Babyschwimmen – 8. Tag


Beim Babyschwimmkurs im UKB war heute Gegenteiltag.

Was sich die Kursleiterin diesmal für uns ausgedacht hatte, erfahrt ihr im folgenden Beitrag.

Babyschwimmen – 8. Tag

Auch in dieser Schwimmstunde waren wir wieder nur mit 3 Kindern zur Stelle. Und auch von den 2 Kursleiterinnen fehlte eine. Doch je weniger desto besser! Dann ist es nicht so hektisch. Dafür schaute uns heute der Chef der Schwimmschule beim Planschen zu und spielte den Regen. Dazu aber später.

Überraschung

Bevor es wieder mit dem Singkreis losging, durften wir uns aussuchen, ob die Kinder mit oder ohne Schwimmflügel ins Wasser kommen sollten. Von daher ließ ich die Dinger heute mal bei Oli weg; die anderen Kinder hatten ihre Schwimmhilfen um.

Da noch ein Elternteil mit Kind fehlte, düsten Oli und ich schonmal allein durchs Wasser, spielten mit dem Wasserball und gesellten uns dann zur wasserscheuen Mimi, die auch wieder mit von der Partie war.

Und siehe da: Mimi hatte heute ausgesprochen gute Laune. Sie planschte und spritzte mit dem Wasser, dass es eine Freude war, sie auch mal in anderer Verfassung zu erleben.

Babyschwimmen - 8. Tag - Baby beim Babyschwimmen

Wer Mimi noch nicht kennt, der kann sich ja diesen Beitrag durchlesen, um ein ungefähres Bild zu bekommen.

Ballspiel

Nachdem endlich alle versammelt waren und wir im Singkreis wieder einmal mit dem Wasserzug Spritzstadt, Planschdorf, Strampeldorf und Hüpfstadt durchquert hatten, ging es über zu den heiß begehrten Wasserbällen.



Da wir nur so wenig Leute waren, musste keiner Angst haben, zu kurz zu kommen. Mit insgesamt 2 Bällen ließ es sich ganz gut einrichten, dass jedes Kind mal den Ball abbekam. Hatte ein Kind einen Ball in der Hand, schob es ihn anschließend wieder in die Runde.

Feuerwehr

So ging das eine ganze Weile, bis das Spiel beendet wurde. Und dann wurde es ernst! Es müssten Brände gelöscht werden!

Die Kursleiterin hatte am Ende des Beckens 2 Eimer und eine Kiste aufgestellt, die brennende Häuser symbolisieren sollten. Am anderen Ende des Beckens gab es einen Haufen Bälle und bunte Bausteine aus Styropor, die das Wasser darstellten.

Wir mussten eine Kette bilden und jedes Kind musste das „Wasser“ weitergeben. Am Ende der Kette, also bei den „brennenden Häusern“, wurde das „Wasser“ in die Behälter geworfen und weiter ging es mit dem Löschen.

Babyschwimmen - 8. Tag - Feuerwehr löscht brennendes Haus

Klar, dass die Kinder traurig wurden, als sie ihr Spielzeug weggeben mussten. Sie verstanden nicht den Sinn hinter dem Spiel. In ihren Augen wurde ihnen immer wieder ein Spielzeug gegeben, es wieder weggenommen und dann weggeworfen. Oli hingegen machte bei dem Spiel mit, ohne mit der Wimper zu zucken. Für ihn war es kein Problem, die Bälle und Bausteine weiter- bzw. abzugeben.

Das Löschen dauerte eine ganze Weile und wir wurden angehalten, hinne zu machen. Am Ende trugen die Kinder dann 2 Spielzeuge auf einmal. Es wurde etwas hektisch, aber es sollte ja auch ein Brand gelöscht werden! Da darf man nicht trödeln. Für die Kinder war das nicht so verständlich, logisch.

Timmi (Name geändert), die kleine Wasserratte, hatte heute aber ausnahmsweise keine Lust. Das Lösch-Spiel hatte ihm keine Freude bereitet, weil er seine Spielzeuge lieber behalten hätte statt abgeben zu müssen. Ich versuchte immer, mit ihm zu reden und fragte ihn, ob wir das Spielzeug haben dürfen, statt es ihm einfach wegzunehmen. Er wollte den Baustein nicht abgeben, aber sein Vater gab ihn uns dann, sodass Timmi zu weinen anfing. War irgendwie kein schönes Gefühl, die Böse zu sein.

Irgendwann setzte sich der Papa von Timmi aber ab und ließ den Kleinen in Ruhe am Beckenrand mit den Bausteinen spielen. Das fand ich eine gute Idee, damit er wieder Spaß haben konnte.

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Löschzug

Bald waren die brennenden Häuser gelöscht. Doch dann teilte uns die Kursleiterin mit, dass ein weiterer Brand gemeldet wurde. Dieser sei allerdings so weit weg, dass wir den Löschzug nehmen müssten.

Hoppsdiwopps wurden die Kinder gemeinsam auf eine große Schwimmmatte gesetzt und von uns Erwachsenen in einem Affenzahn von einem Beckenrand zum anderen gefahren und wieder zurück und wieder hin usw.

Babyschwimmen - 8. Tag - Feuerwehrauto

Der kleine Mann sprang bereits beim Anfahren von der Matte und wollte lieber auf dem Arm getragen werden. Timmi war wieder nicht sonderlich begeistert von der Aktion. Sein Papa nahm ihn dann so ungeschickt von der Matte, dass er dann auch noch kurz untergluckerte – trotz Schwimmflügel. Die Lage wurde dadurch nicht gerade angenehmer für den Kleinen.

Gegenteiltag

Dafür, dass Timmi heute keine Lust auf Wasser hatte wie sonst eigentlich, hatte Mimi noch kein einziges Mal ihr berühmtes Schippchen gezeigt oder gar geweint. Sie hatte echt Spaß und planschte im Wasser herum. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht… Lag es daran, dass jetzt wieder ihre Mama mit im Wasser war? Könnte sein, aber genau wusste es wohl nur Mimi.

Regen

Von dem Feuerwehreinsatz waren wir natürlich allesamt total verrust und mussten duschen. Und da trat der Chef der Schwimmschule in Aktion: er stellte sich mit einer großen Gießkanne auf den Beckenrand und ließ es regnen. Wir mussten dann mit den Kindern durch den Regen durch. Das kam mal mehr, mal weniger gut an.

Babyschwimmen - 8. Tag - Gießkanne gießt Blumen

Tauchen

Zum Schluss konnte wieder getaucht werden. Die Schwimmflügel mussten vorher natürlich ab, ganz klar. Während also die anderen damit beschäftigt waren, ging ich mit Oli bereits auf Tauchstation. Ich hielt ihn fest, zählte bis 3 und ging dann mit ihm unter Wasser. Unter Wasser machte ich die Augen auf, um seine Reaktion erkennen zu können, aber es war alles verschwommen. Ärgerlich. Er schien seine Augen aufgehabt zu haben und nach oben zu schauen. Schnell tauchte ich wieder mit ihm auf.


In der 7. Kursstunde hatte er zumindest gelächelt, aber jetzt blickte er leicht irritiert durch die Gegend. Es hatte ihm wohl nicht so gefallen. Wir schauten dann den anderen beim Tauchen zu. Eigentlich wollte ich es dann noch einmal mit ihm versuchen, aber als die anderen laut bis 3 zählten, kroch mir Oli schon beinahe auf den Kopf. Er wollte nicht mehr tauchen. Ich ließ es daher lieber sein.

Abschiedslied

Beim Abschiedslied fing Oli dann wieder wie auf Kommando an zu weinen. Warum er an dieser Stelle jetzt immer anfängt zu weinen, wissen wir nicht genau, aber wir vermuten, dass er weiß, dass die Stunde zu Ende ist und wir raus müssen. Das gefällt ihm anscheinend nicht und deshalb weint er.

Dann durften die Kinder im kleinen Kreis noch „Ei“ bei der Badepuppe machen (Mimi steckte ihr lieber ihren Finger in die Nase) und anschließend berührten sich die Kleinen noch mit den Füßen. Dann war es höchste Zeit, unter die Dusche zu hüpfen und den Heimweg anzutreten.

Ist es nicht komisch, dass Timmi, der sonst das Wasser abgöttisch liebt, heute absolut keinen Nerv hatte und stattdessen Mimi, die sonst ständig weint und traurig ist, zum Leben erwachte?!

Ich bin hin- und hergerissen, ob wir doch beim Schwimmkurs im UKB bleiben… Mann! Ich kann mich nicht entscheiden! Aber so, wie ich Mimi heute erlebt habe, habe ich sie noch nie gesehen. Dafür ging es Timmi nicht so dolle, aber bei ihm bin ich überzeugt, dass er einfach nur einen schlechten Tag hatte und nächste Woche alles wieder gut sein wird.

Nächste Woche ist übrigens Foto schießen unter Wasser angesagt! Yes! Ich freu mich voll drauf! Hoffentlich sind die Bilder dann zu gebrauchen und nicht etwa völlig verschwommen und unscharf.

Ich werde dann wieder berichten und euch hoffentlich auch mit genug Bildmaterial versorgen können.

Babyschwimmen - 8. Tag - Frosch winkt zum Abschied


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