochte ihn nicht, deshalb haben wir ihn weggelassen. Was sollen wir ihn da reinzwängen?! Macht ja keinen Sinn.

Fazit

Im Sommer gibt es schon einiges zu beachten, nicht wahr?

Pauschal kann ich nicht sagen, was ihr eurem Kind genau wann anziehen sollt. Es kommt halt immer drauf an. Manchmal reicht ein Shirt, bei Wind braucht’s dann ein langes Shirt, bei kaltem kommt noch eine Weste oder ein Jäckchen dazu usw.

Ich hoffe dennoch, dass euch der eine oder andere Hinweis, wie wir unseren Kleinen angezogen haben, und was man weiterhin beachten sollte, helfen konnte.

Letztendlich kann ich euch nur ans Herz legen, euch ein Tragetuch oder einen Tragegurt zu beschaffen. Es ist nicht mal ansatzweise so teuer wie ein Kinderwagen, ihr spart Zeit und Nerven beim Umkleiden, und ihr gebt eurem Baby damit nur das Beste: eure Nähe. Damit seid ihr auch immer auf der sicheren Seite und habt nicht ständig Sorge, ob euer Kind friert, schwitzt etc.

Aber das ist nur ein Tipp von mir, rein aus Erfahrung entstanden. Ich bin froh, dass wir unseren Kinderwagen damals nur gebraucht auf eBay Kleinanzeigen gekauft hatten. Ich hätte mir in den Hintern gebissen, wenn wir uns einen neuen für 800€ (oder mehr!!) gekauft hätten, der jetzt die meiste Zeit nur als Gepäckträger dient.

Wenn es euch gefallen hat, oder es euch nicht gefallen hat und ihr konstruktive Kritik äußern wollt, freue mich auf eure Kommentare!

Über Julia

Hallo! Ich bin Julia, 26 Jahre alt und blogge seit 2016. Ich bin Mutter eines kleinen Mannes (geb. 2015) und bastel mit Leidenschaft.
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