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	<title>Angst &#8211; Milchtropfen</title>
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	<title>Angst &#8211; Milchtropfen</title>
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		<title>Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Wittwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2020 14:36:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein neues Familienmitglied zur bereits vorhandenen Familie hinzu stößt, kann es unter Umständen eine sehr emotionale Phase geben &#8211; mit vielen Höhen und Tiefen.  Auch als bei uns der kleine Bruder geboren wurde, gab es eine aufregende Zeit und viele nervenaufreibende Situationen mit unserem Erstgeborenen. Mittlerweile hat es sich aber wieder gemildert. Wie auch ... <a title="Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/familienzuwachs-die-entthronung-des-erstgeborenen/" aria-label="Mehr zu Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ein neues Familienmitglied zur bereits vorhandenen Familie hinzu stößt, kann es unter Umständen eine sehr <strong>emotionale Phase</strong> geben &#8211; mit vielen Höhen und Tiefen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch als bei uns der kleine Bruder geboren wurde, gab es eine aufregende Zeit und viele <strong>nervenaufreibende</strong> Situationen mit unserem Erstgeborenen. Mittlerweile hat es sich aber wieder gemildert. Wie auch du wieder Harmonie in euren <strong>Familienalltag</strong> bekommst und was du speziell für das Erstgeborene tun kannst, verrate ich dir hier im Beitrag.</span></p>
<p><span id="more-12691"></span></p>
<h2>Familienzuwachs &#8211; die Entthronung des Erstgeborenen</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>Geburt</strong> des Geschwisterchens ist für viele Kinder ein immenser Umbruch im familiären Gefüge. Hatte es bis jetzt doch Mama und Papa für sich alleine, kommt ihm von nun an nur noch geteilte Aufmerksamkeit und Fürsorge zu. Kaum ist das Geschwisterchen da, muss fortan vor allem die Mama <strong>geteilt</strong> werden, ist sie doch die meiste Zeit am Stillen, Wickeln und Trösten. Das bedeutet hohen <strong>Stress</strong>, Schmerz und Frustration für das Erstgeborene. Niemand hat es gefragt, ob jemand neues “einziehen” darf. Es fühlt sich überrumpelt. Eifersucht kommt in ihm hoch.</span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/entthronung-5-tipps.jpg" alt="Entthronung 5 Tipps" width="381" height="801" /></p>
<h2>Wie fühlt es sich für das Erstgeborene an, wenn ein Geschwisterkind hinzu kommt?</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Stell dir vor dein Partner bringt eine andere <strong>Frau</strong> mit nach Hause! Sie schläft von nun an mit in eurem Bett und benötigt viel Aufmerksamkeit und <strong>Zeit</strong>, die dir von nun an fehlt. Immer öfter musst du warten, dass auch deine Bedürfnisse befriedigt werden, denn zuerst ist jetzt immer die neue Frau an der Reihe, die auch noch häufig weint und Trost benötigt. <strong>Wut</strong>, Traurigkeit und Frustration machen sich bei dir breit und du weißt noch nicht damit umzugehen. Du fühlst dich weniger geliebt und weißt nicht, wie du deinen Gefühlen Ausdruck verleihen sollst, ziehst dich entweder zurück oder wirst aggressiv der neuen Frau gegenüber. Dafür wirst du <strong>ausgeschimpft</strong>. Du fühlst dich dadurch noch weniger geliebt und gesehen, als so schon. Ein <strong>Teufelskreis</strong> beginnt. </span><span style="font-weight: 400;">So in etwa fühlt sich dein Erstgeborenes. Es hat große <strong>Verlustängste</strong>, vor allem dir als Mutter gegenüber! </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img decoding="async" class="wp-image-12711 size-full aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg" alt="Familienzuwachs Entthronung" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/mutter-troestet-kind-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kinder müssen erst lernen mit diesen, teils heftigen <strong>Gefühlen</strong> umzugehen. Gerade, wenn sich Kinder in der Autonomiephase und der emotionalen Entwicklung befinden, ist es hilfreich, <strong>Verständnis</strong> zu zeigen und das Kind mit seinen Gefühlen zu sehen, ernst zu nehmen und <strong>aufzufangen</strong>. Darüber habe ich ausführlich in meinem Beitrag: </span><a href="https://www.kleinermensch.net/autonomiephase-und-emotionale-entwicklung-teil-i/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-weight: 400;">Autonomiephase und emotionale Entwicklung – wenn zwei Entwicklungsphasen aufeinanderprallen geschrieben.</span></a> <span style="font-weight: 400;">Dein Kind hat <strong>Angst</strong> und ist verunsichert, es weiß nicht, ob es immer noch geliebt wird, wie vorher. </span></p>
<h2>Wie du dein Baby schützen kannst!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Manche Kinder zeigen ganz klar die <strong>Überforderung</strong> durch diese neue Situation. Manche werden dann <strong>handgreiflich</strong> dem Baby gegenüber. Versuche bei Übergriffen das Baby ganz unaufgeregt zu <strong>schützen</strong> und die Grenzen klar und liebevoll zu artikulieren. Bleib in unmittelbarer Gegend, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Wenn du nicht die ganze Zeit auf Habachtstellung sein möchtest, dann kannst du dein Baby auch in die Tragehilfe packen und so ist es vor Übergriffen geschützt. </span><span style="font-weight: 400;">Wir dürfen und müssen die Grenzen des Babys schützen und klar artikulieren, dass niemand <strong>verletzt</strong> werden darf. </span></p>

<p>Doch wie kannst du dafür sorgen, dass sich das große Geschwisterkind nicht zu sehr benachteiligt fühlt?</p>
<h2>5 Punkte, die euch helfen in Verbindung zu kommen und zu bleiben:</h2>
<ol>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Beziehe es mit in die <strong>Pflege</strong> des Babys ein. Lass es das Baby wickeln, beim Baden helfen, Fläschchen geben oder beim Stillen mit kuscheln, dann fühlt es sich nicht ausgeschlossen.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Verbringe Zeit mit ihm, wenn das Baby Mittagsschlaf macht &#8211; <strong>Exklusivzeit</strong>! Spielt etwas, was euch beiden Spaß macht, denn wenn du darauf eigentlich keine Lust hast, bist du wahrscheinlich mit deinen Gedanken schnell woanders. Spielt etwas, was die Bindung stärkt &#8211; Bindungsspiele können helfen, die Bindung aufrecht zu erhalten und schaffen somit mehr Kooperation und Nähe.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Habe <strong>Verständnis</strong> für neue Verhaltensweisen, wie: </span><strong>Regression</strong>. Regression bedeutet, dass dein großes Kind einen Rückfall in babyhaftes Verhalten macht. Dieses Verhalten wird nicht für immer so bleiben. Es ist lediglich ein Hilferuf auf den du liebevoll reagieren darfst. Dein Kind möchte auf sich aufmerksam machen und sucht so deine Fürsorge. <strong>Aggressionen</strong>. Manche Kinder werden aggressiv. Versuche die Gefühle deines Kindes zu spiegeln: “Du bist wütend/traurig/enttäuscht, dass ich gerade so wenig Zeit für dich habe!”, oder “Ich sehe, dass du traurig bist, du fühlst dich benachteiligt, was kann ich für dich tun, was brauchst du?”.</li>
<li style="font-weight: 400;">Und auch wenn dir das vielleicht schwer fällt, Beschimpfungen, Strafen oder Vorwürfe bei Aggressionen gegen das Baby sind kontraproduktiv. Nimm dein Kind trotzdem in den Arm oder auf den Schoß und zeige ihm deine <strong>Liebe</strong>, denn sonst neigt dein Kind wahrscheinlich später dazu, durch Übergriffe auf das kleine Geschwisterchen auf sich aufmerksam zu machen, frei nach dem Motto “Lieber negative Aufmerksamkeit, als gar keine!”</li>
<li style="font-weight: 400;"> Schenke deinem großen Kind vor allem: die <strong>Sicherheit</strong>, dass es noch geliebt wird; Geborgenheit, um sich wohl zu fühlen und <strong>Nähe</strong>, um sich zu beruhigen.</li>
</ol>

<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du diese 5 Punkte beherzigst, zeigt das deinem Kind, dass es immer noch geliebt, <strong>wertvoll</strong>, willkommen und angenommen wird, so wie es ist! Mit viel Liebe, Zuneigung, Verständnis und Körperkontakt gerade in den ersten Monaten nach der Geburt des Geschwisterchens lassen sich viele Konflikte lösen oder sie entstehen erst gar nicht. </span></p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-12709 size-full aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs.jpg" alt="Familienzuwachs" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2020/03/familienzuwachs-50x32.jpg 50w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So kann eine richtig gute Geschwisterliebe wachsen. Dass heißt nicht, dass es nie Konflikte oder <strong>Geschwisterrivalitäten</strong> geben wird, aber deine Kinder werden sich geliebt und gesehen fühlen. Hierzu möchte ich dir passend zum Thema das Buch von Nicola Schmidt &#8222;<span id="productTitle" class="a-size-large"><a href="https://www.amazon.de/Geschwister-als-Team-Familie-artgerecht-Buch/dp/3466311047/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=geschwister+als+team&amp;qid=1584211340&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=melaniewittwer-21&amp;linkId=9d7fcdae10c38f960ece288d60e36fbd&amp;language=de_DE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Geschwister als Team: Ideen für eine starke Familie.</a>&#8222;* empfehlen. </span></span></p>
<h2>Achte auf dich &#8211; Selbstfürsorge im Alltag!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Um angemessen liebevoll auf deine Kinder reagieren zu können solltest du auch darauf achten, gut für dich selbst zu sorgen. Denn nur wenn es dir gut geht, kann es deinen Kindern auch gut gehen. Bist du entspannt, kannst du gelassener auf Konflikte reagieren. <strong>Sorge</strong> also, wenn möglich, für Zeiten, in denen du dich entspannen kannst. Dabei kann dir dein <strong>Partner</strong> helfen, eine gute Freundin oder deine Verwandtschaft. Sie können beispielsweise nach den Kindern schauen, damit du in Ruhe eine Dusche nehmen kannst, dir Essen bringen oder mit im Haushalt helfen. Du kannst auch mit anderen Mamas ein <strong>Mütterteam</strong> bilden und euch gegenseitig bei der Betreuung der Kinder unterstützen. Wie das geht kannst du im Beitrag <a href="https://www.kleinermensch.net/wie-du-dir-mit-einem-muetterteam-das-leben-leichter-machen-kannst/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;</a></span><a href="https://www.kleinermensch.net/wie-du-dir-mit-einem-muetterteam-das-leben-leichter-machen-kannst/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Wie du dir mit einem Mütterteam das Leben leichter machen kannst&#8220;</a> nachlesen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Spür in dich hinein. Was brauchst du, um genug <strong>Kraft</strong> für den doch manchmal anstrengenden Alltag mit Kindern zu haben? Öffne dich und sprich über deine Bedürfnisse, denn niemand kann sie erraten &#8211; du kennst sie am Besten! Gerade in der ersten herausfordernden Zeit &#8211; und im Wochenbett &#8211; kann Unterstützung von außen ein <strong>Segen</strong> sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Welche Erfahrungen habt ihr nach der Geburt des Geschwisterchens gemacht? Schafft ihr es auf die Bedürfnisse eurer Kinder einzugehen?</span></p>

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		<title>Die beste Entspannungsübung bei Stress</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2019 08:41:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer war nicht schon einmal gestresst und angespannt? Wenn du noch auf der Suche einer einfachen Übung bist, die du jederzeit nutzen kannst, um schnell wieder zur Ruhe kommen zu können, dann freu dich, sie in diesem Beitrag gefunden zu haben. Was du dafür brauchst? Nur deine Hände&#8230; Stress Ich kenn es, du kennst es, ... <a title="Die beste Entspannungsübung bei Stress" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/die-beste-entspannungsuebung-bei-stress/" aria-label="Mehr zu Die beste Entspannungsübung bei Stress">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer war nicht schon einmal gestresst und angespannt?</p>
<p>Wenn du noch auf der Suche einer einfachen <strong>Übung</strong> bist, die du jederzeit nutzen kannst, um schnell wieder zur <strong>Ruhe</strong> kommen zu können, dann freu dich, sie in diesem Beitrag gefunden zu haben. Was du dafür brauchst? Nur deine Hände&#8230;</p>
<p><span id="more-12009"></span></p>
<h2>Stress</h2>
<p>Ich kenn es, du kennst es, jede/r kennt es: <strong>Stress</strong>!!!!!!!!! (sind das genug Ausrufezeichen?)</p>
<p>Das Blöde ist: Wenn wir gestresst sind, spannt unser Körper immer mehr und mehr an, und wenn wir den Moment verpassen, diesen Vorgang zu stoppen, dann braucht es nur noch EIN DING (und das kann irgendwas Banales sein) und wir rasten aus!</p>
<p>Wenn der Sturm vorüber ist, wir uns abreagiert haben und allmählich wieder zur Vernunft kommen, sitzen wir dann da und bereuen, was wir getan haben. &#8222;Scheiße! Hätte ich mal&#8230;&#8220; Kennst du das? Ich auch. Das Gute: Ich verrate dir jetzt die beste <strong>Entspannungsübung bei Stress</strong>!</p>
<p>Was noch besser ist: Für diese <strong>Entspannungstechnik</strong> brauchst du nur deine Hände, du hast sie also jederzeit bei dir, sie kostet nix, geht schnell, ist super <strong>einfach</strong> und unglaublich <strong>effektiv</strong>!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-12012" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/die-beste-entspannungsu-cc-88bung-fu-cc-88r-die-du-nur-deine-ha-cc-88nde-brauchst.jpg" alt="Die beste Entspannungsübung, für die du nur deine Hände brauchst! | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/die-beste-entspannungsu-cc-88bung-fu-cc-88r-die-du-nur-deine-ha-cc-88nde-brauchst.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/die-beste-entspannungsu-cc-88bung-fu-cc-88r-die-du-nur-deine-ha-cc-88nde-brauchst-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/die-beste-entspannungsu-cc-88bung-fu-cc-88r-die-du-nur-deine-ha-cc-88nde-brauchst-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/die-beste-entspannungsu-cc-88bung-fu-cc-88r-die-du-nur-deine-ha-cc-88nde-brauchst-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/06/die-beste-entspannungsu-cc-88bung-fu-cc-88r-die-du-nur-deine-ha-cc-88nde-brauchst-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Die beste Entspannungsübung bei Stress</h2>
<p>Stell dir vor, du kommst in irgendeine <strong>Stresssituation</strong>: Du willst los mit deinem Kind, alles ist vorbereitet, doch dein Kind ist grad total frustriert und schreit, weil (irgendwas) und du merkst, wie dir diese ganze Situation langsam, aber sicher an die Nieren geht. Vielleicht merkst du, dass du allmählich <strong>nervös</strong> wirst, <strong>frustriert</strong>, angespannt&#8230;</p>
<p>Das ist der beste Moment, um auszusteigen und deine <strong>Atemübung</strong> zu machen:</p>
<ol>
<li>Lass alles, was gerade nervt und stresst, Nebensache sein. Es ist egal. <strong>Konzentrier</strong> dich jetzt nur auf dich. Dein Kind darf weiter weinen und toben und schreien, völlig in Ordnung. Wenn du kannst, sag ihm, dass du gerade total gestresst bist und jetzt deine <strong>Entspannungsübung</strong> machst. Dann geht&#8217;s los:</li>
<li>Schau auf deine ausgestreckte Hand, völlig egal, ob die linke oder die rechte.</li>
<li>Fahre mit dem Finger deiner anderen <strong>Hand</strong> an der Außenseite deines Daumens nach oben, <strong>atme</strong> dabei kraftvoll ein.</li>
<li>Wenn du oben am Daumen angekommen bist, halte deinen Atem für einen kurzen Moment. Sieh es wie einen kurzen Halt an.</li>
<li>Atme doppelt so langsam aus, wie du eingeatmet hast, und fahre dabei mit deinem Finger die andere Seite deines Daumens nach unten.</li>
<li>Wenn du unten angekommen bist, atme wieder ein und gleite währenddessen mit deinem Finger am Zeigefinger hoch.</li>
<li>Bist du oben angelangt, mach wieder einen <strong>Stopp</strong>.</li>
<li>Danach atmest du wieder doppelt so lange aus, während dein Finger am Zeigefinger herunter fährt.</li>
<li>Das Gleiche machst du mit dem Mittelfinger, dem Ringfinger und dem kleinen Finger: Einatmen und am Finger hochgehen, Atem kurz halten, doppelt so langsam ausatmen und dabei am Finger runtergehen.</li>
</ol>
<p>Wenn du dir lieber ein Video dazu anschauen möchtest, dann hab ich hier eins für dich:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/IAbKB7DfcV8" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Diese Übung hab ich von einer guten Freundin empfohlen bekommen, und ich kann echt JEDER und JEDEM ans Herz legen, diese Übung in den Alltag zu integrieren, einfach, weil sie immer und überall angewendet werden kann. Du brauchst kein krasses Equipment, sondern einzig und allein deine Hände für diese Atemübung. Und sie funktioniert auf Anhieb!</p>
<h2>Setz dir einen Anker</h2>
<p>Es kommt auch vor, dass wir den Augenblick verpassen, um wieder zu <strong>entspannen</strong>. Aus diesem Grund empfehle ich dir, dir irgendeinen <strong>Ankerpunkt</strong> zu setzen.</p>
<p>Bei mir war das zum Beispiel so: Als ich wieder einmal total <strong>angespannt</strong> war und so in den Raum sprach &#8222;Boah, ich bin grad total gestresst&#8230;&#8220;, meinte mein Sohn zu mir &#8222;Mach doch einfach deine 5-Finger-Atemübung&#8230;&#8220;</p>
<p>Total verdattert schaute ich ihn an und meinte so: &#8222;Öh&#8230; ja&#8230; Danke dir&#8230; Das mach ich dann jetzt mal&#8230;&#8220;</p>
<p>Diese kleine Begegnung hat bei mir einen wunderbaren Anker gesetzt. Jedes Mal, wenn ich wieder in dieses Gefühl von Anspannung komme, erinnere ich mich an die Worte meines Sohnes und ich weiß, ich hab jetzt eine schnelle und einfache Übung zum <strong>Stressabbau</strong>.</p>
<p>Wenn es also irgendwie möglich ist, dann setz auch du dir so einen <strong>Anker</strong>, der dich daran erinnert, dass du jetzt deinen Stress abbauen musst. Das kann beispielsweise ein Satz sein wie &#8222;Boah, ich bin grad total gestresst!&#8220; oder ein Zupfen am Ohrläppchen oder das Schnalzen mit der Zunge, völlig egal, es geht nur darum, dass du es schaffst, deine <strong>innere Ruhe</strong> wiederzuerlangen, bevor der Schalter umgelegt wird und du zur Furie wirst.</p>
<p>Probier diese Technik zur <strong>Stressbewältigung</strong> mal aus und schreib mir, ob sie bei dir zu mehr <strong>Entspannung</strong> geführt hat.<br />
</p>
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		<title>Kind hat Angst vorm Zahnarzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2018 05:00:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Regelmäßige Kontrollen beim Kinderzahnarzt sind wichtig, doch was, wenn dein Kind Angst vorm Zahnarzt hat und einfach nicht den Mund aufmacht? Wir haben Erfahrungen mit drei unterschiedlichen Zahnärzten gemacht. Bei den ersten beiden war jeder Besuch eine Qual, beim zweiten hingegen ging der Mund wie von Zauberhand auf. Worin der Unterschied bestand und was du ... <a title="Kind hat Angst vorm Zahnarzt" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt/" aria-label="Mehr zu Kind hat Angst vorm Zahnarzt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Regelmäßige Kontrollen beim Kinderzahnarzt sind wichtig, doch was, wenn dein Kind Angst vorm Zahnarzt hat und einfach nicht den Mund aufmacht? Wir haben <strong>Erfahrungen</strong> mit drei unterschiedlichen Zahnärzten gemacht. Bei den ersten beiden war jeder Besuch eine Qual, beim zweiten hingegen ging der Mund wie von Zauberhand auf.</p>
<p>Worin der Unterschied bestand und was du sonst noch unternehmen kannst, um deinem Kind die <strong>Angst vorm Kinderzahnarzt</strong> zu nehmen, erfährst du im heutigen Beitrag.</p>
<p><span id="more-9963"></span></p>
<h2>Kind hat Angst vorm Zahnarzt</h2>
<p>Zum besseren Verständnis schreibe ich in diesem Beitrag nur in der männlichen Form, also von Zahnärzten, gleichwohl sind damit aber natürlich auch <strong>Zahnärztinnen</strong> gemeint.</p>
<p>Auch, wenn es nur eine harmlose <strong>Vorsorgeuntersuchung</strong> sein soll, manche Kinder haben selbst vor solchen Terminen <strong>Angst</strong>. Manchmal ist es die Angst vor dem Unbekannten. Die Kinder wissen nicht, was sie dort erwarten wird. Andere Eltern erzählen schon einiges über den Besuch beim Zahnarzt, schaffen bei ihren Kindern aber mehr Angst als Vertrauen. Wiederum andere haben bereits <strong>negative</strong> Erfahrungen beim Kinderzahnarzt machen müssen und wollen am Liebsten gar nicht mehr hin und trauen selbst neuen Zahnärzten nicht über den Weg.</p>
<p>Gehen wir diese unterschiedlichen Situationen durch, in denen dein Kind Angst hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-10017" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft.jpg" alt="Kind hat Angst vorm Zahnarzt - Was am Besten hilft | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kind-hat-angst-vorm-zahnarzt-was-am-besten-hilft-287x430.jpg 287w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Ideen, um dein Kind auf den Besuch beim Zahnarzt vorzubereiten</h2>
<p>War dein Kind noch nie beim Zahnarzt und du möchtest es gern darauf vorbereiten? Dafür gibt es ein paar Ideen, wie du dein <strong>Kind</strong> am Besten auf den Besuch beim Kinder Zahnarzt <strong>vorbereiten</strong> kannst:</p>
<h3>1. Rollenspiel</h3>
<p>Du kannst mit deinem Kind die Besuche beim Zahnarzt <strong>nachspielen</strong>.</p>
<p>Damit deinem Kind diese Kontrolle <strong>Spaß</strong> macht und es sich positiv daran erinnert, könntet ihr euch einen <a href="https://amzn.to/2qVabtc" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zahnarzt Koffer samt Zubehör</a>* besorgen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10011" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mundspiegel.jpg" alt="Mundspiegel" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mundspiegel.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/mundspiegel-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>2. Zahnarzt Spielzeug</h3>
<p>Du kannst mit deinem Kind auch Zahnarzt <strong>spielen</strong>, indem du passendes <strong>Spielzeug</strong> besorgst, wie z.B. das <a href="https://amzn.to/2vJrS4q" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zahnarzt Spielzeug von Playmobil</a>*. Auf diese Weise lernt dein Kind auf spielerische Weise, was mit den Playmobil Figuren beim Kinderzahnarzt gemacht wird, ohne dass es &#8222;selber zum Zahnarzt muss&#8220;, wie etwa beim Rollenspiel.</p>
<h3>3. Zahnarzt Bücher</h3>
<p><strong>Kinderbücher</strong>, die den Zahnarzt kindgerecht <strong>erklären</strong>, sind auch sehr hilfreich.</p>
<p>Ein kleiner Tipp von mir: Der Zahnarzt sollte gar keine so zentrale Rolle spielen, sondern eher nebenbei erwähnt werden. Das ist in Zahnputzbüchern meist der Fall.</p>
<p>Wir haben zum Beispiel <a href="https://amzn.to/2qSFipp" target="_blank" rel="nofollow noopener">Mein erstes Zahnputzbuch</a>*, das wir eigentlich gegen Olivers <a href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-zaehne-putzen-16-tipps-die-helfen/" rel="noopener">Probleme beim Zähneputzen</a> besorgt hatten. In dem Buch kommt aber auch ein kurzer Besuch beim Zahnarzt vor. Wenn dich das Buch interessiert &#8211; ich hatte mal einen <a href="https://www.milchtropfen.de/mein-erstes-zahnputzbuch/" rel="noopener">Review</a> dazu verfasst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10012" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kinderbuch-mein-erstes-zahnputzbuch.jpg" alt="Kinderbuch Mein erstes Zahnputzbuch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kinderbuch-mein-erstes-zahnputzbuch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/kinderbuch-mein-erstes-zahnputzbuch-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>4. Nimm dein Kind zum Zahnarzt mit</h3>
<p>Nimm dein Kind doch einfach jedes Mal mit, wenn du selber zum Zahnarzt musst (am Besten zu einer <strong>Routineuntersuchung</strong> und nicht unbedingt, wenn eine Bohrung oder Zahnreinigung ansteht).</p>
<p>Auf diese Weise sieht dein Kind, ohne dass es selber im Mittelpunkt steht, was beim Zahnarzt passiert und dass es eigentlich gar nicht so schlimm war, wie es vielleicht gedacht hatte. So <strong>gewöhnt</strong> sich dein Kind langsam, aber sicher an den Zahnarzt und weiß schon, was es bei seinem Kinderzahnarzt erwartet.</p>
<h3>5. Schnuppertag</h3>
<p>Auch auf den Kinderzahnarzt kannst du dein Kind vorbereiten, indem ihr mit der Praxis einen Tag vereinbart, an dem ihr euch die <strong>Zahnarztpraxis</strong> mal in Ruhe ansehen könnt. So kann sich dein Kind bereits an die Räumlichkeiten gewöhnen, ohne dass es gleich auf den Stuhl muss.</p>
<h3>6. Macht langsam</h3>
<p>Ansonsten ist es hilfreich, wenn ihr mit dem Zahnarzt absprecht, wie ihr es langsam angehen könnt. Dass sich beim ersten Besuch erstmal nur beschnuppert wird, vielleicht ein kurzes Kennenlerngespräch stattfindet. Beim zweiten Besuch darf dein Kind dann auf den &#8222;magischen Zauberstuhl&#8220; klettern und sich hoch und runter fahren lassen, beim dritten <strong>Besuch</strong> macht dein Kind vielleicht schon den <strong>Mund auf</strong>.</p>
<p>Das Wichtigste ist, sich nach dem Tempo des Kindes zu richten, auf diese Weise kann man dem Kind die Angst vor dem Zahnarzt nehmen, auch wenn es etwas dauern sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2>Wenn Ängste auf Kinder projiziert werden</h2>
<p>Einige Kinder waren noch nie beim Zahnarzt und haben trotzdem panische Angst vor ihm. Das könnte u.U. daran liegen, dass die <strong>Eltern</strong> oder andere Menschen im näheren Umfeld des Kindes selber Angst vor dem Zahnarzt haben und ihre eigenen <strong>Ängste übertragen</strong>, auch wenn sie das vielleicht gar nicht wollen.</p>
<p>Doch Kinder verfügen über ausgezeichnete Sensoren und wissen ganz genau, wie es jemandem gerade wirklich im Inneren geht. Wenn die Mama also selber eine Zahnarzt <strong>Phobie</strong> hat, wird es schwer für sie, ihr Kind davon zu überzeugen, dass es keine Angst vorm Zahnarzt haben muss. Was kann man in solch einer verzwickten Situation unternehmen?</p>
<p>Eine Freundin von mir hatte eine ähnliche Situation, in der sie ungewöhnlich nervös wurde, wenn sie mit ihrem Kind zu den U Untersuchungen ging. Die <strong>Lösung</strong> meiner Freundin war es, dass der Papa mit dem Kleinen zum Arzt ging, denn der war da ganz locker drauf. Ich denke, das kann man doch auch ganz einfach auf die Untersuchungen beim Zahnarzt übertragen.</p>
<p>Wenn du dich also selber unwohl beim Zahnarzt fühlst und dieses Gefühl nicht auf dein Kind übertragen willst, dann bitte eine dir und dem Kind vertraute Person darum, diesen <strong>Zahnarzttermin</strong> mit deinem Kind wahrzunehmen.</p>

<h2>Wie du negative Erfahrungen beim Zahnarzt vermeiden kannst</h2>
<p>Es gibt leider auch Fälle, in denen Kinder bereits beim Zahnarzt waren und dort <strong>negative Erfahrungen</strong> gemacht haben, die sich nun bei ihnen im Gehirn eingebrannt haben. Und die gehen auch nicht mehr so einfach weg, und schnell schon gar nicht.</p>
<p>Natürlich möchte man das von vornherein <strong>vermeiden</strong>. Hierzu einige wichtige Punkte, die du beachten solltest, damit es erst gar nicht dazu kommt:</p>
<h3>1. Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt</h3>
<p>Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen, doch das ist es allemal wert.</p>
<p>Mein <strong>Tipp</strong>: Such für dein Kind tatsächlich einen <strong>Kinderzahnarzt</strong> und keinen Zahnarzt. Wir hatten zuerst einen ganz &#8222;normalen&#8220; Zahnarzt für Oliver ausgesucht und der ging &#8211; im Nachhinein betrachtet &#8211; ganz anders mit ihm um, als es die Kinderzahnärzte taten.</p>
<p>Kinderzahnärzte agieren meiner Erfahrung nach viel mehr auf Augenhöhe mit deinem Kind. Sie knien sich zu deinem Kind hinunter und sprechen direkt mit ihm als über es. Sie sind ruhig, <strong>geduldig</strong>, einfühlsam, liebevoll und <strong>respektvoll</strong>, sowohl mit ihren Worten als auch mit ihren Taten. Zum Beispiel kam der Kinderzahnarzt beim ersten Kennenlernen ins Behandlungszimmer herein und nahm erstmal seinen Mundschutz ab. Das hat mir nochmal gezeigt, wie einfühlsam er ist, denn wahrlich kann so ein Mensch hinter einer Maske auf Kinder ziemlich beängstigend wirken.</p>
<p>Die o.g. <strong>Kriterien</strong> sollte ein guter Kinderzahnarzt erfüllen, ansonsten ist es m.M.n. nicht der richtige.</p>
<p>Wenn es dazu noch freundliche Räumlichkeiten, tolle Spielecken, kleinere Behandlungsstühle gibt, wie etwa in Kinderzahnarztpraxen, die sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert haben, umso besser.</p>
<h3>2. Verstärkung</h3>
<p>Wenn du mehrere Kinder hast, könnte diese Idee womöglich etwas für dein Kind sein: Es nimmt sein Geschwisterchen mit zum Termin. Das ist so ganz anders, als wenn &#8222;nur&#8220; Mama oder Papa mitkommen.</p>
<p>Wenn der ältere oder jüngere Bruder bzw. die ältere oder jüngere Schwester mitkommt, gibt das nochmal eine Extraportion Kraft. Und das Geschwisterkind wird bestimmt unheimlich stolz sein, wenn es die Rolle des Mutmachers übernehmen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10015" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/geschwister-beim-zahnarzt.jpg" alt="Geschwister beim Zahnarzt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/geschwister-beim-zahnarzt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/geschwister-beim-zahnarzt-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>3. Nein heißt Nein</h3>
<p>Ein Satz, den ich, so Leid es mir tut, erst beim dritten Kinderzahnarzt gelernt habe: <strong>Nein heißt Nein</strong>.</p>
<p>Das bedeutet: Wenn dein Baby, Kleinkind oder auch dein schon älteres Kind Angst bekommt und den Mund nicht aufmacht, damit der Zahnarzt reinschauen kann, dann ist das ein unmittelbares Signal an den Zahnarzt, mit der Untersuchung aufzuhören bzw. an dich, <strong>einzuschreiten</strong>, wenn der Zahnarzt trotz Protest weitermachen will.</p>
<p>Denn stell dir vor, du bist beim Zahnarzt und etwas tut weh. Du meldest dich oder fühlst dich plötzlich unwohl, sagst, er soll <strong>aufhören</strong>, doch er fährt unbeirrt mit seiner Untersuchung fort. Du willst dich befreien und brüllst die ganze Praxis zusammen, doch keiner kommt und hilft dir. Das wäre doch echt <strong>traumatisch</strong>, du würdest nie wieder zu diesem &#8222;Arzt&#8220; hingehen wollen, vielleicht sogar einen Anwalt einschalten.</p>
<p>Genau so kannst du dir dein Kind vorstellen, dass da beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzt/liegt und trotz seiner Tränen und Schreie nicht gehört wird. Es ist unmöglich, nach solchen Erfahrungen eine positive Erinnerung zu behalten oder gar Vertrauen zu entwickeln.</p>
<p>Und auch hier gilt: Sollte der (Kinder-)Zahnarzt sich weigern, die Untersuchung zu unterbrechen oder abzubrechen, dann ist er nicht der richtige für dein Kind, da ihm offensichtlich Empathie fehlt. Zu einem Arzt mit der Denkweise &#8222;Da muss Ihr Kind jetzt durch!&#8220; wird es niemals <strong>Vertrauen</strong> entwickeln, jeder Besuch wäre eine <strong>Qual</strong> &#8211; ich spreche (leider) aus Erfahrung.</p>
<h3>4. Keine Tricks</h3>
<p>Als wir zum ersten Mal bei unserem zweiten Kinderzahnarzt mit unserem Baby waren und es seinen Mund nicht öffnen wollte und sich lieber <strong>wegdrehte</strong>, griff der Zahnarzt zu einem kleinen <strong>Trick</strong>:</p>
<p>Wir sollten Hoppe, hoppe Reiter spielen. Das kennst du sicher. Und wenn es in dem Lied heißt &#8222;Macht der Reiter Plumps!&#8220;, wirft man sein Kind leicht zurück (natürlich hält man es noch fest, sodass das Kind alles auf dem Kopf sieht), dabei macht es den Mund auf und der Kinderzahnarzt kann hineinsehen.</p>
<p>Was Oliver anfangs für ein tolles Spiel hielt, was ihm auch viel Spaß machte, entpuppte sich als Trick, um ihn reinzulegen. Sobald der <a href="https://amzn.to/2r0CnuD" target="_blank" rel="nofollow noopener">Mundspiegel</a>* in seine Nähe kam, waren die <strong>Lippen zusammengepresst</strong>.</p>
<p>Mein Fazit aus dieser Geschichte: Man kann gern mit seinem Kind zur Auflockerung ein kleines Spiel spielen, allerdings sollte es nicht dem Zwecke dienen, es auszutricksen, damit es den Mund aufmacht.</p>
<p>Kinder muss man nicht austricksen, damit sie <strong>kooperieren</strong>. Was sie brauchen, ist das <strong>Gefühl</strong>, dass sie sicher sind, dass sie sich wohl fühlen und dass sie dem Mann mit dem Mundschutz und dem weißen Anzug vertrauen können. Aber das braucht Zeit und ganz sicher keinen Griff in die Trickkiste.</p>
<h3>5. Sprich mit deinem Kind</h3>
<p>Je nachdem, wie alt dein Kind ist, kannst du mit ihm darüber <strong>reden</strong>, was genau ihm Angst macht. So könnt ihr das Problem vielleicht schon gemeinsam lösen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7309" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg" alt="Mutter schaut Kind auf Augenhöhe an" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/09/mutter-schaut-kind-auf-augenhoehe-an-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Gruselt sich dein Kind beispielsweise vor der Schutzmaske des Zahnarztes, könntet ihr euch so eine besorgen, damit dein Kind sich verkleiden, damit spielen und sich daran gewöhnen kann.</p>
<p>Manche Kinder mögen den Stuhl nicht, da hilft es auch nicht, dass man ihn als Zauberstuhl, der hoch- und runterfährt, anpreist. Ein <strong>guter Kinderzahnarzt</strong> lässt sich darauf ein, dass die Kinder auch woanders untersucht werden können, sei es auf einem anderen Stuhl, auf dem Schoß von Mama oder Papa oder sogar in deren Armen.</p>
<p>Es gibt immer eine Lösung, nur weicht die meist von der Norm ab. Um deinem Kind die <strong>Angst zu nehmen</strong>, braucht es viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Kreativität.</p>
<h3>6. Keine Belohnungen und keine Bestrafungen</h3>
<p>Nur zur Klarstellung: Ein Kind freut sich natürlich unheimlich darüber, wenn es nach vollbrachter Untersuchung eine kleine Aufmerksamkeit bekommt, in die Schatzkiste greifen und sich etwas aussuchen darf. Gegen diese Art der Belohnung habe ich nichts.</p>
<p>Allerdings sollte sie nicht dazu benutzt werden, um das Kind zu bestechen, so nach dem Motto:&#8220;Nur, wenn du den Mund aufmachst, kriegst du das Spielzeug.&#8220; bzw. umgekehrt:&#8220;Du hast dich nicht vom Zahnarzt behandeln lassen, du kriegst kein Spielzeug.&#8220;</p>
<p>Unterstreiche stets das Positive: Dein Kind hat sich zwar nicht behandeln lassen, ist aber wenigstens schonmal zum Zahnarzt mitgekommen. Das solltest du deinem Kind unbedingt anrechnen, so wird es vielleicht beim nächsten Mal den Mut fassen, einen Schritt weiterzugehen.</p>
<p>Wenn also ein Spielzeug o.ä. als Anerkennung oder nette Geste geschenkt wird, unabhängig davon, wie du seine Kooperation bewertest, ist das völlig i.O. und vermittelt deinem Kind ein positives Gefühl.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10010" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/spielzeug-gabelstapler.jpg" alt="Spielzeug Gabelstapler" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/spielzeug-gabelstapler.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/04/spielzeug-gabelstapler-400x253.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Nun kannst du ja nicht über das Spielzeug, das sich die Praxis angeschafft hat, bestimmen und sagen:&#8220;Geben Sie meinem Kind das Spielzeug, egal, ob es mitmacht oder nicht.&#8220; Stattdessen könntest du den Zahnarzt darum bitten, die Schatzkiste erst gar nicht zu erwähnen bzw. erst, wenn die Behandlung vorbei ist bzw. deinem Kind selber eine Kleinigkeit mitgeben, ob gleich zu Anfang oder am Ende, unabhängig davon, ob es sich nun behandeln ließ oder nicht. So wird das Spielzeug nicht zu einem Druckmittel umfunktioniert.</p>
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<h2>Wenn Kinder bereits negative Erfahrungen mit dem Zahnarzt gemacht haben</h2>
<p>Wenn dein Kind schon negative Erfahrungen mit Zahnärzten gesammelt hat, wird es lange dauern, bis es Vertrauen zu dem neuen Kinderzahnarzt fassen wird, aber es ist auch nicht schier unmöglich.</p>
<p>Was du tun kannst, sind die o.g. Schritte, um negative Erfahrungen zu vermeiden, also einen guten Kinderzahnarzt zu wählen (binde dein Kind unbedingt in diese Entscheidung mit ein!), seine Ängste zu verstehen und auf sein Nein zu reagieren und dies auch ggü. der Praxis zu kommunizieren, keine Tricks, Belohnungen und Bestrafungen anzuwenden oder zuzulassen sowie mit deinem Kind stets in Verbindung zu bleiben und dich mit ihm auszutauschen.</p>
<p>Was du noch tun kannst, sind folgende Schritte:</p>
<h3>1. Neuen Kinderzahnarzt einweihen</h3>
<p>Besprich im Vorfeld die bisherigen Erfahrungen, die dein Kind machen musste, mit dem neuen Kinderzahnarzt.</p>
<p>Sag ihm, dass dein Kind das <strong>Tempo</strong> angibt. Wenn es nach Hause will, endet der Termin an dieser Stelle und ihr kommt eine Woche später wieder &#8211; so haben wir es übrigens beim dritten Kinderzahnarzt gehandhabt und das klappte super. Bereits beim zweiten <strong>Termin</strong> ließ sich Oliver freiwillig untersuchen &#8211; ohne Tränen, ohne Schreie.</p>
<h3>2. Gib deinem Kind Sicherheit</h3>
<p>Besprich eure Vorgehensweise auch mit deinem Kind. Gib ihm <strong>Sicherheit</strong>. Vielleicht hat es selber noch ein paar <strong>Ideen</strong>, die ihr einbringen könnt, damit es keine Angst hat. Vielleicht möchte es während der Untersuchung auf deinem Schoß sitzen, deine Hand halten, dir die ganze Zeit in die Augen sehen oder ein besonderes Kuscheltier mitnehmen.</p>
<p>Gib deinem Kind aber vor allem den Hinweis, dass der Zahnarzt sofort aufhören wird, wenn es nicht mehr behandelt werden will. Sag, dass du einschreiten wirst, sollte der Zahnarzt nicht auf dich hören. Dein Kind muss das unbedingt wissen.</p>
<div id='c2089_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Ja, wie lange soll das denn gehen, wenn mein Kind immer nach Hause will?</h2>
<p>Sicher stellst du dir jetzt die Frage, wie lange das dauern soll, wenn dein Kind selber entscheiden darf. Es kann entweder &#8211; wie bei uns &#8211; beim zweiten Zahnarzttermin klappen, oder aber es dauert seeeeehr lange, bis dein Kind den Mund öffnet.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich dir gern eine <strong>Geschichte</strong> erzählen, die ich vor einiger Zeit in einer Facebook Gruppe las.</p>
<p>Da ging es um eine Mutter, die erzählte, dass sie als Kind auch nicht gern zum Zahnarzt ging. Sie öffnete nie ihren Mund. Doch statt sie zu <strong>zwingen</strong> oder zu narkotisieren, ging ihre Mutter wieder mit ihr heim. Eine Woche später ging die Mutter erneut mit ihrer Tochter zum Zahnarzt. Wieder das gleiche Spiel. Doch weder Zahnarzt noch Mutter drängten sie dazu. Sie verließen wieder die Praxis, ohne dass die Zähne der Tochter kontrolliert werden konnten.</p>
<p>Es dauerte 10 Anläufe, bis die Tochter ihren Mund beim Zahnarzt <strong>freiwillig</strong> öffnete, aber sie hat es getan &#8211; aus freien Stücken.</p>
<p>Und diese Tochter, die nun selbst Mutter ist, erinnerte sich noch genau daran, wie sie verstand, wie wichtig ihrer Mutter dieser Zahnarzttermin war. Und sie rechnete es ihrer Mutter hoch an, dass sie so geduldig mit ihr war und sie nie gezwungen hatte, diese Prozedur über sich ergehen zu lassen.</p>
<p>Was ich sagen will: Ja, es kann lange dauern, bis dein Kind sich vom Zahnarzt behandeln lässt. Es kann zwei Anläufe dauern. Oder zehn. Oder noch mehr.</p>
<p>Natürlich ist es nervig und anstrengend, ständig zum Zahnarzt zu latschen, damit man dann wieder gehen kann. Aber das Ende der Geschichte mit der Mutter, die geduldig mit ihrer Tochter war, hat mir gezeigt, dass es möglich ist. Dass niemand zu etwas gedrängt werden muss, noch dazu mit Gewalt. Denn auch Kinder verstehen, wenn den Eltern etwas sehr <strong>wichtig</strong> ist. Sie brauchen nur manchmal etwas länger.</p>

<h2>Fazit</h2>
<p>Egal, ob Baby, Kleinkind, Kind, Jugendlicher, Teenager, Erwachsener &#8211; die ganze Palette durch gibt es Menschen, die <strong>panische Angst vor dem Zahnarzt</strong> haben.</p>
<p>Das mag am Unbekannten liegen, an projizierten Ängsten, an negativen Erfahrungen und Erinnerungen. Doch man kann diese Ängste besiegen, dazu braucht man allerdings entweder viel Kreativität, Geduld, einen neuen Zahnarzt, ein Gespräch mit dem eigenen Kind oder alles gleichzeitig.</p>
<p>Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht, um Vertrauen zum (neuen) Zahnarzt aufzubauen, gib ihm die Sicherheit, dass mit der <strong>Untersuchung</strong> jederzeit aufgehört werden kann, wenn es das will, vermittle ihm aber auch, dass es wichtig ist, die Milchzähne (bzw. die bleibenden Zähne) kontrollieren zu lassen.</p>
<p>Wenn dein Kind also wieder nach Hause will, dann geht nach Hause, aber vereinbart einen <strong>neuen Termin</strong> beim Kinderzahnarzt, damit dein Kind sieht, dass es dir wichtig ist. Sei stets im <strong>Austausch</strong> mit deinem Kind. Was bereitet ihm Angst beim Zahnarzt? Was könnt ihr dagegen unternehmen? Hat dein Kind vielleicht eigene Ideen dazu?</p>
<p>Auf diese Weise wird sich dein Kind schon bald freiwillig vom Kinderzahnarzt behandeln lassen. Und auch dann, wenn es bereits ein Teenager ist. Und immer noch, wenn es schon erwachsen ist.</p>
<p>Hat dein Kind Angst vorm Zahnarzt? <br />
</p>
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		<title>10 Tipps, Silvester mit Kindern zu feiern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Dec 2017 18:10:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Feierst du üblicherweise Silvester mit deinen Kindern oder gemeinsam mit Freund*innen und deren Kindern? Kauft ihr sonst immer gerne Böller ein, um das alte Jahr gebührend zu beenden und das neue einzuleiten? Durch Corona werden wir dieses Jahr Silvester wohl alle ein wenig anders feiern. Dass es trotz Corona Regeln und politischer Bestimmungen ein toller ... <a title="10 Tipps, Silvester mit Kindern zu feiern" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/silvester-mit-kindern-feiern/" aria-label="Mehr zu 10 Tipps, Silvester mit Kindern zu feiern">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Feierst du üblicherweise Silvester mit deinen <strong>Kindern</strong> oder gemeinsam mit Freund*innen und deren Kindern? Kauft ihr sonst immer gerne Böller ein, um das alte Jahr gebührend zu beenden und das neue einzuleiten?</p>
<p>Durch Corona werden wir dieses Jahr Silvester wohl alle ein wenig anders feiern. Dass es trotz Corona Regeln und politischer Bestimmungen ein toller Rutsch ins Neue Jahr werden kann, zeige ich dir im heutigen Beitrag.</p>
<p>Ich verrate dir heute 10 Tipps, mit denen du ein großartiges <strong>Silvester</strong> mit Kindern in kleiner Runde feiern wirst. Sei gespannt und lies dir jetzt meine 10 Silvester <strong>Tipps</strong> durch.</p>
<p><span id="more-8235"></span><div id='c6972_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>10 Tipps, Silvester mit Kindern zu feiern</h2>
<p>Egal, ob du dieses Jahr Gastgeber*in oder selber Gast bist, meine heutigen 10 <strong>Silvester Tipps</strong> werden dir sicherlich helfen, mit Kindern einen wunderschönen und stressfreien Abend zu verbringen, um gut gelaunt ins <strong>Neue Jahr</strong> starten zu können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11105" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/12/10-tipps-silvester-mit-kindern-zu-feiern.jpg" alt="10 Tipps, Silvester mit Kindern zu feiern | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/12/10-tipps-silvester-mit-kindern-zu-feiern.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/12/10-tipps-silvester-mit-kindern-zu-feiern-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/12/10-tipps-silvester-mit-kindern-zu-feiern-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/12/10-tipps-silvester-mit-kindern-zu-feiern-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/12/10-tipps-silvester-mit-kindern-zu-feiern-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h3>1. Wen darf ich treffen? Welche Regeln gelten?</h3>
<p>Zu Silvester musst du nicht zwangsläufig allein in der Bude hocken und deine Kinder allein bespaßen, Besuche sind dennoch erlaubt. Welche genauen Einschränkungen für dein jeweiliges Bundesland gelten, darüber musst du dich am Besten im Internet informieren. In Berlin ist es z.B. an Silvester erlaubt, dass sich maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten plus Kinder treffen.</p>
<h3>2. Alle helfen mit</h3>
<p>Von meiner Familie kenne ich es so, dass sich allein die/der Gastgeber*in um alles kümmern muss, egal, ob es sich dabei ums Essen, die Getränke, Deko, Musik, Unterhaltung oder das Aufräumen handelt.</p>
<p>Ich persönlich möchte mich als Gastgeberin aber auch mal <strong>entspannen</strong> und nicht ständig rotieren müssen. Deshalb finde ich es hilfreich, wenn alle mit anpacken und etwas für die gemeinsame Silvesterparty <strong>mitbringen</strong>.</p>
<p>Mein nächster Tipp ist deshalb, dass alle etwas mitbringen &#8211; das spart Zeit, Geld und Nerven. Ob es sich dabei um die Silvester Dekoration, die passende Musik zur Silvesterfeier, entsprechende Silvester Spiele oder das Essen und die Getränke oder auch darum handelt, dass man sich mit der Kinderbetreuung abwechselt, kann man ja vorher untereinander klären.</p>
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</div>
<h3>3. Freie Wahl beim Essen, einfach statt unkompliziert</h3>
<p>Manche Kinder (und auch Erwachsene) sind wählerisch beim <strong>Essen</strong>. Die/Der eine mag keine Zwiebeln, andere mögen keine Paprika, der eine stochert im Salat herum, die andere mag gern alles getrennt, statt zusammen gemischt, dann muss man noch auf Allergien achten&#8230;</p>
<p>Das kann ganz schön anstrengend sein, ist aber kein Problem, wenn du die verschiedenen Vorlieben und Abneigungen beim Silvester Essen mit einplanst. Wähle deshalb ein Essen aus, das sich jede/r selber zusammenstellen kann. Die Klassiker sind <strong>Raclette</strong> oder <strong>Pizza</strong>, die man selber belegen kann, ich persönlich mag aber auch <strong>Fingerfood</strong> sehr gern, das gibt es in kleinen Portionen, stopft nicht so und verursacht weniger Müll und Abwasch am Ende der Feier.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11094 alignnone" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/12/veganes-fingerfood-aus-brot-und-gemu-cc-88se.jpg" alt="veganes Fingerfood aus Brot und Gemüse" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/12/veganes-fingerfood-aus-brot-und-gemu-cc-88se.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/12/veganes-fingerfood-aus-brot-und-gemu-cc-88se-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2018/12/veganes-fingerfood-aus-brot-und-gemu-cc-88se-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Kinder freuen sich darüber, &#8222;Erwachsenensachen&#8220; probieren zu dürfen.</p>
<p>Da es beim Alkohol allerdings keine Kompromisse gibt, sind spezielle <strong>Kinderpunsche</strong> oder selber gemixte <a href="https://www.chefkoch.de/rs/s0g108t57/Vegan-alkoholfreie-Cocktails.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kindercocktails</a> ideal. Über alkoholfreie Getränke werden sich sicher auch einige <strong>Erwachsene</strong> freuen, wie Fahrer*innen, Schwangere, Stillende usw.</p>
<h3>4. Ohrenschützer</h3>
<p>Auch in Brandenburg bleibt der Verkauf von Pyrotechnik untersagt, das private Ballern auf dem eigenen Grundstück oder in Anwohnerstraßen ist aber grundsätzlich erlaubt, einige Landkreise haben ein Böllerverbot in bestimmten Zonen erlassen. Informier dich also genau, um welche Gebiete es sich genau handelt, bevor ihr raus zum Knallen geht.</p>
<p>Wenn es laut knallt, quietscht, zischt, donnert, wummert und gröhlt, dann kann das unseren Kindern schon <strong>Angst</strong> machen. Meine Tipps:</p>
<ul>
<li><a href="https://amzn.to/2AsyK6e" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Ohrenschützer</a>* oder <a href="https://amzn.to/2R0fKq5" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Ohrstöpsel</a>*, die jede/r bei Bedarf benutzen und den Lärm somit etwas eindämmen kann</li>
<li>Zeit für neue Silvesterbräuche</li>
</ul>
<h3>5. Zeit für neue Silvesterbräuche</h3>
<p>Es gibt genügend Gründe, die Silvesterbräuche, insbesondere das Rumgeballere, zu erneuern. Für die Herstellung von Feuerwerkskörpern werden Kinder ausgebeutet, es wird unglaublich viel Müll produziert, der unsere Umwelt belastet, Böller, Knicklichter, Wunderkerzen und Bleigießen sind giftig und gefährlich, Feinstaub wird in die Luft geschossen, Tiere stehen Todesängste aus, während das Neujahr eingeleitet wird. Wenn ich ehrlich bin, finde ich es nicht allzu schade, dass dieses Jahr das Rumgeballere ins Wasser fallen wird. Es gibt so viele andere, tolle Dinge, die man stattdessen anstellen kann!</p>

<p>Es gibt tolle <strong>Alternativen</strong>, die Erwachsene und Kinder zu Silvester gern mal ausprobieren können, und die nebenbei auch besser für die Natur sind:</p>
<ul>
<li>Benutz für das <strong>Bleigießen</strong> Wachs oder <a href="https://amzn.to/2RlXEOP" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Reinzinn</a>*. Die schmelzen auch, verformen sich, wenn sie in kaltes Wasser geworfen werden, sind aber nicht giftig und machen genau so viel Spaß.</li>
<li>Wenn du die <strong>Zukunft vorhersagen</strong> willst, kannst du auch aus dem Kaffeesatz lesen oder <a href="https://amzn.to/34TkNgQ" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Tarotkarten</a>* legen.</li>
<li>Oliver steht total auf Tröten, deshalb werden wir kleine <strong>Tröten aus Papier</strong> basteln, statt Tröten aus Plastik zu verwenden. Wenn du wissen willst, wie man eine Papiertröte ganz einfach und schnell selber basteln kann, dann schau dir das folgende YouTube Video von Tavin an:</li>
</ul>
<h3><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/eX7-tM2ucQQ" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" data-mce-fragment="1"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></h3>
<ul>
<li>Pfannkuchen, Krapfen, Berliner &#8211; oder wie immer man sie auch nennen mag &#8211; gehören zu Silvester einfach dazu. Die gute Nachricht: Sie gehen auch <strong>tierleidfrei</strong>, also ohne tierische Produkte wie Kuhmilch, Butter oder Eier. Aus diesem Grund kann ich dir nur empfehlen, für die nächste Silvesterparty bei &#8222;<a href="https://www.brammibalsdonuts.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brammibal&#8217;s Donuts</a>&#8220; zu bestellen, deren Donuts und Silvester Pfannkuchen sind <strong>vegan</strong> und super <strong>lecker</strong>!</li>
<li>Üblicherweise werden zu Silvester kleine Glücksbringer verschenkt. Du könntest &#8211; gern auch gemeinsam mit den Kindern &#8211; kleine <strong>Glücksbringer</strong> in Form von <a href="https://bissenfuersgewissen.com/2013/12/silvester-kann-kommen-schweinchenglucksbringer.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glücksschweinchen</a> backen. Probier es mal aus!</li>
<li><strong>Luftschlangen</strong> sind aus Papier, machen keinen <strong>Lärm</strong> und bereiten Kindern unglaublich viel Spaß, wenn sie sie durch das Haus verteilen.</li>
<li><strong>Wunderkerzen ohne Gift</strong> kannst du auch selber machen. Wie das geht, verrät dir Mai Thi Nguyen-Kim auf dem YouTube Kanal Terra X Lesch &amp; Co.</li>
</ul>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/SI2az6m4xwM" width="680" height="383" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>6. Silvesterspiele</h3>
<p>Silvester mit Kindern zu feiern, da dürfen <strong>Spiele</strong>, wie sie z.B. auf Kindergeburtstagen gespielt werden, nicht fehlen.</p>
<p>Ich bin total von <a href="https://www.milchtropfen.de/20-spiele-fuer-den-kindergeburtstag/" rel="noopener">Kooperationsspielen</a> begeistert, also von Spielen, bei denen es weder um Gewinner*innen noch Verlierer*innen geht, sondern um das Miteinander und die Freude am gemeinsamen Spielen. Schau gern mal vorbei, ich hab auch einige klassische Kindergeburtstagsspiele in <strong>kooperative Spiele</strong> umgewandelt. Manche sind zum Kennenlernen, andere zum Aufdrehen, andere zum Runterkommen. Am Besten, du suchst die Gruppenspiele so aus, dass sie zur aktuellen Stimmung passt. Was auch immer euch gefällt, auch &#8222;normale&#8220; Brettspiele sind eine wunderbare Idee, die Zeit bis zum Countdown ohne Langeweile zu verbringen. Unsere aktuellen Hits: <a href="https://amzn.to/3py77jq" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Quacksalber</a>* und <a href="https://amzn.to/34WFusj" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">CATAN</a>*.</p>
<p>Freude macht es bestimmt auch, wenn ihr alle zusammen <strong>Musik</strong> macht oder <strong>Lieder</strong> singt, ansonsten kann ich dir noch empfehlen, <a href="https://www.milchtropfen.de/mit-schmelzgranulat-basteln/" rel="noopener">Schmelzgranulat</a> und <a href="https://www.milchtropfen.de/schrumpffolie/" rel="noopener">Schrumpffolie</a> bereit zu halten; das hat meinen Neffen beim letzten gemeinsamen Silvester feiern unheimlich viel <strong>Spaß</strong> gemacht</p>
<div id='c5572_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h3>7. Ausruhmöglichkeiten</h3>
<p>Je nachdem, wann die Party bei euch losgeht, dauert es eine Weile, bis der <strong>Countdown</strong> gezählt wird. Da verwundert es nicht, wenn die Kinder irgendwann müde werden.</p>
<p>Wenn du also Gäste mit kleinen Kindern hast oder du selber mit Kind zu Besuch bist, dann wäre es schön, Kindern als auch Erwachsenen eine Möglichkeit anbieten zu können, wo sie sich <strong>ausruhen</strong> oder sogar <strong>schlafen</strong> können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11096" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/kind-schla-cc-88ft-zu-silvester-fu-cc-88nf-minuten-vor-0-uhr.jpg" alt="Kind schläft zu Silvester fünf Minuten vor 0 Uhr" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/kind-schla-cc-88ft-zu-silvester-fu-cc-88nf-minuten-vor-0-uhr.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/kind-schla-cc-88ft-zu-silvester-fu-cc-88nf-minuten-vor-0-uhr-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/kind-schla-cc-88ft-zu-silvester-fu-cc-88nf-minuten-vor-0-uhr-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>8. Vorher rausgehen</h3>
<p>Manche Kinder (und auch Erwachsenen) mögen das große Geballer nicht sonderlich oder machen sich einfach nichts daraus. Für diesen Fall ist es ratsam, so früh wie möglich mit den Kindern <strong>rauszugehen</strong>, bevor das laute Spektakel beginnt, damit ihr wenigstens nochmal frische Luft schnappen könnt.</p>
<div id='c8806_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>9. Freies Spiel</h3>
<p>Was ich noch aus vielen gemeinsamen Partys mit Freund*innen und Kindern gelernt habe, ist, mir nicht zu viel vorzunehmen. Ich plane und bereite immer so viel vor, dass ich am Ende enttäuscht bin, wenn die Kinder nicht mit allem gespielt haben, was ich geplant habe. Was für ein Irrsinn, oder?</p>
<p>Kinder wissen selber, mit was sie sich <strong>beschäftigen</strong> wollen. Wenn ihnen also lieber der Sinn nach anderen Spielen steht, statt für das Zinngießen oder andere vorbereitete <strong>Silvesterspiele</strong>, dann lehn dich entspannt zurück und genieße das freie Spiel.</p>
<h3>10. Die schönsten Momente festhalten</h3>
<p>Ich weiß, die schönsten Momente werden so gut wie nie auf einem Foto verewigt, aber du kannst es ja versuchen. Haltet die schönsten Momente fest, nehmt ein Video auf, macht <strong>Fotos</strong> und Selfies, gern mit lustigen Requisiten, <strong>Masken</strong> sowie Kostümen, und erinnert euch gern an diesen tollen Silvestertag zurück, wenn ihr sie euch zusammen anseht.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11097" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/menschen-mit-silvester-requisiten.jpg" alt="Menschen mit Silvester Requisiten" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/menschen-mit-silvester-requisiten.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/menschen-mit-silvester-requisiten-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2019/01/menschen-mit-silvester-requisiten-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></h3>
<p>Ich denke, mit diesen <strong>Ideen</strong> und Tipps lässt sich wundervoll Silvester mit kleinen Kindern feiern. Hab ich noch etwas vergessen? Dann lass es mich wissen und schreib es mir unten in die Kommentare.</p>
<p>Ansonsten bleibt mir nur noch, dir einen <strong>guten Rutsch ins Neue Jahr</strong> zu wünschen! Frohes Neues!<br />
</p>
<h2>Quellen</h2>
<p>1. <a href="https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/12/berlin-brandenburg-silvester-regeln-verbote-boeller-feuerwerk.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Corona-Regeln &#8211; Das ist in Berlin und Brandenburg verboten&#8220;</a> von rbb24.de</p>
<p>2. <a href="https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkte/industrie/feuerwerkskorper/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Feuerwerkskörper &#8211; Betroffene Länder &#8211; Wo wird mit Kinderarbeit produziert?&#8220;</a> von Aktiv gegen Kinderarbeit</p>
<p>3. <a href="https://www.swr.de/swraktuell/folgen-des-feuerwerksverbots-fuer-gesundheit-und-umwelt-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;PYROTECHNIK-VERBOT IN DER SILVESTERNACHT 2020/2021 Warum &#8222;kein Feuerwerk&#8220; gut für Gesundheit und Umwelt ist&#8220;</a> von swr.de</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/silvester-mit-kindern-feiern/">10 Tipps, Silvester mit Kindern zu feiern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Treffen sich ein Kind und ein Tablet</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/</link>
					<comments>https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 01:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
		<category><![CDATA[allein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnis]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernseher]]></category>
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		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medium]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
		<category><![CDATA[Tablet]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[verdummen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist das ein Witz? Kann sein. Nur weiß ich noch nicht, wie dieser enden wird. Wie er anfängt, wisst ihr jetzt. Wir haben unseren 2-jährigen Sohn auf unser Tablet losgelassen&#8230; Treffen sich ein Kind und ein Tablet Es klingt wie ein Scherz. Ist aber keiner. Das Ende ist noch nicht geschrieben. Aber den Anfang kann ... <a title="Treffen sich ein Kind und ein Tablet" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet/" aria-label="Mehr zu Treffen sich ein Kind und ein Tablet">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das ein Witz? Kann sein. Nur weiß ich noch nicht, wie dieser enden wird. Wie er anfängt, wisst ihr jetzt. Wir haben unseren 2-jährigen Sohn auf unser Tablet losgelassen&#8230;</p>
<p><span id="more-4619"></span><div id='c2129_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Treffen sich ein Kind und ein Tablet</h2>
<p>Es klingt wie ein Scherz. Ist aber keiner. Das Ende ist noch nicht geschrieben. Aber den Anfang kann ich euch schonmal erzählen.</p>
<p>Mein Mann und ich begeben uns auf ein fremdes Gebiet. Lassen los von „Du darfst pro Woche ein kurzes Video sehen (dessen Inhalt WIR bestimmen).“. Stattdessen heißt es nun bei uns „Du willst etwas auf dem Tablet schauen? Ok.“</p>
<h2>Seid ihr bekloppt?</h2>
<p>Früher hätte ich bei solchen Sprüchen mit dem Kopf geschüttelt. Die Eltern für verrückt erklärt. Für asozial gehalten. Weil sie ihr Kind einem Gerät mit ordentlich <strong>Suchtpotential</strong> aussetzen. Statt sich mit ihrem Kind zu beschäftigen. Es ist unverantwortlich!</p>
<p>Ja, so in etwa stelle ich mir meine Reaktion vor. Aber heute denke ich anders. Warum? Woher der plötzliche Sinneswandel?</p>
<h2>Ruth</h2>
<p>Nur einige Tage ist es her, seit ich auf Facebook einer Gruppe beitrat. Der „Unerzogen leben“-Gruppe. Auf diesem Weg lernte ich den <a href="http://unerzogenleben.com/index.php/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gleichnamigen Blog von Ruth</a> kennen. Das Thema „Unerzogen leben“ fesselte mich. Wenngleich es für mich kein völlig neues Gebiet war.<br />
Rasch musste ich jedoch feststellen, dass ich erzog. Obwohl ich es nicht wollte. Beispielsweise beim Thema „Tablet“. Mein Mann und ich waren der festen Überzeugung, unser Kind zu schützen. Vor der <strong>Sucht</strong>.</p>
<p>Der kleine Mann wollte nicht nur EIN Video sehen. Kaum war das eine zu Ende, wollte er noch eins sehen. Und noch eins. Und noch eins. Das hätte er tagelang machen können. Wir waren froh, diesem Suchtverhalten einen Riegel vorzuschieben. Zum <strong>Schutz</strong>. Davor, dass er nicht verdummt. Den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat, als vor dem Tablet zu sitzen. Zu glotzen. Sich berieseln zu lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4670" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-starrt-auf-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind starrt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-starrt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-starrt-auf-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Denn da draußen wartete doch das <strong>Leben</strong> auf ihn! Spielplätze mit vielen Kindern! Wälder! Strände! Ohne Ende Natur! Straßen voller Menschen! Jeder anders als der andere! Trubel und Tumult, in den er sich stürzen sollte! Um am Abend gemütlich zu Hause in unseren Armen einzuschlummern. Den anstrengenden, aber gigantischen Wahnsinn zu verarbeiten, den er erlebt hatte. DAS war meine Vorstellung von Leben. Dieses Leben sollte er führen. Aber ich fand Ruth’s Blog. Las ihre Beiträge. Und verstand: Ich muss loslassen.</p>
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<h2>Ängste</h2>
<p>Ich musste meine Angst loslassen. Und sie in <strong>Vertrauen</strong> umwandeln. Vertrauen in die Fähigkeiten meines Sohnes. Darin, dass er weiß, dass das Tablet keine verbotene Frucht mehr ist, die er pausenlos kosten muss. Nichts außergewöhnliches.</p>
<p>Indem wir unserem Sohn freistellten, zu entscheiden, wann, wie oft und wie lange er das Tablet benutzen wollte. Dadurch würden wir dem Tablet seine magische Anziehungskraft nehmen. Es sollte etwas werden, was er als Beschäftigungsmöglichkeit ansehen konnte. Damit er eine Auswahl treffen kann. Nicht etwas, das es nur selten gibt und daher in jeder nur erdenklichen Sekunde inhaliert werden muss. Vielleicht sogar so weit, dass er unsere Regeln irgendwann mit Verheimlichen oder Lügen umgehen würde.</p>
<p>Das ist es nicht, was wir wollen. Was wir wollen, ist Vertrauen. So, wie es bisher immer war. Unser Sohn sagt uns die Wahrheit. Weil er weiß, dass er nicht bestraft wird. Weder durch Liebesentzug noch sonst irgendetwas. Es war nie der Fall und soll es auch nie werden. Schmerzlich genug sind die eigenen Erinnerungen.</p>

<h2>Vertrauen</h2>
<p>Die ersten Tage, nachdem wir unserem Sohn freien Zugang zum Tablet erlaubten, war hart. Anfangs gab es nichts anderes. Kaum wachte er morgens auf, hieß es „Tablet?“. &#8211; Zack! &#8211; krabbelte er aus dem Bett und holte das Tablet. Ich setzte mich neben ihn. Wir schauten gemeinsam. Frühstück? „Nein. Tablet.“ Raus gehen? Frische Luft schnappen? Wir müssen noch einkaufen gehen. „Nein. Tablet.“ Was es auch war: Zähne putzen, schlafen gehen &#8211; er wollte es nicht. Nur das Tablet nahm er wahr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4672" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-schreibt-auf-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind malt und schreibt auf Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-schreibt-auf-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-schreibt-auf-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich hatte mich auf diese Zeit vorbereitet. Erfahrungsberichte anderer Eltern gelesen. Auch bei ihnen waren die Kinder erstmal nicht vom Tablet wegzubekommen. Als würden sie denken, die Zeit, in der sie endlich mal ans Tablet durften, sei begrenzt. Müsse ausgekostet werden. Nichts hat mehr Bedeutung. Befürchteten sie etwa, dass das Tablet verschwindet, sobald sie es aus der Hand geben? Vielleicht starrten sie deshalb ewig auf den Bildschirm. Ihre Eltern ließen sie. Und wir ließen unseren Sohn.</p>
<p>Wir vertrauten ihm. Er sollte es kennenlernen. Verstehen, dass es fortan zu seinem Leben dazugehört. Aber dass es auch andere Dinge im Leben gibt.</p>
<h2>Kikifax</h2>
<p>Vor der „Unerzogen leben“-Methode schauten wir uns <strong>Videos</strong> auf YouTube an. Feuerwehr. Polizei. Bagger. Dinge, die ihn interessierten. Aber von denen er auch etwas lernen konnte. Wir ließen ihn immer nur „echte“ Videos schauen. Kein verblödetes Zeichentrickgedöns. In denen Fahrzeuge Gesichter haben. Freudig im Kreis hüpfen. Kitschige Lieder singen.</p>
<p>Auf diesem Weg befreiten wir uns zumindest vom schlechten Gewissen, wenn wir unser Kind vor dieses gefährliche Gerät setzten. Immerhin war es <strong>lehrreich</strong>.</p>
<div id='c7846_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<p>Als der kleine Mann freien Zugang zum Tablet erhielt, änderte sich erst nichts. Wenn er ein (wie ich es nannte) „Kikifax“-Video ansehen wollte, verneinte ich. Sagte, das seien hohle Videos. Kikifax. Ohne Inhalt. Nur zur Unterhaltung. Und derart auf kindlich gemacht, dass mir die Galle hochkam.</p>
<p>Doch wer Werbung schaltet, landet oben in der Playliste. Weshalb der kleine Mann eines Tages ein Werbevideo anklickte. Von einem weiblichen Zeichentrickfeuerwehrauto. Mit Augen. Wimpern. Einer schrillen Stimme. Mit diesem Video begann die Zeit des Horrors.</p>
<h2>Angst vor Verdummung</h2>
<p>Kaum hatte ich meine Angst überwunden, tauchte sie wieder auf. Nur ausgetauscht gegen eine andere. Zuvor sorgte ich mich noch, dass unser Sohn süchtig wird. Nun befürchtete ich, dass er <strong>verdummt</strong>. Die Videos, die er ansah, waren kolossaler Schwachsinn. Die bunte Welt der quietschenden Schnuffeltierchen brach über mir zusammen.</p>
<p>Ich versuchte es mit Regulation. Wollte meinen Sohn auf vernünftige Inhalte umlenken. Er weigerte sich. Mit voller Inbrunst! Er schrie mir dermaßen die Ohren voll, dass ich schnell begriff.</p>
<p>Anfangs tat ich mich schwer damit, ihn diesen Blödsinn sehen zu lassen. Ich meine: Eine Bahn mit Psychoaugen. Alle lächeln und sind total glücklich! Jaaaaaa! Fliegende Hundehäufchen mit Kulleraugen! Sie sprechen, als hätten sie Helium eingeatmet! Schau nur! Sie tanzen über einen Regenbogen! Welche Farben kannst du erkennen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4673" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kinder-drehen-durch.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kinder drehen durch" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kinder-drehen-durch.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kinder-drehen-durch-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Begleitet wurde der Wahnsinn von einer nie enden wollenden Heididei-Musik. Ich sag euch, ich hatte es nicht leicht. Doch der kleine Mann fand es grandios. Er drückte auf Wiederholen. Immer und immer wieder. Diese gestellte perfekte Welt machte mich rasend. Und ödete mich gleichzeitig an.</p>
<h2>Was kann ich tun?</h2>
<p>Wir haben keinen Fernseher mehr. Aber DAMALS (war alles besser, nein). Ich erinnere mich, dass ich gern vor der Glotze saß. Mich berieseln ließ. Ich hatte wie immer einen beschissenen Tag auf der Arbeit verbracht. Auf dem Heimweg fuhr die Bahn nicht. Natürlich. Denn ich wollte ja nach Hause. Endlich daheim angekommen, brauchte ich meine Ruhe. Abschalten. Fernseher an. Essen. Und alle Viere von mir strecken.</p>
<p>Vielleicht ist es beim kleinen Mann nicht vergleichbar. Mag sein, dass er nicht berieselt werden will. Sondern es schlichtweg interessant findet. Und sogar etwas dabei lernt. Was immer das sein mag. Aber diese Sichtweise von damals half mir, es gut sein zu lassen. Ich akzeptierte, dass er jetzt „hohles Zeug“ sehen wollte.</p>
<p>Was ich tun konnte, tat ich. Ich setzte mich neben ihn. Wir kuschelten und machten es uns gemütlich. Ich leistete ihm <strong>Gesellschaft</strong>, statt ihn damit allein zu lassen. Hier und da warf ich was ein. Erklärte, was in den Szenen geschah. Benannte die Gefühle. Manchmal sagte ich auch einfach nichts und schwieg. Ab und zu zeigte mir mein Sohn, was er gesehen hatte. Dann unterhielten wir uns darüber.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4671" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Mutter und Kind schauen Tablet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-mutter-und-kind-schauen-tablet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn meine <strong>Angst</strong> wiederkehrte, unternahm ich etwas gegen sie. Ich befürchtete, dass mein Sohn neben all dem Tabletgucken das Essen vergisst. Ich fragte ihn zwar, aber er sagte jedes Mal „Nein.“. Während er auf den Bildschirm starrte. Meine Sorge bekämpfte ich, indem ich einen leckeren Snack bereitstellte. Er aß nicht viel, aber zumindest eine Kleinigkeit.</p>
<p>Vor den Kindern mit <strong>Buckel</strong> habe ich auch Angst. Nicht direkt vor ihnen. Sondern davor, dass mein Sohn vom ewigen Gucken einen Buckel bekommt. Ich bekämpfe meine Angst, indem ich das Tablet auf Büchern staple. Oder wir legen uns hin und schauen im Liegen. Dann macht mein Sohn keinen krummen Rücken. Manchmal ist es leicht, seine Angst zu besiegen.</p>
<h2>Eigene Bedürfnisse</h2>
<p>Ein ganz wichtiger Punkt, finde ich. Der kleine Mann kann jederzeit das Tablet benutzen. Das heißt aber nicht, dass unser Leben nur noch Zuhause stattfindet. Und wir uns ausschließlich nach ihm richten müssen. Ich bin ein Mensch, der liebend gern rausgeht. Wenn wir eine besonders beschissene Nacht hinter uns haben, ist es frische Luft, die mir gut tut. Gleich nach der heißen Dusche. Und einem leckeren Frühstück.</p>
<div id='c9180_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>In der Anfangszeit, als der kleine Mann noch „inhalierte“, war der <strong>Tagesablauf</strong> schwer zu planen. Er dachte wohl, das Tablet würde dann verschwinden. Ich versicherte ihm, das Tablet würde warten. Draußen hatten wir kein Internet. Konnten eh nichts gucken. Wenn wir wieder Zuhause sind, versprach ich weiter, können wir gern weitergucken. Er vertraute mir. Wir gingen raus. Verbrachten eine schöne Zeit an der frischen Luft. Abends kehrten wir heim. Und wie versprochen durfte er zum Tablet.</p>
<p>Wenn unsere Babysitterin da ist, darf er auch gucken. Aber wir raten ihm, seine Zeit mit ihr zu nutzen, da sie nur einmal pro Woche kommt. Das Tablet ist immer da. Sie nicht. Erst zögert er. Dann legt er das Tablet beiseite. Und spielt etwas anderes mit ihr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4674" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-klebt.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind malt und klebt" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-klebt.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-malt-und-klebt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Aktueller Stand der Dinge</h2>
<p>So läuft es momentan. Es ist mal so, mal so. Manchmal ist es nervig, wenn ich mir diesen hohlen Kikifax ansehen muss. Zum tausendsten und abertausendsten Mal. Aber es ist auch schön, wenn ich erkenne, dass dieser hohle Kikifax doch nicht so hohl ist. Die Babystimmen nerven mich immer noch, keine Frage. Aber immerhin geben sich die Leute Mühe. Denken sich Szenen aus. Probleme. Passende Lösungen. Zumindest betrifft das die Videos, die wir aktuell sehen. Wer weiß, was uns noch erwartet. Es geht bestimmt noch viiiiel schlimmer!</p>
<p>Wichtig fand ich wie gesagt, dass hier jedermanns <strong>Bedürfnisse</strong> geachtet werden. Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, gehen wir raus. Das hat anfangs enorm <strong>Geduld</strong> gekostet. Weil der kleine Mann unbedingt schauen wollte. Ich ließ ihn. Schaute weiter mit ihm. Wenn ich Hunger bekam, ließ ich ihn allein weitergucken. Was auch mal ganz angenehm war. Dann machte ich uns Essen. Kam zurück. Und wir guckten zusammen weiter.</p>
<p>Später äußerte ich erneut den Gedanken, nach draußen zu gehen. Je nachdem, wie dringend ich es wollte, formulierte ich die Sätze anders. Wenn ich wirklich raus musste, war es keine Frage mehr, ob wir rausgehen wollen. Ich entschied es. „Lass uns jetzt rausgehen.“ Es dauerte noch eine Weile. Ich zog mich indes an. Redete, was wir unternehmen könnten. Wohin wir gehen könnten. Und irgendwann klappte es dann und der kleine Mann klinkte sich ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4675" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-mit-mutter-unterwegs.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind mit Mutter unterwegs" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-mit-mutter-unterwegs.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-mit-mutter-unterwegs-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Falsche Zielsetzung</h2>
<p>Den Kommentar eines „Unerzogen leben“-Mitglieds fand ich ganz interessant. Er antwortete auf den Beitrag einer Mutter, die ihr Kind ebenfalls selbstbestimmt Tablet schauen ließ. Anfangs saßen die Kinder vier <strong>Stunden</strong> pro Tag am Tablet. Was sich später auf etwa 15 Minuten reduzierte. Im Durchschnitt. In mir kam der Drang auf, das nachzumachen. Aber mit einem falschen Ziel. Ich wollte unseren Sohn selbstbestimmt Tablet schauen lassen. Aber nur, damit wir diese 15 Minuten erreichen.</p>
<p>Da bremste mich der Kommentar des Gruppenmitglieds. Er erwiderte, dass das nicht das Ziel sein sollte. Es könnte sich ja auch herausstellen, dass ein anderes Kind liebend gern Stunden am Tablet verbringt. DAS ist Selbstbestimmung. Diesen Kommentar nahm ich mir zum Vorbild. Ich ergänzte ihn dann nur noch durch das Kapitel „Eigene Bedürfnisse“.</p>
<h2>Das große Ganze</h2>
<p>Vielleicht wundert es euch, dass es bei uns nur wenige Tage gedauert hat, damit es bei uns „klappt“. Dass der kleine Mann das Tablet beiseite legen und etwas anderes machen kann. DAS bezeichne ich als „klappen“. Es ist nicht die Zeit, die er damit verbringt. Es ist der <strong>Umgang</strong>. Er weiß, das Tablet ist da. Immer. Es wird ihm nicht weggenommen oder dergleichen. Ich bin schon etwas erstaunt, dass er das versteht.</p>
<p>Ich kann es nur vermuten, aber vielleicht waren es die Umstände, unter denen unser Sohn aufgewachsen ist. Der kleine Mann wächst <strong>bedürfnisorientiert</strong> auf. Das bedeutet zum Beispiel, dass er weiterhin nach Bedarf gestillt wird. Wir schlafen gemeinsam im Familienbett, weil er es nicht allein kann/will (und ich mittlerweile auch nicht). Bei uns gibt es kein Lob und kein Tadel. Keine Belohnung für „gutes“ Benehmen. Keine Bestrafung und Konsequenz für „schlechtes“.</p>
<p>Außerdem geht der Papa arbeiten &#8211; zu Hause und auswärts. Ich arbeite von zu Hause und bastle an unserem Blog. Den kleinen Mann betreue ich dabei rund um die Uhr. Aber auch der Papa ist öfter zu Hause als manch anderer. Weil der kleine Mann nicht in die Kita geht, unternehmen wir viel gemeinsam. Zusammen. Als Familie. Selten spielt der kleine Mann allein. Es sei denn, er will das wirklich. Kann ich bis jetzt an einer Hand abzählen. Einmal pro Woche gönnen wir uns eine Babysitterin. Das war’s.</p>
<p>Das soll kein Dogma sein! Bloß nicht! Ich wollte nur kurz unser Leben beleuchten. Euch zeigen, wie unser Sohn aufwächst. Vielleicht hat eins dieser Dinge geholfen, damit es so ist, wie es aktuell ist. Keine Ahnung. Das nur als Randnotiz für diejenigen von euch, die ihr Kind auch selbstbestimmt mit dem Tablet umgehen lassen wollen. Und bei denen es nicht so recht „klappen“ will.</p>

<h2>Gibt es gar keine Grenzen?</h2>
<p>Zum Schluss muss ich noch hinzufügen: Wir haben uns von Anfang an für ein paar Grenzen entschieden. Wenn das bedeutet, dass das keine Selbstbestimmung mehr ist, dann hört sie für uns hier auf. Hier schützen wir unseren Sohn wieder. Zum Einen: Unser Sohn kann gern Lieder hören. Kindersendungen sehen. Dokumentationen. Filme, die für sein Alter (oder darunter) geeignet sind. Was auch immer. Wir ziehen einen Schlussstrich bei Gewaltszenen, pornografischen Inhalten und dergleichen. Ganz klar. Wir schützen ihn vor solchen Inhalten. Das liegt in unserer <strong>Verantwortung</strong>. Er weiß nicht, was es für kranke Videos im Internet gibt. Davor bewahren wir ihn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4676" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg" alt="Treffen sich ein Kind und ein Tablet - Kind guckt YouTube Video" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/05/treffen-sich-ein-kind-und-ein-tablet-kind-guckt-youtube-video-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Zum Anderen: <strong>Spiele</strong> sind nicht auf dem Tablet drauf. Genauso wenig wie auf unseren Smartphones. Hier war vor allem mein Mann das Zünglein an der Waage. Er ist der Computerfreak. Er kennt sich aus. Weiß, wie Spiele gemacht werden, um wirklich süchtig zu machen. Mit Zielsetzung. Belohnungssystem und dergleichen. Alles Dinge, die nicht in unseren „Erziehungsstil“ passen. Der kleine Mann soll eigene Ziele haben. Und sie nicht vorgesetzt bekommen. Belohnungen lehnen wir sowieso ab. Wenn es ein Spiel gibt, das alldem nicht entspricht, dann werden wir es uns holen. Wir sind dem Ganzen zumindest nicht völlig abgeneigt.</p>
<p>Puh! Das war eine ganze Menge, die ich loswerden musste. Hier endet mein Beitrag erst einmal. Wenn sich einschneidende Erlebnisse ereignen, werde ich einen Nachtrag schreiben. Bis dahin kann ich sagen: Ich bin froh über unsere Entscheidung.<br />
</p>
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		<title>Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 06:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche mögen es, manche nicht. Ich erzähle mal, wie wir zum Familienbett kamen. Warum ich es liebe, aber manchmal auch gern anders hätte. Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)? Um die Frage zu beantworten, wie wir überhaupt auf die Idee kamen, ein Familienbett zu gründen, muss ich etwas weiter ausholen. Und dich in meine Kindheit mitnehmen. Eine ... <a title="Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/familienbett-warum-eigentlich-nicht/" aria-label="Mehr zu Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche mögen es, manche nicht. Ich erzähle mal, wie wir zum Familienbett kamen. Warum ich es liebe, aber manchmal auch gern anders hätte.</p>
<p><span id="more-4241"></span><div id='c6998_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Familienbett &#8211; Warum eigentlich (nicht)?</h2>
<p>Um die Frage zu beantworten, wie wir überhaupt auf die Idee kamen, ein Familienbett zu gründen, muss ich etwas weiter ausholen. Und dich in meine <strong>Kindheit</strong> mitnehmen.</p>
<p>Eine <span style="color: #800080;"><strong>****Triggerwarnung**** </strong></span>möchte ich an dieser Stelle rein vorsorglich aussprechen betreffend &#8222;Schlechtes Gewissen machen&#8220; und &#8222;Allein schlafen&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11806" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht)? | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Wie das damals war</h2>
<p>Unsere Wohnung, in der meine Eltern mit meiner Schwester und mir damals noch wohnten, war ziemlich groß. Jede von uns hatte ihr eigenes Zimmer. Meine Schwester hatte ihr Zimmer an einem Ende der Wohnung. Meins lag am anderen Ende, neben dem meiner Eltern. Die schliefen zusammen. Wir Kinder schliefen allein.</p>
<p>Als Kind empfand ich es damals schon als&#8230; wie soll ich sagen&#8230; ich empfand es nicht als ungerecht, allein zu schlafen. Es schwankte mehr das Bedürfnis mit, lieber bei meinen Eltern sein zu wollen. Mit ihnen zu kuscheln. Gemeinsam auf der Couch zu sitzen. Oder Spiele zu spielen. Egal, was. Hauptsache zusammen sein.</p>
<p>Stattdessen hieß es für meine Schwester und mich, ab in die Falle. Zähne putzen. Und dann gute Nacht. Die Großen kuscheln jetzt noch gemütlich auf der Couch und gucken fern. Ohne euch.</p>
<p>Meine Schwester und ich nutzten beim Zähne putzen die Gelegenheit, durch den Türspalt zu gucken. Mit fernzusehen. Unsere Eltern saßen gemütlich auf der Couch und guckten fern. Wir verrenkten uns die Köpfe, um mitzusehen. Wenn wir dann hörten, wie einer von ihnen aufstand, um nachzusehen, was wir so lange trieben, rannten wir schnell zurück ins Bad und taten ganz geschäftig.</p>
<h2>Das schlechte Gewissen</h2>
<p>Eines Abends war es also wie immer: Meine Eltern schauten fern, während ich durch den Spalt spähte, um mitzugucken.</p>
<p>Irgendwann reichte es meiner Mutter aber dann. Sie hatte es wohl mehrmals mitbekommen. Mich vielleicht auch ermahnt. Wahrscheinlich war es auch schon sehr spät. Ich weiß es nicht mehr.</p>
<p>Plötzlich sprang sie von der Couch auf, riss die Tür auf, ich total geschockt, dass sie mich erwischt hatte. Sie gab irgendeinen Haufen Gemecker von sich, überschüttete mich wieder mit dem schlechten Gewissen. Sie zerrte mich am Arm ins Wohnzimmer zur Couch und setzte mich unsanft drauf. Ich will fernsehen? Bitteschön! Ich könne so lange fernsehen&#8230; ach, ich weiß gar nicht mehr, was genau sie mir entgegen schleuderte.</p>
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</div>
<p>Ich wollte es wiedergutmachen. Wollte aufstehen. Ich weinte. Es tat mir leid. Ich wollte sie nicht verärgern. Ich wollte doch einfach nur dabei sein. Doch ich durfte nicht mehr aufstehen und alles wiedergutmachen. Ich wurde zurück auf die Couch zu meinem Vater gedrückt, der indes alles still mit ansah und nichts sagte.</p>
<p>Meine Mutter verließ das Drama wie üblich mit einem theatralischen Türknallen und ward nicht mehr gesehen. Ich saß also weinend auf der Couch neben meinem Vater, der weiterhin schwieg. Der Film, der lief, interessierte mich kein Stück. Ich weinte und hoffte auf Erlösung. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis ich gehen durfte.</p>
<h2>Die Angst</h2>
<p>Was hat diese Geschichte mit dem Familienbett zu tun? Sie zeigt, wie ich aufgewachsen bin. Wie ich <strong>erzogen</strong> wurde. Bei uns gab es kein Familienbett. Meine Eltern schliefen zusammen. Aber nicht wir Kinder. Unsere Eltern wollten uns etwas bieten, denke ich. Jede von uns hatte ihr eigenes Zimmer. Das war in den ganz schlimmen Terror-Zickenkrieg-Zeiten schon ganz gut so. Hat womöglich Leben gerettet.</p>
<p>Aber in der Nacht wünschte ich mir sehnlichst jemanden herbei. Doch ich war allein. Fürchtete mich. Wagte nicht aufzustehen. Wohl einerseits, weil es sonst wieder Streit gegeben hätte, dass ich ins Bett soll.</p>
<p>Andererseits wohl auch, weil ich nicht von dem <strong>Monster</strong> unter meinem Bett gefressen werden wollte. Pedantisch achtete ich darauf, dass alles bis auf meinen Kopf unter der Bettdecke war, damit mich das Monster nicht unters Bett zerren konnte. Ich hatte oft furchtbare Angst in der Nacht. Aber ich gab keinen Mucks von mir.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4328" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-hat-angst-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kind hat Angst im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-hat-angst-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-hat-angst-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>In meinem Kopf stellte ich mir vor, ich würde nach meinen Eltern um Hilfe schreien. Malte mir aus, wie lange es dauern würde, bis sie da sein würden. Bis dahin wäre ich schon längst tot, dachte ich. Und so schrie ich nicht und stand auch nicht auf. Bewegte mich nicht. War starr und wagte kaum zu atmen.</p>
<h2>Allen Mut zusammen nehmen</h2>
<p>Als wir älter, aber immer noch Kinder waren, waren wir abends auch mal <strong>allein</strong> &#8211; meine Schwester und ich. Wir gingen dann allein schlafen, wann wir wollten. Das war einerseits cool, weil ich dann ewig lange aufbleiben und tun und lassen konnte, was ich wollte. Doch in der Nacht war ich wieder allein. Da konnte mir der Berg an <strong>Kuscheltieren</strong>, die mich mit ihrer Masse schon aus meinem eigenen Bett verdrängten, auch nicht helfen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4327" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-schlaeft-mit-einem-haufen-kuscheltieren-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kind schläft mit einem Haufen Kuscheltieren im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-schlaeft-mit-einem-haufen-kuscheltieren-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-schlaeft-mit-einem-haufen-kuscheltieren-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wenn ich allen Mut zusammengenommen hatte, weil ich es schier nicht mehr aushielt, schlich ich mit meinem Bettzeug bewaffnet durch die beängstigende, stille, stockfinstere Wohnung. Bis zum Ende unserer Wohnung. Wo das Zimmer meiner Schwester lag. Ich klopfte an ihre Tür. Flüsterte ihren Namen. Fragte, ob sie noch wach sei und ich reinkommen dürfe.</p>
<p>Manchmal stellte sie sich schlafend, glaube ich. Dann musste ich den unendlich langen, gruseligen Weg wieder zurück gehen. In mein Zimmer. Ans andere Ende der Wohnung.</p>
<h2>Heile Welt</h2>
<p>Aber manchmal, da wurde mir Einlass gewährt. Dann trat ich ein und sah warmes Licht, weil meine Schwester noch las. Auf das coole Hochbett meiner Schwester, das mein Papa und mein Opa für sie gebaut hatten, durfte ich nicht. War auch zu eng. Ich verkroch mich dann lieber auf ihre Couch. Es war alles gut. Ich war jetzt in Sicherheit. Das spürte ich.</p>
<p>So redeten meine Schwester und ich über irgend etwas. Oder sie las mir vor. Hörten wir Musik? Keine Ahnung. Irgendwas taten wir in den Stunden bestimmt. Bis wir beide derart müde waren, dass das Licht ausgemacht wurde und wir schlafen gingen. Meine Schwester in ihrem Bett. Ich auf der Couch. Eingemummelt in mein Bettzeug, das ich auf meinen nächtlichen Streifzügen durch die Wohnung immer mitnahm.</p>

<p>So war für einige Stunden heile Welt. Bis meine Eltern wiederkamen. Sahen, dass ich nicht in meinem Bett lag. Dann fanden sie mich auf der Couch meiner Schwester. Ich stellte mich jedes Mal schlafend, damit sie mich dort in einem Anfall von Barmherzigkeit liegen lassen. Oder mich zumindest in mein Bett tragen. Aber das war nie der Fall. Nie. Ich wurde <strong>geweckt</strong>. Sollte mein Bettzeug packen. Und wieder in mein eigenes Bett gehen.</p>
<p>Es gab noch viele Male, in denen ich wieder mit meinem Bettzeug auf die Couch meiner Schwester wanderte. Aber die Botschaft, dass ich nicht allein schlafen wollte, die kam nie an. Irgendwann hörten die Nachtwanderungen dann auf. Ich glaube, ich hatte aufgegeben.</p>
<h2>Zeichen</h2>
<p>Das sind <strong>Erinnerungen</strong>, die mir geblieben sind, wenn ich an das Einschlafen denke. Keine schönen Nächte, findest du nicht?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4333" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-allein-traurig-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kind allein traurig im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-allein-traurig-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kind-allein-traurig-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Was all diese Erinnerungen gemein haben: Meine Eltern wussten nichts davon. Von den Nächten, in denen ich mich in den Schlaf weinte. Von meinen Ängsten, die mich mit weit aufgerissenen Augen im Bett stumm nach Hilfe schreien ließen. Die mich dazu veranlassten, Nähe zu suchen. Sei es im abendlichen Spähen durch den Türspalt oder in den nächtlichen Wanderungen durch die Wohnung hin zum Zimmer meiner Schwester. Meine Eltern verstanden die <strong>Zeichen</strong> nicht.</p>
<p>Als ich schwanger wurde, stand für meinen Mann und mich fest, dass wir es anders machen wollen. Zumindest das haben mich meine Kindheitserinnerungen gelehrt: Allein (ein)schlafen ist traurig. Bald darauf stand das Beistellbett fertig montiert an unserem Wasserbett und wartete auf seinen Einsatz.</p>
<div id='c7958_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Ein langer Weg bis zum Familienbett</h2>
<p>Als der kleine Mann geboren wurde, verbrachten wir erst einmal knapp eine Woche im Familienzimmer des Krankenhauses. Dort legte ich den kleinen Mann so gut wie nie ins Extrabett &#8211; schon gar nicht zum nächtlichen Schlafen. Ich wollte ihn einfach immer bei mir oder meinem Mann haben.</p>
<p>Als wir dann endlich zu Hause waren, wurde schnell klar, dass der kleine Mann gern mal ein Nickerchen im Rollkörbchen macht. Oder auf uns. Im Arm. Aber wenn es Nacht wurde, verpuffte der Traum vom Beistellbett ganz schnell.</p>
<p>Mein Mann zockte damals noch bis spät in die Nacht. Während der kleine Mann im Körbchen schlief, konnte ich schon mal ins Bett und eine Mütze Schlaf nehmen. Zum Stillen würde der kleine Mann dann vorbeigebracht werden.</p>
<p>Doch dieses ewige aus dem Schlaf gerissen werden, machte mich kirre. Manchmal total aggressiv. Ich war übellaunig und wollte einfach nur schlafen und nicht gestört werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4331" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schaut-veraergert-auf-mann-im-bett-der-sich-versteckt.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Frau schaut verärgert auf Mann im Bett, der sich versteckt" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schaut-veraergert-auf-mann-im-bett-der-sich-versteckt.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schaut-veraergert-auf-mann-im-bett-der-sich-versteckt-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Das Problem: unser Wasserbett. Da durfte unser Baby ja nicht schlafen. Also hieß es für mich: geweckt werden, hinsetzen, stillen, im Sitzen dösen. Oder raus aus dem Bett. Rein in den <a href="https://amzn.to/2DZOxvc" target="_blank" rel="nofollow noopener">Schaukelstuhl</a>*. Stillen. Dösen. Während der Papa nebenan zockte. Du kannst dir bestimmt denken, dass das kein Dauerzustand wurde. Irgendwann explodierte ich und zog mit Baby auf die Couch. Da konnten wir beide nebeneinander liegen, stillen, schlafen.</p>
<p>Doch die Couch war jetzt auch nicht das Nonplusultra. Wir brauchten ein Bett mit Matratze, damit wir endlich auch mal wieder zusammen in einem Zimmer schlafen konnten. Doch das Wasserbett wollten wir beide nicht aufgeben. Zu teuer gewesen. Zu schön, um es einzutauschen gegen Matratzen.</p>
<p>Und nach viiiiielen Monaten kaufte ich mir ein kleines Bett mit Matratze und stellte es neben unser Wasserbett. Da schlief ich dann mit dem kleinen Mann, und der Papa hatte weiterhin sein Wasserbett. Unser <strong>Familienbett</strong> war geboren.</p>
<h2>Manchmal ist Familienbett toll&#8230;</h2>
<p>Es ist schön so wie es ist. Kein nächtliches Aufstehen, um mein Kind im Nebenzimmer zu beruhigen und zum Weiterschlafen zu bewegen. Wenn er unruhig wird, bin ich kurze Zeit vorher wach, kann ihn stillen und es geht für uns zurück ins Traumland. Dann ist unsere Entscheidung für ein Familienbett die beste und <strong>angenehmste</strong> überhaupt gewesen.</p>
<h2>&#8230; und manchmal ist Familienbett doof</h2>
<p>Aber manchmal&#8230; manchmal&#8230; da wünsche ich mir mehr Raum für mich. Keine unruhigen, kleinen Füße und zappeligen Speckbeinchen auf meinem Oberschenkel, der über und über mit kleinen blauen Flecken ist. Von einem Kind, das manchmal so <strong>unruhig</strong> schläft, dass es irgendwann im 90° Winkel zu mir liegt &#8211; die Füße in meinem Gesicht. Von einem Kind, das nachts so quer liegt, dass mir von den 1,40 m nur ein paar Zentimeter zur Verfügung stehen&#8230; Wie geht das?! Wie kann ein so kleines Baby ein so großes Bett derart einnehmen?!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4330" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinderfuss-und-hand-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kinderfuß und Hand im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinderfuss-und-hand-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinderfuss-und-hand-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich will im Dunkeln schlafen statt mit Licht, das die ganze Nacht über brennen muss, weil der kleine Mann es braucht, weil er Angst hat. Ich will auf der Seite liegen, die ich beim Schlafen bevorzuge. Auf dem Bauch. Dem Rücken. Mit dem Rücken zum kleinen Mann, ohne dass dieser davon gleich wieder unruhig wird, weil er spürt, dass da was nicht stimmt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4329" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schlaeft-gemuetlich-eingekuschelt-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Frau schläft gemütlich eingekuschelt im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schlaeft-gemuetlich-eingekuschelt-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-frau-schlaeft-gemuetlich-eingekuschelt-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Wann werde ich wieder mit der Bettdecke bis zum Hals schlafen können? Wann wird das nächtliche Stillen weniger und wann wird es <a href="https://www.milchtropfen.de/abstillen/">ganz aufhören</a>? Und wann wird dieses nervige <a href="https://www.milchtropfen.de/baby-spielt-beim-stillen-mit-der-brustwarze/" rel="noopener">Zuppeln an den Brustwarzen</a> aufhören, das ich ständig unterbinden muss?</p>
<h2>Mit Kinderaugen sehen</h2>
<p>Das sind so Momente, in denen ich kein Familienbett mehr will. Weil die Nächte unglaublich <strong>anstrengend</strong> waren. Weil dann meine Reserven beinahe völlig aufgebraucht sind.</p>
<p>Dann stehe ich früh morgens unter der heißen Dusche, um zu Kräften zu kommen, und denke zurück an meine Kindheit. Wie schön ich die Ferien fand, die wir bei unseren Großeltern verbrachten, weil wir da <strong>gemeinsam</strong> in einem Zimmer schliefen. Wir redeten und lasen bis spät abends. Redeten noch weiter, als das Licht bereits aus war. Es war so ein schönes Gefühl von Geborgenheit, das mir in Erinnerung geblieben ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4334" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinder-lesen-zusammen-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Kinder lesen zusammen im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinder-lesen-zusammen-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-kinder-lesen-zusammen-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ebenso die Nächte, die wir bei unseren anderen Großeltern verbrachten. Ein Zimmer. Eine ausgeklappte Couch. Kuschlig weiche Bettdecken und Kissen. An solchen Tagen fühlte ich mich nachts pudelwohl. Ich liebte diese Zeiten.</p>
<p>Und dann sind da die Erinnerungen, in denen ich allein im Bett zu Hause war. Das abgespeicherte Gefühl von Einsamkeit. Was für <strong>Ängsten</strong> ich ausgesetzt war.</p>
<div id='c1807_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<p>Selbst ich als Kind hatte jedes einzelne Kuscheltier, das ich hatte (und davon hatte ich eine ganze Menge) nachts in mein Bett genommen. Der Gedanke, dass ein Kuscheltier allein schlafen musste, war für mich <strong>unerträglich</strong>. Es tat mir unendlich weh, wenn wirklich kein Kuscheltier mehr reinpasste oder ich selber mal etwas mehr Platz für mich haben wollte. Ich als Kind hatte so ein schlechtes Gewissen, mein Kuscheltier allein einschlafen zu lassen. Als Kind! Warum verstanden es dann meine Eltern nicht?</p>
<p>Über ihre Beweggründe kann ich nur rätseln. Und daraus lernen. Für mich steht fest, dass ich es anders machen will. Denn mein Kind hat mir gezeigt, dass es nicht allein schlafen will. Nicht allein schlafen kann. Er braucht unsere Nähe. Und die soll er bekommen, bis er alt genug ist und sie nicht mehr braucht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4332" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-eltern-kuscheln-mit-kind-im-bett.jpg" alt="Familienbett - Warum eigentlich (nicht) - Eltern kuscheln mit Kind im Bett" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-eltern-kuscheln-mit-kind-im-bett.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/04/familienbett-warum-eigentlich-nicht-eltern-kuscheln-mit-kind-im-bett-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich will, dass sich mein Kind beschützt fühlt. Er soll wissen, dass er immer zu uns kommen kann. Egal, was ist.</p>
<p>Wenn die Zähne drücken und er wieder öfter gestillt werden will und schlecht träumt und ständig im Schlaf weint, dann zehrt es an den Kräften, sicher. Aber nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei. Die Zeit ist absehbar.</p>
<p>Und so sehe ich es auch auf lange Sicht betrachtet. Es wird irgendwann <strong>vorbei</strong> sein. Dann wird nicht mehr gekuschelt. Dann ist das peinlich. Und solange mein Kind nach meiner Nähe verlangt, werde ich ihm diese geben. Wenn er sagt &#8222;Schützich.&#8220;, lege ich meinen Arm wie gewohnt um ihn und sage &#8222;Ich beschütze dich.&#8220; Wenn er &#8222;Milch.&#8220; sagt, stille ich ihn.</p>
<p>Es ist nicht mal der Gedanke, dass es irgendwann vorbei gehen wird, warum wir im Familienbett schlafen. Ich blicke zurück in meine Kindheit und ich sehe wieder die Angst in meinen Augen. Spüre diese Ohnmacht. Dass ich um Hilfe schreien will, es aber nicht wage.</p>
<p>Mein Sohn soll wissen, dass wir immer für ihn da sind und auch weiterhin da sein werden. Was auch immer ihn gerade beschäftigt. Letztens weinte er sich im Familienbett aus dem Schlaf wach, weil er keine Socken trug. Ohne einen dummen Spruch zog ich sie ihm an und er lachte im Halbschlaf und war wieder weg. Dieses Gefühl, dass da immer jemand ist, der kommt, egal, was los ist, dieses Gefühl soll unser Sohn beibehalten und nie verlieren.</p>
<p>Und wer weiß. Vielleicht wird dadurch das Kind in mir auch wieder ruhiger einschlafen können.<br />
</p>
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		<title>Wo ist meine Mama?</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2017 06:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich im Bim &#38; Boom Kinderspielland. Als wir den Heimweg antreten wollten, bemerkten wir dort einen Jungen, der seine Mama suchte. Wo ist meine Mama? Als der kleine Mann und ich angezogen und drauf und dran waren, das Bim &#38; Boom zu verlassen, ertönte eine freundliche Ansage &#8222;Mama von ... <a title="Wo ist meine Mama?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/wo-ist-meine-mama/" aria-label="Mehr zu Wo ist meine Mama?">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens waren der kleine Mann und ich im Bim &amp; Boom Kinderspielland. Als wir den Heimweg antreten wollten, bemerkten wir dort einen Jungen, der seine Mama suchte.</p>
<p><span id="more-4018"></span></p>
<h2>Wo ist meine Mama?</h2>
<p>Als der kleine Mann und ich angezogen und drauf und dran waren, das <a href="https://www.milchtropfen.de/bim-boom-kinderspielland/" rel="noopener">Bim &amp; Boom</a> zu verlassen, ertönte eine freundliche Ansage &#8222;Mama von Oliver. Bitte komm doch einmal nach vorne. Danke.&#8220;</p>
<p>In der Regel reicht diese Ansage aus, damit sich die angesprochene Mutter schnurstracks nach vorne zur Kasse begibt, um ihr Kind abzuholen. Denkste! Nicht diese Mutter.</p>
<p>In die Garderobe kam ein Junge gelaufen, der aus voller Leibeskraft nach seiner Mama schrie. Also wirklich schrie! Er war total panisch, kaute auf einem kleinen Stofflämmchen herum und war fix und alle. Er stand dann an einem Kinderwagen in der Garderobe und weinte bitterlich nach seiner Mama.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin kam zum kleinen Jungen und sagte verwundert &#8222;Ich denke, du hast deine Mama gefunden und sie ist wieder da?!&#8220; Das war sie anscheinend nicht. Die Mitarbeiterin bedeutete dem Jungen, zu warten, und ging wieder. Kurz danach hörten wir eine immer noch freundliche, wenn auch deutlichere Ansage &#8222;Mama von Oliver. Bitte ganz, ganz schnell nach vorne kommen.&#8220; Doch von der Mutter fehlte jede Spur.</p>
<h2>Gemeinsam warten</h2>
<p>Während einige Eltern mitleidsvoll zum Jungen schauten, sich dann aber doch dafür entschieden, den Heimweg anzutreten, kniete ich mich neben den Jungen. Ich sagte ihm, wir würden hier gemeinsam auf seine Mama warten. Sie würde bestimmt gleich wiederkommen. Vielleicht sei sie nur gerade auf Toilette.</p>
<p>Der Junge war nicht zu trösten. Er wollte weglaufen. Wahrscheinlich seine Mama suchen. Doch ich rief ihn zurück. Nicht, dass die Mutter gleich auftaucht, und wir dann den Jungen suchen müssen. Also warteten wir gemeinsam.</p>
<p>Der kleine Mann stand ganz ruhig neben uns und beobachtete das Geschehen. Der Junge hingegen war ein Wrack &#8211; emotional gesehen. Total aufgelöst. Weinte immer noch. Das Stofflamm war ganz durchnässt von Sabber und Tränen.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob meine Worte zu ihm durchdrangen. Ob er verstand, also wirklich verstand, dass wir beim ihm bleiben würden. Bis zum Schluss. Bis seine geliebte Mama endlich wieder da sein würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4031" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Pinguin kümmert sich um Pinguinbaby" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-pinguin-kuemmert-sich-um-pinguinbaby-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ich weiß auch nicht, ob es ihm half, als ich ihn kurz am Arm streichelte. Mir persönlich kam es etwas befremdlich vor, ein fremdes Kind in Not zu streicheln. Und da ich mich unwohl dabei fühlte, ließ ich es lieber sein.</p>
<p>Eine Weile kniete ich einfach nur neben ihm. Sah ihn ab und zu an. Sagte nichts. War einfach nur da. Versuchte, Ruhe auszustrahlen, damit diese auf ihn übergehen konnte. Wenn er mich ansah, erwiderte ich seinen Blick mit einem aufmunternden Lächeln. Ich wollte ihm Hoffnung machen. Aber auch hier hatte ich keine Ahnung, ob es funktionierte.</p>
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<h2>Was niemand braucht</h2>
<p>Die Situation war etwas schräg. In unserer Nähe dröhnte lustige Musik aus einem Lautsprecher, als gäbe es kein Morgen mehr. Während ein kleiner Junge neben mir stand, der todtraurig war, weil er seine Mama vermisste.</p>
<p>Zu dieser schrägen Situation gesellte sich irgendwann die Mitarbeiterin. Sie fragte den Jungen über den Kinderwagen aus, an dem er stand. Ob es der sei, mit dem sie gekommen waren usw.</p>
<p>Der Junge antwortete kurz und knapp, war aber immer noch sehr verängstigt und weinte weiter. Ich unterhielt mich kurz mit ihr, fragte, ob die Mutter eventuell auf der Toilette sei. Doch da sei die Mitarbeiterin schon gewesen: Keine Spur von der Mutter.</p>
<p>Im Inneren beschlich mich allmählich das ungute Gefühl, dass die Mutter nie kommen würde. Hatte sie ihr Kind hier einfach zurückgelassen? Oder wollte ihm eine Lehre erteilen? Sich gar einen dummen Scherz erlauben? Nein, so grausam kann doch niemand sein&#8230;</p>
<p>Die Mitarbeiterin scheint mit dem weinenden Jungen überfordert. Ist gestresst. Genervt. Auf einmal höre ich sie sagen &#8222;Wir suchen ja deine Mama. Hör auf zu weinen. Das bringt nichts. Wir suchen sie ja.&#8220; Sie geht ein paar Schritte, dreht sich dann aber nochmal zu ihm um, nur, um dann Folgendes vom Stapel zu lassen &#8222;Da sind überhaupt keine Tränen. Das ist alles nur gespielt.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4032" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Kind ist traurig" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-ist-traurig-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dann war sie weg, um weiter nach der Mutter zu suchen. Währenddessen hallten ihre Worte in meinen Ohren wider.</p>
<h2>Weinen</h2>
<p>Ich war total geschockt! Wie kann sie es wagen, einem derart von Verlustängsten geplagten Kind so etwas an den Kopf zu knallen? Wenn ich meine Mutter oder sonst einen geliebten Menschen schmerzlichst vermisse, dann darf ich sehr wohl weinen. Und aus Leibeskräften nach ihr schreien!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4036" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet.jpg" alt="Wo ist meine Mama - weinendes Kind wird von Mutter getröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-weinendes-kind-wird-von-mutter-getroestet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Ein Kind, das nach seiner Mutter schreit, hat mehr Chancen, dass sie es hört und es sucht, als ein Kind, das keinen Ton von sich gibt. Es hat einen Sinn, wenn ein Kind aus voller Kehle nach seiner Mutter schreit. Sie soll seine Hilfeschreie hören. Es suchen kommen. Und finden. Bevor andere es finden. So war es schon früher, als wir noch in Höhlen oder sonstwo lebten. Und so ist es auch heute noch.</p>
<p>Und warum verbietet sie einem traurigen Kind zu weinen? Weinen ist befreiend für den Körper. Es ist wie ein Ventil, um all den Druck und den Schmerz, der in einem wütet, rauszulassen. Es tut gut, zu weinen. Und wenn dann noch eine Person da ist, die mich verständnis- und liebevoll durch diese Traurigkeit hindurch begleitet, dann fühle ich mich aufgefangen und dadurch gleich viel gestärkter.</p>
<p>Doch diese Mitarbeiterin hatte keinerlei Verständnis für diesen Jungen übrig. Konnte sich kein bisschen in seine Lage hineinversetzen. Um auch nur im Entferntesten zu erahnen, was er gerade durchmachte. Stattdessen spielte sie seine Angst runter. Nahm ihn überhaupt nicht ernst. Deshalb war ich froh, als sie weg war, um weiter nach der Mutter zu suchen. Soll sie sich mal darum kümmern, dass die Mutter schnell gefunden wird. Ich kümmere mich derweil um den Kleinen.</p>

<h2>Trösten</h2>
<p>Ich bin nicht geübt darin, ein fremdes Kind zu trösten. Ich habe eine ungefähre Vorstellung, was ich sagen darf und nicht sagen darf. Wer das beruflich macht, z.B. in der Seelsorge, hat da bessere Techniken drauf, ganz sicher. Aber ich traute mir definitiv mehr zu als der Mitarbeiterin &#8211; ohne überheblich wirken zu wollen.</p>
<p>Es war nicht viel, was ich zu dem Jungen sagte. Ich gab ihm Hoffnung, dass seine Mama bald da sein würde. Dass wir gemeinsam mit ihm auf sie warten werden. Dass er ruhig weinen darf. Es ist nicht schön, wenn seine Mutter weg ist. Er darf ruhig traurig sein. Manchmal sagte ich auch gar nichts und war einfach nur da. Das merkte der Junge wohl. Er blickte jetzt immer öfter zu mir herüber. Sah mich mit verunsichertem Blick an. Und ich spürte, wie er ein klitzekleines bisschen ruhiger wurde.</p>
<p>Dann beschloss ich, seine Aufmerksamkeit auf das kleine Schaf in seinen Händen zu lenken, auf dem er immer noch wie wild herumbiss. Es klappte. Er ging darauf ein. Wurde noch etwas lockerer. Ich sah regelrecht, wie sich seine verkrampften Muskel ein wenig entspannten. Er erzählte mir von dem Schaf. Es gehöre seiner kleinen Schwester. Dann sprachen wir über sein Kuscheltier usw.</p>
<h2>&#8222;Ich weiß auch nicht&#8230;&#8220;</h2>
<p>Die Mitarbeiterin kreuzt wieder auf. Ohne Mutter. Sich noch einmal im Kinderspielland umblickend sagt sie &#8222;Joah, mein Großer&#8230; Ich weiß auch nicht&#8230;&#8220;</p>
<p>Und wieder blickte ich wie angewurzelt zu ihr auf. Wie jetzt? Du weißt auch nicht? Soll es der Junge etwa wissen? Was soll er denn mit deiner Aussage anfangen? Pech gehabt? Hat sie keine Anweisungen, wie sie in solchen Fällen reagieren soll? Was sie zu tun hat? Polizei anrufen? Jugendamt anrufen? Irgendwas? Wie soll es denn jetzt weitergehen, verdammt?!</p>
<p>In dem Moment, in dem mir beinahe die Hutschnur hochging, rannte der Junge plötzlich los. Um die Ecke bog seine Mama mit seiner Schwester. Sie freute sich, als er ihr in die Arme fiel, und schien absolut keinen Schimmer zu haben, was ihr Sohn gerade durchmachen musste.</p>
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<p>Was die Mitarbeiterin der Mutter zum Schluss noch an den Kopf knallte, kann ich mir nur denken. Ich sah nur die gestikulierende Mitarbeiterin und den fragenden Blick der Mutter. Sie schien keinen Plan zu haben, was gerade eben vorgefallen war.</p>
<p>Meine Aufgabe war getan. Ich wollte nicht noch mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Mutter einstürzen. Vielleicht hätte ich es tun müssen. Ihr klar machen müssen, was hier gerade passiert war. Wie verstört ihr Junge war. Doch ich sah ein Happy End, war froh darüber, und ging mit dem kleinen Mann auf meinem Arm meines Weges.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Seit diesem Tag mache ich mir viele Gedanken. Wie ich mein Kind am besten trösten kann, weiß ich. Es ist einfach. Hochnehmen. Kuscheln. Fragen, was passiert ist, wenn es die Situation zulässt. Da sein. Liebevoll reden. Streicheln. Küssen. Stillen. Vieles geht über Hautkontakt und nach kurzer Zeit heißt es dann &#8222;Besser.&#8220; und es kann wieder gespielt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4038" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama.jpg" alt="Wo ist meine Mama - Kind kuschelt mit Mama" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wo-ist-meine-mama-kind-kuschelt-mit-mama-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Aber wie gehe ich mit einem mir völlig unbekannten Kind um? Seine Mama ist nicht da, die trösten kann, weil sie selbst Teil seines Kummers ist. Wie kann ich am besten trösten? Ist es ok, wenn ich ein fremdes Kind streichle? Darf ich das? Ich persönlich fände es eher befremdlich, wenn mich ein Fremder so trösten will. Und in der obigen Situation war mir auch nicht wohl dabei, weshalb ich es lieber bleiben ließ.</p>
<p>Die beste Methode für mich war, dem Jungen Ruhe zu vermitteln, für ihn da zu sein. Obwohl in mir so viele Gedanken schwirrten, ob die Mutter den armen Jungen hier zurückgelassen hat, war ich ruhig. Ein trauriges Kind kann nicht noch eine unsichere, panische Erwachsene gebrauchen. Und ganz sicher kann es darauf verzichten, Vorwürfe zu hören oder dass seine Angst nur gespielt ist oder dass er aufhören soll, zu weinen. Ich spiele den Gedanken noch weiter und sage, ein Kind will auch nicht hören, dass alles gut ist. Denn in diesem Moment, in dem der wichtigste Mensch in meinem Leben fehlt, ist NICHTS gut. Gar nichts.</p>
<p>Ich fand es auch in Ordnung, das Kind abzulenken, als ich sah, dass es sich ein wenig beruhigt hatte. Wenn es einem zuhören kann. Dann kann man versuchen, es abzulenken. Über schöne Dinge reden. Es macht die Zeit, in der man mit dem Kind zusammen wartet, erträglicher. Lässt sie schneller vergehen.</p>
<p>Ich bin kein Profi. Habe es nicht gelernt oder viel darüber gelesen. Es war mehr so ein Bauchgefühl. Vielleicht konnte ich den fremden Jungen gut trösten, weil ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen konnte. Im Gegensatz zu der Mitarbeiterin. Keine Ahnung vom respektvollen Umgang mit Kindern (was ich von einer Mitarbeiterin im Kinderspielland erwarte). Und anscheinend auch keine Ahnung, was sie in Notfällen zu tun hat, wenn wie im obigen Fall die Mutter tatsächlich nicht kommt.</p>
<p>In meinen Augen sollte die Mitarbeiterin eine Schulung oder ein Seminar besuchen, wie man mit Kindern (und Erwachsenen) in Notsituationen angemessen kommuniziert. Was sie sagen darf und was nicht. Und eine erneute Einweisung, wie sie im Notfall zu reagieren hat, würde auch nicht schaden.</p>
<p>Ich bin einfach wütend, was mitunter für Menschen eingestellt werden. Sollten der kleine Mann und ich einmal in solch eine Situation geraten, in der wir einander suchen, wünsche ich mir fähige Menschen, die wissen, was zu tun ist. Die mein Kind trösten und nicht mit dummen Sprüchen bombardieren. Die ein offenes Ohr und ein offenes Herz haben. Und ihn nicht einfach stehen lassen in seiner Verzweiflung.</p>
<p>Wie hättet ihr reagiert?</p>
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		<title>Kind will nicht in den Fahrradsitz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Temperaturen klettern nach oben. Die Zeit ist perfekt für einen schönen Ausflug mit dem Fahrrad. Doch das Kind will nicht in den Fahrradsitz&#8230; Was nun? Kind will nicht in den Fahrradsitz Ich habe mich gefragt, wann ich diesen Beitrag wohl endlich fertig geschrieben haben werden würde (ist ... <a title="Kind will nicht in den Fahrradsitz" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/kind-will-nicht-in-den-fahrradsitz/" aria-label="Mehr zu Kind will nicht in den Fahrradsitz">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Temperaturen klettern nach oben. Die Zeit ist perfekt für einen schönen Ausflug mit dem Fahrrad.</p>
<p>Doch das Kind will nicht in den <strong>Fahrradsitz</strong>&#8230; Was nun?</p>
<p><span id="more-912"></span><div id='c4183_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Kind will nicht in den Fahrradsitz</h2>
<p>Ich habe mich gefragt, wann ich diesen Beitrag wohl endlich fertig geschrieben haben werden würde (ist das richtig?). Nämlich dann, wenn der kleine Mann endlich in seinen <a href="https://www.milchtropfen.de/fahrradsitz-fuer-kinder/">Fahrradsitz</a> will.</p>
<p>Wie du siehst, ist die Zeit gekommen. Und ich hatte ehrlich gesagt schon gar nicht mehr damit gerechnet. Doch vielleicht war unsere <strong>Methode</strong> genau die richtige, damit es jetzt endlich klappt?! Deshalb erzähle ich einfach mal, wie das bei uns so ablief.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="pintbild aligncenter wp-image-11869" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wenn-das-kind-nicht-in-den-fahrradsitz-will-die-wichtigsten-tipps.jpg" alt="Wenn das Kind nicht in den Fahrradsitz will - Die wichtigsten Tipps | Mehr Infos auf www.milchtropfen.de" width="534" height="801" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wenn-das-kind-nicht-in-den-fahrradsitz-will-die-wichtigsten-tipps.jpg 735w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wenn-das-kind-nicht-in-den-fahrradsitz-will-die-wichtigsten-tipps-267x400.jpg 267w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wenn-das-kind-nicht-in-den-fahrradsitz-will-die-wichtigsten-tipps-287x430.jpg 287w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wenn-das-kind-nicht-in-den-fahrradsitz-will-die-wichtigsten-tipps-454x680.jpg 454w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/wenn-das-kind-nicht-in-den-fahrradsitz-will-die-wichtigsten-tipps-33x50.jpg 33w" sizes="auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Vorbereitungen</h2>
<p>Ich weiß es noch ganz genau. Als wäre es erst gestern gewesen. Der kleine Mann war etwa ein Jahr alt. Es war schönstes Wetter draußen. Sommer. Schön warm. Nicht zu heiß. Ideal für einen <strong>Fahrradausflug</strong>.</p>
<p>Auf diesen Tag hatten mein Mann und ich uns bereits <strong>vorbereitet</strong>. Ich hatte für Oliver einen tollen Kindersitz von meinem Geburtstagsgeld gekauft. Wir ließen ihn in einem Fahrradladen auf mein Fahrrad montieren, weil das echt tricky mit meinem alten Drahtesel war. Aber es klappte zum Glück alles.</p>
<p>Und weil wir schon dabei waren, gleich noch einen <a href="https://amzn.to/2EvjJ5G" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zweibeinständer</a>* für sicheren Halt und einen passenden <a href="http://amzn.to/2maMRq5" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Fahrradhelm mit Licht</a>* gekauft. Und da wir Eltern ja stets Vorbild sind, gab es für uns auch gleich noch Fahrradhelme.</p>
<p>Soviel zu den Vorbereitungen. Es war alles da, was man brauchte. Die Fahrt konnte losgehen. Theoretisch.</p>
<h2>Träume sind Schäume</h2>
<p>Und eigentlich hätten wir es uns ja denken können, dass es nicht so klappt, wie wir uns das erträumt hatten. Und in diesem Moment war ich wahrscheinlich etwas weinerlich, auf jeden Fall aber sehr verallgemeinernd, als ich dachte: Das war ja so klar! IMMER, wenn ich mich tierisch auf etwas freue, dann klappt es nicht! Das ist doch IMMER so!</p>
<p>Es kann auch daran liegen, dass wir Olivers <strong>Geduld</strong> überstrapazierten, denn er musste ja jetzt noch angeschnallt werden. Der Helm passte nicht durch den Gurt, also Helm wieder ab. Und dann war er endlich angeschnallt, der Helm sollte wieder auf&#8230; Und Oliver wollte nicht mehr in seinem Sitz sein. Wollte den Helm nicht mehr aufgesetzt bekommen. &#8222;Mama!&#8220;, rief er.</p>
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<h2>Einen Gang zurückschalten</h2>
<p>Erst dachten wir noch &#8222;Alles wird gut. Er muss sich nur dran gewöhnen.&#8220; Also schalteten wir einen Gang zurück und nahmen ihn aus dem Fahrradsitz raus. Ich setzte Oliver auf meinen Sitz und ging nun ein Stück des Weges mit ihm. Das fand er auch ganz interessant. Aber als es dann wieder in den Sitz (mit Helm) gehen sollte, wehrte er sich.</p>
<p>Und was soll ich sagen? Mein Mann und ich waren ganz schön angepisst. Wir hatten vor, einen schönen Fahrradausflug bei schönem Wetter zu machen. Und jetzt wurden wir so ausgebremst. Das war echt ärgerlich. Aber wir wollten unser Kind da auch nicht wie wild <strong>herumschreien</strong> lassen. Das hätte ihm nur eine schlimme Erinnerung ans Fahrradfahren beschert. Die darauffolgenden Fahrradtouren würden demnach genau so sein.</p>
<p>Also ließen wir es sein. Die Fahrräder wurden wieder nach unten in den Keller gehievt. Die Helme abgenommen. Und ich setzte mich später zu Hause an den Computer und recherchierte, was wir da machen könnten.</p>
<h2>Tipps aus Foren</h2>
<p>Im Internet stieß ich dann auf nicht allzu viele <strong>Tipps</strong>. Fakt war, dass wir nicht allein mit diesem &#8222;Problem&#8220; waren. Fakt war auch, dass es jede/r anders handhabte.</p>
<p>Die einen ließen ihr Kind im Fahrradsitz. Aus und Punkt. Egal, ob es das nun wollte oder nicht.</p>
<p>Das widersprach allerdings meinen Prinzipien. Ich verwarf diesen &#8222;Tipp&#8220;. Denn das Fahrradfahren sollte für uns alle ein schönes Erlebnis werden und bleiben. Mein Kind weinend da hineinzuzwängen, würde zu keinem guten Ergebnis führen. Vielleicht könnte ich mit dieser Methode tatsächlich irgendwann mit ihm Fahrrad fahren und er wäre leise. Aber ich glaube, das wäre eher ein Zeichen von Resignation, <strong>Aufgeben</strong>, weil er weiß, dass er eh nicht aus dem Kindersitz kommt. Das wollte ich auf keinen Fall.</p>
<p>Manche waren der Meinung, dass man da behutsamer an die Sache herangehen müsse. Hier und da gab es ein paar Ratschläge, die ganz gut klangen. Man solle den Kinderhelm dort hinstellen, wo das Kind ihn immer sehen und auch benutzen könne. Sozusagen wie ein <strong>Spielzeug</strong> anbieten. Der Sinn dahinter ist, dass sich das Kind so langsam, aber sicher an den neuen Gegenstand <strong>herantasten</strong> kann. So würde der Helm als &#8222;ungefährlich&#8220; eingestuft werden können. Und das Kind sich irgendwann daran gewöhnt haben.</p>

<h2>Gibt es eine schnelle Lösung?</h2>
<p>Oliver fand es zwar ganz cool, jeden Tag mit seinem <strong>Helm</strong> spielen zu können. Vor allem, weil sein Helm hinten Lichter zum An- und Ausschalten hatte. Er setzte ihn auch ab und zu auf. Doch vom Fahrradfahren waren wir weit entfernt. Mich störte einfach, dass dieser Vorgang so lange dauern würde. &#8222;Irgendwann würde er sich dran gewöhnt haben.&#8220; Gab es denn keine schnellere Lösung?</p>
<p>Natürlich gab es da wieder die Fraktion &#8222;Belohnen, Bestechen, Ablenken&#8220;, aber das widersprach unserem Erziehungsstil. Ich wollte einfach, dass er <strong>Spaß</strong> am Fahrradfahren hat. Ohne dass er dafür etwas geschenkt bekommt. Ich wollte, dass er das Fahrradfahren mitbekommt. Es einfach so toll findet wie ich! Kann doch nicht so schwer sein! Fahrradfahren macht doch so Spaß!</p>
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<p>Dazu muss ich sagen, dass unser Sohn auch keinen Schnuller hat, der ihn hätte ablenken, beschwichtigen können. Alles in allem war es also ein Dilemma!</p>
<p>Für diejenigen, die das so oder in etwa so wie wir handhaben: Es gibt keine schnelle Lösung. Es gibt eine Lösung. Die dauert aber. Bei uns dauerte es vom 1. Versuch an etwa ein Jahr, bis es dann klappte. Und das war noch nicht mal geplant, sondern reiner Zufall.</p>
<h2>Immer wieder anbieten</h2>
<p>Der Helm war also jeden Tag im Zimmer und wurde ab und an bespielt und aufgesetzt. Soviel dazu. Ich fuhr auch mal mit dem Auto zu meinen Eltern und setzte den Kleinen auf das Fahrrad seiner Großeltern. Kutschierte ihn durch den Garten. War wirklich alles schön und gut. Aber Fahrradsitz? Nein!</p>
<p>Und dann kam Herbst. Dann kam Winter. Das Fahrrad stand im <strong>Keller</strong>. Der Fahrradsitz blieb unbenutzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11872" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/altes-fahrrad-voller-spinnweben.jpg" alt="altes Fahrrad voller Spinnweben" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/altes-fahrrad-voller-spinnweben.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/altes-fahrrad-voller-spinnweben-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/altes-fahrrad-voller-spinnweben-50x32.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und ich akzeptierte das. Nahm es hin. Schon vor der Schwangerschaft fuhr ich liebend gern Fahrrad. Ich fuhr morgens mit dem Rad zum Bahnhof. Stieg dann um und fuhr mit den Öffentlichen zur Arbeit. Und dann abends wieder mit dem Rad nach Hause.</p>
<p>Ich fand es wirklich traurig, mein Rad nicht benutzen zu können. Aber was hätte ich sonst machen können, wenn er nunmal nicht wollte? Also ließ ich es sein. Und fragte auch nicht mehr. Vielleicht löste genau das unser Problem. Es einfach mal für eine Weile sein lassen. Das Thema nicht mehr <strong>problematisieren</strong>. Und dann löste sich der Knoten von selbst.</p>
<h2>Von heute auf morgen</h2>
<p>Es war Samstag. Der Papa auf Arbeit. Der Morgen begann schon kacke, weil Oliver total weinerlich war. Jammerte wegen allem rum. Mein Mann war dann einfach weg und ich mit dem Kleinen beschäftigt. Was tun?</p>
<p>Als das Wetter auflockerte und die Sonne anfing zu scheinen, schauten wir in der Küche aus dem Fenster. Beobachteten die Busse. Und die Autos. Und die <strong>Fahrradfahrer</strong>&#8230;</p>
<p>Nur so zum Spaß sagte ich zu meinem Kind, als wir auf die Fahrradfahrer zu sprechen kamen &#8222;Wir können ja auch raus und Fahrrad fahren&#8220;. Er entgegnete &#8222;Fahrn?&#8220; Und ich so &#8222;Ja, wir können auch Fahrrad fahren. Du musst nur in den Sitz und deinen Helm aufsetzen.&#8220;</p>
<p>Oliver stieg von seinem Treppchen und meinte &#8222;Anziehn!&#8220; und ich stand total perplex da&#8230; Wollte er jetzt tatsächlich&#8230;? Nein, er hatte es bestimmt nicht ganz verstanden. Naja, einem Spaziergang draußen in der Sonne steht ja nichts im Wege. Ist auch ganz nett.</p>
<p>Doch es wurde nicht falsch verstanden. Mein Kind setzte sich seinen Helm auf, ich stellte ihn noch etwas um, weil sein Kopf inzwischen etwas gewachsen war. Und dann ging es ab in den Keller. Reifen aufpumpen, weil sie ja seit einem Jahr nicht genutzt wurden. Dann Fahrrad hochhieven. Kind rein. Den Rucksack wollte er nicht abnehmen. Und ab ging die Post.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3697 aligncenter" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/kind-will-nicht-in-den-fahrradsitz-kind-im-kindersitz.jpg" alt="Kind will nicht in den Fahrradsitz - Kind im Kindersitz" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/kind-will-nicht-in-den-fahrradsitz-kind-im-kindersitz.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/kind-will-nicht-in-den-fahrradsitz-kind-im-kindersitz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Erste Reaktion</h2>
<p>Es war anfangs etwas schwierig, mit dem Kindersitz loszufahren. Das <strong>Gleichgewicht</strong> zu halten. Aber es klappte dann recht schnell.</p>
<p>Und hinter mir auf dem Kindersitz jauchzte es vor Freude! Er war so happy! Und ich erst! Ich kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus! Einfach, weil wir jetzt doch endlich eine Runde mit dem Fahrrad drehen konnten. Ohne Tränen. Ohne Gekreische. Es war richtig <strong>schön</strong>.</p>
<p>Und so beschloss ich, bis zu meinen Eltern nach Mahlsdorf zu fahren. Die waren natürlich auch total überrascht und freuten sich. Jetzt kann die Radtour, die wir vor 2 Jahren schon geplant hatten, beginnen. Ich freue mich schon drauf (aber nicht zu doll, sonst geht das wieder in die Hose).</p>
<div id='c8313_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Worauf du dich einstellen musst</h2>
<p>Meine Mutter und ich fuhren dann noch mit Oliver eine Runde durch die Altstadt. Vielleicht hatten wir es uns einfach falsch vorgestellt, wie es mit Kind im Fahrradsitz sein würde. Es ist nicht so, dass man einfach mal am Stück <strong>stundenlang</strong> fahren kann.</p>
<p>Da hieß es zum Beispiel nach wenigen Minuten &#8222;Stopp! Fee!&#8220; &#8211; Oliver wollte seine Fee mit im Kindersitz haben. Also anhalten, absteigen, Fee geben, weiter geht&#8217;s. Dann mussten wir anhalten, weil er Durst bekam und Wasser trinken wollte. Also wieder anhalten.</p>
<p>Aber das ist ok. Ich werde das Fahrradfahren genießen. Auch mit vielen <strong>Zwischenstopps</strong>. Das ist mir egal. Hauptsache, wir können endlich wieder Fahrradfahren.</p>
<p>Und dann war der Kleine so fasziniert von meiner Klingel, dass er die auch haben wollte. Nur konnte ich die ja nicht einfach so von meinem Fahrrad abmachen. Also habe ich mich letztendlich doch entschieden, etwas für die Fahrt unterwegs zu besorgen. Nämlich eine <a href="http://amzn.to/2mqwmH5" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Fahrradklingel</a>*. Eine ganz einfache. Wie meine. Ohne Schnickschnack. Ich werde mir noch überlegen, wie ich die genau am Kindersitz befestigen werde.</p>
<p>Letztendlich bin ich froh, dass es so gekommen ist und wir Fahrrad fahren können. Sogar mit Soundeffekt. Denn der kleine Mann macht Motorgeräusche nach, während wir fahren. Es werden alle mit einem lauten, herzhaften &#8222;Hallelöchen!&#8220; begrüßt. Wenn ich so ein entspanntes Fahrradfahren eintausche gegen etwas Zeit und Geduld, dann mach ich das gerne. Besser, als mein Kind da reinzuzwängen und es weinen zu lassen. Viel besser!</p>
<h2>Warum dein Kind eventuell nicht in den Fahrradsitz will</h2>
<p>Wenn dein Kind noch nicht in den Fahrradsitz will, so kann ich dir zumindest sagen, dass es irgendwann doch klappen wird. Aber genau so wie ich es bei meinem Sohn nicht absehen konnte, kannst du es.</p>
<p>Das kann viele <strong>Ursachen</strong> haben.</p>
<p>Es kann deinem Kind beispielsweise schlichtweg nicht geheuer sein. Noch nicht. Das bedeutet für dich, viel Geduld mitzubringen. Den Fahrradhelm immer zugänglich machen. Manche haben das auch mit dem Fahrradsitz gemacht, den abmontiert und ihn sicher ins Zimmer gestellt. Da unsere Montage aber sehr knifflig war, fiel diese Möglichkeit bei uns weg. Aber wenn dein Kind das tagtäglich sieht und sich damit <strong>vertraut</strong> machen kann, ist das ein guter Weg, finde ich.</p>
<p>Zudem kommt es ja auch stets auf die Situation an. Vielleicht ist dein Kind bereits <strong>müde</strong>. Oder hungrig. Hat Durst. Gegen die letzteren Ursachen kannst du noch was unternehmen. Aber wenn ein Kind müde ist, ist es müde. Und will schlafen. Und sicherlich keine Experimente auf dem Fahrradsitz mitmachen. Wir haben die Radtour nach dem <strong>Mittagsschlaf</strong> gemacht. Danach ist der &#8222;Sturm&#8220; immer vorbei und ich kann mit meinem Sohn ohne Probleme etwas unternehmen. Zum Beispiel Fahrrad fahren.</p>
<p>Vielleicht liegt es auch daran, dass etwas falsch eingestellt ist. Sitzt der Helm zu eng? Stört irgendwas? Ist der Fahrradsitz unbequem? Kann sein, dass du Glück hast und es lediglich daran liegt, dass dein Kind nicht in den Fahrradsitz will. Schau vorsichtshalber nach und überprüf, ob alles am rechten Fleck sitzt. Vielleicht ist dein Kind ja schon so alt, dass es dir sagen kann, was genau <strong>stört</strong>.</p>
<p>Das wichtigste bei uns war, da bin ich mir sicher, dass wir den <strong>Druck</strong> rausgenommen haben. Unser Kind will nicht in den <a href="https://www.milchtropfen.de/fahrradsitz-fuer-kinder/">Fahrradsitz</a>? Na dann ist das halt so. Wir machen keinen Stress. Keine Vorwürfe. Kein schlechtes Gewissen. Das Verhalten wird keinesfalls bestraft. Anfangs hatte es uns zwar schon genervt, aber dann war es auch wieder gut. Und wie du siehst, hat es zwar eine Weile gedauert (ein Jahr, uff, Wahnsinn), aber jetzt liebt Oliver das Fahrradfahren.</p>
<p>Für welche Methode würdest du dich entscheiden?<br />
</p>
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		<title>Ich kann das nicht</title>
		<link>https://www.milchtropfen.de/ich-kann-das-nicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Mar 2017 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur allzu gern lasse ich andere für mich Dinge erledigen. Dabei geht es mir nicht sonderlich um Zeitersparnis oder dergleichen. Ich könnte es eigentlich selber machen. Nur traue ich es mir nicht zu. Oder schmeiße schnell hin, wenn es nicht klappt. Falls du auch zu diesen Leuten gehörst, ist dieser Artikel genau das Richtige für dich. ... <a title="Ich kann das nicht" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/ich-kann-das-nicht/" aria-label="Mehr zu Ich kann das nicht">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur allzu gern lasse ich andere für mich Dinge erledigen. Dabei geht es mir nicht sonderlich um Zeitersparnis oder dergleichen. Ich könnte es eigentlich selber machen. Nur <strong>traue</strong> ich es mir nicht zu. Oder schmeiße schnell hin, wenn es nicht klappt.</p>
<p>Falls du auch zu diesen Leuten gehörst, ist dieser Artikel genau das <strong>Richtige</strong> für dich.</p>
<p><span id="more-3594"></span><div id='c4019_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Ich kann das nicht</h2>
<p>Es ist gar nicht lange her, da las ich den Artikel <a href="https://nooborn.wordpress.com/2017/02/18/kinder-sind-nicht-hetcis/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Eure Kinder sind nicht hetero&#8230; und cis sind sie auch nicht&#8220;</a> von Nooborn. Hauptsächlich kotzte sie sich ein wenig aus, wie schnell wir unsere Kinder als &#8222;Junge&#8220; und &#8222;Mädchen&#8220; definieren und sie hiernach erziehen, anziehen usw.</p>
<p>Darauf will ich gar nicht näher eingehen. Mir geht es um einen ganz bestimmten Absatz in diesem Beitrag. Als sie darauf zu sprechen kam, was wir unseren Kindern <strong>vorleben</strong>. Wenn die Mutter beispielsweise den Vater bestimmte Sachen machen lässt. Weil das eben &#8222;Männersachen&#8220; sind. Und dafür erledigt die Mama dann halt &#8222;Frauensachen&#8220;. Kocht. Putzt. Kauft ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6006" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-mit-toastbrot-und-portemonnaie-in-der-hand.jpg" alt="Ich kann das nicht - Frau mit Toastbrot und Portemonnaie in der Hand" width="680" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-mit-toastbrot-und-portemonnaie-in-der-hand.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-mit-toastbrot-und-portemonnaie-in-der-hand-400x252.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-mit-toastbrot-und-portemonnaie-in-der-hand-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Dem Kind wird auf diese Weise ein Leben vorgestellt, das nur aus <strong>Stereotypen</strong> besteht. Frauen machen &#8222;Frauensachen&#8220;. Männer eben &#8222;Männersachen&#8220;.</p>
<h2>Ich bin genau so</h2>
<p>Und dann hat es bei mir &#8222;Klick!&#8220; gemacht. Zwar teilen mein Mann und ich uns den Haushalt usw. Aber oft lasse ich ihn Dinge erledigen, die ich eigentlich selber machen könnte. Oder beginne keine neuen Sachen, weil ich mir sage &#8222;Ich kann das nicht.&#8220; Hier ein klassisches Beispiel: Der Umgang mit dem <strong>Bohrer</strong>.</p>
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<p>Ich und bohren? Um Himmels Willen! Ich doch nicht! Das Witzige: Mein Mann lernte, wie ich, ebenfalls nicht, mit einem Bohrer umzugehen. Als es jedoch nötig wurde, um unsere Wohnung wie eine Wohnung aussehen zu lassen, lernte er es einfach. Ich hingegen bin immer noch auf der Stelle stehen geblieben und weiß bis heute nicht, wie das mit dem Bohren geht. Dabei kann das doch nicht so schwer sein oder?</p>
<p>Und so liegt seit Wochen ein <a href="https://www.milchtropfen.de/motorikbrett/" rel="noopener">Motorikbrett</a> bei uns rum, das an die Wand gebohrt werden muss. Der Mann hat keine Zeit, deshalb bleibt es liegen. Und ich&#8230; ja&#8230; ich&#8230; was ist eigentlich mit mir? Naja, <strong>ich kann das doch nicht</strong>&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3604" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-maenner-bohren.jpg" alt="Ich kann das nicht - Männer bohren" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-maenner-bohren.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-maenner-bohren-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und so könnte ich die Liste endlos weiterführen. Der springende Punkt dabei: Ich weiß gar nicht, ob ich es kann. Oder nicht kann. Denn ich <strong>versuche</strong> es ja gar nicht erst.</p>
<p>Oft ertappe ich mich dabei, dass ich etwas von vornherein ablehne und nicht mache. Weil ich es eben nicht kann. Mir nicht zutraue.</p>
<p>Wenn ich dann doch mal etwas beginne, dann breche ich es schnell wieder ab. Es klappt nicht wie geplant. Ich bin zu <strong>ungeduldig</strong> und will alles sofort können. Und wenn es eben nicht von Anfang an perfekt ist, lasse ich es stehen und liegen. Suche nach Neuem, das ich beginnen und mittendrin damit aufhören kann.</p>
<h2>Woran liegt das?</h2>
<p>Ich habe mir die Frage gestellt: Wenn mir auffällt, wie ich mich verhalte, warum ändere ich es dann nicht einfach? <strong>Woher</strong> kommt dieses Verhalten überhaupt?</p>
<h3>Mund zu</h3>
<p>Und ich kann es natürlich nur behaupten und nicht beweisen, wenn ich sage, dass dieses Verhalten schon früh gewurzelt haben muss. Es wurde mir so beigebracht. In so vielen Dingen.</p>
<p>Wenn ich geweint habe und mit Spielsachen abgelenkt wurde. Wenn mir der Schnuller in den Mund geschoben wurde, obwohl ich einfach nur mal Dampf ablassen wollte. Oder sagen wollte, dass ich Hunger habe. Liebe brauche. Ich lernte, dass ich es nicht Wert bin, gehört zu werden. Ich sollte <strong>still</strong> sein.</p>

<h3>Unverständnis</h3>
<p>Noch heute bemerke ich es bei meiner Mutter, wenn der kleine Mann mal weint, dass sie ihn gleich mit Spielzeug <strong>ablenken</strong> will. Dabei ist er gestolpert, hingefallen und will jetzt einfach nur in den Arm genommen werden. Er will weinen und getröstet werden. Wenn ich dann beobachte, wie meine Mutter ihn ablenken will, sehe ich dann immer mich im kleinen Mann und denke mir nur &#8222;<strong>Hör mir doch einfach mal zu!</strong>&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3605" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-maedchen-troestet.jpg" alt="Ich kann das nicht - Mädchen tröstet" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-maedchen-troestet.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-maedchen-troestet-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h3>Bestrafungen</h3>
<p>Doch so wuchs ich nunmal auf. Wenn meine Mutter mal böse auf mich war, wurde ich von ihr mit Ignoranz <strong>gestraft</strong>. Passive Aggressivität war normal bei uns. Türen knallen. Schnippische Bemerkungen. In die Ecke gestellt werden (wenn ich mich auch nur an ein einziges Mal erinnere, so es hat mich doch bis heute geprägt). Und dann &#8222;natürlich&#8220; noch der berühmte Klaps auf den Po.</p>
<h3>Angst</h3>
<p>Ich hatte immer Angst, etwas Falsches zu sagen. Weil dann wieder jemand sauer auf mich ist. Mich ausschimpft. Anschreit. Ignoriert. Deshalb <strong>schwieg</strong> ich meist.</p>
<p>In der Schule schwieg ich auch. Obwohl ich dachte, die Antwort zu kennen, schwieg ich. Hätte ja auch falsch sein können. Und dann hätte man mich ausgelacht oder mich bloßgestellt.</p>
<p>Solche Gedanken kreisten damals in meinem Kopf und tun es noch heute.</p>
<h3>Ungeduld</h3>
<p>Ich sehe es ja beim kleinen Mann: Er will den Schlüssel selber ins Schloss stecken. Das dauert natürlich sehr lange. Sonst mache ich das lieber selber, weil es einfach schneller geht. Aber letztens ließ ich ihm Zeit. Er scheiterte oft, doch dann klappte es! Ich war zwischenzeitlich kurz davor, es selber zu machen, aber ich ließ ihn probieren. Motivierte ihn, weiterzumachen, es nochmal zu versuchen. Während ich ihn mit zitternden Knien hochhielt, damit er ans Schlüsselloch kam.</p>
<p>So eine <strong>Geduld</strong> gab es bei mir zu Hause nicht. Ich erinnere mich zumindest nicht. Es musste immer alles schnell gehen. Und sofort.</p>
<p>Es geht nicht nur darum, dass ich ungeduldig bin, weil ich ungeduldig erzogen wurde. Nehme ich all das und sehe mir an, wie ich erzogen wurde, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, warum ich bin, wie ich bin.</p>
<p>Ich bin eine, die alles schmeißt. Aus Ungeduld mitunter. Ich bin eine, die nichts Neues beginnt. Oder es mittendrin <strong>abbricht</strong>. Die nicht gern ihre Meinung sagt. Aus Angst, keine Worte zu finden. Und dann als dumm dazustehen.</p>
<div id='c1495_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Wie ich als Mädchen zu sein hatte</h2>
<p>Allgemein ist es wohl das Wort &#8222;dumm&#8220;, das mich so lähmt. Als Kind war ich in der Grundschule bei Weitem nicht auf den Mund gefallen. Ich war sehr gut in der Schule. Machte halt, was man mir sagte. Mobbte die, die nicht ins Bild passten. Ich war so eine richtige <strong>Mitläuferin</strong>. Und auch mal gern Anführerin. Immer gern auf Kosten anderer Spaß haben. Sich über andere lustig machen. Anderen so richtig schön schaden und dabei im Rücken den Halt von den Freunden spüren.</p>
<p>Das zeigte ich natürlich nie zu Hause. Zu Hause wurde so ein Verhalten nicht geduldet. Sondern bestraft.</p>
<p>Als Mädchen ging ich in den Chor und sang mit stolzer Brust. Ich tanzte. Lernte lange Texte auswendig. Sprach vor Publikum. Ich lernte wie meine Schwester Keyboard.</p>
<p>Und wie die Familie immer stolz war, wenn sie mich sah. Was ich wieder für eine niedliche Frisur habe. Und so hübsche Kleider. Dass ich meiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten sei. Und dann auch noch meine Vorliebe für Schlager. Denn meine Mutter liebte ja auch Schlager.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3606" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-suesses-niedliches-maedchen-in-pose.jpg" alt="Ich kann das nicht - süßes, niedliches Mädchen in Pose" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-suesses-niedliches-maedchen-in-pose.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-suesses-niedliches-maedchen-in-pose-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Es war ein reines <strong>Schauspiel</strong>, wenn ich zurück denke. Ich war nicht ich selbst. Ich wollte immer nur gefallen. Und geliebt werden. Beachtet werden. Und nicht ignoriert und bestraft.</p>
<h2>Wie sich das Mädchen entwickelte</h2>
<p>Und dann kam die Zeit, in der ich alles <strong>schmiss</strong>.</p>
<p>Ich hatte keine Lust mehr auf Keyboard. Und hörte auf. Ich tanzte. Und schwänzte nach jahrelangem, hartem Training die Stunden. Irgendwann wollte ich gar nicht mehr hin und bat meinen Papa, mich da raus zu holen und zu kündigen. Ich sang im Chor und stieg aus. Ich trommelte und ließ es schnell wieder sein.</p>
<p>Ich hatte immer große, tolle Pläne. Erzählte allen davon und wurde ermutigt, das anzupacken. Aber mehr als ein <strong>Luftschloss</strong> wurde nicht draus. Ich setzte es nie in die Tat um. Keine Lust, sagte ich immer, wenn man mich nach dem Grund fragte. Oder ich hatte andere Ausreden parat. Irgendwas fiel mir immer ein, um es hinzuschmeißen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6000" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-balanciert.jpg" alt="Ich kann das nicht - Frau balanciert" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-balanciert.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-balanciert-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-balanciert-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Was ich heute denke: Ich hatte nicht &#8222;keine Lust&#8220;. Es war Angst. Einfach Angst. Bevor mir jemand sagt, dass ich es nicht kann, beende ich es lieber selber. Fange gar nicht erst damit an. So kann mir keiner schaden. Und ich bleibe unverletzt. Und stehe nicht als <strong>dumm</strong> da. Da ist es wieder, dieses Wort&#8230;</p>
<h2>Veränderung</h2>
<p>Und so zieht sich das wie ein roter Faden durch mein Leben und ich erkenne, dass ich etwas <strong>ändern</strong> muss. Denn ich bin jetzt Mutter. Mittlerweile von einem 2-Jährigen, den ich mit allen Mitteln anders zu erziehen versuche, als ich es kennen gelernt habe.</p>
<p>Denn was will ich meinem Sohn beibringen? Wie soll er die Welt sehen? Männer sind die Starken, Frauen die Schwachen? Männer sind abenteuerlustig, geschickt im Handwerk, Frauen können putzen und kochen?</p>
<p>Ich will meinem Sohn zeigen, dass man alles kann. Unabhängig vom Geschlecht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6001" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-spielt-ukulele-baby-erkundet-ukulele.jpg" alt="Ich kann das nicht - Frau spielt Ukulele, Baby erkundet Ukulele" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-spielt-ukulele-baby-erkundet-ukulele.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-spielt-ukulele-baby-erkundet-ukulele-400x253.jpg 400w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/03/ich-kann-das-nicht-frau-spielt-ukulele-baby-erkundet-ukulele-30x19.jpg 30w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Doch um ihm das zu zeigen, muss ich mich verändern. Ich muss wieder zu dem Menschen werden, der ich hätte werden können, wenn man mich gelassen hätte. Ich muss mich weiterentwickeln. Ein <strong>Vorbild</strong> werden.</p>
<p>Und es klingt vielleicht einfach, aber das ist es nicht. Es ist nicht leicht, sich von heute auf morgen zu ändern. Sich zu sagen: &#8222;Ab heute bin ich selbstbewusst. Und nehme alles selber in die Hand. Was ich lernen will, das lerne ich einfach.&#8220; Eben aus dem Grund, weil ich jahrelang anders erzogen wurde.</p>
<div id='c2113_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h2>Vorbild</h2>
<p>Ich glaube, der einzige, der mich wirklich dazu gebracht hat, mal darüber nachzudenken, war mein Mann. Er ist so ganz anders als ich. Strotzt vor <strong>Selbstbewusstsein</strong>. Fährt anderen auch mal gern über den Mund. Macht sich auch mal unbeliebt. Ihn interessiert es nicht die Bohne, was sie denken könnten. Vor allem, wenn es um unseren Sohn geht, nimmt er kein Blatt vor den Mund.</p>
<p>Und das ist gut so. Er ist mir oft ein großes Vorbild. Er ist so, wie ich gern sein würde. Nicht immer, denn er ist auch nicht perfekt. Aber oft wäre ich in bestimmten Situationen gern mehr wie er.</p>
<h2>Der Anfang</h2>
<p>Also was tun? Und wie? Für mich ist es immer gut, in kleinen Schritten zu beginnen. Stück für Stück.</p>
<p>Ich habe mir jetzt zum Beispiel die Bohrmaschine und den Akkuschrauber meines Vaters ausgeliehen. Damit das Motorikbrett endlich fertig wird. Ich weiß nicht, wie man bohrt? Es gibt YouTube. Ganz einfach. Natürlich kann mir das auch mein Papa erklären. Der kann das ja&#8230;</p>
<p>Und letztens fiel mir auf, dass meine Mutter genau so <strong>stereotypisch</strong> denkt: Wir spielen mit dem kleinen Mann und einem Windlicht mit Tür. Die Tür scheint nicht richtig zu schließen. Meine Mutter sagt &#8222;Das muss der Opa nachher reparieren.&#8220; Und ich so &#8222;Warum? Können wir das nicht auch?&#8220; Wir drehen und zuppeln ein bisschen und es klappte. Ganz einfach.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3608" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-windlicht-teelicht-lampe.jpg" alt="Ich kann das nicht - Windlicht Teelicht Lampe" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-windlicht-teelicht-lampe.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-windlicht-teelicht-lampe-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Oder ein weiteres Beispiel: Mein Vater ist gerade schwer im Garten beschäftigt. Meine Mutter geht mit meiner Oma im Garten spazieren und zeigt ihr die Blumen. Dann kommt der kleine Mann und sagt &#8222;Opa Feuer aus.&#8220; (Vorhin war die Feuerschale noch an; jetzt ist sie aus.) Und meine Mutter sagt &#8222;Opa! Du musst Feuer machen!&#8220; Nachdem sie das dann zum zweiten Mal rief, meinte ich zu ihr, dass sie das doch auch machen könne. Der Opa sei doch gerade beschäftigt (sie hingegen nicht). Am Ende machte trotzdem der Opa Feuer.</p>
<p>Was ich fortan mache? Ich mache das Feuer einfach selber an. Ist auch nicht so schwer.</p>
<p>Seitdem ich diesen Artikel gelesen habe, fällt es mir wirklich sehr stark auf. Wir Frauen können die Dinge genau so gut auch <strong>selber machen</strong>. Und nicht immer darauf warten, dass die Männer das für uns erledigen.</p>
<p>Wenn ich also meinen Mann um etwas bitten möchte, dann stelle ich mir erst einmal die Frage: Könnte ich das vielleicht auch selber machen? Anders herum können Männer genau so denken: Kann ich das vielleicht auch selber machen? Warum bitte ich gerade jetzt meine Frau darum?</p>
<h2>Es ist nie zu spät</h2>
<p>Und auch, als ich das <a href="https://www.milchtropfen.de/das-indianerkostuem-vom-kleinen-mann/" rel="noopener">Indianerkostüm für den kleinen Mann</a> nähen wollte, kam da wieder dieses &#8222;Ich kann doch nicht nähen!&#8220; Nun kann ich ja wirklich nicht von heute auf morgen nähen lernen. Also suchte ich mir Hilfe. Und fand sie bei meiner Oma. Und die zeigte mir, wie einfach es eigentlich ist. Ich habe immer so viel &#8222;Angst&#8220; davor. Dabei gibt es gar keinen Grund, Angst zu haben.</p>
<p>Meine Oma machte mir so viel Mut, dass ich mich noch am selben Abend hinsetzte und lernte, einen Knopf anzunähen. Das klingt vielleicht nach Pillepalle, aber ich war so stolz auf mich. Plötzlich war der Lieblingsschlafanzug des kleinen Mannes repariert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3609" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-knopf-angenaeht.jpg" alt="Ich kann das nicht - Knopf angenäht" width="680" height="430" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-knopf-angenaeht.jpg 680w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/ich-kann-das-nicht-knopf-angenaeht-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Und so geht das immer weiter. Solange man sich nur immer für etwas begeistern kann. Solange einen irgendetwas fasziniert. Man kann es <strong>lernen</strong>, wenn man es <strong>will</strong>. Es ist nie zu spät dafür.</p>
<p>Und wenn auch in dir dieses Gefühl von &#8222;Ich kann das nicht&#8220; hochkommt, dann denk an diesen Beitrag. Versuch herauszufinden, woran das liegt. Warum du so denkst. Und versuch es abzuschütteln. Es bringt dich nicht weiter, sondern steht dir ewig im Weg. Und frustriert ungemein.</p>
<p>Versuch es. Such dir Rat im Internet oder bei anderen Menschen. Sag dir, wenn du es nicht kannst, dann wirst du es bald können. Denn ganz sicher ist es keine Frage von &#8222;Bin ich ein Mann oder eine Frau?&#8220;</p>
<p>Was wolltest du schon immer mal lernen und hast es bisher noch nicht gewagt?<br />
</p>
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		<title>Mit Kind zum Faschingsumzug?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Will]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2017 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<category><![CDATA[Gedächtniskirche]]></category>
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		<category><![CDATA[Kostüm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den Ereignissen des 19. Dezembers 2017 haben manche Angst, mit ihren Kindern öffentliche, große Veranstaltungen zu besuchen. Auch wir haben anfangs überlegt, ob wir den Faschingsumzug am 19. Februar 2017 mitmachen werden. Ob es nicht doch zu riskant ist. Wir waren dabei und erzählen euch, wie es beim Faschingsumzug war. War es nicht doch ... <a title="Mit Kind zum Faschingsumzug?" class="read-more" href="https://www.milchtropfen.de/mit-kind-zum-faschingsumzug/" aria-label="Mehr zu Mit Kind zum Faschingsumzug?">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Ereignissen des 19. Dezembers 2017 haben manche Angst, mit ihren Kindern öffentliche, große Veranstaltungen zu besuchen. Auch wir haben anfangs überlegt, ob wir den Faschingsumzug am 19. Februar 2017 mitmachen werden. Ob es nicht doch zu riskant ist.</p>
<p>Wir waren dabei und erzählen euch, wie es beim Faschingsumzug war. War es nicht doch zu gefährlich? Haben wir das Leben unseres Kindes riskiert?</p>
<p><span id="more-3520"></span><div id='c3784_0_11' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div></p>
<h2>Mit Kind zum Faschingsumzug?</h2>
<p>Nach dem <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/berlin-breitscheidplatz-gedaechtniskirche-weihnachtsmarkt" target="_blank" rel="noopener">19. Dezember 2017, an dem ein LKW in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche raste</a>, fragt man sich jedes Mal, wo man sich mit seinem Kind noch hintrauen kann. Wenn es öffentliche Veranstaltungen gibt, fragt man sich, ob alles gut gehen wird. Ob es sich lohnt, dieses Risiko einzugehen. Oder ob man nicht lieber doch zu Hause bleiben sollte.</p>
<p>Mein Mann und ich haben da ganz unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Ich habe nur daran gedacht, wie schön der erste Faschingsumzug für unseren Sohn und uns wird. Meine Oma und ich haben uns viel Mühe mit dem <a href="https://www.milchtropfen.de/das-indianerkostuem-vom-kleinen-mann/" rel="noopener">Indianerkostüm des kleinen Mannes</a> gegeben. Keine Frage, dass wir zum Faschingsumzug gehen.</p>
<p>Mein Mann wollte erstmal überhaupt nicht mit. Er trägt noch ein Kindheitstrauma vom Fasching mit sich rum. Als Kind gezwungen zu werden, sich als kleinster Zwerg zu verkleiden, obwohl man sich weder verkleiden und erst recht nicht der kleinste Zwerg sein will, das brennt sich ins Gedächtnis ein.</p>
<p>Ich hatte es verstanden, dass er sich nicht verkleiden will. Aber beim ersten Faschingsumzug seines Sohnes muss er dabei sein. Noch dazu, weil Sonntag ist und er mal nicht arbeiten muss.</p>
<p>Und als ich ihn dann zum gefühlten 10. Mal frage, ob er nun mitkommen wird, erzählt er mir seine Bedenken: Dass er denkt, dass es wieder einen Anschlag geben wird. Dass etwas passieren wird. Er fürchtet um unsere Sicherheit.</p>
<p>Letztendlich haben wir doch beschlossen hinzufahren. Aus welchen Gründen, erläutere ich euch später.</p>
<h2>Wo sind die Kostüme?</h2>
<p>Am 19. Februar 2017 fuhren wir also los. Zwischendurch fragte ich mich innerlich, ob ich mich im Datum vertan hätte. Weit und breit keine Perücken oder anderweitigen Verkleidungen zu sehen. Hallo? Es ist Sonntag am späten Vormittag! Wo seid ihr alle?</p>
<p>Je weiter wir in die Stadt kommen, desto mehr sehen wir auch die Kostümierten herumlaufen. Ein Glück! Wir werden nicht die einzigen sein, die am Fachingsumzug teilnehmen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3529" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-mutter-und-kind-im-kostuem-in-der-s-bahn.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Mutter und Kind im Kostüm in der S-Bahn" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-mutter-und-kind-im-kostuem-in-der-s-bahn.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-mutter-und-kind-im-kostuem-in-der-s-bahn-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Zwischendurch sacken wir noch die Oma ein (auch nicht im Kostüm, Frechheit) und fahren dann gemeinsam zum Olivaer Platz. Was wir uns hätten denken können: Mit den Öffentlichen kommt man nicht direkt zum Olivaer Platz. Es wurde weiträumig abgesperrt. Fette Fahrzeuge versperren die Straßen. Polizei noch und nöcher. Mein Mann staunte nicht schlecht. Und war etwas beruhigter, wie alles abgesichert wurde.</p>
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</div>
<h2>Segnung</h2>
<p>Wir mussten noch eine Weile zu Fuß laufen und kamen punktpünktlich am Olivaer Platz an. Es gibt eine kurze und knackige Einführung. Denn es ist schon 11:10 Uhr und um 11:11 Uhr soll es losgehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3530" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-rede-am-olivaer-platz.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Rede am Olivaer Platz" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-rede-am-olivaer-platz.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-rede-am-olivaer-platz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Bevor sich die Fahrzeuge in Bewegung setzen, wird der Faschingszug gesegnet. Wir wollen alle Spaß haben. Singen. Lachen. Tanzen. Und alle wieder heil nach Hause kommen. Es soll keine Verletzten geben. Darauf ein dreifaches &#8222;Hejo!&#8220; und es kann losgehen.</p>
<h2>Stimmungskanone</h2>
<p>Es gab Trommler und Trompeter in genialen Kostümen, die wirklich gut Stimmung gemacht haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3531" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-musik-am-olivaer-platz.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Musik am Olivaer Platz" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-musik-am-olivaer-platz.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-musik-am-olivaer-platz-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Zwischendurch kamen aber auch Fahrzeuge, die einfach nur öde waren. Keine Musik. Auch nicht sonderlich geschmückt. Nicht mal Süßigkeiten!</p>
<p>Und dann kam die ultimative Stimmungskanone: Ein Doppelstockbus mit eigenem Sänger, super coolen Kostümen und genialer Mucke! Es gab ohne Ende Süßigkeiten, die in einer Tour ins Publikum geschmissen wurden. Konfetti durfte auch nicht fehlen. Es war eine super Stimmung! Wir sind von da an neben dem Bus gelaufen. Und auch viele andere Menschen entschieden sich, neben dem Bus mitzulaufen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3532" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-stimmungskanone-doppelstockbus.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Stimmungskanone Doppelstockbus" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-stimmungskanone-doppelstockbus.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-stimmungskanone-doppelstockbus-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Es hat echt Spaß gemacht. Der kleine Mann verbrachte die Zeit manchmal im Kinderwagen. Aber dann wollte er auch raus und mitlaufen. Hat gelacht und getanzt. Versucht, rückwärts zu laufen. Es war echt süß. Die anderen mussten über sein süßes Indianerkostüm schmunzeln. Sie fanden es wirklich niedlich. Und ihn auch. Ja, die Stimmung war schon echt dufte.</p>

<h2>Sicherheit</h2>
<p>An den Kreuzungen waren wieder haufenweise Polizisten und fette Fahrzeuge zu sehen, die die Querstraßen versperrten. Ab und zu liefen Polizisten neben uns her (auch die echten). Man fühlte sich wirklich sicher.</p>
<p>Als wir jedoch neben einem riesigen Stier liefen, bekam es der kleine Mann mit der Angst zu tun. &#8222;Schützich!&#8220;, rief er zu uns und wollte auf den Arm. Er wollte, dass wir ihn beschützen. Andere ließen sich mit Freude mit dem Stier fotografieren. Das hatten wir anfangs auch vor. Aber, wie gesagt, der kleine Mann hatte Angst. Daher ließen wir es sein und machten uns auf und davon.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3533" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-stier.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Stier" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-stier.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-stier-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h2>Gedächtniskirche</h2>
<p>Wir gingen vom Olivaer Platz bis zum Wittenbergplatz. Als wir an der Gedächtniskirche vorbei liefen, wurde sämtliche Musik abgestellt. Hier gab es keine Partystimmung. Keine Musik. Kein &#8222;Hejo!&#8220; oder sonstwas. Es wurden noch Süßigkeiten verteilt, aber mehr auch nicht. Schlagartig wurde die Stimmung eher drückend.</p>
<p>Die Menschen, die sich den Faschingsumzug die ganze Zeit an der Gedächtniskirche ansahen, hatten wohl eher das Bild eines öden Umzugs. Schließlich wurde keinerlei Musik gespielt. Keine freudigen Gesichter. Kein Gelächter. Nichts. Nur wenige Meter vor und hinter der Gedächtniskirche kam wieder Stimmung auf. Es war ein seltsames Bild.</p>
<p>Und als wir am Wittenbergplatz angekommen waren, machten wir eine kleine Snackpause. Mümmelten unsere mitgebrachten Stullen und machten uns dann alsbald auf den Heimweg.</p>
<div id='c7907_34_18' class='sam-container sam-place' data-sam='0'><div style="margin: 0px -15px 0px !important; color: #000; font-size: 8pt;" class="werbungaus"><aside id="adsinfo">Anzeige</aside><script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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<h2>Öffentliche Veranstaltungen mit Kind? Ja!</h2>
<p>Und nun sind wir wieder zu Hause und ich bin froh, dass nichts passiert ist. Keine Verletzten. Oder gar Tote. Es lief alles gut.</p>
<p>Ich erinnere mich an eine kurze Unterhaltung mit meiner Oma. Sie meinte, wenn man sein eigenes Leben aufs Spiel setzt, wenn man solche Veranstaltungen besucht, ist das eine Sache. Aber wenn man das Leben seines Kindes aufs Spiel setzt&#8230; (sie beendete den Satz nicht)&#8230; Man würde seines Lebens nicht mehr froh werden, wenn man den Anschlag überleben würde, aber nicht das eigene Kind&#8230;</p>
<p>Ich sitze jetzt hier und denke drüber nach, ob es das Risiko Wert war&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3536" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-blumenfrau.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Blumenfrau" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-blumenfrau.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-blumenfrau-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<h3>Hätte, würde, könnte&#8230;</h3>
<p>Durchaus hätte es schief gehen können, denke ich. Ich weiß nicht, ob ich dann anders hierüber denken würde. Ich hoffe es nicht. Denn es kann immer und überall was passieren. Es muss nicht mal ein Anschlag sein. Uns kann ein LKW überfahren. Wir hätten in eine Schlägerei geraten können. Mein Kind hätte in den Massen verloren gehen können. Mein Kind hätte entführt werden können. Es hätte eine Massenpanik geben können. Wir hätten totgetrampelt werden können. Und und und&#8230;</p>
<p>Was ich damit sagen will, ist: Es kann immer was passieren. Immer. Egal, ob gewollt oder ungewollt. Anschläge. Unfälle. Und wenn ich mir jedes Mal, wenn ich mit meinem Kind nach draußen vor die Tür gehen will, vorstelle, was alles passieren könnte&#8230; Ich würde das Haus nicht mehr verlassen wollen. Und das ist kein Leben.</p>
<div id='c1614_31_19' class='sam-container sam-place' data-sam='0'></div>
<h3>Wie man leben will</h3>
<p>Es ist auch eine Frage, wie man leben will. Denn auch, wenn immer und immer wieder Anschläge passieren würden, würde ich mit meinem Kind besondere Veranstaltungen besuchen wollen. Nicht, weil ich es liebe, uns in Gefahr zu bringen. Es geht darum, wie man sein Leben leben will. Natürlich kann man immer in Angst, dass etwas Schlimmes geschehen könnte, zu Hause bleiben. Solche Veranstaltungen meiden. Aber dann lässt man sein Leben von Angst bestimmen. Und das will ich nicht.</p>
<p>Ich will nicht in ständiger Angst leben. Und diese Angst will ich auch nicht auf mein Kind übertragen. Das bedeutet nicht, dass ich es unbeaufsichtigt lasse. Es ist immer ein Auge auf den kleinen Mann gerichtet. Und gerade auf Veranstaltungen mit vielen Leuten muss man sein Kind immer im Auge behalten. Aber eben nicht im übertriebenen Maße, wenn ihr versteht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3534" src="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-mutter-und-kind-laufen-mit.jpg" alt="Mit Kind zum Faschingsumzug - Mutter und Kind laufen mit" width="679" height="429" srcset="https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-mutter-und-kind-laufen-mit.jpg 679w, https://www.milchtropfen.de/wp-content/uploads/2017/02/mit-kind-zum-faschingsumzug-mutter-und-kind-laufen-mit-300x190.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></p>
<p>Ich zwinge den kleinen Mann auch nicht, permanent an meiner Hand zu laufen. Ich lasse ihm diese Freiheit. Wenn er auf den Arm will oder meine Hand halten will, gern. Aber ohne Zwang. Sicherlich gibt es Situationen, in denen diese Regel gebrochen werden muss, aber darum geht es jetzt gar nicht.</p>
<h3>Vertrauen</h3>
<p>Warum wir uns auch dafür entschieden hatten, diese Veranstaltung zu besuchen: Vertrauen. Wir vertrauen darauf, dass diese Veranstaltung gesichert wird. Durch weiträumige Absperrung zum Beispiel. Und durch die Polizei.</p>
<p>Aber sich nur auf andere zu verlassen, wäre dumm. Es ist auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dass man sich nicht blindlings auf andere verlässt. Man geht automatisch anders zu solchen Veranstaltungen. Man ist aufmerksamer. Hat die Augen offen. Sieht sich die Leute genauer an. Läuft auch nicht mitten in der Mitte. Lieber am Rand. Wenn was passiert, dann hat man am Rand weniger die Gefahr, von den panischen Massen überrannt zu werden.</p>
<p>Das sind so meine bzw. unsere Gründe, weshalb wir solche Veranstaltungen auch weiterhin besuchen und nicht meiden werden. Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob es ihm das Risiko Wert ist.</p>
<p>Wie denkt ihr darüber?</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de/mit-kind-zum-faschingsumzug/">Mit Kind zum Faschingsumzug?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.milchtropfen.de">Milchtropfen</a>.</p>
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